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Der aktuelle Wohnungs-Marktbericht 2021 der Stadt Aachen liegt jetzt vor

Aachen – „Die Corona-Pandemie hat ihre Spuren auf dem Wohnungsmarkt in Aachen hinterlassen. Neben den sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen hat sie den Lebensalltag der Menschen verändert und das vielfach genutzte Homeoffice in den Mittelpunkt des Lebens gerückt. Ein Zugang zu bedarfsgerechten und gleichzeitig bezahlbaren Wohnoptionen war und ist somit relevanter dann je“, sagte Rolf Frankenberger, Leiter des städtischen Fachbereichs Wohnen, Soziales und Integration, jetzt in einem Pressegespräch zur Vorstellung des neuen Wohnungsmarktberichts, der später am Tag druckfrisch auch den Mitgliedern des Wohnungs- und Liegenschaftsausschusses präsentiert wurde.

Planungsgrundlage für verschiedene Wohnungsmarktakteur*innen

Regelmäßig analysiert der Wohnungsmarktbericht des Fachbereichs Wohnen, Soziales und Integration der Stadt Aachen auf breiter Datenbasis aktuelle Trends und langfristige Entwicklungen auf dem Aachener Wohnungsmarkt. Seine Erkenntnisse eignen sich als verlässliche Planungsgrundlage und dienen der Stadt zugleich als Basis zur Entwicklung integrierter Strategien und zur zielgerichteten Ausrichtung wohnungspolitischer Handlungsinstrumente.

Als Reaktion auf Homeoffice und Online-Studium wächst die Bevölkerung in Aachen zum ersten Mal nach über zehn Jahren nicht mehr spürbar und verharrt auf dem Niveau des Vorjahres. Frankenberger: „Maßgeblich zurückzuführen ist diese Entwicklung auf die ausbleibenden studentischen Zuzüge. Gleichzeitig bleiben die Aachener Hochschulen attraktiv für junge Menschen – im Wintersemester 2020/21 studierten erstmals über 60.000 Menschen in Aachen. Absehbar könnte dies mit der Zunahme von Präsenzveranstaltungen an den Universitäten eine nachholende Bevölkerungsentwicklung nach sich ziehen und damit eine plötzlich erhöhten Nachfragedruck auf dem Wohnungsmarkt erzeugen.“

Stringente Wohnungspolitik

Im Wohnungsbau konnten im Berichtsjahr 2020 neuer Wohnraum für knapp 550 Haushalte geschaffen werden. Davon wurden über 90 Wohneinheiten flächeneffizient und ressourcenschonend über Maßnahmen im Bestand – wie zum Beispiel durch Dachgeschossausbau oder die Umnutzung gewerblicher Einheiten – realisiert. Auch das zukünftige Bauaufkommen bleibt auf einem hohen Niveau. Die Stadt Aachen erteilte im vergangenen Jahr Baugenehmigungen für über 1.041 Wohnungen; davon 160 in Bestandsmaßnahmen. „Dies sind beeindruckende Zahlen, auf die alle Wohnungsmarktakteure im engen Schulterschluss hingewirkt haben und die als Erfolg einer stringenten und konsequenten Wohnungspolitik bewertet werden können“, erklärte Rolf Frankenberger.

Zentrale Herausforderung bleibt jedoch trotz aller ergriffenen Maßnahmen die soziale Wohnraumversorgung. Bereits heute sind nur noch sieben Prozent aller

Wohneinheiten öffentlich gefördert, 56 Prozent dieser Wohneinheiten fallen in den kommenden zehn Jahren aus der Bindung. Gleichzeitig ist auch das Ende der großen Flächenpotentiale real. Die Bodenpreise steigen ebenso wie die Bau- und Materialkosten. Als Folge steigen auch Miet- und Eigentumspreise kontinuierlich an. So lag der mittlere Angebotsmietpreis für Wohnungen in Aachen im Jahr 2020 bei 9,13 Euro je Quadratmeter Wohnfläche.

Kluge Strategien

Vor dem Hintergrund dieses angespannten Wohnungsmarktes ist das Ziel, jedem Menschen in Aachen eine bedarfsgerechte und bezahlbare Wohnung zu ermöglichen, noch komplexer und herausfordernder geworden. Es bedarf kluger Strategien und einer engen Abstimmung aller relevanten Akteure. Als Gesamtstrategie schreibt die Stadt Aachen dazu derzeit in einem breiten partizipativen und interdisziplinären Prozess das Aachener Handlungskonzept Wohnen fort. „Das kommunale Handlungskonzept Wohnen ist dabei ein zentrales Steuerungsinstrument, das ausgehend von der lokalen Wohnungsmarktsituation, zukunftsorientierte Zielsetzungen und Maßnahmen entwickelt und in einer abgestimmten Gesamtstrategie bündelt“, erklärte Carina Begaß, Leiterin der Abteilung „Planung“ im Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration. Im Dezember soll der abschließende Entwurf zunächst verwaltungsintern vorgestellt werden.

Bürgermeister Norbert Plum, gleichzeitig Vorsitzender des Wohnungs- und Liegenschaftsausschusses, betonte, dass über die letzten fünf Jahren hinweg gesehen insgesamt 146,8 Millionen Euro an Landesfördermitteln zur Errichtung bezahlbaren Wohnraums eingeworben werden konnten. Dies entspricht einem jährlichen Durchschnitt von 29,4 Millionen Euro. „Damit konnten 1.208 öffentlich geförderte Wohnungen finanziert werden – im Schnitt 242 Wohneinheiten pro Jahr. Diese Entwicklung ist für mich das Ergebnis unserer konsequenten Wohnungspolitik, die unter anderem mit der Neufassung des Quotenbeschlusses, ein deutliches Signal an die Wohnungswirtschaft gesetzt hat“.

Städtische Wohnungsbaugesellschaft

Darüber hinaus wurde die Verwaltung erst kürzlich vom Wohnungs- und Liegenschaftsausschuss beauftragt, die Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft vorzubereiten, um die Schaffung bezahlbaren Wohnraums weiter zu forcieren und die so neu geschaffenen Wohnraumressourcen langfristig in kommunaler Hand zu halten und sichern zu können.“ Plum weiter: „Mit der politischen Beschlussfassung des Handlungskonzepts Wohnen hat Aachen dann in Zukunft einen gut sortierten Werkzeugkasten an Gestaltungsmöglichkeiten im wohnungspolitischen Bereich.“

Wohnungsmarktbericht 2021

Eine gedruckte Ausgabe des Wohnungsmarktberichts 2021 kann beim Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration der Stadt Aachen unter der Telefonnummer 0241/432-56306 oder der Mail-Adresse komwob@mail.aachen.de angefordert werden. Im Internet ist der Wohnungsmarktbericht unter www.aachen.de/wohnungsmarktbericht zu finden.

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Aktion „Rote Decken für kalte Tage – es geht weiter!“

Mayen/Region – Kreisparkasse Mayen unterstützt im zweiten Jahr die Grundschulen. Unter dem Motto „Herzblut für unsere Grundschülerinnen und Grundschüler – rote Decken für kalte Tage“ hatte die Kreissparkasse Mayen (KSK) bereits im letzten Winter das Lüften der Klassenräume durch die Ausgabe wärmender Fleece-Decken an die Grundschulen und Förderschulen des Geschäftsgebietes ein wenig erträglicher gestalten können. Alle Schulkinder aus den Klassenstufen 1 bis 4 erhielten seinerzeit eine eigene rote Decke. Ebenso erhielt auch jede Lehrkraft einen eigene Decke.

„Trotz aller Hoffnung auf Besserung bestimmt die Pandemie weiterhin den Schulalltag und die kalte Jahreszeit steht wieder vor der Tür. Daher möchten wir den Grundschulen nachhaltig unsere Unterstützung anbieten und schenken den über 1.500 Schulanfängern des Schuljahres 2021/2022 ebenfalls eine eigene rote Decke mit Tragebeutel“, erklärt Michaela Schneider, die den Jugendmarkt bei der KSK Mayen betreut.

Die Corona-Hygienevorschriften schreiben den Schulen regelmäßiges Lüften vor – auch an kalten Wintertagen. Mit ihrem Engagement hilft die Kreissparkasse dabei, den Schulalltag von Kindern und Lehrern erträglicher zu gestalten. „Kinder sollten in erster Linie dem Unterricht folgen können und Freude am Lernen entwickeln. Gerade unsere Kleinsten sollten dabei nicht frieren müssen“, unterstreicht Christian Schwarz, KSK-Filialleiter des BeratungsCenters Andernach-Südstadt bei der symbolischen Übergabe an die Grundschulkinder der 1. Klasse der Grundschule St. Stephan in Andernach.

„Die roten Decken werden schon wieder rege genutzt und bisher musste kein Kind frieren“, freut sich Schulleiterin Angelika Baulig, die sich im Beisein einiger Grundschulkinder der 1. Klasse der Grundschule St. Stephan für das Engagement der KSK Mayen bedankt – stellvertretend für alle Grundschulen in der Region.

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Weitere Fördermittel für rheinland-pfälzische Dorfläden bewilligt

Region/Mainz – Innenminister Roger Lewentz hat den Dorfläden in Metterich (Eifelkreis Bitburg-Prüm), Nußdorf (Landkreis Landau) und Rumbach (Landkreis Südwestpfalz) Fördermittel aus der „Sonderförderung 2021 zur (Re-)Aktivierung der sozialen Funktion von Dorfläden während und nach der Corona-Pandemie“ bewilligt. Damit profitieren bislang 21 Dorfläden von insgesamt 138.000 Euro aus dem Sonderförderprogramm. Der Dorfladen in Metterich erhält die Förderhöchstsumme von 10.000 Euro, der Dorfladen in Nußdorf wird mit 1.900 Euro gefördert und dem Dorfladen in Rumbach werden 1.000 Euro Förderung zuteil.

„Dorfläden sind Orte des Austauschs und Teil eines lebendigen Dorfmittelpunktes. In den vergangenen Monaten der Corona-Pandemie konnten leider viele Veranstaltungen dort nicht stattfinden und zahlreiche Dorfläden mussten sich auf den reinen Verkauf beschränken. Die Sonderförderung dient dazu, dass den Menschen vor Ort wieder neue Angebote gemacht oder bestehende Angebote reaktiviert werden können“, so Minister Lewentz.

Mit der Sonderförderung möchten die drei Dorfläden insbesondere ihre Außenbereiche umgestalten und das Sitzplatzangebot ausbauen. Zudem wollen sie ihre Präsenz im jeweiligen Ort durch die Ausrichtung verschiedener Veranstaltungen weiter erhöhen. Der Dorfladen in Metterich plant außerdem die Einrichtung einer Café-Ecke im Innenbereich.

„Das Innenministerium unterstützt die Dorfläden in Rheinland-Pfalz mit dem Sonderförderprogramm bereits seit Beginn der Corona-Pandemie. Im Jahr 2020 lag der Schwerpunkt auf dem Aufbau von zusätzlichen Liefermöglichkeiten und Corona-Schutzmaßnahmen. Damals konnten Maßnahmen in 50 Dorfläden mit insgesamt 60.000 Euro gefördert werden“, sagte der Minister.

Seit März 2021 haben die Betreiberinnen und Betreiber der Dorfläden nun die Möglichkeit, Mittel aus der neuen Sonderförderung zur (Re-)Aktivierung der sozialen Funktion von Dorfläden zu beantragen.

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Ein neues Gesicht für das MYK10-Team

Region/Mayen-Koblenz – Das Team der Smarten Region MYK10 wächst weiter. Chief Digital Officer Sonja Gröntgen begrüßte Henriette Smalla als sogenannte Smart Region Lotsin. Die gebürtige Andernacherin ist ab sofort zuständig für die Stadt Andernach und die Verbandsgemeinde Pellenz und wird als Ansprechpartner vor Ort Projekte entwickeln und vorantreiben.

Alles, was es zum Projekt zu wissen gibt, findet man im Internet unter www.myk10.de

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Auftakt zum Jubiläumsjahr: Buchvorstellung von „Kreis Düren – 50 Jahre jung“ auf Burg Nideggen

Düren – Wissenswertes, Interessantes und Unterhaltsames aus 50 Jahren Kreis Düren ist ab sofort in dem Bildband „Kreis Düren – 50 Jahre jung“ zu lesen. Auf Burg Nideggen ist er am Mittwoch, 03. November in historischem Ambiente vorgestellt worden. Auf 352 Seiten und mithilfe von rund 1000 Bildern stellen die Dürener Autoren und Fotografen, Rudi Böhmer und Guido Barth, den Kreis Düren von gestern, heute und morgen vor. Nach monatelanger Arbeit, Recherche, zufälligen Begegnungen und Entdeckungen konnten Sie das fertige Werk, das den Auftakt zu einem besonderen Jahr des Kreises Düren darstellt, nun in feierlichem Rahmen auf Burg Nideggen präsentieren. „Die beiden Autoren haben viel für dieses wunderbare Werk getan. Man kann nur erahnen, wie viel Arbeit dahinter steckt“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn bei der offiziellen Buchvorstellung.

Mit diesem Buch wird das Jubiläumsjahr des Kreises Düren 2022 eingeläutet. Der Kreis entstand 1972 im Rahmen der Kommunalen Neugliederung durch Zusammenfassung der früheren Kreise Düren und Jülich. „Der Titel ist Programm, denn der Kreis ist mit seinen 50 Jahren keineswegs in der Midlifecrisis, sondern steht sozusagen mitten im Leben“, so der Landrat weiter.

Das ursprüngliche Ziel der Autoren, 200 Seiten zu füllen, haben sie locker überboten. Zu viele spannende Geschichten und außergewöhnliche Bilder konnten sie zusammentragen. Alle Städte und Gemeinden des Kreises kommen in dem Buch vor. Aber auch die eine oder andere erstaunliche Anekdote. So werden die Leserinnen und Leser in dem Bildband mit auf eine Reise genommen, auf der sie einen Blick in Richtung der Partnerstädte des Kreises Düren, Mytischi (Russland) und Dorchester (USA), werfen können, auf die Internationale Raumstation ISS, die sich einst in Langenbroich blicken ließ und natürlich wurden auch Zeitzeugen befragt. Der ehemalige Bürgermeister der Stadt Jülich, Dr. Peter Nieveler, und Oberkreisdirektor a.D., Josef Hüttemann, als damaliger Kreisdirektor des Altkreises Düren ein Zeitzeuge mit weitreichenden Einblicken, ließen es sich nicht nehmen, einige ihrer Erinnerungen mit den Gästen auf Burg Nideggen zu teilen. Im Gespräch mit Moderator Ingo Latotzki blickten sie zurück in die Zeit der Kommunalen Neugliederung – mit all ihren positiven als auch negativen Facetten. Fred Schröder, der über 60 Jahre Erfahrung als Journalist sammeln konnte, bildete den Abschluss der Gesprächsrunden. Ihm wurde ein eigenes Kapitel im Buch gewidmet.

„Es ist vielleicht ein bisschen so, als wäre man bei seinen Eltern und würde in einer alten Fotokiste kramen“, fasst Guido Barth den Inhalt des Bildbandes zusammen. Er und Rudi Böhmer haben teils auch genau das getan. Sie haben Archive durchforstet, in alten Bildern und Artikeln gestöbert und vor allem „unsere Umwelt beobachtet“, so Rudi Böhmer. Entstanden ist dabei ein Werk, das sich „kreativ mit den Themen des Kreises Düren auseinandersetzt“, so Landrat Wolfgang Spelthahn.

Das Buch ist ab sofort für 39,90 Euro im Handel erhältlich.

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„Zwischen Ahrpsalm und Klagemauer“ Monsignore Stephan Wahl heute 04. November zu Gast in St. Peter Sinzig

Region/Sinzig/Trier – „Zwischen Ahrpsalm und Klagemauer – Am heutigen Donnerstag, 04. November um 19 Uhr ist Stephan Wahl zu Gast in St. Peter Sinzig. Ungehobelte Gedanken aus Jerusalem“ lautet der Titel der Lesung, die Monsignore Stephan Wahl am Freitag, 05. November um 19 Uhr im Trierer Dom hält. Zugunsten der Flutopfer im Ahrtal liest der 61-Jährige aus seinen Büchern und Gedichten vor – Texte, die allesamt in Jerusalem entstanden sind.

Stephan Wahl, geboren 1960 in Bonn, ist Priester des Bistums Trier. Er war elf Jahre lang Sprecher der ARD-Sendung „Das Wort zum Sonntag“ und von 2003 bis 2012 Direktor des Bereichs „Kommunikation und Medien“ im Bischöflichen Generalvikariat. 2006 wurde er von Papst Benedikt XVI. zum Monsignore ernannt. Er ist Autor zahlreicher Bücher und lebt in Jerusalem. Aus Anlass der Flutkatastrophe im Ahrtal schrieb Stephan Wahl den „Ahr-Psalm“, den er den Toten und Betroffenen gewidmet hat. Dieser und weitere Texte werden Bestandteil der Lesungen an verschiedenen Orten im Bistum sein.

Am 11. November um 19 Uhr ist Stephan Wahl zu Gast in der Komturei Adenau, am 14. November um 17 Uhr im Winzerverein Lantershofen in Grafschaft, am 15. November um 19 Uhr in St. Antonius Saarbrücken und am 19. November um 19 Uhr in der Heilig Kreuz Kirche in Bad Kreuznach. Es gilt die 2G+-Regelung. Entsprechende Nachweise müssen beim Einlass vorgezeigt werden. Es empfiehlt sich daher, vor Beginn der Lesung um 19 Uhr da zu sein. Die Kontaktdatenerfassung erfolgt durch eine Anmeldung auf der Homepage der Dominformation t1p.de/anmeldung-lesung-wahl; Spontanbesucher füllen am Abend einen Zettel aus oder nutzen die Luca-App. Der Eintritt ist frei; es wird eine Spendenbox geben.

Weitere Informationen zu Stephan Wahl gibt es unter t1p.de/bruecke-nach-jerusalem. (ia)

Korrekturen und Ergänzungen

  • Ein zusätzlicher Termin findet statt am 18. November um 18 Uhr in der Autobahnkirche St. Paul in Wittlich.
  • Der Veranstaltungsort für den 14. November wurde in den Winzerverein Lantershofen, Grafschaft, verlegt.
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Großzügige Spende verzaubert die Kita Villa Regenbogen

Meckenheim – Lions-Club Bonn-Rhenobacum fördert mit insgesamt 1.500 Euro zwei aktuelle Projekte. Im Juli wurde die städtische Kindertageseinrichtung (Kita) Villa Regenbogen schwer von der Flut getroffen. Während das Gebäude in der Mühlenstraße saniert werden muss, haben die Kinder und ihre Erzieherinnen um die Kita-Leiterin Alexandra Dietz mittlerweile im Mosaik-Kulturhaus am Siebengebirgsring 2 eine vorübergehende Heimat gefunden.

Hier verbringen sie bis zum Abschluss der Instandsetzungsmaßnahme ihre Zeit und freuen sich jetzt über eine Spende des Lions-Clubs Bonn-Rhenobacum bzw. seines Hilfswerks. Insgesamt unterstützen die Lions die Kita mit 1.500 Euro. Geld, das sehr gut angelegt ist, denn gleich zwei Aktionen können davon finanziert werden: Ein Zauberer der Erlebnisakademie Rheinbach sorgte bereits für magische Momente und am 16. Dezember besucht das Kindertheater Zauberflöckchen aus Köln die Kita Villa Regenbogen.

Bei der Scheckübergabe an die Kita blickten Marlies Maruschke, Vizepräsidentin des Lions-Clubs Bonn-Rhenobacum, und die Lions-Mitglieder Joachim Krüger, Erhard Knauer und Manfred Weizbauer ebenso in strahlende Kinderaugen wie der Erste Beigeordnete Hans Dieter Wirtz, der sich für die Spende herzlich bedankt.

„Wir freuen uns, dass wir mit diesem Beitrag zu einem Stück Normalität in der Kita beitragen können. Es wird Freude in die Herzen, ein Lächeln auf die Gesichter zaubern und bei der Bewältigung der traumatischen Ereignisse helfen“, meinte Marlies Maruschke. Auch Alexandra Dietz zeigte sich begeistert: „Über die großzügige Spende des Lions-Clubs Bonn-Rhenobacum freuen wir uns sehr und bedanken uns herzlich. Unsere Kinder haben sich in der letzten Zeit an viel Neues gewöhnen müssen, was manches Mal zu Unsicherheiten geführt hat. Deshalb freuen wir uns als Kita umso mehr, ihnen durch diese Geldspende ein paar tolle Augenblicke mit einem Zauberer und später auch noch mit einem Kindertheater schenken zu können.“

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Ein neues Gesicht für die IGS Maifeld

Polch – Farbenfroh, hell und freundlich ist der neue Anbau der Integrierten Gesamtschule Maifeld in Polch, die sich in Schulträgerschaft des Landkreises Mayen-Koblenz befindet. Der Erweiterungsbau für die Oberstufe, der den Schülern einen modernen und zukunftsfähigen Lernort bietet, ist jüngst im Rahmen eines kleinen Festaktes eingeweiht worden. Symbolisch wurde dabei der Schlüssel an Schulleiter Malte Möbius übergeben. „Es gibt heute definitiv einen guten Grund zu feiern. Nach rund zwei Jahren Bauphase können wir heute die Einweihung des Erweiterungsbaus zur Oberstufe begehen“, sagte Landrat Dr. Alexander Saftig.

Der neue Erweiterungsbau an der IGS Maifeld passt sich hervorragend an das Bestandsgebäude an. Foto: Kreisverwaltung / Morcinek

Im Herbst 2019 wurde mit den Arbeiten für den neuen Gebäuderiegel begonnen, der sich baulich am zwei- bis dreigeschossigen Bestandsgebäude orientiert und sich in unmittelbarer Nähe des bestehenden Haupteinganges befindet. Gemeinsam mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) hat die Kreisverwaltung ein entsprechendes Raumprogramm ermittelt und festgelegt. So befinden sich im Untergeschoss des Erweiterungsbaus die Bibliothek und ein großer Mehrzweckraum, der auch beim Festakt ausreichend Platz für die geladenen Gäste bot. Das Obergeschoss wartet mit Fachklassen und allgemeinen Unterrichtsräumen auf. Die Medientechnik und Ausstattung der Bibliothek sowie der Unterrichtsräume und Fachklassen können sich sehen lassen und entsprechen dem aktuellen Stand der Technik. Davon konnten sich auch die Gäste bei einem Rundgang einen eigenen Eindruck verschaffen.

Zur Freude von Schülern und Schulleitung konnte das neue Gebäude bereits zu Beginn des aktuellen Schuljahres 2021/2022 in Betrieb genommen werden. Mit dem Erweiterungsbau verfügt die Schule nun über die Möglichkeit einer kombinierten Nutzung der vorhandenen Pausenhalle und dem neu geschaffenen Foyer mit Mehrzweckraum. Zudem grenzt der neue Baukörper den Schulkomplex zur benachbarten Maifeldhalle ab und umschließt den Schulhof an der Südseite. Nicht nur die Ausstattung der Schulräume befindet sich auf dem aktuellen Stand, sondern auch die Haustechnik: Durch den Einsatz von LED-Beleuchtung mit Präsensmeldern werden die Stromkosten reduziert, außerdem verfügt der Neubau im Bereich der WC-Anlagen über innenliegende Entlüftungssysteme mit einer Wärmerückgewinnung. Nicht zuletzt wurde auf einem Teil der Dachfläche eine Photovoltaik-Anlage mit einer Gesamtleistung von 50 KW/p installiert.

Die Gesamtkosten für den Erweiterungsbau belaufen sich auf insgesamt 4,88 Millionen Euro. Gefördert wurde die Baumaßnahme mit rund 3,32 Millionen Euro aus dem Kommunalen Investitionsprogramm 3.0 – 2. Kapitel des Bundes. Die restlichen Kosten trägt der Landkreis Mayen-Koblenz als Schulträger.

„Nun können wir einen Oberstufengerechten Unterricht gewährleisten, denn unsere Schüler stehen im Mittelpunkt“, betonte Schulleiter Möbius in seiner Rede und dankte dem Landrat wie den anwesenden Vertretern der  Schulabteilung der Kreisverwaltung und der ADD sowie den Architekten für die gute und reibungslose Zusammenarbeit. Musikalisch eröffnet und geschlossen wurde der kleine Festakt von zwei Lehrkräften und einem Schüler der IGS Maifeld mit zwei gesanglichen Beiträgen begleitet vom Piano.

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Mehr als 900.000 Erwachsene und Jugendliche sind zur Wahl im Bistum Aachen aufgerufen

Aachen – Mutig gemeinsam die Zukunft gestalten. Am kommenden Wochenende 6. und 7. November werden im Bistum Aachen die Räte in den Gemeinschaften der Gemeinden sowie die Kirchenvorstände gewählt. Generalvikar Dr. Andreas Frick und Dr. Karl Weber, Vorsitzender des Diözesanrats der Katholiken, werben um breite Beteiligung.

Jede Stimme zählt: Im Bistum Aachen werden am 6. und 7. November die Räte in den Gemeinschaften der Gemeinden sowie die Kirchenvorstände gewählt. Jede und jeder – mehr als 900.000 Erwachsene und Jugendliche – kann das Gemeindeleben vor Ort also entscheidend mitprägen und gestalten. Diese Chance gilt es zu nutzen: „An kaum einer anderen Stelle wird Kirche so deutlich und spürbar im Leben der Menschen wie in den Pfarreien und Gemeinden. Das Gesicht von Kirche sind die Menschen vor Ort, die sich einsetzen für andere, die sich ehrenamtlich engagieren, die helfen, da sind und von ihrem Glauben erzählen. Wer sich in den Gremien engagiert, macht diesen Auftrag von Kirche lebendig“, betont Dr. Andreas Frick, Generalvikar des Bistums Aachen. Im gemeinsamen Interview mit Dr. Karl Weber, Vorsitzender des Diözesenrats der Katholiken im Bistum Aachen, wirbt er für eine breite Beteiligung am kommenden Wahlwochenende.

„Derzeit trauen viele Christinnen und Christen der Kirche wenig Veränderung zu. Und das hemmt natürlich. Aber hadern hilft ja nicht, sondern nur wenn ich mich für eine Sache engagiere, kann ich sie verändern. Umso mehr sind Menschen mit einem großen Kämpferherz gefragt, die nicht nur nach oben schauen, sondern die unten das anpacken, was für die Menschen vor Ort notwendig ist. Und das kann auch im Bistum Aachen sehr unterschiedlich sein“, betont Dr. Karl Weber.

Spannend sind die anstehenden Wahlen besonders mit Blick auf den synodalen Gesprächs- und Veränderungsprozess „Heute bei dir“. In der nächsten Phase des Prozesses ab dem Frühjahr 2022 werden die Ergebnisse aus den Basis-AGs aufgrund der laufenden Beratungen und Entscheidungen umgesetzt. „Wir brauchen für die anstehenden Veränderungsprozesse die Erfahrung derjenigen, die sich bereits in den Gremien engagieren, aber auch neue Menschen, die Mut haben, mit uns in die Zukunft zu starten und diese mit uns gemeinsam zu gestalten.  Den Mitgliedern der gewählten Gremien kommt bei der Umsetzung eine entscheidende Rolle zu. Sie können die nächsten Schritte aktiv begleiten und gestalten“, sagt Dr. Andreas Frick. Und Dr. Karl Weber ergänzt: „Mut macht mündig – unter diesem Motto haben wir 2019 unsere Positionen vorgelegt, in der wir ein neues Verständnis von Kirche fordern, eine Kirche, die auf dem Engagement von vielen beruht, und die dafür auch die entsprechenden Strukturen der Beteiligung schafft. Gewaltenteilung ist dafür eine wichtige Voraussetzung.“

Das gesamte Interview zum Nachlesen: https://www.bistum-aachen.de/aktuell/nachrichten/nachricht/Mutig-gemeinsam-die-Zukunft-gestalten/?instancedate=1635946759000

Alle wichtigen Informationen rund um die Kirchenwahlen: www.bistum-aachen.de

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„Silberne Sterne des Sports“ – TV Eintracht 1862 Cochem fährt zum Bundesfinale nach Berlin

Region/Mainz – Diesen Tag werden die Verantwortlichen des TV Eintracht 1862 Cochem so schnell nicht vergessen. Der Verein aus der 5.300-Einwohner-Gemeinde an der Mosel ist der 2021er Gewinner des „Großen Stern des Sports“ in Silber für Rheinland-Pfalz. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis wurde der innovativen Eintracht von den Volks- und Raiffeisenbanken des Landes, dem Landessportbund sowie der Landesregierung im Festsaal der Mainzer Staatskanzlei für sein Projekt „Wenn Dir Steine im Weg liegen, male sie an und schaffe damit Bewegung für alle!“ überreicht.

Über je einen „Kleinen Stern in Silber“ durften sich die VIKINGS MUAY THAI aus dem nordpfälzischen Marnheim mit ihrer „COIN-JAGD“ als Zweitplatzierter (1.500 Euro Preisgeld) und die LLG Hunsrück auf Platz drei mit ihrer „Köhlerhütte“ (1.000 Euro Preisgeld) freuen. Von der Fachjury mit Förderpreisen von je 500 Euro dekoriert wurden der TC Limburgerhof („Grenzenlos bewegen trotz Corona“), der FSV Trier-Tarforst („Gemeinsam durch Corona mit dem FSV Trier-Tarforst und neues Vereinsprojekt“) und der FSV Eschfeld („Support your locals – gemeinsam gegen Corona“). Insgesamt wurden von den Volksbanken Raiffeisenbanken also einmal mehr Preisgelder wieder in Höhe von 6.500 Euro für das beispielhafte gesellschaftliche Engagement der Klubs vergeben.

Den Vogel aber schossen die findigen Cochemer ab. „Wenn Dir Steine im Weg liegen, male sie an und schaffe damit Bewegung für alle!“, so beschreibt der Verein seine Idee der Bewegungssteine. Sie sollen Menschen generationenübergreifend für Bewegung begeistern und vernetzen. Als Variante für die Hosentasche eignen sich am besten kleine Kieselsteine. Sie werden mit Übungen wie Seilspringen, Hampelmann oder Liegestütz bemalt, dazu kommt der Hashtag #Bewegungssteine. Dann wird der Stein irgendwo im Freien hingelegt. Wer ihn findet, staunt, freut sich, macht die Übung und ein Foto davon und nimmt den Stein mit, um ihn an einer anderen Stelle wieder hinzulegen. Im größeren Format gibt es die Bewegungssteine bei Parcours und Aktivpfaden. Eine XL-Variante ist bereits angedacht. Hier sollen die Steine selbst zum Trainingsgerät werden. Für den TV Cochem ist es ein Herzensanliegen, die breite Öffentlichkeit für den weltweiten Bewegungsmangel zu sensibilisieren und dagegen anzukämpfen.

Zusammen mit den anderen Vereinen waren die Cochemer, angeführt von Peter Raueiser, dem Leichtathletik-Verantwortlichem im Klub, unter Corona-Bedingungen im festlichen Rahmen von Sportminister Roger Lewentz geehrt worden. „Seit 2004 werden die Sterne des Sports jährlich an Vereine verliehen, die sich besonders für das gesellschaftliche Miteinander einsetzen“, verdeutlichte Lewentz, der den Vereinsvertretern gemeinsam mit LSB-Präsident Wolfgang Bärnwick und – als Vertreter der Volksbanken in NRW – Thomas Welter, Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank Eifeltor eG, gratulierte. „Die Vereine bieten nicht nur ein abwechslungsreiches Sport- und Bewegungsangebot an und tragen zu einer gesünderen Lebensweise bei, sondern sie vermitteln auch wichtige Werte wie Toleranz, gegenseitigen Respekt und Hilfsbereitschaft. Hierzu haben sie großartige Projekte auf die Beine gestellt.“ Die „Sterne des Sports“ zeigten jedes Jahr aufs Neue, wie vielfältig und außergewöhnlich das hier eingebrachte Engagement sei. Während Welter sich freute, dass die Preisverleihung diesmal wieder in Präsenzform über die Bühne gehen konnte in hohen Tönen von den Ideen und der Power schwärmte, die in den rheinland-pfälzischen Sportvereinen stecken, bezeichnete LSB-Präsident Wolfgang Bärnwick die „Sterne des Sports“ als den „vielleicht herausragendsten Wettbewerb für die Vereine im Breitensport“. Bärnwick wörtlich: „Hier haben auch kleinere Sportvereine, die sich über das Sportliche hinaus – gerade im gesellschaftlichen Bereich – besonders engagieren, die Chance, eine Auszeichnung zu bekommen.“ Der Wettbewerb mobilisiere Jahr für Jahr zahlreiche Vereine, zusätzlich zu ihrem sportiven Tagesgeschäft „ganz besondere Projekte ins Leben zu rufen, die dann nicht nur für die Vereinsmitglieder von großer Bedeutung sind“.

Eine neunköpfige Jury aus Vertretern von LSB, Sportlern, Sportministerium sowie Journalisten hatte das Projekt Turnverein 1862 Eintracht Cochem unter sämtlichen eingereichten Bewerbungen zum Gewinner des „Großen Stern des Sports“ in Silber und damit zum Sieger auf Landesebene erklärt. Für den Vorzeige-Klub von der Mosel findet der Wettbewerb nun auf Bundesebene seine Fortsetzung. Der Verein wird Rheinland-Pfalz bei der Verleihung der bundesweiten „Goldenen Sterne“ vertreten. Die werden am Montag, 24. Januar 2022 in bewährter Manier von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verliehen, der seine Teilnahme bereits fest zugesagt hat.

„Ich bin sehr gerührt und dankbar, dass die Jury sich für unser Projekt entschieden hat“, sagte Cochems Macher Peter Raueiser, der bei der Verkündung der Entscheidung durch Moderator Christian Döring die Fäuste ballte und sie dann erst gegen die Stirn drückte und unmittelbar danach nach oben riss. „Das ist ein dynamisches Projekt, das davon lebt, weitergetragen zu werden“, konstatierte der Kreativgeist. „Wir werden die Bewegungssteine jetzt nach Berlin mitnehmen und sind gespannt, wie sie in der Bundeshauptstadt ankommen werden…“