Kategorien
Top-Themen

60 kg weniger dank eines Schlauchmagens

Region/Mayen-Koblenz – Adipositaszentrum Mittelrhein bietet Hilfe im Kampf gegen das Übergewicht. Zu Spitzenzeiten brachte er 150 kg auf die Waage. Jetzt sind es nur noch 90 kg. Ein Schlauchmagen brachte das Ende eines Kampfes gegen die Kilos.

„Als ich 30 Jahre alt war, ging es los mit dem Übergewicht“, erzählt Roland Börner. Unaufhaltsam kletterte die Waage immer höher. „Vor 20 Jahren habe ich dann mit Diäten angefangen“, erinnert sich der heute 69-Jährige, aber leider erfolglos: 15 kg runter und danach 25 kg wieder rauf. „Dreimal habe ich einen Versuch gestartet, aber durch den Jojo-Effekt wurde es immer mehr statt weniger.“ Dann wurde Roland Börner ernsthaft krank. Trotz einer Krebserkrankung verlor der 1,76 m große Mann nur 10 kg an Gewicht. Dazu kam ein Herzinfarkt. Nun beschloss der ehemalige Fernfahrer, seine Lebensweise drastisch zu ändern. „Statt ein neues Auto zu kaufen haben wir ein Schwimmbad in den Garten gebaut. Sport und Bewegung war angesagt und meine Frau war immer an meiner Seite dabei. Aber leider hat auch das nicht geholfen. Nach dem Sport hatte ich mehr Hunger – es war ein Teufelskreis!“

Aufgrund seiner Vorerkrankung hatte Roland Börner Kontakt zu Prof. Dr. Samir Said im Ev. Stift St. Martin bekommen. Er ist neben seiner Funktion als Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie auch Leiter des Adipositaszentrums im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein. „Wir haben Roland Börner zu einer Schlauchmagen-Operation geraten“, so der Chefarzt. „Bei der Herstellung eines Schlauchmagens wird mit Hilfe eines Klammernaht­gerätes mit minimal-invasiver Technik der größte Teil des Magens entfernt. Es verbleibt ein etwa 1,5 cm breiter schlauchförmiger Magenrest, dessen Aufnahmekapazität rund 80 bis 150 ml beträgt. Hierdurch wird das Magenvolumen beträchtlich vermindert und es werden nur noch kleine Nahrungsmengen aufgenommen.“ Im März 2020 erfolgte die Operation. „Nach der OP habe ich mich wunderbar gefühlt“, strahlt Roland Börner. „Außer fünf kleinen Löchelchen war gar nichts zu sehen und es hat wirklich nichts wehgetan. Bis heute kann ich nur ganz wenig essen und ein Hungergefühl oder großes Verlangen auf Essen habe ich gar nicht mehr.“ Prof. Said erklärt, warum das so ist: „Durch die Operation gibt es auch hormonelle Veränderungen im Körper. Da ändert sich was im Kopf und man hat einfach keine Lust mehr auf so viel und vor allem nicht auf fettige Nahrung.“ Der Grund ist die chirurgische Ausschaltung des Hungerhormons Ghrelin im oberen Anteil des Magens (der mit entfernt wird) und die Dehnung der Magenwand, die dann ein frühzeitiges Sättigungsgefühl erzeugt. Die Portionen sind nun wesentlich kleiner. Rund 150 ml pro Mahlzeit schätzt Roland Börner, das sind etwa 30 Prozent einer normalen Hauptmahlzeit. „Man muss allerdings ordentlich und langsam kauen. Trinken geht in kleinen Mengen, soviel man will. Solange es rutscht, ist alles prima – ich kann nämlich nicht mehr richtig aufstoßen. Und was manchmal noch dazu kommt ist Sodbrennen. Aber das macht nichts. Mir geht es jetzt richtig gut. Ich hoffe, dass das so bleibt. Ich kann diese Operation absolut empfehlen. Essen ist einfach kein Hauptthema mehr in meinem Leben. Ich bin froh, dass ich den Eingriff habe machen lassen!“

Die Operation dauerte etwa eine Stunde. Im Krankenhaus blieb er fünf Tage. Danach ging es direkt nach Hause. Heute hat Roland Börner ein ganz neues und viel besseres Lebensgefühl. Auf seiner Speisekarte steht viel Salat, wenig Fleisch, keine süßen Getränke und im Alltag viel Bewegung. „Eine normale Portion Salat im Restaurant schaffe ich gar nicht mehr. Bei mir ist jetzt alles in bester Ordnung“, strahlt er – und nach seinem schönsten Erlebnis nach der Operation gefragt antwortet er: „Dass ich mir endlich die Schuhe wieder selbst zubinden kann, früher war ja der Bauch im Weg.“

Kontakt zum Adipositaszentrum Mittelrhein: Telefon: 0261 137-1985,
E-Mail: adipositas@gk.de. Weitere Infos unter: www.adipositaszentrum-mittelrhein.de

Kategorien
Top-Themen

Klimaneutralität: Stadt Aachen gewinnt Europas wichtigsten Mobilitätspreis

Aachen – Europas Vorreiter in Sachen nachhaltige urbane Mobilität und Verkehr sind am Mittwochabend (20. Oktober) bei den CIVITAS-Awards 2021 geehrt worden, die erstmals in Aachen stattfanden. Neben der Stadt Aachen wurden Parma (Italien) und Gdynia (Polen) in drei verschiedenen Kategorien ausgezeichnet und erhielten die renommiertesten europäischen Preise für nachhaltige Konzepte der urbanen Mobilität.

CIVITAS Award Ceremony. Foto: Stadt Aachen / Andreas Steindl

Im Rahmen eines dynamischen CIVITAS-Forums überreichten hochrangige Mobilitätsexperten die Preise. Für die Stadt Aachen nahmen Isabel Strehle (Leiterin des Fachbereich Stadtentwicklung, -planung und Mobilitätsinfrastruktur) und Klaus Meiners (stellvertretender Leiter des Fachbereichs Klima und Umwelt) den Preis entgegen.

CIVITAS Award Ceremony. Foto: Stadt Aachen / Andreas Steindl

Im letzten Jahr hat Aachen bei der Umgestaltung seiner Mobilitätslandschaft einen großen Schritt nach vorn gemacht, wie die Fachjury anerkannte. Die Stadt wurde als Gewinnerin des diesjährigen Preises für die überzeugendsten Ansätze zur Transformation der städtischen Mobilität ausgezeichnet. Seit 2020 wurden in Aachen 4,2 Kilometer Radhauptverbindungen geschaffen, 1076 Fahrradständer gebaut, 150 neue Ladestationen für E-Fahrzeuge errichtet, die ersten Wasserstoff-Abfallsammelfahrzeuge in Deutschland eingeführt und die Kapazität ihrer Abteilung für Mobilität und Planung erhöht hat.

CIVITAS Award Ceremony. Foto: Stadt Aachen / Andreas Steindl

Aachens Stadtbaurätin Frauke Burgdorff sagte nach der Verleihung, die im DEPOT Talstraße stattfand, sichtlich erfreut: „Aachen ist eine durch und durch europäische Stadt und wir haben mit dem CIVITAS-Preis einen europäischen Preis erhalten. Wir sind unglaublich stolz! Dieser Preis ist eine Aufforderung, noch besser zu werden. Denn es ist ein Preis für Transformation. Das heißt: Es ist kein Preis für all das, was wir bereits geschafft haben, sondern für alles, was wir noch schaffen wollen. Ich freue mich sehr, dass uns die Europäische Kommission anspornt, schneller und besser zu werden, um eine klimaneutrale Stadt zu sein.“

Auch Uwe Müller, Leiter der Abteilung Verkehrsplanung und Mobilität der Stadt Aachen, sagte, dass man auf diese Transformation wirklich stolz sein könne. Müller weiter: „Der CIVITAS-Transformationspreis für Aachen zeigt, dass Wandel in der Mobilität stattfindet! Die Mobilitätsinfrastruktur wendet sich den Menschen zu: Wir schaffen mehr Raum für sichere, ruhige und umweltfreundliche Mobilität und wir schaffen mehr Aufenthaltsqualität. Der Preis ist Belohnung und Ansporn zugleich: eine Belohnung für unser junges und ambitioniertes Team von ‚Treiberinnen und Treibern‘ der Mobilitätswende, die alle Bereiche der Mobilität angehen; und ein Ansporn, diesen nachhaltigen Prozess für alle fortzusetzen – für die Bürgerinnen und Bürger, die Beschäftigten, die politischen Entscheidungsträgerinnen und -träger, die Besucherinnen und Besucher und nicht zuletzt für die Region. Ich bin wirklich stolz darauf, Teil dieses Wandels in Aachen zu sein!“

Isabel Strehle und Klaus Meiners betonten bei der Entgegennahme des Preises, dass es vor allem eine Auszeichnung für ein großes Team sei, das gemeinsam den Weg der Mobilitätswende in Aachen beschreite. Sie lobten die Entschlossenheit der Politik, die wegweisende Beschlüsse getroffen habe. Mit dem Integrierten Klimaschutzkonzept (IKSK), mit dem vielfältigen Mobilitätsprojekt #AachenMoove! und dem von vielen zehntausend Bürgerinnen und Bürgern auf den Weg gebrachten Radentscheid habe man die richtigen Weichen gestellt, um die großen Herausforderungen der Zukunft anpacken zu können.

Seit 2004, als das polnische Gdynia an seinem ersten CIVITAS-Projekt (CIVITAS TELLUS) teilnahm, hat die Stadt die Lektionen, die sie durch CIVITAS gelernt hat, in großem Umfang in ihre Mobilitätsmaßnahmen und -politik integriert. Dies hat den Plan für nachhaltige urbane Mobilität (SUMP) der Stadt beeinflusst, ebenso wie die Einführung neuer Busspuren, Lastenfahrräder, fußgängerfreundlicher Zonen, Oberleitungsbusse und sauberer Busse, Mobilitätskampagnen, Datenmanagement und vieles mehr. Bei dieser Erfolgsbilanz ist es klar, warum Gdynia den diesjährigen „Legacy“-Preis gewonnen hat. Die italienische Stadt erhielt den CIVITAS-Preis für Klimanautralität.

Die Preisträger*innen und ihre außergewöhnliche Arbeit wurden am Mittwochabend bei der offiziellen Preisverleihung im Rahmen der diesjährigen CIVITAS Forum Konferenz 2021 gewürdigt. Die Zeremonie wurde von der Stadt Aachen ausgerichtet und vom fünffachen TEDx-Redner Dan Ram moderiert.

Bei der Verleihung wies Matthew Baldwin, Deputy Director-General for Transport and Mobility der Europäischen Kommission auf das außergewöhnliche Niveau der Arbeiten der diesjährigen Preisträger hin: „Ein ist ein besonders spannendes Jahr für mich beim CIVITAS-Forum. Wir können hier all die viele Arbeit sehen, die wir über Jahre geleistet haben und die uns jetzt in Richtung klimaneutraler Städte führt. Wir hoffen, dass wir es so in der EU bis zum Jahr 2030 schaffen, 100 klimaneutrale Städte zu haben.“

Weitere Informationen über die CIVITAS-Preise finden Sie unter: https://civitas.eu/awards.

Kategorien
Top-Themen

Mega-Spende von 40.000 Euro für die Flutopfer-Hilfe – Die „Eurobaustoff“ hatte ihre 453 Gesellschafter zu Spenden aufgerufen

Kall – Es kommt selten vor, dass der Vorsitzende der Hilfsgruppe sprachlos ist, doch bei dieser Nachricht verschlug es ihm die Stimme: „Das hilft uns in unseren Bemühungen, auch weiterhin Eifeler Flutopfer unterstützen zu können, einen großen Schritt weiter”, freute sich Willi Greuel über die Nachricht, dass die Eurobaustoff Handelsgesellschaft mit Sitz in Bad Nauheim der Hilfsgruppe eine Mega-Spende von 40.000 Euro für die Flutopfer-Hilfe zukommen lasse. Inzwischen wurde der Scheck zugestellt, den Willi Greuel beim jüngsten Monatstreffen des Kaller Vereins präsentierte.

Nach der Flut hatte die Eurobaustoff Handelsgesellschaft unter den insgesamt 453 Gesellschaftern einen Spendenaufruf gestartet, um Opfer der schlimmen Flut in den betroffenen Regionen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zu unterstützen. Unternehmens-Sprecher Thorsten Schmidt: „Wir wollen den Menschen in den Flutgebieten direkt helfen denn gerade wir als Teil der Baubranche, die es gewohnt sind, Dinge mit aufzubauen, wollten angesichts der Not in den Hochwassergebieten solidarisch, schnell und unbürokratisch helfen“.

Weil die Gesellschaft auf wirtschaftlich sehr erfolgreiche Jahre zurückblicke, wolle sie diesen Erfolg in diesen, für so viele Menschen schweren Zeiten, teilen. Viele Gesellschafter als Baufachhändler hätten zudem auch direkt nach der Flut direkt vor mit Sachspenden und Gerätschaften Hilfe geleistet.

Der Spendenaufruf bei den Gesellschaftern sei auf ein großes Echo gestoßen, berichtet Thorsten Schmidt: „Insgesamt haben wir eine Spendensumme von 400.000 Euro erzielt, die an Organisationen in den betroffenen Gebieten verteilt werden“. Die Auswahl der Spenden-Empfänger erfolge durch eigene Recherchen und Empfehlungen der regionalen Gesellschafter.

Die Empfehlung, die Hilfsgruppe zu unterstützen, sei über den Geschäftsführer des Zentrallagers Rheinland, Marcel Schnietz, abgegeben worden. Thorsten Schmidt: „Das Zentrallager ist in Euskirchen angesiedelt, und von Herrn Schnietz wurde Ihr Verein als sehr aktiv, „geerdet“ und als nah an den Menschen beschrieben“. Die Website der Hilfsgruppe mit dem Statement von Landrat Markus Ramers habe die Empfehlung weiter gestützt.

Es sei eine der größten Einzelspenden, die die Hilfsgruppe in den fast 30 Jahren ihres Bestehens bekommen habe, bedankte sich Willi Greuel mit dem Versprechen: „Wir versichern Ihnen, dass jeder Cent davon, den betroffenen Familien zu Gute kommt.“

Die Eurobaustoff Handelsgesellschaft ist die Kooperationszentrale und Dienstleistungscampus für derzeit 453 mittelständische Fachhändler für Baustoffe, Holz und Fliesen. An den rund 1600 Standorten in ganz Europa (unter anderem auch Euskirchen und Kall) sind rund 42.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie rund 3000 Auszubildende beschäftigt. Damit ist die EUROBAUSTOFF Europas umsatzstärkste Kooperation von mittelständischen Bau-Fachhändlern. Die Zentrale mit Sitz in Bad Nauheim und Karlsruhe mit rund 430 Beschäftigten sieht sich mit ihrem Dienstleistungscampus als unterstützender Partner der Gesellschafterhäuser bei allen Aufgaben jenseits des täglichen Vertriebsgeschäftes. Vor diesem Hintergrund bietet die Gesellschaft  ihnen ein umfangreiches Portfolio an Dienstleistungen, die auch individualisiert zur Verfügung stehen. (sü)

Kategorien
Top-Themen

Baustart für die erste Wasserstoff-Tankstelle im Kreis Düren ist erfolgt

Düren – Busse und Pkw können bald in Düren mit Wasserstoff an der Shell Tankstelle „Im großen Tal 1“ auftanken. Landrat Wolfgang Spelthahn, Falk Schulte-Wintrop (H2 MOBILITY) und Josef Busch, Geschäftsführer des Shell Markenpartner-Unternehmens PM Pfennings, haben jetzt in einer gemeinsamen Stellungnahme anlässlich des Baustarts der neu entstehenden H2-Tankstelle im Gewerbegebiet auf die Möglichkeiten von Wasserstoff im Transportsektor hingewiesen. Bauherrin und Betreiberin ist die H2 MOBILITY Deutschland, die Technik stammt von Air Liquide.

Wasserstoff dient derzeit vor allem der Betankung von Elektro-Fahrzeugen mit Brennstoffzelle. Ihre Vorteile: kein Lärm, keine Schadstoffe, aber gleiche Nutzung, Geschwindigkeit und Reichweite wie bei Fahrzeugen mit Otto- oder Dieselmotor. Wasserstofffahrzeuge verfügen über Reichweiten von 500 bis 700 Kilometern und tanken in nur drei bis fünf Minuten, Busse benötigen, wie herkömmliche Busse auch, ca. 15 Minuten zum Auftanken und erzielen damit ca. 300 Kilometer Reichweite. Mittelfristig wollen aber vor allem auch die Hersteller von Nutzfahrzeugen entsprechende Fahrzeuge mit Brennstoffzellen-Antrieb auf den Markt bringen.

Die Fertigstellung der Wasserstofftankstelle in Düren ist für Ende des Jahres 2021 geplant. Sie liegt verkehrsgünstig an der Autobahn A4 und ergänzt die bisher 18 Wasserstofftankstellen in NRW. Der Kreis Düren hat Stand heute fünf Wasserstoffbusse bestellt und setzt selbst bereits zwei H2-Fahrzeuge in seinem Fuhrpark ein. Die ersten fünf Wasserstoff-Busse werden bis Januar 2022 im Kreis Düren eintreffen und verkehren. Ab dann werden jedes Jahr fünf weitere Busse hinzukommen. Auch der Fuhrpark des Kreises Düren wird mit weiteren H2-Fahrzeugen ausgebaut.

Zudem fahren mittlerweile auch einige Kommunen wie Nörvenich und Jülich sowie Privatunternehmen Wasserstoffautos. Darüber hinaus wird der Kreis Düren im nächsten Jahr auf der Basis von Sonnenenergie mit der Produktion von grünem Wasserstoff im Brainergy-Park in Jülich beginnen.

Landrat Wolfgang Spelthahn: „Heute ist ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht, denn wir sind fest von der Wasserstofftechnologie überzeugt und planen, vier weitere H2-Tankstellen verteilt über das gesamte Kreisgebiet zu bauen.“

PM Pfennings setzt ebenfalls auf Wasserstoff und plant im Landkreis Düren den Bau einer H2-Station, speziell für den Schwerlastverkehr: „Gerade für schwere Anwendungen bietet Wasserstoff die größten Vorteile – kurze Betankungszeiten, große Reichweiten und niedriges Gewicht“, so Josef Busch.

„Mit der Station in Düren schließen wir die Versorgungslücke zwischen Köln und Aachen und damit auf dem Weg nach Belgien und in die Niederlande“, sagte Falk Schulte-Wintrop, für die strategische Unternehmensentwicklung bei H2 MOBILITY verantwortlich. Bundesweit gibt es derzeit bereits 91 Wasserstoffstationen.

Um mit Wasserstoff in Deutschland auftanken zu können, benötigt man die H2 MOBILITY-Card, die einfach online unter www.h2.live bestellt werden kann.

Der Bund fördert den Bau der Wasserstofftankstelle in Düren über das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffellentechnologie (nip) mit etwa 1,3 bis 1,4 Millionen Euro.

Kategorien
Top-Themen

Stadtarchiv Stolberg sucht Erinnerungen an die Hochwasser-Katastrophe

Stolberg – Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger gefragt. Die Hochwasserkatastrophe vom 14. Juli 2021 ist bereits als eines der größten und schrecklichsten Ereignisse in die Geschichte der Kupferstadt Stolberg eingegangen. Während viele Bürgerinnen und Bürger nun seit drei Monaten im Hier und Jetzt unablässig daran arbeiten, diese Krise zu bewältigen, ist es auch Zeit, daran zu denken, wie die Hochwasserkatastrophe zukünftig erzählt wird.

Das Stadtarchiv der Kupferstadt Stolberg möchte mit den Bürgerinnen und Bürgern zusammen proaktiv Geschichte schreiben: Aus diesem Grund sammelt das Archiv gezielt Erinnerungsstücke und Berichte, so dass in späteren Zeiten ein möglichst anschauliches und genaues Bild von den Ereignissen 2021 gezeichnet werden kann.

Für eine aussagekräftige Darstellung bittet das Stadtarchiv um Mithilfe. Folgende Materialien sind interessant: Fotos und Videos von den Katastrophentagen, von den Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten, von den solidarischen Initiativen, persönliche Geschichten als Text oder Videobeitrag sowie Objekte, die aus dem Hochwasser gerettet werden konnten oder die eine besondere Geschichte erzählen.

Alles, was in kommenden Zeiten unsere Geschichte dieser Katastrophe und ihrer Bewältigung erzählen kann, ist herzlich willkommen! Stadtarchivar Christian Altena steht sehr gerne für Stiftungen sowie Fragen und Anregungen bereit:

Christian Altena
Stadtarchivar
christian.altena@stolberg.de
Tel 02402/13364

Bei allem, was Sie dem Archiv anvertrauen, bleibt selbstverständlich das Urheberrecht gewahrt. Das Stadtarchiv der Kupferstadt Stolberg dank bereits vorab herzlich für die Mithilfe!

Kategorien
Top-Themen

Landkreis Bernkastel-Wittlich arbeitet aktiv gegen den Ärztemangel auf dem Land

Wittlich – Damit die angehenden Medizinerinnen mobil zwischen ihrer Unterkunft und Arbeitsstätte waren und die Moselregion auch in ihrer Freizeit erkunden konnten, stellte Westenergie kostenlos ein Elektroauto und drei E-Bikes zur Verfügung.

Ziel aller Bemühungen ist es jungen Nachwuchsmedizinern attraktive Arbeitsbedingungen zu ermöglichen.

Noch gibt es im Landkreis Bernkastel-Wittlich genug Hausärzte. Die Aussichten sind jedoch weit weniger gut: Bis 2024 werden voraussichtlich 50 Hausärzte im Kreis in den Ruhestand gehen. Nachfolger gibt es kaum. Das bedeutet für viele Patienten, dass sie entweder sehr lange Wartezeiten und Anfahrtswege in Kauf nehmen müssen oder keinen Hausarzt mehr finden. Auch Krankenhäuser haben Schwierigkeiten Ärztenachwuchs zu gewinnen, was die Versorgung im Ganzen weiter verschlechtert.

Um dem Ärztemangel zu begegnen, setzt der Landkreis ein Konzept mit mehreren Bausteinen zur Sicherung der ärztlichen Versorgung um.  So beispielsweise aktuell die Gruppenfamulatur (Famulatur = Praktikum im Medizinstudium). Angehende Ärzte müssen während des Studiums verschiedene Praktika durchlaufen. Meist geschieht dies entweder in der Nähe der Uni oder in der Nähe der eigenen Heimat um zusätzliche Kosten für Unterkunft oder Reisekosten zu sparen.

Um diese Hürde abzubauen und auch Praxen in ländlichen Räumen für Medizinstudierende attraktiv zu machen organisierte der Landkreis erstmalig eine Gruppenfamulatur für drei angehende Ärztinnen, um sie so für unsere Region und die Niederlassung als Hausarzt zu begeistern. Ziel ist eine frühzeitige Kontaktanbahnung zwischen niedergelassenen Ärzten und Nachwuchsmedizinern, um die Attraktivität der Allgemeinmedizin erlebbar zu machen und frühzeitig einen persönlichen Kontakt zu den niedergelassenen Ärzten herzustellen. In der Folge des ersten Projektes sind anknüpfende Veranstaltungen geplant. So soll der persönliche Kontakt während der gesamten Ausbildungszeit zum Facharzt aufrecht erhalten werden. Am Ende, so die Hoffnung, steht eine Begeisterung für den Landkreis und bestenfalls sogar eine Niederlassung im Landkreis.

Im Rahmen der Gruppenfamulatur organisierte der Landkreis für die drei Studentinnen eine gemeinsame Unterkunft in Kröv und übernahm die Kosten hierfür. Die Betreuung fand jeweils von einem niedergelassenen Arzt in Kröv, Wittlich und Lieser statt. Damit die angehenden Medizinerinnen zudem mobil zwischen ihrer Unterkunft und Arbeitsstätte waren und die Moselregion auch in ihrer Freizeit erkunden konnten, stellte Westenergie für die Studentinnen der Medizin kostenlos ein Elektroauto und drei E-Bikes zur Verfügung. Theresa Knod, Mitarbeiterin im Bereich der Kommunalbetreuung bei Westenergie in der Region Trier, betonte: „Als Partner der Kommunen unterstützen wir den Landkreis nicht nur bei wichtigen Infrastrukturthemen wie der Stromversorgung, der Straßenbeleuchtung und dem Ausbau von schnellem Internet. Auch bei wegweisenden Initiativen wie hier zur Bekämpfung des Arztkräftemangels leisten wir im Rahmen der Möglichkeiten von Westenergie gerne einen Beitrag.“

Die Studentinnen waren begeistert von der Gruppenfamulatur im hausärztlichen Bereich. Besonders hoben sie hervor, dass sie sehr positiv über das vielfältige Landarztleben überrascht waren. So bemerkte eine der Famulantinnen: „(…) dass ich zwischendurch Zeit hatte, mich in eine Patientenakte einzulesen und mich über die Krankheitsbilder zu informieren, hat mir sehr viel geholfen. In der Klinik hat man dafür keine Zeit und alles ist viel zu schnell dafür, dass das ein erster Einblick in die Praxis sein soll.“ Auch eine andere bewertete den fachlichen Teil durchweg positiv: „Natürlich ist in Landarztpraxen auch oft viel los und es gibt stressige Tage. Dennoch konnte man sich eigentlich immer die Zeit für die Patienten nehmen, die sie benötigen. Dadurch wird die Bindung zu den Patienten gestärkt, die Compliance erhöht und der Krankheitsverlauf kann meiner Meinung nach positiv beeinflusst werden.“

Trotzdem seien die Arbeitszeiten besser als in der Klinik und die Arbeit insgesamt weniger belastend. Auch die gemeinsame Unterkunft und die Möglichkeit ihre Erfahrungen auszutauschen trug dazu bei das Gelernte zu vertiefen und Einblicke in die Organisation der anderen Praxen zu erhalten.

Nach Aussage der Studentinnen fruchtet die Initiative. „Eigentlich hört man über die Hausarztfamulatur vor allem, dass sie langweilig sein soll, allerdings hat sich dieses Gerücht bei mir nicht mal ansatzweise bestätigt. Auch wenn ich durch meine Eltern eher den Alltag eines Arztes im Krankenhaus kenne, hat diese Hausarztfamulatur auf dem Land mein Bild eines Hausarztes deutlich verbessert. Ich habe sehr viel dazulernen können, egal ob es neue Krankheitsbilder, Sonographie/Echo oder das differentialdiagnostische Denken war. Auch die Erfahrung für einen Monat auf dem Land zu leben und zu sehen, was für Aufgaben auf einen Hausarzt zukommen, war sehr interessant für mich.“

Die Antworten zeigen deutlich, wie wichtig es ist für den Beruf des Allgemeinmediziners schon früh im Medizinstudium zu werben. Es wird aber auch deutlich, dass eine strukturelle Veränderung der Niederlassung notwendig ist. Die Antwort überrascht nicht, steht sie doch exemplarisch für viele andere Studenten: denn diese Ergebnisse liefern auch die Befragungen der Uni Trier durch Prof. Jacob: Der Medizinernachwuchs wünscht sich mehr Teamarbeit, flexiblere Gestaltungsmöglichkeiten in der Arbeitszeit und eine Entlastung von der Bürokratie.

Gut, dass der Landkreis auch hier aktiv ist und Bemühungen der aktuell praktizierenden Ärzte unterstützt zusammen zu gehen: so konnte dank der intensiven Bemühungen von Landkreis und der Gemeinde Morbach beispielsweise das aktuell im Bau befindliche Ärztehaus mit gemeinsam genutzten Räumen gegründet werden.

Auch die durch den Landkreis initiierte Gründung und Bewerbung des Weiterbildungsverbundes ist ein wichtiger Baustein um die Ausbildung von Hausärzten im Landkreis attraktiv werden zu lassen. Hierbei geht es darum das Zusammenspiel von Praxen und Krankenhäusern im Ausbildungsverlauf von Allgemeinmedizinern individuell abzustimmen und dem angehenden Arzt die Organisation zu erleichtern.

Ziel aller Bemühungen ist es jungen Nachwuchsmedizinern attraktive Arbeitsbedingungen zu ermöglichen, sei es in der Einzelpraxis, Medizinischem Versorgungszentrum (MVZ) oder in den Krankenhäusern, um die ärztliche Versorgung auf dem Land langfristig in einer guten Qualität sicherzustellen. „Die Sicherstellung der medizinischen Versorgung ist essentiell für unsere Bürger und die Zukunftsfähigkeit unseres Landkreises. Viele weitere Aktivitäten sind geplant.“ so Landrat Gregor Eibes.

Kategorien
Top-Themen

Civitas-Forum “Smart routes towards climate-neutral cities” am 20. und 21. Oktober in Aachen

Aachen – Das CIVITAS Forum, Europas führende Konferenz für nachhaltige Mobilität, findet am 20.-21. Oktober 2021 in Aachen statt und wird Expert*innen und Praktiker*innen aus dem gesamten Kontinent zusammenbringen, um die Rolle des Verkehrs bei der Etablierung klimaneutraler Städte durch und für Bürger*innen zu ergründen.

Das hybride Format, das Online- und Vor-Ort-Aktivitäten kombiniert, wird den Teilnehmenden die Möglichkeit bieten, Fragen zur Rolle der Mobilität und des Verkehrs zu diskutieren und zu erörtern, wie lokale Behörden die Unterstützung der Europäischen Kommission in Anspruch nehmen und ihren Einfluss bei der Förderung der lokalen Wirtschaft nutzen können.

Die Online-Anmeldung ist kostenlos und steht allen Expert*innen und Interessierten für nachhaltige urbane Mobilität und Städte offen.

Wie Matthew Baldwin, stellvertretender Direktor der Generaldirektion Verkehr und Mobilität der Europäischen Kommission, erklärt:

Die EU-Kommission hat kürzlich das Ziel festgelegt, bis 2030 100 klimaneutrale Städte zu schaffen. Natürlich erfordert die Erreichung eines solchen Ziels die Zusammenarbeit zwischen allen Regierungsebenen und allen Bereichen des städtischen Lebens.

Vor dem Hintergrund des Themas „Smart routes towards climate-neutral cities“ wird das CIVITAS Forum 2021 die Teilnehmenden dazu anregen, Mobilität in einem anderen Licht zu betrachten. Unsere urbane Mobilität der Zukunft muss vollständig nachhaltig sein, wenn die Städte klimaneutral werden sollen. Wenn wir dies erreichen können, werden wir folglich auch eine viel bessere Luftqualität, weniger Staus und weniger Verkehrstote zu verzeichnen haben. Nachhaltige Städte profitieren bereits von diesen kooperativen Mobilitätskonzepten, die von Organisationen wie CIVITAS geleitet werden.

Online- und Vor-Ort-Teilnehmende können sich auf zwei interessante und informative Tage mit Diskussionen und Networking freuen. Diejenigen, die in Aachen anwesend sind, haben die Möglichkeit, an Besichtigungen in der Stadt teilzunehmen, einschließlich einer Tour zu den emissionsfreien Fahrzeugen der Stadt, dem Universitätscampus und dem Bahntrassenradweg.

Die Gewinner*innen der CIVITAS Awards werden im Rahmen eines Gala-Dinners bekannt gegeben, das durch den fünfmaligen TEDx-Speaker Dan Ram moderiert wird. Ausgezeichnet werden Städte, die innovative Ansätze und einen systematischen Wandel zur Schaffung einer nachhaltigen urbanen Mobilität in ihrem lokalen Kontext demonstrieren konnten.

Sibylle Keupen, Oberbürgermeisterin von Aachen, erläutert die Bedeutung des Forums 2021:

Wir haben ein sehr begrenztes Zeitfenster, um die Gesellschaft konsequent auf Klimaneutralität auszurichten. Wir müssen schnell und vor allem gemeinsam handeln, um die großen Potenziale der nachhaltigen Mobilität konsequent für dieses Gesamtziel zu nutzen. Denn wir sind uns unserer großen Verantwortung gegenüber unseren Kindern und Enkelkindern bewusst, ihnen eine zukunftsfähige Welt zu hinterlassen. Die nächsten Generationen haben ein Recht darauf, deshalb müssen wir jetzt handeln; wir müssen mutig handeln!

Über die CIVITAS-Initiative

CIVITAS ist ein Netz von über 320 Städten, die sich für einen saubereren und besseren Verkehr in Europa und darüber hinaus einsetzen. CIVITAS wurde 2002 ins Leben gerufen und befindet sich nun in der fünften Phase.

Derzeit werden drei „Living Lab“-Projekte unterstützt, in denen eine Reihe nachhaltiger Mobilitätslösungen umgesetzt werden, sowie 13 Forschungsprojekte im Rahmen des Finanzierungsprogramms Horizont 2020 der Europäischen Kommission. Weitere Informationen finden Sie hier: civitas.eu

Über die CIVITAS-Forum-Konferenz

Das CIVITAS-Forum ist das jährliche Flaggschiff der CIVITAS-Initiative. Jedes Jahr zeigt es Europas führende Lösungen für nachhaltige Mobilität und bringt die Gemeinschaft des sauberen Verkehrs zusammen, um sich über die dringendsten Themen in diesem Bereich auszutauschen. Die diesjährige Veranstaltung in Aachen ist die 18. Ausgabe des Forums und kehrt an den Ort zurück, an dem es 2003 zum ersten Mal stattfand.

Kategorien
Top-Themen

LEADER 2023: Neue Wettbewerbs-Runde zur Entwicklung des ländlichen Raumes in Nordrhein-Westfalen

Region/Düsseldorf – NRW Ministerin Heinen-Esser: LEADER ist eine Erfolgsgeschichte. Das Programm hilft, Regionen und ländliche Räume gemeinschaftlich zukunftssicher zu gestalten. Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW teilt mit: Ab sofort können sich ländliche Regionen in Nordrhein-Westfalen wieder als LEADER-Region bewerben. Im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) können über das Förderprogramm LEADER ländliche Regionen eigene Entwicklungsstrategien mit europäischen und nationalen Fördermitteln in einer Höhe von jeweils bis zu rund drei Millionen Euro umsetzen.

„LEADER und aktuell die 28 bestehenden LEADER-Regionen sind eine Erfolgsgeschichte zur Förderung der ländlichen Räume. Das Programm schafft zukunftssichere starke ländliche Räume. Es ermöglicht der lokalen Bevölkerung, regionale Projekte eigenständig zu entwickeln und umzusetzen“, sagt Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser. „Mit ihrem Wissen können die Menschen vor Ort die Zukunft ihrer Heimat mitgestalten und aktuellen sowie zukünftigen Herausforderungen gemeinschaftlich entgegentreten. Dabei spielen Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, der Schutz natürlicher Ressourcen, die Digitalisierung des ländlichen Raums sowie die Stärkung des sozialen Miteinanders eine zentrale Rolle.“

Gesucht werden auch jetzt wieder die besten Ideen für die Entwicklung ländlicher Regionen. Bis zum 4. März 2022 können sich regionale übergemeindliche Zusammenschlüsse in ländlich strukturierten Gebieten mit 40.000 bis 150.000 Einwohnern bewerben. Alle bis dahin eingegangenen Bewerbungen werden durch eine unabhängige Jury aus Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Verbänden fachlich begutachtet. Die ausgewählten LEADER-Regionen können sich dann über eine finanzielle Unterstützung, abhängig von der Einwohnerzahl, in Höhe von 2,3 bis 3,1 Millionen Euro freuen.

Das EU-Förderprogramm LEADER wird im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) in Nordrhein-Westfalen bereits seit 1994 angeboten. Seitdem wurden rund 1.500 Projekte mit einem Volumen von mehr als 100 Millionen Euro gefördert. Die teilnehmenden Projekte sind dabei so vielfältig, wie die Regionen selbst: So fahren in Bürgerbusvereinen ehrenamtlich engagierte Mitbürgerinnen und Mitbürger von abgelegenen Ortschaften in die Hauptorte, Schulklassen lernen in Projekten wie „Smart Energy Experience“ zukunftsweisende Technologien kennen oder Karrierenetzwerke wie „Azubi gesucht …!“ liefern jungen Menschen wertvolle Informationen über Ausbildungsberufe und Karrierechancen. Weitere Projektbeispiele können der Broschüre „LEADER UND VITAL.NRW – Zwei Erfolgsmodelle für den ländlichen Raum in Nordrhein-Westfalen“ entnommen werden.

Weitere Informationen zur LEADER-Förderung sowie dem aktuellen Wettbewerbsaufruf sind zu finden unter www.umwelt.nrw.de

Die Broschüre „LEADER UND VITAL.NRW – Zwei Erfolgsmodelle für den ländlichen Raum in Nordrhein-Westfalen“ ist verfügbar unter https://url.nrw/leader_vital

Kategorien
Top-Themen

Ein „Masterplan für Sport und Bewegung im Ahrtal“

Region/Ahrtal/Koblenz – Damit Vereine nicht auf der Strecke bleiben: SBR, ISE und FH Koblenz bieten Kommunen konkrete Unterstützung an. Der Sportbund Rheinland (SBR), das Institut für Sportstättenentwicklung (ISE) in Trier und der Fachhochschule (FH) Koblenz bieten den von der Flutkatastrophe betroffenen Kommunen die aktive Mithilfe beim Aufbau der Sportinfrastruktur an. Dies geht aus einem Schreiben von SBR-Präsidentin Monika Sauer und der stellvertretenden SBR-Geschäftsführerin Susanne Weber an die Träger der Sportanlagen hervor. Mit Blick auf die herausragende Bedeutung des Sportes für das Gemeinwohl warnen sie davor, den Wiederaufbau von Sportstätten hintenanzustellen. Ansonsten wären viele Sportvereine in ihrer Existenz gefährdet.

„Sport ist ein zentraler Bestandteil im Leben vieler Menschen, schafft soziale Bindungen und leistet einen Beitrag zum Gemeinwohl. Sportanlagen sind somit ein Teil der sozialen Infrastruktur. Die Sportanlagen müssen daher ähnlich wie Bildungseinrichtungen oder Straßen zügig in den Blick genommen werden. Das Vorhandensein von Sportstätten und Freizeitangeboten wird Einfluss darauf haben, ob das Ahrtal für Familien und Touristen langfristig attraktiv bleibt“, heißt es unter anderem in dem Schreiben.

Um diesen Prozess des Wiederaufbaus zu unterstützen, haben SBR und ISE Schäden an der Sportinfrastruktur erhoben. Nach Auffassung von Sauer und Weber können diese Zahlen eine erste Grundlage für die Überlegungen zum Wiederaufbau darstellen. „Da ein Wiederaufbau der Sportstätten in der bisherigen Form sicher nicht überall möglich und sinnvoll ist, bieten wir Ihnen gemeinsam mit dem ISE und der Hochschule Koblenz an, eine nachhaltige Sportstättenplanung für das Ahrtal mit unserem Fachwissen zu unterstützen“, so das Angebot des SBR.

Der nun anstehende Wiederaufbau könne somit dafür genutzt werden, eine moderne, an den Bedürfnissen der Nutzer und Einwohner ausgerichtete Sportinfrastruktur im Ahrtal zu schaffen. „Lassen Sie uns diese Chance gemeinsam nutzen!“, appellieren Sauer und Weber an die Träger der Sporteinrichtungen.

Angefügt an das Schreiben ist eine Projektskizze, wie eine künftige Sportinfrastruktur aussehen könnte und welchen Beitrag der SBR, das ISE und die FH Koblenz dazu leisten könnten. In dem Papier werden konkrete Arbeitsschritte benannt und Lösungsvorschläge unterbreitet hin zu einem „Masterplan für Sport und Bewegung im Ahrtal“ – entwickelt mit den Akteuren vor Ort.

„Um dieses Vorhaben zu meistern, erwarten wir eine klare Aussage von Innen- und Sportminister Roger Lewentz sowie der Wiederaufbauabteilung für das Ahrtal, welchen finanziellen Beitrag das Land dazu leisten will“, sagt SBR-Präsidentin Sauer. „Aus eigenen Mitteln können wir das Vorhaben nicht stemmen.“ Die räumliche Nähe der FH

Koblenz, des ISE und des SBR mit seinem Sportkreisvorsitzenden Fritz Langenhorst sei bei der Planung und Umsetzung einer neuen Sportinfrastruktur von unschätzbarem Vorteil. „Wir kennen die Region und bieten unsere Fachkompetenz an“, sagen Sauer und Weber abschließend.

Kategorien
Top-Themen

Neuer Online-Terminplaner bei der Verbandsgemeinde Vordereifel in Betrieb

Mayen/Region/Vordereifel – In wenigen Schritten online einen Termin vereinbaren. Für die Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinde Vordereifel ist es jetzt noch einfacher, einen Termin bei der Verbandsgemeinde Vordereifel für verschiedene Dienstleistungen zu vereinbaren.

Dazu gehören Personalausweis-, Reisepass- und Kinderreisepass-Antrag, Meldebescheinigungen, Wohnsitz An- und Ummeldung, Beglaubigungen, Führungszeugnis und Führerschein beantragen, Auskünfte aus dem Gewerbezentralregister sowie das Abholen von fertigen Dokumenten.

Auf der Startseite unserer Internetseite www.vordereifel.de befindet sich u.a. die Rubrik „Terminvereinbarung online“. Diese führt direkt zum Auswahlbereich, in dem die o.g. Leistungen alle auflistet sind.

Nachdem eine Dienstleistung per Mausklick markiert wurde, erreicht man über das Feld „Weiter zur Terminauswahl“ die Kalenderfunktion, wo die verfügbaren Daten und Uhrzeiten erscheinen.

Nachdem diese ausgewählt sind werden noch Name und E-Mail-Adresse benötigt, und der Termin kann gebucht werden. Eine Bestätigung erfolgt dann anschließend an die eingegebene E-Mail-Adresse.

„Dieses System erleichtert allen Beteiligten die erforderliche Terminvereinbarung enorm!“, freut sich Bürgermeister Alfred Schomisch und bemerkt weiter: „Die Verwaltungsdigitalisierung hat damit auch einen weiteren Schritt nach vorne gemacht.“

Mit der neuen Online-Terminvereinbarung kann nun jede Mitbürgerin und jeder Mitbürger unabhängig von Öffnungszeiten den für sie oder ihn passenden Termin – entsprechend der ersichtlichen Verfügbarkeiten – direkt buchen.