Kategorien
News

Lewentz zeichnet US-General Randall Reed mit WiR!-Award aus

Region/Mainz – RLP Innenminister Roger Lewentz hat US-Generalmajor Randall Reed im Rahmen eines Besuchs in Mainz für dessen herausragendes Engagement zur Stärkung der transatlantischen Beziehungen innerhalb von Rheinland-Pfalz gedankt. Als Ausdruck besonderer Wertschätzung verlieh Lewentz den „Willkommen in Rheinland-Pfalz!“-Appreciation Award 2022 (WiR!-Award) an den US-General.

„Mit der gestern verliehenen Auszeichnung werden in der Regel Personen geehrt, die sich mit ihrem Engagement ganz praktisch darum bemühen, die offene und herzliche deutsch-amerikanische Nachbarschaft in Rheinland-Pfalz zu pflegen und weiterzuentwickeln. Als Kommandeur der 3. US Air Force sowie als Kommandeur der Kaiserslautern Military Community ist General Reed auch in hoher Funktion einer dieser überaus aktiven Praktiker geblieben. Mit ist es ein besonderes Anliegen, ihm persönlich für seinen unermüdlichen Einsatz um die transatlantische Freundschaft und seine außergewöhnliche Vorbildfunktion zu danken“, sagte Minister Lewentz bei der Verleihung des Awards.

Der WiR!-Award wird einmal pro Jahr im Rahmen des Programms “Willkommen in Rheinland-Pfalz! – Unsere Nachbarn aus Amerika“ (WiR!) an einen Vertreter der US-Streitkräfte verliehen, der sich in besonderem Maße für eine aktive deutsch-amerikanische Nachbarschaft eingesetzt hat. Das WiR!-Programm wird im Auftrag des Innenministeriums von der Atlantischen Akademie koordiniert.

Im Rahmen des Treffens zwischen Innenminister Lewentz und US-Generalmajor Reed wurde zudem ein Memorandum of Understanding erneuert. Diese gegenseitige Absichtserklärung ist Grundlage für die Unterstützung der US Air Force in einem deutsch-amerikanischen Begegnungsprojekt im Kindergartenbereich, das in den kommenden Jahren weiterentwickelt und ausgebaut werden soll.

Kategorien
News

Der TaxiBusPlus – noch mehr Haltestellen, noch flexibler – Virtuelle Haltestellen in Bad Münstereifel und Dahlem

Dahlem/Euskirchen – Das bekannte TaxiBusPlus–System im Kreis Euskirchen wird ab dem 1. Mai durch insgesamt 117 virtuelle Haltestellen in Bad Münstereifel und Dahlem erweitert. Anhand des dichteren Haltestellennetzes haben Fahrgäste deutlich kürzere Fußwege bis zur nächsten Einstiegshaltestelle. Das Pilotprojekt, welches der Kreis Euskirchen in Zusammenarbeit mit der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) umsetzt, wird für die nächsten zwei Jahre erprobt.

Seit mehr als 20 Jahren ist der TaxiBusPlus ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrs im Kreis Euskirchen. Der TaxiBusPlus ersetzt den Linienbus in Zeiten und Räumen geringer Nachfrage. Seit Einführung des TaxiBusses im Jahr 2002 wurde das Angebot stetig ausgeweitet, sodass in fast allen Ortsteilen im Kreis Euskirchen ein Stundentaktangebot besteht. Zuletzt wurde die „Haustür-Bedienung“ umgesetzt, sodass Fahrgäste im Umkreis der Zielhaltestelle an ihre Haustür gebracht werden können.

Merkmale der virtuellen Haltestellen

Virtuelle Haltestellen sind fest definierte Standorte, an denen Fahrgäste in den TaxiBusPlus einsteigen können. Im Gegensatz zu klassischen Haltestellen, die weiterhin bestehen bleiben, sind virtuelle Haltestellen nicht mit einem Haltestellenschild an dem entsprechenden Standort gekennzeichnet. Stattdessen befindet sich zumeist in unmittelbarere Nähe der virtuellen Station ein Lichtmast oder ein Mast zur Straßenbeschilderung, der mit einer Banderole versehen ist. An den virtuellen Haltestellen hält ausschließlich der TaxiBusPlus, nicht der normale Linienbus.

Das Pilotprojekt der virtuellen Haltestellen wird auf der Linie 834 in der Gemeinde Dahlem mit 61 virtuellen Haltestellen im gesamten Gemeindegebiet angeboten. In der Stadt Bad Münstereifel sind es 56 virtuelle Haltestellen im Höhengebiet, die sich auf den Linienwegen der Linien 819, 822 und 828 befinden.

Buchung der virtuellen Haltestellen

Wie gewohnt kann der TaxiBusPlus telefonisch (02441/99454545) spätestens 30 Minuten vor der Abfahrtzeit gebucht werden. Die virtuelle Haltestelle wird durchgegeben, sobald die TaxiBus-Zentrale den Startort kennt. Zusätzlich kann der Fahrtwunsch auch digital auf der Website www.rvk.de/taxibus-und-ast oder in der RVK-App gebucht werden. Dort wird es neuerdings auch eine Karte geben, in der die virtuellen sowie klassischen Haltestellen ersichtlich sind.

Trotz des verbesserten Angebotes ändert sich am Tarif nichts. Für den TaxiBusPlus gilt der reguläre VRS-Fahrpreis und ein Zuschlag von 1,20 € für Erwachsene und 0,50 € für Kinder.

Ein Flyer zu den virtuellen Haltestellen sowie zu der allgemeinen Nutzung des TaxiBusPlus ist online abrufbar oder in gedruckter Form bei den Kommunen oder beim Kreis Euskirchen erhältlich. In der Gemeinde Dahlem wird der Flyer für die virtuellen Haltestellen zusammen mit dem Mitteilungsblatt am 06.05.2022 verteilt. Die Haushalte der Höhengebiete in der Stadt Bad Münstereifel erhalten den Flyer in der ersten Maiwoche.

Stimmen der politischen Vertreter und der RVK

Jan Lembach, Bürgermeister der Gemeinde Dahlem:

„Auch für die kleinste Kommune im ländlichen Kreis Euskirchen ist der TaxiBusPlus wichtig für die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger. Mit der nun noch flexibleren Möglichkeit den TaxiBusPlus zu nutzen, hoffen wir weitere Menschen auf den Umstieg vom Auto zum ÖPNV zu motivieren.“

Markus Ramers, Landrat Kreis Euskirchen:

„Um die Mobilitätswende auch im Kreis Euskirchen zu schaffen, müssen wir unser Angebot stetig ausbauen. Mit den virtuellen Haltestellen gehen wir einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung und bieten den Bürgerinnen und Bürgern im Kreis Euskirchen damit ein noch besseres Mobilitätsangebot.“

 Achim Blindert, Allgemeiner Vertreter vom Landrat Kreis Euskirchen:

„Seit über 20 Jahren ist der TaxiBusPlus nun wichtiger Bestandteil des ÖPNV im Kreis Euskirchen und wir entwickeln unser bestehendes System immer weiter. Mit den virtuellen Haltestellen im TaxiBusPlus-Verkehr schaffen wir ein noch flexibleres Angebot und erleichtern insbesondere den mobilitätseingeschränkten Menschen damit die Nutzung.“

Kurt Reidenbach, Allgemeiner Vertreter der Bürgermeisterin der Stadt Bad Münstereifel:

„Der TaxiBusPlus wird in der Stadt Bad Münstereifel seit vielen Jahren gut genutzt und wir freuen uns mit der neuen Erweiterung dazu beizutragen, es den Bürgerinnen und Bürgern in zahlreichen Ortsteilen im Stadtgebiet noch einfacher zu machen, das Angebot weiter in Anspruch zu nehmen. Dabei sind die kürzeren Gehwege bis zur nächsten Haltestelle sehr vorteilhaft.“

Dr. Marcel Frank, Geschäftsführer der RVK:

„Das Tolle an virtuellen Haltestellen ist, dass diese unkomplizierter als klassische Haltestellen errichtet werden können und somit in einer Vielzahl zur Verfügung stehen. Daher besteht die Möglichkeit kurzfristig auf Wünsche zu reagieren und neue virtuelle Haltestellen einzurichten. Wir nutzen für unsere virtuellen Haltestellen die Gegebenheiten, die ohnehin in den Gemeinden vorhanden sind: Daher gibt es in den meisten Fällen auch eine Sitzmöglichkeit, wie Parkbänke, an den virtuellen Haltestellen.“

 

 

Kategorien
News

Grundschüler aus Bitburg sammeln über 12.000 Euro für Ukraine

Bitburg – Spendenlauf-Erlös der Sankt Matthias Grundschule Bitburg geht an MMS Humanitas. Gebannt sitzen die 200 Jungen und Mädchen der Sankt-Matthias Grundschule Bitburg in ihrer Aula, den Blick auf ein Plakat mit fünf verdeckten Zahlen geheftet. Als die letzte enthüllt wird, bricht Jubel aus: Gemeinsam haben die Kinder bei ihrem traditionellen Spendenlauf vor Ostern 12.320 Euro eingesammelt, die an die Ukraine-Hilfe des Vereins MMS Humanitas aus Bitburg gehen.

Schulleiterin Waldtraut Kruppert ist sichtlich stolz auf ihre Schützlinge: „Jedes Jahr kommen bei unseren Spendenläufen tolle Summen zusammen, aber dieses Jahr hat alles übertroffen – ich sage ein herzliches Dankeschön an euch alle!“ Der Ukraine-Krieg beschäftige seit Februar auch die Gemeinschaft der Bistumsschule – in vielen Klassen sei das Thema aufgegriffen und besprochen worden, manchmal seien auch Tränen geflossen. „Deshalb haben wir uns vorgenommen, etwas zu tun und zu helfen, so gut es geht“, so Kruppert.

Ihren Worten können sich der erste Vorsitzende des Vereins MMS Humanitas, Markus Schlickat, und Vorstandsmitglied Michaela Balmes nur anschließen. Sie sind an diesem Morgen in die Schule gekommen, um die Spende entgegenzunehmen und den Kindern von ihrer Arbeit zu erzählen. „Ich bin total geflashed. Ihr habt einen Rekord gebrochen und uns die größte Einzelspende zukommen lassen, die wir seit Vereinsgründung Anfang März erhalten haben“, dankt Schlickat den Kindern. „Was wir mit diesem Geld bewegen können, ist wirklich fantastisch. Zuerst werden wir Lernhefte besorgen, mit denen die hier untergerbachten geflüchteten Kinder aus der Ukraine Deutsch lernen können, dann sollen auch Ferienaktionen durchgeführt werden, sodass die Kinder ein bisschen Freude nach den schrecklichen Erlebnissen und der Flucht erleben können.“ Die Erst- bis Viertklässler hatten am letztem Tag vor den Osterferien Runde um Runde über den Schulhof gedreht und so Spenden gesammelt, die sie vorher bei Verwandten und Bekannten erfragt hatten. Während ihre Mitschüler Zuhause ins Schwitzen kamen, wollten auch die Viertklässler nicht hinten anstehen, die gerade mit Konrektor Udo Jutz in Osttirol auf einer Ski-Freizeit unterwegs waren. Also wurde kurzerhand per Videoschalte eine Live-Übertragung gestartet, bei der die Kinder eine Abfahrt nach der nächsten hinlegten. 850 Runden kamen so zusammen, die auch einige Firmen aus der Region mit Spenden honorierten.

Für Schlickat und sein Team aus rund 300 ehrenamtlichen Helfern ist weiter jeder Euro, aber auch jede Sachspende wichtig, sagt der 44-Jährige, der Verwandte in der Ukraine hat. „Langsam gehen die Spenden etwas zurück, doch wir sind weiterhin gerade auch auf Sachspenden angewiesen, denn viele Dinge sind in der Neuanschaffung einfach zu teuer, etwa Rollstühle. Gemeinsam mit seinen zwei Brüdern organisiert Schlickat auch Evakuierungsmissionen an die ukrainische Grenze und sogar ins Kriegsgebiet und hat so bereits 800 Menschen in die Eifel gebracht. 100 Mitglieder zählt der Verein inzwischen – Schlickat wünscht sich, dass es 500 werden, sodass er auch Fördermittel der EU beantragen kann. Mit dem Spendengeld der Grundschule Sankt Matthias kann MMS Humanitas jetzt erst einmal einige Projekte vor allem für die geflüchteten Kinder angehen.

Weitere Informationen gibt es bei: mms-humanitas.de. Alles zur katholischen Grundschule: www.gs-st-matthias.de.(sb)

Kategorien
News

Batterie-Schnelltest an Elektro-Fahrzeugen

Region/Stuttgart – Alterungszustand der Antriebsbatterie ist entscheidender Wertfaktor. Die Expertenorganisation DEKRA ist mit einem neuen Batterie-Schnelltest für Großkunden in Deutschland schon am Markt. Das patentierte Verfahren wurde von der RWTH Aachen sowie in Tests mit verschiedenen Fahrzeugherstellern validiert. Es liefert in der Regel, was die reine Testzeit betrifft, innerhalb einer Viertelstunde einen präzisen Wert für die Restkapazität („State of Health“) einer Antriebsbatterie. „Da die Batterie bei Elektrofahrzeugen einen großen Anteil des Gesamtwertes ausmacht, wird die Restkapazität bei gebrauchten Fahrzeugen zum entscheidenden Wertfaktor“, so Ulrike Hetzel, Vorstandsmitglied und Chief Technology Officer von DEKRA.

  • Patentiertes Verfahren liefert präzises Ergebnis innerhalb von 15 Minuten
  • Mehr als 50 Modelle können getestet werden, Ende 2022 sollen es 100 sein
  • Zielgruppe zunächst Leasinggesellschaften, Autohäuser u.a.

Der neue DEKRA Batterie-Schnelltest ist im Rahmen einer fortgeschrittenen Großkunden-Pilotierung bereits im Einsatz und wird in den kommenden Monaten weiter ausgerollt. Zunächst richtet sich das Dienstleistungsangebot an Kunden im Bereich Gebrauchtwagenmanagement wie Leasinggesellschaften oder große Autohäuser. Privatkunden, für die das Thema Batteriezustand – unter anderem aufgrund entsprechender Herstellergarantien – insgesamt weniger risikobehaftet ist, werden zu einem späteren Zeitpunkt angesprochen.

Der Test basiert auf der Messung von Batteriekenndaten im Rahmen einer sehr kurzen Testfahrt. „Es genügt eine kurze Beschleunigung von rund 100 Metern, während der die Daten über die On-Board-Diagnose-Schnittstelle ausgelesen werden“, erklärt Ulrike Hetzel.

Knowhow steckt in Datenbank und Algorithmus dahinter
Das eigentliche Knowhow besteht aber darin, die gemessenen Werte einzuordnen. „Hinter dem Verfahren stehen eine sehr aufwändig bestückte Datenbank und ein hoch komplexer Algorithmus“, so die DEKRA Vorständin. „Die Basisdaten werden im Vorfeld für jeden einzelnen Fahrzeugtyp mit Messfahrten unter unterschiedlichsten Bedingungen ermittelt; anschließend folgen eine entsprechende Strukturierung und weitere aufwändige Berechnungen, teilweise mit Hilfe Künstlicher Intelligenz. Den gesamten Prozess bezeichnen wir als ‚Parametrierung‘. Die im Testfall gemessenen Werte werden dann anhand dieser typspezifischen Parameter bewertet.“

Bis Ende des Jahres 100 Fahrzeugtypen auf der Liste
Aktuell umfasst die Typenliste, für die DEKRA den Schnelltest anbieten kann, mehr als 50 Fahrzeugmodelle. Darunter sind Volumenmodelle verschiedener deutscher und europäischer Hersteller (VW, Mercedes-Benz, BMW, Renault) aber auch z.B. asiatische Fabrikate (Kia, Hyundai). „Zurzeit decken wir rund ein Drittel des Bestandes an batterieelektrischen und Hybrid-Fahrzeugen in Deutschland ab. Wir parametrieren ständig weitere Modelle“, so Ulrike Hetzel. „Bis Ende des Jahres wollen wir die Datenbasis für weitere 50 Fahrzeugtypen geschaffen haben – dann liegen wir bei mehr als der Hälfte der deutschen Flotte.“

Die Nachfrage nach der Ermittlung des „State of Health“ der Antriebsbatterien von Elektrofahrzeugen wird in den kommenden Jahren wachsen. Mit der staatlichen Förderung sind hunderttausende Fahrzeuge mit Batterie- oder Hybridantrieb neu im Markt. Sobald diese Fahrzeuge dann den Besitzer wechseln, ist der Zustand der Batterie ein höchst relevanter Faktor für die Bewertung.

„Gerade im Bereich Gebrauchtwagenmanagement, etwa bei Leasingrücknahmen, ist eine präzise und schnelle Ermittlung der Restkapazität besonders wichtig, damit der Gesamtprozess wirtschaftlich bleibt“, erklärt DEKRA CTO Hetzel. „Mit anderen Verfahren dauert das Ganze aber in der Regel mindestens Stunden, manchmal Tage – inklusive aufwändiger Lade- bzw. Entladezyklen. Der große Vorteil liegt also darin, dass wir innerhalb sehr kurzer Zeit eine qualitativ hochwertige Aussage treffen können. Ein so schnelles Verfahren bietet außer uns niemand auf dem Markt an.“

Kategorien
News

Jobs an der Schnittstelle zwischen Technik, Naturwissenschaft und Recht

Region/KoblenzMädchen lernten am Girls‘ Day verschiedene Berufsfelder der SGD Nord kennen. Junge Frauen entscheiden sich seltener für naturwissenschaftlich-technische Berufe als männliche Berufs- und Studienanfänger. Hinzukommt, dass sich Frauen häufig weniger zutrauen und ihnen daher oft der Mut fehlt, entscheidende Karriereschritte zu gehen. So sind weibliche Führungskräfte noch immer deutlich unterrepräsentiert.

Kategorien
News

Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH – 1900 Mitarbeiter -Viele Einrichtungen – 73.000 Patienten im Jahr

Mechernich – „Gutes Image, prima Abteilungen“ – Geschäftsführer Martin Milde und Thorsten Schütze stellen Mechernicher Stadtrat die Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH vor. „Ohne Ausgleichszahlungen wäre bei keiner Klinik in Deutschland während der Corona-Zeit eine schwarze Null herausgekommen“, erklärte Kreiskrankenhaus-Geschäftsführer Thorsten Schütze im Mechernicher Stadtrat.

Der Stadtverordnete Dr. Klaus-Peter Jeck hatte Schütze und seinen Geschäftsführerkollegen Martin Milde mit Zitaten aus dem Krankenhausbericht des Kreises Euskirchen konfrontiert, der Mehrheitsgesellschafter der Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH ist.

„Covid 19“, so Dr. Jeck, habe „zu einer deutlichen Rezession geführt“. Ein Umstand, den Milde und Schütze einräumten, den man aber mit allen anderen Häusern im Land teile. Insgesamt brauche sich die Kreiskrankenhaus GmbH wirtschaftlich nicht zu verstecken. Das Unternehmen sei kerngesund, so der Tenor aus Mildes und Schützes Bericht im Stadtrat.

Und auf einem sehr modernen Stand sowohl, was den Bauzustand als auch das medizinische Angebot betreffe, so der aus Bleibuir stammende Martin Milde: „Es ist in den letzten Jahren sehr viel richtig gemacht und stetig modernisiert worden. Wir werden in den nächsten Jahren, abgesehen von Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen keine größere Baumaßnahmen durchführen müssen.“

„Neurologie illusorisch“

Dank des guten Images beider Krankenhäuser in Mechernich und Schleiden sei es auch gelungen, bekannte und sogar namhafte Spezialisten in die Fachkliniken zu holen, so Thorsten Schütze. Auf die Frage des Ratsherrn und Apothekers Dr. Peter Schweikert, ob denn auf Sicht eine Abteilung für Neurologie hinzukomme, verneinte Martin Milde allerdings.

Das sei zwar in Kombination mit einer so genannten „Stroke-Unit“ für Schlaganfallpatienten sehr wünschenswert, aber laut Krankenhausbedarfsplan der Landesregierung illusorisch. Deshalb setze das Kreiskrankenhaus auch weiterhin auf die gute Zusammenarbeit mit Neurologie und Schlaganfallabteilung des Marienhospitals in der Kreisstadt.

Umgekehrt verfügten Mechernich und Schleiden ihrerseits über Spezialabteilungen, die Patienten nicht nur aus dem Euskirchener Einzugsbereich mitversorgten, sondern teils „aus dem ganzen Bonner Raum“ (z.B. Wirbelsäule) und „der kompletten Eifel bis Trier“ (Hand- und Fußchirurgie).

Chefarzt Dr. Marcus Münch bilde in Kooperation mit dem Krankenhaus Düren und dem Rotkreuz-Bildungszentrum Düsseldorf im Institut für Medizinische Simulation, Notfalltraining und Patientensicherheit Mechernich Notärzte und Mitarbeitende vieler anderer Krankenhäuser überregional aus.

Der Unternehmensverbund Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH verfügt über 523 Krankenhausbetten und 1.900 Mitarbeiter, davon 200 Ärzte und 900 Mitarbeiter in der Pflege und im Funktionsdienst. Jahr für Jahr werden rund26.000 Patienten stationär und 47.000 ambulant behandelt. Der Umsatz des Konzerns liegt bei 137 Millionen Euro.

Breitgefächerter Gesundheitskonzern

Zum Verbund gehören neben den beiden Krankenhäusern in Mechernich und Schleiden die Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) in Mechernich und Gemünd, die Brabenderklinik in Zülpich, die stationären Altenhilfeeinrichtungen in Schleiden, Mechernich und Zülpich, die Ambulanten Pflegedienste in Mechernich, Schleiden, Euskirchen und Zülpich und das Ambulante Operationszentrum in Zülpich (AOPZ).

Ein Herzstück des Unternehmens sei die hauseigene Schule für Pflegeberufe mit 120 Ausbildungsplätzen am Standort Mechernich. Mit dem hervorragenden Ruf und Können dieser Schule hoffe man dem allgemeinen Personalmangel in der Pflege deutlich entgegenwirken zu können, so Martin Milde.

Schütze und Milde sprachen auch bedauerliche Dinge an: Die lange Corona-Phase sei vielen Mitarbeitenden „an die Nieren gegangen“. Die Vielzahl von Covid 19-Patienten auf den Intensivstationen, von denen auch eine Reihe verstorben sei, habe viele sehr betroffen gemacht. „Unsere pflegerischen wie ärztlichen Teams haben außerordentlichen Einsatz gezeigt. Sie verdienen unsere höchste Anerkennung“, so Schütze und Milde: „Unseren Mitarbeitenden haben wir es zu verdanken, dass wir unseren Versorgungsauftrag jederzeit voll aufrechterhalten konnten.“

Kategorien
News

Klage kommt Querschnitt-Patienten zugute

Region/Mayen-Koblenz – Monika Rasen will Unfallopfern Mut machen, als Nebenkläger aufzutreten. Sie hat im Ev. Stift St. Martin ein „Abo bis zum Lebensende gebucht“. Monika Rasen geht ganz offen mit ihrer Behinderung um, die ihr Leben nach dem Verkehrsunfall bestimmt. „Mein dritter und vierter Halswirbel waren gebrochen, die Überlebensrate lag bei fünf Prozent, nachdem das Auto von hinten auf uns draufgekracht ist.“ Die Erstversorgung fand in Merheim statt, danach kam sie in das Ev. Stift, um im Zentrum für Querschnittlähmung behandelt zu werden.

„Ich habe trotz allem viel Glück gehabt“, berichtet die 58-jährige Lehrerin aus Koblenz, „immerhin bin ich auf zwei Beinen aus dem Stift gekommen“. Anfangs waren ihre Arme und Finger gelähmt, sie ist ein sogenannter „inkompletter Querschnitt“ und bekam auch die Blase entfernt. Zwei Jahre hat sie gebraucht, um wieder schwimmen gehen zu können. Heute kann Monika Rasen mit Hilfe des Rollators etwa 1000 Meter am Stück zurücklegen. Sie hält sich mit konsequentem Training beweglich und kommt dazu auch regelmäßig in das Ev. Stift zu den Physiotherapeuten von Rehafit und zu Gesundheitskursen wie Wirbelsäulen- oder Aquagymnastik.

„Was mir aber ganz wichtig ist: Ich möchte Unfallopfern Mut machen, als Nebenkläger im Gerichtsprozess aufzutreten“, sagt Monika Rasen. Hätte sie das nicht getan, wäre der Unfallverursacher ohne ein Bußgeld davongekommen. „Diese 3.000 Euro habe ich dann hier an die Sonderstation gespendet.“ Walter Ditscheid hat die Patientin in dieser Zeit begleitet. Das Zentrum für Querschnittlähmung wurde bis zum Jahresbeginn von ihm geleitet. Jetzt ist er hier noch in Teilzeit tätig. „Von dem Geld haben wir ein Darmmassagegerät für Querschnittpatienten und ein Spirometer zur Messung der Vitalkapazität im Rahmen des Atembefundes gekauft. Zusätzlich wurden davon auch Reparaturen an der Kegelbahn und Bogenschießanlage vorgenommen.“

„Wir freuen uns sehr über diese Spende“, so der neue Leiter des Zentrums, Dr. Andreas Hildesheim. „Ich kenne Frau Rasen zwar noch nicht so lange, aber ihre Willensstärke ist sehr beeindruckend, das hat ihr auch bei ihrem Genesungsprozess sehr geholfen – und natürlich vor Gericht. Im Namen unseres Teams und unserer Patienten möchte ich ihr dafür ein herzliches Dankeschön aussprechen.“

Kategorien
News

Vorsprung durch Innovation – Wettbewerb SUCCESS 2022 startet – Einzelprämien bis zu 15.000 Euro

Region/Mainz – Der Innovationswettbewerb SUCCESS geht in die nächste Runde: Ab sofort können sich kleine und mittlere Unternehmen aus Rheinland-Pfalz, die neue Produkte, Produktionsprozesse, technologieorientierte Dienstleistungen oder anspruchsvolle IT-Vorhaben für technische Anwendungen entwickelt haben und damit erfolgreich sind, wieder bei der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) für die SUCCESS-Technologieprämien bewerben.

Besonders zukunftsweisende Ideen und innovative Produkte werden am 11. Oktober 2022 im feierlichen Rahmen mit Einzelprämien von bis zu 15.000 Euro gewürdigt und der Öffentlichkeit vorgestellt. Zudem wird in diesem Jahr eine ebenfalls mit 15.000 Euro dotierte Sonderprämie zum Thema „Innovative Technologien für den Klimaschutz“ vergeben.

Die Bewerbungsfrist für die Teilnahme am Wettbewerb „SUCCESS 2021“ endet am 31. Juli 2022. Die Bewerbungsunterlagen sind auf www.success-rlp.de abrufbar.

Kategorien
News

Großer Tag für die nordrhein-westfälische Polizei

Region/Düsseldorf/Köln – 2.770 Frauen und Männer legen bei zentraler Feier in Köln ihren Diensteid ab. Ministerpräsident Wüst: Unser Rechtsstaat braucht starke, verantwortungsvolle Vertreterinnen und Vertreter – durch die vielen Neueinstellungen stärken wir die Polizei insgesamt. Minister Reul: Sie sind es, die mit Verstand, mit Mut, mit Empathie und ja, auch mit Kraft für 18 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen einstehen.

2.770 angehende Beamtinnen und Beamte haben am gestrigen Dienstag, 26. April 2022, den Eid auf die Landesverfassung geleistet – erstmalig seit Beginn der Corona-Pandemie wieder im Beisein ihrer Angehörigen. Kommissaranwärterinnen und Kommissar­anwärter, Regierungsinspektoranwärterinnen und -anwärter der nordrhein-westfälischen Polizei schworen in der Kölner LANXESS Arena, dass sie das ihnen übertragene Amt nach bestem Wissen und Können verwalten, Verfassung und Gesetze befolgen und verteidigen, ihre Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werden. An der Vereidigungsfeier nahmen auch Ministerpräsident Hendrik Wüst und Innenminister Herbert Reul teil.

Ministerpräsident Hendrik Wüst: „Unser Rechtsstaat braucht starke, verantwortungsvolle Vertreterinnen und Vertreter – heute vielleicht mehr denn je. Deshalb freut es mich sehr, dass so viele motivierte und talentierte junge Menschen den Polizeiberuf ergreifen. Dies verdient höchsten Respekt und Anerkennung. Als Polizistin und Polizist sorgen sie mit dafür, dass 18 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen in Frieden, Freiheit und Sicherheit leben können. Diese Vereidigungsfeier macht einmal mehr deutlich, wie wichtig der Landesregierung die innere Sicherheit ist, die wir in Nordrhein-Westfalen zu einem Schwerpunkt unserer Politik gemacht haben. Durch die vielen Neueinstellungen stärken wir die Polizei insgesamt, zudem investieren wir viel Zeit, Kraft und Geld in eine bessere Ausstattung und mehr Befugnisse für unsere Polizei. Zum Wohle der Polizei – und der Menschen in unserem Land.“

Innenminister Herbert Reul: „Sie sind nun Teil einer Institution, der die Menschen vertrauen. Wenn es hart auf hart kommt, wenn es um Leben oder Tod geht, dann rufen die Menschen Sie. Ein Auftrag! Eine Bürde! Aber auch eine große Ehre!“

Im Jahr 2021 stellte die Landesregierung erneut mehr als 2.600 Polizeianwärterinnen und -anwärter ein. „Ich möchte, dass die Polizei Nordrhein-Westfalen als das wahrgenommen wird, was sie inzwischen ist: Nicht nur die am besten ausgestattete, sondern eben auch die beste Polizei Deutschlands“, so Minister Reul.

Inklusive der für dieses Jahr vorgesehenen Neueinstellungen werden zwischen 2017 und 2022 mehr als 15.000 Kommissaranwärterinnen und -anwärter eine Karriere bei der nordrhein-westfälischen Polizei begonnen haben.

Seit Jahren ist die Polizei der beliebteste Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen. Jährlich bewerben sich rund 12.000 junge Menschen für den Beruf der Polizistin und des Polizisten. Generelle Voraussetzung für die Bewerbung ist das Abitur oder eine gleichwertige Qualifikation. Als gleichwertig gilt neben der Fachhochschulreife auch ein Meisterbrief im Handwerk oder eine abgeschlossene, mindestens zweijährige Berufsausbildung mit anschließender beruflicher Tätigkeit von drei Jahren. Um auch Menschen mit mittlerem Bildungsabschluss den Traum von der Polizei zu ermöglichen, hat sich die Landesregierung dazu entschlossen den Bildungsgang „Fachoberschule Polizei“ ins Leben zu rufen. In diesem Jahr werden erstmalig 340 Schülerinnen und Schüler an aktuell elf Berufskollegs diesen Weg beschreiten.

Die am Dienstag Vereidigten absolvieren ein duales Bachelor-Studium an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung (HSPV). Die Ausbildung dauert drei Jahre. Neben der Theorie lernen die Studentinnen und Studenten die Praxis beim Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei (LAFP) und in mehreren Praktika in den Kreispolizeibehörden.

Kategorien
News

„Das fahrende Wohnzimmer“ als Gesprächsort für junge Menschen

Sinzig – Das Beteiligungsprojekt „Aufwind – Deine Chance Ahrtal“, finanziert durch ADRA e.V., möchte mit Blick auf den (Wieder-) Aufbau nach der Flut, Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Familien Raum geben, sich mitzuteilen und aktiv einzubringen. Dabei stehen die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen im Mittelpunkt. Initiiert wurde das Projekt durch das Gremium des Runden Tischs „(Wieder-) Aufbau der sozialen Infrastruktur“ der Kreisverwaltung Ahrweiler.

Mit dem Start des Projekts zum 01.03.22, der Ausarbeitung des Konzepts, dem Kennenlernen von Schlüsselpersonen, der Vorbereitung von Aktionen und Begleitung der Osterferienprogramme in den Städten Sinzig und Bad Neuenahr-Ahrweiler und in den VG Altenahr und Adenau, folgt nun die Beteiligungsaktion „Das fahrende Wohnzimmer“. Vom 25.04.- 20.05.22 möchte das Team (bestehend aus Lissy Fey und Daniel M.) in Kooperation mit den Jugendpfleger-innen und Jugendpflegern vor Ort an weiterführenden Schulen in Kontakt kommen mit Jugendlichen.

Aus Sofa, Sessel und Stehlampe entsteht auf dem Schulhof das „fahrende Wohnzimmer“, das jeweils an einem Vormittag in den großen Pausen Gelegenheit bietet, sich auszutauschen. Die Fragen von „Aufwind“ an die Jugendlichen sind: „Was nervt euch zurzeit? Woran fehlt es euch? Welche Wünsche habt ihr mit Blick auf den (Wieder-) Aufbau im Ahrtal?“. Die Gespräche und Ergebnisse sind dabei offen. Doch die Beteiligten werden eingeladen, ihr Hauptanliegen in einem Begriff mit Kreide auf den Schulhof zu schreiben. Die Bedürfnisse sollen sichtbar gemacht und die Jugendlichen in den folgenden Wochen daran erinnert werden, die Chance zu nutzen und sich aktiv einzubringen.

Die Ergebnisse des „fahrenden Wohnzimmers“ bestimmen die weitere Planung der Beteiligung. Daran anschließen soll die nächste Aktion namens „Heimkino“, die in den betroffenen Ortschaften selbst stattfindet. Mit Popcorn und Softdrinks lädt „Aufwind“ Jugendliche und junge Erwachsene zu einem Spaziergang ein, um sich gemeinsam den eigenen Wohnort anzuschauen: „Welche Plätze werden genutzt und welche weniger? Was sollte eurer Meinung nach hier vor Ort verändert werden?“.

Perspektivisch sind gemeinsame Treffen aller Teilnehmenden von „Aufwind“ geplant, um sich auszutauschen, sich zu bestärken, das weitere Vorgehen zu planen und konkrete Themengruppen zu bilden, die die Anliegen bearbeiten und weiter verfolgen.

Alle Termine der Aktionen finden Sie unter: www.aufwind-ahr.de
Oder auf den Social Media Kanälen des Projekts „Aufwind“.