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Mechernich: Früheres Bergwerks-Gelände darf zurzeit nicht betreten werden

Mechernich – Nach Starkregen Betretungsverbot für Mechernicher Bergschadensgebiet. Nachdem es im Bergschadensgebiet Mechernich nach den Starkregegenfällen der vergangenen Wochen zu Absenkungen unter anderem an früheren Luftschächten gekommen war, gab die Stadtverwaltung am gestrigen Samstagmittag einen Warnhinweis heraus, wonach das frühere Bergwerksgelände zurzeit nicht betreten werden darf. Es ist ein beliebtes Spazier- und Wanderterrain.

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick erlies für den Bereich ein absolutes Betretungsverbot. Das betroffene Gebiet liegt zwischen Mechernich und den Ortschaften Strempt, Bergheim, Lorbach, Kallmuth und Kalenberg.

Erster Beigeordneter Thomas Hambach betonte, dass keine Ortslagen gefährdet seien. Weil immer wieder in sogenannten sozialen Medien Falschmeldungen auftauchen und Panik geschürt werde, sei es laut Aussage des Kreises wegen des Bergschadensgebietes zu einer zeitweisen Überlastung der Notrufnummer 112 gekommen.

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Unwetter Bernd: Landkreis Vulkaneifel wieder mit Strom versorgt

Saffig/Vulkaneifel – Verteilnetzbetreiber Westnetz stellt Stromversorgung in betroffenen Ortschaften wieder her. Die Reparaturarbeiten dauern noch an. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Westnetz arbeiten seit vergangenem Mittwoch mit Hochdruck an der Wiederversorgung in den Katastrophengebieten. Nun konnte Westnetz im Landkreis Vulkaneifel die Stromversorgung der vom Unwetter betroffenen Ortsgemeinden komplett wieder herstellen und die Ortsnetzstationen in Betrieb nehmen.

Besondere Schäden richtete das Unwetter in den Ortschaften entlang der Kyll an. Bereits am Donnerstag stellte Westnetz die sichere Stromversorgung in den Orten der Verbandsgemeinden Daun und Kelberg wieder her und heute letztendlich auch die Versorgung der Ortsgemeinden in der Verbandsgemeinde Gerolstein. Alle Stationen des Verteilnetzbetreibers sind somit wieder in Betrieb, so dass darüber die Hausanschlüsse versorgt werden können.

An einigen Stromanlagen kam es durch die Überschwemmungen zu größeren Schäden, die Westnetz in den kommenden Tagen und Wochen reparieren wird. „Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind seit Mittwoch rund um die Uhr im Einsatz. Das Unwetter hat uns vor große Herausforderungen gestellt. Wir sind froh, dass wir nun alle Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Vulkaneifel wieder mit Strom versorgen können. Die Beseitigung von Schäden im Netz wird leider noch eine Weile in Anspruch nehmen“, erläutert Michael Dötsch, Leiter des Regionalzentrums Rauschermühle.

Wo Anlagen nach ablaufendem Wasser wieder betreten werden konnten, waren vor einer Zuschaltung Vorbereitungen nötig. Die Anlagen mussten auf Schäden kontrolliert, die technischen Betriebsmittel gereinigt oder auch getrocknet und auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft werden. Wo nötig, mussten Anlagenteile repariert oder ersetzt werden. Diese Vorbereitungen waren zwingend für eine zuverlässige Wiederversorgung und Voraussetzung für sicheres Arbeiten in elektrischen Anlagen nötig.

Zudem müssen Feuerwehren ihre Freigabe zur Zuschaltung erteilen, wenn beispielsweise der Keller leergepumpt werden muss. Daher kann es auch jetzt noch nach Ablaufen des Wassers einige Zeit dauern, bis der Strom in einem Wohnhaus wieder zugeschaltet werden kann.

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Bischof Ackermann trifft vom Unwetter Betroffene und Einsatzkräfte an der Ahr

Trier/Bad Neuenahr-Ahrweiler/Remagen/Schuld – Neben den Kreisen Trier-Saarburg und Bitburg-Prüm ist besonders die Region an der Ahr von der Unwetter-Katastrophe betroffen. Bischof Stephan Ackermann ist am gestrigen Freitag, 16. Juli in Bad Neuenahr-Ahrweiler, Schuld und Remagen gewesen, um mit Betroffenen und Einsatzkräften zu sprechen und sich ein Bild von der Situation zu machen.

Welches Bild hat sich Ihnen geboten, als Sie das Ahrtal erreicht haben?

Der Anblick ist erschütternd. Ich habe ja selbst in der Gegend gewohnt und kenne sie gut. Es ist entsetzlich, das Ausmaß der Zerstörung zu sehen: Ich habe teilweise völlig zerstörte Häuser gesehen, in denen kein Stein mehr auf dem anderen steht; zerstörte oder völlig verschlammte Straßen; Autos, die hochkant oder gegeneinander aufgeschichtet in den Vorgärten stehen. In der Piuskirche in Bad Neuenahr hat das Wasser die Türen eingedrückt und ein Auto bis in die Kirche geschwemmt. Es ist verheerend.

Mit wem konnten Sie sprechen, was haben die Menschen berichtet?

In Bad Neuenahr-Ahrweiler habe ich mich mit dem Pastoralteam um Pfarrer Jörg Meyrer und Ehrenamtlichen getroffen. Sie haben den Arbeitskreis „Kirche hilft“ gegründet. In Schuld war ich mit Pfarrer Rainer Justen unterwegs, habe mit Betroffenen gesprochen und mit Einsatzkräften von der Feuerwehr oder vom DRK. Dort ist die Kirche St. Gertrudis, die erhöht liegt, als Anlauf- und Verpflegungsstelle und Kleiderlager eingerichtet. Und in Remagen ist die Rheinhalle Notunterkunft, auch da war ich.

Ich habe mit einer jungen Frau gesprochen, deren Haus verwüstet wurde, die aber weiter fürs DRK im Einsatz ist. Sie hat nur noch ihre Einsatzkleidung. Ein Ehepaar hat erzählt, dass sie wissen, dass ihre Kinder in der Nähe in Sicherheit sind. Sie bekommen aber bisher so gut wie keinen Kontakt. Ein anderes Ehepaar ist nach der Rettung getrennt worden und hat noch nicht wieder zusammengefunden. Leute haben mir erzählt, dass sie gerade mit der Renovierung ihres Hauses fertig waren: Jetzt ist alles zerstört. Die neue Schützenhalle in Schuld hängt in Trümmern an einem Brückenpfeiler.

Ein großes Problem ist, dass die Kommunikation immer noch erschwert ist, weil die Telefon- und Mobilfunknetze nicht stabil sind oder der Strom noch nicht wieder da ist. Zu Menschen in Orten wie Dernau oder Mayschoß habe ich noch gar keinen Kontakt bekommen. Und das macht bisher die Koordination der Hilfe schwierig.

Aber die Hilfsbereitschaft ist riesig. Angefangen bei den Einsatzkräften der verschiedenen Dienste bis hin zu Privatleuten, die einfach mit der Schaufel kommen und fragen, wo sie helfen können. Ich glaube, das ist ganz wichtig für die Betroffenen, die natürlich sehr unterschiedlich mit der Situation umgehen: Das reicht vom Pragmatismus und der Haltung, sich nicht unterkriegen zu lassen, über ganz viel Trauer, Schock und Leid.

Warum war es Ihnen wichtig, vor Ort zu sein?

Ich wollte persönlich, aber auch für das ganze Bistum, meine und unsere Solidarität mit den Betroffenen und den Einsatzkräften und Helferinnen und Helfern ausdrücken. Und mir war es wichtig zu hören, welche Hilfe wir als Kirche jetzt geben können, die sich vielleicht vor Ort gerade nicht so gut regeln lässt.

Wie können Sie denn als Bistum jetzt helfen?

Die erste und wichtigste Hilfe ist sicher die tätige Hilfe von ganz vielen unserer Seelsorgerinnen und Seelsorgern und von Mitarbeitenden. Und dann der Einsatz der Notfallseelsorge, die mit vielen Frauen und Männern die Menschen hier begleiten, stützen und trösten. Wir haben zwei Spendenkonten eingerichtet, von Bistum und Diözesan-Caritasverband und von der Stiftung „Menschen in Not“.

Die Situation ist immer noch unübersichtlich. Wo es geht, wollen wir beim Vernetzen helfen. Der für den Visitationsbezirk Koblenz zuständige Weihbischof Jörg Michael Peters trifft sich am Sonntag mit Verantwortlichen aus den betroffenen Dekanaten, um zu hören, was gebraucht wird. Ich denke, dass wir auch im seelsorglichen Bereich helfen können, gerade auch, wenn es um die Trauerarbeit geht oder bei der Bestattung der vielen Toten.

Und dann sind ja auch Kirchen oder kirchliche Häuser beschädigt und zerstört. Da wird es dann um eine Schadenaufnahme gehen, und Dinge müssen auch verwalterisch bearbeitet werden. Das wird sich alles in den nächsten Tagen und Wochen zeigen. Wir als Bistum wollen da sein für die Menschen. Unter t1p.de/hochwasser-hilfe bündeln wir unsere Infos und Angebote.

Das Interview führte Judith Rupp

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Überblick über die aktuelle Lage in der Kupferstadt Stolberg ++ Update 16:30 Uhr ++

Stolberg – Für die Kupferstadt Stolberg wurde bekanntlich der Katastrophenfall ausgerufen. Derzeit besteht auf der gesamten Talachse sowie in Vicht und Zweifall keine Infrastruktur. Wir arbeiten mit Hochdruck an der Wiederherstellung der wichtigsten Infrastruktur wie Strom, Wasser, Essen und medizinischer Versorgung (inkl. Covid 19-Impfungen). Hunderte Einsatzkräfte, heimische wie auswärtige (Feuerwehr, THW, Bundeswehr, DRK, Malteser, Technisches Betriebsamt, Ordnungsamt, Entsorgungsunternehmen, Versorgungsunternehmen), sind derzeit im Einsatz.

Die die wichtigsten Infos in der Übersicht:

– Trinkwasser:
Das Trinkwasser muss bei Nutzung für die Nahrungsmittelzubereitung abgekocht werden. Sollte das nicht möglich sein, gibt es im ganzen Stadtgebiet Frischwasserausgabestationen. Dort können Sie mit selbst mitgebrachten Gefäßen Wasser abholen. Dieses Wasser muss NICHT abgekocht werden.

– Mahlzeiten:
Ab dem Mittag wird die Feuerwehr regelmäßig Mahlzeiten an drei Ausgabepunkten im Stadtgebiet ausgeben. Hier die Übersicht:
Vicht: Rumpenstraße an der Mehrzweckhalle
Zweifall: Frackersberg / Ecke Jägerhausstraße (Restaurant Galmei)
Innenstadt: Kaiserplatz vor dem Rathaus
Das Essen wird in den nächsten Tagen zu folgenden Zeiten ausgegeben:
Frückstück: 09:00 Uhr, Mittag: 13:00 Uhr, Abend: 18:00 Uhr
Zusätzlich werden Nahrungsmittel auch mobil verteilt.

– Stromversorgung:
Wir arbeiten derzeit mit Hochdruck am Wiederaufbau der Stromversorgung. Aktuell können wir hierzu keine gesicherten Aussagen treffen, wann die Versorgung wiederhergestellt werden kann.
Sie können Ihre mobilen Endgeräte an den verfügbaren Fahrzeugen des THW und der Feuerwehr aufladen. Feuerwehr und THW stehen jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung. Das gesamte Überschwemmungsgebiet wird bei Einbruch der Dunkelheit vom THW ausgeleuchtet.

– Müllentsorgung
Im ganzen Stadtgebiet sind bzw. werden Container aufgestellt. Dort können Sie jeglichen Sperrmüll entsorgen. Die Container werden regelmäßig geleert. Darüber hinaus sind Bautrupps unterwegs, um den Müll an der Straße zu entsorgen. (siehe auch „Unterstützung bei Aufräumarbeiten – Straßen verstopft“)

– Mobilfunk
Das Mobilfunknetz steht nach Meldung der Mobilfunkbetreiber im Stadtgebiet mit der Ausnahme Vicht und Zweifall zur Verfügung. In Zweifall besteht nach unserer Kenntnis auf der Klosterstraße Handyempfang. Dieser Bereich wird ebenfalls durch das THW ausgeleuchtet. Endgeräte können an den Beleuchtungswagen des THW aufgeladen werden.

– Medizinische Versorgung
In Vicht steht eine mobile Arztpraxis auf der Rumpenstraße auf dem Parkplatz hinter der Mehrzweckhalle zur Verfügung. Von hier aus besteht ein Pendelverkehr nach Zweifall. Weitere Angebote im Innenstadtbereich sind derzeit in Arbeit.

– Spendenausgabestellen:
Bitte wenden Sie sich wenn möglich an das Bürgertelefon 02402-127 511 83 wenn Sie Unterstützung benötigen bei der Ausräumung Ihrer Wohnung, Kinderbetreuung, Fahrdienste, etc.
Gerne vermitteln wir Ihnen direkte Hilfen.
Die Ausgabe von Spenden erfolgt hier:
Essen / Kleidung:
Firma Rodo Ketten
Birkenfeld 5
Donnerberg

Kleidung:
Jugendheim Münsterbusch
Prämienstraße
Münsterbusch

Essen:
Sporthalle Glashütter Weiher
Schaafberg 2
Münsterbusch

– Unterstützung bei Aufräumarbeiten – Straßen verstopft
Die Hilfsbereitschaft ist unglaublich groß. Im gesamten Stadtgebiet unterstützen sich die Menschen gegenseitig. Auch viele Auswärtige unterstützen tatkräftig. Dafür bedanken wir uns herzlich!
WICHTIG ist aber: Bitte parken Sie so weit wie möglich außerhalb und halten die Straßen frei! Heute haben viele Räumfahrzeuge, Einsatzkräfte und Entsorger große Probleme, die betroffenen Gebiete überhaupt zu erreichen. Ab morgen koordiniert die Polizei entsprechende Sperrungen, so dass Auswärtige weiter außerhalb parken und die betroffenen Gebiete nur fußläufig aufsuchen.

Wir sind auf den sehr beeindruckenden Zusammenhalt in der Bevölkerung angewiesen. Wir arbeiten mit Hochdruck an der Lösung der bestehenden Probleme. Doch ohne die zwischenmenschliche Hilfe würde es nicht funktionieren. Wir befinden uns in einer Katastrophenlage, wie Sie unsere Stadt in den letzten Jahrzehnten noch nicht erlebt hat. Stolberg hält in dieser Situation zusammen! Wir danken Allen!

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Bistum Aachen koordiniert Hilfsmaßnahmen in der Region

Aachen – Offener Brief von Bischof Dr. Helmut Dieser. Enge Zusammenarbeit zwischen Kirchengemeinden, Kommunen und Politik. Das Bistum Aachen koordiniert in den vom Hochwasser betroffenen Katastrophen-Regionen Hilfsmaßnahmen und Möglichkeiten zur Übernachtung für diejenigen, deren Häuser und Wohnungen zerstört sind, vor Ort. „Ich bin in enger Abstimmung mit den Regionalvikaren und wir stehen in einem engen Austausch mit der Politik und den Kommunen vor Ort“, sagt Generalvikar Dr. Andreas Frick am Samstag. Einen Tag zuvor hatte sich Frick in der Pfarrgemeinde St. Kornelius in Kornelimünster einen persönlichen Überblick über die Schäden gemacht.

„Es sind Zerstörungen von unfassbarem Ausmaß“, so betont Frick weiter. Gleichzeitig sei die Hilfsbereitschaft der Menschen untereinander sehr hoch und tatkräftige Unterstützung an vielen Stellen spürbar. „Wir können im Moment noch nicht sagen, wo überall Möglichkeiten zur Übernachtung in kirchlichen Einrichtungen angeboten werden. Allerdings ist klar: Wir agieren schnell, entschlossen und unbürokratisch, um das Leid vieler abzumildern“, sagt der Generalvikar. Auch mit der Oberbürgermeisterin der Stadt Aachen, Sibylle Keupen, und dem Städteregionsrat der Städteregion Aachen, Dr. Tim Grüttemeier, steht das Bistum in enger Abstimmung.
Die Flutkatastrophe hatte die Menschen im Bistum Aachen an vielen Orten mit voller Wucht getroffen. Auch zahlreiche kirchliche Einrichtungen – unter anderem wurde das Bischöfliche St.-Ursula-Gymnasium in Geilenkirchen stark vom Hochwasser getroffen. In Eschweiler musste das St.-Antonius-Krankenhaus mit allen Patienten evakuiert werden. In Kornelimüster standen die Propsteikirche St. Kornelius sowie der Ortskern meterhoch unter Wasser.

In einem offenen Brief wendet sich Bischof Dr. Helmut Dieser an die Menschen im Bistum Aachen. Seine Gedanken gelten außerdem den Menschen in der Region um Ahrweiler, wo der Aachener Bischof lange als Pfarrer im Dienst war sowie allen von der Flutkatastrophe Betroffenen:

„Die schrecklichen Nachrichten über die Naturkatastrophe in unserem Bistum haben mich tief erschüttert. Unvorstellbare Regenmengen haben die Flüsse in eine Zerstörungs- und Todesflutwelle verwandelt, die einem Tsunami gleicht. Immer mehr Todesopfer sind zu beklagen. Viele Menschen haben alles verloren. Die schönen Ortsbilder, die mir sehr vertraut sind, wurden zerstört.

Von Herzen spreche ich allen meine tief empfundene Anteilnahme aus! Das Leid, das viele getroffen hat, die Bilder von Verwüstung und Tod, die wir nun dau­ernd vor Augen haben, die Sprachlosigkeit, das Weinen, die immer neuen Nachrichten, was Schreckliches wem hier und da konkret zugestoßen ist, all das wühlt alle auf, und ich nehme daran aus enger Verbundenheit tiefen Anteil.

Meine Gedanken sind vor allem bei den Menschen, die ihre Angehörigen verloren haben oder vermissen. Ich bete für die Verstorbenen und die Trauernden und für alle, die vor den Ruinen ihrer Existenz stehen.

Gott helfe allen nicht zu verzweifeln, sondern neuen Mut zu fassen, und gebe allen, die so schrecklich aus dem Leben gerissen wurden, ihren Platz in seinem Haus, wo sie für immer geborgen sind.
Im Gebet mit allen verbunden
grüße ich Sie herzlich.
Bischof Dr. Helmut Dieser“ 

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Motorsportler helfen Flutopfern: Spendenaktion #wirfuerdieeifel angelaufen

Region Eifel/Köln – Die schrecklichen Bilder der Unwetterkatastrophe in der Eifel und den angrenzenden Regionen haben in vielen Menschen den Wunsch geweckt, den Betroffenen beizustehen. Auch viele Motorsportler, die die Orte rund um den Nürburgring gut kennen, wollen aktiv werden. Mit der Aktion #WirfuerdieEifel wurde eine Plattform geschaffen, die Rennfahrer, Teams, Fans und alle Freunde der Nürburgring-Region nutzen können, um zu helfen. Lokaler Partner ist der Bürgerfonds der Verbandsgemeinde Adenau, der ein Spendenkonto eingerichtet hat und der vor Ort schnell und unbürokratisch tätig werden kann.

„Jeder von uns hat doch schon einmal in einem der Orte geschlafen, die nun überflutet wurden”, sagt Maro Engel. „Genau diese Menschen dort brauchen jetzt unsere Hilfe.” Innerhalb weniger Stunden haben sich viele Rennfahrer gefunden, die die Aktion unterstützen und auf Ihren Social-Media-Kanälen teilen. „Dabei spielt es keine Rolle, ob man den Nürburgring und die Eifel durch das 24h-Rennen, die NLS, die DTM oder das ADAC GT Masters kennt”, weiß René Rast. „Wichtig ist, dass wir die Kontonummer der Hilfsorganisation vor Ort möglichst weit verbreiten, denn unsere Unterstützung wird jetzt dringend gebraucht.” Mit dabei sind unter anderem Nico Bastian, Timo Bernhard, Philip Eng, Maro Engel, Sophia Flörsch, Hubert Haupt, Daniel Juncadella, Manuel Metzger, Nico Müller, Connor de Phillippi, Rene Rast, Mike Rockenfeller, Timo Scheider, Bernd Schneider, Bruno Spengler, Luca Stolz, Martin Tomczyk, Kelvin van der Linde, Sheldon van der Linde und Marco Werner. „Wir freuen uns aber über jeden Fahrer, egal ob Profi oder Breitensportler, der diese Solidaritätsaktion mit den Menschen in der Eifel unterstützt”, unterstreicht Timo Scheider. Die Organisatoren stehen mit dem Bürgerfonds im engen Kontakt. „Dadurch können wir sicher sein, dass jeder gespendete Euro auch den Opfern der Unwetterkatastrophe zugutekommt”, so Martin Tomczyk.

Wer die Menschen in der Eifel unterstützen möchte, sollte das Spendenkonto des Bürgerfonds der Verbandsgemeinde Adenau nutzen:

Kreissparkasse Ahrweiler
IBAN DE18 5775 1310 0000 1000 24
SWIFT MALADE51Ahr
Verwendungszweck: „Hochwasserhilfe #WirfuerdieEifel”
Weitere Konten und Infos: www.hochwasseradenau.de.

Für eine Spendenquittung bitte die vollständige Adresse bei der Überweisung mit angeben. Auch Sachspenden werden benötigt. Alle Infos zum Bedarf und Abgabestellen vor Ort gibt es unter www.nuerburgring.de.

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Wichtiger Hinweis zu Sachspenden an die Kupferstadt Stolberg

Stolberg – Seit dem gestrigen Spendenaufruf ist das Spendenaufkommen unglaublich hoch. „Wir sind überwältigt, vielen Dank“, freut sich Bürgermeister Patrick Haas.

Da das Spendenaufkommen inzwischen aber sämtliche Lagerkapazitäten an seine Grenzen bringt, bitten wir alle Spendenwilligen dringend zu beachten: Bitte fahren Sie nicht einfach zu den bekannten Spendenannahmestellen.

Melden Sie sich vor Ihrer Spende bitte unbedingt bei unserer Spendenhotline: 02402 127 511 83 – Nur so können wir die Spenden sinnvoll koordinieren.

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Da sein für die vom Hochwasser betroffenen Menschen

Trier/Bad Neuenahr-Ahrweiler – Bistum Trier ruft zu Spenden auf und richtet Arbeitsstab ein. Welche Hilfe brauchen die Menschen vor Ort nach dem schrecklichen Hochwasser vom 14. und 15. Juli? Das Bistum Trier hat dazu einen Arbeitsstab unter Leitung von Weihbischof Jörg Michael Peters eingerichtet. Er ist für den Visitationsbezirk Koblenz zuständig und damit für das Gebiet, das neben Trier-Saarburg und dem Eifelkreis Bitburg-Prüm in furchtbarer Weise von den Unwettern betroffen ist.

„Auch wenn sich das Wetter wieder gebessert hat, ist die Situation in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten nach wie vor dramatisch und teilweise auch unübersichtlich“, sagt Weihbischof Peters. Er selbst und Bischof Stephan Ackermann stehen mit Seelsorgerinnen und Seelsorgern vor Ort in Kontakt, sofern die Leitungen nicht zusammengebrochen sind. „Und alle berichten von einer überwältigenden Hilfsbereitschaft, ob sie von staatlicher oder kommunaler Seite kommt, von den Einsatzkräften der unterschiedlichen Dienste, oder von Privatleuten“, berichtet er. Auch die Notfallseelsorgerinnen und –seelsorger seien rund um die Uhr im Einsatz. Bischof Ackermann werde sich ebenfalls ein Bild machen und wolle am Freitag an der Ahr Betroffene und Einsatzkräfte treffen (Bericht folgt). Er hatte bereits am Donnerstag dazu aufgerufen, für alle Betroffenen und Einsatzkräfte zu beten.

Hier der Stadtteil Trier-Ehrang. Foto: Florian Blaes

Der Arbeitsstab werde nun klären, welche Unterstützung vor Ort notwendig ist, um „nicht von Trier aus etwas ‚aufzudrücken‘, was vielleicht gar nicht benötigt wird“, sagt der Weihbischof. Dazu wird es am Wochenende ein Treffen mit Vertretungen aus den betroffenen Dekanaten im überdiözesanen Studienhaus St. Lambert in Lantershofen geben. Es gelte zu unterscheiden zwischen Soforthilfe und mittel- und langfristiger Hilfe. Bistum und Diözesan-Caritasverband haben ein Spendenkonto eingerichtet und zusammen mit der Stiftung Menschen in Not 50.000 Euro dort bereitgestellt. Aber vor allem geht es um tätige Hilfe und Begleitung: „Viele Menschen stehen vor den Trümmern ihrer Existenz, haben Verwandte und Freunde zu betrauern. Wir wollen da sein für sie.“ Kurzfristig werde etwa die Abteilung Jugend des Bischöflichen Generalvikariats eine Kinder-Notbetreuung anbieten.

Unter t1p.de/hochwasser-hilfe stellt das Bistum Trier neben den Angaben zum Spendenkonto eine Übersicht über zentrale Kontaktadressen, Anlaufstellen und Unterstützungsmöglichkeiten bereit. Kirchengemeinden, die nicht unmittelbar betroffen waren von den Unwettern, sind gebeten zu prüfen, ob sie kirchliche Immobilien als Notunterkünfte zur Verfügung stellen können. Die Seite wird laufend aktualisiert. Der Arbeitsstab ist für Menschen aus der Seelsorge, die Hinweise für den Arbeitsstab geben möchten, unter der Rufnummer 0170-1809970 erreichbar. Spenden sind möglich unter dem Stichwort „Hochwasser 2021“ an die Pax-Bank, IBAN: DE43 3706 0193 3000 6661 21, BIC: GENODED1PAX.

 

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LSB-Präsident: „Die Sportfamilie steht zusammen“

Region/Mainz – Nach Flutkatastrophe im Rheinland, in der Eifel und an der Mosel ruft Wolfgang Bärnwick die Sportfamilie des Landes zu Solidarität auf / Eindringlicher Spendenappell. Der Präsident des Landessportbundes Rheinland-Pfalz, Wolfgang Bärnwick, hat im Namen aller Sportler*innen des Landes den Bürger*innen der von der Flut-Katastrophe betroffenen Regionen sein tiefes Mitgefühl zum Ausdruck gebracht. Gleichzeitig ruft der Ingelheimer die Sportfamilie des Landes dazu auf, Solidarität mit den betroffenen Menschen zu zeigen und Spenden auf das Konto der Stiftung Deutscher Sport des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zu überweisen.

„Die Bilder der Flut in der Eifel und an der Mosel machen uns fassungslos und traurig“, sagt Bärnwick und spricht von einer „Flut-Katastrophe von historischem Ausmaß“. Die Unwetterfolgen seien dramatisch, vielen Menschen sei buchstäblich der Boden unter den Füßen weggezogen worden. Und unter den Opfern und Geschädigten seien auch viele Mitglieder von Sportvereinen und –verbänden, deren Familien bzw. Verwandte und Bekannte.

Präsidium und Vorstand des DOSB haben auch in Rücksprache mit dem Landessportbund RLP beschlossen, umgehend eine Soforthilfe von 100.000 Euro als Basishilfe zur Verfügung zu stellen, um von Hochwasserschäden betroffene Vereine zu unterstützen. „Die aktuelle Hochwasserkatastrophe betrifft auch in erheblichem Maße die Sportvereine in den betroffenen Gebieten”, weiß DOSB-Präsident Alfons Hörmann. „Massive Vernichtungen und Beschädigungen von Sport- und Vereinsanlagen bedrohen die bereits durch die Corona-Pandemie geschwächten Vereine nun zusätzlich in ihrer Existenz.“ Daher wolle man schnell und unbürokratisch Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Mittels des Spendenaufrufs an die Mitgliedorganisationen des DOSB sowie an Dritte soll dieser Betrag eine weitere Aufstockung erfahren. In Zusammenarbeit mit dem Landessportbund RLP soll in den nächsten Wochen die Weiterleitung der zur Verfügung gestellten Mittel an die betroffenen Vereine erfolgen. Details werden noch bekannt gegeben. 2013 hatte der DOSB beim damaligen Hochwasser betroffene Vereine unterstützt.

Wer sich an der Hilfsaktion beteiligen möchte, kann dies mit folgender Bankverbindung tun:

Stiftung Deutscher Sport
Kontonummer: 00 96 18 26 00
Bankleitzahl: 500 800 00
IBAN: DE 17 500 800 0000 961 826 00

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Historisches Unwetter: Wassermassen an zwei Tagen wie sonst in drei Juli-Monaten

Region/Düsseldorf – Ministerin Heinen-Esser: Wir müssen mit aller Kraft die Widerstandsfähigkeit in Stadt und Land gegen die Folgen des Klimawandels stärken. Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRWteilt mit: Eine derart großflächige und verheerende Hochwasserlage wie in den zurückliegenden Tagen hat es in Nordrhein-Westfalen noch nie gegeben. Darauf haben Umweltministerin Ursula Heinen-Esser und das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) am Freitag in Duisburg hingewiesen. „Die Wassermassen haben in vielen Regionen bisher gemessene Werte überschritten. Gebot der Stunde ist es jetzt, weitere Folgeschäden zu verhindern und die Betroffenen zu unterstützen. Zugleich müssen wir sehr genau analysieren, wie sich Kommunen noch besser auf solche Extremereignisse vorbereiten können. Klimaanpassung muss noch mehr zur Selbstverständlichkeit werden“ sagte Ministerin Heinen-Esser bei einem Besuch der Hochwassermeldezentrale.

Starkes Hochwasser an 40 von 175 Pegeln

Hier laufen alle Pegel- und Abflussmessungen für Nordrhein-Westfalen zusammen. So auch im akuten Krisenfall. „Von 175 Pegeln an NRW-Gewässern wurden an 40 Messstellen stark erhöhte Wasserstände gemessen, die bisher bekannten Hochwassermarken wurden um bis zu einem Drittel überschritten. In Hagen etwa sind an zwei Tagen über 240 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gefallen, in normalen Jahren fallen im NRW-Durchschnitt im gesamten Juli nur rund 80 Liter“, erläuterte Bernd Mehlig, Leiter des Hochwasserinformationsdienstes des LANUV. Derzeit seien an den Oberläufen zwar die Scheitel überschritten, allerdings befänden sich die Wasserstände weiterhin auf hohem Niveau und sinken teils nur langsam. Unterhalb von Talsperren werden durch das Entlasten noch einige Tage erhöhte Abflüsse zu verzeichnen sein. Der Rhein bei Köln wird seinen Scheitel am Samstagvormittag voraussichtlich bei 8,50 Meter erreichen.

Klimawandel zeigt ersten Kipppunkt des Klimasystems

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet, dass die Niederschläge weiter abnehmen und sich am Wochenende Hochdruckeinfluss durchsetzt. Guido Halbig, Leiter der Niederlassung Essen des DWD, warnt jedoch davor, dass ein fortschreitender Klimawandel in Zukunft häufiger zu solchen Extremereignissen führen wird: „Der Klimawandel zeigt einen ersten bedeutenden Kipppunkt des Klimasystems: den sich abschwächenden Jetstream. Er ist das entscheidende Steuersystem für die Hoch- und Tiefdruckgebiete in unseren Breiten und damit für unser Wetter. Schwächt sich die Höhenströmung ab oder verharrt an einer Stelle, sind Dürresommer wie 2018 bis 2020 oder dramatische Niederschläge wie in diesen Tagen die Folge.“

Vorsorge mit bundesweit erstem Klimaanpassungsgesetz

Ministerin Heinen-Esser kündigte an, die Lage mit betroffenen Kommunen, Kreisen und Wasserverbänden in den nächsten Wochen genau zu analysieren. „Viele Kommunen haben bereits Konzepte zur Anpassung an den Klimawandel oder integrierte Klimaschutz- und Anpassungskonzepte entwickelt. Klimavorsorge muss in den Planungsverfahren eine zentrale Rolle spielen“, so die Ministerin. „Wir müssen mit aller Kraft die Widerstandsfähigkeit in Stadt und Land gegen die Folgen des Klimawandels stärken. Mit dem bundesweit ersten Klimaanpassungsgesetz und einer 15-Punkte-Offensive haben wir die hierzu passende Grundlage gelegt.“

Land unterstützt Kommunen auf vielfältige Weise

Mit dem Sonderprogramm „Klimaresilienz in Kommunen“ fördert die Landesregierung konkrete Maßnahmen der Klimaanpassung. Die „Kommunalberatung Klimafolgenanpassung NRW“ steht als kompetente Servicestelle zur Unterstützung bei Förderanträgen bereit. In den kommenden zehn Jahren investieren das Land Nordrhein-Westfalen und die Wasserverbände alleine im Ruhrgebiet rund 250 Millionen Euro in den Ausbau grüner und blauer Infrastruktur im Ruhrgebiet, um die Lebensqualität der Städte zu erhalten und Schäden im Klimawandel zu vermeiden.

Gestern Dürre, heute Starkregen

Noch vor wenigen Wochen wurde diskutiert, ob der Ablauf aus den Talsperren gedrosselt werden sollte, weil zu niedrige Pegelstände drohten. Insofern besteht die Herausforderung darin, sich auf verschiedene Extremsituationen wie Dürre, Starkregen oder Stürme einzustellen. „Indem wir Hochwasserschutzmaßnahmen umsetzen, Starkregenkonzepte erarbeiten, mehr Grün in die Stadt bringen oder mehr Versickerungsflächen schaffen, beugen wir Hitze und Überschwemmungen vor“, erläutert die Ministerin.

Aktuelle Pegelstände und Lagebeurteilungen veröffentlicht das LANUV im Internet unter:

https://luadb.lds.nrw.de/LUA/hygon/pegel.php?hochwasser=ja

Das Fachinformationssystem Klimaanpassung des LANUV gibt den Akteuren vor Ort zahlreiche Hinweise zur praktischen Umsetzung in unterschiedlichen Handlungsfeldern:

https://www.lanuv.nrw.de/klima/klimaanpassung-in-nrw/fis-klimaanpassung-nordrhein-westfalen