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Corona-Patienten aus Rumänien werden nach Nordrhein-Westfalen gebracht

Region/Düsseldorf – Ministerpräsident Hendrik Wüst: Lebensrettung kennt keine Grenzen. Die Staatskanzlei NRW teilt mit: Nordrhein-Westfalen hilft erneut europäischen Freunden bei der Versorgung von COVID-Patienten: Vier rumänische Patienten werden am heutigen Montag, 01. November auf Intensivstationen von Kliniken in Bochum, Krefeld und Bergisch Gladbach gebracht. Die Patienten werden von der Luftwaffe nach Nordrhein-Westfalen geflogen und landen auf dem militärischen Teil des Flughafens Köln/Bonn. Insgesamt treffen am 01. November 2021 sechs Patienten aus Rumänien ein. Zwei von ihnen werden im Bundeswehrkrankenhaus in Koblenz versorgt.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Lebensrettung kennt keine Grenzen. Nordrhein-Westfalen steht solidarisch zu seinen europäischen Freunden. Deshalb ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir auch in der fortgeschrittenen Pandemie helfen wo wir können. Wir haben derzeit in unseren Krankenhäusern die Kapazitäten, um schwer an COVID erkrankte Menschen bei uns behandeln zu lassen. Deshalb lassen wir unsere europäischen Freunde nicht allein.“

Hintergrund:

In Rumänien bewegen sich derzeit die Corona-Fallzahlen auf einem sehr hohen Niveau. Zahlreiche Patienten wurden bereits in Nachbarländer gebracht, weil die Intensivstationen im Land keine Kapazitäten mehr haben.

Nordrhein-Westfalen hat seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 rund 100 Patienten aus ganz unterschiedlichen europäischen Staaten zur Versorgung in Krankenhäuser aufgenommen.

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Ende April 2022 sollen wieder die Züge von Euskirchen nach Mechernich fahren

Mechernich/Kall/Eifel – Absage für sofortige Elektrifizierung. Pendler und Reisende müssen sich noch etwas gedulden bis Schäden behoben und alle Abschnitte der Eifelstrecke wieder befahrbar sein werden. Die Prioritäten sind eindeutig. „Uns geht es erst mal darum, die Bahnstrecken schnellstmöglich wieder in den Betrieb zu nehmen. Alles Weitere kommt danach“, sagte Dr. Norbert Reinkober in der Sondersitzung vor dem Planungsausschuss, der in der Aula des Gymnasiums Am Turmhof tagte. Der Geschäftsführer der Nahverkehr Rheinland GmbH (NVR) und Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH schloss damit aber auch eine sofortige Elektrifizierung der Eifelstrecke zwischen Köln und Trier aus.

Ausschussmitglieder wie hier Sozialdemokrat Hans Schmitz nutzten die Chance um Fragen zu stellen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Dafür werden die Arbeiten an dem stark vom Hochwasser beschädigten Satzveyer Bahnhof zeitnah und zwar bereits am 25. November beginnen. Der Haltepunkt werde provisorisch wiederaufgebaut, betonte Jens Schäfer von der Deutschen Bahn (DB): „Wir werden natürlich keine Unsummen investieren.“ Seit geraumer Zeit schon führt die Stadt Gespräche mit DB und NVR, um den Bahnhof an eine geeignete Stelle nahe der L11 und dem geplanten P&R-Parkplatz zu verlagern. Notwendige Grundstücke sind für das Vorhaben bereits gesichert worden.

„Versprochen“

Zweifel schob Reinkober schnell beiseite: „Versprochen! Er kommt“ Die Finanzierung sei gesichert. Die Gelder stünden bereit. „Planen Sie so schnell wie möglich rundherum auch die P&R-Anlage“, sagte er. Der bisherige Haltepunkt mit alter Stellwerkstechnik werde nur deshalb an bisheriger Stelle wieder ertüchtigt, um schnellstmöglich den Betrieb wieder aufzunehmen zu können und um zu vermeiden „zwei, drei, vier oder fünf Jahre“ ohne Bahnverkehr warten zu müssen.

Dennoch, so wird bei den Ausführungen Schäfers schnell klar, ist die Wiederherstellung des Bahnhofs Satzvey mit großem Aufwand und großen Herausforderungen verbunden. „Die alte Stellwerkstechnik bekommt man gar nicht mehr so ohne weiteres und muss nachgebaut werden“, erklärte er. Erst in einem späteren Schritt soll dann auf eine elektronisch gesteuerte Stellwerkstechnik umgestellt werden. Materialien wie Schotter, Schienen, Schwellen zu bestellen, sei enorm schwierig, „weil jeder gerade bestellen will“. Außerdem sei „der Markt der Planer leergefegt“, so Schäfer.

Der Betrieb im Streckenabschnitt Kalscheuren – Euskirchen konnte bereits am 6. September wieder aufgenommen werden. Bis nach Mechernich sollen die Züge spätestens Ende April 2022 fahren. Zunächst war die Bahn davon ausgegangen, dass bereits Ende 2021 die Schienenfahrzeuge wieder bis in die ehemalige Bleibergstadt rollen können. Richtung Kall soll es Juni 2022 soweit sein, bis zur Landesgrenze wird es wohl sogar Ende 2023 werden – trotz, dass verkürzte Planungsschritte erlaubt sind und Wiederaufbau-Gelder parat stehen.

Norbert Reinkober will eine „schnellere Elektrifizierung“ der Eifelstrecke nicht gänzlich ausschließen. Geplant war sie ursprünglich für etwa 2030. Man müsse Schritt für Schritt vorgehen. Für den Betrieb müssten beispielsweise neue E-Fahrzeuge beschafft werden. Reinkober: „Es wäre doch fatal, wenn wir eine Elektrifizierung umgesetzt hätten und noch mit Dieselfahrzeugen fahren.“ Auf einen konkreten Zeitplan festlegen lassen wollte er sich indes nicht. Er will noch weitere Georadar-Ergebnisse abwarten, die Aufschluss über tieferliegende Schäden geben können.

Kaller zu Gast

In der Sondersitzung des Mechernicher Planungsausschusses waren auch Mitglieder des Kaller Entwicklungsausschusses zu Gast. Deren Vorsitzender, Bert Spilles, bedankte sich für das „Asyl“ und sagte: „Wir rücken bei diesem Thema zusammen. Das sollten wir öfters so machen.“ Auf geringe Resonanz war das Thema anscheinend bei Bürgerinnen und Bürgern gestoßen, nur wenige waren zur öffentlichen Sitzung gekommen.

Vor der Hochwasserkatastrophe verkehrten zwischen Köln und Trier sogar die schnellsten Dieselzüge bundesweit und auch die „umweltgerechtesten“, betonte Reinkober. In der Nacht zum 15. Juli wurden davon einige mit Schlammwasser überflutet – innen wie außen- „Andere Züge können diesen anspruchsvollen Fahrplan, den wir normalerweise hier fahren, aber letztlich überhaupt nicht leisten“, sagte Reinkober weiter, der bekennt, dass in der hiesigen Region der Einsatz von Ersatzzügen daher unter Umständen schwierig zu disponieren sein könnte: „Aber ich wäre schon froh, wenn überhaupt wieder Züge auf der Strecke fahren.“

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Herzwochen vom 01. bis 30. November – Online-Vortrags-Veranstaltung „Herz unter Druck“ am 04. November

Region/Bad Ems – Anlässlich der alljährlich stattfindenden Herzwochen vom 01. bis 30. November bietet die Paracelsus Klinik Bad Ems in Zusammenarbeit mit der Internistischen Gemeinschaftspraxis Bad Ems / Lahnstein / Nassau Interessierten und Betroffenen ein breitgefächertes Vortragsprogramm rund um die Herzgesundheit. Die Vortragsveranstaltung „Herz unter Druck – Diagnose Bluthochdruck“ findet am 4. November ab 17.00 Uhr als Online-Veranstaltung statt. Interessierte können sich über die Hompage der Klinik (https://www.paracelsus-kliniken.de/online-vortragsveranstaltung-herz-unter-druck/) oder unter der Email johanna.pfennig@pkd.de anmelden und erhalten dann ihren Einwahllink per E-Mail.

Unter Moderation des kardiologischen Chefarztes der Klinik, Dr. med. Thomas Reisinger, informieren insgesamt sechs internistische Fachärzte zu Gefahren, Diagnostik und Therapie des Bluthochdrucks. Im Mittelpunkt der Online-Veranstaltung stehen die Auswirkungen von häufig unerkanntem Bluthochdruck auf die Herzgesundheit. Im Anschluss an die Kurzvorträge besteht Gelegenheit, im direkten Gespräch mit einem der Fachärzte Fragen zu stellen.

Unentdeckt eine große Gefahr für’s Herz

Etwa ein Drittel aller Erwachsenen in Deutschland hat einen zu hohen Blutdruck, das sind ca. 20 Millionen Menschen (Robert Koch-Institut). Etwa vier Millionen von ihnen leiden daran, ohne es zu wissen – eine besorgniserregend hohe Dunkelziffer. Dabei ist Bluthochdruck einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen oder den Verschluss der Beingefäße. Leider führen oft erst diese schwerwiegenden Folgen eines unbehandelten Hochdrucks Betroffene zum Arzt.  Es steht deshalb außer Frage: Jeder sollte seinen Blutdruck kennen und spätestens ab dem 40. Lebensjahr sollte jeder seinen Blutdruck regelmäßig messen. Bei familiärer Vorbelastung ist eine routinemäßige Untersuchung des Blutdrucks auch schon früher sinnvoll. „Wer seinen Blutdruck nicht kennt, läuft Gefahr, schleichend eine schwerwiegende Schädigung von Gefäßen und Organen zu erleiden“, warnt Dr. Thomas Reisinger.

Herzwochen 2021

Die diesjährigen Herzwochen unter dem Motto „Herz unter Druck“ richten sich an die gesamte Bevölkerung, denn jeder kann – auch bereits im Kindesalter – von Bluthochdruck und den daraus resultierenden Folgen betroffen sein. An der Aufklärungskampagne beteiligen sich Kliniken, niedergelassene Kardiologen, Krankenkassen und Betriebe. Infos zu bundesweit angebotenen Vortragsveranstaltungen, Online-Beiträgen, Telefonaktionen und Ratgeber-Angeboten finden sich auf den Seiten der Herzstiftung unter www.herzstiftung.de

Programm der Onlineveranstaltung:

Was ist Bluthochdruck und wo kommt er her? Was ist die Gefahr?
Dr. med. univ. Thomas Reisinger, Chefarzt Innere Medizin

Bluthochdruck und Koronare Herzkrankheit
Karim Drissi, Oberarzt Innere Medizin

Therapiemöglichkeiten des Bluthochdrucks
Benedykt Dancewicz, Leitender Oberarzt Innere Medizin

Was kann ich selbst gegen Bluthochdruck tun?
Dr. med. Marion Sundermeier, Kardiologin

Bluthochdruck im hohen Lebensalter
Dr. med. Rahime Gök-Manay, Chefärztin Geriatrie

Wiederbelebung, Rettungskette, Defibrillator
Dr. med. Holger Eberle, Chefarzt Innere Medizin

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Partner der Allianz für Aus- und Weiterbildung blicken auf erfolgreichen „Sommer der Berufs-Ausbildung“ zurück

Region/Berlin – Junge Menschen mit Ausbildungsbetrieben zusammenzubringen, damit sie eine #AusbildungSTARTEN – dafür haben sich die Partner der „Allianz für Aus- und Weiter­bildung“ von Juni bis Oktober 2021 im „Sommer der Berufsausbildung“ stark gemacht. An neun thematischen Aktionstagen haben sie gezeigt, welche umfassenden Möglich­keiten zur persönlichen Entfaltung eine betriebliche Berufsausbildung bietet.

Die Aktionstage wurden durch vielfältige Veranstaltungen begleitet wie etwa Informationsevents oder Sommercamps und haben zahlreiche junge Menschen angesprochen. Insgesamt zählte der „Sommer“ rund 800 regionale Veranstaltungen und erzielte über 2 Millionen Views in den Sozialen Medien. So konnten zahlreiche Jugendliche und ihre Eltern erreicht und über die hervorragenden Berufs-, Karriere- und Verdienstmöglichkeiten einer dualen Ausbildung informiert werden. Und viele Betriebe wurden motiviert, Ausbildungsplätze anzubieten und zu besetzen.

Im „Sommer der Berufsausbildung“ ist es durch die gemeinsame Anstrengung der Allianzpartner gelungen, die berufliche und duale Ausbildung regional und bundesweit prominent in der Öffentlichkeit zu platzieren. Der Erfolg der Initiative spiegelt sich auch in den aktuellen Zahlen zum Ausbildungsmarkt wider: Die Betriebe von Industrie und Handel, Handwerk und Freien Berufen schlossen bis Ende September 2021 zwei Prozent mehr Ausbildungsverträge ab als im Vorjahr.

Die Allianz für Aus- und Weiterbildung setzt sich auch nach dem Ende des „Sommers der Berufsausbildung“ für die Stärkung der dualen Ausbildung ein. Und auch die Vermittlung geht weiter: Die Lehrstellenbörsen der Kammern und die Ausbildungs­börse der Bundesagentur für Arbeit bieten noch viele attraktive Ausbildungsplatz­angebote, die auf interessierte Bewerberinnen und Bewerber warten. Viele Betriebe und Unternehmen suchen noch nach ihrer Fachkraft von morgen.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Die duale Ausbildung ist eine große Stärke des Standorts Deutschland. Wir müssen auch weiterhin alles daran setzen, die duale Ausbildung weiter zu stärken und mehr junge Menschen für diesen Weg zu begeistern. Der Sommer der Berufsausbildung war ein großer Erfolg. Die Partner der Allianz für Aus- und Weiterbildung haben mit einer beeindruckenden Zahl an Veranstaltungen und Social-Media-Aktivitäten ein starkes Zeichen gesetzt. Die Allianz für Aus- und Weiterbildung wird sich auch in kommenden Monaten intensiv dafür einsetzen, den Ausbildungsmarkt weiter zu stabilisieren und die duale Ausbildung als zentrale Säule des Fachkräftenachwuchses zu stärken.“

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: „Es liegt mir am Herzen, dass alle Ju­gendlichen, die eine Ausbildung anstreben, einen Ausbildungsplatz finden, auf dem sie ihre Fähigkeiten und Stärken einsetzen können. Eine Ausbildung ist der Schlüssel zu einer gesicherten beruflichen Zukunft. Gleichzeitig sichert jeder besetzte Ausbil­dungsplatz, dass auch in den kommenden Jahren gut ausgebildete Fachkräfte in Handwerk und Industrie bereitstehen. Damit uns das auch im Jahr 2 der Pandemie gelingt, haben wir uns im Rahmen der Allianz für Aus- und Weiterbildung zum ‚Sommer der Berufsausbildung‘ mit seinen vielfältigen Aktionen zusammengeschlos­sen. Mit dem Erfolg unserer gemeinsamen Arbeit können wir zufrieden sein. Als einen nachhaltigen Beitrag des Bundesbildungsministeriums habe ich im Oktober das digi­tale Berufsorientierungsportal berufenavi.de gestartet, das jetzt und in Zukunft für die Jugendlichen einen umfassenden und verlässlichen Einstieg in die Berufsorientierung und Ausbildungsplatzsuche ermöglicht.“

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil: „Ausbildung ist die beste Investition in die Zukunft. Dazu müssen wir junge Menschen bei ihrem Start ins Berufsleben unter­stützen und mit Unternehmen zusammenbringen. Die gemeinsame Aktion hat gezeigt, dass das auch unter Corona-Bedingungen möglich ist. Mit dem Bundes­programm ‚Ausbildungsplätze sichern‘ leisten wir außerdem finanzielle Hilfe, damit die Ausbildung auch in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten weitergehen kann. Die Förderung kann jetzt noch beantragt werden. Deshalb rufe ich alle Firmen auf, auszubilden und dabei auch die Ausbildungsprämien zu nutzen.“

Staatsministerin für Integration Annette Widmann-Mauz: „Für einen starken Wirtschaftsstandort Deutschland müssen wir junge Menschen für eine duale Ausbildung begeistern und unsere Unternehmen und Betriebe unterstützen. Das haben wir mit dem ‚Sommer der Berufsausbildung‘ und dem Start des Programms ‚Ausbildungsplätze sichern‘ getan. Wichtig ist, hierbei alle Jugendlichen in den Blick zu nehmen, mit oder ohne Einwanderungsgeschichte. Denn Vielfalt ist ein echter Faktor für Innovation und sichert unserer Wirtschaft den Fachkräftenachwuchs, den sie dringend braucht!“

Vorsitzender des Vorstandes der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele: „In diesem Jahr sind wir gemeinsam mit den Partnern der Allianz für Aus- und Weiter­bildung mit dem „Sommer der Berufsausbildung“ ungewöhnliche Wege gegangen, um junge Menschen beim Start in die Ausbildung zu unterstützen. Über den Sommer verteilt haben wir unterschiedlichste Aktionen veranstaltet, damit Jugendliche und Betriebe auch in diesem Jahr zusammenkommen. Jungen Menschen, die auch nach dem offiziellen Ausbildungsbeginn noch nichts gefunden haben, möchte ich unbedingt Mut machen. Es ist auch jetzt noch nicht zu spät für den Ausbildungsstart. Wichtig ist, dass Jugendliche sich für einen Beruf anhand ihrer Stärken und Interessen entscheiden. Und bei dieser wichtigen Entscheidung steht die Berufsberatung der Arbeitsagentur jungen Menschen mit Rat und Tat zur Seite.“

BDA-Präsident Dr. Rainer Dulger: „Die Wirtschaft hat im Sommer der Berufsausbil­dung Vollgas gegeben. Die vielfältigen Aktionen, um Jugendliche und ihre Eltern für eine Ausbildung zu begeistern, haben eine beindruckende Reichweite erzielt. In der Berufsorientierung gibt es insbesondere bei der Vernetzung der Schulen aber noch Nachholbedarf. Hier müssen wir gemeinsam mit den Partnern der Allianz für Aus- und Weiterbildung ansetzen. Die Wirtschaft lässt auch nach dem „Sommer der Berufsaus­bildung“ in ihrem Ausbildungsengagement nicht nach. Denn gerade jetzt sind Fach­kräfte als Herzstück jedes Unternehmens ein wichtiger Motor für den wirtschaftlichen Aufschwung trotz und nach Corona. Wichtig ist: Eine Ausbildung kann nicht nur im August oder September begonnen werden, sondern noch über das Jahresende hinaus.“

Stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack: „Der Sommer der Berufsbildung hat die Bedeutung der Dualen Ausbildung noch einmal in den Vordergrund gestellt. Wir dürfen aber nicht nachlassen in unseren Anstrengungen, allen ausbildungs­interessierten jungen Menschen einen Ausbildungsplatz anzubieten. Noch immer bleiben zu viele junge Menschen unversorgt und sind auf Übergangsmaßnahmen angewiesen. Deshalb lohnt es sich, weiter um jeden Ausbildungsplatz zu kämpfen. Dem vielfach beklagten Fachkräftemangel lässt sich aber nur mit guter Ausbildung begegnen. Die Corona-Ausbildungsstudie der DGB-Jugend hat die drängenden Probleme der Auszubildenden aufgezeigt und gibt wichtige Impulse für die Verbesserung der Qualität in der Ausbildung.“

Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst: „Wir dürfen nicht in unseren Anstrengungen nachlassen, die vielfältigen und hochdifferenzierten Angebote der beruflichen Bildung, die allen Jugendlichen und jungen Erwachsenen offen stehen, wieder stärker in das öffentliche Bewusstsein zu stellen. Gerade auch mit Blick auf die attraktiven und krisenfesten Karriereperspektiven, die eine berufliche Ausbildung bietet, gilt es, über den „Sommer der Berufsausbildung“ hinaus, die Angebote zur beruflichen Orientierung in und auch außerhalb von Schule zielgruppenadäquat zu intensivieren und dazu neue Informations- und Veranstaltungsformate auch im sozialen Umfeld der Jugendlichen zu nutzen.“

Vorsitzender der Wirtschaftsministerkonferenz, Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Das System der dualen Ausbildung stellt das Fundament für eine zukünftige Fachkräfte­sicherung dar. Gut ausgebildete Menschen werden in den Betrieben dringend ge­braucht. Vor diesem Hintergrund genießt die duale Ausbildung eine hohe Priorität in den Ländern. Dies spiegelt sich gerade auch in der Vielzahl der Maßnahmen von Partnern der Bündnisse, Allianzen und Pakte in den Ländern, die den Sommer der Ausbildung der Allianzpartner hervorragend ergänzt haben. Nordrhein-Westfalen zum Beispiel hat im Juni unter der Dachmarke „Ausbildung jetzt!“ des Ausbildungskonsens NRW eine Aktionswoche gestartet, in deren Rahmen mit vielfältigen Beratungs­angeboten für Jugendliche und Eltern, Hotlines, Social Media Plattformen und einer Kampagne für Praktika im Handwerk erfolgreich angesprochen wurden.“

Vorsitzende/r der Arbeit- und Sozialministerkonferenz, Kristina Vogt: „Der „Sommer der Berufsausbildung“ hat die Bedeutung und Werthaftigkeit der Berufs­ausbildung für Deutschland hervorgehoben. Dies war ein wichtiges Zeichen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. Vielfältige Akteur*innen haben die Chancen, die eine Ausbildung bietet, aufgezeigt. Bündnisse wurden erneuert, Sonderaktionen durchgeführt, Maßnahmen zur Stabilisierung des Ausbildungsmarktes ausgebaut und kreative Anspracheformate genutzt. Viele jungen Menschen und Betriebe konnten erreicht werden. Eine Berufsausbildung ist die beste Existenzsicherung und bietet unterschiedliche Berufsbilder und Karrierewege. Für die Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen und der notwendigen Transformation unserer Lebens- und Arbeitswelt ist eine moderne Berufsausbildung ein Kernelement zur Mitgestaltung. Wichtig ist nun, nicht nachzulassen und Zugangswege sowie Förder- und Unter­stützungssysteme immer wieder transparent zu machen, aber auch Verbesserungs­potenziale zu erschließen.“

Informationen zum „Sommer der Berufsausbildung“ und zur Allianz für Aus- und Weiterbildung finden Sie unter: www.aus-und-weiterbildungsallianz.de

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Aufhebung der Maskenpflicht am Sitzplatz in den Schulen von NRW ab Dienstag 02. November

Region/Düsseldorf – NRW Ministerin Gebauer: Schritt für Schritt mehr Normalität für unsere Schulen. Die Landesregierung hat entschieden, die Maskenpflicht in den Schulen für alle Jahrgänge ab dem 02. November auch in den Unterrichtsräumen am Sitzplatz aufzuheben. Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer: „Mit der Maskenpflicht haben wir unseren Schülerinnen und Schülern seit mehr als zwölf Monaten sehr viel abverlangt. Mit großem Engagement und enormem Verantwortungsbewusstsein hat diese junge Generation einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie und zum Schutz der Älteren geleistet. Dafür gebührt den Schülerinnen und Schülern unser herzlicher Dank.“

Ministerin Gebauer betonte, dass die Landesregierung versprochen habe, Einschränkungen nur so lange aufrechtzuerhalten, wie dies unbedingt erforderlich sei und erklärte: „An unseren Schulen gibt es keinen übermäßigen Anstieg des Infektionsgeschehens. Gleichzeitig steigen die Impfquoten weiter an, bei Lehrerinnen und Lehrern liegt sie sogar über 90 Prozent. Und schon fast die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler über zwölf Jahren ist schon vollständig geimpft. In dieser Situation ist die Aufhebung der Maskenplicht am Sitzplatz ein verantwortbarer Schritt. Wir geben unseren Kindern und Jugendlichen damit ein weiteres und wichtiges Stück Normalität zurück.“

Ab dem 2. November gelten an den Schulen in Nordrhein-Westfalen folgende Regelungen:

  • Die Coronabetreuungsverordnung wird ab 2. November 2021 für Schülerinnen und Schüler keine Pflicht zum Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen mehr vorsehen, solange die Schülerinnen und Schüler in Klassen- oder Kursräumen auf festen Sitzplätzen sitzen.
  • Die Maskenpflicht entfällt auch bei der Betreuung im Rahmen von Ganztags- und Betreuungsangeboten, beispielsweise in Offenen Ganztagsschulen, für die Schülerinnen und Schüler, wenn sie an einem festen Platz sitzen, etwa beim Basteln oder bei Einzelaktivitäten.
  • Befinden sich die Schülerinnen und Schüler nicht an einem festen Sitzplatz, suchen sie ihn auf oder verlassen sie ihn, besteht weiterhin die Pflicht zum Tragen einer Maske.
  • Für Lehrkräfte, Betreuungskräfte und sonstiges Personal entfällt die Maskenpflicht im Unterrichtsraum, solange ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu den anderen Personen im Raum eingehalten wird.
  • Für das schulische Personal entfällt die Maskenpflicht auch bei Konferenzen und Besprechungen im Lehrerzimmer am festen Sitzplatz.
  • Tritt in einem Klassen- oder Kursverband ein Infektionsfall auf, ist die Quarantäne von Schülerinnen und Schülern ab sofort in der Regel auf die nachweislich infizierte Person sowie die unmittelbare Sitznachbarin oder den unmittelbaren Sitznachbar zu beschränken. Vollständig geimpfte oder genesene Personen ohne Symptome sind von der Quarantäneanordnung weiterhin ausgenommen.
  • Die bekannten Regelungen zur sogenannten „Freitestung“ von engen Kontaktpersonen gelten fort. Dies bedeutet, dass die Quarantäne der Schülerinnen und Schüler frühestens am fünften Tag der Quarantäne durch einen negativen PCR-Test oder einen qualifizierten hochwertigen Antigen-Schnelltest vorzeitig beendet werden kann. Bei einem negativen Testergebnis nehmen die Schülerinnen und Schüler sofort wieder am Unterricht teil.
  • Das regelmäßige Testen bleibt ein wichtiger Bestandteil der Schutzmaßnahmen. Bis zum Beginn der Weihnachtsferien wird in den Grund- und Förderschulen pro Woche zweimal mit dem PCR-Pooltestverfahren getestet, in den weiterführenden Schulen dreimal mit Antigen-Selbsttests. Auch an den eingeübten und bewährten Schutzmaßnahmen wie Lüften und Einhalten der Hygieneregeln muss weiterhin festgehalten werden.

Abschließend erklärte Schul- und Bildungsministerin Gebauer: „Die bisherige Entwicklung der Pandemie hat gezeigt, dass unsere Schulen sichere Orte sind. Alle Schülerinnen und Schüler werden engmaschig und mehrfach die Woche getestet und unsere strengen Vorgaben für die Hygiene und den Infektionsschutz gelten selbstverständlich weiterhin. Damit werden wir den Präsenzbetrieb an unseren Schulen weiter absichern.“

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Neue Hauptschlagader für Gasversorgung ist Meilenstein für Wärme-Versorgung im Ahrtal

Bad Neuenahr-Ahrweiler – „Diese Hochdruckleitung ist ein Zeichen der Hoffnung für die Menschen im Ahrtal und ein Meilenstein für die Wärmeversorgung im nahenden Winter“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Inbetriebnahme der Gashochdruckleitung in Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Wir freuen uns, dass diese neue Hauptschlagader der Erdgasversorgung heute nach einer Rekordbauzeit wieder in Betrieb gehen kann,“ dankte die Ministerpräsidentin dem örtlichen Netzbetreiber für die schnelle und pragmatische Wiederherstellung der Versorgung. Ministerpräsidentin Malu Dreyer dankte auch den insgesamt 17 Energieversorgungsunternehmen aus ganz Deutschland, die so tatkräftig im Ahrtal mit anpacken: „Ohne diese große Solidarität aus der ganzen Bundesrepublik hätte die Energieversorgung im Flutgebiet nicht so schnell wiederhergestellt werden können.“

„Nach dem Wiederaufbau wird die Wärmeversorgung im Ahrtal zukunftsfähig und dem Klimaschutz dienlich sein. Unsere Energieberater- und beraterinnen hören vor Ort fast ausschließlich den Wunsch nach einer langfristig nachhaltigen und zukunftssicheren klimafreundlichen Wärmeversorgung. Jetzt allerdings geht es auf den Winter zu, und da sind schnelle Lösungen gefragt. Da geht es um jeden Haushalt, der wieder ans Gasnetz angeschlossen ist“, erklärte Anne Spiegel, Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität.

„Angesichts des baldigen Wintereinbruchs ist die Wiederherstellung einer flächendecken Wärmeversorgung im Ahrtal derzeit eine drängende Herausforderung für die Energieversorger. Die Landesregierung hat die Verantwortlichen dabei von Anfang an eng begleitet und unterstützt. Mitte Oktober konnte das Land durch die Inbetriebnahme einer mobilen Gasversorgungsanlage, die durch die ADD in Bad Neuenahr-Ahrweiler installiert wurde, sogar selbst 1.100 Haushalte ans Gasnetz anschließen. Dass nun auch die Gashochdruckleitung der EVM wieder in Betrieb geht, ist ein weiterer wichtiger Schritt nach vorne für die Menschen vor Ort“, unterstrich Innenminister Roger Lewentz.

Das Versorgungsnetz in Bad Neuenahr-Ahrweiler war durch die verheerende Flutkatastrophe im Ahrtal vor rund drei Monaten weitgehend zerstört worden. „In einer Rekordbauzeit von weniger als 100 Tagen ist es der Energieversorgung Mittelrhein und ihrer Tochtergesellschaft Energienetze Mittelrhein gelungen, ein komplett neues Hochdrucknetz aufzubauen“, erklärte Josef Rönz, Vorstandsvorsitzender der Energieversorgung Mittelrhein. Dieses Netz sei die Voraussetzung dafür, dass auch die restlichen Gebiete von Bad Neuenahr-Ahrweiler wieder mit dem effizienten und klimaschonenden Energieträger Erdgas versorgt werden können. Außerdem bestehe mit der neuen Leitung ab sofort wieder hundertprozentige Versorgungssicherheit in den Orten der Gemeinde Grafschaft sowie Vollversorgung für die Industrieunternehmen, die teilweise zuvor nicht beliefert werden konnten.

„Mit dieser neuen Hochdruckleitung haben wir nach nur 14 Wochen wieder den Versorgungsstand erreicht, den wir vor der Flut hatten“, erklärte Josef Rönz. Bereits wenige Tage nach der Flutnacht starteten die Netzexperten der evm-Gruppe mit dem Wiederaufbau der zerstörten Hochdruckleitung. Schnell war aufgrund des Ausmaßes der Zerstörung klar, dass die Erdgashochdruckleitung nicht wieder dort aufgebaut werden kann, wo sie war. Sie verlief bis zum 14. Juli von Remagen-Kripp aus kommend an der Ahr entlang bis nach Bad Neuenahr-Ahrweiler. Bauarbeiten in Ufernähe schieden sofort aus, sodass der Netzbetreiber sich dazu entschied, einen völlig neuen Verlauf zu planen – weiter weg von der Ahr und damit auch hochwassersicherer.

So verläuft das neue Rohrsystem ab dem Stadtteil Lohrsdorf entlang der Landskroner Straße parallel zur Bahnstrecke und später dann an den Weinbergen entlang. Hier hat die evm-Gruppe auf einer Länge von rund zwei Kilometern eine provisorische Hochdruckleitung erstellt, die dem Wiederaufbauprojekt eine Beschleunigung von rund drei Monaten verschaffte. Für die gesamte 5,3 Kilometer lange neue Hochdruckleitung und die Behebung aller Schäden am Gasnetz inklusive der provisorischen Lösung wird die evm-Gruppe voraussichtlich rund 20 bis 30 Millionen Euro aufwenden. Mit dem Bau der endgültigen Leitung beginnt der Netzbetreiber im kommenden Jahr. Zur Beschleunigung der Arbeiten hatte ein sehr pragmatisches und zügiges Handeln vieler Beteiligter beigetragen. So wurde teilweise auf aufwendige Genehmigungsverfahren, Bodengutachten und Probebohrungen verzichtet. Für dieses zielorientierte Handeln dankte Vorstandsvorsitzender Josef Rönz auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer und den Mitarbeitenden der Landesbehörden.

Inzwischen konnten schon zahlreiche Bereiche im Ahrtal wieder mit Erdgas versorgt werden: Mehr als 80 Prozent der Haushalte sind wieder angeschlossen. Die restlichen Gebiete nimmt die evm-Gruppe sukzessive in Betrieb. Bis Ende November soll die Wiederinbetriebnahme abgeschlossen sein. Besondere Herausforderungen sind aktuell noch in der Altstadt von Ahrweiler zu meistern: Dort sind im Ortsnetz noch zahlreiche Leckagen zu orten und zu verschließen. Josef Rönz: „Wir sind aber zuversichtlich, dass wir auch hier sehr bald das Netz wieder betriebsbereit haben.“

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Manfred Schultze erhält das Bundes-Verdienstkreuz

Düren – Landrat Wolfgang Spelthahn hat Manfred Schultze am gestrigen Donnerstag, den 28. Oktober das Bundesverdienstkreuz im Namen des Bundespräsidenten überreicht. Für sein jahrzehntelanges sportliches Engagement im Fußball erhielt der Dürener im Beisein von Familie, Freunden und Wegbegleitern im Kreishaus diese höchste Auszeichnung, die die Bundesrepublik für besondere Verdienste um das Gemeinwohl vergibt.

„Ohne Menschen wie Sie, die für den Sport und die Menschen einstehen und zusammenhalten, wäre der Erfolg des Fußballs nicht möglich“, sagte der Landrat. „Sie haben unzählige Stunden in den Sport investiert und sich nie vor Problemen geduckt, sondern stets Lösungen gesucht und mit großer Empathie Gespräche geführt.“ Seit 1996 ist Schultze erster Vorsitzender des Fußball-Kreisverbands Düren. Er hat vor allem dazu beigetragen, dass die Strukturreform 2001, als unter anderem die selbstständigen Fußballkreise Düren und Jülich zusammengelegt werden sollten, gelingt.

Verantwortung hat Schultze schon früh übernommen. Der heute 72-Jährige hat bereits im Alter von 19 Jahren die Aufgabe des Geschäftsführers seines Heimatvereins „FC Victoria Arnoldsweiler e.V.“ übernommen. Dabei hat der Dürener nie selbst aktiv im Verein gespielt. „Ich durfte nicht und musste zum Turnen gehen. Aber ich hatte immer mehr Spaß am Fußball und war immer am Spielfeldrand dabei. Der Fußball spielt in meinem Leben eine sehr wichtige Rolle“, sagt Schultze.

„Wir sind stolz, dass wir wieder einen weiteren Träger des Bundesverdienstkreuzes in unserer Stadt zählen können“, sagte Dürens stellvertretender Bürgermeister Rolf Peter Hohn bei dem feierlichen Akt im Kreishaus. „Flaggschiffe der Vereinsarbeit, wie Sie es sind, braucht es. Sie leisten nämlich nicht nur einen wichtigen Beitrag in sportlicher, sondern auch in gesellschaftlicher Hinsicht.“

Schulzes Engagement für seine Leidenschaft wurde nun mit dem Bundesverdienstkreuz belohnt. Er dankte seinen Wegbegleitern und besonders seiner Frau, die ihm den Rücken frei halte und seine Fußballleidenschaft teile.

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Neuer NRW Ministerpräsident Hendrik Wüst ernennt Kabinett

Region/Düsseldorf – Landesregierung NRW nimmt umgehend Arbeit in erster Kabinettsitzung auf. Ina Brandes ist neue Verkehrsministerin / Zwei neue Staatssekretäre ernannt. Die Staatskanzlei teilt mit: Einen Tag nach seiner Wahl und Vereidigung im Landtag hat Ministerpräsident Hendrik Wüst am Donnerstag seinen Ministerinnen und Ministern ihre Ernennungsurkunden überreicht.

Alle Ministerinnen und Minister der bisherigen Landesregierung gehören auch dem Kabinett Wüst an. Neues Mitglied der Landesregierung ist Ina Brandes, die als Ministerin für Verkehr Wüst in diesem Amt nachfolgt. Die 44-Jährige war zuletzt als Sprecherin der Geschäftsführung bei dem schwedischen Planungskonzern Sweco tätig. Im Anschluss an die Ernennung des Kabinetts fand im K21 Ständehaus in Düsseldorf die erste Kabinettsitzung unter Leitung von Ministerpräsident Wüst statt.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Die vor uns liegenden Aufgaben sind groß – aber der Tatendrang dieser Landesregierung ist es ebenso. Es war mir deshalb wichtig, dass wir nach dem Amtswechsel mit unserer Arbeit für Nordrhein-Westfalen und seine Menschen sofort wieder durchstarten. Mit der Ernennung meiner Ministerinnen und Minister und der ersten Kabinettsitzung ist der Start gelungen – ich freue mich auf die gute Zusammenarbeit im Team. Dass wir mit Ina Brandes eine ausgewiesene Expertin als Verkehrsministerin gewinnen konnten, freut mich außerordentlich.“

Der Ministerpräsident weiter: „Keine 24 Stunden nach meiner Wahl haben wir in der ersten Kabinettsitzung mehrere wichtige Themen angepackt, um den Alltag der Menschen in Nordrhein-Westfalen konkret zu verbessern. Zur Beschleunigung des Wiederaufbaus nach der Flut schaffen wir für die noch schnellere Abwicklung der Förderanträge 284 neue Stellen. Tempo machen wollen wir auch mit einem Mittelstandsförderungsgesetz zum Abbau unnötiger Bürokratie. Und wir haben eine Änderung des Krankenhausgestaltungsgesetzes auf den Weg gebracht, um in Krankenhäusern unter anderem ein gesetzliches Besuchsrecht für Patienten und Angehörige zu verankern. Bei allen drei Themen ist unser Ansatz derselbe: Wir gehen Herausforderungen an und sorgen mit schnellen, konsequenten Entscheidungen für gute Lösungen zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger. So wollen wir an die erfolgreiche Arbeit der zurückliegenden viereinhalb Jahre anknüpfen.“

Im Nachgang zur Kabinettsitzung ernannte Ministerpräsident Wüst eine neue Staatssekretärin und einen neuen Staatssekretär. In Nachfolge von Serap Güler, die neu in den Deutschen Bundestag gewählt worden ist, wird Gonca Türkeli-Dehnert neue Staatssekretärin für Integration im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration. Seit Februar 2018 war die Juristin Geschäftsführerin der Deutschlandstiftung Integration. Zuvor war sie im Arbeitsstab der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung im Bundeskanzleramt tätig. In Nachfolge von Annette Storsberg, die in den Ruhestand eingetreten ist, wird Dr. Dirk Günnewig neuer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft. Der promovierte Politikwissenschaftler hat bereits verschiedenste Funktionen in der öffentlichen Verwaltung durchlaufen, bis zuletzt war er Leiter der Abteilung für Grundsatzangelegenheiten der Mobilität, Digitalisierung und Vernetzung des Ministeriums für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.

Dem Kabinett von Ministerpräsident Hendrik Wüst gehören an:

Dr. Joachim Stamp

Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration

Stellvertreter des Ministerpräsidenten

Lutz Lienenkämper

Minister der Finanzen

Herbert Reul

Minister des Innern

Prof. Dr. Andreas Pinkwart

Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie

Karl-Josef Laumann

Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales

Yvonne Gebauer

Ministerin für Schule und Bildung

Ina Scharrenbach

Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung

Peter Biesenbach

Minister der Justiz

Ina Brandes

Ministerin für Verkehr

Ursula Heinen-Esser

Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz

Isabel Pfeiffer-Poensgen

Ministerin für Kultur und Wissenschaft

Dr. Stephan Holthoff-Pförtner

Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales

Klaus Kaiser

Parlamentarischer Staatssekretär

im Ministerium für Kultur und Wissenschaft

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Millionenspende – Brücken-Einweihung heute in Ahrweiler

Ahrweiler/Berlin – Millionenspende der genossenschaftlichen FinanzGruppe zur Fluthilfe ans THW. Brückeneinweihung am heutigen Donnerstag, 28. Oktober in Ahrweiler. Um den Menschen in den von der Hochwasserkatastrophe 2021 betroffenen Regionen Deutschlands unmittelbar zu helfen, stellten die Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie die DZ BANK Gruppe der THW-Bundesvereinigung, dem Förderverein des Technischen Hilfswerks (THW), im Juli eine Spende von 1,25 Millionen Euro zur Verfügung. Einen Großteil dieser Mittel nutzt das THW für die Sofort- und Akuthilfe. Dazu gehört vor allem die Anschaffung von drei temporären Fußgänger- und Autobrücken im Ahrtal. Als erste Brücke wurde heute von Vertretern der THW-Bundesvereinigung, des THW und der genossenschaftlichen FinanzGruppe der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Bad Neuenahr-Ahrweiler eine Fußgängerbrücke eingeweiht. Kurz vor Inbetriebnahme steht dort auch eine Fahrzeugbrücke. Darüber hinaus wird eine kombinierte Fahrzeug- und Fußgängerbrücke in Liers errichtet.

„Mit den mobilen Brücken wollen wir einen Beitrag leisten, die Infrastruktur vor Ort wieder aufzubauen. Die Flut und ihre Folgen für die Menschen machen uns sehr betroffen. Als regional verankerte Institute wollen wir unmittelbar vor Ort unterstützen. Allen Helferinnen und Helfern und besonders den Einsatzkräften des Technischen Hilfswerks sei an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich gedankt“, erklärt Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

Marian Wendt, Präsident THW-Bundesvereinigung, betont: „Die Folgen und Ausmaße des Starkregens im Juli sind auch heute – dreieinhalb Monate später – kaum zu fassen und werden noch lange sichtbar bleiben. Wir sind dankbar und froh, dass wir durch die Großspende der Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie der DZ BANK Gruppe mit drei weiteren Behelfsbrücken im Katastrophengebiet einen wichtigen Beitrag leisten können, dass die Menschen vor Ort langsam zur Normalität zurückkehren können. In ein paar Jahren, wenn die temporären Brücken durch massive Varianten ersetzt werden, können die Behelfsbrücken für spätere Einsätze wiederverwendet werden. Damit unterstützt die FinanzGruppe mehrfach. Dafür danken wir und die Bewohner von Bad Neuenahr-Ahrweiler von Herzen.“

Weitere Mittel aus der Spende der genossenschaftlichen FinanzGruppe fließen an die THW-Helfervereinigung Schleiden einschließlich des Ortsteils Gemünd, die ihre durch den Starkregen beschädigte Ausstattung neu erwerben kann. Darüber hinaus wird ein Teil der Spendengelder auch für die wichtige Aufklärungsarbeit verwendet, mit der das THW die Bevölkerung über Katastrophen, deren Früherkennung sowie Verhaltenstipps und Hilfsmaßnahmen informiert.

Regionale Crowdfunding-Aktionen sammelten 4,3 Millionen Euro ein Das überregionale Engagement der THW-Spende durch die genossenschaftliche FinanzGruppe wurde mit zahlreichen regionalen Hilfsaktionen der Genossenschaftsbanken ergänzt. So wurden beispielsweise über die Crowdfunding-Plattform „Viele schaffen mehr“ Fluthilfe-Spendeninitiativen von Genossenschaftsbanken durchgeführt, um den Menschen, die durch die Hochwasserflut alles verloren haben, unbürokratisch zu helfen. Im Zeitraum von Mitte Juli bis Mitte August 2021 sind hier insgesamt rund 4,3 Millionen Euro eingesammelt worden, die den jeweiligen Projekten vor Ort zugutekommen. Darüber hinaus sind über die Genossenschaftsstiftung des Genossenschaftsverbands sowie über weitere Spendenkonten im Rahmen des gemeinsamen Aufrufs „Genossenschaften helfen“ weitere Gelder zur Fluthilfe gesammelt worden.

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Ahrwinzer haben Weinlese 2021 erfolgreich abgeschlossen – Hilfsbereitschaft und Solidarität aus ganz Deutschland

Ahrtal – Es ist geschafft, was nach der Flut erst noch vollkommen unmöglich schien: Die Weinlese im Ahrtal ist erfolgreich beendet und es wird einen Jahrgang 2021 von der Ahr geben. Möglich wurde dies durch die Unterstützung zahlreicher Helferinnen und Helfer aus ganz Deutschland.

Die Flutwelle, die in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 das Ahrtal überrollte, hat auch die Betriebe vieler Winzerinnen und Winzer schwer getroffen. Maschinen, Arbeitsgeräte und auch viele der bereits abgefüllten Weine der letzten Jahre gingen verloren. Rund zehn Prozent der Rebfläche im Tal wurde zerstört oder stark beschädigt. Direkt in den ersten Tagen nach der Flut haben sich die betroffenen Winzerinnen und Winzer im Tal sowie Freiwillige aus ganz Deutschland und den Nachbarländern zusammengeschlossen, um sich neben dem Wiederaufbau der Betriebe vor allem einer Mammutaufgabe zu stellen: der Weinlese 2021. Denn für viele Weinerzeuger waren die Trauben in den höher gelegenen Steillagen das einzige Kapital, das nicht den Fluten zum Opfer gefallen ist.

Unterstützung machte erfolgreiche Lese möglich.

„Dass wir trotz der widrigen Umstände den Jahrgang 2021 einbringen konnten, haben wir der großen Hilfsbereitschaft und Solidarität von unzähligen Freiwilligen zu verdanken. Ohne sie wäre dies nicht möglich gewesen. Im Namen aller Ahrwinzer daher ein herzliches Dankeschön an alle, die uns unterstützt haben“, sagt Peter Kriechel, Vorsitzender des Ahrwein e.V.. Direkt nach der Flut packten viele bei den anstehenden Laubarbeiten in den Weinbergen mit an, in den vergangenen Wochen stand dann die Lese im Fokus. „Vor allem die familiengeführten Betriebe im Tal sind oftmals auch privat betroffen und konnten sich daher kaum selbst den anstehenden Arbeiten im Weinberg widmen. Umso mehr war jede helfende Hand Gold wert“, sagt Peter Kriechel.

Der Ahrwein e.V. unterstützte seit dem ersten Tag über mehrere Monate hinweg die Betriebe, indem zahlreiche Hilfsaktionen erfasst und an die Betroffenen weitergetragen wurden. So konnte auch eine weitere wichtige Initiative für die Traubenlese gewonnen werden. Denn der „Helfer-Shuttle“ unterstützte in Zusammenarbeit mit dem Ahrwein e.V. die Lese logistisch. Hunderte Freiwillige konnten so von der Grafschaft aus mit Bussen zu den Winzerbetrieben ins Tal bzw. direkt in den Weinberg transportiert werden.

Hilfe kam zudem in Form von Spenden oder Leihgaben von Maschinen, Weinberggeräten, Ersatzteilen oder Transportmitteln, um die Ernte überhaupt einbringen und verarbeiten zu können. Auch die Reparaturen defekter Geräte und Maschinen stellten eine große Unterstützung dar. Dank dieser zahlreichen Hilfsaktionen können die Winzerinnen und Winzer an der Ahr nun vermelden, dass sie die Lese 2021 erfolgreich abgeschlossen haben.