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Gemeinsam etwas aufbauen – Elisabeth Einig aus Plaidt kehrt als Pastoral-Referentin zurück in Heimatregion

Ochtendung/Völklingen – Nach einem langen und intensiven Ausbildungsweg, der sie nach dem Abitur 2013 in Andernach über Bonn, nach Trier und ins Saarland führte, ist Elisabeth Einig aus Plaidt zurück in der Heimat. Anfang September tritt sie als Pastoralreferentin ihre Stelle im Pastoralen Raum Maifeld-Untermosel an.

Eigentlich interessierte sie sich als Schülerin für Biologie. Direkt nach dem Abitur beginnt sie dann aber ein Theologiestudium in Bonn und wird in den Bewerberkreis des Bistums Trier aufgenommen mit dem Berufsziel Pastoralreferentin: „Ich wollte schon immer etwas beruflich machen, was mich ganz erfüllt, und nicht erst nach Feierabend die Dinge tun, die mir eigentlich Freude bereiten“, begründet die 28-Jährige ihre Entscheidung. „Der Glaube hat in meinem Leben immer eine große Rolle gespielt“, berichtet Einig. So ist sie nicht nur in der Kolpingjugend aktiv, sondern auch als Lektorin. Hinzu kommt, dass sie das Arbeitsfeld pastoraler Berufe bereits durch ihre Mutter kennt, die Gemeindereferentin ist.

Die Ausbildung führte sie nach dem Studium in Nordrhein-Westfalen in die Dekanate Saarbrücken und Dillingen. Dort lernte sie unterschiedliche Einsatzgebiete für Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten kennen und übernahm eigenverantwortlich Projekte. An einen bestimmten Tanztheater-Workshop erinnert sie sich besonders gern: Gemeinsam mit professionellen Choreografen setzten Jugendliche das Thema „Flucht“ in Musik und Tanz um. Eine Herausforderung war für sie der Bereich der Schulseelsorge während der Corona-Pandemie: „Wie kann Gemeinschaft trotz Pandemie gelingen? Ich musste da einen guten Mittelweg zwischen Kontakt und Sicherheitsaspekten finden“, sagt sie über diese Zeit am Campus in Lebach, wo sechs verschiedene Schulen angesiedelt sind.

Nach der Ausbildungsphase an der Saar – „ich habe mich superwohl gefühlt im Saarland“ – geht es nun wieder Richtung Heimat. Einig und ihr Mann haben auch schon eine Wohnung gefunden. Im Pastoralen Raum Maifeld-Untermosel wird sie hauptsächlich im Bereich der Jugendarbeit tätig sein. „Es herrscht dort viel Bewegung und einiges ist noch offen. Das ist eine Chance, die ich ergreifen möchte. Ich bin gespannt darauf zu sehen, wer vor Ort ist und wer etwas Neues gestalten will.“ Generell möge sie diese Offenheit und Flexibilität an ihrem Job; besonders wichtig sei ihr, dass die Theologie stets an das Leben angebunden ist.

„Ich möchte Menschen begleiten bei dem, was ihnen wichtig ist, und gemeinsam schauen, wie wir am Reich Gottes mitbauen können. Wir Hauptamtlichen sind genauso Suchende bei der Frage was es braucht, damit alle in Fülle leben können.“ Dafür möchte sie offen auf Menschen zugehen, wie sie es bereits in den saarländischen Projekten gemacht hat.

Sie selbst schöpfe immer wieder aufs Neue Kraft aus der Natur und der Musik – wie etwa beim Klettern in den Alpen oder beim Standard- und Lateintanz.

Weihbischof Robert Brahm beauftragt am heutigen Samstag, 3. September, sieben Frauen und Männer für den pastoralen Dienst im Bistum Trier: vier Gemeindereferentinnen und einen Gemeindereferenten sowie eine Pastoralreferentin und einen Pastoralreferenten. Der Beauftragungs-Gottesdienst im Hohen Dom beginnt um 9 Uhr. Der Gottesdienst wird online unter folgendem Link übertragen: https://youtu.be/3aIu_Jd0exE

Weitere Informationen zu den Pastoralen Berufen im Bistum Trier gibt es auf https://t1p.de/pastorale-berufe und telefonisch unter Tel.: 0651-7105-336. (sb/jf)

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„Es hätte noch schlimmer kommen können“ – Brücken-Gutachten in Schleiden liegen vor

Schleiden – Hauptuntersuchungen der bei der Hochwasser-Katastrophe beschädigten Brücken sind abgeschlossen – Ergebnisse werden dem Stadtentwicklungsausschuss am 13. September 2022 vorgelegt. Nachdem das Ingenieurbüro Gotthard und Knipper aus Gemünd (GKI) unmittelbar nach der Flut die Verkehrs- und Standsicherheit aller Brücken bewertet hat, mussten einige Brücken gesperrt werden, insbesondere Fußgängerbrücken. Der Großteil der städtischen Brücken konnte mit Hilfe von Sofortmaßnahmen, wie zum Beispiel Erneuerung von Geländern und Asphalteinbau zeitnah wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Im Anschluss erfolgten umfangreiche Hauptuntersuchungen der befähigten Ingenieurbüros G.U.B. und GKI, die nach dem Hochwasserereignis zwingend vorgeschrieben sind. Inzwischen sind diese abgeschlossen.

„Es hätte noch schlimmer kommen können“, sagt Erster Beigeordneter Wolter, als die Gutachten der insgesamt 26 beschädigten Straßen- und Fußgängerbrücken vorliegen. Bei der Hochwasser-Katastrophe im vergangenen Jahr wurden nach aktuellem Stand ‚nur‘ acht Brücken so massiv beschädigt, dass sie komplett erneuert werden müssen. Alle anderen Brücken müssen saniert werden. „Dies kann sich jedoch noch ändern“, so Rolf Jöbges, Teamleiter Tiefbau. „Es kann durchaus passieren, dass je nach Gegebenheit anstelle einer Sanierung doch eine komplette Erneuerung mehr Sinn macht.“

Im nächsten Schritt werden für alle Brückenmaßnahmen die Kostenschätzungen geprüft und in den Wiederaufbauplan aufgenommen.  Für die Brücken mit hoher Priorität, werden die Planungsleistungen dann ausgeschrieben.

Der Stadtentwicklungsausschuss beschäftigt sich am 13. September 2022 mit den Ergebnissen.

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Investitionsstock – Landkreis Vulkaneifel – 69.000 Euro für Sozialräume in der Markthalle in Hillesheim

Mainz/Hillesheim – Die Stadt Hillesheim profitiert von Fördermitteln aus dem Investitionsstock 2022 in Gesamthöhe von 69.000 Euro. Das hat Innenminister Roger Lewentz mitgeteilt. „Die Stadt Hillesheim möchte die Mittel für die Errichtung von Sozialräumen für die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs im Untergeschoss der Markthalle nutzen. Bislang wurde die Fläche als Lager genutzt. Dieses Vorhaben unterstützen wir gerne mit Landesmitteln“, sagte Minister Lewentz.

Der Bau und die Sanierung kommunaler Einrichtungen zählen zu den typischen Fällen für eine Unterstützung aus dem Investitionsstock. Mit Mitteln in Gesamthöhe von 21 Millionen Euro konnten im Jahr 2022 bislang 187 Projekte in ganz Rheinland-Pfalz aus dem Investitionsstock gefördert werden.

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Flüchtlingshilfe aus der Eifel – Unterstützung für 1300 Kinder

Kall/Erbil – Es ist mir eine Ehre, ein Teil der Hilfsgruppe Eifel zu sein“, sagt Karwan Mohammed aus Euskirchen, der sich seit nunmehr elf Jahren in der Kaller Krebshilfe engagiert. In den letzten sechs Jahren hat der aus dem Nordirak stammende Geschäftsführer einer Friseursalon-Kette zehn Hilfstransporte in die Flüchtlingslager der kurdische Region Erbil organisiert. Mehrere dieser Transporte hat er mit Mitgliedern der Hilfsgruppe persönlich begleitet.

„Wären alle Menschen wie wir, gäbe es keine Kriege”, ist eine Aussage, die man immer wieder von Karwan Mohammed hört der unter anderem auch den Friseursalon am Rewe-Center in Kall betreibt, und der in der Stadt Euskirchen sachkundiger Bürger im Ausschuss für Generationen und Soziales ist. In seiner kurdischen Heimat seien seit 2011 die Lager in der autonomen Zone um Erbil, Mossul, Dohuk und Sulaimaniya von Flüchtlingen aus dem Bürgerkriegsland Syrien und dem Irak, die vor dem Terror des islamischen Staates geflüchtet seien, seit Jahren hoffnungslos überfüllt.

Dort herrschten unhaltbare Zustände, die die Hilfe anderer Menschen erfordere. In einer Stadt mit 32.000 Einwohnern lebten 25.000 Flüchtlinge in Lagern. In der Region seien schlecht ausgestattete Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime völlig überlastet, berichtet Mohammed. In den Krankenhäusern fehle es am Nötigsten.

„Gott hat uns geholfen, jetzt helfen wir anderen“, ist das Credo von Karwan Mohammed, der 2011 seinen ersten Friseursalon in Euskirchen hatte und die Hilfsgruppe Eifel um Hilfe für seine Familie bat. Bei seinem im Nordirak lebenden Bruder war damals ein Tumor im Gehirn festgestellt worden, der in einer Düsseldorfer Spezialklinik behandelt werden sollte.

Die Hilfsgruppe kümmerte sich darum, dass Karwans Bruder nach Deutschland geholt werden konnte. Zudem – und das war eine Voraussetzung für die Einreise und die Therapierung – sicherte der Kaller Verein die Finanzierung der Tumor-Behandlung in Düsseldorf ab. Die Operation und die Nachsorge bei Karwans Bruder, der danach in Deutschland bleiben durfte und eine Ausbildung als Friseur abgeschlossen hat, verliefen erfolgreich. Inzwischen hat der junge Mann mit seiner Lebensgefährtin in Schleiden einen eigenen Salon eröffnet.

Karwan selbst hat neben den Salons in Euskirchen und Kall weitere zwei in Mechernich und Zülpich eröffnet. Bei all seinem Glück hat der sozial engagierte Geschäftsführer seine Landleute, denen es im Nordirak nicht so gut geht, nicht vergessen. Vor allem nicht die Zigtausende Flüchtlinge. Um denen zu helfen, hat Mohammed, einer von zehn Kindern der Familie, in den letzten Jahren viel Zeit und noch mehr Geld investiert, denn er kennt die Not vor Ort bestens. Regelmäßig besucht er dort seine kranke Mutter und seinen fast 80-jähriger Vater.

Neben der Hilfsgruppe Eifel findet Mohammed für seine Hilfe in der Region Erbil weitere große Unterstützung von den Brüdern Hubert und Peter Schilles in Floisdorf. Sie haben auf ihrem Firmengelände einige ihrer Übersee-Container zur Verfügung gestellt, in denen die Hilfsgüter gesammelt werden, bevor diese mit Unterstützung der Hilfsgruppe Eifel in die Region Erbil transportiert werden.

Die Hilfe vor Ort sei auch geeignet, damit die Flüchtlinge nicht weiter in Richtung Europa reisen, weiß Karwan Mohammed. Es gebe viele Möglichkeiten der Hilfe vor Ort, wenn man die Hilfsgüter wie Lebensmittel dort im Lande kaufe, weil sie dort billiger seien. So sei er zweimal mit Thomas Tampier und Clemens Hellenthal von der Hilfsgruppe und Geld des Kaller Vereins nach Erbil und Mossul gereist. Von dort aus sei man zum Einkauf losgefahren und habe für relativ wenig Geld einen ganzen Sattelzug mit 57.000 Flaschen Wasser sowie einen Lkw voll mit Milch, Kinderwindeln, Schultafeln, Lehrmaterialien und Spielzeug günstig geordert und in die Flüchtlingslager gebracht. 1300 Kinder habe man dort unterstützt.

Die Bilanz der von der Hilfsgruppe Eifel unterstützten Flüchtlingshilfe von Karwan Mohammed kann sich sehen lassen. In sechs Jahren hat er zehn Lkw-Transporte mit 107 Tonnen Hilfsgüter in die Region Erbil organisiert, wo die Hilfsgruppe und Karwan Mohammed mit der kurdischen Hilfsorganisation „Barzani Charity Foundation“ (BCF) zusammenarbeiten.

Auch mit dem Gesundheitsministerium seiner Heimat steht Mohammed in ständiger Verbindung. Unzählige gut erhaltene Krankenhausbetten , Einrichtungen für Altenpflegeheime, medizinische Geräte und über 1500 Rollstühle und Rollatoren, die besonders dringend benötigt werden, sind in den sechs Jahren aus der Eifel nach Erbil gebracht worden.

Unterstützung durch gut erhaltene Kranken- und Pflegematerialien bekomme er von Krankenhäusern und Altenpflegeheime aus der Region und auch von außerhalb des Kreises Euskirchen. Beim jüngsten Transport seien 15 Tonnen Krankenhausbetten, elektrische Krankenstühle, 120 Rollstühle und wichtige medizinisches Geräte für eine Klinik für leukämiekranke Kinder nach Erbil gebracht worden.

„Die Leute sind dort sehr dankbar“, berichtet Karwan Mohammed.

Bei den Hilfstransporten in die kurdischen Flüchtlingsgebiete wurden Karwan Mohammed  und die Mitglieder der Hilfsgruppe stets vom Gesundheitsminister Dr. Rekawt Hamarashid empfangen.  Und auch der  Bürgermeister von Erbil ist der Hilfsgruppe Eifel überaus dankbar. In Schulen, Krankenhäusern und Pflegeheimen in der Region Erbil ist das Logo der Hilfsgruppe inzwischen allgegenwärtig.

Einen ganz wichtigen Hilfstransport erledigte der Euskirchener Geschäftsmann im Oktober 2019, als es darum ging, zwei schwer herzkranken Kindern im Nordirak das Leben zu retten. Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel: „Wir haben in Münster spontan für die Kinder  neue Herzklappen gekauft“. Diese habe Karwan selbst und auf eigene Kosten in einem Spezialkoffer mit dem Flugzeug nach Erbil gebracht, wo die Kinder von zwei Herzchirurgen der Bonner Kinderklinik  erfolgreich operiert worden seien.

„Ohne die von uns gespendeten Herzklappen hätten die Kinder keine Chance auf Überleben gehabt. Schön, dass wir ihnen helfen konnten“, so Willi Greuel. (Reiner Züll)

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Mit Hut geduscht – Schwimmmeister Rainer Kluge 25 Jahre im Dienst der Stadt Mechernich

Mechernich – Für 25jährige Betriebszugehörigkeit wurde jetzt Rainer Kluge, Schwimmmeister in der Eifel-Therme-Zikkurat, ausgezeichnet. Er trat noch zu Zeiten des alten Gartenhallenbades am Eifelstadion im Kernort Mechernich an der Seite der Bademeister Kurt Schlimper, Günter Miehseler und Hermann Nöthen in die Dienste der Stadt Mechernich.

Schlimmere Badeunfälle sind Rainer Kluge in seiner Laufbahn gottlob erspart geblieben. Stattdessen erlebte er eine Menge menschliche Begegnungen, die mitunter zum Schmunzeln waren. Zum Beispiel, als ein Herr unter den Frühschwimmern morgens vor sieben Uhr zur Dusche kam – und vergessen hatte, in der Umkleide seinen Winterhut abzunehmen und damit unter die Dusche ging.

Rainer Kluge weiß auch mit alleingelassenen Kindern oder Müttern höflich, aber bestimmt umzugehen, die mit der Aufsicht über ihre badenden Sprösslinge offenkundig überfordert sind. Betriebsleiter Christian Klein, der Technische Leiter Valon Bytyqi und Eifel-Therme-Geschäftsführer und Beigeordneter Thomas Hambach waren voll des Lobes für die ruhige und besonnene Art des Betriebsjubilars, der zudem Ausbildungsleiter in der Eifel-Therme ist.

Auch in diesem Jahr werden dort für die Zukunft wieder mehrere junge Menschen zu Fachangestellten für Bäderbetriebe ausgebildet. „Diesmal ist auch ein ukrainischer Flüchtling mit dabei“, so der Betriebsleiter.

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick überreichte ihm während einer kleinen Feierstunde im Ratssaal der Stadtverwaltung Mechernich eine Urkunde, Blumen und ein Geschenk. Der Verwaltungschef dankte Kluge für seine langjährige gute und zuverlässige Mitarbeit.

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Gratulation zum 25-jährigen Dienstjubiläum in Wittlich

Wittlich – Im Rahmen einer kleinen Feierstunde gratulierten Landrat Gregor Eibes sowie der Beigeordnete Günter Esch, Büroleiter Leo Merges und Personalratsvorsitzender Jürgen Heinz Bürgermeister Manuel Follmann zu 25 Dienstjahren.

Nach seiner Ausbildung zum Finanzwirt beim Finanzamt in Bernkastel absolvierte Manuel Follmann 1998 zunächst seinen Grundwehrdienst in Idar-Oberstein, bevor er jeweils als Steuersekretär bei den Finanzämtern Bernkastel und Daun arbeitete.

Im Anschluss wechselte er 2001 zur Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich, wo er sein duales Studium zum Diplom-Verwaltungswirt erfolgreich abschloss.

Nach Sachbearbeitertätigkeiten in den Bereichen Sicherheit und Ordnung, Wirtschaftsförderung und Öffentlichkeitsarbeit sowie Kommunales und Recht, übernahm er 2013 die Stelle des Fachbereichsleiters für den Fachbereich Wirtschaftsförderung und Öffentlichkeitsarbeit und wurde persönlicher Referent des Landrates sowie Pressesprecher der Kreisverwaltung.

Mit der im September 2021 gewonnenen Wahl wechselte Manuel Follmann im November 2021 schließlich als hauptamtlicher Bürgermeister zu der Verbandsgemeinde Wittlich-Land.

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer ordnet Trauerbeflaggung zum Tode von Michail Gorbatschow an

Region/Mainz – „Michail Gorbatschow hat mit seinem Mut und seinem unerschütterlichen Glauben daran, dass eine freiere Gesellschaft die Kraft für Reformen hat, um Missstände zu überwinden, unsere Welt verändert. Er steht für Glasnost und Perestroika und hat damit nicht nur mehr Freiheit für Millionen Menschen in Mittel und Osteuropa gebracht, sondern auch den Weg frei gemacht für die Wiedervereinigung von Deutschland. Wir haben Michail Gorbatschow viel zu verdanken“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Anlässlich der Trauerfeierlichkeiten zum Tode des großen Friedenspolitikers und Staatsmannes Michail Gorbatschow am heutigen 3. September 2022 in Moskau hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer im Einvernehmen mit Innenminister Roger Lewentz für diesen Samstag Trauerbeflaggung für alle obersten Landesbehörden in Rheinland-Pfalz angeordnet.

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Musical der Burgfestspiele Mayen macht in der bundesweiten Queer-Szene auf sich aufmerksam

Mayen – Podiumsdiskussion im Burghof mit Staatssekretär und LGBTIQ Landesbeauftragten David Profit. Die Musical Uraufführung „Brigitte Bordeaux“ war für die Burgfestspiele Mayen ein voller Erfolg, der das Publikum mit Humor, Feinfühligkeit und Musik mit Ohrwurmgarantie unterhaltsam an ein sensibles Thema führte.

Im Rahmen der Kooperation mit der Initiative „QueerWein“-Rheinland-Pfalz und der Burgfestspiele in Zusammenhang mit dem Musical „Brigitte Bordeaux“ veranstaltete die Stadt Mayen im Anschluss an eine der letzten Vorstellungen eine Podiumsdiskussion zum Thema Transgender, Toleranz und Identität.

Dazu waren der Staatsekretär des Ministeriums für Familie, Frauen, Kultur und Integration und LGBTIQ-Landesbeauftragten David Profit, die beiden Mitglieder des Ensembles Michael Ophelders und Joel Zupan, Intendant Alexander May sowie die beiden Sensitivity Reader des Stückes Felicia Rolletschke und Vincent Maron geladen.

Stellvertretend für Oberbürgermeister Dirk Meid begrüßte Natascha Lentes, Beigeordnete der Stadt und stellte für die Stadtspitze fest, wie wichtig dieses Thema auch für Mayen ist und betonte, dass es auch neben vielen anderen aktuellen Krisen und Problemen seine Bedeutung nicht verlieren darf. „Es werden tagtäglich Menschen in unzähligen Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt getötet. An der Ahr kämpfen sich unsere Freunde und Nachbarn wieder zurück in ihr normales Leben. Das Klima spielt verrückt. Aber: wir sind in der Lage, das eine nicht mit dem anderen zu verwechseln. Wir sind in der Lage multiple Krisen zu bewältigen. Diese Krisen und Probleme können nicht linear angegangen werden. Beim Kampf um Gleichberechtigung geht es vor allem um Menschenrechte, um Freiheit,“ so Lentes und kündigt mit der neuen Gleichstellungsbeauftragten der Stadt, Ina Rüber, bereits konkrete Maßnahmen und Aktionen an.

Die beiden Sensitivity Reader machten deutlich, wie wichtig Sprache im Kampf um Gleichberechtigung ist. „Sprache reflektiert welche unbewussten oder bewussten Vorurteile wir über verschiedene Personengruppen haben. Gerade transgeschlechtliche Personen leiden jeden Tag unter diesen Stereotypen – auf Sprache mehr zu achten kann helfen, diese Vorurteile auszuräumen,“ so Felicia Rolletschke, die sich sowohl als professionelle Workshoptrainerin als auch als politische Aktivistin für die Rechte von transgeschlechtlichen Menschen einsetzt.

Nicht zuletzt im Rückblick auf die erfolgreiche Spielzeit freut sich Oberbürgermeister Dirk Meid über die tolle Resonanz dieser Podiumsdiskussion, die auch weit über die Stadtgrenzen auf sich aufmerksam machen konnte.

„Ich bin froh, dass unser Intendant Alexander May mit „Brigitte Bordeaux“ dieses Thema auch nach Mayen gebracht hat. Unterhaltsam aber auch mit großer Ernsthaftigkeit. Solange in 69 Staaten dieser Welt Homosexualität noch strafrechtlich verfolgt wird. Solange in 11 Ländern dieser Welt die Todesstrafe für lesbische, schwule und trans-Menschen droht. Solange auch in Deutschland Queere Menschen immer noch diskriminiert werden und die rechtliche Gleichstellung noch lange nicht erreicht ist, gehört dieses Thema ganz oben auf unsere Agenda – auch in Mayen,“ so Meid.

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Kulturrucksack auf Burg Nideggen – Das Leben ist bunt

Düren – Das Burgenmuseum Nideggen und die Internationale Kunstakademie Heimbach feiern mit vielen Kindern und Jugendlichen Kreativität und Kultur dank des Kulturrucksacks. Das ist ein gefördertes Projekt des Landes NRW, bei dem Türen zu Kunst und Kultur für junge Menschen so früh wie möglich geöffnet werden sollen.

Im April startete die Kulturrucksack-Auftaktaktion im Burgenmuseum Nideggen. Seit neun Jahren kooperieren die Internationale Kunstakademie Heimbach und das Burgenmuseum bei der Auftakt- und Abschlussveranstaltung eines jeden Jahres. In diesem Jahr widmen sich die Kinder und Jugendlichen dem Thema der Vielfalt in all ihren Facetten und Farben.

Der Start erfolgte im Burgenmuseum mit der Künstlerin Andrea Wycisk aus Köln und der Museumspädagogin Daniela Rösing. Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer kreierten tolle Acrylmalereien und Banner. Die Motive zieren nun farbenfrohe Roll-Ups. Das Thema „Die des Sommers“ wurde Anfang August von zwanzig Kindern und Jugendlichen mit Begeisterung und Kreativität auf Burg Nideggen umgesetzt. Es entstanden farbenfrohe Wappen und Gemälde. Die Pädagoginnen Hilde Amrein und Daniela Rösing begleiteten den Tag. Zahlreiche Workshops der Internationalen Kunstakademie motivierten viele Kinder und Jugendliche ihre Kreativität in Farbe und Form umzusetzen.

Die gemeinsame Abschlussaktion zwischen Internationaler Kunstakademie Heimbach und Burgenmuseum Nideggen startet am Samstag, 19. November, ab 11 Uhr in der Kunstakademie. Alle Kinder und Jugendlichen sind herzlich willkommen. Die Aktion am 19. November ist kostenfrei ist kostenfrei und wird dankenswerterweise gefördert vom Land Nordrhein-Westfalen. Anmeldungen für die Abschlussveranstaltung werden erbeten bei der Internationalen Kunstakademie unter 02446/ 809700.

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Nordrhein-Westfalens größte Kürbisschau auf dem Krewelshof Eifel in Obergartzem ist eröffnet

Mechernich – Für Frederick wäre der Krewelshof Eifel im Moment das Paradies. Überall wärmende Sonnenstrahlen und an jeder Ecke herrliche Farben. All das könnte die kleine Feldmaus aus dem beliebten Kinderbuch sammeln. „Vielleicht macht das auch die Faszination Kürbis aus. Diese herrlich leuchtenden Farben, die man im Herbst in sich aufsaugen kann, um im Winter davon zu zehren“, sagt Danielle Bieger bei einem Rundgang zur Eröffnung von Nordrhein-Westfalens größter Kürbisausstellung.

Die Nacht auf den 1. November kann kommen: Der Weiße Halloween eignet sich bestens als Laterne und lässt sich auch wunderbar bemalen. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress

Rund 100.000 Kürbisse verwandeln dort Figuren aus Holz und Draht in bunte Waldwesen. Der Fuchs leuchtet im orangefarbenen Kürbispelz, ein weißes, hier und da geflecktes Kaninchen scheint sich mit seiner leicht geduckten Haltung vor ihm zu verstecken. Gleich daneben können die Besucher durch einen „Wald“ aus bunten Pilzen schlendern, um dann vor einer majestätisch dreinblickenden Eule zu stehen. „Sie hat gerade noch ihre lilafarbenen Federn als Ohren erhalten. Unsere Tochter Bibi hat ein tolles Gefühl für solche Accessoires“, sagt Krewelshof-Chefin Danielle Bieger.

Nordrhein-Westfalens größte Kürbisausstellung auf dem Krewelshof Eifel in Obergartzem ist eröffnet. Die Besucher erwarten wunderbare Waldwesen in bunten Farben. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress

Schneckenhaus mit Fenster

Die mittlere Tochter Kim ist im Vorfeld der Ausstellung für das Design der Tiere zuständig. Dafür fotografiert sie die Holzfiguren von Künstler Pit Ruge und macht sich Gedanken, wie die Kürbisse darauf angeordnet werden sollten, damit es wunderschöne Waldwesen werden. Das Eichhörnchen besticht etwa mit einem charakteristischen, buschigen Schwanz, bei dem sich die Farben Weiß und Hellorange abwechseln. Bei der Schnecke sind orangefarbene und grüne Kürbisse so auf dem weißen Haus angeordnet, dass sie ein Fenster darstellen – inklusive Blumenkette. Und der Specht nagt an einem grün-orange changierenden Baumstamm.

Auf über 15 Hektar bauen die Biegers die Kürbisse für die alljährliche Schau selbst an. Da staunen Ingrid, Gerhard, Marianne, Ludwig und Renate nicht schlecht, als sie von Danielle Bieger erfahren, dass es über 100.000 Stück sind. Die Fünf sind zum Geschwistertreffen aus Daun und Köln extra zum Krewelshof gereist und sind ganz begeistert von den meterhohen Tieren und der Atmosphäre. Sie bitten Danielle Bieger noch um ein Gruppenfoto unter der Blumengirlande. Wird gemacht. Und weil die fünf Besucher auf dem Weg ins Café sind, bekommen sie noch schnell ein paar kulinarische Tipps mit auf den Weg. Denn von Kürbissuppe über Kürbiskuchen bis hin zu Kürbissekt hat der Krewelshof zahlreiche Verarbeitungsvarianten zu bieten.

Zum Verzehr geeignet

Schließlich arbeiten die Biegers nur mit zertifiziertem Saatgut, damit garantiert ist, dass alle Kürbisse zum Verzehr geeignet sind. Dunkelgrüne Rondinis, weiße Babyboos, gesprenkelte Bischofsmützen, mehrfarbige Ufos oder knallige Hokaidos sind zudem fantastische Sorten zum Dekorieren. So wird eine riesige Pyramide aus Kürbissen zum besonderen Hingucker. Auf dem Weg dorthin sehen die Hirschkäfer je nach Perspektive zwar bedrohlich aus, sind aber gänzlich ungefährlich. Der König des Waldes, ein Hirsch, ist ganz in Weiß mit einem grünen Hubertuskreuz eine imposante Erscheinung. Er zeigt keine Angst vor dem Jäger, der seinen Geländewagen am See geparkt hat.

Das Fahrzeug ist ebenso eine beliebte Kulisse für Fotoshootings wie die Pyramide, eine Hütte aus Kürbissen oder der historische Leiterwagen mit Strohballen und Kürbisdekorationen. Wer dann immer noch nicht genug Farben gesammelt hat, hat auf dem Weg zum Auto noch reichlich Gelegenheit, sich an verschiedenen Kürbissorten satt zu sehen oder sie für die eigene Dekoration zu erwerben. Auf den ansprechenden Schildern gibt es zu den Kürbissen dann auch gleich die passenden Rezeptvorschläge dazu. Man muss ja – anders als Feldmaus Frederick – von irgendetwas satt werden.

Kürbisschnitzen am Wochenende

Für Besucher ist die Kürbisausstellung täglich von 11 bis 17.30 Uhr geöffnet (letzter Einlass 17 Uhr). Der Eintritt zur Kürbisschau kostet an Wochentagen sechs Euro sowie am Wochenende sieben Euro pro Person. Darin enthalten ist auch der Besuch im Maislabyrinth, in dem ein Quiz mit Infotafeln dazu einlädt, die heimischen Waldtiere wie Wolf, Luchs und Eule besser kennenzulernen. Wer noch nicht lesen kann, darf sich am Bilder Bingo versuchen.

An jedem Wochenende im September und Oktober können Kinder und Erwachsene außerdem beim Kürbisschnitzen auf dem Erlebnisbauernhof ihre eigenen Kürbisfiguren gestalten. Samstags und sonntags um 14 Uhr heißt es dann „Sucht Euch einen fussballgroßen Kürbis aus, malt ein gruseliges Gesicht oder Euer Lieblingstier drauf – und dann geht’s los mit dem Schneiden und Schnitzen“.

Wer dann noch nicht genug hat von Kürbissen in allen Farben und Formen – und vor allem Größen – sollte sich die beiden Sonntage, 11. und 18. September, im Kalender vormerken. Am 11. September findet ab 12 Uhr die NRW Riesen-Kürbis-Wiegemeisterschaft auf dem Krewelshof Lohmar statt. Am 18. September startet die beliebte Kürbis-Regatta auf dem See am Krewelshof Eifel, ebenfalls ab 12 Uhr. Anmeldungen für beide Events sind schon jetzt über die Homepage www.krewelshof.de/kuerbisschau möglich.