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Bischof Dieser aus Aachen feiert Pontifikalamt zum Kirchenjubiläum in Waxweiler

Waxweiler – Die Pfarrei Waxweiler im Dekanat St. Willibrord Westeifel hat den Gedenktag des heiligen Willibrord am 7. November festlich begangen. Gemeinsam mit zahlreichen Gläubigen feierte der Aachener Bischof Dr. Helmut Dieser ein Pontifikalamt in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer. Ein weiterer Anlass für den Besuch des Bischofs war das 250-jährige Jubiläum des Kirchenneubaus.

Zum heiligen Willibrord hat Waxweiler einen besonderen Bezug, denn der Prümtalort gilt als Ursprung der Echternacher Springprozession. Der Sage nach soll der angelsächsische Missionar um das Jahr 728 in der Kirche, so steht es auf einer sandsteinernen Tafel, auf der Durchreise durch die Westeifel gepredigt haben. Den heidnischen Tänzern habe er aufgegeben, in heiliger Andacht im luxemburgischen Echternach zu tanzen. Nachdem die Prozession im 18. Jahrhundert zeitweise verboten war, lebte die Fußwallfahrt nach Echternach im Jahr 1860 von Waxweiler ausgehend wieder auf. Ein Jahr später führte der Brudermeister Johann Jakob Perrad die Prümer Teilnehmer der Prozession von Waxweiler zu. So ist es bis heute: ein gemeinsamer Pilgergang zum Grabe Willibrords – seit nunmehr 160 Jahren. Dabei kommt den Brudermeistern eine große Bedeutung zu: Sie organisieren die Prozession alljährlich zum Pfingstfest und geleiten sie als Ordner und Vorbeter durch die Westeifel bis in die Echternacher Basilika.

Freiheit bedeutet auch Veränderung

„Zur Zeit des heiligen Willibrord war das Idealbild eines Pilgers aufzubrechen, Heimat und Familie hinter sich zu lassen und für Christus in die Ferne zu ziehen, um das Evangelium den Menschen zu verkünden, die es noch nicht kennen“, sagte Dieser den Gottesdienstteilnehmern zu Beginn seiner Predigt. Vor 250 Jahren, als die Pfarrkirche Waxweiler neu gebaut wurde, sei die Gesellschaft ständisch geprägt gewesen. Die heutige Zeit aber liebe das Individuum. Noch nie habe der einzelne Mensch sich so frei entfalten und verwirklichen können – und das sei gut so. Für das kirchliche Leben bedeute dies allerdings auch Veränderung. „Viele Ängste gibt es, dass gerade hier, im ländlichen Bereich, Ihrer Heimat, so viel verloren gehen könnte von dem, was uns so nahe und vertraut ist“, betonte der Bischof. Aber schon Willibrord habe in seiner Zeit Chancen gesehen, eine positive Einschätzung seiner Lebenssituation gefunden und durchgetragen. „Es ist auch gut dafür, Christ zu sein und Christ zu werden. Eben nicht, weil das so sein muss oder weil deine Eltern das für dich vorweggenommen haben. Sondern weil es dabei wirklich auf dich ankommt!“, ermutigte Bischof Dieser.

„Welche Ideen haben wir für die Seelsorge, das pastorale Tun, die Aufgabe unserer Kirche in dieser Zeit, die das Individuum liebt?“ Bischof Dieser nannte gleich zweierlei: Hingehen und Zuhören. Es sei wichtig, sich für die Menschen in ihren verschiedenen Milieus wirklich zu interessieren, sie ernst- und anzunehmen. Gott liebe die Originale, nicht die Mitläufer. „Genau das meint doch unser Papst mit Synodalität: das Interessante, das Andere entdecken, das mir fehlt“. Und genau an dieser Stelle würden der Glaube, das Gläubigwerden und die Nachfolge Christi immer neu beginnen. Nur so könnten die Menschen heutzutage den Glauben verkünden. „Das können ganz neue Ideen sein, zeitweilige Engagements, kürzere oder längere gemeinsame Wegstücke, jedenfalls wird unsere Kirche dadurch selber vielfältiger, bunter – vielleicht auch anstrengender“, so Bischof Dieser. Am Beispiel des heiligen Willibrord heiße das, keine Angst vor dem zu haben, was fremd erscheine und unsicher mache, sondern sich selbst einzubringen. Nur so könne man glaubwürdig missionarisch werden.

Am Ende des Festgottesdienstes verlas Pfarrer Georg Josef Müller einen Brief des Substituts des vatikanischen Staatssekretariats, Erzbischof Edgar Paña Parra. Papst Franziskus habe mit Freude von der Messfeier aus Anlass des 250-jährigen Jubiläums des Neubaus der Pfarrkirche Waxweiler erfahren. Er bitte alle versammelten Gläubigen um ihr Gebet für ihn und seine Aufgaben als Hirte der universalen Kirche und erteile ihnen den erbetenen Apostolischen Segen. Musikalisch gestaltete Organist Markus Roschinski den Gottesdienst an der Sebald-Orgel von 1961.

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Stadt Meckenheim erinnert an die Pogromnacht 1938

Meckenheim – Offizielle Gedenkveranstaltung am Gedenkstein. Die Stadt Meckenheim hat am Tag der Reichspogromnacht an die Zerstörung und Brandschatzung von jüdischen Synagogen, Geschäften und Häusern erinnert und der Opfer gedacht. Bürgermeister Holger Jung ging in seiner Ansprache näher auf die schrecklichen Ereignisse von damals und die Verpflichtung von heute ein. „Die Täter von einst leben fast alle nicht mehr. Persönliche Schuld haben wir Nachgeborenen zwar nicht. Doch tragen wir Verantwortung. Verantwortung gegenüber der Geschichte unserer Nation. Die Erinnerung an die damaligen Gräueltaten – an das Unmenschliche – darf niemals aufhören“, appellierte der Bürgermeister. „Wir sind verpflichtet, antijüdischen Vorurteilen zu widersprechen und antijüdischen Angriffen zu widerstehen. Das“, so betonte Jung, „ist eine Bürgerpflicht, die Pflicht einer jeden aufrechten Demokratin, eines jeden aufrechten Demokraten.“

Auch richtete er den Blick zurück, auf das Meckenheim von 1938 und seine jüdischen Bürgerinnen und Bürger. Jung zitierte aus einem berührenden Brief, den die Eltern vor ihrer Deportation in ein Sammellager an ihre nach Australien emigrierten Kinder geschrieben hatten. Ein ergreifendes Zeugnis der fürchterlichen Nazi-Zeit. „Wir denken an die Menschen jüdischer Herkunft, die in Meckenheim geboren wurden, hier lebten, zur Schule gingen und arbeiteten. Menschen, die aus unserer Stadt flohen, deportiert wurden und sterben mussten, sowie an alle anderen Menschen in Deutschland und Europa, die dem faschistischen Terror zum Opfer fielen. In tiefer Demut verneigen wir uns heute vor ihnen“, so der Bürgermeister, der dazu aufrief, deutlich Position zu beziehen, sobald sich diskriminierende oder gar Menschen verachtende Vorfälle abzeichnen. „Zeigen wir Zivilcourage. Antisemitistischen und rassistischen Ressentiments darf kein Platz geboten werden. Denn erst sind es Wort, dann folgen Taten.“

Die Gedenkveranstaltung wurde von der ersten stellvertretenden Bürgermeisterin mitgestaltet. Ariane Stech trug ein Gedicht vor. Auch Schülerinnen und Schüler des Konrad-Adenauer-Gymnasiums beteiligten sich. Mit Gedichten und Berichten Überlebender der Shoah erinnert sie an die Pogromnacht als Auftakt des Holocausts. Es waren eindringliche Erzählungen, die die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten mitsamt ihren Lehrerinnen und Lehrer vorbereitet hatten und vortrugen. Bürgermeister Jung dankte der Arbeitsgruppe „Demokratie im Alltag“ herzlich für das Engagement. Nur einen Tag vor der Pogromnacht hatte die Lehrerin Christina Eilers mit ihrem Leistungskurs Geschichte eine Exkursion zur Erinnerung an die Judenverfolgung in Meckenheim unternommen. Hierbei wurden auch die in der Stadt verlegten „Stolpersteine“ gereinigt und der Ermordeten gedacht. Jung dankte für „diese wunderbare Idee.“

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Gedenken und Mahnung in Kall

Kall – Am Ort der ehemaligen Synagoge in Kall an die Verfolgung der jüdischen Mitbürger erinnert – Luise Binger: „Der Brudermord von Kain an Abel war der Beginn einer Geschichte von Hass und Gewalt“. Es war eine schlichte Gedenkfeier am Denkmal in Kall, wo einst  die jüdische Synagoge gestanden hatte, die in der Nacht zum 10. November 1938 von den fanatischen Nationalsozialisten zerstört worden war.

An dem Gedenkstein legte Vizebürgermeisterin Steffi Hübner als Zeichen der Erinnerung und der Mahnung ein Blumengesteck nieder. Foto: Reiner Züll

Die stellvertretende Bürgermeisterin Steffi Hübner, die Rednerin Luise Binger aus Steinfeld und der Redner Wolfram Königsfeld erinnerten in kurzen Wortbeiträgen an das schrecklich Geschehen vor 83 Jahren.

An der Stätte, an der früher die jüdische Synagoge gestanden hatte, erinnerten Luise Binger und Wolfram Königsfeld an die Verfolgung und Vernichtung von jüdischen Mitbürgern in Kall. Foto: Reiner Züll

Etwa 25 Zuhörer, Bürgermeister Hermann-Josef Esser, dessen Stellvertreterin Steffi Hübner, Ortsvorsteher Stefan Kupp sowie einige Ratsvertreter hatten sich zu der kleinen Feier nahe der VR-Bank eingefunden. Dort hatten die „Omas gegen rechts“ zuvor die an jüdische Mitbürger erinnernden Stolpersteine aufpoliert. Am Denkmal selbst, das die Gemeinde im Jahr 2008 geschaffen hatte, waren die Spuren der Flutkatastrophe vom 14. Juli noch deutlich zu erkennen.

In einem kurzen Grußwort sprach Vize-Bürgermeisterin Steffi Hübner vom Sinn der Feierstunde, die Gedenken und Mahnung zugleich seien. „Damit so etwas nie mehr passiert“, so Hübner. Es seien Kaller Mitbürger gewesen, die damals der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten zum Opfer gefallen seien. Im Namen von Rat und Bürgermeister hatte Steffi Hübner zum Beginn der Gedenkfeier ein Blumengesteck niedergelegt.

Luise Binger erinnerte an den Brudermord Kains an Abel, der Beginn gewesen sei von einer Geschichte von Hass und Gewalt die Menschen anderen Menschen antun. Binger zitierte aus dem Gedicht „Adam steh auf, damit es anders anfängt“ der Dichterin Hilde Domin. Auch sie hatte als Jüdin vor der Verfolgung flüchten müssen.

Luise Binger: „Könnte die Untat von Kain ungeschehen gemacht werden, indem der Bruder Abel wieder aufsteht, damit Kain die Frage „Bin ich der Hüter meines Bruders“ mit Ja beantworten kann und die ganze Menschengeschichte  anders anfangen könnte“. Dieser Wunsch werde nicht erfüllt.

Dennoch bleibe die Hoffnung, dass es einmal anders werde, und ein Neuanfang die Zerstörung des Zusammenlebens durch Hass und Gewalt verhindere und, so Binger, „Egoismus und Lieblosigkeit nicht das letzte Wort haben werden“.

„Wir müssen Widerstand zeigen gegen jedes Anzeichen rechtsradikaler Stimmungsmache, und wachsam sein gegen ein Netzwerk des aufkommenden rechten Terrors“, mahnte der ehemalige Studiendirektor Wolfram Königsfeld in seiner Gedenkrede. Man könne, wolle und dürfe nicht vergessen, war vor 83 Jahren  auch in Kall geschehen sei  Die Täter damals hätten auf Anweisung und Kampfstrategie einer Ideologie von arischen Herrenmenschen gehandelt.

„Wir stehen hier an einem Mahnmal, das aufrütteln soll. Es soll uns mahnen und warnen vor fremdfeindlichen Denken“, so Wolfram Königsfeld. Der Antisemitismus nehme wieder zu. Jüdische Mitbürger zählten wieder zu den Fremden. „Der Rückfall in die Ideologie eines sogenannten Deutschtums ist eine Gefahr für unsere freiheitliche Demokratie und eine Gefahr für einen mitmenschlichen Umgang“, mahnte Königsfeld. „Wachsam sein“ sei das Gebot der Stunde.
Reiner Züll

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Zahlreiche Alsdorferinnen und Alsdorfer gedenken am Ort der ehemaligen Synagoge

Alsdorf – Zahlreiche Menschen haben auch in Alsdorf den Ereignissen der Reichspogromnacht, der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, gedacht. Die von den Nationalsozialisten befeuerte systematische Zerstörung jüdischer Einrichtungen und Geschäfte hatte seinerzeit auch Alsdorf nicht verschont.

Am Ort der ehemaligen Synagoge an der Hoengener Schillerstraße legte Bürgermeister Alfred Sonders einen Kranz nieder und fand mahnende Worte. „Selbst wenn schon weit mehr als 70 Jahre seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs vergangen sind, ist der blinde Hass, der damals das Morden an Millionen Menschen vor allem jüdischen Glaubens befeuerte, nicht vergangen. Antisemitismus verbreitet sich immer noch, aktuell zunehmend unter den so genannten Querdenkern. Da gibt es Menschen, die einen aufgestickten Davidstern mit dem Wort „ungeimpft“ tragen, da vergleichen sich Corona-Leugner mit Anne Frank oder glauben, die Corona-Pandemie sei eine Weltverschwörung böser Eliten und Juden – all das sind klare Anzeichen für Antisemitismus!“ Diesem gelte es entgegenzutreten. „Auch deshalb stehen wir heute hier. Um vor allem den jungen Menschen zu zeigen, dass man sich mit wachem Verstand mit dem auseinandersetzen muss, was damals passiert ist! Gerade die nachwachsenden Generationen müssen wissen, was einmal war und was nie wieder sein darf!“

Begleitet wurde die Gedenkveranstaltung von einer Ehrenwache der Feuerwehr und der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Hoengen. Der Alsdorfer Franz-Josef Emundts schilderte Eindrücke seines Vaters, der die Zerstörungen als Kind erlebt hatte; Pfarrerin Annegret Helmer und Pastoralreferentin Bärbel Schumacher sprachen ein Gebet.

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Gemeinde Hellenthal wurde als „Europaaktive Kommune“ ausgezeichnet

Hellenthal – Im Rahmen einer in Düsseldorf stattgefundenen Veranstaltung wurde die Gemeinde Hellenthal neben weiteren Preisträgern als „Europaaktive Kommune“ ausgezeichnet. Die Auszeichnungsurkunde wurde Bürgermeister Rudolf Westerburg am Montag, den 08.11.2021 von dem Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales, Herrn Holthoff-Pförtner, sowie der Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, Frau Ina Scharrenbach, überreicht.

Bei der Preisverleihung wurde Bürgermeister Westerburg von seinem Amtskollegen Friedhelm Wirtz aus Büllingen begleitet. In der Laudatio zur Preisverleihung wurde insbesondere auf die schon seit Jahrzehnten bestehenden gut nachbarlichen und grenzüberschreitenden Beziehungen der beiden Grenzkommunen hingewiesen, die sich in vielfältiger Weise ergeben. Betont wurden dabei die vielfältigen Verbindungen und Aktivitäten von Vereinen sowie die grenzüberschreitenden Hilfeleistungen der Feuerwehren. Auch die Zusammenarbeit im touristischen Bereich sowie der regelmäßige Austausch der politischen Gremien beider Gemeinden wurden hervorgehoben.

Bürgermeister Rudolf Westerburg bestätigte das freundschaftliche Verhältnis zur Gemeinde Büllingen, weshalb ihm die Präsenz seines Amtskollegen aus Büllingen auch bei der Preisverleihung sehr wichtig war. Dabei hob er die unbürokratische Hilfe der Gemeinde Büllingen insbesondere nach der Hochwasserkatastrophe hervor, wonach Bürgermeister Friedhelm Wirtz für mehrere Wochen Bauhofmitarbeiter aus der Gemeinde Büllingen mit entsprechenden Gerätschaften für Aufräumarbeiten in der Gemeinde Hellenthal zur Verfügung gestellt hat. Diese Praxis bezeichneten beide Bürgermeister als bürgernahe, lebendige und gelebte Gemeinschaft im Sinne des Europäischen Gedankens und waren sich einig, die guten nachbarschaftlichen Beziehungen durch weitere Aktivitäten auch zukünftig zu erhalten und auszubauen.

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RLP Minister Lewentz: Film zeigt Vielfalt des Sports in Rheinland-Pfalz

Region/Mainz/Koblenz – Zur Sportministerkonferenz unter Vorsitz von Sportminister Roger Lewentz in Koblenz ist ein Film vorgestellt worden, der die rheinland-pfälzische Sportlandschaft präsentiert und Interesse am Sport in den rheinland-pfälzischen Vereinen wecken soll. Der Film wird nun den Sportbünden für ihre Mitgliederkampagnen zur Verfügung gestellt.

„Rheinland-Pfalz ist ein Sportland. Mit unseren rund 6.000 Sportvereinen, der Sportförderung für Spitzensportler und Nachwuchstalente sowie der Initiative „Land in Bewegung“ sind Sport und Bewegung in der rheinland-pfälzischen Gesellschaft tief verankert. Der Sport steht für die Vielfalt und das Miteinander in unserem Land, das zeigt der Film in eindrucksvoller Weise“, so Lewentz.

Der Film schlage die Brücke vom Engagement der zahlreichen Vereine, die die Basis für das „Sportland Rheinland-Pfalz“ bilden, hin zu Spitzensportlern mit und ohne Handicap. Für diese sei insbesondere die Sportförderung von Bund und Land, speziell über Fördergruppen von Bundeswehr und Polizei, aber auch die Unterstützung durch die Sporthilfe und Partner wie Lotto Rheinland-Pfalz unerlässlich. Außerdem zeige der Film, dass die Landesregierung, in Zusammenarbeit mit dem Landessportbund, über die Initiative „Land in Bewegung“ Gesundheitsaspekte von regelmäßiger Bewegung auch über den organisierten Sport hinaus in die Bevölkerung bringe.

„Mit dem Film wollen wir auch zeigen, dass sich das Engagement im lokalen Sportverein lohnt, denn gerade diese Vereine litten zuletzt durch die Einschränkungen aufgrund der Pandemie. Aus den Sportvereinen kommen auch unsere erfolgreichen Spitzensportler wie Olympiasiegerin Ricarda Funk oder Weltmeister Niklas Kaul, die mit ihren Auftritten im Film auch die Bedeutung einer vielfältigen Sportlandschaft in Rheinland-Pfalz unterstreichen“, sagte Sportminister Roger Lewentz.

Der Film kann hier abgerufen werden: https://s.rlp.de/smk45

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Der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club zeichnet das Verkehrs-Ministerium von NRW mit Gold-Prädikat aus

Region/Düsseldorf – Das Rad hat Hochkonjunktur! Immer mehr Menschen nutzen das Fahrrad zum Pendeln zur Arbeit. Dank E-Bikes können auch immer längere Strecken bequem auf dem Rad zurückgelegt werden. Am Dienstsitz im Düsseldorfer Stadttor bietet das Ministerium für Verkehr seinen Beschäftigten eine breite Palette von fahrradfreundlichen Maßnahmen an, um gut zur Arbeit radeln zu können – unter anderem gute und sichere Abstellmöglichkeiten, eine Radreparaturstation draußen und eine Fahrradwerkstatt im Gebäude. Jetzt ist das Ministerium für Verkehr vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) als „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ mit Gold-Prädikat zertifiziert worden. Verkehrsministerin Ina Brandes hat vom ADFC am Dienstag, 9. November, die entsprechende Urkunde entgegengenommen.

Verkehrsministerin Ina Brandes: „Die Auszeichnung mit dem Prädikat ‚Gold‘ ist für uns eine Ehre und Freude: Das Qualitätssiegel des ADFC zeigt, dass wir als fahrradfreundlicher Arbeitgeber auf dem richtigen Weg sind. Als Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen wollen wir auch in Zukunft vorangehen: Wir wollen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr gute Bedingungen anbieten, damit sie gerne mit dem Rad ins Büro kommen. Zur Arbeit zu radeln, schafft mehr Platz auf den Straßen, schont das Klima – und fördert nebenbei auch die eigene Gesundheit. Wir geben dem Radverkehr mehr Rückenwind!“

Isabelle Klarenaar, Landesgeschäftsführerin Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Nordrhein-Westfalen: „Das Verkehrsministerium Nordrhein-Westfalen geht mit gutem Beispiel voran. Es ist nicht nur ein Vorbild für andere Landesbehörden, sondern für viele andere Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen. Als erstes Verkehrsministerium in Deutschland zeigt dieser Arbeitgeber, dass Radfahren wichtig ist für den Klimaschutz – und, dass Mitarbeitende und Betrieb gleichermaßen profitieren. Denn wer mit dem Rad zur Arbeit kommt, entgeht dem Stau, tut was für die Umwelt und ist oft fitter und seltener krank.“

Die bereits vorhandene Infrastruktur des Stadttors in Düsseldorf, dem Sitz des Verkehrsministeriums, wurde für Radfahrerinnen und Radfahrer entsprechend angepasst und ausgebaut: Dazu zählen überdachte und diebstahlgeschützte Abstellplätze für private Fahrräder sowie für zahlreiche Dienstfahrräder. Vor dem Gebäude steht eine Reparaturstation, im Gebäude gibt es eine Fahrradwerkstatt, einen extra Wasch- und Trockenraum sowie Duschen und Umkleiden für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Darüber hinaus wird erfolgreich zur Teilnahme an Kampagnen wie „Stadtradeln“ und „Mit dem Rad zur Arbeit“ aufgerufen.

Rund um das Fahrrad werden zudem Informationen zur Gesundheit angeboten. Als Leitziel der Mobilitätsstrategie soll der Radverkehrsanteil der Beschäftigten von jetzt 20 Prozent in drei Jahren um 50 Prozent gesteigert werden. Mit den bestehenden und neuen fahrradfreundlichen Maßnahmen sollen in den nächsten Jahren neu eingestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Umsteiger gewonnen werden. Auf dem Arbeitsmarkt kann das Verkehrsministerium mit der Auszeichnung punkten.

Dr. Andreas K. Bittner, Mitglied im ADFC-Landesvorstand, Berater und Auditor für die EU-ADFC-Initiative Fahrradfreundlicher Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen: „Das Verkehrsministerium Nordrhein-Westfalen hat seine Rolle als beispielgebende Behörde für die Förderung nachhaltiger und aktiver Mobilität erkannt und mit konsequenten Maßnahmen bei der eigenen Zertifizierung umgesetzt. In diesem Prozess haben die Verantwortlichen gelernt, wie wichtig nicht nur technische Details und Infrastruktur, sondern auch wertschätzende Aktivitäten für radelnde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind.“

Hintergrund

Seit 2017 vergibt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) die neue EU-weite Zertifizierung „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“. Das Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen ist erst das zweite mit Gold ausgezeichnete Landesministerium der Republik.

Weitere Informationen finden Sie hier: www.fahrradfreundlicher-arbeitgeber.de

 

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Pflege bewegt uns alle! – GK-Mittelrhein bietet am Freitag 12. November im Forum Mittelrhein Infos und Aktionen an

Region/Mayen-Koblenz – „Pflege bewegt uns!“ ist derzeit überall in der Region zu hören und zu lesen. Die Kampagne des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein rückt den Pflegeberuf nochmals ins Bewusstsein der Bevölkerung. Am Freitag, 12. November, informieren Pflege-Azubis im Zuge dessen zwischen 10 und 19 Uhr im Erdgeschoss des Forums Mittelrhein über die Ausbildung zum Pflegefachmann. Außerdem gibt es ein Gesundheitsquiz und viele Mitmachaktionen, um zu zeigen: Pflege bewegt uns alle!

Interessierte haben die Chance, sich aus erster Hand über eine Zukunft im Gesundheitswesen zu informieren – von Azubis des GK-Mittelrhein, welches nicht nur eines der größten Gesundheitsunternehmen der Region, sondern auch einer der zehn größten Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz ist. Hier dreht sich alles um Medizin, Pflege und Gesundheit und dafür arbeiten viele unterschiedliche Berufsgruppen Hand in Hand.

Zum Unternehmen gehören Krankenhäuser an fünf Standorten (Kemperhof und Ev. Stift St. Martin in Koblenz, St. Elisabeth in Mayen, Heilig Geist in Boppard und Paulinenstift in Nastätten) sowie zahlreiche Facharztpraxen. Außerdem betreuen die Teams aus Physio-/Ergo- und Sporttherapie sowie Logopädie stationäre wie ambulante Patienten mit nahezu allen therapeutischen Behandlungstechniken. Darüber hinaus betreibt das GK-Mittelrhein drei Senioreneinrichtungen mit Angeboten wie Dauer-, Tages- oder Kurzzeitpflege und ist Partner für die ambulante Pflege. An der eigenen Pflegeschule mit drei Standorten in Koblenz und Mayen bildet das GK-Mittelrhein zukunftsfähig aus und fördert über ein eigenes Bildungs- und Forschungsinstitut die persönliche Entwicklung, bietet vielfältige Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten und unterstützt bei der weiteren Karriereplanung. Weitere Informationen gibt es unter www.pflegestark-gk.de.

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‚Dorfrad‘ – Projekt in Zülpich-Bürvenich – Potentiale für Nahmobilität mit Leih-E-Bikes werden untersucht

Zülpich – 110 jederzeit verfügbare E-Bikes – verteilt auf 11 feste Stationen im gesamten Kreis Euskirchen – das sind die Kennzahlen des „Eifel e-Bike Projektes“, das am 7.7.2021 in Bad Münstereifel in Betrieb genommen wurde.

Das kreisweite Netz an festen E-Bike-Verleihstationen, die vor allem entlang der Bahnstrecken liegen, wird ergänzt durch zahlreiche weitere virtuelle Stationen (2 – 4 pro Kommune, je nach Größe), an denen zwar keine physischen Ständer zur Entleihe bzw. Rückgabe der Räder vor-handen sind, wo aber dennoch Eifel-e-Bike-Fahrten beendet und begonnen werden können. Die virtuellen Stationen werden mit einem entsprechenden Hinweisschild und einem Ortsmar-ker in der App gekennzeichnet.

Die Zülpicher Ortsteile Bürvenich und Eppenich sind innerhalb des Eifel-e-Bike-Systems Schauplatz eines besonderen Pilotprojektes: Unter dem Titel „Dorfrad“ werden hier die Potentiale für Nahmobilität mit Leih-E-Bikes untersucht – zunächst über einen Zeitraum von 12 Mo-naten. Dazu kommen hier zehn zusätzliche Eifel e-Bikes zum Einsatz. Zudem werden zehn zusätzliche virtuelle Stationen eingerichtet, die sich über beide Ortsteile verteilen.

Das Dorfrad Bürvenich/Eppenich sollte bereits im Juli von der Stadt Zülpich, dem Kreis Euskirchen und der RVK vorgestellt werden, jedoch musste der Termin aufgrund der Hochwasserkatastrophe verschoben werden. Nun freuten sich Bürgermeister Ulf Hürtgen und Dr. Peter Kramp von der Ortsgemeinschaft Bürvenich/Eppenich im Beisein von Susanne Kratzke vom Kreis Euskirchen sowie Christian Seul von der RVK das Dorfrad-Projekt offiziell eröffnen zu können.

Aufgrund der Hochwasserkatastrophe bieten der Kreis Euskirchen, die RVK und nextbike derzeit eine Aktion zur Unterstützung der Hochwasserbetroffenen Bürgerinnen und Bürger im Kreis Euskirchen: Noch bis zum 31.12.2021 besteht die Möglichkeit einer bis zu 60-minütigen Freifahrt mit den Eifel e-Bikes.

Ulf Hürtgen, Bürgermeister der Stadt Zülpich:
„Ich begrüße es sehr, dass ein Ortsteil der Stadt Zülpich als Schauplatz für dieses Pilotprojekt ausgewählt wurde. So haben die Bürgerinnen und Bürger von Bürvenich/Eppenich eine her-vorragende E-Bike-Anbindung an die Kernstadt mit der festen Station am Mühlenberg.“

Susanne Kratzke, Projektkoordinatorin beim Kreis Euskirchen:
„Das Dorfrad ist ein landesweites Pilotprojekt im Bereich öffentlicher Fahrradverleihsysteme. Es war ein wichtiges Kriterium für die Förderzusage durch das Land NRW für das Eifel e-Bike. Daher freuen wir uns, mit Bürvenich/Eppenich Orte innerhalb des Kreises gefunden zu haben, die hierfür gute Voraussetzungen bieten.“

Das gesamte Eifel e-Bike Projekt wird in Zülpich sehr gut angenommen. Die virtuelle Verleihstation am Bahnhof Zülpich ist die Station mit den meisten Ausleihen im gesamtem Kreisgebiet, gefolgt von der virtuellen Station in Bürvenich/Eppenich.

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„Ehrenamt(ler) des Monats“ – Landrat Markus Ramers ehrt Nico Schmitz

Mechernich –  „Wir haben jemanden gefunden, der sich im besten Sinne engagiert“, würdigte Landrat Markus Ramers den Ehrenamtler aus Weyer im Namen der Ehrenamtsagentur im Kreis Euskirchen. Nico Schmitz nimmt die besondere Auszeichnung „Ehrenamt des Monats“ im Kreis seiner Elf freudig entgegen.

Der in vielen Vereinen ehrenamtlich engagierte 26-jährige Nico Schmitz (Mitte) wurde im Eifelstadion mit dem „Ehrenamt des Monats“ ausgezeichnet. Mit ihm freuen sich Landrat Markus Ramers (4.v.r.), Mechernichs stellvertretender Bürgermeister Heinz Schmitz (5.v.l.) und die D-Jugendfußballer, die der aus Weyer stammende städtische Verwaltungsmitarbeiter trainiert. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Zum Jugendtrainer wurde er durch familiäre Bande, genau genommen durch seinen jüngeren Bruder. „In seinem ersten Jahr in der A-Jugend wollte er mich als Torwarttrainer für sich haben, sodass der damalige Trainer mich mit ins Boot nahm“, berichtete Nico Schmitz. Das war 2015. Seitdem ist er Jugendfußballtrainer geblieben.

In die Truppe der Floriansjünger trat er aber schon  2005 ein – zunächst in der Jugendfeuerwehr Weyer. Später, zeitgleich zur Volljährigkeit, wechselte er in die Aktive Feuerwehr im Ort. „Retten, Löschen, Bergen“ war dem Jungen ein stückweit in die Wiege gelegt worden, denn auch sein Vater war schon Mitglied der Löschgruppe.

Das Ehrenamt könne nicht hoch genug gelobt werden, so Landrat Markus Ramers: „Wir haben in den vergangenen Wochen und Monaten gemerkt, dass Katastrophenschutz und Gefahrenabwehr etwas ist, was ohne Ehrenamtler nicht funktioniert. Nach dem Hochwasser ist Herausragendes von allen geleistet worden.“ Umso mehr freue er sich um jeden, der „mit anpackt“ – wie eben Nico Schmitz.

Selbst gerade erst dem Jugendalter entwachsen, liegt dem jungen Mann aus Weyer besonders die Förderung von Kindern und Jugendlichen am Herzen. Deshalb hat er auch die Aufgabe des Jugendobmanns seit Frühjahr 2017 beim Sportverein (SV) Concordia Weyer inne. Ein Jahr darauf wurde er zum Jugendgeschäftsführer des Vereins gewählt und – als hätte sein Tag mehr als 24 Stunden – ist er auch im Vorstand des Junggesellenvereins Weyer seit Jahren aktiv.

Selbstlose Bereitschaft

Als stellvertretender Bürgermeister dankte auch Heinz Schmitz dem Verwaltungsmitarbeiter für seine selbstlose Bereitschaft, sich für andere, die Gesellschaft und das Zusammenleben einzusetzen. Angesichts der Ehrung klatschten auch die Spieler der D-Jugend applaudierend und anerkennend die Hände. Schnell ging es dann aber auch mit dem Training weiter. Nico Schmitz ist sofort für seine Jungs da und gibt Tipps: „Den Ball abklatschen lassen…. schau mal so…. und dann weiter.“ Und genau das sei eben löblich, so der Landrat, dass es Jugendtrainer gibt, die ihre Zeit dafür nutzen, dem Nachwuchs etwas beizubringen.

Mit der Rubrik „Ehrenamt des Monats“ solle das ehrenamtliche Engagement im Kreis Euskirchen transparent gemacht und ein Beitrag zur Anerkennung geleistet werden. Die Auszeichnung wird im Kreis Euskirchen seit Januar jeden Monat präsentiert. Ausgewählt werden die späteren Preisträger von Stefanie Kolzem und Tamara Empt, dem Team der „Ehrensache“ und damit von der Ehrenamtsagentur Kreis Euskirchen.

„Um das Ehrenamt des Monats bewerben können sich alle ehrenamtlich tätigen Personen aus dem Kreisgebiet. Natürlich können diese auch von jemand anders vorgeschlagen werden“, so Empt. Dann sollten folgende Daten an die Ehrenamtsagentur geschickt werden: Informationen zur ehrenamtlichen Person, Angaben zum Ehrenamt sowie eine kurze Beschreibung, warum der- oder diejenige es verdient hat, die Auszeichnung zu erhalten.

Die Bewerbungen können per E-Mail an ehrenamt@kreis-euskirchen.de oder per Post an Ehrensache. Kreis Euskirchen, Frauenbergerstr. 152, 53879 Euskirchen eingereicht werden.