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AWB stellt Abfuhr im Kreis Ahrweiler auf Notentsorgung um – Sperrmüll und Elektrogeräte-Abfuhr erhalten Priorität

Ahrweiler – Der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) muss wegen der schweren Naturkatastrophe im Kreis Ahrweiler nun alle Kräfte dazu einsetzen, den unvorstellbaren Sperrabfall- und Elektrogerätemengen in den Straßen der betroffenen Orte Herr zu werden. Der AWB erhält hierbei Hilfe von allen Seiten und ist selber mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz – unter anderem mit Groß-Containern und Presswagen. Damit keine Zeit verloren geht, bittet der AWB um Verladehilfe.

Eine Trennung in Sperrabfälle, Elektrogeräte und Sonderabfälle ist aber weiterhin unerlässlich. Bauschuttmengen, Bäume, Schlamm usw. haben erst einmal keine Entsorgungspriorität und müssen vor Ort gelagert werden.

Darüber hinaus wird empfohlen und wenn möglich, durch das Hochwasser angefallene Speisereste und Bioabfälle zum Beispiel aus Kühlschränken oder Gefriertruhen in Säcken auf das Abfallwirtschaftszentrum Niederzissen, das Wertstoffzentrum Remagen-Kripp und die Umladestation Leimbach anzuliefern.

Damit die Anstrengungen noch intensiviert werden können, werden die regulären Abfuhren im gesamten Kreis zunächst für vier Wochen umgestellt. Das heißt:

  • Die Sammlung der blauen Altpapiertonne wird für vier Wochen ausgesetzt.
  • Die Sammlung der brauen Biomülltonnen wird von wöchentlich auf 14-tägig umgestellt.
  • Die Sammlung der grauen Restabfalltonne bleibt vierwöchentlich bestehen und wird sofern anfahrbar und möglich fortgeführt
  • Die Sammlung Gewerberestabfällen wird auf vier-wöchentlichen Rhythmus umgestellt.
  • Die bereits vergebenen Sammeltermine für Sperrmüll und Elektroaltgeräte im gesamten Kreisgebiet entfallen. Dort hat die Straßensammlung in den betroffenen Orten nun Vorrang.

Mehrmengen können dann bei der nächsten Regelabfuhr in Säcken, Kartons usw. beigestellt werden.

Der AWB ist unter den bekannten Rufnummern 02641 / 975-222/-444 und 0800 / 0858-585 weiterhin erreichbar. Die Anlagen des AWB „Auf dem Scheid“, in Leimbach und Kripp sind geöffnet. Es gelten die bekanntgegebenen Öffnungszeiten. Weitere Informationen gibt es unter https://www.meinawb.de/starkregen.

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Sondersitzung der Ortsbürgermeister in Mechernich

Mechernich – Austausch über aktuelles Lagebild auf den Dörfern und zukünftige Maßnahmen – Kreiskrankenhaus ist „voll einsatzfähig“ – Lob für Helfer, Spender, Freiwillige Feuerwehr und Ordnungsamt.

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick (r.) und der Erste Beigeordnete Thomas Hambach sprachen mit den Ortsbürgermeistern der Stadt Mechernich auch über mögliche zukünftige Schutzmaßnahmen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Zu einer Sondersitzung kamen am Montagnachmittag die Ortsbürgermeister der Stadt Mechernich zusammen. Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick hatte zu dem Austausch ins Rathaus eingeladen hatte. Auch wurden mögliche Hochwasserschutzmaßnahmen für die Zukunft angesprochen.

Zu einer Sondersitzung wegen der Hochwasserlage kamen die Ortsbürgermeister der Stadt Mechernich auf Einladung des Bürgermeisters Dr. Hans-Peter Schick im Rathaus zusammen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Zunächst gab jedoch jeder Ortsbürgermeister ein aktuelles Lagebild über die jeweiligen Schäden vor Ort ab: wie viele Häuser und wie stark von Überflutungen betroffen sind, beschädigte oder nicht mehr vorhandene Brücken- und Straßenschäden, unterspülte Bahngleise, Flutgräben, die schnellstmöglich wieder von Baumstämmen und Unrat befreit werden müssen. Aber auch die riesigen Müllberge, wo Schutt und Hausrat innerhalb der Ortschaften gesammelt wurden, liegen vielen Ortsbürgermeistern auf der Seele.

Anders als bei der Hochwasserkatastrophe 2016 im Stadtgebiet sei nun das ganze Land NRW und auch Rheinland-Pfalz betroffen, sagte Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick: „Die Schäden werden in der Summe bestimmt nicht in wenigen Wochen behoben sein, sondern eine Herausforderung sein, die uns die nächsten Monate und Jahre begleiten wird.“ Insbesondere die infrastrukturellen Schäden.

Außerdem wurden Listen an die Ortsbürgermeister verteilt, in denen die Schäden an Privathäusern notiert werden müssen, um die von der Landesregierung zugesagten Hilfsfonds für die Hochwasserkatastrophe schnellstmöglich für Mechernich Bürger durch die Stadtverwaltung beantragen zu können, wie der Erste Beigeordnete Thomas Hambach und Stadtplaner Thomas Schiefer erläuterten.

Mechernichs Feuerwehrchef Jens Schreiber gab einen Überblick, welche Maßnahmen Tage vor dem großen Regen bereits ergriffen worden waren. Der Katastrophenschutz in Mechernich sei hervorragend aufgestellt, konstatierte er. Dennoch könne man sicher auch aus diesem Jahrtausend-Hochwasser wieder Lehren ziehen, um die Schutzmaßnahmen weiter im Detail zu verbessern. Gleichwohl wolle man aber auch erneut und verstärkt – wie schon 2016 nach dem Hochwasser – die Mechernicher Bürger intensiv über die Möglichkeiten des Selbstschutzes informieren.

„Ihr wart mega!“

In der Runde wurde zwischendurch immer wieder Lob an alle Helferinnen und Helfer verteilt. Nathalie Konias, Ortsbürgermeisterin von Kommern-Süd und Katzvey, sagte Richtung Ordnungsamt und dessen Leiterin Silvia Jambor gewandt: „Ihr wart mega!“ Und ihr Kollege Franz Josef Keus aus Firmenich würdigte besonders die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr: „Die klappt hervorragend.“

Den anwesenden Ortsbürgermeistern signalisierte Silvia Jambor: „Es gibt viele, viele freiwillige Helfer aus der Bürgerschaft, die helfen oder unterstützten wollen. Einfach nur an uns wenden, dann finden wir Lösungen und bringen beide Seiten zusammen.“ So zum Beispiel in der Medikamentenversorgung für Senioren.

„Die Spendenbereitschaft in der Stadt Mechernich ist enorm gewesen“, lobte indes auch Frank Gummelt, der als DRK-Kreisverbandsarzt gemeinsam mit der Stadt die Notunterkunft im Schulzentrum Mechernich betreut: „Wir haben ein Riesenlager von Sachspenden.“ Man habe angefangen zu sortieren. „So dass wir eine Spielwaren-, Schuh-, Bettenabteilung und wer weiß was haben.“ Als Leiter des Impfzentrums des Kreises Euskirchens informierte Frank Gummelt zudem die Ortsvorsteher darüber, dass Impflinge sich jederzeit an das Marmagener Impfzentrum wenden können: „Jeder, der eine Zweitimpfung braucht und die eigene Praxis das vielleicht aktuell nicht leisten kann, kann auch ohne Termin nach Marmagen kommen.“

„Wir sind voll einsatzfähig“ versicherte auch Martin Milde den Ortsbürgermeistern, Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses Mechernich mit Standort in Schleiden, der mit dem leitenden Notarzt im Kreis Euskirchen, Dr. Marcus Münch, an der Gesprächsrunde teilnahm.

Mit Blick auf die Zukunft und möglichen Maßnahmen gerichtet, betonte Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick: „Wir werden an dem Thema Sirenen nicht mehr vorbeikommen. In Mechernich ist bereits ein konkretes Konzept zur Umsetzung vorgesehen.“ Zusätzlich müssten Möglichkeiten geschaffen werden, wie die Ortsbürgermeister schnell „ihre“ Bürger auf dem Laufenden halten können – auch in solchen Notsituationen und auch ohne Strom.

Angesichts der häufiger werdenden Starkregenereignisse forderte er aber auch seitens der Landesregierung: „Lösungen müssen schnell und unbürokratisch umgesetzt werden können. Es kann nicht sein, ein Regenrückhaltebecken Jahre in der übergeordneten Genehmigung braucht, weil alle beteiligten Gremien ihren Senf dazugeben wollen.“

Die Kreismülldeponie sei mittlerweile für Massenanlieferungen aus dem Stadtgebiet geschlossen, leitete Dr. Hans-Peter Schick zudem eine Nachricht des Kreises Euskirchen an die Anwesenden weiter. Man sei aber bereits in Gesprächen für alternative Lagerstätten.

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Ein selten gewordenes Erlebnis in Zeiten von Corona

Wittlich – Frauen auf dem Schöpfungspfad im Nationalpark. Auf Einladung der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Bernkastel-Wittlich, Gabriele Kretz und Annette Bollig, Pastoralreferentin im Dekanat Bernkastel, trafen sich 21 Frauen an der Nationalparkkirche in Neuhütten-Muhl zu einer spirituellen Wanderung für Frauen.

Die Teilnehmerinnen ließen sich anrühren von der Natur und inspirieren von christlichen Impulsen und der weiblichen Sicht auf die Natur und Schöpfung. Der knapp vier Kilometer lange Teil 1 des Schöpfungspfades, ein gemeinsames Picknick und der Frauen-Gottesdienst in der Nationalparkkirche ließen die Teilnehmerinnen Gemeinschaft erleben.

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Freude in Haaren – 2,4 Millionen Euro investiert

Aachen – Die rundum erneuerte und erweiterte Einrichtung bietet künftig Platz für 75 Kinder in je zwei U3- und zwei Ü3-Gruppen sowie 22 Beschäftigte. Zufriedene Gesichter bei der Schlüsselübergabe: Nach gut anderthalb Jahren Bauzeit und investierten 2,4 Millionen Euro kann sich Haaren über einen hochmodernen Kita-Standort freuen.

Alte Geräte an neuem Platz: Viele Spielgräte der Kita wurden wiederverwendet und an neuen Stellen aufgebaut. Foto: Stadt Aachen / Heike Lachmann

Bis zum letzten Tag wurde noch im Außenbereich gepflastert und geschraubt. Nun erstrahlt alles in neuem Glanz: Die schicken Außenanlagen strahlen im Sonnenlicht, die moderne Inneneinrichtung der Kita Eibenweg wartet auf ihren kleinen und großen Nutzer*innen und zu guter Letzt wurden auch die Wickelkommoden fachgerecht montiert und steht nun einsatzbereit im freundlichen „Neubau“. Dabei blickt die Kindertagestätte im Aachener Stadtteil Haaren bereits auf eine lange Geschichte zurück, in der unzählige Generationen von Kindern und Beschäftigte das Gebäude mit Leben gefüllt haben. 1974 wurde das Gebäude errichtet und seitdem ununterbrochen genutzt.

Alter Standort erstrahlt in neuem Glanz

„Ein richtiger Kita-Traditionsort, mit dem viele Menschen in Haaren und Umgebung tolle Erinnerungen verbinden“, sagt Susanne Schwier. Umso glücklicher war die Beigeordnete für Bildung, Kultur, Jugend und Sport der Stadt Aachen nun, am Donnerstag (15. Juli) gemeinsam mit der Kita-Leiterin Suellen Will symbolhaft die Schlüssel für die vom Gebäudemanagement der Stadt Aachen runderneuerte Tagesstätte entgegenzunehmen.

Denn in den vergangenen rund anderthalb Jahren regierten die Experten des städtischen Gebäudemanagements am Eibenweg. Sie verwandelten die in die Jahre gekommene Einrichtung in einen hochmodernen Bau, der sich wahrlich sehen lassen kann. Die Bauphase bedeutete für Kinder, Eltern und Kita-Team unterdessen eine besondere Herausforderung, da für diese Zeit alle Gruppen zu zwei anderen Standorten ausgelagert werden mussten. „Das hat allen viel abverlangt“, weiß Kita-Leiterin Will. Der Umzug zurück in den neuen Räumen findet vom 19 bis zum 23 Juli statt. Nun freuen sich aber alle Beteiligten darüber, dass man mit der Wiederinbetriebnahme der Kita ab 16 August nach vorne und in eine gute Zukunft blicken kann.

Nach Vorarbeiten, Bereitstellung der Haushaltsmittel der Stadt und den konkreten Planungen begannen die eigentlichen Sanierungs- und Bauarbeiten, die nun nach gut 18 Monaten – von November 2019 bis Juli 2021 – abgeschlossen wurden. „Wir freuen uns immer, wenn Termine und Kosten eingehalten werden. Dies ist uns auch hier in Haaren am Eibenweg erneut gelungen, um so die Aachener Kita-Landschaft Aachen weiter zu stärken“, so Klaus Schavan, technischer Geschäftsführer des Gebäudemanagements der Stadt Aachen: „Das Ergebnis zeigt davon, dass alle gut zusammengearbeitet haben.“ Dem konnte auch Leonidas Papadopoulos, zuständiger Projektmanager des Gebäudemanagements, nur zustimmen: „Es war ein sehr angenehmes Arbeiten, weil sich alle einig waren und jeder sein Teil beigetragen hat.“

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evm-Kundenzentrum in Bad Neuenahr-Ahrweiler wieder geöffnet

Bad Neuenahr-Ahrweiler/Koblenz – Beratung beim Energieversorger wieder am alten Standort möglich. Das Kundenzentrum der Energieversorgung Mittelrhein (evm) in Bad Neuenahr-Ahrweiler musste vergangene Woche aufgrund der Auswirkungen des Unwetters schließen. Ab dem heutigen Dienstag, 20. Juli, hat das Kundenzentrum wieder an seinem alten Standort geöffnet. Die Berater stehen von 9.00 bis 15.00 Uhr in der Ringener Straße 25 persönlich als Ansprechpartner zur Verfügung.

Die evm bittet alle Kunden beim Besuch des Kundenzentrums die gängigen Hygienemaßnahmen wie FFP2- oder medizinische Masken und Abstände zu beachten. Wer nicht persönlich zum Energieversorger kommen möchte, kann ihn auch weiterhin per Telefon unter 0261 402-11111, per E-Mail an serviceteam@evm.de, im evm-Kundenportal unter www.evm.de/kundenportal oder per Videochat unter www.evm.de/videoberatung erreichen.

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Corona-Sonder-Impfungen am morgigen Mittwoch, 21.Juli im Eifelkreis Bitburg-Prüm

Bitburg – Ohne Termin zur Erstimpfung: Am morgigen Mittwoch, den 21. Juli, findet im Landesimpfzentrum in Bitburg zwischen 8:00 und 15:00 Uhr eine Sonder-Impfaktion ohne Voranmeldung statt.

Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren, denen bisher noch kein Termin zur Impfung bei einem niedergelassenen Arzt, bei einem Betriebsarzt oder im Impfzentrum vergeben wurde. Mitzubringen sind lediglich Impfpass, Medikamentenplan und Personalausweis.

Bei Fragen ist das Landesimpfzentrum Bitburg unter Tel. 06561 6994421 erreichbar.

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Erste Stolpersteine in Mayen verlegt

Mayen – „Stolpersteine: So nennt sich das Projekt des Künstlers Günter Demnig, das vor fast 30 Jahren von ihm begonnen wurde. Die „Stolpersteine“ erinnern an die Schicksale der vom Nationalsozialismus verfolgten, deportierten und ermordeten Menschen.

In Mayen wurden die ersten Steine jetzt in der Kehriger Straße vor Hausnummer 20 für das 1942 deportierte Ehepaar Johanna und David Gärtner sowie für Kurt Alfred Cossmann auf dem Marktplatz vor Hausnummer 29 verlegt.

Der Künstler Günter Demnig beim Verlegen des Stolpersteins auf dem Marktplatz vor Hausnummer 29. Foto: Jacqueline Blang/Stadt Mayen

Für die Verlegung reiste das Ehepaar Demnig, welches die Idee der Stolpersteine in die Tat umsetzt und bereits zahleiche Steine in ganz Deutschland und den Nachbarländern verlegte, selbst an. „Wir freuen uns sehr darüber, dass nun auch in Mayen Stolpersteine zu sehen sind“, so das Ehepaar.

Im Rahmen eines Schulprojektes führte die 12. Klasse der Carl-Burger-Schule unter der Leitung von Peter Sczepanski umfassende Recherchearbeiten durch. Zur Finanzierung der 96 x 96 mm großen Gedenksteine akquirierten die Schülerinnen und Schüler Sponsoren. „Die Recherchearbeiten sind sehr umfangreich und zeitaufwendig, aber wir werden weiter recherchieren und hoffentlich noch einige Stolpersteine in Mayen verlegen“, so der betreuende Lehrer Peter Sczepanski.

„Ich bin sehr froh darüber, dass nun auch in Mayen den verfolgten und deportierten Menschen aus der Zeit des Nationalsozialismus mit Hilfe der Stolpersteine gedacht wird. Ich bedanke mich herzlich bei der Carl-Burger-Schule, der Schulleiterin Frau Birk-Märker, den Schülerinnen und Schülern und natürlich bei Herrn Sczepanski, der das Projekt initiiert und leitet“, so Oberbürgermeister Dirk Meid.

Auch die städtischen Gremien unterstützen die Idee der Stolpersteine. Die notwendige Zustimmung zur Verlegung dieser besonderen Gedenksteine erteilte der Stadtrat in seiner Sitzung am 19. Mai.

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Hochwasser-Katastrophe: Handwerks-Kammer nimmt Hilfsangebote auf und fragt Bedarf vor Ort ab

Region/Mayen-Koblenz/Ahrregion – Ahr-Akademie mit Stromversorgung und Internet kann als Notbüro genutzt werden. Über 400 Angebote aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland / Koordination von zentraler Bedeutung / Hotline: 0261/ 398-251 / Ahr-Akademie steht Handwerkern offen.

Die Ahrregion ist traditionell vom Tourismus geprägt und viele gastronomische Einrichtungen liegen in Flußnähe. Die Flutwelle richtete gerade dort die größten Schäden an. Foto: HwK Koblenz

„Handwerker helfen Handwerker“ ist direkt nach der Hochwasserkatastrophe entlang der Ahr gestartet und hat bundesweit eine Riesenresonanz ausgelöst. „Nach vier Tagen haben wir über 400 Angebote aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland, insbesondere Österreich, erhalten. Die Hilfsbereitschaft der Handwerker und auch vieler Privatpersonen im Sinne betroffener Handwerksbetriebe ist beeindruckend“, fassen Ralf Hellrich und Kurt Krautscheid, Hauptgeschäftsführer und Präsident der Handwerkskammer (HwK) Koblenz in dieser ersten Phase der Hilfsmaßnahmen zusammen.

Von zentraler Bedeutung ist eine Bedarfsanalyse. „Die Nachfrage ändert sich von Tag zu Tag und noch ist es schwierig, die Angebote sinnvoll zusammen zu bringen“, nennt die HwK-Spitze die momentane Herausforderung.

„Dafür brauchen wir Informationen aus den Betrieben. Insofern bitten wir unsere Handwerker im Ahrtal, Kontakt aufzunehmen oder andere zu informieren, die uns dann kontaktieren.“ Die HwK ist in Bad Neuenahr-Ahrweiler mit der „Ahr-Akademie“ in der Wilhelmstraße 20 vertreten, in der weiterhin das Stromnetz und Internetverbindungen funktionieren. „Wir stellen unsere Arbeitsplätze dort den Handwerkern als Notbüro zur Verfügung. Die Akademie ist personell besetzt und unter 0261/ 398-309 erreichbar.“

Damit sichert die HwK auch einen „direkten Draht“ zur HwK-Betriebsberatung, die Geschädigten hilft oder eine Hilfestellung vermittelt. „Einige betroffene Unternehmen haben sich dort bereits gemeldet und wir gehen nun gemeinsam die nächsten Schritte. Viele Betriebe sind technisch nicht in der Lage, sich zu melden. Das müssen wir nun schnell in den Griff bekommen. Denn die Hilfsmaßnahmen können nur abgerufen werden, wenn wir schnell ein umfassendes Bild zu den Schäden in den Handwerksbetrieben haben“, macht die HwK deutlich.

„Es kommt jetzt sehr darauf an, die überwältigende Hilfsbereitschaft sinnvoll zu kanalisieren und diejenigen Institutionen damit zu betrauen, die jeweils das größte Knowhow und die beste Informationslage haben. Im Moment sind dies die Krisenstäbe der Kreisverwaltung und der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, daher leiten wir alle bei uns gemeldeten Unterstützungsangebote direkt auch dorthin weiter.

Außerdem wurde für Sachspenden oder Leihgaben für den betrieblichen Bedarf und Unterstützung in Form von Arbeitsleistung auf dem Portal der Kreishandwerkerschaft Ahrweiler www.fachhandwerk.de die Rubrik „Handwerk hilft Handwerkern“ eingerichtet.

Weiterhin ist die Telefonhotline der Handwerkskammer geschaltet, die Hilfsangebote anderer Betriebe und Ersuchen von betroffenen Handwerksunternehmen aufnimmt und Maßnahmen koordiniert.

0261/ 398-251 lautet die Telefonhotline, per E-Mail können Angebote und Anfragen unter hochwasserhilfe@hwk-koblenz.de eingereicht werden.

Mehr Informationen bei der Pressestelle der Handwerkskammer Koblenz, Tel. 0261/ 398-161, presse@hwk-koblenz.de

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Hilfe nach Hochwasser in Jülich

Jülich – Sperrmüllentsorgung und Müllabholung in den betroffenen Gebieten. Der Bauhof der Stadt Jülich konnte dank der Unterstützung durch einen Containerdienst sehr schnell in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten tätig werden und beginnen den abgestellten Sperrmüll zu entsorgen.

Bürgermeister Axel Fuchs ist stolz auf seine Mannschaft. Foto: Stadt Jülich/Schumacher

In Kirchberg wurde der Müll in einer ersten Runde komplett abgeholt. Auch in Barmen konnten weitestgehend die Müllberge abgeräumt werden.

Für die betroffenen Straßen im Heckfeld (An der Vogelstange etc.) finden allerspätestens am Donnerstag Sperrmüllabfuhren statt. In der Victor-Gollancz-Straße wird heute noch begonnen, den Müll abzufahren.

Lebensmittel etc. (also alles was kein Sperrmüll ist) bitte in blauen Säcken neben den Restmülltonnen zu den regulären Terminen bereitstellen und möglichst erst am Tag der Abfuhr ab 7 Uhr rausstellen. Derzeit werden Müllsäcke von Fremden aufgeschlitzt und durchwühlt. Die Polizei ist bereits informiert.

E-Schrott wird in allen betroffenen Gebieten am Donnerstag abgeholt.

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Bäuerlicher Hilfsfonds hilft den notleidenden Bauern- und Winzerfamilien

Region/Mayen-Koblenz – Die Hilfsbereitschaft für in Not geratene Menschen der Hochwasserregionen Eifel/Mosel und insbesondere an der Ahr ist überwältigend. Viel ehrenamtliche Arbeitskraft und Unterstützung mit Schleppern und Maschinen, Gerätschaften, Lebensmittel- und Sachspenden haben die Region schon erreicht. Sehr viele Menschen haben aber buchstäblich alles verloren und sind in große existentielle Not geraten. Sie benötigen dringend und unbürokratisch Geld, um ihre finanziellen Nöte überwinden und das Notwendigste anschaffen zu können. Häufig müssen situationsbezogen Materialen eingekauft werden, um die wichtigsten Reparaturmaßnahmen durchführen zu können.

Der Bäuerliche Hilfsfonds für den Bereich des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau e.V. im nördlichen Teil von Rheinland-Pfalz hilft Bauern- und Winzerfamilien, die aufgrund außergewöhnlicher Umstände, insbesondere aufgrund von Naturkatastrophen, schnelle und unbürokratische Hilfe benötigen. Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau trägt die Personal- und Sachkosten des im Jahr 2002 gegründeten Fonds, der ausschließlich Menschen in Not unmittelbar hilft. Jeder Euro kommt somit direkt den Bauern- und Winzerfamilien der Katastrophengebiete zugute. Die Entscheidungen über die zu gewährenden Unterstützungen der Bauern- und Winzerfamilien trifft ein eigens dafür berufenes Gremium.

Spendenkonto des Bäuerlichen Hilfsfonds. Stichwort „Starkregenkatastrophe“
IBAN-Nummer DE46 5776 1591 0124 0807 01
bei der Volksbank RheinAhrEifel

Spendenquittungen können ausgestellt werden. Achten Sie bitte auf den vollständigen Namen und die Adresse.