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GenoEifel sucht Nachfolger in Euskirchen

Kall/Euskirchen – Wer möchte im Mini-Job das GenoEifel-Büro in Euskirchen leiten? Der Abschied ist schwer: Ein Jahr und einen Monat lang hat Ursula Eßer-Lennartz das GenoEifel-Büro in Euskirchen geleitet. Es ist in den Räumen des Diakonischen Werkes, Kaplan-Kellermann-Straße 12, untergebracht. Dort war Ursula Eßer-Lennartz jeden Dienstag von 10 bis 12 Uhr vor Ort und hat in der relativ kurzen Zeit ein ansehnliches Hilfe-Helfer-Netzwerk aufgebaut, das fast 100 Personen umfasst.

„Hier in Euskirchen“, weist sie auf einen besonderen Umstand hin, „haben wir sogar derzeit mehr Helfer als Hilfesuchende.“ Sie würde sich freuen, wenn noch mehr junge Leute den Weg in die Generationengenossenschaft finden würden – und mehr Menschen die angebotene Hilfe auch in Anspruch nehmen. Gerne hätte sie weiter das Büro in Euskirchen geleitet, doch sie wird momentan dringend im eigenen Familienbetrieb gebraucht.

„Die Arbeit mit den Menschen hat mir sehr viel Freude gemacht“, sagt Ursula Eßer-Lennartz, die nach der Flutkatastrophe den Weg zur GenoEifel gefunden hat. Gerne erinnert sie sich etwa an die junge Frau, die einer Seniorin bei ihren Schwierigkeiten im Umgang mit dem Computer geholfen hat. Besonders ans Herz gewachsen ist ihr ein Helfer-Ehepaar, das einen ganz besonderen Einsatz mit viel Freude erledigt hat.

Drei glückliche Menschen

Bei einer blinden Seniorin musste ein neuer Kleiderschrank aufgestellt werden. Das Helfer-Ehepaar baute aber nicht nur den alten Schrank ab und den neuen auf, sondern sortierte auch gleich die Kleidung aus, die nicht mehr gebraucht wurde. „Die haben eine richtige Modenschau veranstaltet“, schmunzelt Ursula Eßer-Lennartz. Man sei anschließend sogar noch gemeinsam shoppen gegangen „und am Ende waren drei Menschen glücklich …“

Auch Corinne Rasky, Projektkoordinatorin der GenoEifel, bedauert den Weggang der agilen Ursula Eßer-Lennartz und sucht nun nach einem Nachfolger/in, der gerne ab Dezember die Minijob-Stelle im GenoEifel-Büro Euskirchen, das übrigens von der Volksbank Euskirchen unterhalten wird, neu besetzen möchte. Corinne Rasky: „Wir suchen nach einer Person, die uns für die Vermittlung und Akquise in Euskirchen unterstützt.“ Die Person sollte vom Konzept der Generationengenossenschaft überzeugt und im Stadtgebiet gut vernetzt sein. „Es sollte jemand sein, der sich vor Ort auskennt, mit Leuten umgehen kann und Lust haben, Hilfesuchende und Helfer zusammen zu bringen.“

Wer Interesse daran hat, mit diesem Mini-Job bei der GenoEifel mitzuarbeiten, kann sich einfach melden – im GenoEifel-Hauptbüro in Kall unter Tel.: 02441/888 61, E-Mail: info@GenoEifel.de melden.

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Herzlich Willkommen im Pflegeteam des Marienhaus Klinikums im Kreis Ahrweiler

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Die Pflegedirektion des Marienhaus Klinikums im Kreis Ahrweiler gratuliert den Absolventinnen und Absolventen des ersten Kenntnislehrgangs für Pflegekräfte aus dem Ausland. Sie kommen aus Indien, Mazedonien und Serbien und sind nun auch offiziell Teil des bunten Pflegeteams am Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler. Die Rede ist von zehn Anerkennungspraktikantinnen und Anerkennungspraktikanten, die im Mai 2022 zum ersten Kenntnislehrgang am Krankenhaus Maria Hilf in Bad Neuenahr angetreten sind. Erklärtes Ziel: ausländische Pflegekräfte in deutschen Standards zu schulen. Der Lehrgang bestand aus theoretischen sowie praktischen Einheiten, bei denen viele Pflegekräfte aus dem Klinikteam zu Ausbildern wurden. Zusätzlich stand intensiver Deutschunterricht auf dem Programm.

Die abschließende Prüfung – die in Zusammenarbeit mit der BBS Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie dem mibeg-Institut Medizin aus Köln durchgeführt wurde – haben alle zehn mit Erfolg bestanden. „Wir sind unheimlich stolz auf die neuen Kolleginnen und Kollegen und freuen uns, dass wir auf diesem Wege zehn examinierte Fachkräfte für unser Klinikum gewinnen konnten“, sagt Pflegedirektor Sven Mühlan.

Mit besonderem Engagement haben sich Nicole Nürenberg und Helga Steinhauer darum bemüht, dass sich die Anerkennungspraktikanten beruflich wie auch privat gut einfinden. Von Behördengängen bis zur Einkaufsunterstützung waren sie Ansprechpartnerinnen für wirklich alle Fragen des alltäglichen Lebens.

Initiiert wurde das Projekt durch Michaela Binnen aus dem Zentralbereich Pflege der Marienhaus-Gruppe. Ein herzliches Dankeschön gilt der BBS Bad Neuenahr-Ahrweiler, insbesondere dem Studiendirektor Gerhard Lügger, der den Prüfungsvorsitz innehatte. Die Pflegedirektion am Krankenhaus Maria Hilf freut sich auf eine weitere Zusammenarbeit!

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Erfolgsrezepte für ein klimafreundliches Schulessen in Nordrhein-Westfalen

Region/Düsseldorf – Verbraucherzentrale NRW unterstützt Kantinen mit landes- und EU-gefördertem Projekt dabei, nachthaltiger zu werden. Weniger Lebensmittelabfälle und ein klimafreundlicher Speiseplan sind die entscheidenden Zutaten für ein nachhaltiges Schulessen. Wie das in der Praxis umgesetzt werden kann, stellte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen jetzt gemeinsam mit Silke Gorißen, Verbraucherschutzministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, sowie der Stadt Düsseldorf am Beispiel der Gesamtschule Stettiner Straße vor. Begleitet durch das landes- und EU-geförderte Projekt MehrWert21 der Verbraucherzentrale wurden dort Lebensmittelabfälle um 18 Prozent reduziert und die Menüplanung hin zu mehr vegetarischen Angeboten umgestellt. Ganz wichtig dabei: Den jungen Mensagästen schmeckt’s. 80 Prozent gaben dem Essen kürzlich bei einer Abstimmung gute Noten.

In der modernen Mensa der Gesamtschule Garath sorgt die Jugendberufshilfe als Caterer an vier Tagen die Woche für eine abwechslungsreiche Mittagsverpflegung. Neben einer vegetarischen Menülinie stehen zwei weitere Menüs mit Fleisch zur Auswahl. Und genau da setzte die klimafreundliche Optimierung des Speiseplans an: Etwas weniger Fleisch (fünfmal in zwei Wochen anstatt achtmal), stattdessen mehr pfiffige und vollwertige pflanzliche Mahlzeiten sowie ein rein vegetarischer Tag pro Woche sorgen für den Großteil an CO2-Einsparung von 3,2 Tonnen pro Jahr.

Eine Anpassung der Portionsgrößen auf Mengen, die die Jugendlichen auch tatsächlich essen können und wollen, war der entscheidende Faktor bei der Vermeidung von Speiseabfällen. Zwei durch das Projektteam MehrWert21 angeleitete und teilweise mithilfe der Schülerinnen und Schüler umgesetzte Abfallmessungen ergaben eine Verringerung der Gesamtabfallmenge um 18 Prozent und eine weitere jährliche Reduktion der CO2-Emissionen um 2,8 Tonnen. Insgesamt können damit durch die Änderungen am Speiseplan und weniger Abfälle bis zu sechs Tonnen Kohlendioxid im Jahr eingespart werden.

„Viele Mahlzeiten nehmen wir inzwischen nicht mehr zu Hause ein“, so die Verbraucherschutzministerin Silke Gorißen. „Umso wichtiger ist es, dass es in der Außer-Haus- und Gemeinschaftsverpflegung ein abwechslungsreiches Angebot an leckeren und gesunden Speisen gibt, die auch nachhaltig produziert werden. Dazu gehört der effiziente Umgang mit Lebensmitteln in der Zubereitung, damit weniger verschwendet wird. Das Projekt ‚Mehr-Wert21‘ setzt an der richtigen Stelle an: Schülerinnen und Schülern wird näher gebracht, welchen besonderen Wert Lebensmittel haben. Denn wer sich gesund und nachhaltig ernährt, lebt besser und hilft auch beim Klimaschutz.“

Großes Klimaschutzpotenzial in Mensen und Kantinen

„Mit unserem Projekt MehrWert21 gehen wir genau dahin, wo junge Menschen in ihrem Alltag einen wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln erlernen können, nämlich in Schulen und Kitas. Dabei nehmen wir alle Akteurinnen und Akteure mit ins Boot, wie die breite Kooperation hier in Düsseldorf zeigt”, sagte Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW. Er dankte den Beteiligten für ihr großes Engagement. „Neue Wege zu gehen, bringt auch Herausforderungen mit sich. Aber Bildungseinrichtungen sollten Vorbildfunktion einnehmen, indem sie Klima- und Ressourcenschutz aktiv leben. Die Verpflegung darf dazu nicht im Widerspruch stehen.“ In Nordrhein-Westfalen gibt es rund 4.000 Schulen mit Ganztagsbetrieb. „Hier liegt ein großes Klimaschutzpotenzial, wie unsere Ergebnisse zeigen“, so Schuldzinski.

Stadt Düsseldorf freut sich über die erzielten Erfolge

Die Jugendberufshilfe, die in Düsseldorf insgesamt 16 Kitas und elf Schulen mit Essen versorgt, will den eingeschlagenen Kurs an allen ihren Einrichtungen weiterführen. „Ich freue mich sehr, dass es uns als Stadt gemeinsam mit den Schulen sowie mit der Verbraucherzentrale NRW und den städtischen Tochterunternehmen gelungen ist, die Mittagsverpflegung für die Kinder zu verbessern und hiermit gleichzeitig einen wichtigen Beitrag dazu zu leisten, das Klima zu schützen“, sagte Dagmar Wandt, Leiterin des Amtes für Schule und Bildung der Landeshauptstadt. Neben der Einrichtung und Ausstattung von Schulen sei die Umsetzung einer gesunden, leckeren und nachhaltigen Verpflegung aller Schülerinnen und Schüler ein wichtiges Ziel der Stadt. „Dieses können wir als Schulträger jedoch nicht alleine erreichen. Die Umsetzung einer gelungenen Verpflegung stellt eine gemeinschaftliche Aufgabe unterschiedlicher Akteure dar.“

Hintergrund: Mit den MehrWert-Projekten unterstützt die Verbraucherzentrale NRW seit Oktober 2018 Schulen und Kitas sowie Jugendherbergen und Kinderdörfer dabei, eine abfallarme und klimafreundliche Verpflegung umzusetzen. Insgesamt wurden 62 Kindertagesstätten und 30 Schulen durch Maßnahmen wie Speiseplanchecks und Abfallmessungen begleitet. Mehr als 600 Einrichtungen wurden durch Präsenz- und Online-Workshops erreicht. Gefördert wird das Projekt durch das Land Nordhein-Westfalen und die Europäische Union.

www.mehrwert.nrw/gemeinschaftsverpflegung

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Villiperin Anny Orgezeanu ist „The voice of Germany 2022“ Empfang im Rathaus Wachtberg

Wachtberg-Berkum – „Ich bin mit Stolz und Freude Bürger von Wachtberg“, schreibt „The Voice of Germany 2022“, Anny Ogrezeanu, ins Gästebuch der Gemeinde Wachtberg. Und Wachtberg ist stolz auf ANNY ! Bürgermeister Jörg Schmidt, seinen Stellvertretern und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern war es eine große Ehre, Anny Ogrezeanu im Rathaus ihrer Heimatgemeinde zu empfangen. So wurde Anny auch mit frenetischem Beifall aller begrüßt.

„Musik mit Menschen teilen zu können ist das Schönste, was man sich als Künstler wünschen kann“, so Anny, die dann auch sehr gerne der Bitte und dem Wunsch aller nachkam und den Titel „Run with me“ sang, den sie zusammen mit dem britischen Sänger Callum Scott als Siegertitel aufgenommen hatte. „Callum kann leider heute nicht dabei sein“, meinte Anny augenzwinkernd, aber sie begeisterte auch Solo bei diesem Lied mit ihrer unglaublich kräftigen und einfühlsamen Stimme. Als Zugabe präsentierte Anny den Song „Clown“ von Emeli Sandé.

Anny, die zurzeit zwischen Wachtberg, der Ahr, wo sie sehr aktiv als Fluthelferin mit schwerem Gerät aktiv ist, und Berlin pendelt, versicherte allen, dass für sie „Wachtberg immer ganz tief mit ihrer musikalischen Laufbahn verbunden sein wird“.

Mit auf ihrem Weg in die Welt begleitet sie fortan eine Tasche (Anny: „Oh, in meiner Lieblingsfarbe“) mit dem darauf gestickten Wachtberg-Drachen und eine Trinkflasche mit Wachtberger Motiven. (mf)

 

 

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Brandanschlag auf Elisabeth-Schule Mayen verursacht hohen Sachschaden

Mayen – Vandalismus an Schulen im Landkreis Mayen-Koblenz nimmt zu. Immer wieder gibt es Fälle von Vandalismus an den Schulen in Trägerschaft des Landkreises Mayen-Koblenz. Der jüngste Vorfall erreicht jedoch eine neue Eskalationsstufe und geht weit über die üblichen Graffiti-Schmierereien oder zerbrochene Fensterscheiben hinaus. In Mayen verübten Unbekannte einen Brandanschlag auf die Elisabeth-Schule. Der entstandene Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen bei rund 120.000 Euro.

Die Täter zündeten einen unmittelbar am Schulgebäude stehenden Container an, der daraufhin vollständig ausbrannte. Rauch und Feuer führten dazu, dass drei Klassenzimmer vorrübergehend nicht nutzbar sind. Im Erdgeschoss platzten durch die enorme Hitze die Fensterscheiben. Der gesamte Bodenbelag des dort befindlichen Klassenzimmers sowie die Deckenkonstruktion müssen ausgetauscht und alle rußverschmierten Wände gereinigt werden. Die Erneuerung der Jalousieanlage wird momentan noch geprüft. Die beiden Klassenräume in den oberen Geschossen wurden weniger stark in Mitleidenschaft gezogen. Hier kann die Nutzung, vorbehaltlich der Schadstoffmessergebnisse, nach Reinigung aller Flächen und Ausstattung wahrscheinlich etwas früher wieder aufgenommen werden. Zeitgleich erfolgt die Reinigung der Außenfassade. Diese sondert noch immer Brandgeruch ab, der in den angrenzenden Klassenzimmern wahrzunehmen ist. Insgesamt gilt es, auf zwei Stockwerken eine Gesamtfläche von mehr als 240 Quadratmetern wiederherzurichten.

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Annegret und Volker Prause schreiben ihre „Erfolgs-Geschichte Landhaus Brunnenhof“ nun zu Ende

Mechernich-Holzheim – „Wussten, was ein »Kölsch« ist“ – Eine Ära geht zu Ende: Nach 44 Jahren im Gaststätten- und Hotelfach verabschieden sich die bekannten Gastronomen Annegret und Volker Prause nicht nur von ihrem geliebten „Landhaus Brunnenhof“ in Holzheim, sondern auch aus dem Berufsleben – und aus der Eifel.

Volker Prause erinnert sich gerne an das Kleinkunstprogramm im „Brunnenhof“ unter anderem mit der Travestieshow Jessica Ravell und den Jungs von der „Eifel-Gäng“, einzeln und zusammen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Den Holzheimer „Brunnenhof“ übernahmen sie im November 2004 und machten ihn mit einem Erfolgsrezept aus guter Küche, originellen gastronomischen Ideen und einem weithin bekannten Kleinkunst-Unterhaltungsprogramm zu einem „Hotspot“ im Kultur- und Gesellschaftsleben der Stadt Mechernich.

Beide stammen aus Oldenburg, in die Eifel kamen sie per Internet auf der Suche nach einem passenden Objekt als Hotel und Restaurant mit Veranstaltungsräumlichkeiten bis hundert Personen. „Ich wusste so gut wie nichts vom Rheinland, gerade mal, dass man Kölsch trinken kann“, scherzte Annegret Prause (64) im Interview mit dem Mechernicher „Bürgerbrief“.

„Alles bereist außer Neuseeland“

„Es war am 20. November 2004“, so Ehemann und Koch Volker Prause (66), der fünf Jahre als „Smutje“ auf Massengutfrachtern wie der „Emma Oldendorf“ alle Erdteile bereiste, ehe er seine eigene Jugendkneipe „Kleibroker Hof“ in Rastede (Oldenburg) übernahm und sich zunächst als Gastronom selbständig machte.

Dort war seine spätere Frau Annegret zu Gast – und beide verliebten sich nicht nur ineinander, sondern wurden auch ein außerordentlich erfolgreiches Hotelier- und Gastronomen-Gespann und Ehepaar, das

Tag und Nacht zu arbeiten verstand und sich dennoch um die Erziehung ihrer Töchter Miriam und Melanie und ihres Sohnes Max zu kümmern. Heute gehören auch fünf Enkel zur Familie, in deren Nähe Prauses jetzt wieder nach Niedersachsen ziehen.

„Miriam ist Fachinformatikerin, Melanie Druckereimeisterin, nur Max hat es ebenfalls in die Gastronomie gezogen“, so der stolze Vater. Der Junior hat im Hotel Excelsior in Köln gelernt und arbeitet heute im weltbekannten Petersberghotel im Siebengebirge.

„Die ersten Jahre in Holzheim waren schwer“, erinnert sich Annegret Prause. „Die Leute kamen vor allem abends an die Theke zum Biertrinken“, so Volker Prause: „Alle redeten Platt und durcheinander und einer übersetzte auf Hochdeutsch…“

Doch die seit 1978 kampferprobten Gastronomen mit zeitweise 40 Mitarbeitern ließen sich nicht so schnell unterkriegen. Annegret: „Wir haben denen gesagt, dass sie nicht übersetzen müssen, wir verstehen von Haus aus Plattdütsch, und da gibt es viele gleiche und ähnliche Wörter wie im Rheinischen…“

Den Wendepunkt markierte der Start einer Kleinkunst- und Varieté-Reihe „Wintergarten“ im „Landhaus Brunnenhof“ mit Zauberkünstler  Graf Cagliostro aus Köln, Travestieshow Jessica Ravell, Rockband „Wibbelstetz“, Bauchredner Klaus & Willi, den Kabarettisten Achim Konejung & Hubert vom Venn, der „Eifel-Gäng“, Troubadour Günter Hochgürtel solo, Krimiautor Ralf Kramp und Mundartist Manni Lang.

„Die Menschen kamen, um Kultur zu genießen und überzeugten sich beim Essen von unserer Qualität“, so Küchenchef Volker Prause: „Danach kamen sie immer mehr auch abseits der Konzerte und Shows, das Image wuchs und wuchs…“ Bis heute weiter, so dass der „Run“ auf Küche und Keller für die beiden Vielarbeiter manchmal zur Belastung geworden ist.

„31 Restaurants gingen unter“

„Man sollte aufhören, wenn es am schönsten ist“, aber leider haben wir schon überzogen“, resümiert Annegret Prause im Gespräch mit dem „Bürgerbrief“. Die Flut verstärkte diese Entwicklung noch, so ihr Mann Volker: „Wir bekamen am Publikumsandrang zu spüren, dass in der Region 31 Restaurants ausgefallen sind…“

Nach einem gesundheitlichen Handicap habe man sich entschieden, „die Reißleine zu ziehen und aufzuhören“, so, wie er es vor fast 45 Jahren auch als Seemann und Weltreisender getan hatte: „Sonst wäre ich nicht mehr davon losgekommen.“

Der Küchen- und Hotelchef erzählt: „Wir sind seit 1978 in der Gastronomie selbstständig. Zunächst als Pächter einer Gaststätte mit Clubzimmer in Rastede bei Oldenburg. Anschließend waren wir 20 Jahre lang im Hotel Schwegmann-Prause mit Gaststätte, Saalbetrieb, Kegelbahn und Hotelzimmern in Essen/Oldenburg tätig.“

„Nebenbei“ managten Annegret und Volker Prause elf Jahre lang noch den Betrieb einer Stadthalle mit zeitweise bis zu 40 Mitarbeitern. „Nach der Wende wurden wir Mitinhaber der Broz & Prause GbR im Landhotel »Zu den zwei Linden« in Eggersdorf bei Magdeburg.“ Von dort führte sie eine Internetrecherche in die Eifel – und die Erfolgsstory „Landhaus Brunnenhof“ begann.

Bekannt sind die exquisiten und abwechslungsreichen Büffets. Chefkoch Volker Prause hat auch schon für die private Feier eines Ex-Bundeskanzlers am Herd gestanden – und will es bis zum letzten Tag in Holzheim weiter tun, als den man Freitag, den 16. Dezember, festgelegt hat. Am 17. Dezember feiert man noch mit Freunden, „danach kommen meine Kochhosen ins Feuer…“

Bis dahin gibt es noch vier Travestieshows mit Jessica Ravell & Friends vom 2. bis 4. Dezember jeweils ab 19 Uhr für 50 Euro inklusive Viergangmenü & Eintritt. Anmeldung unter (0 24 84) 91 91 331 oder info@brunnenhof.biz

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1.000 Bücher für die Meckenheimer Grundschulen

Meckenheim – Was macht meine Gemeinde? Diese Frage beantwortet ein handliches Bilderbuch, das die Bürgerstiftung Meckenheim an die vier Meckenheimer Grundschulen übergeben hat. Es richtet sich an die Nachwuchsleserinnen und Nachwuchsleser der Katholischen Grundschule Meckenheim und ihren Teilstandort Altendorf, der Evangelischen Grundschule Meckenheim, der Katholischen Grundschule Merl und der Gemeinschaftsgrundschule Merl. Anschaulich erklärt das Buch die Aufgaben einer Kommune. Die kleinen Episoden sind ansprechend illustriert und mit einfachen Worten beschrieben, sodass die Kinder viel Wissenswertes über die Tätigkeiten in einer Stadtverwaltung und abseits des Rathauses erfahren.

Als Vorsitzender des Stiftungsvorstandes der Bürgerstiftung überreichte Bürgermeister Holger Jung eine der Bücher-Lieferungen persönlich in der Katholischen Grundschule Merl, sehr zur Freude der Kinder und der kommissarischen Schulleitung Birgit Goldmann. „Schön, dass Sie bei uns vorbeikommen, um unsere Mädchen und Jungen auf der Reise durch die Stadtverwaltung mitzunehmen“, begrüßte die Schulleiterin den Stiftungsvorsitzenden. Dieser nahm sich Zeit, um das Buch und dessen Episoden vorzustellen. Er führte die Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen vom Rathaus über Grundschule, Kindertageseinrichtung, Feuerwehr und die Straßenbaustellen bis zum Friedhof, Schwimmbad, Sportplatz und zu den Grünstreifen, die von den Mitarbeitenden des Baubetriebshofes gepflegt werden. Schließlich endete die Rundtour wieder im Rathaus und dessen Ratssaal. Während Holger Jung die vielfältigen Aufgaben erklärte, folgten die Kinder anhand der Abbildungen im Buch aufmerksam den Ausführungen des Bürgermeisters. Mit großem Eifer stellten sie Fragen und brachten sich interessiert ein. „Das war sehr aufschlussreich“, bedankte sich Birgit Goldmann für den informativen Morgen und die großzügige Spende der Bücher, „die wir künftig im Sachunterricht einsetzen werden.“

Die Bürgerstiftung Meckenheim legt einen ihrer Schwerpunkte auf die Förderung von Kindern und Jugendlichen. Insgesamt 1.000 Bücher wurden angeschafft und nun an die Grundschulen weitergereicht. „Wir sind davon überzeugt, dass Sie die Bilderbücher wunderbar in Ihren Sachunterricht integrieren können. Auf diesem Weg lernen die Kinder, was in ihrer Stadt so alles von Rat und Verwaltung organisiert wird, also kindgerechte kommunalpolitische Bildung“, sagte Holger Jung, wünschte im Namen der Bürgerstiftung einen großen Lesespaß und verabschiedete sich von den begeisterten Kindern wieder Richtung Rathaus.

Gute Sache unterstützen
Stiftungen leisten einen wichtigen Beitrag für das Allgemeinwohl. Durch ihr finanzielles Engagement legen sie genau dort den Grundstein für vielfältige gemeinnützige Initiativen, wo keine öffentlichen Gelder fließen. Somit übernehmen Stiftungen gesellschaftliche Verantwortung für die nachhaltige Gestaltung des Gemeinwesens. Sie festigen den Zusammenhalt einer Gesellschaft und erhalten Werte über Generationen hinweg. Mit der Bürgerstiftung Meckenheim ist in der Apfelstadt eine Stiftung verankert, die schon seit Jahren ein starkes Zeichen der Verbundenheit mit ihrer Heimat setzt.

Die Bürgerstiftung Meckenheim rückt die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Sie stößt Ideen an und fördert Projekte, die bislang nicht oder nicht im gewünschten Umfang realisiert werden konnten. „Vorhandene Angebote und Vorhaben von Vereinen und anderen Organisationen oder Institutionen so zu ergänzen, dass die Lebensqualität in unserer Kernstadt und in den Ortsteilen verbessert oder positiv beeinflusst wird, das ist das Leitmotiv unseres Handelns“, erläutert Holger Jung. Dafür braucht es jedoch ein aktives Miteinander. Jede Bürgerin und jeder Bürger hat die Möglichkeit, sich für ihre und seine Heimat einzubringen und die Bürgerstiftung Meckenheim zu unterstützen. „Schon mit kleinen Spenden können sie Großes bewirken“, sagt der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes. „Ebenso benötigen wir die Mithilfe von Persönlichkeiten unserer Stadt sowie ortsansässige Unternehmen und Einrichtungen, um den erfolgreichen Weg der Bürgerstiftung fortzusetzen“, freut sich der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes „über alle, die uns dabei unterstützen, die gute Sache voranzubringen.“

Weitere Informationen über die Bürgerstiftung Meckenheim sind im Internet zu finden unter: www.buergerstiftung-meckenheim.de.

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Plaidt bekommt schnelles Glasfaser

Plaidt – Das lange Warten hat ein Ende – die Gemeinde Plaidt kann sich über den kommenden Glasfaserausbau freuen. Die Vorvermarktung für den Glasfaserausbau des 1. Bauabschnitts war erfolgreich. Die zukünftigen Anschlüsse bieten eine Geschwindigkeit bis zu bis zu 1.000 Megabit pro Sekunde. Damit bekommen Bürgerinnen und Bürger den schnellsten Anschluss und hervorragende Stabilität für gleichzeitiges Streaming, Gaming und Homeoffice und sind bestens für die Zukunft vorbereitet.

Bürgermeister Peter Wilkes der Kommune Plaidt sagte: „Ich finde super, dass die Vorvermarktung so erfolgreich war. Damit können nun noch mehr Bürger*innen sowie viele Betriebe einen eigenen Glasfaseranschluss erhalten und so zukünftig schneller im Internet surfen. Die künftigen Glasfaseranschlüsse sind so leistungsstark, dass unsere Gemeinde Plaidt damit sicher für die Zukunft aufgestellt ist.“

Der Breitbandausbau soll voraussichtlich im Sommer 2024 beginnen. „Mit diesem Projekt legen wir weitere Grundsteine für eine sichere und moderne Digitalisierung in einer weiteren Gemeinde in der Pellenz. In Plaidt haben wir bereits großflächige Strukturen aufgebaut und werden sukzessive den gesamten Ort erschließen. „Fiber To The Home“-Ausbau (FTTH), also schnelles Internet direkt ins Gebäude, ist der Standard für die Zukunft. Eine leistungsstarke, digitale Infrastruktur wird immer wichtiger und wir freuen uns, die Gemeinde Plaidt bei dem Ausbau unterstützen zu können“, betonte Fabian Vocktmann, Regionalmanager bei Westenergie.

Auskunft und Beratung

Die Westconnect GmbH ist zuständig für den Ausbau des Breitbandnetzes in den Städten und Gemeinden. Die Ansprache von Kund*innen im Ausbaugebiet und der Vertrieb von passenden Breitbandprodukten erfolgt dienstleistend unter der Marke „E.ON Highspeed“ durch die E.ON Energie Deutschland. Über einen Verfügbarkeitscheck auf www.eon-highspeed.com können Anwohnende sowie Gewerbetreibende sofort prüfen, ob Sie einen schnellem Glasfaseranschluss buchen können oder nicht.

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Ahrweiler Landrätin überreicht Goldene Ehrenzeichen an Wehrmitglieder

Ahrweiler – Landrätin Cornelia Weigand hat im Rahmen von zwei Veranstaltungen das besondere ehrenamtliche Engagement von insgesamt 93 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren im Kreis gewürdigt. Für ihre 35-jährige beziehungsweise 45-jährige Mitgliedschaft erhielten sie das Goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes Rheinland-Pfalz.

In der Vinxtbachhalle in Waldorf hob Weigand in ihrem Grußwort die Bedeutung des besonderen persönlichen Engagements für die Sicherheit der Bevölkerung im Kreis Ahrweiler hervor: „Sie retten, Sie löschen, Sie bergen und schützen. Dabei riskieren Sie Leib und Leben. Und das alles freiwillig und ehrenamtlich. Das ist ein unbezahlbarer Dienst an unserer Gesellschaft.“

Auch in der Nacht der verheerenden Flutkatastrophe und in den Tagen und Wochen danach seien die Frauen und Männer der Feuerwehren rund um die Uhr bis zur Erschöpfung und weit darüber hinaus im Einsatz gewesen. Und dies, obwohl viele von ihnen selbst betroffen gewesen seien. Dieser Einsatz sei von unschätzbarem Wert und zeige, wie Gesellschaft als Gemeinschaft funktionieren könne, so Weigand weiter.

Eine besondere Auszeichnung erhielt Karl Oelsberg aus Burgbrohl. Für seine hervorragenden Verdienste um das Feuerwehrwesen und seinen außerordentlichen persönlichen Einsatz wurde ihm das Goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande verliehen. Darüber hinaus nahm die Landrätin einige Ent- und Verpflichtungen in der Führung des Gefahrstoffzuges vor.

Ausgezeichnet wurden:

Gemeinde Grafschaft:
Stefan Assenmacher, Walter Dombrowski, Franz-Josef Hammes, Holger Schäfer, Alfred Schopp, Ralf Sonntag und Volker Tombeux für 35 Jahre; Norbert Weber für 45 Jahre;
Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler: Harald Neukirchen für 35 Jahre; Richard Lindner, Gregor Phiesel, Jürgen Rotter und Horst Wershofen für 45 Jahre;

Stadt Sinzig: Franz-Joachim Aprath, Gregor Hoffmann, Erwin Nachtsheim, Andreas Polch, Heinz Schiffer und Dirk Schwarz für 35 Jahre; Reiner Clever, Ulrich Clever, Winfried Kraatz und Michael Kurth für 45 Jahre;

Stadt Remagen: Horst Frechen, Frank Fuchs, Dirk Henkel, Dirk Holstein, Heinz Georg Schmahl, Achim Simons und Karl-Martin Tillmann für 35 Jahre; Gerhard Oelsberg für 45 Jahre;

VG Adenau: Erwin Bläser, Jürgen Manfred Eich, Bernd May, Lothar Peter Raths, Bernhard Römer, Peter Römer, Reinhard Sassert und Ulrich Tintelot für 35 Jahre; Andreas Bohn, Bernd Fabry, Alfred Gillessen, Manfred Heinrichs, Paul Kolb, Ernst Krämer, Richard May und Heinz Prämassing für 45 Jahre;

VG Altenahr: Heinz André, Ludwig Hecker, Markus Lanser, Frank Ley, Frank Marienfeld und Jörg Marienfeld für 35 Jahre; Friedhelm Heß, Hermann-Josef Reuter und Reiner Schmitz für 45 Jahre;

Verbandsgemeinde Bad Breisig: Ulrich Diekmann, Holger Kaspers, Rainer Probst und Burkhard Westram für 35 Jahre; Hans-Peter Nachtsheim, Michael Oerter, Karl Schmidtke und Alfred Stein für 45 Jahre;

Verbandsgemeinde Brohltal: René Bilger, Peter Blei, Bernd Esten, Karl Heinz Göbel, Andreas Heilig, Oliver Hessler, Frank Müller, Nils Schröer, Helmut Schweibrich und Christoph Stenz für 35 Jahre; Rudolf Breitbach, Adalbert Krupp, Manfred Radermacher und Horst Thielen für 45 Jahre.

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Austausch zum Thema Folientunnel im Köllenhof Wachtberg

Wachtberg – Auf Einladung der Gemeindeverwaltung Wachtberg zu einem Austausch über das Thema Folientunnel kamen kürzlich Akteure aus Politik und Landwirtschaft im Köllenhof zusammen. Teilnehmer waren u.a. die Vorsitzenden der Fraktionen im Rat der Gemeinde Wachtberg, Christoph Fiévet (CDU), Oliver Henkel (Bündnis 90/Die Grünen), Ulrich Feyerabend (Unser Wachtberg), Andreas Wollmann (SPD), Joachim Mittweg (UWG) und Friedrich Oettler (FDP) sowie der Vorsitzende der Landwirte in Wachtberg, Michael Hüllen, die Kreisgeschäftsführerin der Kreisbauernschaft, Bernadette Ditges, Ludger Linnemannstöns von der Landwirtschaftskammer NRW und der örtliche Landwirt Stefan Schneider (Schneiders Obsthof).

Folientunnel dienen als Schutz vor Witterung, zur Reduzierung des Wasserverbrauchs und des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln. Sie haben aber auch eine Wirkung auf die Landschaft, Einfluss auf Wasserabflüsse und die Biodiversität.

Die Landwirte erläuterten die aus ihrer Sicht bestehende Notwendigkeit der Anbaumethode, um auch künftig eine wirtschaftliche Lebensmittelerzeugung zu ermöglichen. Unter den Teilnehmern bestand Konsens, dass im nahen Umfeld der Ortschaften eine große Sensibilität im Sinne eines Übergangs der Orte in die Kulturlandschaft gefragt ist.

Seitens der Politik wurde das Thema Folientunnel insbesondere im Zusammenhang mit Starkregenereignissen und deren Auswirkungen angesprochen. Es wurde deutlich, dass auch das Thema Oberflächenabfluss eine Rolle spielt. Aus dem Grund sollen die Tunnelsysteme schon heute regelmäßig quer zum Hang angelegt werden. Im Falle von Starkregenereignissen kann es hingegen auf jeder Art von Oberfläche aufgrund der großen Wassermengen sofort zu einem vollständigen Abfluss kommen.

Es gab eine überwiegende Übereinstimmung darüber, dass die Verwendung von Folientunneln aus Sicht der Landwirtschaft ein wenn auch notwendiges Übel ist, das perspektivisch durch neue Anbaumethoden einem Wandel unterworfen sein wird. Wichtig ist die Feststellung, dass der bestehende intensive Austausch fortgesetzt und so die Sorgen und Bedürfnisse aller Interessen gewürdigt werden. Auf kurze Sicht wird eine bedeutsame Reduzierung von Folientunneln und anderen Schutzeinrichtungen für den hiesigen Anbau nicht zu erwarten sein.