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Neuer gemeinnütziger Verein „Mechernicher Rock am Rathaus“

Mechernich – Neuer Verein für Musik und Kultur – Margret und Hermann-Josef Eich, Irene und Michael Sander, Gerda und Reinhard Kijewski sowie Petra Himmrich sind die Köpfe des neuen gemeinnützigen Vereins „Mechernicher Rock am Rathaus“. Ziel des vorerst siebenköpfigen Zusammenschlusses ist die künftige Organisation und Abwicklung des beliebten Konzertspektakels im Innenhof der Stadtverwaltung.

Langfristig wolle man aber das kulturelle Leben am Bleiberg insgesamt beflügeln, verriet Schriftführer Michael Sander. Der Schwerpunkt liege auf der Musik. Denkbar seien Veranstaltungen auf dem Brunnenplatz, so Reinhard Kijewski, der stellvertretende Vorsitzende: „Mechernich hat Potenzial nach oben!“

Der Verein ist Nachfolger der „Mechernicher Sommer GbR“, die vom Stadtmarketing „Mechernich aktiv“ und dem Gastronomen und Kommunalpolitiker Heinz Sechtem gebildet wurde. Nach „Addy“ Sechtems Ausscheiden habe man sich umfirmiert, so die Kassiererin Petra Himmrich. Es brauchte einen neuen Verein: Zu den originären Aufgaben eines Stadtmarketings gehöre die Abwicklung von Konzertveranstaltungen eher nicht.

„Rockwood“ und „Männer von Flake“

Nachdem die ersten sieben Mitglieder gefunden, die Posten verteilt und der Verein eingetragen wurde, geht man nun zur Mitgliederanwerbung über. „Je mehr mitmachen, desto mehr kann man für Mechernich bewegen“, so Michael Sander. Der Jahresbeitrag von zehn Euro ist überschaubar. Förderer und finanzielle Unterstützer könnten auch gerne 20 bis 40 Euro entrichten. Interessenten wenden sich an Margret Eich, Tel.: (0 24 43) 84 79.

Das nächste Konzert „Rock am Rathaus“ findet am Freitag, 26. Mai 2023, statt. Dabei handelt es sich um das Pfingstwochenende. Es spielen die Bands „Rockwood“ mit dem bekannten Bassisten Rainer Peters aus Mechernich und „Die Männer von Flake“, die bei ihrem Gastspiel dieses Jahr super beim Publikum angekommen seien, so Reinhard Kijewski. Der Eintritt kostet 22 Euro im Vorkauf und 27 Euro mit Sitzplatz sowie an der Abendkasse. Der Vorverkauf beginnt voraussichtlich Ende November.

 

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Cusanusschule in Münstermaifeld freut sich über Unterstützung von Westenergie

Münstermaifeld – Die Cusanus-Grundschule in Münstermaifeld freut sich über eine kräftige Unterstützung durch Westenergie. Das Energieunternehmen förderte die Anschaffung einer Surpriseball-Spielanlage über die Mitarbeiter-Initiative „Westenergie aktiv vor Ort“ mit 2.000 Euro. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer konnten somit die Spielanlage gemeinsam aufbauen. Hierzu wurde auf dem Schulhof ein neues Fundament errichtet, welches ermöglicht, dass der Surpriseball-Stamm fest im Boden verankert ist. Die neue Spielanlage soll zukünftig die Pausenaktivität der Schüler*innen bereichern.

Eva-Maria Klein, selbst für die Westenergie tätig, hatte bei ihrem Arbeitsgeber erfolgreich die Förderung beantragt. „Die Surpriseball-Spielanlage wird noch viele Jahre die Kinder begeistern und ist ein richtiges Highlight auf dem Pausenhof der Cusanusschule. Daher habe ich die Aktion gemeinsam mit dem Freundes- und Förderkreis der Schule gerne unterstützt“, sagte Projektpatin Eva-Maria Klein. Die Schulleiterin Frau Weckbecker  betonte: „Wir sind sehr froh darüber, dass nun die Kinder ein weiteres Spielgerät auf dem Schulhof haben, an dem sie sich in der Pause richtig austoben können. Ohne die Unterstützung vom Freundes- und Förderkreis der Cusanusschule und  die Förderung von Westenergie wäre das nicht möglich gewesen.“

Bei „aktiv vor Ort“ handelt es sich um eine Initiative von Westenergie, bei der sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer Freizeit für ihre Mitmenschen engagieren. Wer selbst die Ärmel hochkrempelt und sich für einen guten Zweck in seinem Heimatort einbringt, erhält bis zu 2.000 Euro Zuschuss für Materialien. Über „Westenergie aktiv vor Ort“ konnten bereits mehr als 10.000 ehrenamtliche Projekte in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen umgesetzt werden.

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David Backendorf wird neuer Wehrleiter der Verbandsgemeinde Wittlich-Land

Wittlich – Im Rahmen einer Wahlversammlung wählten die Wehrführerin und die Wehrführer der Verbandsgemeinde Wittlich-Land in Niersbach einen neuen Wehrleiter. Hierbei konnte David
Backendorf bei anfangs zwei Mitbewerbern die erforderliche Mehrheit auf sich vereinen.

Damit wird Backendorf ab dem 01. Dezember den amtierenden Wehrleiter Stephan Christ ablösen, der seit dem 30. Oktober 2012 das Amt bekleidet und jüngst die Aufgaben des stellvertretenden Brand- und Katastrophenschutzinspekteurs im Kreis Bernkastel-Wittlich
übernommen hat.

David Backendorf trat 1999 in die Jugendfeuerwehr Plein ein und wechselte 2004 in den aktiven Dienst der Freiwilligen Feuerwehr Salmtal. Neben seinen Tätigkeiten als organisatorischer Leiter im Katastrophenschutz und als Kreisausbilder ist er zudem in der
Führungsstaffel der Verbandsgemeindefeuerwehr tätig und engagiert sich in der Feuerwehreinsatzzentrale Salmtal.

Bürgermeister Manuel Follmann wie auch Stephan Christ gratulierten dem neu gewählten Wehrleiter und freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit.

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Bischöfliche Mädchen-Realschule St. Ursula Monschau schließt voraussichtlich 2026

Monschau – Es ist kein einfacher Schritt: Das Bistum Aachen beabsichtigt nach langem Abwägen, die Bischöfliche Mädchenrealschule St. Ursula in Monschau aufzulösen und voraussichtlich zum 31. Juli 2026 zu schließen. Das bedeutet, dass zum Sommer 2023 keine Neuaufnahmen in die Jahrgangsstufe 5 mehr erfolgen sollen.

Dr. Thomas Ervens. Foto: Bistum Aachen / Andreas Steindl

Für die Schülerinnen der Schule ändert sich zunächst nichts. Bei einer Schulschließung zum Sommer 2026 können die Schülerinnen der Jahrgangsstufen 7 bis 10  ihren Abschluss wie geplant erlangen. Schülerinnen der jetzigen 5. und 6. Jahrgangsstufe werden bei einem für sie dann notwendigen Schulwechsel durch die Schule intensiv beraten und begleitet. Diese können den Realschulabschluss entweder an einer anderen bischöflichen Schule mit Realschulzweig in Schleiden oder Düren machen oder den Mittleren Schulabschluss an einer öffentlichen Schule erlangen.

„Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, sie ist bitter. Aber es führt kein Weg daran vorbei. Die soziodemographische Entwicklung hat uns schon seit langem vor die Herausforderung gestellt, dass die Anmeldezahlen seit Jahren stark rückläufig sind“, sagt Dr. Thomas Ervens, Leiter der Hauptabteilung Pastoral / Schule / Bildung im Bischöflichen Generalvikariat.

Das Bildungsangebot an der Bischöflichen Mädchenrealschule wird weiterhin mit gewohntem Engagement fortgesetzt. Als Schulträger wird das Bistum Aachen die Schule unvermindert unterstützen, um weiterhin einen qualifizierten Unterricht sowie ein möglichst breites Angebot der Übermittagsbetreuung sicherzustellen. Für alle Lehrkräfte besteht die Möglichkeit, ab 2026 an eine der beiden Realschulen in der Trägerschaft des Bistums Aachen in Schleiden und Düren versetzt zu werden. Auch den übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird eine alternative Einsatzstelle angeboten.

Nur 40 Anmeldungen für das laufende Schuljahr

Die Anzahl der Schülerinnen ist seit Jahren rückläufig. Gab es im Schuljahr 2017/18 noch über 80 Anmeldungen, hat sich die Anmeldezahl für das laufende Schuljahr 2022/23 auf rund 40 Schülerinnen halbiert. Insgesamt werden im Schuljahr 2022/2023 nur noch 297 Schülerinnen unterrichtet. Zum Vergleich: im Schuljahr 2017/2018 waren es noch 501 Schülerinnen. „Der Mädchenrealschule fehlen seit Jahren ausreichend Anmeldungen, um eine funktionierende dreizügige Schule mit optimalem Fächer- und Wahlpflichtangebot zu gewährleisten. Die Bemühungen des Kollegiums, des Silentiums und des Trägers haben leider zu keiner signifikanten Veränderung des Anmeldeverhaltens geführt“, sagt Schulleiterin Dorothee Spinrath.

Die Entwicklung hat vielfältige Ursachen, zwei fallen allerdings besonders ins Gewicht: Zum einen wird das Profil einer reinen Mädchenbildung nicht mehr in ausreichendem Maße nachgefragt. Zum anderen gibt es in nahezu allen Schulformen aufgrund der demographischen Entwicklung im Einzugsgebiet der Mädchenrealschule weniger Kinder. Der Nahbereich der Schule wird nur noch von sehr wenigen Familien bewohnt, lediglich ein paar Schülerinnen stammen direkt aus der Altstadt Monschaus. Viele kommen bereits heute aus dem weiteren Umfeld und müssen lange Fahrwege, etwa aus Stolberg, Roetgen, Aachen, Simmerath und Hürtgenwald  in Kauf nehmen. „Auch für die kommenden Jahre erwarten wir auf Grundlage der Schulentwicklungsplanung deshalb keine Trendwende“, betont Dr. Thomas Ervens.

Schulträger handelt verantwortungsbewusst

Angesichts der kontinuierlich rückläufigen Anmeldezahlen ergeben sich bereits jetzt große schulorganisatorische Herausforderungen: Die Größe der Eingangsklassen lag bereits in den vergangenen drei Jahren deutlich unter dem für die Realschule vorgesehenen Richtwert von 27 Schülerinnen pro Klasse. Perspektivisch lässt sich angesichts dieser Rahmenbedingungen kein angemessen breites Unterrichts- und Bildungsangebot aufrechterhalten. Der Schulträger handele verantwortungsbewusst, sagt Rektorin Dorothee Spinrath: „Schülerinnen und Eltern haben ein Anrecht auf ein bestmögliches Bildungsangebot in der Realschule.“ Unter den gegebenen Bedingungen sei dies langfristig nicht mehr gewährleistet.

„Uns ist bewusst, dass die beabsichtigte Auflösung der Bischöflichen Mädchenrealschule einen schweren und einschneidenden Schritt für die Schülerinnen und ihre Eltern sowie auch für das Lehrerkollegium und alle Mitarbeitenden darstellt. Wir hoffen, dass wir diesen Schritt gemeinsam mit der Schulgemeinde in Monschau in gewohnt vertrauensvoller Weise gehen können. Dabei ist es uns als Schulträger wichtig, für die Schullaufbahn aller jetzigen Schülerinnen eine verlässliche Perspektive zu bieten“, sagt Dr. Thomas Ervens. Im nächsten Schritt wird die Schulkonferenz der bischöflichen Mädchenrealschule informiert werden.

Bereits seit 2018 hatte das Bistum in vielen Gesprächen nach Lösungen gesucht, die Realschule weiterzuentwickeln und somit dauerhaft zu erhalten. „Bis zu unserer Entscheidung haben wir im Vorfeld alle Möglichkeiten der Weiterentwicklung – auch gemeinsam mit den Verantwortlichen der kommunalen Schulträger – geprüft. Wir mussten aber erkennen, dass alle Überlegungen und Maßnahmen nicht erfolgreich sein werden“, erklärt Dr. Thomas Ervens. So gab es etwa auch schon vor einigen Jahren ernsthafte Überlegungen, auch Jungen an der Schule zu unterrichten. Eine parallele Monoedukation (ein separater Unterricht von Mädchenklassen und Jungenklassen) konnte weder aus schulorganisatorischen noch baulichen Gegebenheiten am Standort realisiert  werden.

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Euskirchener Rotarier halfen nach der Flut

Mechernich – Städtisches Gymnasium am Turmhof und andere Geschädigte bedankten sich vor Pressevertretern. Knapp 20.000 Euro haben die Rotary-Clubs im Kreis Euskirchen nach der Flutkatastrophe für nicht durch die öffentlichen Hände finanzierte Wiederaufbaumaßnahmen am städtischen Mechernicher Gymnasium am Turmhof gestiftet.

Zur Bilanzierung dieser Geldgaben waren jetzt die Vorsitzenden Angelica Netz (Rotary Club Euskirchen-Burgfey) und Günter Niewenhuis (Rotary Club Euskirchen) ins Gymnasium eingeladen worden, wo sich nicht nur Schulleiter Micha Kreitz und die Lehrer Michael Schmitz, Andreas Maikranz und Bernhard Karst bei den Geldgebern bedankten, sondern auch Stefanie Heinrichs vom Sozialdienst katholischer Frauen und Therese Esch-Redlin und Christel Rodemers von der Schauspielgruppe „Ak-teur“.

„Ak-teur“ hatte Kostüme und Requisiten im überschwemmten Keller des Gymnasiums gelagert, der Sozialdienst Spielgeräte, Noten und Instrumente für die Übermittagsbetreuung. Erstere bekamen 1500 Euro für die Widerbeschaffung, Letztere 2500 Euro. Die Schule selbst bekam von Rotary und aus Mitteln der Aktion „Deutschland hilft“ insgesamt 19.500 Euro – unter anderem 4500 Euro für Outdoor-Tischtennisplatten, 2000 Euro für Sitzgruppen auf Pausenhöfen und 2500 Euro für den Ausbau eines der Innenhöfe zu einem „grünen Klassenzimmer“.

Forstprojekt erwähnt

Schulvertreter und Rotarier bekräftigten in einem Pressegespräch ihre bewährte langjährige Zusammenarbeit, unter anderem bei einem Forstprojekt im schulnahen Privatwald der gräflichen Familie von Nesselrode, in dem jeder Sextaner einen Baum pflanzen und während seiner Schulzeit beobachten und fördern kann.  Auch Medien- und Umwelterziehung, „Jugend forscht“ und Schulgarten am Gymnasium am Turmhof werden von den insgesamt rund 90 Rotariern im Kreis Euskirchen unterstützt.

Angelica Netz und Günter Niewenhuis nutzten die Mechernicher Pressekonferenz am GAT auch, um Rotary-Aktivitäten nach der Flut in wesentlich gehobener Größenordnung in anderen Kommunen, vor allem in Bad Münstereifel vorzustellen, wo alleine 260.000 Euro für Jugend-Bewegungsräume im Freien des St.-Angela-Gymnasiums und 185.000 Euro für Bewegungsraum und grünes Klassenzimmer am Sankt-Michael-Gymnasium geflossen sind.

880.500 Euro hatten die Mitglieder der Rotary-Clubs in ganz Deutschland, aber auch im benachbarten Ausland für Soforthilfen an 250 Familien im Kreis Euskirchen aufgebracht. Zusätzlich wurden beispielsweise 100 Waschmaschinen und 130 Bautrockner angeschafft und eingesetzt.

Insgesamt setzten die beiden von Angelica Netz und Günter Niewenhuis vertretenen Euskirchener Clubs mit Hilfe der Aktion „Deutschland hilft“ und vieler anderer Rotary Clubs 1,75 Millionen Euro Hilfsgelder im Kreis Euskirchen ein.

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Lukas Delvenne ist der erste Nacht-Bürgermeister der Stadt Aachen

Aachen – Er soll zukünftig als Impulsgeber und Lotse das Nachtleben in der Studierendenstadt Aachen stärken und mitgestalten. Der gebürtige Monschauer Lukas Delvenne (30) studierte Betriebswirtschaft an der RWTH Aachen und knüpfte in dieser Zeit erste Kontakte zur freien Szene Aachens. Als Nachtbürgermeister möchte er vor allem „Dolmetscher“ sein, um die Aachener Szene optimal zu fördern und sie sicher durch den „Verwaltungs- und Rechtsdschungel“ zu lotsen.

Angesiedelt im städtischen Fachbereich „Bürger*innendialog und Verwaltungsleitung“ gehört der Aufbau eines tragfähigen Netzwerks aus der Kreativ- und Clubszene, den Asten der Aachener Hochschulen, freien Initiativen, Interessenverbänden und städtischen Einrichtungen, aber auch die Lotsenfunktion zwischen den verschiedenen Bereichen der Verwaltung und den Anbietern von Kultur-, Party- und Szeneevents zu seinen Aufgabenschwerpunkten.

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen sagte in einem Pressegespräch am Donnerstag (3. November 2022), dass Aachen eine lebendige Stadt mit vielen jungen Menschen sei; hier sei eine lebendige Nachtkultur eine wichtige Voraussetzung für die Attraktivität der Stadt. „Die Funktion eines Nachtbürgermeister ist deshalb eine gute Chance, das Aachener Nachtleben zu stärken und eine strukturelle und nachhaltige Entwicklung einer Aachener Vision der Nachtkultur und Nachtökonomie in die Wege zu leiten“.

Der gebürtige Monschauer Lukas Delvenne (30) studierte Betriebswirtschaft an der RWTH Aachen und knüpfte in dieser Zeit erste Kontakte zur freien Szene Aachens. Nach einem einjährigen Aufenthalt in Uganda kehrte er 2016 zum Masterstudium nach Aachen zurück und wurde Teil des neu gegründeten Krach-Kollektivs. Delvenne organisierte hier erste Partys, aber auch das „Kulturdepot“ an der Talstraße sowie die bekannte „Krach-Parade“. Gemeinsam mit anderen gründete er das Meta-Kollektiv Einklang, was eine bessere Kommunikation innerhalb der freien Szene und zur Verwaltung zum Ziel hat.

„Die Organisation dieser Veranstaltungen erforderte immer eine enge Zusammenarbeit mit den Behörden, deren Zuständigkeiten uns oft nicht deutlich waren. Die Entscheidungen der Verwaltung konnten wir nicht immer nachvollziehen und wir fühlten uns entsprechend auch oft nicht korrekt verstanden“, erinnert sich der Nachtbürgermeister. „Dolmetscher“ möchte er deshalb vor allem sein, um die Aachener Szene optimal zu fördern und sie sicher durch den „Verwaltungs- und Rechtsdschungel“ zu lotsen. „Lukas Delvenne ist nicht nur ein klarer Fürsprecher der Szene, der das Nachtleben in Aachen stärkt. Gleichzeitig ist er ein versierter Ansprechpartner für Anwohnende, der tief im Thema steckt und das städtische Nachtleben so konfliktarm wie möglich gestalten möchte“, so Dana Duikers, Leiterin des städtischen Fachbereichs „Bürger*innendialog und Verwaltungsleitung“.

Die Initiative zur Einrichtung der Stelle eines Nachtbürgermeisters kam in der Vergangenheit von verschiedenen Rats-Fraktionen. Hierzu erläuterten Christof Giebeler (Linke) und Tobias Tillmann von der (SPD-Fraktion) stellvertretend: „Wir freuen uns, dass Aachen nun mit Lukas Delvenne einen Nachtbürgermeister an den Start bringt, denn die Clubkultur hat besonders unter der Pandemie gelitten und kann jetzt jede Unterstützung gebrauchen.“

Aktuell arbeitet Delvenne mit verschiedenen Bereichen der Verwaltung an Lösungen der zur Organisation einer Veranstaltung oft benötigten Schallschutzgutachten sowie an einem Leitfaden für Veranstaltende. In den kommenden Monaten will er möglichst viele Menschen aus dem Nachtleben gemeinsam mit Vertretern aus Verwaltung und Politik an runde Tische bringen. Ein Netzwerker möchte er sein, sowohl innerhalb Aachens als auch überregional. Gerade hat er im Rahmen der „Stadt-Nacht-Acht-Konferenz“ mit sieben anderen „Nachtbeauftragten“ das „Nachtkonsil“ gegründet, das dem Austausch und der gegenseitigen Inspiration dienen soll, um die Arbeit auf kommunaler Ebene zu erleichtern und weiter zu entwickeln.

Eigene Veranstaltungen wird Lukas Delvenne nicht organisieren. „Ich sehe in Aachen eine Vielzahl von Menschen, die mit viel Engagement und Leidenschaft versuchen, das Nacht- und Kulturleben zu bereichern. Diese Menschen möchte ich mit meiner Arbeit unterstützen und ihre Veranstaltungen ermöglichen“, sagt er.

Wer in Kontakt mit Nachtbürgermeister Lukas Delvenne kommen möchte, kann das per Mail unter nachtleben@mail.aachen.de und / oder telefonisch unter der Nummer 432-7320.

 

 

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Bauarbeiten der evm-Gruppe in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Provisorische Gashochdruckleitung wird durch permanente ersetzt. Seit vergangenem Mittwoch, 2. November 2022, bis voraussichtlich April 2023 ersetzt die Energieversorgung Mittelrhein (evm) die im vergangenen Jahr provisorisch errichtete Gas-Hochdruckleitung in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Arbeiten werden von der Energienetze Mittelrhein, der Netzgesellschaft der evm, ausgeführt.

Die 2021von der evm-Gruppe in Rekordzeit errichtete provisorische Gashochdruckleitung, wie hier an den Weinbergen, wird nun durch eine permanente ersetzt. Foto: evm

Die ursprüngliche Gashochdruckleitung, die direkt an der Ahr entlangführte, wurde durch das Hochwasser 2021 zerstört. Zur möglichst schnellen Wiederversorgung der Stadt mit Gas wurden zunächst provisorische Leitungen verlegt, die nun durch permanente ersetzt werden müssen. Dazu wird es insgesamt drei Bauabschnitte geben. Der erste Bauabschnitt betrifft den Abschnitt von der Straße „Im Schwertstal“ bis zu den Weinbergen nördlich der B266. Hier haben die Arbeiten Anfang November begonnen und sollen im Dezember dieses Jahres abgeschlossen sein. Der zweite Bauabschnitt wird vom 14. November 2022 bis Januar 2023 im westlichen Bereich der Heerstraße vom Parkplatz Erdbeerfeld bis zur Einmündung der Straße „Im Dellmich“ durchgeführt. Hier wird eine Fahrbahnseite gesperrt, sodass die Heerstraße für die Dauer der Arbeiten in diesem Bereich zur Einbahnstraße wird. Sie ist dann nur noch in Richtung Kreisverkehr befahrbar. Für die Gegenrichtung ist eine Umleitung ausgeschildert. Bauabschnitt drei findet zwischen Januar 2023 und April 2023 statt und betrifft die Weinbergwege zwischen den ersten beiden Bauabschnitten.

Die evm-Gruppe und ihre Dienstleister entschuldigen sich für die Unannehmlichkeiten und tun alles dafür, dass die Bauarbeiten schnellstmöglich und mit der erforderlichen Sorgfalt abgeschlossen werden. Mit der Baumaßnahme sichert die evm-Gruppe eine weiterhin zuverlässige Versorgung mit Erdgas.

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DRK im Kreis Euskirchen ist seit 2014 durchgehend als familienfreundlicher Arbeitgeber zertifiziert worden

Euskirchen – Familienfreundlichkeit in der DNA – Jetzt gab es die unbefristete Urkunde der Bertelsmann-Stiftung. Es ist immer ein fordernder Prozess – aber einer, der sich lohnt. Denn das DRK im Kreis Euskirchen ist erneut als familienfreundlicher Arbeitgeber zertifiziert worden. Der Kreisverband trägt das Sigel seit 2014 durchgehend. In diesem Jahr konnte DRK-Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker die unbefristete Urkunde der Bertelsmann-Stiftung entgegennehmen. Ein Beleg dafür, dass die Familienfreundlichkeit fest in der DNA des Kreis Euskirchener DRK verankert ist.

Bereits Anfang 2022 hatte das Team um die DRK-Projektverantwortliche Yvonne Scholl die Vorbereitungen zur Rezertifizierung getroffen. Im Mai 2022 stand eine Online-Befragung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der Agenda. Sie ist das Herzstück der Zertifizierung. Schließlich geht es darum, das familien- und mitarbeiterorientierte Leistungsprofil als attraktiver Arbeitgeber im Dialog mit den Beschäftigten kontinuierlich weiterzuentwickeln und in allen Arbeitsbereichen zu verankern.

Attraktiv für Fachkräfte

Daher waren auch Vertreter aus allen Fachbereichen dabei, als in einem Workshop über den Status quo beraten und über mögliche Verbesserungen diskutiert wurde. Am Ende des erfolgreich absolvierten Verfahrens gab es für das DRK dann Urkunde und Plakette. „Für uns liegen die Vorteile einer solchen Zertifizierung klar auf der Hand“, sagt DRK-Geschäftsführer Rolf Klöcker: „Als familienfreundlicher Arbeitgeber sind wir attraktiv für qualifizierte Fachkräfte. Zudem können sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darauf verlassen, dass wir das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie sehr ernst nehmen.“

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Greifvögel aus dem Wildfreigehege Hellenthal zu Besuch in der AWO-Nationalpark-Kita in Glehn

Mechernich-Glehn – Spaß mit „Herkules“ und „Lima“ – Die neue Leiterin Jenny Raikhlin lobt Arbeit des Teams: „Ich bin schon jetzt gespannt auf die weitere Projekte“ – Tierunterstützte Pädagogik mit Labrador-Hund  „Cuba“. Diesen Vormittag werden die Kinder der AWO-Kita in Glehn in guter Erinnerung behalten, denn ein Besuch eines Falkners aus der Greifvogelstation des Hellenthaler Wildfreigeheges bescherte den Kids viel Spaß und eine spannende Lehrstunde.

Keine Angst vor dem großen Vogel: Damit die Kinder den Adler streicheln konnten, hielt Erzieherin Raphaela Johanns den stolzen Greifvogel auf der Hand. Foto: Reiner Züll

Der Falkner Benno Wiesen war natürlich nicht allein nach Glehn gekommen. Er und die Falkner-Praktikantin Helen Anstätt hatten den Wüstenbussard „Herkules“ und den Kordilleren-Adler „Lima“ mitgebracht. Die Kinder konnten die Greifvögel beim Flug beobachten und sogar mit ihnen auf Tuchfühlung gehen.

Gespannt hörten die Kinder und das Kita-Team auf dem Außengelände der Einrichtung den Ausführungen des Falkners Benno Wiesen zu. Foto: Reiner Züll

Die AWO-Kita in Glehn hat seit 2018 das Zertifikat als Nationalpark-Kindertagesstätte. Dass der Hort dieser Auszeichnung gerecht wird, zeigen die vielfältigen Projekte, die bereits in Angriff genommen wurden, oder noch in der Planung sind.  Erzieherin Jenny Raikhlin, die die Kita seit dem 1. September dieses Jahres leitet, ist erfreut über die bisherigen Naturschutz-Aktivitäten der Kita, die sie bisher so noch nicht erlebt habe.

Täglich werde sie von ihren neuen Kollegen und Kolleginnen von der liebevollen, emphatischen und wertschätzenden Arbeit mit den Kindern überrascht. Jenny Raikhlin: „Ich bin schon jetzt sehr gespannt auf die kommenden  Projekte hier in dieser Kita, da sie mir doch als recht außergewöhnlich  erscheinen“.

Im Rahmen der Partizipation von Kindern, welche bei der AWO hohe Priorität habe, würden von den Kindern und dem Kita-Personal in Glehn zu vielen Themen passende Projekte entwickelt. In der Vergangenheit seien schon einige Tier in der Kita „zu Besuch“ gewesen, so auch Schildkröten, Vögel, Hühner und sogar Stabheuschrecken.

Im Rahmen einer tiergeschützten Therapie Pädagogik ist die AWO-Kita in Glehn  im Januar letzten Jahres „auf den Hund gekommen“. Und das in äußerst positiver Hinsicht.  Der Labradormischling „Cuba“ ist mit seiner ausgebildeten Begleiterin Sabine Hansen regelmäßig in der Kita zu Gast, um ein harmonisches Begegnen von Kindern und Hunden  zu fördern. Jenny Raikhlin: „Das Miteinander von Kindern und Hunden ist ein spannendes und wunderbares Thema“.

Pädagogische Ziele seien dabei zum Beispiel das Erkennen der Grenzen eines Hundes, das Aneignen von Fachwissen über den Vierbeiner, der respektvolle Umgang mit Cuba, die Stärkung des  Selbstbewusstseins oder das Erkennen der Einzigartigkeit der einzelnen Tiere. „Nur wenn der Mensch den Hund lesen und verstehen kann und Rücksicht auf seine Bedürfnisse nimmt, bildet sich ein vertrauensvolles Team, das auch langfristig hochwertige Arbeit leistet“, so Hundeführerin Sabine Hansen.

„Dass da in der Kita so viel Tierliebe ist, wundert mich nicht“, lobt  Jenny Raikhlin die engagierte Arbeit ihres Kita-Teams. Dass nun als weitere Besonderheit Greifvögel aus dem Wildfreigehege Hellenthal zu Gast seien, mache die Arbeit noch schöner und aufregender. Falkner Benno Wiesen erklärte den Kindern die Herkunft der Vögel, ihre Größe und Gewicht und welche Alter sie erreichen können.

Aufregend für die Kinder waren schließlich die Freiflüge von Herkules und Lima. Erzieherin Raphaela Johanns, die Schwester von Falkner Benno Wiesen, hielt später den Kordilleren-Adler (auch Blaubussard genannt) auf der Hand, während alle Kinder den stolzen Greifvogel, der mit 70 Zentimeter Körperlänge und einer Flügelspannweite von fast zwei Metern zu den größten und kräftigsten  Bussarden gehört, streicheln durften. Ein tolles Erlebnis für alle Kids.

Ein weiteres spannendes Tierprojekt zum Thema künstlicher Brut wird die Kita-Kinder schon in naher Zukunft beschäftigen. Dabei geht es um die Haltung von Hühnern und das tatsächliche Schlüpfen der Küken. „Das Beobachten macht da nicht nur den Kindern Spaß,  sondern auch wir als Team sind sehr gespannt und neugierig“, freut sich Jenny Raikhlin schon jetzt. Die Tier-Projektarbeit werde jetzt vor St. Martin auch in die Gestaltung der Laternen einfließen. (Reiner Züll)

 

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70 Jahre Kreisjahrbücher und Heimatkalender in Euskirchen und Schleiden

Euskirchen/Schleiden/Mechernich – Schwerpunktthema Flut – Auch das Buch zum Jubiläum 2023 bleibt mit unter zehn Euro ein potenzieller Verkaufsschlager – Kreisarchivarin Heike Pütz brachte viele namhafte Autoren zusammen. Das neue Kreisjahrbuch für 2023 liegt vor. Die seit der unmittelbaren Nachkriegszeit – damals noch als „Heimatkalender“ – aufgelegte Jahresschrift der Kreise Schleiden und Euskirchen ist diesmal 240 Seiten stark, reich und durchgängig farbig illustriert und von bekannten Autoren geschrieben worden.

Maßgeblich am Zustandekommen des neuen Kreisjahrbuchs beteiligt waren (v.l.) Verlagsleiter Andreas Rohfleisch (Weiss-Druck), Kreispressereferent Wolfgang Andres und Landrat Markus Ramers. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Und vor allem: „Wir haben trotz neuem und frischem Layout und erheblichem Aufwand den Preis unter zehn Euro gehalten“, so Landrat Markus Ramers: „Mit 9,80 € für jeden Geldbeutel erschwinglich, ein Kauf-Muss für jeden Haushalt!“ Und das ideale Weihnachtsgeschenk, wie der Chef der Kreisverwaltung befand.

Schwerpunktthema ist diesmal die Flutkatastrophe und ihre Überwindung durch Wiederaufbau. Als Chefredakteurin fungierte zum vierten Mal die Kreisarchivarin Heike Pütz, unterstützt von Kreispressesprecher Wolfgang Andres und Corinna Lawlor von der Pressestelle. Seither gibt es Schwerpunktthemen. Vor der Flut waren es „Belgien“, „Kino“ und „Schule“.

Das Redaktionsteam hat diesmal insgesamt 30 weitere und meist externe Autoren um sich geschart, darunter so altgediente und kreisweit bekannte wie Sophie Lange, Hans-Dieter Arntz, Hans-Helmut Wiskirchen, Manfred Konrads und Norbert Liebing sowie die Journalisten Wolfgang Andres, Katia Franke, Jochen Arlt und Manfred Lang.

Rolf Klöcker und Peter Jonas berichten

Auch Rotkreuz-Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker, Kreisbrandmeister Peter Jonas und THW-Chef Daniel Schwarzer haben zur Feder gegriffen und schildern die vermeintliche „Jahrhundertflut“ und ihre Folgen. Die aus Mechernich stammende Künstlerin Anna von Laufenberg gibt Auskunft zu der von ihr entworfenen Gedenkstele an die 26 Todesopfer des Hochwassers im Kreis Euskirchen. Ein Foto der rostigen Metalltafel ist auf der Titelseite abgebildet.

Ein Bilderbogen und die Fest-Ode des Eifelrappers Julius Esser erinnern an den 50. Geburtstag des Kreises, der dieses Jahr begangen wurde. Dem Hauptkapitel „Flutkatastrophe“ widmen nicht nur Kreisarchivarin Heike Pütz und Manni Lang ihren gemeinsamen Beitrag, sondern auch Heike Schneider, Rolf Klöcker, Peter Jonas, Dr. Wilma Ruth Albrecht, das Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr, Daniel Schwarzer, Matthias Senk, Marius Schumacher, Dr. Harald Groß, Sabine Dünnwald, Dr. Heike Lützenkirchen und Stefanie Kolzem.

Mira Moroz schildert im historischen Teil des Buches die Geschichte ihrer Großeltern, Horst-Pierre Bothien berichtet über Hinrichtungen von so genannten Fremdarbeitern durch die Nazis im Altkreis Euskirchen. Martina Deutschbein widmet sich der Metallwarenfabrik Joseph Deutschbein in Euskirchen, Norbert Liebing der Köhlerei in Münstereifel Wäldern.

Dank an die VR-Bank Nordeifel

Heike Pütz und Stefan Wunsch schreiben über die Wanderausstellung „Zwangsarbeit im Kreis Euskirchen“, Wolfgang Andres würdigt den Kommunalpolitiker, Landwirt und früheren Landtagsabgeordneten Urban-Josef Jülich. Die Rundfunkmoderatorin Katia Franke erläutert, warum historische Kreisjahrbücher und Heimatkalender wahre Fundgruben für Literatur sind.

Insgesamt sind es 28 Beiträge, so der Euskirchener Bürgermeister Sacha Reichelt, der zur Buchvorstellung in der kreisstädtischen Bibliothek Journalisten, einige der Autoren und die Herausgeber Landrat Markus Ramers und Verlagsleiter Andreas Rohfleisch vom Weiss-Verlag begrüßte. Auch die elf Städte und Gemeinden des Kreises Euskirchen, darunter auch die Stadt Mechernich, haben wieder bilanziert, was zwischen 2022 und Sommer 2023 passiert ist.

In Mechernich wird in Text und Bild unter anderem von der Eröffnung der modernsten Molkerei Europas im städtischen Gewerbegebiet Obergartzem III berichtet sowie von der Freigabe des für elf Millionen Euro barrierefrei und hochmodern ausgebauten Bahnhofs.

Die Herausgeber danken der VR-Bank Nordeifel für die Unterstützung beim Druck. Das Kreisjahrbuch ist im örtlichen Buchhandel für 9,80 € erhältlich unter der Nummer ISSN 1863-592 X.