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Kostenfreier DFB-Info-Abend für Vereinstrainer an drei Terminen im Oktober und November

Region/Koblenz – Spannende Einblicke für Vereinstrainer: Ab Ende Oktober laden Ricardo Böck, DFB-Stützpunktkoordinator des Fußballverbandes Rheinland, und die Trainer der insgesamt neun DFB-Stützpunkte im Rheinland an insgesamt drei Terminen zu einem Info-Abend ein. „Tore vorbereiten und erzielen mit Variabilität“: So lautet die Überschrift über jene kostenfreie Veranstaltung, die in allen neun Stützpunkten des Rheinlandes durchgeführt wird – detaillierte Informationen über die Uhrzeiten und die Austragungsorte finden Sie unten. Herzlich eingeladen sind alle Vereinstrainer, deren Kinder an einem DFB-Stützpunkt sind, aber ausdrücklich auch jene, deren Kinder nicht an einem DFB-Stützpunkt sind.

Bei dieser Trainer-Fortbildung leiten Stützpunkttrainer eine exemplarische Trainingseinheit, während ein weiterer Stützpunkttrainer den anwesenden Vereinstrainern die Trainingsinhalte und -Abläufe moderiert. Alle Teilnehmer erhalten am Ende der Kurzschulung eine Infobroschüre, die die Trainingseinheit detailliert beschreibt. Der Theorie-Teil des Info-Abends wird draußen stattfinden, alternativ werden während der Einheit die wichtigsten Informationen durch die Stützpunkttrainer moderiert.

Und darum geht es:  Das immer variablere und komplexere Spiel stellt ganz spezielle Anforderungen an Spieler*innen von heute und morgen. Wenn es der Matchplan erfordert, müssen sie in verschiedenen Formationen „funktionieren“. Im Verlauf eines Spiels sind diverse Positionswechsel mittlerweile Standard. Deshalb müssen alle Spieler*innen – egal auf welcher Position – immer wieder neue Situationen in kürzester Zeit erfassen, blitzschnell bewerten und variabel(!) eine geeignete Lösung heraussuchen und umsetzen – und das alles unter hohem Raum-, Zeit- und Gegnerdruck. Kurzum: Variabilität ist eine zentrale Qualitäts- und Erfolgskomponente im Fußball! Auf diese Anforderungen sind die jungen Spieler und Spielerinnen rechtzeitig und regelmäßig vorzubereiten. Dazu eignen sich variantenreiche Spielformen, in denen sie per Einzelaktionen und/oder gemeinsam im Team ständig neue Lösungen finden müssen.

Hier die Termin-Übersicht der einzelnen Stützpunkte:

Datum Stützpunkt/Kreis Ort der Austragung Uhrzeit
25.10.2021 WW-Sieg 56457 Westerburg, Wörthstr. 41 (RP) 18:00
08.11.2021 WW-Wied 56242 Selters, Jahnstr. (KR) 18:00
15.11.2021 Rhein-Lahn 56368 Katzenelnbogen, Marktstr. (KR) 18:00
25.10.2021 Koblenz 56333 Winningen, Marktstr. (Hybrid-RP) 18:00
25.10.2021 Rhein/Ahr 56653 Wehr, Waldstr. (KR) 18:00
25.10.2021 Hunsrück/Mosel 56288 Kastellaun, Graf – Moltke – Str. (RP) 18:00
25.10.2021 Trier-Saarburg 54296 Trier (Olewig), Zur Mühle (RP) 18:00
25.10.2021 Eifel 54634 Bitburg (Sportschule), Charles-Lindbergh-Allee 12 (RP) 17:30
25.10.2021 Mosel 54486 Mülheim an der Mosel, Hauptstr. (KR) 18:30
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Ahr-Winzer wieder stark beim Deutschen Rotweinpreis

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Preisverleihung des Weinmagazins Vinum erstmals im Ahrtal. Weingüter Meyer-Näkel und H.J. Kreuzberg aus Dernau gewinnen 1. Plätze. Er ist einer der renommierten Weinpreise von internationalem Rang und zeichnet jährlich die Besten der Besten aus allen deutschen Weinbauregionen aus: Der Deutsche Rotweinpreis des europäischen Weinmagazins Vinum.

In diesem Jahr sind wieder Top-Rotweine der Ahr unter den Preisträgern, allen voran die Weingüter Meyer-Näkel und H.J. Kreuzberg aus Dernau mit jeweils ersten Plätzen in den Kategorien Spätburgunder und Klassische Deutsche Sorten. Ein Novum: Erstmals ist das Ahrtal am Samstag, 13. November, Schauplatz der Preisverleihung von Vinum mit Sitz in der Schweiz. Der Ahrwein e.V. war bereits seit 2020 in Gesprächen mit Vinum, die Veranstaltung ins Ahrtal zu holen.

Wein-Tasting am 13. November im Kloster Marienthal

„Eigentlich sollte es eine große Galaveranstaltung im Steigenberger Kurhaus-Saal geben. Die Flutkatastrophe hat diese Pläne leider zunichte gemacht. Umso dankbarer sind wir Vinum, dass sie am Ahrtal als Standort festgehalten haben, auch wenn die Veranstaltung in etwas kleinerem Rahmen organisiert wird“, erläutert Peter Kriechel, Vorsitzender des Ahrwein e.V. Die Preisverleihung findet am 13. November ab 11 Uhr im Kloster Marienthal statt. Nach der internen Veranstaltung präsentieren 25 Erfolgsbetriebe von 14 bis 17.30 Uhr weit über hundert Weine aus ihren Kollektionen für Weinfreunde aus Nah und Fern. Die Erzeuger kommen aus den Anbaugebieten Württemberg, Baden, der Pfalz, Rheinhessen und sogar von Saale-Unstrut. Tickets für das Wine-Tasting zum Preis von 25 Euro sind erhältlich unter www.vinum.eu/rotweinpreis-festival

Fünf Weingüter von der Ahr ausgezeichnet

Schon etliche Male sprangen Weinerzeuger von der Ahr beim Deutschen Rotweinpreis von Vinum auf das Podest, gegen starke nationale Konkurrenz. Denn über 1500 Weine werden regelmäßig für diesen Wettbewerb aufgeboten. Im Vorjahr siegten gemeinsam die Weingüter Meyer-Näkel und die Winzergenossenschaft Mayschoß in der Königsklasse Spätburgunder. Auch in diesem Jahr stellte die Ahr zwei Sieger, drei weitere Winzer platzierten sich auf dem Treppchen. So konnten Meike und Dörte Näkel sowie Ludwig Kreuzberg einen ersten Rang erzielen und auch die Weingüter Deutzerhof, Kriechel und Stodden freuten sich über Top-Ränge in diesem Jahr. Die Weine dafür wurden allesamt kurz vor der Flutkatastrophe auf den Weg gebracht.

„Nach diesen tollen Erfolgen war es für uns selbstverständlich, dass die diesjährigen Ehrungen und Weinvorstellungen an der Ahr stattfinden müssen“, berichtet der Erfinder des Rotweinpreises, Vinum-Redakteur Rudolf Knoll. Jetzt sei zwar teilweise Improvisation angesagt, aber man wolle einen Beitrag zum Wiederaufbau und der Erholung der Region leisten.

Die Preisträger von der Ahr:

 Kategorie Spätburgunder

  1. Platz

2019 Spätburgunder Walporzheimer Kräuterberg

Großes Gewächs Ahr

Weingut Meyer-Näkel, Dernau

  1. Plätze

2019 Spätburgunder Dernauer Pfarrwingert

Großes Gewächs Ahr

Weingut Meyer-Näkel, Dernau

2018 Spätburgunder Recher Herrenberg

Großes Gewächs Ahr

Weingut Jean Stodden, Rech

Kategorie Klassische deutsche Sorten

1.Platz

2019 Frühburgunder Dernauer Hardtberg

Großes Gewächs Ahr

Weingut H.J. Kreuzberg, Dernau

Zweimal 2. Platz

2019 Frühburgunder Mayschosser Mönchberg

Großes Gewächs Ahr

Deutzerhof, Mayschoß

2018 Frühburgunder Dernauer Hardtberg

Großes Gewächs Ahr

Weingut H.J. Kreuzberg, Dernau

Kategorie Unterschätzte Sorten

  1. Platz

2018 Portugieser Walporzheimer Kräuterberg Ahr

Weingut Kriechel, Ahrweiler

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Weitere Gebiete im Ahrtal wieder mit Erdgas versorgt

Bad Neuenahr – Inbetriebnahme schreitet weiter voran – Hausanschlüsse werden entlüftet – Eigentümer müssen sich um Installateure kümmern. Die Energienetze Mittelrhein (enm) kann weitere Bereiche in Bad Neuenahr-Ahrweiler wieder mit Erdgas versorgen. Unter anderem betrifft dies den Stadtteil Ramersbach sowie Straßenzüge in Bachem, Bad Neuenahr und Ahrweiler.

Bereits seit Mittwoch, 20. Oktober, nehmen die Monteure den Sektor 2a wieder in Betrieb. Am gestrigen Donnerstag, 21. Oktober, starteten sie in Sektor 11a. Sektor 8c ist ab dem heutigen Freitag, 22. Oktober, an der Reihe und am Samstag, 23. Oktober, Sektor 4b. In der kommenden Woche beginnen die Netzexperten dann am Montag, 25. Oktober, in den Sektoren 2b und am Dienstag, 26. Oktober, in 5a. Welche Straßen die jeweiligen Sektoren umfassen, können Anwohner auf der Internetseite des Unternehmens ablesen. Unter www.enm.de/hochwasser gibt es eine tagesaktuelle und interaktive Karte, in der über die Suchfunktion auch nach einzelnen Adressen gesucht werden kann.

Mitarbeiter der evm-Gruppe und deren Partnerunternehmen müssen in diesen Bereichen in alle Häuser, um den Hausanschluss zu entlüften, bevor die Heizungen wieder in Betrieb genommen werden können. Dazu ist sie täglich in den betroffenen Sektoren und darüber hinaus unterwegs – auch am Samstag, 23. Oktober. „Bitte seien Sie zu Hause und räumen Sie vorab schon einmal den Weg zum Hausanschluss frei“, bittet Marcelo Peerenboom, Pressesprecher der evm-Gruppe. „So geht es schneller und wir schaffen mehr Anschlüsse in kürzerer Zeit, damit es bald wieder in allen Haushalten in Bad Neuenahr-Ahrweiler warm wird.“

Die evm-Gruppe weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass Kunden, bei denen der Gaszähler aufgrund des Hochwassers ausgebaut wurde, einen Installateur beauftragen müssen. Dieser setzt dann den Zähler neu und nimmt die Heizungsanlagen wieder in Betrieb.

Alle Informationen zu Wiederinbetriebnahme finden Betroffene unter www.enm.de/hochwasser.

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Notarzt: Auch kleine Unfälle vorsorglich behandeln lassen

Region/Bad Ems – Folgen lassen sich nach ärztlicher Fachdiagnose besser einschätzen / Paracelsus-Klinik Bad Ems sichert mit gut ausgestatteter Notfallambulanz die Versorgung des Rhein-Lahn-Kreises / Klinik ist auch für Arbeitsunfälle erste Anlaufstelle / Notfallsanitäter wissen kompetente und freundliche Klinik zu schätzen.

Ein Sturz von der Leiter beim Fensterputzen, ein Schnitt mit dem Messer beim Kochen oder ein Ausrutscher im nassen Herbstlaub – Verletzungen und Unfälle gehören trotz aller Vorsicht zum Alltag. Nicht immer ist es dann mit dem obligatorischen Heftpflaster oder der schmerzlindernden Salbe getan. „Unfälle jeder Art – gerade bei Senioren und Kindern – gehören vorsorglich immer in ärztliche Hände“, rät Habib Badwan, Leitender Oberarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie an der Paracelsus Klinik Bad Ems. „Denn nur mit der richtigen Diagnose lässt sich sicher beurteilen, ob zum Beispiel innere Organe verletzt wurden, Bänder angerissen oder Knochen angebrochen sind.“ Wer da nicht rechtzeitig in ärztliche Behandlung kommt, riskiert schnell bleibende Folgeschäden.

Umfassende Notfallbehandlung

Im Rhein-Lahn-Kreis ist in solchen Fällen die Paracelsus-Klinik Bad Ems die erste Adresse. Vor einem Jahr hat die Klinik ihre Notfallambulanz in Betrieb genommen. Das Besondere: Sie bietet ein ausgesprochen breites Behandlungsspektrum an. Ob Orthopädie, Unfallchirurgie oder Chirurgie, Kardiologie, Innere Medizin oder Intensivmedizin – für alle Fälle gibt es dort die passende Behandlung und spezialisierte Ärzte. „Wir haben Unfallopfer mit Verletzungen des Bewegungsapparates, wie Knochenbrüchen, Gelenk-, Muskel- und Sehnen-Verletzungen, Schäden an der Wirbelsäule, aber auch internistische Notfälle wie Herzinfarkte“, so der Sektionsleiter Unfallchirurgie Habib Badwan. „Allen können wir dank unseres breiten medizinischen Spektrums sicher helfen. Sollte etwas gebrochen sein, verfügt die Klinik sogar über modernste Osteosynthesematerialien, mit denen Knochenbrüche schnell und wirksam stabilisiert werden können.” Darüber hinaus sei man bei Paracelsus von der medizinischen Ausstattung her auf dem aktuellen Stand, so der Arzt: „Die gesamte Ausstattung der Operationssäle wurde erst vor wenigen Jahren erneuert. Wir sind damit im Vergleich zu anderen Häusern hervorragend ausgestattet.“

Soforthilfe bei Arbeitsunfällen

Das gilt auch für Arbeitsunfälle. Denn Habib Badwan, der seit April 2020 an der Klinik arbeitet, ist gleichzeitig Durchgangsarzt, zugelassen von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), also Spezialist für alle betrieblichen und schulischen Unfälle. „Wir haben vor einem Jahr die offizielle Genehmigung für die Behandlung von Arbeitsunfällen bekommen und damit eine Lücke in der Region Bad Ems geschlossen“, so der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. „Patienten, die zu uns in die Notaufnahme kommen, können wir seitdem eine einzigartige Rundumversorgung anbieten, nicht nur stationär, sondern im Rahmen einer Berufsgenossenschafts (BG)-Sprechstunde für Arbeitsunfälle auch ambulant bis zur vollständigen Genesung.“ Die Bilanz des ersten Jahres fällt dabei beeindruckend aus: Rund 800 Arbeitsunfälle wurden seit Eröffnung der Ambulanz im Oktober 2020 behandelt, insbesondere aus der ländlichen Region zwischen Montabaur und Koblenz. Häufigste Verletzungen sind Knochenbrüche im Fußgelenk, an Armen und Händen sowie am Oberschenkel, aber auch Schnittwunden.

Heißes Dankeschön für Rettungssanitäter

Dass Patienten in der Notaufnahme der Paracelsus-Klinik Bad Ems umfassend und gut behandelt werden, hat sich mittlerweile herumgesprochen – auch bei den Rettungssanitätern der Region. „Uns erreicht in den letzten Monaten eine steigende Zahl von Rettungsfahrten”, berichtet Klinikmanagerin Anne Schröer. „Das ist ein schwerer Job – gerade in Zeiten der Pandemie und im Winter. Wir haben uns deshalb überlegt, dass wir uns bei den Kolleginnen und Kollegen auf den Rettungstransportwagen bedanken wollen.” Statt des üblichen schnellen Kaffees gibt es darum seit einigen Wochen an der Paracelsus-Klinik ein leckeres warmes Essen. „Wir haben hier einen eigenen Kühlschrank installiert mit fertig gekochten Gerichten, die schnell heiß gemacht werden können für eine Mittagspause, ohne dass die Teams in der Bereitschaft zu viel Zeit verlieren. Darüber hinaus gibt es Kaffee, Süßigkeiten und Kaltgetränke”, freut sich die Klinikmanagerin. „Den Patienten geht es bei uns gut, warum nicht auch den Helfern, die täglich im Einsatz sind?”

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Tatort Burg Nideggen – Krimi-Lesenacht Mord(s)-Vergnügen war voller Erfolg

Düren – Knisterndes Feuer, entspannte Klänge, kalte Getränke, namhafte Autoren und vor allem eine Herbst-Stimmung, wie sie schöner nicht sein könnte: Am 15. Oktober hatte das Nideggener Burgenmuseum wieder zur jährlichen Krimi-Nacht „Mord(s)-Vergnügen“ auf Burg Nideggen eingeladen und begeisterte Krimi-Fans ebenso wie die anwendenden Autoren.

Ab 19 Uhr konnten die gespannten Besucher die Burganlage über einen mit Fackeln gesäumten Weg betreten. Im Burghof erwarteten die Gäste Lagerfeuer, ein stimmungsvolles musikalisches Duo unter der Leitung von Bernhard Gerards, eine Outdoor-Bar mit Getränken und Snacks sowie ein gut bestückter Büchertisch der Buchhandlung Lesezeichen aus Kreuzau. Nachdem alle Krimifans in „ihre“ Gruppe eingeteilt worden waren, konnte es mit dem Mord(s)vergnügen los gehen. Die vier namhaften Autoren Ulrike Bliefert, Eva Maaser und das Autorenduo Uwe Wilhelm und Martin Lutz hatten je eine halbe Stunde, das Publikum in ihrem jeweils ganz eigenen Bann ihrer Bücher zu ziehen. Jede Gruppe besuchte jede Autorenlesung.

Im Dachgeschoss des Bergfriedes hatte es sich Eva Maaser mit ihrem Roman „Tod unter Whisky Freunden“ gemütlich gemacht. Der ein oder andere Schluck aus der Whiskyflasche half der studierten Germanistin und Kunsthistorikerin dabei. Erst am Ende bei der Autogrammrunde verriet sie, was für ein Getränk in Wirklichkeit in der Wiskyflasche war. Ihrem Publikum heizte heißer Tee und vor allem die spannend vorgetragene Kostprobe ihres Krimis ein.

Zwei Stockwerke tiefer konnten die Besucher und Besucherinnen ins Berlin der 70er Jahre eintauchen. Uwe Wilhelm und Martin Lutz spickten ihren Krimi „Teufelsberg“ mit interessanten, geschichtlichen Anekdoten und verteilten als Anschauungsmaterial sogar angeblich echte „Hasch-Kekse“ aus dem Jahr 1969. Die beiden Journalisten und Drehbuchautoren verstanden es hervorragend historische Fakten, Fiktion und eine große Portion Humor in einer großartigen Mischung zu präsentieren.

In der stimmungsvollen Burgkapelle der Burg Nideggen, direkt neben dem Kerker, konnten die Krimi-Fans schließlich der mit zahlreichen Dialekten gespickten Stimme von Schauspielern und Autorin Ulrike Bliefert lauschen. Mit ihrem Kriminalroman „Der Tod der Schlangenfrau“ entführte sie das begeisterte Publikum in das Berlin des 20. Jahrhunderts. Bei ihrem Eintreffen im Bergfried sagte die Schauspielerin, dass sie aus Pandemie-Gründen eine Anfrage für einen Tatort-Dreh abgesagt hätte, aber als ihre Agentin ihr von der Anfrage zum „MordsVergnügen“ berichtete, stand ihre Zusage sofort fest. Das Ambiente dieser Veranstaltung wollte sie nicht verpassen. Ulrike Bliefert war zum zweiten Mal dabei. Vor zwei Jahren hatte sie aus: „Die Samariterin“ gelesen.

Im Anschluss an die Lesungen hatten die Gäste auch noch die Gelegenheit, Bücher ihrer Lieblingsautoren zu erwerben und diese vor Ort von den namhaften Vorlesenden signieren zu lassen.

Luzia Schlösser, Leiterin des Burgenmuseums Nideggen, bedankte sich herzlich bei den Sponsoren der Krimi-Nacht: Der Sparkasse Düren sowie Westenergie. Aber auch allen Organisatoren im Hintergrund sprach sie ihren Dank für die tolle Vorbereitung aus.

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Seelsorgerinnen und Seelsorger aus dem Bistum Trier weiterhin im Ahrtal

Bad Neuenahr – 28 Wochen nach der Flutkatastrophe in der Eifel und an der Ahr gibt es immer noch viel zu tun, und die Aufgaben sowie Probleme scheinen kaum kleiner zu werden. „Daher ist es wichtig, dass Seelsorgerinnen und Seelsorger als verlässliche Ansprechpersonen weiterhin vor Ort sind und bleiben“, sagt Carlo Fischer-Peitz. Der Pastoralreferent ist einer von mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bistums Trier, die sich neben ihren eigentlichen Einsatzstellen in den betroffenen Gebieten engagieren.

Carlo Fischer-Peitz, Krankenhausseelsorger im Marienhausklinikum in Gerolstein, ist seit August zwei Mal in der Woche im Flutgebiet unterwegs, um den Betroffenen, Helferinnen und Helfern seine Zeit und sein Ohr zu schenken. „Der Redebedarf ist immer noch enorm hoch“, berichtet er. Das kann auch der Trierer Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg – im Ahrtal stellt er sich einfach als „Ulrich“ vor – nach seinen zwei Seelsorge-Einsätzen bestätigen. Teilweise waren seine Gespräche mit Anwohnern, Passanten und Obdachlosen bis zu einer Stunde lang.

„Das Heizen ist natürlich jetzt ein Schwerpunkt wie auch finanzielle Fragen, aber es kehrt auch eine gewisse Art von Ruhe ein“, weiß Fischer-Peitz. „Was in der Flutnacht passiert ist, war selbstverständlich schon immer Thema in den Gesprächen, aber jetzt wird es emotionaler“, beschreibt er die Situation. Traumatisierungen würden nun eher ersichtlich. „Wenn es anfängt zu regnen triggert das die Menschen oder wenn der Keller wieder vollläuft.“ Bei älteren Menschen werden traumatische Erlebnisse aus dem Krieg wieder präsent. „Aus dem neuen Trauma und den Ereignissen aus der Vergangenheit entsteht ein sogenanntes Traumaknäuel“, sagt Fischer-Peitz, der auch Notfallseelsorger und im Bereich der Traumabewältigung ausgebildet ist.

Die Seelsorgeteams gehen an Orte, an denen sich Menschen versammeln wie die Zelte mit den Waschmaschinen oder die Essenausgabe auf dem Mosesparkplatz in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Dort beginnen Fischer-Peitz und von Plettenberg heute ebenfalls ihre Tour. Dabei begegnen sie Manuela Schlemmer. Sie wohnt in Bad Neuenahr, ist selbst betroffen, aber engagiert sich auf vielfältige Weise für die Menschen in der Stadt. Dabei steht sie in regelmäßigem und engem Austausch mit den Seelsorgern: „Ohne euch würde ich das nicht schaffen!“. „Jeder bringt das ein, was er kann“, sagt Fischer-Peitz und bezieht sich dabei auf Ehrenamtliche wie Frau Schlemmer, aber auch auf seine hauptamtlichen Kolleginnen und Kollegen. „Es tut gut zu sehen, wie aus einer ganz furchtbaren Situation auch Gutes geschehen kann – das gibt Hoffnung.“

Mittlerweile kennt Fischer-Peitz viele Passanten und kann an Gespräche der letzten Tage andocken oder er besucht Menschen daheim. Häufig werde er auch von aufmerksamen Nachbarinnen und Nachbarn auf Personen hingewiesen, denen vielleicht ein Seelsorgegespräch guttun würde oder nach denen „einfach mal jemand schauen muss“. Durch die roten Westen mit der Aufschrift „Seelsorge“ und „Bistum Trier“ sind die Helfer gut zu erkennen.

Von Plettenberg ist bei seinen zwei Einsätzen im Ahrtal aufgefallen, dass sich viele Menschen die Frage stellen: „Ist das der Ort, wo ich bleiben will?“ Zeitgleich spürt er einen Blick nach vorn. Der Generalvikar nimmt die Frage mit nach Trier, wie Kirche sich hier weiterhin engagieren kann. Kontinuität und Verlässlichkeit seien den Anwohnerinnen und Anwohnern wichtig, wirft Fischer-Peitz ein.

„Fast 100 Tage nach der Flut gibt es immer noch viele Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Zum einen liegen sie auf der persönlichen Ebene. Dort muss das Leid verarbeitet werden, wie der Verlust von Familienangehörigen, Erinnerungsgegenständen, von Materiellem – das ist eine große persönliche Herausforderung. Auf der anderen Seite muss das normale Leben wieder aufgebaut werden. Beides wird noch viel Zeit und Arbeit in Anspruch nehmen sowie Geduld verlangen“, lautet Plettenbergs Eindruck.

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Das Heimatbuch 2022 ist ab sofort erhältlich

Region/Mayen-Koblenz – Gewinner des Fotowettbewerbs „Mayen-Koblenz – einfach tierisch“ gekürt. Endlich ist es da, das Heimatbuch 2022. Ab sofort ist die 40. Auflage der mit lesens- und wissenswerten Geschichten gespickten Heimatbuchreihe für 7,10 Euro im Handel erhältlich. Über 100 ehrenamtliche Autoren haben die 300 Seiten des Heimatbuches mit Leben gefüllt. „Das freiwillige Engagement und die Mithilfe, die die Autoren in die Entstehung des Buches gesteckt haben, ist ungebrochen hoch. Das ist keinesfalls selbstverständlich und deshalb freut es mich sehr“, sagt Landrat Dr. Alexander Saftig.

„Die Autoren recherchieren, forschen, dichten und fotografieren. In mühevoller Detailarbeit schaffen sie es so, dass die Geschichten aus unserem vielseitigen Landkreis nicht verloren gehen“, betont Landrat Saftig.

Der Fotowettbewerb, der sich an Hobbyfotografen jeden Alters richtete, stand in diesem Jahr unter dem Motto „Mayen-Koblenz – einfach tierisch“. Die Resonanz darauf war riesig. „Uns haben viele hundert Fotografien von fast 200 Fotografen vom kleinen Insekt bis zum großen Nutztier erreicht. Das zeigt, wie naturverbunden die Mayen-Koblenzer sind und welch tolle Tierwelt es in unserem Landkreis zu bestaunen und abzulichten gibt. Die Gewinner-Bilder auszuwählen war bei dieser Masse und Qualität alles andere als leicht“, berichtet Landrat Dr. Alexander Saftig zufrieden. Die sechs ersten Platzierungen erhalten Geldpreise von 300 bis 100 Euro. Platz 1 geht an Anna Berkner (33) aus Ochtendung für die Fotografie einer Hummel auf einer Kugeldistel. Den 2. Platz belegt Julian Schröder (9) aus Pronsfeld mit seinem Bild „tierischer Dialog“ eines Wetterhahns und einer Taube. Über Platz 3 darf sich Thomas Nolden (36) aus Mertloch freuen, der den Winterschlaf einer großen Gruppe von Marienkäfern festgehalten hat. Den 4. Platz belegt Anton Lutz (16) aus Andernach mit dem Foto von einer Weinbergschnecke. Platz 5 und gleichzeitig das Titelbild des Heimatbuches sichert sich Klaus Brost (78) aus Winningen, der einen seltenen Mosel-Apollofalter (kommt nur zwischen Winningen und Bremm vor) im Winninger Uhlen festgehalten hat. Der 6. Platz geht an das Foto, das einen Schwarzspecht bei der Fütterung der Jungtiere zeigt. Aufgenommen wurde es von Vitali Krebs (42) aus Andernach.

Das Heimatbuch 2022 ist ab sofort für 7,10 Euro in den Buchhandlungen der Region erhältlich. Anfang 2022 startet die nächste Redaktionsphase. Dann können die Autoren wieder ihre Beiträge zur Auswahl ins Kreishaus schicken.

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„Einfach besonders…“

Zülpich – 2021 wird die Lebenshilfe HPZ 50 Jahre jung. HPZ steht für Heilpädagogisches Zentrum. Der Name ist selbsterklärend. Die Lebenshilfe kümmert sich um behinderte Menschen jeden Alters in allen Lebenslagen, stationär, temporär und ambulant. Jedem nach seinen Bedürfnissen und Erfordernissen. „Integration ist bei uns die normalste Sache der Welt“, so Geschäftsführer Rolf K. Emmerich.

„Besonders“ sei nicht nur die Klientel der 600 Betreuten – auch die Mitarbeiter seien aus besonderem Holze geschnitzt, so der Mann an der Spitze der gemeinnützigen GmbH: „Was man bei uns hat, ist viel mehr als nur ein Job!“ Die engagierte Crew mit Fachleuten aller Disziplinen kümmert sich um 600 Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer vom Kleinkind bis zum Greis.

„Einfach besonders“ ist der Slogan eines sozial-karitativen Unternehmens, das seit einem halben Jahrhundert existiert und mit Rolf K. Emmerich erst vom zweiten Geschäftsführer seiner Geschichte geleitet wird. Im Jubiläumsjahr 2021 macht sich das Haus mit Schwerpunkt in Bürvenich und neuem Beratungszentrum plus HPZ-eigener Akademie und Zentralverwaltung in Geich (beides Stadt Zülpich) allerdings zur Wachablösung bereit.

Wachablösung in Vorbereitung

Neben Rolf K. Emmerich, der 1984 ins Unternehmen eintrat, sind die Prokuristen Philipp Krosch und Christian Pfaff in die Leitung der gemeinnützigen Gesellschaft mbH mit 300 Mitarbeitern an 16 Standorten eingetreten. Das sind doppelt so viele Fachkräfte wie noch Mitte der 2000er Jahre, als die Lebenshilfe HPZ gGmbH über drei Standorte verfügte.

Die Entwicklung des Unternehmens war bis dahin kontinuierlich, seither hat sie enorm an Fahrt aufgenommen. Vor allem mit der Dezentralisierung von Wohngruppen in vielen Städten und Gemeinden, wo die Schützlinge der Lebenshilfe in teils kommunalen Immobilien je nach ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten Selbständigkeit erfahren und Unterstützung bekommen.

Dass die Lebenshilfe HPZ bereits 1976 von ihrem Gründer und ersten Geschäftsführer Willy Emmerich zu einer gemeinnützigen GmbH gemacht und nicht als „e.V.“ weitergeführt wurde, war ein „superinnovativer Schritt“, so Sohn Rolf, der diese Entwicklung zur erstklassig „gerateten“ Gemeinnützigkeits-„Firma“ und als Ansprechpartner geschätztes Vorzeigeunternehmen nach der Jahrtausendwende erst möglich gemacht habe.

Ansprechpartner der Ministerien

Rolf K. Emmerich und seine Crew bieten ganzheitliche Angebote im Kreislauf des Lebens vom Kind bis zum Senior für Menschen mit Behinderung in den Kreisen Euskirchen, Düren und Rhein-Erft. Unter anderem sind das Kinder- und Jugendwohnen, Inhouse-Unterricht im Förderzentrum in Kooperation mit der Hans-Verbeek-Schule Euskirchen, Kurzzeitwohnen bis 27 Jahre, Autismus-Ambulanzen und Beratungszentren, Seniorenhaus Barbarahof HPZ zusammen mit der Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH, Mobiler sozialer Dienst, Wohnstätten, Familienunterstützender Dienst, Heilpädagogisches Beratungszentrum und Ambulant Betreutes Wohnen.

Vor 50 Jahren übernahm Vater Willy Emmerich als amtierender Landesgeschäftsführer NRW der Lebenshilfe e.V. in Köln das Kinder- und Jugendheim in Bürvenich vom Kreis Düren und legte damit den Grundstein für das spätere Heilpädagogische Zentrum (HPZ) Lebenshilfe.

Der Jülicher hatte ein „Näschen“ dafür, dass Bürvenich im Zuge der kommunalen Neugliederung 1972 zum neuen Kreis Euskirchen geschlagen würde – und machte den Deal mit der damaligen Dürener Kreisspitze perfekt. Zunächst pachtete der Landesverband NRW e.V. das Gelände als Schulungs- und Erholungsheim. Es diente auch der Kindererholung und Mutter-Kind-Kuren.

Nachdem es dem Landesverband 1975 mit Hilfe der damaligen „Aktion Sorgenkind“ (heute „Aktion Mensch“) gelang, die gesamte Anlage mit Gebäuden und Inneneinrichtung für 830.000 D-Mark zu kaufen, war der Weg für den ganz großen Schritt frei: Am 19. März 1976 machte Willy Emmerich das Heilpädagogische Eingliederungszentrum zum eigenen Unternehmen, zur gemeinnützigen GmbH.

Vom Verein zur gGmbH

„Ein revolutionärer und bis heute nachwirkender Akt“, so Rolf K. Emmerich, der von Kindesbeinen an und als BWL-Student an der Seite des Vaters mit dem Unternehmen verwuchs, aber den „Alten“ nie zu kopieren versuchte. Nach dem erfolgreichen BWL-Studium an der TH in Aachen, wollte Emmerich Junior zunächst im Zweitstudium am Juridicum in Bonn weitermachen.

Doch inzwischen hatte er den ganzen Betrieb in Bürvenich mit Hilfe eines EDV-Spezialisten und Freundes auf elektronische Datenverarbeitung umgestellt und aus dem Effeff kennen gelernt. Er steckte voller Ideen und Tatendrang und entwickelte einen anderen, ebenso erfolgreichen Führungsstil und erweiterte Strategien.

Andere Dinge habe er einfach übernommen, weil sie genial waren, so Rolf K. Emmerich: „Mein Vater holte damals bekannte Gesichter in den Aufsichtsrat – Bürgermeister, Anwälte, Industrielle. Und er verschaffte der Behindertenarbeit im Kreis Euskirchen, nicht zuletzt durch die kommunalen Patenschaften im Rahmen der von dem Journalisten Otto Becker moderierten »Gala Tolbiac« ungeahnte Popularität.“ Dabei habe die Lebenshilfe HPZ nie nur ihr eigenes Ding verfolgt, sondern immer im Verbund mit den Nordeifelwerkstätten, dem Kreis und seinen elf Kommunen.

Bereits 1973 hatte Emmerich sen. mit der Kurzzeitunterbringung von Kindern und Jugendlichen begonnen, noch heute ist Kurzzeitwohnen für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung oder Diagnose aus dem Autismus-Spektrum ein wichtiges Standbein und fast ein Alleinstellungsmerkmal unter den anderen Einrichtungen im Rheinland.

Die späten 1970er Jahre bis Anfang 1990 war die Entwicklung der Lebenshilfe HPZ vor allem von Um-, Neu- und Erweiterungsbauten geprägt und die Anzahl der Plätze stieg stetig. Es entstand eine neue Wohnstätte für 40 Erwachsene in Bürvenich, das Kinderheim wurde erweitert und die Anzahl der Plätze mehr als verdoppelt.

Eine Erfolgsgeschichte

In Schleiden entstand ein Heim für 48 Schwerstmehrfachbehinderte mit Therapieräumen und in Schmidtheim ein Kinderheim für 15 schwerst- und mehrfachbehinderte Kinder. 1983 wurde das bisherige Hausmeisterhaus in Bürvenich zur Außenwohngruppe für fünf Personen mit etwas geringerem Hilfebedarf ausgebaut.

Beim 40jährigen Jubiläum vor zehn Jahren berichtete ein Bewohner, wie man dort – praktisch im eigenen „Häuschen im Grünen“ – gemeinsam „jeder sein Ding machen“ könne. Damit ging nach mehreren Umzügen durch verschiedene Einrichtungen ein jahrelang gehegter sehnlicher Traum in Erfüllung. Seine Erfolgsgeschichte, die die Lebenshilfe HPZ mit ihrer weit vernetzten Struktur möglich gemacht hat, ging nachher noch weiter: Der Mann zog später zusammen mit seiner Lebensgefährtin in eine eigene Wohnung im Rahmen des Betreuten Wohnens.

So legte man in Bürvenich zu Beginn der 1980er Jahre den Grundstein für das, was erst nach der Jahrtausendwende zum Konzept „ambulant vor stationär“ wurde. Über die weitere nach 2005 beschleunigte Entwicklung des Jubiläums-Unternehmens Lebenshilfe HPZ berichten wir in der nächsten Folge.

Rolf K. Emmerich abschließend: „Wir haben nie nur nach dem ökonomischen und pädagogischen Erfolg geschielt, sondern haben versucht, ein ganzheitliches Unternehmen von Menschen und mit Menschen für Menschen zu entwickeln. Ich glaube, es ist im Laufe von fünf Jahrzehnten gelungen, eine dezentrale Einrichtung entstehen zu lassen, in der Menschen mit und ohne Behinderung im besten Sinne zusammenkommen und zusammenleben.“

Dazu habe man nicht nur, aber auch eine eigene Karnevalsgesellschaft gegründet und das Sommerfest als zweite Bürvenicher Dorfkirmes entwickelt: „Gesellschaftliche Integration ist bei uns das Normalste von der Welt!“ (ml)

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Die Senioren-Vertretung der Stadt Euskirchen startet wieder durch

Euskirchen – Die Arbeit der verschiedenen Gruppen der Seniorenvertretung Senioren in Euskirchen (SIE) hat unter der Pandemie und der Flutkatastrophe gelitten. Die Seniorenvertretung als kommunales Organ wirkt aktiv an der Verbesserung der Lebenssituation älterer Bürgerinnen und Bürger mit.

Diese Arbeit stellt sich dabei transparent und demokratisch dar. Aufgabe dieser Seniorenvertretung ist eine aktivierende Seniorenarbeit und Interessenvertretung, bei der die Stadtverwaltung lediglich Moderationsaufgaben übernimmt. Die Vertretung der Senioren soll in politische Entscheidungsprozesse der Fachausschüsse, welche die Vorberatung für den Stadtrat wahrnehmen, möglichst im Vorfeld eingebunden werden.

In 2020 musste das jährliche Plenum der Seniorenvertretung wegen der Pandemie abgesagt werden. In diesem Jahr sorgte die Flutkatastrophe dafür, dass der Termin ausfallen musste.

„Auch die Arbeit der Gruppen war während der Pandemie nur eingeschränkt möglich“, berichtet Marie-Theres Kastenholz, die Sprecherin der Projektgruppe Politik. Man habe sich darum bemüht, den Mitgliedern zu vermitteln, wie man an Online-Sitzungen teilnimmt und so versucht, regelmäßige Treffen stattfinden zu lassen. Dabei haben die Senioren stattliche Teilnehmerzahlen zusammen bekommen – allerdings nicht die Zahlen, die man bei den Präsenztreffen hatte.

Doch da will man schleunigst wieder hin. Die ersten Sitzungen haben bereits wieder in Präsenz stattgefunden. Zur nächsten Sitzungsperiode Ende Oktober/Anfang November hoffen Marie-Theres Kastenholz und Hans-Werner Pütz, der stellvertretende Sprecher der Projektgruppe Politik, darauf, dass man an alte Zeiten anknüpfen kann. Deshalb wurden nun mehrere Veranstaltungen angesetzt:

So wird für den 9. November 2021 um 16 Uhr eine Infoveranstaltung im Ratssaal zum Thema „Häusliche Pflege – Möglichkeiten und Variationen“ geplant.

In Zusammenarbeit mit dem DRK-Mehrgenerationenhaus lädt SIE jeden 2. Sonntag im Monat ab 14.30 Uhr zum „Klöncafé“.

Außerdem halten DRK, SIE und die Verbraucherzentrale jeden 2. Donnerstag im Monat einen „Smartphone Stammtisch“ ab. Von 14.30 – 16.00 Uhr haben Senioren hier die Möglichkeit, Fragen zum Umgang mit dem Handy zu klären und sich über Möglichkeiten im Umgang mit dem Handy zu informieren.

Beide Kooperationsveranstaltungen finden im Café Henry, Kommerner Str. 39 in Euskirchen (Eingang auch über den Penny-Parkplatz) statt. Vorab-Anmeldungen nimmt Sabine Heines, Koordinatorin DRK-Mehrgenerationenhaus, entgegen unter sheines@drk-eu.de oder 0160-90125840

Aufgrund der Infektionsschutzrichtlinien wird darauf hingewiesen, dass der Zutritt nur nach den 3G-Regeln gewährt werden darf.

Im kommenden Frühjahr hoffen alle, das ausgefallene Plenum nachholen zu können.

Nicht nur der Bericht über die vergangene Zeit und die Ergebnisse der Arbeit, sondern auch die Wahlen der Sprecherin oder des Sprechers der Projektgruppe Politik und der Vertretung stehen an, die die Senioren der Stadt offiziell in den nächsten Jahren vertreten werden.

Zum Plenum werden die Senioren der Stadt fristgerecht von BM Sacha Reichelt und der Sprecherin Marie-Theres Kastenholz eingeladen.

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Seit über 60 Jahren Bäckermeister – Wilhelm Becker aus Speicher erhält Diamantenen Meisterbrief

Speicher/Prüm/Trier – Im April 1961 legte Wilhelm Becker an der Handwerkskammer zu Köln seinen Meisterbrief im Bäckerhandwerk ab. Heute, 60 Jahre später, blickt der 87-Jährige auf ein bewegtes Berufsleben zurück.

Kürzlich erhielt er zu Hause in Speicher Besuch von dem Vizepräsidenten der Handwerkskammer (HWK) Trier, Bernd Elsen, und dem Vorsitzenden Kreishandwerksmeister Raimund Licht, ebenso Bäckermeister, von der Kreishandwerkerschaft Mosel-Eifel-Hunsrück-Region (KH MEHR). Sie überreichten Becker den Diamantenen Meisterbrief. „Dieser Meisterbrief ist ein Zeichen der Wertschätzung für ein langes Berufsleben“, so der HWK-Vizepräsident Elsen und weist auf die anstehende Ehrungsstunde der KH MEHR für Goldene Meister am 30. November in Daun hin.

Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeister, die 1970 oder 1971 ihre Meisterprüfung abgelegt haben, können in dieser Feierstunde den Goldenen Meisterbrief erhalten.

Die Anwärter sind aufgerufen sich zeitnah zu melden, damit der Goldene Meisterbrief erstellt werden kann.

Ansprechpartner für die Landkreise Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm und Vulkaneifelkreis: Kreishandwerkerschaft MEHR, Christian Weirich, Tel. 06551 9602-13, E-Mail: cweirich@das-handwerk.de

Ansprechpartner für den Landkreis Trier-Saarburg und die Stadt Trier: Handwerkskammer Trier, Gerhard Hilsamer, Telefon 0651 207-361, E-Mail: ehrungen@hwk-trier.de