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Zwillinge Jona und Ivy kommen spontan im St. Elisabeth Krankenhaus in Mayen zur Welt

Mayen – Stolze Eltern und Team der Geburtshilfe freuen sich gleich doppelt. Welche Frau wünscht sich nicht auch, die eigenen Kinder spontan zu entbinden. Bei einer Zwillingsgeburt ist dies jedoch selten. Aber über eben diesen seltenen Fall darf sich nun das engagierte Team der Geburtshilfe im St. Elisabeth Krankenhaus in Mayen freuen.

Auch die Eltern Laura und Dieter sind überglücklich, dass Jona und Ivy innerhalb von sechs Minuten beide spontan das Licht der Welt erblickten und beide Kinder wohlauf sind. Jona ist bei 46 Zentimeter 2710 Gramm schwer und Ivy bringt bei 47 Zentimeter 2480 Gramm auf die Waage. „Wichtig ist, dass wir Fachärzte und die Hebammen Hand in Hand arbeiten und die Eltern sich sicher und geborgen fühlen, sodass sie sich auch bei einer Zwillingsgeburt für eine spontane Geburt entscheiden. Das hat hier wunderbar geklappt“, betonen Chefarzt Dr. med. univ. Senad Habibovic und die Leitende Hebamme Elvira Hoffmanns.

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Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit der Kyll

Daun – Als Gewässerunterhaltungspflichtiger für die Kyll hat der Landkreis Vulkaneifel mit dem Umbau der Wehranlage der Birgeler Mühle, dem Bau einer speziellen Fischaufstiegsanlage und einer Investition von rund 460.000 € die ökologische Durchgängigkeit der Kyll an dieser Stelle hergestellt. Im Juni erfolgte nach über einem halben Jahr Bauzeit die Bauabnahme vor Ort.

In Europa wurden im Jahr 2000 mit dem Inkrafttreten der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) umfangreiche Neuregelungen für die Wasserwirtschaft und den Gewässerschutz geschaffen. Dabei wird das Ziel verfolgt, dass sowohl fließende als auch stehende Gewässer einen guten Zustand erreichen. Eine erforderliche Maßnahme auf dem Weg zu einem besseren Gewässerzustand ist die Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit in Flüssen. Damit soll jeglichen Lebewesen die ungehinderte Wanderung sowohl stromauf, als auch stromabwärts ermöglicht werden.

Der Landkreis Vulkaneifel ist als so genannter Gewässerunterhaltungspflichtiger für die Kyll durch diese europäische Wasserrahmenrichtlinie dazu verpflichtet, die Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit der Kyll zu gewährleisten. Dies war jedoch im Bereich der Wehranlage an der Birgeler Mühle (Ortseingang Birgel) durch das dort bestehende Querbauwerk nicht sichergestellt.

Aufgrund einer fehlenden Fischaufstiegsmöglichkeit war das Querbauwerk für den größten Teil der Gewässerfauna nicht zu überwinden und hat somit den natürlichen Austausch der der dort im Wasser befindlichen Lebewesen innerhalb der Kyll verhindert.

Seit dem vergangenen Oktober wurde daher das vorhandene Wehr durch ein sog. Raugerinne, eine spezielle Fischaufstiegsanlage, ersetzt.  Insgesamt hat der Landkreis Vulkaneifel hier für den Umbau der Wehranlage ca. 460.000 € investiert.

Mit der Planung und der fachtechnischen Begleitung der Maßnahme wurde das Ing. Büro Reihsner aus Wittlich beauftragt. Die Durchführung der Maßnahme wurde an die Fa. Balter, Losheim, vergeben. Nach über einem halben Jahr Bauzeit fand nun in der vergangenen Woche vor Ort die Bauabnahme statt.

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Nix ist für immer – Endlich wieder Sommerleuchten – 5000 Besucher bei der „Kölschen Nacht“

Düren – Nach der quälend langen Corona-Durststrecke darf endlich wieder gefeiert werden: Auf der Goltsteinkuppe genossen am Samstagabend, 25. Juni 5000 Besucher mit dem „Sommerleuchten 2022“ die erste Indemann-Party seit der Aufhebung des Lockdowns. Bei der „Kölschen Nacht“ wurde umso kräftiger mitgesungen, geklatscht, getanzt und geschunkelt, denn nix ist für immer …

Die Band „Miljö“, fünf Freunde aus dem Kölner Osten, die mittlerweile Mitte 30 und Vollprofis sind, hatte keinerlei Mühe, die Stimmung anzuheizen. Mit Songs wie „Null oder hundert“, also alles oder gar nichts, und „Nix ist für immer“ brachten Nils, Max, Sven, Philipp und Simon die feierlustige Menge eine Stunde lang in Stimmung und Bewegung. Diese bedankte sich mit tosendem Beifall. Somit war der Boden für die weiteren Musiker bereitet: Kevin Mörkens und die Bands Kuhl un de Gäng, Echte Fründe und Klüngelköpp.  „Es ist wunderbar, dass das Sommerleuchten in diesem Jahr endlich wieder stattfinden kann“, freute sich Schirmherr Landrat Wolfgang Spelthahn über die tolle Stimmung der Gäste.

4000 von ihnen genossen die Kölsche Nacht eintrittsfrei. Als Zeichen des Dankes für ihr vorbildliches ehrenamtliches Engagement hatte der Kreis Düren 4000 Tickets kostenlos abgegeben. „Damit würdigen wir einen Teil der vielen Aktiven, die sich freiwillig und unentgeltlich für andere Menschen eingesetzt und den Zusammenhalt im Kreis Düren verstärkt haben – etwa im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, der Flutkatastrophe oder dem Ukraine-Krieg „, wies Landrat Wolfgang Spelthahn auf eine Besonderheit der diesjährigen Party hin. Der Erlös aus dem Verkauf der weiteren Eintrittskarten werde zur Unterstützung eines wohltätigen Zweckes gespendet, sagte er.

„Die gute Stimmung beim Sommerleuchten 2022 hat uns gezeigt, wie sehr den Menschen die Begegnung, der Austausch und die Abwechslung gefehlt haben. Schön, dass wir mit diesem Open-Air-Konzert so vielen einen unvergesslichen Abend bereiten konnten“, freute sich indeland-Geschäftsführer Jens Bröker.

Um die Besucher möglichst stressfrei auf die Goltsteinkuppe und retour zu bringen, pendelten Busse zwischen den Parkplätzen am Fuße des Hügels und dem Konzertgelände. Das sorgte für entspannte Minen vor und nach dem Konzert.

Unterstützt wurde die Veranstaltung von den Unternehmen Rurtalbus und Rurtalbahn, F&S Solar, der Sparkasse Düren sowie der indeland GmbH und indeland Tourismus.

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SmartQuart – Teilnahme an der Woche des Wasserstoffs Süd am 1. Juli 2022

Kaisersesch/Region – Vom 25. Juni 2022 bis 3. Juli 2022 findet die Woche des Wasserstoffs Süd (#wdws2022) mit über 110 Veranstaltungen an 56 Orten im Süden Deutschlands statt. Auch die Energieagentur Rheinland-Pfalz bietet in Kooperation mit dem Wasserstoffnetzwerk (H2BZ Netzwerk RLP e. V.) am 1. Juli 2022 von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr ein Online-Event an. Durchgeführt und moderiert wird die Veranstaltung von der Lotsenstelle für alternative Antriebe bei der Energieagentur Rheinland-Pfalz.

Unter dem Motto „Wasserstoffprojekte mit Mobilitätsbezug in Rheinland-Pfalz“ stellen Vertreter von sechs rheinland-pfälzischen Projekten in Kurzvorträgen ihre Fahrpläne und Aktivitäten zum Start ins Wasserstoffzeitalter vor und beantworten Fragen aus dem Publikum.

Neben dem SmartQuart-Projekt Kaisersesch werden auch folgende Projekte präsentiert:

HyStarter-Region Rheinhessen-Nahe (Landkreis Bad Kreuznach)
• HyStarter-Region Westpfalz (ZukunftsRegion Westpfalz e. V.)
• HyStarter-Region Stadt Bendorf (Stadtverwaltung Bendorf)
• HyExperts-Region Landeshauptstadt Mainz (Wirtschaftsbetrieb Mainz AöR)
• Energiepark Mainz (Mainzer Stadtwerke AG)

Eine Anmeldung für diese Veranstaltung ist bis zum 29. Juni 2022 erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Zugangsinformationen zur Online-Veranstaltung erhalten Sie mit der Anmeldebestätigung.

Seien Sie auch dabei und melden Sie sich auf der Seite der Energieagentur Rheinland-Pfalz an https://veranstaltungen.energieagentur.rlp.de/event.php?vnr=460-108

Alle Informationen zur Woche des Wasserstoffs finden Sie unter https://www.woche-des-wasserstoffs.de/

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Psychosoziale Unterstützung Flutbetroffener – ASB NRW e. V. und Stadt Mechernich stellen neue Projekte vor

Mechernich – Mitte Juli jährt sich die Flutkatastrophe zum ersten Mal und es wird deutlich:  Die Normalität ist in den betroffenen Gebieten längst nicht wiederhergestellt. Die Schäden an Gebäuden und Infrastruktur waren und sind teilweise noch immens. Es wird aber auch offensichtlich, dass viele der betroffenen Menschen in der Region massiv an den Auswirkungen der katastrophalen Flut leiden. Der Arbeiter-Samariter-Bund Nordrhein-Westfalen e. V. (ASB NRW) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Menschen da zu unterstützen, wo Hilfe am dringendsten gebraucht wird. Er fokussiert sich auf Projekte, die Betroffenen psychosoziale Unterstützung bieten. Gemeinsam mit der Mechernicher Stadtverwaltung werden ab sofort Therapeutisches Reiten für Kinder und Tagesausflüge für Kinder und Senioren aus der Region Mechernich/Euskirchen organisiert. Finanziert werden beide Projekte u. a. durch Spendengelder, die an die „Aktion Deutschland Hilft“ geleistet wurden.

„Dem Arbeiter-Samariter-Bund ist es sehr wichtig, nah bei den Menschen zu sein und mit unseren Angeboten für die Unterstützung zu sorgen, die sowohl in akuten Krisensituationen wie auch mittel- und längerfristige benötigt wird. Dafür sind die bisherigen Projekte des ASB in NRW exemplarisch“, führt Dr. Stefan Sandbrink, Geschäftsführer des ASB NRW e. V., das Engagement der Hilfsorganisation aus. Und weiter: „Gerade die Schwächsten in unserer Gesellschaft – Kinder und ältere Menschen – brauchen jetzt Hilfe, um die traumatischen Erlebnisse der Flut zu verarbeiten.“

„Für unsere Stadt Mechernich haben wir mit dem ASB NRW einen zuverlässigen Partner gefunden, um Probleme, die durch die katastrophale Flut verursacht wurden, schnell, zielgerichtet und unkompliziert zu lösen. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit. Ich bin mir sicher, dass unsere Stadt davon weiter profitieren kann“, erläutert Ralf Claßen, Dezernent der Stadt und Vorsitzender der Mechernich-Stiftung, die Gründe für die Zusammenarbeit.

Mit beiden Projekten zielen die Beteiligten darauf ab, mittel- und langfristig die psychosoziale Gesundheit der Betroffenen zu stabilisieren. Neben den zerstörten Gebäuden und der nicht mehr intakten Infrastruktur haben viele Menschen in der Flutkatastrophe existenzbedrohende Erfahrungen machen müssen – mit immensen Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit. Deshalb wird bei diesen Projekten der Schwerpunkt bewusst auf die Linderung dieser Konsequenzen gelegt.

Die reittherapeutische Begleitung durch tiergestützte Intervention – kurz Reittherapie – wird Kindern aus der ganzen Region angeboten, deren Familien durch das Hochwasser besonders betroffen sind. Die Mechernich-Stiftung geht allein im Stadtgebiet von rund 220 betroffenen Kindern aus. Die Pädagogische Reittherapie begünstigt dabei die Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung, stärkt durch die Interaktion mit dem Pferd das Selbstbewusstsein, fördert die Resilienz und vermindert Ängste. „Ich stelle immer wieder fest, wie positiv sich Kinder in der Therapie entwickeln“, beschreibt Isa Riedling, die als Reittherapeutin das Projekt durchführt, ihre bisherigen Erfahrungen: „Wir legen auch großen Wert darauf, dass wir auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder eingehen.“

An Senioren wie auch an Kinder inklusive einer Begleitperson richten sich die Ausflugsangebote in die nähere Umgebung von Mechernich, bzw. Kreis Euskirchen. Hier ist die Idee, betroffenen Kindern und Senioren Entspannung und Ablenkung zu schenken und Abwechslung vom Alltag in einer zerstörten Umgebung zu bieten. Beides zahlt auf die Resilienz der Betroffenen ein und hilft den Alltag zu bewältigen. Der Ausflug für Senioren führt nach Maastricht und ins Schloss Sayn, die Kinder haben die Möglichkeit den Kölner Zoo zu besuchen.

Für die Reittherapie und für die Ausflüge sind noch Plätze frei. Weitere Informationen zu den Ausflügen:

Ralf Claßen, Tel. 02443 49-4500, Mail: r.classen@mechernich.de

Manuela Holtmeier, Tel. 02443 49-4003, Mail: m.holtmeier@mechernich.de

Aktuelle Informationen zur Reittherapie erteilt Isabell Riedling, Tel. 0173 72 077 07;  Mail: isa@vom-veybach.de

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CHIO Aachen am heutigen Montag 27. Juni mitten in der Stadt

Aachen – Den CHIO zieht es auch in diesem Jahr wieder in die Aachener Innenstadt. Beim traditionellen Aufgalopp auf dem Marktplatz geht es am heutigen Montag, 27. Juni, um 18 Uhr los. Dann wird der Pferde- und Kutschenkorso, der sich vom Turniergelände über den Soerser Weg, die Krefelder Straße, Sandkaulstraße, Großkölnstraße zum Marktplatz auf den Weg macht, erwartet.

Mit dabei unter anderem Pferde und Ponys der Eröffnungsfeier, die Aachener Stadtreiter, zwei Kutschen mit Parkour-Athleten sowie 30 junge Talente aus 30 Nationen, die als Ersatz für die Olympischen Jugendspiele die FEI Youth Equestrian Games im Rahmen des CHIO austragen werden.

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, ALRV-Präsidentin Stefanie Peters sowie Ingmar de Vos, Präsident der FEI und Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees, werden die Teilnehmer und alle Gäste vor dem Rathaus willkommen heißen.

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Radwege-Konzept in der Kreisstadt – ein Dauerthema des GRÜNEN Ortsverbandes

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Zusammen mit MdL Dr. Lea Heidbreder haben die GRÜNEN die Kreisstadt mit dem Rad erkundet. Viele Wege sind bis heute durch die Folgen der Flut zerstört, Radwege existieren nur noch als Fragmente. Und die wenigen befahrbaren Abschnitte werden teils zugeparkt.

Ob City- oder Mountainbike, Lastenfahrrad, mit oder ohne Akku – der Trend hin zum Rad ist ungebrochen. Corona hat die Entwicklung sicherlich befördert, ebenso die leichtere Nutzung durch elektrische Unterstützung. Fahrradfahren ist gesundheitsfördernd, kostengünstig und umweltfreundlich. Bündnis 90/Die GRÜNEN radeln immer wieder durch das Stadtgebiet, um Gefahrenpunkte aufzuzeigen und sichere und attraktive Radwege zu diskutieren. Hier sind Ideenreichtum und Flexibilität genauso gefragt, wie das Ausschöpfen von Fördermitteln des Bundes und des Landes.

Bis zum endgültigen Radwegenetz in unserer Stadt wird es ein langwieriger Prozess sein. Gerade deshalb muss jetzt mit vorderster Priorität ein zukunftsfähiges Radwegenetz geplant werden. Solange wir mit Provisorien leben ist es doppelt wichtig, für die Sicherheit Aller zu sorgen. Eine gute Ausschilderung möglichst gefahrenfreier Radstrecken von Ehlingen bis Walporzheim ist dafür elementar. Gefährliche Kreuzungen und Einmündung sind in der Streckenführung zu vermeiden. Wo es sinnvoll ist, sollte Fahrradfahren gegen die Einbahnstraße erlauben sein. Außerdem ist für ein gutes und sicheres Miteinander, der zu Fuß Gehenden, mit dem Rollator, dem Kinderwagen oder im Rollstuhl und selbstverständlich auch den Autofahrenden zu sorgen. Zugeparkte Rad- und Gehwege sind außerordentlich gefährlich, da sie die Menschen auf die Straße zwingen. Daher sollte der ruhende Kfz-Verkehr wieder kontrolliert werden.

„Bad Neuenahr-Ahrweiler ist nach der verheerenden Flutkatastrophe ein unbeschriebenes Blatt. Wir haben die einmalige Chance, sie zur fahrrad- und fußgängerfreundlichen Kommune zu entwickeln – damit Eltern ihre Kinder guten Gewissens mit dem Fahrrad zur Schule fahren lassen können. Sicher, attraktiv, barriere- und stolperfrei für Bewohnende und Gäste unserer Stadt, das sind die Attribute einer guten innerstädtischen Mobilität“, so die GRÜNEN der Kreisstadt. Stadträtin Sarah Rößel: „Das Fahrrad sollte keine Ausnahme sein, sondern ein selbstverständliches Beförderungsmittel. Heutzutage, müssen wir Allen die Möglichkeit auf nachhaltige und ökologische Transportmöglichkeiten bieten.“

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Projekte gegen Kindes-Missbrauch an der städtischen Katholischen Grundschule Mechernich

Mechernich – „Nein!“ ist ein Wort, das im Gebrauch für viele Kinder sehr komplex erscheint. Besonders, wenn es um körperliche Nähe und Zuneigung geht. Nicht so ergeht es hoffentlich den fast 190 Kindern der Katholischen Grundschule Mechernich, deren Schulalltag in den Monaten von März bis Mai von einem zweiteiligen Präventivprogramm zum Thema Kindesmissbrauch durchzogen war.

Es handelte sich um ein vierstufiges Konzept in zwei Blöcken: „Little Lion” und „Mein Körper gehört mir“. Das bereits seit längerem im Schulprogramm praktizierte „Little Lion“-Projekt wurde in Zusammenarbeit mit „Dunkelziffer e.V.“ vorgeführt und durch eine Spende von „Menschen gegen Kindesmissbrauch e.V.“ finanziert.

Ziel ist es, viele Fälle von Kindesmissbrauch zu verhindern und Schülern eine Perspektive zu geben, kritische Situationen einzuschätzen und sich im Notfall gezielt Hilfe zu holen. Das Projekt „Mein Körper gehört mir”, das von zwei Theaterpädagogen der „theaterpädagogischen Werkstatt” Osnabrück geleitet wurde, diente vor allem dazu, den Kindern spielerisch die Ernsthaftigkeit bestimmter, grenzüberschreitender Situationen vor Augen zu f+hren.

„Es hilft Kindern »Nein« zu sagen”, heißt es in einer Pressemitteilung der Katholischen Grundschule Mechernich. Und: „Da Kinder heutzutage mit enormer körperlicher Nähe und liebevoller Zuneigung aufwachsen, was durchaus positiv ist, fällt es ihnen schwer, zu unterscheiden, ob die ihnen entgegengebrachte Nähe nun liebevoll oder bereits grenzüberschreitend ist.“

Übergriffe aus Verwandtenkreis

Wie die beiden Theaterpädagogen in Mechernich zeigten, verstummen viele Kinder, sobald sich ihre „Ja-Nein Gefühle“ vermischen. Also versuchen sie, das Selbstvertrauen der Mädchen und Jungen dahingehend zu stärken, dass sie sich deutlich mitteilen, wenn sie sich in einer Situation unwohl fühlen oder die körperliche Nähe einer nahestehenden Person als unangenehm und zu intim empfinden. Denn häufig kommen Übergriffe aus dem Verwandten- und Bekanntenkreis.

Nach zwanzigjähriger Berufserfahrung gelang es der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück, 190 Mechernicher Schüler/innen zu sensibilisieren und sie zu ermutigen, ihren „Ja-Nein Gefühlen uneingeschränkt zu vertrauen“, schreibt Schulleiter Ulrich Lindner-Moog dem Mechernicher „Bürgerbrief“.

Die Veranstaltung wurde im Vorhinein auch den Eltern der Kinder in Form einer Online-Veranstaltung vorgeführt, um ihnen den Inhalt des Programms näherzubringen und ihnen das Präventivprogramm genauer zu erläutern. Das sollte Mütter und Väter in die Lage versetzen, auf mögliche Fragen ihrer Kinder zu reagieren und diese besser einordnen zu können.

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Monika Sauer will Verband effizienter aufstellen

Ochtendung/Region/Koblenz – Mitgliederversammlung bestätigt Koblenzerin einstimmig als Präsidentin des Sportbundes Rheinland.  Monika Sauer wird dem Sportbund Rheinland mit seinen 590.000 Mitgliedern in 3000 Vereinen auch in den kommenden vier Jahren als Präsidentin vorstehen. Die Mitgliederversammlung in Ochtendung bestätigte die Koblenzerin einstimmig (bei drei Enthaltungen) in ihrem Amt. Auch fünf weitere bisherige Präsidiumsmitglieder erhielten das einstimmige Votum der Delegierten.  Mit diesem Vertrauensbeweis im Rücken kündigte Sauer umfassende Veränderungen in der Verbandsstruktur an. Den Anfang dazu machte bereits die Mittgliederversammlung. Denn fünf Präsidiumsmitglieder fungieren künftig als Vizepräsidenten, ohne ein bestimmtes Ressort zu verantworten. In einem weiteren Schritt sollen dem Hauptamt mehr Befugnisse übertragen werden. Dem Präsidium käme dann die Rolle eines Kontrollgremiums zu.

Die Schaffung eines ressortlosen Präsidiums wurde von der Mitgliederversammlung einstimmig gebilligt. Zuvor hatte die SBR-Präsidentin eindringlich für die erforderliche Satzungsänderung geworben. Besonders die letzten beiden Jahre hätten gezeigt, dass schnelles Handeln und kurze Entscheidungswege notwendig seien, um Herausforderungen effektiv und effizient begegnen zu können.

Entsprechend stand die Mitgliederversammlung unter dem Eindruck der aktuellen Krisen, die besonders auch den Sport tangieren: die Corona-Pandemie, die Flutkatastrophe des vergangenen Jahres im Ahrtal und in der nördlichen Eifel sowie die Integration von Flüchtlingen aus der Ukraine. Sauer zeigte sich in ihrer Rede überzeugt, dass der organisierte Sport gestärkt aus dieser Zeit hervorgehen werde.

„Noch nie wurde uns die Bedeutung von Sport und Bewegung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, für die Gesunderhaltung von Jung Alt, für das Miteinander der Generationen, für das physische und psychische Wohlbefinden so vor Augen geführt. Das, was mit wissenschaftlichen Studien längst belegt und bekannt ist, haben wir inmitten all der Katastrophen am eigenen Leib erfahren“, sagte die Präsidentin.

Beim Schaffen einer neuen Sportlandschaft im Ahrtal forderte Sauer mehr Tempo: „Teilweise sind wir noch auf dem gleichen Stand wie wenige Wochen nach der Flut. Beschlüsse müssen getroffen und Anträge endlich auf den Weg gebracht werden. Die Vereine brauchen konkrete Perspektiven“, sagte Sauer. Der Sportbund Rheinland helfe den Vereinen, die sich in einem „Dschungel“ von Behörden und Anträgen zurechtfinden müssten. Mit dem Institut für Sportstättenentwicklung in Trier und der Hochschule Koblenz sei man dabei, in den kommunalen Gremien die Interessen der Vereine im Sinne einer modernen Sportstätteninfrastruktur zu vertreten.

Sauer begrüßte es, dass von der rheinland-pfälzischen Landesregierung zwei Millionen Euro für die landesweite Kampagne „Comeback der Bewegung“ zur Verfügung stehen und die Landesmittel für den Sport in den vergangenen beiden Jahren jeweils um fünf Prozent erhöht wurden. Dieses zusätzliche Geld sei dringend notwendig: „Durch Corona haben wir Mitglieder verloren. Übungsleiter und Übungsleiterinnen stehen den Vereinen nicht mehr zur Verfügung. Wir müssen alles daransetzen, diese Entwicklung umzukehren“, sagte Sauer.

Angesichts all dieser Herausforderungen, einhergehend mit ständig steigenden Kosten, erwartet Sauer, dass eine weitere zugesagte Erhöhung der Landesmittel für die Jahre 2023/24 auch umgesetzt wird. „Dabei geht es nicht um einmalige Projekte, sondern vor allem um die Stärkung der finanziellen Grundausstattung“, stellte die SBR-Präsidentin klar.

Der Staatssekretär des rheinland-pfälzischen Innenministeriums, Randolf Stich und der Präsident des Landessportbundes Rheinland-Pfalz, Wolfgang Bärnwick, attestierten in ihren Grußworten Sport und Politik eine gute Zusammenarbeit in den Krisenjahren. Dies habe sich besonders während der Corona-Pandemie gezeigt. Mit großem Sachverstand und Überzeugungskraft habe der Sport darauf hingewirkt, dass die Corona-Landesverordnungen im Sinne der Interessen der Sportvereine geändert wurden.

Dem Präsidium des Sportbundes Rheinland gehören an: Monika Sauer (Präsidentin), Wolfgang Scheib, Claudia Altwasser, Walter Desch, Fritz Langenhorst, Michael Maxheim (alle Vizepräsidenten), Mehran Faraji (Vorsitzender Sportjugend Rheinland) und Martin Weinitschke (Geschäftsführer).

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Dr. Ulrich Thole ist neuer Präsident des Landgerichts Aachen

Aachen/Düsseldorf – Dr. Ulrich Thole ist der neue Präsident des Landgerichts Aachen. Minister der Justiz Peter Biesenbach hat dem 62-jährigen Juristen am Freitag, 24. Juni 2022 in Düsseldorf die Ernennungsurkunde ausgehändigt. Präsident des Landgerichts Dr. Ulrich Thole ist Nachfolger von Christiane Fleischer, die seit Mai 2022 das Landgericht Düsseldorf leitet.

Herr Dr. Thole begann seine Laufbahn im richterlichen Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen im Jahr 1990. Er wurde im April 1993 zum Richter am Landgericht und im Januar 2002 zum Vorsitzenden Richter am Landgericht in Düsseldorf ernannt. Im August 2007 wechselte er als Richter am Oberlandesgericht an das Oberlandesgericht Düsseldorf. Neben seinen Aufgaben in der Rechtsprechung war er unter anderem mit der Leitung des Dezernats für richterliche Personalangelegenheiten in der Verwaltungsabteilung des Oberlandesgerichts betraut. Er wurde im Oktober 2010 zum Vizepräsidenten des Landgerichts Mönchengladbach ernannt und war nach dem Ende einer Abordnung an das Oberlandesgericht Düsseldorf ab April 2011 dort tätig. Seit Dezember 2014 war er Vizepräsident des Oberlandesgerichts Düsseldorf. Neben seinen Aufgaben in der Gerichtsverwaltung war er Vorsitzender eines Zivilsenats, der für Streitigkeiten aus Besitz, Eigentum und dinglichen Rechten an beweglichen Sachen sowie für Beschwerden gegen Richterablehnungen zuständig ist. Von 2014 bis 2018 war er stellvertretendes Mitglied des Verfassungsgerichtshofs für das Land Nordrhein-Westfalen.

Herr Dr. Thole ist verheiratet und Vater einer erwachsenen Tochter.