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39. KSK-Winterläufe – Entscheidung fällt beim zweiten Winterlauf am 7. Januar 2023

Laacher See – Gute Beteiligung und frostige Temperaturen bei der Auftakt-Veranstaltung der 39. KSK – Winterläufe 2022/2023. Pünktlich zum Auftakt der KSK-Winterläufe hielt der Winter Einzug. Bei frostigen Temperaturen drehten rund 140 Aktive ihre Runden im Beller Wald am Sportplatz. Die Freude, insbesondere der kleinen Gäste war riesengroß, als der Nikolaus im Wald unterwegs war. Für Groß und Klein hatte er ein kleines Geschenk dabei.

Für das leibliche Wohl sorgten fleißige Helfer der LG Laacher See. Neben dem leckeren Kuchenangebot gab es heißen Glühwein und Grillwürstchen. Am Lagerfeuer konnten sich die Gäste nach der Anstrengung aufwärmen und den sportlichen Nachmittag ausklingen lassen.

Es kommt bei den Winterläufen nicht auf die gelaufene Zeit an, sondern auf die Anzahl der zurückgelegten Runden. Eine Runde ist etwa 2,5 km lang. Die Sportler können laufen, walken oder ganz einfach gehen, dies ist auch ein Grund dafür, dass die Winterläufe gerne besucht

Es wurden fleißig Kilometer gesammelt. Nina Bauer, Amina Durben und Diana Hellbrand sind bisher mit 27,5 km, 25 km und 20 km die meisten km bei den Damen gelaufen. Bei den Männern haben Phillipp Pohl, Thierry von Riesen und Gerd Clemens mit 35, 30 und 27,5 km die längste Strecke bewältigt. Man darf also gespannt sein, wer am Ende die fleißigsten Aktiven sind.  Das entscheidet sich beim zweiten Winterlauf am 7. Januar, ab 13:00 Uhr. Die Runden und Kilometer der beiden Läufe werden dann zusammengezählt. Die drei Frauen und Männer, die die meisten km erzielen, erhalten eine Auszeichnung von Intersport Krumholz. Außerdem bekommen alle, die an beiden Winterläufen teilgenommen haben, ein Präsent der KSK Mayen.

Die LG’ler freuen sich schon jetzt auf die Teilnahme von vielen Aktiven. Jeder kann mitmachen. Aus organisatorischen Gründen wird um eine online Voranmeldung gebeten.

Anmeldung, Ergebnisse und weitere Informationen: www.winterlaeufe.de

 

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Politische Verständigung zum Abschluss des „Fit for 55“-Klimapakets

Region/Berlin – Historischer Durchbruch für den Klimaschutz: Ausweitung des EU-Emissionshandels und Einführung eines Klimasozialfonds. Der Europäische Emissionshandel wird auf fast alle Sektoren ausgeweitet, insbesondere auf die Bereiche Gebäude und Verkehr. Darauf haben sich am 18. Dezember das Europäische Parlament, der Rat und die Europäische Kommission im Rahmen der sogenannten Trilog-Verhandlungen geeinigt. Rund drei Viertel aller europäischen CO2-Emissionen sind damit zukünftig an Zertifikate bzw. Emissionsrechte gebunden. Deren Menge sinkt kontinuierlich ab – entsprechend der europäischen Klimaziele.

Mit diesem Durchbruch werden endlich in ganz Europa auch die bislang schwierigen Sektoren Verkehr und Gebäude stärker in die Pflicht genommen. Ein Marktmechanismus sorgt dafür, dass die Preise nicht zu stark ansteigen können und bei über 45 Euro pro Zertifikat abgefedert werden. Die EU hat sich damit auf den zentralen Hebel bei der Absenkung der Treibhausgase bis 2030 geeinigt und ebnet ihren Weg zur vollständigen Treibhausgasneutralität bis 2050.

Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck: „Die EU geht voran beim Klimaschutz und beweist Entschlossenheit – aller Krisen zum Trotz. Die europäische Klimapolitik stellt sicher, dass wir in der EU den Weg zur Klimaneutralität gemeinsam gehen, und sie setzt Maßstäbe für die Umsetzung von Klimapolitik weltweit.“

Um die finanziellen Belastungen der zusätzlichen CO2-Bepreisung für einkommensärmere Haushalte abzufedern, wird ein neuer Klimasozialfonds in Höhe von 65 Milliarden Euro eingerichtet. Mit dem Grenzausgleich und der Stärkung des Innovationsfonds enthält die Einigung auch eine gute Balance bei der Dekarbonisierung der europäischen Industrie: Sie erhält bis 2030 mehr Zeit für die Dekarbonisierung. Die Kommission wird bis 2026 überprüfen, ob diese Regelungen ggf. verändert werden müssen.

Mit der Einigung zum europäischen Emissionshandel ist der größte Teil des Fit-for-55-Programms ausverhandelt. Das Programm enthält alle Maßnahmen, mit der die EU-Mitgliedsstaaten ihre verschärften Klimaziele – die CO2-Emissionen der EU müssen bis 2030 um 55 % gegenüber 1990 absinken – erreichen wollen.

Bundesminister Habeck: „Aus deutscher Sicht ist die Einigung ein Durchbruch für den Klimaschutz, der gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit unserer europäischen Industrie und die soziale Abfederung notwendiger Klimamaßnahmen sichert. Die Beschlüsse zu „Fit for 55″ sind zentral, um die EU unabhängiger von fossilen Energien zu machen. Sie erfordern eine schnellere Transformation, aber fördern auch die dafür notwendigen Investitionen. Außerdem sorgt der Klimasozialfonds dafür, dass der Übergang sozial ausgewogen gestaltet werden kann.“

Schärfere Regeln für den Emissionshandel

Die Trilog-Einigung sieht vor, die Menge der CO2-Zertifikate – die Emissionsrechte – im EU-Emissionshandelssystem (ETS-1) bis 2030 im Vergleich zu 2005 schrittweise um 62 Prozent zu senken (bisher 43 Prozent) Auch die Regeln für die kostenlose Zuteilung von Zertifikaten wurden umfangreich überarbeitet. Insbesondere sollen effiziente Unternehmen künftig von einer kostenlosen Zuteilung profitieren wohingegen ineffiziente Anlagen Kürzungen befürchten müssen, wenn sie keine Effizienzmaßnahmen durchführen. Die kostenlose Zuteilung von Zertifikaten für den Luftfahrtbereich und für bestimmte, besonders im internationalen Wettbewerb stehende Industriesektoren soll stufenweise auslaufen. Außerdem wird der Seeverkehr ab 2024 in den Emissionshandel einbezogen. Damit deckt der ETS-1 dann fast die Hälfte aller europäischen Treibhausgasemissionen und die größten Quellen für klimaschädliche Treibhausgase ab: im Energiesektor, in der energieintensiven Industrie sowie im See- und Luftverkehr.

Ein Teil der Einnahmen fließt in den Innovationsfonds, der Investitionen in klimafreundliche Technologien fördern soll. Im Vergleich zur derzeitigen Größe des Fonds wurden zusätzlich 20 Millionen Zertifikate hinzugefügt, die u.a. aus der Einbeziehung des Seeverkehrs in den ETS-2 gewonnen werden.

Neuer Emissionshandel für Gebäude, Verkehr und Prozesswärme
Die Einigung sieht zudem vor, ab 2027ein neues zusätzliches und eigenständiges Emissionshandelssystem für Gebäude, den Straßenverkehr und Brennstoffe in bestimmten industriellen Sektoren zu schaffen – ähnlich dem nationalen deutschen Brennstoffemissionshandel. Hier ist es auf den letzten Metern noch gelungen, im europäischen ETS zusätzliche Emissionsmengen einzubeziehen. Die hierbei erfassten Emissionen sollten bis 2030 um 43 Prozent im Vergleich zu 2005 reduziert werden. Die Menge der Emissionsrechte soll dabei jährlich um 5,10 Prozent und ab 2028 um 5,38 Prozent jährlich zurückgehen. Kostenlose Emissionsrechte sind nicht vorgesehen, da die Preise von den Brennstoffhändlern an die Verbraucher weitergegeben werden sollen, um die notwendigen Klimaschutzanreize zu erzielen.

Klimasozialfonds
Ein neuer Klimasozialfonds soll den Mitgliedstaaten Finanzmittel zur Verfügung stellen, um die sozialen Auswirkungen des vorgeschlagenen neuen Emissionshandelssystems ETS-II auszugleichen. Der Fonds soll vor allem Maßnahmen und Investitionen in effizientere Gebäude und emissionsärmere Mobilität unterstützen. Die Maßnahmen sollen hauptsächlich einkommensschwächeren Haushalten, Kleinstunternehmen oder Verkehrsteilnehmern zugutekommen. Vorrübergehend kann der Fonds auch direkte Einkommensbeihilfen für besonders vulnerable Haushalte finanzieren.

Der Fonds hat eine Gesamthöhe von 65 Milliarden Euro über eine Laufzeit von 2026-2032 und wird größtenteils aus Einnahmen des neuen ETS II für Gebäude und Straßenverkehr finanziert. Zusätzlich werden die Mitgliedstaaten mit eigenen Haushaltsmitteln zu den durchgeführten Maßnahmen beitragen, sodass insgesamt rund 86 Milliarden Euro für den sozialen Ausgleich zur Verfügung stehen. Durch einen entsprechenden Zuweisungsschlüssel der Gesamtmittel wird zudem ein europaweiter solidarischer Ausgleich zwischen allen Mitgliedsstaaten sichergestellt.

CO2-Grenzausgleich
Wie bereits letzte Woche beschlossen, soll ab dem Jahr 2023 mit einer Testphase von drei Jahren ein CO2-Grenzausgleichsmechanismus eingeführt werden. Dieser „Carbon Border Adjustment Mechanism“ (CBAM) bepreist Importe aus Drittstaaten ohne vergleichbare Klimaschutzanforderungen. Er soll das derzeit zentrale Instrument zum Schutz vor Carbon Leakage, die kostenlose Zuteilung an Emissionszertifikaten, bis 2034 in den von ihm erfassten Sektoren schrittweise ablösen.

Zu Beginn wird der CBAM den Stromsektor sowie einen Großteil der Emissionen folgender Industriesektoren umfassen: Eisen und Stahl, Aluminium, Zement, Düngemittel, Wasserstoff. Die Anzahl der vom CBAM umfassten Produkte soll mit der Zeit ansteigen. Durch den Mechanismus bekommen in Zukunft auch CO2-Emissionen bestimmter energieintensiver Produkte einen Preis, die in die EU importiert werden. Der Mechanismus schafft einen Ausgleich für europäische Unternehmen, die dem EU Emissionshandel (ETS-1) unterliegen, gegenüber Unternehmen aus anderen Wirtschaftsräumen.

Die Verhandlungen zur Stärkung der Vorgaben für erneuerbare Energien und Energieeffizienz sowie einige transportbezogene Gesetze im FitFor55-Paket werden im kommenden Jahr abgeschlossen.

Der jetzt gefundene Kompromiss bringt die Position von Mitgliedstaaten, Europäischem Parlament und Kommission zusammen. Die drei Institutionen haben im sogenannten Trilog-Format verhandelt. Nur wenn alle drei Seiten zustimmen, kann ein Gesetzesvorhaben in Kraft treten. Die Einigung muss nun noch formell in Rat und EP bestätigt werden.

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KSK Euskirchen spendet 5000 Euro an HilfszentrumNRW

Mechernich-Obergartzem – Für viele Menschen, die nicht oder nicht so stark von der Flutkatastrophe betroffen waren, ist längst wieder das Alltagsleben zurückgekehrt. Das trifft allerdings nicht auf alle Menschen zu. „Es gibt weiterhin sehr viele Haushalte, die nach der Entkernung ihres Hauses erst jetzt anfangen können, ihr Heim wohnlich zu gestalten, andere freuen sich, endlich Handwerker gefunden zu haben, die ihnen wieder einen bewohnbaren Raum ermöglichen“, weiß Markus Beimel, der Organisator und Koordinator vom HilfszentrumNRW. Doch glücklicherweise gibt es noch Helfer, die den Betroffenen weiterhin zur Seite stehen.

Zum Beispiel die Hilfsgruppe Zülpich, die unmittelbar nach der Flutkatastrophe am 16. Juli 2021 in Zülpich-Geich gegründet wurde. „Das Ziel war damals wie heute, Betroffene mit notwendigen Dingen wie Lebensmittel, Pflegeartikel oder Baumaterialien zu versorgen, um diesen Menschen nicht zuletzt die Möglichkeit zu geben, ihr Geld in den Wiederaufbau ihrer Immobilie zu stecken“, fügt die stellvertretende Vorsitzende des Hilfszentrums Uschi Khalil hinzu, deren Sohn Sascha Shah Khalil den Vorsitz innehat.

Aufgrund der aktuellen Lage in Deutschland hat die Hilfsgruppe Zülpich ihr Engagement noch vergrößert und das HilfszentrumNRW mit Sitz in Obergartzem gegründet. „Wir wollen zeigen, dass Menschlichkeit existiert, und dass wir uns im Notfall aufeinander verlassen können“, sagt Markus Beimel und verweist vor allem auf seine vielen Mitstreiter und Mitstreiterinnen, ohne die die Hilfeleistung in diesem großen Umfang nicht möglich wäre.

Doch Beimel weiß auch: „Wenn man den Helfern nicht hilft, ist den zu Helfenden auch nicht mehr zu helfen!“ Hilfe für die Helfer kam jetzt von der Kreissparkasse Euskirchen (KSK). Am Samstagmorgen machte sich Karl-Heinz Daniel vom Vorstandssekretariat der KSK auf den Weg nach Obergartzem und überbrachte dem HilfszentrumNRW am Steingrubenweg 8-10, wo der Verein im Gewerbegebiet eine Halle angemietet hat, einen Scheck in Höhe von 5000 Euro.

Markus Beimel und Uschi Khalil freuten sich über die finanzielle Spende, denn auf die Halle in Obergartzem entfallen beispielsweise Miet- und Nebenkosten, die vom Verein aufgebracht werden müssen, damit die Arbeit dort auch in Zukunft weitergehen kann. Karl-Heinz Daniel konnte sich am Samstagmorgen ein detailliertes Bild von der Arbeit des Vereins machen und traf viele ehrenamtliche Helfer an, die sich für die Flutbetroffenen engagierten. „Es kamen regelmäßig Menschen, um sich mit Konserven, Kartoffeln, Nudeln oder sonstigen lebensnotwendigen Artikeln einzudecken“, so Daniel. Versorgt würden Menschen aus der gesamten Region, überwiegend jedoch aus dem Kreis Euskirchen.

Besonders freute Daniel die Geste, dass sich die Hilfesuchenden auch einen Weihnachtsbaum mitnehmen konnten. Die zahlreichen Bäume waren von Klara Müller und ihrer Familie aus dem Hunsrück gespendet worden. Denn bei all den Kosten für den Wiederaufbau können sich viele derzeit keinen Christbaum leisten. „Schön war es vor allem zu sehen, dass zwischen den Besuchern und den ehrenamtlichen Helfern freundschaftliche Beziehungen entstanden sind“, so Daniel, der betonte, dass die KSK das HilfszentrumNRW sehr gern unterstützt habe: „Wir haben einen Leitsatz bei der Kreissparkasse, nämlich, dass wir unsere Unterstützung besonders gern dann anbieten, wenn Bürgerinnen und Bürger von sich aus aktiv werden und ehrenamtliches Engagement an den Tag legen“, so Daniel. So könne man sich stets sicher sein, dass diese Hilfe sinnvoll und nachhaltig sei.

Eine Organisation wie das HilfszentrumNRW bleibt auch weiterhin auf Geldspenden angewiesen. Wer spenden möchte, der findet auf der Homepage die entsprechenden Spendenkonten. Der gemeinnützige Verein kann selbstverständlich auch Spendenquittungen für Private und Unternehmer ausstellen.

Neben dem Scheck hatte Daniel noch einige Überraschungen für die Weihnachtstüten mit dabei, die an die von der Flut betroffenen Kinder ausgegeben wurden. Die Öffnungszeiten des Hilfszentrums sind wie folgt: Dienstag, Donnerstag und Freitag ist das Zentrum von 9 bis 13 Uhr und jeden zweiten Samstag im Monat von 9 bis 12 Uhr geöffnet ( Text: Eifeler Presse Agentur ).

Weitere Informationen gibt es unter: www.hilfszentrumnrw.de 

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Nutzung von Flächen für die Energie-Erzeugung in der Verbandsgemeinde Kaisersesch

Kaisersesch – Energiewende und Autonomie – Die aktuelle Lage am Energiemarkt führt uns täglich vor Augen, wie wichtig es ist, die Energiequellen vor Ort zu nutzen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien spielt dabei eine wichtige Rolle, insbesondere um zukünftig eine gewisse Unabhängigkeit von internationalen Märkten zu schaffen. Dabei muss sorgfältig ausgewählt werden, welche Flächen künftig eine Umnutzung zur Erzeugung von regenerativen Energien erfahren sollen. Dabei ist jede Änderung in der Nutzung in Einklang mit der Land- und Forstwirtschaft sowie mit dem Natur- und Umweltschutz zu bringen. Nur so kommt es nicht zu ungewollten Eingriffen und die Akzeptanz in der Bevölkerung wird gefördert.

Baurecht:

Eine Umnutzung von Flächen zur Energieerzeugung ist deshalb nur nach Abwägung in Bauleitplanungsverfahren möglich. Inhaber dieser Planungsrechte sind zum einen die jeweilige Gemeinde in Bezug auf die Bebauungspläne und zum anderen die Verbandsgemeinde in Bezug auf die Flächennutzungsplanung.

Die Gemeinden haben die Möglichkeit, dieses Recht zur Steuerung der Energiemengen und zur Aufwertung der regionalen Wertschöpfung zu nutzen. So ist es Ziel der Gemeinden, Verbandsgemeinden und des Landkreises, im Rahmen der neu gegründeten Kreisenergiegesellschaft Cochem-Zell GmbH sowohl die Bürger*innen mit krisensicherem und günstigem Regionalstrom zu versorgen, als auch die Wertschöpfung in Form von Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen in der Region zu halten.

Sozialisierung von Einnahmen:

Neben dem Betreiben der Anlagen und der Verpachtung von Flächen halten wir eine Sozialisierung sowohl der Betriebseinnahmen als auch der Pachteinnahmen für notwendig, damit die Akzeptanz auch bei den Bürger*innen erreicht wird. Eine vorschnelle Verpachtung von Flächen an Projektierer, ohne eine Beteiligung der Gemeinden, ist hier nicht zielführend. PV-Freiflächenanlagen können nur errichtet werden, wenn die Flächen auch als solche nach dem Baurecht ausgewiesen sind. Das heißt, ohne Zustimmung der jeweiligen Gemeinde wird keine PV-Freiflächenanlage in der Verbandsgemeinde Kaisersesch entstehen.

Fazit:

Energiewende, die wirklich den Bürger*innen vor Ort dient, wird nur in einer Solidargemeinschaft mit den Gemeinden, den Grundstückseigentümer*innen und den Bürger*innen gelingen.

Die Gemeinden werden konkret über Bebauungspläne entscheiden. Es werden nur dort Flächen für Energieproduktion entstehen, wo auch die Interessen der Allgemeinheit verfolgt werden. Hier haben die Gemeinden durch den Gesetzgeber eine starke Stellung und können somit autonom entscheiden, ob und wo sie Flächen ausweisen.

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Weingut an der Ahr liest nach vielen Jahren wieder Eiswein

Ahrweiler – Frostige Nächte und zufriedene Winzer. Der lange Sommer und der prächtige Herbst an der Ahr haben kerngesundes Traubenmaterial möglich gemacht. Eigentlich die besten Bedingungen für eine Eisweinlese im Winter. Allerdings waren in den letzten Jahren die Dezember meist von Temperaturen über dem Gefrierpunkt geprägt.

Eisweinlese am Bachemer Karlskopf bei minus 8,5 °Celsius. Foto: Weingut Peter Kriechel

Umso schöner, dass trotz widersprüchlicher Wettervorhersagen in der Nacht auf den 13. Dezember auf der Lauer gelegen wurde, um das Thermometer zu beobachten. Belohnt wurde dieser Eifer beim Weingut Peter Kriechel aus Ahrweiler, denn die Temperaturen fielen auf minus 8,5 Grad Celsius und so konnten gefrorene Spätburgunder-Beeren in der Einzellage Bachemer Karlskopf geerntet werden. Eine Erfolgsmeldung, wie es sie schon einige Jahre an der Ahr nicht mehr gegeben hat.

Damit die Trauben für Eiswein verwendet werden können, braucht es minus sieben Grad oder weniger, denn erst dann sind die Trauben komplett gefroren. Für einen perfekten Eisweinjahrgang ist einerseits wichtig, dass die Trauben gesund und ohne Botrytis (Edelfäule) den Herbst überdauern. Andererseits darf die Eiseskälte nicht zu lange auf sich warten lassen, denn sonst leidet die Qualität. Besonders wenn die Trauben mehrfach frieren und bei Sonne wieder auftauen, geht Geschmack verloren. Bei minus sieben bis minus acht Grad frieren die Wasseranteile in den Trauben und nur der süßeste und beste Extrakt bleibt flüssig. Kein Wunder also, dass für das Weingut Kriechel von einer Erntemenge mit rund 750 Kilogramm nur rund 100 Liter Eiswein übrigbleiben.

Das Ergebnis ist eine international gefragte Rarität, die problemlos mehrere Jahrzehnte gelagert werden kann. Somit können Weinenthusiasten und Liebhaber des drittkleinsten, deutschen Weinanbaugebiets in den kommenden Jahren nach dem einzigartigen 2022er Eiswein von der Ahr Ausschau halten.

 

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DRK Euskirchen hatte zum Jahresausklang der Rotkreuz-Bildungs-Landschaft nach Vogelsang eingeladen

Vogelsang/Euskirchen – Bäume, Blätter, Tannenzapfen – Kinder haben noch diese wunderbare Gabe, allen Dingen Gefühle zuzuordnen. „Und wenn so ein Baum Gefühle hat, dann ist es viel einfacher, den Kindern den respektvollen Umgang mit der Natur und der Umwelt zu vermitteln“, sagt Jan Schmitz. Der Leiter des DRK-Waldkindergartens „Buchfinken“ aus Blankenheim-Mülheim schaffte es daher spielend leicht während des Jahresausklangs der Rotkreuz-Bildungslandschaft in Vogelsang, alltägliches Kita-Handeln einzuordnen in die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, die die Vereinten Nationen definiert haben.

Es war ein interessantes Programm, dass das Team der Rotkreuz-Bildungsakademie und der Familienbildung um Bereichsleiter Patrick Dost zusammengestellt hatte. Bereits zum sechsten Mal hatten sie Rotkreuzler, Mitarbeiter von Kitas und Familienzentren sowie Kooperationspartner eingeladen, um zu netzwerken, um das Jahresprogramm 2023 zu präsentieren und sich gemeinsam über das Thema Nachhaltigkeit auszutauschen.

17 weltweite Nachhaltigkeitsziele

Den Anfang machte Referentin Heike Schmitz vom Kreis Euskirchen. Sie nahm die Besucherinnen und Besucher mit auf einen Parforceritt durch die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Diese reichen von der Armutsbekämpfung über hochwertige Bildung, Geschlechtergleichheit und bezahlbarer Energieversorgung bis hin zu nachhaltigen Kommunen, respektvollem Umgang mit dem Leben und Partnerschaften über die nationalen Grenzen hinweg. Als sie dann konkrete Maßnahmen des Kreises Euskirchen präsentierte, wurde der rote Faden sichtbar, der sich durch den Vormittag ziehen sollte: Nachhaltigkeit fängt im Kleinen an, um die großen Ziele gemeinsam zu erreichen.

Hier sah auch DRK-Geschäftsführer Rolf Klöcker das Rote Kreuz in einer besonderen Verantwortung. Als weltweite Organisation könne das DRK die weltweiten Ziele in den Einheiten vor Ort konkret umsetzen. Für Klöcker ist Nachhaltigkeit ohnehin ein Aspekt, der bestens zum DRK passt, weil es dabei auch immer um Menschlichkeit und soziale Verantwortung geht. „Nachhaltigkeit bedeutet schließlich nichts anderes, als die Bedürfnisse der Gegenwart zu befriedigen, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu beeinträchtigen“, so der Geschäftsführer.

„Erste Hilfe fürs Klima“

Stellvertretend für die künftige Generation war Maria Steffen ans Rednerpult getreten und präsentierte das Projekt „Erste Hilfe fürs Klima“. Unterstützt vom „Rotary-Club“ Euskirchen haben sich an mehreren Wochenenden Schüler mit den Veränderungen des Weltklimas befasst, Kunstprojekte umgesetzt oder gemeinsam ein Projektheft mit klimafreundlichen Rezepten oder Nachhaltigkeits-Tipps und -Tricks realisiert. Gedruckt werde das allerdings nicht, weil es eine Online-Version nachhaltiger sei, so Maria Steffen, für die eine Erkenntnis aus dem Projekt besonders war: „Viele brauchten einen Schubs, eine kleine Initialzündung, um die Initiative zu ergreifen und Projekte zur Nachhaltigkeit auch wirklich anzugehen“.

Im Kleinen, versteht sich, aber immer eingeordnet in die großen Ziele. Das wurde auch in einer kurzen Runde mit den Gästen des Jahresabschlusses deutlich. Hier führt ein Kindergarten stromfreie Tage ein, dort ist nachhaltiges Handeln fest in der Kita-Konzeption verankert und wieder woanders wird der eigene Garten gepflegt. Ein solcher entsteht auch in Groß-Vernich. Davon zeugte ein Film, der am Vormittag gezeigt wurde. „Wir wollen Familien für Natur begeistern und mit ihnen einen Nutz- und Entdeckungsgarten schaffen, in dem jeder willkommen ist“, erklärte Heike Iven, die Leiterin des DRK-Familienbildungswerks im Kreis Euskirchen, in dem Film. Ein spannendes Projekt, das im Januar fortgesetzt wird.

Für Jan Schmitz und die Kinder des Waldkindergartens Buchfinken braucht es keinen Garten. Sie haben ihren Wald, in dem sie Bäumen, Blättern und Tannenzapfen Gefühle zuordnen und dabei spielerisch lernen, pfleglich und nachhaltig mit der Umwelt und der Natur umzugehen.

Das Jahresprogramm 2023

Während der Veranstaltung in Vogelsang präsentierten Bereichsleiter Patrick Dost und sein Team auch das Programm 2023 der Rotkreuz-Bildungsakademie und der Familienbildung. Auf 155 prall gefüllten Seiten finden sich Angebote für Eltern & Kinder, für Bewegung Entspannung & Gesundheit, für politische, kulturelle und allgemeine Bildung oder für berufliche Qualifizierung. Das Programm wird in den elf Kommunen des Kreises, bei den Kreissparkassen und verschiedenen anderen Partnern ausgelegt. Zudem finden sich alle Angebote auf der Internetseite des DRK im Kreis Euskirchen unter: www.drk-eu.de

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Polizei und Stadt Aachen nehmen „Gemeinsame Anlaufstelle“ am Bushof in Betrieb

Aachen – Für mehr Sicherheit und Ordnung – Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen und Polizeipräsident Dirk Weinspach loben bei der Eröffnung die seit vielen Jahren bewährte Kooperation der Behörden, die mit der Gemeinsamen Anlaufstelle noch enger wird. Von der Anzeige bis zur Fundsache: Bürger*innen können die neue Dienststelle montags bis samstags von 7 bis 21 Uhr ansteuern.

Die Tür gleitet auf und nach wenigen Metern stehen Bürger*innen im modernen Empfangsraum der neuen „Gemeinsamen Anlaufstelle“ von Polizei und Stadt Aachen. Draußen vor der Glasfront pulsiert das Leben. Busse rollen im Minutentakt die Peterstraße entlang, zahllose Passanten strömen übers Pflaster. Rund um Aachens Bushof ist immer etwas los. Leider nicht nur Gutes. Das wissen auch Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen und Polizeipräsident Dirk Weinspach. Deswegen haben sich die beiden Behörden vor einigen Jahren auf den Weg gemacht, um direkt am „Hotspot“ der Innenstadt, in einem von vielen als Problembereich bezeichneten Umfeld eine neue Präsenz aufzubauen. Das ambitionierte Ziel lautete: eine „Gemeinsame Anlaufstelle“, in der Polizei und Fachbereich Sicherheit und Ordnung gemeinsam für die Bürger*innen da sind, um so das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung vor Ort spürbar zu verbessern. An diesem Donnerstagnachmittag (15. Dezember) im Advent freuen sich Keupen und Weinspach, dass sie die offizielle Inbetriebnahme der Anlaufstelle verkünden können.

Sichtbar, was längst sichtbar ist: Schulterschluss zwischen den Behörden

Sibylle Keupen sagte zur Eröffnung: „Ich danke allen Mitarbeitenden bei Polizei und Stadt Aachen, die das Projekt während der gesamten Laufzeit unermüdlich unterstützt haben. Die „Gemeinsame Anlaufstelle“ stärkt die gute Zusammenarbeit unserer beiden Behörden weiter. Mit der Anlaufstelle machen wir den Bushof zu einem sichereren Ort in Aachen. Wir schaffen für die Menschen dort ein konkretes Hilfsangebot. Dies ist auch ein Signal an die Bürgerinnen und Bürger: Wir bieten Hilfe dort an, wo Sie uns brauchen.“

Dirk Weinspach bekräftigt die Aussage und ergänzt: „Mit der gemeinsamen Anlaufstelle wird sichtbar, was längst sichtbar ist: der enge Schulterschlusszwischen den Ordnungskräften, der Stadt und der Polizei. Wir setzen ein Zeichen dafür, dass wir ansprechbar sind, wo wir gebraucht werden und dass wir dort sind, wo wir gebraucht werden. Insofern markiert die Anlaufstelle einen weiteren wichtigen Schritt in dieser Zusammenarbeit. Erklärtes Ziel ist es, den Bürgerinnen und Bürgern mehr Sicherheit und Ordnung rund um Kaiserplatz und den Bushof zu bieten.“

Den Innenstadtbereich im Umfeld des Bushofs passieren täglich weit über 70.000 Bürger*innen und Besucher*innen der Stadt Aachen.Hier treffen beispielsweise Menschen mit ausgeprägten und vielseitigen sozialen Problemen auf diejenigen, die in diesem Bereich leben, arbeiten oder den Bushof als Knotenpunkt des ÖPNV nutzen. Diese beispielhaften Konfliktsituationen wirken sich belastend auf das allgemeine Sicherheitsgefühl aus und sind eine besondere Herausforderung, wenn es um die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung geht.

Polizei Aachen und die Stadt Aachen arbeiten in einer etablierten Ordnungspartnerschaft bereits seit vielen Jahren zusammen, um diesen Entwicklungen zu begegnen. Eine wichtige Säule des Maßnahmenkatalogs lautete daher in der logischen Konsequenz, eine „Gemeinsamen Anlaufstelle“ einzurichten. Diese finden die Menschen nun im Erdgeschoss der Peterstraße 44-46. Primäres Ziel dieser „Gemeinsamen Anlaufstelle“ ist es, eine noch engere verzahnte Zusammenarbeit zu schaffen, um so den Bürger*innen ein Plus an Sicherheit und Ordnung rund um den Bushof zu bieten.

Umfassende Sicherheitskooperation

Inmitten des Brennpunktes sollen ordnungsbehördliche und polizeiliche Maßnahmen effektiv gebündelt und die jetzt schon bestehende Zusammenarbeit weiter gefördert und intensiviert werden. Der erste Schritt dieses Konzepts wurde bereits Ende des Jahres 2020 mit dem Umzug des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung in die Verwaltungsgebäude Peterstraße 44-46 sowie Blondelstraße 9-21 umgesetzt. Im Jahr 2021 begann im zweiten Schritt im Erdgeschoss der Umbau eines ehemaligen Geschäftslokals in eine moderne und zukunftsorientierte „Gemeinsame Anlaufstelle“. Zusätzlich wurden auf der dritten Etage des Gebäudes weitere Diensträume für die Polizei geschaffen. Die inhaltliche Gestaltung der Zusammenarbeit wurde auf Basis der Zusammenarbeitsvereinbarung nach intensivem Austausch in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe durch Oberbürgermeisterin Sybille Keupen und Polizeipräsident Dirk Weinspach besiegelt.

Nachdem alle Umbauarbeiten fertiggestellt, alle Abstimmungen getroffen und Umzüge abgeschlossen sind, konnte die „Gemeinsame Anlaufstelle“ jetzt offiziell eröffnen. Ab dem 16. Dezember 2022 wird die Dienststelle montags bis samstags im Zeitraum von 7 bis 21 Uhr zur Verfügung stehen. An Heiligabend und an Silvester gelten die Öffnungszeiten von 7 Uhr bis 15 Uhr.

Mit diesem Zeitpunkt können Bürger*innen unter anderem im direkten Austausch mit Kolleg*innen der Polizei und des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung Anzeigen erstatten, Meldungen und Beschwerden äußern und Hilfestellungen bei zahlreichen polizeilichen und ordnungsbehördlichen Angelegenheiten erhalten.

Die enge Zusammenarbeit wird sich auch in Zukunft nicht allein auf die „Gemeinsame Anlaufstelle“ beschränken. So werden die gemeinsamen Streifen intensiviert und gezielte anlassbezogene Schwerpunktkontrollen geplant und durchgeführt.

Der städtische Fachbereich Sicherheit und Ordnung geht die Aufgaben im neuen Umfeld voller Freude und Tatendrang an. Susanne Aumann, stellvertretende Leiterin, betonte zugleich: „Die Ordnungspartnerschaft beginnt nicht erst heute, denn wir sind im Schulterschluss schon viele Jahre für Aachen im Einsatz. Mit der gemeinsamen Anlaufstelle rücken die Schreibtische und das Kollegium noch ein Stück näher zusammen. Hier am Standort sind wir für die Bevölkerung ansprechbar und können die übergreifende Zusammenarbeit weiter vertiefen.“

Auch Polizeidirektor Bernd Heller, Leiter der Polizeiinspektion 1 lobt die Zusammenarbeit und sieht in der gemeinsamen Anlaufstelle einen weiteren wichtigen Schritt: „In der jahrelangen guten Zusammenarbeit mit der Stadt Aachen wird jetzt ein neues und sehr wichtiges Kapitel aufgeschlagen: die „Gemeinsame Anlaufstelle“ in der Peterstraße. Mit dieser Anlaufstelle bieten wir den Bürgerinnen und Bürgern eine neue Adresse, in der sie Ordnungsamt und Polizei vereint unter einem Dach vorfinden. Die Einsatzkräfte von Stadt Aachen und Polizei Aachen rücken somit auch räumlich näher zusammen und zeigen damit starke Präsenz in der Innenstadt: dort, wo wir gebraucht werden.“

Infos zur „Gemeinsamen Anlaufstelle“ im Internet: www.aachen.de/anlaufstelle

 

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Rund 15 Millionen Euro für Schulneubau in Mechernich-Firmenich – Eine Schule wie ein Schmetterling

Mechernich/Firmenich-Obergartzem – Als Raupe einschulen und als Schmetterling zur weiterführenden Schule flattern – ein schönes Bild, das Holger Biesel auf seinen Präsentationsfolien zum Neubau für die Grundschule in Firmenich gezeichnet hat. Inspiriert wurde das Bild von dem geplanten Baukörper, den der Architekt des Andernacher Büros Rumpf den Mitgliedern des Rates präsentierte.

Dabei ist die Form eigentlich erst dadurch entstanden, dass die Planungen einerseits eine neue, heute übliche Schulkonzeption berücksichtigen mussten und andererseits darauf ausgelegt sind, eine problemlose Erweiterung zu ermöglichen. Denn der Bedarf scheint rasant zu wachsen. Das wurde auch bei den Planungen für den Kita-Neubau deutlich, die nach Rücksprache mit dem Kreis Euskirchen bereits auf eine fünfgruppige Einrichtung ausgelegt sind.

„Wie eine WG“

Doch zunächst zur geplanten Schule, die – um im Bild zu bleiben – noch im Raupenstadium steckt. Architekt Holger Biesel vermochte es durch seine Ausführungen in der Kommerner Bürgerhalle allerdings, den späteren Schmetterling vor den Augen der Zuhörer entstehen zu lassen. So soll die Schule zunächst dreizügig gebaut werden. Das besondere daran: Die klassische Flurschule ist passé, stattdessen entstehen moderne und offene Lernlandschaften. „Das kann man sich vorstellen wie eine WG“, erläuterte der Andernacher Architekt.

Um den offenen Lernbereich herum werden Klassen-, Förder-, Fach- und Ruheräume ebenso gruppiert, wie Garderoben, Lager und Sanitäranlagen. So erhält jeder Jahrgang einen eigenen Flügel mit der notwendigen Infrastruktur. Verbunden werden diese zweigeschossigen Flügel, die Klassen 1 und 2 im Erdgeschoss und die Klassen 3 und 4 im ersten Obergeschoss, durch eine Pausenhalle, die multifunktional genutzt werden kann.

Multifunktionalität ist ohnehin das Stichwort, das sich durch den kompletten Schulneubau zieht. So weisen die Klassen eine quadratische Form auf, um multifunktional möbliert zu werden. „Das ermöglicht zahlreiche Varianten der Bestuhlung und Beschulung“, führte Holger Biesel aus. Gleichzeitig drückt sich die Mehrfachnutzung auch dadurch aus, dass die Offene Ganztagsbetreuung (OGS) ebenfalls in den offenen Lernlandschaften stattfinden kann.

Mensa für Drei-Schicht-Betrieb

Auch im Verwaltungstrakt, der gemeinsam mit der Mensa, in einem weiteren Baukörper, der sozusagen den Hinterleib des Schmetterlings bildet, Platz findet, verschmelzen Lehrerzimmer und Räume für das OGS-Team. „Das ist so gewünscht“, erläuterte der Architekt, der noch einige Details über die neue Schule mitgebracht hatte.

So wird die Mensa über etwas mehr als 144 Plätz verfügen. Die Größe ist dabei so ausgelegt, dass selbst bei einer Vierzügigkeit in nicht mehr als drei Schichten gegessen werden kann. Der Gebäudeteil kann sogar als Veranstaltungsraum mit bis zu 220 Sitzplätzen und Bühne genutzt werden.

Besonders ist zudem, dass die Klassen rund um die Lernlandschaften mit Scheiben ausgestattet werden, damit die Lehrer alles im Blick behalten können. Zudem werden in der Schule nur noch digitale Tafeln verbaut. Die Ausrichtung des Gebäudes ist daher so geplant, dass die Sonneneinstrahlung die Tafeln nicht beeinträchtigt, so dass auf einen äußeren Sonnenschutz verzichtet werden kann, der oft bei geringen Windstärken bereits automatisch hochfährt. Die Barrierefreiheit des Neubaus wird über einen Aufzug sichergestellt. Zudem wird es in jedem Geschoss ein Pflegebad geben.

Frischeküche in der Kita

Für den Schulsport ist zudem der Neubau einer 27 x 30 Meter großen Sporthalle geplant, die auch von Vereinen genutzt werden soll. Die Halle mit den zwei Feldern wird aktuell mit einem Preis von rund 4,5 Millionen Euro taxiert. Die Baukosten für die Schule geben die Planer nach derzeitigem Stand mit rund 15 Millionen Euro an. Durch Landesförderung und Versicherungsleistungen durch die Flut muss die Stadt Mechernich für den Um- und Ausbau der Kita mit Kosten von rund 375.000 Euro rechnen. Denn auch hier soll einiges geschehen.

Das ehemalige Dorfgemeinschaftshaus soll umgebaut werden und künftig eine Kita-Gruppe sowie eine Küche mit Nebenräumen beherbergen. „Dort soll frisch gekocht werden“, berichtete Architekt Holger Biesel. Der Raum, in dem aktuell noch der DODO-Treff untergebracht ist, wird später ein Mehrzweckraum für die Kita sein. Die vier weiteren Gruppen erhalten Platz in einem zweigeschossigen Anbau, der neben dem Bestandgebäude in die Höhe wachsen soll, dort, wo heute noch eine Nestschaukel schwingt.

„Die Planungen sehen vor, dass die Bauarbeiten für Kita, Sporthalle und Schule Ende 2023 beginnen sollen“, sagt der städtische Projektleiter Christoph Breuer, der sehr zufrieden war, dass die Politik die Pläne so positiv gewürdigt hat. Mit dem Schuljahresbeginn 2025 soll die neue Schule demnach an den Start gehen. Es braucht halt seine Zeit von der Raupe bis zum Schmetterling.

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Eifelkreis Bitburg Prüm bietet als 1. Kommune in Rheinland-Pfalz neue Digitalleistung für Personen- und Güterverkehr an

Bitburg – Beantragung einer Fahrtenschreiberkarte im Eifelkreis jetzt online möglich. Im Zuge des Onlinezugangsgesetzes (OZG) wurde nun im Eifelkreis Bitburg-Prüm eine weitere Leistung freigeschaltet: Ab sofort können Inhaber von Fuhrunternehmen eine Unternehmenskarte sowie Fahrerinnen und Fahrer im gewerblichen Personen- und Güterverkehr Fahrerkarten und Werkstattkarten online beantragen. Wie Landrat Andreas Kruppert betont, bietet der Eifelkreis diese Leistung dank des Engagements ihres Digitalisierungsbeauftragten und des zuständigen Fachamts, als erste Kommune in Rheinland-Pfalz an.

Eine Unternehmenskarte wird an die in der Personen- und Güterbeförderung tätigen Unternehmen ausgegeben. Somit können die im EU-Fahrtenschreiber gespeicherten Daten angezeigt, übertragen und ausgedruckt werden. Auf der Fahrerkarte werden die Lenk- und Ruhezeiten der Fahrerinnen und Fahrer aufgezeichnet. Die Werkstattkarte wird den Fachkräften anerkannter Werkstätten, Herstellern von EU-Fahrtenschreibern sowie Fahrzeugherstellern ausgestellt.

Bei Nutzung der Online-Ausweisfunktion des Personalausweises oder des elektronischen Aufenthaltstitels kann der gesamte Prozess online abgewickelt werden. Alle erforderlichen Nachweise können digital eingereicht werden. Der Onlineantrag beinhaltet zusätzlich eine EPayment-Anbindung, sodass die Verwaltungsgebühr online bezahlt werden kann. Der Onlineantrag kann über die Homepage der Kreisverwaltung unter www.bitburg-pruem.de sowie die verbundene Bürgerplattform www.rlpdirekt.de aufgerufen werden.

Die technische und fachliche Entwicklung der Online-Dienste „Fahrtenschreiber“ wurde vom hessischen Wirtschaftsministerium (HMWEVW) in Kooperation mit dem bayrischen IT-Dienstleister AKDB realisiert.

Das Onlinezugangsgesetz (OZG) verpflichtet Bund, Länder und Kommunen, alle Verwaltungsleistungen nutzerfreundlich und digital anzubieten. Die Online-Dienste werden nach dem Prinzip „EfA – Einer für Alle“ zentral attraktiv und nutzerfreundlich entwickelt und dann den übrigen Verwaltungen zur Verfügung gestellt. Die Kreisverwaltung des Eifelkreises ist hierbei einer von mehreren Akteuren, die als Pilotkommune in Rheinland-Pfalz einzelne Dienstleistungen digitalisiert und online anbietet.

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Das Jülicher Familienzentrum Purzelbaum ist im Rennen um den Titel „Kita des Jahres“

Jülich – Das Familienzentrum Purzelbaum in Jülich gehört zu den zehn Finalisten des Deutschen Kita-Preises und kann „Kita des Jahres“ werden. Sie ist die einzige Kita in Nordrhein-Westfalen, die es in diese Top-Ten geschafft hat. Im Mai wird die Gewinner-Kita gekürt, die sich dann neben dem Sieg auch über 25.000 Euro freuen kann. Weitere vier Kitas erhalten 10.000 Euro als zweiten Preis.

„Herzlichen Glückwunsch zu dieser Nominierung. Sie zeigt einmal mehr, wie hochwertig und exzellent die Pädagogik und Kinderbetreuung hier ist. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg, sie hätten die Auszeichnung mehr als verdient“, sagte Landrat Spelthahn, als er der Kita-Leiterin Stefanie Kleinermanns und ihrem Team vor Ort persönlich zu der Nominierung gratulierte.

Im Familienzentrum spielen und lernen Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam fürs Leben. Die Teilhabe wird hier jedem Kind durch besondere Betreuung ermöglicht – die Kinder leben Inklusion und jeder Mensch wird hier so aufgenommen, wie er ist. Vielfalt ist die Stärke der Kita. Das multiprofessionelle Team um Stefanie Kleinermanns sorgt dafür, dass die Stimme der Kinder gehört wird. Dies sind nur einige der Faktoren, weshalb die Kita nominiert wurde. „Das Team ermöglicht Selbsttätigkeit in einem herzlichen Rahmen einer Kita, die mehr ein zu Hause als eine Institution ist. Dabei werden alle mitgenommen, Eltern, Kinder und die Mitarbeitenden“, lobt Stephanie Wentz, pädagogische Leiterin des Familienzentrums, das in Trägerschaft der Kindertagesbetreuung Kreismäuse AöR ist, einer Einrichtung des Kreises Düren. Auch die Hausbesuche bei den Eltern, bevor das Kind in die Kita kommt, gehören zu dem Konzept des Familienzentrums, um eine gute Zusammenarbeit zu stärken. „Die Eltern geben das Wertvollste, was sie haben, in die Obhut anderer Menschen. Vertrauen ist hierbei sehr wichtig, damit sich Eltern und Kinder wohlfühlen“, weiß Elke Ricken-Melchert vom Träger-Vorstand der Kreismäuse.

Im Frühjahr werden Expertinnen und Experten im Rahmen des Wettbewerbes die Jülicher Kita besuchen und sich bei einem zweitägigen Besuch ein umfangreiches Bild von der Arbeit vor Ort machen. Der Deutsche- Kita Preis ist eine gemeinsame Aktion vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frau und Jugend sowie von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung.

Übrigens: Die Kreismäuse suchen immer wieder Verstärkung im Team. Alle Stellenausschreibungen gibt es unter:   www.kita-kreis-dueren.de