Kategorien
News

Baumpflanzung in Stolberg – NetAachen pflanzt zum dritten Mal hunderte Setzlinge in der Städteregion Aachen

Stolberg – Diversität fördern, Monokulturen verdrängen– NetAachen und die Stadt Stolberg pflanzen 500 weitere Baumsetzlinge bei der dritten Aufforstungsaktion im Stolberger Süden! Mit 500 frischen Esskastanien wird die Fläche/das Gebiet des „Burgbergs“ im 1500 ha (Hektar) großen Stolberger Stadtwald in Richtung der Hauptstraße (L238) aufgeforstet.

Monokulturen ersetzen, an den Klimawandel anpassen

Mit Blick auf den voranschreitenden Klimawandel, sind Esskastanien nicht nur vorteilhaft für das Klima: „Wir vermuten, dass die Trockenperioden in den nächsten Jahren weiter zunehmen werden. Einige Baumarten eignen sich besonders für schwierige Klimabedingungen, wie in diesem Fall die Esskastanie“, erklärt Revierförster Lukas Stempin, verantwortlich für den Stadtwald in Stolberg. Die Entscheidung für die Esskastanie hat dabei zwei wesentliche Gründe: „Da die Esskastanie in klassischen Weinbauregionen wie Mosel, Ahr oder Pfalz beheimatet ist, kommt sie mit trockenen Böden besonders gut zurecht. Im Vergleich zu der bisherigen Fichten-Monokultur, wurzeln Esskastanien mit ihrem Pfahlwurzelsystem weitaus tiefer und sind somit auch gegenüber Stürmen besser gewappnet.“ Neben Esskastanien, sind auch heimische Eichen, die amerikanische Roteiche oder Douglasien besonders geeignet für Aufforstungen im Sinne des Klimawandels und nachhaltiger, widerstandsfähiger Forstwirtschaft. Ein weiterer Vorteil der Esskastanie ist die Eignung als Bienenweide, da die Bäume im späten Frühjahr blühen. An den fertigen Maronen der Esskastanie können sich dann sowohl Tiere als auch Waldspaziergänger erfreuen.

Hintergrund

Nach den beiden Weltkriegen wurden große Teile des ursprünglichen Waldes zerstört oder für den Wiederaufbau abgeholzt. Um möglichst schnell neue Bäume und Waldstücke zu schaffen, wurde die schnellwachsende Fichte in den letzten 60-100 Jahren als Monokultur etabliert. Probleme von Monokulturen wie der Fichte sind zum einen die Prädestination für Borkenkäfer, zum anderen jedoch auch die geringe Sturmfestigkeiten von Fichten, aufgrund geringerer Wurzeltiefe – Bei Stürmen werden nicht nur einzelne Fichten umgerissen, sondern teilweise sogar ganze Bestände. Mit der Esskastanie wird nun auf dem Gelände der ehemaligen Fichten-Monokultur am Burgberg eine widerstandsfähigere und somit nachhaltigere Baumkultur etabliert.

Rohstoffe schaffen, als nur zu Nutzen

NetAachen pflanzt in Kooperation mit der „fit4future foundation“ 2500 Baumsetzlinge in insgesamt 5 Kommunen der Städteregion Aachen. Das traditionelle Schlagen von Weihnachtsbäumen mit unseren Kunden kann in einer nachhaltigen Zukunft kein Bestandteil von Kundenbindung und Image sein. So möchte NetAachen nach dem Motto „pflanzen statt fällen“ einen weiteren Beitrag zur Nachhaltigkeit in der Region leisten. Die Diversität von Umwelt und Natur zu erhalten, Aufforstung zu unterstützen, hat dabei nicht nur ökonomische und ökologische Vorteile, sondern trägt nebenbei noch zur Lebensqualität im Sinne der Naherholung bei. Der Natur wieder mehr Platz ermöglichen, so dass am Ende alle, Flora, Fauna und Menschen, davon profitieren können. 2500 Bäume sind es insgesamt, da symbolisch für jeden Geschäftskunden ein Baum gepflanzt wird. Mit der Aktion wollen wir zeigen, wie sehr uns die Region am Herzen liegt – Die Menschen, die unsere Region beleben, und die Natur als Ort der Erholung und unsere Lebensgrundlage. Dauerhaft gestalten und Region und Umwelt beim Wachstum unterstützen – „Für eine zukunftsfähige, grüne Region, in der sich alle zuhause fühlen können. Die Natur ist die Grundlage für unser wirtschaftliches, aber auch soziales Zusammenleben in der Städteregion. Da wir uns selbst als regionalen Strukturgeber verstehen, der Digitalisierung vorantreibt und zukunftsfähige Glasfaserinfrastruktur errichtet, liegt es auch in unserer unternehmerischen Verantwortung die Region zu fördern und in den verschiedensten Bereichen etwas zurückzugeben an unsere Heimat“, so NetAachen-Geschäftsführer Andreas Schneider zum Hintergrund der Pflanz-Aktion.

Neben NetAachen-Geschäftsführer Andreas Schneider, war auch der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Stolberg, Peter Jussen, mit bei der Baumpflanzungsaktion am Burgberg im Stadtwald. „Ich bedanke mich herzlich im Namen der Stadt Stolberg bei NetAachen für die Unterstützung im Stolberger Stadtwald. Ein kleiner, brachliegender Teil des Stadtwaldes wird neu belebt, mit einem sehr positiven Einfluss auf Natur und Menschen“, so Jussen bei der Baumpflanzaktion im Stolberger Stadtwald.

Nach den Baumpflanzungsaktionen von NetAachen in Alsdorf und Herzogenrath, ist Stolberg bereits die dritte Kommune in der Städteregion Aachen, in der die heimischen Wälder langlebig und widerstandsfähiger aufgeforstet werden. Im nächsten Jahr folgen noch weitere Pflanzaktionen wie beispielsweise in Eschweiler. Die Baumsetzlinge werden von der „fit4future foundation“ zur Verfügung gestellt, die Finanzierung der Setzlinge übernimmt NetAachen und kümmert sich um die dreijährige Pflege der insgesamt 2500 jungen Bäume in den jeweiligen Kommunen.

Kategorien
News

PS-Sparerin im Glück – MINI One in Ahrweiler übergeben

Ahrweiler – Julia Otto ist eine von vielen Gewinnerinnen der jüngsten Monatsauslosung der Sparkassen-Lotterie „PS-Sparen und Gewinnen“. Völlig überrascht nahm sie den Anruf zur Gewinnbekanntgabe von René Schell, Leiter des BeratungsCenter Ahrweiler, entgegen. Seit über 15 Jahren ist Frau Otto Kundin der Kreissparkasse Ahrweiler. Umso mehr freute sie sich nun über den Gewinn des MINI One.

Wie man sieht, lohnt es sich, beim PS-Sparen mitzumachen, denn die einfache Erfolgsformel lautet: kleiner Einsatz – große Gewinnchance und auch noch regelmäßig sparen. Bereits mit 5 Euro pro Los ist man dabei und hat die Chance auf einen großen Gewinn. Von diesem Einsatz fließt nur 1 Euro in die Lotterie, die restlichen 4 Euro werden gespart. Diese Sparform lohnt sich somit zweifach – und das Monat für Monat. Doch damit nicht genug, denn einmal jährlich findet außerdem eine große Zusatzauslosung mit schicken Autos, exklusiven Reisen und attraktiven Geldgewinnen statt.

Die PS-Sparer leisten zudem einen Beitrag für die gute Sache. 25 Prozent des Lotterie-Einsatzes spendet die KSK zusätzlich für gemeinnützige, soziale und karitative Projekte im Kreis Ahrweiler.

Kategorien
News

Finanzämter in Nordrhein-Westfalen wahren Weihnachtsfrieden

Region/Düsseldorf – In den abschließenden 14 Tagen des Jahres leiten die Finanzämter in Nordrhein-Westfalen grundsätzlich keine belastenden Maßnahmen ein. In der Zeit vom 17. Dezember bis zum 31. Dezember verzichten die nordrhein-westfälischen Finanzämter auf Vollstreckungsmaßnahmen und die Einleitung von Betriebsprüfungen. Minister der Finanzen Dr. Marcus Optendrenk hat die entsprechende Anweisung an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Finanzämter gegeben.

„Die Wahrung des Weihnachtsfriedens ist eine geschätzte Tradition in der nordrhein-westfälischen Finanzverwaltung“, erklärt Minister Dr. Optendrenk. Der Frieden in der festlichen Zeit des Jahres stärke zudem das gute Verhältnis zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und der Verwaltung, so der Minister.

Die nordrhein-westfälische Finanzverwaltung wird in diesen letzten 14 Tagen des Jahres 2022 auch keine Prüfungsberichte an die Bürgerinnen und Bürger und die Angehörigen der steuerberatenden Berufe versenden. Auf Vollstreckungsmaßnahmen wird grundsätzlich verzichtet. Handeln werden die Ämter nur, wenn ein schnelles Eingreifen der Finanzverwaltung unerlässlich ist – zum Beispiel, um wegen drohender Verjährung Steuerausfällen zuvorzukommen.

„Die vielen gleichzeitigen Krisen unserer Zeit sind belastend für alle Menschen im Land“, betont Minister Dr. Optendrenk. „Es ist mir daher gerade jetzt besonders wichtig, dass wir an dieser guten Tradition festhalten. Damit alle Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen eine möglichst ruhige Weihnachtszeit verbringen können.“

Mahnungen werden durchgehend verschickt. Gleiches gilt für Steuerbescheide. So können auch Steuererstattungen schnellstmöglich erfolgen.

Kategorien
News

Pflichtschreiben zum Gasverbrauch löst Verwirrung aus

Region/Koblenz – Gaskunden und -kundinnen der Energieversorgung Mittelrhein (evm) bekommen in diesen Tagen ein Schreiben zu möglichen Einsparpotenzialen bei ihrem Gasverbrauch. Damit kommt der Energieversorger seiner Pflicht nach der Kurzfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung (EnSiKuMaV) der Bundesregierung nach. Sie soll mögliche Einsparpotenziale in Privathaushalten aufzeigen und so insgesamt zu weniger Verbrauch und einer größeren Versorgungssicherheit führen. Das Problem: Die Schreiben zeigen in den meisten Fällen nicht den individuellen Gaspreis der Angeschriebenen, sondern den Vergleich mit der Grundversorgung. Und die ist teurer als Langzeittarife, in denen sich die meisten evm-Kunden und -Kundinnen befinden.

„Das führt verständlicherweise zu Fragen und sorgt für Verunsicherung. In den Anschreiben wird die tatsächliche Summe der letzten Jahresrechnung mit einer Hochrechnung auf Basis der Grundversorgung verglichen. Diese staatliche Vorgabe führt zu einer verzerrten Darstellung und gibt nicht die tatsächlich zu erwartenden Kosten wider. Ganz zu schweigen davon, dass hier die Gaspreisbremse noch nicht berücksichtigt wurde“, so evm-Pressesprecher Marcelo Peerenboom. „Wir können das verstehen, mussten unserer Pflicht aus der Verordnung aber nachkommen. Mein Rat an alle, die das Schreiben bekommen: Ignorieren Sie die Zahlen darin einfach. In Kürze informieren wir noch einmal gesondert zur Gaspreisbremse und den echten neuen Abschlägen und Kosten, die auf Sie zukommen. Mit diesen Daten kann dann jeder auch etwas anfangen.“ Der Sprecher bittet auch darum, zum Inhalt des Schreibens nicht den Kundenservice zu kontaktieren. Denn der sei momentan derart überlastet, dass Kundenzentren zwischenzeitlich sogar ihre Öffnungszeiten einschränken mussten.

Was allerdings trotz der nicht kundengenauen Berechnungen weiterhin gilt: Energie sparen. Denn dieser Punkt aus dem Anschreiben stimmt: Wer seine Heiztemperatur nur um ein Grad Celsius senkt, kann bis zu sechs Prozent Energie einsparen. Mehr Informationen zu möglichen Einsparpotenzialen zeigt die evm auf ihrer Seite zur Energiekrise unter www.evm.de/energiekrise.

Kategorien
News

Verleihung Heimat-Preis 2022 in Kreuzau

Kreuzau – Das gesellschaftliche Leben in der Gemeinde lebt vom ehrenamtlichen Engagement vieler Menschen. Aus Liebe zu ihrer Heimat bringen sie sich ein und gestalten die Zukunft aktiv mit. Die Ehrung der diesjährigen Preisträger des mit insgesamt 5.000 Euro dotierten Heimat-Preises nahm Bürgermeister Ingo Eßer im Rahmen der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres vor. Dies bot nicht nur einen würdigen Rahmen, sondern sollte auch Ausdruck der Wertschätzung durch den Rat gegenüber den Preisträgern sein. Ausgezeichnet wurden der Bürgerverein Bleibergwerk Leversbach e.V. und das Team „StockHEIMat“ der Stockheimer Interessengemeinschaft e.V..

Bleibergwerk Leversbach e.V.

Die Leitidee des 2019 gegründeten Bürgervereins Bleibergwerk Leversbach e.V. ist „Gemeinsam für ein lebens- und liebenswertes Leversbach für alle Altersgruppen“. Neben der Initiative zur Wiederaufforstung des wegen Borkenkäferbefalls teils gerodeten Mausauelwaldes ist der Verein in der Heimatforschung aktiv. Zur Stärkung des dörflichen Zusammenhalts werden Aktivitäten für Jugendliche und Wanderlustige aller Altersgruppen initiiert und ausgebaut. Für das außerordentliche Engagement erhielt der Bleibergwerk Leversbach e.V. von Bürgermeister Ingo Eßer neben Ehrentrophäe und Urkunde ein Preisgeld in Höhe von 3.500 €.

StockHEIMat

Das Team „StockHEIMat“ der STIG e.V. kümmert sich um die Aufarbeitung, Recherche und Präsentation der Geschichte von Stockheim. Die Geschichte wird den verschiedenen Altersgruppen zugänglich gemacht und interessant gestaltet. Die verschiedenen Bausteine reichen über die „StockHEIMat-Werkstatt“, einer „Online-Archiv-StocHEIMat“ und „StockHEIMat-Stammtische“. Dazu wurden „StockHEIMat-Geschichts-Stelen“ errichtet, die ausgewählte Themen vor Ort präsentieren. Auch über die “Stockheimer Geschichtsblätter“ und den „StockHEIMat-Webbereich“ wird die Geschichte anschaulich dargestellt. Dafür wurde das Team „StockHEIMat“ von Bürgermeister Ingo Eßer für das große Engagement ebenfalls mit Ehrentrophäe, Urkunde sowie einem Preisgeld in Höhe von 1.500 € ausgezeichnet.

Der „Heimat-Preis“ ist eine Initiative der Landesregierung Nordrhein-Westfalen und der Gemeinde Kreuzau, um in Kommunen herausragendes Engagement von Menschen für die Gestaltung der Heimat vor Ort in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Hierzu wird der Gemeinde Kreuzau durch das Land ein Betrag von jährlich 5.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Kategorien
News

Stolberger Bürgermeister Patrick Haas dankt Schülerlotsen

Stolberg – Jeden Tag sorgen die Schülerlotsen bei Wind und Wetter dafür, dass die Kinder sicher zur Schule kommen. Bürgermeister Patrick Haas hat ihnen deshalb beim Jahrestreffen einen großen Dank ausgesprochen: „Unsere Schülerlotsen leisten eine hervorragende Arbeit für unsere Kinder. Bei Wind und Wetter sorgen sie für einen sicheren Schulweg und sind nicht selten auch Ansprechpartner für die Schulkinder. Ich habe einen riesigen Respekt vor diesem Engagement!“

Die Schulweghelfer werden an 17 Überwegen im Stadtgebiet verteilt eingesetzt. Auch wenn der sichere Übergang über die Straße im Vordergrund steht, so sind es doch die kleinen Geschichten am Straßenrand, die die Arbeit der Schulweghelfer jeden Tag aufs Neue interessant machen. So wusste der Schülerlotse Herr Gschwendtner zu berichten, dass die Kinder ihn in das Zirkusprojekt der Grundschule Zweifall im September integrieren wollten. „Oft steht auch ein wenig Seelen trösten auf dem Programm, wenn eine Klassenarbeit nicht so gut ausgefallen ist und sich das Kind nicht traut, seinen Eltern davon zu erzählen. Dann fließen hier und da auch schon einmal ein paar Tränen.“

Alle Schulweghelfer müssen immer wieder aber auch feststellen, dass der Respekt unter den Verkehrsteilnehmern nicht immer gegeben ist: „Es wird manchmal schnell gefahren und erst im letzten Moment in die Eisen gestiegen, damit man noch vor dem Überweg zum Halten kommt“, so eine langjährige Lotsin. Insbesondere im Schulwegbereich bitten der Bürgermeister und die Schulweghelfer deshalb besonders um die Einhaltung der Verkehrsregeln.

Kategorien
News

Flutkatastrophe Ahrtal – Revisionsbericht liegt vor – Keine Vertuschung erkennbar

Ahrtal/Mainz – Der von Innenminister Michael Ebling eingesetzte Revisor Christian Seel hat seinen Abschlussbericht zur Aufklärung verspätet an den Untersuchungsausschuss gelieferter polizeilicher Akten vorgelegt. Eine Vertuschung sei demnach nicht zu erkennen und der Prozess der großangelegten Aktenaufbereitung seit September habe ein verlässliches Maß an Zuverlässigkeit geboten.

„Der schwerwiegende Vorwurf der Vertuschung ist entkräftet“, betonte Ebling bei der Vorstellung des Abschlussberichts. Gleichwohl identifizierten Seel und sein Team Defizite, denen sich der neue Innenminister und die polizeilichen Stellen annehmen wollen.

„Wir hatten in den vergangenen zwei Monaten eine komplexe Materie aufzubereiten, aber kamen zu dem Ergebnis, dass die Lieferung der polizeilichen Akten an den Untersuchungsausschuss nunmehr nicht zu beanstanden ist“, fasste Christian Seel, Richter und Staatssekretär des Saarlands a.D., für die Revisionsgruppe zusammen. Es sei festzuhalten, dass seit Ende September die Aufbereitung der Akten optimiert aufgesetzt und der Datenbestand erneut geprüft worden sei. „Diese Aktenaufbereitung erfolgte mit großem Aufwand und im Kernbereich der Aufklärung, also der Flutnacht, am engmaschigsten“, so der Revisor. Im Lagezentrum des Innenministeriums wurden die Email-Postfächer händisch nachgesehen und aufbereitet. „Solche Prozesse bieten ein verlässliches Maß an Zuverlässigkeit“, wertet Seel, der an Innenstaatssekretärin Nicole Steingaß berichtete.

Mithilfe eines systemischen Ansatzes hatte die Revisionsgruppe die Aufarbeitung der Datenbestände noch einmal hinterfragt und den abschließenden Durchgang der Datenaufbereitung kritisch begleitet. „Der aktuelle Prüfungsdurchgang zeigt, dass dabei eine ordentliche Arbeit geleistet wurde. Die Revisionsgruppe kann keine Beanstandungen erkennen“, so Seel. Betrachtet wurden Ministerium, Präsidien und Landeskriminalamt.

Gleichzeitig habe die Überprüfung ergeben, dass die Aktenaufbereitung nicht zu jedem Zeitpunkt ohne Beanstandung ablief. Defizite seien im Bereich des Lagezentrums des Ministeriums erkennbar geworden. „Die Datenaufbereitung im ersten Durchgang war teilweise nicht zielführend angelegt. Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht“, fasste er zusammen. Eine Aufteilung in thematische Bereiche, die Übersichtlichkeit bringen sollte, sei nicht hilfreich gewesen. Sie habe zu Abgrenzungsschwierigkeiten geführt und die Gefahr für Defizite erhöht, so das Fazit.

„Die Aufklärung der Vorgänge war mir von Tag Eins als Minister das dringliche Anliegen. Dem Untersuchungsausschuss und der Öffentlichkeit habe ich zugesagt, diese Aufklärung mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln voranzutreiben“, betonte Innenminister Michael Ebling. Der wichtigste Schluss der Revision sei, dass eine vorsätzliche Nichtvorlage von Akten und Daten nicht erkennbar und die Aktenaufbereitung an allen polizeilichen Stellen von gutem Willen geprägt gewesen sei.

Die aufgezeigten Defizite sieht der Minister jedoch als Aufgabe, die nun entschieden angegangen werde. „Der Aufklärung folgt ein Handlungsauftrag. Mit dem neuen obersten Polizisten des Landes, zu dessen künftigem Referat auch das Lagezentrum gehört, habe ich bereits gesprochen. Es geht um eine gründliche Auswertung des Revisionsberichts, zusammen mit den Polizeibehörden. Es geht um eine strukturierte Einsatznachbereitung, in die sämtliche Polizeibehörden involviert werden, weil wir Lehren für die Zukunft ziehen wollen. Und es geht darum, wie Meldeketten zum Lagezentrum und aus dem Lagezentrum heraus sinnvoll laufen müssen“, beschrieb der Minister die nächsten Schritte.

Es dürfe bei allem aber auch nicht vergessen werden, dass die Katastrophe an der Ahr keine primär polizeiliche Lage gewesen sei. Er sehe es als seine Verpflichtung an, den Katastrophenschutz weiterzuentwickeln und zukunftsfest aufzustellen. „Als erstes gehen wir vor allem die Lagebeurteilung an, denn ein Lagezentrum für den Katastrophenschutz markiert den Neubeginn hin zum neuen Landesamt“, kündigte Ebling an.

Die Revision hatte sich auch noch einmal der Frage gewidmet, warum die Hubschraubervideos dem Untersuchungsausschuss, aber auch dem Innenministerium nicht früher bekannt wurden. Im Polizeipräsidium Einsatz, Logistik und Technik (PP ELT) sowie im Polizeipräsidium Koblenz sei das Thema intensiv aufbereitet worden. „Hier konnte ein individueller Fehler, der auch systemisch an verschiedenen Stellen nicht aufgefallen ist, als Ursache für die fehlende Vorlage identifiziert werden“, so Seel.

Die Revision bemängelt in diesem Zusammenhang auch die unzureichende Dienst- und Fachaufsicht im Bereich der Hubschrauberstaffel sowie eine fehlende Abstimmung der involvierten Polizeibehörden. „Anerkannt wird, dass sich das PP ELT mit Optimierungsmöglichkeiten bezüglich der Abläufe auseinandersetzt und zu diesem Zweck eine Arbeitsgruppe eingerichtet hat“, heißt es im Abschlussbericht.

Kategorien
News

Kreis Euskirchen ist nun Mitglied im „mre-netz regio rhein-ahr“

Euskirchen – Ein starker Verbund gegen multiresistente Keime – Sie sind winzig klein, mit bloßem Augen nicht sichtbar – und können doch schwere Krankheiten verursachen. Bakterien gehören zu unserem Leben dazu, die meisten sind harmlos, andere nicht. Meist helfen Antibiotika gegen bakterielle Erkrankungen, allerdings gibt es immer mehr Bakterien, denen die Medikamenten nichts anhaben können. Diese so genannten „multiresistenten“ Erreger bereiten den Medizinern große Sorgen. Der Kreis Euskirchen hat sich daher jetzt dem Verbund „mre-netz regio rhein-ahr“ angeschlossen, um in diesem Netzwerk gemeinsam Fortschritte in der Bekämpfung der multiresistenten Erreger zu erreichen.

Bei der Vertragsunterzeichnung betonte Landrat Markus Ramers, dass insbesondere die Corona-Pandemie gezeigt habe, wie wichtig eine Kooperation im Bereich des Infektionsschutzes sei. „Neben der eigenen Fachexpertise in den Gesundheitsämtern ist der fachliche Austausch mit der medizinischen Wissenschaft von großer Bedeutung. Wir sind sehr froh, dass wir künftig von der fachlichen Expertise des Hygiene-Institituts des Universitätsklinikums Bonn profitieren können.“

Übertragbare Infektionen und Seuchen stellen schon immer die größte Gefahr und die größte Herausforderung für die öffentliche Gesundheit dar. „Die Coronapandemie verdeutlicht, mit welcher rasanten Geschwindigkeit sich Infektionskrankheiten weltweit verbreiten können“, sagt Christian Ramolla, der Leiter des Kreis-Gesundheitsamtes. „Auch hat uns Corona gelehrt, dass Mikroorganismen, egal ob Bakterien, Viren oder Parasiten in der Lage sind, sich an die Umgebung, den Menschen oder auch an Abwehrmaßnahmen anzupassen.“

Anfang der 2000er Jahre kam es durch zum Teil gedankenlosen Antibiotikaeinsatz zu einer zunehmenden Entwicklung von Antibiotikaresistenzen bei Bakterien. Hierbei entwickeln die Bakterien Abwehrmechanismen gegen eingesetzte Antibiotika, was schwerere Krankheitsverläufe und auch Todesfälle zur Folge hat. In der Folge wurde 2006 ein Strategiepapier durch die Gesundheitsministerkonferenz beschlossen, dass eine bundesweite Gründung von regionalen Netzwerken zur Prävention von multiresistenten Erregern vorsah. In diesen Netzwerken kooperieren niedergelassene Ärzte, Kliniken, Krankenhäuser und der öffentliche Gesundheitsdienst mit dem Ziel, durch Hygienemaßnahmen und überlegten Antibiotikaeinsatz die multiresistenten Bakterien zurückzudrängen. Trotz großer Erfolge in der Forschung und in der Umsetzung der Schutzmaßnahmen erleiden deutschlandweit ca. 55.000 Patienten Infektionen mit multiresistenten Erregern, von denen jährlich rund 2400 Menschen sterben.

Seit 2010 ist der Kreis Euskirchen im Infektionsschutznetzwerk „euPrevent“ organisiert. In dieser Zeit konnte durch Empfehlungen, Schulungen und Zertifizierungen viel erreicht werden. Allerdings hat die Coronapandemie verdeutlicht, dass neben den multiresistenten Keimen auch weitere Erreger eine Gefahr für die Bevölkerung darstellen können. Angefangen bei Umweltkeimen im Trinkwasser, über Legionellen in Kühlanlagen bis hin zu exotischen Erkrankungen, die durch Reisen eingeschleppt werden können, ist das Spektrum riesig.

Nachdem das Netzwerk „euPrevent“ sich ausschließlich der Prävention multiresistenter Keime verschrieben hat, hielten die Verantwortlichen im Kreishaus es für erforderlich, eine weitergehende Kooperation einzugehen. Das Infektionsschutznetzwerk „mre-netz regio rhein-ahr“ ist ein Zusammenschluss von zehn Kreisen, über 200 Pflegeeinrichtungen und 80 Kliniken mit dem Institut für Hygiene und öffentliche Gesundheit des Universitätsklinikums Bonn. Neben der Eindämmung multiresistenter Keime bildet insbesondere die Unterstützung der Kreise bei infektionsmedizinischen Notlagen einen Schwerpunkt.

„Pest, Lepra und Ebola kommen in Westeuropa zwar nur extrem selten vor, stellen dann jedoch die Mitarbeiter des Infektionsschutzes vor große Herausforderungen. Anders als beispielsweise bei Polizei und Feuerwehr gibt es im Infektionsschutz keine überörtliche Hilfe“, so Christian Ramolla. „Die Akteure vor Ort müssen eigenständig Betroffene nach bestem Wissen beraten und Schutzmaßnahmen einleiten. Die Unterstützung der behandelnden Ärzte, das Suchen nach geeigneten Laboratorien und die Planung geeigneter Schutzmaßnahmen stellen gerade bei exotischen Erkrankungen eine besondere Herausforderung dar.“

In all diesen Situationen hilft das „mre-netz regio rhein-ahr“ tatkräftig. So bietet das Netzwerk nicht nur Zertifizierungen für beteiligte Pflegeeinrichtungen und Kliniken oder führt Fortbildungen durch, sondern bietet fachliche Beratung und Unterstützung bei allen infektionsmedizinischen Notlagen. Darüber hinaus unterstützen die Kollegen der Uniklinik Bonn auch Bürger, die spezielle Fragen zu Infektionserkrankungen, zur Hygiene oder Behandlungsmöglichkeiten haben.

Mit der Stärkung des Schwerpunktes infektionsmedizinische Gefahrenabwehr, dem Anschluss an das „mre-netz regio rhein-ahr“ und der in den kommenden zwei Jahren digitalen Transformationen des Gesundheitsamtes baut der Kreis Euskirchen neue Strukturen auf, die auch überregionalen Modellcharakter besitzen. Bürger und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes profitieren zukünftig von diesen Neuerungen nicht nur beim Auftreten exotischer oder komplizierter Infektionen, sondern vor allem durch einen schnelleren und verlässlichen Zugang zu Informationen zu interessanten Hygienethemen.

 

Kategorien
News

Kooperation im Eifelarchiv Mayen

Mayen/Region Vordereifel – Die Archivierung von Unterlagen mit bleibendem Wert gehört nach dem Landesarchivgesetz zu den Pflichtaufgaben einer Kommune. Dazu haben sich die Verbandsgemeinde Vordereifel und die Stadt Mayen, gemeinsam mit dem Geschichts- und Altertumsverein für Mayen und Umgebung e.V. (GAV), zur Archivkooperation Eifelarchiv zusammengeschlossen. Die Archivgemeinschaft an sich besteht bereits seit dem Jahr 2013, bis zu diesem Zeitpunkt wurden die hauseigenen Akten in den Räumlichkeiten der Verbandsgemeindeverwaltung Vordereifel aufbewahrt.

Betreut wird das Eifelarchiv unter anderem durch ehrenamtliche Archivpfleger des GAV sowie vom städtischen Mitarbeiter Stefan Wilden, der auch als Ansprechpartner für die kommunalen Archive fungiert. Kürzlich erfolgte dazu, nachdem im Oktober 2022 die Benutzungs- und Gebührensatzung des Verbandsgemeindearchiv Vordereifel beschlossen wurde, im Rathaus der Verbandsgemeindeverwaltung Vordereifel die offizielle Bestellung der ehrenamtlichen Archivpfleger und die Ermächtigung des städtischen Mitarbeiters Stefan Wilden.

Im Eifelarchiv wird das Archivgut der Kooperationspartner aufbewahrt, erschlossen und nutzbar gemacht. Durch den GAV als Archivkooperationspartner werden insbesondere freiwillige Aufgaben wahrgenommen – Dank des Engagements vieler ehrenamtlich tätiger Mitglieder des GAV.

Außerdem wird Vereinen und Institutionen der Ortsgemeinden die Möglichkeit eröffnet, ihre Archivalien im Eifelarchiv zu hinterlegen. Daneben wird hier auch Geschichte erforscht, Kultur vermittelt und damit die regionale Identität gestärkt. Diese Kooperation zwischen zwei Kommunen und einem Verein ist beispielhaft in Rheinland-Pfalz: Über die Kernaufgaben des Gesetzes hinaus sammeln und sichern die Partner alles Bedeutende für die Geschichte von Stadt und Verbandsgemeinde. So finden nicht nur alte Akten aus den Behörden hier ein neues Zuhause, auch Zeitschriften, Zeitungen, Plakate, Orts- und Lagepläne, Fotos sowie Ton- und Filmmaterial sind hier zu finden.

Die Kooperation bietet allen Beteiligten viele Vorteile, wie z.B. die Bürgernähe und die mögliche Hilfe für private Archive oder den zentralen Findnachweis und die Archivbibliothek.

Das Eifelarchiv befindet sich in den Obergeschossen des Alten Arresthauses in Mayen und hat jeweils mittwochs von 15 bis 18 Uhr für interessierte Bürgerinnen und Bürger geöffnet. Um eine bestmögliche Beratung zu gewährleisten wird um eine vorherige Anmeldung gebeten.

Kategorien
News

Adventsempfang im Weißen Saal des Aachener Rathauses für das Konsularische Korps

Aachen – Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen begrüßte jetzt im Weißen Saal des Aachener Rathauses Vertreter*innen des Konsular Korps Deutschland Corps Consulaire e.V. um Doyen Jakub Wawrzyniak, Generalkonsul der Republik Polen in Köln, zu einem Adventsempfang. Darunter Generalkonsul*innen aus Korea und Tschechien, Honararkonsuln aus Bangladesch, Gambia und Jordanien sowie die Honorarkonsulin Frankreichs, Dr. Angelika Ivens, Geschäftsführerin des Deutsch-Französischen-Kulturinstituts in Aachen.

In ihrer Ansprache sagte die Oberbürgermeisterin: „Wir erleben seit Februar sehr eindringlich, wie wichtig Frieden – auch hier in Europa – ist. Frieden zu stiften und zu erhalten, ist oft mühsam und langwierig. Wir alle müssen uns dafür täglich einsetzen“. Sibylle Keupen dankte den Konsul*innen für ihre Arbeit sowie für ihre Stärken und Fähigkeiten, die sie für eine bessere Welt für alle Menschen einsetzten. Sie erklärte: „Ob es Ihr vielfältiges wirtschaftliches, kulturelles und wissenschaftliches Engagement oder Ihr Engagement für Gleichberechtigung, für Verbrennungsopfer oder für die medizinische Versorgung ist – Sie stehen für den wichtigen Part der Völkerverständigung“.

Das Konsular Korps Deutschland Corps Consulaire e.V. (CCD) ist die freiwillige, bundesweite Vereinigung der Honorar– und Berufskonsuln aller Staaten in Deutschland. Der Doyen ist das höchste protokollarische Amt des Korps; er ist Sprecher der Vereinigung und vertritt die General- und Honorarkonsul*innen nach außen.