Kategorien
Weitblick

Französische Austauschschüler aus Nyons sind zu Gast am Mechernicher Gymnasium Am Turmhof

Mechernich – Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick spricht, Marita Sayer übersetzt. Es wird ein Parforceritt durch die Mechernicher Geschichte, durch die Besonderheiten der Stadt und ihrer Ortsteile. Die französischen und deutschen Schüler hören aufmerksam zu. Es ist der erste Tag einer Woche, bei dem die Freundschaft zwischen Nyons und Mechernicher gelebt werden soll – mit einem bunt gemischten Programm im Stadtgebiet und darüber hinaus.

„Es ist an euch, an der jungen Generation, dass die Partnerschaft zwischen unseren Städten weiterlebt“, gab Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick den Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg. Er hatte gemeinsam mit Dezernent Ralf Claßen und Manuela Holtmeier, Teamleiterin Politik und Bürgermeisterbüro, zum Empfang im Ratssaal eingeladen.

Mit dabei waren der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Wilfried Hamacher, und sein Stellvertreter Andreas Sack. Begleitet wurden die Austauschschüler von der stellvertretenden GAT-Schulleiterin Rosemarie Antwerpen und Französisch-Lehrerin Inga Ketelhodt. Von französischer Seite waren Busfahrer Dominique Chauvet, seit Jahrzehnten der Partnerschaft eng verbunden, sowie die Lehrer Alexis Mantilaro, Frederic Dubois und eben Marita Sayer dabei.

Burgen, Kapelle, Bergbau

Die übersetzte wie Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick den Schülern von der römischen Wasserleitung berichtete, die Burgen Eicks und Satzvey präsentierte, Kommern als zweitgrößten Ortsteil vorstellte, die Bruder-Klaus-Kapelle thematisierte oder über das Freilichtmuseum, den Bergbau und die Zikkurat berichtete.

Aber ganz wichtig war es ihm eben, die wertvolle Partnerschaft zwischen Nyons und Mechernich zu betonen. Ein Beleg dafür sei etwa, dass vier der fünf Mechernicher Ehrenbürger aus Nyons stammten. „Wir Mechernicher kommen immer gerne zu euch nach Frankreich, wenn im Frühjahr dort schon die Sonne scheint, während hier der Winter ausklingt. Wenn wir dort die herzliche Gastfreundschaft genießen mit leckerem Rotwein und mit ein, zwei, vielleicht auch drei Pastis“, so das Mechernicher Stadtoberhaupt mit einem Schmunzeln.

Den 27 französischen Austauschschülern schien diese Anspielung auf die ortstypischen Getränke zu gefallen. Auch freuten sie sich über kleine Gastgeschenke, die es zum Abschluss des Empfangs gab. Anschließend ging es ins Rheinbacher Schwimmbad. Am Abend stand dann Bowling in der Zikkurat auf dem Programm.

Das Wochenende sollte ganz im Zeichen des Austauschs mit den Gastfamilien stehen, bevor die französischen Schülerinnen und Schüler in der Austauschwoche noch Düsseldorf besuchen, nach Köln zum Schlittschuhfahren in den Lentpark fahren, die Frechener Kletterhalle unsicher machen und zum Abschluss der Woche ein gemeinsames Grillen genießen.

Der Gegenbesuch ist derweil auch schon geplant. Am 6. März geht es für die Mechernicher GAT-Schüler in die französische Partnerstadt. Dann werden sie die wunderbare historische Altstadt genießen können. „Etwas, dass das einstige Mechernicher Bergbaudorf nicht zu bieten hat, weil die Strukturen doch alle aus jüngeren Zeit stammen“, sagte Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick. Aber so habe jede Partnerstadt diesseits und jenseits der Grenze einen ganz eigenen Charme, der die Verschwisterung zwischen Nyons und Mechernich ja auch zu etwas Besonderem mache.

Kategorien
Weitblick

Der Theaterverein Rinnen präsentiert Komödie „Es fährt kein Zug nach Irgendwo“ – Premiere am 24. Februar

Rinnen – Sind Sie schon mal schwer bepackt durch den Bahnhof gesprintet, weil das Abfahrts-Gleis spontan geändert wurde; oder durch einen Zug mit falscher Wagenreihung geirrt? Oder standen sie gar schon mal stundenlang in einem Zug mit einem Triebwerkschaden auf offener Strecke – im Hochsommer bei ausgefallener Klimaanlage? Fragen über Fragen.

„Klar, ist doch typisch Bahn“, werden die Besucher der Aufführungen des Theatervereins „Einigkeit“ Rinnen sagen, der jetzt vier Wochen lang Theaterfreunde in Rinnen, Gemünd, Harperscheid, Krekel und Kallmuth mit seinem aktuellen Stück „Es fährt kein Zug nach Irgendwo“ begeistern werden. Man könnte die Bahn-Komödie in drei Akten von Winnie Abel als Persiflage auf die Situation der Deutschen Bahn verstehen. Mit dem turbulenten, witzigen Theaterstück ist der 31-jährigen Journalistin und Komödienautorin eine rasante Fahrt ins Ungewisse gelungen.

Mit der Premiere von „Es fährt kein Zug nach Irgendwo“ am Samstag, 24. Februar im Bürgerhaus Rinnen, startet der Theaterverein „Einigkeit“ in die diesjährige Spielzeit. „Wir haben bereits im November mit ersten Leseproben begonnen“, umschreibt Geschäftsführer René Koder den Probefleiß der Laienschauspieler.

In den letzten Wochen hätten zweimal in der Woche Spielproben unter der Regie von Spielleiterin Lydia Rosenbaum auf dem Programm gestanden. Am Sonntag vor der Premiere, so Vorsitzender Andreas Bellgardt, habe von 10 bis 17 Uhr ein durchgehender Probemarathon stattgefunden, in dessen Verlauf das Stück zweimal komplett durchgeprobt worden sei. Die finale Generalprobe finde am Freitag, 23. Februar statt.

Bei den Probeabenden im Rinner Bürgerhaus geht es trotz des vielen Lernens recht locker und lustig zu. Spielleiterin Lydia Rosenbaum stellt eigens dafür Pflaumen-Likör her. „28 Flaschen für die laufende Spielzeit“, so Rosenbaum. Dabei trägt das Flaschen-Etikett den Titel des Stückes, wie in diesem Fall „Es fährt kein Zug nach Irgendwo“. Doch auch Schoko-Küsse, Chips, Pralinen und andere Naschereien gehören zur Nervennahrung des Ensembles.

Wie Spielleiterin Lydia Rosenbaum verrät, wird das Publikum mit ins Theatergeschehen einbezogen, wenn ein unglaubliches Nervenchaos seinen Lauf nimmt und eine wahre Bahn-Odyssee die Fahrgäste auf harte Geduldsproben stellt. Denn, genau dann, wenn man es eilig hat, verspätet sich der Zug oder er kommt gar nicht.

Das Bahnabenteuer beginnt, als der ICE 6948 infolge eines Schadens die Fahrgäste an einem trostlosen Provinzbahnhof zurücklassen muss; ohne Handyempfang, ohne Taxis und ohne Aussicht auf eine Weiterfahrt. Stattdessen erfahren sie, dass unter den Gestrandeten möglicherweise ein Psychopath ist. Irrungen und Verwirrungen nehmen ihren Lauf.

Mitreisende bei der spannenden Bahn -Odyssee sind vier Kegelschwestern (Christa Hilger, Astrid Koder, Theresa Rosenbaum, Elisabeth Servaty), die gehetzte Business-Frau Victoria (Sandra Meyer), der eigenwillige Verschwörungstheoretiker Hubert (Andreas Bellgardt), die abgedrehte Motivationstrainerin Sieglinde (Yvonne Felser), Klaus und Christa, ein Ehepaar, dessen Zug schon längst abgefahren ist (René Koder, Marina Janssen), Reinhold, der Landstreicher (Claude Piton), der Psychopath Rüdiger und der Tramper Jackson (Axel Chmielecki als Doppelrolle) sowie Konrad, der Polizist (Johannes Pütz).

Abseits der Bühne halten Spielleiterin Lydia Rosenbaum und Souffleuse Wolke Koder die Fäden in der Hand. Die entsprechende Bahnhofs-Kulisse wurde von den Bühnenbauern Sky Koder, Harald Boden, Tobi Siegert, Björn Janssen, Andreas Bellgardt, Axel Chmielecki, René Koder, Claude Piton und Johannes Pütz geschaffen.

Die Premiere von „Es fährt kein Zug nach Irgendwo“ findet am Samstag, 24. Februar, um 20 Uhr (Einlass 19 Uhr), im Bürgerhaus Rinnen statt. Eine Wiederholung an gleicher Stelle erfolgt am Sonntagnachmittag, 25. Februar, um 16 Uhr. Einlass ist dann bereits um 14.30 Uhr, weil der Verein dann zu Kaffee und Kuchen einlädt. Weitere Aufführungen, jeweils um 20 Uhr, finden statt am Samstag, 2. März, im Kursaal in Gemünd, am Samstag, 9. März, in Harperscheid und am Samstag, 16. März in Krekel. Die Aufführung am Samstag, 23. März, in Kallmuth ist bereits ausverkauft.

Der Erlös der Aufführungen, so Vorsitzender Andreas Bellgardt, werde für energetische Verbesserungen am Bürgerhaus verwendet, dass vom Theaterverein bewirtschaftet und unterhalten wird. (Reiner Züll)

Kategorien
Weitblick

„Magic Moments“ am 9. März im Köllenhof Wachtberg-Ließem

Wachtberg-Ließem – „Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann… und worüber zu schweigen unmöglich ist“. Dieser wunderschöne Satz des französischen Schriftstellers Victor Hugo beschreibt sehr treffend das musikalische Konzept von „Magic Moments“.

Das breitgefächerte Repertoire reicht von rhythmischem Swing–Klassikern über feurigen Latin – Jazz und Chansons bis hin zu gefühlvollen Balladen.

Rolf von Ameln am Piano, Guido Schwab am Kontrabass und Uli Schmidt am Schlagzeug bilden den Klangteppich, auf dem sich Bianca Mey’s emotionale Stimme voll entfalten kann. Emotion pur ist garantiert.

Die Musiker überzeugen durch energiegeladene Spielfreude und fantasievolle Improvisationen, „magische Momente“ inklusive. „Unsere Musik möchte unterhalten, Glücksmomente schenken, zum Träumen anregen oder vielleicht sogar Flügel verleihen.“

Überzeugen Sie sich selbst…erleben Sie magische Momente am Samstag, 09. März 2024 um 20.00 Uhr im Köllenhof.

Der Eintritt ist frei; der „Hut“ darf gerne voll werden.

Kategorien
Weitblick

Neuer Kunstraum im Aquis Plaza Aachen

Aachen – Im Untergeschoss des Einkaufszentrums Aquis Plaza wurde jetzt ein leerstehendes Ladenlokal im Rahmen des Fokusjahrs Adalbertstraße in einen künstlerisch eindrucksvollen Raum verwandelt. Die Realisierung lag in den Händen des Künstler-Duos Philip und Victoria Wallisfurth.

Philipp Wallisfurth ist ein Urban Contemporary Artist und lebt seit geraumer Zeit in Berlin, kehrt jedoch immer wieder gerne nach Aachen zurück, um hier zu arbeiten. Seine jüngsten Projekte umfassen die Umgestaltung der Unterführung „Unti“ am Audimax, sowie die Eröffnung des „Office Space J68“ neben der Digital Church in der Jülicher Straße.

Da durch den zunehmenden Onlinehandel weniger Verkaufsfläche benötigt wird, sollte ein leerstehendes Ladenlokal im Aquis Plaza durch eine alternative Nutzung belebt werden. Urbane Kunst war hier ein geeignetes Mittel, den Leerstand zu nutzen und kulturelle und künstlerische Aktivitäten in die Gemeinschaft zu integrieren. Gleichzeitig wird die Vielfalt der Kunstszene in der Stadt präsentiert und Diversität in die Nutzung von Ladenlokalen gebracht. Zusätzlich sollte der neue Raum für Unternehmer*innen eine Inspiration zu alternativen Nutzungskonzepten sein.

„Kunst belebt den Handel und umgekehrt. Hier entsteht ein neuer lebendiger und pulsierender Ort für die Adalbertstraße und die Innenstadt“, sagte Dieter Begaß, Leiter des städtischen Fachbereichs für Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalisierung und Europa. Gregory Hedderich, Center-Manager des Einkaufszentrums Aquis Plaza ergänzte: „Wir sind froh, dass dieses Projekt so schnell und unkompliziert umgesetzt werden konnte. Mit der Umsetzung schaffen wir einen konkreten Mehrwert für unsere Besucher*innen – und das mit einem lokalen Bezug zur Kunst und zur Stadt Aachen“.

Besucher*innen haben noch bis zum 30. Juni montags bis samstags von 10 bis 20 Uhr die Möglichkeit, sich den Kunstraum im Aquis Plaza anzuschauen.

Kategorien
Weitblick

Die letzte Presse-Ente von Anneliese Casteel kommt ins Museum

Aachen – Von 1966 bis 2011 verlieh sie der Bezirksverein Aachener Presse im Deutschen Journalisten-Verband (DJV) Jahr für Jahr an herausragende Journalist*innen und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens für ihre Verdienste um die Region: die Presse-Ente – gestaltet von der Aachener Künstlerin Anneliese Casteel und gefertigt in einer Auflage von 100 Stück. Jede Ente der Serie trägt die Aufschrift „n.t.“, die sich auf eine Tradition aus dem 18. Jahrhunderts bezieht, als Journalist*innen dies unter noch nicht bestätigte Berichte setzten. Die Abkürzung aus dem Lateinischen steht für „non testatum“, übersetzt „nicht bestätigt“.

Das letzte Exemplar der Serie, Symbol für journalistische Integrität und regionales Engagement, überreichte der Vorstand des Bezirksvereins Aachener Presse jetzt im Internationalen Zeitungsmuseum als Schenkung an die städtischen Sammlungen. Die Presse-Ente wird nun in Würdigung des künstlerischen Erbes von Anneliese Casteel und als bedeutende regionale Auszeichnung dauerhaft das Zeitungsmuseum bereichern.

Anneliese Casteel war eine Schülerin des Bildhauers Matthias Corr und Absolventin der Werkkunstschule Aachen, die als freischaffende Bildhauerin das öffentliche Kunstbild in Aachen, Baesweiler und Köln prägte.

Bis heute vergibt der Bezirksverein Aachener Presse eine Presse-Ente. Seit 2012 gestalten den Preis allerdings andere Künstler: Klaus und Didier Gehlen und aktuell Dr. Jürgen Schädlich-Stubenrauch. Zuletzt wurden mit der Ente im Jahr 2023 der Journalist Christian Esser und der Rap-Musiker Mohamed El Moussaoui, besser bekannt als MoTrip geehrt.

Kategorien
Weitblick

Ein Bär verjagt den Winter – Veilchendienstag wird in Kommern uraltes Winterbrauchtum gepflegt

Mechernich-Kommern – Der „Äerzebär“ geht auch am Karnevalsdienstag 2024 ab 14 Uhr in Kommern um. Dieses Jahr soll Stephan Taubert die in Erbsenstroh gewickelte Traditionsfigur darstellen, mit deren Hilfe nach alter Überzeugung die Wintergeister ausgetrieben werden. „Bärenführer ist einmal mehr Roland Conrads“, schreibt Thomas Metzen, der Presseoffizier der KG „Greesberger“, an die Mechernicher Agentur „ProfiPress“.

Eingekleidet wird gewohnt bei Peter Hein auf dem Wingert. Danach startet der Umzug mit einem gemischtem Musikverein aus Kommerner, Eickser und Mechernicher Spielmannsleuten sowie dem Dreigestirn (Jungfrau Bärbel alias Thomas Bank, Prinz Jan I. Jaeck und Bauer Marc Schoeller) zuerst ins Rothenfeld, dann ins Einkaufs- und Gewerbegebiet,  zum Stollen, die Kölner Straße hoch zum Krug, die Gielsgasse entlang und weiter „Auf dem Acker“ und die Hüllenstraße.

„Ruhe vor der Fastenzeit“

Schließlich soll Stephan Taubert aus seinem Strohmantel befreit und das Erbsenlaub am Bleibach verbrannt werden. Der Erlös der Sammlung an Türen und auf den Straßen wird dann zum Kehraus am Veilchendienstag im Restaurant „Stolllen“ „verprasst“, wie Thomas Metzen in seiner Mitteilung betont: „Damit sollte der Winter ausgetrieben sein und wir können die Fastenzeit bis Ostern in Ruhe beginnen.“

Winteraustreibungsrituale in der Eifel und im übrigen Bundesgebiet sind nicht gerade selten: Umzüge mit Erbsenstroh- und Strohbären sind ebenso aus dem elsässischen Buschwiller, dem schlesischen Pawlowice, dem baden-württembergischen Kiebingen, dem hessischen Hutzdorf, aus Kirchheim bei Euskirchen, aus Ruschberg (Rheinland-Pfalz) und Sachsen-Anhalt bekannt.

Auch der „Äerzebär“ von Kommern (Stadt Mechernich) ist berühmt, der Jahr für Jahr durch Mühlengasse und Kölner Straße getrieben wird. Regelmäßig heften sich Fotoreporter und Fernsehkamerateams auf die Fersen des Strohbären der Karnevalsgesellschaft „Greesberger“. Mit dem nicht eben typischen „Karnevalsumzug“ wird am Blei- und Greesberg der Winter vertrieben.

22 Kilo auf dem Buckel

Der „Äerzebär“ verkörpert einen Winterdämonen, schrieb der Kommerner Journalist Paul Düster: „Rund 22 Kilogramm ist das Gewicht des Kostüms, solange es trocken bleibt. Regnet es auf der Tour durch den Ort, kann daraus leicht das Doppelte werden.“ Gut zwei bis drei Stunden kann der Weg mit Musikzug und Gefolge durch den Ort dauern. Dann wird der Äerzbär von seinem Kostüm befreit und das Erbsenstroh nach uraltem Brauch verbrannt.

Auch im Dörfchen Frohngau ganz in der Nähe hat sich das früher in der Eifel weit verbreitete Winteraustreibungsritual bis auf den heutigen Tag erhalten. Allerdings geht dort der „Erbsenbär“, so die wörtliche Übersetzung ins Hochdeutsche, schon ab Rosenmontag. Und das Brauchtum ruht auch nicht in den Händen erwachsener Karnevalisten, sondern die Kinder organisieren den traditionellen „Heischegang“ durchs Dorf. Unterstützt werden sie dabei lediglich von den Eltern der Ältesten.

„Die Tradition existiert hier seit mindestens 150 Jahren“, berichtete Frank Diefenbach der Mechernicher Agentur „ProfiPress“. Nach alter Überlieferung werden die mit Erbsenstroh umwickelten Tanzbären stets von den größten Jungs dargestellt. Das entsprach früher den Volksschul-Entlass-Jahrgängen des achten Schuljahrs. Sie verkörpern den Winter.

Ihre jahreszeitlichen Gegenspielerinnen sind die Frühlingsköniginnen. Es sind jeweils die Mädchen aus der ersten Klasse. Rosenmontag treffen sich die „Pänz“ um 7:30 Uhr zum Wickeln der beiden „Äerzebären“ in der Scheune von Johann Müller, Hausname „a Knips“. Frank Diefenbach berichtet: „In der Scheune von Johann Müller wird der Äerzebär schon seit über 30 Jahren gewickelt. Johann Müller verstarb 2010. Die jetzige Eigentümerin pflegt die Tradition aber auf eigenen Wunsch weiter.

Das zum Umwickeln erforderliche Erbsenstroh wird in Frohngau jeweils im Sommer/Herbst des vorherigen Jahres durch die beiden Ältesten oder deren Eltern gesammelt und über den Winter getrocknet. Zum Schluss werden die Erbsenbären noch mit schweren Kuhketten umwickelt, an denen die Bärenführer sie durchs Dorf leiten.

„Muuzen“ und Waffeln

Auf von den Ältesten festgelegten Routen ziehen die Gruppen dann vier bis fünf Stunden lang von Haus zu Haus, um bestimmte traditionelle Lebensmittel wie Mehl, Eier, Butter, Backpulver, Zucker und Salz für eine gemeinsame gute Mahlzeit zu sammeln.

Auch die Lieder, die die unterschiedlich motivierten Gruppen bei ihrem „Heischegang“ (heischen = altes Wort für erbitten, sammeln) singen, unterscheiden sich. Die Jungen singen „Lernt Zufriedenheit von mir“, die Mädchen „Mein Vater, der im Himmel wohnt“.

Die gesammelten Lebensmittel werden zum Pfarrhaus gebracht. Das Pfarrhaus heißt an beiden Tagen „Kauchhuus“ (Kochhaus), weil die „Pänz“ dort von den Eltern der Ältesten bekocht werden. Es gibt jeweils Frühstück, traditionelles Mittagessen, nachmittags „Muuzen“ (Krapfen) und Waffeln sowie Abendessen.

Am Veilchendiensttag wird nicht mehr zum „Kötten“ (Betteln) durchs Dorf gezogen, dann organisieren die Ältesten, in der Eifel häufig auch „Öveschte“ (Oberste) genannt, Gemeinschaftsspiele wie zum Beispiel eine Schnitzeljagd durch den Ort, bei der allerlei Wissenswertes über Frohngau oder einzelne Gebäude abgefragt wird. Der letzte Tag endet mit einem gemeinsamen Abendessen.

Kategorien
Weitblick

Kulturelle Highlights 2024 im Brohltal

Niederzissen/Brohltal – Auch im Jahr 2024 bietet das Kulturbüro der Verbandsgemeinde Brohltal wieder eine Reihe an kultureller Veranstaltungen: Egal ob Konzerte, Vorträge, Kindertheater, Comedy oder Lesungen – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Dieser kleine Überblick soll Einheimischen und Gästen einen Einblick in die Vielfalt der Kulturveranstaltungen im Jahresverlauf geben. Eintrittskarten sind ab sofort verfügbar.

Vorträge und Lesungen „Zu Gast im Rathaus“

Am 29. Februar sind Heike Boomgaarden, bekannt aus dem SWR und Werner Ollig mit ihrem Vortrag „Der klimafreundliche Garten – so geht´s! Jeder kann was tun“ zu Gast im Rathaus. Um 18.00 Uhr beginnt der informative Vortrag mit Praxis-Tipps für einen klimafreundlichen Garten und Anregungen, die jeder schnell und einfach und vor allen Dingen mit großer Freude im eigenen Garten umsetzen kann. Da die Plätze begrenzt sind, ist eine Anmeldung unter Tel. 02636-9740411 oder daniela.sturm@brohltal.de erforderlich.

In der zweiten Jahreshälfte gibt es direkt drei tolle Vorträge: Am 24. September gibt es alles Wissenswertes zum Thema „Leben mit Stress: Wie kann ich den Stress erkennen und mich besser schützen“. Referentin Diana Ivanova ist Autorin, TraumaYoga -Therapeutin und Gruppentherapeutin und leitet Fortbildungen und Seminare zum Thema Stress und Trauma. Sie ist Autorin des Buches „Das Ahrtal des Mitgefühls. 89 Fragmente aus dem Leben nach der Flut“.  Am 7. November folgt dann ein Filmvortrag mit Jakob Breidenbach. Der preisgekrönte Filmemacher entführt die Besucher dieses Mal nach Afrika. Autorin Luzia Kaul bringt am 4. Dezember wieder besinnliche Adventsstimmung in die Räumlichkeiten des Rathauses. „Silbermond und Platinsterne“ heißt ihr neustes Werk. Beginn ist jeweils um 18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei, um Spende wird gebeten.

Kindertheater

Am Sonntag, 17. März heißt es um 15.00 Uhr in der Königsseehalle Oberdürenbach mit Zopp macht Circus Bühne frei für die Kleinen. Eigentlich wollte Zopp mit dem ganzen Circus kommen. Aber der steckt fest. Und so muss Zopp den Circus ganz alleine spielen. Heraus kommt ein Kinder-Mitmach-Circus-Clowntheater, das die Kinder verzaubert und mitreißt. Aus braven Mädchen und Jungen werden reißende Tiger, große graue Elefanten und mächtige Pyramiden. Christof Heiner bietet mit seinem Clowntheater Zopp & Co. Entertainment und Spaß für die ganze Familie. Geeignet für Kinder von 3-10 Jahren und für Familien. Im Herbst gastiert ein alter Bekannter im Bürgerhaus Glees. Am 17. November bringt Tom Teuer um 15.00 Uhr die Prinzessin auf der Erbse mit ins Brohltal. Ein Stück über die Neugier und Offenheit gegenüber denen, die irgendwie anders sind. Geeignet für Kinder ab 4 Jahren.

Musikalische Highlights

Am Samstag, 13. April  gibt es einen hochkarätigen Leckerbissen, nicht nur für Udo Jürgens Fans: „DIE UDO JÜRGENS STORY – Sein Leben, seine Liebe, seine Musik“ ist eine außergewöhnliche Hommage an den weltgewandten Herrn der deutschen Unterhaltungsmusik – mit den großen Hits und einigen unbekannteren Juwelen sowie spannenden Geschichten. Das brillante Duo Gabriela Benesch und Alex Parker führen unter der Regie von Erich Furrer ihre Gäste auf eine musikalische Zeitreise von „Merci Cherie“ über „Griechischer Wein“ bis „Mit 66 Jahren“. Die musikalische Reise beginnt um 19.30 Uhr in der Römerhalle Wehr. Kartenvorverkauf: Verbandsgemeinde Brohltal, Dies & Das Kempenich, Lotto- und Postagentur Elke Schäfer Burgbrohl, www.eventim.de (Karten sind erhältlich in drei Kategorien).

Konzerte in der Propstei Buchholz

Am 3. Mai liest Autorin Regine Brühl aus ihrem Roman „Das Geheimnis der klingenden Messer“, begleitet wird sie bei diesem hochkarätigen Lese-Konzert von Marion Kutscher an der Trompete und Stephen Harrap am Klavier. Beginn ist um 19.30 Uhr. Traditionell gastieren am 8. Juni wieder hochkarätige Musiker der Stiftung Villa Musica in der Propstei Buchholz. Die Musiker des Javus Quartett lassen um 19.00 Uhr bekannte Werke in den historischen Gemäuern der ehemaligen Propsteikirche erklingen und garantieren einen unvergesslichen Abend höchsten Klassikgenusses. Kartenvorverkauf: Verbandsgemeinde Brohltal, Tourist-Information Vulkanregion Laacher See, www.villamusica.de. Natürlich dürfen auch Diva Delight nicht fehlen. Mit ihrem neuen Programm „No Business like Showbusiness“ gastieren sie am 7. September in Buchholz und bringen eine musikalische Mischung von Musical, Chansons, Filmmusik und Klassik mit eine ordentlichen Prise Humor auf die Bühne.

Sagenhaft Musikalisch

Die beliebte Konzertreihe Sagenhaft Musikalisch macht in diesem Jahr zwei Mal Halt im Brohltal. Am 12. März kommt der in England bekannte Michael Weston King mit seiner Frau Lou Dalgleish unter dem Duo My Darling Clementine in die Klostergaststätte Maria Laach. Am 9. August gibt es mit Jon Sanders und Dave Alley ein musikalisches Highlight aus Neuseeland, diesmal Open-Air am Campingplatz in Maria Laach. Beide Konzerte beginnen um 19.30 Uhr.

Traditionelle Veranstaltungen

Einige Veranstaltungen sind aus dem Kulturjahr der Verbandsgemeinde nicht mehr wegzudenken. So beispielsweise der Künnisfelder Mundartabend, der in diesem Jahr am 18. Oktober im Bürgerhaus Königsfeld stattfindet, aber auch die Kultur- und Erlebniswoche Nacht der Vulkane vom 21. bis 27. Juli, bei der unter anderem Kai Kramosta sein Programm „Achtung! Handwerker im Urlaub“ am 25. Juli Open-Air am Campingplatz Maria Laach präsentiert. Auch der Tag des offenen Denkmals am 8. September darf nicht fehlen. Mit dabei sind die Propstei Buchholz, die Ehemalige Synagoge Niederzissen und die Burg Olbrück.

Wenn nicht anders angegeben gilt für alle Veranstaltungen: Tickets erhältlich bei www.ticket-regional.de, in der Verbandsgemeinde Brohltal oder der Tourist-Info Vulkanregion Laacher See in Maria Laach.

Kategorien
Weitblick

Nordrhein-Westfalen verleiht neuen Schub für Kultur im ländlichen Raum!

Region/Düsseldorf – Dritte Orte-Programm in Nordrhein-Westfalen startet in neue Förderrunde – Fachjury hat 28 neue Projekte im ganzen Land ausgewählt – Mehr als 100 Bewerbungen haben Vereine, Initiativen, Ehrenamtliche, Kommunen und Gemeinden für die neue Förderrunde der Dritten Orte eingereicht. Leerstehende Ladenlokale, aufgegebene Dorfkneipen, Museen und Bibliotheken sollen mit klugen Ideen und großem bürgerschaftlichem Engagement zu Orten der Kunst, Kultur und der Begegnung werden. Bislang haben sich 26 Dritte Orte im ganzen Land als feste Größe des Zusammenlebens etabliert. 28 weitere Konzepte für Dritte Orte wurden jetzt von einer Fachjury für eine neue Förderrunde ausgewählt.

Ministerin Ina Brandes: „Die Familie der Dritten Orte hat Zuwachs bekommen. Schon die Konzeptskizzen zeigen, wie viel Kreativität, Ideenreichtum und bürgerliches Engagement Vereine und Initiativen investiert haben. Ich bin sicher: Die neue Generation Dritter Ort wird eine große Bereicherung für das kulturelle Leben der Menschen im ländlichen Raum werden. Dritte Orte schaffen den Raum und die Gelegenheit für den persönlichen Austausch – spontan, unmittelbar, selbstverständlich und generationsübergreifend. Dieser Zusammenhalt ist ein echter Standortvorteil für den ländlichen Raum.“

Die Kreativität und der Ideenreichtum der eingegangenen Projektideen spiegeln sich auch in der Auswahl wider: von der Umnutzung leerstehender Gebäude über jugendkulturell geprägte, experimentelle Projekte bis hin zu von starkem bürgerschaftlichem Engagement und Kommunen getragenen Vorhaben reicht das Spektrum. Gemeinsames Ziel aller Projekte: Kultur und Begegnung für die Menschen vor Ort.

So gibt es das Museum, das sich mit der Einrichtung eines Dritten Ortes ganz bewusst für ein Publikum öffnen möchte, das selten oder nie eine Ausstellung besucht. Es gibt die ehemalige Synagoge, die zu einem kulturellen Lern- und Begegnungsort wird. Es gibt die aufgegebene Dorfkneipe in zentraler Lage, die zum Lesesaal und lebendigem Treffpunkt wird. Es gibt das ehemaliges Zechengelände, das ein Bergbauverein als Kulturort wiederbeleben will. Und das Ladenlokal, das zum Probenraum und zur Kleinkunstbühne weiterentwickelt wird.

Für die ausgewählten 28 neuen Projekte beginnt das Programm „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung im ländlichen Raum“ am 1. April 2024 mit einer einjährigen Konzeptphase. Dafür stehen pro Drittem Ort bis zu 50.000 Euro zur Verfügung.

Die Projekte werden sowohl finanziell vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft unterstützt als auch programmatisch. Ihnen wird ein Programmbüro zur Seite gestellt, das die Träger mit Expertise, Beratung und Qualifizierungsangeboten unterstützt. Alle neuen Dritten Orte sollen sich untereinander und mit den Dritten Orten der ersten Generation als Projektfamilie vernetzen.

Ein ausgereiftes Konzept ist dann die Voraussetzung für die Anschlussförderung in der dreijährigen Umsetzungsphase (2025-2028), in der jedes Projekt mit bis zu 450.000 Euro unterstützt wird.

Mit der weiteren Förderung der bestehenden Einrichtungen bis Ende 2026 und der Erweiterung des Programms um die neuen Dritten Orte löst die Landesregierung die Zusage aus dem Koalitionsvertrag ein, sich für das kulturelle Leben im ländlichen Raum besonders einzusetzen. Das Gesamtbudget für das Förderprogramm in den Jahren 2024 bis 2028 beträgt 22,5 Millionen Euro.

Hintergrund:
In den 1980er-Jahren hat der amerikanische Soziologen Ray Oldenburg den Begriff des Dritten Ortes geprägt. Er beschreibt damit öffentliche Orte für Begegnung und Austausch in Abgrenzung zum Ersten Ort, dem Zuhause, und dem Zweiten Ort, der Arbeit. Im Rahmen des neuen Förderprogramms zeichnet sich eine Kultureinrichtung als Dritter Ort durch die Erfüllung weiterer Merkmale aus – dazu gehören vor allem eine einladende Atmosphäre, verschiedene Nutzungen und die Möglichkeit, spontan und selbstverständlich Dritte Orte zu besuchen und sich dort auch aktiv einbringen zu können.

Informationen zum Förderprogramm sowie die Übersicht zu den geförderten Projekten: www.dritteorte.nrw

Ein Video zur Jurysitzung finden Sie auf dem MKW-YouTube-Kanal.

Kategorien
Weitblick

Unsere Welt ist bunt – Karnevalistische Ausstellung im Rathaus Kreuzau eröffnet

Kreuzau – Weltweit gibt es Menschen unterschiedlichen Geschlechts, unterschiedlicher Hautfarbe, Kultur und Religion. In der Kita Spatzennest Kreuzau, einer Einrichtung der Kreismäuse AöR, kommen „Groß und Klein“ zusammen, leben Integration und Inklusion. Zu Recht trägt daher die Kita die Auszeichnung „Interkultureller Kindergarten“. Die (Kita)-Welt ist also bunt.

Auf Initiative des Kreuzauer Künstlers Richard Schall gestalteten kleine und große Künstlerinnen und Künstler mit Unterstützung ihrer Erzieherinnen und Erzieher vor Weihnachten verschiedene karnevalistische Kunstwerke in unterschiedlichen Mal- und Gestaltungstechniken.

Stolz präsentierten die Kinder nun ihre Werke Bürgermeister Ingo Eßer, dem das Projekt initiierenden Künstler Richard Schall, dem Vorsitzenden KG Ahle Schlupp Peter Kaptain und dem amtierenden Karnevalsprinzen der Gesellschaft Tim I. sowie anwesenden Gästen.

Bei den Projekten „Unsere Welt ist bunt“ oder „Jeder Jeck ist anders“ wurden die Kinder fotografiert und das Foto als Schwarz-Weiß-Portrait ausgedruckt. Anschließend wurden aus bunten Krepppapierkugeln und Tonpapier verschiedene Clownsgesichter gestaltet.

Die Vorschulkinder setzen das Projekt „Maskenball“ um. Zuerst malten sie ihre Hände in Form einer Maske auf das Papier. Anschließend wurden die Masken ausgeschnitten und mit bunten Steinen, Blumen, Federn etc. kunstvoll verziert. Da zu einem Maskenball auch Musik gehört, wurden zusätzlich Noten ausgeschnitten und zusammen mit den Masken auf große Leinwände zu einem „Lied“ arrangiert. Das Lied „Maskenball“ ist eine Hommage an den amtierenden Karnevalsprinzen Tim I., der Musik liebt und auch selbst Saxophon spielt.

Die Kinder unter 3 Jahren führten das Projekt „Kamelle för all Pänz“ durch. Hier durfte jedes Kind ein Bonbon mit Fingerfarben bemalen. Heraus kam eine bunte Mischung von Kamelle. Diese wurden zusammen mit dem Kamelle-Topf auf ein Bild geklebt. Auch dieses Bild „Kamelle för all Pänz“ ist eine Hommage an den amtierenden Karnevalsprinzen Tim I., denn er liebt nicht nur die Musik, sondern ist von Beruf Koch.

„Ein großer, ein runder, ein roter Luftballon“, dieses Kinderlied singen die Kinder der Kindertageseinrichtung Spatzennest so gerne. Und weil man im Karneval immer viele bunte Luftballons sieht, wurden sie mit Kleister, Transparentpapier und bunten Punkten auf eine blaue Leinwand geklebt.

Die farbige Ausstellung ist bis Freitag, 1. März 2024 zu den Öffnungszeiten des Kreuzauer Rathauses zu sehen.

 

Kategorien
Weitblick

Weihnachtswelt in Bad Neuenahr-Ahrweiler ist im Januar nochmals an zwei Wochenenden geöffnet

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Stephan Maria Glöckner und Tschida-Ensemble bei Uferlichtern – Auch der Januar bietet noch Gelegenheit, die wunderschöne Lichterstimmung zwischen rustikalen Hütten, weißen Pagoden und beheizten Gastro-Zelten bei den Uferlichtern im Kurpark Bad Neuenahr-Ahrweiler zu erleben. Angelockt vom Duft gebrannter Mandeln und Winzerglühwein, genießen Besucher an den Wochenenden vom 5. bis 7. Januar und vom 12. bis 14. Januar nochmals kulinarische Spezialitäten, Stände mit Kunsthandwerk und Dekorationen sowie sportliches Vergnügen auf der Eisbahn. Überall im Kurpark gibt es Sitzgelegenheiten, um mit Familie und Freunden gemeinsam zu essen und zu trinken und das glänzende Geschehen zu beobachten. Das Kulturprogramm bietet vor allem musikalische „Schmankerl“.

Am Samstag, 6. Januar, um 18 Uhr ist Stephan Maria Glöckner zu Gast in der Kleinen Bühne im Kurpark. Im Ahrtal und der gesamten Region ist der Musiker, Sänger, Grafiker, Illustrator und Schriftkünstler kein Unbekannter. Mit einer Stimme, die klingt wie Sting, seiner Gitarre und einer charismatischen Performance präsentiert er ein abwechslungsreiches Repertoire von eigenen Songs bis hin zu internationalen Hits. Begleitet wird er von Winfried Schuld am Klavier und einem Saxophonisten. Um 18 Uhr ist auf der Center-Wiese im Kurpark wieder eine feurige Show von René Albert zu sehen.

„Tierisch musikalisch“ geht es beim Konzert des Tschida-Ensembles am Samstag, 13. Januar, um 18 Uhr in der Kleinen Bühne zu. Das Tschida Ensemble besingt mal heiter, mal ernst tierische Freunde. So verwandeln sich die Musikerinnen in Katz und Maus, Vogel und Käfer, oder Hund und Floh. Volkslieder, romantische Lieder, Musical-Songs und Schlager der 20er bekommen auf einmal Beine, Flügel oder Flossen. Am Ende wird man zurecht sagen können: „Ich glaub mein Schwein pfeift!“. Manege frei für Alexandra Tschida (Sopran), Petra Schwarzkopf (Mezzosopran), Ilse Kösling (Klavier) und Alexandra Dittko (Cello).

An den Sonntagen, 7. und 14. Januar, spielt das Bad Neuenahrer QuAHRtett jeweils zwei Konzerte in der Kleinen Bühne. Sowohl im 11 Uhr als auch um 15 Uhr dürfen sich die Gäste von beliebten klassischen Melodien verzaubern lassen. Der Eintritt ist kostenpflichtig.

Die Uferlichter leuchten jeweils von 15 bis 21 Uhr und sonntags von 14 bis 21 Uhr.