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Stadt Aachen bietet Online-Info-Veranstaltung zum Handlungs-Konzept Wohnen am 04. Mai

Aachen – Aachen ist ein bedeutender Hochschul- und Forschungsstandort, der von zunehmendem Wachstum geprägt ist. Dies ist einerseits in Bezug auf das verfügbare Wohnungsangebot eine Chance, gleichzeitig aber auch eine besondere Herausforderung für den Wohnungsmarkt. Vor diesem Hintergrund haben der Planungsausschuss sowie der Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss im Sommer 2019 den Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration beauftragt, das städtische Handlungskonzept Wohnen im Rahmen einer Hochschulkooperation und der Beteiligung einer Vielzahl von Wohnungsmarktakteur*innen fortzuschreiben. Das kommunale Handlungskonzept ist dabei ein Analyse- und Planungsinstrument, das dazu dient, lokale Entwicklungsprozesse zu analysieren und auf dieser Basis zukunftsorientierte Strategien und Maßnahmen für den lokalen Wohnungsmarkt zu entwickeln.

Alle Aachener Bürger*innen sind jetzt im Rahmen der Fortschreibung des Handlungskonzepts Wohnen eingeladen, am Dienstag, 4. Mai, von 17 bis 19 Uhr an der Onlineveranstaltung „Perspektiven für einen Aachener Weg“ zum Ergebnisbericht des Lehrstuhls für Planungstheorie und Stadtentwicklung der RWTH Aachen (PT RWTH) teilzunehmen. Als Ansprechpartner*innen stehen Lehrstuhlinhaberin Professor Dr. Agnes Förster sowie hochrangige Vertreter*innen der Stadt Aachen zur Verfügung. Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen und Bürgermeister Norbert Plum, Vorsitzender des Wohnungs- und Liegenschaftsausschusses, werden die Veranstaltung, die auf dem städtischen YouTube-Kanal unter https://www.youtube.com/user/aachenonline1 zu verfolgen ist, eröffnen.

Der PT RWTH wird dabei die Ergebnisse, Analysen und Handlungsempfehlungen der zurückliegenden Projektphase vorstellen. Im vergangenen Jahr hatten sich zu diesem Zweck eine Vielzahl an Wohnungsmarktakteuren aus Sozialverbänden, Mieterschutz, Wohnungswirtschaft, Gewerkschaft, Politik und Verwaltung sowie interessierte Aachener*innen im Rahmen eines digitalen Kick-Offs, einer breiten Öffentlichkeitsbeteiligung und drei Fachforen zusammengefunden und den partizipativen Prozess, trotz der Corona-Pandemie bedingten Einschränkungen, weiter vorangetrieben.

Fragen und Anmerkungen können bereits im Vorfeld sowie während der Veranstaltung schriftlich per E-Mail an handlungskonzeptwohnen@mail.aachen.de geschickt werden. Darüber hinaus ist es möglich, im Rahmen der Kommentarfunktion während der YouTube-Übertragung entsprechendes Feedback zu übermitteln.

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Die Zeiger stehen auf Zukunft

Düren – Die Kreise Düren und Rhein-Erft stärken ihre Zusammenarbeit. Der Ausstieg aus der Braunkohle ist beschlossene Sache. Das erste Kraftwerk, das im Rahmen des Kohleausstiegs vom Netz gehen soll, befindet sich im Herzen des Rheinischen Braunkohlereviers, in Bergheim-Niederaußem. In den kommenden Jahren steht insbesondere die Region um die Tagebaue Garzweiler, Inden sowie Hambach vor der großen Herausforderung, die Folgen des Kohleausstiegs abzufedern und die Chancen des Strukturwandels für sich zu nutzen.

Für die Landräte Wolfgang Spelthahn und Frank Rock ist eine gute kommunale und überregionale Zusammenarbeit die Grundvoraussetzung für die Weiterentwicklung des Rheinischen Reviers. Die Landräte des Kreises Düren und des Rhein-Erft-Kreises trafen sich daher zu einem intensiven Austausch über die künftige Kooperation und die gemeinsamen Ziele der regionalen Entwicklung.

In den beiden Kreisen leben insgesamt etwa 740.000 Menschen, also rund ein Drittel der Bevölkerung des Rheinischen Reviers. Die Kreise Düren und Rhein-Erft sind geografische Nachbarn und in der Gesamtfläche von vergleichbarer Größe. Die im Hinblick auf den Braunkohleausstieg wohl gewichtigste Gemeinsamkeit besteht in ihrer direkten Nähe zu den Tagebauen Hambach und Inden. Dabei reicht der Tagebau Hambach, mit einer Betriebsfläche von 4.563 ha, weit in die Kreisgebiete hinein. Der Tagebau Inden, mit einer Betriebsfläche von 1.650 ha, befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Hambacher Tagebau, auf dem Gebiet des Kreises Düren.

Nicht erst mit dem Ende der Braunkohleverstromung im Jahr 2038, sondern bereits in den kommenden Jahren wird und soll sich hier vieles verändern.

Mit dem Forschungszentrum und dem Brainergy-Park in Jülich hat der Kreis Düren bereits wichtige Bildungsstrukturen geschaffen. „Das Gelingen des Strukturwandels wird davon abhängen, dass wir überregionale Innovationsprozesse anstoßen und begleiten“, sagte Wolfgang Spelthahn, Landrat des Kreises Düren. „Dank nennenswerter Erfolge aus der jüngsten Vergangenheit stehen die Zeiger in beiden Kreises bereits heute auf Zukunft“, betonte Frank Rock, Landrat des Rhein-Erft-Kreises. So seien zum Beispiel Projekte wie das Blockchain-Reallabor vom Frauenhofer-Institut in Hürth, das Quirinus Projekt von SME in Elsdorf oder der Foodcampus Elsdorf realisiert oder ein finaler Förderzugang gefunden worden.

Einen wichtigen Entwicklungsprozess sehen die beiden Landräte dabei auch im Landschafts- und Naturschutz. Die im März durch die NRW-Landesregierung beschlossene Leitentscheidung sieht den Erhalt des Hambacher Forstes und der umliegenden Waldflächen vor. „Nach den langen Auseinandersetzungen ist das eine gute Nachricht“, befinden die beiden Landräte.

„Gerade in weitgehend ländlich geprägten Kreisen wie den unseren hängt die Innovations-geschwindigkeit maßgeblich von der Entwicklung neuer Mobilitätsstrategien ab“, sagt Landrat Rock. „Wir wünschen uns für die Zukunft, dass im Rheinischen Revier ein Transformationsprozess stattfindet, der nicht nur einzelne Projekte in leere Landschaften stellt, sondern die Erreichbarkeit dieser Punkte berücksichtigt. Insbesondere im Hinblick auf die Attraktivität neu entstehender Arbeitsplätze bedarf es einer stärkeren Vernetzung der gesamten Region.“

Doch nicht nur die Verkehrsinfrastruktur soll sich in den nächsten Jahren weiter verbessern. Auch digital soll die Region enger vernetzt werden. Zudem soll auch die Nutzung und Zurverfügungstellung von Stoffen gesichert werden, die erst in einigen Jahren tatsächlich genutzt werden. „Wir müssen heute schon an morgen denken und beispielsweise die Forschung mit wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen voranbringen. Hierzu haben entsprechende Projekte angestoßen, zum Beispiel die Produktion von grünem Wasserstoff“, erläutert Landrat Spelthahn weiter.

Als einen zentralen Pfeiler des Strukturwandels sehen die beiden Landräte die Bildung. Die Studie „Wissen und Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmen der Initiative BioökonomieREVIER Rheinland, beauftragt vom Forschungszentrum Jülich und durchgeführt vom Institut für Arbeit und Technologie Gelsenkirchen, unterstreicht die hohe Bedeutung der Thematik. Hierzu gehört auch das bereits im Kommissionsbericht als Leuchtturm benannte Projekt „TH Campus Rhein-Erft“, in welchem die Fachkräfte für den anstehenden Transformationsprozess im gesamten Rheinischen Revier und darüber hinaus ausgebildet werden sollen.

Wichtige Weichen für den Weg in den Strukturwandel sind gestellt und eine Fülle von Optionen bieten sich an. Dass diese für die beiden Kreise Düren und Rhein-Erft nutzbar werden, hängt unmittelbar auch an den nächsten Entscheidungen von Bundes- und Landesregierung. Fest steht für die beiden Landräte Spelthahn und Rock dabei, dass die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen den vielen Akuteren auch in den nächsten Jahren vertrauensvoll fortgesetzt und intensiviert werden soll.

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Wirtschaft

Rating-Agenturen bestätigen Bonität des Landes Nordrhein-Westfalen

Region/Düsseldorf – Stabile Ratings auch in der Krise. Finanzminister Lutz Lienenkämper: Unsere solide und verlässliche Haushaltspolitik ist der richtige Weg. So bleibt Nordrhein-Westfalen Aufsteigerland. Die drei großen Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch sind sich einig: Sie bestätigen den haushaltspolitischen Kurs der Landesregierung. Bereits im Februar dieses Jahres wurde dem Land von der Agentur Standard & Poor’s erneut mit der Note „AA“ eine hervorragende Bonität attestiert. Jetzt schließen sich auch Moody’s und Fitch in ihren aktuellen Mitteilungen dieser Einschätzung an. Damit liegt das Land Nordrhein-Westfalen bei allen drei Agenturen im Spitzenbereich. Auch im weiteren Ausblick bewerten die Ratingagenturen die Kreditwürdigkeit des Landes, trotz der aktuellen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie, als stabil.

Im Jahr 2019 hatte Standard & Poor’s die Landesbonität von „AA-“ auf „AA“ heraufgestuft. Damit hält das Land zum ersten Mal nach über 15 Jahren diese Bonitätsstufe.

„Die Beurteilungen der unabhängigen Ratingagenturen bestätigen erneut, dass diese Regierung mit ihrer soliden und verlässlichen Haushaltspolitik den richtigen Weg eingeschlagen hat“, kommentiert Lutz Lienenkämper, Minister der Finanzen. „Mit der Haushaltswende, Rekordinvestitionen in die Zukunft unseres Landes und dem NRW-Rettungsschirm geben wir eine starke Antwort auf die aktuellen Herausforderungen. Wir haben ein stabiles Fundament geschaffen, auf das wir uns, gerade in der aktuellen Corona-Pandemie, stützen können. So bleibt Nordrhein-Westfalen Aufsteigerland.“

Der aktuelle Haushaltsplan für das Jahr 2021 hat ein Volumen von rund 84,1 Milliarden Euro und setzt erneut klare Schwerpunkte: Die Rekordsumme von rund 8,7 Milliarden Euro investiert die Landesregierung vorwiegend in zentrale Bereiche wie Kinder und Familie, Innere Sicherheit, Schule und Bildung, Digitalisierung und Infrastruktur, Wissenschaft und Forschung, das Gesundheitssystem sowie das Rheinische Revier. Durch die Fortführung des NRW-Rettungsschirms wird sichergestellt, dass Nordrhein-Westfalen auch im kommenden Jahr weiterhin flexibel auf die Herausforderungen der Pandemie reagieren und ihre direkten und indirekten Folgen finanzieren kann. Gleichzeitig behält die Landesregierung die langfristige Entwicklung im Blick und beabsichtigt schon für das Jahr 2023 auf Entnahmen aus dem Rettungsschirm zu verzichten. Bereits ab 2024 plant die Landesregierung den Einstieg in die konjunkturgerechte Tilgung der für den NRW-Rettungsschirm aufgenommenen Kredite.

„Eine stabile Haushaltsarchitektur mit Verlässlichkeit und Planungssicherheit war schon immer unser Anspruch. An diesem Kurs halten wir konsequent fest“, betont Minister Lienenkämper.

Hintergrund:

Die Agenturen Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch gehören zu den führenden Ratingagenturen weltweit. Sie bewerten und analysieren Wirtschaftsunternehmen, Banken, Staaten und Länder hinsichtlich ihrer Bonität. Dabei liegt der Fokus auf der Haushaltsführung, dem Schuldenstand und der wirtschaftlichen Gesamtlage unter Berücksichtigung der institutionellen Rahmenbedingungen.

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Tourismus

Schneller Überblick mit der Erlebniskarte des Natur- und Geoparks Vulkaneifel

Gillenfeld/Vulkaneifel – In der bereits veröffentlichten “Erlebniskarte Ausflugsziele” sind alle wichtigen Geopunkte und darüber hinaus auch die touristischen Ziele im Natur- und Geopark Vulkaneifel verzeichnet. Die Karte ist auf der Webseite www.geopark-vulkaneifel.de aufrufbar. Als klassische Faltkarte ist diese bei den Touristinformationen erhältlich oder kann bei der Geschäftsstelle des Natur- und Geoparks angefordert werden.

Der Natur- und Geopark hat gemeinsam mit der Ortsgemeinde im Rahmen der Umsetzung des Natur- und Geopark
Handlungsprogramms auch eine Karte in Form einer Infotafel am Platz vor der Touristinformation in Gillenfeld installiert. Die Infotafel bietet Gästen und Einheimischen den schnellen Überblick über die lohnenswerten Ziele der näheren Umgebung.

Ortsbürgermeister Karl-Heinz Schlifter freut sich über die neue Infotafel, die jetzt die örtliche Touristinformation um ein frei zugängliches Angebot erweitert.

“Mit der Erlebniskarte können wir zeigen, dass Gillenfeld und seine vulkanische Umgebung ein bedeutender Teil des Natur- und UNESCO Global Geoparks Vulkaneifel ist”.

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Top-Events

Das Öcher Schängche feiert am 4. Mai seinen 100. Geburtstag

Aachen – Inspiriert nicht zuletzt durch ein Gastspiel des bekannten Puppenspielers Ivo Puhonny im Aachener Kurhaus gründeten fünf Puppenspielliebhaber 1921 die „Aachener Marionettenspiele“, die am 4. Mai 1921 in der Hartmannstrasse im Saal der Gaststätte „Zur Maus“ mit dem „Großen historischen Puppenspiel mit Gesang, Tanz und Keilerei: Der Teufel in Aachen oder Et Schängche köllt der Krippekratz“ von Will Hermanns eröffnet wurden – übrigens bis heute zu das traditionelle Eröffnungsstück jeder Spielzeit. Der Bildhauer Alfred Pieper, der Kunstmaler Willi Kohl, der Zeitungswissenschaftler Will Hermanns, der Dekorateur Hein Lentzen und der Ingenieur Joseph Lausberg waren nicht nur durch die Freude am Spiel mit Figuren motiviert, sondern wollten mit künstlerischer Aktivität auch dem „jugend- und volksverderbenden Sensationsfilm“ etwas entgegensetzen und den Mitbürgern mit kleinem Geldbeutel anspruchsvolles Theatererlebnis ermöglichen.

Als Hauptinitiator schrieb Will Hermanns (1885-1958) die ersten Theaterstücke für die neue Bühne und kreierte damit die bis heute maßgeblichen Hauptfiguren: das alterslose, gewitzte Schängche, seine Freundin et Jretche, die als rabiates, großmäuliges und schimpfwütiges Marktweib mit gutem Kern agierende Tant Hatzor, die Freunde Nieres und Veries wie auch den Polizisten Noppeney und nicht zuletzt den Teufel Krippekratz.

Eine digitale Festschrift

Aus diesem Anlass erscheint genau 100 Jahre später, nämlich am 4. Mai 2021, eine digitale Festschrift, die alle Fans des „Öcher Herzbuben Schängche“ unter www.oecherschaengche.de sowie unter www.barockfabrik-aachen.de downloaden können. Sie enthält zahlreiche Glückwünsche und Gratulationen und zeigt unter anderem Einblicke ins Schängche-Archiv, holt Erinnerungen an die Anfangszeiten der Puppenbühne nach vorne, erzählt von spannenden Gastspielen und hochkarätige Auszeichnungen sowie von unterhaltsamen Anekdoten.

Zum Repertoire des Stabpuppenspiels „Öcher Schängche“ gehören neben Märchenadaptionen, Aachener Sagen und Kinderstücken auch Stücke für Erwachsene, darunter Kriminalstücke und eine jährlich zu Karneval stattfindende Puppen-Karnevalssitzung. Für ihre Verdienste um die Aachener Mundart wurde die Bühne 1986 mit dem Thouet-Mundartpreis der Stadt Aachen ausgezeichnet.

Neben der Stockpuppenbühne in Lüttich und dem „Hännesche Theater“ in Köln ist das „Öcher Schängche“ eine Bühne, die auf die große Zeit des Figuren- und Puppentheaters verweist, aus dem schon Johann Wolfgang von Goethe Motive für „Faust“ geschöpft hat.

Das dauerhafte Domizil

In seiner wechselvollen Geschichte hatte das „Öcher Schängche“ insgesamt acht Spielstätten. Im Winter 1981/1982 erfolgte schließlich der finale Umzug vom Jugendheim Kalverbenden in das dauerhafte Domizil in der Barockfabrik am Löhergraben, dem heutigen Kulturhaus Barockfabrik in Trägerschaft der Stadt Aachen. 1989 löste der bis dahin bereits als Spieler tätige Otto Trebels Matthias Stevens in der künstlerischen Leitung ab, die er bis heute innehat. Peter Reuters spielt seit vielen Jahre die Figur des Schängche.

Der schlaue Holzkopf

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen sagt im Grußwort der Broschüre: „Im traditionellen Stabpuppenspiel Aachens werden Puppentheater und Öcher Mundart auf so wunderbare, herzliche und auch humorvolle Art kombiniert, dass man immer mit einem Lächeln die jeweiligen Vorstellungen verlässt.“ Die städtische Kulturdezernentin Susanne Schwier erklärt: „Der schlaue Holzkopf, in dem sich Mentalität, Alltagswitz, Humor und Schlagfertigkeit der Aachener spiegeln, begleitet mich seit dem ersten Tag meines Amtsantritts in der Stadt Karls des Großen. Er bereitet Jung und Alt Freude. Die Öcher Mundart wird zwar benutzt, aber stets so, dass auch Zugezogene verständnisvoll mitlachen dürfen.“

„Das Schängche ist unverwechselbar, also fast so bedeutend wie Karl der Große“, betont Olaf Müller, der Leiter des Kulturbetriebs der Stadt Aachen, mit einem Augenzwinkern. „Schängche hat an vielen Orten gespielt. In der heutigen Stadtbibliothek und im Ballsaal des Alten Kurhauses zum Beispiel, bis er 1982 sein Domizil im heutigen Kulturhaus Barockfabrik beziehen konnte“, erklärt Irit Tirtey, Kaufmännische Geschäftsführerin des Kulturbetriebs, die in ihrem Grußwort dem gesamten Ensemble der Stadtpuppenbühne und nicht zuletzt dem Künstlerischen Leiter Otto Trebels dankt.

Die Tradition gemeinsam in die Zukunft tragen

Die Aufgaben des Spielleiters dieser Bühne sind vielfältig und anspruchsvoll, wie Trebels erklärt. „Auf der einen Seite ist die Tradition des klassischen Stabpuppenspiels zu bewahren. Auf der anderen Seite müssen aber die Veränderungen der Hör- und Sehgewohnheiten des Publikums, die Weiterentwicklung der Mundart, die modernen Möglichkeiten der heutigen Bühnentechnik und die Herausforderungen für das jeweilige Ensemble beachtet werden“, betont Trebels. Junge Mitspieler für das Ensemble zu gewinnen und die Tradition gemeinsam in die Zukunft zu tragen, das ist der große Wunsch des Leiters zum besonderen Geburtstag „seiner“ Puppenbühne. Glückwünsche erreichten ihn und sein Team vom Hänneschen-Theater Köln über das theater rosenfisch bis hin zur Augsburger Puppenkiste.

Corona-bedingt wird das 100-jährige Jubiläum Anfang Mai lediglich digital gefeiert. Aktuell laufen jedoch schon die Planungen für einen Nachholtermin der verschobenen Jubiläumsfeierlichkeiten am 19. September.

Wer mag, kann bis dahin dem Schängchen und seinen hölzernen Freunden aus der Stadtpuppenbühne auch auf @ Kulturhaus Barockfabrik auf Facebook und Instagram folgen.

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Kreiseltern-Ausschuss nimmt Arbeit auf

Region/Mayen-Koblenz – 15 Mitglieder umfasst der neue Kreiselternausschuss des Landkreises Mayen-Koblenz, der im März gewählt wurde und nun seine Arbeit aufgenommen hat.

Der Ausschuss vertritt die Interessen der Eltern, deren Kinder eine Kindertageseinrichtung besuchen, auf Kreisebene und darüber hinaus. Die Eltern freuen sich auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Landkreis und seinen Gremien. Sie möchten sich in Zukunft einbringen und die Weiterentwicklung der Kita-Landschaft im Kreis begleiten.

Ziel des Kreiselternausschusses ist es auch, Prozesse und Neuerungen im Kreis für alle Kita-Eltern transparent zu machen.

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Wirtschaft

REACT EU: Kommission genehmigt Corona-Strukturhilfen für Nordrhein-Westfalen

Region/Düsseldorf – Wirtschafts- und Digitalminister Pinkwart: Erste Projektaufrufe starten diese Woche. Die Europäische Union unterstützt die Mitgliedsstaaten in der Corona-Krise dabei, die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Pandemie abzufedern. Die EU-Kommission hat nun im Eiltempo Strukturhilfen aus dem europäischen Aufbauprogram REACT-EU genehmigt und leistet damit einen wichtigen Beitrag für ein nachhaltiges und klimafreundliches Wachstum in Nordrhein-Westfalen. Die Gelder sollen zusätzlich in der laufenden EU-Regionalförderung, dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), eingesetzt werden. Förderschwerpunkte sind Maßnahmen aus den Bereichen Digitalisierung von Bildung, Tourismus, klinische Gesundheits- und Medizinforschung sowie Klimaschutz. Unter anderem sollen Schulen in sozialen Brennpunkten mit Tablets und Laptops ausgestattet werden.

Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Minister Pinkwart: „Mit dem Aufbauprogramm REACT-EU setzt die Europäische Union ein wichtiges Zeichen der europäischen Solidarität und setzt alle Hebel in Bewegung, damit die wirtschaftliche Erholung in Europa zügig voranschreitet. Mit zielgerichteten Investitionen wollen wir insbesondere Kommunen, Universitätskliniken, Hochschulen sowie kleine und mittlere Unternehmen zukunftssicher aufstellen.“

Die Landesregierung startet bereits in dieser Woche mit zwei Förderaufrufen:

  • Ein „Ausstattungsprogramm zur Förderung der Digitalisierung in der klinischen Medizin- und Gesundheitsforschung“ hat vorrangig die klinisch relevante Spitzenforschung im Blick. Mithilfe innovativer, digitaler Geräte und neuer Auswertungstools sollen Effizienzgewinne, Synergieeffekte und Fortschritte in der medizinischen Spitzenforschung für Prävention, Diagnostik und Therapie erzielt werden.
  • Das zweite Förderprogramm „Innovationen im Bereich der Umweltwirtschaft“ unterstützt kleine und mittlere Unternehmen der Umweltwirtschaft in der schwierigen Marktlage bei notwendigen Investitionen in innovative Technologien und der Organisationsentwicklung.

Die REACT-EU-Mittel ergänzen das laufende EFRE-Programm in Nordrhein-Westfalen. Vorhaben müssen bereits bis März 2023 abgeschlossen sein. Weitere Informationen auch zu zukünftigen Förderaufrufen finden Sie unter: www.efre.nrw, Twitter: @efre_nrw

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Wirtschaft

#lustaufmayen macht Lust auf Mayen – ein Lebensgefühl als Videoserie

Mayen – Die MY-Gemeinschaft stellt Ihnen unter dem Motto #lustaufmayen seit einigen Wochen Mayener Unternehmen in kurzen Live-Videos vor. Vorstandsmitglied Guido Braun-Ragusa besucht Betriebe aller Branchen. So konnte er beispielsweise bereits das Team des Fitnessstudio „Fit-Up“, das „Hannis“ im HIT-Markt, die Profis von „Wir lieben Technik Geiermann“, die Forst- und Garten-Filiale der „Fa. Volz“ und die Familie Conrad, „Fa. Schwindenhammer“, live vorstellen.

Der Zuschauer gewinnt spannende Einblicke über die Personen hinter den Unternehmen, die hier und da ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern, die Unternehmensgeschichte und den beruflichen Alltag. Besonders im Mittelpunkt stehen natürlich die angebotenen Produkte bzw. die Dienstleistung. Wussten Sie zum Beispiel, dass Sie bei Rolf Schneider in der Goldschmiedewerkstatt selbst Eheringe herstellen können? Oder dass Susanne Faßbender von der „Fa. Lichtblitz“ für Sie ganz individuelle Lichtkonzepte erstellt? Mit Markus Kunkel von „MY CAREER“ befindet sich mitten in Mayen ein Spezialist für aktive Karriereplanung und Sie erfahren, wie unkompliziert Sie einen Corona-Schnelltest im Testzentrum der „Dr. Schlags Apotheke“ durchführen lassen können. Guido Braun-Ragusa nimmt Sie auch mit zu einer Modenschau mit dem Team von „Melly & Mod“ sowie einem Rundgang über den tollen Wochenmarkt auf dem Marktplatz!

Zusätzlich halten die Unternehmen noch ein Goodie für Sie bereit, eine kostenfreie Beratung, ein Rabatt oder ein kleines Geschenk beim nächsten Einkauf.

Lust auf Mayen bedeutet noch so viel mehr.  Lust auf schicke Mode, Lust auf gutes Essen & Trinken, Lust auf Beauty, Lust auf Fitness, Lust auf gemütliches Wohnen, Lust auf Gesundheit, Lust auf Lifestyle, Lust auf Reisen, Lust auf Veranstaltungen, Lust auf Erlebnisse, Lust auf persönliche Gespräche, Lust auf fühlen – riechen – schmecken- hören – sehen.

Und die Serie geht weiter! Seien Sie live dabei, wenn es am 30. April heißt #lustaufneueperpektiven beim Steuerbüro Jörg Einig, am 06. Mai #lustaufheimatbank bei der Volksbank RheinAhrEifel und am 14. Mai #lustauffotos bei BL-Foto

Die Folgen werden live auf der Facebook-Seite www.facebook.com/ilovemayen gesendet und sind im Anschluss auch auf der Instagram und Youtube bei den Accounts von „I love Mayen“ online und damit jederzeit abrufbar.

MAYEN mehr als nur eine Stadt

Sie sind Teil dieser Stadt und möchten sich als Unternehmer oder Dienstleister vorstellen, dann melden sich bei Guido Braun-Ragusa unter g.braun@my-gemeinschaft.de. Die Auswahl erfolgt entsprechend der Reihenfolge der Anmeldungen.

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Lebensraum für seltene Tierarten schaffen

Meckenheim – Biodiversität, insbesondere die Insektenvielfalt, und damit die entsprechende Pflege der städtischen Grünflächen rücken in den Mittelpunkt der engen Zusammenarbeit zwischen der Stadt Meckenheim und der Biologischen Station im Rhein-Sieg-Kreis. Ihr Ziel ist es, geeignete Lebensräume zu schaffen und dadurch die Population seltener Tierarten zu stärken. Ein wesentliches Instrument sind Rückschnitt und Mahd. Bei einem Vor-Ort-Termin oberhalb von Altendorf-Ersdorf thematisierten Ullrich Hagedorn, Leiter des Baubetriebshofes, Michaela Kempf vom städtischen Fachbereich Verkehr und Grünflächen und der für das Artenschutzprojekt Ameisenbläuling zuständige wissenschaftliche Mitarbeiter der Biologischen Station Steffen Steenken geeignete Maßnahmen.

Durch kluge Schnittintervalle „wollen wir den Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling wieder reetablieren“, erläuterte Steenken. Dem außergewöhnlichen Schmetterling soll der Weg von der Landesgrenze, wo er derzeit nahe Kalenborn beheimatet ist, zurück auf die Flächen unterhalb der Tomburg bereitet werden.

Ein klar definierter Zeitraum des Rückschnittes ist dabei von elementarer Bedeutung. „Um die Entwicklung der Raupe nicht zu gefährden, darf der Lebensraum des seltenen Insekts zwischen Anfang Juni und Mitte September nicht gemäht oder beweidet werden“, erklärte Steenken. In seiner etwa einmonatigen Flugzeit im Hochsommer benötigt der Schmetterling spezielle Nektarpflanzen wie den Großen Wiesenknopf, Knotenameisen und eine blühende Flora.

Den Wirtschaftswegen, die von Altendorf-Ersdorf Richtung Wald führen und vor allem deren Querverbindungen kommt eine besondere Bedeutung zu – genauer ihren Banketten und Gräben. Sie sollen in exakt festgelegten Zeitkorridoren gepflegt beziehungsweise geschnitten werden. Die erste Mahd muss im Mai abgeschlossen sein, damit sich die Wiesenknopf-Pflanze gegen andere Gräser durchsetzen, im späteren Verlauf des Sommers entwickeln und so dem Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling ein durchgängiges Angebot bieten kann. Viele weitere Insekten profitieren ebenfalls von dem breit angelegten Umweltschutzvorhaben, das sich über die als Natura2000-Gebiet definierten Wiesen unterhalb der Tomburg erstreckt.

Damit die Hecken am Straßen- und Wegesrand nicht zu sehr verbuschen, müssen auch sie in vorgegebenen Abständen mitunter bis auf den Stock gesetzt werden. „Natürlich immer im Einklang mit den in den Heckensystemen lebenden Tieren wie Neuntöter und anderen Brutvögeln“, ergänzte Michaela Kempf. Die fachgerechte Umsetzung der Vorgaben liegt in den geschulten Händen von Martin Curtius, dem Arbeitsgruppenleiter des städtischen Baubetriebshofes, und Edwin Paffenholz, der das Mähgerät mit größtem Fingerspitzengefühl zu steuern weiß. Beide hatten sich an dem intensiven Austausch mit Steffen Steenken rege beteiligt und ihre Erfahrungen aus der praktischen Arbeit eingebracht.

„Sämtliche Maßnahmen oberhalb von Altendorf-Ersdorf, aber auch jene im Stadtgebiet werden in regelmäßiger Abstimmung mit der Biologischen Station im Rhein-Sieg-Kreis durchgeführt, um den größtmöglichen Nutzen für Fauna und Flora zu erzielen“, betonte Ullrich Hagedorn.

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Westenergie fördert ehrenamtliches Engagement über Mitarbeiter-Initiative „aktiv vor Ort“

Zettingen – Neue Waldsofas für Wanderwege in Zettingen. Gemütliche Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein. Die Ortsgemeinde Zettingen im Landkreis Cochem-Zell ist von schönen Wanderwegen umgeben, die eine Verbindung zum Maifeld, ins Moseltal und in die Vulkaneifel schaffen. Um die Attraktivität dieser Wege zu steigern, haben sich freiwillige Helferinnen und Helfer aus Zettingen engagiert und an den schönsten Aussichtspunkten und Ruheplätzen der Wanderwege neue Waldsofas aufgestellt. Möglich gemacht hat dies das Energieunternehmen Westenergie mit seiner Aktion „aktiv vor Ort“ und einer Fördersumme in Höhe von 2.000 Euro. Projektpate Rainer Fuhrmann hatte seinen Arbeitgeber Westenergie erfolgreich um die finanzielle Förderung gebeten und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern aus Zettingen zahlreiche Arbeitsstunden in das Projekt investiert.

Zuerst haben die Frauen und Männer das Erdreich abgetragen und Fundamente ausgehoben. Anschließend haben sie Stützschuhe zum Befestigen der Waldsofas einbetoniert. Nach dem Aushärten des Betons wurden die Sofas fest verankert, die Einfassung verbaut und der Boden mit Basaltsplit verfüllt. Projektpate Rainer Fuhrmann ist stolz auf die geleistete Arbeit: „Mit den Waldsofas sind gemütliche Plätze zum Ruhen und Rasten an unseren Wanderwegen entstanden. Von dort aus können Wanderer die schöne Aussicht in die Eifeler Landschaft genießen.“

Ortsbürgermeister Johannes Hammes aus Zettingen bedankt sich bei Westenergie und ergänzt: „Ohne die finanzielle Unterstützung von Westenergie und den Einsatz der zahlreichen Helferinnen und Helfer hätten wir das Projekt in diesem Umfang nicht umsetzen können. Ein großes Dankeschön an alle für dieses tolle Engagement.“ Alle Arbeiten konnten in Eigenleistung und unter Beachtung der Hygiene- und Abstandsregelungen durchgeführt werden.

Bei „aktiv vor Ort“ handelt es sich um eine Initiative von Westenergie, bei der sich Mitarbeiter in ihrer Freizeit für ihre Mitmenschen engagieren. Wer selbst die Ärmel hochkrempelt und sich für einen guten Zweck in seinem Heimatort einbringt, erhält bis zu 2.000 Euro für das Projekt. Westenergie unterstützt so das soziale und ehrenamtliche Engagement seiner Mitarbeiter*innen.