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Mayen in der Eifel – Ein international etablierter Tagungsort

Mayen – Stadtchef erhält 45. Band der neu erschienenen Publikation. In den letzten Tagen überreichten Dr. Holger Schaaff, Leiter des Kompetenzbereiches Vulkanologie, Archäologie und Technikgeschichte des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM), Leibniz Forschungsinstitut für Archäologie, und sein Kollege Dr. Lutz Grunwald, Oberbürgermeister Dirk Meid den 45. Band der Reihe RGZM – Tagungen.

Dieses 422 Seiten geballtes Wissen umfassende Werk mit dem Titel „Zwischen Machtzentren und Produktionsorten – Wirtschaftsaspekte von der römischen Epoche bis in das Hochmittelalter am Rhein und in seinen Nachbarregionen“ war der Dank der Archäologen an den Mayener Stadtvorstand für die nun schon langjährige Unterstützung von wissenschaftlichen Tagungen in diesem Mittelzentrum.

Denn die nun erschiene Publikation führt die Inhalte von Vorträgen zweier Veranstaltungen zusammen: Einer am 12. und 13. November 2018 in Ingelheim am Rhein abgehaltenen Forscherzusammenkunft und einer entsprechenden, am 28. und 29. November 2019 im Sitzungssaal des Mayener Rathauses durchgeführten, international besetzten und interdisziplinär ausgerichteten Tagung. Beide Kolloquien wurden von der Forschungsstelle Kaiserpfalz in Ingelheim am Rhein und dem Kompetenzbereich Vulkanologie, Archäologie und Technikgeschichte des RGZMs in Mayen organsiert. Der vorliegende, von beiden Institutionen herausgegebene Tagungsband zeigt, wie ergiebig eine solche Kooperation sein kann. Ohne die Unterstützung durch die Kommunen wäre dieses aber nicht möglich gewesen.

Hier kommt den Organisatoren zu Gute, dass sich Mayen mittlerweile als international anerkannter Tagungsort auch größerer Veranstaltungen etabliert hat. Vom Kompetenzbereich Vulkanologie, Archäologie und Technikgeschichte sowie vom Labor für Experimentelle Archäologie des RGZM ausgehend konnten hier im Jahr 2011 eine Tagung zur römischen Landnutzung in der Eifel, im Jahr 2013 das 46. Internationale Symposium Keramikforschung mit dem Titel „Den Töpfern auf der Spur. Orte der Keramikherstellung im Licht der neuesten Forschung“, im Jahr 2014 die 12. Tagung der Europäischen Vereinigung zur Förderung der experimentellen Archäologie und im Jahr 2019 zu den Themen Siedlungsentwicklung, Wirtschaftsgeschichte sowie Handelskontakte in römischer und mittelalterlicher Zeit ein weiteres Treffen durchgeführt werden. Bis zum Einsetzten der Corona-Pandemie gehörten zudem jährlich mehrere kleinere Kolloquien zum Wirken der genannten Mayener Institutionen.

Corona bereitete diesen besonders von den europäischen Fachleuten gerne angenommenen Möglichkeiten eines Wissensaustauschs ein jähes Ende. Das Römisch-Germanische Zentralmuseum strebt aber eine Wiederbelebung der für Mayen etablierten Tagungskultur mit zukünftigen Veranstaltungen an.

Zur Publikation:

Gierszewska-Noszczyńska, Matylda und Grunwald, Lutz (Hrsg.): Zwischen Machtzentren und Produktionsorten: Wirtschaftsaspekte von der römischen Epoche bis in das Hochmittelalter am Rhein und in seinen Nachbarregionen, Mainz, 2022 (RGZM – Tagungen, Band 45). ISBN 978-3-88467-346-1  |  Printausgabe: € 69,–

Der Tagungsband erschien zeitgleich mit der Printausgabe open access bei Propylaeum eBOOKS: https://doi.org/10.11588/propylaeum.996

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Premiere der Talkreihe „Einblicke – Gesichter der Eifel und ihre Geschichte“ in Bitburg

Bitburg – Dr. Michael Dietzsch am 17. Juli erster Gesprächsgast. Mit „Einblicke Regional“ feiert am Sonntag, den 17. Juli um 17:00 Uhr, das neue Talkformat des Kulturamtes des Eifelkreises im Haus Beda in Bitburg seine Premiere.

Es sind Gesichter der Eifel und ihre Geschichte, die im Mittelpunkt einer neuen Veranstaltungsreihe stehen. Das persönliche und berufliche Wirken von Persönlichkeiten unserer Heimat aus Politik, Wirtschaft, Kirche, Sport und Kultur, sowie ihre Lebenswege werden im Gespräch mit Kulturamtsleiter Herbert Fandel näher beleuchtet.

Bei flotter Musik und kühlen Getränken lädt Herbert Fandel im Sommer Menschen ein, die in unserer Heimat geboren sind oder in der Eifel leben und eine besondere Lebens- oder Berufsgeschichte haben.

Erster Gast wird Dr. Michael Dietzsch sein, der 26 Jahre lang Vorsitzender der Dr. Hanns-Simon-Stiftung war und als langjähriger Geschäftsführer der Bitburger Brauerei die Entwicklung und Außenwirkung des Unternehmens maßgeblich mitgeprägt hat.

Tickets sind unter Tel. 06561 15-2230 oder 15-2231 für 10 Euro erhältlich. Diese können im Büro des Kulturamtes der Kreisverwaltung abgeholt oder an der Abendkasse im Haus Beda hinterlegt werden. Weitere Informationen unter https://www.einblicke-talkreihe.de

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Kommunalpolitik gratuliert Plaidts Altbürgermeister Bodo Unger zum 85. Geburtstag

Plaidt – Plaidts Altbürgermeister Bodo Unger vollendete in diesen Tagen sein 85. Lebensjahr. Dies war für ihn Anlass und Gelegenheit, neben der Familie und Freunden Weggefährten aus der Kommunalpolitik zu einem Empfang zu bitten.

Bodo Unger war von 1969 bis 1994 Ortsbürgermeister von Plaidt und zugleich Mitglied im Verbandsgemeinderat Andernach-Land bzw. später Pellenz. Die Namensänderung der Verbandsgemeinde geht übrigens auf einen Antrag von Bodo Unger aus Anfang der 1990er Jahre zurück.

Bürgermeister Klaus Bell, der Unger 1994 als Ortsbürgermeister nachfolgte, würdigte seinen Vorgänger. Er habe in den 25 Jahren seines Wirkens durch die Ausweisung von Baugebieten wie „Auf der Esch“ und „Kürchen“, den Grunderwerb für den Bau der Hauptschule Pellenz und das Naherholungsgebiet Noldensmühle/Rauschermühle bedeutende Wegmarken gesetzt. Bell wörtlich: „Du warst immer von Deinen Zielen überzeugt. Unter Deiner Führung hat Plaidt die 5.000-Einwohner-Marke genommen. Viele Punkte im Ort belegen noch heute Deine Schaffenskraft.“

Den Glückwünschen schlossen sich Ortsbürgermeister Peter Wilkes für die Gemeinde Plaidt, die Landtagsabgeordnete Anette Moesta, zugleich 1. Ortsbeigeordnete Plaidt, und Georg Moesta an, mit dem Bodo Unger zehn Jahre im Gemeinderat zusammengearbeitet hatte.

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Ein Jahr nach dem Hochwasser im Westen Deutschlands

Region/Berlin – Die AWO steht den Menschen zur Seite – auch weiterhin. Die Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hinterließ im Juli 2021 eine Spur der Verwüstung: Mehr als 180 Menschen kamen ums Leben, Tausende verloren ihr Zuhause. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) war in der Nothilfe aktiv und lässt die Menschen auch ein Jahr später nicht im Stich.

Gemeinsam mit dem AWO Bundesverband und den Bezirksverbänden Rheinland, Mittelrhein, Niederrhein und Westliches Westfalen war AWO International mit schneller Nothilfe zur Stelle und bietet auch langfristige Unterstützung für Betroffene. Die Leistungen umfassen alle drei Phasen der humanitären Hilfe: Nothilfe, mittelfristige Hilfe und langfristige Wiederaufbauhilfen.

In den Tagen und Wochen nach der Katastrophe stellten zahlreiche AWO-Einrichtungen Mitarbeiter*innen vom Dienst frei, damit diese sofort vor Ort helfen konnten. Parallel begannen die Vorbereitungen für finanzielle Soforthilfen an Betroffene in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Im Jahr 2021 hat die AWO mehr als 12 Millionen Euro Soforthilfen an über 7.500 Haushalte ausgezahlt.
In der zweiten Phase der Fluthilfe fokussierte die AWO sich darauf, langfristige Beratungsstrukturen zu schaffen und psychosoziale Unterstützungsangebote auszubauen. In acht Fluthilfebüros in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sowie durch mobile Teams unterstützte die AWO Betroffene dabei, staatliche Haushalts- und Wiederaufbauhilfen zu beantragen. Darüber hinaus wurden Freizeit- und Erholungsangebote für die Betroffenen geschaffen.

Während die Maßnahmen aus der zweiten Phase fortgesetzt werden, hilft die AWO inzwischen verstärkt beim Wiederaufbau. Einen Schwerpunkt bilden dabei finanzielle Einzelfallhilfen. Durch Spenden von Aktion Deutschland Hilft unterstützt die AWO vom Hochwasser Betroffene beispielsweise dabei, den notwendigen Eigenanteil bei den staatlichen Wiederaufbauhilfen zu stemmen.

Ein Jahr nach der Katastrophe hat die AWO viel geschafft: Bis Ende Mai erreichte die AWO mit 267 Helfer*innen über 20.000 Menschen in 94 Orten. „Die beeindruckende Solidarität und Spendenbereitschaft in der Bevölkerung hat diese Hilfe ermöglicht“, sagt Rudi Frick, Vorstandsvorsitzender von AWO International. „Wir danken allen Helfer*innen und Spender*innen von ganzem Herzen für diese Unterstützung.“

Gleichzeitig fordert Frick die Politik auf, die Überflutungen als Weckruf ernst zu nehmen: „Unsere praktischen Zeichen der Solidarität mit den Menschen vor Ort bedürfen angesichts der Katastrophe einer zukunftsgerichteten Ergänzung“, so Frick. „Es braucht eine entschiedene Politik, die den Klimawandel mit seinen dramatischen Auswirkungen ernst nimmt und nicht länger dabei stehen bleibt, politische Ziele zu verkünden. Wir müssen endlich tatkräftig den ökologischen Umbau unserer Gesellschaft sozial gerecht vorantreiben. Außerdem müssen wir uns auch in Deutschland auf weitere Katastrophen vorbereiten.“

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Erfreuliche Nachrichten aus dem Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Das Team der Gynäkologie und Geburtshilfe kann den vorübergehend geschlossenen Kreißsaal zum Montag, den 11. Juli wieder öffnen – zwei Wochen früher als geplant. Rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche steht das Team der Geburtshilfe am Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr bereit, um den Babys der Region auf die Welt zu helfen.

Dafür müssen zu jeder Tages- und Nachtzeit ausreichend Ärztinnen und Ärzte, Hebammen und Pflegekräfte vor Ort sein. „Mitte Juni konnten wir diese notwendige 24/7-Versorgung plötzlich nicht mehr gewährleisten und mussten schweren Herzens entscheiden, den Kreißsaal vorübergehend für Geburten zu schließen“, sagt Chefarzt Dr. Josef Spanier. „Schuld“ war ausgerechnet der Klapperstorch: Innerhalb von nur zwei Wochen erfolgten in der Abteilung ganze fünf Schwangerschaftsmeldungen.

Nun ist es dem Klinikum gelungen, eine Fachärztin zu gewinnen, die kurzfristig einspringt, bis sich die Personalsituation wieder stabilisiert hat. Diesem Umstand sowie dem engagierten Einsatz des gesamten Teams ist es zu verdanken, dass der Betrieb des Kreißsaals bereits nach vier statt den zunächst kalkulierten sechs Wochen wieder hochfahren kann. Das heißt: Ab Montag, den 11. Juli ist die Geburtshilfe am Krankenhaus Maria Hilf wieder vollumfänglich einsatzbereit.

Neben dem Team freuen sich vor allem die werdenden Eltern der Region. Die Geburtshilfe in Bad Neuenahr ist für ihre familiäre Atmosphäre und persönliche Betreuung bekannt. „Für viele Paare aus dem Kreis sind wir die favorisierte Anlaufstelle für eine bevorstehende Geburt“, sagt Anja Huser, die als leitende Hebamme im engen Kontakt mit den Schwangeren steht. Entsprechend groß war auch die Erleichterung, als das Klinikum Mitte Juni verkündete, dass der Fortbestand der Abteilung auch über den bevorstehenden Renteneintritt des Chefarztes Dr. Spanier hinaus gesichert ist.

Die Suche nach qualifizierten Nachfolgern für die Position des Chefarztes sowie die ebenfalls Renten-bedingt vakante Oberarztstelle hatte sich zunächst schwierig gestaltet. Im März war die Marienhaus-Gruppe daraufhin in die Offensive gegangen und hatte über eine breite Medienkampagne potenzielle Kolleginnen und Kollegen angesprochen. Mit Erfolg: Haydar Altamimi und Hussein Hannan werden zum 1. September 2022 ihren Dienst als Chefarzt und Oberarzt im Ahrtal antreten. Bis dahin hat Dr. Spanier zugesichert, den Eintritt in seinen Ruhestand ein wenig aufzuschieben und für einen guten Übergang an seinen Nachfolger zu sorgen. Unterstützt wird er von Dr. Barbara Schlesinger, die der Abteilung als Leitende Oberärztin sowie Senior-Operateurin des jüngst rezertifizierten Brustzentrums erhalten bleibt.

 

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Sofort-Programm zur Stärkung der Eschweiler Innenstadt

Eschweiler – Erster Mieter zieht in Räumlichkeiten in der Fußgängerzone. Der Einzelhandel und die Gastronomie stehen heute immer noch als Frequenzbringer und tragende Säulen für Eschweilers Innenstadt. Die Flutkatastrophe, ein verändertes Einkaufsverhalten und ein wachsender Online-Handel haben aber auch in Eschweiler Auswirkungen auf die Handelsstruktur und schließlich auf die Innenstadtfunktion des Handels.

Mit Hilfe des „Sofortprogramms zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in NRW“ geht die Stadt Eschweiler nun einen weiteren Schritt zur Stärkung des Einzelhandels in der Innenstadt.

Mit der Vermittlung des Mietobjekts in der Neustraße 19 konnte jetzt mit Unterstützung der Stadt Eschweiler erfolgreich der erste Mietvertrag gezeichnet werden. Die Firma MELIFESTYLE ist bereits mit Büro und Produktion in die Geschäftsräume eingezogen und wird nach den Sommerferien auch das Ladenlokal für die Kundschaft öffnen.

Für die Firma MELIFESTYLE ist der Schritt von Langerwehe nach Eschweiler die Chance, ihr bisheriges Angebot zu erweitern. Produktion, Onlinevertrieb und Direktverkauf laufen jetzt über eine Adresse: Neustraße 19 in Eschweiler!

Für den Vermieter Norbert Heinen ist die Vermietung mit Unterstützung der Stadt und des Förderprojekts die Gelegenheit, dem neuen Mieter in Eschweiler einen Start zu ermöglichen und gleichzeitig langfristig einen Leerstand zu vermeiden – auch über den Förderzeitraum hinaus.

„Das Ladenlokal gefiel uns von Anfang an. Die Neustraße, auch wenn vieles noch im Aufbau ist, ist vom Umfeld genau das was wir uns vorgestellt haben“, so Maik Freimuth von MELIFESTYLE.

Der „Verfügungsfonds Anmietung“ aus dem Sofortprogramm versetzt – über einen befristeten Zeitraum bis zum 31.12.2023 – die Stadt in die Lage, mietreduzierte Ladenflächen anzumieten und an neue Handelsformate und neue Nutzungen weiter zu vermieten. Im Idealfall entsteht durch den Verfügungsfonds eine langfristige Nutzungsperspektive für die Ladenflächen.

Das Programm fördert Anmietungsvorhaben im zentralen Versorgungsbereich, die zur Belebung und Attraktivitätssteigerung der Innenstadt beitragen möchten und schließt so innerstädtische Umzüge aus.

„Die Stadt Eschweiler fungiert im Rahmen des Projekts, sofern eine oder ein Mietinteressentin oder -interessent vorhanden ist, als Zwischenmieterin. Dabei erhält die Stadt einen Mietrabatt durch den Eigentümer von 30 % auf den ursprünglichen Mietzins. Wir können dann dem künftigen Mieter einen Mietrabatt von 80 % der Altmiete anbieten“, freut sich Bürgermeisterin Nadine Leonhardt über das vielversprechende Projekt.

Die sich ergebende Differenz für die Stadt wird dann durch den Fördertopf gedeckt. Durch die Teilnahme am Förderprogramm erhalten die Endmieter*innen somit Unterstützung durch die Reduzierung bzw. Subventionierung der eigenen Mietkosten, während die Eigentümer*innen die Chance erhalten, Ihre Immobilie wieder neu zu vermieten.

An der Förderung interessierte Hausbesitzer*innen und Unternehmer*innen können sich bei Interesse an das Amt für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing, Herrn Ralf Walraff (Tel. 71-365) oder Frau Jessica Classen (Tel. 71-262), wenden.

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Aktion „Flut-Sonnenblumen“ der Künstlerinnen Sigrid Kroczek und Isabelle Bauer

Bad Münstereifel-Kirspenich – 5000 Euro für Kirspenicher DRK-Kita. Unter dem Namen „Flutsonnenblumen“ luden die beiden Künstlerinnen Sigrid Kroczek und Isabelle Bauer zu einer Kunst- und Verkaufsausstellung in ihr Atelier in Arloff zu Gunsten der flutgeschädigten DRK-Kita in Kirspenich (Fabrikstraße 2a, 53902 Bad Münstereifel) ein. Der Erlös der gelungenen Spendenaktion betrug ganze 5000 Euro.

So besuchten reichlich Freunde, Bekannte aus Nah und Fern, Nachbarschaft, Dorfbewohner und weitere Interessierte über den Tag verteilt die facettenreiche und ausdrucksstarke Ausstellung. Unter anderem wurden Aquarelle, Ölmalereien und mehr in großer Anzahl und verschiedenen Größen und Formen angeboten. Es gab auch, für den kleinen Geldbeutel, fein gestaltete Klappkarten zu unterschiedlichen Anlässen. Weitere farbenfrohe, wunderschön gestaltete Filzarbeiten in Form von Jacken, Röcken oder Westen wurden von der Künstlerin Isabelle Bauer verkauft.

So kam schließlich der außergewöhnlich hohe Erlös zustande. Der ursprüngliche Betrag von 3500 Euro wurde zusätzlich großzügig durch das Ehepaar Kroczek aufgerundet und auf das Konto der Kita zur Anschaffung von pädagogischem Material überwiesen.

Andrea Ostwald von der Kita berichtete schließlich: „Als kleines »Dankeschön« gestalteten die Kinder eine Einkaufstasche mit dem Aufdruck einer Sonnenblume und den »Erftzwergen« auf der anderen Seite. Mit wunderschönen Blumen sprachen wir dann schließlich unseren herzlichen Dank aus!“

 

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Ausstellungs-Eröffnung „Kunst braucht Begeisterung“ im Kreuzauer Rathaus

Kreuzau – Unter dem Motto „Kunst braucht Begeisterung“ feierten die drei Künstlerinnen Hildegard Crefeld, Iwona Wanda Mattern und Olga Dück mit Gästen ihre Ausstellungseröffnung im Kreuzauer Rathaus. Die Ausstellung soll dazu anregen, wieder mehr über Kunst zu diskutieren. Mit verschiedenen Maltechniken zeigen die Künstlerinnen, was alles möglich ist und möchten die Begeisterung beim Betrachter wecken. „Kunst ist dazu da, Menschen und Ideen zu verbinden, um neue Perspektiven zu entwickeln!“ Auf die Kunstinteressierten warten vierzig eindrucksstarke, kraftvolle Darstellungen.

Die Künstlerin Hildegard Crefeld präsentiert ihre Bilder zum vierten Mal im Rathaus Kreuzau und zeigt diesmal unter anderem beeindruckende Landschaftsdarstellungen. Seit 2009 begeistert sie sich für die Malerei. Die Grundlagen der Maltechniken erlernte sie im Atelier von der Malerin Marie-Luise Klein in Soller und vertieft ihre Kenntnisse nun in Kursen, zum Beispiel beim ukrainischen Künstler Max Skoblinski oder dem zertifizierten Künstler Frank Audem.

Auch Iwona Wanda Mattern ist eine Schülerin von Marie Luise Klein und zeigt zum zweiten Mal ihre Bilder im Rathaus. Sie fasziniert mit großen Tier- und Naturgemälden. Schon in ihrer Kindheit hatte sie Freude an der Malerei und verwirklichte nach einer TV-Sendung des US-amerikanischen Malers “Bob Ross“ ihren Traum in der Malerei. Im Atelier von Marie-Luise Klein in Soller erlernt sie die verschiedenen Maltechniken und hat sich 2020 erfolgreich bei einem Workshop für Ölmalerei, geleitet von Frank Audehm, zertifiziert.

Die junge Künstlerin Olga Dück stellt zum ersten Mal im Rathaus aus und zeigt unter anderem wunderschöne große florale Bilder. Vor rund sechs Jahren hat sie ihren ersten Malkurs besucht und malt seitdem im Atelier von Marie-Luise Klein in Soller. Neben dem Impressionismus ist sie sehr von der modernen Kunst im Bereich abstrakter Expressionismus beeindruckt und experimentiert gerne mit unterschiedlichen Techniken und Materialien.

Alle Bilder können bis zum 31. August 2022 im Kreuzauer Rathaus zu den Öffnungszeiten besichtigt werden.

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Martina Ernst und Rolf Jaeck tragen jetzt hohe und höchste Auszeichnungen des Bundes deutscher Karnevalisten

Mechernich-Kommern – Ortsbürgermeister Rolf Jaeck wird seinem Nachnamen in karnevalistischer Weise seit einem halben Jahrhundert mehr als gerecht. Er war lange Präsident und Vorsitzender der „Greesberger“, Karnevalsprinz und Jungfrau im Kommerner Dreigestirn.

Mit Orden und Urkunden nach zusammengezählt 90 Jahren aktivem Fastelovend: Martina Ernst und Rolf Jaeck. Foto: Günter Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Jetzt wurde der Mann, den man mit Fug und Recht als „jeckes Urgestein“ bezeichnen kann, für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft mit dem Verdienstorden des Bundes deutscher Karneval in Gold mit Brillanten ausgezeichnet. Es ist die höchste Auszeichnung, die der Verband für Karnevalisten zu vergeben hat.

Albert Meyer, der Präsident des benachbarten Festausschusses Mechernicher Karneval, überbrachte Rolf Jaeck den Orden in Vertretung des BDK-Regionalverbandes Rhein-Sieg-Eifel. Auch für Martina Ernst, Gründungsmitglied der „neuen Garde“ der „Greesberger“ und Trainerin mehrerer Jahrgänge, hatte Albert Meyer eine Auszeichnung mitgebracht, den Verdienstorden des Bundes deutscher Karnevalisten in Gold für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft.

Die Silberstufe dieser Auszeichnung trug die langjährige Vorstandsfrau und über 30 Jahre Mit- und Hauptorganisatorin der Gardetreffen bereits seit 2018, so Nicole Reipen, die Vorsitzende der vor genau 75 Jahren gegründeten Karnevalsgesellschaft „Greesberger“.

Jubiläumsdreigestirn

Ortsbürgermeister Jaeck regierte in der närrischen Session 1980/81 als Prinz Rolf I. über Kommern, Süd, Gehn und Schaven, 1986/87 war er Jungfrau Rolfine im damaligen „Jubiläumsdreigestirn“ der KG „Greesberger“ an der Seite von Prinz Josef (Klaes) und Bauer Kornelius (Winter). 1972 bis 1987 fungierte der heutige „Sheriff“ am Greesberg als stellvertretender Vorsitzender, 1987 bis 1991 war er Erster Vorsitzender.

Auch danach blieb Rolf Jaeck dem Führungsgremium der KG „Greesberger“ treu und wirkte unter anderem als Kassierer und Literat im Vorstand. 1999 gründete er den Club der Ehrensenatoren, dessen Sprecher er ist. Die Vorsitzende Nicole Reipen: „Rolf ist für uns als Gesellschaft immer ein großer Ansprechpartner und Gönner!“ Seit dem 17. November 2007 trug Rolf Jaeck den BDK-Verdienstorden in Gold, seit 2019 das Bundesverdienstkreuz.

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Landrat Dr. Saftig verleiht Kultur-Förderpreis

Region/Mayen-Koblenz – Die einen inszenieren, die anderen musizieren – eine Besonderheit aber haben sie gemeinsam: die Autorinnen Stephanie Paatsch und Heike Kamp sowie der Musikverein Löf sind die Träger des Kulturförderpreises 2022 des Landkreises Mayen-Koblenz. Landrat Dr. Alexander Saftig hat das Duo aus Bendorf und den Musikverein von der Untermosel in einem feierlichen Rahmen in der Sonnenringhalle in Löf ausgezeichnet. Begrüßen konnte der Kreischef zu der Veranstaltung auch ehemalige Preisträger, Vertreter aus politischen Gremien und Gemeinden sowie Freunde und Angehörige der Geehrten. Mit der Auszeichnung verbunden ist ein Preisgeld in Höhe von jeweils 1500 Euro von der Kreissparkasse Mayen und der Sparkasse Koblenz, zwei starken Förderern der hiesigen Kulturlandschaft.

Seit 1997 verleiht der Landkreis Mayen-Koblenz für herausragendes kulturelles Engagement den Kulturförderpreis „forum artium plaudit“ – frei übersetzt: „Die Öffentlichkeit ehrt die Kunst.“ „Kultur braucht ,Überzeugungstäter‘, die mit Herzblut für ihre Arbeit stehen und somit unser kulturelles Erbe bewahren“, machte Landrat Dr. Saftig vor den zahlreich erschienen Gästen deutlich.

Zwei dieser „Überzeugungstäter“ sind Stephanie Paatsch und Heike Kamp, auch bekannt als „Gnädige Frau“, Gattin eines Sayner Eisenhüttendirektors, und emsiges Hausmädchen Mariechen aus dem Weihnachtstheater „Plätzchen, Punsch und Pulverschnee“. Kennengelernt haben sich die beiden Bendorferinnen vor gut 16 Jahren, als Gästeführerinnen auf Schloss Sayn. In Absprache mit der Museumsleitung beschlossen sie, die klassischen Führungen aufzupeppen, die Historie unterhaltsamer zu vermitteln und sich mehr an den Zielgruppen, den Gästen zu orientieren. Mit Erfolg. Von 2008 an präsentierte das Rheinische-Eisenkunstguss-Museum auf Schloss Sayn dann in seiner Dauerausstellung in zwei alt eingerichteten Stuben, einer Küche mit Herd und einem Salon, Museumstheaterstücke – entwickelt und umgesetzt von den Autorinnen und Akteurinnen Stephanie Paatsch und Heike Kamp. Das erste Stück trug den klangvollen Namen „Mitgift, Mück und Muckefuck“ und traf einen Nerv. Die Leute waren begeistert und es folgten weitere Stücke wie „Kaiser, Krupp und Konsumläden“, „Ahl Sään und Spitzenhäubchen“ und nicht zuletzt das stets ausverkaufte Weihnachtstheater „Plätzchen, Punsch und Pulverschnee“. Allesamt vergnügliche und fiktive Stücke, die jedoch stets in wahre und lokale Begebenheiten in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg eingebettet waren und so neben guter Unterhaltung auch immer den Anspruch hatten, Wissen zu vermitteln. Ende 2017 verabschiedeten sich die Gnädige Frau und das Hausmädchen Mariechen dann nach 10 Jahren „Plätzchen, Punsch und Pulverschnee“ von ihrem Publikum – aber nur, um sich neuen kulturhistorischen Projekten und Konzepten rund um die Sayner Museen und in der Region zu widmen. Letztlich wurde den beiden aber klar: Weihnachten ohne Theater, ist irgendwie kein richtiges Weihnachten. Und so wird bereits im Dezember ein neues Weihnachtstheater, dieses Mal auf Schloss Burg Namedy, zu sehen sein, mit dem Stephanie Paatsch und Heike Kamp – wenn auch nicht als Darstellerinnen – das Publikum gewiss einmal mehr begeistern werden.

Neben der Urkunde aus den Händen des Landrates nahmen Paatsch und Kamp noch einen Scheck über eine Förderung in Höhe von 1.500 Euro vom stellvertretenden Vorstandsmitglied der Sparkasse Koblenz, Karl-Heinz Weber, entgegen.  „Jetzt stiehn mir heij, mir zwei, ich krieg, die Pimpanellen, und bekommen einen Preis, un dat auch noch vom Landrat und vom Kreis!“, bedankte sich Heike Kamp stilecht in ihrer Paraderolle als Mariechen für die Auszeichnung und sprach gemeinsam mit Stephanie Paatsch einen ebenso großen Dank an all ihre Unterstützer und Förderer aus.

Die zweite Auszeichnung des Abends ging an den Musikverein Löf: Im Jahre 1964 wurde der Musikverein als Knabenblaskapelle gegründet. Seitdem pflegt der Verein die Tradition und ist gleichzeitig offen für Neues. Jugendarbeit wird seit der Vereinsgründung beim Musikverein Löf großgeschrieben. Mit und durch die Musik will der Verein Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung positiv unterstützen. Die Verantwortlichen wissen, dass Musik nicht nur die schönste Sprache der Welt ist, sondern auch soziale Kompetenzen fördert, selbstbewusst macht und die Sinne schärft. Aus diesen Gründen bietet der Musikverein musikalische Ausbildung für jede Altersklasse an, angefangen von der musikalischen Früherziehung bis hin zum Jugendorchester. Von Anfang an vermittelt der Verein seinem Nachwuchs auch, dass Musik auch Heimat ist. So lernen die Kinder und Jugendlichen das Brauchtum und die Kultur der eigenen Ortsgemeinde und Region kennen und schätzen. Dass der Musikverein „mehr als nur ein Verein“ ist – wie es auch auf der Vereins-Homepage geschrieben steht – beweist er unter anderem auch mit der Initiative „Musikverein Löf hilft“. So hat er sich seit 2018 auf die Fahnen geschrieben, mindestens einmal im Jahr durch den Erlös eines Benefizkonzertes einen aktiven sozialen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.

Stellvertretend für den Mitglieder-reichen Musikverein nahm der Erste Vorsitzende Wolfgang Weber die Urkunde von Landrat Dr. Saftig und den Scheck über die Fördersumme von 1.500 Euro von Christoph Weitzel, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Mayen, entgegen. „Wir wissen, dass solche Preise nicht vom Himmel fallen, dass sie in aller Regel das Produkt einer Arbeit über viele Jahre sind. Diese Ehrung nehmen wir in großer Dankbarkeit entgegen. Sie wird uns Ansporn sein, auf diesem Niveau weiter zu arbeiten“, sagte Wolfgang Weber und dankte zugleich allen, die zu der Auszeichnung beigetragen haben.

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung – wie könnte es anders sein – vom Musikverein Löf selbst. Das Bläser-Sextett und das Jugendorchester unter Leitung von Dirigent Thorsten Krause ließen es sich nicht nehmen, gleich mehrere überaus hörenswerte Beiträge darzubieten.