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DEHOGA Rheinland-Pfalz sieht im Lockdown einen Irrweg – Landesregierung soll auf Schließung der Gastronomie verzichten

Region/Bad Kreuznach, 29.10.2020 – Gastgewerbe eignet sich nicht als Wellenbrecher – Pandemie wird beschleunigt statt eingedämmt. DEHOGA will Mitgliedsbetriebe bei Klagen vor Gericht unterstützen

Die Schließung der kompletten Gastronomie und Hotellerie ab Montag, 2. November 2020 ist für den rheinland-pfälzischen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) ein ungeeignetes und unverhältnismäßiges Instrument, um die Pandemie schnell und wirkungsvoll in den Griff zu bekommen. Präsident Gereon Haumann: „Wir sehen im Lockdown des Gastgewerbes einen Irrweg. Daher haben wir an die Landesregierung den dringenden Appell gerichtet, in Rheinland-Pfalz – wie schon beim Verzicht auf das Beherbergungsverbot – einen eigenen sinnvolleren und rechtssicheren Weg zu gehen. Die Gastronomie mit ihren gut funktionieren Hygienekonzepten und sicheren Räumen sollte gerade in den nächsten Wochen für die Bevölkerung als sicherer und kontrollierter Treffpunkt offen bleiben.“

Der gestrige Tag ist ein Schlag ins Gesicht für die Branche mit den meisten Mitarbeitern in Rheinland-Pfalz und Deutschland. Eine Branche, die in den letzten Monaten enorm investiert habe, um alle Corona-Auflagen zu erfüllen und die alle Hygiene-Anforderungen einhalte. Es wurden Gasträume umgestaltet, Prozesse optimiert, umfangreiche Schutzmaßnahmen umgesetzt und deren Einhaltung sichergestellt. Gastronomie und Hotellerie sind keine Pandemietreiber. Wer jetzt die Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Frage stelle, lasse die Grundregeln der Statistik außer Acht. Während sich die Politik bei den Kennzahlen des Infektionsgeschehens auf das RKI berufe, würden die Empfehlungen des RKI sowie dessen weitere Fakten ignoriert. Denn laut RKI finden lediglich 0,5 Prozent der Ansteckungen in Gaststätten statt.

Wenn die Politik ihren eigenen Vorgaben nicht mehr traut, verliert sie an Glaubwürdigkeit und Maßnahmen erscheinen willkürlich. Das gesellschaftliche Klima verändert sich gerade merklich, die Akzeptanz für das politische Handeln schwindet.

Wir waren und sind uns der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung für das hohe Gut Gesundheit der Bevölkerung stets bewusst. Gerade deshalb fordern wir geeignete, erforderliche und angemessene Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie.

Die Entscheidung zur Schließung der gastgewerblichen Betriebe ist unverhältnismäßig. „Die von den Regierungschefs beschlossenen Maßnahmen zur Schließung des Gastgewerbes sind ungeeignet, um die Pandemie wirkungsvoll und effektiv einzudämmen. Wie kann es sein, dass in dieser Zeit vollgestopfte Schulbusse Kinder in die Schule fahren? Unsere Hygieneprofis in der Gastrobranche dagegen ausgebremst werden.

Durch die Schließung der Gastronomie werden sich die Treffen auf die privaten Haushalte verlagern. Und das ist kontraproduktiv“, so Haumann.

Die Schließung des Gastgewerbes ist zudem völlig unverhältnismäßig.

Gereon Haumann: „Bundes- und Landesregierung müssen wissen, dass sie mit dieser ungeeigneten Maßnahme die Existenz von rund 250.000 Gastgebern und damit weit über 2 Mio. Arbeitsplätze in Deutschland gefährden. In Rheinland-Pfalz ist jede vierte Familie betroffen. Wenn die Erwartungen der Regierungschefs nicht aufgehen werden, bescheren sie mit ihren Beschlüssen unseren Gastgebern und deren Mitarbeitern ein dunkles Weihnachtsfest.“

Denn bereits jetzt stehen, laut Haumann, viele Unternehmen vor dem Aus:

„60 Prozent unserer Betriebe sind schon jetzt existenziell bedroht. Dem Gastgewerbe droht mit diesem erneuten Lockdown der Kollaps mit ebenso verheerenden Folgen für die Arbeitnehmerschaft und die gesamte Tourismuswirtschaft in Rheinland-Pfalz. Und das alles, obwohl die Schließung keinen effektiven Beitrag leiste, um die Infektionszahlen zu senken.“

Die Aussage, dass die Kontaktverfolgung nicht mehr überprüfbar ist, lässt Haumann nicht gelten. „Wie kann es sein, dass in der heutigen Zeit keine digitale Kontakterfassung und deren wesentlich schnellere Nachverfolgung angewendet werden“, fragt sich Haumann.

Die Komplexität des Corona-Virus erfordert eine differenzierte und effektive Strategie, um unter Nutzung aller digitalen Möglichkeiten einen nachhaltigen Erfolg zu erzielen.

Für die am Freitag geplante Sondersitzung des rheinland-pfälzischen Landtags, in der die Regierungserklärung der Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) zur aktuellen Corona-Lage und den Entscheidungen zur Eindämmung des Infektionsgeschehen im Mittelpunkt stehen wird, erwartet der DEHOGA Rheinland-Pfalz von der Landesregierung den Verzicht auf die Beschränkungen des Gastgewerbes und eine tragbare  Lösung für Rheinland-Pfalz. „Sollte dies nicht möglich sein, dann werden wir den Klageweg bestreiten“, kündigt Haumann an. „Wir werden das so nicht hinnehmen!“

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Teil-Lockdown soll ab Montag 02. November in ganz Deutschland starten

Region/Berlin, 29.10.2020 – Bund und Länder haben am Mittwoch 28.10.2020 angesichts der dramatisch steigenden Corona-Infektionszahlen auf fast 15.000 Neuinfizierte innerhalb 24h eine Reihe von Maßnahmen beschlossen.

Bundeskanzerin Merkel spricht von einer nationalen Kraftanstrengung für unser Land.

Schließen müssen ab 2. November 2020 folgende Einrichtungen:

Restaurants, Kneipen. Bars, Clubs und Diskotheken werden geschlossen. Weiterhin erlaubt ist die Lieferung und das Abholung von Essen für den Verzehr zu Hause. Werkskantinen dürfen offen bleiben.

Hotels dürfen keine touristischen Gäste mehr beherbergen.

Schließen müssen auch Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoo-Studios. Physiotherapeuten und Friseure bleiben weiterhin geöffnet.

Freizeiteinrichtungen müssen auch schließen. Dazu zählen Kinos, Theater, Spielhallen, Spielcasinos Freizeitparks, Konzert- und  Opernhäuser sowie Messen.

Fitnessstudios, Schwimm- und Spaßbäder müssen schließen. Der gesamte Amateursportbetrieb muss eingestellt werden. Vereinsmannschaften dürfen nicht mehr trainieren. Individualsport alleine wie zB. Joggen bleibt weiterhin erlaubt. Profisport wie beispielsweise Spiele der Fußball- oder Handball, oder Basketball-Bundesliga wird nur noch ohne Zuschauer genehmigt.

Der Einzelhandel darf auch geöffnet bleiben. Pro Person 10qm Ladenfläche gilt als Obergrenze für Kunden, die gleichzeitig im Laden sind.

Auch Schulen und Kindergärten sollen offen bleiben.

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Dreyer / Müller / Kirsch appellieren: Verzichten Sie auf private Feierlichkeiten

Region/Mainz, 26.10.2020 – Ab heute Montag, 26. Oktober 2020, dürfen private Feierlichkeiten „in angemieteten oder zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten oder Flächen“ nur noch mit maximal 25 insgesamt anwesenden Personen stattfinden.

Diese Regelung hat der rheinland-pfälzische Ministerrat heute beschlossen. Sie gilt für ganz Rheinland-Pfalz. Bisher war dies noch mit bis zu 75 Personen unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen möglich.

Zugleich wird die aktuelle Corona-Bekämpfungsverordnung bis zum 30. November 2020 verlängert.

„Die Entwicklung der Corona-Infektionen in den Regionen unseres Landes erfüllen mich und uns alle hier mit großer Sorge. Auslöser bleiben vor allem private Feiern: Aus einer fröhlichen Geburtstags- oder Hochzeitsfeier kann sich rasend schnell ein Corona-Cluster entwickeln. Und aus einem solchen Cluster können sich auf einen Schlag mehrere Infektionsketten entwickeln, die dann nur noch sehr schwer beherrschbar sind“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Ihr sei bewusst, dass das Bedürfnis gemeinsam zu feiern, zusammenzusitzen und fröhlich zu sein groß sei. „Die aktuelle Lage lässt dies momentan leider nicht zu. Denn wir wissen: die Gefahr der Ansteckung ist da am größten, wo der Abstand nicht eingehalten wird, wo keine Masken getragen werden und sich das Virus so durch direkte Übertragungen oder durch die Luft weiter verbreiten kann“, so die Ministerpräsidentin.

„Wir begrüßen angesichts der rasant steigender Infektionszahlen eine einheitliche Begrenzung der privaten Feierlichkeiten. Wir brauchen neben den regionalen Maßnahmen des Warn- und Aktionsplans hier jetzt einheitliche Regeln. Es ist ein leider notwendiger Schritt, um den weiteren Anstieg der Infektionszahlen zu verlangsamen. Unser gemeinsames Ziel ist, dass die derzeit hoch belasteten Gesundheitsämter in unseren Städten und Landkreisen weiter in der Lage sind, die Infektionsketten nachzuverfolgen“, erklärte Burkhard Müller, Geschäftsführender Direktor des Landkreistages Rheinland-Pfalz.

„Wir müssen weiterhin alles dafür tun, um einen zweiten flächendeckenden Lockdown mit möglicherweise gravierenden Folgen zu vermeiden. Dafür appellieren wir an die gesamte Bevölkerung, die jeweiligen Corona-Maßnahmen zu beachten und zu befolgen. Für die Städte in unserem Land ist es wichtig, auch weiterhin am tatsächlichen Infektionsgeschehen orientiert Maßnahmen zu treffen. Die Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen in den Corona-Task-Forces funktioniert gut. Wir haben dort gemeinsam die notwendigen Entscheidungen getroffen“, erklärte Fabian Kirsch, Geschäftsführender Direktor des Städtetags Rheinland-Pfalz.

„Wer möchte, dass wir auch in Zukunft gesund, sicher, gut ausgebildet und in Wohlstand in unserem Land leben können, der muss jetzt Verzicht üben. Solidarität und Rücksicht statt Egoismus – das ist das Gebot der Stunde“, sind sich Land und Kommunen einig.

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Offene Lernbereiche am Johannes-Sturmius-Gymnasium in Schleiden wurden offiziell eröffnet

Schleiden, 26.10.2020 – Nach einem guten Jahr Bauzeit wurde gestern der Erste Bauabschnitt zum Wiederauf- und Neubau am Johannes-Sturmius-Gymnasium Schleiden offiziell eröffnet. Mit Hochdruck hatten die Handwerker in den letzten Wochen und Monaten an der Fertigstellung gearbeitet, damit die Schülerinnen und Schüler nach den Herbstferien in den neuen, hochmodernen Schulräumen unterrichtet werden können.

Wenn man die hochmodernen digitalen Schulräume betrachtet, könne man meinen, man sei in einer Privatschule in der Stadt und nicht an einer städtischen Schule in der Eifel, so der Erste Beigeordnete, Marcel Wolter, der gemeinsam mit dem stellvertretenden Schulleiter, Stefan Marenbach, zahlreiche Gäste begrüßte, die erstmals einen Blick in die neuen Räume werfen konnten. So auch der ehemalige Bürgermeister, Udo Meister, der sich während seiner Amtszeit maßgeblich für das Johannes-Sturmius-Gymnasium und dessen Entwicklung eingesetzt hat.

Zahlreiche geladene Gäste konnte der Erste Beigeordnete, Marcel Wolter, bei der Eröffnung der offenen Lernbereiche begrüßen. Foto:© Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz

In der ehemaligen Stadtbibliothek und der darüberliegenden Etage, im sogenannten A-Trakt der Schule sind neue und großzügige offene Lernbereiche entstanden.

Offene Lernbereiche bieten künftig die Möglichkeit des individuellen Lernens. Foto: © Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz

Die lichtdurchfluteten Räume bestechen durch ein modernes Raumkonzept, in das sich der frische Grünton der Türen und Möbel harmonisch einfügt. Um den offenen Lernbereich gruppieren sich neun weitere Klassenräume, wodurch künftig eine Kombination aus freiem Lernen und klassischem Schulunterricht möglich ist. Dort können sich die Schülerinnen und Schüler treffen, um ihr gemeinsames Lernen zu arrangieren. Währenddessen können die Lehrkräfte vom „Stamm-Klassenraum“ ihre Lerngruppen durch große Glaselemente sehen und koordinieren.

Das digitale Lehrerpult eröffnet völlig neue Unterrichtsmöglichkeiten. Foto: © Stadt Schleiden / Kerstin Wielspütz

Die innovative IT-Infrastruktur mit flächendeckendem WLAN, digitalen Tafelsystemen mobilen Endgeräten für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte, eine LED-Deckenbeleuchtung und Akustikdecken optimieren das künftige Lernen am Johannes-Sturmius-Gymnasium Schleiden.

Mit der Fertigstellung des ersten Bauabschnittes ist der Weg zu einem modernen und attraktiven Schulgebäude jedoch bei weitem noch nicht abgeschlossen. Der heute fertiggestellte erste Bauabschnitt wird von den drei folgenden Bauabschnitten aufgrund ihrer Dimension und ihres finanziellen Umfangs sogar noch in den Schatten gestellt werden“, so Wolter, der von Beginn an die Gesamtverantwortung für das große Bauprojekt übernommen hat.

Wolter dankte abschließend der Schulleitung, den Lehrerinnen und Lehrern, seinen technischen Mitarbeitern der Verwaltung aus Hochbau und IT sowie den Handwerkern für Ihren Einsatz.

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5, 6, 7 und 10 können sich also auf große Neuerungen nach den Herbstferien freuen. Auch für die Lehrkräfte ist das Unterrichten an den neuen digitalen Tafelsystemen etwas Neuland. Sie werden in der ersten Woche nach den Herbstferien an den digitalen Tafelsystemen geschult.

Wer sich ein Bild von den neuen Schulräumen machen möchte, kann dies gerne im Rahmen einer Besichtigung am 7. November 2020 tun. Die Stadt Schleiden bietet um 11 Uhr und um 15 Uhr eine kurze Führung und Präsentation der digitalen Möglichkeiten an. Aufgrund der Corona-Bestimmungen ist hierzu eine verbindliche Anmeldung im Vorzimmer des Bürgermeisters unter 02445 89-103 oder rathaus@schleiden.de unter Angabe von Anschrift und Anzahl der teilnehmenden Personen unbedingt erforderlich.

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Die Gesamtkosten des Projekts im Euskirchener Bahnhof betragen 3,8 Millionen Euro

Euskirchen, 26.10.2020 – Einen wichtigen Schritt für die Zukunftsfähigkeit des Schienennetzes im Kreis Euskirchen gehen der Nahverkehr Rheinland (NVR) und die Deutsche Bahn (DB): An Gleis 46 im Euskirchener Bahnhof wird der Bahnsteig umgebaut und reaktiviert, damit zukünftig die Eifel-Bördebahn (RB 28) dort halten kann. Im Rahmen der momentan bereits laufenden Arbeiten wird der Bahnsteig auf eine Länge von 120 Meter und eine Höhe von 55 Zentimeter umgebaut. Der NVR fördert das Projekt, bei dem auch die Signaltechnik angepasst werden muss, mit 3,8 Millionen Euro. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 3,8 Millionen Euro. Die Umbauarbeiten an dem Bahnsteig können voraussichtlich im Dezember beendet werden. Anschließend müssen noch die Signalanlagen angepasst werden. Daher kann der reaktivierte Bahnsteig voraussichtlich im Februar 2021 in Betrieb genommen werden.

„Der große Vorteil der Reaktivierung des Bahnsteigs liegt darin, dass die Eifel-Bördebahn zukünftig im Euskirchener Bahnhof nicht mehr die Gleise der Eifelstrecke queren muss“, so Manfred Gutfrucht, Projektleiter bei DB Netz. „Dies führt zu einer deutlichen Entspannung in diesem stark frequentierten Knotenpunkt, da die Züge bislang auf Gleis 4 wenden müssen.“ NVR-Geschäftsführer Heiko Sedlaczek ergänzt: „Nur durch die Reaktivierung des Gleises 46 ist zukünftig ein Stundentakt der RB 28 von Euskirchen nach Düren fahrbar. Die Aufnahme des Stundentakts wird möglich, wenn die notwendigen Arbeiten an der Strecke abgeschlossen sind. Dies ist für Dezember 2021 anvisiert.“

Landrat Günter Rosenke sieht in den derzeitigen Umbauarbeiten eine klare Stärkung des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) im Kreis Euskirchen: „Dies ist eine weitere millionenschwere Investition, die beim Ausbau des klimafreundlichen Zugverkehrs enorm hilft.“

Mit Einführung des Stundentaktes auf der Bördebahn wird sich die Attraktivität der Schienenstrecke, insbesondere auch für Berufspendler deutlich erhöhen.

Sofern die Infrastrukturarbeiten planmäßig verlaufen, kann Ende 2021 eine Fahrzeit zwischen Euskirchen und Düren von unter 40 Minuten erreicht werden.

Der Stundentakt auf der Bördebahn bietet zudem die Chance und zugleich die Herausforderung, das bestehende Busangebot auf das neue Bahnangebot anzupassen. Dazu werden sich die Kreise Euskirchen und Düren in den nächsten Wochen intensiv austauschen.

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Gesundheitsamt der Kreisverwaltung erhält Unterstützung von der Bundeswehr

Bitburg, 23.10.2020 – Mit den rasant gestiegenen Corona-Fallzahlen im Eifelkreis ist vor allem die Situation im Gesundheitsamt der Kreisverwaltung angespannt.

Mit einem hohen Einsatz der Mitarbeiter des Gesundheitsamtes, aus anderen Organisations-einheiten der Verwaltung, des Berufsbildungszentrums bebiz, aus Dienststellen des Landes Rheinland-Pfalz sowie mithilfe studentischer Hilfskräfte, konnten jedoch alle Fälle abgearbeitet werden.

Belastend wirkt sich dennoch weiterhin die hohe Zahl an zu verfolgenden Kontakten und zu bearbeitenden Testergebnissen aus. Aus diesem Grund hat die Kreisverwaltung die Bundeswehr um Unterstützung gebeten, die mit einer Stärke von acht Soldatinnen und Soldaten bewilligt wurde. Dass die Unterstützung so schnell bewilligt werden konnte, ist maßgeblich der Unterstützung durch Kreisfeuerwehrinspekteur Jürgen Larisch und den stellv. Leiter der Kreisverbindungskommandos für den Eifelkreis Bitburg-Prüm, Oberstleutnant d.R. André Heuzeroth, zu verdanken.

Die Soldaten SUK (Schnelle Unterstützungskräfte) werden vorläufig in der Kontaktverfolgung zur maßgeblichen Unterstützung des Gesundheitsamts eingesetzt. Zu den wichtigsten Aufgaben gehören die Ansprache betroffener Bürger, die Abfrage nach Symptomatik und Kontakten und die anschließende Einteilung der Kontaktpersonen in vorgegebene Kategorien.

Erster Kreisbeigeordneter Michael Billen: „In der andauernden Lage stellt uns vor allem die Kontaktverfolgung vor Herausforderungen. Ich freue mich außerordentlich über die Unterstützung durch die Bundeswehr, die mit ihrem Einsatz zum Schutz der Bevölkerung im Eifelkreis und ebenso zur dringenden Entlastung aller Mitarbeiter beitragen.“

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Dreyer / Müller / Kirsch appellieren: Verzichten Sie auf private Feierlichkeiten

Region/Mainz, 22.10.2020 – Ab Montag, 26. Oktober 2020, dürfen private Feierlichkeiten „in angemieteten oder zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten oder Flächen“ nur noch mit maximal 25 insgesamt anwesenden Personen stattfinden. Diese Regelung hat der rheinland-pfälzische Ministerrat heute beschlossen. Sie gilt für ganz Rheinland-Pfalz. Bisher war dies noch mit bis zu 75 Personen unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen möglich. Zugleich wird die aktuelle Corona-Bekämpfungsverordnung bis zum 30. November 2020 verlängert.

„Die Entwicklung der Corona-Infektionen in den Regionen unseres Landes erfüllen mich und uns alle hier mit großer Sorge. Auslöser bleiben vor allem private Feiern: Aus einer fröhlichen Geburtstags- oder Hochzeitsfeier kann sich rasend schnell ein Corona-Cluster entwickeln. Und aus einem solchen Cluster können sich auf einen Schlag mehrere Infektionsketten entwickeln, die dann nur noch sehr schwer beherrschbar sind“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Ihr sei bewusst, dass das Bedürfnis gemeinsam zu feiern, zusammenzusitzen und fröhlich zu sein groß sei. „Die aktuelle Lage lässt dies momentan leider nicht zu. Denn wir wissen: die Gefahr der Ansteckung ist da am größten, wo der Abstand nicht eingehalten wird, wo keine Masken getragen werden und sich das Virus so durch direkte Übertragungen oder durch die Luft weiter verbreiten kann“, so die Ministerpräsidentin.

„Wir begrüßen angesichts der rasant steigender Infektionszahlen eine einheitliche Begrenzung der privaten Feierlichkeiten. Wir brauchen neben den regionalen Maßnahmen des Warn- und Aktionsplans hier jetzt einheitliche Regeln. Es ist ein leider notwendiger Schritt, um den weiteren Anstieg der Infektionszahlen zu verlangsamen. Unser gemeinsames Ziel ist, dass die derzeit hoch belasteten Gesundheitsämter in unseren Städten und Landkreisen weiter in der Lage sind, die Infektionsketten nachzuverfolgen“, erklärte Burkhard Müller, Geschäftsführender Direktor des Landkreistages Rheinland-Pfalz.

„Wir müssen weiterhin alles dafür tun, um einen zweiten flächendeckenden Lockdown mit möglicherweise gravierenden Folgen zu vermeiden. Dafür appellieren wir an die gesamte Bevölkerung, die jeweiligen Corona-Maßnahmen zu beachten und zu befolgen. Für die Städte in unserem Land ist es wichtig, auch weiterhin am tatsächlichen Infektionsgeschehen orientiert Maßnahmen zu treffen. Die Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen in den Corona-Task-Forces funktioniert gut. Wir haben dort gemeinsam die notwendigen Entscheidungen getroffen“, erklärte Fabian Kirsch, Geschäftsführender Direktor des Städtetags Rheinland-Pfalz.

„Wer möchte, dass wir auch in Zukunft gesund, sicher, gut ausgebildet und in Wohlstand in unserem Land leben können, der muss jetzt Verzicht üben. Solidarität und Rücksicht statt Egoismus – das ist das Gebot der Stunde“, sind sich Land und Kommunen einig.

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Interviewreihe der DLG Eifel mit Ingo Pfennings, Bürgermeister der Stadt Schleiden und ehrenamtliches DLG-Eifel-Aufsichtsratsmitglied

Schleiden, 22.10.2020 – „Wir in der Eifel stehen zusammen“ Die Interviewreihe der Dienstleistungsgenossenschaft Eifel (DLG Eifel) wird fortgesetzt mit Ingo Pfennings, Bürgermeister der Stadt Schleiden und ehrenamtliches DLG-Eifel-Aufsichtsratsmitglied.

Herr Pfennings, warum ist solidarisches Handeln mit Fokus auf die Regionalität bei uns in der Eifel so wichtig?

Die Corona-Pandemie hat eins gezeigt: Wir in der Eifel stehen gerade in Zeiten der Not zusammen. Es war sehr beeindruckend zu sehen, wie viele unterschiedliche Hilfsaktionen sich zu Beginn der Krise in kürzester Zeit gebildet haben und sich sehr rege für Ihre Mitmenschen eingesetzt haben und weiter einsetzen. Das zeigt aber eben auch, wie wichtig ein regionales Miteinander ist – auch in Nicht-Krisen-Zeiten. Gemeinsam sind wir stark, daher sollten wir uns auch noch stärker als Region sehen und auch so verkaufen.

Haben Sie in Ihrem Bereich bereits Erfahrungen mit der DLG Eifel gesammelt?

Als ehrenamtliches Aufsichtsratsmitglied der DLG Eifel habe ich natürlich Einblick in alle Prozesse. Es ist schön zu sehen, dass so viele Unternehmen unserer Region gemeinsam wichtige Themen angehen und Angebote für Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schaffen. Wichtig ist, je mehr Betriebe mitmachen, desto größer wird am Ende der erzielbare Mehrwert für alle sein.

Die Stadt Schleiden nutzt regelmäßig die DLG-Eifel-Angebote?

Wir als Stadt Schleiden sind Mitglied in der DLG Eifel und geben die DLG-Eifel-Angebote an unsere Belegschaft weiter. Wir durften mehrere Veranstaltungen der DLG Eifel bei uns im Stadtgebiet begrüßen und haben von den Teilnehmern – sowohl aus unserer Belegschaft als auch von Unternehmen aus dem Stadtgebiet – nur positive Rückmeldungen erhalten. Die Führungskräfte der Verwaltung haben gemeinsam einen Strategieworkshop zum Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement BGM der DLG Eifel belegt. Dieser ist durch die Teilnehmer als qualitativ hochwertig und vor allem als für den Arbeitsalltag sehr nützlich bewertet worden. Ich selber fand den Workshop ebenfalls sehr positiv und war zudem erfreut, wie viel durch unsere Führungskräfte bereits richtig gemacht wird.

Der DLG Eifel geht es um die Erhöhung der Attraktivität und der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in der Region Eifel.

Das Ziel, die Attraktivität und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in der Region Eifel zu erhöhen, ist für die Region, gerade hinsichtlich ihrer Rolle als Wirtschaftsstandort, sehr sinnvoll. Globalisierung und Digitalisierung führen dazu, dass unsere Region als Wirtschaftsstandort – genauso als touristische Destination und als Wohnstandort – in einem Wettstreit mit vielen anderen Regionen steht. Daher kann es für uns als Region aber auch für jeden einzelnen Unternehmer nur wünschenswert sein, unsere Unternehmen möglichst attraktiv und wettbewerbsfähig aufzustellen. Sinnvoll ist dabei auch ein Miteinander der Unternehmen, da auch für diese gilt: Gemeinsam ist man stärker.

Die DLG Eifel handelt nach den fünf Säulen Personalführung, Chancengleichheit & Diversity, Gesundheit, Wissen & Kompetenz und Digitalisierung. Welcher dieser Aspekte ist für Sie am relevantesten?

Ich sehe die fünf Säulen als gleichberechtigt an. Jede der Säulen beinhaltet sowohl für die Unternehmen als auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr wichtige Themen. Daher ist es umso erfreulicher, dass durch den Zusammenschluss in der DLG Eifel gleichzeitig mehr verschiedene Themenfelder abgedeckt werden können, als dies in einem einzelnen Unternehmen vielleicht der Fall wäre.

Was wünschen Sie sich von der DLG Eifel?

Eine noch breitere Aufstellung hinsichtlich der fünf Säulen. Natürlich hat das aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit geförderte Projekt „Gesunde Region Eifel“ zu einer Dominanz der Säule Gesundheit geführt. Mit dem Auslaufen des Projektes müssen nun auch die anderen Säulen gestärkt werden, wie dies aktuell bereits mit der Säule Digitalisierung geschieht. Zudem wäre es schön, wenn sich noch mehr Unternehmen der Region zu einer Mitgliedschaft entschließen.

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Landkreis Bernkastel-Wittlich ergreift Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie

Wittlich, 20.10.2020 – Innerhalb weniger Tage wurden dem Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich zahlreiche COVID-19-Fälle gemeldet. So stieg die Zahl der Infektionen alleine am 18.10.2020 sprunghaft um 25 Fälle an. Der 7-Tages-Inzididenzwert, das heißt die Summe aller Infektionen binnen eines Zeitraums von 7 Tagen, belief sich in der Folge auf 57,8 Fälle je 100.000 Einwohner.

Durch das Überschreiten des Grenzwertes von 50 Fällen/100.000 Einwohner befindet sich der Landkreis in der Alarmstufe rot des Warn- und Aktionsplans Rheinland-Pfalz. Bereits zuvor lag der Landkreis mit einem Inzidenzwert von > 35 Fällen/100.000 Einwohner über mehrere Tage in der Gefahrenstufe orange, weshalb am Freitag, 16.10.2020, erstmalig die regionale Corona-Task-Force bestehend aus Vertretern der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich (Verwaltungsleitung, Ordnungsbehörde, Gesundheitsamt), des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, des Innenministeriums, des Bildungsministeriums, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, des Landkreistages Rheinland-Pfalz sowie der Polizei zusammen trat, um über die zu ergreifenden Maßnahmen zu beraten.

Aufgrund des Infektionsgeschehens sowie des erwarteten weiteren Anstiegs der Fallzahlen verständigte sich die Task-Force in Anlehnung an die im Nachbarkreis Vulkaneifel getroffenen Regelungen auf die Empfehlung folgender Maßnahmen:

  • Die Zahl der Teilnehmer bei Veranstaltungen wird auf 100 Personen begrenzt. Ausnahmen können nur bei Vorliegen eines mit dem Gesundheitsamt abgestimmten Hygienekonzeptes zugelassen werden.
  • Die Zahl der Teilnehmer für private Feiern wird auf 10 Personen oder auf die Zusammenkunft der Angehörigen aus höchstens zwei Hausständen begrenzt.
  • Das gemeinsame sportliche Training und der Wettkampf sind nach den Regelungen der jeweils aktuell geltenden Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz zulässig. Zuschauer sind in geschlossenen Hallen weder im sportlichen Training noch im Wettkampfbetrieb zugelassen.

Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt mittels einer Allgemeinverfügung, die am 21.10.2020 in Kraft tritt. Die Gültigkeitsdauer der Verfügung beträgt einen Monat. Die Taskforce wird in regelmäßigen Abständen zusammentreten, die Lage analysieren und unter Beachtung des weiteren Infektionsgeschehens über den Fortbestand der Maßnahmen beraten.

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Landrat Eibes appeliert an Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Bernkastel-Wittlich

Wittlich, 20.10.2020 – Seit nunmehr 7 Monaten beeinflusst die Corona-Pandemie unser Leben. War der Beginn der Pandemie von Ängsten und herben Einschnitten geprägt, entspannte sich die Situation insbesondere in den Sommermonaten auch aufgrund fallender Infektionszahlen zusehends. Seit einigen Tagen ist allerdings ein deutlicher Anstieg der nachgewiesenen Infektionen festzustellen – auch in unserem Landkreis. Innerhalb kürzester Zeit stieg die 7-Tages-Inzidenz auf über 57,8 Fälle/100.000 Einwohner und somit in einen kritischen Bereich.

Ist das ein Grund zur Panik? Sicherlich nicht. Allerdings macht der Anstieg der Fallzahlen uns mehr als deutlich, dass Sorglosigkeit aktuell nicht angebracht ist. Die Pandemie ist nach wie vor existent und wird uns die kommenden Monate weiter beschäftigen, auch wenn wir über den Sommer hinweg vielleicht schon einen anderen Eindruck gewinnen konnten. Auch liegt dem jüngsten Anstieg der Fälle ein „diffuses“ Infektionsgeschehen innerhalb des Landkreises. Es gibt nicht den einen Corona-Hotspot (sinngemäß: Brennpunkt) oder Superspreader (deutsch: Superverbreiter), auf den man das gesamte Infektionsgeschehen zurückführen kann. Vielmehr verteilen sich die Positivfälle mit unterschiedlicher Gewichtung flächig über das gesamte Kreisgebiet.

Unser aller Ziel muss es daher sein, uns so zu verhalten, dass die Weiterverbreitung des Virus eingedämmt wird. Denn wir sind uns einig: Keiner von uns will einen zweiten Lockdown mit all seinen Folgen erleben. Deswegen appelliere ich an Sie: Behandeln Sie die wiedererlangten Freiheiten und Lockerungen als kostbares Gut, das es zu schützen gilt. Zu schützen, indem Sie einen konkreten Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten. Beachten Sie die AHA-Regeln, die da lauten: Abstand halten, Hygiene beachten und Alltagsmaske (Mund-Nasen-Bedeckung) tragen. Achten Sie in Herbst und Winter, wenn wir uns vermehrt in geschlossenen Räumen aufhalten, auch auf das regelmäßige Lüften und meiden Sie größere Menschenansammlungen.

Bitte haben Sie auch Verständnis für die Maßnahmen, auf die sich die Taskforce unter Beachtung des Corona-Warn- und Aktionsplans Rheinland-Pfalz verständigt haben. Helfen Sie mit, dass es bei dieser begrenzten Zahl an Maßnahmen bleibt und beweisen Sie insbesondere bei privaten Feierlichkeiten Eigenverantwortung, auch wenn sie in den eigenen vier Wänden stattfinden und vielleicht keiner hinschaut.

Im Vertrauen darauf, dass wir Bernkastel-Wittlicher auch diese Phase der Pandemie gut meistern werden, lassen Sie uns gemeinsam die vor uns liegenden Wochen angehen. Beweisen wir, dass wir in der Lage sind, den Virus wie in den vergangenen Monaten durch die konsequente Einhaltung der verschiedenen Regeln und Maßnahmen wirkungsvoll zu bekämpfen und die Dynamik des Infektionsgeschehens zu bremsen.

Ich bedanke mich bereits schon jetzt für Ihr Verständnis und Ihr Engagement.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Landrat

Gregor Eibes