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Ein ganzes Berufsleben bei der Kreisverwaltung Vulkaneifel

Daun – Ursula Neukirch aus Gillenfeld nach 47 Dienstjahren in den Ruhestand verabschiedet. Im Beisein von Büroleiter Dieter Schmitz sowie dem Vorsitzenden des Personalrates Lothar Saxler hat Landrätin Julia Gieseking vor einigen Tagen Ursula Neukirch aus Gillenfeld nach fast fünf Jahrzehnten im Dienste des Landkreises in den Ruhestand verabschiedet.

47 Jahre und damit ihr ganzes Berufsleben war Ursula Neukirch als Mitarbeiterin des Landkreises Vulkaneifel bzw. des früheren Landkreises Daun tätig. Insgesamt fünf Landräte und eine Landrätin hat sie in dieser Zeit erlebt. Dabei war sie in den letzten 22 Jahren als Sekretärin im Vorzimmer der jeweils amtierenden Landräte sowie aktuell für Landrätin Julia Gieseking tätig. Wer einen Termin mit dem Landrat/der Landrätin vereinbaren oder diese telefonisch erreichen wollte – ob Bürgerinnen und Bürger, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung, Mandatsträger unterschiedlicher Gremien, externe Vertreter anderer Behörden und Organisationen – sie alle wurden zunächst von Ursula Neukirch im Vorzimmer in Empfang genommen und herzlich begrüßt.

Ursula Neukirch begann ihre Tätigkeit beim damaligen Landkreis Daun am 01. Mai 1975 und war zunächst als Schreibkraft über viele Jahre in der damaligen Abteilung 1A im Bereich Sicherheit, Ordnung und Verkehr und anschließend im zentralen Schreibdienst der Zentralabteilung der Kreisverwaltung tätig. Ab dem Jahr 1984 war sie in der Bauabteilung im Bereich der Registrierung von Bauanträgen/Bauvoranfragen, der Fertigung von Baugenehmigungen und der Auskunftserteilung an Bauherren und Planer eingesetzt und hat zudem im Bereich der Dorferneuerung mitgearbeitet, bevor sie im Jahr 2000 – unter dem damaligen Landrat Heinz Onnertz – ins Vorzimmer wechselte. Nach insgesamt 22 Jahren im Vorzimmer von zwei Landräten und einer Landrätin geht sie nun in den wohlverdienten Ruhestand.

Landrätin Julia Gieseking dankte Ursula Neukirch bei der Verabschiedung für die über fast fünf Jahrzehnte erfolgreiche und gewissenhaft durchgeführte Tätigkeit. „Sie haben auch mir in dem Jahr, in dem wir seit Beginn meiner Amtszeit zusammenarbeiten durften, vieles von der Hand genommen und ich konnte mich immer auf Sie verlassen. Hierfür möchte ich mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken und wünsche Ihnen für den nun kommenden Lebensabschnitt alles erdenklich Gute, vor allem Gesundheit“, so Landrätin Julia Gieseking bei der Verabschiedung.

Den guten Wünschen schlossen sich Büroleiter Dieter Schmitz und – stellvertretend für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung Vulkaneifeld – der Personalratsvorsitzende Lothar Saxler an.

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Kevelaer-Wallfahrt – Pilgerbusfahrt an den Niederrhein für Gläubige aus Mechernich und Kall am Samstag 18. Juni

Mechernich-Kommern/Kall – Anmeldungen vom 7. bis 10. Juni – 2G-Regelung muss eingehalten werden. Zum Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten“ nach Kevelaer pilgern Gläubige vom Bleiberg am Samstag, 18. Juni. Los geht es mit „Schäfer“-Reisebussen um 7.15 Uhr ab Stiftsweg/Kreiskrankenhaus. Das teilten die örtlichen Wallfahrtsleiterinnen Anna-Maria Linden und Ursula Beul dem Mechernicher „Bürgerbrief“ mit.

Gedacht ist die Wallfahrt für Teilnehmer aus Mechernich, Kommern und Umgebung sowie aus der Gemeinde Kall. Der Fahrpreis beträgt für Erwachsene 30 und für Kinder sechs Euro. Anmeldungen werden vom 7. bis 10. Juni vormittags im Pfarramt Kommern (Kirchberg 14), im katholischen Pfarramt Mechernich (Weierstraße 80), bei Margot Oberauer (Kommern, Wingert), Uschi Beul (Kommern, In der Eule 31), Familie Linden (Vussem, Fliederweg 6) und Johannes Jansen (Satzvey, Am Markt) angenommen.

Weitere Ansprechpartner sind Alfred Dick (Schwerfen, Im Meischenbusch 13a), Frau Korth (Keldenich, Birkenweg 2), Elfriede Schlüpner (Bergbuir, Glehner Straße), und Norbert Böhn (Glehn, Valderstraße 4).

Es besteht die 2G-Regelung, bei der Anmeldung muss ein Nachweis für Impfung oder Genesung vorgelegt werden. In der Basilika in Kevelaer besteht Maskenpflicht. Anna-Maria Linden: „Nach dem Anmeldeschluss am 10. Juni werden keine Anmeldungen mehr entgegengenommen.“ Eine Geldrückgabe des Fahrpreises bei Absage nach der Anmeldung sei ebenfalls nicht möglich.

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Umstellung auf H-Gas funktionierte reibungslos

Region/Mayen/Kaisersesch/Maifeld – evm-Gruppe geht auf Fragen zur Herkunft des Erdgases ein. In zahlreichen Haushalten in den Verbandsgemeinden Maifeld, Vordereifel, Kaisersesch sowie in der Stadt Mayen strömt jetzt sogenanntes H-Gas durch die Leitungen: Die Experten der Energienetze Mittelrhein (enm) haben den ersten Schalttermin in diesem Jahr erfolgreich durchgeführt. Nachdem Mitarbeiter des Fernleitungsnetzbetreibers Open Grid Europe die entsprechenden Schieber geöffnet hatten und das H-Gas durch die Leitungen strömen ließen, kontrollierten enm-Monteure an den einzelnen Übernahmestationen, ob alles reibungslos funktioniert.

An einer der Übernahmestationen waren es Klaus Zimmermann und Alexander Kaufung, die darauf warteten, dass das „neue“ Gas eintrifft. Das kontrollierten sie mithilfe eines Messgeräts, das die Methankonzentration des Erdgases ermittelt. Die ist nämlich bei L-Gas und H-Gas unterschiedlich: L-Gas hat einen Methangehalt von etwa 83 Volumenprozent, H-Gas von etwa 91. Um exakt 9:41 Uhr war es dort soweit: Das Messgerät zeigte „91“. Das war für Alexander Kaufung gleichzeitig das Signal, nun die neue Analysedaten vor Ort ins System einzugeben. Konkret handelte es sich dabei um den Brennwert, die Normdichte und den CO2-Gehalt – alles Werte, die später für die Abrechnung mit den Endkunden relevant sind.

Die Vorbereitungen für die Erdgasumstellung laufen bereits über mehrere Jahre und gingen mit dem Besuch sämtlicher Haushalte einher, die mit Erdgas versorgt werden. Dies war notwendig, um erforderliche Ersatzteile und Umrüst-Sets für die jeweilige Heizungsanlage der Kunden rechtzeitig beschaffen zu können. Hintergrund: H-Gas hat einen höheren Brennwert als L-Gas, sodass in der Regel Düsen getauscht werden müssen. Insgesamt befinden sich im aktuellen Schaltbezirk rund 19.630 Endgeräte. „Bei der Erhebung dieser Geräte gab es glücklicherweise nur einen sehr kleinen Teil, der nicht anpassbar war; es handelt sich um rund 300 Geräte“, so Marcelo Peerenboom, Sprecher der evm-Gruppe. Die meisten Haushalte bekommen nach der erfolgten Netzschaltung auf H-Gas erneut Besuch von einem Monteur, der die neuen Düsen einbaut oder die Einstellungen am Gerät entsprechend anpasst. Diese Arbeiten finden in den nächsten Wochen statt. Betroffen sind rund 12.500 Geräte. Die restlichen 6.800 Geräte konnten aufgrund ihrer Bauart schon einige Tagen und Wochen vor der Schaltung angepasst werden.

Immer weniger Gas aus den Niederlanden

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs und eines möglichen Erdgasembargos hat es nach Angaben des Netzbetreibers in den vergangenen Wochen zunehmend Fragen zur Umstellung von L- auf H-Gas gegeben. So wollten einige Kunden wissen, warum nicht noch länger L-Gas aus den Niederlanden bezogen werden kann. Dazu erklärt Marcelo Peerenboom: „Die Niederlande müssen die L-Gas-Förderung sukzessive verringern und in absehbarer Zeit komplett einstellen, weil die natürlichen Vorkommen dort zur Neige gehen. Bereits jetzt handelt es sich bei großen Mengen des bereitgestellten L-Gases um umgewandeltes H-Gas. Auch die Niederlande selbst beziehen daher seit einiger Zeit Erdgas aus anderen Ländern.“

Die Erdgasumstellung im Netzgebiet der enm basiert auf entsprechenden Gesetzen und Vorgaben der Bundesnetzagentur. „Uns sind hier insoweit die Hände gebunden. Wir sind verpflichtet, den seit Jahren feststehenden Zeitplan zur Umstellung von L- auf H-Gas umzusetzen, um die Versorgungssicherheit nicht zu gefährden“, stellt der Pressesprecher klar. „Wir haben vor dem Hintergrund des Krieges natürlich Verständnis für die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger und begrüßen die Maßnahmen der Bundesregierung, die das Ziel haben, die Abhängigkeit von russischen Energielieferungen zügig zu reduzieren. Die evm selbst bezieht das Erdgas von Großhändlern. Die überwiegenden Mengen stammen aus Skandinavien und immer weniger aus Russland. Im Übrigen haben weltweit nahezu alle wesentlichen Erdgasreserven H-Gas-Qualität.“

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Eine Ära endet in Solidarität – Über 50 Jahre Engagement in Mechernich

Mechernich – Sage und Schreibe 15.583 Euro wurden jüngst durch den ehemaligen Vorstand der „Offizier- und Unteroffizierheimgesellschaft Mechernich e.V.“, Oberstleutnant Dirk Reinartz und Oberstabsfeldwebel Thoralf Eckert, symbolisch an die „Aktion Sorgenkinder in Bundeswehrfamilien“ des „Bundeswehr-Sozialwerks“ übergeben. Entgegen nahm die Spende „Bereichsgeschäftsführer West“ des Sozialwerkes, Ralf Miltenberger, am städtischen Bergbaumuseum. Die Restvermögen-Spende soll Angehörigen der Bundeswehr mit Handicap oder in unverschuldeten Notsituationen helfen und traf auf große Dankbarkeit und Überwältigung.

„Wir haben den Verein nun, fast sieben Jahre nach Veräußerung des »Casinos«, im Guten aufgelöst und sind wirklich sehr froh darüber zu wissen, an wen das Geld geht. Und zwar eins zu eins, ohne Abstriche dorthin, wo es gebraucht wird“, erklärte Reinartz und ergänzte: „Das Ganze stellt das Ende einer Ära dar. Die Veranstaltungen und Angebote, oftmals mit Beteiligung der Öffentlichkeit, werden noch lange einen festen Platz in den Erinnerungen der Mechernicher haben. Das Vereinsleben diente einem guten Zweck, nun wird mit dem Restvermögen weiterhin Gutes getan. So schließt sich der Kreis.“

Und Ralf Miltenberger bemerkte: „Was uns am meisten bewegt ist die Herzlichkeit und die Dankbarkeit der Menschen und das viele positive Feedback. Die Arbeit mit Kindern und Menschen mit Behinderung hat sehr viel Gutes. Natürlich wäre das alles ohne so engagierte Institutionen wie diese gar nicht möglich und dafür sind wir unglaublich dankbar!“

„Gelebte Fürsorge“

Vor Ort waren die ehemaligen Vereinsvorsitzenden, Regierungsamtsrat Ralf Miltenberger, Stabsfeldwebel André Schneider, Oberstabsfeldwebel a.D. Gregor Netuschil, Hauptfeldwebel der Reserve Karl Heinz Cuber und Hauptgefreiter der Reserve Maximilian Ulbrich sowie Dunja Reinartz, Edith Heimbach (ehemalige Geschäftsführerin Casino) und Doris Bauch, die selbst viele Jahre im Verein mitgewirkt haben.

„Das ist gelebte Fürsorge in einer Solidaritätsgemeinschaft! Und unser hier in Mechernich erwirtschaftetes, nicht weniges Geld nun in so guten Händen zu wissen ist einfach ein gutes Gefühl. Für Ihre Arbeit sind wir sehr dankbar!“, so Reinartz.

Schon 1883 wurde das Vereinsgebäude als „Logier- und Speiseanstalt“ für Bergarbeiter in der „Friedrich-Wilhelm-Straße“ in Betrieb genommen, 1958 von der Bundeswehr als „Offizierscasino“ übernommen, 1966 dann von der „Unteroffiziersheimgesellschaft e.V.“, welche 2008 mit der Offiziersheimgesellschaft fusionierte. 2015 einigten sich die Vereinsvorstände aber darauf, das Gebäude unter Anderem aus Kostengründen aufzugeben und an die Stadt zu veräußern, die das Gebäude renovierte und nun als Asylantenheim nutzt.

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Neueinstellungen bei der Stadtverwaltung Mayen

Mayen – Zwei neue Mitarbeiterinnen wurden im Mai zu ihrem Dienstantritt bei der Stadt Mayen begrüßt. Oberbürgermeister Dirk Meid hieß Desponia Athanasiadou als Erzieherin in der Kindertagesstätte Weiersbach herzlich willkommen. Weiterhin begrüßte er Jennifer Fuhrmann für die Schulsozialarbeit der BBS sowie der Jugendpflege.

„Ich wünsche unseren neuen Kolleginnen einen guten Start und freue mich auf die zukünftige Zusammenarbeit“, so Oberbürgermeister Dirk Meid. Den guten Wünschen schloss sich Büroleiterin Jasmin Alter sowie Dagmar Luxem vom Personalrat an.

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Engagement Center Depot – Stadt Aachen und Helfer*innen ziehen eine erste positive Bilanz

Aachen – „Danke, dass Sie Alle hierhergekommen sind“, bedankte sich Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen bei den Helfer*innen, die seit nunmehr rund vier Wochen im städtischen Engagement Center im Depot an der Talstraße den geflüchteten Menschen aus der Ukraine mit Rat und Tat zur Seite stehen. „Es ist sehr gut, dass es uns gelungen ist, das Engagement Center zur Verfügung zu stellen, hier einen Rahmen zu schaffen“, ist Keupen überzeugt. Diese gemeinsame Infrastruktur für die Geflüchteten und die Helfer*innen sei immens wichtig – vor allem für das Durchhaltevermögen: „In anderen Städten sind die Helfer*innen oft an der Belastungsgrenze. Dort gibt es so eine Anlaufstelle oft nicht“, weiß die Oberbürgermeisterin. Sibylle Keupen hatte auch aktuelle Zahlen zur Hand: Stand Ende April sind rund 3.000 Geflüchtete aus der Ukraine nach Aachen gekommen. Gut 1.000 davon sind derzeit in städtischen Unterkünften. Für die rund 1.000 Kinder und Jugendlichen unter den Geflüchteten sei noch einmal mehr Unterstützung nötig, so Keupen: „Wir müssen Schul- und Kita-Plätze zur Verfügung stellen.“ Sie hofft nun auf Hilfe und Vorgaben von Land und Bund, gerade in diesem Bereich: „Wir treten hier derzeit in große Vorleistungen.“

Viele neue Angebote für Kinder, Jugendliche und Mütter

Hilfe für die Kinder und Jugendlichen, aber auch für die vielen Mütter leistet unter anderem das Pädagogische Zentrum Aachen mit seiner psychosozialen und therapeutischen Beratung. Das Angebot findet ohne Voranmeldung und anonym statt, auf Ukrainisch und Russisch. Nataliya Ebert vom Pädagogischen Zentrum hofft nun auch auf Kontakte zu Psycholog*innen aus der Ukraine hier vor Ort: „Denn die Kinder sprechen nur Russisch oder Ukrainisch.“

Sprache ist auch für Nenja Ziesen, Integrationsbeauftragte der Stadt, ein wichtiger Schlüssel bei den mittlerweile mehr als 1.000 Beratungsgesprächen seitens des Kommunalen Integrationsmanagements im Depot oder dem Verwaltungsgebäude Bahnhof: „Wir brauchen die Sprache. Denn die Themen werden immer komplexer“, so Ziesen, die alle Menschen in Aachen, die Ukrainisch oder Russisch sprechen und helfen wollen, aufruft, sich bei der Stadt zu melden, um als Übersetzer*innen zu helfen.

DRK und Kinderschutzbund

Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) oder der Kinderschutzbund machen Angebote – im Depot oder auch auf dem Abenteuerspielplatz des Kinderschutzbundes „Zum Kirschbäumchen“. Luisa Hoffmann vom Kinderschutzbund wirbt für den offenen Familiensamstag oder die täglichen Nachmittagsangebote auf dem Abenteuerspielplatz. Hoffmann: „Wir bereiten gerade auch ein stabilisierendes Gruppenangebot für Kinder vor und eine offene Kinder- und Jugendsprechstunde, hier im Depot.“ Winfried Bemberg, Leiter des Familienbildungswerks des DRK, freut sich, dass die Angebote so gut angenommen werden: „Das Programm reicht von kreativen Mutter-Kind-Kursen, wie Malkursen oder Musik, über Sport für Frauen bis hin zum Elterntreff – alles auf Ukrainisch oder Russisch.“

Auch viele nicht-institutionellen Helfer*innen sind weiter aktiv – einige von ihnen stammen aus der ukrainischen Gemeinschaft in Aachen, die rund 680 Menschen umfasst. Julia Shporina ist von Anfang an dabei, hat eine Kleiderbörse im Depot organisiert: „Wir haben jetzt Regale und Schränke. Wir sind sehr dankbar, dass wir das Angebot hier noch erweitern konnten.“ Aber sie hofft noch auf zwei Dinge: finanzielle Spenden für Hilfsangebote in der Ukraine und auf Spenden von Möbeln und Hausrat. Letztere kann man aber nicht im Depot abgeben, sondern die Stadt rät dazu, die Sozialkaufhäuser zu nutzen, die Möbelspenden entgegennehmen.

Erfolgreich ist Malte Berrenberg mit seiner Plattform, auf der potenzielle Gastfamilien mit Geflüchteten zusammengebracht werden. „Bisher haben sich zwischen 180 und 200 Menschen registriert. Rund 80 konnten wir vermitteln“, so Berrenberg. Wichtig sei hier, dass die beiden Seiten zusammenpassen: „Lieber weniger vermitteln und es funktioniert dann. Denn die Ukrainer*innen müssen ja länger dableiben“, erläutert Malte Berrenberg den Ansatz.

Für sie alle ist und bleibt das Depot ein wichtiger und zentraler Anlaufpunkt in Aachen, um sich zu vernetzen, ihre Angebote zu koordinieren und anzubieten. „Da, wo konkrete Hilfe geleistet wird, kommen die Menschen hin“, ist Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen überzeugt.

Alle wichtigen Infos und Kontakte für Helfer*innen und Geflüchtete sind zu finden auf www.aachen.de/aachenhilft.

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Mahnwache für Frieden statt Finissage – Mechernicher Bürgermeister Dr. Schick: „Mosaiksteinchen“

Mechernich – Blumen für Frieden und Hoffnung hatten die Mechernicher einheimischen Künstler zusammen mit den „Omas gegen rechts“ als Symbol für ihre Mahnwache am Montagabend vor dem Mechernicher Rathaus gewählt. Da wurde gemeinsam das Antikriegslied „Sag mir wo die Blumen sind“ gesungen, während einige Kinder mit Straßenkreide bunte Blumen auf das Pflaster malten und gehäkelte Rosen in den Ukraine-Farben am „Baum der Hoffnung“ im Wind schwangen.

„Es ist ein wichtiges Ziel, für das wir hier stehen: das Kriegsende“, brachte es Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick bei seiner Ansprache auf den Punkt. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Jeden Montag gehen die Mechernicher „Omas gegen rechts“ „für die Demokratie und den Rechtsstaat in dem wir leben“ auf die Straße, berichtet Mitorganisatorin Sabine Henze. Zu Gast war dieses Mal die Mechernicher Künstlergruppe um die Organisatorinnen Petra Hansen, Donata Reinhard und Ela Rübenach.

Begleitet von Roland Rosenthal auf der Gitarre stimmten die Teilnehmer der Mahnwache das Antikriegslied „Sag mir wo die Blumen sind“ an. Foto: Steffi Tucholke/pp/Agentur ProfiPress

Anlass war das Ende der Outdoor-Ausstellung „Kopf hoch: Zeitgeist 2.0“ auf der Rathausgalerie, das eigentlich mit einer festlichen Finissage gefeiert werden sollte. „Uns war aber nicht nach Feiern zumute“, erklärt Ela Rübenach den Schritt, angesichts des Ukraine-Krieges stattdessen eine Mahnwache für Frieden und Solidarität zu veranstalten.

Etwa drei Dutzend Menschen waren dem kurzfristigen Aufruf gefolgt und – teilweise mit Plakaten und Bannern gegen den Krieg und für den Frieden – zum Rathausvorplatz gekommen. „Wir wollen ein Zeichen setzen gegen die braune Wand, die auf uns zukommt“, formuliert es Ela Rübenach.

„Es ist ein wichtiges Ziel, für das wir hier stehen: das Kriegsende“, brachte es Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick bei seiner Ansprache auf den Punkt. Er erinnerte an die Maidan-Revolution, in der die Menschen in der Ukraine „auf die Straße gegangen sind, um für eine gesellschaftliche und demokratische Veränderung in ihrem Land zu kämpfen“. Großen Respekt habe er vor diesen Menschen, die es geschafft hätten, seitdem eine wehrhafte Demokratie zu entwickeln.

Mahnwachen wie die in Mechernich seien „eines von vielen Mosaiksteinchen, die hoffentlich dazu führen, dass in Russland ein Umdenken stattfindet und dass diejenigen Menschen, die nach Freiheit streben, die Oberhand behalten“, so Bürgermeister Dr. Schick.

Aus vielen kleinen Teilen ein großes schaffen soll auch der Aufruf zu einem Fotoflashmob über die sozialen Netzwerke, zu dem Ela Rübenach aufgerufen hat. Den Auftakt dazu bildete die Mahnwache selbst, bei der alle Kinder dazu aufgerufen waren, bunte Blumen mit Straßenkreide auf die Bürgersteige zu malen. Ela Rübenach hofft, dass viele Menschen an unterschiedlichen Orten dieser Idee folgen und Fotos davon in den sozialen Medien veröffentlichen, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen – gegen den Krieg und für die Hoffnung.

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Heilig-Rock-Tage Trier – Ehejubilare aus dem Bistum feiern Festgottesdienst mit Bischof

Trier/Föhren/Kaifenheim/Nickenich – „Immer zusammenhalten, auch wenn einer mal einen Fehler macht. Es wird sich ausgesprochen und dann ist auch wieder gut. Man muss durch dick und dünn gehen“: Für Gisela und Konrad Rink aus Kaifenheim funktioniert dieses Rezept für eine gute Ehe – und das seit 60 Jahren. Die beiden feiern bald ihre Diamanthochzeit und sind zu den Heilig-Rock-Tagen nach Trier gekommen, um mit rund 120 anderen Jubel-Paaren einen Dank-Gottesdienst zu feiern, zu dem der Trierer Bischof eingeladen hatte.

Blick in den Dom. Foto: Isabel Athmer/Bistum Trier

„Ihr Glaube sei ihnen wichtig“

Bei Kaffee und Kuchen konnten die Eheleute aus allen Regionen des Bistums vor dem Gottesdienst untereinander ins Gespräch kommen, oder auch mit Bischof Dr. Stephan Ackermann und den Weihbischöfen Franz Josef Gebert, Jörg Michael Peters und Robert Brahm plauschen. So unterschiedlich wie die einzelnen Paare sind auch die Geschichten ihres Kennenlernens. Ganz romantisch spielte bei den Rinks ein alter Rittersaal auf der Burg Pyrmont eine Rolle. „Dort gab es nach den Kartagen am Ostermontag ein Tanzcafé, wie es damals üblich war und wir sind mehrere Kilometer zurück nach Kaifenheim zusammen gelaufen. Und ab dem Zeitpunkt war eigentlich alles klar“, lacht Gisela Rink. Vier Jahre später, 1962, heiratete das Paar, dessen Leben ihre zwei Kinder und fünf Enkelkinder bereichern. Ihr Glaube sei ihnen wichtig, bekräftigen die beiden. „Aber natürlich sind wir in vielen Fragen auch kritisch“, sagt Konrad Rink, der jahrelang im Pfarrgemeinde- und im Verwaltungsrat engagiert war.

Mit 60 gemeinsamen Ehejahren liegen die Rinks zahlenmäßig sehr weit vorne, doch einige wenige können sogar ihre Eiserne Hochzeit begehen (65 Jahre), so wie Martha und Martin Mick aus Föhren bei Trier. Schon zum zweiten Mal haben sie sich dazu entschieden, ihr privates Jubiläum auch mit anderen gemeinsam während der Heilig-Rock-Tage zu feiern und der Einladung des Bistums zu folgen. Die Höhen und Tiefen des Lebens haben sie immer zusammen gemeistert – auch den Verlust eines engen Familienmitglieds, erzählen die beiden Mitte 80-Jährigen. „Unser gemeinsames Hobby Wandern hat uns viele schöne Erinnerungen beschert“, erzählt Martin Mick. So hätten sie schon viele Gipfel zusammen erklommen – sogar den höchsten Berg Österreichs, den Großglockner. Was Jugendlichen heute Whats-App, war der Dorfjugend damals der klassische Brief, berichtet Martin Mick: Nachdem er seine zukünftige Frau kennengelernt hatte, ging er zur Ausbildung nach Mönchengladbach und die beiden schickten sich Briefe. Was sie jungen Paaren als Tipp mitgeben können: „Man muss fühlen, ob man zueinander passt und dann macht das auch keine große Mühe – dann ist das irgendwie ganz normal“, sagt Martha Mick. „Klar gab es auch mal Meinungsverschiedenheiten und dann hat man auch mal einen Tag gemotzt, aber das steht man gemeinsam durch und verträgt sich wieder.“

Auch für Thekla Gönner (75) aus Nickenich macht eine gute Ehe aus, auch einmal nachgeben zu können. Ihr Vater habe immer gesagt, es sei wie mit zwei Zahnrädern, die erst einmal richtig zusammenfinden müssten – dann laufe es rund. Als Tochter aus einem Landwirtschaftsbetrieb hatte sie in ihrer Jugend vor allem mit anderen jungen Leuten der Landjugend zu tun, erzählt sie. Bis ihre Tante ihr eines Tages einen Werkstudenten vorstellte, der in ihrem Betrieb seinen Ferienjob absolvierte: ihr künftiger Ehemann Rolf Gönner (77). „Er ist am selben Tag abends zu mir ins Auto gestiegen und meinte, ich könne ihn jetzt mal schön heimfahren“, schmunzelt Thekla Gönner. Seine Art reizte sie und ihm gefiel ihr selbstbewusster Tonfall: Kurzum, es passte einfach und die beiden wurden ein Paar. An diesem Maitag sind die beiden nach Trier gekommen, um ihr goldenes Hochzeitsjubiläum zu begehen und den Segen des Bischofs zu empfangen. „Es war eine wunderschöne Atmosphäre im Gottesdienst und wir haben den Tag genossen“, sagt sie.

In seiner Predigt ging Ackermann auf der Hohelied der Liebe aus der Bibel ein, das vielen Paaren auch als Lesung in Hochzeits-Gottesdiensten dient. Das „Ich“ entstehe eigentlich erst aus der Begegnung mit einem „Du“, sagte Ackermann. „Es ist doch ein Grundgesetz unseres Lebens, dass wir durch die Beziehung mit anderen Menschen zu den Persönlichkeiten werden, die wir sind. Wir können nicht aus uns alleine heraus leben, nur um uns kreisen. Wenn wir jemanden lieben, macht das unser Leben wertvoll, es macht uns als Menschen aus.“ (sb)

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24h Nürburgring Qualifiers vom 06. bis 08. Mai – Eifeler HRT-Team kämpft um gute Ausgangsposition

Meuspath/Nürburgring – In knapp vier Wochen ist es wieder soweit: Am 28. Mai schalten die Startampeln für die 50. Ausgabe der ADAC TotalEnergies 24h Nürburgring auf Grün. Bereits am kommenden Wochenende (6. bis 8. Mai) stehen für das Haupt Racing Team die ADAC 24h Nürburgring Qualifiers im Rennkalender, bei denen das Team aus Meuspath in zwei dreistündigen Rennen auf der Nürburgring-Gesamtstrecke um eine gute Ausgangsposition für den 24-Stunden-Klassiker kämpft.

HRT geht bei den 24h Nürburgring Qualifiers mit zwei Mercedes-AMG GT3 an den Start. Beide Fahrzeuge treten mit erweiterter Werksunterstützung aus Affalterbach und der Nennung „Mercedes-AMG Team Bilstein by HRT“ in der SP-9-Klasse an.

Im Cockpit des Mercedes-AMG GT3 #12, im ikonischen blau-gelben Komplettdesign vom technischen Partner Bilstein, setzt HRT auf das Fahrer-Trio Raffaele Marciello (SUI), Manuel Metzger und Luca Stolz (beide GER). Im Schwesterfahrzeug mit der Startnummer sechs wechseln sich Nico Bastian (GER), Philip Ellis (SUI) und Teambesitzer Hubert Haupt (GER) am Lenkrad ab. Für das Design ihres Mercedes-AMG GT3 haben sich HRT und Bilstein etwas Besonderes ausgedacht: Die speziell für die 24h Qualifiers entwickelte Bilstein Erlkönig-Livery ist ein echter Hingucker und dürfte für einiges Aufsehen auf und neben der Strecke sorgen, bevor schon fast traditionell das HRT-Bilstein-Art-Car zur 50-jährigen Jubiläums-Ausgabe des 24-Stunden Rennen enthüllt wird.

24h Nürburgring Qualifiers in neuem Format

Die Generalprobe für die Jubiläumsausgabe des 24h Nürburgring findet in diesem Jahr in einem neuen Format statt: Erstmals stehen zwei getrennt gewertete dreistündige Rennen auf dem Programm – anstatt wie bisher ein einzelnes 6-Stunden-Rennen. Dadurch erhalten die Teams eine weitere Möglichkeit, sich eine gute Ausgangsposition für die 24h Nürburgring zu verschaffen – und gleichzeitig noch einmal wichtige Nordschleifenkilometer unter Rennbedingungen zu sammeln.

Die Qualifiers sind für die Teilnehmer der 24h Nürburgring nicht verpflichtend. Deshalb wird die finale Startaufstellung für das legendäre 24-Stunden-Rennen in der Grünen Hölle erst am Rennwochenende der 24h Nürburgring ermittelt.

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Besuch aus Charleville-Mézières im Rathaus Euskirchen

Euskirchen – Was sind die Unterschiede zwischen Deutschen und Franzosen? Über diese Frage plauderte Bürgermeister Sacha Reichelt am Montagmorgen mit 52 Schülerinnen und Schülern vom Lycée Chanzy und vom Collège Jean Macé in Charleville-Mézières, die gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern zu Gast im Rathaus waren.

Zum Abschluss des Gespräches im Ratssaal wurde noch ein gemeinsames Gruppenfoto gemacht. Foto: Stadt Euskirchen

Den jungen Menschen waren schon einige Dinge aufgefallen: Die hohe Geschwindigkeit auf den deutschen Autobahnen, die unterschiedlichen Esskulturen und dass es in Deutschland im Supermarkt eine viele größere Auswahl an Bier gibt als in Frankreich.

Die Schülerinnen und Schüler waren im Rahmen eines Schüleraustausches mit dem Emil-Fischer-Gymnasium in Euskirchen. Ihnen wurde von den Organisatoren ein abwechslungsreiches Programm geboten. Ende März bereits besuchten Schüler aus Deutschland die französische Partnerstadt und verbrachten dort eine ereignisreiche Woche.

Bürgermeister Reichelt konnte den Schülerinnen und Schülern auch von seiner Wanderung nach Charleville-Mézières berichten und dabei einige Beobachtungen über die unterschiedlichen Gewohnheiten unserer europäischen Nachbarn teilen.

Eine Botschaft war dem Bürgermeister besonders wichtig: „Es ist in diesen Zeiten wichtiger denn je, die Freundschaft mit den europäischen Nachbarn zu pflegen. Deshalb hat es mich ganz besonders gefreut, dass wir die Schülerinnen und Schülern willkommen heißen konnten.“

Nach dem Besuch des Bürgermeisters in Charleville-Mézières wird bereits an ersten Ideen gearbeitet, wie die Freundschaft gefestigt werden kann.

Zum Abschluss des Gespräches im Ratssaal wurde noch ein gemeinsames Gruppenfoto gemacht bevor die französischen Gäste ihr Tagesprogramm fortsetzten.