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Mit dem Rad zur Arbeit – Kreis Düren beteiligt sich an bundesweiter Aktion

Düren – „Wer mit dem Rad zur Arbeit fährt, der tut nicht nur sich, sondern auch der Umwelt etwas Gutes“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. Daher beteiligt sich auch in diesem Jahr wieder der Kreis Düren an der bundesweiten Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ der AOK Rheinland/Hamburg und des ADFC (Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub). Im Frühjahr und Sommer sollen dabei möglichst viele Berufstätige motiviert werden, auf dem Weg von und zur Arbeit in die Pedale zu treten.

Die Aktion geht noch bis Ende August. Die Beschäftigten sind eingeladen, an mindestens 20 Tagen ihren Arbeitsweg mit dem Rad zurückzulegen. „Wir wollen für das Thema sensibilisieren und zum Mitmachen bewegen. Fahrradfahren ist nicht nur gesund, sondern auch eine wunderbare Gelegenheit, den Arbeitsweg neu kennenzulernen und für Abwechslung zu sorgen“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. Gerade nach den Einschränkungen und Anstrengungen durch die Corona-Pandemie ist das Fahrradfahren eine gute Gelegenheit, die gesunde und maßvolle Bewegung jeden Tag auszuleben.

Alle Teilnehmenden, die sich für die Aktion online registriert haben und 20 oder mehr Kreuze in dem Aktionskalender eintragen, haben die Chance, Preise zu gewinnen. Eine Teilnahme ist einzeln oder im Team möglich. Wie im vergangenen Jahr werden auch 2022 wieder Fahrten rund um Homeoffice-Tätigkeiten berücksichtigt oder Teilstrecken, die Pendler mit dem Rad zum Beispiel zum Bahnhof zurücklegen. „Radeln beugt Bewegungsmangel vor, sorgt für frische Luft und ist wertvoll für den gesamten Organismus, Seele und Wohlbefinden. Der Zuspruch ist groß. Das beobachten wir anhand zahlreicher Registrierungen“, sagt Heiko Jansen, AOK-Regionaldirektor in Aachen-Düren-Heinsberg. Jährlich beteiligten sich laut AOK bundesweit bislang mehr als 250.000 Berufstätige an der Aktion – davon alleine im Rheinland etwa 16.000. Im Kreis Düren ist die klimaneutrale Fortbewegung seit langem ein wichtiges Thema: „Bis 2035 will der Kreis Düren klimaneutral sein. Daher ist jeder Beitrag für die Umwelt wichtig“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung haben im Hause jederzeit die Möglichkeit, sich für Dienstwege E-Bikes auszuleihen und somit auch während der Arbeitszeit in Bewegung zu bleiben.

Weitere Infos gibt es auch auf www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de

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„Bühne unter Sternen“ auf Burg Nideggen bietet hochklassiges Programm

Düren – „Dieses Programm würde auch jeder Metropole gut zu Gesicht stehen“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn gestern zur Präsentation des Programms für die Konzertreihe „Bühne unter Sternen“ auf der Burg Nideggen. Und in der Tat: Mit Joss Stone, Amy McDonald, Milow und Max Giesinger hat Veranstalter Christian Mourad hochkarätige Künstler verpflichten können.

 „Die Menschen drängt es wieder zur Kultur“, betonte der Landrat als Schirmherr des niveauvollen Events, das vom 17. bis 20. August über die Bühne geht. Die Atmosphäre auf der Burg sei einmalig und mittlerweile weit über die Grenzen des Kreises Düren hinaus bekannt. Auch deshalb sind die Konzerte ein nennenswerter Wirtschaftsfaktor für die Region – schon jetzt, erzählte Schirmherr Wolfgang Spelthahn, gebe es eine große Nachfrage nach Hotels während der Veranstaltungstage.

Auch der Aachener Konzertveranstalter Christian Mourad freute sich, nach zweijähriger Pandemie-Pause wieder in Nideggen zu sein. „Bei der Fahrt hierhin stellte sich gleich wieder das gute, alte Gefühl ein“, sagte Mourad. „Ich freue mich sehr, dass es wieder losgeht“, unterstrich der Aachener und zeigte sich wie der Landrat davon überzeugt, dass das Programm sehr gut angenommen wird.

Den Anfang macht am Mittwoch,. 17. August, Soul-Diva Joss Stone mit ihrer einzigartigen Stimme. Die 32-Jährige kommt im Rahmen ihrer „Total Word-Tour“ in der Eifel. Allein das zeigt, welchen Stellenwert die „Bühne unter Sternen“ mittlerweile in der Szene hat. Einen Tag später, am Donnerstag, 18. August, spielt Singer-Songwriterin Amy McDonald im historischen Burghof. Die 34-Jährige ist ebenfalls auf Sommertour und präsentiert Stücke aus ihrem Album „The Human Demands“. Ihr belgischer Kollege Milow bringt am Freitag,. 19. August, Songs aus seinem neuen Album „Nice to meet you“, bevor am Samstag, 20. August, Max Giesinger mit Stücken aus seinem aktuellen Album „VIER“ den Schlusspunkt setzt. Alle Konzerte beginnen um 20 Uhr (Einlass: 18 Uhr). Es stehen jeweils 2400 Stehplatzkarten zur Verfügung.

Dieses Programm ist dank großzügiger Sponsoren wie der Sparkasse Düren, F&S Solar, der Rurtalbus, Rurtalbahn und Stadtwerke Düren möglich – und natürlich dank des Engagements von Konzertveranstalter Christian Mourad, wie Landrat Wolfgang Spelthahn als Schirmherr betonte. Steuergelder fließen nicht in die Konzertreihe.

Weitere Informationen und Karten gibt es unter www.buehne-unter-sternen.de und www.eventim.de (alle bisher gekauften Ticktes, die wegen der Corona-Pandemie nicht eingelöst werden konnten, behalten ihre Gültigkeit).

Neben musikalischem Hochgenuss wird es während der „Bühne unter Sternen“ auch kulinarische Leckerbissen geben – „auch das trägt zur einzigartigen Atmosphäre bei“,. wie Schirmherr Wolfgang Spelthahn mit Blick auf die beiden Burg-Sterneköche Herbert Brockel und Tobias Schlimbach sagte.

Am Sonntag, 21. August, findet auf der Burg anlässlich des 50. Geburtstages des Kreises Düren ein großes Familienfest statt – mit zahlreichen Angeboten für Jung und Alt und einem musikalischen Rahmenprogramm, das KEV, Cat Ballou und Torben Klein bestreiten. Los geht es um 11 Uhr (bis ca. 21 Uhr), der Eintritt ist frei.

Es lohnt sich also, schon jetzt diese Sommertage im August vorzumerken.

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Die „Sendung mit der Maus“ erklärt den Abriss des Büchel-Parkhauses in Aachen

Aachen – Die „Sendung mit der Maus“ mit dem Büchel-Beitrag aus Aachen wird im ARD-Hauptprogramm am Sonntag, 5. Juni, um 9.25 Uhr ausgestrahlt, zudem um 11.30 Uhr auf KiKa. In Aachen ist es Geschichte, im Fernsehen ist es eine Sachgeschichte: das Parkhaus Büchel.

Die „Sendung mit der Maus“ stellt am Pfingstsonntag, 5. Juni, einen kleinen Roboterbagger vor – und welchen großen Beitrag er geleistet hat, damit das Parkhaus fällt, zwei denkmalgeschützte Häuser daneben aber nicht. Stadt und Städtische Entwicklungsgesellschaft (SEGA) haben dem WDR-Team um Autor Richard Derichs ab Juni 2021 immer wieder die Gelegenheit ermöglicht, dass letzte Kapitel des Aachener Parkhauses hautnah zu begleiten.

So konnte die Maus von Beginn an dabei sein und die außergewöhnlichen Abrissarbeiten mitten in der historischen Altstadt von Aachen bis Dezember 2021 begleiten. Herausgekommen ist spannender und kindgerechter Beitrag in einer der beliebtesten TV-Sendungen Deutschlands, bei dem auch Erwachsene jede Menge lernen können.

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Verbandsgemeinde Vordereifel rüstet sich für zukünftige Krisenfälle

Mayen – Seminar „Risiko- und Krisenmanagement“ durchgeführt. Die seit Frühjahr 2020 andauernde COVID-19-Pandemie („Corona-Virus“) und die Hochwasserkatastrophe von vergangenem Sommer erfordern eine Neubewertung und Optimierung jeden Krisenmanagements, so auch in der Verbandsgemeinde Vordereifel.

Für kreisangehörige Kommunen existieren hier zwar Empfehlungen, jedoch angesichts knapper personeller Ressourcen stellt sich gerade für kleinere Kommunen oft die Frage, wie ein Krisenstab für außergewöhnliche Ereignisse eingerichtet und betrieben werden kann.

Bürgermeister Alfred Schomisch ist sich dessen bewusst und hat für die Verwaltungsspitze und die zuständigen Mitarbeiter aus dem Bereich Katastrophenschutz ein entsprechendes Seminar in der Verbandsgemeinde Vordereifel durchführen lassen, das die Bildung eines eigenen Krisenstabs für außergewöhnliche Ereignisse nur für die Verbandsgemeinde Vordereifel zum Ziel hat.

Dabei wurden Schwerpunkte in den Bereichen Zivilschutz und zivile Verteidigung, Aufbau- und Ablauforganisation sowie Methoden und Arbeitsabläufe in einem Verwaltungskrisenstab besprochen.

„Richtiges Handeln in Notfallsituationen ist für die Bewältigung einer Krisensituation unerläßlich.“ äußerte Bürgermeister Schomisch überzeugt. Alle Beteiligten waren sich einig, dass das dreitägige Seminar eine große Bereicherung und Hilfe für dieses wichtige Thema darstellte und die Bildung eines entsprechenden Krisenstabs für die Verbandsgemeinde Vordereifel mit hoher Priorität vorangetrieben wird.

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Stolberg kommt zurück! Wiederaufbau-Plan beschlossen – Rat stimmt Neubau des Rathauses zu

Stolberg – Der 14. Juli 2021 steht für immer in den Geschichtsbüchern für die bislang verheerendste Katastrophe der Stolberger Stadtgeschichte seit dem 2. Weltkrieg. Er steht für Zerstörung und Leid, aber gleichzeitig auch für den unglaublichen Zusammenhalt und Aufbruchswillen in der Kupferstadt. „Der Blick geht nach vorne, denn Stolberg kommt zurück! Wir wollen und werden die Chance der Zerstörung nutzen, um Stolberg noch schöner zu machen, als es vorher war“, beschreibt Bürgermeister Patrick Haas den Aufbruchswillen, der auch in der Sonderratssitzung am 31. Mai parteiübergreifend spürbar war.

Der Rat hat den Wiederaufbauplan für die öffentlichen Gebäude und den öffentlichen Straßenraum in Stolberg beschlossen. Insgesamt umfasst der Plan ein Finanzvolumen von 225 Millionen Euro. Ein wichtiges Element und zugleich mit rund 70 Millionen Euro der größte Posten dieses Plans ist der Neubau des Stolberger Rathauses, das seit der Flut nicht mehr nutzbar ist. Der Wiederaufbauplan ist von der Verwaltung bereits mit der Bezirksregierung vorabgestimmt und liegt nun bei selbiger zur Genehmigung. Die Kosten für den Wiederaufbau werden nach der Genehmigung aus der Wiederaufbauhilfe von Bund und Land finanziert.

Das Rathaus wird abgerissen und neu gebaut! Es wurde beim Hochwasserereignis vom 14.7.2021 stark beschädigt und konnte aufgrund der massiven Schäden am Gebäude nicht mehr in Betrieb genommen werden. Im Vorfeld der engen Abstimmung mit der Politik hat eine Machbarkeitsstudie gezeigt, dass ein Abriss und Neubau des Rathauses insbesondere mit Blick auf die energetischen Einsparpotenziale in den Folgejahren wirtschaftlicher ist als ein Neubau. Der Rat hat dem Neubau des Rathauses zugestimmt. Der Neubau ist mit rund 70 Millionen Euro der größte Posten des Wiederaufbauplans.

„Das ist zweifelsohne eine der wichtigsten und größten Entscheidungen, die der Stadtrat in Stolberg jemals getroffen hat“, sagt Bürgermeister Patrick Haas. „Ich bin sehr glücklich, dass wir mit der einstimmigen Zustimmung der Politik die riesige Entwicklungschance nutzen, die uns der Neubau des Rathauses bietet.“

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Das Stadtradeln 2022 hat am 1. Juni in Aachen begonnen

Aachen – Die Stadt Aachen beteiligt sich im Rahmen der städtischen Kampagne „FahrRad in Aachen“ auch in diesem Jahr wieder am deutschlandweiten Wettbewerb „Stadtradeln“ (www.stadtradeln.de). Vom 1. Juni bis 21. Juni sind alle Bürgerinnen und Bürger in Aachen aufgerufen, kräftig in die Pedale zu treten und ihre beruflich und privat gefahrenen Fahrradkilometer in den Online-Kalender für die Stadt Aachen einzutragen. Jeder Kilometer zählt! Für Schulen gibt es zusätzlich den Wettbewerb Schulradeln. Unter anderem ist das auch das Pius-Gymnasium wieder dabei.

Für die Stadt Aachen ist die Radverkehrsförderung ein wichtiges Thema. „Wir möchten, dass immer mehr Aachener*innen das Fahrrad für den Alltag entdecken“, sagt Stephanie Küpper, Projektleiterin der Kampagne „FahrRad in Aachen“. Die Luftqualität und die Lebensqualität würden gesteigert, wenn weniger Autos in der Innenstadt unterwegs sind. „Mehr Fahrräder im Straßenverkehr bedeuten weniger Lärm und Abgase“, so Küpper.

Die Vorteile des Radfahrens liegen auf der Hand: Mit dem Rad sind viele Ziele ein in der Stadt schnell zu erreichen, gleichzeitig fördern alle Radler*innen ihre Fitness und schonen das Klima. „Radfahren gehört heute zu einem modernen Lebensstil, der Ressourcen spart“, sagt die Projektleiterin.

Das Mitmachen beim Stadtradeln ist einfach

Das Mitmachen beim Stadtradeln ist einfach. Die geradelten Kilometer, beruflich und privat, werden in den online Kalender eingetragen werden. Das Auto kann trotzdem benutzt werden. Es wäre toll, wenn alle Aachener*innen, die sowieso schon Fahrrad fahren, sich anmelden und ihre Kilometer m in den Online-Kalender eintragen. Wer im Urlaub ist, kann auch die Kilometer eintragen, die am Urlaubsort erradelt werden. Eine gute Gelegenheit, Kilometer zu sammeln, bietet auch die Auftakttour zum „Fahrradsommer 2022“ in Aachen am Sonntag, 12. Juni. Sie beginnt um 14 Uhr auf dem Marktplatz vor dem Rathaus.

Wer mitradeln möchte, kann sich vom 1. bis 21. Juni über folgende Internetadresse anmelden: www.stadtradeln.de/registrieren. Auf dem Portal können auch die gefahrenen Kilometer eingetragen werden. Wer Probleme bei der Anmeldung, keinen Internetzugang oder keine Zeit hat, seine Fahrradkilometer in den Online-Kalender einzutragen, wende sich an Dr. Stephanie Küpper von „FahrRad in Aachen“.

In diesem Jahr beteiligen sich bislang 2385 Kommunen am „Stadtradeln“. Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr: Das sind 161 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2), von denen allein 149 Millionen im Straßenverkehr emittiert werden. Davon ließen sich bereits 7,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden, wenn nur etwa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden.

Internet: www.stadtradeln.de

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Kreis Euskirchen verteilt erste Ehrenamts-Karten

Mechernich/Euskirchen – Unter anderen erhielt der Mechernicher Tierschutzaktivist Reiner Bauer eine der ersten Ehrenamtskarten im Kreis Euskirchen. Landrat Markus Ramers verlieh ihm wegen seines bereits seit über 25 Jahren anhaltenden ehrenamtlichen Einsatzes die sogenannte „Jubiläumskarte des Landes Nordrhein-Westfalen“.

Die bekamen auch die Rotkreuz-Ehrenamtlichen Hartwig Rütze und Angelika Wagner, weil auch sie bereits seit über einem Vierteljahrhundert für ihre Mitmenschen im Einsatz sind. Hartwig Rütze arbeitet ehrenamtlich im Rotkreuz-Museum für humanitäres Völkerrecht in Vogelsang mit, Angelika Wagner leitet die Corona-Hotline im Rotkreuz-Zentrum Kreis Euskirchen/Eifel.

Renate Irnich und Christa Palmen erhielten von Ramers die Ehrenamtskarte, für die man sich selbst bewerben muss und die der Kreis seit März vergibt. Die Karte berechtigt zu verschiedenen Vergünstigungen in teilnehmenden Geschäften oder Einrichtungen.

Landrat Markus Ramers dankte den fünf Ausgezeichneten für ihre Ehrenämter und ermutigte weitere Aspiranten, sich beim Kreis zu melden. Antragsberechtigt ist jeder, der sich seit mindestens zwei Jahren 250 Stunden im Jahr oder fünf Stunden in der Woche in einem Verein, einer Organisation oder ähnlichem ehrenamtlich betätigt.

Langzeitengagierte, deren Engagement seit mindestens 25 Jahre besteht, können die Jubiläumskarte beantragen. Eine vorgeschriebene Stundenanzahl entfällt in dem Fall. Die Ehrenamtskarte ist drei Jahre gültig, die Jubiläumskarte lebenslang. Rückfragen unter ehrenamt@kreis-euskirchen.de oder Telefon (0 22 51) 15 13 62.

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Kreistag beschließt schrittweisen Rückbau von „Helfer-Zentrum“ und „Spenden-Verteilzentrum Ahrtal“

Ahrweiler – Noch bis Ende Juli werden im „Baustoffzelt Kaiser“ in Grafschaft-Ringen und dem „Spendenverteilzentrum Ahrtal“ in Grafschaft Gelsdorf Spendengüter, wie unter anderem Baustoffe, Kleidung und anderen Waren des täglichen Bedarfs, ausgegeben. Das hat der Kreistag in seiner Sitzung am Dienstag, 31. Mai beschlossen. Das sogenannte „Helfer-Zentrum“ in Grafschaft Ringen – bestehend aus Helfer-Shuttle, dem Containerdorf „Wilhelmshafen 2.0“ und dem „Baustoffzelt Kaiser“ – sowie das Spendenverteilzentrum werden außerdem, wie durch die politischen Gremien vorgesehen, in den kommenden Wochen mit dem schrittweisen Rückbau beginnen.

„Den vielen Tausenden Helferinnen und Helfern sind wir Betroffenen im Ahrtal zutiefst dankbar. Es kann nicht oft genug betont werden, wie unverzichtbar und wichtig – sowohl in Bezug auf die Arbeit, die geleistet wurde, als auch in Hinblick auf die mentale Unterstützung – diese Hilfe in den vergangenen Monaten für uns war und ist. Es zeichnet sich jetzt aber ab, dass zunehmend Fachleute gebraucht werden, um die weiteren Arbeiten durchzuführen. Daher musste der Kreistag eine Entscheidung treffen, wie und ob die großen Standorte der Helfer-Organisationen weiter betrieben werden können. Darüber hinaus stehen zum Teil der finanzielle Aufwand für den Betrieb einzelner Einrichtungen und der Nutzen für die Betroffenen inzwischen – rund zehn Monate nach der Flut – oftmals nicht mehr in einem angemessenen Verhältnis. Letztendlich sind es aber Steuergelder und damit auch die Gelder der Betroffenen, die diese Standorte finanzieren. Wir sind also in der Pflicht, sehr sorgsam mit diesen Geldern umzugehen. Hinzu kommt, dass die Zusammenarbeit mit einem Teil der Organisatoren nicht immer verlässlich und professionell ablief“, erläutert Landrätin Cornelia Weigand die Entscheidung der Kreistagsmitglieder.

Im vergangenen November hatten die Mitglieder des Kreis- und Umweltausschusses (KUA) die Zentralisierung der Helferorganisationen am Standort Ringen beschlossen. Für die einzelnen Einrichtungen bedeutet die heutige Entscheidung des Kreistages konkret Folgendes:

Helfer-Shuttle

Der Helfer-Shuttle in Grafschaft-Ringen wird ein neues Kapitel aufschlagen und sein Angebot umstellen. Das haben die Initiatoren Thomas Pütz und Marc Ulrich selbst Anfang Mai bekanntgegeben. Statt des Shuttle-Betriebs wird es zukünftig eine Online-Plattform geben, die die gewachsenen Strukturen des Shuttles weiter nutzt und Helfende sowie Hilfesuchende zusammenbringen soll. Das Camp wird ab Ende Mai zurückgebaut.

Containerdorf „Wilhelmshafen 2.0“

Das Containerdorf „Wilhelmshafen 2.0“ stand nach seinem Umzug aus Walporzheim in die Grafschaft erst Anfang April und mit großer Verzögerung als kostenlose Übernachtungsmöglichkeit für Helferinnen und Helfer sowie Handwerkerinnen und Handwerker zur Verfügung. Trotz mehrfacher Aufforderungen durch die Kreisverwaltung wurden durch den Betreiber erst mit großer Verspätung ein Prüfnachweis für die Statik sowie ein Brandschutzkonzept vorgelegt. Diese waren und sind für die Sicherheit der Gäste und Helfenden jedoch zwingend erforderlich. Auch die bisherigen Nachweise über Kosten und Belegungszahlen sind bislang unzureichend und schwierig zu überprüfen.

Aufgrund der Einstellung des Betriebs des benachbarten Helfer-Shuttles ist zudem von weiter rückläufigen Zahlen von Übernachtungsgästen auszugehen.

Hinzu kommt, dass im Aufbaugebiet auch andere kostenlose Übernachtungsmöglichkeiten für Helfende zur Verfügung stehen. Der Kreistag hat daher beschlossen, dass das Containerdorf wie ursprünglich vorgesehen ab Anfang Juni zurückgebaut wird.

„Baustoffzelt Kaiser“

Für das seit Anfang Februar am Standort Ringen betriebene Baustoffzelt wurden durch den Betreiber bis heute und trotz mehrfacher Aufforderungen keine nachvollziehbaren Abrechnungen eingereicht. Die gegenüber der Verwaltung kommunizierten Warenströme wurden erst nach wiederholten Aufforderungen und weiterhin ohne jedwede Belege vorgelegt. Auch die wiederholt angeforderte Abrechnung für den Standort in Walporzheim blieb der Betreiber bis dato schuldig.

Die Spendenausgabe ist noch bis Ende Juli vorgesehen.

„Spendenverteilzentrum Ahrtal“

Das „Spendenverteilzentrum Ahrtal“ in Grafschaft Gelsdorf leistete bereits zu Beginn der Flutbewältigung einen wichtigen Beitrag zur Koordination der Sachspenden. Die fortlaufend generierten Spendenmittel müssen jedoch in einem adäquaten Verhältnis zu den laufenden Kosten des Betriebs des Verteilzentrums stehen. Da dies mit wachsendem zeitlichem Abstand zur Hochwasserkatastrophe aber nicht mehr gewährleistet ist, hat auch hier der Kreistag entschieden, die Spendenannahme zum 31. Mai 2022 zu beenden. Eine Verteilung der Spenden ist dann ebenfalls noch bis Ende Juli geplant.

Finanzierung der Standorte für Helfer-Organisationen

Noch im November 2021 waren die Verwaltung und die Mitglieder des KUA nach damaligem Kenntnisstand und aufgrund von Aussagen des Landes Rheinland-Pfalz davon ausgegangen, dass die finanziellen Mittel für Umzug, Betrieb und Abbau des „Helfer-Zentrums“ in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro über den Wiederaufbaufonds abgerechnet werden können. Zwischenzeitlich wurde bekannt, dass dies nicht möglich ist. Die entstandenen Kosten für das Helfer-Zentrum Ringen wurden den Soforthilfeleistungen zugerechnet. Die Mittel der Soforthilfe sind jedoch vollständig erschöpft. Die Kreisverwaltung steht hierzu in engem und konstruktivem Austausch mit dem Land, das derzeit prüft, ob anderweitige finanzielle Mittel bereitgestellt werden können.

Auch die Finanzierung des Spendenverteilzentrums ist nicht durch den Wiederaufbaufonds abgedeckt und wird derzeit zwischen Kreis und Land geklärt.

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IHK Aachen stellt Weichen für wirtschaftliche Zukunft der Region

Aachen – Standort stärken. Energiewende entfesseln. Fachkräfte finden. Supply sichern. Das sind die zentralen Themenfelder, denen sich die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen in den kommenden Jahren mit Nachdruck widmen wird, um den Strukturwandel in der Region zu meistern. Alle vier Bereiche beinhalten zahlreiche Projekte, Maßnahmen und Initiativen, die aus der Städteregion Aachen sowie den Kreisen Düren, Euskirchen und Heinsberg ein Morgen-Land – eine wirtschaftlich gestärkte Region mit innovativen Unternehmen und zukunftsfähigen Arbeitsplätzen – machen sollen. Zusammengefasst sind die Weichenstellungen im Zukunftsprogramm der IHK Aachen, das deren Vollversammlung einstimmig auf den Weg gebracht hat.

Ob Energiewende, Digitalisierung oder Fachkräftesicherung: „Vieles wird, vieles muss sich verändern. Und darin sehen die Unternehmerinnen und Unternehmer in erster Linie eines: Chancen“, betont IHK-Präsidentin Gisela Kohl-Vogel. Sie plädiert dafür, Herausforderungen proaktiv anzugehen, lösungsorientiert zu denken und pragmatisch zu handeln. „Gelingt uns das, ist Veränderung etwas Gutes, kann aus Neuem Zukunft entstehen“, ist Kohl-Vogel überzeugt. „Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es der Kraft der gesamten Wirtschaft zwischen Wegberg und Dahlem, Selfkant und Weilerswist.“

Wie wirtschaftliche Kräfte gebündelt und entfaltet werden können, ist im Zukunftsprogramm anhand konkreter Beispiele zusammengefasst. So wird sich die IHK Aachen etwa noch stärker dafür einsetzen, regionale Akteure und Entscheider miteinander zu vernetzen und die Standortvorteile der Region hervorzuheben, um Ansiedlungen neuer Unternehmen zu fördern. Der Ausbau erneuerbarer Energien wird vorangetrieben, indem bürokratische Regelungen verschlankt und aufwendige Planungsverfahren vereinfacht werden. Die IHK Aachen wird beispielsweise aufzeigen, wie neue Gewerbegebiete nachhaltig geplant und gebaut sowie bestehende entsprechend umgerüstet werden können. Und sie erarbeitet ein Konzept für weiterführende Schulen, die konsequent auf die berufliche Bildung vorbereiten – mit dem Ziel, jeder Schülerin und jedem Schüler eine Ausbildung zu ermöglichen.

Das Zukunftsprogramm der IHK Aachen kann kostenfrei unter www.ihk.de/aachen/zukunftsprogramm heruntergeladen werden.

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Internationaler Tag der Milch am 01. Juni 2022 – Milchviehbetriebe sind wichtig für ländliche Strukturen in Rheinland-Pfalz

Region/Koblenz – Die Bedeutung des Grünlandes für die Artenvielfalt und die attraktive heimische Kulturlandschaft ist unbestritten. Dafür ist eine wirtschaftliche Rinderhaltung unerlässlich. Die Milcherzeugung spielt dabei eine zentrale Rolle. Der Internationale Tag der Milch am 1. Juni macht auf die Bedeutung der Milch aufmerksam.

Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau (BWV) und Vorsitzende der Milchwirtschaftlichen Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz (Milag), Michael Horper, betont die Bedeutung der Milch für unsere Ernährung: „Milch ist ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung und zugleich als Erzeugnis unserer bäuerlichen Landwirtschaft Träger der ländlichen Strukturen und unserer Kulturlandschaft. Die Rinderhaltung ist gerade in unseren Mittelgebirgslagen eine wichtige Stütze der dörflichen und wirtschaftlichen Strukturen. Außerdem werden durch die Erzeugung von Grünfutter die Wiesen und Weiden gepflegt, was schließlich der Artenvielfalt dient.“

Sorgen bereitet dem BWV der stetig voranschreitende Strukturwandel in der Landwirtschaft. So nahm die Zahl der Milchkühe innerhalb eines Jahres von 102.000 auf nun 99.000 Tiere, also um drei Prozent, weiter ab. Nur noch rund 1.500 Milchviehbetriebe gibt es in Rheinland-Pfalz. „Die Landwirtschaft muss aufgrund ihrer Bedeutung endlich wieder mehr Wertschätzung durch die Bevölkerung erfahren“, mahnt Horper. „Die Milch unserer Betriebe muss verstärkt nachgefragt werden. Die höheren Preise helfen unseren Betrieben, unseren Strukturen und letztlich unserer gesamten Gesellschaft. Der Internationale Tag der Milch muss daher Jahr für Jahr ein Warnruf sein: Kauft unsere Milch und schützt unsere Landwirtschaft, unsere Kulturlandschaft und unsere Artenvielfalt.“