Kategorien
Top-Themen

4 Millionen Euro Fördermittel: Die Tinte ist trocken – Vertrag zum Breitbandausbau

Stolberg, 21.09.2020 – NetAachen und die Kupferstadt Stolberg unterzeichnen den Ausbauvertrag zum Glasfaserausbau aller Schulstandorte und des Bethlehem Krankenhauses. Spatenstich Frühjahr 2021. Die Kupferstadt ist die bundesweit erste Kommune, welche die Förderzusage zum Breitbandausbau bekommt.

Der endgültige Förderbescheid des Bundes zusammen mit der Zusage zur Kofinanzierung des Landes liegt der Stadtverwaltung vor. Nun haben Andreas Schneider, Geschäftsführer der NetAachen GmbH, und Bürgermeister Patrick Haas den Vertrag zwischen Stadt und NetAachen unterzeichnet.

Vertrag zum Breitbandausbau aller Kupferstädter Schulstandorte und des Bethlehem Krankenhauses unterschrieben. Foto: Tobias Schneider

„Der Breitbandausbau an den Schulen ist die Grundvoraussetzung für die Befähigung der Schulen, mit modernen, digitalen Lehrmaterialien zu agieren und die Schülerinnen und Schüler entsprechend gut auf die berufliche Realität nach der Schule vorzubereiten. Der Breitbandausbau ist somit unverzichtbar für eine gute schulische Ausbildung in der Kupferstadt. Ich freue mich, mit NetAachen einen starken, lokalen Partner gefunden zu haben, dem die Bedeutung des Schulausbaus bewusst ist und der dieses zukunftsweisende Projekt gemeinsam mit uns zeitnah durchführen wird“, zeigt sich Bürgermeister Patrick Haas zufrieden mit der Entwicklung. Er dankt insbesondere der Politik für die Initiative und die Unterstützung.
Bereits Anfang des Jahres erhielt die Firma NetAachen im Rahmen der Ausschreibung den vorläufigen Zuschlag zum Ausbau.

„Gerade Schulen dürfen den Anschluss an die digitale Zukunft nicht verpassen.“, erklärt Andreas Schneider, Geschäftsführer der NetAachen GmbH. „Umso mehr freut es mich, dass nun die Mittel zur Verfügung stehen, die Stolberger Schulen an unser zukunftsfähiges Glasfasernetz anzubinden und darüber mit schnellem Internet zu versorgen!“, so Schneider weiter.

Unabhängig von den Herausforderungen des digitalen Wandels, vor dem die Schulen stehen, hat die Covid-19 Pandemie
deutlich gezeigt, wie wichtig eine zeitgemäße Internetanbindung ist.
Schon lange strebt die Kupferstadt Stolberg Verbesserungen in der Breitbandversorgung an, um für die Herausforderungen des digitalen Wandels gewappnet zu sein. Mit dem endgültigen Förderbescheid wurden der Kupferstadt Stolberg nun die notwendigen finanziellen Mittel zum Ausbau aller Schulstandorte mit Glasfaser (Fibre-to-the-building) bewilligt. Die Mittel aus dem Bundesförderprogramm „Sonderaufruf Schulen und Krankenhäuser“ stellt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur zur Verfügung.

„Wir sind froh, dass der langwierige Prozess nun zu einem erfolgreichen Ende kommt und wir endlich mit dem eigentlichen Ausbau starten können“, erklärt Timo Abels vom Amt für Wirtschaftsförderung der Kupferstadt Stolberg und zuständig für den Breitbandausbau auf dem Kupferstädter Stadtgebiet. „Wichtig ist es“, so ergänzt Bürgermeister Patrick Haas, „dass wir nun eine zukunftsfähige Lösung gefunden haben und keine auf Kupferleitungen basierende Zwischenlösung. Der Ausbau mit Glasfaser ist für uns die einzige nachhaltig sinnvolle Alternative.“

Rund 4 Millionen Euro Fördermittel erhält die Kupferstadt Stolberg zur Anbindung aller Schulstandorte (24 Adressen) an das Glasfasernetz. Dies schließt alle weiterführenden Schulen, Grundschulen, Förderschulen und die Volkshochschule unabhängig von der Trägerschaft mit ein. Durch einen Zusatz in den Förderrichtlinien konnte nachträglich auch der Krankenhausstandort des Bethlehem Gesundheitszentrums erfolgreich in das Förderszenario aufgenommen werden. Es handelt sich um eine 100-Prozent-Förderung. Die Kupferstadt Stolberg ist damit die erste Kommune, welche die Förderzusage zum Breitbandausbau erhält.

Kategorien
Top-Themen

So soll das neue Vitelliusbad in Wittlich aussehen

Wittlich, 21.09.2020 –  Jetzt steht es fest, der Stadtrat hat eine angepasste Entwurfsplanung für den Neubau des Hallenbades und den Umbau des Freibades beschlossen. Gegenüber dem ursprünglichen Entwurf sollen nun im Freibadbereich ein Sportbecken mit vier 50-Meter-Bahnen, ein Mehrzweckbecken mit Breitrutsche und Massagedüsen sowie ein Erlebnisbecken mit Bodensprudelplatte, Wasserpilz und Strömungskanal zum Baden einladen.

Foto: Krieger Architekten

Damit auch Eltern mit kleineren Kindern ihr Vergnügen haben, wird auch ein Kinderplanschbecken mit Spraypark angelegt. Ausgehend von 122 Nutzungstagen stehen dann im Freibad insgesamt 937 Quadratmeter Wasserfläche zur Verfügung.

Foto: Krieger Architekten.

Das Hallenbad ist künftig ganzjährig geöffnet. Eine Sportbecken mit fünf 25-Meter-Bahnen und einer Sprunganlage, ein Lehrschwimmbecken mit Hubboden und ein weiterer Eltern-Kind-Bereich mit Wasserspielen zur Wassergewöhnung sowie eine Röhrenrutsche können in Zukunft an ca. 350 Tagen im Jahr genutzt werden. Insgesamt stehen dort 472 Quadratmeter Wasserfläche zur Verfügung.

Damit ein Besuch im Vitelliusbad bei jeder Wetterlage planbar und attraktiv wird, soll das ursprünglich geplante und zunächst wieder verworfene Cabriodach nun doch wieder gebaut werden. Gerade in den Übergangszeiten von Frühjahr und Herbst gestaltet das Cabriodach einen Hallenbadbesuch erheblich attraktiver durch die verlängert „Open-Air-Saison“. In der Sommersaison kann es bei weniger gutem Wetter geschlossen werden und der Schwimmbetrieb auch beispielsweise bei Gewitter weiterlaufen. Mit dieser für die Region einzigartigen Attraktion erhofft man sich auch steigende Besucherzahlen, da so fortan ein ganzjähriger, witterungsunabhängiger Schwimmbadbesuch möglich sein wird.

Mit überwältigender Mehrheit hat sich der Stadtrat für die nun vorgelegte Entwurfsplanung als Grundlage für die Zuschussbeantragung und Genehmigungsplanung ausgesprochen. Auch die zunächst skeptischen Ratsmitglieder der FDP und aus Teilen der CDU-Stadtratsfraktion schlossen sich dem nun vorgelegten Kompromiss an. Lediglich der Vertreter der AfD und ein Mitglied der CDU-Stadtratsfraktion stimmten gegen den Planentwurf. Der Vertreter der Linken enthielt sich bei der Abstimmung. Nun ist die Verwaltung gefordert, die erforderlichen Zuschussanträge fristgerecht auf den Weg zu bringen, damit die Bewilligungsbehörden bis Jahresende über die Zuschussbewilligungen entscheiden können.

Kategorien
Top-Themen

Naturschutzgebiet „Michelberg“ bei Ochtendung bietet vielen bedrohten Arten Zuflucht

Ochtendung, 21.09.2020 – Der Landkreis Mayen-Koblenz weiß bereits seit Langem um das Vorkommen seiner einzigartigen Flora und Fauna. Mit der Gründung der Stiftung für Natur und Umwelt wurden vor mehr als zehn Jahren die Weichen gestellt, um diesen Artenreichtum langfristig zu bewahren. Die Stiftung betreut in fast allen Regionen von Mayen-Koblenz aktuell rund 140 Hektar an Flächen. Sie schafft und erhält Lebensräume und macht den Landkreis damit zu einem Zufluchtsort für bedrohte oder gefährdete Tier- und Pflanzenarten. „Wir haben im Landkreis zahlreiche Naturschutzgebiete – da dürfen und wollen wir in unseren Bemühungen nicht nachlassen. So wie andere wichtige Themen unserer Zeit in aller Munde sind, so muss auch der Naturschutz stets im Fokus unserer Gesellschaft und der Politik sein und bleiben“, betont der Erste Kreisbeigeordnete und Vorsitzende der Stiftung für Natur und Umwelt Burkhard Nauroth, der sich regelmäßig persönlich ein Bild von den Entwicklungen der Naturschutzgebiete im Landkreis macht – so jüngst wieder am Michelberg bei Ochtendung.

Rund 28 Hektar groß ist das Naturschutzgebiet Michelberg. Von besonderer Bedeutung ist der nur 3,7 Hektar große und offene Südhang. Jörg Hilgers, der für die Stiftung tätige Biologe, ist von dieser Fläche begeistert: „Auf einer Fläche, die gerade einmal so groß ist wie fünf Fußballfelder, tummeln sich viele Arten: Mehr als 200 Pflanzenarten, 40 Schmetterlingsarten und fast 20 Heuschreckenarten sind hier vertreten, darunter auch bundes- und landesweit sehr seltene und akut vom Aussterben bedrohte Vertreter. Es ist ein El Dorado!“ Von dem außergewöhnlichen Insektenreichtum profitieren besonders Reptilien- und Vogelarten. So besitzt unter anderem die seltene und gefährdete Zauneidechse eine reiche Population am Michelberg. Damit dies auch so bleibt, müssen die steilen Flächen am Südhang einmal im Jahr gemäht werden. „Dass die Stiftung sich um die Pflege kümmert, ist wichtig, denn viele Pflanzen wie beispielsweise das Sonnenröschen brauchen magere Verhältnisse. Und geht es der Pflanze gut, geht es auch dem Sonnenröschen-Bläuling gut – einem Falter, der seine Eier dort ablegt“, erläutert Hilgers.

Nicht minder bemerkenswert, sagt der Biologe, ist die Artenvielfalt auf dem benachbarten Gelände der Zentraldeponie des Abfallzweckverbandes Rhein-Mosel-Eifel (AZV). Dort haben sich Lebensräume für Tiere ergeben, die es sonst nicht geben würde, sagt er. AZV-Geschäftsführer Frank Diederichs kann dem nur zustimmen: „Natürlich müssen wir uns hier auf unser Kerngeschäft konzentrieren, aber die Umwelt wird keineswegs vergessen.“ Dazu trage auch ein regelmäßiges Monitoring mit Blick auf den Tierartenreichtum auf der Deponie bei. Aus Sicht des Ersten Kreisbeigeordneten ist es dem AZV in beispielhafter Art und Weise gelungen, eine Symbiose aus Ökonomie und Ökologie herbeizuführen. „Hier gehen alle sehr verantwortungsvoll mit den ihnen anvertrauten Aufgaben um“, betont Burkhard Nauroth auch in seiner Rolle als AZV-Verbandsvorsteher.

Kategorien
Top-Themen Tourismus

Rund 500.000 EUR Fördermittel für die Menschen an der Mosel

Region/Mosel, 18.09.2020 – Staatssekretär Andy Becht übergibt Bewilligungsbescheid für das Projekt „Auf- und Ausbau der Markenfamilie Faszination Mosel“ und informiert sich über die Arbeit der LAG Mosel

Das Ergebnis des 2016 beantragten und 2019 abgeschlossenen LEADER-Vorhabens „Symbiose Alt und Neu“ der Familie Kühner-Adams kann sich sehen lassen. Foto: © Simone Röhr

Faszination Mosel pur: Bei hochsommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein überreichte Staatssekretär Andy Becht, Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, am 15. September 2020 den Vorsitzenden der LAG Mosel und Regionalinitiative Mosel den Förderbescheid für das LEADER-Vorhaben „Auf- und Ausbau der Markenfamilie Faszination Mosel“ in der Vinothek der Familie Kühner-Adams in Mehring-Lörsch. Das Vorhaben wird in Kooperation mit den LAGn Moselfranken und „Land zum Leben Merzig-Wadern“ (Saarland) umgesetzt.

Über den Besuch von Staatssekretär Becht an der Mosel freuen sich die Gäste und Betreiber der Vinothek in Mehring-Lörsch. Foto: © Mario Boiselle-Hempel

Andy Becht betonte in seiner Ansprache die Bedeutung und den „Geist“ der LEADER-Förderung als Landschaftspolitik und als Zeichen „bester Europapolitik“. Als bekennender LEADER-Fan machte er deutlich, dass durch das konkrete Förderprojekt die Akteure und Menschen entlang des Flusses zusammengeführt werden, um gemeinsam an dem Ziel zu arbeiten, die Moselregion weiter voranzubringen, besser zu vermarkten – sowohl touristisch als auch hinsichtlich regional erzeugter Produkte.

„Unsere Regionen, unsere ländlichen Räume bringen hervorragende Produkte hervor und sind attraktive Ausflugs- und Reiseziele. Mit der Entwicklung der Markenfamilie Mosel wird es noch leichter, die Vorzüge der Moselregion auf den Punkt zu bringen und zu kommunizieren“, sagte Becht bei der Übergabe des Förderbescheids in Höhe von rund 501.000 Euro für das LAG-Kooperationsvorhaben.

Rolf Haxel, stellvertretender Vorsitzender der LAG Mosel, und Landrat Gregor Eibes, Vorsitzender der Regionalinitiative „Faszination Mosel“, dankten dem Staatssekretär, den Mitarbeitern des Ministeriums und der ADD Trier sowie allen Beteiligten für die Unterstützung und Bereitstellung der Fördermittel durch EU, Bund und Land.

Eibes erläuterte das Netzwerk in der Regionalinitiative: Die neue Markenfamilie zielt auf die Säulen Tourismus, Weinbau, Kultur, Natur und Landschaft, Regionale Produkte und Weltkulturerbe ab. Im gemeinsamen Verbund der drei LAG Mosel, Moselfranken und Saarland sollen mit den Fördergeldern in den nächsten drei Jahren unter anderem eine Homepage, Imagebroschüre plus Film, ein Flyer, Roadshows, Netzwerktreffen, Exkursionen sowie Veranstaltungen zu verschiedenen Jahresthemen umgesetzt werden.

Rolf Haxel dankte in seiner Begrüßung allen Projektträgern: „Ohne sie gäbe es keine LEADER-Förderung! Ohne sie wäre unsere Region ein entscheidendes Stück ärmer! Sie sind es, die durch neue Ideen und großes Engagement unsere Region voranbringen! Es ist für mich immer beeindruckend, welche Ideen es in der Region gibt und wie mutig auch Menschen in die Region investieren. Nebenbei bemerkt ist es natürlich auch nicht immer ein geringer Aufwand an Bürokratie, so eine LEADER-Förderung zu beantragen.“ Er betonte, dass die LAG Mosel seit Anfang der 90er Jahre ein Teil der europaweiten LEADER-Idee sei. „Die Zusammenarbeit über Verwaltungsgrenzen und auch über Ländergrenzen hinweg sind für uns in vielerlei Hinsicht gewinnbringend!“, so Haxel.

Der Ort für den Besuch des Staatssekretärs war nicht zufällig gewählt:

Christa Kühner-Adams und Hans-Josef Adams, Inhaber der „Vinothek am Flusskilometer 174“ profitieren von der LEADER-Förderung und sind überzeugt von der „Faszination Mosel“. Foto: © Simone Röhr

Die Gastgeber-Familie Kühner-Adams stellten ihr LEADER-gefördertes Projekt „Symbiose Alt und Neu“ vor. Mit diesem Vorhaben erweiterte das Winzerehepaar das bestehende Altgebäude um die neue „Vinothek am Flusskilometer 174“. Das historische Winzerhaus wurde zu einer Ferienwohnung für vier Personen mit einer Weinlounge umgebaut und ein historischer Weinberg wurde angelegt. Hierfür wurde eine LEADER-Zuwendung in Höhe von 108.300 EUR bewilligt. Das LEADER-Vorhaben dient einerseits dem Erhalt des einmaligen Steillagenweinbaus in der Moselregion, der Vermarktung regionaler Lebensmittel und schafft ein mit der Region verbundenes touristisches wie gastronomisches Angebot entlang von Wander- und Radwegen. Gleichzeitig wird Bausubstanz erhalten; ein Leerstand wurde umgenutzt. Das Haus liegt gut erreichbar am Ortseingang von Mehring/Ortsteil Lörsch, angrenzend an die Moselweinstraße, den Moselwanderweg und Moselradweg inmitten der wunderschönen Moselkulturlandschaft.

Im Anschluss an die Ansprachen und Übergabe des Förderbescheids konnten sich die Teilnehmer in gemütlicher Runde bei Getränken und einem Imbiss mit regionalen Produkten austauschen. Es bestand auch Gelegenheit, die historische Rebsorte „Gelber Kleinberger“ aus dem Weinberg der Familie Kühner-Adams zu verkosten.

Allgemeine Informationen zu LEADER-Regionen

LEADER ist ein methodischer Ansatz der Regionalentwicklung, der es Menschen vor Ort ermöglicht, regionale Prozesse mitzugestalten. So kann das Potential einer Region besser für deren Entwicklung genutzt werden. Begleitet wird LEADER von sogenannten Lokalen Aktionsgruppen (LAGs).

LEADER ist die Abkürzung des französischen „Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“ und wird übersetzt mit „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung des ländlichen Raums“. LEADER ist ein methodischer Ansatz der Regionalentwicklung, der es lokalen Akteuren ermöglicht, regionale Prozesse mitzugestalten. So kann das Potential einer Region besser genutzt werden und erheblich zur Entwicklung der Region beitragen. Zentral in LEADER sind die sogenannten Lokalen Aktionsgruppen (LAGs).

Mit LEADER werden seit 1991 modellhaft innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert. Der LEADER-Ansatz steht als eigener Schwerpunkt im Entwicklungsprogramm EULLE (Umweltmaßnahmen, Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft, Ernährung) für eine verstärkte Mobilisierung endogener Potentiale in ländlichen Regionen, für eine Verbesserung der regionalen Kooperation, für die Stärkung der Beteiligung der für die Entwicklung einer Region bedeutsamen Akteure und für die Entwicklung und Verbreitung innovativer Handlungsansätze. Dahinter steht die Erkenntnis, dass die ländlichen Regionen durch Identifizierung ihrer individuellen Stärken und Schwächen am besten ihre Entwicklungschancen erkennen und daraus resultierende Strategien zur Mobilisierung des abgeschätzten Potentials entwickeln können.

Kategorien
Top-Themen

Glasfaserausbau in Altendorf und Ersdorf

Meckenheim, 18.09.2020 – Nach Ende der Vermarktungsphase steigt das Unternehmen bn:t Blatzheim Networks Telecom GmbH nun in Altendorf und Ersdorf in die konkrete Planung zum Ausbau des Gigabit-Netzes ein. Zahlreiche Haushalte haben Interesse an einem Gigabit-Anschluss von bn:t bekundet. Die erforderliche Mindestteilnehmerquote von 40 % wurde dennoch nicht ganz erreicht. Trotzdem möchte bn:t, in Absprache mit der Stadt Meckenheim, Teilgebiete der beiden Ortschaften mit schnellem Netz versorgen.

Alle Anwohner, die sich für einen Anschluss von bn:t entschieden hatten, werden aktuell von den Vertriebsmitarbeitern kontaktiert, um Verträge abzuschließen und so den Ausbau weiter voranzutreiben. Nach der aktiven Vertriebsphase und der damit verbundenen Planung werden die Straßenabschnitte, die einen Rohrverband erhalten, von bn:t bekanntgegeben. Straßen ohne oder mit einer nicht ausreichenden Anzahl von Interessenten werden beim Ausbau ausgelassen.

Die für den Ausbau notwendigen Baumaßnahmen sind noch für dieses Jahr von bn:t avisiert. Die Fertigstellung ist für Sommer 2021 geplant.

Dirk Schwindenhammer, Wirtschaftsförderer der Stadt Meckenheim, betont: „Es ist wichtig, dass sich jetzt so viele wie möglich entschließen, mitzumachen. Es könnte ansonsten passieren, dass Teilbereiche der Orte nicht an das schnelle Glasfasernetz angeschlossen werden. Selbst, wenn man derzeit kein schnelleres Internet benötigt, ist die Glasfaserleitung eine Wertsteigerung fürs Gebäude und somit eine Investition in die Zukunft.“

Für Anwohner, die noch unentschlossen sind, bietet bn:t noch zwei weitere Informationsveranstaltungen an:

  • Dienstag, 29. September, und
  • Mittwoch, 30. September

Die Veranstaltung findet jeweils um 19 Uhr in der Mehrzweckhalle Altendorf/ Ersdorf, Kirchstraße 26, statt.

Die Corona-Regelungen sind beim Besuch der Infoveranstaltungen zwingend einzuhalten. So müssen alle Teilnehmer am Eingang ihre Hände desinfizieren und den Sicherheitsabstand von 1,5 Meter einhalten. Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist zu tragen, bis der Besucher seinen Platz in der Halle eingenommen hat. Damit die Besucherzahl von ca. 50 Personen nicht überschritten wird, bittet bn:t um eine Anmeldung.

Interessierte können sich für die Veranstaltungen anmelden, sich informieren und beraten lassen unter der kostenlosen Info-Hotline 0800 228 228 5 (Mo-Fr. 9 Uhr bis 17.30 Uhr), per E-Mail unter glasfaser-meckenheim@bn-t.de oder im bn:t Shop Meckenheim, Neuer Markt 52.

bn:t Vertriebsleiter Nikolaos Pantios: „Es ist noch nicht zu spät, sich für einen Glasfaseranschluss zu entscheiden, aber die Zeit drängt. Solange sich bn:t noch in der Planungsphase befindet, können sich weitere Haushalte bei uns melden. Gerne werden diese dann noch nachträglich in unserer Planung aufgenommen.“

bn:t plant, die gesamte Stadt Meckenheim mit Glasfaser zu erschließen. Hierzu haben der Telekommunikationsanbieter und die Stadt Meckenheim im Januar einen Kooperationsvertrag geschlossen. Schon bald soll daher auch in Merl sowie in Meckenheim selbst die Vermarktung für das Gigabitnetz starten. Interessenten können sich bereits jetzt schon mit bn:t in Verbindung setzen, sich informieren und unverbindlich anmelden.

 

Kategorien
News Top-Themen Tourismus

Daun kann Groß-Veranstaltungen: Premiere für die 1. Deutsche E-MTB-Meisterschaft

Daun, 17.09.2020 – Dass man auch in Coronazeiten durchaus größere Sportveranstaltungen planen und durchführen kann, hat der „19. VulkanBike“ Marathon am vergangenen Wochenende eindrucksvoll gezeigt. Organisator Markus Appelmann und sein Team haben ganze Arbeit geleistet. Das Maximum an Teilnehmerinnen und Teilnehmer war bereits eine Woche vor dem Start erreicht. 1.500 Bikerinnen und Biker aller Altersklassen haben sind für die unterschiedlichsten Streckenlängen angemeldet. Für die meisten Biker war der VulkanBike der erste richtige Marathon in diesem Jahr. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer brannten richtig, trotz Corona endlich einen richtigen Wettkampf bestreiten zu können.

Das Starterfeld war bunt gemischt. Hunderte belgische, niederländische, luxemburgische und französische Bikerinnen und Biker waren in die Vulkaneifel gekommen. Sogar eine Starterin aus der Dauner Partnerstadt Carisolo/Italien war am Start. Darüber hatte sich Stadtbürgermeister Friedhelm Marder besonders gefreut. Bei bestem Biker-Wetter waren nur gut gelaunte Menschen unterwegs. Allen Teilnehmern wurden die besonderen Corona-Regeln mit den Starterunterlagen nach Hause geschickt. Jeder konnte sich intensiv mit den Hygieneregeln beschäftigen. Dass es ein etwas anderer VulkanBike sein wird, war allen klar. Die Aktiven, wie Zuschauer hatten sich alle daran gehalten. Alles ist reibungslos abgelaufen. Die Starts wurden in 10er Gruppen mit 5 Meter Abstand zur nächsten Gruppe durchgeführt. Der erste Kilometer wurde mit Maske gefahren. Nach der Zieldurchfahrt haben sich die Teilnehmer nach kurzer Verschnaufpause ab in Richtung Auto gemacht. Duschen war dieses Jahr nicht möglich. Auch die obligatorische Siegerehrung fand dieses Jahr virtuell statt. All das war der Corona-Krise geschuldet.

Das besondere Highlight war die Premiere der ersten Deutschen E-MTB Meisterschaften. „Zwei Jahre in Folge durften wir Deutsche Meisterschaften in Daun präsentieren. Dies zeigt, dass wir nun zu den Top Mountainbikeregionen in Deutschland zählen“, so Orga-Chef Markus Appelmann. Die Kommissare vom Bund Deutscher Radfahrer e.V. (BDR) hatten peinlich genau darauf geachtet, dass die 1. Deutsche E-MTB-Meisterschaft regelkonform durchgeführt wird.

Dass es allen riesigen Spaß in der Vulkaneifel gemacht hat, zeigen die Rückmeldungen in den sozialen Medien. Der Dank geht an die vielen Hundert freiwilligen Helfer der Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Daun, dem THW Daun, dem DRK Ortsverband Daun, dem MSC Daun, den VulkanBikern und dem Gewerbeverein Daun für die perfekte Veranstaltung in einer einmalig schönen Landschaft.

Für die Kreisstadt Daun und die Vulkaneifel war der VulkanBike unter ganz besonderen Bedingungen allerbeste Werbung für die Region. Die Menschen sehnen sich in diesen schwierigen Zeiten regelrecht nach Glücksgefühlen. Solche Ereignisse prägen. Die meisten VulkanBiker werden sich den 11. September 2021 in ihrem Termin schon notiert haben. Dann findet der 20. VulkanBike Marathon statt.   Wir freuen uns schon drauf! Unsere Fotogalerie finden Sie unter www.eifelzeitung.de

Kategorien
Top-Themen

Kreisweites Projekt „Kraft tanken – Auszeiten“ der Generationen-genossenschaft GenoEifel

Euskirchen, 17.09.2020 – Babysitter oder Leih-Großeltern unterstützen bei Kinderbetreuung – Angebot für Ein-Eltern-Familien kostenlos. „Wir waren an einem Punkt, an dem wir unbedingt eine Lösung brauchten“, erzählt Miriam Keidel. Die 38-jährige Mutter von zwei Kindern arbeitet im Rettungsdienst in 24-Stunden-Schichten, während ihr Mann im Groß- und Außenhandel tätig ist. Bei der Betreuung der Kinder enstanden aufgrund der ungleichen Arbeitszeiten immer wieder Lücken, die auch die Tagesmutter nicht ausfüllen konnte und auch ein Kindergartenplatz war nicht zu kriegen. In der Not kam der Bad Münstereifeler Familie die Generationengenossenschaft GenoEifel zur Hilfe – mit einer Leih-Oma im Rahmen des kreisweiten Projektes „Kraft tanken – Auszeiten“.

Die GenoEifel, die in der gesamten Leader-Region Eifel tätig ist (also in den Kreisen Euskirchen und Düren sowie der StädteRegion Aachen), versteht sich als Hilfe-Helfer-Gemeinschaft. Hier werden Hilfesuchenden wie der Familie Keidel geeignete Helfer vermittelt. In diesem Fall kam Marlene Handels-Schmidt als Leih-Oma zu den beiden Kindern, um die Lücken in der Betreuung durch die Eltern zu füllen. Nach Absprache holte die geliehene Oma dann die zweijährige Tochter bei der Tagesmutter ab, fuhr mit ihr nach Hause und spielte dort ein bis zwei Stunden mit ihr und dem siebenjährigen Bruder, bis der Vater nach Hause kam.

„Wir haben die Hilfe bekommen, als wir sie gebraucht haben: Schon eine Woche nach unserer Anfrage fand das erste Treffen mit unserer Leih-Oma statt“, erinnert sich Miriam Keidel. „Es war mir wichtig, wie die Kinder auf mich reagieren und wie die Eltern mit den Kindern umgehen“, sagt Marlene Handels-Schmidt rückblickend über die erste Begegnung, bei der auch Corinne Rasky, Projektkoordinatorin der GenoEifel, dabei war. Schnell waren sich alle Beteiligten einig, dass sie gut zusammenpassten. „Es hat gefluppt“, so Miriam Keidel mit einem Augenzwinkern.

„Auszeiten“ als Pause vom hektischen Alltag

Die Generationengenossenschaft ist nicht nur bei den ersten Treffen zwischen Hilfesuchendem und Helfer dabei, sondern möchte jeden Helfer auch vorab persönlich kennenlernen – inklusive Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses. Die ehrenamtlichen Helfer bekommen für ihren Einsatz eine Aufwandsentschädigung in Höhe von sechs Euro pro Stunde und sind während ihrer Tätigkeit außerdem unfall- und haftpflichtversichert. Darüber hinaus werden den Leih-Großeltern und Babysittern auch Schulungen angeboten, zum Beispiel für den Babysitter-Führerschein beim Roten Kreuz im Kreis Euskirchen, für den die GenoEifel dann die Kosten übernimmt.

„Kraft tanken – Auszeiten“ ist ein Projekt, das sich an alle Familien im Kreis Euskirchen richtet, die mal eine Pause vom hektischen Alltag brauchen. Entwickelt wurde das Projekt zusammen mit der Demografie Initiative Euskirchen und dem Familienbüro Kreis Euskirchen, um insbesondere Ein-Eltern-Familien zu entlasten, die nicht auf die Hilfe von eigenen Großeltern zurückgreifen können.

Diese können die Betreuung ihrer Kinder nämlich bis zu acht Stunden pro Monat kostenlos in Anspruch nehmen – ganz gleich, ob sie in der Zeit einen Termin wahrnehmen oder einfach in Ruhe ein Buch lesen möchten. Die Demografie Initiative Euskirchen übernimmt dann die Kosten für den Einsatz von Leih-Großeltern oder Babysittern sowie die Mitgliedschaft bei der GenoEifel.

Als Leih-Großeltern Aufmerksamkeit schenken

„Der Bedarf ist da, wir bekommen viele Anrufe von alleinerziehenden Eltern, denen wir eine Auszeit ans Herz legen“, erzählt Maryam Schlösser vom Familienbüro Kreis Euskirchen. Für viele Menschen gebe es eine Hemmschwelle, sich Hilfe zu suchen, aber „es gibt immer wieder Zeiten im Leben, in denen man Hilfe braucht“. Dieser Ansicht ist auch Miriam Keidel: „Wenn wir gewusst hätten, wie gut das funktioniert, hätten wir uns viele Diskussionen ersparen können“, weiß sie rückblickend.

Umgekehrt empfand auch Marlene Handels-Schmidt zunächst eine Hemmschwelle, der GenoEifel beizutreten. „Was ich kann, wird doch da gar nicht gebraucht“, dachte sich die 76-jährige Diplom-Pädagogin und Sozialpädagogin zunächst, doch als Corinne Rasky ihr einen Einsatz als Leih-Oma vorschlug, sagte sie spontan zu: „Ich finde es toll, Zeit mit Kindern verbringen zu können. Sie sind sozusagen meine Lehrmeister, weil sie meine eingefahrenen Schienen in Frage stellen.“

So bekam sie von der zweijährigen Sarah Kuchen aus der Spielküche serviert, lobte den siebenjährigen Fabian für seinen Eifer bei den Hausaufgaben, bekam neue Praxiserfahrung im Windelnwechseln und setzte ihre Erfahrung beim Streitschlichten zwischen den Geschwistern ein. Corinne Rasky: „Das Oma-Sein oder Opa-Sein ist eine ganz spezielle Zeit, in der man den Kindern ganz anders seine Aufmerksamkeit schenken kann, als Eltern es im Alltag zwischen Beruf, Haushalt und Verpflichtungen können. Die Zeit mit den (Leih-)Großeltern ist deshalb eine ganz wichtige Zeit für Kinder.“

Wer Freude am Umgang mit Kindern hat und sich den Einsatz als Babysitter, Leih-Oma oder Leih-Opa vorstellen kann, erreicht die Generationengenossenschaft unter Telefon 02441/88861 (auch Anfragen auf dem Anrufbeantworter werden zügig bearbeitet) oder per E-Mail an info@GenoEifel.de. Wer das „Auszeiten“-Projekt als Hilfesuchender in Anspruch nehmen möchte, kann sich ebenfalls an die GenoEifel wenden oder an das Familienbüro Kreis Euskirchen unter Telefon 02251/15910 oder 02251/15509 sowie per E-Mail an familienbuero@kreis-euskirchen.de

Kategorien
Top-Themen

Ortseingang Kommern-Süd: Wer möchte den Kreisel gestalten? Vorschläge können von jedermann bis zum 30. Oktober eingereicht werden

Kommern-Süd, 16.09.2020 – Wer schon immer mal einen Kreisel gestalten wollte, kann das jetzt gerne tun. Die Stadtverwaltung Mechernich ruft zu einem Gestaltungswettbewerb für den neuen Kreisel am Ortseingang von Kommern-Süd auf. Also, Pinsel, Bleistift oder Computertastatur zur Hand nehmen und dann erste Ideen und ein grobes Konzept ausarbeiten.

Vorschläge einreichen kann jeder, der möchte, betont Nico Schmitz, unter anderem zuständig für Grünflächen bei der Stadt Mechernich. Ob Privatmann oder -frau, Verein, Landschaftsbauer, Künstler, Schüler oder engagierte Initiative. Auch den Ideen sind keine Grenzen gesetzt.

Wichtig ist, dass dem Gestaltungsvorschlag ein grober Kostenrahmen und sogar ein Finanzierungsvorschlag und Pflegekonzept beigefügt wird.

Das „Paket“ ist bis spätestens Freitag, 30. Oktober, zu richten an: Nico Schmitz, Stadtverwaltung Mechernich, Bergstraße 1, 53894 Mechernich, Telefon 02443/49-4113, ni.schmitz@mechernich.de.

Die Entwürfe werden im Stadtentwicklungsausschuss sowie Rat vorgestellt und beraten sowie der Sieger gekürt.

Kategorien
Top-Themen

Verkehrssituation in Niederzier-Krauthausen: Landrat sagt Anwohnern Unterstützung zu

Niederzier-Krauthausen, 16.09.2020 – Wie können ausgedehnte Wartezeiten am Bahnübergang und zu schnelles Fahren auf der L 12 in Niederzier-Krauthausen verhindert werden? Diese Fragen stellten Anwohner aus dem Ort an Landrat Wolfgang Spelthahn und den Niederzierer Bürgermeister Hermman Heuser bei einem Ortstermin an der Pierer Straße in Krauthausen.

Wenn die Bahnschranke am Ortseingang aus Richtung Niederzier kommend herunter gelassen ist, bildet sich ein langer Rückstau, der sie aufgrund der Geräuschkulisse und des Fahrzeugaufkommens seit langem stark beeinträchtigen würde, sagten die Anwohner. Es sei gefährlich, die Straße zu überqueren, vor allem für Kinder.

Landrat Wolfgang Spelthahn, der „großes Verständnis für die berechtigten Sorgen und Ängste“ zeigte, unterstrich, dass er sich mit der Rurtalbahn GmbH und dem Landesbetrieb Straßenbau NRW in Verbindung setzen werde. Beide seien eingeladen, Teilnehmer eines „runden Tisches“ zu werden, den er so schnell wie möglich Lösungen erarbeiten soll, um den Anwohnern zu helfen.

Der Landrat regte zudem mit Bürgermeister Hermann Heuser einen weiteren Vor-Ort-Termin an, dann mit Vertretern des Landesbetriebs und der Rurtalbahn, die die Situation ändern können. Die digitale Schaltung der Schranke müsse so verändert werden, dass keine minutenlangen Wartezeiten mehr entstehen. Dazu müssten aber Induktionsschleifen im Boden, über die das Herunterlassen der Schranke eingeleitet wird, verlegt werden. Der Landesbetrieb Straßenbau ist für alle Landstraßen wie die L 12 verantwortlich und könnte die von den Anwohnern geforderten Geschwindigkeitsbegrenzungen und Querungshilfen wie einen Zebra-Streifen bauen. Er würde solche Lösungsansätze unterstützen, sagte der Landrat, der zudem Tempo-Kontrollen durch den Kreis Düren ankündigte und den Aufbau von Hinweisschildern, die auf das Einhalten einer angepassten Geschwindigkeit hinweisen.

Kategorien
Top-Themen

100 Prozent Bioabfälle in die Biotonne: Bundesweite Aktionswochen vom 14. September bis 2. Oktober

Euskirchen/Mechernich, 15.09.2020 – Bundesweit werden seit Jahren große Mengen an Abfällen für das Recycling getrennt sortiert. Das Ergebnis ist erfolgreich: Die Menge des Restmülls hat sich im Gegensatz zu vor 35 Jahren halbiert. Verbesserungsfähig ist aber die Entsorgung von kompostierbaren Küchen- und Nahrungsabfällen.

Bei der jüngsten Veröffentlichung der Analyse von Siedlungsrestabfällen in Deutschland zeigte sich augenfällig, dass immer noch knapp 40 Prozent des Restmülls aus Bioabfall besteht. „Diese organischen Rohstoffe sind jedoch für die Restmülltonne viel zu kostbar, weil sie sich am Kompostwerk in Mechernich vollständig zu Kompost recyceln lassen“, sagt Norbert Lenzen, der Leiter des Kompostwerkes.

Auch im Kreis Euskirchen werfen Bürgerinnen und Bürger zu häufig Bioabfälle in die Restmülltonne. Grund genug für die Abfallberatung des Kreises in Kooperation mit den Kommunen, den Aufruf der „Aktion Biotonne Deutschland“ während der bundesweiten Aktionswochen vom 14. September bis 2. Oktober zu unterstützen: „Schenkt der Biotonne in den Aktionswochen mehr Aufmerksamkeit! Denn wenn alle Haushalte in Deutschland pro Woche zusätzlich zwei Kilo kompostierbare Küchenabfälle getrennt sammeln, sind das wöchentlich knapp 100.000 Tonnen Rohstoffe zur Erzeugung von erneuerbarer Energie und Kompost für die Landwirtschaft“.

Wer unsicher ist, welche Abfälle in die Biotonne dürfen und nicht, erfährt dies auf der Webseite des Kreises Euskirchen unter „Bioabfall“. Die Aktion Biotonne Deutschland ist ein Netzwerk, das unterstützt wird von rund 150 Landkreisen, Städten und Abfallwirtschaftsbetrieben sowie dem Bundesumweltministerium, Umweltbundesamt, NABU, VKU, BDE, Fachverband Biogas, VHE, VHE-Nord, Fachverband Biogas, der Bundesgütegemeinschaft Kompost, #wirfuerbio sowie dem Handelsverband Deutschland HDE und den Handelsketten REWE und Edeka.

Wer den Wandel in seinem alltäglichen Abfallverhalten wirklich ernst meint, kann zudem auf www.aktion-biotonne-deutschland.de das Online-Versprechen abgeben: „Auch ich werfe meine Bioabfälle in die Biotonne – für mehr Klima- und Umweltschutz“ und an einem Gewinnspiel teilnehmen.