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Sicher leben an der Ahr in den östlichen Stadtteilen

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Wie schafft man Raum für den Fluss trotz B266n? Zum Treffen am Heimersheimer Bahnhof hatten die Kreisstadtgrünen Christoph Scheuer und Birgit Stupp eingeladen. Die Bürgerschaft aus den östlichen Stadtteilen, GRÜNE Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft „Mobilität“ aus Rheinland-Pfalz, des Land- und des Bundestags kamen.

Stromabwärts zwischen Heppingen und Lohrsdorf verengt sich das Bett der Ahr. Das Nadelöhr liegt zwischen dem Bahnhof Heimersheim und dem Damm der B266n gegenüber. Die überparteiliche Arbeitsgruppe von Anwohnenden aus Heimersheim, Green und Ehlingen fordert eindringlich, Menschenleben bei Hochwasserereignissen bestmöglichst zu schützen. Dies geht nur mit dem Rückbau der B266n von 4 auf 2 oder schmalere 3 Fahrstreifen. Die Verlagerung des Bahnhofs Heimersheim nach Lohrsdorf und zusätzlich Heppingen schafft weiteren Platz für die Ahr.

Die Ergebnisse der „AG B266“ stellte Robert Füllmann vor. Anhand von Skizzen und Diagrammen zeigte er Gefahrenstellen und Lösungsvorschläge. Dr. Lea Heidbreder, mobilitätspolitische Sprecherin des Landtags: „Ich bin froh, dass sich viele auf Landes- und Bundesebene, besonders aber die Menschen vor Ort mit so viel Tatendrang für einen nachhaltigen Aufbau einsetzen. Und dass die Strecke der Ahrtalbahn elektrifiziert und für eine bessere Taktung zweigleisig ausgebaut wird, ist genau richtig.“ MdL Jutta Blatzheim-Roegler ergänzt: „Ein ‚Eins-zu-Eins-Wiederaufbau‘ der bei der Flutkatastrophe zerstörten B266 ist meiner Ansicht nach überhaupt keine Option. Wann, wenn nicht jetzt, müssen im Straßenbau und bei Versiegelung von Flächen Konsequenzen für Bäche und Flüsse gezogen werden? Ein 4-spuriger Wiederaufbau hätte mit der postulierten Hochwasservorsorge rein gar nichts zu tun. Auch das Rheinland-pfälzische Verkehrsministerium, das im Auftrag des Bundes derzeit verschiedene Varianten prüft, tendiert zu dieser Einschätzung, wie ich kürzlich in einem gemeinsamen Gespräch erfuhr. Der Ahr muss an dieser Stelle Vorfahrt gegeben werden.“

Mit den zahlreichen Provisorien werden die Menschen noch viele Jahre leben müssen. Die Zuwegung zum Bahnhof Heimersheim ist gefährlich, ob mit dem Rad oder zu Fuß. Der Bürgersteig ist entweder so eng, dass kein Rollator oder Kinderwagen Platz hat oder fehlt komplett. Und dies ist in der Kreisstadt ein Schulweg in die östlichen Stadtteile! Blatzheim-Roegler: „Auch wenn die B266 seitens des Bundes als Ausweichstrecke für die A61 vorgesehen ist, reicht meiner Meinung nach eine 2-spurige Lösung. Danke an die engagierte Bürgerschaft, die mit Vor-Ort-Kenntnis hervorragende Vorschläge für eine Entzerrung des Verkehrs im Falle einer möglichen Autobahnsperrung im Bereich der Ahrtalbrücke erarbeitet haben!“

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LG Laacher See zum Einstein-Marathon nach Ulm

Laacher See – Karin Breslauer gewinnt beim HANG – OUT hochwertiges Spinning Bike. Lange freuten sich die LG’ler auf den Sportausflug, der nach drei Jahren Pause wieder stattfinden konnte. Bereits Anfang des Jahres wurde beschlossen, dass die Tour zum Einstein Marathon nach Ulm geht. Wichtig war, dass neben dem Marathon auch weitere Wettbewerbe im Angebot sind.

Die LG’ler auf der Tribüne im Donau Stadion in Ulm.

Fast 40 Aktive der LG waren mit an Bord. Nach Ankunft in Ulm nahmen sie an der Stadtführung teil. Den Abend verbrachten sie gemeinsam beim Essen im Hotel. Samstags ging es zur Marathonmesse, die unweit vom Hotel war. Auf dem Stadiongelände durften sie sich schon einmal auf Zieleinlauf besichtigen.

2019 lief Klaus Jahnz den letzten Marathon. Lange hatte es sich überlegt, ob er die lange Distanz in Ulm laufen sollte. Als Laufroutinier ging er es mit Bedacht an und lief problemlos als 4. der M70 in 5:28:48 Std. über die Ziellinie.

Den Halbmarathon absolvierten 15 LG’ler. Kalle Schuster hatte sich schulbuchmäßig auf dieses Event vorbereitet und lief prompt seine persönliche Bestzeit in 1:49:48 Std. Die schnellste Frau war Heike Court mit 2:03:34 Std. Für Petra Schulz lief es sehr gut, bis sie über eine Absperrung stolperte und das Rennen aufgeben musste, so schwer waren ihre Verletzungen. Frank Monschauer walkte die Distanz in 2:50:48 Std. Mit diesem Ergebnis befand er sich im vorderen Drittel der Walker.

Hans Hermann Krümpelmann gewann den 10km Lauf der M80 in 1:24:55 Std. Mit ihm starteten vier weitere Vereinsmitglieder. Vier Aktive walken diese Strecke und 9 LG’ler liefen den Jedermannlauf über 5km.

Großen Beifall spendeten die LG’ler Karin Breslauer. Sie siegte beim „HANG – OUT Wettbewerb mit 8 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Sie schaffte es 1:54:82 Minuten lang sich mit den Händen freihängend an einer Stange festzuhalten.

Den Abend genossen die LG’ler in geselliger Runde in einem urigen Lokal an der Donau. Nach dem leckeren Frühstück traten sie ihre Heimreise mit dem Bus an und freuen sich schon auf den nächsten Jahresausflug mit der LG Laacher See.

Ganz besonders bedankten sich die Mitfahrer für die hervorragende Organisation der Fahrt, bei Ilka Jost, Rüdiger Jahr und Hennig Dippel,

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Städtische Meckenheimer integrative Kita Steinbüchel erneut ausgezeichnet

Meckenheim – Kita Vital: Rezertifizierung für mehr Bewegung, gesunde Ernährung, Entspannung und Nachhaltigkeit. Große Freude herrschte in der städtischen inklusiven Kindertageseinrichtung (Kita) Steinbüchel. Nach 2013 und 2017 ist die Kita erneut mit dem Kita-Vital-Zertifikat ausgezeichnet worden. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde nahm die Leiterin Simone Kerz die Rezertifizierungsurkunde gemeinsam mit dem Ersten Beigeordneten Hans Dieter Wirtz und der Leiterin der städtischen Jugendhilfe, Anna Sitner, entgegen. „Wir erhalten heute die Bestätigung dafür, dass wir Kita Vital, also Bewegung, Ernährung, Entspannung und Nachhaltigkeit ausgezeichnet leben. Das macht mich stolz“, sagte Wirtz im Kreise der Kinder, die sich zum ausgewogenen Frühstück eingefunden hatten. „Herzlichen Glückwunsch an Euch“, überbrachte er die Grüße von Bürgermeister Holger Jung.

Yasmin Groß vom Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises, mittlerweile Projektträger von „Kita Vital gute gesunde Kindertageseinrichtung“, lobte das Engagement der Kita Steinbüchel als Gesundheitsförderung, die auf hervorragende Weise gelebt werde. Direkt konnte sie einen Eindruck von der Umsetzung gewinnen. Zum Frühstück bedienten sich die Kinder am so genannten Ampeltisch. Auf dem grünen Tisch standen bunte Gemüsesticks, auf dem gelben warteten Wurst und Käse und auf dem roten Tisch hatte das Kita-Team Marmelade platziert. Gemäß den Farben durften die Kinder entsprechend zugreifen. „Es ist wichtig, bereits in jungen Jahren auf die richtige Ernährung zu achten. Durch den Ampeltisch veranschaulicht das Kita-Team den Kindern, was auf den Teller gehört“, erklärte Hans Dieter Wirtz. „Und ihr habt ganz viel Spaß beim Essen“, ergänzte Anna Sitner.

Prozess weiterentwickelt

Trotz Corona-bedingten Einschränkungen hatte die Kita Steinbüchel das Vital-Programm stetig weitergeführt. So bildeten sich die pädagogischen Fachkräfte in den Bereichen Bewegung, Ernährung, Entspannung und Nachhaltigkeit fortlaufend weiter. Von den Kompetenzen profitieren neben den Kindern auch deren Eltern, zum Beispiel auf dem ausgeweiteten Familientag, der wegen der Pandemie digital durchgeführt werden musste. Auf die Einladung zum Frühstück folgten Angebote in den vier Kerngebieten, aus denen die Eltern gesunde Inspirationen für daheim schöpfen konnten. Ebenso beteiligte sich die Kita Steinbüchel mit eigenen Rezepten an einem Kochbuch, das bundesweit herausgegeben wird. „Wir haben unter anderem das Rezept für unsere Kürbiswaffel eingereicht“, berichtete Simone Kerz. Ebenso nutzen die Eltern die Rezepte, die direkt aus der Kita stammen. In Summe entsteht daraus eine Sammlung leckerster Gerichte. Der „Artikel des Monats“ an der Info-Wand beschäftigt sich mit wechselnden Gesundheitsthemen, während der illustrierte Kinderspeiseplan den Nachwuchs anspricht. Mit Begeisterung hießen die Kinder ihren gefiederten Besuch willkommen. Gleich zweimal waren Hühner im Kita-Außengelände zu Gast. Die Kinder sorgten sich liebe- und verantwortungsvoll um die Tiere und lernten das Ei als Lebensmittel unmittelbar kennen.

Engagement zahlt sich aus

Erstmals hatte sich die Kita Steinbüchel Ende 2012 mit dem Ziel Kita-Vital-Zertifizierung aufgemacht. Es folgten intensive Monate, in denen die Eltern, Kinder sowie das Kita-Team eine gewinnbringende Allianz bildeten und neue Angebote initiierten. Vieles wurde auf den Prüfstand gestellt, überdacht und geändert. Schon damals profitierte die Kita von der erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Fachabteilung der städtischen Jugendhilfe. Das Engagement setzte sich fort, stets die Themen Bewegung, Ernährung, Entspannung und später Nachhaltigkeit forcierend. Ideen wurden weiterentwickelt und ein umfangreicher Kriterienkatalog erfüllt, sodass im Jahr 2017 die zweite Auszeichnung und nun die erneute Rezertifizierung erfolgten.

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Kreissparkasse Ahrweiler setzt Energie-Sparmaßnahmen um

Ahrweiler – Die Kreissparkasse Ahrweiler setzt Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs in ihren Haupt- und Nebenstellen um und folgt somit den Beschlüssen der Bundesregierung zur Sicherung der Energieversorgung im gesamten Land.

„Neben der Reduzierung der Raumtemperatur auf 19 Grad, haben wir unsere Werbebeleuchtung zwischen 22-6 Uhr ausgeschaltet und unsere Wasserversorgung der Waschbecken auf Kaltwasser umgestellt. Es ist wichtig, dass wir gemeinsam versuchen, mit der vorhandenen Energie zu haushalten. Hier möchten wir als Kreissparkasse Ahrweiler mit gutem Vorbild vorangehen“, so das Fazit von Dieter Zimmermann, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Ahrweiler.

„Nachhaltiges Wirtschaften auch mit Energieträgern hat nicht erst seit der Energiekrise eine zunehmend wichtigere Bedeutung erfahren. Neben unserem vielfältigen Engagement in den Ausbau erneuerbarer Energien und in Maßnahmen zur Förderung des Klima- und Naturschutzes haben wir unsere Gebäude – wann immer bauliche Maßnahmen anstanden – energetisch optimiert, sodass wir den Energieverbrauch in den vergangenen Jahren bereits deutlich reduzieren konnten. Unsere Bemühungen in eine nachhaltige Zukunft werden wir auch künftig fortsetzen“, fasst Dieter Zimmermann weiter zusammen.

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40 Jahre Städte-Partnerschaft zwischen Mayen und Godalming

Mayen – Delegationen aus allen drei Partnerstädten kamen zu Besuch. Am 25. April 1982 unterzeichneten der damalige Bürgermeister von Mayen, Albert Nell, und die damalige Bürgermeisterin von Godalming, Millicent Mann, die offizielle Partnerschaft der beiden Städte Mayen und Godalming.

40 Jahre Städtepartnerschaft – zweifellos ein Grund zum Feiern. Neben einer achtköpfigen Delegation aus Godalming, darunter selbstverständlich die Bürgermeisterin Shirley Farady und die Vorsitzende des Englisch-Deutschen Freundschaftskreises Liz Weathley, waren vom 14. bis 17. Oktober Delegationen aus den beiden weiteren Partnerstädten Joigny (Frankreich) sowie Uherské Hradiste (Tschechien) zu Gast in Mayen.

Sie alle erwartete ein Wochenende mit vielfältigen Programmpunkten: Neben dem Besuch des Schaustellerempfangs am Freitagabend standen weitere Highlights, wie die Teilnahme am Lukasmarktempfang, auf dem Programm.

Beim Besuch der Burg Eltz führte der Graf zu Eltz persönlich durch die Gänge des historischen Gebäudes. Foto: Stadt Mayen

Besondere Begeisterung entfachte jedoch der Besuch der Burg Eltz bei den ausländischen Gästen. Der Graf zu Eltz nahm höchstpersönlich die Mayener Gäste in Empfang und führte Sie durch seine Burg.

Am Sonntag fand dann der eigentliche Festakt anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Deutsch-Englischen Städtepartnerschaft im Sitzungssaal der Stadt Mayen statt.

„Ich freue mich, dass wir heute mit Vertretern aus allen Städtepartnerschaften zusammen gekommen sind um dieses tolle Jubiläum gebührend zu feiern. Städtepartnerschaften wie die zu Godalming, aber auch zu Joigny und Uherské Hradiste sind von hoher Bedeutung – besonders in schwierigen Zeiten wie diesen“, so Oberbürgermeister Dirk Meid.

Selbstverständlich wurde auch Zeit außerhalb des Rahmenprogramms eingeplant.  Die Mayener Freundschaftskreise freuten sich auf Ausflüge mit Ihren Freunden und natürlich den geselligen Gang über den Lukasmarkt.

„Ich möchte mich bei allen Beteiligten, vor allem den Freundschaftskreisen, für die Unterstützung am Festwochenende bedanken“, so der Stadtchef.

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Hilfsgruppe Eifel – Kaller Verein erlangt Bekanntheit

Kall – Es steht noch immer in den Sternen, wo im nächsten Jahr die beliebte Eifeler Oldienacht  der Hilfsgruppe Eifel am 16. Juni, und zwei Tage später das große Familienfest am 18. Juni stattfinden werden. Man würde, so Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel, beide Veranstaltungen wieder gern wie bisher auf dem Gelände des Urfter Jugendgästehauses organisieren.  Aber, so Greuel beim jüngsten Monatstreff der Hilfsgruppe, sei noch ungewiss, ob bis Juni nächsten Jahres die Folgen der schlimmen Flut, die im Juli vergangenen Jahres an der Einrichtung Millionenschäden verursachte haben, beseitigt werden könnten.

Daniel Nielen (rechts) und Saskia Böhler (links) überreichten im Namen des Junggesellervereins Pesch eine Spende von 400 Euro, die beim Hahneköppen bei der Kirmes zusammen gekommen waren. Foto: Reiner Züll

Ungewiss ist auch, wo am, 15. Januar das elfte Neujahrskonzert des Landespolizeiorchesters NRW zugunsten der Hilfsgruppe Eifel stattfindet.  Man gehe davon aus, dass diese Benefiz-Veranstaltung der Polizeimusiker wieder im Gemünder Kursaal stattfinden könne, berichtete Willi Greuel. Sollten der Wiederaufbau des von der Flut beschädigten Kursaales bis dahin noch nicht abgeschlossen sein, finde das Konzert in der Hellenthaler Grenzlandhalle statt.

Dort hatte das Ensemble bereits in diesem Jahr, als Ersatz für das in Gemünd ausgefallene Neujahrskonzert, ein furioses Frühlingskonzert zugunsten der Hilfsgruppe gegeben hat. „Wir sind nach der langen  Corona-Pause und der am Flutopfer ausgezahlten 530.000 Euro Soforthilfe auf die Erlöse derartiger Veranstaltungen angewiesen“, sagte Hilfsgruppen-Chef Willi Greuel.  Derzeit sei man unter anderem auch in der Ukraine-Hilfe tätig.

An der vom Gesundheitsdienst Tribea betreuten Wassertherapie im Satzveyer Schwimmbad, die von der Hilfsgruppe finanziert wird, nähmen derzeit 16 gehandicapten Schützlinge teil. In Satzvey seien für diese regelmäßig stattfindenden Therapien optimale Voraussetzungen vorhanden. Greuel: „Dafür sind wir der Stadt Mechernich sehr dankbar“. Bürgermeister Hans-Peter Schick habe die Aktion kürzlich mit einer Spende von 500 Euro unterstützt.

In Justizkreisen in Nordrhein-Westfalen hat die Hilfsgruppe offensichtlich auch schon Bekanntheit erlangt, weil Gerichte vermehrt Bußgelder zugunsten des Kaller Hilfe-Verein verhängen. Willi Greuel berichtete, dass das Amtsgericht Haltern eine Frau dazu verdonnerte habe, ein Bußgeld von 1000 Euro an die Hilfsgruppe zu zahlen. Bei der Kaller Gewerbeschau sei die Hilfsgruppe Ende September selbst  aktiv gewesen und habe dabei aus dem Getränkeverkauf und Spenden der Besucher einen Erlös von knapp 2000 Euro  verbuchen können.

Zu den treuen Unterstützern der Hilfsgruppe zählt der Junggesellenverein Pesch, der zurzeit von Willi Greuels Enkel Daniel Nielen geleitet wird. Der Verein richtet seit acht Jahren in Pesch die Kirmes aus, wie Daniel Nielen und Saskia Böhler jetzt beim Monatstreffen der Hilfsgruppe berichteten und eine Spende von 400 Euro übergaben. Nielen: „In Pesch werden Tradition und Brauchtum noch gepflegt, und dazu gehört auch das Hahnenköppen“.

Nachdem der Hahnenkönig feststehe, werde der Hahn versteigert. Dabei handele es sich aber keineswegs um den geköpften Hahn, sondern  um ein frisches Brathähnchen, klärte Daniel Nielen auf. Über 400 Euro seien in diesem Jahr wieder zusammengekommen.

Früher habe der Hahnenkönig das ersteigerte Geld bekommen, doch die Junggesellen hätten  entschieden, das Geld nützlicher zu verwenden  und der Hilfsgruppe zu spenden. „Das machen wir seit acht Jahren, weil wir wissen, dass das Geld dort ankommt, wo es nötig ist“ so Nielen.

„Die könnten mit dem Geld auch hoch die Tassen machen“, lobte Willi Greuel die soziale Einstellung der Pescher Junggesellen. Er sei stolz, einen solchen Enkel zu haben. Stolz über den Erlös von über den diesjährigen Erlös war auch Daniel Nielen, der übrigens diesjähriger Hahnenkönig geworden  war: „400 Euro für so ein Brathähnchen, das ist doch schon was“. (Reiner Züll)

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Bistum Trier und Caritas planen „Notfall-Energie-Fonds“ – 2 Millionen Euro stehen bereit

Region/Trier – Das Bistum Trier und der Diözesan-Caritasverband planen, aus einem „Notfall-Energie-Fonds“ Hilfen für Einzelpersonen und Familien bereit zu stellen, die durch die Energie-Krise in eine finanzielle Notlage geraten sind. Dazu stehen zunächst 2 Millionen Euro zur Verfügung, die dem Bistum voraussichtlich durch Kirchensteuer-Mehreinnahmen aus der vom Staat gewährten Energiepreispauschale zufließen. Das Bistum schließt sich damit einer Empfehlung der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland an. Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg: „Mit dem Fonds möchten wir einen Beitrag dazu leisten, dass von der Energiekrise besonders betroffene Menschen gut über den Winter kommen und die zusätzlichen hohen Kosten für eine warme Wohnung begleichen können.“

Bischof Ackermann hat den Diözesan-Caritasverband damit beauftragt, die Mittel zu verwalten und zu verteilen. Zurzeit laufen die entsprechenden Vorbereitungen zur Verteilung der Mittel über die zehn örtlichen Caritasverbände und den Sozialdienst katholischer Frauen (SkF). „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Caritasverbänden vor Ort kennen die Situation der Menschen am besten und werden dafür Sorge tragen, dass die Gelder aus dem Fonds wirksam helfen“, so Diözesan-Caritasdirektorin Dr. Birgit Kugel. Im Blick sind Betroffene in prekären finanziellen Verhältnissen und Menschen mit geringem Einkommen, die bis jetzt „über die Runden“ kamen, angesichts der Energiekrise aber nicht mehr wissen, wie sie die akute Notlage bewältigen können. Schwerpunkt sollen Notfall-Soforthilfen für Einzelpersonen und Familien im Zusammenhang mit gestiegenen Kosten für Energie und Heizung sein. Weitere Gelder sind zur Förderung von Projekten vorgesehen wie zum Bespiel der Strom-Spar-Check, den einige Caritasverbände im Bistum Trier anbieten. Dort erhalten Menschen im Sozialhilfebezug von der Caritas Beratung und Unterstützung beim Energiesparen. Durch den Fonds sollen ferner Beratungsangebote gefördert werden, die Betroffene bei der Beantragung von ihnen zustehenden staatlichen Hilfen wie zum Beispiel Kinderzuschlag und Wohngeld helfen. (red)

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Auftakt-Veranstaltung Klimaschutz in Morbach war voller Erfolg

Wittlich/Morbach – Der Klimawandel ist in aller Munde und eine der größten Herausforderungen. Er ist ein globales Phänomen, wobei Klimaschutz größtenteils lokal umgesetzt werden kann. Daher hat der Landkreis Bernkastel-Wittlich diesen Sommer Yvonne Michels als Klimaschutzmanagerin eingestellt.

In einer Auftaktveranstaltung in Morbach präsentierte sie nun erstmals das Projekt und die Pläne des Landkreises. Unter dem Motto „Gemeinsam gestalten wir Klimaschutz“ nutzten über 70 Teilnehmer die Möglichkeit den Vorträgen zu folgen, sich einzubringen und die Klimaschutzmanagerin persönlich kennen zu lernen.

In seiner Begrüßung betonte Landrat Gregor Eibes, dass der Klimaschutz jetzt zügig und nachhaltig angegangen werden müsse. Sämtliches Wissen und die Technologien seien vorhanden, jetzt müsse gehandelt werden.

Einen ersten Einblick in Klimaschutz auf kommunaler Ebene gab der Klimaschutzmanager des Landkreises St. Wendel, Michael Welter. Die Projektbeispiele reichten von energetischer Sanierung der kommunalen Gebäude, über Bildungskampagnen an Schulen bis hin zu einem kommunalen Energieeffizienznetzwerk.

Auch in Schnorbach, einer Gemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis, wird das Thema Klimaschutz gelebt. Anna Jessenberger, Regionalreferentin der Energieagentur Rheinland-Pfalz, stellte das Schnorbacher Modell vor. In dem alle Ortsgemeinden von Pachteinnahmen der Windenergieanlagen profitieren, auch jene die selbst keine Anlagen auf ihren Gemarkungsflächen haben. Genutzt werden die Einnahmen zur Finanzierung weiterer Maßnahmen. Beispielsweise LED Tauschtage oder eine eigene Solaranlage auf dem Gemeindehaus. Auch die Idee eines E-Dorfautos wurde in Schnorbach umgesetzt.

Der Klimaschutz im Landkreis Bernkastel-Wittlich nimmt ebenfalls weiter Gestalt an. Momentan wird die Treibhausgasbilanz erstellt. Darauf aufbauend werden Potenziale analysiert, Ziele formuliert und Maßnahmen entwickelt.

Die Einbindung der Gemeinden, der Bürgerinnen und Bürger, sowie der Unternehmen ist hier von enormer Bedeutung. Die Klimaschutzmanagerin Yvonne Michels unterstreicht, dass ein transparenter Prozess mit ausreichend Gelegenheit zum Austausch die Wirksamkeit des Klimaschutzes verstärken und die Akzeptanz der Maßnahmen erhöhen kann. So konnten sich auch in Morbach die Teilnehmer aus Kommunalpolitik, Verwaltung, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger zu vier Themenbereichen direkt einbringen und Ideen zum Klimaschutz entwickeln. Behandelt wurden die Themenfelder Mobilität, Kommune intern, Private Haushalte und Unternehmen, sowie Erneuerbare Energien, Flächenmanagement und Klimawandelanpassung.

„Es war eine gelungene Veranstaltung, die einen tollen Auftakt markiert hat. Jetzt arbeite ich daran den Klimaschutz im Landkreis weiter voranzutreiben. Ich freue mich auf den weiteren Austausch mit den Akteuren“, lautet die erste Bilanz der Klimaschutzmanagerin. Die Dokumentation der Veranstaltung wird auf der Internetseite www.klimaschutz.bernkastel-wittlich.de hochgeladen sobald diese fertiggestellt wurde.

 

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Ehemalige Eifelhöhen-Klinik soll nun doch als Flüchtlings-Unterkunft genutzt werden

Euskirchen – Es ist die Rolle rückwärts von der Rolle rückwärts, schreibt Redakteur Tom Steinicke über die neuerlichen Entwicklungen rund um die ehemalige Eifelhöhen-Klinik. Denn die soll nun doch als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden, heißt es im Bericht, der in Kölner Stadt-Anzeiger und Kölnischer Rundschau erschienen ist. Demnach hat Josefine Paul (Grüne), NRW-Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration, die Entscheidung der Landesregierung bei der Regionalkonferenz in Köln verkündet. Wenig später bestätigte die Bezirksregierung Köln gegenüber den Tageszeitungen, dass der Erlass des Ministeriums von Anfang September damit aufgehoben sei.

Jetzt also doch wieder: Die ehemalige Eifelhöhen-Klinik soll nach dem Willen der Landesregierung nun doch als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden. Foto: Felix Lang/pp/Agentur ProfiPress

Vor gut einem Monat hatten Ministerium und Bezirksregierung noch unisono mitgeteilt, dass „die gleichmäßige Verteilung der Geflüchteten über alle Regierungsbezirke in Landesunterkünfte sichergestellt“ sei. Zudem gebe es Alternativen zur ehemaligen Reha-Klinik im Marmagen außerhalb des Regierungsbezirks Köln. Nun also doch wieder die Eifelhöhen-Klinik, die eigentlich schon längst als Puffereinrichtung für bis zu 750 geflüchtete Ukrainer am Start hätte sein sollen.

Noch viele Fragen ungeklärt

Der Anruf bei Rolf Klöcker, Geschäftsführer des Kreis-DRK, ließ nicht lange auf sich warten, heißt es weiter im Artikel von Redakteur Tom Steinicke. Am Mittwochvormittag fragte die Bezirksregierung unverbindlich an, ab wann das DRK die frühere Eifelhöhen-Klinik möglicherweise als Flüchtlingsunterkunft betreiben könnte. „Realistisch ist der 1. Januar 2023. Wenn die Not im Dezember aber schon größer sein sollte, könnten wir eine abgespeckte Variante an den Start bringen“, wird Klöcker in den Zeitungsberichten zitiert. Aktuell stehe es aber noch „völlig in den Sternen, was konkret ausgeschrieben wird“. Davon hänge beispielsweise ab, wie viel Personal des DRK benötigt werde. „Als wir damals den Zuschlag nicht bekommen haben, haben wir einigen potenziellen Mitarbeitern abgesagt. Das macht es jetzt nicht einfacher“, berichtet Klöcker.

Entlastung oder Puffer?

Wie viel Personal benötigt werde, hänge von den geforderten Leistungen ab. So habe das DRK bei einer Einrichtung auch die Sicherheit mithilfe eines Subunternehmens gewährleistet oder sich um einen Caterer bemüht. Zudem müsse geklärt sein, ob Dienstleistungen wie Kleiderkammer oder Unterricht gewünscht seien.

Gegenüber Kölnischer Rundschau und Kölner Stadt-Anzeiger erklärte Vanessa Nolte, Pressesprecherin der Bezirksregierung, dass die Bezirksregierung „darüber hinaus ganz konkrete Pläne zu weiteren Unterbringungen im Regierungsbezirk hat.“ Mehr könne sie aber noch nicht sagen, weil die Gespräche über mögliche Liegenschaften noch nicht abschließend geklärt seien. Auch sei offen, ob die Eifelhöhen-Klinik wieder als Puffereinrichtung für Geflüchtete aus der Ukraine für die Bezirksregierung oder als generelle Flüchtlingsunterkunft hergerichtet wird und so die Kommunen entlastet werden können.

 

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Durst statt Brände löschen

Mechernich-Obergartzem – Mario Goehrke ersteigerte bei der Stadt Mechernich ein ausgemustertes Feuerwehrauto und baute es zu einem Thekenmobil um – Gerätewagen Zapf steht ab sofort bei den Event Löwen zum Einsatz bereit. Erst war es nur eine Schnapsidee, dann wurde was mit Bier daraus. Aber der Reihe nach. Im Internet hatte der Obergartzemer Mario Goehrke gesehen, dass die Stadt Mechernich zwei ausgemusterte Löschfahrzeuge versteigert. „Aus einer Schnapsidee heraus habe ich mitgeboten“, erzählt Goehrke mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Das passende Gebot dazu: 2222 Euro.

Danach hatte er das Thema eigentlich schon abgehakt. Bis eines Morgens die Mail kam, dass er den Zuschlag für das ehemalige Tragkraftspritzenfahrzeug auf Basis eines „Fiat Ducato“ erhalten hatte. Ab diesem Zeitpunkt war der 43-jährige Obergartzemer stolzer Besitzer eines Feuerwehrautos, Erstzulassung 1998, mit 80 kw, 1998 cm³ Hubraum, sechs Sitzplätzen und einer bisherigen Laufleistung von 19.229 Kilometern.

Eine Woche Spülmaschine ausräumen

„Mein Sohn wollte mir erst nicht glauben, dass ich ein Feuerwehrauto gekauft habe“, sagt Goehrke. Der 9-jährige Ben wettete sogar eine Woche Spülmaschine ausräumen darauf, dass sein Vater ihn veräppelte. Als das Auto dann vor der Tür stand und Ben aus der Schule kam, war sein einziger Kommentar: „Mist.“ Doch inzwischen ist die Begeisterung im Hause Goehrke groß. Tochter Paula wurde mit dem außergewöhnlichen Fahrzeug sogar schon in die Grundschule gebracht – ziemlich cool.

Zuvor hatte Papa Mario aber einige Stunden Arbeit in den Umbau zum Durstlöschfahrzeug investiert. Als Inhaber einer Firma für Klimatechnik sind handwerkliches Know-how und das entsprechende Werkzeug vorhanden. Zunächst wurde dann Platz geschaffen für das kreative Vorhaben und alle unnötigen Teile ausgebaut.

Anschließend kaufte Goehrke, der mit den Event Löwen auch einen Veranstaltungsservice betreibt, alle Komponenten in einem Kölner Großhandel. So entstand eine Theke mit zwei Zapfhähnen für Pils und Kölsch, das eiskalt aus der Durchlaufkühlung kommt. Auch ein Kühlschrank ist vorhanden. Ein Akku sorgt für die Stromversorgung, die bis zu zwei Tage Dauereinsatz schaffen soll. Auch ans Spülen wurde gedacht. Das Becken samt Spülboy wird von einem 210 Liter Frischwassertank gespeist.

Freiwillige Durstlöscher Jartzem

Besonders kreativ war Mario Goehrke bei der Beschriftung. Die Zapfhähne sind mit „Löschwasserversorgung“ gekennzeichnet. Die Fässer stehen im „Löschwassertank“. Das Wappen der Stadt Mechernich an den Türen wurde durch zwei gekreuzte Weizenbiergläser, Hopfenblüte und Brezel ersetzt. Darüber steht „Freiwillige Durstlöscher“, die natürlich aus Goehrkes Heimatort Jartzem kommen. Dank eines eigenen Plotters fertigt der 43-Jährige die Beschriftungen selbst. Frontscheibe und Heck weisen das Fahrzeug als GW (Gerätewagen) Zapf aus. Und wo einst Feuerwehr stand, ist jetzt Feierwehr zu lesen.

Deren Premieren-Einsatz erfolgt bei einer privaten Geburtstagsfeier. Zuvor musste das Fahrzeug allerdings angemeldet werden. Was mit den Umbauten und dem intakten Blaulicht samt Martinshorn nicht ganz leicht war. Auch ein Zahlendreher im Gutachten machte die Anmeldung zur tagesfüllenden Aufgabe. „Die Mitarbeiterin beim Kreis war sehr geduldig und hilfsbereit“, sagt Mario Goehrke, der das Fahrzeug künftig für Feste vermietet oder es mit den Event Löwen in den Einsatz schickt.

Zudem möchte er der Löschgruppe Weiler am Berge einen Besuch abstatten. „Die Truppe hat das Auto so gut gepflegt, da würde ich gerne mal zu einer Übung fahren und ein paar Bierchen ausgeben“, sagt Feierwehr-Einsatzleiter Mario Goehrke. Den Kontakt finden die Wehrleute aus Weiler und alle anderen Interessierten unter www.event-loewen.de