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Volkstrauertag im Kreis Düren – Landrat Wolfgang Spelthahn gedenkt der Opfer von Krieg und Gewalt

Düren – Als Zeichen gegen das Vergessen und in Gedenken an die Opfer von Krieg, Gewalt und Vertreibung hat Landrat Wolfgang Spelthahn anlässlich des Volkstrauertages Kränze an den Gedenkstätten in Hürtgen und Vossenack niedergelegt. Begleitet wurde er von Peter Kaptain, stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, und Hürtgenwalds Bürgermeister Stephan Cranen.

Anlässlich des Volkstrauertages legten Landrat Wolfgang Spelthahn (Mitte), Peter Kaptain (r.) und Hürtgenwalds Bürgermeister Stephan Cranen Kränze an den Kriegsgräberstätten Hürtgen und Vossenack nieder. Foto: Kreis Düren

Drei Kränze schmücken nun die Kriegsgräberstätten in Hürtgen und Vossenack. Worte des Gedenkens, Gebete der Hoffnung und mahnende Reden für den Frieden begleiteten die andächtige Veranstaltung an der Kriegsgräberstätte. „Heute ist ein schwieriger Tag“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn, der auch Kreisverbandsvorsitzender des Volksbunds ist. „Nie wieder Krieg! Das war bisher immer die Hoffnung, die an diesem Gedenktag vermittelt wurde. Diese Hoffnung wurde bitter enttäuscht. Wir haben Krieg in Europa. Haben wir denn nichts gelernt?“ Jetzt heiße es, Schlüsse daraus zu ziehen, sich solidarisch zu zeigen, mutig zu sein und nicht zurückzuweichen. „Wir müssen der Gewalt Einhalt gebieten. Wir stehen an der Seite der Unterdrückten, an der Seite derer, die für die Freiheit kämpfen“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn und sprach damit auch explizit die Proteste der Frauen und Männer im Iran an. „Diese Bilder machen Hoffnung.“

Auch Hanna Breuer, Schülerin des Franziskus-Gymnasiums Vossenack, sprach bewegende Worte zu den Anwesenden. „Die Jugend hat jetzt einen Weg vor sich, der sich anders gestaltet als gedacht. Wir sprechen in der Schule über die Bedeutung von Frieden, der nicht selbstverständlich ist. Wir dürfen die Ereignisse nie vergessen, um in Zukunft dem Krieg Einhalt zu gebieten“, sagte sie. Die Bedeutung des Gedenkens wird, so wird deutlich, häufig unterschätzt. „Das Gedenken schwindet“, sagte gleich zu Beginn der Gedenkveranstaltung auch Pfarrer Axel Lautenschläger. Er hobt die Bedeutung hervor, an die Toten, an die Opfer von Gewalt und Kriegen und an deren Angehörige zu erinnern und in die Gebete einzuschließen. Fürbitten wurden gesprochen. Die Vossenacker Volksmusikanten begleiteten die Veranstaltung musikalisch und spielten zur Totenehrung „Ich hatt‘ einen Kameraden“.

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Volkstrauertag – Ahrweiler Landrätin Weigand lädt zur gemeinsamen Veranstaltung am Sonntag 13. November

Ahrweiler – Mit Bundespräsident a.D. Joachim Gauck hält in diesem Jahr ein hochrangiger Repräsentant der Bundesrepublik Deutschland die Hauptrede. Der Kreis Ahrweiler richtet im Auftrag des Landes Rheinland-Pfalz am Sonntag, 13. November 2022, um 15 Uhr, die alljährliche Gedenkstunde zum Volkstrauertag auf dem Soldatenfriedhof Sinzig-Bad Bodendorf aus. „Mit Blick auf die besonderen Herausforderungen unserer Zeit ist es mir ein besonderes Anliegen, vor allem auch die jüngere Generation zur Gedenkveranstaltung einzuladen“, betont Landrätin Cornelia Weigand. Gerade jetzt sei es wichtiger denn je, die Erinnerung an die Opfer von Krieg und Gewalt wachzuhalten und sich mit Nachdruck für ein friedliches Zusammenleben einzusetzen.

Mit Bundespräsident a.D. Joachim Gauck hält in diesem Jahr ein hochrangiger Repräsentant der Bundesrepublik Deutschland die Hauptrede. Gauck (Jahrgang 1940) war von 2012 bis 2017 Bundepräsident. In seinem Beitrag zum Volkstrauertag will Gauck den Bogen vom Rückblick auf die beiden Weltkriege hin zur aktuellen Situation eines erneuten Kriegs in Europa spannen. „Ich freue mich sehr über die Zusage von Bundespräsident a.D. Gauck. Sein Kommen macht deutlich, dass das gemeinsame Nachdenken über Krieg und Frieden für alle an erster Stelle steht. Sein Besuch im Kreis Ahrweiler ist aber auch ein wichtiges Zeichen der Solidarität mit den Menschen hier, vor allem mit dem durch die verheerende Flutkatastrophe schwer gezeichneten Ahrtal“, hebt Weigand hervor.

Der Soldatenfriedhof in Sinzig-Bad Bodendorf gehört – auch wegen seine Nähe zur geschichtsträchtigen Brücke von Remagen – zu den prominentesten Gedenkstätten des Landes. Hier liegen über 1000 Soldaten begraben, die im Frühjahr 1945 die letzten Kriegswochen in den sogenannten Rheinwiesenlagern auf der „Goldenen Meile“ zwischen Remagen und Sinzig nicht überlebt hatten. Am Volkstrauertag wird nicht nur der Toten der beiden Weltkriege gedacht, sondern aller Opfer von Krieg und Gewalt bis in die heutige Zeit.

Die jährlichen Gedenkreden zum Volkstrauertag in Sinzig-Bad Bodendorf am Volkstrauertag sind traditionelle hochkarätig besetzt. Frühere Gastrednerinnen und -redner waren unter anderem Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik, wie beispielsweise Annemarie Renger (SPD) oder Norbert Blüm (CDU). Ebenso  kamen auch Zeitzeugen, Vertreterinnen und Vertreter von Hilfsorganisationen oder Medien sowie Schülergruppen mit Friedensbotschaften zu Wort.

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Gedenkstunde zum Volkstrauertag in Mayen

Mayen – Am Volkstrauertag, in diesem Jahr am Sonntag, 13. November, findet um 11.15 Uhr zum gemeinsamen Gedenken an die Toten vor dem Hochkreuz auf dem städtischen Friedhof eine Feierstunde statt. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.

Musikalisch eröffnet wird die Gedenkstunde von der Musikkapelle der Freiwilligen Feuerwehr Mayen. Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Dirk Meid beteiligt sich ein/e Schüler*in des Jugendhilfezentrum Bernardshof mit einem Gedicht an der Gedenkstunde.

Die diesjährige Gedenkrede zum Volkstrauertag hält Marko Boos, Direktor des Jugendhilfezentrum Bernardshof. Anschließend folgen geistliche Gedanken und Gebet des Militärpfarrers Michael Bendel.

Mit der folgenden Kranzniederlegung wird gemeinsam den Toten gedacht. Nach dem Schlusswort von Oberbürgermeister Dirk Meid endet die Gedenkveranstaltung mit der durch die Feuerwehrkapelle gespielten Nationalhymne. Zünfte, Vereine und Organisationen werden gebeten, mit Fahnenabordnungen an der Feierstunde teilzunehmen.

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Elektromobilität – Ladeinfrastruktur in Aachen ist weiter ausgebaut worden

Aachen – Zum Jahresende 2022 werden im Rahmen des Projekts ALigN rund 580 Ladepunkte an 58 Standorten in der Stadt Aachen aufgebaut sein. Hiervon sind über 300 Ladepunkte öffentlich zugänglich. Die Stadt arbeitet beim ALigN-Projekt eng mit verschiedenen Institutionen und Unternehmen zusammen. Darunter gehören RWTH Aachen, STAWAG, Regionetz und einige lokale Unternehmen aus dem Bereich Elektromobilität.

Das Förderprojekt „Ausbau von Ladeinfrastruktur durch gezielte Netzunterstützung (ALigN)“ hilft, die Ladeinfrastruktur in der Stadt weiter auszubauen und damit den Umstieg auf Elektrofahrzeuge zu fördern. Zudem geht es bei ALigN darum, durch gezielte Forschung festzustellen, wie denkbare negative Auswirkungen des Ausbaus der Ladeinfrastruktur möglichst minimiert werden können. Hier arbeitet die Stadt eng mit verschiedenen Institutionen und Unternehmen zusammen.

Das ALigN-Vorhaben sollte ursprünglich Ende September dieses Jahres zu Ende gehen. Inzwischen ist der Förderzeitraum bis Ende 2023 verlängert worden. Die Verlängerung wird seitens des Projektträgers, des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), wie folgt begründet: „Die Projektteilnehmer unter Führung der Stadt Aachen haben unter den spürbar erschwerten Bedingungen der letzten Jahre ihre außergewöhnliche Kooperationsfähigkeit und Motivation demonstriert. Das Projekt hat sich daher durch seinen hohen Grad der Zielerreichung für eine Verlängerung bis Ende 2023 besonders empfohlen. “ Die Kooperation der Projektbeteiligten habe wichtige Beiträge zu den übergeordneten Förderzielen des Sofortprogramms „Saubere Luft“ erbracht und konnte in Aachen „sichtbare und unmittelbar wirksame Ergebnisse“ erzielen.

Inzwischen gibt es in Aachen insgesamt 524 Ladepunkte. Im Aufbau sind weitere 58 Ladepunkte. Bis Ende 2022 stehen 582 Ladepunkte an 58 Standorten zur Verfügung. Davon sind über 300 öffentlich zugänglich. 232 dieser Ladepunkte sind in elf Aachener Parkhäusern zu finden. Von denen sind 160 Ladepunkte öffentlich zugänglich. Auf fünf RWTH-Parkplätzen stehen weitere 48 Ladepunkte zur Verfügung. Diese sind nach Dienstschluss und an den Wochenenden öffentlich nutzbar.

Das Projekt ALigN ist mit einem Fördervolumen von 10 Millionen Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz ausgestattet worden. Die Projektleitung liegt bei der Stadt Aachen. Kooperationspartner sind verschiedene Institutionen und Unternehmen: mehrere Institute der RWTH Aachen, die STAWAG als Energieversorger, die Regionetz als Netzbetreiber sowie weitere Aachener Unternehmen aus dem Bereich der E-Mobilität wie aixACCT, smartlab und umlaut.

Zum umfangreichen Engagement der RWTH beim ALigN-Projekt äußert sich Rektor Professor Ulrich Rüdiger: „Die RWTH steht für Zukunftstechnologien. Und der Einsatz flächendeckender Elektromobilität ist wesentlicher Baustein unserer Zukunft im Sinne einer nachhaltigen Gesellschaft. Dafür braucht es natürlich die notwendige Infrastruktur. Auch hier versteht sich die RWTH als wichtiger Treiber und ist deswegen gerne Partner im Projekt ALigN.“

Aachens Stadtbaurätin Frauke Burgdorff hebt die Bedeutung der Elektromobilität für Aachen hervor. Sie sagt: „Die Elektromobilität leistet einen wichtigen Beitrag auf unserem Weg hin zur Klimaneutralität. Deswegen wollen wir den Anteil der E-Fahrzeuge in Aachen schneller hochfahren als im Bundesdurchschnitt. Wir unterstützen diesen Prozess, indem wir vorab die Ladeinfrastruktur ausbauen und schaffen. Hierdurch wollen wir den potenziellen E-Mobilist*innen die Furcht nehmen, ihre E-Fahrzeuge nicht laden zu können.“

Ein zusätzlicher Gewinn für die Stadt ist der Aufbau der Ladeinfrastruktur in den Aachener Parkhäusern. APAG-Geschäftsführer Simon Papayianni sagt dazu: „Die APAG will die klimagerechte und intermodale Verkehrswende voranbringen. Wir verstehen unsere Parkhäuser daher als Serviceknoten für umweltfreundliche Mobilität. Ladesäulen für E-Mobile sind – neben dem sicheren Fahrradparken und der Vernetzung mit verschiedenen Mobilitätsdienstleistern – ein zentraler Baustein. Rund 150 Ladepunkte für E-Mobile wurden inzwischen schon in den APAG-Parkhäusern installiert.“

„Wir sind dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sehr dankbar, dass wir das Projekt fortführen können. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat uns hierbei unterstützt und unsere Arbeit sehr positiv bewertet.“, betont Marc Heusch, Leiter des Projekts ALigN bei der Stadt Aachen: „Gemeinsam mit unseren Projektpartnern ist es uns gelungen, auch in Zeiten zunehmender Herausforderungen den Ausbau der Ladeinfrastruktur voranzutreiben und die weiteren Projektziele umzusetzen.“ Zu den aktuellen Herausforderungen zählen vor allem die Kapazitätsengpässe beim Tief- und Elektrobau und die gerissenen Lieferketten, die zu erheblich längeren Lieferfristen und zu teilweise extremen Preiserhöhungen geführt haben.

Die öffentlich zugänglichen Ladepunkte sind im Mobilitätsdashboard der Stadt Aachen zu finden: https://verkehr.aachen.de/

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Statement der Kreisverwaltung Ahrweiler zur angeblichen Absage der Lichterfahrt im Ahrtal

Ahrweiler – Entgegen anderslautender Meldungen, Posts und Aussagen hat die Kreisverwaltung Ahrweiler der für den 3. Dezember 2022 angekündigten Lichterfahrt durch das Ahrtal keine Absage erteilt oder ein Verbot ausgesprochen. Der Veranstalter wurde lediglich auf die richtige Antragsstellung hingewiesen.

Der Antragsteller hat am 27. Oktober 2022 eine Versammlung nach dem Versammlungsgesetz mit dem Thema „Ein Funken Hoffnung“ für den 3. Dezember 2022 bei der Kreisverwaltung Ahrweiler angezeigt. Hierbei soll es sich um einen Lichterzug von Sinzig nach Dernau handeln. Als Hilfsmittel hat der Anmelder 50 Traktoren/LKW mit Weihnachtsbeleuchtung angegeben.

Bereits im vergangenen Jahr hat der Anmelder eine Versammlung nach dem Versammlungsgesetz angezeigt. Damals wie auch in diesem Jahr wurde ihm durch die Ordnungsbehörde der Kreisverwaltung mitgeteilt, dass es sich bei der angezeigten Veranstaltung nicht um eine Versammlung nach dem Versammlungsgesetz handelt, da es in diesem Zusammenhang unter anderem an der kollektiven und politischen Meinungsäußerung fehlt.

Aufgrund der Rahmenbedingungen der angezeigten Veranstaltung ist eine Ausnahmegenehmigung nach § 29 Abs. 2 StVO (übermäßige Straßenbenutzung) erforderlich. Dies wurde dem Anmelder entsprechend mitgeteilt. Zudem wurden ihm auch die Kontaktdaten des zuständigen Mitarbeiters in der Kreisverwaltung mitgeteilt, der für die Bearbeitung eines solchen Antrages zuständig ist und gemeinsame Gespräche angeboten. Im vergangenen Jahr hat der Anmelder sodann auch einen Antrag auf Ausnahmegenehmigung nach § 29 Abs. 2 StVO gestellt. Nach entsprechendem Anhörungsverfahren und Vor-Ort-Termin wurde im letzten Jahr eine Ausnahmegenehmigung für rund 75 Traktoren erteilt. Wie sich herausgestellt hat, haben an der Fahrt im Dezember 2021 jedoch rund 1.500 Traktoren teilgenommen. Bei einem möglichen Rettungseinsatz oder dergleichen wäre damals ein Durchkommen der Rettungskräfte nicht möglich gewesen. Zum Glück kam es in diesem Zeitraum zu keinem Notfall.

In diesem Jahr möchte der Anmelder keinen Antrag auf Ausnahmegenehmigung nach § 29 Abs. 2 StVO stellen, sondern beharrt weiterhin darauf, dass es sich vorliegend um eine Versammlung handelt. Um dies zu verdeutlichen, hat er am 3. November 2022 die oben genannte Anzeige erweitert und lediglich den Zusatz „Ohne Bauern geht es nicht!“ angebracht. Als Hilfsmittel hat er weiterhin die 50 Traktoren mit Weihnachtsbeleuchtung angegeben. Weitere Hilfsmittel wurden nicht aufgeführt.

Vorliegend handelt es sich auch weiterhin nicht um eine Versammlung nach dem Versammlungsgesetz. Durch die Vorgehensweise des Anmelders wird deutlich, dass hier die Regelungen der StVO bewusst umgangen werden sollen.

Dem Antragsteller steht es weiterhin frei, einen Antrag auf Ausnahmegenehmigung nach § 29 Abs. 2 StVO bei der Kreisverwaltung einzureichen. Nach erfolgtem Anhörungsverfahren und sofern alle Beteiligten mit dem Vorhaben unter Einhaltung der für die Sicherheit notwendigen Bedingungen (freizugängliche Rettungswege, etc.) zustimmen, steht die Kreisverwaltung einer Veranstaltung für die Menschen im Ahrtal positiv gegenüber.

 

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Ute Bauer leitet ab sofort das GenoEifel-Büro für die Region Simmerath

Kall/Simmerath – Die „Neue“ ist in der Region verwurzelt – Christin Haack ist gekommen, um sich zu informieren, wie man als Helferin aktiv werden kann. Undine Sonntag-Zwirnmann stand mit ihrem Rollator schon vor der Türe, um nach einer Begleitung ins Klinikum nach Aachen zu fragen. Es ist viel los an diesem Dienstagmorgen im GenoEifel-Büro für die Region Simmerath, das sich im Simmerather Rathaus befindet.

Ute Bauer lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Sie ist die Neue im Team der GenoEifel und besetzt seit dem 15. Oktober jeden Dienstag von 10 bis 12 Uhr das GenoEifel-Büro in Simmerath. Ute Bauer hatte über die Zeitung erfahren, dass diese Stelle vakant war. Obwohl sie gerade 70 Jahre alt geworden ist – ein Alter, das man ihr nun wirklich nicht ansieht – war sie auf der Suche nach einer Tätigkeit. „Mir fiel zuhause die Decke auf den Kopf. Und da ich gerne Menschen helfe, habe ich mich sofort auf diese Stelle beworben“, beschreibt sie ihre Motivation, sich in der GenoEifel zu engagieren. „Außerdem“, schmunzelt sie, „sehe ich hier viele meiner ehemaligen Kunden wieder. Der Umgang mit ihnen hat mir schon sehr gefehlt.“

Tatsächlich hat Ute Bauer über 30 Jahre lang in der Ahorn-Apotheke und der Linden-Apotheke in Simmerath als Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA) gearbeitet. Durch diese Tätigkeit kennt sie nicht nur Land und Leute bestens, sondern hat auch Erfahrung im wichtigen digitalen Bereich. Beste Voraussetzungen also, die derzeit 145 Menschen zu betreuen, die sich im Hilfe-Helfer-Netzwerk der GenoEifel im Bereich Simmerath, Monschau und Roetgen engagieren. Geht es nach Ute Bauer, dürfen es gerne noch einige mehr werden. Dabei werde sie gerne mithelfen, „denn wenn ich eins kann, dann ist es die Unterhaltung und der Umgang mit Menschen“, lacht sie.

Privat wohnt Ute Bauer in Menzerath, ist Mutter von zwei erwachsenen Kindern und freut sich über ihre zwei Enkel. Sie ist tierlieb und vielfältig ehrenamtlich tätig, unter anderem auch als langjährige Vorsitzende des VdK-Ortsverbandes Steckenborn. „Sie ist“, freut sich Corinne Rasky, Projektkoordinatorin der GenoEifel, „eben bestens vernetzt.“

Für sie ist ihre neue Mitarbeiterin ein Glücksfall: „Wir haben nach einer Person gesucht, die nicht nur vom Konzept der Generationengenossenschaft überzeugt ist, sondern sich auch vor Ort auskennt, mit Leuten umgehen kann und in der Region verwurzelt ist.“ All diese Voraussetzungen erfülle Ute Bauer.

Das sah auch Undine Sonntag-Zwirnmann so. „Hoffentlich bleibt sie uns noch lange erhalten“, lobte sie die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der „Neuen“.

Zu erreichen ist Ute Bauer jeden Dienstag von 10 bis 12 Uhr im GenoEifel-Büro Simmerath, Tel.: 01573/7003958 oder E-Mail: simmerath@GenoEifel.de. Das Hauptbüro der GenoEifel in Kall ist erreichbar unter Tel.: 02441/888 61, E-Mail: info@GenoEifel.de, Internet: www.genoeifel.de

 

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Orange your City – Sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Düren – Der Kreis Düren bekennt am „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“ Farbe. Am Freitag, 25. November, werden daher auffällige orangefarbene Zeichen gesetzt. Der weltweite Aktionstag „Orange your City“ soll auf das Thema Gewalt an Frauen aufmerksam machen. Orange ist die Kampagnenfarbe der UN-Women (englisch United Nations Entity for Gender Equality and the Empowerment of Women, zu Deutsch: „Einheit der Vereinten Nationen für Gleichstellung und Ermächtigung der Frauen) und dient als weltweit einheitliches Symbol.

Weltweit sind 243 Millionen Frauen und Mädchen von Partnerschaftsgewalt betroffen, in Deutschland hat eine von drei Frauen mindestens einmal in ihrem Leben sexuelle und/oder physische Gewalt erlebt. Dabei suchen sich weniger als 40 Prozent der Frauen Hilfe. „Das ist eine erschreckende Zahl und ein Grund mehr, mit der Aktion auf das Thema aufmerksam zu machen“, sagt Andrea Kenter, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Düren.

Mit Flaggen, Bannern und anderen orangefarbenen Akzenten soll der Aktionstag sichtbar gemacht werden. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können die Aktion unterstützen. An den Infotheken der Rathäuser der Städte Jülich und Linnich wird kostenlos orangefarbenes Transparentpapier ausgegeben, um Fenster zu Hause bekleben zu können. In Jülich und Linnich wird es zudem einen Informationsstand geben, an denen auch Infomaterial ausgegeben wird.

Das Organisationsteam des Aktionstages im Kreis Düren – bestehend aus der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Düren, der Städte Düren, Jülich und Linnich, der Gemeinde Kreuzau sowie der Beratungsstelle für Frauen und Mädchen im Kreis Düren und dem Verein Hobas e.V. – ruft zu dieser Aktion auf. Der Verein Frauen helfen Frauen Düren e.V. beteiligt sich ebenfalls an der Aktion, die durch die Förderung des  Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung , Flucht und Integration ermöglicht wird.

„Es ist wichtig, möglichst viel Aufmerksamkeit auf das Thema zu richten. Daher freuen wir uns, wenn sich viele Bürgerinnen und Bürger an der Aktion beteiligen“, sagt Peter Kaptain, Allgemeiner Vertreter des Landrats des Kreises Düren.

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Keltenkreuz am Eifelhimmel

Mechernich-Hostel – Die Herbst-Sonne über Hostel formte mit ihren Strahlen die wunderbare Kontur eines geschwungenen Kreuzes. Grüne Felder und strahlend blauer Himmel. Die aktuelle Wetterlage ist zwar eher untypisch für einen Herbst, offenbart aber in erstaunlichem Maße die Schönheit der Eifeler Landschaft. So gelingen selbst mit dem Handy wunderschöne Aufnahmen – und manchmal offenbaren die erst beim zweiten Blick eine gewisse Symbolik.

So formte die Herbst-Sonne über Hostel, hier mit Blick in Richtung Kallmuth, Ravelsberg und Pflugberg, die wunderbare Kontur eines geschwungenen Kreuzes. Sonne und Kreuz, diese Symbolik kennt man von den irischen Keltenkreuzen. Dort soll es der heilige Patrick gewesen sein, der das christliche Kreuz mit dem keltischen Symbol des Sonnenrads verband.

Der Schweizer Autor Jakob Streit hat sogar ein Buch mit dem Titel „Sonne und Kreuz“ geschrieben. Darin nimmt er seine Leser mit auf eine inspirierende Reise, die dem Sonnenaspekt irischer Spiritualität nachgeht. In der Beschreibung dazu heißt es: „Nur in Irland hat das Christentum in seinen Anfängen eine Ausprägung erfahren, die Christus als Sonne in das Zentrum stellte. Nur hier gibt es die wunderbare Form des von einem Sonnenring umfangenen Hochkreuzes.“ Nicht ganz, denn das Foto belegt, dass es diese wunderbare Form auch am Eifel-Himmel über Hostel zu entdecken gibt.

 

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Landfrauen-Präsidentin Gudrun Breuer nun im Präsidium des BWV

Region/Koblenz – Landfrauenpräsidentin Gudrun Breuer wurde am gestrigen Donnerstag 10. November in das siebenköpfige Präsidium des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau (BWV) aufgenommen. Breuer wurde mit absoluter Mehrheit der wahlberechtigten Mitglieder der Vertreterversammlung des Verbandes gewählt.

Das Präsidium des BWV (von links): Hauptgeschäftsführer Dr. Simon W. Schlüter, Präsident Michael Horper, Vizepräsident Walter Clüsserath, Ehrenpräsident Leo Blum, Gudrun Breuer, Dr. Thorsten Zellmann, Benjamin Purpus, Vizepräsident Manfred Zelder, Matthias Müller, Rita Lanius-Heck und Harald Schneider. Foto: BWV Rheinland-Nassau

Mit der Wahl Breuers wurde nun ein vakanter Sitz neu besetzt. Gudrun Breuer betreibt zusammen mit ihrem Mann einen hühnerhaltenden Betrieb in Winringen in der Eifel. Als Präsidentin des LandFrauenverbandes wird sie die Interessen der Frauen im ländlichen Raum verstärkt in Spitze des Bauern- und Winzerverbandes tragen. Sie freut sich, künftig die Geschicke des Verbandes mittragen zu können. Breuer: „Es ist mein Anliegen, die Vielfalt alle landwirtschaftlichen und weinbaulichen Tätigkeitsfelder konsequent auf politischer Ebene zu vertreten. Dabei müssen die Werte des Berufsstandes in einer offenen Kommunikation verfochten werden.“

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Stadt Meckenheim erinnert an die Pogromnacht 1938

Meckenheim – Gedenkstunde auf dem Synagogenplatz und Schweigemarsch zum jüdischen Friedhof. Erstmals hat die Stadt Meckenheim am Tag der Reichspogromnacht an zwei unterschiedlichen Orten an die Zerstörung und Brandschatzung von jüdischen Synagogen, Geschäften und Häusern erinnert und der Opfer gedacht. Am Gedenkstein auf dem Synagogenplatz richteten sich neben Bürgermeister Holger Jung die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 und der Einführungsphase des Meckenheimer Konrad-Adenauer-Gymnasiums mit eindringlichen Worten an die Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung. Auch die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Bonn, Dr. Margret Traub, trug einen bewegenden Text vor. Im Anschluss an die Kranzniederlegung zogen die Teilnehmenden in einem Schweigemarsch zum jüdischen Friedhof, wo die Gedenkstunde mit dem Gebet des Rabbiners Samuel Shentag würdevoll endete.

„Mir war und ist es ein Bedürfnis, den jüdischen Friedhof an der Dechant-Kreiten-Straße an einem solchen Tag wieder mehr in das Bewusstsein der Bürgerschaft und der Öffentlichkeit allgemein zu rücken“, sagte der Bürgermeister eingangs und begrüßte zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, die der Einladung zum gemeinsamen Gedenken gefolgt waren. Jung erinnerte an die vom NS-Regime gelenkten Gewaltexzesse im November 1938, die Wegbereiter der systematischen Verfolgung und Ermordung von Menschen jüdischen Glaubens in Deutschland und Europa waren, und an das Schicksal der Jüdinnen und Juden in Meckenheim. Von ihnen lebten im Jahr 1933 noch 65 Menschen in Meckenheim. Einige ergriffen in den Folgejahren die Flucht vor der Nazi-Tyrannei. Diejenigen, die blieben, wurden zunehmend ausgegrenzt, entrechtet, geächtet, verschleppt und ermordet. Im Februar 1942 erhielten die letzten 19 noch verbliebenen Meckenheimerinnen und Meckenheimer jüdischen Glaubens die Aufforderung, sich in das Sammellager nach Bonn-Endenich zu begeben. „Niemand von ihnen kehrte in die Heimat zurück“, erklärte Holger Jung und ging näher auf das Schicksal der Juhls ein, eine honorige Meckenheimer Familie, deren Flucht nach Amsterdam leider vergeblich war. Denn sieben Jahre später wurden Lina und Benedikt Juhl nach Sobibor deportiert und ermordet.

„84 Jahre nach der Pogromnacht und 77 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges ist das Gedenken von bedrückender Aktualität“, nahm der Bürgermeister Bezug zum kriegerischen Überfall des russischen Aggressors auf die Ukraine. „In diesem Krieg ist sogar bereits einseitig der Begriff des ‚Holocaustes‘ gefallen und in schändlicher Weise missbraucht worden. Diese Geschichtsvergessenheit und -verfälschung ist kaum zu ertragen“, bekräftigte der Bürgermeister.

Dass sich die Stimmung hierzulande aufzuladen droht und der Zusammenhalt der Gesellschaft in Gefahr ist, verfolgt er mit Sorge. „Rechtspopulisten, Antisemiten und Rassisten versuchen aus den Krisenzeiten Profit zu schlagen. Nahmen sie vor kurzem noch die Corona-Politik zum Anlass, um mit abstrusen Argumenten unsere demokratische Grundordnung in Frage zu stellen, sind es jetzt die steigende Inflation und die Energiekrise mit entsprechenden Kostenlasten, die sie zum Angriff auf das politische System blasen lassen“, erklärte Jung, der eindringlich vor einer Wiederholung der Geschichte warnte. „Hassprediger, Demagogen und eine ihnen zustimmende, aufgehetzte Masse, die sich wie ein brauner intoleranter Strom über die Republik wälzt – Das, meine Damen und Herren, hatten wir schon einmal. Ein weiteres Mal darf es nicht geben!“

Ausdrücklich appellierte er: „Beziehen Sie eindeutig Position und zeigen Sie klare Kante, wann immer Ihnen Antisemitismus, dumpfe Vorurteile gegen andere Religionen, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus begegnen. Machen Sie sich stark für Toleranz und Respekt – in den Familien, im Freundeskreis, im Beruf, in der Freizeit und im Alltag. Weghören, Gleichgültigkeit, Unmündigkeit und mutwillige Blindheit sind die ersten Handlanger eines schleichenden Prozesses, der im schlimmsten Fall in Straftaten mündet.“

Zwar trifft die Nachkriegsgeneration keine Schuld an den entsetzlichen Gräueltaten. „Doch tragen wir Verantwortung gegenüber der Geschichte unserer Nation. Die Erinnerung an die fürchterlichen Verbrechen von damals – an den abscheulichen Völkermord – darf niemals aufhören“, sagte der Bürgermeister. „Wir sind verpflichtet, antijüdischen Vorurteilen zu widersprechen und antijüdischen Angriffen zu widerstehen. Das ist unsere Bürgerpflicht, die Pflicht einer jeden aufrechten Demokratin, eines jeden aufrechten Demokraten – heute und in der Zukunft!“

Die Schülerinnen und Schüler des Konrad-Adenauer-Gymnasiums trugen Zeitzeugenberichte vor, die unter die Haut gingen. Unterstützt von ihrer Lehrerin Christina Eilers hatten sie mit großem Engagement ihr Programm selbst gestaltet und eigene Worte für die Geschehnisse von vor 84 Jahren gefunden. „Die Erinnerung an die schrecklichen Ereignisse werden auch in Zukunft wachgehalten“, dankte Holger Jung den Gymnasiastinnen und Gymnasiasten. „Ihr habt sehr eindringlich Eure Gefühle vermittelt und Eure Gedanken wiedergegeben. Das war sehr beeindruckend“, so der Bürgermeister, der Dr. Margret Traub, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Bonn, und weitere Mitglieder der jüdischen Gemeinde herzlich begrüßte. Auch sie wandte sich mit erschütternden Berichten und mahnenden Worten an die Besucherinnen und Besucher der Gedenkveranstaltung. „Der 9. November 1938 war eine Detonation von Sadismus, von Vandalismus, Mordlust und Menschenfeindlichkeit“, sagte sie. „Die Reichspogromnacht war weder Anfang noch Höhepunkt der Judenverfolgung in der Nazizeit. Sie war jedoch der Anfang der systematischen Judenverfolgung, die drei Jahre später in den Holocaust mündete – eine Explosion unzivilisierter und inhumaner Enthemmung, Pogrom pur, überall in Deutschland.“ Immer noch wabert der Antisemitismus, jedoch nicht am Rande der Gesellschaft. Antisemitismus sei tatsächlich in der Mitte unserer Gesellschaft. „Können Sie sich vorstellen, wie ich mich fühle, wenn ich meine Söhne darum bitte, ihre Kopfbedeckung – ihre Kippa – auf der Straße nicht zu tragen, damit sie nicht angegriffen werden?“ Mit Bezug auf die Vorfälle der letzten Monate, auf die über 2.700 erfassten antisemitischen Taten im vergangenen Jahr fragte Dr. Traub abschließend: „Können Sie sich vorstellen, welche Erinnerungen diese heutigen Verbrechen in uns Juden auslösen? Können Sie sich vorstellen, wie wir Juden uns fühlen, wenn Juden auf der Straße physisch angegriffen und krankenhausreif geschlagen werden?“

Diese tieferschütternden Worte lösten einen Moment der Stille aus, bevor Bürgermeister Holger Jung, seine erste Stellvertreterin Ariane Stech und Dr. Margret Traub den Kranz niederlegten und der Opfer der Pogromnacht am Gedenkstein gedachten. Der anschließende Schweigemarsch auf den jüdischen Friedhof und der Gebetsvortrag des Rabbiners Samuel Shentag bildeten den würdigen Abschluss der Gedenkveranstaltung, die erstmals an zwei unterschiedlichen Orten stattgefunden hatte.