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Kreissparkasse Bitburg-Prüm verabschiedet langjährige Mitarbeiterinnen in den Ruhestand

Bitburg – In einer Feierstunde hat die Kreissparkasse Bitburg-Prüm vier langjährige Mitarbeiterinnen verabschiedet. Sparkassendirektor Rainer Nickels dankte Andrea Stark (Filiale Prüm), Brigitta Nösges (Filiale Bitburg), Elvira Reusch (Filiale Bleialf) und Karin Hoffmann (KundenServiceCenter) für die geleistete Arbeit und die langen Jahre der Treue zur Sparkasse.

Alles Gute für den neuen Lebensabschnitt wünschten ebenfalls Mark Kaffenberger (Mitglied des Vorstandes), Margit Keil (stv. Personalratsvorsitzende) und Stefan Krämer (Personalleiter).

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Durch Flut hohes Ansehen erworben – Kaller Löschzug verzeichnet starken Zuwachs

Kall – Bürgermeister Hermann-Josef Esser lobte das Engagement der Feuerwehr. 16 neue Einsatzkräfte – Heinen: „Feuerwehr wird weiblicher“ – Ehrenzeichen für langjährige Mitgliedschaft. Dass auch der Löschzug Kall nach der schlimmen Flutkatastrophe im Juli vergangenen Jahres nicht nur großen Zuspruch, sondern auch einen straken Zuwachse bekommen hat, wurde jetzt beim Kameradschaftsabend im Spiegelsaal in Golbach recht deutlich. Der Leiter der Feuerwehr der Gemeinde Kall, Harald Heinen, hatte alle Hände voll zu tun, um junge Männer und Frauen, die nach der Flut in den Löschzug eingetreten waren und ihre Grundausbildung oder Weiterbildungslehrgänge erfolgreich abgeschlossen hatten, zu befördern.

Nach dem Marathon von Ehrungen, Auszeichnungen und Beförderungen stellten sich alle Akteure zum Gruppenfoto. Foto: Reiner Züll

Hatten bisher die obligatorischen Kameradschaftsabende stets im eigenen Feuerwehrgerätehaus stattgefunden, so ist das nach der Zerstörung wichtiger Infrastruktur im Gebäude durch das Hochwasser im vergangenen Jahr nicht mehr möglich. Derzeit warten die Wehrmitglieder auf den Neubau eines neuen Domizils.

Hatten einen weiten Weg von Sachsen nach Kall hinter sich: Mit einem Gastgeschenk, das Kalls Löschzugführer Daniel Rütz (2.v.l.) entgegen nahm, gratulierten die Kameraden der Feuerwehr Ostrau zur Einsegnung des neuen Feuerwehrkrades. Links Bürgermeister Hermann-Josef Esser. Foto: Reiner Züll

Bezüglich des Neubaus berichtete Bürgermeister Hermann-Josef Esser, dass sich die Gemeinde um einen zügigen Neubau bemühe, der mit Kosten von rund 7,3 Millionen Euro aus Mitteln des Wiederaufbaus veranschlagt sei.

Die Gemeinde müsse jedoch auch einen Eigenanteil zwischen 2,5 und drei Millionen Euro aufbringen.  „Und ich versprechen Ihnen, dass wir das tun werden“, so Esser, der auch auf das aufwändige Ausschreibungsverfahren hinwies. Wegen des großen Volumens habe selbst die Planung für das neue Gerätehaus europaweit ausgeschrieben werden müssen. Sobald der Planer einen ersten Entwurf vorlege, werde die Arbeitsgemeinschaft Feuerwehr in das weitere Vorgehen eingebunden.

„Ich freue mich auf die nächsten Schritte“, sagte Esser. Nach der Genehmigung des Bauantrages könne es dann sehr schnell mit der Realisierung gehen, wie jetzt bei den beiden Geschäftshäusern am Bahnhofsvorplatz zu beobachten sei. Die dort angewandte modulare Bauweise, die die Bauzeit um mehr als Hälfte verkürze, könne eventuell auch für das neue Gerätehaus interessant sein.

Hermann-Josef Esser freute sich auch über die vielen neuen Gesichter in den Reihen der Aktiven. Den starken Zuwachs erklärte der Bürgermeister damit, dass sich die Feuerwehr während und nach der Flut ein „hohes Ansehen“ erworben habe. Sie sei aber auch anfällig geworden für Instrumentalisierung, wer wohl der größte Freund der Feuerwehr sei. Hermann-Josef Esser: „Ich werde in diesen Wettbewerb nicht einsteigen, denn die Bäume wachsen auch jetzt nicht in den Himmel.“ Während die jährliche Feuerschutzpauschale des Landes für die Gemeinde Kall mit 50.000 Euro fast unverändert sei, seien die Preise für Löschfahrzeuge in den letzten zehn Jahren um 50 Prozent gestiegen.

Die Gemeinde stehe vor vielen finanziellen Herausforderungen wie zum Beispiel  die Ausstattung der Kindergärten, die Bleisanierung der Spielplätze und die Digitalisierung in den Schulen. Trotzdem treibe man die Ersatzbeschaffung von Löschfahrzeugen voran. Ein neues Fahrzeug für die Löschgruppe Sistig stehe bevor, für die Löschgruppe Wahlen sei eine Neuanschaffung für das nächste Jahr vorgesehen.

Der Bürgermeister dankte allen Feuerwehrmitgliedern für ihre Einsatzbereitschaft und die Teilnahme an Schulungen, Lehrgängen oder Weiterbildungen, für die sie viel Freizeit geopfert hätten. Esser: „Ich bin stolz un dankbar, zu Euch sprechen zu dürfen und mit Euch diesen Abend zu verbringen“.

Im Spiegelsaal stand an diesem Abend auch das neue Feuerwehrkrad, dass die Kaller Wehr von der US-Firma Harley Davidson als Prototyp eines Einsatzkrades geschenkt bekommen hatte. Die Einsegnung des Krades vollzog der Pfarrer und Domkapitular Hajo Hellwig, der der Feuerwehr ganz besonders dankte. Bei der Flut im letzten Jahr  habe er als Betroffener selbst von der Feuerwehr Hilfe bekommen.

Eine Abordnung der befreundeten sächsischen Feuerwehr Ostrau gratulierte dem Löschzug zur Einweihung des neuen Feuerwehrkrades mit einem Glasrelief, in das ein Motiv des neuen Einsatzfahrzeuges eingraviert war. Das Kunstwerk, so der Ostrauer Wehrleiter Demy Thomas, soll später einen Platz im neuen Feuerwehrgerätehaus bekommen.

Nach der schlimmen Flut im vergangenen Jahr konnte die Kaller Feuerwehr den Zulauf von 16 aktiven Einsatzkräften verbuchen. Und so hatten Gemeindewehrleiter Harald Heinen und dessen Stellvertreter Andreas Lang alle Hände voll zu tun, Lehrgangs- Zeugnisse und auszuhändigen. Zahlreiche junge Frauen und Männer, die die erforderlichen Lehrgänge erfolgreich abgeschlossen hatten, wurden befördert.

Zudem gab es treue Mitglieder zu ehren. Für 40-jährige Mitgliedschaft bekam Hauptbrandmeister Georg Lünebach das silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen der Sonderstufe vom Verband der Feuerwehren NRW. Die gleiche Auszeichnung in Gold übergab Harald Heinen dem Unterbrandmeister Herbert Kohlgraf, der auf eine 50-jährige Mitgliedschaft im Löschzug Kall zurückblicken kann.

Beförderungen und Ernennungen

„Die Feuerwehr in Kall ist weiblicher geworden“, sagte der Kaller Gemeindewehrleiter Harald Heinen, als er eine große Zahl von jungen Männern und Frauen nach erfolgreichen Lehrgangsabschlüssen beförderte. Mit Mirah Hoener, Lea und Jana Kurtensiefen sowie Lena Friedrichs konnte Heinen gleich vier junge  Neulinge zu Feuerwehrfrauen befördern. Die Anwärter Felix Mertens, Kevin Ließen, Janas Dreßen, Erik Heinen und Hubertus Klinkhammer wurden zu Feuerwehrwehrmännern befördert.

Oberfeuerwehrmänner nennen dürfen sich künftig Benedikt Müller, Christian Wirtz, Nico Darowski und Florian Friedrichs. Alexander Lang wurde zum Hauptfeuerwehrmann ernannt. Die Brandmeister Andreas Höger und Michael Knie wurden von Heinen zu Oberbrandmeistern  befördert.

Ihre offizielle Ernennung zu Gerätewarten übergab der Gemeindewehrleiter an die beiden Einsatzkräfte Lukas Keutgen und Michael Knie. Schriftlich haben nun auch Jugendwart Stefan Horbach und dessen Stellvertreterin Sabrina Friedrichs ihre Ernennungen zur Leitung der Jugendfeuerwehr des Löschzuges. (Reiner Züll)

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Thouet-Mundartpreis der Stadt Aachen 2023 geht an Laura Lennartz

Aachen – Am 19. Oktober hat der Verein Thouet-Mundartpreis der Stadt Aachen e.V. gemeinsam mit Bürgermeisterin Hilde Scheidt bekanntgegeben, dass Laura Lennartz Preisträgerin des Jahres 2023 sein wird. Die 1999 geborene Tochter des Vereins-Vorstandvorsitzenden Ägid Lennartz liebt ihre Heimatsprache und steckt damit auch viele ihrer Freundinnen und Freunde an. Als Botschafterin des Öcher Platt entspricht sie dem erklärten Ziel des Thouet-Mundartpreises, Öcher Platt auch bei jungen Menschen lebendig zu halten.

Schon mit acht Jahren singt Laura Lennartz mit ihrem Vater Ägid Lennartz beim Aachener Stadtfest Öcher Platt-Lieder. Es folgen Auftritte mit Dirk von Pezold und Jupp Ebert bei der Verleihung des Ordens wider den tierischen Ernst und mit ihrer Duett-Partnerin Gitta Haller beim SeptemberSpecial. Zahlreiche Auftritte bei Öcher Platt-Gottesdiensten in der Aachener City Kirche und in St. Fronleichnam gehören ebenfalls zu ihrem Repertoire. Seit zwei Jahren singt sie mit Sophie Sassen in der Band Titze Lejjenad.

Die unterhaltsam von einem 14köpfigen Chor gesungene Antragung des Preises war verbunden mit der Ansage des Vereins, zukünftig Veranstaltungen anbieten zu wollen, um mehr jungen Menschen Öcher Platt nahezubringen.

Seit mehr als drei Jahrzehnten zeichnet der Thouet-Preis als Mundartpreis der Stadt Aachen Persönlichkeiten, Vereine und Institutionen aus, die sich um den Erhalt der Aachener Mundart verdient gemacht haben. Die Preisverleihung findet traditionell am 6. Januar statt. Zuletzt hatte Albert Henrotte – aus Corona-Gründen ausnahmsweise am 20. August – den Mundartpreis 2022 bei einem stimmungsvollen Festabend im Krönungssaal des Aachener Rathauses entgegengenommen.

Mehr Infos: www.thouet-mundartpreis.de

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Nordrhein-Westfalen unterstützt alle Schulen bei der Umstellung auf G9

Region/Düsseldorf – Ab sofort können auch Träger privater Gymnasien Zuschüsse für Bauinvestitionen beantragen, die im Zuge der Rückkehr zu G9 durchgeführt werden müssen. Insgesamt stehen dafür 51,1 Millionen Euro zur Verfügung. Die entsprechende Förderrichtlinie ist in Kraft.

Schulministerin Dorothee Feller: „Durch die Umstellung auf G9 und die damit einhergehende zusätzliche Jahrgangsstufe wird in den nordrhein-westfälischen Gymnasien mehr Raum benötigt. Deshalb hat das Land den öffentlichen Schulträgern für die Schaffung und Ausstattung von Schulraum bereits 518 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das Land ist auch den Ersatzschulen in privater Trägerschaft ein verlässlicher Partner und unterstützt diese deshalb ebenso bei den erforderlichen Baumaßnahmen.“

Mit der „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für notwendige Baumaßnahmen an Ersatzschulen und Schulen nach §124 Absatz 4 Schulgesetz infolge der Wiedereinführung des neunjährigen Bildungsgangs an Gymnasien“ wird die Grundlage für die Durchführung der Fördermaßnahmen für G9-bedingte Bauinvestitionen nun auch für die Ersatzschulen in Nordrhein-Westfalen geschaffen.

Bereits am 15. Dezember 2021 hatte der nordrhein-westfälische Landtag mit dem Beschluss des Haushaltgesetzes 2022 entschieden, dass auch der zusätzliche Finanzbedarf von Ersatzschulen für erforderliche Bauinvestitionen, der durch die Umstellung auf den neunjährigen Bildungsgang entsteht, durch das Land bezuschusst werden sollte. Für diesen Zweck wurden insgesamt 51,1 Millionen Euro – verteilt auf die Haushaltsjahre 2022 bis 2026 – bereitgestellt.

Einen Antrag auf Zuwendung können Träger von Ersatzschulen stellen, die Eigentümer oder Nutzungsberechtigte des Schulgebäudes sind und keine Aufwendungen für Miete oder Pacht gegenüber dem Land geltend machen. Gefördert werden die Planung und Durchführung von Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen sowie die Erstausstattung der zu schaffenden Räume. Voraussetzung ist dabei stets, dass die zu fördernde Maßnahme notwendig ist zur Deckung eines zusätzlich entstehenden Raumbedarfs, der auf die Wiedereinführung des neunjährigen Bildungsgangs an Gymnasien zurückzuführen ist.

Die aus der Ersatzschulfinanzierung bereits bekannten und bewährten Parameter „Baukostenrichtsätze“ und „Raumprogramm“ ermöglichen bei der Ermittlung der Förderhöchstsätze auch hier eine transparente, einfache, aber auch sachgerechte Bezuschussung. Eine baufachliche Prüfung ist nicht erforderlich. Der vorzeitige Umsetzungsbeginn einer förderfähigen Maßnahme ist unschädlich, sofern er nicht vor dem 1. Januar 2022 datiert.

Die Anträge sind bis zum 31. Juli 2023 bei der jeweiligen Bewilligungsbehörde einzureichen. Bewilligungsbehörde ist die Bezirksregierung, in deren Bezirk der Schulstandort liegt.

Mehr Informationen zur Umstellung der Gymnasien auf G9 finden Sie hier.

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„Meine kleine Scheune“ – Der Dorfladen in Hauroth

Kaisersesch/Hauroth – Als Stephanie Gilles mit ihrem Mann David ihre kleine Scheune im November 2020 eröffnete, hat sie wohl selbst nicht damit gerechnet, dass sich der kleine Dorfladen in den folgenden Jahren immer mehr zur Anlaufstelle für die Dorfbevölkerung entwickelt.

Der gut sortierte Dorfladen ist in einer urtümlichen und liebevoll sanierten Scheune im Mittelpunkt der Ortsgemeinde Hauroth untergebracht. Das Ehepaar legt dabei einen großen Wert auf regionale Herkunft ihrer Lebensmittel. Neben frischen Grundnahrungsmitteln im Hofladen liegt ein weiterer Schwerpunkt auf ausgewählten Futtermitteln für die tierischen Lieblinge ihrer Kunden. „Inzwischen hat sich dies auch rumgesprochen“, erzählt Stephanie Gilles mit einem Augenzwinkern. „Unsere Kunden begrüßen wir aus allen anliegenden Landkreisen.“

Gerade im Bereich der Futtermittel gibt es einen steigenden Bedarf an Beratungskompetenz, die von der Haurotherin mit viel Leidenschaft und Herzblut ins Unternehmen eingebracht wird. Das eigene Hobby zum Beruf machen ist wohl der Traum der meisten Menschen und so hat natürlich auch der Reitsportbedarf Einzug gehalten im kleinen Dorfladen. Für die Zukunft ist noch einiges in der kleinen Scheune in Hauroth geplant.

Bürgermeister Albert Jung, Ortsbürgermeister Stefan Schneider und Wirtschaftsförderer Mario Leidens wünschen dem ganzen Team des Dorfladens „Meine kleine Scheune“ weiterhin viel Erfolg.

 

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Mit Green Economy auf die Zukunft vorbereitet sein

Euskirchen – Neues Förderinstrument für die Wirtschaft: Transformationsberatung NRW jetzt auch bei der Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen. Unternehmen sind gefordert, sich klima- und umweltfreundlich, nachhaltig und digital weiter zu entwickeln. Einerseits müssen sie das, um wettbewerbsfähig zu bleiben und um gesetzliche Anforderungen zu erfüllen. Andererseits legen aber auch Kunden und Endverbraucher immer höhere Anforderungen an umwelt- und ressourcenschonende Produkte und Dienstleistungen. Auch bei der Bindung und Gewinnung von Fachkräften kommt es zunehmend darauf an, sich als umwelt- und klimabewusster Arbeitgeber zu präsentieren.

Die Landesregierung NRW hat es sich daher zum Ziel gesetzt, Nordrhein-Westfalen zur ersten klimaneutralen Region Europas zu machen. Mit dem neuen Förderprogramm „Transformationsberatung“ unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen kleine und mittelständische Unternehmen beim Übergang zu klimaneutralem und digitalem Wirtschaften. Neue Unternehmenskulturen zu entwickeln, Prozesse und Produkte ökologisch zu modernisieren, Arbeitsorganisationen fit für die Zukunft zu machen und neue Wege in der Kompetenzentwicklung zu gehen, sind wichtige Stellschrauben für diesen Übergang.

Gewährt werden Zuschüsse für Beratungen von Unternehmen in NRW, zu deren strategischer Ausrichtung und Umsetzung von Maßnahmen im Themenfeld „Green Economy“, z.B.: ökologische Modernisierung und Produktgestaltung, Umstellung von Wertschöpfungsketten, Ressourceneffizienz und Emissionsreduktion, Etablierung umweltbewusster Denkweisen sowie arbeitsorganisatorische Veränderungen durch Umwelt- oder Gemeinwohlbilanzierung.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor in jedem Transformationsprozess sind die Beschäftigten. Im Rahmen einer Transformationsberatung muss daher auch immer eine auf die Mitarbeiter ausgerichtete Kompetenzentwicklungsstrategie, einschließlich Weiterbildungsbedarfen, erarbeitet werden. Gefördert werden bis zu 40 % der notwendigen Ausgaben für 1 bis 12 Beratungstage, höchstens 400 Euro pro Beratungstag.

Antragsberechtigt sind Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten. Die Förderung kann grundsätzlich auch von Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten beantragt werden. Um von der Transformationsberatung profitieren zu können, benötigen Unternehmen vorab einen Beratungsscheck, den sie bei der Stabsstelle für Struktur- und Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen, Christof Gladow, Telefon: 02251/ 15370, E-Mail: christof.gladow@kreis-euskirchen.de, beantragen können.

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Stadt Mayen erhält Agenda 2030 Anerkennungs-Urkunde in Hamburg

Mayen/Hamburg – Extra nach Hamburg angereist ist Klimaschutzmanager Helge Lippert, um im Rahmen des 7. Agenda 2030 Vernetzungstreffen stellvertretend für die Stadt Mayen feierlich die Anerkennungsurkunde entgegenzunehmen.

Bereits zu Beginn des Jahres hat die Stadt Mayen die Musterresolution des „Clubs der Agenda 2030 Kommunen“ unterzeichnet und ist dadurch Mitglied im Club der mittlerweile über 200 Agenda 2030 Kommunen geworden. Nun hatte kürzlich das jährliche Vernetzungstreffen dieser Kommunen in Hamburg stattgefunden. Höhepunkt der Veranstaltung war die Überreichung der Anerkennungsurkunden, an die Vertreter der in diesem Jahr neu beigetretenden Kommunen.

Mit dem Beitritt und der nun auch offiziell erfolgten Anerkennung der Stadt Mayen als Agenda 2030 Kommune hat sich die Stadt Mayen den 17 ehrgeizigen Zielen für eine nachhaltigere und bessere Welt verpflichtet. Schwerpunkte sind dabei unter anderem die Verringerung von Armut, der Aufbau einer nachhaltigen und innovativen Wirtschaft, die Bekämpfung des Klimawandels und seiner Folgen und die Entwicklung lebenswerter Städte. Aufgestellt wurden diese und weitere Ziele bereits 2015 durch die Vereinten Nationen. Die Stadt Mayen ist nun gefordert auf die Umsetzung dieser Ziele im kommunalen Maßstab hinzuarbeiten.

Die Vielfältigkeit und der Umfang der Ziele machen es erforderlich zunächst eine lokale Arbeitsgruppe bestehend aus Vertretern von Politik, Vereinen, Interessensgemeinschaften und Verwaltung zu bilden. Innerhalb dieser Arbeitsgruppe sollen dann konkrete Ziele und ein Weg zu diesen Zielen festgelegt werden. Hilfestellung für die Erarbeitung und Umsetzung von Maßnahmen und Zielen kann die Stadt Mayen von der „Servicestelle Kommunen in der einen Welt“ (SKEW) erhalten sowie von anderen Agenda 2030 Kommunen.

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Anschnitt der Weihnachts-Leberwurst 2022 am heutigen Donnerstag in Aachen

Aachen – Seit 2008 findet in Aachen jedes Jahr der offizielle Saison-Anschnitt der Aachener Weihnachtsleberwurst durch Vertreter der Aachener Aixtra-Fleischer und dem /der Oberbürgermeister*in der Stadt Aachen statt. So auch in diesem Jahr. Je drei Kilogramm der Aachener Weihnachtsleberwurst und ebenso viel Öcher Puttes aus den aktuell noch acht Fleischerinnungsbetrieben der Stadt wurden dabei als Spende für soziale Einrichtungen zur Verfügung gestellt. In diesem Jahr erhielten wieder die Franziska-Schervier-Stube sowie das Café KonTAKT des Alexianer-Wohnverbundes diese traditionsreiche Aachener Köstlichkeit.

Als Gäste konnte Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen an diesem Nachmittag neben Vertretern des Öcher-Platt-Vereins auch zahlreiche Senior*innen der Fleischerinnung und Träger von Goldenen Meisterbriefen im Weißen Saal des Aachener Rathauses begrüßen.

Leberwurst gibt’s zu jeder Jahreszeit – Weihnachtsleberwurst jedoch nur zur Weihnachtssaison.

Die echte „Öcher Chressmesleäverwooesch“, wie die eingefleischten Aachener*innen sage, darf dabei nur von Fleischern aus dem Aachener Stadtgebiet nach strengen Qualitätsvorgaben hergestellt werden. So hat es die Europäische Kommission entschieden und im Februar 2016 der Aachener Weihnachtsleberwurst und dem Öcher Puttes neben der Aachener Printe das Gütesiegel eines geografisch geschützten Produktes verliehen.

Nicht nur ein Schuss Sahne, sondern auch die Zugabe von weihnachtlichen Gewürzmischungen wie zum Beispiel Koriander, Kardamom und Anis sowie die Veredelung mit verschiedenen Nüssen, Preiselbeeren und sogar Honig machen seit mehr als 120 Jahren den besonderen Geschmack der Aachener Köstlichkeit aus. Manchmal wird sie sogar mit Aachener Printen veredelt. Die genaue Zusammensetzung bleibt jedoch das Geheimnis der einzelnen Fleischer. Das Gütesiegel der Europäischen Kommission schützt die Weihnachtsleberwurst vor minderwertigen Kopien und als regionales Erzeugnis.

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Kreissparkasse Bitburg-Prüm verleiht zum elften Mal den Deutschen Bürgerpreis

Bitburg – „Tradition pflegen – kulturelles Erbe bewahren“. MdB Patrick Schnieder, Landrat Andreas Kruppert und der Vorstand der Kreissparkasse Bitburg-Prüm ehrten die Sieger des Deutschen Bürgerpreises. Am 06.10.2022 standen in der Kreissparkasse Bitburg-Prüm die Verdienste ehrenamtlicher Bürgerinnen und Bürger des Eifelkreises im Mittelpunkt.

Aus den zahlreichen Bewerbungen für herausragendes Bürgerengagement des Eifelkreises zum Thema „Tradition pflegen – kulturelles Erbe bewahren“ hatte die Jury 12 Preisträger und Initiativen ausgewählt. Für den Wettbewerb lobte die Kreissparkasse Bitburg-Prüm Preisgelder in Höhe von 5.000 EUR aus.

Prämiert wurden Menschen, die sich für den Erhalt des Kulturguts unserer Region, seine Überlieferungen, seine Weiterentwicklung sowie eine lebendige Erinnerungskultur einsetzen; Menschen, die Traditionen aufrechterhalten und pflegen. Menschen, die mit Engagement die kulturelle Vielfalt des Eifelkreises Bitburg-Prüm bereichern und stärken. Landrat Andreas Kruppert betonte: „Der Eifelkreis Bitburg-Prüm verfügt über ein reiches kulturelles Erbe, basierend auf künstlerischen, handwerklichen, technischen und wirtschaftlichen Entwicklungen. Diese kulturelle Substanz gilt es zu bewahren, zeitgemäß zu nutzen und für die nachkommenden Generationen zugänglich zu machen.  Kulturschätze sind von großer Bedeutung für die Wertorientierung und die Identität unserer Region. Gerne ehren wir heute diejenigen, die zu deren Erhalt beitragen.“

Jugendliches Engagement

Das Bild zeigt die Gruppe aus Idenheim gemeinsam mit Vorstandsmitglied Mark Kaffenberger, Beigeordneter Dieter Lichter, Ortsbürgermeisterin Ingrid Penning, MdB Patrick Schnieder, Landrat Andreas Kruppert und dem Vorsitzenden des Vorstandes der Kreissparkasse Bitburg-Prüm Rainer Nickels.

MdB Patrick Schnieder würdigte zunächst in der Kategorie U21 die Initiative „Herbergssuche Idenheim“. Die Idenheimer Herbergssuche ist ein altes Brauchtum zur Erinnerung an die Herbergssuche von Maria und Josef. Seit den 30er Jahren wird es in der Adventszeit von Idenheimer Mädchen ausgeführt. Dabei organisieren sich die Mädchen in eigener Regie. „Neben der Bewahrung von Brauchtum beweisen die Mädchen mit ihrer alljährlichen Aktion ein starkes soziales Engagement und einen Zusammenhalt über Generationen hinweg. Sie haben es nun über 9 Jahrzehnte geschafft, diese Tradition von Jahr zu Jahr weiterzugeben. Und dies ist erstaunlich – dass ein Projekt von Kindern und Jugendlichen, ohne jegliche Hilfe von Erwachsenen, in eigener Regie geleitet, organisiert und durchgeführt wird. Das ist Pflege von Tradition.“, so Patrick Schnieder.

Alltagshelden

In der Kategorie Alltagshelden wurden 8 verdiente Bürger und Initiativen ausgezeichnet. Mit ihrem herausragenden freiwilligen Engagement, tragen sie tagtäglich dazu bei, unsere Region ein Stück lebenswerter zu gestalten.

Für das herausragende Engagement wurden zunächst ausgezeichnet: Alwin Houscht aus Biesdorf, Hans-Josef Pallien aus Dudeldorf und die Eisenbahnfreunde aus Pronsfeld, stellvertretend Winfried Richards.

Alwin Houscht lebt in besonderer Weise die Tradition des vorweihnachtlichen Nikolausbesuchs seit 1978 in Biesdorf und Nachbargemeinden. Zudem ist er seit 1988 als ehrenamtlicher Jugendpfleger der VG Südeifel engagiert und hat in dieser Funktion zum Aufbau vieler Kinder- und Jugendtreffs beigetragen, denen er das heimische Brauchtum nahebringt. Bei vielen Ferienfreizeiten hat er mitgewirkt, ist seit Jahrzehnten im Pfarrgemeinderat tätig und seit 2009 Ortsbürgermeister in Biesdorf.

Hans-Josef Pallien ist ein Dudeldorfer durch und durch und in den meisten Vereinen und Organisationen vor Ort aktiv. Er ist Mitglied im Ortsgemeinderat. Er zeigt ein äußerst großes, vielfältiges Engagement in seiner Heimatgemeinde Dudeldorf. Sei es bei der Feuerwehr, als Mitglied des Bau-, Sanierungs-, und Umweltausschusses, im Gewerbeverein Dudeldorf, als Marktleiter, Organisator und Planer des großen Weihnachtsmarktes in Dudeldorf, in den er sicherlich sein größtes Herzblut steckt.

Dank des unermüdlichen Einsatzes der Eisenbahnfreunde Pronsfeld, einem Team von rund 20 ehrenamtlich Engagierten, entwickelte sich aus einer Idee aus 2005 – das Eisenbahnmuseum am Prümtalweg. Eine Museumslok, schon von Weitem zu sehen, zeigt den Weg zum kleinen Eisenbahnmuseum am Radweg in Pronsfeld. Es erinnert an die frühere Bedeutung Pronsfelds als Knotenbahnhof.

Die weiteren Preisträger in der Kategorie Alltagshelden waren die Eheleute Ilse und Klaus Fritzen für ihr Engagement im Förderverein Alte Kirche St. Apollonia Gransdorf, Helga und Georg Weides für Ihr Engagement um die Mariensäule in Kyllburg und Richard Lux für sein Engagement für die Pfarrkirche St. Peter in Alsdorf.

Von 1996, dem Jahr der Gründung des Fördervereins, bis ins Jahr 2020 – war Herr Fritzen 1. Vorsitzender, und seine Frau Ilse seit 2004 ebenfalls Vorstandsmitglied. Von Beginn an waren beide mit der Vorstandsarbeit, der Organisation von Arbeitseinsätzen, der tatkräftigen Mithilfe bei allen anfallenden Arbeiten, der Instandsetzung und Unterhaltung des denkmalgeschützten Wahrzeichens in Gransdorf – der „Alten Kirche“ betraut und diese Tätigkeiten wurden mit viel Liebe und Engagement erledigt.

Die Eheleute Weides kümmern sich seit Jahrzehnten in besonderer Weise um das 1886 aufgestellt Mariendenkmal in Kyllburg. Sie erhalten Bitten und Widmungen, die sie in ein Widmungsbuch eintragen, und veranlassen das nächtliche Ausleuchten der Mariensäule als Einladung zum Gebet. Ebenso kümmern sie sich um den Erhalt und die Instandsetzung des steilen Aufstiegs zum Denkmal, so dass dieser stets gut begehbar ist. Zudem prüfen Sie den baulichen Zustand und veranlassen notwendige Instandsetzungs- und Sicherungsarbeiten.

Richard Lux ist seit 1981 Mitglied im Pfarrgemeinderat in Alsdorf. Die Sanierung und Modernisierung der Pfarrkirche St. Peter in Alsdorf hat er sich zu seinem persönlichen Anliegen gemacht und das seit mehr als 40 Jahren. Bewahrung von Traditionen und Werterhalt spielen hierbei für ihn eine zentrale Rolle. So engagierte er sich selbst sehr beim Ausbau der Kirche, der Renovierung des Predigtstuhls, und der Schaffung eines neuen, barrierefreien Seiteneingangs.

Das Bild zeigt die Preisträger Eheleute Ilse und Klaus Fritzen, Eheleute Helga und Georg Weides sowie Richard Lux,
gemeinsam mit Stadtbürgermeister Wolfgang Krämer, Ortsbürgermeister Timo Willems, Ortsbürgermeister Manfred Heinen, Beigeordneter Dieter Lichter, Bürgermeister Moritz Petry, Vorstand der Kreissparkasse Bitburg-Prüm Rainer Nickels und Mark Kaffenberger, MdB Patrick Schnieder und Landrat Andreas Kruppert.

Ebenfalls in der Kategorie Alltagshelden ausgezeichnet wurden Winfired Krämer für den Förderkreis Alte Kirche Pronsfeld und Paul Sonnen als Tambourmajor des Spielmannszugs Bitburg-Matzen.

Winfried Krämer ist seit der Gründung des Förderkreises „Alte Kirche“ Pronsfeld Vorsitzender des Vereins. In dem Verein geht es um den Erhalt, die Renovierung und Restaurierung der Alten Kirche und der Wegekreuze. Er begleitete die große Sanierung der Kirche in den Jahren 2000-2002 und kümmerte sich um die Restaurierung des Matzerather Kreuzes und die liebevolle und sehenswerte Gestaltung der Anlage rund um das Kreuz. Dieses ist mittlerweile ein beliebtes Ausflugsziel mit herrlichem Blick auf das Dorf geworden.

In Matzen unterhält der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr einen der wenigen, in der Eifel noch existierenden, Feuerwehrspielmannszüge. 1921 gegründet, ruhte dieser kriegsbedingt bis ins Jahr 1951, ehe er wieder zu neuem Leben erweckt wurde. Paul Sonnen ist seit 1980 als Tambourmajor/Leiter des Spielmannszugs in Matzen tätig und auch im Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr. Er versteht es bis zum heutigen Tage seine Musiker nicht nur zu dirigieren, sondern auch für diese Art der Musik zu begeistern und neue Mitglieder zu gewinnen, um den Fortbestand auch in der Zukunft sicher zu stellen.

Das Bild zeigt den Preisträger Fritz Irsch, gemeinsam mit Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Bitburg-Prüm Mark Kaffenberger, Ortsbürgermeister Manfred Groben, Vorsitzender des Vorstandes der Kreissparkasse Bitburg-Prüm Rainer Nickels, MdB Patrick Schnieder, Landrat Andreas Kruppert und Bürgermeister Johannes Kuhl.

Ehrungen für das Lebenswerk

Höhepunkt der Verleihung des Deutschen Bürgerpreises ist die Kategorie „Lebenswerk“ für Menschen, die sich in außerordentlicher Weise engagieren und mit dieser Lebensaufgabe in besonderer Weise Vorbild für gelebtes Bürgerengagement sind. Gleich drei Auszeichnungen sprach die Jury in diesem Jahr für jahrzehntelanges Engagement aus.

Landrat Andreas Krupeprt würdigte das Engagement von Fritz Irsch aus Waxweiler: „Herr Irsch zählt wahrlich zu den Menschen, die sich in unserer Heimat vorbildlich seit vielen Jahrzehnten für die Bewahrung von Traditionen und kulturellem Erbe einsetzen.“ Fritz Irsch ist seit 1937 Mitglied im Fanfarenzug Islek Waxweiler und seit 1952 ununterbrochen 1. Vorsitzender des Vereins – bis heute. In besonderer Weise setzt er sich für den Erhalt der Tradition der Fanfarenzüge ein und organisierte den Austausch mit befreundeten Vereinen. Zudem begleitet der Fanfarenzug Waxweiler seit vielen Jahren die jährliche Kranzniederlegung am Volkstrauertag. Seit seinem 14. Lebensjahr ist Fritz Irsch Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Waxweiler und war zudem viele Jahre aktives Mitglied im Veteranenchor der FFW Waxweiler. Trotz seines stolzen Alters von 95 Jahren beabsichtigt Herr Irsch weiterhin, das Amt des 1. Vorsitzenden des Fanfarenzuges zu bekleiden und weiter aktiv die Fanfare sowie ehrenamtlich das Akkordeon zu spielen.

Eine weitere Auszeichnung erhielt Werner Weber aus Eisenach in der Kategorie Lebenswerk. MdB Patrick Schnieder lobte in seiner Laudatio das Engagement des Preisträgers: „Werner Weber engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich, um das kulturelle Erbe in und um Eisenach zu bewahren. Sein Fachwissen und seine Expertise rund um die Geschichte und deren Zusammenhänge in Eisenach und Umgebung suchen seinesgleichen.“

Herr Weber hat sich über die Jahre in seinem Privathaus in Eisenach ein kleines Heimatmuseum aufgebaut. Dort findet man prähistorische Werkzeuge – überwiegend Fundstücke aus und um Eisenach, Sammlungen von antiken Werkzeugen und Geräten, Gegenstände und Erinnerung aus den Weltkriegen sowie weitere historische Fundstücke aus Eisenach, darunter viele Fotos und Dokumente. Seit über 30 Jahren veröffentlicht Werner Weber Beiträge in regionalen Zeitschriften, u.a. in „Gester an hätt“ aus Irrel, im Bollendorfer Wurmsatz, „Ous der Heemicht“ aus Neuerburg, „Ous der Veiner Geschicht“ aus Vianden sowie im Heimatkalender des Eifelkreises Bitburg-Prüm. Er referiert über die Geschichte Eisenachs und Umgebung, über prähistorische Ausgrabungsfunde, über Ahnenforschung, die Eisenacher Auswanderer in Brasilien und vieles mehr. Darüber hinaus begleitet Herr Weber Schulstunden und Projekttage in Grundschulen und im Kindergarten und gibt so das Wissen um die heimische Geschichte, Traditionen und Bräuche an die junge Generation weiter.

Der dritte Preisträger in der Kategorie Lebenswerk, Herr Joachim Schröder aus Pronsfeld, konnte leider nicht anwesend sein. Ihm wird seine Ehrung zu einem späteren Zeitpunkt überreicht.

Die würdige Feierstunde wurde musikalisch wurde die Preisverleihung von Mathis Michels an der Harfe begleitet.

 

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SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis würdigt ehrenamtliches Engagement

Region/Koblenz – Petra Wienpahl aus Mendig, Paul-Josef Juchem aus Bad Neuenahr-Ahrweiler und Guido Job aus Bad Hönningen. Der Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, Wolfgang Treis, händigte in Vertretung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz für besonderes ehrenamtliches Engagement aus. Sie ging an Petra Wienpahl aus Mendig.

Das Ehrenamt hat in ihrer Familie Tradition. Seit Jahrzehnten, spätestens nach dem Balkankrieg, unterstützt ihre Familie Kinderheime in Serbien und in Kroatien. Sie organisiert Medikamententransporte und andere Hilfsgüter und versorgt auf diese Weise mehrere Orte im ehemaligen Jugoslawien. Diese Tätigkeit haben ihre Eltern begonnen, denn ihre Mutter stammt aus Serbien. Mit großer Leidenschaft führt sie dieses Engagement fort.

Der Schwerpunkt ihrer ehrenamtlichen Aktivitäten liegt im Bereich der Flüchtlingshilfe. Hier hat sie Beachtliches geleistet. Mit der Flüchtlingswelle im Jahr 2015 organisierte sie Kleiderspenden, Lebensmittel und Haushaltsgeräte, die im Gemeindehaus der evangelischen Kirche in Mendig gesammelt wurden. Den Geflüchteten hat sie mit Sachspenden und einem stets offenem Ohr aktiv geholfen. Schnell wurde sie zur zentralen Figur der Flüchtlingsarbeit in der Kommune.

Unter dem Namen „Frau Petra“ ist sie allseits bekannt und hilft mit ihrer ganzen Kraft auf herausragende Art und Weise mit. Seit über sieben Jahren investiert sie fast jede Minute ihrer freien Zeit in die Flüchtlingshilfe.

Die Stadt Mendig erkannte das Potenzial und unterstützt seitdem ihr Engagement. Für das „Kaffee Kunterbunt“, welches sie gründete und das dem Kontakt sowie der Unterstützung und Integration sozial schwacher Menschen und Familien dient, wurden ihr Räumlichkeiten und finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt.

Bei Kaffee und Kuchen sind sowohl Austausch als auch Beratung und Hilfe beim Ausfüllen von Formularen gleichermaßen möglich. So wird eine Anlaufstelle für viele hilfesuchende Menschen geschaffen. Sach- und Kleiderspenden können im „Kaffee Kunterbunt“ ebenfalls abgegeben werden. Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Helfern, die die unterschiedlichsten Dinge – wie Fahrdienst oder kleine Instandsetzungen – anbieten und sie bei Ihrem Projekt unterstützen. Sie ist so mit Ihrem Engagement auch Vorbild für andere geworden.

Auch im Zuge der Flutkatastrophe im Ahrtal und des Ukraine-Kriegs sind Menschen auf Hilfe angewiesen. In dem Zusammenhang organisiert sie gemeinsam mit Ehrenamtlichen einer befreundeten Kirchengemeinde aus der Region Sammelstellen und Transporte von Hilfsgütern, um die Betroffenen zu unterstützen. Darüber hinaus engagiert sie sich in der evangelischen Kirchengemeinde Mendig seit über 10 Jahren als Leiterin der Frauenhilfe, ein Treffpunkt für rund 40 Seniorinnen in Mendig. Sie organisiert Fahrten und Ausflüge sowie Referenten für verschiedene Vorträge und bringt sich selbst mit viel Herzblut ein.

Während der Corona-Pandemie stellte sie die Treffen auf briefliche Kommunikation um und verteilte alle vierzehn Tage eine „Frauenhilfs-Post“, damit der Austausch für die Seniorinnen erhalten blieb. Mit ihren Projekten leistet Frau Wienpahl einen wichtigen Beitrag im sozialen Bereich.

Für ihr Engagement sprach ihr Präsident Treis Dank und Anerkennung aus. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden die Ordensinsignien an Frau Wienpahl im kleinen Kreis im Rahmen einer Feierstunde in der SGD Nord ausgehändigt. Anwesend waren ihre Familie, Freunde sowie kommunale Vertreter. Für die Verbandsgemeinde Mendig waren anwesend Herr Bürgermeister Jörg Lempertz und für die Stadt Mendig Herr Hans Peter Ammel.

SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis würdigt ehrenamtliches Engagement von Guido Job aus Bad Hönningen

 Der Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, Wolfgang Treis, händigte in Vertretung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz für besonderes ehrenamtliches Engagement aus. Sie ging an Guido Job aus Bad Hönningen.

Insbesondere im kommunalpolitischen Bereich hat er sich auf unterschiedlichen Ebenen stark engagiert. Als Stadtbürgermeister von Bad Hönningen hat er über 22 Jahre viel bewegt. Fünf Jahre war er Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Bad Hönningen und ist seit über 33 Jahren Mitglied des Verbandsgemeinderates und 13 Jahre Fraktionsvorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD).

In all den Jahren hat er zahlreiche Projekte auf Stadt- und Gemeindeebene vorangebracht. Dazu zählen: die Privatisierung und damit der Erhalt der Rheinparktherme, der Bau eines Rasenfußballplatzes, die Reaktivierung der Mannesmann-Industriebranche, sowie die Umstrukturierung in ein Kleinindustrie- und Gewerbegebiet, die Sanierung und Erweiterung der „Sprudelhalle“, die alljährliche Pflanzung des Baumes des Jahres. Er führte gemeinsam mit den örtlichen „Junggesellen“ den alljährlichen Tag des Ehrenamtes mit der Verleihung des Stadtordens für verdiente Ehrenamtler seiner Stadt ein und handelte mit dem Land ein 5,2 Millionen Euro starkes Städtebauförderprogramm aus. Er ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Bauvereinigung Bad Hönningen e.G. Weil er ein Faible für Ortsgeschichte hat, bot er regelmäßig historische Stadt- und Schlossführungen an. Zudem betätigte er sich schriftstellerisch und verfasste Reden zum Volkstrauertag, schrieb federführend an einer Veröffentlichung über die nationalsozialistische Zeit in Bad Hönningen und an einem mehrsprachig Bildband über seine Stadt mit und verfasste eine Artikelserie über eine Reise von Alexander von Humboldt. Zudem engagierte er sich als stellvertretender Vorsitzender der Jagdgenossenschaft und des Kindergartenzweckverbandes Rheinbrohl-Bad Hönningen-Hammerstein und plante Seniorennachmittage. Er war hauptverantwortlicher Koordinator des „Ehrenamtstages des Landes Rheinland-Pfalz“ und Gesamtverantwortlicher der 1000-Jahrfeier in Bad Hönningen. Im Jahr 2006 koordinierte er die Organisation der SWR-Fernsehsendung „Fröhlicher Alltag“, 2008 war gesamtverantwortlicher Koordinator bei der Auftaktveranstaltung des rheinland-pfälzischen Kultursommers.

Seine kommunalpolitische Tätigkeit ist geprägt von einer sozialdemokratischen Grundhaltung. Seit über 38 Jahren ist er Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD). Über 36 Jahre war er Mitglied im Stadtrat in Bad Hönningen und 15 Jahre lang Mitglied im Kreistag. Als Fraktionsgeschäftsführer im Kreistag von Neuwied hat er die erste politische Ampel in Rheinland-Pfalz mitorganisiert. Im SPD-Ortsverein Bad Hönningen war er zwei Jahre Ortsvereinsvorsitzender und einige Jahre JUSO-Kreisvorsitzender. Bis 2014 war er im Kreisvorstand tätig. Im Jahr 1989 initiierte er als Kreistagsmitglied und JUSO- Kreisvorsitzender gemeinsam mit dem damaligen Kreisjugendpfleger und späteren Bad Hönninger Verbandsgemeindebürgermeister Mahlert einen Kreisjugendplan. Daraus resultierten zahlreiche hauptamtliche Jugendpflegerstellen im Kreis. So war er auch Mitorganisator einer hauptamtlichen Jugendpflegerstelle mit der späteren Etablierung des „Projektes Offene Jugendarbeit“. Über 15 Jahre war er Mitglied im Landesparteirat der SPD Rheinland-Pfalz und 2011 Kandidat der SPD für die Landtagswahl.

Auch in den örtlichen Vereinen und Organisationen engagierte er sich über Jahrzehnte. Sei es als Mitgründer oder Vorstandsmitglied des Heimatvereins, als Vorstandsmitglied der Werbegemeinschaft Bad Hönningen oder als Mitglied bei AWO, DRK, VdK, dem deutsch-französischen Freundeskreis Bad Hönningen – St. Pierre lès Nemours, hier als Mitglied des Vorstandes, oder als inaktives Mitglied im Junggesellenverein.

Darüber hinaus betätigt er sich als Texter, Komponist, Arrangeur zahlreicher Parodien und Karnevals- und Heimatlieder. Seit 1976 ist er Mitglied der Karnevalsgesellschaft und plante über 30 Jahre mit dem Programmausschuss die Prunksitzungen. Zwei Jahre war er Präsident und 44 Jahre aktiv auftretender Büttenredner in der Karnevalsgesellschaft Bad Hönningen. 1976 war er Kinderprinz und 2019 Prinz Karneval der Hönninger KG. Zudem war er Programmplaner, Mitorganisator, Moderator und Auftretender in der Kolpingsitzung, die stets für einen guten Zweck in der Stadt stattfand. Zudem unterstützt er seine Mitbürger im Bereich der Organisation der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung. Musikalisch betätigte er sich in den 80er Jahren als Aushilfsorganist, war Gründer einer deutsch-ausländischen Begegnungsstätte und half Gastarbeiterfamilien und Flüchtlingen. Bis 2019 war er im Verein „Freunde des Limes e.V.“ und von 1997 bis zu dessen Auflösung als Vorstandsmitglied im Verkehrs, – und Verschönerungsverein tätig.

Für sein Engagement sprach ihm Präsident Treis Dank und Anerkennung aus. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden die Ordensinsignien an Herrn Job im kleinen Kreis im Rahmen einer Feierstunde in der SGD Nord ausgehändigt. Anwesend waren seine Familie, Freunde sowie kommunale Vertreter. Für den Landkreis Neuwied waren anwesend Frau Kreisbeigeordnete Birgit Haas, für die VG Bad Hönningen Verbandsbürgermeister Jan Ermtraut, für die Stadt Bad Hönningen Stadtbürgermeister Rainer Schmitz. Anregerin der Auszeichnung war Frau Beigeordnete Diana Göttes.

SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis würdigt ehrenamtliches Engagement von Paul-Josef Juchem aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Der Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, Wolfgang Treis, händigte in Vertretung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz für besonderes ehrenamtliches Engagement aus. Sie ging an Paul-Josef Juchem aus Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Er hat sich insbesondere kommunalpolitisch eingebracht. Im Ortsbeirat Lohrsdorf war er sechs Jahre aktiv. Hier hat er erreicht, dass die Hauptverkehrsstraße durch den Ort eine neue Teerdecke bekommen hat, sodass die Lärmbelästigung reduziert wurde.

Auch im Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler hat er sich fünf Jahre als Mitglied eingebracht. Er engagierte sich in unterschiedlichen Ausschüssen für Themen aus den Bereichen Rechnungsprüfung sowie Kultur, Jugend, Soziales und Schulträger. Hier hat er das Projekt Kindergarten im Krankenhaus Maria Hilf vorangebracht.

Ein weiteres Tätigkeitsfeld ist die Brauchtumspflege. Als Mitglied des „Fördervereins Oberwinterer Karneval“ (FOK), dessen Vorsitzender er von 2010 bis 2013 war, ist er dem rheinischen Karneval eng verbunden. Eine bleibende Erinnerung ist für ihn die Session 2007/2008 in Remagen-Oberwinter. Damals übernahm er das närrische Amt als Prinz Paul. In besonderer Erinnerung bleibt ihm die herzliche Begegnung mit Marita Kölner, die bis heute besteht. Beruflich führt er einen Lebensmitteladen in Remagen-Unkelbach. Insbesondere für ältere und behinderte Menschen, die im Remagener Ortsteil Unkelbach leben, ist sein Geschäft von hoher Bedeutung.

Fast 40 Jahren beliefert er ältere und erkrankte Menschen in Unkelbach. Er hat stets für alle ein offenes Ohr und steht mit Rat und Tat zur Seite. Damit ist er so etwas wie die „gute Seele“ von Unkelbach. Für seinen Einsatz nimmt er kein Geld, seine Hilfen sind für ihn eine Selbstverständlichkeit.

Das hat sich besonders während der Corona-Pandemie gezeigt, als er kostenlos Lebensmittel an seine Kundschaft geliefert hat. Weit über eine übliche Service-Orientierung hinaus ist er für die älteren und nicht mehr so mobilen Einwohner eine große Stütze und Ansprechpartner. Er ist Helfer für Alltagsdinge, die die betroffenen Menschen selber nicht mehr erledigen können. So wechselt er beispielsweise Glühlampen, hilft bei der Post oder erledigt sonstige Aufgaben, die für diese Menschen eine große Herausforderung darstellen. In der Corona-Krise hat er seinen Kundinnen und Kunden mit Mundschutz, Einweghandschuhen und Desinfektionsmittel sowie dem raren Gut Toilettenpapier ausgestattet.

Auch privat setzt er sich für andere ein. Zusammen mit seiner Frau und den beiden Töchtern haben Sie einen kleinen Jungen aufgenommen und auch anderen Kindern kurzzeitig ein liebevolles Zuhause auf Zeit gegeben.

Darüber hinaus engagiert er sich seit über 30 Jahren im Verein der Schwerhörigen und Ertaubten Bonn Rhein-Sieg-Kreis e.V. (VSE Bonn Rhein-Sieg). Hier bringt er sich insbesondere bei den Auf- und Abbauten des Standes im Stadtgarten von Bad Godesberg zum alljährlichen Sommerfest ein. Auch die Einrichtung der Geschäfts- und Beratungsstelle in Bad Godesberg im Jahre 2000 haben Sie tatkräftig unterstützt.

Für sein Engagement sprach ihm Präsident Treis Dank und Anerkennung aus. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden die Ordensinsignien an Herrn Juchem im kleinen Kreis im Rahmen einer Feierstunde in der SGD Nord ausgehändigt. Anwesend waren seine Familie, Freunde sowie kommunale Vertreter. Für den Landkreis waren anwesend Kreisbeigeordneter Friedhelm Münch, für die Stadt Bad Neunahr-Ahrweiler Frau Beigeordnete Ute Reuland, für die Stadt Remagen Herr Beigeordneter Volker Thehos und als Anregerin Frau Erna Kniel.