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Mayen-liefert: Onlineportal auch im Teil-Lockdown beliebt!

Mayen, 18.11.2020 – Im Frühjahr wurde die Internetplattform mayen-liefert.de ins Leben gerufen: Alle Mayener Gewerbetreibende konnten dort kostenlos ihre Abhol- und Lieferdienste bzw. sofern sie noch öffnen durften, ihre Öffnungszeiten eintragen.

Auch im Teil-Lockdown ist das von der Stadtverwaltung Mayen beauftragte und der Mayener Firma Marzi InterMedia kurzfristig umgesetzte Onlineportal beliebt: Bisher gab es knapp 20.000 Sitzungen bei rund 14.000 verschiedenen Nutzern.

„Alle Mayener Bürgerinnen und Bürger bitte ich herzlich, von den dortigen Angeboten Gebrauch zu machen, bestellen Sie lokal, kaufen Sie vor Ort“, ruft Oberbürgermeister Dirk Meid auf.  „Nur so kann es uns gelingen, dass unsere Stadt auch nach der Pandemie noch liebens- und lebenswert bleibt.“ Mehr Infos unter https://www.mayen-liefert.de

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Geflügel vor Geflügelpest schützen – Kreisveterinäramt bittet Geflügelhalter um Vorsorge

Region/Kreis MYK, 18.11.2020 – Mit den Zugvögeln und deren Vogelzug steigt das Infektionsrisiko von Wildvögeln mit dem Geflügelpestvirus. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) weist auf die damit steigende Wahrscheinlichkeit einer Einschleppung nach Deutschland hin und stuft das Risiko hierfür als sehr hoch ein. Das Veterinäramt der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz bittet die Geflügelhalter Vorsorge zu betreiben und ihre Bestände zu schützen und zu beobachten. „Alle Hühnerhalter, die ihre Tierhaltung noch nicht bei uns gemeldet haben, bitten wir, dies schnellstmöglich nachzuholen“, sagt Thomas Brunnhübner, Referatsleiter des Veterinärdienstes.

Die klassische Geflügelpest (Aviäre Influenza) ist eine schwerwiegend verlaufende Viruserkrankung bei Vögeln, die schnell epidemische Ausmaße annehmen und damit Tierverluste und große wirtschaftliche Schäden zur Folge haben kann. Eine Übertragung auf den Menschen ist theoretisch möglich. Die Wahrscheinlichkeit hierfür wird aber als gering eingestuft. Erkrankungen beim Menschen wurden noch nicht nachgewiesen. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) weist darauf hin, dass tote Tiere dennoch und um eine mögliche Verschleppung des Erregers zu verhindern, nicht angefasst werden sollen.

Untersuchungen des FLI zufolge wurde der Nachweis des Geflügelpestvirus Ende Oktober sowohl in mehreren Wild- als auch Wasservögeln in deutschen Küstenregionen bestätigt. Anfang des Monats wurde das Auftreten des Geflügelpestvirus erstmal in einer deutschen Nutzgeflügelhaltung, nachgewiesen. In den Niederlanden wurden zahlreiche Nachweise des Virus in Wildgeflügel und kürzlich auch zwei Ausbrüche in Nutzgeflügelbeständen bekannt. Das Vereinigte Königreich meldet einen Geflügelpestausbruch in einem Nutzgeflügelbestand.

Für das Land Schleswig-Holstein besteht bereits seit Anfang November eine Stallpflicht für Geflügel. Sofern eine weitere Ausbreitung des Virus vor allem im Wildvogelbereich erfolgt, kann eine Aufstallung von Freilandgeflügel zur Verhinderung der  Viruseinschleppung auch in Rheinland-Pfalz und im Kreis Mayen-Koblenz angeordnet werden.

Die in den kommenden Wochen zu erwartende hohe Dichte der Vogelpopulationen in Rastgebieten, die durch Kälteeinbrüche noch beschleunigt wird, begünstigt die Virusübertragung und Ausbreitung. Das Risiko einer weiteren Ausbreitung des Geflügelpestvirus durch Wildvögel in Deutschland und der damit verbundenen Gefahr für weitere Einträge in deutsche Nutzgeflügelhaltungen durch direkten und indirekten Kontakt zu Wildvögeln wird weiterhin als hoch eingestuft. Aus diesem Grund hat der Schutz der Nutzgeflügelbestände vor einem weiteren Eintrag und einer möglichen weiteren Verbreitung der Geflügelpestinfektionen oberste Priorität.

Ansprechpartner bei der Kreisverwaltung sind Thomas Brunnhübner, Tel. 0261/108-458, E-Mail: thomas.brunnhuebner@kvmyk.de oder Dr. Dr. Katharina Jurczyk, Tel. 0261/108-705, E-Mail: katharina.jurczyk@kvmyk.de

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„Brucker to Go“ Kaller Möbelhaus-Restaurant reagiert auf Lockdown-Schließung

Kall, 18.11.2020 – Auch das Restaurant Brucker im gleichnamigen Kaller Möbelhaus ist von der bundesweiten Schließungsverfügung für Gaststätten und Restaurants wegen Corona-Lockdown betroffen. Seit Montag, 2. November, ist der Verzehr im Restaurant bis auf weiteres untersagt.

Kunden brauchen dennoch nicht auf das leckere Essen und Trinken aus dem nachgefragten Möbelhaus-Restaurant zu verzichten. Seit Neuestem gibt es „Brucker TO GO“. Montags bis freitags ab 10 Uhr können Kunden unter der Rufnummer (0 24 41) 88 41 13 Essen und Getränke vorbestellen. Abgeholt werden können die Gerichte und Getränke  zwischen 11 und 16 Uhr.

Die Küche im Restaurant Brucker hat für den TO-GO-Service eine spezielle Speisekarte zusammengestellt, die unter anderem auch ein großes Angebot an Burgern beinhaltet. Ebenso werden vegetarische Gerichte serviert.

Keiner muss darben

Nicht verzichten müssen Kunden auf Currywurst und Pommes, Backfisch und Wiener Schnitzel mit diversen hausgemachten Saucen nach Wahl, Rindergulasch, Sauerbraten, Linguine mit saisonalem Gemüse in Tomatensauce oder aber auf Garnelen und Spinat in Sahne-Dill-Sauce.

Auch in Corona-Zeiten muss keiner darben: Käsespätzle mit Röstzwiebeln und Salat sind ebenso bei „Brucker to Go“ im Angebot wie diverse gemischte Salatteller, Cappuccino, Café Créma, Heiße Schokolade oder Tee mit und ohne Schuss.

Der Abholservice erfolgt durch den Hintereingang des Restaurants an der ausgeschilderten Umfahrung des Haupthauses von „Möbel Brucker“. Eine Anfahrtsskizze sowie das komplette TO-GO-Angebot ist auch im Internet einzusehen.

https://moebel-brucker.de/restaurant-brucker

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Digitales Bewerbungs-verfahren in Corona-Zeiten

Region/Kreis MYK – Die zahlreichen Quarantänen und Kontaktverbote an Schulen haben sich auch auf das Einstellungsverfahren für die zukünftigen Auszubildenden bei der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz ausgewirkt. „Da für einige Bewerber Quarantäne bestand oder auch zahlreiche Klausuren vor Beginn der Herbstferien anstanden, konnte der erste Teil des Bewerbungsverfahrens nicht wie gewohnt vor Ort im Kreishaus stattfinden.

Deshalb haben wir uns kurzerhand dazu entschlossen, diesen in abgewandelter Form online anzubieten“, erklärt Peter Klöckner, Ausbildungsbeauftragter der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz. In einem vorgegebenen Zeitraum konnten die Bewerber den Test so flexibel von zu Hause absolvieren. Bei der nun anstehenden zweiten Stufe des Bewerbungsverfahrens steht der persönliche Eindruck im Vordergrund. „Deshalb hoffen wir, dass wir die Bewerber unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregelungen – wie geplant – zum persönlichen Gespräch in der Kreisverwaltung begrüßen dürfen“, sagt Klöckner.

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Online-Vortrag: Wie Eltern zum Dreamteam werden

Düren, 18.11.2020 – Wie werden Eltern ein Dreamteam? Diese Frage will der Diplom-Sozialpädagoge sowie Paar- und Familientherapeut Achim Schad am Donnerstag, 26. November, im Rahmen einer Online-Veranstaltung des Kreises Düren beantworten. Im Rahmen der Reihe „Wir. Gemeinsam. Familie im Gespräch“ des Amtes für Demografie, Kinder, Jugend, Familie und Senioren rückt Achim Schad die Bedeutung der Kooperation von Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder in den Fokus.

Seine Annahme lautet, dass Frauen und Männer in Fragen der Kindererziehung oft unterschiedlich denken und handeln. Darüber hinaus nehmen Mutter und Vater verschiedene Rollen bei der Erziehung ihrer Kinder ein. Über diese Quellen von Konflikten und Erziehungsschwierigkeit spricht der Buchautor aus Wuppertal zwischen 19 und 21 Uhr. Dabei zeigt er seinen Zuhörern Möglichkeiten auf, mit den Unterschieden umzugehen, Gemeinsamkeiten zu entwickeln und als Elternteam effektiv zu sein.

Die Teilnahme an dem kostenlosen Vortrag ist nur nach Anmeldung möglich. Diese ist per E-Mail an amt51@kreis-dueren.de oder per Telefon (02421/22-1051258 oder 22-1051416) möglich. Nach der Anmeldung erhalten die Interessenten eine Kurzanleitung und die Einwahldaten zum Online-Raum. Die Teilnehmer, die den Vortrag mittels PC, Laptop oder Handy verfolgen können, sind bei der Veranstaltung nicht zu sehen und zu hören. Sie haben jedoch die Möglichkeit, sich über den Chat einzubringen.

Wer sich für familiäre Themen interessiert, der sollte sich den Dienstag, 2. Februar 2021, vormerken. An diesem Tag spricht Birgit Geske, Diplom-Psychologin und systemische Familientherapeutin im Psychologischen Beratungszentrum der Evangelischen Gemeinde zu Düren, von 19 bis 21 Uhr in ihrem Online-Vortrag über Kleinkinder und übermäßige Handynutzung der Eltern. Unter der Überschrift „Immer eine gute (Ver-)Bindung“ erläutert sie, wie Eltern trotz der Nutzung von digitalen Medien eine gute Bindung zu ihrem Kind aufbauen können.

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Der Tag zur beruflichen Orientierung am Berufskolleg Eifel in Kall findet Corona-bedingt nicht statt

Kall, 18.11.2020 – „Wir alle bedauern sehr, dass der diesjährige Aktionstag am Berufskolleg Eifel nicht wie gewohnt stattfinden kann“, betont Schulleiter Holger Mohr. Das bewährte Format mit Mitmachaktionen und einer Vielzahl an direkten persönlichen Kontakten muss unter den derzeitigen Pandemie-Bedingungen abgesagt werden.

Der Tag zur beruflichen Orientierung im November ist mittlerweile eine beliebte Tradition und fester Bestandteil im Jahresterminplan der Schulen der Region. Beim Aktionstag bietet sich den Schülern die Möglichkeit, für den Anschluss an den anstehenden Schulabschluss neue Perspektiven zu erkunden. Dazu konnten sie Fachleute aus der Praxis direkt ansprechen, die Informationen aus erster Hand zu Berufen und zu Wegen in Ausbildung oder Studium lieferten.

Alle Beteiligten hoffen sehr, dass es im nächsten Jahr wieder einen Aktionstag in gewohnter Form geben kann. Mit vollem Elan werden schon jetzt Überlegungen angestellt, wie der nächste Aktionstag passgenau auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Schüler zugeschnitten werden kann. „Wir arbeiten an neuen Konzepten und nutzen die Zeit, um den Tag noch attraktiver zu gestalten“, sagt Holger Mohr.

Das schulische Angebot am Berufskolleg Eifel ist mit den Bereichen Wirtschaft, Tourismus und Verwaltung, Gesundheitsmanagement sowie Ernährungs- und Versorgungsmanagement ausgesprochen vielfältig. Auch weiterführende Schulabschlüsse können erworben werden – vom Hauptschulabschluss über die Fachoberschulreife zu Fachhochschulreife und allgemeinbildendem Abitur bis hin zum staatlichen Abschluss für Betriebswirte. „Wir empfehlen: Vereinbaren Sie einen persönlichen Termin und lassen Sie sich frühzeitig über Ihre Möglichkeiten an unserer Schule beraten“, so der Schulleiter.

Alle Informationen zum aktuellen Bildungsangebot des Berufskollegs Eifel und zur Vereinbarung eines individuellen Beratungstermins sind auf der Internetseite www.bkeifel.de zu finden. Der nächste allgemeine Beratungs- und Anmeldetag folgt am 30. Januar 2021.

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Gedenken zum Volkstrauertag in Mayen

Mayen, 18.11.2020 – Die Gedenkstunde zum Volkstrauertag hat in Mayen eine lange Tradition: Jedes Jahr versammeln sich Mayener Bürgerinnen und Bürger auf Einladung des Oberbürgermeisters zum gemeinsamen Gedenken an die Toten vor dem Hochkreuz auf dem städtischen Friedhof.

In diesem Jahr war dies jedoch aufgrund der 12. Corona-Bekämpfungsverordnung leider nicht möglich. Doch auch wenn das Gedenken nicht im großen Rahmen stattfinden kann, so ist dieser Anlass doch ein wichtiger Moment des Innehaltens. Diesem sollte auch in Zeiten einer Pandemie Rechnung getragen werden.

Den Verstorbenen zu Ehren wurden am 15. November in engstem Kreis durch Oberbürgermeister Meid und Oberst Mosblech, stellvertretender Kommandeur und Chef des Stabes, die Kränze niedergelegt. Auch der VdK Ortsverein Mayen spendete wie jedes Jahr einen Kranz.

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Volkstrauertag Kall im kleinsten Rahmen – Bürgermeister Hermann-Josef Esser appelliert an „seine“ Bürger

Kall-Steinfeld, 18.11.2020 – Pandemiebedingt fanden die jährlichen Zeremonien der Gemeinde Kall zum Volkstrauertag auf dem Soldatenfriedhof Steinfeld sowie im Kaller Kernort in weit kleinerem Rahmen statt. Auch der aktuelle Bezug der Volkstrauer hatte diesmal einen geweiteten aktuellen Bezug. Und zwar nicht nur Covid 19, sondern auch die zunehmende Radikalisierung der Gesellschaft.

Bürgermeister Hermann-Josef Esser in Steinfeld: „Mit Entsetzen müssen wir feststellen, dass es auch im Deutschland des Jahres 2020 Bestrebungen gibt, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit wieder in die Mitte der Gesellschaft zu tragen.“

Esser schlug einen Bogen zurück vor den Ersten Weltkrieg, ins Kaiserreich, das auch nicht frei war von kolonialistischer, rassistischer und antisemitischer Ideologie. Auch das gelte es zu betrauern am Volkstrauertag, fand der Bürgermeister sinngemäß und zitierte aus dem frisch erschienenen fünfbändigen Werk „Gedenkbuch für Soldaten aus der Gemeinde Kall/Eifel im ersten Weltkrieg 1914 – 1918“ von Andreas Züll.

Danach resümierte Esser: „Wir sehen, dass selbst in Zeiten größter Not und gemeinsam ertragenen Leides nicht das Gemeinsame, das Einende überwog, sondern das Trennende aus Intoleranz, Ausgrenzung und Rassismus.“

„Opfer ohne jeden Sinn“

Er verglich die Belastungen der Menschen heute angesichts der weltweiten Covid-19-Pandemie mit Kriegszeiten und erklärte: „Unsere Belastung heute relativiert sich im Vergleich zu den Entbehrungen und dem unsäglichen Leid der Menschen in den Weltkriegen und in den Zeiten danach.“

Esser weiter: „Im Gegensatz zu heute waren die Entbehrungen in den Kriegen aber ohne jeden Sinn: Kriege kennen nur Verlierer. Auch auf Seiten der »Siegermächte« waren Millionen von Toten und Verwundeten zu beklagen, auch dort waren die Menschen geplagt von Hunger, wirtschaftlicher Not und politischer Instabilität.“

Esser und Pater Wieslaw Kaczor SDS, der Pfarrer von St. Pontentinus und Leiter der GdG Kall-Steinfeld, vollzogen auf dem Soldatenfriedhof Steinfeld stellvertretend für alle Menschen in der Gemeinde die traditionellen zeremoniellen Handlungen zum Volkstrauertag. Unterstützt wurden die beiden von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Kall, an der Spitze Wehrleiter Harald Heinen, und zwei Messdienern.

Für gemeinsame Werte eintreten

Ebenfalls mit von der Partie waren Roman Hövel, der neue Ortsvorsteher von Wahlen und Steinfeld, sowie der Steinfelder Autor Andreas Züll. Pater Wieslaw Kaczor betete um Frieden in der Welt, bevor er das große Kreuz und die umliegenden Kreuze und die Anwesenden segnete.

Auf der Kriegsgräberstätte am Kloster Steinfeld sind 633 Kriegstote bestattet worden. Am Eingang steht eine Stele, in der ein Buch ihre Namen enthält. Bürgermeister Hermann-Josef Esser bittet alle Bürger seiner Gemeinde, die Mahnung dieser und aller Opfer von Krieg, Terror und Gewalt ernst zu nehmen.

Er appellierte am Volkstrauertag an die Bürger: „Bleiben Sie weltoffen und tolerant und treten Sie aktiv für unsere gemeinsamen Werte einer demokratischen und humanen Gesellschaft ein!“ Esser wünscht sich, dass die Covid-Krise bis Herbst nächsten Jahres überwunden ist und man sich wieder auf bewährte Weise im großen Kreis zum Volkstrauertag treffen kann.

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Gemeinde-schwestern plus beraten auch in Corona-Zeiten

Ahrweiler, 18.11.2020 – Auch in Corona-Zeiten stehen die Gemeindeschwestern plus Seniorinnen und Senioren über 80 Jahre für Fragen und Beratungsgespräche zur Verfügung. Allerdings sind zurzeit aufgrund der geltenden Kontaktbeschränkungen und der dynamischen Entwicklung des Infektionsgeschehens Hausbesuche, Sprechstunden und Informationsveranstaltungen bis auf weiteres nicht möglich. Hierauf weist die Kreisverwaltung hin.

Dennoch sind die Gemeindeschwestern plus auch in diesen schwierigen Zeiten für ihre Klienten da. So können über Telefonate oder per Mail weiterhin Beratungen erfolgen und Kontakte aufrechterhalten werden. Je nach Wetterlage sind auch Beratungsgespräche am Fenster oder im Rahmen von gemeinsamen Spaziergängen möglich. Bei Bewegung an der frischen Luft ist so ein erstes Kennenlernen möglich und verschafft Ablenkung vom Alltag unter Corona-Bedingungen. Gleichzeitig kann damit einer drohenden Vereinsamung entgegengewirkt werden.

Die Gemeindeschwestern plus beraten Menschen über 80 Jahre, die noch nicht pflegebedürftig sind, aber doch hier und da merken, dass sie nicht mehr alles problemlos alleine meistern können. Die Gemeindeschwestern plus kennen Möglichkeiten, die den Alltag erleichtern und die Gesundheit stärken können. Die Beratung ist kostenlos und unverbindlich und erfolgt auf Wunsch auch zu Hause.

Das Projekt Gemeindeschwester plus wird vom Landesministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, den gesetzlichen Krankenkassen und dem Kreis Ahrweiler gefördert. Weitere Informationen und Kontaktdaten unter www.kreis-ahrweiler.de > Bürgerservice > Soziales > Gemeindeschwester plus.

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Aktion zauberte Licht ins Dorf – Ortsvorsteher von Weyer und Urfey, zog als St.-Martin von Haus zu Haus

Weyer, 17.11.2020 – „In den Wochen vorher war es ein ständiges Hin und Her – können St.-Martinszüge stattfinden oder doch nicht…?“, so Björn Wassong, Ortsvorsteher von Weyer und Urfey. Dann kam die offizielle Lockdown-Absage der St.-Martins-Züge im Land. Der guten Taten des Samariters hoch zu Pferd durfte diesmal nicht im Tross gemeinschaftlich gehuldigt werden.

Björn Wassong schwor sich und „seinen“ Dörfern: „Nein, so ganz ohne St.-Martin will ich die Kinder nicht sitzen lassen.“ Und gab ein Schreiben an alle Haushalte, doch bitte gerade im Corona-Jahr ein „Licht der Hoffnung“ zu geben und Laternen am Martinsabend in die Fenster zu stellen.

Der Brief flatterte auch in den Briefkasten der örtlichen AWO-Kita. Deren Leitern, Judith Offermann, nahm den Ball auf und war begeistert von der „tollen Idee“. Die Kita-Kinder bastelten mit ihren Erzieherinnen was das die Utensilien hergaben. Sie kreierten bunte Laternen und sammelten und beklebten mit Transparentpapier genauso emsig Marmeladen- und Einweckgläser.

Nicht allein nur für sich, sondern sie verschenkten sie von Herzen auch an Omas, Nachbarn und Tanten, damit sie auch etwas hatten, um an diesem besonderen Abend Licht in ihr Fenster stellen zu können. Damit verknüpft ein segensreicher Wunsch. „Wir bringen Licht in Euer Haus, wir wünschen Glück, tagein tagaus.“

„Das Dorf war am Martinsabend vom Kerzenschein hell erleuchtet. Das war mega und hat mich sehr beeindruckt“, erzählt Wassong von seine Eindrücken des Rundgangs. Er hatte sich natürlich ganz besonders in Schale geworfen.

Bekannt wie bunter Hund

„Ich habe mir das St.-Martinskostüm vom Vereinskartell übergezogen“, berichtet er. Im Corona-Jahr kam noch eine  Mund-und-Nasenmaske hinzu. Auch seine Brille hat er ausgezogen und durch Kontaktlinsen ersetzt. Alles verbunden mit der Hoffnung unerkannt zu bleiben, schließlich ist er als Ortsvorsteher bekannt wie ein bunter Hund. „Sonst erkennt mich ja jedes Kind“, sagt er und lacht.

Auf jeden Fall habe er im St-Martinsmantel mehr geschwitzt als im Karnevalskostüm, so der bekennende Karnevalist und als „Ne Jeck im Rähn“ bekannte Büttenredner.

Bei seinem dreistündigen Rundgang verteilte er mit viel Liebe zum Details das passende Gebäckstück: „An jede Türklinke, wo ein Kind von null bis 14 Jahren wohnt, habe ich einen Martinswecken drangehangen.“ Rund 100 Türklinken kamen zusammen. Dazu gab es für jedes Mädchen und jeden Jungen ein buntes Gläschen mit einem Anhänger dran, auf dem die Geschichte zum Heiligen Martin zu lesen war.

Da sieht man auch, was Corona auch Gutes hervorbringt. „Hätte ich mir nie träumen lassen, mal als St. Martin durch unser Dorf zu ziehen“, ist  der Ortsvorsteher glücklich nach der Aktion. Er sei natürlich auch gefragt, worden, wo denn sein Pferd sei. Da er auch in jungen Jahren das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde gesucht hatte und nicht gänzlich unerfahren im Sattel ist, sagte er leichthin: „Nächstes Jahr bringe ich eins mit.“

Normalerweise habe man die Mittel, um die Wecken zu finanzieren, durch Erlöse aus Veranstaltungen im Dorf gestemmt. Ohne zu Zögern sei im Corona-Jahr die ortsansässige Konditorei „M+M Arns“ eingesprungen und habe die Wecken für die Kinder gesponsert und gestiftet.

Wassong: „An solchen Aktionen merkt man in der schwierigen Pandemie-Zeit nochmal ganz besonders, wie das Dorf zusammenhält und zusammensteht.“