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Mobilfunk-Versorgung in der Katastrophen-Region von Rheinland-Pfalz verbessert sich stündlich

Region/Mainz – „Jeden Tag gelingt es, die Mobilfunkversorgung weiter zu verbessern. Aktuell konnte rund 90 Prozent der ausgefallenen Mobilfunkkommunikation wiederhergestellt werden. Die Zahlen ändern sich stündlich, da intensiv an der Problembehebung gearbeitet wird“, informierte Digitalisierungsminister Alexander Schweitzer in der Sitzung des Ministerrates zur Hochwasserlage und Katastrophensituation am vergangenen Freitag. Die Schadensursache für ausgefallene Mobilfunktionen in den vom Unwetter betroffenen Regionen sei nach Angabe der Provider überwiegend die ausgefallene Stromversorgung der Mobilfunkstationen.

„Dort, wo die Energieversorger die Stromversorgung nicht zeitnah wiederherstellen können, wird mit Netzersatzanlagen gearbeitet, um Ersatz für die zerstörte Infrastruktur zu schaffen. Ich bin sehr froh, dass dabei die Zusammenarbeit zwischen den Kommunikationsunternehmen – nicht zuletzt durch unsere Vermittlung – sehr gut funktioniert und wirklich alle an einem Strang ziehen“, betonte Schweitzer.

„In einigen besonders schwer von den Wassermassen getroffenen Ortschaften an der Ahr gibt es auch aktuell noch Probleme mit der Mobilfunkkommunikation. Teilweise ist dort das Gelände so zerstört, dass noch keine Ersatzanlagen aufgestellt werden können. Hier wird vor Ort mit Hochdruck an Lösungen gearbeitet. Ich bin zuversichtlich, dass es in den kommenden Tagen gelingt, auch die Situation in den besonders betroffenen Ortschaften an der Ahr, zu verbessern“, so der Minister.

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GK-Mittelrhein präsentiert Jahresbericht 2020

Region/Mayen-Koblenz – Der Maximalversorger veröffentlicht Erreichtes und stellt sich der Corona-Pandemie. Das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein blickt auf ein sehr herausforderndes Jahr 2020 zurück. Das Corona-Virus und dessen vielfältige Auswirkungen haben die volle Aufmerksamkeit verlangt.

Dass auch in dieser Zeit allen rund 175 000 stationären und ambulanten Patienten in den fünf Krankenhäusern und mehr als 10 Praxen des MVZ, sowie den etwa 200 Bewohnern und den fast 800 Rehabilitanden ein bedarfsgerechtes medizinisches, pflegerisches und therapeutisches Leistungsangebot auf definiertem Qualitätsniveau angeboten werden konnte, ist dem hoch engagierten und motivierten Team zu verdanken.

Dieses Team und zukunftsweisende Entwicklungen im GK-Mitterhein werden auf 48 Seiten vorgestellt. Wissenswertes gibt es auch über die Tochtergesellschaften – Seniocura, Rehafit, MVZ Mittelrhein und GZ-Service – sowie das Bildungs- und  Forschungsinstitut des GK-Mittelrhein.

Oft geprägt durch die Pandemie sind im Kapitel Höhepunkte eine Auswahl an Ereignissen, Kennzahlen, Menschen, Konzepten und Aktionen des vergangenen Jahres zu finden. Der Jahresbericht ist online auf www.gk.de zu lesen.

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Angebot des FVR: ActIv-Projekt bietet persönliche Informationen zu Gesundheit und Risikofaktoren

Region/Mayen-Koblenz – Wie wirkt sich unser Lebensstil auf unsere Gesundheit aus? Wie viel bewegen wir uns? Was motiviert oder hindert uns daran, unseren Alltag gesund zu gestalten? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des bundesweiten ActIv-Projekts („Activate Individuals“) der Forschungsgruppe Leistungsepidemiologie der Deutschen Sporthochschule Köln unter der Leitung Prof. Dr. Dr. Dieter Leyk. Er ist zugleich auch Mitglied der neuen, hochkarätig besetzten Kommission „Fußball und Gesundheit“ des Fußballverbandes Rheinland, die von Prof. Dr. Christoph Bickel geleitet wird.

Auf Anregung der Kommission „Fußball und Gesundheit“ beteiligt sich der FVR als Kooperationspartner am ActIv-Projekt: Alle Mitglieder seiner Vereine und weitere Interessierte sind eingeladen, an dieser wichtigen Gesundheitsinitiative teilzunehmen. Nach einer ca. zehnminütigen Online-Befragung erhält jeder Teilnehmer eine individuelle Rückmeldung zu den persönlichen Gesundheitsressourcen und -risikofaktoren. Außerdem gibt es weiterführende Informationen zu den Themen Bewegung, Ernährung und Rauchen bzw. Suchtprävention sowie Links, mit denen teilnehmende Sportärzte in der Region gefunden werden können. Die Teilnahme ist kostenfrei, Datenschutz und -auswertung erfolgen selbstverständlich anonymisiert und entsprechend der Datenschutz-Grundverordnung.

„Wenn man Fußball spielen möchte, muss man möglichst gesund sein. Die eigene Gesundheit wird von Sporttreibenden oft als selbstverständlich angesehen. Traurige Beispiele zeigen aber immer wieder, dass viele Sportlerinnen und Sportler einfach zu wenig über ihren Gesundheitsstatus und ihre Risikofaktoren wissen“, sagt Walter Desch, Präsident des Fußballverbandes Rheinland und Mitglied der Kommission. „Über ActIv kann jeder Einzelne wichtige Informationen zu seiner persönlichen Situation erhalten. Deshalb ist die ActIv-Befragung sehr wertvoll, zumal es über Gesundheit, Alltagsgewohnheiten, Training und Motivation im Breitensport-Fußball bisher noch keine wissenschaftlich belastbaren Daten gibt.“

Weitere Infos mit dem Link zur Teilnahme am ActIv-Projekt gibt es unter www.fv-rheinland.de.

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Innovations-Wettbewerb SUCCESS 2021: Bewerbung noch bis Ende Juli möglich

Region/Mainz – Einzelprämien bis zu 15.000 Euro. Unternehmen aus Rheinland-Pfalz, die neue Produkte, Produktionsprozesse, technologieorientierte Dienstleistungen oder anspruchsvolle IT-Vorhaben für technische Anwendungen entwickelt haben und damit Erfolge erzielen konnten, können noch bis zum 31. Juli 2021 am SUCCESS-Wettbewerb der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) teilnehmen. Die Bewerbungsunterlagen sind auf der Internetseite der ISB unter www.isb.rlp.de abrufbar.

Besonders zukunftsweisende Ideen und innovative Produkte zeichnet das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium gemeinsam mit der ISB am 27. Oktober 2021 mit Einzelprämien in Höhe von bis zu 15.000 Euro aus. Zudem wird in diesem Jahr eine ebenfalls mit 15.000 Euro dotierte Sonderprämie zum Thema „Künstliche Intelligenz im Mittelstand“ vergeben.

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Kfz-Zulassungen für den Landkreis Ahrweiler ab sofort auch in Daun möglich

Daun – Kreisverwaltung Vulkaneifel hilft Verwaltung des Kreises Ahrweiler. In dem sehr stark von der Unwetterkatastrophe getroffenen Nachbarlandkreis Ahrweiler sind auch die Verwaltungsgebäude in Teilen zerstört, sehr viele Mitarbeiter:innen der Verwaltungen persönlich betroffen und nicht arbeitsfähig. Daher haben die umliegenden Nachbarlandkreise ihre Unterstützung angeboten. Für die Kreisverwaltung Vulkaneifel war und ist dies eine Selbstverständlichkeit.

Bereits seit Beginn vergangener Woche haben zahlreiche Fahrzeugbesitzer aus dem Landkreis Ahrweiler die Möglichkeit genutzt, ihr in den Fluten zerstörtes Kraftfahrzeug bei der Kreisverwaltung Vulkaneifel in Daun abzumelden. Ab sofort können Bürgerinnen und Bürger des Kreises Ahrweiler auch bei der Kfz-Zulassungsstelle in Daun Zulassungen vornehmen. Hierzu wurden kurzfristig die melde- und EDV-technischen Voraussetzungen geschaffen sowie die benötigten Prägesiegelstempel organisiert. Zudem hat die Kfz-Zulassungsstelle in Daun ab dieser Woche zusätzlich Dienstag nachmittags geöffnet.

Ab dieser Woche hat die Kfz-Zulassungsstelle in Daun daher wie folgt geöffnet:

Montag bis Freitag:
08.00 bis 11.30 Uhr

Dienstag:

14:00 bis 16:00 Uhr

Donnerstag:
14.00 bis 17.30 Uhr
oder nach Vereinbarung

Auf Grund der momentanen Situation kann es dennoch zu Wartezeiten kommen. Unsere Mitarbeiter geben ihr Bestes. Wir bitten um Verständnis.

Die o.a. Änderungen betreffen ausschließlich die Kfz-Zulassungsstelle in Daun und treffen nicht auf die Aussenstelle in Jünkerath zu. Diese hat die bisherigen Öffnungszeiten beibehalten und kann keine Zulassungen für Ahrweiler vornehmen.

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Das Comeback der DTM 2021: Hubert Haupt startet durch

Meuspath/Nürburgring – Rund 30 Jahre nach seinem Debüt und knapp 20 Jahre nach seinem letzten Einsatz kehrt Hubert Haupt als Fahrer in die DTM zurück. Der erste Gaststart des HRT-Teambesitzers wird Ende August auf dem Nürburgring stattfinden. Mit dem Auftritt des 52-jährigen Münchners ist noch ein zweites Comeback verbunden, denn sein Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 6 wird das schwarz-weiße Design des neuen Teampartners PLAYBOY tragen. Über die Jahre hinweg zierte das ikonische Logo des weltbekannten Lifestyle-Magazins bereits mehrere Fahrzeuge in der DTM.

Mercedes-AMG GT3 #6 im schwarz-weißen PLAYBOY-Design. Foto: Hubert Haupt Racing Team

Nachdem Hubert Haupt als Teambesitzer unter der Nennung Mercedes-AMG Team HRT in der aktuellen Saison bereits zwei Mercedes-AMG GT3 in der DTM einsetzt, wird er bei den Rennen auf dem Nürburgring (20.-22. August) wieder persönlich im Cockpit Platz nehmen. Für Haupt ist es bereits der dritte Einsatz in der weltbekannten Rennserie. Nach seinem Einstand in den Jahren 1991-1992 als Werkspilot für Audi kehrte er zur Saison 2001 mit Opel in die DTM zurück. Nun erfolgt das Comeback mit einem Mercedes-AMG GT3 des eigenen Haupt Racing Teams. Damit ist Hubert Haupt der einzige Fahrer in der Geschichte der Serie mit Starts in der ursprünglichen DTM/ITC (1984–1996), der darauffolgenden Epoche (2000-2020) und in der aktuellen GT3-Ära (ab 2021).

Der Mercedes-AMG GT3 von Haupt bringt auch eine bekannte Marke zurück auf die Bühne der DTM – den PLAYBOY. Das Lifestyle-Magazin ist neuer Partner des Haupt Racing Teams bei dessen Einsätzen in der hochklassigen GT3-Serie. In der Vergangenheit war das Bunny-Logo schon des Öfteren Teil der DTM-Welt. Bei den Gaststarts von Hubert Haupt wird der Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer #6 nun mit einem ganz neuen Komplettdesign in den schwarz-weißen PLAYBOY Farben für Aufmerksamkeit sorgen. Ein ausführliches Interview zum DTM-Start von Hubert Haupt erscheint in der aktuellen August-Ausgabe des deutschen PLAYBOY (ab Donnerstag, 15.07. im Handel).

Hubert Haupt, Teambesitzer HRT und Fahrer Mercedes-AMG GT3#6
„Für mich geht der nächste Traum in Erfüllung. Zuerst das eigene Team, das an der DTM teilnimmt, und nun greife ich auch selbst noch einmal zum Lenkrad in dieser Serie, mit der ich so viele Erinnerungen verbinde. Etwas Schöneres kann man sich als Motorsportler kaum vorstellen. Mit PLAYBOY haben wir dafür einen großartigen Partner gewinnen können. Das ist einfach eine tolle, zeitlose Lifestyle-Marke. Sportlich reizt es mich natürlich, dass ich mich in diesem starken Umfeld mit jungen Profis messen kann. Wir sind gut vorbereitet und ich denke, dass wir auch ein gutes Ergebnis erzielen können.“

Florian Boitin, Chefredakteur und Publisher PLAYBOY Deutschland
„Motorsport und PLAYBOY haben eine lange gemeinsame Tradition. Und gerade in der DTM konnte PLAYBOY über die Jahre manch Triumphe feiern. Umso mehr freuen wir uns, dass wir jetzt als Team-Partner des erfolgreichen Unternehmers und Rennfahrers Hubert Haupt auf die Rennstrecke zurückkehren. HRT, Mercedes-AMG und PLAYBOY – das passt einfach.“

Über HRT
HRT steht für HAUPT RACING TEAM. Das im Juli 2020 von dem Rennfahrer und Unternehmer Hubert Haupt gegründete Team ist im internationalen GT3-Sport erfolgreich. Bei zahlreichen Einsätzen geht HRT mit erweiterter Werksunterstützung durch Mercedes-AMG an den Start. Die Vorbereitung der Einsätze und Fahrzeuge erfolgt unweit des Nürburgrings von Meuspath aus. Darüber hinaus engagiert sich HRT mit einem eigenen eSPORTS Team im professionellen Segment des Sim-Racings und ist ein gefragter Partner für Motorsport-Events aller Art. HRT verfügt über zahlreiche Experten mit großer Motorsport- und Engineering-Erfahrung, mit denen das breit aufgestellte Motorsport-Unternehmen unter anderem auch technische Entwicklungsprojekte für und mit seinen Partnern durchführt. Unternehmenssitz der Haupt Racing Team GmbH ist Grünwald bei München. Neben dem Motorsport ist Hubert Haupt vor allem als erfolgreicher Projektentwickler bekannt. Mit seiner Immobilien Holding realisiert er im süddeutschen Raum hochwertigste Wohn- und Gewerbekonzepte – von innovativen Gebäuden bis hin zu kompletten Stadtteilen.

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Ferien, Berufsfindung und Hochwasserhilfe

Region/Mayen-Koblenz – Die Ferienzeit in einem Jugendcamp auf einem Zeltplatz verbringen, tagsüber Praktika in verschiedenen Betrieben erleben und dabei Berufe aus erster Hand kennenlernen, die Freizeit als Gruppe mit Übernachtung in Zelten genießen – das ist die Idee des regioCamps, das durch die Handwerkskammer (HwK) Koblenz unterstützt wird. Mit der Hochwasserkatastrophe gibt es nun eine zusätzliche Ausrichtung und zeitliche Ausweitung des Projektes: Kinder und Jugendliche aus Familien, die vom Hochwasser betroffen sind, können das Camp inklusive Komplettbetreuung ebenfalls nutzen!

Schnell und unkompliziert hat der Veranstalter regioCamp, eine gemeinnützige Organisation der Jugendhilfe, auf die aktuelle Lage reagiert. Denn zunächst musste der ursprüngliche Veranstaltungsort in Winningen an der Mosel aufgrund der Hochwasserlage geräumt werden und fand mit einem Zeltplatz in Hausbay eine ideale Alternative im Grünen. Auch der Teilnehmerkreis wurde quasi über Nacht für Familien geöffnet, die vom Hochwasser betroffen sind. Camp-Initiator Harald Düster: „Jetzt, in der Phase des Aufräumens und Organisierens helfen wir betroffenen Familien, in dem wir ihren Kindern und Jugendlichen eine gesicherte Unterbringung anbieten. Das ist auch ein wichtiges Stückchen Normalität nach all dem Erlebten. Und natürlich steht das auch für Solidarität mit den Betroffenen. Wir helfen an dieser Stelle mit unseren Möglichkeiten und wollen für Entlastung sorgen.“ Das Camp wurde zeitlich um vier Wochen verlängert – von zwei auf nun sechs.

Martin Hummrich, Abteilungsleiter im Mainzer Wirtschaftsministerium, sagte Unterstützung seines Hauses über die bereits erfolgte Förderung hinaus zu. „In dieser Katastrophe gilt mehr denn je, zusammen zu halten und alle Hilfsmöglichkeiten auszuschöpfen. Zumal die Inhalte ja auch Klasse sind!“

Ulrike Mohrs, Bürgermeisterin der Stadt Koblenz, lobte wie auch HwK-Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich das Konzept des regioCamps und dessen perfekte Organisation. „Das bietet ganz andere Möglichkeiten, sich beruflich auszuprobieren. Die Verbindung aus Freizeitgestaltung im Kreise Gleichaltriger und Besuchen in regionalen Unternehmen, der dortige Austausch mit Auszubildenden und Mitarbeitern, ist Berufsorientierung mit Spaß. So lässt sich in den Ferien vielleicht auch eine Antwort finden, wie es nach der Schule in einer dualen Berufsausbildung weiter geht“, so Hellrich. „Es muss auch für Abiturienten nicht immer das Studium sein, denn auch die Wirtschaft bietet viele spannende und interessante Berufe, in denen auch die Verdienstmöglichkeiten stimmen“, motivierte Ulrike Mohrs die Camp-Teilnehmer, einen Blick über den Tellerrand hinaus in diese Richtung zu wagen.

Unterstützt wird die Initiative durch ein Netzwerk aus Unternehmen, Verbänden, Kammern, Organisationen, Einrichtungen, Hoch-Schulen, Vereinen und Privatpersonen. Projektträger des regioCAMP Rhein-Mosel in Hausbay ist der Lions Club Dieblich.

Mehr Informationen oder Rückfragen zum regioCamp bei Harald Düster unter „teamer@regiocamp.org“.

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Franz Kruse feiert Jubiläum – Anerkannter Mechernicher Künstler blickt auf über 55 Jahre Schaffen zurück

Mechernich – Von Bildern, Reliefs und Skulpturen über Theater, Fernsehen und Veranstaltungen alles dabei – Als Mitbegründer der Mechernicher Galerie im Rathaus soll diese für Kruse als Ort des Zurückblickens dienen. „Ob Impressionismus oder Expressionismus, da will ich mich nicht festlegen… da wird sowieso zu viel Unsinn reingedeutelt von Theoretikern und von Malern selbst, die beschimpfen sich ja meistens gegenseitig“: Franz Kruse ist Künstler, eine feste Nummer im rheinischen Kunstbetrieb, einst eine der schillernden Köpfe in der Kölner Kultur-Society. Und seit mehr als 40 Jahren ein Mechernicher Original, mit Wohnhaus in Floisdorf und Atelier am Eifelstadion.

Der etablierte Maler hat 2021 eine Menge zu feiern: Für Sonntag, 22. August, ist eine Atelierausstellung für sein Mechernicher Atelier im Schimmelsweg 2 angesetzt, bei der er einen tiefen Einblick in sein Schaffen und Leben gewährt. Und in die Entwicklung seines Stils, besser gesagt seiner „Stile“, denn einer wie Franz Kruse lässt sich nicht in eine Ecke stellen.

Sein Werk ist so dynamisch und wandlungsfähig wie der Erschaffer, der am 8. November vor 80 Jahren in Gelsenkirchen das Licht der Welt erblickte. Das will er zum Anlass nehmen für einen künstlerischen Rückblick seit seinen Anfängen in der Galerie im Rathaus, deren Kurator er ist. Irgendwann im Herbst, vielleicht um den Geburtstag herum…

Permanent inspiriert

Ein Blick in seine Skizzenbücher zeigt: Franz Kruse ist ein permanent inspirierter, ständig experimentierender und handwerklich stocksolider Maler. Sein Weg zur Darstellung ist nie derselbe wie beim letzten Mal. Kruse variiert nicht nur Themen, er erfindet ständig neue Bilder. Bereits im Jahre 1966 fand die erste Ausstellung mit Schaumstoff-Elementen in der Gelsenkirchener Jazz-Galerie statt. So fing alles an.

Geboren am 8. November 1941 in Gelsenkirchen absolvierte er nach der Realschule eine Ausbildung zum Schauwerbegestalter und Plakatmaler. Nach seiner Bundeswehrzeit arbeitete der Schüler von Bert Schadeck, Kurt Janitzki und Hans Rahn in Gelsenkirchen am Theater. Dort war er Dekorateur, später Leiter der Dekorationsabteilung. Seine künstlerischen Ambitionen machten nicht bei der Ausstattung von Theaterstücken halt.

Ihn reizte auch die Arbeit mit Texten und Schauspielern. So arbeitete er im Kölner Schauspielhaus als Regieassistent und führte im „Senftöpchen“ selbst Regie, entwarf das Bühnenbild und die Kostüme. Schon bei Fred Kassen, dem Gründer dieses bekannten Kölner Kleinkunsttheaters, konnte Kruse Erfolge mit Regiearbeiten und Bühnenbildern feiern.

Unter anderem gestaltete er im Lauf der Jahre Bühnenbilder, Programmhefte und Plakate für die Kölner Oper, Theater und Ballett. Auch betreute er die WDR-Konzert-Tour und kümmerte sich um die benötigten Kostüme und Requisiten. An TV-Arbeiten für ARD- und ZDF-Serien sowie den RTL-Karnevalssitzungen wirkte Kruse ebenfalls mit.

Der Wahl-Floisdorfer, der mit Ehefrau Charlotte schon Goldene Hochzeit feiern konnte, leistete viel Bühnengestaltung für Karneval und Silvestershows, oder auch für die 25-Jahr-Feier des Kölner Maritim-Hotels. Im Kruse-Jubiläumsjahr 2021 jährt sich auch ein Projekt zum 30. Mal, das er im benachbarten Rhein-Erftkreis 1991 plante und 1992 verwirklichte.

Dabei handelte es sich um die hochgelobte Gestaltung einer Reliefwand in der Adolf-Kolping-Schule Horrem, 22 Meter breite und vier Meter hoch. Dem Werk, das noch heute in der Geburtsstadt des heiliggesprochenen Gesellenvaters zu sehen ist, kam viel mediale Aufmerksamkeit zu – und ein gebundenes Konzeptbuch.

WM, Kulturhauptstadt, Mallorca

Divers und vielseitig ging es weiter. Am Fühlinger See in Köln gestaltete der Wahl-Floisdorfer die Eröffnungs- und Abschlussfeier der Ruder-Weltmeisterschaft im Jahre 1998. Als Essen im Jahr 2010 „Kulturhauptstadt Europas“ wurde, konnte Kruse mit einem zehnmal einem Meter messenden Banner im Zentrum der Stadt überzeugen. Auch die 75 Jahr-Feier des Kölner Festkomitees im Maritim-Hotel trug seine gestalterische Handschrift.

In 55 kreativen Jahren nahm Kruse an vielen Ausstellungen teil, zum Beispiel in den Galerien „Botz“ im Hafen von Andratx und „J“ in Palma, beides auf Mallorca, in den Kreishäusern Hürth und Bergheim, im Freilichtmuseum Kommern, der Abtei Brauweiler, diversen Galerien in Köln, dem NRW-Landtag in Düsseldorf und natürlich dem Kultur-Forum im Mechernicher Oktogon.

Eine weitere Herzensangelegenheit sind ihm seine Skulpturen: So zum Beispiel eine schwimmende Tulpeninseln auf dem Kommerner See, ein Kreisverkehr in Mechernich, diverse Stahlobjekte in Kallmuth, sein Mitwirken beim Projekt „Kunst geht baden“ in Gemünd sowie verschiedene Fahnengestaltungen in Deutschland und Frankreich.

Tulpen als roter Faden

Auffallend sind Kruses Tulpenbilder. Er liebt diese Blumen und ihre Darstellung zieht sich durch alle seine Stile und Schaffensepochen. Das ist so, seit er vor vielen Jahren als Mitarbeiter der Kölner Oper bei den Schwetzinger Festspielen im Schlosspark Tulpenfelder sah und sich in sie verliebte, möglicherweise der geschwungenen weiblichen Formen wegen. Seither taucht dieses Motiv immer wieder auf diverse Arten auf. Sei es gemalt oder als Skulptur – an den Tulpen kann man Kruses Entwicklung „ablesen“.

Auch für die Aktion Mensch, früher „Aktion Sorgenkind“, stellte Kruse sein Atelier zur Verfügung, in dem Prominente dann für den guten Zweck malen und sich auf andere Art künstlerisch ausdrücken konnten. Als Dozent war Kruse unter anderem an der VHS Euskirchen für die Fächer „Akt“ und „Farbige Gestaltung“ zuständig.

Besondere Porträt-Aufträge erhielt der Wahl-Floisdorfer von den Opernlegenden Jose Carreras oder Luciano Pavarotti. Selbst die Kölner Seilbahn ist nicht sicher vor ihm und diente bereits als Darstellungsfläche, die anschließend geplante Ausstellung fiel allerdings der Corona-Pandemie 2020 zum Opfer.

Mit seinen Bildern, meist in leuchtenden Farben und teilweise unter Verwendung verschiedenster Materialien hat sich Franz Kruse eine sehr eigene künstlerische Handschrift geschaffen, die ihn unverwechselbar macht. Mit seiner Jubiläumsausstellung will Kruse die mehr als 40 beruflich-gestalterischen Jahre in seiner „Galerie“ Revue passieren lassen und Entwicklungen und Stilwechsel, die seine Werke geprägt haben dokumentieren und herausstellen.

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Litauisches TV-Team drehte im Aachener Rathaus

Aachen – Der Krönungssaal des Aachener Rathauses war am vergangenen Donnerstag für etwa eine Stunde Dekor für den öffentlich-rechtlichen litauischen Sender LRT TV, der dort in Zusammenarbeit mit der litauischen TV-Produktionsfirma Media 3 Aufnahmen zum Dokumentarfilm „National Expedition. Litauen in Europa“ machte. Dr. Jürgen Linden, Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums, beantwortete den insgesamt fast 30 Teilnehmern und Teilnehmerinnen des Teams aus Litauen dabei zahlreiche Fragen zur Geschichte und Intention des Karlspreises.

„National Expedition. Litauen in Europa“ erzählt die Geschichte von Litauens „Reise“ nach Europa – von der ersten Erwähnung Litauens in deutschen Chroniken bis hin zu Litauen in der Europäischen Union. Die Dreharbeiten zum Film starteten symbolisch in Konstanz, wo zu Beginn des 15. Jahrhunderts im Rahmen des Konstanzer Konzils der so genannte „Traktatenstreit“ zwischen dem Deutschen Orden und dem Königreich Polen-Litauen stattfand. Sie endeten nach verschiedenen Stationen schließlich in Aachen, wo die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaitė im Krönungssaal des Rathauses mit dem Karlspreis 2013 ausgezeichnet wurde.

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Ausgezeichnet – Das Alterstrauma-Zentrum im Ev. Stift

Region/Mayen-Koblenz – Interdisziplinäres Team stellt sich erfolgreich freiwilliger Prüfung. Das Risiko, nach einem Oberschenkelhals­bruch zu sterben, steigt mit zunehmendem Alter. Laut einem aktuellen Studienergebnis wird in einem Alterstraumazentrum (ATZ) diese Sterblichkeit um mehr als 20 Prozent gesenkt. In einem ATZ arbeiten Unfallchirurgen und Altersmediziner gemeinsam mit ihren Pflegeteams Hand in Hand. Da unfall- oder operationsbedingte Strapazen in hohem Alter oft zu einer Verschlechterung des ohnehin meist sehr eingeschränkten Allgemein­zustandes führen, steigt auch die Gefahr, dauerhaft pflegebedürftig zu werden.

Das hat das ATZ im Ev. Stift St. Martin im Blick: „Schon in der Notaufnahme geht es los. Bei älteren Menschen, die nach einem Unfall zu uns kommen, werden sofort geriatrische Tests durchgeführt und die Medikamente überprüft“, so Dr. Horst-Peter Wagner, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Akutgeriatrie. „Wir kümmern uns im Anschluss um die operative Versorgung“, erläutert der Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Prof. Dr. Atesch Ateschrang. „Danach beginnt auf der Station die Versorgung durch das Behandlungsteam, das sind speziell ausgebildete Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Psychologen, Logopäden, Ernährungsberater und Mitarbeiter aus dem Sozialdienst.“

Seit 2019 gibt es das Alterstraumazentrum im Ev. Stift St. Martin. Das interdisziplinäre Team hat sich einer freiwilligen Prüfung unterzogen, um ein Qualitätssiegel zu erhalten und seine gute Arbeit unter Beweis zu stellen – mit Erfolg! Der Bericht der Prüfkommission führt als Stärken beispielsweise die berufsübergreifenden Fort- und Weiterbildungen durch Expertenteams, die ausführliche und aussagekräftige Pflegedokumentation in der digitalen Krankenakte, das fachspezifische Qualitätsmanagement und die hohe Identifikation mit dem Zentrumsgedanken auf. Mit dem Erhalt des Zertifikats darf sich das ATZ im Ev. Stift St. Martin AltersTraumaZentrum DGU® nennen.