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Der Krieg im polnischen Nachbarland beschäftigt auch die Hilfsgruppe Eifel

Kall – Willi Greuel: „Wir schlittern von einer Katastrophe in die andere“ – Auch im  Kreis Euskirchen wird Hilfe dringend nötig sein – „Da kommt viel Leid auf uns zu“. Willi Greuel, Vorsitzender Hilfsgruppe Eifel, ist bestürzt über die Heftigkeit des  Krieges in der Ukraine, dessen Folgen sich nun auch bis in den Kreis Euskirchen hinein auswirken. Erste Flüchtlinge aus dem geschundenen  Land, in dem die Hilfsgruppe bis 2005 mehrere Hilfsprojekte in Kliniken realisiert hat, seien bereits im Kreis Euskirchen angekommen. „Wir werden hier helfen, wo Hilfe benötigt wird“, sagte Willi Greuel gestern Nachmittag: „Schnell und unbürokratisch auf Hilfsgruppen-Art“.  Dabei hofft er auf die Unterstützung der Eifeler Bevölkerung.

„Wir schliddern von einer Katastrophe in die andere“ klagte der Hilfsgruppen-Chef. Nach Corona-Pandemie und der Flutkatastrophe im vergangenen Jahr müsse man jetzt den Flüchtlingen  aus der Ukraine beistehen. Deshalb habe man sich kurzfristig entschlossen, die Fluthilfe zu beenden um den Flüchtlingen  helfen  zu können. Mit genau 517.500 Euro, so Willi Greuel, habe die Hilfsgruppe zahlreiche Flutopfer in der Region unbürokratisch unterstützt. Dies habe die große Unterstützung und Spendenbereitschaft der Eifeler Bevölkerung möglich gemacht.

Auf diese Unterstützung hofft Willi Greuel nun wieder. Es sind hauptsächliche Frauen mit Kindern, die allein aus der Ukraine flüchten mussten, weil die Ehemänner und Väter zum Dienst an der Waffe verpflichtet sind. „Da kommt viel Leid auf uns zu“, weiß der Hilfsgruppen-Vorsitzende, der selbst in der Ukraine war und dort Land und Leute kennen gelernt hat.

Die Hilfsgruppe will nun einspringen, wenn medizinische oder allgemeine Hilfe notwendig wird. Und davon könne man ausgehen. Man wolle hier im Kreis Euskirchen vor Ort helfen. „Da können wir dran sehen und wir sind sicher, dass die Hilfe auch dort hingeht, wo sie erforderlich ist“. Man werde von Fall zu Fall entscheiden, wie man es auch im Zuge der Flutopfer-Hilfe erfolgreich praktiziert habe.

Die Hilfsgruppe macht sich auch Sorgen um die ukrainische Bevölkerung und medizinische Einrichtungen im Lande selbst. In den Jahren  2003 und 2004 hat die Gruppe um den Vorsitzenden Willi Greuel dort einige Projekte realisiert. In der Folgezeit haben bekannte Ärzte in einer Klinik in Truskawetz mehrere schwer kranke Kinder aus der Eifel therapiert.

Es war der weltweit anerkannte Mediziner Dr. Wolodymyr Koziavkin, der zwei Kinder aus dem Kreis Euskirchen mit frühkindlichen Gehirnschäden erfolgreich behandelte. Viele Eifeler spendeten damals Geld für die Finanzierung der Behandlung der damals drei- und fünfjährigen Kinder aus der Gemeinde Nettersheim.

In der Folgezeit schickte die Hilfsgruppe weitere Kinder zu dem bekannten Neurologen, der lange Zeit Chefarzt und Direktor des Reha-Zentrums „Elita“ in Lviv war und der später das Reha-Zentrum, in dem auch Deutsch gesprochen wird, in Truskawetz gründete.

Mehrmals besuchten Mitglieder der Hilfsgruppe die Klinik. Bei einem der Besuche erfuhren sie von unhaltbaren Zuständen in der Kinderklink des Tschernobyl-Hospitals in Lviv. Willi Greuel und seine Mitstreiter änderten spontan ihr Programm und besichtigten die Kinderstation im Tschernobyl-Hospital, wo sie zusammen mit dem Chefarzt der Klinik, Professor Dr. Mendjuk Aleksander, mögliche Lösungen und Hilfen besprachen.

Bei einem abendlichen Beisammensein der Eifeler Hilfsgruppen-Delegation fiel die Entscheidung, ein ursprünglich geplantes Projekt einer Tagespflegestation fallen zu lassen, und die völlig marode Kinderstation des Hospitals in Lviv zu sanieren. Rund 200.00 Euro investierte die Hilfsgruppe für die kindergerechte Kompletterneuerung und Modernisierung der Station.

In der Hilfsgruppe hofft man nun, dass diese Hilfe nicht umsonst war und das Tschernobyl-Hospital in der Stadt Lviv und auch die moderne Reha-Klinik in Truskawetz durch den Krieg Schaden nehmen. ( Reiner Züll )

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Achtung Kanalhaie! – Schnäppchen-Preise sind nur das Einfallstor

Euskirchen – Aus aktuellem Anlass warnt das Projekt Klimafolgen und Grundstücksentwässerung der Verbraucherzentrale NRW gemeinsam mit der Stadt Euskirchen vor vermeintlich günstigen Angeboten für einen Kanal-Check. Verbraucher/innen sollten bei auffallend günstigen Angeboten in Zeitungsannoncen, an der Haustür oder am Telefon sehr skeptisch sein. Oft dienen sie nur als Türöffner, um anschließend geschickt zu einer stark überteuerten und im schlimmsten Fall unnötigen Sanierung zu überrumpeln.

Monika Schiffer, Leiterin der Beratungsstelle in Euskirchen, kennt die Masche unseriöser Firmen und rät: „Generell sollte man hochpreisige Sanierungsaufträge nie übereilt abschließen, egal wie dringlich die Sanierung angeblich ist. Vor einer Auftragserteilung sollten immer mehrere schriftliche Angebote eingeholt und Leistung sowie Preise in Ruhe miteinander verglichen werden. Hat man sich doch zu einer Unterschrift drängen lassen, gibt es in bestimmten Fällen immer noch ein Widerrufsrecht, von dem man auch nach Beginn der Arbeiten noch Gebrauch machen kann, um Schlimmeres zu verhindern.“

Das Projekt Klimafolgen und Grundstücksentwässerung weist auf seine Beratungsangebote zu Prüfung und Sanierung privater Abwasserleitungen hin, die vor einer Auftragserteilung genutzt werden sollten. Das ist der beste Schutz vor Abzocke. Im Übrigen sind Grundstückseigentümer/innen nur unter bestimmten Voraussetzungen zu einer Überprüfung ihrer Abwasserleitungen verpflichtet, etwa, wenn ein begründeter Verdacht für eine Undichtigkeit besteht. Zudem darf eine Zustands- und Funktionsprüfung nur von einem/einer anerkannten Sachkundigen durchgeführt werden und kostet beispielsweise bei einer 10 Meter langen Abwasserleitung zwischen 300 und 600 Euro. Sofern tatsächlich Schäden in den Leitungen vorhanden sein sollten, gibt es Sanierungsfristen bis zu 10 Jahren – je nach Schwere des Schadens.

Das Projekt Klimafolgen und Grundstücksentwässerung der Verbraucherzentrale NRW berät kostenlos zur Sanierung von Abwasserleitungen unter (0211) 38 09 300 oder unter abwasser@verbraucherzentrale.nrw. Die Stadt Euskirchen nimmt unter der Telefonnummer (02251) 14-203 und der Mail-Adresse rschmidt@euskirchen.de ebenfalls Rückfragen von Bürgerinnen und Bürgern entgegen.

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SGD Nord installiert Pegel an der Ahr und am Sahrbach

Ahrtal/Koblenz – Durch die Wucht des Hochwassers in Folge der Starkregenereignisse im Juli 2021 sind zahlreiche Pegel zerstört worden. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord sorgt für den Wiederaufbau und die Reparatur dieser Messstellen. In dieser Sache gibt es gute Neuigkeiten: Kürzlich wurden neue Messstationen am Pegel Altenahr sowie Müsch 2 an der Ahr sowie am Pegel Kreuzberg am Sahrbach installiert. Der Pegel Müsch 2 liefert bereits verwertbare Daten, die alle Interessierten über die Internetseite des Hochwassermeldedienstes www.hochwasser-rlp.de sowie die kostenfreie App „Meine Pegel“ abrufen können.

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Solidarität mit der Ukraine in Wachtberg

Wachtberg – Bürgermeister Jörg Schmidt: „Die Bilder aus der Ukraine bewegen uns alle sehr. Ich sehe es als Selbstverständlichkeit an, dass wir uns als Gemeinde mit den Menschen aus der Ukraine solidarisch zeigen und die hier ankommenden Menschen willkommen heißen und versuchen, sie bestmöglich unterzubringen.

Vor diesem Hintergrund habe ich verschiedene Maßnahmen angestoßen, um auf die Aufnahme von Flüchtlingen vorbereitet zu sein: Zum einen wird bei der aktuellen Belegung der gemeindlichen Unterkünfte für Flüchtlinge und Obdachlose geprüft, inwieweit einzelne Räume und Betten noch freigezogen werden können. Zum anderen wird die Planung für die Unterbringung in Modulbauten mit Hochdruck forciert. Um kurzfristig reagieren zu können, wird auch die Belegung einer Turnhalle geprüft und vorbereitet.

Wir werden niemanden hilflos auf der Straße stehen lassen und alles Mögliche tun, um zu helfen. Angesichts der nicht abzuschätzenden Zahl an unterzubringenden Menschen aus der Ukraine appelliere ich auch an die Hilfsbereitschaft der Wachtberger Bürgerinnen und Bürger. Denn die Unterbringung, Versorgung und Betreuung der nun zu uns kommenden Menschen kann nur gemeinsam gelingen.“

Wohnraum gesucht
Wer zur Verfügung stehenden Wohnraum hat, wird gebeten, dies der Gemeindeverwaltung (Fachbereich 2) zu melden.
Ansprechpartnerin: Katja Ackermann, Telefon: 0160 9050 1716, E-Mail: katja.ackermann@wachtberg.de .

Ehrenamtliche Helfer gesucht
Für verschiedenste Einsatzbereiche bei der Betreuung der aus der Ukraine Geflüchteten werden Wachtberger Bürgerinnen und Bürger gesucht, die sich als ehrenamtliche Hilfskräfte engagieren möchten.
Ansprechpartnerin: Katja Ackermann, Telefon: 0160 9050 1716, E-Mail: katja.ackermann@wachtberg.de .

Dolmetscher für Russisch und Ukrainisch gesucht

Dringend sind auch Personen gesucht, die sich als Übersetzer für Russisch und/oder Ukrainisch einbringen können.
Ansprechpartnerin: Katja Ackermann, Telefon: 0160 9050 1716, E-Mail: katja.ackermann@wachtberg.de .

Spenden

Wachtberger Bürgerinnen und Bürger, die sich finanziell solidarisch zeigen möchten, können sich an die etablierten Einrichtungen, Wohlfahrtsverbände oder lokalen Hilfsorganisationen werden, wie zum Beispiel:

  • Bündnis Entwicklung Hilft und Aktion Deutschland Hilft
    IBAN: DE53 200 400 600 200 400 600
    BIC: COBADEFFXXX
    Commerzbank
    Stichwort: ARD/ Nothilfe Ukraine
     www.spendenkonto-nothilfe.de 
  • UNO-Flüchtlingshilfe e.V.
    IBAN: DE78 3705 0198 0020 0088 50
    BIC: COLSDE33
    Sparkasse KölnBonn
    Stichwort: Nothilfe Ukraine
     www.uno-fluechtlingshilfe.de/.

Die Gemeinde Wachtberg hat kein eigenes Spendenkonto eingerichtet. Auch ist von Sachspenden jedweder Art abzusehen, solange nicht explizit bestimme Güter benötigt und nachgefragt werden. Hier wird ebenfalls auf die etablierten Hilfsorganisationen verwiesen.

Bitte an alle Ukraine-Flüchtlinge

Um einen Überblick zu erhalten und zielgerichtet Hilfsangebote unterbreiten zu können, bittet die Gemeinde Wachtberg alle jetzt aus der Ukraine nach Wachtberg gekommenen (und noch kommenden) Personen, sich in der Gemeindeverwaltung, Fachbereich 2, zu melden und registrieren zu lassen. (mm)

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Stadt Meckenheim setzt Zeichen der Verbundenheit mit den Menschen in der Ukraine

Meckenheim – Vor dem Rathaus weht die blau-gelbe Nationalflagge. Meckenheim fühlt mit den Menschen in der Ukraine. Als sichtbares Zeichen der Solidarität hat Bürgermeister Holger Jung die blau-gelbe Nationalflagge vor dem Rathaus gehisst. Sie weht jetzt zwischen der Meckenheimer Fahne, der Deutschland- und Europafahne und symbolisiert die Verbundenheit zu den Menschen in dem überfallenen Land. „Mir ist es wichtig, in diesem Krieg klar Stellung zu beziehen und im wahrsten Sinne des Wortes Flagge zu zeigen“, erklärt Holger Jung.

Die Stadt Meckenheim verurteilt den Angriff Russlands aufs Schärfste und fühlt mit allen Ukrainerinnen und Ukrainern vor Ort und in Meckenheim, die Angst um ihre Familien und ihre Heimat haben. „Wir stehen fest an ihrer Seite und sind fassungslos darüber, dass angesichts der Erfahrungen der Geschichte nunmehr auch im 21. Jahrhundert mitten in Europa ein Krieg initiiert wurde“, sagt der Bürgermeister und appelliert: „Wir alle sind aufgefordert, unsere Stimme gegen dieses sinnlose und schreckliche Blutvergießen zu erheben. Wir müssen alles in unserer Macht stehende unternehmen, um die humanitäre Katastrophe aufzufangen und den Kriegsvertriebenen zu helfen.“

Während in der Ukraine Menschen um ihr Überleben kämpfen, ist die Anteilnahme in Meckenheim groß. Zur Koordinierung der Hilfen hat die Stadtverwaltung eine UkraineHilfe-Hotline eingerichtet, die unter Telefon (02225) 917-888 (montags bis donnerstags 9 Uhr bis 12.30 Uhr sowie 14 Uhr bis 15.30 Uhr und freitags 9 Uhr bis 12 Uhr) sowie per E-Mail ukrainehilfe@meckenheim.de erreichbar ist.

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Tag der Logopädie am Sonntag 06. März – Therapie in jedem Lebensalter

Region/Mayen-Koblenz – Rehafit betreut Patienten mit Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen. Morgens eine Tasse Kaffee trinken, dabei ins Brötchen beißen und sich unterhalten – für die meisten Menschen ist das eine Selbstverständlichkeit, aber für Patienten mit Schluck- und Sprachstörungen eine kaum vorstellbare Herausforderung. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und können organisch oder neurologisch sein. Mit Hilfe von Logopäden ist es jedoch möglich, solche Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen zu überwinden oder die Lebensqualität der Patienten zumindest deutlich zu verbessern.

Auch an den verschiedenen Standorten des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein betreuen Logopäden aus dem Team von Rehafit – ein 100-prozentiges Tochterunternehmen des GK-Mittelrhein – Patienten in jedem Lebensalter: „Das Spektrum reicht bei uns vom Neugeborenen mit Trinkschwierigkeiten über Menschen, die zum Beispiel unfall- oder krankheitsbedingt über einen längeren Zeitraum künstlich beatmet wurden bis hin zu Schlaganfallpatienten, die das Sprechen neu erlernen müssen“, erzählt Astrid Zölcher, Logopädin und fachliche Leiterin für diesen Bereich bei Rehafit. Auch Patienten mit Lähmungen der Gesichtsmuskulatur, Parkinson oder Multipler Sklerose, Hirntumoren, Querschnittlähmung oder onkologischer Therapie des Mund-Kiefer-Gesicht-Bereichs profitieren ebenso wie hochbetagte Patienten im geriatrischen Bereich. Für die Logopäden steht dabei die Diagnostik an erster Stelle, danach wird für jeden Patienten ein individuelles Therapiekonzept erarbeitet. Zu den vielfältigen Behandlungsmethoden gehören neben Übungen zur Verbesserung von Atmung und Stimmgebung auch bestimmte Schlucktechniken, Bewegungstherapie sowie Wortschatz- und Wortfindungsübungen. „Wir arbeiten in einem multiprofessionellen Team mit Ärzten, Pflegekräften und anderen Therapeuten zusammen, um gemeinsam mit dem Patienten den bestmöglichen Fortschritt zu erzielen. Auch die Aufklärung und Beratung der Patienten und ihrer Angehörigen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit im Krankenhaus“, beschreibt die Logopädin ihre Arbeit.

Anlässlich des europäischen Tages der Logopädie sollen die vielfältigen Ursachen und Therapiemöglichkeiten für Menschen jeden Alters mit Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen in den Fokus gerückt werden. Damit künftig auch im GK-Mittelrhein noch mehr Patienten von diesen Therapien profitieren können, stellt Rehafit derzeit weitere Logopäden und Spracheilpädagogen ein. Die stationäre logopädische Therapie befasst sich mit der detaillierten Diagnostik und differenzierten Therapie von Aphasien, Dysarthrien, Dysphonien und Apraxien. Die klinische und apparative Diagnostik und Behandlung von Schluckstörungen (Dysphagien) bildet einen besonderen Schwerpunkt. „Wir freuen uns über Verstärkung für unser Team und auch darauf, den logopädischen Nachwuchs von unserem Beruf zu begeistern, denn Auszubildende und Studierende der Fachrichtung Logopädie können bei uns Praktika absolvieren“, so Zölcher abschließend.

Kontakt für Interessierte: Rehafit, Telefon: 0261 137-1628, E-Mail: rehafit@gk.de

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Hilfe für die Menschen in der Ukraine

Region/Trier – Das Bistum Trier stellt 50.000 Euro für die Soforthilfe in der Ukraine zur Verfügung. Die Mittel werden Caritas International, dem Osteuropahilfswerk der deutschen Katholiken Renovabis sowie dem Malteser Hilfsdienst und direkten Partnern zukommen.

„Wir sind betroffen und schockiert angesichts des Krieges in der Ukraine“, sagt Ludwig Kuhn, Leiter der Diözesanstelle Weltkirche des Bistums Trier. Man wolle ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen in den Kriegsgebieten setzen und rufe zugleich zu weiteren Spenden auf. Das Bistum stehe in Kontakt etwa mit Caritas-Einrichtungen und Klöstern vor Ort, die den Menschen auf der Flucht vor den Angriffen auf Kiew und Charkiv eine Unterkunft anbieten. Oft hätten die Familien nur das Nötigste mitnehmen können. Ebenso sei die medizinische Versorgung eine große Herausforderung. Besondere Sorge gelte den Kindern, die nach traumatischen Erfahrungen spezielle Fürsorge und Stärkung brauchten. Das Angebot, in Suppenküchen oder Kantinen warme Mahlzeiten zu erhalten, werde täglich von Tausenden wahrgenommen. So hätten beispielsweise die ukrainischen Malteser in zehn Städten im ganzen Land Feldküchen organisiert.

„Neben der konkreten Hilfe durch Spenden und Sachgüter danken die Partner in der Ukraine für die große öffentliche Unterstützung, für die vielen Initiativen des Gebets und der Solidarität sowie für die Zeugnisse, für ein gemeinsames Europa in Freiheit und Gerechtigkeit einzustehen“, berichtet Kuhn.

Das Bistum Trier ruft zur Unterstützung der Menschen in der Ukraine auf und bittet die umfangreiche Soforthilfe von Caritas international, des Osteuropahilfswerks Renovabis sowie des Malteser Hilfsdiensts mit Spenden zu unterstützen. Spendenkonten:

Renovabis e.V.
IBAN: DE24 7509 0300 0002 2117 77
Stichwort: Caritas Ukraina
www.renovabis.de

Caritas international
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02
Stichwort: CY00050 Ukraine-Krieg
www.caritas-international.de

Malteser Hilfsdienst e. V.
IBAN: DE10 3706 0120 1201 2000 12
Stichwort: „Ukraine-Hilfe Trier“
www.malteser.de

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Keine Quarantäne mehr für minderjährige Kontaktpersonen – Neue Corona-Regeln ab dem heutigen 04. März

Region/Mayen-Koblenz – Das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz weist darauf hin, dass sich ab dem heutigen 04. März Minderjährige, die Kontakt zu einer mit dem Corona-Virus infizierten Person oder Hausstandsangehörigen hatten, nicht mehr in häusliche Quarantäne begeben müssen. Diese Regelung gilt auch für Kinder und Jugendliche, die sich bereits in Quarantäne befinden. Diese dürfen die Isolierung ohne zusätzliche Testung verlassen. Sobald Symptome auftreten, ist eine sofortige Absonderung vorgeschrieben. Hier wird die Vornahme eines zertifizierten Schnelltests empfohlen.

Die Regelungen für Kontakte in Schulen und Kindertagesstätten bleiben unverändert. Kinder und Jugendliche, die positiv auf das Corona-Virus getestet werden, müssen sich weiterhin umgehend in häusliche Absonderung begeben. Nähere Informationen gibt es auf https://www.kvmyk.de/kv_myk/Corona/.

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Besserer Bevölkerungs-Schutz im Kreis Euskirchen dank „Starlink“

Euskirchen – Satellitensystem hat nach der Flutkatastrophe die Kommunikation gesichert – Kreis und Stadt setzen auch in Zukunft auf das neue System. Die Fluthilfe kam aus dem Weltall: Mit dem Satellitensystem „Starlink“ hat die Firma „SpaceX“ von Elon Musk unmittelbar nach der Flutkatastrophe im Kreis Euskirchen dafür gesorgt, dass ein Minimum an Kommunikation möglich war. „Das hat uns damals sehr geholfen“, sagt Landrat Markus Ramers rückblickend. „So wie es aktuell auch den Menschen in der Ukraine hilft, die seit wenigen Tagen ebenfalls auf dieses System zurückgreifen können.“

Sie stellten das Starlink-Satellitensystem im Kreishaus vor: (v.l.) Thomas Smarsly, Markus Neuburg, Yannick Haas, Alfred Jaax, Markus Ramers und Martin Fehrmann. Foto: W. Andres / Kreis Euskirchen

Gemeinsam mit Vertretern der Stadt Euskirchen stellte er jetzt das Starlink-System vor, das Kreis und Stadt dauerhaft nutzen wollen. Und er wirbt dafür, dass weitere Kommunen im Kreis Euskirchen dieses „Backup-System“ ebenfalls erwerben. Bei der Stadt Euskirchen ist er damit bereits auf offene Ohren gestoßen. Alfred Jaax, Erster Beigeordneter der Stadt Euskirchen, betont: „Wir sehen das als sinnvolle Erweiterung unserer Kommunikationsmöglichkeiten. Wir müssen in dieser Frage kommunen- und kreisübergreifend denken und handeln.“ Weitere Städte und Gemeinden im Kreis prüfen derzeit eine Anschaffung. „Dieses mobile System lässt sich flexibel nutzen. Man kann es einfach und problemlos überall dort einsetzen, wo es gerade benötigt wird“, ergänzt Thomas Smarsly, der stellvertretende Leiter der Euskirchener Feuerwehr.

Als das katastrophale Hochwasser im vergangenen Juli weite Teile des Kreises Euskirchen überflutete, bedeutete das vielerorts das Aus für Telefonie und Internet, da beispielsweise Vermittlungsstellen der Telekom durch das Wasser zerstört worden waren. Betroffen waren nicht nur Privathaushalte, sondern auch Rettungsdienst, Einsatzkräfte und Hilfsorganisationen. Eine koordinierte Arbeit war unter diesen – ohnehin schwierigen – Bedingungen kaum noch möglich. „Über die Berufsfeuerwehr Aachen haben wir dann erfahren, dass uns die Firma SpaceX kurzfristig aus den USA Starlink-Systeme zur Verfügung stellen kann“, sagt Martin Fehrmann, der Leiter der Abteilung Gefahrenabwehr beim Kreis Euskirchen. „Und wir haben natürlich keine Sekunde gezögert. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion haben wir 19 dieser Systeme bekommen und in wenigen Stunden installiert.“

Die Technik besteht nur aus einer kleinen Satellitenschüssel, die einfach aufzubauen ist und sich selbsttätig ausrichtet. Dahinter steht aber ein gigantisches Satellitennetz, das den Internetempfang aus dem All sichert. „Das hat hervorragend funktioniert“, betont Markus Neuburg, der Leiter der Leitstelle. In der prekären Situation wenige Tage nach der Flut sei es wichtig gewesen, dieses flexible und einfache System nutzen zu können, um die Kommunikation zwischen Kreis, Kommunen, Einsatzleitungen und Rettungskräften aufzunehmen und zu sichern. „Nur so konnten die Hilfsmaßnahmen koordiniert werden“, ergänzt Markus Neuburg.

„Starlink“ hat aber nicht nur den Einsatzkräften gute Dienste erwiesen, sondern auch der Bevölkerung in den Flutgebieten. Denn in mehreren Orten konnten die Menschen an öffentlichen Hotspots jetzt telefonieren und ins Internet. Sie mussten sich dazu nur im Umkreis der „Schüssel“ einloggen. „Das führte auch dazu, dass die Vermisstenzahlen in kurzer Zeit ganz deutlich heruntergingen“, erklärt Yannick Haas von der Abteilung Gefahrenabwehr. Es sei unglaublich wichtig gewesen, dass die Menschen ein Lebenszeichen geben konnten und ihre Angehörigen informieren konnten.

Nachdem die größten Flutschäden beseitigt und die üblichen Kommunikationswege wiederhergestellt waren, wurden die Starlink-Systeme an SpaceX zurückgegeben. Kreis und Stadt Euskirchen haben jetzt entschieden, neue Systeme anzuschaffen, um für die Zukunft besser aufgestellt zu sein. „Schwerpunkt wird die Sicherstellung der Kommunikation im Bereich der Gefahrenabwehr sein“, betont Landrat Ramers. In einem zweiten Schritt sei es aber auch möglich, öffentliche Hotspots zur Verfügung zu stellen. „Starlink gibt uns ein großes Stück an Unabhängigkeit und Flexibilität, die wir gerade in kritischen Lagen benötigen – ein wichtiger Baustein für einen verbesserten Bevölkerungsschutz.“

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Turnhallen-Beleuchtung in Fritzdorfer Turnhalle energetisch saniert

Wachtberg-Fritzdorf – Wettkampfbedingungen geschaffen und über 50 Prozent Strom Einsparung. „Die Schieris sind begeistert!“ derart positiv würden sich die Schiedsrichter über die tollen Wettkampfbedingungen in der Fritzdorfer Turnhalle äußern, erzählen die seit kurzem in die 3. Bundesliga aufgestiegenen Tischtennisspielerinnen des TTC Fritzdorf.

Die in die 3. Bundesliga aufgestiegenen Tischtennisspielerinnen freuen sich über die perfekten Wettkampfbedingungen in der Turnhalle Fritzdorf. Foto: Gemeinde Wachtberg/mm

Sie selbst sind nicht weniger stolz auf die örtlichen Gegebenheiten. Die Sanitäranlagen und die Hallentemperatur seien immer schon sehr gut gewesen. Aber jetzt auch die neue Beleuchtung, die sei top, freuen sich die Sportlerinnen.

Bürgermeister Jörg Schmidt und Beigeordneter Swen Christian waren so auch im Vorfeld des jüngsten Heimspiels der Fritzdorfer Tennisdamen in die Turnhalle gekommen, um sich von der neuen Hallenbeleuchtung selbst ein Bild zu machen.

Die 1991 errichtete Turnhalle wird vom TTC Grün-Weiß Fritzdorf, der Karnevalsgesellschafft Grün-Gelb Fritzdorf sowie durch den SV-Wachtberg zur Ausübung verschiedener Sportarten genutzt. Die Gemeinde Wachtberg hat die Innenbeleuchtung jetzt energetisch saniert und im Zuge dessen auch die notwendige Lichtstärke für regelkonforme Wettkampfbedingungen hergestellt. Die Maßnahme umfasste den Einbau hocheffizienter Beleuchtungstechnik in Verbindung mit einer Licht- und Präsenzsteuerung. Flächendeckend wurden ballwurfsichere LED-Pendelleuchten installiert, um die notwendige Beleuchtungsstärke in Höhe der Tischtennisplatten für den Profi-Spielbetrieb sicherzustellen. Reicht für den normalen Sportbetrieb eine Lichtstärke von 300 Lux aus, so gelten für den Wettkampfsport auf Bundesliga-Niveau andere Erfordernisse. Hier sind mindestens 600 Lux gefragt. Ein Lichtsensor steuert jetzt in der Fritzdorfer Turnhalle die Innenbeleuchtung, so dass Tageslicht und Kunstlicht in der Halle konstant 300 Lux betragen. Das Licht ist frei dimmbar und kann für Wettkämpfe auf 600 bis über 1000 Lux erhöht werden. Durch die Erneuerung der Beleuchtung wird über die gesamte Lebensdauer der eingesetzten Leuchtensysteme eine Einsparung von insgesamt 176 Tonnen CO2 und eine jährliche Stromeinsparung von 52,73 Prozent bewirkt. Und auch das Licht vergessen auszumachen, kann nicht mehr passieren. Mittels Bewegungssensor wird nach 20 Minuten ohne Bewegung im Raum das Licht automatisch gelöscht.

Die Sanierung der Innenbeleuchtung wurde im Rahmen der „Nationalen Klimaschutzinitiative“ vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 61.000 Euro, die Fördersumme betrug rund 21.000 Euro. Nach den Turnhallen in Pech und jetzt in Fritzdorf, erläuterte Beigeordnete Christian, sei als Nächstes die energetische Sanierung der Turnhalle in Niederbachem geplant.

Eintrag ins Goldene Buch

Bürgermeister Schmidt war stolz, wie er sagte, alle Register gezogen zu haben, um schnellstmöglich in der Fritzdorfer Turnhalle Wettkampfbedingungen zu schaffen. „Ich hoffe, das hilft beim Klassenerhalt!“, wandte er sich zuversichtlich an die jungen Bundesligaspielerinnen der so erfolgreichen 1. Damenmannschaft des TTC Fritzdorf. Er bat die jungen Sportlerinnen sodann auch um einen Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde Wachtberg, das er extra mitgebracht hatte. Dieser Bitte folgten die Spielerinnen Stephanie Hoffmann, Hannah und Charlotte Schönau, Chloe Thomas und Hannah Krießbach nur zu gerne… und das anstehende Spiel absolvierten sie wieder mit Bravour. Sie siegten gegen den VfL Kellinghusen mit 6:3 ! (mm)