Kategorien
Top-Themen

Innenminister Lewentz: Mehr als 900 Verstöße bei Corona-Kontrolltag am gestrigen Sonntag in Rheinland-Pfalz

Region/Mainz, 01.03.2021 – Im Rahmen des landesweiten Kontrolltages wurden am Sonntag in Zusammenarbeit mit den kommunalen Ordnungsbehörden und mit Unterstützung des Polizeipräsidiums Einsatz, Logistik und Technik umfangreiche Kontrollmaßnahmen durchgeführt. Insgesamt wurden 1830 Personenkontrollen durchgeführt und 909 Verstöße nach der Corona- Bekämpfungsverordnung (CoBeLVO) bzw. gegen regional gültige Allgemeinverfügungen festgestellt. Die Mehrheit der Verstöße ergibt sich zum einen im Zusammenhang mit der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (278), zum anderen durch unerlaubte Personenansammlungen im öffentlichen Raum (294). In 203 Fällen wurde der Mindestabstand nicht eingehalten, in 119 Fällen wurden Verstöße gegen das Verbot von Alkoholkonsum beziehungsweise Alkoholverkaufsbeschränkungen geahndet.

„Die Bilanz zeigt, dass die Kontrolltage ein sinnvoller und notwendiger Ansatz sind, um die Einhaltung der Corona-Bekämpfungsverordnung durchzusetzen“, so Innenminister Roger Lewentz. Der Schwerpunkt der Maßnahmen, bei denen landesweit neben den Einsatzkräften der Präsidien mehr als 100 zusätzliche Kräfte der Bereitschaftspolizei im Einsatz waren, lag auf der Überwachung der allgemeinen Corona-Regeln, allerdings auch regionaler Vorschriften, wie zum Beispiel der nächtlichen Ausgangsbeschränkung im Kreis Germersheim. Ein weiterer Schwerpunkt der Kontrollmaßnahmen lag auf der Überwachung beliebter Ausflugsziele.
Witterungsbedingt herrschte dort, insbesondere in Parkanlagen, entlang des Rheinufers und auf Waldparkplätzen sowie auf Wanderwegen, ein erhöhtes Personenaufkommen.

Am Stausee Biersdorf (Eifelkreis Bitburg-Prüm) konnte eine große Anzahl an Besuchern festgestellt werden. Aufgrund des dort geöffneten Kiosks verweilten die Personen auf den Stufenterrassen am See. Das Einhalten des Mindestabstandes konnte nicht mehr gewährleistet werden, sodass die Kreisverwaltung Bitburg die Sperrung der Stufenterrassen anordnete.

In Weisenheim am Berg (Landkreis Bad Dürkheim) konnten mehr als 100 Personen auf dem Parkplatz eines Weinguts festgestellt werden, welche dort gekauften Wein konsumierten. Alle Personen zeigten sich vollkommen uneinsichtig und zweifelten die polizeilichen Maßnahmen an.
Mehrheitlich hielten sich die Bürgerinnen und Bürger an die bestehenden Vorgaben der 15. CoBeLVO und zeigten Verständnis für die Kontrollmaßnahmen. Ungeachtet dessen wurde jedoch in Bürgergesprächen festgestellt, dass im Vergleich zum letzten Kontrolltag die Akzeptanz abgenommen hat.

Kategorien
Top-Themen

Registrierungen Berufsgruppen für Impfungen in RLP laufen erfolgreich – Impfungen starten kommende Woche

Region/Mainz, 28.02.2021 – Die Registrierungen für Berufsgruppen der Prioritätsgruppe 2 für eine Corona-Schutzimpfung sind erfolgreich gestartet. Seit dem Wochenende können sich beispielsweise Lehrerinnen und Lehrer sowie Beschäftigte an Grund- und Förderschulen, Erzieherinnen und Erzieher, Tagesmütter und -väter sowie Beschäftigte in Kindertagesstätten für eine Impfung registrieren. Damit können sich neben der Priogruppe 1 auch Teile der Priogruppe 2 registrieren und impfen lassen.

Seit der Öffnung des Registrierungsportals für die genannten Berufsgruppen haben sich innerhalb eines Tages 42.370 Personen online und telefonisch registriert. Davon arbeiteten 32.390 Menschen in Kitas, Grund- oder Förderschulen.

Für diese Registrierungen konnten bereits 32.441 Impftermine in den Impfzentren vergeben werden. Die Impfungen finden im Zeitraum vom 1. bis 14. März statt.

„Ich freue mich, dass auch die neuen Gruppen, die aufgrund ihres Berufes die Möglichkeit haben, sich priorisiert impfen zu lassen, das Angebot bislang sehr gut annehmen. Das deutet auf eine hohe Impfbereitschaft hin“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Insgesamt wurden bislang bereits 205.332 Erst- und 139.495 Zweitimpfungen durchgeführt. „Mehr als fünf Prozent der Menschen in Rheinland-Pfalz hat bereits zumindest die Erstimpfung erhalten. Wir kommen gut voran auf unserem Weg, möglichst viele Menschen möglichst schnell zu impfen. Der Impfschutz in unserem Land wächst stetig. Sobald wir mehr Impfstoff zur Verfügung haben, werden wir auch weiteren Gruppen ein Impfangebot machen können“, so die Ministerin.

Kategorien
Top-Themen

Corona-SMS der Bundesregierung für Einreisende ab 1. März 2021

Region/Berlin, 27.02.2021 – Einreisende erhalten ab Montag, dem 1. März, eine SMS der Bundesregierung, sobald ihr Mobiltelefon sich in ein deutsches Mobilfunknetz einbucht. Damit werden sie über die in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Einreise- und Infektionsschutzbestimmungen informiert sowie auf geltende Infektions­schutz­maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 hingewiesen.

Diese Corona-SMS ist in der Coronavirus-Einreiseverordnung geregelt, die am 14. Januar 2021 in Kraft getreten ist. Der Versand der Corona-SMS wird durch die Mobilfunknetzbetreiber umgesetzt.

Ab dem 1. März (Null Uhr) erhalten Einreisende diesen Text:

„Die Bundesregierung: Willkommen/Welcome! Bitte beachten Sie die Test-/Quarantäneregeln; please follow the rules on tests/quarantine: https://bmg.bund.de/covid19

Über den Kurzlink erhalten Einreisende kompakte Informationen über ihre Pflichten im Zusammenhang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (z. B. Quarantäne- und Testpflicht) sowie Hinweise zu den wesentlichen zu beachtenden Infektionsschutzmaßnahmen (z.B. Maskenpflicht). Darüber hinaus sind weiterführende Informationen auf den Seiten u. a. des BMG, des RKI und der Bundesregierung abrufbar.

Weitere Informationen zum Coronavirus finden Sie hier:

www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus

Kategorien
Top-Themen

16. Corona-Bekämpfungs-Verordnung in Rheinland-Pfalz beschlossen

Region/Mainz, 27.02.2021 – Der Ministerrat hat in seiner gestrigen Sitzung die 16. Corona-Bekämpfungsverordnung beschlossen und damit vorsichtige Öffnungen auf den Weg gebracht. Wie bereits angekündigt gelten ab dem 1. März folgende neue Regelungen:

  • Termin-Shopping / Click & Collect Regelungen: Gewerbliche Einrichtungen dürfen für vereinbarte Einzeltermine öffnen. Es gilt die Pflicht zur Kontakterfassung. Werden mehrere Einzeltermine in Folge für einen Tag vergeben, so ist ein Zeitraum von mindestens fünfzehn Minuten zwischen Ende und Beginn der jeweiligen Termine freizuhalten.
  • Verkaufsstellen für Schnittblumen dürfen öffnen. Gleiches gilt für Außenbereiche von Gärtnereien, Gartenbaumärkten und ähnlichen Einrichtungen, soweit sich der Verkauf auf das für den Gartenbau oder Pflanzenverkauf typische Angebot beschränkt.
  • Friseure dürfen öffnen unter Einhaltung des Abstandsgebotes zwischen den Kunden und Maskenpflicht. Der Zutritt muss durch Terminvereinbarung gesteuert werden.
  • Die Außenbereiche von zoologischen Gärten, Tierparks, botanischen Gärten und ähnlichen Einrichtungen sind für den Publikumsverkehr geöffnet. Auch hier gilt eine Vorausbuchungspflicht. Die Anzahl der Personen, die sich gleichzeitig auf dem Gelände befinden dürfen, ist vorab von der zuständigen Behörde zu genehmigen.
  • In Präsenzform zulässig sind Angebote von Fahrschulen und Bildungsträgern der Berufskraftfahrerqualifikation sowie des Gefahrguts.
  • Ebenfalls zulässig sind Aus- und Weiterbildung der amtlich anerkannten Sachverständigen oder Prüferinnen und Prüfer für den Kraftfahrzeugverkehr sowie der Fahrlehrer oder deren Auditierung.
  • In Präsenzform ist zulässig der außerschulische Musikunterricht bei gleichzeitiger Anwesenheit einer Lehrperson sowie einer Musikschülerin oder eines Musikschülers. Davon ausgenommen sind Tätigkeiten mit einem erhöhten Aerosolausstoß wie Gesangsunterricht oder Unterricht für Blasinstrumente.

Ebenfalls regelt die neue Corona-Bekämpfungsverordnung, dass Landkreise und kreisfreie Städte unverzüglich Allgemeinverfügungen erlassen, wenn die 7-Tages-Inzidenz der Gebietskörperschaft an mehr als drei Tagen in Folge einen Wert von 100 überschreitet.

Die Verordnung tritt am 1. März in Kraft und gilt bis zum 14. März 2021. Die Verkündung erfolgte gestern auf der Internetseite corona.rlp.de.

Kategorien
Top-Themen

Lewentz: Landesweiter Corona-Kontrolltag am Sonntag, 28. Februar in Rheinland-Pfalz

Region/Mainz, 26.02.2021 – Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt wieder an und das Wetter lockt verstärkt zu Ausflügen, was wiederum zu größeren Ansammlungen an beliebten Ausflugsplätzen führen kann. „Der zuletzt positive Trend bei den Inzidenzwerten in Rheinland-Pfalz setzt sich augenscheinlich nicht mehr fort“, so Innenminister Lewentz. Umso mehr sei jetzt geboten, nicht nachlässig zu werden, mahnt der Innenminister.

Am zurückliegenden Wochenende waren viele Menschen im öffentlichen Raum zusammengekommen und es gab häufiger Verstöße gegen die geltenden Corona-Regeln. So stellte die Mainzer Polizei fest, dass im dichten Gedränge auf Straßen und beliebten Plätzen die Mindestabstände vielfach nicht eingehalten wurden.

„Ich verstehe, dass es die Bürgerinnen und Bürger ins Freie zieht. Das ist unter Beachtung der aktuellen Corona-Regeln auch möglich. So dürfen sich Personen aus einem Hausstand mit einer weiteren Person treffen. Im öffentlichen Raum ist zudem grundsätzlich ein Abstand zu anderen Personen von 1,50 Meter einzuhalten und es besteht ein absolutes Verbot, Alkohol zu konsumieren“, so Lewentz. Kein Verständnis hat der Minister für diejenigen, die sich trotz der schnell verbreitenden Virusmutationen beispielsweise nicht an die Maskenpflicht halten.

Daher werden Polizei und kommunaler Vollzugsdienst am Sonntag, 28. Februar, über die bereits bestehenden täglichen Einsatzmaßnahmen hinausgehend, einen gemeinsamen landesweiten „Corona-Kontrolltag“ durchführen. Mehr als 100 Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei werden zusätzlich im Einsatz sein. „Die Kontrollen umfassen die Überwachung der allgemeinen Corona-Regeln, wie zum Beispiel das Abstandsgebot sowie das Tragen von medizinischen Masken“, kündigt der Minister an. Im Fokus der Maßnahmen steht auch die öffentliche Sicherheit an stark besuchten Ausflugs- und Naherholungszielen. Die gemeinsamen Streifen und Kontrollmaßnahmen sollen gerade auch dazu dienen, dass sich alle Menschen sorglos und unbeschwert – unter Beachtung der AHA-Regeln – an der frischen Luft aufhalten können.

Kategorien
Top-Themen

Mechernicher Haushalt 2021 weist ein „strukturelles Defizit“ von 1,5 Millionen Euro aus

Mechernich, 26.02.2021 – „Die Corona-Pandemie wirkt sich gravierend auf den Haushalt aus.“ Mechernichs Kämmerer Ralf Claßen muss für das Haushaltsjahr 2021 ein strukturelles Minus von 1,5 Millionen Euro hinnehmen.

Trotz des vorhandenen Defizits gibt es vom Kämmerer aber auch gute Nachrichten an die Bürger: „Es sind keine Steuererhöhungen geplant.“ Und: „Wir kommen nicht ins Haushaltssicherungskonzept (HSK).“

Die Planung für den Haushalt 2021 weist laut Claßen Erträge rund 55,7 Millionen Euro aus, demgegenüber stehen Aufwendungen in Höhe von 60,1 Millionen Euro. In dem Minus von 4,4 Millionen Euro stecken allerdings allein 2,9 Millionen Euro Corona-bedingte Mindererlöse und Mehraufwendungen. Sie dürfen laut Landtagsbeschluss als „außerordentlicher Ertrag“ verrechnet werden und schlagen somit erst ab 2025 im Mechernicher Haushalt tatsächlich zu Buche. Sie müssen dann über 50 Jahre linear abgeschrieben werden. Die restlichen 1,5 Millionen Euro Defizit sind jedoch unabhängig von der Corona-Pandemie zu veranschlagen.

„Das ist für uns in Mechernich wieder etwas Neues“, konstatiert Claßen. Mechernich habe zumindest seit 2015 immer positive Abschlüsse erzielen können. Bevor die Pandemie die Welt vereinnahmte, sei auch für 2020 ein Plus von 37.000 Euro geplant gewesen. Ein Überschuss werde aber für das Jahr 2020 nach heutigen Erkenntnissen nicht zu realisieren sein, zu groß sind die Einschnitte durch die Pandemie. Über die Jahre habe die Stadt Mechernich die Ausgleichsrücklage, ein Teil des Eigenkapitals, welche 2010 noch aufgezehrt war, sukzessive wieder aufbauen können. Zum Stichtag 31.12.2019 konnte der Kämmerer ein Plus von 11,1 Millionen Euro als Ausgleichsrücklage vorweisen und verkünden: „Damit können wir die kommenden Defizite fiktiv ausgleichen.“

„Kröte“ zu schlucken

Die Möglichkeit des nach hinten Verschiebens der Corona-Kosten hätte allerdings nicht nur Positives. Claßen spricht vielmehr von einer „Kröte, die wir schlucken müssen“, weil nachfolgende Generationen für heutige Mehr- und Mindereinnahmen zahlen müssen. Ein sofortiges Abzahlen der Corona-Summe sei aber noch weniger sinnvoll.

Ursächlich verantwortlich für die Corona-Beträge sind laut Claßen die Reduzierung oder das auf „Null“ setzen der Gewerbesteuervorauszahlungen und der sinkende Einkommenssteueranteil durch Zahlung von Kurzarbeitergeld.

Im Jahr 2020 schlug sich die Corona-Pandemie bereits auf den laufenden Haushalt nieder. Verrechnet werden musste Corona-bedingt auch ein um 600.000 Euro höherer Verlust der Eifel-Therme, ebenso höhere Kosten für die Schülerbeförderung, weil mehr Schulbusse im Einsatz waren. Außerdem unterstützte die Stadt die örtlichen Vereine und zahlte im Juni 2020 den doppelten Vereinsbeitrag und damit statt 3,20 Euro je Einwohner, statt 1,60 Euro. Im Dezember wurden weitere 42.000 Euro an die Vereine als „Finanzspritze“ ausgezahlt. Insgesamt wurden den Vereinen somit rund 88.000 Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt um die Folgen der Pandemie zu kompensieren.

Ausgeschöpft seien auch die Einsparpotentiale der Stadt, sagt Claßen: „Viel mehr gibt der Haushalt nicht mehr her.“ Auch, weil 95 Prozent der Posten fremdbestimmt seien. So müssen die Mechernicher beispielsweise rund 22 Millionen an den Kreis Euskirchen als Kreisumlage zahlen und damit 347.000 Euro mehr.

Insgesamt habe die Stadt 224 Grundstücke in den vergangenen fünf Jahren veräußert und dafür rund drei Millionen Euro jährlich im Haushalt gutschreiben können – somit rund 15 Millionen Euro.

Davon habe die Stadt im Ganzen profitiert: die Gebührenhaushalte konnten konstant gehalten und wichtige Investitionen getätigt werden. „Das war die richtige Politik“, konstatierte deshalb auch Claßen. Für 2021 steht schon ein Gesamt-Investitionsvolumen von 21 Millionen Euro im Plan. Auf der Agenda steht auch der Ausbau der offenen Ganztagsschule Grundschule Mechernich.

Im Haupt- und Finanzausschuss am 23. März bzw. 13. April soll der Haushaltsentwurf von der Politik beraten und verabschiedet werden.

Kategorien
Top-Themen

Regionales Traumazentrum in Daun erfolgreich rezertifiziert

Daun, 25.02.2021 – Die Qualitätskriterien sind hier von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) vorgegeben. Seit 2010 ist die Abteilung im Traumanetzwerk Mosel-Saar zugehörig. Durch ihre enge Kooperation besteht die bestmöglichste Versorgung schwerstverletzter Patienten. Wenn eine Rettungsmannschaft von außen einen Polytraumaalarm anfordert, stehen im Krankenhaus Daun, ob Tag oder Nacht, mindestens zehn Ärzte und Pfleger plus der Rettungsmannschaft innerhalb einer Viertelstunde zur Verfügung. Im speziell ausgestatteten Schockraum findet die erste Untersuchung der Verletzten statt.

Die Mitglieder des Trauma-Teams sind nach einem weltweit gültigen und erprobten Konzept ausgebildet, wobei ein fester Ablauf bei der Erstbehandlung der Patienten eingehalten werden muss. So besteht die Forderung, dass nach einer Viertelstunde Schockraumaufenthalt der Patient voll untersucht und das Prozedere festgelegt sein muss. Vom Schockraum ist entweder die sofortige Verbringung in den OP oder die Durchführung einer sogenannten Traumaspirale im Computertomogramm vorgesehen. In der Traumaspirale erfolgt die Bildgebung von Kopf bis Knie.

Die Röntgenbilder können dann bei Bedarf per Teleradiologie in verschiedene Zentren verschickt werden, damit so innerhalb von Minuten die beste Behandlung des Patienten beschlossen werden kann. Ein Mitarbeiter ist allein dafür zuständig, alle Schritte, Befunde, Zeiten und Medikamente zu dokumentieren und dieses an die deutschlandweite Registrierstelle weiterzugeben, um im Endeffekt aus diesen Erfahrungen und Auswertungen wissenschaftliche Fortschritte zu generieren. Mit der erfolgreichen Rezertifizierung wird das qualifizierte Team des regionalen Traumazentrums weiterhin für die Region einsatzbereit sein. Von Dr. med. Michael Pfeiffer, Chefarzt für Allgemein- und Unfallchirurgie.

Kategorien
Top-Themen

Innenminister Lewentz: Impfungen der Polizei in eigenen Zentren gestartet

Region/Mainz, 25.02.2021 – Mit der Impfung des medizinischen Funktionspersonals der Impfzentren wurden jetzt die ersten Angehörigen der rheinland-pfälzischen Polizei gegen COVID-19 geimpft. Innenminister Roger Lewentz und die Vorsitzende des Hauptpersonalrates der Polizei,  Sabrina Kunz, begleiteten den Start der polizeiinternen Impfungen in eigenen Zentren, die auch dazu beitragen, die kommunalen Zentren zu entlasten.

„Es ist sehr erfreulich, dass innerhalb der rheinland-pfälzischen Polizei eine sehr hohe Impfbereitschaft herrscht. Direkt im Anschluss an das Funktionspersonal der Zentren werden ab nächster Woche die operativen Einsatzkräfte geimpft. Auf diese Weise kann die Einsatzfähigkeit der Polizei auch während der andauernden Pandemie-Lage weiterhin sichergestellt werden“, so Innenminister Roger Lewentz. Insgesamt haben sich im Rahmen des zweiwöchigen Anmeldeverfahrens mehr als 11.000 Angehörige der Polizei Rheinland-Pfalz für die Impfungen angemeldet. Das entspricht einer Quote von über 80 Prozent.

„Es ist ein wertschätzendes Signal, dass es nach all den Vorbereitungen nun mit dem Impfen in der Polizei losgehen kann. Gerade die Einsatzkräfte, welche sich im alltäglichen Dienst einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sehen, benötigen eine zügige Impfung. Rheinland-Pfalz geht im bundesweiten Vergleich einen vorbildhaften Weg. Ich werde am Ende zum Impfen gehen, sobald die Gruppe dran ist, welcher ich zuzuordnen bin“, sagte die Vorsitzende des Hauptpersonalrates der Polizei, Sabrina Kunz.

Die Polizei Rheinland-Pfalz wird mit dem Impfstoff des Herstellers AstraZeneca geimpft. Der zur Verfügung stehende Impfstoff anderer Hersteller ist zum jetzigen Zeitpunkt für die Bevölkerungsgruppen unter 18 Jahren und über 64 Jahren vorgesehen. „Der AstraZeneca-Impfstoff bietet einen hochwirksamen Schutz gegen den schweren Verlauf der Krankheit und leistet so einen wesentlichen Beitrag zur Pandemie-Bewältigung. Ich bin dankbar dafür, dass ich zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen der Polizei mit dem AstraZeneca-Impfstoff zu einem so frühen Zeitpunkt ein Impfangebot erhalte“, betonte der medizinische Gesamtkoordinator und Leiter der Zentralstelle für Gesundheitsmanagement im Polizeipräsidium Einsatz, Logistik und Technik (PP ELT), Dr. Stefan Brill.

Das PP ELT war bereits Ende November 2020 von Seiten des Innenministeriums beauftragt worden, die Planungen der polizeiinternen Impfungen über die dortige Zentralstelle für Gesundheitsmanagement aufzunehmen und diese zu organisieren. Die technischen, logistischen und medizinischen Voraussetzungen wurden geschaffen. Es sind vier polizeiinterne Impfzentren eingerichtet worden. Sie befinden sich an den Standorten des PP ELT in Mainz und Enkenbach-Alsenborn sowie am Standort des PP ELT in Wittlich-Wengerohr und in einer Bundeswehr-Kaserne im Bereich Koblenz.

Kategorien
Top-Themen

Wichtige Erkenntnisse zur COVID-19-Versorgung in den Krankenhäusern

Region/Mainz, 24.02.2021 – Die Gewährleistung einer guten Krankenhausversorgung, auch während der Pandemie, erfordert eine umfassende Kenntnis des Krankheitsgeschehens, der Behandlungs­möglichkeiten und der Behandlungsdauer im Krankenhaus. Aus diesem Grund hat sich das Land Rheinland-Pfalz bereits im April des vergangenen Jahres dazu entschlossen, den Aufbau, die Pflege und den Betrieb eines von dem Institut für Herzinfarktforschung Ludwigshafen (IHF) initiierten COVID-19-Registers zu unterstützen und zu finanzieren.

Blaue Kurve: Darstellung der täglich gemeldeten SARS-CoV-2-Neuinfektionen (Quelle RKI)
Rote Kurve: Tagesaktuelle Darstellung der stationär behandelten SARS-CoV-2 (Quelle IHF)

Das COVID-19-Kapazitäts-Register liefert die Grundlage für die täglichen Lagemeldungen der COVID-19-Fälle im Krankenhaus, die das Gesundheitsministerium seit dem 22. März 2020 ohne Unterbrechung erstellt. Die Betrachtung der Fallzahlentwicklung erlaubt eine zuverlässige Einschätzung der Situation in den Krankenhäusern, denn eventuell auftretende Engpässe einzelner Krankenhäuser in den fünf Versorgungsgebieten können ebenso erkannt werden wie freie Behandlungskapazitäten. Daneben bietet das klinische COVID-19-Krankheitsregister wichtige Informationen über die in den Krankenhäusern behandelten COVID-19-Patientinnen und -Patienten und den Krankheitsverlauf.

Nun hat das IHF erneut Zwischenergebnisse aus der Arbeit des COVID-19-Registers vorgelegt. Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler wies zu diesem Anlass auf einige Besonderheiten hin: „Das Register nimmt auch die Situation auf den Normalstationen in den Blick, wo der weit überwiegende Teil der COVID-19-Patientinnen und -Patienten behandelt wird. Wegen der einzuhaltenden Isolations­maßnahmen stellt gerade diese Behandlung eine zusätzliche logistische und personalintensive Belastung der Krankenhäuser dar. Für die effiziente Steuerung der Versorgung sind die vorgelegten Erkenntnisse des Erkrankungsgeschehens unerlässlich.“

Dr. Anselm Gitt, Vorstand der Stiftung Institut für Herzinfarktforschung Ludwigshafen und Studienleiter des COVID-19-Registers Rheinland-Pfalz, stellte die wichtigsten Zwischenergebnisse vor:

  • COVID-19-Kapazitäts-Register: Im Rahmen der zweiten Pandemie-Welle hat parallel zu den Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 in Rheinland-Pfalz auch die Anzahl der Patienten mit stationärer Behandlungspflichtigkeit deutlich zugenommen, im Januar mussten z.T. mehr als 1.100 Patienten täglich in den Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz behandelt werden, mehr als ein Viertel davon auf Intensivstationen.
  • Im Zuge der zweiten Welle der Pandemie ist eine deutliche Zunahme älterer Patienten bei den Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 zu erkennen.
  • Im Dezember 2020 und Januar 2021 litten die Krankenhäuser durch die hohe Anzahl der zu versorgenden SARS-CoV-2-Patientinnen und -Patienten, sowie teilweise krankheits- oder quarantänebedingten Personalausfällen, unter einer angespannten Personalsituation. Bei einem Viertel der Krankenhäuser hatte dies eingeschränkte Behandlungskapazitäten zur Folge.
  • Durch den konsequenten Shutdown ist es zu einem Rückgang der Neuinfektionen und damit auch zu einem deutlichen Rückgang der stationär zu behandelnden Patienten mit SARS-CoV-2 in Rheinland-Pfalz gekommen.

COVID-19-Krankheits-Register:

Die Zwischenauswertung des COVID-19-Krankheits-Registers Rheinland-Pfalz beschreibt 706 Patienten, die wegen einer SARS-CoV-2-Infektion stationär in Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz behandelt wurden und deren Therapie bereits abgeschlossen ist:

  • Die stationäre Aufnahme in ein Krankenhaus erfolgt im Mittel 4 Tage nach dem Auftreten erster Krankheitssymptome. Die häufigsten Aufnahmesymptome sind Husten, Fieber, Kurzatmigkeit und Ermüdung.
  • 55 Prozent der stationären COVID-19-Patienten sind männlich, das mittlere Alter beträgt 66 Jahre.
  • Mehr als zwei Drittel der stationär aufgenommenen Patientinnen und Patienten weist kardiovaskuläre und / oder cerebrovaskuläre Risikofaktoren auf.
  • 25,6 Prozent aller COVID-19-Patientinnen und -Patienten im Krankenhaus werden intensivbehandlungspflichtig, die übrigen werden auf der so genannten „Normalstation“ behandelt.
  • Bei einem Drittel der Patienten auf Normalstation und bei mehr als zwei Drittel der Intensivpflichtigen kommt es im Verlauf des Krankenhausaufenthaltes zu Kompli­kationen wie Pneumonie, Atemnot oder Nierenversagen.
  • Der Krankenhausaufenthalt beträgt auf einer Normalstation durchschnittlich 10 Tage, auf einer Intensivstation mehr als 20 Tage.
  • Rund 17 Prozent der COVID-19-Patientinnen und -Patienten versterben während des Krankenhausaufenthaltes, überwiegend ist respiratorisches Versagen die Ursache.
  • Wird während des stationären Aufenthaltes eine intensivmedizinische Behandlung notwendig, so ist die Sterblichkeit bei 36 Prozent. Für Patienten, die eine maschinelle Beatmung benötigen, beträgt die Sterblichkeit mehr als 50 Prozent.

Für Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtenthäler zeigen die Ergebnisse des Registers sehr deutlich die Gefahren auf, die von einer COVID-19-Infektion speziell für ältere Menschen ausgehen. „Es war und ist es absolut richtig, den Fokus bei den Impfungen zunächst auf die Personengruppe der über 80-Jährigen, insbesondere auch in den Alten- und Pflegeheimen, zu richten“, betonte die Ministerin.

Dr. Gitt verwies nochmals auf den z.T. schweren Krankheitsverlauf der stationär zu behandelnden COVID-Patienten: „Auch, wenn vorwiegend ältere Patienten mit Vorerkrankungen stationär aufgenommen werden müssen, so gibt es auch bei jüngeren Patienten schwere und zum Teil tödliche Krankheitsverläufe. Bis heute gibt es keine spezifische Therapie gegen die COVID-19-Infektion. Daher sind alle Strategien zur Vermeidung der COVID-19-Infektionen so ausgesprochen wichtig. Die vom Register attestierte, hohe Belastung der Krankenhäuser zum Jahreswechsel zeige auch, wie unbedingt notwendig der Shutdown zur Stabilisierung der Situation in den Krankenhäusern gewesen sei. „Die Anfang November 2020 von uns anhand der Daten der Register getroffene Prognose der steigenden Zahlen stationärer Patienten durch die Zunahme der Neuinfektionen ist leider in den Monaten Dezember und Januar eingetreten und hat die Krankenhäuser in einigen Regionen an die Grenzen ihrer Versorgungkapazitäten gebracht“ berichtete Gitt.

„Auch in der angespannten Phase ist die Versorgung in den Krankenhäusern nicht zuletzt durch die gute Zusammenarbeit der Kliniken in den regionalen Versorgungsnetzen immer gewährleistet gewesen. Trotzdem bin ich natürlich sehr froh, dass die Zahl der stationären COVID-Patientinnen und -Patienten in den letzten Tagen zurückgegangen ist und sich die Situation in den Krankenhäusern aktuell entspannt hat“, betonte die Ministerin.

Kategorien
Top-Themen

152 neue Fachkräfte im Handwerk – Winterprüfungen erfolgreich abgeschlossen

Prüm/Wittlich, 24.02.2021 – Insgesamt 152 neue Fachkräfte (14 Gesellinnen und 138 Gesellen) in elf verschiedenen Handwerksberufen konnten erfolgreich ihre Prüfungen in den vergangenen drei Monaten ablegen. Die Kreishandwerkerschaft (KH) Mosel-Eifel-Hunsrück-Region (MEHR) und ihre angeschlossenen Innungen und Gesellenprüfungsausschüsse freuen sich über die neuen Gesellinnen und Gesellen. „Eine schwierige Situation, während des Lockdowns die Prüfungen zu meistern. Für die Prüflinge selbst wie für die Verantwortlichen der Prüfungsausschüsse. Desto mehr sind wir stolz auf die junge Generation im Handwerk und wünschen ihr viel Erfolg für die berufliche Zukunft“, so Geschäftsführer Dirk Kleis von der KH MEHR.

Simone Assmann, verantwortlich für den Bereich Ausbildungs- und Prüfungswesen bei der KH und für die Betreuung der Gesellenprüfungsausschüsse der Innungen: „Ein ganz besonderes Dankeschön geht an alle, die den beruflichen Abschluss überhaupt erst möglich machen: Die Mitglieder in den Prüfungsausschüssen. Alle Prüferinnen und Prüfer leisten zweimal im Jahr nebenberuflich im Ehrenamt großartige Arbeit. Wir würden uns wünschen, dass noch mehr Betriebe diese Arbeit unterstützen, sprich alle ausbildenden Betriebe im Prüfungsausschuss mitarbeiten. Ob persönlich als Arbeitgebervertreter oder durch Freistellung und Entsendung von sach- und fachkundigen Gesellen und Meistern als Arbeitnehmervertreter.“

Dass es zu keinen zeitlichen Verschiebungen bei den Prüfungen kam, anders als in so manchen Bereichen der Gesellschaft, darüber ist auch Dirk Kleis froh. Alle jungen Handwerker konnten ihre Prüfungen ablegen und beziehen damit nun auch Gesellengehalt. „Es hätte für alle Beteiligten große Folgen, wenn die Prüfungen nicht fristgerecht erfolgen würden. Daher haben wir alle nötigen Hygienestandards umgesetzt, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten“, berichtet Kleis. Der Vorsitzende Kreishandwerksmeister Raimund Licht weiß: „Mit dem Gesellenbrief steht jedem die Welt offen. Die duale Ausbildung, wie wir sie in Deutschland haben, wird überall geschätzt. Aber natürlich wünschen wir uns, dass ein Großteil die Meisterschule besuchen und verantwortliche Positionen in den Betrieben übernehmen wird. Es stehen in den nächsten zehn bis 20 Jahren zahlreiche Unternehmen zur Betriebsnachfolge an. Auch dafür ist der Gesellenbrief der erste Schritt.“

 Folgende Gewerke haben Fachkräfteverstärkung:

26 Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

(Innung Sanitär-Heizung-Klimatechnik Bernkastel-Wittlich und Sanitär und Heizungs- und Klimatechnik-Innung Westeifel)

1 Bäcker (Bäcker-Innung MEHR)
3 Fachverkäufer/-in im Lebensmittelhandwerk – Schwerpunkt Bäckerei (Bäcker-Innung MEHR)

21 Elektroniker/-in für Energie- und Gebäudetechnik

(Elektroinnung Westeifel und Innung für Elektro- und Gebäudesystemtechnik Bernkastel-Wittlich)

52 Kfz-Mechatroniker für Personenkraftwagentechnik und
12 Kfz-Mechatroniker für Nutzfahrzeugtechnik

(Kfz-Innung Bernkastel-Wittlich-Bitburg und Kfz-Innung Daun-Prüm)

4 Maler- und Lackierer Fachrichtung Gestaltung und Instandhaltung

(Maler- und Lackierer-Innung Westeifel)

1 Hochbaufacharbeiter und 4 Maurer (Baugewerbe-Innung MEHR)
17 Metallbauer für Konstruktionstechnik

(Metall-Innung Westeifel und Metallbauer und Feinwerkmechaniker-Innung Bernkastel-Wittlich)

6 Tischler (Schreiner-Innung Westeifel)
5 Zimmerer (Holzbau- und Zimmerer-Innung Westeifel)