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Kreis Düren – Spatenstich für einer der größten Solarparks in NRW

Düren – Spatenstich für großen Solarpark am Brainergy Park. 18.200 Module auf 9,5 Hektar Land. Damit können grundsätzlich rund 2300 Vier-Personen-Haushalte mit Strom versorgt werden. „Ich freue mich, dass wir jetzt mit dem Bau dieser wegweisenden Anlage beginnen“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn heute (27.10.) beim symbolischen Ersten Spatenstich am Brainergy Park in Jülich.

Der Solarpark auf dem Gelände der ehemaligen Sendeanlage Merscher Höhe ist ein wichtiger Baustein im Klima-Konzept des Kreises Düren. Der umweltschonend aus Sonnenlicht produzierte Strom wird verwendet, um grünen Wasserstoff herzustellen. Der Kreis Düren will bis 2035 klimaneutral sein. Bis Jahresende sollen die ersten fünf mit Wasserstoff betriebenen Busse durch den Kreis fahren, Züge folgen. Der grüne Wasserstoff soll aber auch von der Industrie und Privathaushalten genutzt werden.

Der vom Euskirchener Unternehmen F&S solar concept für rund sechs Millionen Euro gebaute Solarpark wird Mitte kommenden Jahres fertig sein. Dann wird die Anlage jährlich etwa 9.500 Megawattstunden Strom produzieren. Das Projekt ist mit Blick auf die Produktion von grünem Wasserstoff landesweit einmalig. Landrat Wolfgang Spelthahn betonte, dass der in Jülich hergestellte H2 von Beginn an wettbewerbsfähig ist. Ein Kilo Wasserstoff wird circa sechs Euro kosten. Damit kann ein Wasserstoff-Auto rund 100 Kilometer fahren. „Es ist also heute schon günstiger, als auf Diesel zu setzen“, sagte der Landrat.

Wolfgang Spelthahn sprach bei dem Projekt von einer „historischen Dimension“. Der Kreis Düren zeige, dass Klimaschutz auch in der Praxis funktioniere. „Wir stellen grünen Wasserstoff her, transportieren ihn weiter und betreiben damit unsere Busse und Bahnen.“ Dies sei ein gelungener Kreislauf. „Wir schreiben heute Geschichte“, sagte der Landrat.

Jülichs Bürgermeister Axel Fuchs betonte ebenso, dass mit dem Bau der Solaranlage der Strukturwandel und der Klimaschutz sichtbar würden. Fuchs sprach dem Landrat seine Anerkennung aus, weil er „das Projekt vehement vorantreibt“.  Wenn demnächst Busse mit H2 betrieben würden, profitierten die Menschen in den Städten nicht nur durch die insgesamt verringerte Co2-belastung, sondern auch durch eine Minderung der Geräuschkulisse. „Wasserstoffbusse fahren leise“, so der Bürgermeister.

Der Geschäftsführer der Rurenergie GmbH, Thomas Zerres,  sprach von einem zukunftsweisenden Projekt.  Die Rurenergie, an der der Kreis beteiligt ist, habe viel Erfahrung auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien. „Wir haben 48 Photovoltaikanlagen gebaut oder sind daran beteiligt, zudem an sieben Windparks“, sagte Zerres.

Investor Georg Schmiedel (F&S) unterstrich, dass die Produktion von grünem Wasserstoff die Zukunft sei. Die „sensationelle Anlage“ sei dafür ausgelegt, im Jahr 170.000 Kilogramm Wasserstoff herzustellen. Damit könne ein Zug einmal um die Welt fahren. Georg Schmiedel hat mit seinem Unternehmen unter anderem auch den großen Solarpark in Inden gebaut.

Am Ersten Spatenstich nahmen heute zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft teil. „Wir gehen heute alle gemeinsam einen weiteren großen Schritt auf dem Weg in die Klimaneutralität“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn. „Der Wasserstoff-Technologie gehört die Zukunft.“ Um das Thema noch breiter in die Öffentlichkeit zu bringen, richtet der Kreis Düren ein H2-Informationscenter ein. Die erste Wasserstoff-Tankstelle ist im Bau, vier weitere folgen. Dort kann in absehbarer Zeit der Wasserstoff getankt werden, der am Brainergy auf Basis von sauberer Sonnenenergie produziert wird.

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Ministerpräsident Hendrik Wüst übernimmt die Amtsgeschäfte in der Staatskanzlei

Region/Düsseldorf – Bereits am Donnerstag wird der neue Ministerpräsident seine Ministerinnen und Minister ernennen und die erste Kabinettsitzung leiten. Die Staatskanzlei NRW teilt mit: Unmittelbar nach seiner Wahl hat Ministerpräsident Hendrik Wüst am heutigen Mittwochnachmittag die Amtsgeschäfte in der Staatskanzlei aufgenommen. Im Anschluss an seine Wahl im Landtag ging der neue Ministerpräsident in Begleitung seines Amtsvorgängers Armin Laschet zum Landeshaus, wo er sein Amt antrat. Wüst ist der 12. Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen und der jüngste Amtsinhaber seit Karl Arnold, der von 1947 bis 1956 regierte.

Die Amtsübergabe von Ministerpräsident a.D. Armin Laschet auf Ministerpräsident Hendrik Wüst wurde in einem persönlichen Gespräch in dessen Amtszimmer vollzogen. Dabei händigte Armin Laschet seinem Nachfolger den Landesverdienstorden aus, den nach dem Gesetz über den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen alle Ministerpräsidentinnen und -präsidenten sowie Landtagspräsidentinnen und -präsidenten zu ihrem Amtsantritt erhalten.

Nach dem Gespräch mit seinem Amtsvorgänger nahm Ministerpräsident Hendrik Wüst umgehend die ersten Amtshandlungen vor und lud bereits für den morgigen Donnerstag, 28. Oktober, zu einer ersten Kabinettsitzung ein. Im K21 Ständehaus in Düsseldorf wird Wüst zunächst seine Ministerinnen und Minister ernennen, dies betrifft auch seine Nachfolge im Ministerium für Verkehr. Im Anschluss leitet Wüst seine erste Kabinettsitzung als Ministerpräsident.

Lebenslauf von Ministerpräsident Hendrik Wüst

Werdegang

Jahrgang 1975, verheiratet, eine Tochter

1995 Abitur

1995 – 2000 Studium der Rechtswissenschaften an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Erstes juristisches Staatsexamen

2000 – 2003 Referendariat in Münster, Coesfeld und Brüssel

2003 Zweites juristisches Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwalt

2002 – 2005 Tätigkeit für die Unternehmensberatung EUTOP, zunächst als Referendar

2006 – 2010 Generalsekretär der CDU Nordrhein-Westfalen

2010 – 2017 Geschäftsführer des Zeitungsverlegerverbandes Nordrhein-Westfalen, des Verbandes der Betriebsgesellschaften Nordrhein-Westfalen und der Pressefunk GmbH

2014 – 2017 Geschäftsführer der dein.fm Holding

Seit 30.06.2017 Minister für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen

Seit 27.10.2021 Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen

Politisches Engagement

1994 – 2009 Stadtverordneter im Rat der Stadt Rhede

2000 – 2006 Landesvorsitzender der Jungen Union Nordrhein-Westfalen

2002 – 2012 Mitglied im Bundesvorstand der CDU Deutschlands

Seit 2005 Direkt gewählter Abgeordneter des Landtages Nordrhein-Westfalen

Seit 2013 Landesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion der CDU Nordrhein-Westfalen

Seit 23.10.2021 Landesvorsitzender der CDU Nordrhein-Westfalen

 Tätigkeiten als Mitglied eines Vorstandes, Aufsichtsrates, Verwaltungsrates, Beirates oder eines sonstigen Gremiums einer Körperschaft, Anstalt oder Stiftung des öffentlichen Rechts mit Ausnahme der Mandate in Gebietskörperschaften

Seit 17.01.2019 Mitglied des Verwaltungsrates und des Förderausschusses der NRW.BANK, Düsseldorf

Sonstige Tätigkeiten

Brost Stiftung, Essen, Mitglied des Kuratoriums

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Hochwasser-Partnerschaft „Ahr“ – Startschuss für gemeinsames Konzept

Ahrweiler – Wie kann ein überörtliches Hochwasservorsorgekonzept an der Ahr in Zukunft aussehen? Das war die zentrale Fragestellung des fünften Workshops der Hochwasserpartnerschaft „Ahr“ gestern in Grafschaft-Lantershofen mit über 40 Teilnehmenden, bei dem erste Ergebnisse erzielt wurden.

„Wie wichtig eine überregionale Zusammenarbeit der Gemeinden, Städte und Landkreise auch unter Mitarbeit der Kreise Vulkaneifel und Euskirchen beim Thema Hochwasserschutz ist, hat uns allen die Flutkatastrophe gezeigt. Nur durch einen engen Erfahrungsaustausch und eine effiziente Zusammenarbeit können wir die kommunale Hochwasservorsorge gestalten und das gegenseitige Verständnis für die Anwohnerinnen und Anwohner flussab- und flussaufwärts stärken“, betont der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies MdL.

„Die Flutnacht ist allen tief im Gedächtnis. Wir haben gesehen, dass wir der Ahr ihren Raum lassen und gleichzeitig Vorsorge für die Zukunft betreiben müssen. Das Land Rheinland-Pfalz wird die Geschäftsführung für die Hochwasserpartnerschaft ‚Ahr‘ übernehmen. Erster Meilenstein ist die Erarbeitung eines Gewässerentwicklungsplans. Nur als verbindliche Gemeinschaftsaufgabe kann das Hochwasserschutzkonzept gelingen. Um dieses wirksam umzusetzen, ist die Gründung eines Zweckverbands zielführend. Ich freue mich, dass wir hierüber Einigkeit erzielen konnten“, so SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis.

Auch Frau Dr. Barbara Manthe-Romberg, Mitarbeiterin beim IBH und Referentin beim Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz stellte heraus, wie wichtig es sei, an einem Strang zu ziehen und führte aus: „Hochwasserpartnerschaften sind freiwillige Zusammenschlüsse von Gemeinden, Städten, Verbandsgemeinden und Kreisen, die an einem von Hochwasser betroffenen Gewässer liegen und die Hochwasservorsorge gemeinsam voranbringen möchten. Das Informations- und Beratungszentrum Hochwasser (IBH) unterstützt die Hochwasserpartnerschaften bei der Organisation und Durchführung von Workshops zu allen Themen und Aspekten der Hochwasservorsorge. Die Zusammenarbeit der Gewässeranlieger ist wichtig, denn Hochwasser lässt sich nicht vermeiden, aber durch koordinierte Maßnahmen lassen sich Schäden verringern.“

Prof. Dr. Lothar Kirschbauer von der Hochschule Koblenz stellte in seinem Vortrag das Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „KAHR“ vor. Dieses steht für Klimaanpassung, Hochwasser und Resilienz und begleitet den Wiederaufbauprozess nach der Flutkatastrophe in Rheinland Pfalz und Nordrhein Westfalen wissenschaftlich. Im Rahmen dieses Projektes soll zeitnah eine „Rückhaltepotenzialstudie“ erarbeitet werden, die den Hochwasserrückhalt in der Fläche untersucht und die Hochwasserpartnerschaft „Ahr“ mit den daraus gewonnen Erkenntnissen unterstützt.

Die Hochwasserpartnerschaft „Ahr“ ist seit 2014 aktiv. Zum 5. Workshop waren alle Verbands- Stadt- und Ortsbürgermeister eingeladen, um sich mit Expert*innen des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität, der SGD Nord, der Hochschule Koblenz, des Landesamts für Umwelt, des Kompetenzzentrums Hochwasservorsorge und Hochwasserrisikomanagement (KHH) sowie des IBH auszutauschen.

Weitere Informationen gibt es bei der SGD Nord unter Telefonnummer: 0261 / 120 – 8005 oder per E-Mail: ahrtal@sgdnord.rlp.de.

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Corona-Pandemie in Europa: Apotheken liefern Impfstoffe, managen Lieferengpässe und treiben Digitalisierung voran

Region/Berlin/Nizza – Zur Bewältigung der Corona-Pandemie leisten die Apotheken in ganz Europa vergleichbare Zusatzaufgaben und schaffen damit einen enormen Mehrwert für die Versorgung von hunderten Millionen Menschen in den nationalen Gesundheitssystemen.

Dazu gehören zeitaufwendige Dienstleistungen wie Botendienst und Impfstofflogistik, das komplexe Management von Lieferengpässen und der zunehmende Einsatz von digitalen Instrumenten und Netzwerken. „Überall in Europa bewältigen Apotheken mit großem Erfolg Herkulesaufgaben und zeigen somit in Krisenzeiten ganz besonders, wie unentbehrlich sie sind“, sagt Mathias Arnold, Vizepräsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände und des Zusammenschlusses der Apotheker in der Europäischen Union (ZAEU, engl. PGEU, frz. GPUE) anlässlich der in dieser Woche in Nizza (Frankreich) stattfindenden ZAEU-Generalversammlung: „Seit Beginn der Corona-Pandemie haben Millionen Menschen ganz persönlich gespürt, wie wichtig es ist, kompetente Ansprechpartner für Gesundheitsfragen gleich um die Ecke zu haben. Die Europapolitiker in Brüssel, vor allem aber auch die Verantwortlichen in den europäischen Hauptstädten sollten daraus die Lehre ziehen, die Apotheken vor Ort zu stärken, um auch für künftige Krisen gewappnet zu sein.“

In vielen europäischen Ländern haben die Apotheken bestehende pharmazeutische Leistungen ausgebaut bzw. zusätzliche Aufgaben übernommen. In Deutschland wird der vielfach angebotene Botendienst inzwischen bezuschusst, und die Versorgung von Arztpraxen und Impfzentren mit COVID-19-Impfstoffen wurde komplett den Apotheken übertragen. In mehreren europäischen Staaten haben Apotheken für das Management der zunehmenden Lieferengpässe bei wichtigen Arzneimitteln neue Werkzeuge bekommen. In Deutschland hat die SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung den Apotheken einen leichteren Austausch von nicht lieferbaren Rabattarzneimitteln gegen vorrätige Generika ermöglicht. Viele Apotheken in Europa haben seit Pandemie-Beginn ihre Leistungen für Patienten erweitert. Neue digitale Instrumente innerhalb geschützter Netzwerke vereinen Nutzerfreundlichkeit und Datenschutz im Sinne der Patienten. In Deutschland stellen die Apotheken millionenfach digitale Impfzertifikate aus und bereiten sich intensiv auf die bundesweite Einführung des E-Rezepts vor. Die Apotheken sind hier einmal mehr die Vertrauensinstanz für die Patienten.

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Kino-Marathon zum 75. Landesgeburtstag – Vergabe kostenfreier Tickets startet

Region/Düsseldorf – Nordrhein-Westfalen feiert in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag. Zum Abschluss des Jubiläumsprogramms findet ein zweitägiger Kino-Marathon statt: Am Samstag, 6. November 2021, werden im Lichtspielhaus Filmpalast in Köln (Hohenzollernring 22, 50672 Köln) und am Sonntag, 7. November 2021, im Kino Cinestar in Dortmund (Steinstr. 44, 44147 Dortmund) von morgens bis Mitternacht nordrhein-westfälische Produktionen aus den Genres Drama, Komödie, Dokumentation sowie Familien- und Kinderfilm gezeigt.

Darunter sind „Der Junge muss an die frische Luft“, eine Verfilmung der Autobiografie des Entertainers Hape Kerkeling, die im Ruhrgebiet der 1970er Jahre spielt, sowie der Dokumentarfilm „Die Unbeugsamen“, der die Geschichte starker Frauen der Bonner Republik erzählt. Alle Filme haben gemeinsam, dass sie von nordrhein-westfälischen Künstlerinnen und Künstlern geprägt, in Nordrhein-Westfalen gedreht oder von der Film- und Medienstiftung NRW gefördert wurden.

Moderiert wird die Veranstaltung von dem Filmexperten Dominik Porschen. Im Gespräch mit Mitwirkenden der Filmproduktionen stimmt er das Publikum auf das nachfolgende Programm ein. Der Eintritt ist frei, das Kartenkontingent begrenzt. Unter www.land.nrw/kinomarathon wurde nun die Ticket-Vergabe für interessierte Bürgerinnen und Bürger gestartet. Die Veranstaltung findet unter Einhaltung der 3G-Regel statt.

Der Chef der Staatskanzlei und für Medien zuständige Staatssekretär Nathanael Liminski: „Nordrhein-Westfalen ist das deutsche Filmland Nr. 1. Jedes Jahr entstehen bei uns zahlreiche Filme, die nicht nur in Deutschland bei Kritikern und an den Kinokassen erfolgreich sind, sondern auch international beachtet werden. Eine ganz besondere Auswahl dieser Werke ist nun beim Kino-Marathon zu sehen. Die Produktionen zeigen die Vielfalt unserer regionalen Filmlandschaft und sind eine herausragende Visitenkarte für den Film-Standort Nordrhein-Westfalen. Ich wünsche allen Kinogängern viel Spaß.“

Nordrhein-Westfalen gehört zu den führenden deutschen Film- und Kino-Standorten. Mit jährlich über 35 Millionen Euro unterstützt die Film- und Medienstiftung NRW die nationale Produktionswirtschaft und hat seit ihrem Bestehen über 2.600 Filmproduktionen gefördert. Zahlreiche preisgekrönte und publikumsstarke Kinofilme sind so in den vergangenen dreißig Jahren in Nordrhein-Westfalen entstanden und finden nun Berücksichtigung beim Kino-Marathon.

  1. Landesgeburtstag – ganz Nordrhein-Westfalen feiert mit

Um den 75. Landesgeburtstag trotz der schwierigen Bedingungen durch die Corona-Pandemie gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern entsprechend feiern zu können, hat das Land ein besonderes Jubiläumsprogramm erstellt: Neben dem traditionellen Sommerkonzert der Landesregierung am 21. August im Park des Schlosses Nordkirchen und dem Festakt am 23. August in Düsseldorf fanden eine Reihe neuer Formate und Veranstaltungen für die Bürgerinnen und Bürger im ganzen Land statt: Dazu zählen der Kino-Marathon in Köln und Dortmund im November und ein Fest für Bürgerinnen und Bürger unter dem Motto „Wir feiern 75 Jahre Nordrhein-Westfalen“ Ende August 2021 in Düsseldorf. Zudem brachte ein anlässlich des Landesgeburtstags konzipierter Jubiläums-Truck den 75. Geburtstag von der Landeshauptstadt ins ganze Land und machte auf Wochenmärkten und Plätzen in ganz Nordrhein-Westfalen Halt.

Weitere Informationen zur Kartenvergabe sowie eine Übersicht des kompletten Programm ist zu finden unter: www.land.nrw/kinomarathon   

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„Es braucht Technologie und Firmen“ – Wasserstoff als Energieträger

Mechernich-Obergartzem – Landrat Markus Ramers und Iris Poth (Struktur- und Wirtschaftsförderung Kreis Euskirchen) zu Besuch bei Jopp Plastics Technology in Obergartzem – Kreis Euskirchen will sich als Standort für die Nutzung von Wasserstoff etablieren.

Landrat Markus Ramers (rechts) ließ sich beim Besuch der Firma Jopp Plastics Technology am Standort Obergartzem von Schichtleiter Stefan Wiskirchen den Umgang mit einer neuen Fertigungsmaschine erklären. Foto: Cedric Arndt/pp/Agentur ProfiPress

„Der Kohleausstieg in Deutschland ist beschlossene Sache und daher braucht es jetzt Alternativen und neue Geschäftsideen“, sagte Iris Poth, Leiterin der Stabsstelle für Struktur- und Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen, bei ihrem Besuch der Firma Jopp Plastics Technology in Obergartzem. Landrat Markus Ramers, ebenfalls zu Besuch am Obergartzemer Standort des weltweit tätigen Systemlieferanten der Automobilindustrie, betonte, man wolle das volle Potential der Region nutzen: „In Berlin und Düsseldorf können die tollsten Ziele zum Thema CO2-Neutralität beschlossen werden, doch es braucht Technologie und Firmen, um diese Ziele zu erfüllen. Hier und heute wollen wir einen weiteren Schritt gehen, um unseren Beitrag dazu zu leisten.“

Obwohl das Entwicklungsstadium von Wasserstoff als Energieträger noch am Anfang stehe, sei er schon jetzt für die geplante Energiewende unumgänglich, erklärte Iris Poth. Aus diesem Grund wolle sich der Kreis Euskirchen als Standort für die Nutzung von Wasserstoff etablieren. Projekte wie die Umstellung ganzer Busflotten der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) auf Wasserstoffbetrieb hätten bereits große Erfolge gebracht, doch man wolle sich auch auf weitere Bereiche konzentrieren.

Alternative Antriebstechnologien

Weltweit ist die Firma Jopp Plastics Technology an zwölf Standorten in acht Ländern als Systemlieferant der Automobilindustrie tätig. Rund zehn Prozent der insgesamt 2.000 Mitarbeiter seien dabei in der Forschung aktiv, wie Kai Langheld, Leiter der Produktionsentwicklung, berichtete. „Wir haben uns schon früh mit dem Bereich der alternativen Antriebstechnologie beschäftigt. Unsere Produkte sind sowohl für die Gewinnung als auch die Anwendung von Wasserstoff einsetzbar.“ Auch am Standort Obergartzem beschäftige das Unternehmen einen Mitarbeiter, der sich ausschließlich mit diesem Thema befasse.

Bei der Elektromobilität sei man mit einer Öleinspritzung zur Kühlung der Batterie sogar schon einen Schritt weiter. „Zudem pflegen wir gute Kontakte zu Hochschulen in Aachen und dem Rhein-Sieg Kreis, um diese Arbeiten weiter voranzubringen“. so Kai Langheld, der die Rolle von Wasserstoff auch als Speichermedium besonders hoch einschätzt. „Während wir tagsüber direkt auf die Versorgung durch beispielsweise Sonnenenergie zurückgreifen können, ließen sich nachts die Wasserstoffspeicher nutzen.“

Netzwerk in der Region

Die Innovationen und zukunftsweisenden Möglichkeiten hat auch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) erkannt. Aus diesem Grund wurde die Initiative „Hydrogen-Hub“ der Industrie und Handelskammer Aachen, deren Bezirk auch den Kreis Euskirchen umfasst, im vergangenen Monat mit einer Förderung in Höhe von 400.000 Euro unterstützt. „Diese Förderung gilt es jetzt zu nutzen, um eine Gesamtstruktur zu entwickeln“, erklärte Landrat Markus Ramers.

Dazu solle ein Netzwerk vieler Firmen und Hochschulen entstehen, um alle Möglichkeiten der Region ausschöpfen zu können. „Durch Projekte wie die Wasserstoff-Busflotte möchten wir eine Marke setzen und allen lokalen Akteuren eine Plattform bieten, sich einzubringen.“ Von der Nutzung in der Landwirtschaft bis hin zu der Stromversorgung ganzer neuer Wohnviertel biete der Kreis ein großes Potential, das es zu nutzen gelte.

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Ministerpräsident Armin Laschet hat sein Amt niedergelegt

Region/Düsseldorf – Der Ministerpräsident hat am Montagmorgen gegenüber dem Präsidenten des Landtags seinen Rücktritt erklärt / Ministerinnen und Minister erhielten ihre Amtsbeendigungsurkunden. Die Staatskanzlei NRW teilt mit: Ministerpräsident Armin Laschet hat am Montagmorgen sein Amt niedergelegt. Der 11. Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen erklärte gegenüber dem Präsidenten des Landtags Nordrhein-Westfalen, André Kuper, seinen Rücktritt. Armin Laschet bleibt zunächst noch geschäftsführender Ministerpräsident. Mit der Rücktrittserklärung des Ministerpräsidenten endete auch das Amt aller übrigen Mitglieder der Landesregierung. Sie erhielten am Montagmorgen vom geschäftsführenden Ministerpräsidenten ihre Amtsbeendigungsurkunden. Gemäß der Landesverfassung bleiben die Ministerinnen und Minister der Landesregierung bis zur Amtsübernahme des Nachfolgers geschäftsführend im Amt.

In der Staatskanzlei verabschiedete sich der geschäftsführende Ministerpräsident Armin Laschet von seinen Ministerinnen und Ministern und blickte auf die Regierungsarbeit der über vier vergangenen Jahre zurück. Laschet: „Mir war wichtig, ein Ministerpräsident für alle zu sein, die bei uns in Nordrhein-Westfalen leben, und die Vielfalt und Unterschiedlichkeit unseres Landes zu stärken. Dieser Gedanke hat schon die Berufung der Kabinettmitglieder geprägt. Ich danke meinem Kabinett von Herzen für die sehr gute und vertrauensvolle Arbeit, bei der wir zum Wohle unseres Landes und seiner Bürgerinnen und Bürger große Erfolge verbuchen konnten. Dazu zählen beispielsweise Rekordinvestitionen in frühkindliche Bildung und der Ausbau der Kinderbetreuung für beste Bildungschancen sowie die Sanierung und der Ausbau unserer Infrastruktur. Wir haben das ambitionierteste Klimaschutz- und das erste Klimaanpassungsgesetz auf den Weg gebracht und die Polizei personell und technisch gestärkt und mit unserer Null-Toleranz-Strategie den Kriminellen erfolgreich den Kampf angesagt. Und wir haben mit acht Entfesselungspakten Bürokratie abgebaut, Verfahren vereinfacht und die wirtschaftliche Entwicklung verbessert.“

Laschet weiter: „Für mich ist es eine große Ehre gewesen, in den vergangenen vier Jahren als Ministerpräsident die Zukunft unseres Landes zu gestalten und Nordrhein-Westfalen voranzubringen. Nordrhein-Westfalen hat sein europäisches und internationales Profil geschärft. Dafür, diesen Weg weiterzugehen, wünsche ich der Landesregierung größtmöglichen Erfolg.“

Die Amtsniederlegung des Ministerpräsidenten erfolgte im Vorfeld der konstituierenden Sitzung des Deutschen Bundestages am Dienstag (26. Oktober 2021), dem Armin Laschet als neugewähltes Mitglied angehört. Laut Landesverfassung kann ein Mitglied der Landesregierung nicht gleichzeitig Mitglied des Bundestages sein. Mit dem Zusammentritt des Bundestages endet daher auch die geschäftsführende Weiterführung des Amtes durch Armin Laschet. Die Wahrnehmung der Amtsgeschäfte erfolgt sodann bis zum Amtsantritt eines Nachfolgers durch den Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen und Stellvertreter des Ministerpräsidenten, Dr. Joachim Stamp.

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Wiederaufbau im Landkreis Ahrweiler – Steingaß: Schon mehr als 2000 Bürger bei Einwohner-Versammlungen

Walporzheim/Ahrtal/Mainz – In Walporzheim starteten Landesregierung und Kommunen in die dritte Woche der Einwohnerversammlungen in 17 Ahrtal-Gemeinden, zu denen jeweils die Ortsbürgermeister einladen. Bereits mehr als 2000 Bürgerinnen und Bürger nahmen die Veranstaltungen beispielsweise in Ahrbrück, Mayschoß oder Dernau bislang wahr.

„In den drei Monaten seit der Flut mit ihren immensen Zerstörungen hat sich im Ahrtal schon viel getan, aber der Weg des Wiederaufbaus wird lang. Die Bürgerinnen und Bürger haben Fragen zum individuellen Wiederaufbau von Häusern, aber auch zur Errichtung von Brücken oder Vorrichtungen zum Hochwasserschutz. Mit den Einwohnerversammlungen gibt es eine Plattform, um Informationen zum jeweils aktuellen Stand aus erster Hand zu erfahren“, sagte Nicole Steingaß, Beauftragte für den Wiederaufbau. Deshalb werde jede Einwohnerversammlung auch durch eine Vielzahl von Vertreterinnen und Vertreter der zuständigen Behörden und Institutionen begleitet.

Neben Steingaß und dem Vor-Ort-Beauftragten Günter Kern geben Fachleute des Klimaschutzministeriums und der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, der Investitions- und Strukturbank (ISB), des Landesbetriebs Mobilität (LBM), des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum (DLR) sowie zahlreichen weiteren Stellen sowie der Opferbeauftragte des Landes, Detlef Placzek, Antworten und Hilfestellungen bei der Vermittlung von Ansprechpartnern. Informationen zur Festlegung der Überschwemmungsgebiete und zur Antragstellung für Wiederaufbauhilfen leiten ein. Das Interesse ist groß, alleine in Walporzheim waren rund 300 Interessierte gekommen.

Neben den Einwohnerversammlungen stehen für Flutbetroffene auch Infopoints im gesamten Ahrtal, eine kostenlose Telefon-Hotline (0800 / 222 0 22 0) und die Internetseite wiederaufbau.rlp.de zur Verfügung.

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Sondersitzung zur DB-Eifelstrecke Köln -Trier am Donnerstag 28. Oktober

Mechernich – Werner Lübberink (Deutsche Bahn) und Dr. Norbert Reinkober (NVR und VRS) informieren im Planungsausschuss der Stadt Mechernich über aktuellen Sachstand „Wiederaufbau der Strecke Köln-Trier“ in der Aula des GAT am Donnerstag, 28. Oktober, ab 17 Uhr – Auch Kaller Entwicklungsausschuss nimmt teil – Gäste willkommen.

Die Stadt Mechernich lädt zu einer Sondersitzung des Planungsausschusses in die Aula des Gymnasiums Am Turmhof (GAT) ein – und zwar am Donnerstag, 28. Oktober, ab 17 Uhr. In der Sondersitzung des Planungsausschusses der Stadt Mechernich werden Verantwortliche der Deutschen Bahn, des Nahverkehrs Rheinland und Verkehrsverbunds Rhein-Sieg einen aktuellen Stand geben zum Wiederaufbau der Eifelstrecke.

Werner Lübberink, der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn (DB) in Nordrhein-Westfalen, und Dr. Norbert Reinkober, der Geschäftsführer Nahverkehr Rheinland (NVR) sowie des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg (VRS), wollen einen aktuellen Sachstandsbericht zum Wiederaufbau der Eifelstrecke geben.

Neben den Mechernicher Mitgliedern des Ausschusses wird auch das Kaller Pendant, der Entwicklungsausschuss der Gemeinde, an der Veranstaltung teilnehmen. Auch Gäste sind herzlich willkommen.

Ende September, gute zwei Monate nach der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, hatte die DB einen konkreten Zeitplan für die Eifelstrecke bekanntgegeben. Demnach ist geplant, den Bahnverkehr zwischen Euskirchen und Mechernich bis zum Frühjahr 2022 wieder aufzunehmen. Der Abschnitt bis Kall folgt dann zum Sommer 2022. Zwischen Kall und Nettersheim wird die Strecke bis Sommer 2023 umfassend erneuert.

Wenn schon Wiederaufbau der streckenweise vom Hochwasser zerstörten Eifelbahn Köln-Trier-Saarbrücken, so sagen einige, dann sollte man auch zügig die Elektrifizierung der Strecke vorantreiben, und die S-Bahn-Taktung bis Kall realisieren.

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„Wer wird Mamas Chef*in?“ – Das Job-Speed-Dating mit Kind im Kreis Düren – Anmeldung erforderlich

Nörvenich/Düren/Aachen – Wer wird Mamas Chef*in?, das Job-Speed-Dating mit Kind(ern), feiert Premiere im Kreis Düren! Erstmals findet das „Recruitingevent der besonderen Art“ am Mittwoch, den 27. Oktober im Kreis Düren, Bubenheimer Spieleland in Nörvenich statt.

Getreu dem Motto „außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Lösungen!“, präsentieren sich kleine und mittlere Unternehmen an einem außergewöhnlichen Ort als familienfreundliche(r), attraktive(r) Arbeitgeber*in. Während die Mütter mit den Unternehmen ins Gespräch kommen, können die Kinder der Bewerber*innen das Bubenheimer Spieleland kostenlos besuchen oder sie von Stand zu Stand begleiten.

Welche Arbeitszeiten sind familienkompatibel? Gibt es zeitliche Schnittmengen, in denen ein Arbeiten gut möglich ist? Welche Jobs sind für die Teilnehmer*innen interessant und welche Anforderungen hat das Unternehmen an diese Position? Diese und weitere Fragen können die Bewerberinnen gemeinsam mit regionalen Arbeitgeber*innen besprechen und nach Schnittstellen suchen. Mit dabei sind u. a.: Valder Kunststoffverarbeitung GmbH, Monte Mare in Kreuzau, Gut Köttenich in Jülich, Abtei Mariawald in Heimbach und Edeka Rosenzweig in Düren.

Das Format richtet sich an Mütter, die in den Beruf zurückkehren wollen und ein Unternehmen suchen, das zu ihnen und ihrer familiären Situation passt. Sollte die Kinderbetreuung bis dahin noch nicht gesichert sein, ist das kein Hindernis: Die Bewerber*innen können familienfreundliche Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen von ihrer Persönlichkeit und Qualifikation überzeugen.

Ziel dieses Formats, das Wiedereinsteigerinnen als Chance für Unternehmen mit Fachkräftebedarf versteht, ist die konkrete Vermittlung der Bewerber*innen in Arbeit.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Auch Begleitpersonen sind willkommen.

Eine Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen unter https://regionaachen.de/werwirdmamaschefin, oder via E-Mail an kappes@regionaachen.de erforderlich. Weitere Informationen finden Sie unter www.regionaachen.de.

Wer wird Mamas Chef*in? in Nörvenich (Kreis Düren) ist eine Kooperationsveranstaltung des Kompetenzzentrums Frau und Beruf Region Aachen, des Kreises Düren, der job-com Kreis Düren, der Agentur für Arbeit Aachen-Düren und des Bubenheimer Spieleland.

Ihre Ansprechpartnerin bei der Region Aachen:

Kompetenzzentrum Frau und Beruf

Christine Kappes

T: +49(0) 241-927 8721-34 | kappes@regionaachen.de