Kategorien
News

evm unterstützt Projekte aus der Verbands-Gemeinde Daun

Daun – Über insgesamt 2.000 Euro aus der „evm-Ehrensache“ dürfen sich die Projekte „Kartoffelkönige“ und „Mehrgenerationenplatz“ aus der Verbandsgemeinde Daun freuen. Mit ihrem Spendenprogramm unterstützt die Energieversorgung Mittelrhein (evm) jedes Jahr Vereine und Institutionen aus der Region, wenn es um kulturelle, soziale und gemeinnützige Projekte geht. Vor Kurzem übergab Berthold Nick, Leiter der kommunalen Betreuung bei der evm, den Spendenbetrag gemeinsam mit dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde, Thomas Scheppe, an die begünstigten Projekte.

500 Euro gehen an das Projekt „Kartoffelkönige“ aus der Ortsgemeinde Schönbach. Hier wird die Kartoffel unter anderem Kindern nähergebracht. Gemeinschaftlich werden Kartoffeln angebaut, gepflegt, geerntet, sortiert und verwertet. Der Spendenbetrag wird für einen witterungsbeständigen Pavillon und Kartoffelsetzlinge genutzt. 1.500 Euro erhält die Ortsgemeinde Udler für die Neu- bzw. Umgestaltung des Spielplatzes zu einem Mehrgenerationenplatz. Neben Spielgeräten und einem Boule-Platz werden mehrere Sitzgruppen und ein Pavillon aus Holz aufgestellt. „Ich freue mich über das Engagement der Vereine, die sich für Jung und Alt einsetzten und somit die Dorfgemeinschaften stärken. Schön, dass wir das mit der Spende der evm unterstützen können“, so Thomas Scheppe.

Kategorien
News

Strategie-Tag „Friedhof 2050“ für den Krufter Friedhof am Donnerstag 20. Oktober in der Vulkanhalle

Kruft – Bereits seit Jahren vollzieht sich in der Bestattungskultur in Deutschland ein starker Wandel. Dies hat der Ortsgemeinderat Kruft bereits in seiner letzten Legislatur erkannt und im Dezember 2017 beschlossen, diesem Wandel der Bestattungskultur Rechnung zu tragen und eine Überplanung des Friedhofes in Angriff zu nehmen.

Diese Veränderung der Bestattungskultur geht einher mit den stark zugenommenen Urnenbestattungen oder dem Wunsch nach einer Baumbestattung. Das spürt man bereits und das belegen auch aktuelle Studien, wie etwa des Kulturanthropologen Prof. Dr. Norbert Fischer vom Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie der Uni Hamburg oder des Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung oder auch dem  Bund Deutscher Bestatter e.V. (BDB) gemeinsam mit der Universität Bochum.

All diese Studien beschreiben gleichbedeutend, dass sich durch die Möglichkeiten der Urnenbestattung seit einigen Jahren eine bedeutende Veränderung im Bestattungswesen vollzogen hat. Diese alternative Bestattungsform lässt für immer mehr Menschen eine Individualisierung ihrer eigenen Bestattungskultur zu.

Man kann für die Zukunft davon ausgehen, dass sich diese Tendenzen weiter fortführen und die damit verbundene Erinnerungskultur in der Mitte unserer Gesellschaft stärker Platz finden wird.

Friedhöfe werden zukünftig mehr sein, als nur eine parzellierte Bestattungsfläche. Hinzu kommt, dass gleichzeitig immer weniger Platz für die eigentliche Bestattungsörtlichkeit benötigt werden wird. Was können wir also mit dem freibleibenden Platz anfangen? Wie können wir die Flächen vernünftig und würdevoll nutzen?

Friedhöfe waren und bleiben ein Ort der Ruhe. Sie werden sich weiter zu einem Ort der Begegnung und zu Gedächtnislandschaften entwickeln.

Der amtierende Gemeinderat hat nun, nach intensiver Beratung den Auftrag an das Planungsbüro „WEIHER Friedhofexperten“ vergeben. Gemeinsam mit WEIHER, einem bundesweit tätigen Fachunternehmen mit über 25 Jahren Erfahrung im Friedhofs- und Bestattungswesen, sollen die Möglichkeiten, wie man die Weichen für die Zukunft stellen kann erarbeitet werden.

Ohne die Wünsche und Erfahrungen der Bürger wären die Überlegungen, wie der Friedhof der Zukunft aussehen soll wertlos.

Daher lädt die Ortsgemeinde Kruft am 20.10.2022 um 17:00 Uhr in der Vulkanhalle zu einem gemeinsamen Strategie-Workshop ein.

Teilen Sie in Arbeitsgruppen ihre Visionen und Vorstellungen für den „Friedhof 2050“!!! Tragen Sie zum Erfolg des Projekts bei!

Der Workshop wird ca. 4 Stunden dauern und soll einen ersten Überblick über die Situation vermitteln und Potenziale aufzeigen, die sich aus einem professionellen Friedhofsmanagement ergeben. Dazu sollen Anregungen aufgenommen werden und konstruktiv über die Möglichkeiten der Realisierung diskutiert werden.

Kategorien
News

Horst Gies MdL wird Vorsitzender des Fördervereins Krankenhaus Maria Hilf e.V. Bad Neuenahr-Ahrweiler

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Der Förderverein des Krankenhauses Maria Hilf hat einen neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt. Horst Gies MdL übernimmt das Zepter von Dr. Gerhard Kreuter, dem im Rahmen einer Mitgliederversammlung für sein langjähriges Engagement gedankt wurde. Vom hochmodernen OP-Turm bis hin zur neuen Kaffeemaschine in der Cafeteria – der Förderverein des Krankenhauses Maria Hilf hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Klinikum sowohl finanziell als auch ideell zu unterstützen.

In den vergangenen 16 Jahren war ein Name ganz besonders mit diesem Engagement verbunden: Dr. Gerhard Kreuter, einst selber Chefarzt und Ärztlicher Direktor des Hauses, hat seine Position als Fördervereinsvorsitzender stets mit viel Herzblut und unermüdlichem Einsatz ausgefüllt. Nun war in seinen Augen die Zeit gekommen, den Staffelstab weiterzureichen. Allerdings nicht, ohne persönlich einen würdigen Nachfolger vorzuschlagen: den Landtagsabgeordneten Horst Gies. Anfang Oktober machten es die Mitglieder des Fördervereins offiziell und wählten den Ahrweiler Politiker einstimmig zum neuen Vorstandsvorsitzenden.

„Ich habe keinen Moment gezögert“, erinnert sich Horst Gies an den Moment der Anfrage. Dem Krankenhaus Maria Hilf fühlt er sich schon lange verbunden. Die medizinische Versorgung der Region steht seit eh und je ganz oben auf seiner politischen Agenda. Bereits seit 2004 amtiert der gelernte Agrar- und Weinbau-Ingenieur als Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Ahrweiler. 2011 zog er als Abgeordneter in den Rheinland-Pfälzischen Landtag ein. „Es ist mir eine Ehre, mich ab sofort in noch direkterer Weise für unser Klinikum einzusetzen“, betont er. „Auch politisch.“

Auf eine gute Zusammenarbeit freuen sich die weiteren Vorstandsmitglieder, die allesamt in ihrem Amt bestätigt wurden: Stellvertreter Hermannjosef Berg, Schriftführerin Anita Zimmermann und Schatzmeister Harald Machill. Neben Gerd Friedrichs und Gisela Müller verstärkt Christian Schäfer das Team der Beisitzer. Als eine seiner letzten Amtshandlungen nutzte Dr. Kreuter die Mitgliedsversammlung, um über die Arbeit des Fördervereins zu informieren. Durch Spenden sowie Mitgliedsbeiträge konnten in den vergangenen Jahren zum Beispiel ein hochmoderner Arthroskopie-Turm für den OP sowie eine nicht weniger moderne Kaffeemaschine für die Cafeteria angeschafft werden. Schülerinnen und Schüler der Pflegeschule freuten sich über iPads, angehende Gastroenterologinnen und Gastroenterologen über einen Endoskopie-Workshop. Nach der Flutkatastrophe im Sommer 2021 konnten hohe Spendensummen an die vielen flutbetroffenen Mitarbeitenden des Krankenhauses ausgezahlt werden.

Wer die Arbeit des Fördervereins unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen, als Mitglied beizutreten. Auch Spenden sind jederzeit willkommen. Entsprechende Informationen finden Interessierte auf der Homepage des Krankenhauses unter www.marienhaus-klinikum-ahr.de. Horst Gies und seine Vorstandskollegen freuen sich über jedes Mitglied und jede Spende: „Wenn viele einen kleinen Beitrag leisten, können wir gemeinsam so einiges erreichen!“

Kategorien
News

Lesung und Gespräch mit CDU-Vize Carsten Linnemann am Montag 24. Oktober in Maria Laach

Maria Laach – Carsten Linnemann, Autor des Buches „Die ticken doch nicht richtig!“, ist am Montag, den 24.10.2022, im Laacher Forum zu Gast. Er erklärt in seinem Buch, wie Politik das Vertrauen der Menschen zurückgewinnen kann. »Ticken die in Berlin noch richtig?« Diesen Satz bekommt Carsten Linnemann immer wieder zu hören. Daraus spricht das Gefühl vieler Menschen, dass die Politik die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger nicht mehr ausreichend kennt; ihre Probleme nicht mehr löst.

Der CDU-Politiker Carsten Linnemann wird geschätzt für seine Geradlinigkeit und Klarheit. Auch in seinem neuen Buch nimmt er kein Blatt vor den Mund. Linnemann erklärt den Absturz seiner Partei bei der letzten Bundestagswahl und die Fehler, die in den Jahren davor gemacht wurden und von der aktuellen Regierung fortgesetzt werden. In seinem Buch macht er deutlich, warum Deutschland dringend eine große Staatsreform braucht, um die verkrusteten Strukturen aufzubrechen. Seiner Meinung nach hat die Politik nur dann eine Chance, das schwindende Vertrauen der Menschen zurückzugewinnen.

Für Carsten Linnemann geht es ums Ganze: um seine letzte Chance, jene Ziele doch noch zu erreichen, deretwegen er in die Politik gegangen ist; es geht ihm darum, der CDU den Status als Volkspartei zu erhalten; und darum, ein Land zu reformieren, das seinen Wohlstand zu verlieren droht.

Dr. Carsten Linnemann MdB, geb. 1977. Nach dem Wehrdienst Studium der Betriebswirtschaftslehre an der FDHW Paderborn. Es folgte das Promotionsstudium der Volkswirtschaftslehre an der TU Chemnitz. 2006 bis 2007 war er Assistent des Chefökonomen der Deutschen Bank, Prof. Norbert Walter. Vor seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter arbeitete er als Volkswirt bei der IKB Deutsche Industriebank im Bereich Konjunktur und Mittelstand. 2009 erfolgte seine direkte Wahl in den Deutschen Bundestag (Wahlkreis Paderborn). Seit 2013 ist er Bundesvorsitzender der Mittelstandsvereinigung der CDU/CSU (MIT) und auch Mitglied im Bundesvorstand der CDU Deutschlands. 2018 wurde er zum Stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU/ CSU-Bundestagsfraktion gewählt. Ehrenamtlich engagiert er sich u. a. für die Stiftung LEBENSlauf, deren Gründer und Vorsitzender er ist.

Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr (Einlass ab 19.00 Uhr) im Klosterforum Maria Laach. Tickets zum Preis von 18,00 € sind in der der Buch- & Kunsthandlung Maria Laach sowie online unter www.ticket-regional.de oder bei allen Ticket-Regional Vorverkaufsstellen erhältlich.

Seit über 920 Jahren besteht die Abtei Maria Laach als Kloster des Benediktiner-Ordens. Das katholische Kloster zählt zu den geistigen und spirituellen Zentren im nördlichen Rheinland-Pfalz. Rund 30 Mönche leben in dem Klostergebäude. Die Begegnungsstätte für Kunst, Kultur, Erholung und Musik bietet Angebote für jeden Geschmack. Ausstellungen, Lesungen oder Konzerte werden Kulturinteressierten regelmäßig angeboten. Darüber hinaus laden die Wanderwege rund um den Laacher See zu Bewegung ein. Die Abtei gilt als eines der attraktivsten Ausflugs-Ziele in Rheinland-Pfalz. Jährlich besuchen rund 700.000 Interessierte die abwechslungsreiche Klosteranlage.

 

Kategorien
News

Mit dem Ortsbus zum Wochenmarkt – Neue Buslinie in Aachen startet am Donnerstag 20. Oktober

Aachen – „Ein großer Bahnhof für einen kleinen Bus“, stellt Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler den kleinen Bus auf dem Eilendorfer Wochenmarkt vor. Mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Rollator einen Wochenmarkt zu besuchen, ist nicht immer einfach. In Eilendorf wird ab dieser Woche ein so genannter Ortsbus Abhilfe schaffen. Die neue Buslinie startet am 20. Oktober zu einem mehrmonatigen Probebetrieb und fährt immer donnerstags zu den Markttagen durch den Bezirk. Damit sind der Markt, das Oberdorf, das Neubaugebiet und die an der Strecke liegenden Arztpraxen und Geschäfte für die Eilendorfer*innen gut erreichbar. Der Kleinbus bietet Platz für 24 Fahrgäste, hat zwölf Sitzplätze und ist mit einer Klapprampe ausgestattet. So können auch Fahrgäste mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen bequem ein- und aussteigen.

Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler ist begeistert, dass das Projekt nun endlich ins Rollen kommt: „Jeder, der sich damit befasst hat, hat dies mit Herzblut gemacht. Uns fehlte tatsächlich ein Bus, der den Ort durchquert.“ Karin Liljegren, Verkehrsplanerin vom Fachbereich für Verkehrsplanung und Mobilität der Stadt Aachen freut sich ebenfalls über die Umsetzung: „Es ist wichtig, umweltfreundliche Alternativen für das Auto anzubieten. Wir hoffen, dass das Angebot rege genutzt wird.“

Der neue Eilendorfer Ortsbus ist jeden Donnerstag zwischen 8.40 Uhr und 13 Uhr im Halbstundentakt unterwegs. Ziel und Start ist der Eilendorf Markt. Zum Fahrplan gibt es ein eigenes Faltblatt, das in Eilendorf ausgelegt wird und das online über www.aseag.de einzusehen ist. Pro Fahrt ist ein Ticket für Kurzstrecken, ein Flugs-Ticket, zu kaufen. Das kostet derzeit 1,70 Euro. „Als besonderes Bonbon, kann man in Eilendorf mit dem Flugs-Ticket sogar durch den ganzen Ort statt nur vier Haltestellen fahren“, verrät Klaus-Dietfried Büttner-Zedlitz von der Angebotsplanung der ASEAG.

In Brand wird das Angebot eines Ortsbusses bereits seit November 2020 genutzt. Dort werde der Ortsbus bald in den Regelbetrieb gehen, wie Tobias Capellmann von der Angebotsplanung der ASEAG ankündigte. Aufgrund der Erfahrungen mit dem Kleinbus in Brand hat Klaus-Dietfried Büttner-Zedlitz keine Bedenken, dass das neue Angebot auch in Eilendorf gut ankommt.

 

Kategorien
News

35. Historischer Handwerker-Markt in Kommern war ein großer Erfolg

Kommern – „Überwältigende Besucherzahlen“ Bestes Herbstwetter, gut gelaunte Besucher und rund 80 Aussteller machten den 35. Historischen Handwerkermarkt in Kommern zum Erfolg – Kirmes lockte mit Fahrgeschäften, Buden und abwechslungsreichem Programm.

Sie wäscht sich nur zweimal im Jahr. Ostern und Weihnachten. Und was ist mit Halloween? „Da wasche ich mich erst recht nicht, da muss ich doch extra stark nach Schwefel riechen“, sagt Hexe Cara, während sie durch Kommerns Straßen schlendert und die Blicke der Menschen auf sich zieht. Cara ist extra aus dem Mittelalter für Kirmes und Handwerkermarkt angereist. Eine Anreise, die sich lohnen sollte: Denn in den historischen Gassen gab es am Wochenende allerlei zu sehen und zu erleben.

„Wir sind vollends zufrieden“, zieht auch Rolf Jaeck an Kirmesmontag eine positive Bilanz. „Die Besucherzahlen waren überwältigend“, ergänzt der Vorsitzende des Kommerner Vereinskartells. Die vielen Besucher machen auch die Schausteller und die rund 80 Austeller des 35. Historischen Handwerkermarkts glücklich. „Das ist gut, dann kommen sie auch wieder“, sagt Rolf Jaeck. Das erleichtert auch die Arbeit seiner Frau Conny und von Jil Schomer, die den Markt alljährlich organisieren. Allerdings müssen sie für eine Attraktion im kommenden Jahr Ersatz suchen.

Letztes Gastspiel des Korbmachers

Denn Korbmacher Wolfgang Gladziewski gab sein letztes Gastspiel in Kommern. Demnächst hört er auf, teilte er seinen Kunden per Aushang mit. Die waren erneut begeistert von seiner Handwerkskunst und seinen ganz unterschiedlichen Produkten aus Weide. Die wird es zum Glück auch in Zukunft noch geben. Denn der hauptberufliche Korbmacher aus dem rheinland-pfälzischen Mückeln und seine Frau werden die Werkstatt weiterbetreiben und sind über www.eifelkorbmacher.de erreichbar.

Eine nicht ganz so weite Anreise wie der Korbmacher hatten Andreas Schäfer und Jasmin Schleder vom Familienbetrieb Schäfer aus Gehn. Ihre glücklichen Hühner produzieren dort Eier mit einem kräftig-gelben Dotter. „Dank Hühnermobil und Futter auf natürlicher Basis“, sagt Andreas Schäfer, der nicht nur die Eier vermarktet, sondern auch köstlichen Eierlikör oder schmackhafte Eiernudeln in verschiedenen Variationen.

Variantenreich waren auch die übrigen Stände. Hier gab es herbstliche Dekorationen zu kaufen, dort wurden Taschen von der Maschenzauberei angeboten und wieder einen Stand weiter gab es filigrane Glaskunst zu bestaunen. Besondere Aufmerksamkeit zogen auch die Aktiven des Heimatvereins Wulfen auf sich – einerseits durch ihre historischen Trachten, andererseits durch ihre Präsentation alter Handwerkstechniken von der Schmiedekunst bis zur Flachsverarbeitung.

Entenangeln und Schießbude

All das bestaunten die zahlreichen Besucher bei bestem Herbstwetter. Die Stimmung in Kommerns pittoresken Gassen war angenehm entspannt und neben dem Handwerkermarkt freuten sich die Kirmesbesucher über die Auswahl an Fahrgeschäften und Buden, die zu einer Kirmes obligatorisch dazugehören – vom Entenangeln über die Schießbude bis hin zum Flugzeug-Karussell für die Kinder.

Herausgeholt hatten die Kommerner ihre Kirmes am Freitagabend. Anschließend standen die „Söhne Kommerns im beheizten Festzelt auf dem Arenbergplatz bereit, um ihre Gäste zu bewirten. DJ Björn legte dort zum Tanz auf. Am Samstag wurde im Festzelt Ü30-Party mit DJ gefeiert. Nach dem Hochamt am Sonntag fand zunächst die Kranzniederlegung am Ehrenmal und anschließend ein Rundgang über die Kirmes mit den Ortsvereinen, dem Tambourcorps und dem Musikverein statt.

Das Vereinskartell Kommern, Organisator der Kirmes, hatte danach ins Festzelt zum Frühschoppen mit dem Musikverein Eicks eingeladen. Am Nachmittag war das Zelt dann Schauplatz für Uwe und Kinder sowie ein Mitsingkonzert. Der Montag begann mit Musik der „Eifeler Blechwerker“ und anschließend durften die Kinder beim Kindertag zweimal Fahrgeschäften nutzen, mussten aber nur einmal zahlen.

„Dafür hat das Vereinskartell rund 1000 Kärtchen ausgegeben“, sagt Rolf Jaeck, dem diese Aktion für Kinder besonders wichtig ist. Genauso wie das Aufräumen am Dienstag nach der Kirmes. „Der Ort soll für Besucher dann wieder ordentlich aussehen“, so der Vorsitzende des Vereinskartells, der sich Jahr für Jahr auf viele freiwillige Helferinnen und Helfer verlassen kann, die bereitwillig mit anpacken.

Kategorien
News

Volkstrauertag im Kreis Ahrweiler – Bundespräsident a.D. Gauck zu Gast

Ahrweiler – Öffentliches Gedenken auf dem Soldatenfriedhof in Sinzig-Bad Bodendorf. Bundespräsident a.D. Joachim Gauck hält in diesem Jahr die Hauptrede bei der Gedenkstunde des Kreises Ahrweiler anlässlich des Volkstrauertages am 13. November. Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr auf dem Soldatenfriedhof in Sinzig-Bad Bodendorf. Das teilt die Kreisverwaltung mit.

Gauck wird in seiner Ansprache zum Volkstrauertag insbesondere über die aktuellen Herausforderungen dieser Zeit sprechen: Ukraine-Krieg, Demokratie und Vertrauen in die Politik. Während seiner Amtszeit als Bundespräsident von 2012 bis 2017, die unter anderem von der Flüchtlingskrise geprägt wurde, war es ihm stets ein Anliegen, sich für parlamentarisch-demokratische Strukturen, Bürgerbeteiligung und Versöhnung einzusetzen. Seit 2017 ist der studierte Theologe Ehrenvorsitzender der Vereinigung „Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.“.

Landrätin Cornelia Weigand, die in das Gedenken einführen wird, lädt ausdrücklich auch die jüngere Generation zur Veranstaltung ein. Seitens der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden Sinzig sind Eingangsworte und ein Schlussgebet vorgesehen. Die musikalische Gestaltung übernimmt der Posaunenchor Bad Neuenahr sowie der Männergesangverein Eintracht Westum.

Im Gedenken an die Opfer der Kriege werden Trauerkränze durch die Landesregierung Rheinland-Pfalz, die Bundeswehr, den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sowie den Sozialverband VdK niedergelegt. In Bad Bodendorf sind rund 1200 Soldaten beerdigt, die gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in der Region fielen oder in den Kriegsgefangenenlagern Remagen und Sinzig starben. Der Volkstrauertag ist ein staatlicher Gedenktag für alle Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft.

Kategorien
News

Moderne und zukunftsfähige Berufskollegs

Euskirchen – Kreisverwaltung und Kreispolitik auf „Studienreise“ zu „Vorzeige-Berufsschulen“ in Hamburg und Westerburg – Förderung selbst-organisierter Lernformen im Fokus. Selbstorganisiertes Lernen in Teamarbeit, Stärkung der Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler, dazu offene und transparente Räume mit hoher Aufenthaltsqualität: Ist das die Zukunft unserer Berufsschulen? Mit dieser Frage beschäftigen sich aktuell Kreispolitik und -verwaltung mit Blick auf die beiden Berufskollegs im Kreis Euskirchen. Das Thomas-Eßer-Berufskolleg (TEB) in Euskirchen und das Berufskolleg Eifel (BKE) in Kall sind durch die Flut im Sommer 2021 schwer getroffen worden.

„Wir werden die beiden Berufskollegs nicht nur wiederaufbauen, sondern sie zukunftssicher gestalten – mit modernen Lehr- und Lernbedingungen“, betont Landrat Markus Ramers. „Das wird ein echter Modernisierungsschub für die berufliche Bildung im Kreis Euskirchen.“ Wie das konkret aussehen könnte, wird aktuell diskutiert. Anregungen und Ideen holten sich Verwaltung und Politik jetzt bei zwei Exkursionen nach Hamburg und Westerburg. Besucht wurden in Hamburg die BS07 (Bergedorf) Berufliche Schule für Wirtschaft, Verkehrstechnik und Berufsvorbereitung und die BS 25 Berufliche Schule Holz, Farbe, Textil. In Westerburg wurde die BBS07 besucht.

Alle Schulen wurden wie die beiden Berufskollegs des Kreises Euskirchen in den 1960-iger und -70-iger Jahren erbaut und in den vergangenen Jahren nach skandinavischen Vorbildern saniert. Die auf skandinavischen Konzepten beruhende Schul- und Unterrichtsentwicklung hat die BBS Westerburg über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht. „Ein zentrales Merkmal der dortigen Schul- und Unterrichtsentwicklung ist die Abkehr von geschlossenen Unterrichtsräumen und die Förderung selbst-organisierter Lernformen“, sagt Birgit Schlemmer, die Leiterin des Kreis-Schulamtes.

Die Besichtigungen fanden während des Unterrichtsbetriebes statt. Die Besucher erfuhren, dass die Offenheit und Transparenz des modernen Lernraumkonzeptes und ein konzentriertes Arbeiten der Schülerinnen und Schüler einzeln oder in Teams und Lerngruppen miteinander gut vereinbar sind.

„Beeindruckend, insbesondere an der BS25 in Hamburg, waren die vielen verschiedenen Aufenthaltsqualitäten auf den jeweiligen Compartmentebenen der Ausbildungsvorbereitung“, betont Birgit Schlemmer.  „Die Architektur mit einem offenen multifunktionalen Raumkonzept und viel Glas statt Betonwänden, eine Schulausstattung mit modernem flexibel nutzbarem Mobiliar und das pädagogische Konzept ergaben ein stimmiges Bild, das sich in den wertschätzenden Meinungen der befragten Schülerschaft und Lehrerkräfte wiederfand.“

Auch die Schulleitungen des TEB und des BK Eifel zeigten sich beeindruckt „Das Lernen wird nach der Neugestaltung unserer Schule zukünftig auch bei uns auf Lernebenen stattfinden“, so BKE-Schulleiter Holger Mohr. In den neu gestalteten Etagen der Kaller Schule sollen die Lernenden künftig Problemstellungen des Unterrichts in selbstorganisierten Formen lösen. „Damit bereiten sich unsere Schülerinnen und Schüler auf die zukünftigen Anforderungen ihres Berufslebens vor und schaffen sich eine gute Grundlage“, ergänzt Eva Samrotzki vom Schulleitungsteam. Schulleiter Holger Mohr fasst zusammen: „Das Berufskolleg Eifel freut sich sehr auf die architektonische Erneuerung und die daraus resultierenden Impulse. Als Kollegium bereiten wir bereits den Wandel vor. Und mit uns erwarten die Lernenden, Eltern und Betriebe ungeduldig den Beginn der Bauarbeiten!“

Auch TEB-Schulleiter Hermann Wilkens hat viele positive Eindrücke von der „Studienreise“ mitgenommen: „Wir haben in Hamburg und Westerburg eindrucksvolle Schulgebäude gesehen, die offen und transparent gestaltet sind, um selbstständiges, problemlösendes und kompetenzorientiertes Lernen ermöglichen. Ebenso waren wir sehr beeindruckt, wie offene, moderne Lernebenen durch flexibles Mobiliar gestaltet werden können. Auch Beispiele zur Integration mobiler Endgeräte wie Notebooks und Tablets im schulischen Alltag waren sehr überzeugend.“

Gemeinsam mit Architekten und Fachplanern wird nun die bauliche Umsetzung des didaktischen Konzeptes erarbeitet.

Kategorien
News

„Schräge Vögel“ wurde 50 – Rundes Jubiläum bei der DRK-Kita Schleiden-Olef

Schleiden-Olef – Ein halbes Jahrhundert gibt es die Rotkreuz Kita „Schräge Vögel“ in Olef nun schon – und das wurde gebührend gefeiert. Ein buntes Mitmach- und Zirkusprogramm waren dabei nur ein Teil des groß-angelegten Programms.

So eröffneten die Kinder samt Team das Fest mit einer Aufführung: „Die Geschichte vom schrägen Vogel Robert“. Kita-Leitung Petra Kessel erläuterte: „Wir möchten in unserer Kita jeden »schrägen Vogel« herzlich willkommen heißen. So vermitteln wir den Kindern, dass jeder Mensch einzigartig ist, aber alle gleich wertvoll sind. Das zu erfahren ist spannend und macht Spaß! Wir können viel voneinander lernen und sind selbst auch gerne ein bisschen spontan, lustig und verrückt.“

Im Anschluss enthüllte man gemeinsam im Konfettiregen das neue Logo des Kindergartens. Christel Förster, die die Kita ganze 40 Jahre lang geleitet hatte, erzählte über den Werdegang der Einrichtung und so manche Anekdoten aus Ihrer langen Zeit in der DRK-Kita Olef.

Feuerwehr und Zirkus-Aufführung

Des Weiteren konnten die Kinder an verschiedenen Aktionen teilnehmen. Die Schleidener Feuerwehr hatte eine Mitmach-Aktion vorbereitet, es gab Mal- und Bastelangebote, eine Edelstein-Suche, eine Hüpfburg und Großbausteine. In einem „Kreativ-Pavillon“ wurden sogar gebastelte Werke der Kinder und Erzieherinnen zum Verkauf angeboten.

Nachmittags gab es eine Zirkusvorführung mit Tobias Kirstgen vom Zirkus-Theater „Standart“, der die Besucher mit seinen Darbietungen über eine Stunde lang in seinen Bann zog. Für das leibliche Wohl war mit Suppe, Pommes-Bude, Cafeteria und Getränkestand bestens gesorgt.

„Es war ein sehr schönes Fest und wir danken allen, die uns so großartig und tatkräftig unterstützt haben!“, resümierten die „schrägen Vögel“ schließlich.

Kategorien
News

Ovationen für Kosaken – Gastspiel des legendären ukrainischen Serge-Jaroff-Chores

Mechernich-Kallmuth – Erfolgreiche Europatournee und Frieden für die Heimat gewünscht. Von einer Sekunde auf die andere füllte sich das dicht mit Menschen besetzte Kallmuther Kirchenschiff mit einem unwirklich tiefen und unendlich dunklen Ton. Einem Ton aus acht Kehlen, ein Klang, fast zum Greifen, so raumfüllend und so meisterlich gehalten, dass die Sänger das Atmen vergessen haben mochten…

Auch das Publikum hielt den Atem an, aber nur bis zum ersten donnernden Applaus an diesem Konzertabend in Kallmuth. Die Don Kosaken gastierten einmal mehr in St. Georg – das Ortskartell und Ortsbürgermeister Robert Ohlerth hatten das Gastspiel organisiert. Nicht nur, aber auch, damit sich die diesmal ausschließlich aus der Ukraine stammenden Sänger nach mehrjähriger Tourneepause wieder etwas verdienen konnten. Hundert Zuhörer/innen folgten der Einladung und waren offenbar restlos begeistert.

Der Applaus steigerte sich von Stück zu Stück und gegen Ende standen alle auf, um „Standing Ovations“ zu spenden – und mehrfach musste das achtköpfige Ensemble, das auf den legendären Serge Jaroff zurückgeht, wieder aus der Sakristei in den Altarraum der Kirche treten – und weitersingen, weil das Publikum „Da capo“ forderte.

Robert Ohlerth und Sakristan Marco Sistig hatten die Pfarrkirche St. Georg festlich illuminiert. Im sonst abgedunkelten Kirchenraum mit seiner wunderbaren Akustik kam die Stimmgewalt der Kosaken voll zum Zug.

Diese Art, zu singen, geht auf das legendäre Reitervolk der Kosaken am Don zurück, das ursprünglich aus wild zusammengewürfelten Reiterverbänden russischer, ukrainischer und polnischer Leibeigener, Abenteurer und Abtrünniger in den südlichen Steppengebieten Osteuropas bestand.

Die slawischen Kosaken gründeten ab dem 16. Jahrhundert eigene Siedlungen und Gemeinschaften und wurden zu Wehrbauern, die sich gegen die häufigen Überfälle asiatisch-stämmiger Reiternomaden (vor allem Krimtataren) verteidigen mussten. In der Ukraine bildete sich im 17. Jahrhundert das quasistaatliche Kosaken-Hetmanat heraus, das gegen die polnische Herrschaft kämpfte und später als Autonomie ins Zarenreich einging.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Kosaken durch die Bolschewiki verfolgt. Die Politik der Entkosakisierung, Massenerschießungen, Deportation, Emigration sowie die mit der Kollektivierung einhergehenden Hungersnöte dezimierten die Donkosaken erheblich.

Unauffällige Könner

Ihr Gesang ist Teil ihrer ethischen Integrität und von weltweitem Ruhm. Von großer Stimmgewalt und unscheinbar im Auftreten ist der Don-Kosaken-Chor auch 37 Jahre nach dem Tode Serge Jaroffs in den USA. In schlichtes Schwarz gekleidet stechen nur die rot eingefärbten Lampassen an den Nähten der Uniformhosen hervor.

Es wurde beim Kallmuther Konzert auch nicht viel gesprochen, es gab nur je eine Ansage im ersten, geistlichen, und zweiten, „weltlichen“ Konzertteil. Ansonsten ließen die Don Kosaken, die bereits 2019 und Mitte der neunziger Jahre zweimal in Kallmuth zu Gast gewesen waren, auch diesmal vor allem ihre erstklassige sängerische Ausbildung für sich sprechen.

„Herr erbarme dich unser“, das „Vater unser“, „Abendglocken“, „Christos tragos“, „Klosterballaden“ und als Zugabe das aus dem Großen Zapfenstreich bekannte pietistische Kirchenlied „Ich bete an die Macht der Liebe“, aber auch schwungvolle Volkslieder, bedächtige Balladen und Wechselgesänge zwischen allen Tonlagen versetzten das Publikum in Begeisterung.

Am Ende erklang „Guten Abend, gute Nacht“ – und Robert Ohlerth wünschte den ukrainischen Kosaken nicht nur eine weiterhin erfolgreiche Europatournee, sondern vor allen Dingen Frieden für ihre Heimat.