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Bilanz des ersten Halbjahres 2022 – 18 Millionäre und ein Rekordgewinn

Region/Münster – 18 Millionäre und ein neuer deutscher Rekordgewinn mit 110 Millionen Euro – Das sind die Highlights des ersten Halbjahres 2022 bei WestLotto. Die Rekordsumme von 110.213.537,30 Euro wurde am 20. Mai in Nordrhein-Westfalen durch einen Internettipp bei der Lotterie Eurojackpot gewonnen. Zum ersten Mal wurde die magische Schwelle von 100 Millionen Euro überschritten.

Dass dies möglich ist, hängt mit dem neuen Maximaljackpot bei Eurojackpot zusammen. Dieser wurde zum 10. Geburtstag der Lotterie im März 2022 von bisher 90 Millionen Euro auf mögliche 120 Millionen Euro angehoben.

Mit der Produktänderung wurde auch ein zweiter Ziehungstag eingeführt: Die Tipper haben nun zweimal pro Woche die Chance auf das große Millionenglück. Im finnischen Helsinki rollen jetzt nicht nur freitags, sondern auch dienstags die Glückszahlen durch die Ziehungsgeräte „Venus“ und „Opale“.

Drei Millionäre pro Monat

Insgesamt konnte WestLotto stolze 18 Tipper mit WestLotto-Produkten wie LOTTO 6aus49, Eurojackpot, der GlücksSpirale und der Zusatzlotterie Spiel 77 zu Millionären machen.

Rheinland deutlich vor den Westfalen 

In den letzten Jahren lieferten sich das Rheinland und Westfalen häufig ein „Kopf-an-Kopf-Rennen“ um die Führungsposition in der Gewinnerbilanz von WestLotto. Das erste Halbjahr spricht diesmal aber eine klare Sprache zu Gunsten der Rheinländer. Während sich 57 Spielteilnehmer in Westfalen bisher über Hochgewinne im mindestens sechsstelligen Bereich freuen konnten, waren im Rheinland bereits 75 Tipper erfolgreich. Hinzu kommen noch weitere 16 Glückspilze, die über gewerbliche Spielevermittler abräumen konnten.

Ergebnisse auf Kreisebene

Beim Vergleich der Kreise und kreisfreien Städte liegt Krefeld mit bisher neun Hochgewinnern in Führung. Die Position zwei hat Köln mit sieben Hochgewinnen inne. Mit auf das Siegertreppchen geschafft haben es mit jeweils sechs Treffern ab einer Gewinnsumme von 100.000 Euro oder mehr der Raum Bonn, der Kreis Recklinghausen und der Rhein-Erft-Kreis.

Millionenfache Gewinnauszahlungen

Über alle Spielaufträge hinweg wurden im laufenden Jahr rund 24,2-millionen Mal ein- bis neunstellige Gewinne ausgezahlt (ohne Rubbellose und ODDSET). Dahinter steht eine Gesamtgewinnsumme in Höhe von rund 411,7 Millionen Euro. Jeder fünfte Gewinn der staatlichen Lotteriegesellschaften ging damit nach Nordrhein-Westfalen.

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Gastro-Enterologen der Region tauschen sich aus

Region/Koblenz – Erfolgsgeschichte – Chefarzt des Kemperhofs lädt Fachärzte zum 1. Koblenzer Gastrotag ein. Gemeinsam mit namhaften Referenten aus vier Universitätskliniken und der Region gestaltete Prof. Dr. med. Kilian Weigand, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Gastroenterologie, Gastroenterologische Tumortherapie und Diabetologie am Kemperhof, die Fortbildung „1. Koblenzer Gastrotag“. Die Veranstaltung, die pünktlich zu seinem einjährigen Jubiläum als Chefarzt am GK-Mittelrhein stattfand, deckte die Kernbereiche der Klinik ab.

So eröffnete den ersten Teil, in dem es um neue und spezielle endoskopische Techniken ging, Prof. Dr. med. Peter Sauer, Leiter des interdisziplinären Endoskopiezentrums des Universitäts-klinikums Heidelberg. Er berichtete über aktuelle und zukünftige Herausforderungen der endoskopischen Gallenwegsdarstellung (ERCP). Privatdozent Dr. med. Arne Kandulski, Geschäftsführender Oberarzt und Leiter der Endoskopie am Universitätsklinikum Regensburg, referierte über die Cholangioskopie. „Dies ist ein relativ neues Verfahren der direkten endoskopischen Spiegelung der Gallenwege. Er stellte unter anderem einige Studien zur Beurteilungsqualität und den technischen Möglichkeiten dieser Methode, die er zusammen mit mir in Regensburg in den vergangenen Jahren durchgeführt hat, dar“, erläuterte Weigand, der im letzten Vortrag des ersten Teils über die diagnostischen Möglichkeiten der Endoskopie bei verschiedenen Raumforderungen der Bauchspeicheldrüse referierte.

Der zweite Teil konzentrierte sich dann auf die gastrointestinale Onkologie. Dr. med. Aksana Höblinger, Oberärztin im Kemperhof, berichtete über die therapeutischen Möglichkeiten des
fortgeschrittenen Karzinoms des Magens und des gastroösophagealen Übergangs. Dabei ging sie insbesondere auf die neuen Immuntherapien dieser Tumore ein, welche alle auch am Kemperhof angeboten werden. Der nächste Vortrag wurde von Prof. Dr. med. Bernd Markus, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Kemperhof, gehalten. Er berichtete über die chirurgischen Herausforderungen und Neuerungen bei Darmkrebs und betonte dabei die Wichtigkeit der Therapie solcher Patienten an einem zertifizierten Darmkrebszentrum, wie es der Kemperhof seit langem ist. Den Abschluss des zweiten Teils bildete ein Vortrag über die neuen Leitlinien zum Krebs der Bauchspeicheldrüse und der Gallenwege. Privatdozent Dr. med. Friedrich Förster aus dem Universitätsklinikum Mainz meisterte die Aufgabe, die Neuerungen zweiter Behandlungsleitlinien präzise darzustellen, und ging dabei ebenfalls auf die neuen Immuntherapien ein.

Der dritte und abschließende Teil beschäftigte sich dann mit anderen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und der Leber. So stellt die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NASH) eine zunehmende Volkskrankheit dar, die derzeit noch nicht medikamentös behandelt werden kann, aber für bereits einen großen Teil der Leberzirrhosen und des Leberkrebses in Deutschland verantwortlich ist – mit zunehmender Anzahl. Dr. med. Florian Reiter, Oberarzt am Universitätsklinikum Würzburg, berichtete über den aktuellen Stand der Forschung in diesem Bereich. „Seltene Lebererkrankungen werden oft zu spät erkannt“, betonte Weigand und fasste daher diese seltenen Lebererkrankungen noch einmal zusammen und gab Tipps, welche Labor-Parameter und Untersuchungen helfen können, diese Erkrankungen zu erkennen und wann man daran denken sollte.

Dann berichtete Shuaib Al-Dailami, Oberarzt am Kemperhof, wann bei Reflux und Schluckbeschwerden eine weiterführende apparative Diagnostik sinnvoll ist. Dies demonstrierte er unter anderem an einigen Fällen aus dem Kemperhof. Zum Abschluss fasste Dr. med. Jens Dommermuth, niedergelassener Gastroenterologe in Koblenz, die therapeutischen Möglichkeiten von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen zusammen. In seiner versierten Übersicht über die aktuellen vielzähligen Therapien, ging er insbesondere auf die Vor- und Nachteile der einzelnen Therapien und die Wichtigkeit einer individuellen Therapieentscheidung ein.

Die Fortbildungsveranstaltung im Konferenzzentrum zeichnete sich durch lebhafte Diskussionen nach den einzelnen Vorträgen aus, was stets ein guter Parameter für eine gelungene Veranstaltung ist. „Ich finde es klasse, dass es einen solchen fachlichen Austausch im Sinne der Patienten hier in Koblenz gibt. So kommen niedergelassene Fachärzte und Kliniker ins Gespräch“, betonte Dr. med. Jens Dommermuth. Und auch Prof. Weigand zeigte sich in seinen Schlussworten sehr zufrieden über die Veranstaltung, bedankte sich herzlich bei allen Referenten, Sponsoren und Teilnehmern und freute sich auf eine Neuauflage 2023.

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Hoher Krankenstand in der Pflege 2021 und ein Rezept dagegen

Region/Eisenberg – Zuletzt stieg nicht nur das Alter der zu Pflegenden jährlich an, auch das Pflegepersonal wird immer älter. Dementsprechend ist die Nachfrage nach gesunden Fachkräften in der Pflege in letzter Zeit enorm gestiegen. Jedoch sind lange Ausfallzeiten in der Pflegebranche, verursacht durch hohe körperliche und seelische Belastungen, verbunden mit einem hohen Durchschnittsalter, Kennzeichen der Branche.

„Als Gesundheitskasse ist uns wichtig, dass es den Beschäftigten auch in der Pflege gesundheitlich gut geht. Wir sehen daher die Entwicklung des Krankenstandes mit Sorge, denn er betrug bei den AOK-versicherten Beschäftigten in der Pflege im Jahr 2021 6,4 Prozent. Das sind 1,3 Prozentpunkte mehr als bei allen AOK-Versicherten Beschäftigten in Rheinland-Pfalz und dem Saarland“, sagt Dr. Martina Niemeyer, Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse.

52,6 Prozent der AOK-versicherten Beschäftigten in der Pflege waren mindestens einmal im Jahr 2021 krankgeschrieben. Das sind 8,5 Prozentpunkte mehr als bei allen AOK-Versicherten Beschäftigten in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Die Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund von den Krankheiten des Muskel-Skelett Systems sind stark angestiegen, gefolgt von psychischen Erkrankungen, die ebenfalls gestiegen sind. Beide Diagnosen verursachen 38,6 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage. Eine Ursache für die Fehltage durch Muskel-Skelett-Erkrankungen sind die medizinisch pflegerischen Aufgaben der Beschäftigten in der Pflegebranche.

So ist es elementar, dass die gesundheitsförderlichen Aufgaben des Arbeitsgebers beim Pflegepersonal großgeschrieben werden. Über präventive Maßnahmen müssen die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit erhalten und gefördert werden. Zentraler Ansatz ist dazu das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM), denn hier werde die Arbeitssituation analysiert und durch nachhaltige Maßnahmen gezielt verbessert. Nicht zuletzt gewinnen durch gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen alle: das Pflegepersonal, die Einrichtung und auch die zu Pflegenden.

Die AOK kümmert sich gemeinsam mit den Arbeitgebern in der ambulanten und stationären Pflege sowie den Krankenhäusern um die Gesundheit der Pflegefachkräfte. Insgesamt gibt es in 2020 / 2021 in Rheinland-Pfalz und dem Saarland rund 350 Projekte, durch die weit über 50.000 Branchenbeschäftigte erreicht und gefördert werden; und dies trotz großer Belastung durch Corona. „Allen Einrichtungen gebührt Dank für ihr Engagement in Sachen Gesundheit, Vorsorge und Fürsorge der Belegschaft. Es ist essenziell, dass wir auch in Krisenzeiten nicht nachlassen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter effektiv zu stärken“, so Niemeyer weiter.

Zu den umgesetzten Maßnahmen gehören unter anderem: Ganzheitliches BGM; Gesundheitstage; Führungskräfteschulungen; Gesundheitsaktionen wie Lebe Balance, Faszientraining, PilatesWorkout, Yoga, After Work Küche, Rückengesundheit in der Pflege, Ergonomie, ergonomische Arbeitsplatzanalyse, Ausgleichgymnastik am Arbeitsplatz, Raucherentwöhnungskurse, Hebe-Trage-Training, (Pflegepersonal/Hauswirtschaftspersonal), Sensibilisieren gesundheitsbewusster Lebensstil durch Screenings, Gesundheitsinfo und Schnupperangebote, Allergiemobil und Resilienz-Seminare. Auch unterstützt die AOK die Einrichtungen per Auswertungen der Arbeitsunfähigkeitsdaten.

Hintergrund:

Die neue AOK-Auswertung umfasst die krankheitsbedingten Fehlzeiten für die Branche „Pflege“ der AOK-versicherten Beschäftigten in den Bundesländern Rheinland-Pfalz / Saarland für folgende Bereiche: Krankenhäuser, Pflegeheime, soziale Betreuung älterer Menschen und Behinderter, Altenheime, Alten- und Behindertenwohnheime.

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Jünkerath hat wieder eine Postfiliale

Jünkerath/Gerolstein – Der Getränkemarkt „Getränke Paradies“ in der Kölner Straße 26-30 steht ab sofort als Partnerfiliale für Postdienstleistungen zentrumsnah zur Verfügung. Nach der Schließung der bisherigen Postfiliale in der Kölner Straße 12 gibt es seit 1. Juli 2022 in Jünkerath wieder eine Anlaufstelle, um Briefmarken zu kaufen sowie Briefe und Pakete aufzugeben.

Der Getränkemarkt „Getränke Paradies“ in der Kölner Straße 26-30, wenige hundert Meter von der alten Filiale entfernt, steht ab sofort als Partnerfiliale zentrumsnah zur Verfügung. Die neue Filiale hat montags bis freitags von 9:00 bis 12.30 Uhr und von 13:30 bis 18:00 Uhr geöffnet sowie samstags von 08:30 bis 13.00 Uhr.

„Kunden können auf diese Weise ihre Postgeschäfte gemeinsam mit ihren sonstigen Besorgungen des täglichen Bedarfs erledigen“, sieht Wirtschaftsförderer Stefan Mertes einen Pluspunkt in der neuen Lösung. „Damit wird eine infrastrukturelle Lücke in der Versorgung mit Dingen und Dienstleistungen des täglichen Lebens in Jünkerath wieder geschlossen“, ist auch Bürgermeister Hans Peter Böffgen überzeugt.

Die Betreiber vom „Getränke Paradies“ freuen sich auf die neue Aufgabe und viele zufriedene Kunden aus Jünkerath und Umgebung.

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„Blaue Lagune“ ist weder Freibad noch Abenteuer-Spielplatz

Euskirchen – Für das unter Naturschutz stehende ehemalige Steinbruchgelände gilt: Betreten verboten! – Untere Naturschutzbehörde wird Kontrollen durchführen. Der Steinbruch „Schommer“ – ein ehemaliges Kalk-Steinbruchgelände nahe der B51 zwischen Schmidtheim und Dahlem gelegen – ist so manchem als „Blaue Lagune“ bekannt. Ein spannendes Gelände. Geprägt ist das ehemalige Steinbruchgelände durch Felswände, steile Hangbereiche sowie einen See – ein Naturparadies. Der gesamte Bereich steht unter Naturschutz, aber selbst Absperrungen halten „Besucher“ nicht davon ab, hier ein Feuer zu machen oder mit dem Mountainbike zu fahren. Die Untere Naturschutzbehörde (UNB) wird jetzt Kontrollen durchführen.

Das Wasser des Sees ist nährstoffarm, so dass sich hier sogenannte Armleuchteralgen etablieren konnten. Eine Besonderheit des Gewässers ist, dass es im Sommer oftmals vollkommen austrocknet.  Der offen gelassene Steinbruch wurde nicht rekultiviert, so dass sich hier magere und zum Teil auch Rohbodenstandorte entwickeln konnten, auf denen sich sowohl spezielle Pflanzen- wie auch Tierarten wohlfühlen. So kommen hier zahlreiche Falterarten und andere Insekten wie z.B. die blauflügelige Ödlandschrecke vor. Auch die streng geschützte Geburtshelferkröte – im Volksmund aufgrund ihres markanten Paarungsrufes auch Glockenfrosch genannt – kommt hier noch vor. Neben der Geburtshelferkröte nutzen aber auch andere Amphibienarten das Gewässer, um ihren Laich abzulegen. Auch der Uhu soll hier nach Informationen der UNB schon gebrütet haben.

Aufgrund der Artenvielfalt und der selten gewordenen Lebensräume wurde das Gebiet „Ehemalige Steinbrüche am Sönsberg, Lanzenberg und Kaucherbachtal“ unter Naturschutz gestellt. „Leider schätzen aber nicht nur Naturschützer das Gelände“, sagt Rebekka Vogel von der UNB des Kreises Euskirchen. „Auch Erholungssuchende nutzen das Gebiet illegalerweise zum Mountainbiking, für Motocross oder aber zum Grillen sowie als Badegewässer. Das schadet der Natur. Denn das Gebiet wurde unter Schutz gestellt, um Störungen durch den Menschen zu vermeiden.“

So gelte wie in allen Naturschutzgebieten ein Betretungsverbot abseits der Wege. Da im Bereich des Steinbruchs keine offiziellen Wege vorhanden seien, gelte hier generell ein Betretungsverbot.

Um die ungebetenen Gäste aus dem Gebiet fernzuhalten, wurde das Gebiet eingezäunt sowie entsprechende Schilder aufgestellt, die auf den Schutzstatus sowie das Betretungsverbot hinweisen. Dies dient gleichzeitig auch der Verkehrssicherheit, denn die steilen Felswände und Uferböschungen stellen auch eine Gefahr dar. Da diese Maßnahmen bisher nur wenig Wirkung gezeigt haben, werden nun seitens der UNB Kontrollen durchgeführt werden und Aufklärungsarbeit geleistet.

Ein weiteres Ärgernis für die Naturschützer ist der hier häufig „vergessene“ Müll, der einfach in der Landschaft liegenbleibt.  Außerdem gefährden die Menschen unbewusst den Feuersalamander, der auch dort vorkommt. Die Sporen des Salamanderfresserpilzes werden durch feuchtes Bodenmaterial, das beispielsweise unter den Schuhen haften bleibt, unbemerkt weiterverbreitet und gefährden die Amphibien.

„Deshalb bitten wir eindringlich darum:  Halten Sie sich im Interesse dieses Naturschatzes an das Betretungsverbot. Helfen Sie mit, ein spannendes Naturschutzgebiet mit seinen seltenen und gefährdeten Arten zu erhalten“, so Rebekka Vogel.

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Birgit Falk als Leiterin der Abteilung Landwirtschaft, Weinbau und Wirtschaftsrecht in den Ruhestand verabschiedet

Region/Trier – Die Leiterin der Abteilung Landwirtschaft, Weinbau und Wirtschaftsrecht bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), Birgit Falk, wurde im Rahmen einer Feierstunde von Staatssekretär Andy Becht und dem Präsidenten der ADD, Thomas Linnertz, in den Ruhestand verabschiedet. Birgit Falk war seit 1986 im Dienst der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, vormals Bezirksregierung Trier, tätig und leitete die Abteilung seit 2003.

Birgit Falk studierte Rechtswissenschaften an der Universität Trier und legte 1983 ihre zweite juristische Staatsprüfung ab. Sie begann als Mitarbeiterin beim damaligen Bundestagsabgeordneten Heinz Schwarz, wechselte dann als Angestellte im höheren

Dienst zum Bundesamt für Verfassungsschutz, im Anschluss zu den Kreisverwaltungen Bitburg-Prüm und Trier-Saarburg und schließlich im Jahr 1986 zur damaligen Bezirksregierung Trier. Hier war Frau Falk im Referat Umweltrecht und als Geheimschutzbeauftragte tätig bis sie die Leitung des Referates Kommunal- und Sparkassenaufsicht übernahm. Dann wechselte sie in die Abteilung 4 und war als Leiterin des Referates Landwirtschaft und Weinbau tätig bis sie im Jahr 2003 die Leitung der Abteilung 4, Landwirtschaft, Weinbau und Wirtschaftsrecht, übernahm.

Frau Falk ist verheiratet und hat einen Sohn.

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Grundsteuer-Reform – Erklärungs-Abgabe ab Juli 2022 online möglich

Region/Mainz – Die Finanzverwaltung nimmt seit Juli 2022 die Erklärungen zur Feststellung des Grundsteuerwerts entgegen. Die Abgabe der Erklärung soll elektronisch über das „MeinELSTER“-Portal erfolgen. Im Rahmen der Neubewertung müssen alle Eigentümerinnen und Eigentümer für ihren Grundbesitz eine Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts abgeben.

„Mit Beginn der Annahme der Feststellungserklärungen wird im Umsetzungsprozess der Grundsteuerreform ein weiterer wichtiger Schritt getan. Dabei unterstützen wir die Eigentümerinnen und Eigentümer im Regelfall durch die Zusendung eines Datenstammblatts, das bereits sogenannte erklärungsrelevante Geobasisdaten enthält. Zudem stellt die Finanzverwaltung eine Broschüre bereit, die wichtige Fragen im Rahmen des Feststellungsverfahrens beantwortet“, so Finanzministerin Doris Ahnen.

In einer sogenannten Hauptfeststellung auf den 1. Januar 2022 sind neue Grundsteuerwerte von den Finanzämtern zu ermitteln, die der Grundsteuer ab 2025 zugrunde gelegt werden. In Rheinland-Pfalz sind hiervon ca. 2,5 Millionen wirtschaftliche Einheiten, wie etwa Grundstücke oder Betriebe der Land- und Forstwirtschaft, betroffen.

Nachdem das Bundesministerium der Finanzen am 30. März 2022 durch öffentliche Bekanntmachung die Aufforderung zur Abgabe der Feststellungserklärung auf den Weg gebracht hatte, versendet die Finanzverwaltung Rheinland-Pfalz als freiwillige Serviceleistung derzeit millionenfach Informationsschreiben einschließlich des vorgenannten Datenstammblatts (Ausfüllhilfe). Das Datenstammblatt selbst ersetzt die Feststellungserklärung nicht. Die Abgabefrist der Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts auf den 1. Januar 2022 endet am 31. Oktober 2022.

Die Feststellungserklärungen können z. B. über das Steuerportal „MeinELSTER” (www.elster.de) eingereicht werden. Auf diesem Portal sind die Formulare zur Grundsteuer unter der Rubrik „Formulare & Leistungen“ verfügbar.

Für die Abgabe der Erklärung über „MeinELSTER“ ist eine vorherige Registrierung im ELSTER-Portal unter www.elster.de Voraussetzung. Wer ELSTER bisher noch nicht genutzt hat (z. B. für die Erstellung und Abgabe der Einkommensteuererklärung), sollte sich kostenlos registrieren. Mit dem Benutzerkonto können auch Erklärungen für Angehörige übermittelt werden.

Steuerbürgerinnen und Steuerbürger, die nicht über die entsprechenden technischen Möglichkeiten und die persönlichen Kenntnisse für eine elektronische Datenübermittlung verfügen, sollten sich an ihre zuständigen Finanzämter wenden. Eine Abgabe der Feststellungserklärung kann danach in Einzelfällen auch in Papierform erfolgen.

Die wichtigsten Termine sowie Erklärungs- und Anzeigepflichten finden sich in der neuen Broschüre „Steuertipp – Grundsteuerreform“ des Ministeriums der Finanzen. Diese kann seit Mai in den Finanzämtern vor Ort abgeholt werden und steht auf der Homepage des Ministeriums zum Download bereit: https://s.rlp.de/pLEaP

Weitergehende Informationen zum Umsetzungsprozess der Grundsteuerreform (z. B. zur Erklärungsübermittlung durch nahe Angehörige oder Klickanleitungen für die Registrierung bei „MeinELSTER“) sind auf der Internetseite des Landesamts für Steuern unter www.fin-rlp.de/grundsteuer abrufbar.

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Nachruf – Mit Jacques Berndorf verlieren wir einen Pionier des Regional-Krimis

Region/Mainz – „Jacques Berndorf hat die Literaturszene in Rheinland-Pfalz und insbesondere in der Eifel nachhaltig geprägt. Wir werden ihn schmerzlich vermissen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer zum Tod des Krimiautors und Journalisten. Berndorf ist am vergangenen Sonntag im Alter von 85 Jahren verstorben.

„Jacques Berndorf war ein Pionier des Regional-Krimis. Durch ihn wurde die Eifel zu Deutschlands einflussreichster Krimi-Region, unter anderem mit dem kulturellen Aushängeschild ‚Tatort Eifel‘“, so die Ministerpräsidentin weiter. „Gleichzeitig erzählen seine Romane nicht nur von Verbrechen, sondern nehmen Land und Leute aufmerksam in den Blick.“

Die Ministerpräsidentin drückte den Angehörigen des Autors ihr tief empfundenes Beileid aus.

Jacques Berndorf wurde 1936 als Michael Preute in Duisburg geboren und arbeitete viele Jahre als Journalist. Mitte der 1980er Jahre zog er in die Eifel, wo er seine Karriere als erfolgreicher Autor begründete. Seine „Eifel-Krimis“ lenkten große Aufmerksamkeit auf die rheinland-pfälzische Region und legten die Grundlage dafür, dass die Eifel heute ein Zentrum der Kriminalliteratur ist. 2007 wurde Jacques Berndorf mit dem Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.

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Digitalisierungs-Beauftragte Ines Leicht nimmt Arbeit in Kaisersesch auf

Kaisersesch – Um die fortschreitende Digitalisierung noch besser in der Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch umzusetzen, wurde zum 1. Juli 2022 Ines Leicht als Digitalisierungsbeauftrage eingestellt.

Bereits seit 2016 sind digitale Verwaltungsleistungen im Landkreis Cochem-Zell Ebenen übergreifend über das Bürgerportal Cochem-Zell (www.coc.de) nutzbar. Die Verbandsgemeinden Kaisersesch, Cochem, Ulmen und Zell sowie der Landkreis bieten rund 160 Online-Dienstleistungen für die Bürger*innen an.

Der stetige Ausbau der Online-Dienstleistungen in der Verbandsgemeinde Kaisersesch, die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) sowie der damit verbundene Veränderungsprozess und die Optimierung der Verwaltungsabläufe ist das zukünftige Arbeitsfeld von Ines Leicht.

Ines Leicht hat am 1. Juli 2019 ein duales Studium bei der Kreisverwaltung Cochem-Zell begonnen. Während ihrer praktischen Tätigkeit in der Kreisverwaltung absolvierte sie 2021 ein zweimonatiges Gastpraktikum bei der Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch. Am 30. Juni 2022 schloss sie das Studium mit dem Bachelor of Arts – Verwaltung an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Mayen erfolgreich ab.

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„Es gibt kein schöneres Turnier in der Eifel“

Nettersheim – 23. NTC – VR-Bank Nordeifel Open in Nettersheim – Turnier mit 56 Tennis-Cracks – Ergebnisse werden für deutsche Rangliste gewertet. Ritterschlag für Turnierleiter Ernst Widdau. Das große Lob eines fach- und sachkundigen Turnierteilnehmers aus Bad Dürkheim glich einem Ritterschlag für den Nettersheimer Tennisclub (NTC) und dessen Turnierleiter Ernst Widdau: „Eine tolle Organisation, viele Zuschauer, eine gepflegte Anlage und eine familiäre Atmosphäre“, bescheinigte der Tennis spielende, bekannte Sportreporter Uwe Semrau aus Rheinland Pfalz dem Nettersheimer Verein, der zum 23. Mal in Folge das Leistungsklassen-Turnier „NTC – VR-Bank Nordeifel Open“ veranstaltete. „Im nächsten Jahr bringe ich auch meine Söhne mit“, versprach Semrau.

Vor dem Banner der VR-Bank Nordeifel, dem Hauptsponsor des bekannten Turniers, stellten sich die Sieger der Finalrunden am Abend mit den Organisatoren zum Gruppenfoto auf. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Als Hauptsponsor unterstützt die VR Bank Nordeifel das im ganzen Lande bekannte und beliebte Turnier des Nettersheimer Vereins. „Wir als regionalansässige Bank sind froh, dieses Turnier als Hauptsponsor unterstützen zu können“, sagte Marco Bresgen, der Firmenkunden-Berater in der Marmagener Bank-Filiale, am Sonntagabend bei der Siegerehrung.

Das Turnier war hochkarätig besetzt. Uwe Zirden (links) aus Remscheid, auf Platz 14 der deutschen Rangliste, gewann den Wettbewerb der Herren 55. Von VR-Bankberater Marco Bresgen (rechts) und Turnierleiter Ernst Widdau nimmt er die Siegprämie entgegen. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Spitzenspieler der deutschen Rangliste

Letztes Jahr habe er noch selbst als Spieler am Turnier teilgenommen. Bresgen: „Es gibt kein schöneres Turnier in der Eifel“. Bei der Übergabe der Geldprämien von insgesamt 1.800 Euro an die siegreichen Spieler der einzelnen Klassen gab es auch diesmal viele zufriedene Gesichter und viel Applaus der Zuschauer.

Auch Turnierleiter Ernst Widdau war nach Ende der Finalspiele am Sonntagabend rundum zufrieden: Unter den 56 Teilnehmern, die eine Woche lang auf den fünf Plätzen der Tennisanlage am Höhenweg in Nettersheim die Vorrundenspiele bestritten hatten, waren Spitzenspieler vertreten, die auf vorderen Plätzen der deutschen Rangliste zu finden sind – wie zum Beispiel Udo Zirden aus Remscheid, der derzeit Platz 14 der deutschen Rangliste belegt.

Bei sommerlichem Wetter wurden am Sonntagnachmittag die sechs Finalspiele auf drei Plätzen ausgetragen. Auf der Tennisanlage hatten sich zahlreiche Zuschauer eingefunden, die gekonnte Spielzüge der Finalisten mit Beifall bedachten. Die ganze Woche über, so Ernst Widdau, sei die Besucherresonanz recht groß gewesen.

Turnier mit bundesweiter Beliebtheit

„Gerade das große Zuschauer-Interesse kommt bei den Turnierteilnehmern besonders gut an“, so der Turnierleiter, der sich bei der Veranstaltung auf seine Turnierausschussmitglieder Oliver Esser und Siegfried Hein verlassen kann. Bei ihnen, sowie auch bei Daniela Widdau, der guten Seele des Vereins, und bei anderen Helfern hinter den Kulissen bedankten sich Ernst Widdau und Schatzmeister Andreas Heidbüchel mit Präsenten, ehe eine große Tombola am Abend den offiziellen Teil des Turniers beendete.

Der 1976 gegründete TC Nettersheim veranstaltet die NTC Open seit 23 Jahren unter der Federführung von Ernst Widdau. Man habe das Turnier damals ins Leben gerufen, um den Verein etwas bekannter zu machen. Dass dies den Nettersheimer Ballartisten bravourös gelungen ist, zeigt die große bundesweite Beliebtheit, die das Turnier inzwischen erreicht hat.

Beim Tennisverband Mittelrhein genießt der TC Nettersheim den Ruf der Verlässlichkeit. Als Corona vielen Vereinen bei der Planung von Veranstaltungen einen Strich durch die Rechnung machte, erlaubte der Verband dem Verein in beiden Jahren der Pandemie die Durchführung der NTC Open, weil der Verein ein professionelles und überzeugendes Hygienekonzept vorgelegt hatte.

Das Traditionsturnier „NTC – VR-Bank Nordeifel Open“ findet mit Genehmigung des Deutschen Tennis Bundes sowie des Tennisverbandes Mittelrhein statt. Die Ergebnisse werden für die deutsche Rangliste und das Leistungsklassen-System gewertet.