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Wirtschaft

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im April 2021

Region/Berlin, 14.04.2021 – Die wirtschaftliche Lage präsentiert sich im April zweigeteilt: Während die Dienstleistungsbereiche nach wie vor durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie eingeschränkt sind, zeigt sich die Industriekonjunktur vergleichsweise robust. Der industrielle Ausstoß ist im Februar und Januar zwar gesunken, aber die Gründe hierfür sind nicht in einer mangelnden Nachfrage zu sehen, sondern beruhen auf Lieferengpässen von Halbleiterprodukten, die die Produktion in der Automobilindustrie beeinträchtigte. So stehen dem Rückgang bei der Produktion eine positive Entwicklung bei den Auftragseingängen und sehr zuversichtliche Exporterwartungen gegenüber. Die Stimmung in den Unternehmen ist so gut wie lange nicht mehr. Die wirtschaftliche Aktivität in vielen Dienstleistungsbereichen bleibt derweil von den Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung geprägt, wenngleich auch hier zuletzt etwas mehr Zuversicht zu beobachten war. Das zunehmende Tempo der Impfkampagne erhöht die Hoffnungen auf ein baldiges Zurückfahren der Beschränkungen. Die weitere Entwicklung der Wirtschaft hängt nun maßgeblich davon ab, wie nachhaltig das Infektionsgeschehen kontrolliert werden kann und wie schnell damit weitere Lockerungen möglich werden.

Im Rückblick hat die konjunkturelle Erholung des zweiten Halbjahrs 2020 im Schlussquartal 2020 durch eine zweite Pandemiewelle und den daraufhin vorgenommenen Maßnahmen zur Eindämmung deutlich an Schwung verloren. Dennoch wird für das Gesamtjahr 2021 ein Aufschwung erwartet, auch wenn die dritte Welle der Pandemie vermutlich für ein schwaches erstes Vierteljahr sorgen wird. Umso stärker können jedoch die Wachstumsimpulse sein, wenn die Beschränkungen aufgehoben werden und alle Einwohner ein Impfangebot bekommen haben. Dann dürfte auch der zuletzt schwächelnde private Konsum wieder anziehen, der besonders stark auf soziale Kontakte angewiesen ist. Gleichzeitig zeigt sich der deutsche Außenhandel und die damit eng verbundene Industriekonjunktur robust. Auch der Arbeitsmarkt konnte trotz der Belastungen durch die Pandemie eine Frühjahrsbelebung verzeichnen. Die Arbeitslosigkeit sank im März saisonbereinigt leicht um 8.000 Personen.

Weltkonjunktur zunehmend auf Erholungskurs

Die Weltkonjunktur erholt sich zunehmend, auch wenn sie immer noch im Schatten der Pandemie steht. Die globale Industrieproduktion stieg im Januar zum neunten Mal in Folge gegenüber dem Vormonat (+1,7 %). Damit übertraf der weltweite industrielle Ausstoß sein Vorkrisenniveau inzwischen merklich. Der Anstieg des Welthandels hat sich im Januar deutlich beschleunigt (+2,6 %) und lag ebenfalls spürbar über seinem Vorkrisenniveau. Auch die Stimmungsindikatoren sprechen für eine weitere Erholung der Weltwirtschaft. Der zusammengesetzte Einkaufsmanagerindex von J. P. Morgan/IHS Markit legte im März nochmals zu und notierte bei 54,8 Punkte (Februar: 53,2 Punkte); er bewegt sich damit klar oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Insbesondere die Stimmung bei den Dienstleistern machte einen deutlichen Sprung nach oben und lag nur noch knapp hinter den Erwartungen in der Industrie. Ein Grund für die zuversichtlichere Stimmung dürften die weltweiten Impfkampagnen sein.

Ausfuhren und Einfuhren im Plus

Der deutsche Außenhandel legt insgesamt zu. Der Wert der Waren- und Dienstleistungsexporte stieg im Februar gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt und nominal um 1,1 %, nach einem Plus von 2,2 % im Januar. Im Zweimonatsvergleich ergab sich ein spürbarer Zuwachs von 2,5 %. Die Einfuhren erhöhten sich im Februar deutlich um 2,7 %, nachdem sie im Januar allerdings einen Dämpfer erhalten hatten (-1,0 %). Im Zweimonatsvergleich kam es zu einem Plus von 0,5 %.

Auch auf nationaler Ebene spiegeln sich die Beschränkungen aufgrund der Pandemiebekämpfung kaum in den Frühindikatoren zur Außenwirtschaft wider, die von der Industrie dominiert wird. Der Saldo der ifo Exporterwartungen für das Verarbeitende Gewerbe stieg im März erneut kräftig an und erreichte seinen höchsten Wert seit Januar 2011. Die Auftragseingänge aus dem Ausland gingen im Februar nur leicht zurück (‑0,5 %), im Januar hatten sie jedoch deutlich zugelegt (+3,2 %). Der Ausblick für den deutschen Außenhandel ist somit insgesamt positiv, insbesondere angesichts der guten Konjunktur in Asien und den Vereinigen Staaten. Auch der Euroraum hat zuletzt wieder etwas an Fahrt gewonnen.

Industriekonjunktur vergleichsweise robust

Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ist im Februar gegenüber dem Vormonat erneut zurückgegangen, was aber maßgeblich auf Sondereffekte zurückzuführen war. Der Ausstoß sank um 1,6 % nach einem Minus von 2,0 % im Januar. Die Industrie verzeichnete zuletzt einen Rückgang um 1,8 % (Januar: -0,4 %), wobei die Kfz-Produktion aufgrund von Engpässen im Halbleiterbereich noch einmal stark zurückging (-7,0 %). Die Erzeugung im Baugewerbe verringerte sich auch im Februar noch einmal witterungsbedingt um 1,3 %, nachdem sie im Januar einen kräftigen Dämpfer erhalten hatte (-10,5 %). Im Zweimonatsvergleich Februar/Januar gegenüber Dezember/November ergaben sich durchweg negative Raten: Der Ausstoß im Produzierenden Gewerbe sank um 1,9 %, in der Industrie um 0,6 % und im Bau um kräftige 8,8 %.

Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe nahmen indes im Februar erneut um 1,2 % zu. Damit überschritten sie ihr Niveau vom Februar 2020, dem letzten Monat vor Ausbruch der Pandemie, den fünften Monat in Folge. Den Ausschlag für den Anstieg gab diesmal die Inlandsnachfrage (+4,0 %), während die Aufträge aus dem Ausland um 0,5 % sanken. Insbesondere die Bestellungen in den gewichtigen Wirtschaftszweigen Kraftfahrzeuge und Maschinen legten merklich um 3,4 % bzw. 2,2 % zu. Bereinigt um Großaufträge nahmen die Auftragseingänge um 1,5 % zu. Im Zweimonatsvergleich erhöhten die Ordereingänge leicht um 0,5 %.

Für einen positiven Ausblick für die Industriekonjunktur sprechen die Verbesserung des ifo Geschäftsklimas und die gute Entwicklung der Auftragseingänge. Unsicherheiten verbleiben allerdings durch den weiteren Verlauf des Pandemiegeschehens.

EINZELHANDEL WEITERHIN DURCH SCHLIESSUNGSVERFÜGUNGEN BELASTET

Die Umsätze im Einzelhandel ohne Kfz haben sich aber zuletzt wieder etwas erholt. Im Februar sind die Umsätze gegenüber dem Vormonat leicht um 1,2 % gestiegen, nachdem die Verschärfung der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung die Verkäufe im Januar und Dezember stark beeinträchtigt hatten (Januar: -6,5 %; Dezember:
-8,0 %). Die Entwicklung in den einzelnen Branchen des Einzelhandels verlief weiterhin sehr unterschiedlich. Nach wie vor war der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren von der Schließung vieler Einzelhandelsgeschäfte besonders betroffen, während der Internet- und Versandhandel gegenüber dem Vorjahr deutliche Umsatzsteigerungen verzeichnete. Der Handel einschließlich Kfz nahm im Januar gegenüber dem Vormonat kräftig um 11,5 % ab, nachdem er bereits im Dezember um 3,6 % zurückgegangen war. Die Neuzulassungen von Pkw durch private Halter erholten sich im März jedoch spürbar und legten um 11,7 % zu (Februar: +5,1 %). Nach dem Auslaufen der temporären Senkung der Umsatzsteuersätze zu Jahresbeginn war es im Januar zu einem kräftigen Minus von 50,9 % gekommen.

Die ifo Geschäftserwartungen im Einzelhandel haben sich im März weiter von dem massiven Einbruch im Januar erholt. Auch beim GfK Konsumklima zeichnete sich eine Verbesserung ab. In die Umfragen zu den beiden Frühindikatoren dürften aber die erneute Verlängerung des Lockdowns und die zuletzt wieder deutliche Zunahme des Infektionsgeschehens zum größten Teil noch nicht mit eingeflossen sein.

Das Verbraucherpreisniveau hat sich im März gegenüber dem Vormonat um 0,5 % erhöht, nach Steigerungsraten von 0,7 % bzw. 0,8 % im Februar und Januar. Die Inflationsrate, die Preisniveauentwicklung gegenüber dem Vorjahr, lag im März bei 1,7 % nach 1,3 % bzw. 1,0 % in den beiden Monaten zuvor. Im zweiten Halbjahr 2020 hatte die Inflationsrate aufgrund der temporären Senkung der Umsatzsteuersätze fast durchgehend im negativen Bereich gelegen. Weitere Gründe für den sprunghaften Anstieg der Inflationsrate zu Beginn des Jahres sind die Erholung der Import- und Rohstoffpreise sowie die Einführung der CO2-Bepreisung. Während die gestiegenen Energiepreise im letzten Jahr noch den Auftrieb des Verbraucherpreisniveaus gebremst haben, tragen sie inzwischen spürbar dazu bei. Nach Auslaufen dieser Sondereffekte dürfte sich Auftrieb des Verbraucherpreisniveaus wieder abschwächen. Eine nachhaltige Erhöhung der Teuerungsrate ist nicht zu erwarten. Die Kerninflationsrate (ohne Energie und Nahrungsmittel) lag im März wie schon im Februar und Januar bei +1,4 % (Dezember: +0,4 %).

Arbeitsmarkt zeigt frühjahrsbelebung

Am Arbeitsmarkt ist es im Frühjahr trotz Belastungen durch die Pandemie zu einer Belebung gekommen. Diese könnte sich im Zuge von Verbesserungen beim Infektionsgeschehen sogar noch verstärken. Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie ist der Arbeitsmarkt allerdings immer noch stark von der Krise geprägt. Die Arbeitslosigkeit verringerte sich im März saisonbereinigt leicht um 8.000 Personen und die Unterbeschäftigung um 10.000 Personen. Nach den Ursprungszahlen sank die Arbeitslosigkeit deutlich um 77.000 auf 2,83 Personen. Der Vorjahresabstand belief sich auf +492.000 Personen. Die Erwerbstätigkeit nahm im Februar saisonbereinigt geringfügig um 13.000 Personen ab, die Nachfrage nach Arbeitskräften hat sich jedoch im März belebt. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung stieg im Januar saisonbereinigt leicht um 4.000 Personen an. In Kurzarbeit waren im Januar laut Hochrechnung erneut etwas mehr Personen (2,85 Mio.). Die Anzeigen für Kurzarbeit deuten darauf hin (rund 197.000 vom 1. Bis 25. März nach 535.000 im Februar und 975.000 im Januar), dass es zu einer weiteren Zunahme kommen könnte, aber die Zahl der Personen in Kurzarbeit deutlich unter dem Niveau vom Frühjahr letzten Jahres bleiben sollte. Die umfragebasierten Frühindikatoren von IAB und ifo entwickelten sich im März spürbar positiv und erreichten ihre höchsten Werte seit Februar 2020. Während es in der Industrie zu ersten Neueinstellungen kommt, sind im Einzelhandel weiter Entlassungen insbesondere bei Minijobs zu verzeichnen.

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Generationen-Brücke sendet Frühlingsgrüße an Senioren

Alsdorf, 14.04.2021 – Auch während der Corona-Pandemie pflegt das städtische Familienzentrum Mariadorf-Blumenrath, Kita Pestalozzistraße, den seit langem bestehenden Kontakt zum Seniorenheim Haus Stephanie . Die Verbindung zwischen Alt und Jung, das Miteinander und voneinander Lernen, ist ein Bestandteil des pädagogischen Konzepts der Kita.

Eltern, Kinder und Mitarbeiterinnen haben mitgeholfen, und fleißig die Bastelscheren und Klebestifte geschwungen. Foto: Stadt Alsdorf

So ist die Idee entstanden, den Seniorinnen und Senioren zu Beginn des Frühjahrs erneut eine kleine Freude zu bereiten. Eltern, Kinder und Mitarbeiterinnen haben mitgeholfen, und fleißig die Bastelscheren und Klebestifte geschwungen. Damit auch recht viele Bewohner des Seniorenheimes beglückt werden konnten, hatte die Kita Pestalozzistraße ihre Verbundeinrichtung, die Kita Straßburger Straße, um Verstärkung gebeten. Diese war gerne bereit, dieses schöne Projekt zu unterstützen. Somit war es einer Mitarbeiterin der Kita Pestalozzistraße möglich, mit zwei Frühlingskisten voller selbstgebastelter Oster- und Frühlingsdekorationen das Seniorenheim zu besuchen.

Mit Freude und Tränen in den Augen nahmen einige der älteren Menschen stellvertretend für ihre Mitbewohner kreativ gestaltete Blumen, Vögel, Schmetterlinge und selbstgemalte Bilder entgegen. Dank vieler großzügiger Elternspenden konnten zudem alle Bewohner mit Schokoladeneiern erfreut werden. Ein starkes Zeichen, dass die enge Verbundenheit zwischen den Generationen auch in schwierigen Zeiten bestehen bleibt! (apa)

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DEHOGA Präsident Haumann: „Der Entwurf ist enttäuschend und bedarf dringend der Anpassung“

Region/Bad Kreuznach, 13.04.2021 – Infektionsschutzgesetz: „Notbremse 100“ bremst auch pandemiebekämpfende Maßnahmen und Urteile aus. „Der Entwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes, über den heute im Bundeskabinett entschieden werden soll, ist enttäuschend“, erklärt Gereon Haumann, Präsident des DEHOGA Rheinland-Pfalz. „Es ist zu begrüßen, wenn die Bundesregierung sich heute im 13. Monat „mit Corona“ für einheitliche, und damit für den Bürger – Gast wie Unternehmer – einfachere Regelungen einsetzt. Der vorgelegte Entwurf missachtet jedoch offenkundig die zu Corona-bedingten Schließungen und Beschränkungen bereits ergangene Rechtsprechung“, so Präsident Gereon Haumann.

Der Gesetzesentwurf sieht u. a. eine Untersagung touristischer Übernachtungen vor, wenn am Wohnort des Gastes ein 7-Tages-Inzidenzwert von 100 oder höher vorliegt. Damit würde de facto das von zahlreichen Gerichten im vergangenen Jahr bereits kassierte Beherbergungsverbot wieder aufleben. Ein solches Beherbergungsverbot ist weder angemessen noch erforderlich. Eine negative Testung bei Anreise aus einem Risikogebiet, erst recht eine generelle Testpflicht, ebenso der Nachweis eines Impfschutzes sind hier geeignete und vorhandene Mittel, um eine – aus welchem Reiseanlass auch immer – sichere Anreise und einen sicheren Aufenthalt des Gastes zu gewährleisten. Präsident Gereon Haumann: „Ehrlich gesagt ist für mich völlig unverständlich, wie Politik sich derart von der Rechtsprechung entkoppelt. Wir haben es doch alle schwarz auf weiß, dass solche Beherbergungsverbote gegen Artikel 12 des Grundgesetzes verstoßen“.

Der Gesetzentwurf sieht des Weiteren neben einer Ausgangssperre von 21 – 5 Uhr ab einer 7-Tages-Inzidenz von 100 in einem Landkreis weitere Verschärfungen vor, so etwa Verschärfung der Kontaktregeln für Privathaushalte und umfassende Untersagungen der Ausübung von Geschäftstätigkeiten. Für die Gastronomie ist die Untersagung von Gastronomie und Betriebskantinen enthalten; lediglich Abhol- und Lieferdienste wären dann für die Gastronomie noch zulässig. Der Gesetzentwurf stellt klar, dass der Bund künftig alles regelt, was ab einer Inzidenz von 100 gilt, die Länder was unter 100 gilt.

Auch für uns steht die Sicherheit von Mitarbeitern und Gästen immer an oberster Stelle. Uns geht es nicht um Öffnungen um jeden Preis, sondern wir fordern eine Abkehr von dem „Dogma des Inzidenzwertes“. Wir fordern die Zulässigkeit der „sicheren“ Kontakte. Es macht doch keinen Sinn – ganz unabhängig von der Frage der rechtlichen Unzulässigkeit – Kontakte von Personen, von denen keine Infektionsgefahr ausgeht und von Personen, für die keine Infektionsgefahr besteht, zu verbieten und damit unsere Betriebe weiter zwangsgeschlossen zu halten. Das Pandemiegeschehen lehrt uns – ganz fachübergreifend -, dass die Schließung von gastgewerblichen Betrieben keine signifikante Änderung des Infektionsgeschehen mit sich bringt. Den einzigen „Schutz“ in der Pandemie bieten Impfung, Testung und eine effiziente Nachverfolgung von Kontakten durch Einsatz digitaler Kontakterfassungssysteme. „Es ist bedauerlich, dass Politik nach 13 Monaten „mit Corona“ aus den gemachten Erfahrungen und Erkenntnissen der Forschung und Wissenschaft so wenig gelernt haben will“, so der Präsident des DEHOGA Rheinland-Pfalz Gereon Haumann.

„Es liegt dann in der Verantwortung der Länder, Öffnungsschritte bei Erreichen eines Inzidenzwertes unter 100 zu erarbeiten“, betont Präsident Haumann, „dabei erwarten wir Gleichbehandlung mit allen anderen Branchen, in denen auch Kontakte stattfinden.“

Der DEHOGA Rheinland-Pfalz erwartet von der Politik eine maßvolle und von wissenschaftlichen Erkenntnissen getragene gesetzgeberische Gestaltung der Instrumentarien des Infektionsschutzrechtes. Das Grundgesetz, und damit auch das Grundrecht der Berufsfreiheit und der unternehmerischen Tätigkeit (Ausübung des eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetriebes) sind von unserer Gesetzgebung hierbei stets zu beachten.

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Änderung des Infektionsschutz-Gesetzes ist beschlossene Sache im Bundeskabinett

Region/Berlin, 13.04.2021 – Das Bundeskabinett hat sich heute am Dienstagmorgen des 13. April 2021 auf eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes verständigt. Landkreise und kreisfreie Städte müssen ab einem 7-Tage Inzidenzwert von über 100 unter anderem nächtliche Ausgangssperren verhängen. In Zukunft gelten demnach bundesweit einheitliche Vorgaben, wie zB. Ausgangssperren zwischen 21:00h und 05:00h und Ladengeschäfte, die nicht dem täglich Bedarf dienen, müssen flächendeckend in ganz Deutschland schließen. Ebenso Freizeiteinrichtungen, wie zB. Museen, Theater und Zoos. Ab einer Inzidenz von 200 müssen Schulen ihren Präsenzunterricht einstellen.

Jetzt muss die Gesetzesvorlage noch vom Bundesrat bestätigt werden.

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Zwei-Millionen-Bauprojekt in Lückerath

Mechernich-Lückerath, 13.04.2021 – Die „Schoßbachstraße“ ist Hauptverbindungsweg zwischen Lückerath und Schützendorf und Zubringer für Schulbusse und Elternautos zur städtischen Mechernicher Grundschule am Bleiberg. Umso fataler klingt es, dass diese Straße wegen Um- und Ausbauarbeiten demnächst bis Mitte des Jahres 2022 voll gesperrt werden soll.

Doch die Stadtverwaltung Mechernich hat Vorsorge getroffen – und über einen breit ausgebauten Wirtschaftsweg („Käferweg“) und eine neue asphaltierte Baustraße eine provisorische Verbindung zur Schule und zur Nahtstelle zwischen den Dörfern Lückerath und Schützendorf angelegt – allerdings nur für Busse, da sonst die Sicherheit an der Schule nach Expertenmeinung nicht mehr gewährleistet sei. Auch die Schulbushalte wird verlegt – von der Schoßbachstraße auf den bisherigen Lehrerparkplatz.

An der Nahtstelle zwischen Lückerath und Schützendorf (v.r.): Schulrektorin Sonja Daniels, Schulhausmeister Michael Pelster, Stadtingenieur Jörg Nußbaum und sein Kollege Werner Regh vom Ingenieurbüro Rudi Mießeler. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Die Zuwegung zweigt an der L 169 von der B 266 kommend vor dem Ortseingang Lückerath nach rechts auf einen breiten gepflasterten Wirtschaftsweg, den sogenannten „Käferweg“ ab. In Höhe der Grundschule wurde über die Weidegründe eines Lückerather Landwirts eine geteerte Verbindungsstraße zum früheren Lehrerparkplatz der Schule geschaffen.

Diese rechtwinklige Verbindung zwischen Landesstraße 169 und Schule ist eine Einbahnstraße (siehe Grafiken). Die Schulbusse biegen dann rechts auf die Sankt-Michael-Straße Richtung Schützendorfer Ortsmitte ab und gelangen über die Alte Schulstraße nach Heufahrtshütte zur Bundesstraße 266.

Der auf zwei Millionen Euro taxierte Straßenausbau der Schoßbachstraße einschließlich Kanal, Wasserleitung, Strom und Telefon mit Erneuerung aller Hausanschlüsse sowie Ausbauten auf dem Schulgelände (Lehrerparkplatz, Kleinspielfeld, „Kiss & Drop“-Area) beginnt am Montag, 12. April.

  1. April bis Mitte Mai halbseitig

„In der ersten Bauphase kommen wir aber noch ohne Vollsperrung aus“, sagte Jörg Nußbaum, der Ingenieur der Stadtwerke, der die Pläne bei einem Ortstermin gemeinsam mit seinem Kollegen Werner Regh vom Ingenieurbüro Rudi Mießeler vorstellte. Bis Mitte Mai könne der Verkehr halbseitig weiter über die Schoßbachstraße fahren.

Mitte Mai bis Ende Juni plant die bauausführende Firma Backes Kanalerneuerungs- und Bachverrohrungsarbeiten am Mühlenbach in Schützendorf, die zur Verhinderung künftiger Hochwasserschäden in Schützendorf dienen. Während dieses Bauabschnitts kann die Schoßbachstraße bis fast zu den Sommerferien wieder beidseitig befahren werden.

Ab Ende Juni tritt aber dann der bis Mitte 2022 vorausgesagte Ernstfall ein – die Vollsperrung der Schoßbachstraße für ein ganzes Jahr. „Wir werden so planen, dass die Anlieger zu ihren Grundstücken gelangen können“, so Werner Regh. Fußgängerbetrieb soll ebenfalls möglich bleiben.

Die Sanierung der Schoßbachstraße in Lückerath von Grund auf war in mehreren Ausbauvarianten in einer Versammlung mit den Anliegern diskutiert worden. Die alte Asphaltdecke ist seit Jahrzehnten marode, Gehwege sind überhaupt nicht vorhanden. Selbst der Fußweg der Schulkinder über mehrere Hundert Meter erfolgte bislang auf einem provisorischen Schotterbett, das auch noch von Anliegern als Parkbucht genutzt wird.

Die Einmündung von der Landesstraße 169 in Lückerath an der Kreuzung Schoßbachstraße/Neustraße soll mit Beeten und einer Bank ausgestattet werden. Dort knüpft das neue 1,5 Meter breite Trottoir der Schoßbachstraße bis zur Schule an die seit 50 Jahren vorhandenen und von den Anliegern mitfinanzierten Gehwege der Neustraße an.

Drei Schulbus-, eine Taxi-Bushaltestelle

Neben dem Gehweg entsteht außerdem ein Streifen mit Parkbuchten für die Anlieger, so Jörg Nußbaum (Stadtwerke) und Werner Regh (MR Ingenieursgesellschaft). Dazwischen sei reichlich Grün vorgesehen. In Höhe der Grundschule werde Platz für drei Schulbus- und eine TaxiBus-Haltestelle geschaffen.

Außerdem soll auf der Grünfläche vor der Einrichtung eine Rampe für Fahrradfahrer und Rollstuhlfahrer errichtet werden, die direkt zum Eingang führt. Neu ist eine separate „Kiss-and-Drop“-Spur für Eltern und Kinder, die mit dem Pkw zur Katholischen Grundschule Lückerath kommen, um ihre „Pänz“ direkt vor der Schule abzusetzen.

Wie Jörg Nußbaum dem Mechernicher „Bürgerbrief“ sagte, nutze die Stadtverwaltung Mechernich die Straßensanierung der Schoßbachstraße, um weitere Infrastrukturverbesserungen auf dem erweiterten Schulgelände anzupacken. Die sollen über das NRW-Förderprogramm „Gute Schule 2020“ finanziert werden.

Geplant sind ein Kleinspielfeld (Sportplatz) und ein neuer Lehrer- und Angestelltenparkplatz hinter der Turnhalle mit etwas mehr als 25 Stellplätzen. Zehn weitere Parkplätze befinden sich an der „Kiss-and-Drop“-Zone vor dem Schulgebäude an der Schoßbachstraße.

Begegnungsverkehr mit Bussen sei auf der in Zukunft 5,50 Meter breiten Fahrbahn der Schoßbachstraße „kein Problem“, versicherte MR-Planer Werner Regh beim Ortstermin mit Jörg Nußbaum, Schulleiterin Sonja Daniels und Grundschul-Hausmeister Michael Pelster.

In Höhe der Grundschule werde die Fahrbahn auf 3,75 Meter verengt, um den Verkehr „einzubremsen“, so Regh: „Damit die Kinder vernünftig die Straße überqueren können“. Die neue provisorische Zuwegung für drei Schulbusse morgens vor 8 Uhr, drei Busse um 11.45 Uhr und zwei Busse um 13 Uhr sowie  Lehrerpersonal und Elternautos hielten die Ingenieure beim Ortstermin für unproblematisch. Es dauere erfahrungsgemäß nur wenige Tage, bis sich die Leute an die neue Verkehrsführung gewöhnt hätten, so Jörg Nußbaum.

Eltern, die ihre Autos beim Bringen der Kinder längere Zeit abstellen wollten, so Werner Regh, „müssen sich eben in Schützendorf entlang der Straßen einen Parkplatz suchen.“

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Tourismus

Zweimal 4 Sterne für Monreal

Monreal/Vordereifel, 13.04.2021 – Ferienwohnung von Familie Schoor erneut ausgezeichnet. Mittlerweile schon zum dritten Mal in Folge konnten die Ferienwohnungen „Löwenburg“ und „Philippsburg“ von Anneliese und Heiner Schoor in Monreal erfolgreich klassifiziert werden. Schon seit ihrer Erstklassifizierung im Jahr 2015 erhalten die beiden Ferienwohnungen in der Bahnhofstraße, kontinuierlich alle 3 Jahre, jeweils 4 Sternen nach den Kriterien des Deutschen Tourismusverbandes (DTV). Dieses tolle Ergebnis konnte auch in diesem Jahr von Svenja Schulze-Entrup vom Touristik-Büro Vordereifel bestätigt werden. Somit sind erneut alle vier Ferienunterkünfte der Familie Schoor – die Ferienwohnungen „Philippsburg“, „Löwenburg“ und „Wolfsberg“ sowie das Ferienhaus „Anneliese“ – mit 4 Sternen klassifiziert.

Die beiden Ferienwohnungen „Löwenburg“ und „Philippsburg“ liegen im Erdgeschoss bzw. im 1. und 2. Obergeschoss eines komplett sanierten Einfamilienhauses nur rund 200 Meter vom historischen Monrealer Ortskern entfernt.

Die im Erdgeschoss gelegene Ferienwohnung „Philippsburg“ bietet auf rund 47 m² Platz für maximal 2 Personen. Die hell und freundlich eingerichtete Wohnung verfügt über ein Schlafzimmer, eine voll ausgestattete Küche sowie ein Badezimmer.

Die Ferienwohnung „Löwenburg“ liegt im 1. und 2. Obergeschoss des Gästehauses und hat mit einer Größe von rund 70 m² ausreichend Platz für 4 Personen. Sie ist mit einer großen Küche, einem geräumigen Badezimmer mit Badewanne und einer separaten Toilette sowie zwei Schlafzimmern ausgestattet.

Ein Gartenhäuschen mit Liegen, Grill und Sonnenschirm laden, gerade im Sommer, zum gemütlichen Beisammensein ein.

Von ihrem modern und komfortabel ausgestatteten Urlaubsdomizil aus, können die Gäste nicht nur Ausflüge zum nahegelegenen Nürburgring, an den Rhein oder die Mosel unternehmen, sondern auch den Traumpfad „Monrealer Ritterschlag“ erwandern oder bei einer Fahrradtour das idyllische Elztal erkunden. Durch seine Bahnanbindung ist Monreal außerdem mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.

Auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Vordereifel Alfred Schomisch, zeigte sich erfreut über die erneute erfolgreiche Klassifizierung und dankte den engagierten Gastgebern für ihr langjähriges Engagement.

An einer Klassifizierung nach den Kriterien des DTV interessierte Unterkunftsbetriebe, können sich gerne unverbindlich telefonisch 02651 800 959 oder per E-Mail s.schulze-entrup@vordereifel.de an das Touristik-Büro Vordereifel wenden.

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Landesförderung für Jülich bewilligt – Rund 4,5 Mio. Euro für Innenstadt und Pumptrack-Anlage

Jülich, 13.04.2021 – Gute Nachrichten aus dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. Im Städtebauförderprogramm für das Jahr 2021 ist Jülich gleich zweimal vertreten. „Ich freue mich sehr über die Bewilligung unserer Projekte und danke dem Land NRW herzlich für diese Unterstützung. Nun können wir unsere städtebaulichen Planungen weiter konkretisieren und mit der Umgestaltung des Marktplatzes in die Umsetzung gehen,“ sagte Bürgermeister Axel Fuchs strahlend.

InHK:

Die im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes (InHK) geplanten Maßnahmen in der Jülicher Innenstadt werden für das Jahr 2021 mit rund 4,2 Mio. Euro gefördert. Dazu gehören die Erstellung des Integrierten Handlungskonzeptes und eines Freiraum- und Lichtkonzeptes, Öffentlichkeitsarbeit, Citymanagement, Bauberatung, Einrichtung eines Citybüros und die Umgestaltung des Marktplatzes samt dem angrenzenden Kirchenumfeld.

Pumptrack-Anlage:

Insbesondere für Kinder und Jugendliche wird die in der Nähe des Karl-Knipprath-Stadions geplante Pumptrack-Anlage attraktive sportliche Möglichkeiten bieten. Die Idee wurde von jungen Jülicher Pumptrack-Fans an die Stadt herangetragen. Durch die jetzt bewilligte Förderung in Höhe von 333.000 Euro im Rahmen des „Investitionspakts zur Förderung von Sportstätten“ wird die Umsetzung dieser Maßnahme nun endlich möglich.

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„Testen für alle“ im Landkreis Vulkaneifel

Daun, 13.04.2021 – Bereits seit dem 08. März setzt der Landkreis Vulkaneifel die Vorgabe des Bundes nach kostenlosen Schnelltests im Rahmen des Projektes „Testen für alle“ um und bietet kostenlose Antigen Schnelltests für alle Einwohner des Landkreises Vulkaneifel an. Mit den Schnelltests ist es möglich, innerhalb kurzer Zeit festzustellen, ob jemand ohne Symptome mit COVID-19 infiziert ist. Alle Beteiligten im Landkreis Vulkaneifel wollen damit einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, Infektionsketten aufzuspüren und schneller zu unterbrechen.

Kostenlose Testungen in Daun, Gerolstein, Jünkerath, Hillesheim, Gillenfeld und Uersfeld

Auf Grund der erhöhten Nachfrage aus der Bevölkerung werden die freiwilligen und kostenlosen Antigen-Schnelltests zukünftig wieder montags, mittwochs und freitags an den 6 Standorten im Landkreis von 16:00 – 19:00 Uhr angeboten.

Hier ein Überblick über die einzelnen DRK/DLRG – Teststationen im Landkreis Vulkaneifel:

DRK-Teststation Daun

Gäste und Veranstaltungszentrum Forum Daun, (Unterer Nebeneingang), Leopoldstrasse 5, 54550 Daun

DRK-Teststation Gerolstein

Fuchsbau (Richtung Büschkapelle), 54568 Gerolstein

DRK-Teststation Hillesheim

Handwerkerstr. (Nähe Polster Moritz), 54576 Hillesheim

DRK-Teststation Uersfeld

Bürgersaal, Schulstraße, 56767 Uersfeld

DRK/DLRG-Teststation Gillenfeld

Mehrzweckhalle Gillenfeld, Schulstrasse 12, 54558 Gillenfeld

DRK-Teststation Jünkerath

Glaadter Str. 12, 54584 Jünkerath

Eine vorherige Anmeldung für die kostenlosen Schnelltests ist nicht notwendig. Lediglich der Personalausweis oder Reisepass muss mitgebracht werden.

Personen mit Symptomen sollten Hausarzt oder Corona Ambulanzen aufsuchen

Das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Vulkaneifel verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass Personen mit typischen COVID-19 Symptomen nicht per Schnelltest getestet werden. In diesem Fall soll direkt der Hausarzt oder die Corona-Ambulanzen telefonisch kontaktiert werden.

AHAL-Regeln gelten weiterhin

Darüber hinaus sollte auch bei vorliegendem negativem Schnelltest keine falsche Sicherheit aufkommen. Die Schnelltests bieten eine sehr gute Möglichkeit, unerkannte und asymptomatische Infektionen zu entdecken und somit eine weitere Verbreitung zu unterbrechen. Sie sind jedoch immer nur eine Momentaufnahme. Die aktuell geltenden Abstands- und Hygieneregeln sowie die Regularien der Kontaktbeschränkungen lt. Aktueller Corona-Bekämpfungsverordnung bzw. je nach Inzidenzwert zusätzlicher Allgemeinverfügung gelten unangetastet selbstverständlich weiterhin.

Apotheken und Ärzte

Darüber hinaus gibt es niedergelassene Ärzte und Apotheken im Landkreis, die ebenso dieses Angebot täglich anbieten. Eine Übersicht finden Sie sowohl unter www.vulkaneifel.de als auch unter corona.rlp.de/de/testen.

Darüber hinaus steht ein „Mobiles Testzentrum“ – eingerichtet in einem ehemaligen Feuerwehrfahrzeug – zur Verfügung.

Ansprechpartnerin ist Melanie Scholzen,

DRK-Kreisverband Vulkaneifel e. V., m.scholzen@vulkaneifel.drk.de, Tel.: 06592/9500-21

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Am Johannes-Sturmius-Gymnasium Schleiden haben die Arbeiten des zweiten Bauabschnitts begonnen

Schleiden, 13.04.2021 – Nachdem vor den Osterferien die Baustelleneinrichtung fertiggestellt wurde, wird seit dem 29. März der Verbindungsgang zwischen den Gebäudeteilen B und C am Johannes-Sturmius-Gymnasium Schleiden abgerissen. Bis zum Ende der Woche soll dieser vollständig zurück gebaut sein.

Anschließend wird am Eckbereich zwischen dem Gebäudeteil A an der Blumenthaler Straße und der ehemaligen Aula eine Wandscheibe sowie das vorhandene Treppenhaus abgebrochen. Dort entsteht später der neue Eingang zur Stadtbibliothek und Bürgerhalle. Durch den Einbau eines Aufzuges sind auch diese beiden Bereiche künftig barrierefrei zugänglich.

Für viele Schüler*innen und Lehrkräfte, vor allem aber für viele Ehemalige stellt der Verbindungsgang eine sehr bleibende Erinnerung dar: Zum einen musste er häufig mehrmals am Schultag durchquert werden und zum anderen bot der Glasgang einen Überblick über den Schulhof, das Bahngelände, zur Mensa und auf fast alle Gebäudeteile; eine kleine Abwechslung zum Schulalltag. „Das neue multifunktionale Gebäude mit einer Freiraumklasse samt Terrasse, welches an dieser Stelle errichtet wird, wird noch einen viel besseren Überblick bieten“, verspricht Erster Beigeordneter Wolter. „Der vorübergehende Umweg während der Bauphase wird sich also lohnen.“

Nach den Abbrucharbeiten geht es nahtlos mit den Rohbauarbeiten für die neue Bürgerhalle und die Stadtbibliothek weiter.

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Kinder-Tagesstätten im Kreis Ahrweiler erhalten 2,3 Millionen Euro zusätzlich

Ahrweiler, 13.04.2021 – Mit der Umsetzung des neuen Kita-Gesetzes Rheinland-Pfalz erhält der Kreis Ahrweiler als verantwortlicher Träger der öffentlichen Jugendhilfe jährlich zusätzliche Landesmittel in Höhe von rund 1,36 Millionen Euro. Der Kreis beteiligt sich ab Sommer mit weiteren 924.000 Euro pro Jahr. Das sogenannte Sozialraumbudget ermöglicht dem Jugendamt, den Trägern und den Kitas durch den Einsatz von Personal eine zusätzliche Steuerung und Schwerpunktbildung, um Kindern und deren Eltern eine wohnortnahe und bedarfsgerechte Förderung und Unterstützung zukommen zu lassen. Über die konkrete Ausgestaltung und den Einsatz der Mittel hat aktuell der Jugendhilfeausschuss auf Grundlage eines von der Verwaltung ausgearbeiteten Konzepts beraten und dieses einstimmig beschlossen.

„Insbesondere im Hinblick auf die großen Herausforderungen, die unsere Kindertagesstätten aufgrund der Corona-Pandemie seit über einem Jahr mit Bravour meistern, freuen wir uns, dass nun ab Sommer weitere Fördermittel gezielt vor Ort eingesetzt werden können und damit den individuellen Bedarfen von Kindern und Eltern Rechnung getragen werden kann“, betont Landrat Dr. Jürgen Pföhler.

Der größte Anteil – rund 1,74 Millionen Euro – soll direkt an die Kita-Träger weitergegeben werden, um individuelle Maßnahmen vor Ort umsetzen zu können. Schwerpunkte können beispielsweise in der inklusiven, interkulturellen Arbeit oder in der Netzwerkarbeit gesetzt werden. Darüber hinaus sollen ab Juli 2021 zwei Kita-Sozialarbeiterinnen beziehungsweise -Sozialarbeiter im Kreis eingesetzt werden, um Träger, Kitas und Eltern im Sinne der Chancengerechtigkeit zu beraten und zu unterstützen. Erprobt werden soll die Umsetzung des Konzepts zunächst über drei Jahre.