Bad Bertrich, 19.11.2020 – Eine ganz besondere geologische Attraktion ist das Naturdenkmal Elfengrotte am westlichen Ortseingang von Bad Bertrich in der Eifel. Der Lavadurchgang Elfengrotte wird nach ihrem äußeren Erscheinungsbild auch Käsegrotte genannt. Die Elfengrotte hatte einen fulminanten Baumeister: Hier war ein Vulkan am Werk. Heißes Gestein und unnachgiebiges Wasser formten diese fantasieanregende Grotte am rund 49 Kilometer langen Üßbach, der bei Alf in die Mosel mündet und sich an der Landschaftsgestaltung vor Ort tatkräftig beteiligt hat.
Vor vielen Jahren flossen nämlich mehrere Basaltlavaströme in das Üßbachtal hinein und das Wasser suchte sich daraufhin einen neuen Weg und formte so das Tal.
Für einen Lavastrom hat sich die Geologie etwas besonders schmuckes einfallen lassen, nämlich die Säulen zu formen, wie Käseleiber. So ist die Elfen- bzw. Käsegrotte als Höhlendurchbruch im Üßbachtal entstanden. Horizontale Klüfte oder Risse schnitten sich in die Säulen ein und die Verwitterung rundete die Kerben.
Durch dieses Naturereignis sieht es heute so aus, als habe jemand Käseleiber Schicht auf Schicht gestapelt. Eine Hinweistafel erklärt vor Ort, dass der Name Elfengrotte nichts mit dem Begriff der Elfen zu tun hat. Der Name stammt von der um 1860 erbauten Elfenmühle, an der sich die Grotte befindet. Die Elfenmühle wird heute gastronomisch genutzt. Das märchenhafte an der ganzen Naturerscheinung wird von der beeindruckenden Vulkanlandschaft unterstrichen. Steile Felsen umrahmen den Elbesbach-Wasserfall neben der Grotte, der in Richtung Elfenmühle in den Üßbach mündet.
Marco Kaudel mit einem der neuen Streetbuddies in Satzvey. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich-Satzvey/Lessenich, 18.11.2020 – Die aus Holz gefertigten Figuren sind knallgelb und exakt 89 Zentimeter groß. Mit der Höhe könnten sie auch ein Kind sein. Marco Kaudel, der Ortsvorsteher von Lessenich, hat die „Streetbuddies“ in Satzvey und Lessenich aufgestellt. Dort, wo viel Verkehr herrscht und gerade die Kleinsten gefährdet sind.
Die Streetbuddies warnen die Verkehrsteilnehmer unermüdlich und eindringlich: „Vorsicht! Langsam! Hier sind Kinder unterwegs!“ Wie nahezu jeden Morgen donnern auch heute wieder schwerbeladene Laster, kleine und große Autos durch die schmale Ortsdurchfahrt von Satzvey. In Lessenich ist die Situation zum Teil vergleichbar, insbesondere in Bezug auf die „gefühlte Geschwindigkeit“.
Sabrina Kaudel kümmerte sich um den vernünftigen Anstrich. In knallgelb fallen die Figuren auf. Foto: Marco Kaudel/pp/Agentur ProfiPress
Die Figuren sind in Handarbeit gefertigt. Um sie herzustellen haben Marco Kaudel, seine Frau Sabrina und sein Schwiegervater Peter Wrase emsig in der heimischen Werkstatt gewerkelt. Insgesamt zehn Exemplare hat das Trio mittlerweile produziert und am Straßenrand in Satzvey und Lessenich aufgestellt.
Seitens Ordnungsbehörde hatte man Kaudel seinerzeit „grünes Licht“ für die „Streetbuddies“ gegeben. „So lange die Figuren keinen Verkehrsteilnehmer behindern, dürfen die gerne am oder auf dem Bürgersteig aufgestellt werden“ so Peter Kern der Leiter des Mechernicher Ordnungsamts.
Autofahrer fahren aufmerksamer
Für seine selbstlose Aktion erntete er bereits viel Lob von den Anwohnern der beiden Dörfer, die erste Erfolge spüren: „Es ist auffällig, die Autofahrer fahren wirklich anständiger und aufmerksamer“, lautet ein Fazit von Saskia Matuschek aus Lessenich
Gefertigt sind die Holzfiguren nach Hilberather Vorbild. Marco Kaudel war auf dem Weg zur Arbeit, als er sie dort entdeckte. Er erinnert sich: „Die Streetbuddies in dem Ort waren angezogen. Sie hatten eine Mütze auf und eine Hose an. Im ersten Moment dachte ich wirklich, da steht ein Kind.“
Die Hilberather haben die Warnfiguren zusätzlich öfters versetzt. Zwei Tage da, zwei Tage dort. „Das hat auf mich eine riesige Wirkung gehabt. Ich habe immer abgebremst und geguckt“, berichtet Kaudel. Später seien die Hilberather Holzfiguren gelb angestrichen worden.
„Das könnte man adaptieren“, dachte er sich und packte eines Morgens daher einen Zollstock und einen Foto-Apparat für den Weg zur Arbeit mit ein und nahm vor Ort Maß am Prototyp. Sein Schwiegervater sei handwerklich sehr begabt. „Er hat die Figuren anhand meiner Maße und Fotos neu abgemalt, ausgeschnitten und dann haben wir angefangen zu reproduzieren.“
Ins Rollen gekommen, war die Streetbuddy-Aktion eigentlich schon vor einigen Wochen. Während seines Wahlkampfes um den Posten im Rat der Stadt habe er mehrmals Station für eine Gesprächsrunde mit den Anwohnern in Satzvey gemacht und ebenfalls eine Bürgerversammlung zur Autobahnanbindung und Ortsumgehung organisiert und moderiert.
„Zutiefst betroffen“
Kaudel: „Nach einer dieser Veranstaltungen bin ich zutiefst betroffen nach Hause gegangen. Mir wurde klar, die Anwohner leiden Tag für Tag extrem unter der Verkehrssituation im Ort.“ Irgendwie müsse doch da eine Lösung zu finden sein. Die Satzveyer hätten oft genug schon das Gefühl gehabt, damit von der Politik allein gelassen zu werden. Kaudel ist überzeugt: „Auch kleine Dinge können Gutes bewirken“.
Die Satzveyer Bürger hatten ihm bei den Treffen von abgefahrenen Dachrinnen, Lkw-Fahrern, die Passanten beschimpften und bespuckten, während kleine Kinder dabei waren, und auch von Spaziergängern, die von Spiegeln fahrender Autos touchiert worden seien, berichtet. „Gottseidank ist noch nie was Schlimmeres passiert“, so Kaudel, der sich das gar nicht ausmalen mag.
Fakt ist aber: Eine Autobahnanbindung oder eine Ortsumgehung, die Erleichterung und Entlastung verschaffen könnte, werde es so schnell nicht geben können. Das brauche leider Zeit, weiß Kaudel. „So ein Vorhaben kann nicht von heute auf morgen umgesetzt werden.“ Daran seien zu viele auswärtige Gremien und Instanzen beteiligt. Obgleich ein Gutachter in der jüngsten Sitzung des Mechernicher Stadtentwicklungsausschuss sogar deutlich machte, dass die zusätzliche Anbindung einen hohen ökologischen Wert habe und durchaus gut fürs Klima sei.
Angesichts dieser schwierigen Ausgangsbasis schwor er sich „anzupacken statt abzuwarten“, um zumindest Erleichterungen für die Satzveyer zu schaffen.
Gut zweieinhalb Stunden Arbeit steckten Marco Kaudel und seine Mitstreiter in die Herstellung eines Buddies, von denen es Mädchen- und Jungen-Versionen gibt. Der Materialwert liege bei etwa 35 Euro pro Stück, was der Lessenicher Ortsvorsteher gerne spendete. Alle Figuren wurden aus MDF-Holz gefertigt und vier Mal lackiert. „In der zweiten Charge haben wir denen noch reflektierende Leuchtaufkleber vergeben.“ Nach den ersten Buddies war ihm nämlich klar geworden: „In der Dunkelheit sieht man die Streetbuddies nur begrenzt.“
Auge auf „Buddies“
Mittlerweile haben auch Anwohner Patenschaften für die aufgestellten Figuren übernommen und ein Auge auf die „Buddies“, damit sie nicht geklaut oder mutwillig beschädigt werden, so Kaudel, der berichtet: „Zwei Figuren mussten schon repariert werden, eine ist komplett verschwunden.“
Der engagierte Kaudel will es aber nicht allein bei dieser ersten Aktion belassen, sondern hat jetzt schon weitere Pläne in der Schublade. So könnten beispielsweise Banner aufgehangen werden, um den Schulweg, der gespickt ist mit schmalen Fußgängerwegen an verkehrsintensiven Straßen, für Satzveyer Kinder sicherer zu gestalten.
Als frischgebackenes Ratsmitglied will er die Satzveyer auffordern, in den Dialog zu treten, auch, um vielleicht ein schlagkräftiges Schülerlotsenteam mit der Grundschule zu organisieren. „Damit will ich auch nochmal deutlich machen: Die Schüler brauchen sich nicht vor dem Verkehr zu verstecken. Sie haben ein Anrecht darauf, dort entlang zu laufen und zwar so sicher wie möglich.“ Darüber hinaus könnten „Fußstapfen“ an markanten Stellen auf die Bürgersteige angebracht werden, wo Fußgänger und PKW-Fahrer sie am besten sehen. Sie sollen zusätzlich auf den Bürgersteigen den besten und sicheren Weg leiten.
Außerdem appelliert Kaudel: „Erwachsene sind immer getrieben von Hektik, Eile und beruflichem Stress. Wenn wir uns da alle einfach nur ein wenig zurücknehmen und aufmerksam sind, dann können wir gefährliche Situationen entspannen und dafür sorgen, dass wir alle vernünftig durch den Straßenverkehr kommen.“
„Nachahmen“ ausdrücklich erwünscht betont Kaudel. Auf Wunsch leiht er gerne die Muster aus Pappkarton aus und gibt die Einkaufsliste für die Materialien weiter.
Mayen-liefert.de wird sowohl durch die Unternehmerschaft als auch die Kunden sehr gut angenommen. Grafik: Stadt Mayen/Marzi Intermedia
Mayen, 18.11.2020 – Im Frühjahr wurde die Internetplattform mayen-liefert.de ins Leben gerufen: Alle Mayener Gewerbetreibende konnten dort kostenlos ihre Abhol- und Lieferdienste bzw. sofern sie noch öffnen durften, ihre Öffnungszeiten eintragen.
Auch im Teil-Lockdown ist das von der Stadtverwaltung Mayen beauftragte und der Mayener Firma Marzi InterMedia kurzfristig umgesetzte Onlineportal beliebt: Bisher gab es knapp 20.000 Sitzungen bei rund 14.000 verschiedenen Nutzern.
„Alle Mayener Bürgerinnen und Bürger bitte ich herzlich, von den dortigen Angeboten Gebrauch zu machen, bestellen Sie lokal, kaufen Sie vor Ort“, ruft Oberbürgermeister Dirk Meid auf. „Nur so kann es uns gelingen, dass unsere Stadt auch nach der Pandemie noch liebens- und lebenswert bleibt.“ Mehr Infos unter https://www.mayen-liefert.de
Wichtig ist nun, dass der Bund das Antragsverfahren so schnell wie möglich startet“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing. Foto: Ministerium
Region/Mainz, 18.11.2020 – Der Ministerrat hat am 17.11.2020 der Vereinbarung zwischen dem Bund und den Ländern für die Novemberhilfe zugestimmt. Antragsberechtigt sind Betriebe, die direkt oder indirekt vom Lockdown betroffen sind. Die Anträge können voraussichtlich vom 27. November an gestellt werden. Das hat Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing bekannt gegeben.
„Der Lockdown ist eine Zumutung für die betroffenen Unternehmen und Solo-Selbstständigen. Viele haben bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr keine Möglichkeit, aus eigener Kraft ihr Einkommen zu erwirtschaften. Gemeinsam mit anderen Ländern habe ich mich dafür eingesetzt, dass der Umsatzausfall möglichst schnell und unbürokratisch ausgeglichen wird. Dies ist uns teilweise gelungen. Wichtig ist nun, dass der Bund das Antragsverfahren so schnell wie möglich startet“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing.
Über die Novemberhilfe erhalten direkt und indirekt Betroffene der Betriebsschließungen eine Erstattung in Höhe von 75 Prozent des steuerbaren Umsatzes des Vorjahresmonats. Um eine schnellstmögliche finanzielle Kompensationen zu ermöglichen, strebt der Bund Abschlagszahlungen über die Bundeskasse an. Solo-Selbstständige, deren Anspruch unter 5000 Euro liegt, sollen direkt Antragsberechtigt sein. Erstattungen über 5000 Euro können analog zur Überbrückungshilfe ausschließlich von einem Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt beantragt werden.
Antragsberechtigt sollen alle Unternehmen (auch öffentliche), Betriebe, (Solo-) Selbständige, Vereine und Einrichtungen sein, die im November ihren Geschäftsbetrieb einstellen mussten.
Auch indirekt Betroffene erhalten Erstattungen, wenn sie nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit nun geschlossenen Unternehmen erzielt haben.
Neu aufgenommen wurde die Antragsberechtigung von „über Dritte Betroffene“. Damit können z.B. auch Künstlerinnen und Künstler Novemberhilfe erhalten, die einen Vertrag mit einer Agentur haben, die wiederum Verträge mit jetzt geschlossenen Veranstaltungsstätten hat.
Nach Angaben des Bundes sollen Anträge auf Novemberhilfe vom 27. 11.2020 an über ein Bundesportal gestellt werden können.
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Region/Kreis MYK, 18.11.2020 – Mit den Zugvögeln und deren Vogelzug steigt das Infektionsrisiko von Wildvögeln mit dem Geflügelpestvirus. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) weist auf die damit steigende Wahrscheinlichkeit einer Einschleppung nach Deutschland hin und stuft das Risiko hierfür als sehr hoch ein. Das Veterinäramt der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz bittet die Geflügelhalter Vorsorge zu betreiben und ihre Bestände zu schützen und zu beobachten. „Alle Hühnerhalter, die ihre Tierhaltung noch nicht bei uns gemeldet haben, bitten wir, dies schnellstmöglich nachzuholen“, sagt Thomas Brunnhübner, Referatsleiter des Veterinärdienstes.
Die klassische Geflügelpest (Aviäre Influenza) ist eine schwerwiegend verlaufende Viruserkrankung bei Vögeln, die schnell epidemische Ausmaße annehmen und damit Tierverluste und große wirtschaftliche Schäden zur Folge haben kann. Eine Übertragung auf den Menschen ist theoretisch möglich. Die Wahrscheinlichkeit hierfür wird aber als gering eingestuft. Erkrankungen beim Menschen wurden noch nicht nachgewiesen. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) weist darauf hin, dass tote Tiere dennoch und um eine mögliche Verschleppung des Erregers zu verhindern, nicht angefasst werden sollen.
Untersuchungen des FLI zufolge wurde der Nachweis des Geflügelpestvirus Ende Oktober sowohl in mehreren Wild- als auch Wasservögeln in deutschen Küstenregionen bestätigt. Anfang des Monats wurde das Auftreten des Geflügelpestvirus erstmal in einer deutschen Nutzgeflügelhaltung, nachgewiesen. In den Niederlanden wurden zahlreiche Nachweise des Virus in Wildgeflügel und kürzlich auch zwei Ausbrüche in Nutzgeflügelbeständen bekannt. Das Vereinigte Königreich meldet einen Geflügelpestausbruch in einem Nutzgeflügelbestand.
Für das Land Schleswig-Holstein besteht bereits seit Anfang November eine Stallpflicht für Geflügel. Sofern eine weitere Ausbreitung des Virus vor allem im Wildvogelbereich erfolgt, kann eine Aufstallung von Freilandgeflügel zur Verhinderung der Viruseinschleppung auch in Rheinland-Pfalz und im Kreis Mayen-Koblenz angeordnet werden.
Die in den kommenden Wochen zu erwartende hohe Dichte der Vogelpopulationen in Rastgebieten, die durch Kälteeinbrüche noch beschleunigt wird, begünstigt die Virusübertragung und Ausbreitung. Das Risiko einer weiteren Ausbreitung des Geflügelpestvirus durch Wildvögel in Deutschland und der damit verbundenen Gefahr für weitere Einträge in deutsche Nutzgeflügelhaltungen durch direkten und indirekten Kontakt zu Wildvögeln wird weiterhin als hoch eingestuft. Aus diesem Grund hat der Schutz der Nutzgeflügelbestände vor einem weiteren Eintrag und einer möglichen weiteren Verbreitung der Geflügelpestinfektionen oberste Priorität.
Mahnwache mit langem Atem: Seit einem Jahr protestieren der Mechernicher Pfarrer Erik Pühringer (mit Kreuz) und Gesinnungsfreunde samstagsmittags gegen die Gleichgültigkeit gegenüber bei der Flucht übers Mittelmeer ertrinkender Flüchtlinge. Zum denkwürdigen Jubiläum vergangenen Samstag waren (v.r.) Alexandra Lauterbach, Marita Wetzel, Erik Pühringer, Rebekka Narres, Annemarie Fuß und Walter Wolfgarten zur Stelle. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich, 18.11.2020 – Seit einem Jahr protestieren Pfarrer Erik Pühringer und seine Mitstreiter vor dem Mechernicher Rathaus gegen die gesellschaftliche und politische Gleichgültigkeit gegenüber Tausenden im Mittelmeer ertrinkender Flüchtlinge.
Für ein Ende des mutwillig in Kauf genommenen Flüchtlingssterbens im Mittelmeer protestieren der Mechernicher Pfarrer Erik Pühringer und bis zu zwei Dutzend Gesinnungsfreude nun schon seit einem Jahr jeden Samstag „Fünf vor Zwölf“ am Eingang zum Mechernicher Rathaus in der Bergstraße.
„Am Volkstrauertag 2019 habe ich die Dauerdemonstration angekündigt, und am Samstag des Christkönigsfestes eine Woche später haben wir mit einem halben Dutzend Mitstreiter/innen erstmals Mahnwache vor der Stadtverwaltung bezogen.“ Seither haben das schlichte Holzkreuz und das Plakat mit der Aufschrift „Das Mittelmeer ist kein Friedhof“ sonnabends selten in der Nachbarschaft von Straßenbistrots und Polizeiwache in der unteren Bergstraße gefehlt.
Nur auf dem Höhepunkt der ersten Corona-Welle ab März haben Pfarrer Pühringer, Gemeindeassistentin Rebekka Narres, Küsterin Marita Wetzel und viele engagierte Laien einige Wochen Pause gemacht. Prominentester Zaungast sei bislang der Landtagsabgeordnete Klaus Voussem aus Euskirchen gewesen. Er habe zumindest in Aussicht gestellt, die Anliegen der Mechernicher mit ins NRW-Landesparlament und in den Landesvorstand seiner Partei zu nehmen.
„Manchmal frustrierend“
Das Medieninteresse an der Mechernicher Mahnwache war anfangs sehr groß, habe aber schnell nachgelassen, berichtet Erik Pühringer der Mechernicher Presseagentur „ProfiPress“. Es sei manchmal schon ein wenig frustrierend, wie wenig Durchsetzungskraft die Menschen dem gewaltfreien Protest zutrauen.
„Wir bekommen viel Zuspruch von Passanten, aber nur wenige stellen sich solidarisch zu uns“, so Pühringer, wie das am Samstag beispielsweise Walter Wolfgarten tat, ein früherer führender Mitarbeiter im Vertrieb des Kölner Medienhauses NevenDuMont-Schauberg. Er wendete zunächst ein, man müsse auch das ökonomische und gesellschaftliche Gleichgewicht im Land beachten, wenn man Flüchtlinge aufnehme.
Als Pfarrer Erik Pühringer ihm versicherte, es bedürfe nur eines halben Prozentes der Mehrwertsteuereinnahmen eines Monats, um die Flüchtlingsaufnahme in voller Höhe zu finanzieren, war nicht nur Walter Wolfgarten überrascht und betroffen. Einmal ganz davon abgesehen, dass sich beide einig darin waren, dass man das Leben so vieler Menschen, darunter viele Kinder, nicht mit ökonomischen Interessen aufwiegen dürfe.
„Die Samstagsmittagsdemonstrationen vor dem Mechernicher Rathaus sind dauerhaft bei der Kreispolizeibehörde angemeldet“, versicherte Pfarrer Pühringer vor Ort: Die Beamten behandelten die Demonstranten ausgesprochen freundlich und korrekt. Erst vor zwei Wochen sei wieder Kontrolle gewesen, ob alle Demonstranten Mund-Nasen-Schutz wegen Corona tragen und genügend Abstand halten.
„Im Schnitt sind wir zu Zwölft“, so der Seelsorger, „es schwankt zwischen sieben und 15 Demo-Teilnehmern. Manche, wie Rebekka Narres („Massengrab am Badestrand“) und Alexandra Lauternach („Fridays für Future, Saturdays for Mittelmeer…“) malen eigene Transparente mit wechselnden Slogans.
Aufhören? Frage stellt sich nicht
„Manche Autofahrer winken oder hupen“, viele Passanten hasteten unbeeindruckt vorüber, aber „angemacht“ habe sie noch nie jemand, so die Dauerdemonstranten Alexandra Lauterbach, Marita Wetzel, Erik Pühringer, Rebekka Narres und Annemarie Fuß.
„Manchmal wird im Standesamt drinnen im Rathaus geheiratet, „dann teilen wir uns den Vorplatz geschwisterlich mit den Hochzeitsgesellschaften“, so Pfarrer Pühringer.
Aufhören? Übers Aufgeben reden wir nicht beim Reporterbesuch zum „Einjährigen“. Die Frage stellte sich nicht… „Es stehen Menschenleben auf dem Spiel“, sagt Pfarrer Pühringer und meint es so: „Als wir anfingen vor einem Jahr, zählte man an den Stränden des Mittelmeers schon 19.000 Tote, mittlerweile sind es 2000 mehr…“
Der Thekenbereich des Restaurants präsentiert sich in einem ansprechenden Design. Foto: Reiner Züll
Kall, 18.11.2020 – Auch das Restaurant Brucker im gleichnamigen Kaller Möbelhaus ist von der bundesweiten Schließungsverfügung für Gaststätten und Restaurants wegen Corona-Lockdown betroffen. Seit Montag, 2. November, ist der Verzehr im Restaurant bis auf weiteres untersagt.
Kunden brauchen dennoch nicht auf das leckere Essen und Trinken aus dem nachgefragten Möbelhaus-Restaurant zu verzichten. Seit Neuestem gibt es „Brucker TO GO“. Montags bis freitags ab 10 Uhr können Kunden unter der Rufnummer (0 24 41) 88 41 13 Essen und Getränke vorbestellen. Abgeholt werden können die Gerichte und Getränke zwischen 11 und 16 Uhr.
Die Küche im Restaurant Brucker hat für den TO-GO-Service eine spezielle Speisekarte zusammengestellt, die unter anderem auch ein großes Angebot an Burgern beinhaltet. Ebenso werden vegetarische Gerichte serviert.
Keiner muss darben
Nicht verzichten müssen Kunden auf Currywurst und Pommes, Backfisch und Wiener Schnitzel mit diversen hausgemachten Saucen nach Wahl, Rindergulasch, Sauerbraten, Linguine mit saisonalem Gemüse in Tomatensauce oder aber auf Garnelen und Spinat in Sahne-Dill-Sauce.
Auch in Corona-Zeiten muss keiner darben: Käsespätzle mit Röstzwiebeln und Salat sind ebenso bei „Brucker to Go“ im Angebot wie diverse gemischte Salatteller, Cappuccino, Café Créma, Heiße Schokolade oder Tee mit und ohne Schuss.
Der Abholservice erfolgt durch den Hintereingang des Restaurants an der ausgeschilderten Umfahrung des Haupthauses von „Möbel Brucker“. Eine Anfahrtsskizze sowie das komplette TO-GO-Angebot ist auch im Internet einzusehen.
Region/Kreis MYK – Die zahlreichen Quarantänen und Kontaktverbote an Schulen haben sich auch auf das Einstellungsverfahren für die zukünftigen Auszubildenden bei der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz ausgewirkt. „Da für einige Bewerber Quarantäne bestand oder auch zahlreiche Klausuren vor Beginn der Herbstferien anstanden, konnte der erste Teil des Bewerbungsverfahrens nicht wie gewohnt vor Ort im Kreishaus stattfinden.
Deshalb haben wir uns kurzerhand dazu entschlossen, diesen in abgewandelter Form online anzubieten“, erklärt Peter Klöckner, Ausbildungsbeauftragter der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz. In einem vorgegebenen Zeitraum konnten die Bewerber den Test so flexibel von zu Hause absolvieren. Bei der nun anstehenden zweiten Stufe des Bewerbungsverfahrens steht der persönliche Eindruck im Vordergrund. „Deshalb hoffen wir, dass wir die Bewerber unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregelungen – wie geplant – zum persönlichen Gespräch in der Kreisverwaltung begrüßen dürfen“, sagt Klöckner.
Der Werbekombi EIFELSCHAU.de und EIFELZEITUNG.de ist eine der meistgenutzten Plattformen in der Region, wenn es um Ihre Online-Werbung geht. Unsere Hotline: Daun – 06592 929 8000 Foto: Gerd Altmann
Düren, 18.11.2020 – Wie werden Eltern ein Dreamteam? Diese Frage will der Diplom-Sozialpädagoge sowie Paar- und Familientherapeut Achim Schad am Donnerstag, 26. November, im Rahmen einer Online-Veranstaltung des Kreises Düren beantworten. Im Rahmen der Reihe „Wir. Gemeinsam. Familie im Gespräch“ des Amtes für Demografie, Kinder, Jugend, Familie und Senioren rückt Achim Schad die Bedeutung der Kooperation von Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder in den Fokus.
Seine Annahme lautet, dass Frauen und Männer in Fragen der Kindererziehung oft unterschiedlich denken und handeln. Darüber hinaus nehmen Mutter und Vater verschiedene Rollen bei der Erziehung ihrer Kinder ein. Über diese Quellen von Konflikten und Erziehungsschwierigkeit spricht der Buchautor aus Wuppertal zwischen 19 und 21 Uhr. Dabei zeigt er seinen Zuhörern Möglichkeiten auf, mit den Unterschieden umzugehen, Gemeinsamkeiten zu entwickeln und als Elternteam effektiv zu sein.
Die Teilnahme an dem kostenlosen Vortrag ist nur nach Anmeldung möglich. Diese ist per E-Mail an amt51@kreis-dueren.de oder per Telefon (02421/22-1051258 oder 22-1051416) möglich. Nach der Anmeldung erhalten die Interessenten eine Kurzanleitung und die Einwahldaten zum Online-Raum. Die Teilnehmer, die den Vortrag mittels PC, Laptop oder Handy verfolgen können, sind bei der Veranstaltung nicht zu sehen und zu hören. Sie haben jedoch die Möglichkeit, sich über den Chat einzubringen.
Wer sich für familiäre Themen interessiert, der sollte sich den Dienstag, 2. Februar 2021, vormerken. An diesem Tag spricht Birgit Geske, Diplom-Psychologin und systemische Familientherapeutin im Psychologischen Beratungszentrum der Evangelischen Gemeinde zu Düren, von 19 bis 21 Uhr in ihrem Online-Vortrag über Kleinkinder und übermäßige Handynutzung der Eltern. Unter der Überschrift „Immer eine gute (Ver-)Bindung“ erläutert sie, wie Eltern trotz der Nutzung von digitalen Medien eine gute Bindung zu ihrem Kind aufbauen können.
Für die 41. Kunstausstellung einheimischer Künstler haben die kreativen Organisatorinnen Petra Hansen (2.v.l.), Ela Rübenach (3.v.l.) und Donata Reinhard (2.v.r.) ein besonderes Konzept ausgearbeitet. Sie gehen „Open-Air“ ans Rathaus. Tatkräftig unterstützt werden sie von Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und Verwaltungsmitarbeiterin Gabi Schumacher (l.). Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress
Mechernich, 18.11.2020 – „Kopf hoch!“, lautet nicht nur die mutmachende Devise einer Kunstausstellung mitten in Corona-Zeiten, sondern es ist auch Programm. Für die ungewöhnliche „41. Kunstausstellung der einheimischen Künstler in Mechernich“ haben die kreativen Organisatorinnen Ela Rübenach, Petra Hansen und Donata Reinhard ein besonderes Konzept ausgearbeitet.
Die Kunstwerke 21 beteiligter bildender Künstler aus Mechernich und Umgebung sollen „Outdoor“ auf dem Balkon des Rathauses zu bewundern sein. Bisher fand die „Ausstellung einheimischer Künstler“ immer im Foyer des Gymnasiums statt.
Die Kunstwerke 21 beteiligter bildender Künstler aus Mechernich und Umgebung sollen auf dem Balkon des Rathauses zu bewundern sein – deshalb lautet die Devise: „Kopf hoch!“. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress
„Wir wollen den Menschen Kultur und damit einen Lichtblick in der dunklen Jahreszeit und in den langen Corona-Wochen zur Weihnachtszeit bieten“, so Rübenach, die erläutert, dass Plakate mit Fotos der Kunstwerke mit Hilfe von Holzträgern am Balkon des Rathauses befestigt werden.
Da heißt es dann nicht nur im übertragenen Sinne „Kopf hoch!“, sondern man muss auch tatsächlich den Kopf in den Nacken heben, um die an der Rathausbrüstung befestigten Kunstwerke zu sehen, ergänzt Hansen.
Starkes Bild, das Bände spricht
Auch Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick ist begeistert von der Aktion: „Weil Kunst dem Publikum zurzeit nicht in geschlossenen Räumen gezeigt werden kann, kommt die Kunst der 21 Künstlerinnen und Künstler auf die Straße, ans Rathaus, zu den Menschen. Das ist ein starkes Bild, das Bände spricht und uns allen Mut machen soll.“ Die Outdoor -Ausstellung der Kunstschaffenden im Stadtgebiet am Rathausbalkon sei deshalb diesmal mehr noch als sonst eine Demonstration der Zusammengehörigkeit und des Zusammenhalts.
Die Organisatorinnen der Kunst am Rathaus legen zurzeit auch einen Katalog zur Ausstellung auf. Jeder mitwirkende Künstler wird dort mit einer Seite bedacht. Auch die Sponsoren erhalten darin einen Platz. „Wir würden uns freuen, wenn sich noch weitere Sponsoren finden würden, die unsere Ausstellung unterstützen wollen“, wirbt Reinhard für diese gute Sache. Wer dies tun möchte, kann sich per Mail bei den Organisatorinnen melden – unter: kunst.im.gat@web.de.
Die Kopf-hoch-Ausstellung soll Mitte Dezember starten und bis in den Januar hinein reichen.
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