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Sparschwein überstand Hochwasser – Spende für Hilfsgruppe Eifel

Bad Münstereifel/Mechernich – Hochwasser zerstörte die FC-Kult- Kneipe „Little Bit“ in Bad Münstereifel – Nur Sparschwein war mit 40 Kilogramm zu schwer zum Wegschwimmen – Inhalt ging als Spende an die Hilfsgruppe Eifel um den Lückerather Willi Greuel.

Eine beeindruckende Willensstärke und Zuversicht stellt der 81-jährige Gastwirt Rudi Bresgen unter Beweis, dessen Fußball-Kult-Gaststätte „Little Bit“ in der Innenstadt von Bad Münstereifel durch die verhängnisvolle Flut in der Nacht zum 15. Juli völlig zerstört worden ist. „Ich saniere die Kneipe und mache sie danach wieder auf“, steht für den betagten Fan des 1. FC Köln fest, der die kleine Gaststätte, die ein beliebter Treffpunkt von FC-Fans ist, seit 2006 in der Kurstadt betreibt.

15 Jahre lang hat die Spendensau auf der Theke des „Little Bit“ gestanden. Sie hat inzwischen ein „Schlacht“-Gewicht von 40 Kilogramm erreicht. Den noch unbekannten Inhalt hat Rudi Bresgen jetzt der Hilfsgruppe Eifel gespendet. Foto: Reiner Züll

Obwohl Rudi Bresgen durch die verheerende Flut die komplette Einrichtung der Gaststätte verloren hat, übergab er jetzt eine schwergewichtige Spende an die Hilfsgruppe Eifel, die derzeit Familien mit Kindern unterstützt, die durch die Flutkatastrophe besonders schwer betroffen sind.

Sparschwein 15 Jahre gefüttert

Zusammen mit seinem Kumpel Frank Kronenberg überreichte Rudi Bresgen ein über 40 Kilogramm schweres Sparschwein, das in seiner Kneipe auf der Theke gestanden hat, an den Hilfsgruppen-Vorsitzenden Willi Greuel aus Lückerath. 15 Jahre lang hatten Bresgens Gäste das große Keramik-Schwein mit Restgeld gefüttert und zu dem großen Gewicht verholfen.

„Die Sau ist das einzige Überbleibsel, das bei der Zerstörung der Gaststätte heil geblieben ist“, berichtete der 81-jährige FC-Fan, der bis zu seiner Pensionierung 35 Jahre lang als Lehrer an der Hauptschule in Satzvey gewirkt hatte. Zwar habe das Wasser in der Kneipe 1,80 Meter hoch gestanden, aber das massive Gewicht habe das Spendenschwein nicht wegschwimmen lassen. Dagegen seien alle Bilder, Fanartikel, Pokale und sonstige Erinnerungen an erfolgreiche Zeiten des FC Köln zerstört worden. Es sei nichts mehr zu retten gewesen.

Bei Kölner FC-Fans habe sich das Schicksal der beliebten Kultkneipe „Little Bit“ schnell herumgesprochen, berichtet Rudi Bresgen. Die bekannten Fanclubs „Wilde Horde“ und „Südkurve 1. FC Köln“ hätten ihm Hilfe angeboten. Sogar aus Berlin seien Helfer direkt angereist. Zu helfen gab es in der Kneipe allerdings nichts mehr, denn, so Bresgen: „Soldaten der Bundeswehr kamen und haben das zerstörte Inventar dankenswerterweise aus der Gaststätte geschafft und das Gebäude entkernt.“ Überhaupt sei in der ganzen Stadt eine große Solidarität und Hilfsbereitschaft zu spüren gewesen.

Etwas für krebskranke Kinder tun

Rudi Bresgen ist in Kreisen des 1. FC Köln bekannt wie ein bunter Hund, ebenso wie sein rot-weißer Kult-Smart mit dem Geißbock-Emblem und Bresgens Fußball-Motto „Liebe kennt keine Liga“. Nach seiner Pensionierung habe er sich mit dem „Little Bit“ den Traum von einer eigenen Kneipe erfüllt. Im Laufe der Jahre habe sich diese in ein kleines FC-Schatzkästchen verwandelt. „Ich habe mein ganzes Herzblut da hineingesteckt“, so Bresgen.

Dass er bei der Eröffnung das fast einen halben Meter lange und 30 Zentimeter hohe Sparschwein zum Sammeln für die Kinderkrebshilfe gekauft habe, habe damals einen ganz besonderen Grund gehabt. In seiner langjährigen Zeit als Lehrer an der Grundschule in Satzvey habe er mehrere krebskranke Kinder erlebt, von denen auch einige gestorben seien.

„Einer war ein netter Junge und ein ganz toller Fußballspieler“, erinnerte sich Bresgen: „In meiner Kneipe wollte ich dann etwas für krebskranke Kinder tun.” Jetzt, nach 15 Jahren, sei die Zeit gekommen, das Schwein zugunsten der Kinderkrebshilfe zu schlachten. Frank Kronenberg riet Bresgen, das Geld der Hilfsgruppe Eifel zu spenden.

Leeren statt „schlachten“

„Schlachten“ wird die Hilfsgruppe das Schwein, das deutliche Spuren der nächtlichen Flut aufweist, auf keinen Fall, versicherte Willi Greuel. Der Lückerather betonte, die Sau sei ein sichtbarer Zeitzeuge einer bisher nie dagewesenen Sintflut in der Region. „Wir leeren die Sau ohne sie zu zertrümmern und bringen sie zur Wiedereröffnung des »Little Bit« wieder zurück nach Bad Münstereifel“, versprach Willi Greuel, bevor er die schwergewichtige Spende zusammen mit Frank Kronenberg, der noch eine 500-Euro-Spende drauflegte, ins Auto trug.

Das Geld komme Familien mit Kindern als Soforthilfe zugute, die durch die Flut an Olef und Urft in einer Nacht ihr Heim sowie Hab und Gut verloren hätten. Vom Finanzamt habe die Hilfsgruppe eine bis zum 31. Oktober befristete Sondergenehmigung bekommen, betroffenen Familien mit Soforthilfen in Höhe von bis zu je 5.000 Euro unterstützen zu dürfen. Willi Greuel berichtete, dass die Hilfsgruppe wegen des großen Bedarfs bisher schon rund 85.000 Euro in vielen 2.000-Euro-Beträgen an betroffene Familien ausgezahlt habe. Deshalb sei die Hilfsgruppe jetzt auch weiterhin auf Spenden angewiesen.

www.hilfsgruppe-eifel.de

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Azubis von Westnetz unterstützen Flutopfer im Ahrtal

Region/Ahrweiler/Trier – Nachwuchskräfte bringen 25 Baustromverteiler ins Krisengebiet. Provisorische Stromversorgung für Betroffene. Gemeinsam haben die Auszubildenen und Ausbilder beim Verteilnetzbetreiber Westnetz ein Projekt gestartet, um Flutopfern im Ahrtal bei dem Aufbau der provisorischen Stromversorgung zu helfen. 14 Nachwuchskräfte von den Ausbildungszentren aus Saffig und Simmern im Hunsrück haben insgesamt 25 Baustromverteiler mit über 1.100 Metern Anschlusskabel technisch versehen und geprüft. Anschließend haben die jungen Menschen das dringend benötigte Equipment in die Krisenregion im Ahrtal ausgeliefert.

Durch den Einsatz der fertigen Baustromverteiler mit einem Gewicht von je 145 Kilogramm kann die provisorische Stromversorgung wieder hergestellt werden. „Es freut mich das diese sinnvolle Aktion durch so viele Auszubildene aus verschiedenen Standorten unterstützt werden konnte, sodass wir den Betroffenen mit den Baustromverteilern schon nach drei Tagen helfen konnten“, erklärt Ausbildungsleiter Jan Bruhn.

Auch darüber hinaus unterstützen die Auszubildenden von Westnetz die Kolleginnen und Kollegen des Verteilnetzbetreibers beim Wiederaufbau in den Hochwasserregionen, indem sie zum Beispiel allradgetriebene Fahrzeuge von anderen Standorten in die betroffenen Gebiete bringen.

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Jopp Plastics Technology GmbH in Obergartzem spendet 50.000 Euro an vom Hochwasser betroffene Kommunen

Mechernich-Obergartzem – Die schwere Unwetterkatastrophe in der Eifel und das daraus resultierende Leid habe die Mitarbeiter der gesamten Jopp-Gruppe tief berührt, sagt Christoph Theiß, Geschäftsführer der Jopp Plastics Technology GmbH in Obergartzem: „Wir alle fühlen mit den Menschen in den Katastrophengebieten und hoffen sehr, dass sich die Lage in den nächsten Tagen stabilisieren wird.“ Damit vor Ort schnelle Hilfe geleistet werden kann, hat Jopp Plastics jetzt 50.000 Euro an betroffene Kommunen in der Region gespendet.

Die Spende geht als Soforthilfe an den Kreis Euskirchen, die Städte Schleiden und Erftstadt sowie die Gemeinden Kall, Hellenthal und Nettersheim. Die Auswahl der Spendenempfänger hatte Geschäftsführer Theiß gemeinsam mit seinen Mitarbeitern getroffen.

Auch am Standort von Jopp Plastics in Obergartzem kam es aufgrund der Stromausfälle nach der Flutkatastrophe zu vorübergehenden Produktionsunterbrechungen, darüber hinaus blieb der Firmenstandort vom Hochwasser aber weitgehend verschont. Die meisten Mitarbeiter aus der Region konnten nach dem Unwetter allerdings kurzzeitig nicht zur Arbeit kommen – oder waren sogar persönlich vom Hochwasser betroffen.

Am Hauptsitz der Jopp-Gruppe in Bad Neustadt an der Saale in Bayern setzen sich die Mitarbeiter auch für ihre von der Flut betroffenen Kollegen ein. Geschäftsführer Martin Büchs rief über den Facebook-Auftritt des Unternehmens zu Spenden an die offiziellen Spendenkonten der betroffenen Kommunen und Hilfsorganisationen auf. Viele der mehr als 200 Mitarbeiter im Werk in Mechernich seien schwer betroffen, und hätten zum Teil ihr komplettes Hab und Gut verloren. Mitarbeiter am Hauptsitz der Unternehmensgruppe haben sich außerdem für schnelle praktische Hilfen in Form von beispielsweise Trockengeräten oder Leihwagen eingesetzt.

Die Spendenaktion sei ein besonderer Beweis für den großen Zusammenhalt innerhalb von Jopp, sagt Richard Diem, Geschäftsführer der Jopp Holding GmbH: „Als Firmengruppe halten wir in Krisenzeiten zusammen und helfen dort, wo es am nötigsten ist.“ Die Jopp Plastics Technology GmbH ist Partner namhafter Marken der Automobilindustrie und steht als Entwicklungspartner und Serienlieferant mit eigener Spritzgussfertigung für innovative Kunststofflösungen im Verbrenner und der E-Mobilität.

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15 Auszubildende und 3 Jahres-Praktikanten sind bei der Volksbank RheinAhrEifel eG neu gestartet

Mayen/Region – 18 junge Menschen aus der Region Rhein-Ahr-Eifel-Mosel haben zum 1. August 2021 ihre Ausbildung bzw. ein Jahrespraktikum bei der Volksbank RheinAhrEifel eG begonnen. In diesem Jahr bildet die Bank nicht nur Bankkaufleute aus, sondern auch in den Bereichen Immobilienkauffrau/-mann und Marketingkauffrau/-mann. Während ihrer Ausbildungszeit sind die Azubis und Praktikanten einem der vier Regionalmärkte zugeordnet. Ihre Begrüßung am ersten Ausbildungstag übernahm Vorstandsmitglied Markus Müller: „Gerade in so herausfordernen Zeiten wie sie mit der Unwetterkatastrophe und der Corona-Pandemie herrschen wird einmal mehr deutlich, wie wichtig unserer Genossenschaftsbank die Nähe zu den Mitgliedern und Kunden ist. In ihrer Ausbildung wird die persönliche Begleitung der Kunden deshalb ein zentraler Baustein sein. Denn genau damit unterscheiden wir uns auch von vielen Mitbewerbern. Ich wünsche Ihnen im Namen des gesamten Vorstands einen guten Start in unserer Bank.“ Ausbildungsleiterin Ursula Müller ergänzt: „Den neuen Kolleginnen und Kollegen stellen wir in diesem Jahr erstmals Paten an die Seite, die ihnen bei Fragen mit Rat und Tat zur Verfügung stehen. Die Paten – und das war uns sehr wichtig – sind Auszubildende aus anderen Jahrgängen, die sich schon sehr auf ihre Aufgabe freuen.“

Neu als Auszubildende dabei sind: Xenia Borsch, Marie Pott, Matteo Roma und Amy Engehorst (alle Regionalmarkt AhrBrohltal), Daniel Monschau und Emilie Rosa Zillgen (alle Regionalmarkt Eifel), Noah Clemens, Renee Brix, Miriam Kind, Have Memaj, Nele Müllers und Jovana Zlatkova (alle Regionalmarkt KoblenzMittelrheinMosel) sowie Patricia Hass, Alicia Laubenthal und Julia Rössel (alle Regionalmarkt MayenRhein). Als Jahrespraktikanten starteten: Laura Jünger, Jasmin Wagner und Max Bendel.

Mischung aus Praxisausbildung, Unterricht und Workshops

Bei der Ausbildung setzt die Volksbank auf eine Kombination aus Praxisausbildung in den Filialen sowie in den internen Fachabteilungen, Berufsschule und innerbetrieblichem Unterricht. Um noch näher am Kundengeschehen zu sein, werden Workshops mit Kollegen und Verbundpartnern organisiert. Im Rahmen der Begrüßung in Mayen erhielt jeder Auszubildende ein Tablet, um sich mit den digitalen Services der Bank vertraut zu machen.

Im zweiten Lehrjahr nehmen die Azubus an einem sozialen Projekt teil. Ziel ist es, ein neues Berufsfeld kennenzulernen und die sozialen Kompetenzen zu erweitern. Die Azubis der vergangenen Jahrgänge unterstützten beispielsweise in Kindergärten, Kitas und Senioreneinrichtungen. Die beste Abschlussprüfung belohnt die Volksbank RheinAhrEifel außerdem mit dem Herbert-Rütten-Preis. Er ist mit 1.000 Euro dotiert.

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Zinsfreier Stundungs-Antrag für Flutopfer in Schleiden

Schleiden – Am 15. August sind zum gesetzlich vorgeschriebenen Hebetermin die nächsten Steuerzahlungen fällig. Die Stadt Schleiden ermöglicht den nachweislich unmittelbar und erheblich von der Hochwasser-Katastrophe betroffenen Steuerpflichtigen, einen Antrag auf Stundung der bereits fälligen oder fällig werdenden Steuern stellen. Die Stadt Schleiden wird dabei auf Stundungszinsen verzichten.

Der formlose Antrag auf zinslose Stundung ist baldmöglichst per E-Mail an stadtkasse@schleiden.de oder per Post an die Stadt Schleiden, Blankenheimer Straße 2, 53937 Schleiden, gerichtet werden. Im Antrag sind die persönlichen Verhältnisse kurz darzulegen.

Für Rückfragen steht die Stadtkasse gerne unter stadtkasse@schleiden.de oder 02445 89-420 zur Verfügung.

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Ausbildungsstart: 110 Nachwuchskräfte für die Stadt Aachen

Aachen – Am gestrigen Montag, 02. August begrüßte die Stadt Aachen im Europasaal des Eurogress an der Monheimsallee 110 neue Nachwuchskräfte, die in den unterschiedlichsten Fachbereichen der Stadtverwaltung ihre Ausbildung beginnen werden. Pünktlich um 8.30 Uhr begrüßte Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen die Auszubildenden, die unter anderem als Stadtinspektoranwärter*innen, Gärtner*innen, Maßschneiderin, Verwaltungstechniker oder Erzieher*innen bei der drittgrößten Arbeitgeberin der Region ihre Ausbildung absolvieren werden. Oberbürgermeisterin Keupen betonte: „Auf Sie kommt mit diesem Schritt viel Neues, Unbekanntes zu.“ Sie ermutigte die jungen Nachwuchskräfte in schwierigen Phasen der Ausbildung „das Gespräch zu suchen mit Kolleginnen und Kollegen“. Denn: „Wir haben großes Interesse, dass sie uns treu bleiben. Wir brauchen Menschen, die mit Herz, Verstand und Hand anpacken“, betonte die Oberbürgermeisterin.

Die Beigeordnete für Bildung, Kultur, Schule, Jugend und Sport, Susanne Schwier begrüßte vor allem die große Gruppe – nahezu die Hälfte der Auszubildenden – der angehenden Erzieher*innen und pädagogischen Fachkräfte für die Offenen Ganztagsschulen: „Sie unterstützen uns, damit Aachen eine familienfreundliche Stadt bleibt.“

Der Fachbereichsleiter des Fachbereichs Personal und Organisation, Berthold Hammers, hatte eine Präsentation vorbereitet, die den 110 Nachwuchskräften die schönsten und innovativsten Seiten Aachens aufzeigte. „In der Stadt arbeiten, in der andere Urlaub machen“ lautet sein Fazit.

Auch die verschiedenen Vertretungen der Personalräte, der Jugend- und Auszubildendenvertretung und Schwerbehindertenvertretung begrüßten die Nachwuchskräfte und baten den Auszubildenden Unterstützung in der Ausbildungszeit an.

Attraktive und qualitativ gute Ausbildungszeit

Das letzte Wort gehörte der Ausbildungsleiterin Birgit Krott, die sich auf eine „attraktive und qualitativ gute Ausbildungszeit“ freut: „Danke, dass Sie sich für die Stadt Aachen als Ausbildungsbehörde entscheiden haben. Bringen Sie sich ein, seien Sie aktiv und blicken Sie neugierig in die Zukunft, denn sie gehört Ihnen.“

Zehn Brandmeisteranwärter*innen, die ab dem 1. Oktober ihren Dienst für die Stadt beginnen werden, werden zu einem späteren Zeitpunkt intern begrüßt werden. Auch der Stadtbetrieb wird seine Nachwuchskräfte – die ebenfalls im Eurogress anwesend waren – noch einmal persönlich begrüßen.

Insgesamt starten dieses Jahr 26 junge Beamt*innen ihre Laufbahn bei der Stadt Aachen. Am Freitag, 30. Juli, bekamen fünf Stadtsekretäranwärter*innen sowie 20 Stadtinspektoranwärter*innen im Krönungsaal des Rathauses bereits ihre Urkunden überreicht, bevor sie am heutigen Tag auch im Eurogress mit den anderen Berufseinsteiger*innen begrüßt wurden. Für die Stadtsekretäranwärter*innen startete die zweijährige Ausbildung am 1. August. Das dreijährige duale Studium der Stadtinspektoranwärter*innen beginnt am 1. September. Zusätzlich startet eine Aufstiegsbeamtin das duale Studium zur Stadtinspektorin.

Die feierliche Begrüßung, die in den vergangenen Jahren stets im Ratssaal stattfand, musste in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal aufgrund der andauernden Auswirkungen des Corona-Virus in den Eurogress umziehen.

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Staatssekretär Fedor Ruhose informiert sich in Sinzig über Auswirkungen der Unwetter-Katastrophe

Sinzig – Bei einem Besuch in Sinzig konnte sich Sozialstaatssekretär Fedor Ruhose am gestrigen Montag ein Bild der Lage nach den verheerenden Unwettern von Mitte Juli machen. Erste Anlaufstelle war die Werkstatt für behinderte Menschen der St. Raphael Caritas Alten- und Behindertenhilfe in Sinzig. Durch das Hochwasser wurde die komplette Infrastruktur des Standortes, an dem vor dem Hochwasser knapp 300 Menschen mit und ohne Behinderungen gearbeitet haben, zerstört.

Zahlreiche Helferinnen und Helfer waren in den letzten Tagen damit beschäftigt, die Gebäude und Grundstücke von Schutt und Schlamm zu befreien. „Ihnen gilt mein besonderer Dank und meine Anerkennung für ihren uneigennützigen Einsatz“ zeigte sich Staatssekretär Ruhose tief beeindruckt von der großen Hilfsbereitschaft vor Ort.

Mit Blick auf die kommenden Wochen ergänzte der Staatssekretär: „Ziel ist es, durch Übergangslösungen den Menschen mit Behinderungen vor Ort schnellstmöglich wieder einen Arbeitsplatz anzubieten und ihnen dadurch ein Stück des normalen Alltags zurückzugeben. Im nächsten Schritt müssen dann langfristige Lösungen für den Betrieb der Werkstatt gefunden und mögliche Unterstützungsleistungen strukturiert werden.“

Pflegestützpunkte sind wichtige Partner bei der Koordinierung der Hilfen vor Ort

Beim Besuch des Pflegestützpunkts Sinzig nutzte Staatsekretär Ruhose die Gelegenheit, sich mit den Fachkräften über die Geschehnisse der letzten beiden Wochen auszutauschen. Bereits ab dem 20. Juli 2021 waren die Pflegestützpunkte in der Krisenregion vom Sozialministerium in einen Austausch eingebunden worden, um mit ihrer Hilfe die akut notwendige Unterstützung und Beratung bei der Versorgung von pflegebedürftigen Menschen zu vermitteln.

Der Pflegestützpunkt Sinzig ist einer von vier Pflegestützpunkten im betroffenen Landkreis Ahrweiler und im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe ein besonders wichtiger Partner bei der Koordinierung der Hilfen vor Ort. Die Nachfrage nach stationären Pflegeplätzen oder Kurzzeitpflegeplätzen ist groß und wird aller Voraussicht nach noch anhalten. So haben viele Familien ihre pflegebedürftigen Angehörigen aus dem Überschwemmungsgebiet bei sich zu Hause aufgenommen und versorgt. Es ist aber davon auszugehen, dass diese Form der Betreuung nicht langfristig möglich ist und alternative Versorgungsangebote benötigt werden.

„Ich bin froh, dass wir in Rheinland-Pfalz das Beratungsangebot gemeinsam mit den Pflegekassen, den Trägern der Beratung und Koordinierungsfachkräfte und den Landkreisen und kreisfreien Städten so eng geknüpft haben, dass in einer solchen Notlage eine gute und ortsnahe Unterstützung der Menschen möglich und gewährleistet ist. Allen Pflegeberaterinnen und –beratern sowie den Fachkräften der Beratung und Koordinierung danke ich für ihren Einsatz und die Unterstützung. Der PflegeGesellschaft, deren Verbänden und den Einrichtungen, wie auch der Beratungs- und Prüfbehörde beim Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung danke ich für die enge Abstimmung. Dieses Zusammenspiel bildet eine wichtige Grundlage dafür, hilfebedürftigen Menschen schnell ein entsprechendes Unterstützungsangebot vermitteln zu können.“

Begleitet wurde Staatssekretär Ruhose von Matthias Moritz, Geschäftsführer der Landespflegekammer Reinland-Pfalz, der als Verbindungsperson des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz in der Kriseneinheit des Landes die Themen Betreuung, Pflege und Eingliederungshilfe koordiniert. Er konnte in einem persönlichen Gespräch besonders eindrücklich die Situation und Herausforderungen für die Betroffenen schildern und zeigte auf, dass der Evakuierung von Menschen mit Pflegebedarfen oder Menschen mit Behinderungen ein besonderes Augenmerk gelten muss.

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Inklusion und Teilhabe sind seine Themen

Langsur/Trier-Land – Stefan Hoffmann aus Langsur ist Behindertenbeauftragter der VG Trier-Land. Der Verbandsgemeinderat Trier-Land wählte Stefan Hoffmann aus Langsur zum ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten der Verbandsgemeinde Trier-Land. Die Ernennungsurkunde nahm er dann aus den Händen von Bürgermeister Michael Holstein entgegen, der ihm für seine Tätigkeit viel Erfolg wünschte.

Besondere Motivation für sein neues Ehrenamt zieht der Angehörige der Bundespolizei aus seinem eigenen Erleben. „Ich weiß, wie schnell man auf der ‚anderen Seite‘ stehen kann und sich dann auf einmal viele Fragen stellen“, so Hoffmann. Er sieht seine Aufgabe darin, betroffene Menschen über ihre Rechte zu informieren, Aufklärungsarbeit zu leisten und unterschiedliche Wege aufzuzeigen, wie sie unterstützt werden können.

Wichtig ist ihm die Feststellung, dass er stets den Menschen im Blick hat. Diese Einstellung sei ihm in seiner Funktion als langjähriger Personalratsvorsitzender sehr zugute gekommen. Auch da habe er schon in schwierigen Fällen kreative Lösungen gefunden. Stefan Hoffmann freut sich auf seine Aufgabe als Ansprechpartner in allen Fragen rund um Inklusion und Teilhabe.

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Erdgasnetz im Stadtteil Lohrsdorf wird wieder in Betrieb genommen

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Nach der Flutkatastrophe können die Haushalte wieder versorgt werden. Gute Nachrichten für die Bürger aus Bad Neuenahr-Ahrweiler, die im Stadtteil Lohrsdorf wohnen: Den Netzexperten der Energienetze Mittelrhein (enm) ist es gelungen, die Station Lohrsdorf wieder in einen betriebsfähigen Zustand zu versetzen. Nach der Flutkatastrophe war die Erdgasversorgung dort zunächst aufgrund massiver Zerstörungen zusammengebrochen.

Um die Erdgasnetzanschlüsse in Betrieb nehmen zu können, müssen diese im ersten Schritt geschlossen werden. Diese vorbereitenden Maßnahmen werden bereits am Dienstag, 3. August beginnen.

Am Donnerstag, 5. August, will die Netzgesellschaft der Energieversorgung Mittelrhein, diese Erdgasstation wieder in Betrieb nehmen. Am Donnerstag und Freitag werden die Netzanschlüsse in den einzelnen Wohngebäuden durch enm-Monteure geöffnet, sodass die Anwohner wieder mit Erdgas versorgt werden können. Die Energienetze Mittelrhein bitten die Anwohner in Lohrsdorf darum, entweder anwesend zu sein oder aber den Schlüssel bei einem Nachbarn zu deponieren, sodass die Monteure Zugang zu den jeweiligen Hausanschlussräumen erhalten können.

Sollte die Heizung aufgrund des Hochwassers nicht mehr funktionieren, muss für die Instandsetzung oder den Austausch ein Vertragsinstallationsunternehmen beauftragt werden.

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Startschuss für junge Menschen bei der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich

Wittlich – Am 1. Juli 2021 starteten sechs Nachwuchskräfte ihre Ausbildung bei der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich. Marie Bialluch, Niko Kolley, Alisa Wintrich und Meike Leyendecker haben sich für das dreijährige duale Studium (3. Einstiegsamt) entschieden. Antonia Schuster und Agnieszka Wagner beginnen die zweijährige Ausbildung zur Verwaltungswirtin (2. Einstiegsamt). Zusammen mit den Neuzugängen bildet die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich aktuell 17 Anwärter aus.

Im Juni konnten Martin Felzen, Sophie Göbel und Anne Reichert ihre Ausbildung bei der Kreisverwaltung mit sehr guten Ergebnissen beenden. Die jungen Menschen werden nach diesem erfolgreichen Abschluss in verschiedenen Fachbereichen innerhalb der Verwaltung eingesetzt.

Für das kommende Jahr bietet die Kreisverwaltung erneut Ausbildungsplätze an. Es sind wiederum für das duale Studium sowie für die Ausbildung zum/zur Verwaltungswirt/in Stellen zu vergeben.

Bei Interesse und Fragen rund um die Ausbildung steht die Ausbildungsleiterin Kathrin Ewertz, Tel.: 06571 14-2118, E-Mail: Kathrin.Ewertz@Bernkastel-Wittlich.de, zur Verfügung. Weitere Informationen sind zu finden unter www.bernkastel-wittlich.de/ausbildung.html.