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Qualifizierung und Wertschätzung in der VG Mendig

Mendig – Verwaltungsmitarbeiterinnen absolvieren Fortbildungen – Von einer Fortbildung profitieren sowohl die Beschäftigten als auch der Arbeitgeber. Qualifizierung und Wertschätzung sind dabei zwei zentrale Punkte. Im Fachbereich Familien, Schulen, Ordnung und Soziales der Verbandsgemeindeverwaltung Mendig haben sich jetzt vier Mitarbeiterinnen erfolgreich fortgebildet und damit auch das Leistungsspektrum der Verwaltung auf eine noch breitere Basis gestellt.

Die Kita-Sozialarbeiterin Claudia Weinand hat jüngst eine Weiterbildung zur systemischen Traumapädagogin absolviert. Auslöser war der Überfall Russlands auf die Ukraine. „Wir wussten, dass wir in der Region viele Geflüchtete aus der Ukraine aufnehmen würden und dass vor allem Frauen mit Kindern flüchten werden. Meine Kolleginnen und ich wollten darauf vorbereitet sein. Keine von uns war Expertin in Sachen Traumaerfahrung oder Umgang mit Traumafolgestörungen im pädagogischen Kontext. Wir ahnten, dass therapeutische Angebote nur begrenzt zur Verfügung stehen würden und im Kindergartenalltag auch nicht konkret helfen können. Im Grunde erlebt jeder Mensch im Laufe seines Lebens mindestens ein traumatisches Ereignis oder ein traumatisierende Lebensphase. Eine traumasensible Haltung und traumapädagogisch-methodisches Vorgehen sind daher im pädagogischen Kontext immer wertvoll“, beschreibt Claudia Weinand die Motivation ein entsprechendes Angebot zu schaffen.

Jennifer Kretschmann, Kita-Fachberaterin, hat ein berufsintegrierendes Fernstudium mit dem Bachelor of Arts und der Gesamtnote „sehr gut“ erfolgreich abgeschlossen. Im Zentrum des Studiengangs im Teilzeitformat mit Präsenzphasen stand der Praxisbezug. Dazu gehörten unter anderem Rechtsfragen der Kinder- und Jugendhilfe sowie früh-, sozialpädagogische und entwicklungspsychologische Themen. „Das Thema meiner Bachelorarbeit war ‚Gelingender Kinderschutz in Kindertagesstätten‘, um die Möglichkeiten und Grenzen der Kinderschutzkooperation zwischen der Kita-Fachberatung und der Kindertagesstätte darzustellen. Zudem habe ich während des Studiums die ‚Qualifizierung für Kita-Fachberatung in Rheinland-Pfalz‘ absolviert“, erklärt Jennifer Kretschmann.

Kommunaler Vollzugsdienst und verkehrsrechtliche Anordnungen gehören unter anderem zum Aufgabengebiet von Anett Weiß. Im Rahmen einer rund 60-stündigen Online-Weiterbildung hat sie jetzt noch die Qualifikation als „Fachkraft für die Sachbearbeitung im Feuerwehrwesen und Katastrophenschutz in der öffentlichen Verwaltung“ erworben. Zu ihren Aufgabengebieten zählen jetzt mit Blick auf die Feuerwehren in der VG Mendig unter anderem auch das Beschaffungswesen und die Einsatzkostenberechnung von kostenpflichtigen Feuerwehreinsätzen gemäß Gebührensatzung der Verbandsgemeinde Mendig.

Die Verwaltungsmitarbeiterin Nadine Ott ist derzeit als zentrale Ansprechpartnerin unseres Hauses sowohl persönlich als auch telefonisch erreichbar. Im vergangenen Jahr hat sie im Rahmen einer Fortbildung an der Hochschule für öffentliche Verwaltung den Lehrgang zur Hilfspolizeibeamtin erfolgreich absolviert. Schwerpunkte waren unter anderem Grundzüge des allgemeinen Verwaltungsrechts, das Ordnungswidrigkeiten-, das Polizei- und das Straßenverkehrsrecht sowie Grundzüge des Strafprozess- und des Strafrechts. Zukünftig bringt sie ihr Fachwissen im Bereich der Bearbeitung von Verwarn- und Bußgeldern des ruhenden Verkehrs im Innendienst ein.

Fort- und Weiterbildungen sind für Jörg Lempertz, Bürgermeister VG Mendig, ein Indiz für eine moderne, leistungsorientierte Verwaltung. „Wir setzen damit auf eine effiziente und zeitgemäße Verwaltung, die sich den wechselnden und wachsenden Anforderungen stellt und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fit für die Zukunft macht. Fort- und Weiterbildungen sind auch Motivation und Wertschätzung zugleich“, ist sich der Verwaltungschef sicher.

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Der Countdown zur Schoko-Meisterschaft am 16. und 17. März in Koblenz läuft

Region/Koblenz – An diesem Wochenende öffnet die Handwerkskammer Koblenz die Türen des Kurfürstlichen Schlosses für das „Championnat du Chocolat à Coblence“ – Am Wochenende ist es endlich wieder so weit: Das „Championnat du Chocolat à Coblence“ präsentiert im Kurfürstlichen Schloss in Koblenz ein buntes Programm rund um das Genussmittel Schokolade und zeigt Konditorenkunst der Extraklasse.

Am Samstag, 16. März, von 11 bis 17 Uhr und Sonntag, 17. März, von 10 bis 17 Uhr überrascht die etablierte Veranstaltung der Handwerkskammer (HwK) Koblenz das Publikum aufs Neue mit außergewöhnlichen Köstlichkeiten, spannenden Darbietungen und einzigartigen Schaustücken. „Auch 2024 werden die beeindruckenden, oft meterhohen Kunstwerke aus Schokolade von Konditoren aus ganz Deutschland große und kleine Fans zum Staunen bringen, das ist sicher! Es wird spannend, denn erstmals wird beim ‚Championnat du Chocolat‘ die Deutsche Meisterschaft ausgetragen. Dazu dürfen sich die Besucher erneut auf köstliche Genussmomente freuen, denn hier kommt jeder auf seine Kosten.

Handgefertigte Tafelschokoladen, Pralinen, Trüffel und Eisspezialitäten zum Naschen und Kaufen, genauso wie erlesene Weine und Spirituosen, die besonders gut zur Schokolade passen – all das erwartet das Publikum bei unserem ‚Championnat‘. Auch die amtierende Deutsche Meisterin der Konditoren, Rowena Redwanz, ist dabei und verrät bei ihren Live-Vorführungen viele Tipps und Tricks für zu Hause. Große Augen werden insbesondere die kleinen Zuschauer bekommen, während sie Konditormeister Rainer Hahn beim Zuckerblasen zusehen“, fasst Bäcker- und Konditormeister Joachim Schäfer, Fachbereichskoordinator Ernährung und Hauswirtschaft der HwK Koblenz, zusammen und macht Lust auf ein Schokoladen-Event der Extraklasse, „das sich niemand entgehen lassen sollte! Einfach vorbeikommen und sich von den außergewöhnlichen Leistungen des Konditorenhandwerks begeistern lassen! Die Eintrittskarten gibt es an der Tageskasse vor Ort.“ Informationen zur Veranstaltung wie auch zum vollständigen Programm gibt es im Internet: www.championnat-du-chocolat.info.

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10. Aachener Frühjahrsputz – Gemeinsam anpacken für eine saubere Stadt

Aachen – Der Aachener Stadtbetrieb organisiert ab diesem Jahr die beliebte städtische Gemeinschaftsaktion – Neben dem großen Aktionstag am 20. April gibt es vom 15. bis 19. April wieder die Projektwoche für Schulen und Kitas – Ab sofort können sich Gruppen und Einzelpersonen anmelden.

Gemeinsam anpacken für eine saubere Stadt und gemeinsam Verantwortung für das eigene Umfeld übernehmen: In diesem Jahr findet wieder der Frühjahrsputz in der Stadt Aachen statt. Ziel der Mitmach-Aktion ist es, neben der Sauberkeit der Stadt, das Bewusstsein dafür zu stärken, dass jede*r Einzelne pfleglich mit dem eigenen direkten Umfeld und der Natur umgehen sollte und auch selbst dafür Verantwortung trägt. Denn achtlos weggeworfener Müll ist eine Gefahr. Er hat weitreichende ökologische und ökonomische Folgen. Sind die Abfälle einmal in der Umwelt, können sie Schadstoffe freisetzen oder in Kleinteile zerfallen, die für die Tier- und Pflanzenwelt an Land und in Gewässern gefährlich sind.

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen unterstützt den städtischen Frühjahrsputz: „Ich freue mich, dass die beliebte Gemeinschaftsaktion in diesem Jahr wieder stattfinden kann. Sicher werden wieder zahlreiche Aachener*innen ehrenamtlich für unsere schöne Stadt unterwegs sein wollen, um wilden Müll im Stadtgebiet zu sammeln. Ein solidarisches Miteinander schafft eine starke Stadtgesellschaft und jede*r von uns kann dazu beitragen, unsere Stadt und unsere Natur sicherer, sauberer und schöner zu machen.“

Seit diesem Jahr übernimmt der Aachener Stadtbetrieb die Organisation der Aktion. „Schulen, Kindertagesstätten, Vereine, Unternehmen, Behörden, Organisationen und natürlich Familien und Freunde sind aufgerufen, sich zu beteiligen“, sagt Manuela Wolf, Sachbearbeiterin Entsorgungsmanagement des Aachener Stadtbetriebs.

Bei der Projektwoche vom 15. bis 19. April sammeln Gruppen aus Kindertagesstätten und Schulen Abfälle in von ihnen selbst gewählten Bereichen. Am Aktionstag am 20. April sind dann alle Bürger*innen aufgerufen, auf allen öffentlichen Flächen, Wiesen, Spielplätzen und Parks Müll zu sammeln. So können die Teilnehmenden auch wohnortnah mitwirken – und zwar im gesamten Stadtgebiet. Ausgenommen sind Naturschutzgebiete. Wegen der Brutzeiten von Vögeln und anderen Tierarten soll ebenfalls kein Abfall direkt unter Sträuchern gesammelt werden.

Anmeldung

Über das Formular auf www.aachen.de/fruehjahrsputz können sich Teilnehmer*innen und Gruppen ab sofort anmelden. Dort sind auch weitere Informationen zum Frühjahrsputz zusammengefasst.

Städtische Abfallsäcke, Greifzangen sowie Handschuhe (auch für Kinder) stellt der Aachener Stadtbetrieb kostenlos zur Verfügung. Schulen und Kindertagesstätten, die sich zum Frühjahrsputz anmelden, werden zu einem vereinbarten Zeitpunkt mit dem benötigten Material vom Stadtbetrieb beliefert. Alle weiteren Teilnehmenden erhalten das Equipment (nach der Anmeldung) ab dem 21. März in den Bezirksämtern, im Bürgerservice oder beim Aachener Stadtbetrieb.

Bei der Anmeldung ist es wichtig, dass der Ort, an dem die vollen Müllsäcke deponiert werden, genau beschrieben wird, damit der gesammelte Abfall auch durch den Aachener Stadtbetrieb gefunden werden kann. Wichtig: Der Aachener Stadtbetrieb darf nur Müll abholen, der im öffentlichen Straßenraum abgestellt wird.

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Politik

Bemerkenswerter Neujahrsempfang am vergangenen Sonntag 10. März in Mechernich

Mechernich – Nach vier Jahren Pandemieunterbrechung, die er mit Videobotschaften an seine Bürger überbrückt hatte, lud Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick am Sonntag wieder zu einem Präsenz-Neujahrsempfang für gut 400 Repräsentanten in die Aula des Schulzentrums. „Sie sind in Vertretung aller Bürgerinnen und Bürger unsere Ehrengäste!“, so seine kategorische Feststellung zu Beginn.

Das gut besetzte Auditorium mit (vorne, v.r.) Bürgermeister Dr. Hans-Peter und Ehefrau Gabi Schick, dem Ersten Beigeordneten Thomas und Ehefrau Janina Hambach, Dezernent Ralf Claßen und Teamleiterin Manuela Holtmeier (Bürger & Politik), die auch die Organisationsfäden des Neujahrsempfangs in Händen hatte. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Ansonsten machte der erste Bürger wenig „Schmu“ bei einem kleinen „Bericht zur Lage der Nation“, sondern er redete in bekannter Schick`cher Weise Tacheles. Kaum ein Thema blieb ausgespart, auch die unbequemen Dinge nicht: Gesellschaftliche Bruchstellen, Wirtschaftsflaute, Überschuldung öffentlicher Haushalte, das Ende der finanziell so guten Jahre am Bleiberg, Migration, stockende Innenstadtentwicklung, enorme Schul- und Vereinsinvestitionen und eine völlig veränderte Lage am Arbeitsmarkt.

Dr. Schick sagte unter anderem zur Flüchtlingsaufnahme am Bleiberg, sie sei größer als 2015 und bringe neue und kaum lösbare Raumprobleme mit sich, vor allem im Kernort Mechernich. Er sei für Bezugsscheine und eine schnelle Vermittlung in Arbeit, das sei effektiver und vermutlich auch besser als alle staatlichen Rahmenprogramme. Unter zwei Bedingungen ist der Bürgermeister außerdem für die Reduzierung von Unterstützung: „Wer nicht arbeiten will und sich nicht auf den Boden des Grundgesetzes stellt und danach lebt, der hat in Deutschland nichts verloren“.

„Gesellschaftliche Bruchstellen“

Der Bürgermeister lobte die Eigeninitiative seiner Bürger. In der Flutkatastrophe habe man erleben können, wie viele aus nah und fern zur Hilfe geeilt seien. Andere hätten mit ihrem Ersparten geholfen und der Mechernich-Stiftung über eine Million Euro für die Flutopfer zur Verfügung gestellt – auch die Freunde aus der französischen Partnerstadt Nyons hätten großherzig gespendet.

Corona, Flutchaos und Krieg, die drei schweren Krisen der jungen Vergangenheit, hätten „Bruchstellen in der Gesellschaft“ sichtbar gemacht. Gesellschaftliches Engagement sei zurückgegangen, das Dorfleben habe gelitten, die Vereine hätten enorme Schwierigkeiten, ins alte Fahrwasser zurück zu gelangen.

„Gute Nachrichten gebe es an dieser Stelle aber auch“, schreiben die Tageszeitungen zur Rede des Mechernicher Bürgermeisters: „Durch die Zuschüsse seien die Dorfgemeinschaftshäuser in Firmenich, Obergartzem, Glehn und Bergheim fast fertig. Es folgten die in Breitenbenden und Weiler am Berge.“ Dr. Schick appellierte an die Bevölkerung, sich vor Ort zu engagieren und mit anzupacken: „Wenn die Dorftreffpunkte und die Vereine weg sind, ist es zu spät zum Jammern…“

Schick zählte rentierliche Investitionen der Vergangenheit auf und erinnerte daran, dass die spätere Stadt 1969 und 1972 zunächst aus 44 Dörfern zusammengewürfelt worden war. Dass heute städtische Infrastruktur vorhanden und eine gemeinsame Identität entstanden sei, habe viel Anstrengung, auch Versöhnungsbereitschaft und vor allem auch eine Menge Geld gekostet. Alleine 50 Millionen seien in eine heute beispielgebende Schullandschaft geflossen – inklusive 22,5 Millionen folgten nun im nach Mechernich und Kommern dritten Siedlungsschwerpunkt Firmenich/Obergartzem.

Dr. Hans-Peter Schick lobte das Umbauprojekt des früheren RWZ-Gebäudes zu einem stadtbildprägenden Entree am westlichen Eingang in den Kernort, das die Gebrüder Hubert und Peter Schilles aus Floisdorf erfolgreich angepackt hätten. Nordeifelwerkstätten für Behinderte und das Heilpädagogische Zentrum „Haus Lebenshilfe“ nähmen mehrere Etagen in Ansprachen und ließen dort „im Herzen des Kreises Euskirchen ein Zentrum für Integration“ entstehen.

Vor den Augen und Ohren auch vieler prominenter Gäste wie Landrat Markus Ramers, seines gebundenen Vertreters Achim Blindert, Ex-NRW-Innenministers Dr. Ingo Wolf und der Abgeordneten Detlef Seif (Bundestag) und Klaus Voussem (Landtag) sprach der Bürgermeister auch über antidemokratische Tendenzen im Land, über Verschwörungstheoretiker und notorische Neinsager.

„Despoten verstehen nur Stärke“

„Wir brauchen eine Demokratie, die sich wehrt“, so Schicks Forderung: Nach außen gegen Putin, „denn Despoten verstehen nur die Sprache der Stärke“, und auch nach innen: „Deshalb bin ich glücklich, dass auch in Mechernich Menschen für unsere freiheitliche Grundordnung eintreten und kämpfen.“ Dieser erfolgreich artikulierbare Widerstand gegen demokratiefeindliche Bestrebungen sei der entscheidende Vorteil, den die Bundesrepublik, „eines der demokratischsten Länder der Erde“, gegenüber der auslaufenden Weimarer Republik 1933 besitze.

Eine kleine Reminiszenz gönnte Dr. Schick seiner Neujahrsansprache 2011, in der er viel Wirbel verursacht hatte, als er die Bildung von wenigen größeren Kommunen statt der elf vorhandenen Städte und Gemeinden im Kreis Euskirchen forderte: „Das war vielleicht verfrüht, aber durch die zunehmenden finanziellen Zwänge und Personalnot, wird dieses Thema zwangsläufig wieder aktuell werden“. Zumal die räumliche Nähe des Rathauses heute keine entscheidende Bedeutung mehr habe.

Vor und nach der Neujahrsansprache haute „Schmetze Willi“, Gründer und Keyboarder der Mechernicher Kultband „Von Stülp Revival“, mit seinen „Männ“ Rainer Pütz, Eric Guicherit, Frank Weiermann und Günther Rau in die Tasten. Die Jugendgruppe der GdG St. Barbara übernahm die Bewirtung der Gäste. Als eloquenter Moderator brachte der Redakteur und Agenturchef Roland Larmann („ProfiPress“) seine Talkgäste zum Reden.

Dabei handelte es sich um Depotkommandeur Dirk Hagenbach von der Bundeswehr, der einräumte, dass der Munitions- und Materialumsatz im Mechernicher Unter- und Übertagedepot West der Streitkräftebasis enorm angestiegen sei, seit Russland vor zwei Jahren die Ukraine überfiel. Und auch Persönliches gab der Oberstleutnant preis: Hagenbach verbrachte zeitversetzt zehn seiner über 20 Dienstjahre in Mechernich: „Und ich versichere Ihnen. Ich komme gerne wieder!“

Danielle Bieger, die mit ihrem Mann Theo und drei Kindern die bekannten „Krewelshöfe“ unter anderem in Lohmar und Mechernich-Obergartzem betreibt, schilderte ihre Startschwierigkeiten mit eindrucksvollen Worten: „Ich habe nicht dran geglaubt, unsere Hausbank hat nicht daran geglaubt, aber mein Mann hat dran geglaubt, dass wir in Obergartzem Erfolg haben werden – und ich habe an meinen Mann geglaubt.“

An die Stadtväter appellierte die erfolgreiche Geschäftsfrau: „Fördern Sie den Tourismus, er ist das Pfund der Zukunft, mit dem die Stadt Mechernich wuchern kann.“ Und weiter: „»Mechernich« muss eine Marke werden!“

Die Geschäftsführer Norbert Arnold (Sozialwerk Communio in Christo) und Martin Milde (Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH), aber auch der in der Mechernicher Bergstraße aufgewachsene Ex-Sprecher Klaus Vater von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt und spätere stellvertretende Regierungssprecher bei Angela Merkel, nahm zu Gesundheitspolitik und Pflegenotstand Stellung.

Während Milde sagte, das „System der Fallpauschalen sei jetzt 20 Jahre alt und am Ende“, beklagte Norbert Arnold die sich hinschleppenden Pflegesatzverhandlungen, die Einrichtungen wie die der Communio in Christo in die finanzielle Bredouille brächten – und viele kleinere Häuser bereits in den Ruin.

„Ehrenamtlich mitmachen!“

Deshalb schrieben er und andere Betreiber in einer konzertierten Aktion des Verbandes Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e. V. (VDAB), einem bundesweiten Trägerverband für private Pflegeunternehmen, an die Minister Laumann (NRW) und Lauterbach (Bund).

Auch der gelernte Redakteur und Politikwissenschaftler Klaus Vater, der unlängst eine Expertise zum Thema Pflege verfasst hatte, leistete seinen Beitrag zur Personalknappheit in der Pflege, der weder innerhalb Deutschlands noch durch Anwerbung ausländischer Pflegekräfte beizukommen sei. Vater sprach von einer Zukunft, bei der spezielle Hightech-Pflegebetten und Roboter Tätigkeiten übernehmen, für die heute noch Manpower unerlässlich sei.

Ehe es Blumen und Wein für die Talkgäste von Organisationsleiterin Manuela Holtmeier, dem Dezernenten Ralf Claßen und Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick persönlich gab, ließ Moderator Ronald Larmann noch die OP-Schwester Luka Lenz ausgiebig zu Wort kommen, die sich ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr engagiert.

Ihre Botschaft war unmissverständlich: „Mitmachen!“ Sie sei „da durch Zufall reingeraten, weil die Jungs aus meiner Klasse in der Kommerner Jugendfeuerwehr waren, aber ich bin mit Begeisterung dabeigeblieben und möchte es nicht mehr missen.“

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Legendäres Open-Air-Konzert „Rock am Rathaus“ am 25. Mai 2024 in Mechernich

Mechernich – „Mariuzz“ und „Rockwood“ rocken beim legendären Open-Air-Konzert hinter dem Mechernicher Verwaltungssitz – Profi-Musiker in beiden Bands– Nachhaltigkeit und gegenseitige Hilfe wichtig – VVK läuft. Bald bebt in Mechernich wieder die Erde. Denn das Open-Air-Festival „Rock am Rathaus“ findet wieder statt. Diesmal mit dabei: „MARIUZZ – die Westernhagen-Tribute & Double-Show No.1“ und „Rockwood – The Spirit of Classic Rock“. Letztere haben die Besucher schon im vergangenen Jahr mit ihrem Liedrepertoire der besten Rockbands aller Zeiten begeisterten. Statt findet der „Abend voller Emotionen und Nostalgie“ am Samstag, 25. Mai. Einlass ist ab 18.30 Uhr, Beginn um 19.30 Uhr.

„Für 2024 ist es dem Vorstand gelungen, erneut ein ansprechendes Programm auf die Beine zu stellen“, freut sich der veranstaltende „Mechernicher Rock am Rathaus e.V.“ (MRR). Von jeder verkauften Eintrittskarte gehe ein Euro an die „Mechernich Stiftung“. „Uns ist es wichtig, einander zu unterstützen. Die erzielten Spenden werden nämlich eins zu eins an Bedürftige weitergegeben“, so der Verein.

Der „Mechernicher Rock am Rathaus e.V.“ (MRR), 2022 gegründet, besteht derzeit aus 32 Mitgliedern. Dessen Vorstand bilden Margret Eich (Vorsitzende), Reinhard Kijewski (stellvertretender Vorsitzender), Petra Himmrich (Kassiererin) und Michael Sander (Schriftführer und Pressewart), die das Rockspektakel nun in einer Pressekonferenz vorstellten. Mit dabei waren auch Vertreter der „Mechernich Stiftung“: der Vorsitzende Ralf Claßen und Maria Jentgen.

Echter Westernhagen-Musiker

Marius Müller-Westernhagen ist eine Ikone der deutschen Rock-Geschichte. Provokant und exaltiert, seine Musik und Texte authentisch, immer am Puls der Menschen. Er war der erste deutsche Musiker, der auf seinen Tourneen ganze Stadien mit hunderttausend Fans füllte. Dieses musikalische Erbe führt die „MARIUZZ“-Show fort, die seit ihrem Start 2012 „innerhalb kurzer Zeit neue qualitative Maßstäbe setzte“.

„Die optische und musikalische Übereinstimmung ist sensationell“, freut sich der Veranstalter. Selbst bekannte original Westernhagen-Studio- und Tour-Musiker-Legenden wie Charly Terstappen, Jay Stapley und andere begleiten das Double gern exklusiv auf der Bühne. Im Gepäck hat „MARIUZZ“ natürlich auch die großen Hits des Deutsch-Rock-Idols wie „Freiheit“, „Johnny Walker“, „Sexy“, „Dicke“, „Willenlos“, „Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz“, „Es geht mir gut“ und viele mehr.

Für „Rock am Rathaus“ hat sich „MARIUZZ“ extra die Westernhagen-Drum-Legende CharlyT. (Westernhagen, Gianna Nannini, Lords, Nena und mehr) eingeladen… „und vielleicht kommen auch noch weitere original Westernhagen-Musiker als Überraschungsgäste“, so der Verein.

Rockgenuss höchster Qualität

Nach einer kurzen Umbaupause wird dann „Rockwood“ die Bühne erobern. Die Stärken der Band sind zum einen ihre Vielfalt an Hits aus den im Rock-Bereich beliebtesten, Jahrzehnten, den 70ern, 80ern und 90ern, und zum anderen das hohe musikalische, spielerische und gesangliche Niveau, auf dem sie diese Hits präsentieren. Selbst die anspruchsvollsten Songs von Bands wie Queen, Toto oder Pink Floyd, an die sich andere Bands erst gar nicht herantrauen, werden mit einer „Liebe zum Detail“ dargeboten, dass man aus dem „Staunen kaum mehr herauskommt“.

Die Band habe bereits viele Fans, die teils aus dem Norden von NRW oder aus der Südeifel extra nach Mechernich kommen, um sie zu sehen. Als Geheimwaffe fungiert hierbei an vorderster Front ein Sänger, von dessen Kaliber es hierzulande wohl kaum einen zweiten gibt: Hagen Grohe, der 2009 schon mit keinem geringerem als Joe Perry, dem Lead-Gitarristen der erfolgreichsten amerikanischen Rockband Aerosmith, ein Album aufnahm und daraufhin mit „The Joe Perry Projekt“ quer durch die USA, Kanada und Großbritannien tourte.

Aber auch die restlichen Bandmitglieder liefern auf ihren jeweiligen Positionen Darbietungen auf Weltklasse-Niveau: Rainer Peters (Bass), Ralph Winter (Drums) und Roland Büttgen (Gitarre) haben als Profimusiker bei der „Big Band der Bundeswehr“ schon viele Jahre internationale Tourneen und Auftritte mit unzähligen namhaften Künstlern bestritten.

Sängerin Kerstin Bauer studierte klassischen Gesang in New York, Keyboarder Thomas Plötzer bedient unter anderem beim Musical Starlight Express die Tasten. Gitarrist Peter Fischer war lange Jahre in der Band „Die orthopädischen Strümpfe“ von Schlager-Star Guildo Horn tätig und tourt beispeilsweise mit Comedy-Star Mirja Boes. Und Frederik Frößl steuert neben Gitarrenriffs und -Soli auch seine herausragende Stimme bei. Und alle gemeinsam teilten sie eine Leidenschaft: „die unvergessenen Songs der Rock-Legenden so auf der Bühne wieder aufleben zu lassen, wie diese es verdienen!“

Becher wieder nachhaltig

Getränke gibt´s wieder aus den nachhaltigen Maisbechern der Firma „Papstar“ aus Kall. Diese hätten sich schon im vergangenen Jahr gut bewährt und sorgen für deutlich weniger Müll. „Anstatt die Becher nach der Nutzung wegzuwerfen, sammeln wir sie auf den dafür vorgesehenen Halterungen. Dann können diese wieder recycelt werden. Und die Leute machen mit, das freut uns sehr!“, so Margret Eich, die einen Hobbyladen in der Bahnstraße betreibt. Die Ständer hatte sie im Vorfeld mühsam selbst gebastelt.

Hier werden also viele gute Ideen kombiniert. Und Ralf Claßen ist begeistert: „Ich bin froh, dass sich bei uns Privatleute innerhalb eines Vereins das Risiko aufhalsen, was eine so große Veranstaltung mit sich bringt. Dafür spreche ich meinen größten Respekt aus. Für mich steht außer Frage, dass »Rock am Rathaus« sogar 500 Besucher mehr verdient hätte.“ Besonders berühre ihn, dass man trotz allem stets an die Mechernich-Stiftung denke und sie tatkräftig unterstütze. „Dafür ein riesiges Dankeschön!“, so Claßen.

Freier Eintritt für die Schwer- und Langzeitpflege des „Sozialwerks Communio in Christo e.V.“ sei wie in den vergangenen Jahren wieder selbstverständlich. Darüber hinaus kämen meist über 700 Besucher zum Mechernicher Rock-Spektakel. „Wenn wir aber endlich die 1.000 knacken, freuen wir uns aber umso mehr!“, so Sander.

Viele ehrenamtliche Helfer

Stets sei man auch auf der Suche nach weiteren Sponsoren. Hier wolle man nochmals klarstellen: „die Gelder nutzen wir nur für Rock am Rathaus. Wenn etwas übrigbleibt, stecken wir das gleich ins nächste Jahr oder versuchen, kleinere Veranstaltungen zu ermöglichen“, so Himmrich.

Auch neue Mitglieder seien im Verein stets willkommen. „20 Euro im Jahr würden uns an Mitgliedsbeiträgen schon sehr helfen!“, betont dazu Kijewski. Besonders hob Margret Eich aber auch nochmals die ehrenamtlichen Helfer hervor, die den Abend in dieser Form erst möglich machen. So zum Beispiel die befreundete „KG Schwerfe bliev Schwerfe“, die „immer dabei“ sind und kostenlos helfen. Auch der Mechernicher „KC Bleifööss“ unterstützt.

Getränke kommen von den „Gebrüdern Ehlen“, außerdem werde es Cocktails geben. Das „Eifel Snack Mobil“ sorgt für das leibliche Wohl, welches die Konditorin Melanie Klose wieder mit süßen Köstlichkeiten abrundet.

VVK läuft

Die Eintrittskarten kosten im Vorverkauf 25 Euro, für Sitzplätze werden 28 Euro berechnet, an der Abendkasse 30 Euro und für Sitzplätze 33 Euro. Sollten sich Gruppen von größer oder gleich zehn Personen anmelden, erhalten sie eine Freikarte.

Der Vorverkauf läuft schon. Entsprechende Stellen sind in Mechernich bei „Margrets Hobbylädchen“, „Optic Himmrich“, „Rathaus Bistro“, „Lädchen Gleispassage“ (Bahnhof) und die „Puszta Hütte“, „Bohsem Versicherungsmakler“ in Zülpich, „DEVK-Versicherung Carlo Flaschendreher“ in Euskirchen oder im Web unter www.ticket-regional.de.

Sitzplatz-Karten sind bei „Margrets Hobbylädchen“ und im Lädchen „Gleispassage“ im Bahnhof erhältlich. Interessierte Gruppen können sich bei „Margrets Hobbylädchen“ anmelden.

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Tourismus

GesundLand Vulkaneifel präsentiert digitale Best-Practice-Lösung auf der Messe Heimat@Digital

Daun – Digitale Transformation – Am 29. Februar fand in Bergheim die von den Volksbanken initiierte Digitalisierungsmesse „Heimat@Digital“ statt. Im Mittelpunkt der Messe standen digitale Themen für Kommunen, Handel und Vereine. Als Best-Practice-Beispiel war die GesundLand Vulkaneifel GmbH eingeladen worden, auf der Messe ihre digitale Lösung zum Verleih von Klettersteigsets vorzustellen.

Die Messe Heimat@Digital fand zum ersten Mal statt. Die Mission: Prozesse effizienter gestalten, Verwaltung transparenter machen und dabei unterstützen, stationären mit digitalem Handel zu verknüpfen.

Die GesundLand Vulkaneifel GmbH präsentierte vor Ort ihre digitale Verleih-Lösung zum Burgenklettersteig. Mit dieser Lösung kann der Verleihprozess der Klettersteigausrüstung erheblich vereinfacht und wesentlich effizienter gestaltet werden. Der Verleihprozess ist nun überwiegend digitalisiert: Von der Reservierung über die Zahlung bis hin zum Haftungsausschluss kann der Verleih ohne Personalbindung an einem Terminal abgewickelt werden. Der Gast erhält am Terminal einen Bon, über den das Personal die Leihe zuordnet und nur noch das Geschirr aushändigen muss.

„Wir freuen uns über die Anerkennung, als Best-Practice-Beispiel bei der Heimat@Digital zu dienen und unsere Lösung präsentieren zu dürfen. Die digitale Transformation ist unabdingbar, kommt an vielen Stellen aber noch zu schleppend voran. Mit unserer Präsenz auf der Heimat@Digital wollen wir anderen Kommunen und Unternehmen als Inspiration dienen, wie Abläufe digital gestaltet werden können“, so Vera Esch, Geschäftsführerin der GesundLand Vulkaneifel GmbH.

Die Verleihlösung in Manderscheid ist gemeinsam mit der OneTouch GmbH, einer Tochterfirma der VR Ticket Solutions GmbH, entwickelt worden. Neben dem digitalen Terminal in Manderscheid verfügen auch die weiteren GesundLand Tourist Informationen in Daun und Bad Bertrich über einen solchen sogenannten E-Kiosk. Dort können Touristen wie Einheimische Artikel- und Ticketkäufe tätigen.  Die Verleih-Funktion ist eine Speziallösung für Manderscheid. Die Funktionen aller E-Kioske werden in den nächsten Monaten noch weiter ausgebaut.

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Politik

CDU-Kreistagsfraktion Ahrweiler fordert ab 2025 eigene Maßnahmen zum Radwegekonzept

Ahrweiler – Prioritätenliste soll festlegen, an welchen
kreiseigenen Straßen erste Radwege entstehen – Entlang zahlreicher kreiseigener Straßen sollen neue Radwege entstehen, um das Radwegenetz im Kreis Ahrweiler zu verbessern und alle Kommunen miteinander zu verbinden. Dies hat die CDU-Kreistagsfraktion Ahrweiler jetzt in einem Antrag gefordert, dem der Kreistag auch einstimmig folgte. Diese Maßnahmen sind Teil des Radewegekonzeptes für den Kreis Ahrweiler, das kürzlich im Kreistag vorgestellt wurde. Das Radwegekonzept bezieht zum einen die bereits bestehenden sowie neu geplanten Radwege in den Kommunen mit ein. Zum anderen ist beabsichtigt, zusätzlich an den kreiseigenen Straßen in neue Radwegeverbindungen zu investieren.

Die CDU Kreis Ahrweiler fordert nun, bereits erste konkrete Maßnahmen in den Haushalt 2025 einzusetzen. „Die Nahmobilität ist immens wichtig für einen lebenswerten und touristisch attraktiven Kreis Ahrweiler. Dazu zählen nicht nur gut ausgebaute Straßen und ein funktionierender ÖPNV, sondern auch ein flächendeckendes Radwegenetz. Besonders im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz wollen wir als CDU die kreiseigenen Radwege-Projekte zügig in die Umsetzung bringen“, erklärt der Frakltionsvorsitzende der CDU, Michael Korden.

Bereits im Juni 2021 hatte der Kreistag auf Antrag der Kreistagsfraktionen von CDU, FWG und FDP der Aufstellung eines kreisweiten Radewegekonzeptes zugestimmt. Nachdem das Projekt zunächst aufgrund der Flutkatastrophe zurückgestellt werden musste, liegt nun das ausgearbeitete Konzept des Planungsbüros VIA vor. Es beinhaltet rund 800 Einzelmaßnahmen. Ein Großteil wird durch die Kommunen selbst gesteuert. 70 Einzelmaßnahmen liegen jedoch in Verantwortung des Kreises Ahrweiler, insbesondere der Ausbau von sogenannten „unselbständigen“ Radwegen entlang kreiseigener Straßen.

„Uns ist klar, dass nicht alle Maßnahmen gleichzeitig umgesetzt werden können. Daher soll in einem konkreten Umsetzungsplan in enger Abstimmung mit den Kommunen eine Prioritätenliste erstellt werden. Hier ist vor allem der funktionale Aspekt zu berücksichtigen, also der tatsächliche Bedarf für Schüler, Berufspendler und Einwohner. Wir wollen dafür ein klares Investitionsprogramm!“, erläutert CDU-Fraktionsgeschäfts­führer Michael Schneider. „Der Kreis muss seinen Beitrag zum Radwegekonzept leisten. Daher fordert die CDU, die Umsetzung der eigenen Maßnahmen fest in den Haushaltsplänen ab 2025 zu verankern“, so Korden und Schneider abschließend.

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News

Die Laufgemeinschaft Laacher See dominiert in jeder Hinsicht bei der Winterlaufserie in Ochtendung

Laacher See – Mit der 4. Veranstaltung schloss die DJK Ochtendung ihre 35. WLS ab. Viele Sportler*innen drehten wieder ihre Runden um den Haugnisberg. Auch in diesem Jahr stellte die LG Laacher See erneut die größte Gruppe.

Die Winterlaufserie ist immer eine beliebte Veranstaltung in der Lauf- und Walkinggemeinde. Gerade im Winter wollen sich die Sportler fit halten. Die Strecken über 4 und 8,1 km sind gerade für die Crossläufer interessant. Direkt am Anfang muss eine heftige Steigung absolviert werden. Umso angenehmer ist es, wenn der letzte km bergab zu laufen ist.

Gleich zehn LG’ler standen bei der Siegerehrung, die im Anschluss an die 4. Veranstaltung stattfand, auf dem Siegerpodest für vier km. Der Flotteste von allen war Arno Windheuser, der in der M40 den zweiten Rang belegte. Bei der Langstrecke siegte Bärbel Monschauer in der AK W70. Mit ihr wurden weitere zehn Aktive der LG für ihre Platzierungen geehrt.

Der 4 km Walkingstrecke stellten sich Elisabeth Waldorf, Klaus Dingeldein und Frank Monschauer. Mit weiteren Vereinsmitglieder will Frank in diesem Jahr noch einige Halbmarathons beim Walking bestreiten. Der nächste soll im April in Bonn sein. Die Einzel- und Serienergebnisse können unter https://my.raceresult.com/273864/ eingesehen werden.

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Wirtschaft

Kreissparkasse Ahrweiler gibt Update zum Wiederaufbau an ihren Geschäftsstellen

Ahrweiler – Nachdem bereits im vergangenen Jahr der Wiederaufbau der Hauptgeschäftsstelle der Kreissparkasse Ahrweiler abgeschlossen wurde, gibt Guido Mombauer nun ein Update zum Stand an den weiteren betroffenen Geschäftsstellen in Altenahr, Bad Neuenahr und Dernau.

„Auch wenn zurzeit noch nicht überall mit der Umsetzung begonnen wurde, werden wir auf jeden Fall an alle 3 Standorte zurückkehren“, berichtet Guido Mombauer, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Ahrweiler und führt weiter aus: „In Bad Neuenahr stehen wir unmittelbar vor Baubeginn, hier sind lediglich letzte Details zu klären. Wir planen ungefähr zur Jahresmitte 2025 wieder unsere Räumlichkeiten in der Telegrafenstraße beziehen zu können. Dann auch mit einer runderneuerten Filiale, die viele Möglichkeiten bietet. Bis die Filiale in der Telegrafenstraße wieder aufgebaut ist, werden wir unseren Kundinnen und Kunden weiterhin in der Filiale in der Poststraße zur Verfügung stehen.“

„In Altenahr werden wir zukünftig noch zentrumsnäher sein. Der genaue Standort steht allerdings noch nicht fest. Am bisherigen Standort werden wir im Laufe des Jahres mit dem Bau von Mehrfamilienhäusern beginnen. In Dernau werden wir ebenfalls an einem neuen Standort zurückkehren und unser Service-Angebot hier sogar ausweiten. Mittels einer Videostehle werden Kolleginnen und Kollegen aus der Hauptstelle zwischen 8-19 Uhr wochentags erreichbar sein. Als wichtigster Finanzdienstleister im Landkreis Ahrweiler entspricht es unserem Selbstverständnis, dass wir vor Ort für unsere Kunden da sind. Daher war eine etwaige Schließung der betroffenen Geschäftsstellen kein Gedanke, mit dem wir uns beschäftigt haben. Darüber hinaus haben wir uns auch schon auf verschiedenste Weisen aktiv in den Wiederaufbau unserer Region eingebracht und werden dies auch zukünftig machen“, berichtet Guido Mombauer weiter.

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Tourismus

Nationalpark Eifel ist Aushängeschild für Nordrhein-Westfalen

Region/Düsseldorf – Großschutzgebiet feiert Gründung vor 20 Jahren – Rekordzahlen vorgelegt – Wachstumsmotor für die Region – Zum runden Geburtstag legt der einzige Nationalpark in Nordrhein-Westfalen neue Rekordzahlen vor und unterstreicht seine Bedeutung für den Artenschutz, die regionale Wirtschaft und als Besuchermagnet: Mit rund 1,38 Millionen Besuchen pro Jahr (2022/2023) haben sich die Gästezahlen im Nationalpark Eifel seit der ersten Untersuchung im Jahr 2007 (450.000 Besuche) mehr als verdreifacht. Auch die durch Nationalpark-Gäste erwirtschafteten Bruttoumsätze in der Region zeigen einen starken Anstieg von rund 30 Millionen Euro (Studie 2014/2015) auf nun 76 Millionen Euro pro Jahr. Dies entspricht fast 1.350 Vollzeit-Arbeitsplätzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine umfangreiche Studie der Deutschen Sporthochschule Köln und der Universität für Bodenkultur Wien zu den sozio-ökonomischen Auswirkungen des Nationalparks Eifel. Vorgestellt wurden die Ergebnisse am Freitag, 8. März 2024, im Rahmen der Feierstunde zum 20-jährigen Jubiläum des Nationalparks.

„Der Nationalpark Eifel ist ein Aushängeschild für Nordrhein-Westfalen. Er ist ein wichtiges Herzstück des Naturschutzes, er bietet tolle Naturerlebnisse für die Menschen und er gibt wertvolle Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung der Region“, so Oliver Krischer, Umweltminister von Nordrhein-Westfalen. „Es ist bewundernswert, was die Region aus ihrem Nationalpark gemacht hat und damit ganz Nordrhein-Westfalen bereichert. Hierfür bedanke ich mich sehr herzlich.“ Die Entwicklung in der Eifel könne laut Krischer auch Beispiel für andere Regionen sein: „Diese Erfolgsgeschichte hier in der Eifel möchten wir fortschreiben und auch anderen Regionen ermöglichen. Hierzu haben wir ein landesweites Findungsverfahren für einen zweiten Nationalpark gestartet, das allen Regionen Nordrhein-Westfalens offensteht. Als Land unterstützen wir interessierte Regionen mit Informations- und Dialogangeboten und haben zugesagt, geeignete Flächen in einen Nationalpark einzubringen.“

Mehr als 11.300 Arten nutzen Nationalpark als Lebensraum

Das Großschutzgebiet in der Eifel wurde 2004 als erster und bislang einziger Nationalpark in Nordrhein-Westfalen gegründet. Er umfasst rund 110 Quadratkilometer und gilt als „Entwicklungs-Nationalpark“, da in einer Übergangszeit noch Maßnahmen zur Renaturierung und Förderung natürlicher Lebensräume umgesetzt werden.

Waren anfangs im Schutzgebiet 230 gefährdete Arten bekannt, konnten Forscherinnen und Forscher mittlerweile mehr als 2.600 Rote-Liste-Arten nachweisen, die im Nationalpark wertvollen Lebensraum finden. Insgesamt leben in dem Schutzgebiet an der belgischen Grenze sogar mehr als 11.300 Arten. Biber, Milane, Mauereidechsen, Wildnarzissen und auch typische Arten für alte Wälder wie der „Urwald-Pilz“ Ästiger Stachelbart nutzen den Nationalpark als Lebensraum. Auch das Vorkommen von Spechten als Charaktervögel naturnaher Wälder verdeutlicht die Bedeutung des Nationalparks.

Zu den Maßnahmen zur Steigerung der Naturnähe gehören die Pflanzung heimischer Baumarten und die Renaturierung von Gewässern. Große Fortschritte konnte die Nationalparkverwaltung gemeinsam mit der Biologischen Station StädteRegion Aachen e.V. im LIFE+ Projekt „Wald – Wasser – Wildnis“ erzielen. Mit Förderung der EU konnten dabei über 500 Einzelmaßnahmen zur Renaturierung von Wald- und Wasserlebensräumen und zur Entwicklung von Offenlandlebensräumen umgesetzt werden. Rund 80 Kilometer Fließgewässer wurden so wieder durchgängig und naturnäher.

Erfolgsgarant für die ganze Region

Dr. Lutz Dalbeck, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat und Mitarbeiter der Biologischen Station im Kreis Düren, blickte mit einem Vortrag auf „20 Jahre Wald, Wasser, Wildnis: Entwicklungen im Nationalpark Eifel“ zurück. Laut Dr. Dalbeck war der damalige Truppenübungsplatz Vogelsang, heute Kernstück des Nationalparks, zu früheren Zeiten ein weißer Fleck auf den Verbreitungskarten der Tiere und Pflanzen in Nordrhein-Westfalen. Doch schon bald habe sich der hohe Wert für den Naturschutz herausgestellt.

Bei der letzten Erfassung wurden 98 Wildkatzen festgestellt, vermutlich sind es deutlich mehr als 100, die im Nationalpark einen Lebensraum finden. Das Wildkatzen-Vorkommen wurde mit Hilfe von Lockstöcken erfasst. Bei dieser Methode werden Holzpflöcke mit Baldriantinktur besprüht. Dadurch werden Wildkatzen angelockt, die sich an den Stöcken reiben und Haarproben hinterlassen. Diese werden anschließend genetisch untersucht, um die Anzahl der Individuen bestimmen zu können.

„In den ersten beiden Jahrzehnten konnten wir große Fortschritte bei der Renaturierung der natürlichen Lebensräume erzielen. Unter dem Motto „Natur Natur sein lassen“ findet die Natur nach und nach auf immer mehr Flächen in ihre eigenen Kreisläufe zurück. Für Besucherinnen und Besucher sind das spannende Erlebnisse, denn nur Nationalparke ermöglichen auf großer Fläche eine natürliche Entwicklung und gleichzeitig Naturerleben und Umweltbildung für die Menschen“, so Michael Lammertz, kommissarischer Leiter der Nationalparkverwaltung. Die Entwicklung der Natur zeigt nun auch eine Sonderausstellung „Wilde Bilder – 20 Jahre Wildnisentwicklung im Nationalpark Eifel“, die Minister Krischer gemeinsam mit Bärbel Höhn, der amtierenden Ministerin bei Nationalparkgründung, eröffnete. Sie zeigt 40 Bildpaare, die spannende Vorher-Nachher-Einblicke in die Entwicklung ausgewählter Naturstandorte gibt.

Die Ergebnisse der sozio-ökonomischen Untersuchung sieht Lammertz als Bestätigung, dass Naturschutz und Tourismus keine Gegensätze sein müssen, wenn sie von Anfang an gemeinsam gedacht und geplant werden. Wichtig sei, dass die Angebote mit den Schutzbestimmungen im Einklang stehen und Naturerlebnisse auch mit dem Umfeld gemeinsam realisiert werden, was durch die intensive Zusammenarbeit aller Beteiligten gut gelinge. Gute Beispiele sind der viertägige Wildnis-Trail, für den mittlerweile 8.240 Wanderer das Arrangement gebucht haben, und die jüngst vom Naturpark Nordeifel im Umfeld des Internationalen Sternenparks Nationalpark Eifel eingerichteten zehn SternenBlicke.

Hohe Akzeptanz und Zufriedenheit mit Nationalpark

Für die sozio-ökonomische Untersuchung unter Leitung von Dr. Stefan Türk (Deutsche Sporthochschule Köln) und Assoc. Prof. Dr. Arne Arnberger (Universität für Bodenkultur Wien) erfolgten automatische Gästezählungen und Interviews mit 1.640 Gästen des Nationalparks. Ausgewertet haben die Wissenschaftler auch, welche Bedeutung der Nationalpark für die Reiseentscheidung hatte. Diejenigen Nationalpark-Touristinnen und -Touristen im engeren Sinne, bei denen der Nationalpark eine große oder sehr große Rolle bei der Reiseentscheidung spielt, machen mittlerweile 77 Prozent der Besuche aus (27 Prozent im Jahr 2007).

Bemerkenswert sind auch die Zufriedenheit mit dem Nationalpark und die hohe Akzeptanz des Schutzgebietes. 99 Prozent der befragten Gäste würden einen Aufenthalt im Nationalpark Eifel weiterempfehlen, 76,1 Prozent der Befragten sogar einen mehrtägigen Aufenthalt mit mindestens fünf Tagen in der Region. 93,7 Prozent aller Befragten waren mit dem Nationalpark als Erholungsgebiet sehr zufrieden oder zufrieden. 89,5 Prozent der einheimischen Nationalparkgäste ist die Existenz des Großschutzgebietes wichtig oder sehr wichtig.

Weiter stärken möchte der Nationalpark gemeinsam mit den Verkehrsverbünden und der Region den öffentlichen Personennahverkehr. Denn trotz der Verbesserungen bei den Freizeitbuslinien durch bessere Taktungen und der Einführung einer neuen Linie („Kermeter-Shuttle“) bevorzugen Gäste die Anfahrt mit dem eigenen Auto (85,3 Prozent), lassen dies während des Aufenthaltes jedoch gerne stehen und nutzen den ÖPNV.

Umfangreiche Umweltbildungs- und Naturerlebnisangebote

Für Besucherinnen und Besucher bietet der Nationalpark ein gut beschildertes Wegenetz von insgesamt 240 Kilometern, Ausstellungen und vielfältige Umweltbildungs- und Naturerlebnisangebote. Neben den hauptamtlichen Rangern unterstützen mehr als 100 ehrenamtlich tätige Waldführerinnen und Waldführer den Nationalpark und führen Gruppen auf ganz individuellen Touren durch das Schutzgebiet. Auch für Schulen, Kinder- und Jugendgruppen gibt es vielfältige Programme: Von der Junior-Ranger-Schulung über Nationalpark-Schulen und -Kitas bis hin zu den Tages- und Mehrtagesprogrammen der Wildnis-Werkstatt, des Nationalpark-Zentrums und des Jugendwaldheims. Gastronomie- und Übernachtungsbetriebe im Umfeld des Nationalparks Eifel haben zudem an der Zertifizierung zu Nationalpark-Gastgebern teilgenommen.

Großes Jubiläumsfest am 10. März

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums hat die Nationalparkverwaltung eine über das Jahr verteilte öffentliche Veranstaltungsreihe geplant. Am 10. März findet im Nationalpark-Zentrum Eifel ein großes Jubiläumsfest statt. An diesem Tag ist nicht nur der Eintritt in die dortige Erlebnisausstellung Wildnis(t)räume frei, sondern es gibt von 10.00 bis 17.00 Uhr auch ein buntes Programm für Jung und Alt. Dazu zählen unter anderem Kinder-Theater, Poetry-Slam, Rangerführungen, Bastelwerkstatt und die Multimedia-Präsentation „Wildes Namibia“.

Neue digitale Broschüre über den Nationalpark Eifel

Mit einer interaktiven und multimedialen Broschüre lädt das Umweltministerium Nordrhein-Westfalen dazu ein, den Nationalpark Eifel virtuell zu entdecken. Unter www.nationalpark-digital.nrw bündelt die digitale Broschüre „Nationalpark Eifel – Der Wildnis auf der Spur“ vielfältige Informationen und Interaktionen zum Lesen, Stöbern, Klicken, Staunen und Rätseln. Eine Mischung aus Texten, Bildern, aber auch Audios und Filmclips führt durch die Datei. Ein Teil der Broschüre richtet sich dabei speziell an Kinder.