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Erster Wald -Kindergarten für Kall

Kall, 23.11.2020 – Im Frühjahr 2021 eröffnet in Kall der erste Waldkindergarten im Gemeindegebiet. Das „Amselnest“, wie die Einrichtung sich wegen ihrer Lage am Amselweg nennt, freut sich bereits jetzt über regen Zulauf. 15 Anmeldungen über den Kita-Navigator des Kreises Euskirchen liegen schon vor. Insgesamt gibt es 20 Plätze, davon etwa ein Viertel für Kinder im Alter von zwei Jahren. Es zeigt: Die Entscheidung für den Waldkindergarten, die die Politik im Januar 2020 getroffen hat, war offenbar die Richtige, da ein entsprechender Bedarf in der Bevölkerung besteht.

Bei einer Pressekonferenz im Haus der Begegnung in Kall stellte Manuela Bornkessel, Geschäftsführerin der Kita Router gGmbH mit Sitz in Erftstadt, das Konzept vor. Der erste Waldkindergarten eröffnete im Jahr 2008 im Freilichtmuseum Kommern. Der in Kall wäre der neunte des Unternehmens.

Die 20 Kinder sollen auf dem 1500 Quadratmeter großen Grundstück, das der Gemeinde Kall gehört, von vier Erzieherinnen oder Erziehern betreut werden. Direkt angrenzend befinden sich eine 1900 Quadratmeter große weitere Außenfläche sowie 8700 Quadratmeter Waldfläche. „Es gab wenig freie Grundstücke in Gemeindeeigentum“, erklärte Bürgermeister Hermann-Josef Esser den Standort, der etwas erhöht liegt, weshalb ein Abstand zur Straße besteht. Am Grundstücksrand werden noch Parkplätze errichtet.

Die Kinder verbringen tatsächlich die meiste Zeit draußen. Leichter Regen oder Minustemperaturen sind kein Hinderungsgrund. „Die meiste Zeit sind die Kinder mit den Erzieherinnen und einem Bollerwagen auf dem Gelände oder der angrenzenden Natur unterwegs. Dieses Umfeld ist sehr angenehm, besonders während einer Pandemie“, so Bornkessel. Klar ist, dass auch Meteorologen sich mal irren und die Mitarbeiter stets flexibel reagieren auf die aktuellen Umstände reagieren müssen. „Unsere Mitarbeiter werden gezielt ausgewählt. Sie müssen sich schon mit dem Thema Natur auseinandersetzen“, erklärt Bornkessel.

Selbst gegessen wird draußen, ein entsprechender Caterer, der täglich auch zusätzlich zum Essen auch Geschirr liefert, wird noch gesucht. Selbst die Mittagsruhe halten die Kinder bei schönem Wetter im Freien ab. Die Betreuungszeiten liegen bei 35 oder 45 Stunden, los geht es um 7.30 Uhr und dann entsprechend der gewählten Zeiten bis 14.30 oder 16.30 Uhr.

Sollte es witterungsbedingt aber doch nötig sein, stehen auf dem Gelände drei Schutzunterkünfte, sogenannte Schäferwagen zur Verfügung. Manuela Bornkessel beschreibt sie als Holzhäuser auf Rädern, die gut isoliert sind, Toiletten beinhalten und jeweils einen Wasser-, Kanal- und Stromanschluss haben. Diese Wagen werden eigens für Kita Router von einer Zimmerei in Bayern angefertigt und kosten pro Stück rund 80.000 Euro.

Der Waldkindergarten in Kall wird laut Manuela Bornkessel selbstverständlich die nordrhein-westfälischen Bildungsziele einhalten und auch ganz normale Vorschularbeit leisten. „Unsere Kinder können mit Stift, Papier und Schere umgehen“, verspricht sie. Dennoch werden in die Bildungsarbeit viele Naturaspekte einfließen. Laut Meinung der Geschäftsführerin gelten im Waldkindergarten besondere Regeln, der Halt in der Gruppe sei sehr groß.

Mit dem Waldkindergarten geht die Gemeinde Kall neue Wege. Bis auf den integrativen Kindergarten St. Nikolaus, der von Caritas Lebenswelten betrieben wird, ist die Gemeinde Träger aller Kindertagesstätten. Insgesamt gibt es ab Frühjahr 2021 dann zehn Einrichtungen in Kall, in denen insgesamt rund 300 Kinder betreut werden sollen.

Wer Interesse hat, sein Kind im Waldkindergarten anzumelden, kann dies über den Kita-Navigator des Kreises Euskirchen tun: https://kreis-euskirchen.kita-navigator.org/

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Tourismus

Stadtführung in Mayen jetzt auch digital und individuell möglich

Mayen, 21.11.2020 – Die schöne Eifelstadt Mayen hat jetzt auch eine App-basierte, digitale Stadtführung anzubieten. In Zeiten der Digitalisierung und leider auch von Covid-19 ist diese Stadtführung die perfekte Alternative. Kontaktlos, ohne Gruppe kann man die Stadtführung ganz einfach mit dem eigenen Smartphone machen.

Hierzu lädt man sich die App „Hearonymus“ und die dort hinterlegte Mayener Tour kostenfrei herunter. Einmal gedownloadet, steht die Tour dann auch ohne Internetverbindung dauerhaft zur Verfügung.

„Die Vorteile dieser Tour sind somit klar – keine Kosten für die Nutzer, alles digital gehalten, keine Gruppen nötig und man kann die Tour zu jeder Zeit erleben“, erklärt das Team der Tourist-Information.

Vom Alten Rathaus, über die Genovevaburg, bis hin zum Zunftbaum am neuen Rathaus – insgesamt 14 Sehenswürdigkeiten der Stadt werden dem Nutzer vorgestellt.

Die einzelnen Stationen sind mit kleinen Audio-Dateien dargestellt, damit man mit den nötigen Informationen versorgt wird, die sonst in einer Stadtführung auch vermittelt werden.

Das gesamte Projekt wird mit 65 % der förderfähigen Kosten über den LEADER-Ansatz im Rahmen des rheinland-pfälzischen Entwicklungsprogramms „Umweltmaßnahmen, Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft, Ernährung“ (EULLE) gefördert.

Mehr Informationen gibt es telefonisch unter der 02651-903004, oder per Mail an touristinfo@mayenzeit.de.

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Kein Sprechtag mehr – Die Deutsche Rentenversicherung Rheinland streicht ihren Service in Mechernich

Mechernich, 21.11.2020 – Die Deutsche Rentenversicherung Rheinland streicht den wöchentlichen Sprechtag im Mechernicher Rathaus. Das teilt Dietmar Laubenstein von der Deutschen Rentenversicherung in seinem Schreiben an Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick mit.

Die Deutsche Rentenversicherung will demnach ihr Dienststellennetz ausdünnen. „Auf Grund der räumlichen Nähe zu unserem Sprechtag in der Gemeinde Kall und unserem Sprechtag in der Kreisverwaltung Euskirchen haben wir entschieden, den Sprechtag in Mechernich ab dem 1. Januar 2021 nicht mehr anzubieten“, erklärt Laubenstein.

Im Mechernicher Rathaus stößt diese Nachricht auf Unverständnis. „Die Entscheidung ist absolut nicht nachvollziehbar“, so Ralf Claßen, Dezernent und Kämmerer der Stadt. Ein persönliches Gespräch vor Ort mit dem Service-Berater sei bei Fragen zu Rentenansprüchen oder einzureichenden Dokumenten für die Bürger durch nichts zu ersetzen. An fehlender Nachfrage könne es jedenfalls nicht liegen, denn die Sprechstunde sei immer gut besucht.

Laubenstein meint: „Für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Mechernich ist die Deutsche Rentenversicherung Rheinland auch weiterhin gut erreichbar.“ Er verweist dabei auf das kostenlose Servicetelefon unter der Rufnummer 0800/100048013 und die Online-Dienste auf der Internetpräsenz der Deutschen Rentenversicherung.

Darüber hinaus steht auch die entsprechende Fachabteilung im Rathaus für einzelne Dienstleistungen im Bereich der Rentenversicherung zur Verfügung. Dort wird Unterstützung bei der Komplettierung der Unterlagen und auch die Aufnahme von Rentenanträgen angeboten. Die bei den Rentensprechtagen beliebten und stark nachgefragten Auskünfte zur Höhe der künftigen Rente können allerdings nicht erteilt werden.

Die städtische Rentenstelle arbeitet auch außerhalb der besonderen Bedingungen aufgrund der Coronapandemie mit Terminvergaben und ist erreichbar unter Telefon 02443-494315.

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Wirtschaft

Weingut Losen-Bockstanz spendet 2.400 Euro an die Stiftung Stadt Wittlich

Wittlich, 21.11.2020 – Bis auf wenige Restflaschen ist die limitierte Sonderedition „Stiftungswein 2017“ und Stiftungswein 2018“ des Wittlicher Weingutes Losen Bockstanz vergriffen. Für jede verkaufte Flasche profitiert nun auch die Stiftung Stadt Wittlich selbst: Inhaber Thomas Losen und seine Ehefrau Eva übergaben dem Vorstandsvorsitzenden Joachim Rodenkirch und der Geschäftsführerin Christiane Schmitz-Hayer einen symbolischen Scheck in Höhe von 2.400 Euro zur Erfüllung der Stiftungszwecke Kunst, Kultur, Wissenschaft, Forschung, Umwelt, Soziales und Sport.

Ein tolles Weihnachtsgeschenk, das zusätzlich noch einem guten Zweck dient. Das Wittlicher Weingut Losen-Bockstanz bietet den „Stiftungswein“ in einer limitierten Sonderedition ( je eine Flasche Jahrgang 2017, 2018 und 2019) zum Verkauf an. Foto: Thomas Losen

Zur Geschichte des „Stiftungsweins“: Der im Jahr 2012 verstorbene Wittlicher Bürger Hubert Thönes hatte testamentarisch verfügt, dass im Falle seines Ablebens die Stiftung Stadt Wittlich alleinige und uneingeschränkte Erbin wird. Sein Nachlass, der als Zustiftung für die Erhöhung des Stiftungsvermögens bestimmt wurde, umfasst neben Barvermögen, Grundstücken und Eigentumswohnungen auch zwei Weinberge. Zunächst bewirtschaftete der Winzermeister Heinz Zender diese Weinberge der Stiftung Stadt Wittlich. Nach seinem Tod im Jahr 2016 pachtete das Weingut Losen-Bockstanz ab 2017 die Flächen und führte so die Idee des Winzerkollegen Zender fort.

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Erfolgreich beim rheinland-pfälzischen Förderwettbewerb „MINT-Regionen“ – Wir sind MINT-Region Eifel!

Prüm, 20.11.2020 – Der rheinland-pfälzische Förderwettbewerb „MINT-Regionen“ unterstützt bereits seit 2018 aktiv die regionale Entwicklung von innovativen Netzwerken im Bereich der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, kurz MINT. Die Ministerien für Bildung sowie für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau und für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur richten den Förderwettbewerb jedes Jahr gemeinsam aus und fördern zwei Siegerregionen mit jeweils 30.000 €.

Der rheinland-pfälzische Teil des Naturparks Nordeifel e.V. hat sich im Oktober diesen Jahres beworben und war erfolgreich (vgl. https://mint.rlp.de/de/foerderwettbewerb/siegerregionen/). Am 9. November 2020 haben Max Zacharias (Geschäftsführer des Naturparks Nordeifel e.V. – Teilgebiet RLP) und Michaela Ostermann (Regionale Fachberaterin Chemie und Lehrerin für Chemie und Physik am Regino-Gymnasium Prüm) ihr Konzept im Rahmen der Online-Veranstaltung „Fachtagung MINT-Regionen“ vorgestellt, nachdem die drei Minister Dr. Stefanie Hubig, Prof. Dr. Konrad Wolf sowie Dr. Volker Wissing, die Siegerregionen offiziell verkündet und Grußworte gesprochen hatten.  Neben Neuwied konnte Prüm mit seinem Konzept als MINT-Region Eifel überzeugen und darf sich über eine Siegerprämie von 30.000 € freuen. Das Preisgeld wird zum Aufbau des MINT-Netzwerkes für neue Mitarbeiter benötigt.

Die Auszeichnung „MINT-Region Eifel“ ist ein Türöffner zu einem rheinland-pfälzischen MINT-Netzwerk, das mit seiner Geschäftsstelle in Trier von nun an auch in der Eifel immer wieder unterstützend tätig sein wird.

Das Schülerforschungszentrum Prümer Land im Zentrum der MINT-Region Eifel

Das Herzstück der MINT-Region Eifel bildet das neue Schülerforschungszentrum Prümer Land, das derzeit im Aufbau begriffen ist und im kommenden Frühjahr eröffnet werden wird. Die Region hat sich zum Ziel gesetzt, im ländlich geprägten Nordwesten von Rheinland-Pfalz Synergien aus dem Zusammenwirken zahlreicher Akteure aus (Hoch-)Schule, Politik, Wirtschaft und Verwaltung zu bündeln und zu nutzen für eine qualifizierte und nachhaltige Bildung von Schülerinnen und Schülern im MINT-Bereich.

Entlang der gesamten Bildungskette werden Kinder und Jugendliche aller Schulformen im künftigen Schülerforschungszentrum  breit gefächerte Möglichkeiten erhalten zum individuellen naturwissenschaftlichen Experimentieren, zum Forschen, Entwickeln, Tüfteln, Auswerten und Präsentieren. Wissenschaftspropädeutisches Arbeiten soll hier geschult werden.

Die Einsicht in die Sinnhaftigkeit an solchen Schlüsselqualifikationen orientierten MINT-Nachwuchsförderung eint die genannten Akteure und hat sie bereits zusammengeführt in der finanziellen und logistischen Unterstützung des Schülerforschungszentrums, dem, in Trägerschaft des Naturparks Nordeifel e.V. befindlich, auch über die Landes- und Bundesgrenzen hinweg überregionale Kooperationspartner zur Verfügung stehen.

Für die regional ansässigen teilweise hochspezialisierten Unternehmen bietet sich durch die im Schülerforschungszentrum praktizierte MINT-Förderung junger Menschen die Möglichkeit, spätere Mitarbeiter zu gewinnen, die als ausgebildete Fachkräfte in der Region bleiben und dabei mithelfen, die Standorte im Eifelkreis und Vulkaneifelkreis zukunftssicher zu machen.

Eine Integration dieses Netzwerkes in den Rahmen und die Konzeption einer MINT-Region Eifel wird der skizzierten WIN-WIN-Situation unter den Kooperationspartnern einen zusätzlichen nachhaltigen Qualitätsschub verleihen und mit Leuchtturmcharakter über die regionalen Grenzen hinaus strahlen.

Kurzstatements der „Hauptakteure“ und einiger Kooperationspartner:

Max Zacharias (Geschäftsführer Naturpark Nordeifel – Teilgebiet RLP):

„Ich wünsche mir eine engere Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen in und außerhalb der Region. Das ist ein spannender und wichtiger Punkt, davon profitieren alle. Nur so können wir die Region wirtschaftlich und nachhaltig stärken.“

Michaela Ostermann (Regionale Fachberaterin Chemie und Lehrerin am Regino-Gymnasium Prüm):

„Möge das Schülerforschungszentrum Prümer Land im Mittelpunkt dieser MINT-Region für viele Kinder und Jugendliche ein Ort werden, an dem sie Freude und Interesse am naturwissenschaftlichen Arbeiten und Experimentieren, an technischen Fragestellungen und Umweltthemen entwickeln. Es ist zu wünschen, dass das Engagement unserer Kooperationspartner, insbesondere das der Unternehmen Früchte trägt und zahlreiche MINT-Nachwuchskräfte in der direkten Begegnung gewonnen werden können. Möge die neue MINT-Region Eifel damit einen Beitrag zur nachhaltigen Regionalentwicklung und dauerhaften Stärkung unseres Prümer Landes leisten können.“

Verbandsbürgermeister Aloysius Söhngen:

„Die Auszeichnung „MINT-Region-Eifel“ ist ein guter Start für das Schülerforschungszentrum Prümer Land. Ich bin stolz auf das überzeugende Konzept, das Ostermann, Derks und Zacharias entwickelt haben. Es ist eine Bereicherung für die gesamte Region.“

Dr. Horst Lenz (Präsident der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz):

„Für die Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz bedeutet das zukünftige MINT-Netzwerk Eifel, dass Schülerinnen und Schüler frühzeitig das vielfältige Potenzial von MINT-Berufen entdecken dürfen. Die Vernetzung junger MINT-Fachkräfte in der Region trägt darüber hinaus dazu bei, den modernen Wirtschaftsstandort Eifel zu sichern.“

Claudia Schoden (Prüm Türenwerk, Weinsheim):

„Für uns bietet das zukünftige MINT-Netzwerk Eifel die Chance, talentierte Nachwuchskräfte kennenzulernen und für unser Unternehmen zu begeistern.“

Hartmut Fischer (Geschäftsführer Stihl Magnesium Druckguss, Weinsheim):

„Es freut uns, als Kooperationspartner im Bereich „Unternehmen“ mit unserem Knowhow zur Seite stehen zu können. Wir werden das Konzept engagiert mittragen und aktiv mitgestalten, um es erfolgreich weiter zu entwickeln.

Der Blick auf die sogenannten MINT-Berufe ist für uns als Industrieunternehmen zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und hinsichtlich der Nachwuchs- und Fachkräftesicherung interessant und wichtig.

Aufgrund unserer hochinnovativen Branche sind wir im besonderen Maße auf technische und naturwissenschaftliche qualifizierte Arbeitskräfte angewiesen. Eine Förderung vor Ort und bessere Vernetzung ist für alle Unternehmen hier in der Region sinnvoll.

Fachkräfte vor Ort auszubilden ist STIHL seit Gründung des Standorts in Weinsheim ein besonderes Anliegen.“

Herbert Zahnen (Zahnen-Technik, Arzfeld):

Das zukünftige MINT-Netzwerk Eifel gibt uns, der Zahnen Technik GmbH, die Möglichkeit, Kinder bereits ab dem Kindergartenalter im Bereich der Wassernachhaltigkeit gezielt zu fördern. Somit freuen wir uns, dass wir mit unserer jahrzehntelangen Erfahrung zur Erhaltung und Verbesserung der Wasserqualität Aufklärungsarbeit in unserer Heimat leisten können – denn Wasser ist für uns alle lebenswichtig.“

Jörg-Achim Vette (Geschäftsführender Gesellschafter STREIF-Gruppe):

Für STREIF ist das zukünftige MINT-Netzwerk Eifel eine starke regionale Gemeinschaft, zur Weiterentwicklung der Einsatzmöglichkeiten unseres CO­2-Speicher- und Zukunftswerkstoffs „Holz“.

Zugleich hoffen wir, weitere umweltfreundliche Damm- und Verarbeitungswerkstoffe erproben zu können, die unseren Häuser ein noch positiveres und gesünderes Raumklima geben. Umweltfreundliche Häuser mit Herz und Verstand, das ist unser Anspruch!“

Mechthild Kuhn (Standortleitung Katholische Kita St. Marien Niederprüm):

„Für unsere Einrichtung bedeutet das zukünftige MINT-Netzwerk Eifel eine weitere gute Vernetzung. Wir sind gespannt auf neue Projekte.“

Arnold Gierten (Schulleiter der Bertrada-Grundschule Prüm):

„Die Schulgemeinschaft der Bertrada-Grundschule Prüm freut sich sehr darüber, dass es das MINT-Netzwerk Eifel gibt. Wir als Naturparkschule sind immer daran interessiert, den Kindern von Anfang an MINT-Themen nahe zu bringen. Für uns bietet beispielsweise das Schülerforschungszentrum Prümer Land einen großen Mehrwert. Projekte und Vorhaben auch gemeinsam mit älteren Schülerinnen und Schülern der weiterführenden Schulen planen und umsetzen und damit auch eine Verbindung und ein Netzwerk unter den Schulen schaffen ist eine weitere Riesenchance.

Zudem können die Kinder der Betreuenden Grundschule in einer wöchentlichen AG mit älteren Kindern gemeinsam experimentieren.

Das MINT-Netzwerk Eifel unterstützt somit eine MINT-Bildung von Anfang an.“

Rhea Lauxen (Schulleiterin Udo-von-Meeteren-Grundschule Wallersheim):

„Für unsere Schule bietet das zukünftige MINT-Netzwerk Eifel die Möglichkeit, naturwissenschaftlich besonders interessierte und begabte Kinder besser fördern zu können. Durch externe Kräfte und den außerschulischen Lernort kann bei den übrigen Schülerinnen und Schülern vielleicht auch Interesse geweckt werden. Sachunterricht in der Grundschule wird seinem Anspruch als drittes Hauptfach leider oft nicht gerecht, obwohl wir für die Zukunft gerade in diesem Bereich hochmotivierten und ‑talentierten Nachwuchs benötigen.“

Jürgen Korzilius (Stellv. Schulleiter des Vinzenz-von-Paul-Gymnasiums Niederprüm):

„Die Möglichkeiten, die sich durch ein derart ausgestattetes Schülerforschungslabor für das Vinzenz-von-Paul-Gymnasium bieten sind vielfältig.

Exemplarisch genannt sein sollen der Kompetenzgewinn durch selbstständiges Arbeiten mit differenzierten Selbstlernmaterialien, der Erkenntnisgewinn durch das Verwenden moderner und spezieller Laborausstattung und der Gewinn an medialen und sozialen Fertigkeiten im Austausch mit anderen Experimentierenden im entsprechend ausgestatteten Konferenzraum.

Dabei finden Lernen und Vertiefen eingebettet in Lehrgänge statt, die aufgrund des hohen Grades an Vernetzung mit Bildungsinstitutionen und Unternehmen, die aktuelle Forschung und beruflichen Tätigkeitsfelder unserer Region detailliert und umfassend abbilden. Das weckt die Motivation der Schüler/-innen und der Lehrkräfte!

Und ich bin mir sicher, alle Besucher/-innen des Schülerforschungslabors werden neuinterpretieren:

Chemie ist das was knallt und unter’m Abzug entschwind, Physik ist das was fortan mit Spaß gelingt!““

Patrick Stein (Agentur für Arbeit Trier):

Die Agentur für Arbeit Trier, vertreten durch den MINT-Beauftragten Patrick Stein, freut sich als Kooperations- und Netzwerkpartner der MINT-Region Eifel über die Auszeichnung:

„MINT-Berufe im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich bieten spannende Zukunftsperspektiven. Insbesondere durch die gesellschaftliche Bedeutung von Klimaschutz und Digitalisierung entstehen neuen Berufe und Aufgabenfelder. Deshalb ist es wichtig, mit unserer Berufsberatung im Netzwerk aus Schulen, Unternehmen, Kommunen und Hochschulen junge Menschen frühzeitig an diese Themen heranzuführen und Möglichkeiten aufzuzeigen. Wir möchten auch mehr Mädchen für eine Zukunft in einem MINT-Beruf begeistern. Denn heute sind gerade mal elf Prozent aller MINT-Auszubildenden weiblich. Die MINT-Region Eifel bietet hier mit ihren Schwerpunkten einen guten Rahmen, um Mädchen und Jungen schon sehr früh und praxisorientiert die Möglichkeiten in der eigenen Region aufzuzeigen. So wird MINT erlebbar: in der Schule, im Unternehmen und im neuen Schülerforschungszentrum Prümer Land.“

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KSK-Mayen unterstützt den Bundesweiten Vorlesetag – 37 rote „Tonieboxen“ für die Kitas der Region

Mayen/Region, 20.11.2020 – Der Bundesweite Vorlesetag ist seit 2004 Deutschlands größtes Vorlesefest und eine gemeinsame Initiative von DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung. Jedes Jahr am dritten Freitag im November setzt der Aktionstag ein öffentliches Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens und begeistert Kinder und Erwachsene für Geschichten.

Die Kreissparkasse Mayen unterstützt diese bundesweite Initiative seit einigen Jahren aktiv, indem engagierte Mitarbeiter/innen und Auszubildende der KSK an diesem Tag als Vorleser die Kindertagesstätten der Region besuchen.

Da in diesem Jahr bedingt durch die Corona-Beschränkungen ein Besuch der Kitas leider nicht möglich ist, hat die Kreissparkasse den teilnehmenden Kitas eine rote „Toniebox“ sowie einen dazugehörigen „Kreativ-Tonie“ zur Verfügung gestellt, der von KSK-Mitarbeiterin Stephanie Kill und KSK-Praktikant Marvin Fuhrmann mit der Geschichte „Hase Felix reist um die Welt“ besprochen wurde. So bietet die KSK-Mayen den allen Kindergartenkindern in diesem Jahr ein quasi digitales Vorleseerlebnis – und das so oft, wie die Kinder das möchten. Als Erinnerung erhalten alle Kinder auch ein kleines Bambini-Büchlein mit der Geschichte und natürlich auch das Vorlesebuch.

Gerade in diesen herausfordernden Zeiten fördert die Kreissparkasse Mayen aus ihrem Corona-Spendenfonds seit Beginn der Pandemie die Kinder-, Jugend- und Vereinsarbeit der Region.

So konnten die ersten „Tonieboxen“ nun an die KiTa „Mach mit“ in Miesenheim und die KiTa „Kunterbunt“ in Münstermaifeld übergeben werden. In den kommenden Tagen werden insgesamt 37 Kitas eine „Toniebox“ mit dem individuell besprochenen „Kreativ-Tonie“ erhalten.

Zum Bundesweiten Vorlesetag im kommenden Jahr wird das Engagement fortgesetzt und alle weiteren KiTas im Geschäftsgebiet der Kreissparkasse Mayen werden mit je einer „Toniebox“ ausgestattet.

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Gesundheits-ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler: Vorbereitungen für Impfung gegen Corona

Region/Mainz, 20.11.2020 – Land Rheinland-Pfalz etabliert Koordinationsstelle Impfen und arbeitet an Terminvergabesystem. „Wir setzen große Hoffnungen auf eine wirksame Impfung gegen Corona. Noch gibt es keinen Impfstoff, der über eine Zulassung verfügt, aber wir bereiten uns vor! Wir gehen davon aus, dass der Impfstoff sehr hohe Anforderungen an Lagerung und Transport stellen wird. Daher arbeiten wir mit Hochdruck daran, neue Strukturen aufzubauen und zentrale Impfzentren vorzubereiten. Unser Ziel ist, dass die Impfungen starten können, sobald der Impfstoff verfügbar ist“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den geschäftsführenden Direktoren des Landkreistages und des Städtetages Rheinland-Pfalz.

Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium hat eine Landeskoordinationsstelle Impfen geschaffen, deren Kernaufgaben der zügige Aufbau und die belastbare Organisation der Impfzentren sind. „Die Landeskoordinationsstelle Impfen wird die schnelle Errichtung und den verlässlichen Betrieb der Impfzentren in Zusammenarbeit mit den Kommunen umsetzen“, sagte Bätzing-Lichtenthäler. „Unsere Planung sieht vor, dass in jedem Kreis und jeder kreisfreien Stadt Impfzentren entstehen können, die möglichst bereits bis Mitte Dezember startklar sein sollen. Ergänzt werden sie durch mobile Impfteams, die beispielsweise Pflegeeinrichtungen besuchen. Das Land bereitet sich gut darauf vor, einen Impfstoff nach dessen Zulassung rasch in einem ersten Schritt an die von der ständigen Impfkommission priorisierten Bevölkerungsgruppen zu verimpfen.“

Ein wichtiges Thema wird dabei auch die Terminvergabe für die Impfberechtigten sein, die über ein zentrales System und einheitliches Vorgehen im Land erfolgen soll. „Hinsichtlich der Einrichtung der Impfzentren stehen wir über die Landeskoordinationsstelle mit den Kommunen im engen Austausch. Es gilt, Räumlichkeiten zu identifizieren, aufzubauen und zu betreiben, die den vielfältigen Ansprüchen genügen, die sich beispielsweise durch die hohe Zahl der zum impfenden Personen und die Eigenschaften des Impfstoffs ergeben, die aktuell noch gar nicht alle bekannt sind“, sagte Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtenthäler.

„Vor allem die Aufklärung vor einer Impfung ist eine ärztliche Angelegenheit. Das stellt uns personell vor große Herausforderung – auch wenn die eigentliche Impfung unter Aufsicht auf medizinisches Personal delegiert werden kann“, erklärte Bätzing-Lichtenthäler. Das Land ist insoweit jedoch in guten Gesprächen mit der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz.

Burkhard Müller, geschäftsführender Direktor des Landkreistages Rheinland-Pfalz, sagte mit Blick auf die kommenden Monate: „Dieser Winter wird sicher nicht einfach für die Menschen, aber die Aussicht auf eine wirksame Impfung ist ein Lichtstreif am Horizont. Die Kommunen stehen für den Aufbau und Betrieb der Impfzentren bereit und setzen auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Land, das den Rahmen vorgibt und Unterstützung leistet.“

„Die Organisation und Durchführung der Impfung wird eine Kraftanstrengung auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kommunen. Aber ich bin zuversichtlich, dass es uns gemeinsam mit allen Beteiligten gelingen wird, diese zu meistern“, sagte Fabian Kirsch, geschäftsführender Direktor des Städtetages Rheinland-Pfalz.

Die Kosten für die zu errichtenden Impfzentren sollen gemeinsam von den Ländern und aus Mitteln der Gesetzlichen Krankenversicherung sowie gegebenenfalls der Privaten Krankenversicherung getragen werden. Der Bund finanziert die Beschaffung des Impfstoffs, der dann gemäß dem Bevölkerungsanteil an die Länder verteilt werden soll, die wiederum Lagerung und Logistik übernehmen. Ebenfalls in der Verantwortung der Länder liegt die Beschaffung des Impfzubehörs. Die Landesregierung hat dazu unter anderem bereits frühzeitig Spritzen und Kanülen beschafft, um sicherzustellen, dass in der Anfangsphase, in der die Impfungen vor allem in Impfzentren erfolgen, ausreichend Material zur Verfügung steht, um einen Großteil der Bevölkerung impfen zu können.

„Bis zu den ersten Impfungen in Rheinland-Pfalz sind natürlich noch einige Fragen zu klären. Einer der offenen Punkte ist, dass aktuell noch kein Impfstoff zugelassen ist. Eine Auslieferung könnte nach Angaben des Bundes im ersten Quartal 2021 erfolgen. Zudem liegen die exakten Empfehlungen der Ständigen Impfkommission, welche Bevölkerungsgruppen zuerst geimpft werden sollen, noch nicht final vor. Der Bund hat dies für Ende des Jahres in Aussicht gestellt“, erläuterte Ministerin Bätzing-Lichtenthäler die aktuelle Situation. „Die Aufgabe ist also nicht nur unter logistischen Gesichtspunkten anspruchsvoll. Rheinland-Pfalz wird das Impfkonzept daher dynamisch an aktuelle Entwicklungen anpassen und weiterentwickeln. Wir sind auf einem guten Weg, um die anstehenden Herausforderungen zu meistern – und so zum einen besonderes vulnerable Personen optimal zu schützen, zum anderen aber auch einen ersten Schritt hin zu einem hoffentlich absehbaren Ende der Pandemie zu gehen.“

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Auch Bäcker erhalten Novemberhilfen – Interessenvertretung der Innungen und Verbände erfolgreich

Region/Eifel, 20.11.2020 – „Gemeinsam können wir viel bewirken“, da sind sich die Interessenvertreter der regionalen Innungsbäcker einig. Raimund Licht, Obermeister der Bäcker-Innung Mosel-Eifel-Hunsrück-Region und Dirk Kleis, Geschäftsführer der Innung, haben sich zusammen mit dem Verband des Rheinischen Bäckerhandwerks und dem Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks für ihre Mitglieder beim Thema Novemberhilfen eingesetzt. Ergebnis: Bis zu 75 Prozent der gastronomischen Umsätze der Cafés werden im Rahmen der Novemberhilfen von der Bundesregierung erstattet.

Berechnungsgrundlage sind dabei die Umsätze, die im gastronomischen Bereich im November 2019 erzielt worden sind. Anders als zunächst befürchtet, ist es nicht erforderlich, dass der Betrieb im Vorjahr (weit) überwiegend Umsätze in der Vor-Ort-Gastronomie gemacht hat. Noch in der vergangenen Woche wurde berichtet, dass Bäckereien mindestens 75 % ihres Umsatzes mit der Vor-Ort-Gastronomie machen müssten, um überhaupt in den Genuss der Novemberhilfe zu kommen.

Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks, die Landesinnungsverbände und viele einzelne Bäcker haben sich daraufhin an Abgeordnete und Ministerien im Bund und auf Landesebene gewandt. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) stellt nunmehr klar, dass Bäckerei- und Konditorei-Cafés wie Restaurants zu behandeln sind und unabhängig von dem bisherigen Gastronomieanteil unter die Novemberhilfe fallen. „Hier richten wir auch den Appell an alle Bäcker, die bisher noch nicht zu einer Innung gehören aber von diesem Erfolg der Interessenvertretung profitieren, sich ihrer lokalen Innung anzuschließen. Das ist Solidarität im Handwerk“, plädieren Obermeister und Geschäftsführer unisono.

Wie berechnet sich die Novemberhilfe?

Erstattet werden grundsätzlich 75 % des Umsatzes, der im November 2019 mit der Vor-Ort-Gastronomie gemacht wurde. Maßgeblich ist der Umsatz, der mit 19 % Mehrwertsteuer berechnet wurde. Somit ist auch die Ermittlung des Umsatzanteils relativ einfach. Die Thekenumsätze zu 7 % Mehrwertsteuer werden nicht abgezogen. Andere staatliche Leistungen, die für den Förderzeitraum November 2020 gezahlt werden (z.B. Kurzarbeitergeld), werden angerechnet.

Werden auch zurückgehende Thekenumsätze erstattet?

Mit der Novemberhilfe werden nur diejenigen Umsätze erstattet, die unmittelbar auf die Schließung der Gastronomiebereiche zurückzuführen ist. Mittelbare Umsatzrückgänge werden nur in Ausnahmefällen berücksichtigt. Daher wird ein Rückgang des Thekengeschäfts, zum Beispiel, weil bisherige Kunden im Homeoffice arbeiten und deshalb keine Bäcker-Snacks in der Mittagspause kaufen, nicht erstattet.

Wie wird die Novemberhilfe beantragt?

Anträge können ab dem 23. November über eine spezielle Internetseite des BMWi gestellt werden: https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Home/home.html

Die Antragstellung erfolgt elektronisch über einen prüfenden Dritten (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder steuerberatende Rechtsanwälte). Wir empfehlen allen Betrieben, die die Novemberhilfe beantragen wollen, schon jetzt ihren Berater zu beauftragen, damit sich dieser die erforderlichen Unterlagen zusammenstellen kann.

Wann wird die Novemberhilfe ausgezahlt?

Ab Ende November werden zunächst Abschlagszahlungen geleistet. Die endgültige Novemberhilfe dürfte allerdings frühesten im Dezember gezahlt werden.

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Polizei und Ordnungsämter weiterhin gemeinsam auf Corona-Streife

Bitburg, 20.11.2020 – Die anhaltende Gefährdung durch die Coronapandemie macht es erforderlich, dass die Ordnungsbehörden, wie bisher unterstützt durch die Polizei, auch an diesem Wochenende verstärkt die Einhaltung der Beschränkungen zum Schutz vor der Ausbreitung des Virus überwachen. Vordringliches Ziel der Sicherheitsbehörden ist dabei nicht die Sanktionierung von Verstößen.

„Den Einsatzkräften geht es in erster Linie darum, gemeinsam, ansprechbar und auf Augenhöhe mit der Bevölkerung die Einsicht, das Verständnis und die Solidarität im Kampf gegen die Coronagefahren zu stärken“, sagt der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Trier, Uwe Konz.

Nichtsdestotrotz werden die Beamt*innen im Bedarfsfall konsequent einschreiten, Verstöße unterbinden und dort Anzeigen fertigen, wo die Gesundheit der Bürger*innen durch das Verhalten weniger Uneinsichtiger gefährdet ist.

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Zwei Millionen weniger durch Corona – Mechernichs Kämmerer bezifferte in der Ratssitzung die Pandemie-„Kosten

Mechernich, 20.11.2020 – Corona hat nicht allein Auswirkungen auf die Gesundheit oder Lebensgewohnheiten der Menschen, sondern auch auf die Haushalte der Städte und Gemeinden – so auch in Mechernich.

Die vorläufigen geschätzten Einnahmeausfälle und Kosten bezifferte jetzt der Dezernent und Kämmerer der Stadt Ralf Claßen in der konstituierenden Ratssitzung in der Kommerner Bürgerhalle. Er rechnet aktuell für das Haushaltsjahr 2020 mit Mindererträgen und Mehraufwendungen von zwei Millionen Euro insgesamt.

Die konstituierende Ratssitzung in Mechernich fand in der Kommerner Bürgerhalle statt. Auch dort wurde der Corona-Schutzverordnung Rechnung getragen, zum Beispiel mit Spuckschutzwänden zwischen den 38 Ratsvertretern. Die seit Beginn der Pandemie aufgelaufenen Kosten für solche und viele weitere Schutzmaßnahmen bezifferte Mechernichs Kämmerer Ralf Claßen mit rund 250.000 Euro insgesamt. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

„Sie können sich vorstellen, wenn der Steuerkuchen, der zu verteilen ist, geringer wird, dann werden auch die Stücke, die die Kommunen vom Bund zugeteilt bekommen, ebenfalls geringer“, erklärte Claßen. Bei der Einkommenssteuer geht Mechernichs Kämmerer deshalb davon aus, dass rund 800.000 Euro im städtischen Haushalt fehlen werden.

250.000 Euro für Schutzmaßnahmen

Um gemäß der Corona-Schutzverordnung für die Sicherheit für Mitarbeiter und Besucher im Rathaus oder Sitzungen von Rat und Ausschüssen zu sorgen, sind in den vergangenen Monaten bereits rund 250.000 Euro verausgabt worden. Davon wurden unter anderem  Spuckschutzwände angeschafft und Desinfektionsmittel bereitgestellt.

Auch die Eifel-Therme Zikkurat sei stark von den Pandemie-Folgen betroffen – mit der ersten  Schließungsphase im Frühjahrslockdown, nun die zweite im November. „Da liegen wir bei einem um 600.000 bis zu einer Million Euro höherem Verlustausgleich als veranschlagt“, konstatierte Claßen. Die exakte Höhe könne er noch nicht angeben, weil man derzeit noch auf Erstattungen und Corona-Hilfen durch den Bund hoffe.

Auch bei der Gewerbesteuer sehe es Corona-bedingt nicht so rosig wie erwartet. War man zu Beginn des Haushaltsjahres noch von Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 9,3 Million ausgegangenen, muss man diese Erwartung deutlich reduzieren. „Zurzeit haben wir eine Reduzierung der Vorauszahlungsleistungen von rund 1,9 Millionen Euro“, so Claßen. Viele Firmen rechnen demnach in 2020 mit einem niedrigeren Gewinn und hatten daher Anträge zur Reduzierung der Vorausleistungen gestellt.

Große Nachzahlung

Erfreulicherweise könne diese Mindereinnahme aber durch eine Nachzahlung („die für Mechernicher Verhältnisse sehr groß war“) eines Unternehmens im Stadtgebiet in Höhe von rund zwei Millionen aufgefangen werden, so Claßen: „Damit sind wir also bei den Gewerbesteuern voraussichtlich noch knapp im Plus.“

Positiv stimmt den Kämmerer, dass „das Land sich aber etwas einfallen hat lassen“, denn Verluste wie die zwei Millionen Euro, die im Mechernicher Haushalt Corona-bedingt fehlen, können ausnahmsweise auf 50 Jahre abgeschrieben werden. Damit würden „nur“ 40.000 pro Jahr in der Gewinn- und Verlustrechnung zum Tragen kommen. Was der Kämmerer dann als „nicht ganz so tragisch“ für den Mechernicher Haushalt bewertet.

Trotz der angespannten Haushaltslage signalisierte Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick Unterstützung für die Vereinskartelle in der Kommerner Bürgerhalle. Wegen der Corona-Epidemie war bereits im August beschlossen worden, die Zuschüsse der Stadt für die Vereinskartelle in 2020 zu verdoppeln – damit stiegen diese von 1,60 auf 3,20 Euro pro Einwohner.

„Darüber hinaus gibt es verstärkt Anfragen von den Betreibern der Dorfgemeinschaftshäuser bzw. der Vereinsheime, inwieweit wir uns als Stadt bei der Bewältigung der laufenden Kosten einbringen können. Da keine Veranstaltungen stattfinden und keine Einnahmen akquiriert werden können, sind die Dorfgemeinschaften bzw. die Vereinskartelle kaum in der Lage die laufenden Kosten zu tragen.“, so Schick. Er versprach, die Verwaltung werde dazu einen Vorschlag erarbeiten und dem zuständigen Fachausschuss und Stadtrat vorlegen.