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Neue Coronaschutz-Verordnung ab 01. Oktober 2021: Wegfall der Maskenpflicht im Freien

Region/Düsseldorf – Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen passt die Coronaschutzverordnung an die aktuellen Entwicklungen des Infektions- und Pandemiegeschehens in Nordrhein-Westfalen an. Danach gilt ab dem 1. Oktober 2021 unter anderem der Verzicht der Maskenpflicht im Freien, die Möglichkeit, einen PCR-Test durch kurzfristigen Schnelltests zu ersetzten sowie Erleichterungen für Gastronomen und Veranstalter.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Die Pandemie ist noch nicht vorbei und wir werden die weitere Entwicklung sehr genau beobachten müssen. Aber die aktuellen Infektionszahlen und der Fortschritt bei den Impfungen ermöglichen uns weitere Schritte in Richtung Normalität. Zugleich appelliere ich an die Bürgerinnen und Bürger, mit den wiedergewonnenen Freiheiten nach wie vor verantwortungsvoll umzugehen.“

Weiterhin bleibt es wichtig, die Impfkampagne voranzutreiben. So sind beispielsweise bereits über 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen von 12 bis 17 Jahre in Nordrhein-Westfalen vollständig geimpft. Insgesamt sind über 67 Prozent der Menschen in Nordrhein-Westfalen vollständig geimpft. Gleichzeitig bleibt das Beibehalten wichtiger AHA+L-Standards im Alltag und die konsequente Anwendung der 3G-Regeln von Bedeutung. Damit konnte in den vergangenen Wochen in Nordrhein-Westfalen weitestgehend Normalität im Alltag einkehren.

Die Coronaschutzverordnung gilt einstweilen bis zum 29. Oktober 2021.

Die wichtigsten Neuregelungen im Überblick

Keine Maskenpflicht im Freien mehr

Die neue Coronaschutzverordnung sieht unter anderem den Wegfall der Maskenpflicht im Freien vor. Bislang galt, dass in Warteschlangen und Anstellbereichen sowie unmittelbar an Verkaufsständen, Kassenbereichen und ähnlichen Dienstleistungsschaltern sowie bei Sport-, Kultur und sonstigen Veranstaltungen im Freien mit mehr als 2.500 Besucherinnen und Besuchern das Tragen einer Maske erforderlich war. Diese Pflicht fällt weg. Trotzdem wird weiterhin auch im Freien das Tragen einer Maske dringend empfohlen, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann, typischerweise ist das insbesondere in Warteschlangen und Anstellbereichen der Fall.

PCR-Test kann durch kurzfristigen Schnelltest ersetzt werden

Überall dort, wo bislang nicht immunisierte Personen einen PCR-Test als Zugangsvoraussetzung (z.B. Diskotheken) oder als Bedingung für den Entfall der Maskenpflicht (z.B. Chorproben) benötigt haben, kann ab 1. Oktober auch alternativ ein Schnelltest verwendet werden, wenn dieser höchstens sechs Stunden alt ist.

Mehr Zuschauer bei Großveranstaltungen

Bei Großveranstaltungen (Sportveranstaltungen, Konzerten, Musikfestivals und ähnlichem) entfällt die absolute Obergrenze von 25.000 Zuschauerinnen und Zuschauern vollständig. Bei Großveranstaltungen im Freien wird darüber hinaus die relative Obergrenze von 50 Prozent der regulären Zuschauerkapazität gelockert. Hier können nun alle Sitzplätze voll belegt werden, wenn die Veranstalterin bzw. der Veranstalter sicherstellen, dass außerhalb der Plätze Masken getragen wird.

Keine besonderen Abstände/Trennwände in der Innengastronomie mehr vorgeschrieben

In der Innengastronomie sind keine besonderen Abstände oder Trennwände zwischen den Tischen mehr zwingend erforderlich; vielmehr wird die Einhaltung des Abstands oder Trennwände lediglich empfohlen. Es bleibt aber bei der Maskenpflicht außerhalb des festen Sitz- oder Stehplatzes.

Die aktuelle Coronaschutzverordnung finden Sie unter www.land.nrw/corona

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Im Fokus – Unterstützung für Betroffene der Flutkatastrophe im Kreis Ahrweiler

Ahrweiler – Runder Tisch „Soziale Infrastruktur“ setzt Arbeitsgruppen ein. Neben den enormen Schäden an Gebäuden und Infrastruktur hat die Flutkatastrophe auch das Leben vieler Menschen im Kreis Ahrweiler aus dem Gleichgewicht gebracht. Jetzt beginnt auch die Aufarbeitung des Erlebten. Doch wie können die von der Flut Betroffenen dabei unterstützt werden? Und wie können sie wieder in einen weitestgehend geregelten Alltag finden? Bereits wenige Tage nach der Katastrophe wurde in der Kreisverwaltung der Runde Tisch „Soziale Infrastruktur“ ins Leben gerufen, um Antworten auf diese Fragen zu finden.

„Gemeinsam mit den verschiedenen Trägern konzentrieren wir uns darauf, alle Generationen darin zu unterstützen, dass sie das Erlebte verarbeiten können. Von Anfang an war es uns wichtig, Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren im Blick zu haben und deren veränderten Alltag wahrzunehmen“, sagt Siglinde Hornbach-Beckers, Leiterin des Fachbereichs Jugend, Soziales und Gesundheit der Kreisverwaltung Ahrweiler. „Da in den betroffenen Kommunen alle Bereiche des sozialen Lebens berührt sind, ist es für uns von besonderer Bedeutung, sich mit möglichst vielen unterschiedlichen Trägern im Alltag der Menschen zu verorten, deren Themen wahrzunehmen, gut zuzuhören, um mit diesen gemeinsam zukunftsgerichtet Heimat zu gestalten.“

Um die Hilfen noch besser an die Zielgruppen anzupassen und Bedarfe zu ermitteln, hat der Runde Tisch jetzt vier Arbeitsgruppen gebildet:

  1. Kinder-, Jugend- und Familienbildungsarbeit
  2. Seniorenarbeit
  3. Psychosoziale Begleitung von Kindern, Jugendlichen, Familien und Erwachsenen
  4. Initiative „Jugendsozialarbeit, Schule, Beruf(ung) und Ausbildung“.

In regelmäßigen Treffen tauschen sich die Netzwerkpartner – wie beispielsweise Caritas, DRK, HOT Sinzig, Mehrgenerationenhaus und Generationenbüro Adenau, Familienbildungsstätte, Beratungsstellen, Ökumenische Flüchtlingshilfe, Gleichstellung, DRK-Fachklinik und weitere – aus und bringen ihre jeweilige Fachexpertise ein.

Ein Beispiel für die gute Zusammenarbeit des Runden Tischs ist der „Mobile Beratungsbus“, der seit rund zwei Wochen im gesamten Flutgebiet unterwegs ist. „Die Kreisverwaltung hat zusammen mit dem Sponsor Plan e. V. den Rahmen geschaffen. Der Bus lebt aber durch die vielen Träger, die in ihm aktiv sind“, so Hornbach-Beckers weiter. Mit seinen zwei Beratungsbüros und einer Spielecke bietet er den beteiligten Akteuren die Möglichkeit, den Menschen zuzuhören, sie kostenfrei und unbürokratisch zu beraten, gegebenenfalls weiterzuvermitteln und eine erste Anlaufstelle vor Ort zur Verfügung zu stellen.

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Videokunst, Fluthilfe und BBQ – Kommunikation ist Feuer

Schleiden/Kall – Interview mit Andre Zalbertus, geboren 1960 in Düsseldorf, Studium Germanistik und Geschichte, Absolvent Deutsche Journalistenschule München, RTL-Auslandskorrespondent, 2x Bayerischer Fernsehpreis, Berater, Unternehmer,  Digital-Experte und Nordeifel-Fan.

Frage:

Hallo Andre! Was mir spontan so einfällt, wenn ich Dich hier sehe und mich über Deine Anwesenheit freue, das ist der Spruch: Du hier in der Nordeifel und nicht in Hollywood….. Normalerweise düst Du in der Welt herum, um zu berichten und Ideen auf den Weg zu bringen. Doch vor wenigen Wochen hast Du Dich entschieden, zwecks Berichterstattung in die Nordeifel zu kommen, warum?

Andre Zalbertus.

„Mir fiel auf, dass sehr viel über die Folgen der Flut aus dem Ahrtal berichtet wird, was ja auch gut ist. Aber ich dachte mir dann: Ich richte den Scheinwerfer auch mal auf die Nordeifel hier in NRW.“

Frage:

Ja, auch die Nordeifel, etwa das Schleidener Tal und Kall, hat die Flut mächtig getroffen, und das bringt Deine Berichterstattung auf Deinem Kanal ‚Andre Zalbertus‘ bei Facebook nun auch hervorragend rüber. Dein Live-Stream von der Trauerfeier für die Flutopfer auf dem Marienplatz in Gemünd hat nun fast 100.000 Aufrufe. Hast Du mit einer derartigen Resonanz gerechnet?

Andre Zalbertus:

„Mir ist eine ehrliche und authentische Berichterstattung wichtig, deshalb mache ich fast alles immer live. Das ist so meine ‚künstlerische’ Form und die kommt offenbar gut an. Ich möchte die Herzen der Menschen erreichen und das scheint zu gelingen…“

Hast Du vor, die Berichterstattung noch einige Zeit fortzuführen, quasi gekommen, um zu bleiben?

Andre Zalbertus:

„Die Langzeitbeobachtung der Folgen der Flutkatastrophe ist mir ein echte Herzensangelegenheit. Dabei fühle ich mich eher als Kreativer, vielleicht könnte man auch sagen als Künstler und weniger als ein Journalist. Smartphone und Mikrofon sind mein Pinsel und die Leinwand. Außerdem mag ich die grandiose Natur hier in der Nordeifel. Ich war als Kind oft hier, insofern ist es für mich auch ein Stück Rückkehr in die Heimat, zurück zu den Wurzeln meiner Kindheit und Jugend. Das tut mir gut.“

Frage:

An Dir kann niemand vorbei, ohne auf Medien zu sprechen zu kommen. Bereits vor mehr als zehn Jahren hast Du Videos als das Medium der Zukunft gesehen, gerade durch Social Media ist genau dies eingetroffen. Was sagst Du zum immer noch anhaltenden Umbruch im Mediengeschäft und wie siehst Du die nahe Zukunft?

Andre Zalbertus:

„Fast jeder von uns spürt den Fortgang des Umbruchs. Jede Mediengattung sucht ihren Weg in die Zukunft und die dazugehörigen Geschäftsmodelle. Ich sag’s mal so: Wir sind in der zweiten Halbzeit der digitalen Revolution und das Spiel wird immer schneller. Ich bin sehr froh, bei diesem einzigartigen Stück Industriegeschichte Zeitzeuge sein zu dürfen.“

Frage:

Du hegst schon länger Pläne in Sachen Grillen und BBQ, und vielleicht ist ausgerechnet die manchmal etwas eigenwillige Eifel ein hervorragendes Pflaster für Deine Pläne, diese umzusetzen, magst Du davon erzählen?

Andre Zalbertus:

„Grillen und BBQ sind meine Passion seit ich als Jugendlicher bei den Pfadfindern war und für mich stand immer fest: Irgendwann bringe ich Beruf und Passion zusammen. Ich habe die letzten Jahre weltweit nach einem Ort gesucht für das erste BBQ- und Grill-Museum. Ich konnte kaum glauben, dass es das noch nicht gibt. Schließlich stellte ich fest: Die Nordeifel ist die richtige Region. Rau und herzlich, wunderbare Outdoor-Möglichkeiten und trotzdem ein unmittelbares Einzugsgebiet von mehr als 20 Millionen Menschen. Ich spürte: Ich bin angekommen!“

Frage:

Neues Denken – im Mediengeschäft und in der Kommunikation, in Energiefragen, in der Architektur, in der Beziehung zwischen Natur und Mensch – da spielt das Feuer eine große Rolle. Menschen am Feuer, seit Tausenden von Jahren ein Ort der Kommunikation. Feuer bringt Wärme und Geborgenheit. Stellen wir uns vor, wir sitzen an einem verschneiten Wintertag am Fuße des Nationalparks Eifel auf dem fantastischen Gemünder Wohnmobilhafen am Feuer, grillen und philosophieren über Gott und die Welt. Irgendwie hatte ich in den vergangenen Jahren das Gefühl, mit Deutschland ging es kräftig bergab. Wie könnte es in diesem Land – und nach der Bundestagswahl – nun weitergehen?

Andre Zalbertus:

„Eigentlich war ich mit Blick auf Deutschland ein wenig desillusioniert und dann kam diese schreckliche Flutkatastrophe – mit all´ dem menschlichen Leid, ich war zutiefst schockiert.  Ich fragte mich wie sollen die Menschen in der Eifel das  schaffen und dann kam diese riesige Welle der Hilfsbereitschaft, von der ich nie geglaubt hätte, dass es so etwas in Deutschland gibt. Viele tausend Helfer, Landwirte und Handwerker aus ganz Deutschland strömten spontan ins Ahrtal und in die Nordeifel. Dort entstand ein neues wunderbares Zusammengehörigkeitsgefühl. Diese Hilfsbereitschaft aus allen Schichten der Gesellschaft hat mich überwältigt. Mit unserer neuen täglichen Live-BBQ- und Grill-Sendung am ‚Feuer‘ (ab 2. November) möchte ich in der Nordeifel einen zusätzlichen neuen Ort der Begegnung für alle Menschen schaffen. Und ein Stück ‚Gemütlichkeit‘, ganz bewusst im Winter draußen. Und dabei entwickeln wir dann zusammen mit Experten den Standort des neuen analogen und digitalen Museums. So entstehen in der Region Nordeifel neue Arbeitsplätze und es kommen Besucher aus der ganzen Welt.“

Frage: Ist Dir noch etwas wichtig, was Du auf diesem Weg weitergeben möchtest?

Andre Zalbertus:

„Ich bin davon überzeugt , dass Nordeifel und Ahrtal eine riesige Chance haben, nach der schrecklichen Flutkatastrophe in neuem Glanz zu erstrahlen. Diese Geschichte möchte ich als ‚Videokünstler’ erzählen und mit dem weltweit ersten BBQ-Museum einen Beitrag dazu leisten. Darauf freue ich mich!“

Ganz herzlichen Dank an Andre Zalbertus für dieses Interview und weiterhin viel Erfolg bei der Berichterstattung und der Umsetzung Deiner Ideen! (Von Gudrun Klinkhammer).

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Von Flut Betroffene im Kreis Ahrweiler können ab sofort Anträge stellen

Ahrweiler – Finanzielle Hilfen zum Wiederaufbau stehen bereit. Von der Flutkatastrophe Betroffene im Kreis Ahrweiler können ab sofort finanzielle Hilfen für durch das Hochwasser entstandene Schäden und den Wiederaufbau beantragen. Das Land Rheinland-Pfalz hat in einem Wiederaufbau-Portal (https://wiederaufbau.rlp.de) Links zu den Antragsformularen, Antworten auf die häufigsten Fragen sowie weitere Informationen zur Wiederaufbauhilfe zusammengestellt. Darauf weist die Kreisverwaltung Ahrweiler hin.

Damit die Fördergelder so schnell wie möglich und sicher bei den Betroffenen ankommen, setzt das Land auf eine vollständige elektronische Abwicklung – von der Antragstellung über die Bescheiderteilung bis hin zur Auszahlung der Mittel.

Privathaushalte und Unternehmen können ihre Anträge über ein digitales Service-Portal der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) unter www.isb.rlp.de/unwetterhilfen stellen. Wer nicht über einen Internetzugang verfügt oder Hilfe im Umgang mit digitalen Anträgen benötigt, hat die Möglichkeit, sich an die Info-Points zu wenden und über diese die entsprechenden Anträge zu stellen.

Landwirtschaftliche Betriebe sowie Winzerinnen und Winzer, die von Schäden an Maschinen, Geräten, Einrichtungen, Vorräten und Tierbestände betroffen sind, können Aufbauhilfen über das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Mosel (DLR Mosel) beantragen. Die Antragsformulare gibt es unter https://www.dlr-mosel.rlp.de. Für entstandene Schäden an Flächen können Anträge bei der Kreisverwaltung Ahrweiler gestellt werden. Das entsprechende Formular ist zu finden unter https://kreis-ahrweiler.de > „Flutkatastrophe“ > „Aufbauhilfen für die Land- und Forstwirtschaft und Weinbau“.

Allgemeine Auskünfte können zudem über die Telefon-Hotline zum Wiederaufbau unter 0800 / 2220-220 erfragt werden. Die Hotline ist montags bis freitags von 8 bis 22 Uhr sowie samstags und sonntags von 8 bis 18 Uhr besetzt. Der Anruf ist kostenfrei.

Das Land Rheinland-Pfalz wird rund 15 Milliarden Euro aus dem Aufbaufonds für den Wiederaufbau der durch das Hochwasser entstandenen Schäden erhalten. Weitere 15 Milliarden Euro werden auf die ebenfalls vom Starkregenereignis betroffenen Bundesländer aufgeteilt. Die Mittel werden je zur Hälfte von Bund und Ländern finanziert.

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Jede Impfung zählt – BMG intensiviert Impfaufklärung für Familien, Schwangere und Stillende

Region/Berlin – Das Bundesministerium für Gesundheit klärt gemeinsam mit RKI und BZgA weiter zur Corona-Schutzimpfung auf. Seit gestern, den 29. September läuft deutschlandweit in Radiosendern ein neuer Funkspot, der zu einer schnellen Impfung vor dem Winter aufruft und auf die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Kinder ab 12 Jahren, Schwangere und Stillende hinweist. Der Spot macht auch deutlich, dass auf den Intensivstationen derzeit fast nur Ungeimpfte behandelt werden müssen. In der Abwägung von Nutzen und Risiken rät die STIKO weiteren Personengruppen zur Impfung, da die für sie geeigneten mRNA-Impfstoffe wirksam und sicher sind. Der Info-Spot wird im Oktober nicht nur im Radio, sondern auch auf Streaming Plattformen zu hören sein.

Gleichzeitig werden zwei neue Werbemotive mit vielen „Impfluencern“ der #ÄrmelHoch-Kampagne sowie einem 13-jährigen Jungen zu sehen sein, um auch Familien mit Kindern ab 12 Jahren zu motivieren, eine gemeinsame Impfentscheidung zu treffen. Schwerpunkte sind Verkehrsknotenpunkte, Einkaufsgegenden und Regionen mit unterdurchschnittlicher Impfquote.

Interessierte Familien finden Antworten auf die wichtigsten Fragen in einem kostenfreien Familienleitfaden, der hier heruntergeladen werden kann:

https://assets.zusammengegencorona.de/eaae45wp4t29/6KC9YlhHjRvoZvaeBX8vOI/caf9d2321678c5952a99b87ed2e74a08/BMG_Coronaimpfung_Familienleitfaden_bf.pdf

Ein breites und aktuelles Informationsangebot über den Familienleitfaden hinaus mit Materialien auch für Arztpraxen und lokale Impfaktionen finden Sie unter: www.zusammengegencorona.de/impfen/familien/

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NRW Ministerin Scharrenbach – Wiederaufbau schreitet voran

Region/Düsseldorf – Rund 1.800 gestellte Anträge auf Hilfe von Privathaushalten und Unternehmen der Wohnungswirtschaft in der ersten Woche. Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW teilt mit: Seit dem 17. September 2021 können in Nordrhein-Westfalen Betroffene der Starkregen- und Hochwasserkatastrophe aus Juli 2021 einen Antrag auf Wiederaufbauhilfe stellen. Rund 1.800 betroffene Privathaushalte und Unternehmen der Wohnungswirtschaft haben nach der ersten Woche bereits einen Antrag auf Förderung gestellt.

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen: „Wir schreiten beim Wiederaufbau weiter voran. Das zeigt die hohe Zahl der bereits nach einer Woche eingereichten und angelegten Anträge für eine Förderung. Stand heute haben bereits 1.800 Privathaushalte und Unternehmen der Wohnungswirtschaft einen Antrag gestellt. Seit dem Start des Antragsverfahren vor acht Tagen sind das rund 225 Anträge pro Tag. Zusätzlich wurden rund 3.500 Anträge von Betroffenen im Förder-Portal angelegt. Insgesamt haben sich rund 10.000 Betroffene im System registriert.“

Der „Wiederaufbaufonds Nordrhein-Westfalen“ wurde mit einem Finanzvolumen in Höhe von rund 12,3 Milliarden Euro ausgestattet, um den Wiederaufbau von privater und öffentlicher Infrastruktur zu unterstützen.

„Noch nie gab es in Nordrhein-Westfalen eine vergleichbare Naturkatastrophe und noch nie gab es einen vergleichbaren Wiederaufbau. Deshalb hat die Landesregierung Nordrhein-Westfalen von Beginn an deutlich gemacht, das es sich um ein lernendes System handelt.  Wir wissen, dass es an der ein oder anderen Stelle hakt, aber die Anzahl der eingegebenen Anträge nach einer Woche zeigt, dass das Verfahren bereits gut funktioniert. Die ersten Tage machen zudem deutlich, dass die Schäden sehr individuell sind – von dem einzelnen Wohnhaus bis hin zum zerstörten Krankenhaus. Dabei ergeben sich immer wieder auch Fragen, die nicht sofort beantwortet werden können. Hier verbessern wir das System kontinuierlich. Wir tun alles dafür, dass die Betroffenen ihre Wiederaufbauhilfe zügig bekommen. Erste Gelder sollen in der kommenden Woche ausgezahlt werden“, führt Ministerin Scharrenbach aus.

Um die Antragsstellung für Bürgerinnen und Bürger zu erleichtern und zu beschleunigen, gibt es neben einem Leitfaden, in dem häufige Fragen beantwortet werden, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Online-Antrag sowie ein landesweites Service-Telefon, das bei Fragen weiterhilft. Persönliche Beratung und Hilfe beim Ausfüllen der Online-Formulare erhalten Betroffene zudem direkt vor Ort in ihren Städten und Gemeinden.

„Durch die Vor-Ort-Beratung können auch Menschen ohne Internetzugang ihren Antrag stellen. Um die Kommunen hierbei zu unterstützen, packen alle mit an. Kommunen, die nicht von Hochwasser betroffen waren, schicken Personal. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen – und hier insbesondere das Justizministerium sorgt für zusätzliche Unterstützungskräfte. Daneben hilft jetzt auch die Sparkassenorganisation mit rund 100 ehemaligen Sparkassenmitarbeiterinnen und -mitarbeitern. Ich freue mich und danke dafür, dass die Sparkassenorganisation meiner Initiative gefolgt ist. Gemeinsam packen wir an und bauen wieder auf“, sagt Ministerin Scharrenbach.

Den Link zum Online-Antragsverfahren, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für eine Beantragung, das „Servicetelefon Wiederaufbau“ und weitere Hilfen finden Sie auf der Internetseite des Ministeriums unter: https://www.mhkbg.nrw/gemeinsam-anpacken-wiederaufbauen

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Digitaler Stammtisch zum Thema „Zeitschriften und Zeitungen digital lesen“ am Donnerstag 30. September

Euskirchen – Die Stadtbibliothek Euskirchen lädt zum monatlichen Digitalen Stammtisch am Donnerstag, 30. September 2021, ab 16 Uhr ein. Jeder Digitale Stammtisch besteht aus einem Expertenvortrag – meist online zugeschaltet – mit anschließender Frage- und Diskussionsrunde. Aufgrund der Kontaktbeschränkungen werden die Digitalen Stammtische zurzeit als reine Videokonferenzen angeboten.

Thema des nächsten Termins: Viele Zeitschriften und Zeitungen sind heute auch digital sehr bequem lesbar. Damit stehen sie von Zuhause oder unterwegs jederzeit zur Verfügung. Man kann sie am PC, mit Smartphones oder komfortablen Tablet-Apps lesen. Eine große Auswahl an E-Magazinen werden über Portale und Plattformen wie Pressreader, Sharemagazines oder Readly zum direkten Durchblättern angeboten. Allerdings stellen die meisten Verlage ihre Angebote höchstens teilweise kostenlos zur Verfügung. Mittlerweile gehören solche Portale aber zum digitalen Angebot vieler Öffentlicher Bibliotheken. Sie bieten ihren angemeldeten Leserinnen und Lesern damit einen kostenlosen Zugang zu einer großen Bandbreite tagesaktueller Zeitungen und Zeitschriften und helfen auch bei Problemen mit der Nutzung.

Unsere Expert*innen stellen bei diesem „Digitalen Stammtisch“ digitale Zeitschriftenplattformen vor und beantworten Ihre Fragen zur Nutzung.

Die Veranstaltung findet auf der Plattform Zoom statt. Interessierte erreichen die Videokonferenz über die Startseite der Stadtbibliothek: www.kulturhof.de/bibliothek bei der Veranstaltungsankündigung.

Die Digitalen Stammtische werden in Kooperation mit SIE Senioren in Euskirchen und Digital-Kompass.de durchgeführt und sind eine regelmäßige Veranstaltungsreihe im Programm der Stadtbibliothek.

Kontakt: Stadtbibliothek Euskirchen, bibliothek@euskirchen.de oder 02251 65074-50.

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Wasserstoff: Hydrogen Hub Aachen wird mit bis zu 400.000 Euro gefördert

Aachen – Auf dem Weg zur Wasserstoff-Region hat der Hydrogen Hub Aachen einen wichtigen Meilenstein erreicht: Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert die Initiative bei der Erstellung eines Gesamtkonzepts für die Wasserstoff-Wirtschaft in der Region mit bis zu 400.000 Euro. Vorausgegangen war der Wettbewerb „HyLand – Wasserstoffregionen in Deutschland“ des BMVI, bei dem der Hydrogen Hub Aachen die zweite Runde erreicht hat. „Das ist für unsere gesamte Region eine großartige Nachricht“, sagt Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen: „Wir müssen den Strukturwandel in unserer Region jetzt gestalten. Das Thema Wasserstoff bietet uns die große Chance, mit innovativen Unternehmen und zukunftssicheren Arbeitsplätzen in der Region Wertschöpfung zu generieren.“

Im Hydrogen Hub Aachen arbeiten Stadt und Städteregion Aachen, die Kreise Düren, Euskirchen und Heinsberg sowie die IHK Aachen gemeinsam daran, die Region zu einem Hotspot der Wasserstoff-Wirtschaft in Deutschland zu machen. Für den Kreis Düren, der stellvertretend für den gesamten Hydrogen Hub den erfolgreichen Antrag im „HyLand“-Wettbewerb platziert hatte, sagt  Landrat Wolfgang Spelthahn: „Ich freue mich sehr, dass wir ein weiteres, wichtiges Etappenziel erreicht haben. Der Wasserstoff-Technologie gehört die Zukunft. Gemeinsam können wir im Regionen-Verbund eine Menge erreichen und gute Voraussetzungen für den Klimaschutz schaffen. Die Produktion und Nutzung von grünem Wasserstoff zahlt ein auf den Strukturwandel und bietet gute Chancen, die gesamte Region voranzubringen.“

Ebenso positiv äußern sich Aachens Oberbürgermeisterin Sybille Keupen und der Aachener Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier. „Die Förderung des BMVI in der Kategorie ‚HyExperts‘ ist für die Region Aachen ein bedeutender Schritt für eine starke gemeinsame Positionierung im Bereich Wasserstoff. Die herausragende Forschung und das innovative Milieu Aachens, die etwa das Zukunftscluster Wasserstoff ermöglicht, erhält durch die Förderung eine wichtige Stärkung. ‚HyExperts‘ ermöglicht uns, die Weichen für eine entsprechende Infrastruktur in der Region zu stellen und so der Erreichung der Klimaschutzziele näher zu kommen“, sagt Keupen.

Grüttemeier betont: „Für die StädteRegion Aachen sowie die gesamte Region ist die Förderzusage im ‚HyLand‘-Wettbewerb ein wichtiger Schritt, um das Zukunftsthema Wasserstoff als Baustein zur Bewältigung des anstehenden Strukturwandels zu etablieren. Gleichzeitig bietet sich durch die Vernetzung der vielfältigen Projekte die Chance, Unternehmen in der Region an den Innovationen aus dem Themenfeld teilhaben zu lassen und Arbeitsplätze langfristig zu sichern.“

Euskirchens Landrat Markus Ramers streicht die sich jetzt eröffnenden Chancen hervor: „Damit fällt nun der Startschuss, die Region und den Kreis Euskirchen für die zukünftigen Anforderungen des Energiesystems aufzustellen. Die Umstellung des Verkehrssektors und seiner angegliederten Wertschöpfungsketten können nun in der Wasserstoff-Modellregion in Umsetzung gehen.“

Stephan Pusch, Landrat im Kreis Heinsberg begrüßt die zusätzliche Unterstützung in Sachen Wasserstoff: „Grüner Wasserstoff ist kein Thema, das an den Kreisgrenzen aufhört. Insbesondere vor den Herausforderungen einer erfolgreichen Energiewende, einer nachhaltigen Mobilität und des anstehenden Strukturwandels kann unsere Region ihre Stärken bündeln und eine Vorreiterrolle entlang der gesamten Wertschöpfungskette einnehmen.“

Erfolgreich für die zweite Runde im „HyLand“-Wettbewerb qualifiziert hat sich der Hydrogen Hub Aachen im Verbund mit der Stadt Kerpen, unterstützt durch die Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer mbH und das Netzwerk „HyCologne“. Gemeinsam wurden sie zur „HyExperts“-Region erklärt. Der Wettbewerb „HyLand – Wasserstoffregionen in Deutschland“ wurde 2019 ausgerufen. Ziel des Wettbewerbs ist es, die innovativsten und erfolgversprechendsten regionalen Konzepte für die Nutzung von Wasserstoff in der Mobilität zu identifizieren und zu fördern.

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Weltherztag am heutigen Mittwoch 29. September – Mit Herz-Fitness in den Herbst

Region/Bad Ems – Kardiologe Dr. med. Holger-Carsten Eberle von der Paracelsus-Klinik Bad Ems rät zu mehr Bewegung auch an trüben Herbsttagen / Folgen der Pandemie mit Geduld und realistischem Fitness-Ziel angehen / Bei Erkrankungen stehen die Experten der Inneren Medizin in Bad Ems mit viel Know-how und Erfahrung bereit.

Stress im Lockdown, Bewegungsmangel im Home-Office, geschlossene Fitness-Studios und Sportvereine haben bei vielen Menschen in Deutschland ihre Spuren hinterlassen. „Herz-Risikofaktoren wie Übergewicht, erhöhter Blutdruck und erhöhte Blutfettwerte sind deutlich gestiegen. Obwohl der Sommer unsere Bewegungsbilanz der Pandemie-Monate schon ein Stück weit ausgleichen konnte, sind wir noch lange nicht am Ziel”, diagnostiziert Kardiologe Dr. med. Holger-Carsten Eberle, Chefarzt der Inneren Medizin der Paracelsus Klinik Bad Ems. „Gerade jetzt, wo wir mit der 3G-Regel wieder in die Fitnessstudios dürfen, sollten wir jede Gelegenheit nutzen, um fit zu werden.” Anlässlich des Weltherztages am 29. September ruft der Kardiologe dazu auf, sich auch beim zu erwartenden trüben Herbstwetter nicht mit den ersten Weihnachtskeksen auf die Couch zurückzuziehen. „Bewegen Sie sich jeden Tag ein bisschen mehr. Setzen Sie sich erreichbare Ziele in ihrem Alltag”, so Dr. Eberle. „Das tut Ihrem Herz gut. Zum Beispiel mit Wandern in der Natur, Nordic Walking oder auch einfach mit mehr Bewegung im Alltag.” Fitness-Uhren und Smartwatches – sogenannte Wearables – können dabei gute Motivationshelfer sein, denn sie zeigen, wie hoch die Belastung und wie gut der Trainingserfolg tatsächlich ist.

Das Risiko erkennen

Allerdings warnt der Facharzt für Innere Medizin auch vor Übereifer. „Achten Sie bei allem sportlichen Engagement auch auf die Alarmsignale Ihres Herzens”, mahnt er. Wer raucht, Übergewicht hat und an Bewegungsmangel leidet, möglicherweise sogar schon in der Familie Fälle von Herzinfarkten oder Zuckerkrankheit hatte, der hat selbst ein hohes Risiko zu erkranken.

Darauf weist anlässlich des Weltherztages auch die deutsche Herzstiftung hin. Sie hat den diesjährigen Aktionstag am 29. September unter das Motto „Herz aus dem Takt” gestellt und legt den Schwerpunkt auf die Ursachen, die Diagnose und Therapie von Herzrhythmusstörungen, insbesondere dem Vorhofflimmern. „Es zeigt sich häufig durch Herzrasen oder Herzstolpern”, so Dr. Eberle. „Die Symptome spürt man nicht sofort, aber es ist wichtig, die Herzrhythmusstörung ernst zu nehmen und zu behandeln, um das Schlaganfallrisiko zu senken.”

Der erste Weg zur Vorsorge führt deshalb regelmäßig zum Hausarzt, der im Zuge eines Check-ups mit einem EKG diese Störungen erkennen und gegebenenfalls zum Kardiologen überweisen kann.

Experten in der Inneren Medizin in Bad Ems

Patienten, die bereits an einer Herz-Kreislauferkrankung bzw. einer Gefäßerkrankung leiden, einen akuten Herzinfarkt oder Herzrhythmusstörungen haben oder hatten, sind dann ein Fall für die Paracelsus-Klinik Bad Ems. Die dortige internistische Gemeinschaftspraxis und Abteilung für Innere Medizin steht mit einem erfahrenen Team aus Ärzten und Pflegefachkräften sowie einer sehr guten Ausstattung für eine Behandlung auf hohem Niveau zur Verfügung. „Wir sind als Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung in der Inneren Medizin außergewöhnlich gut ausgestattet. Das Haus verfügt über eine moderne Ultraschalldiagnostik, die eine Echokardiografie sogar als Schluck- und Stress-Echokardiografie möglich macht. Wir können Belastungs- und 24-Stunden-Langzeit-EKGs schreiben und eine Gefäßduplexsonografie durchführen”, erklärt der Chefarzt der Inneren Medizin. „Darüber hinaus verfügen wir über einen

Linksherzkathetermessplatz und profitieren von einer interdisziplinären Verknüpfung mit der Gastroenterologie und der Pulmologie.” Größter Vorteil für die Arbeit der jungen Assistenzärzte wie für die Patienten der Paracelsus Klinik Bad Ems ist vor allem die überschaubare Größe der Klinik. „Wir kennen unsere Patienten noch persönlich und arbeiten als freundliches, multiprofessionelles Team nach einem ganzheitlichen Behandlungsansatz zusammen”, so Dr. Eberle. „So können wir kollegial auch Begleit- und Nebenerkrankungen besprechen und behandeln. Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen aus dem Rhein-Lahn-Kreis sind bei uns in der Inneren Medizin wirklich bestens aufgehoben.”

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Ahrtal – Gasnetz in Teilen wieder in Betrieb genommen

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Erdgasnetz in Ehlingen und Teilen von Heimersheim wieder in Betrieb. Nach dem Neubau einer Ahrquerung können auch Orte südlich der Ahr versorgt werden. Es war ein besonderer Moment – sowohl für die Netzexperten der Energienetze Mittelrhein (enm) als auch für die Bürger in den Ortsteilen Green, Ehlingen und Teilen von Heimersheim: Am Dienstag um 8:22 Uhr öffneten Uwe Kaltbeitzer und Hubertus Schmickler von der enm den Schieber an der Ernst-Thrasolt-Straße im Ortsteil Green, sodass wieder Erdgas durch die Leitungen strömen konnte.

Zahlreiche Monteure, Installateure und Dienstleister verfolgten diesen speziellen Augenblick und freuten sich, als akustisch deutlich vernehmbar Gas wieder strömte. „Wir sind sehr froh, dass es uns innerhalb weniger Wochen gelungen ist, das Erdgasnetz in diesem Bereich wiederherzustellen. Somit erhalten die Menschen, die lange Zeit ohne warmes Wasser und ohne Heizung auskommen mussten, wieder ein Stück Normalität zurück“, erklärte der Sprecher der evm-Gruppe, Marcelo Peerenboom. Er dankte im Namen der evm-Gruppe allen Beteiligten für ihren bemerkenswerten Einsatz im Sinne der betroffenen Bürger.

Damit diese Ortsteile südlich der Ahr wieder ans Gasnetz angeschlossen werden konnten, war viel Vorarbeit notwendig: Vor allem musste eine neue Ahrquerung erstellt werden. Mit einem speziellen Spülbohrverfahren konnte eine neue Erdgasleitung unterhalb des Flussbettes gebaut werden. Diese wurde dann mit der bestehenden Hochdruckleitung, die über Bad Bodendorf nach Lohrsdorf führt, verbunden.

Nachdem am Dienstagmorgen wieder Gas auf die Leitung gegeben wurde, konnten die Monteure und Installateure ausschwärmen, um in den einzelnen Gebäuden die Netzanschlüsse zu entlüften. Dort, wo ein Gaszähler noch vorhanden ist, konnten dann auch gleich die Heizungsanlagen wieder in Betrieb genommen werden. In anderen Häusern, in denen Gaszähler unter Wasser standen und in der Folge Zähler ausgebaut wurden, werden Installateure die Heizungsanlagen überprüfen ggf.- Instand setzen neue Zähler montieren und die Anlagen in Betrieb nehmen. Die restlichen Straßenzüge in Heimersheim werden ab kommendem Montag wieder versorgt werden können.

In den nächsten Wochen will die enm nach und nach die Ortsnetze in den nächsten Stadtteilen und Ortschaften wieder in Betrieb nehmen. Die Arbeiten hierfür machen täglich große Fortschritte. „Nach dem aktuellen Stand werden wir bis Ende November alle Orte wieder anschließen können“, berichtete Marcelo Peerenboom.