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Neues Angebot von Caritas, Maltesern und Pfarrei in Bad Neuenahr-Ahrweiler eröffnet

Bad Neuenahr-Ahrweiler – „Waschbar“ bietet nicht nur saubere Kleidung. Relativ unauffällig stehen die Container neben der Rosenkranzkirche von Bad Neuenahr-Ahrweiler. Genau dort wurde jetzt die „Waschbar“ für Bürgerinnen und Bürger aus dem Ahrtal eröffnet. Vier Waschmaschinen, vier Wäschetrockner und Waschmittel stehen kostenlos für jene bereit, die in ihren Wohnungen noch keine Waschmöglichkeiten haben – und das sind viele Menschen, obwohl die Flutkatastrophe schon eineinhalb Jahre zurückliegt.

Die Initiative ins Leben gerufen haben die Fluthilfen des Caritasverbandes Rhein-Mosel-Ahr und des Malteser Hilfsdienstes sowie die katholische Pfarrei Bad Neuenahr-Ahrweiler. Für Priester Heiko Marquardsen ist es beruhigend, mit der Caritas und den Maltesern zwei kompetente Partner in Sachen Flutbewältigung an der Seite zu wissen: „Ich bin sehr froh, dass wir im letzten Jahr so gut gestartet sind und dass es weiterwächst. Da ist eine sehr positive Energie.“ Caritas-Geschäftsführer Richard Stahl schließt sich dem gerne an: „Wir haben gut zusammengefunden.“ Und Wolfgang Heidinger, Projektleiter der Malteser-Fluthilfe dankte, dass die Malteser „so gut aufgenommen wurden und wir im Kontakt mit der Caritas Ideen entwickelt haben und langfristig, mindestens für zwei Jahre, zusammenarbeiten.“ Gemeinsam seien längere Aktivitäten und weitere Beratungsangebote geplant. So kann, während es in der Waschmaschine beim Schleudergang rundgeht, in der Container-Begegnungsstube bei einer heißen Tasse Tee ein Plausch mit anderen Wartenden oder ein Gespräch mit einer professionellen Mitarbeiterin gesucht werden. Und es darf über alles gesprochen werden. Ganz praktisch zeigen die Beraterinnen aber auch, wie die Maschinen zu bedienen sind und wo das Waschpulver steht.

Malteserorden-Plakette geht an Caritas-Fluthilfekoordinatorin

Zur Eröffnung der „Waschbar“ überreichte Heidinger der Caritas-Fluthilfekoordinatorin Silvia Plum die Malteserorden-Plakette für die gute Zusammenarbeit. Plum zeigte sich überrascht aber sehr erfreut über die Dankplakette und sagte: „Es ist mir immer eine Freude, mit so viel Leichtigkeit und kreativen Ideen gemeinsame Projekte auf die Beine zu stellen. Die Zusammenarbeit mit dem gesamten Team des Malteser Hilfsdienstes und im Besonderen mit Anke Sattler war von Beginn an freundschaftlich und von großem gegenseitigen Respekt geprägt. Damit ist eine gute Basis für weiteres gemeinsames Schaffen in der Zukunft gegeben.“ Ebenso dankte auch Stahl der Flutkoordinatorin und erinnerte an die ersten Stunden nach der Flut: „Was hätten wir gemacht, wenn nicht Silvia und mit ihr das gesamte Team in diese Aufgabe reingesprungen wäre? Herzlichen Dank auch den Maltesern. Wir haben gut zusammengefunden und gemeinsame Projekte ins Leben gerufen.“

Öffnungszeiten der „Waschbar“

Die „Waschbar“ gleich neben der Rosenkranzkirche von Bad Neuenahr in der Telegraphenstraße hat montags, mittwochs und donnerstags von 8.30 bis 12.30 Uhr geöffnet. Jeden Dienstag kann die „Waschbar“ nachmittags von 14 bis 19: Uhr besucht werden, und freitags haben Waschsalon und Begegnungsstube ganztags von 8.30 bis 19 Uhr geöffnet, wobei auch alle jene die Begegnungsstube aufsuchen können, die nichts zu waschen haben.

Gefördert wird die Initiative von der Aktion Deutschland hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen. (red)

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Städtebau im Landkreis Vulkaneifel – 90.000 Euro für Gerolstein aus Modellvorhaben „Innenstadt-Impulse“

Gerolstein/Mainz – RLP Innenminister Michael Ebling hat mitgeteilt, dass die Stadt Gerolstein (Landkreis Vulkaneifel) im Rahmen des Modellvorhabens „Innenstadt-Impulse“ 90.000 Euro erhält. Gefördert werden verschiedene Maßnahmen, um die Entwicklung und Umsetzung neuer und innovativer Ideen zur Stärkung der Innenstädte zu unterstützen.

„Die Stadt Gerolstein möchte die Fördermittel beispielsweise zur Anmietung von Leerständen im Stadtkern und Weitervermietung an Start-Ups und Existenzgründer verwenden. Durch Aktionstage zur Belebung der Innenstadt sollen zudem mehr Kunden in die Stadt gelockt werden“, sagte Minister Ebling.

Die Maßnahmen sollen zusätzlich durch die bereits während der Corona-Pandemie entstandene Kampagne “Denk mit – kauf lokal/ Gerolstein deine Stadt mit Herz” unterstützt werden.

Nachdem zuvor bereits die Oberzentren gefördert wurden, hat die Landesregierung das Modellvorhaben „Innenstadt-Impulse“ 2022 auf die Mittelzentren und die mittelzentralen Verbünde ausgeweitet. Die Städte sollen dabei in die Lage versetzt werden, mit individuellen Maßnahmen den aktuellen Herausforderungen wirksam zu begegnen.

„Innenstädte sind soziale Treffpunkte, sie prägen die örtliche Gemeinschaft und stärken den Zusammenhalt. Sie sind damit wichtig für die direkte Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt. Das Modellvorhaben unterstreicht noch einmal, dass das Land den Städten und Gemeinden auch in schwierigen Zeiten als verlässlicher Partner für eine attraktive, bürgernahe und zukunftsorientierte Stadtentwicklung zur Seite steht“, sagte Michael Ebling.

Für das Modellvorhaben „Innenstadt-Impulse“ stehen für das Jahr 2022 insgesamt fünf Millionen Euro zur Verfügung.

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Unterstützung – Solidarität – Hilfe

Euskirchen/Mechernich – Im Rotkreuz-Zentrum wurden Zertifikate an Teilnehmer der EMMI-Kurse „Deutsch und Einstieg in die Arbeit“ vergeben – Ukrainerin bedankte sich in einer emotionalen Rede bei Mitarbeitern des Roten Kreuzes im Kreis Euskirchen. Man könnte denken, es sei einfach nur ein Stück Papier. Ein Zertifikat, das eine Teilnahme an dem Kurs mit dem Titel „Deutsch & Einstieg in die Arbeit“ bescheinigt. Mehr halt nicht. Doch bei der Übergabe im Euskirchener Rotkreuz-Zentrum wurde schnell klar, dass das Stück Papier für viele im Bernie-Müller-Raum deutlich mehr bedeutet.

Das zufriedene EMMI-Projektteam mit Boris Brandhoff (v.l.), Guranda Nass, Judith Raß, Fatima Collins und Massoud Tamo. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress

So hielt die Ukrainerin Kateryna Tkach, deren Mann in der Heimat als Soldat kämpft, eine sehr bewegende Ansprache. „Der Krieg zerstört viele Leben, trennt Familien und zerbricht Träume. Der Krieg lässt Kinder ohne Eltern zurück und Eltern ohne Kinder“, sagte die junge Frau.

Und leider gehe es weiter. Es sei schwer zu glauben und sich vorzustellen, wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen habe. „Deshalb ist es wirklich wichtig, Unterstützung, Solidarität und Hilfe zu erfahren“, so Kateryna Tkach weiter: „Und wenn Sie Leute wie Guranda Nass um sich haben, wird selbst der düsterste Tag wunderbar sein. Ich möchte Ihnen daher im Namen aller Ukrainer danken, die Sie unterrichtet haben.“

In kürzester Zeit Kurse organisiert

Ein Dankeschön, das Guranda Nass sichtlich berührte. Denn die DRK-Mitarbeiterin hatte seit dem Frühjahr gemeinsam mit dem gesamten Rotkreuz-Team des EMMI-Projekts Kurse auf die Beine gestellt, bei denen es um mehr ging, als nur darum, Deutsch zu lernen.

Ursprünglich waren diese Kurse für einen kleinen Kreis von Menschen konzipiert, die im Rahmen des aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales geförderten Modellvorhabens EMMI durch eine intensive Einzelförderung beim Einstieg in den Arbeitsmarkt unterstützt werden sollten. Doch dann kam der Ukraine-Krieg und das EMMI-Beratungsteam mit Judith Raß, Fatima Collins, Guranda Nass und Massoud Tamo musste umplanen. Kurse für bis zu 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Euskirchen und Mechernich wurden konzipiert und umgesetzt.  Zwar läuft die Projektförderung Ende des Jahres aus, für die Kursteilnehmer konnten in vielen Fällen jedoch gute Anschlussangebote gefunden werden.

EMMI-Projektleiter Boris Brandhoff war sichtlich stolz auf sein Team. „Ich möchte euch sehr herzlich dafür danken, was ihr hier in kürzester Zeit auf die Beine gestellt habt“, sagte Brandhoff in die Richtung seiner Kolleginnen und Kollegen. Zu den rund 60 anwesenden Teilnehmer im Rotzkreuz-Zentrum sagte er: „Ihnen danke ich, dass sie alle die Kraft, den Mut und die Zuversicht gehabt haben, sich auf das Leben in Deutschland einzulassen.“ Mit dem Kurs habe das DRK einen Beitrag dazu leisten wollen, dass sich die Menschen aus der Ukraine hier willkommen fühlen und eingebunden werden in die Gesellschaft.

Eine starke Gemeinschaft

Dazu trägt nun auch das Zertifikat bei, das an rund 120 Teilnehmer in Euskirchen und Mechernich vergeben werden konnte. Mit dem Papier erhalten die Teilnehmer eine passende Einstufung in die Integrationskurse. Zudem haben die Rotkreuz-Mitarbeiter die Kurs-Teilnehmer auch auf den Einstieg in den Arbeitsmarkt vorbereitet. Bei manch einem hat sogar die Vermittlung in den Beruf geklappt. Über die Kurszeit ist so eine starke Gemeinschaft zusammengewachsen.

Dazu haben auch die wöchentlichen Treffen in Café Henry beigetragen, die das Team Migration / Integration des Roten Kreuzes im Kreis Euskirchen für ukrainische Flüchtlinge eingerichtet hat. „Dort habe ich viele wunderbare Menschen kennengelernt, die heute hier sind“, sagte Kateryna Tkach während ihrer Rede.

„Selbst nach der dunkelsten und kältesten Nacht kommt die Morgendämmerung. Die Hauptsache ist, diese Nacht zu überleben. Und es ist möglich, wenn sie Unterstützung haben, wenn sie um Hilfe bitten und anderen helfen können“, so die junge Ukrainerin, die gerne die Idee von Guranda Nass aufgreifen würde, einen Ort zu schaffen, an dem Ukrainer Ukrainern helfen können. Eine Idee, die Boris Brandhoff gerne gemeinsam mit den beiden Initiatorinnen weiter ausarbeiten möchte. Vielleicht wird ja ein Projekt daraus. Dann hätte sich wieder gezeigt, dass hinter dem Zertifikat viel mehr steckt, als nur die Bescheinigung einer Teilnahme an einem erweiterten Deutsch-Kurs.

 

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„Kunst wischt Staub von der Seele“ – Heute „Ladies Night“ in Mechernich

Mechernich – 42. Ausstellung einheimischer Künstler im Oktogon von Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick eröffnet. Der Bürgermeister: „Auch der Betrachter ist am Kunstwerk beteiligt“ – Kulturausschussvorsitzender Dr. Peter Schweikert-Wehner: „Viele Stilrichtungen, für jeden was dabei“

Besonders ins Rampenlicht stellte Dr. Hans-Peter Schick fünf Frauen, die das Schicksal der bildenden Kunst und der meist autodidaktischen Kunstschaffenden am Bleiberg in die Hand genommen hätten (v.r.): Petra Hansen, Beate Kupp, Michaela Rübenach, Donata Reinhard und die bei der Stadtverwaltung für Tourismus und Kultur tätige Gabi Schumacher. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick brachte es auf den Punkt bei der Eröffnung der nach zwei Jahren Pandemiepause wieder stattfindenden „Ausstellung Mechernicher Künstler“, wie sie seit über 40 Jahren zwischen den weihnachtlichen Feiertagen stattfand: „Sie haben aus der Not eine Tugend gemacht…“

Gemeint war die wegen Corona inszenierte Bilderhängung am Balkongerüst des städtischen Rathauses. Diese im wahrsten Sinne des Wortes  „Ausstellung“ großformatiger Drucke von Bildern einheimischer Künstler war nicht nur Ersatz für die gewohnte Ausstellung im Schulzentrum. Sie brachte Kunst ins öffentliche Bewusstsein der Stadt Mechernich.

So hatten alle Bürger etwas davon, was die Künstler „als Augen der Welt sehen, schöne Seiten und Missstände“, so Schick am Freitag bei der aktuellen Ausstellungseröffnung im Oktogon, „und mit Farbe zu Papier oder sonst wie in gegenständliche Form bringen“. Ihre Werke befreiten die „Seele vom Staub des Alltags“, fasste der erste Bürger dieser Stadt mit einem Wort Picassos das Guttuende und Heilende von Kunst für den Betrachter zusammen.

Zwölf Künstler, 40 Gäste

Die Wiederaufnahme des „normalen“, also vor der Bilderhängung an der Rathausgalerie üblichen Ausstellungsmodus im Oktogon des Schulzentrums animierte ein Dutzend Kunstschaffende, wieder mitzumachen – und 40 offizielle oder sonst am Kulturbetrieb der Stadt Beteiligte, zur Vernissage zu kommen.

Darunter der Bürgermeister, der die Ausstellung eröffnete, Vize-Landrat Leo Wolter aus Enzen, Kulturausschussvorsitzender Dr. Peter Schweikert-Wehner, Dezernent Ralf Claßen, Fraktionsvorsitzender Beppo Wassong, „Tafel“-NRW-Landdesvorsitzender Wolfgang Weilerswist, Ex-Fraktionschef und Ortsbürgermeister Johannes Ley und der Konzertgitarrist Fedor Volkov, der die Eröffnung mit würdigen und zuweilen witzigen Klängen musikalisch begleitete.

Besonders ins Rampenlicht stellte Dr. Hans-Peter Schick fünf Frauen, die das Schicksal der bildenden Kunst und der meist autodidaktischen Kunstschaffenden am Bleiberg in die Hand genommen hätten: Michaela Rübenach, Donata Reinhard, Petra Hansen, Beate Kupp und die bei der Stadtverwaltung für Tourismus und Kultur tätige Gabi Schumacher.

Die ausstellenden Künstler sind Pia Benz, Michaela Rübenach, Petra Hansen, Donata Reinhard, Beate Krupp, Franziska Nöthen, Inge van Kann, Gerhard Lenz, Peter Heinen, Roland Rosenthal, Johann Ross und Hermann Nöthen. Der städtische Sport- und Kulturausschussvorsitzende Dr. Peter Schweickert-Wehner lobte ihre Werke, darunter eine Niki de Saint Phalles „Nannys“ nachempfundene Skulptur Ela Rübenachs und eine wie eine Ikone wirkende Mondsichel-Madonna Roland Rosenthals.

Die Blicke auf sich zogen auch viele andere Werke, rein exemplarisch Pia Benz‘ synchronisierte Phantasie-Stadtansicht aus Elementen von New York und San Franzisco, die sie auf Wunsch ihres Sohnes  Maximilian anfertigte, der sich nicht für eine der beiden Stadtansichten hatte entscheiden können… Oder Van-Gogh-Applikationen Hermann Nöthens und die, auch politisch hochaktuelle, „abgeschossene Friedenstaube“ mit gelb-blauer Banderole am Bildrand von Gerhard H. Lenz.

Interpretation im Wandel

„Es sind viele Stilrichtungen vertreten, es ist für jeden was dabei“, sagte Dr. Peter-Schweikert-Wehner am Schluss. Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick betonte die dialogische Funktion von Kunst jedweder Form, denn nicht nur der Erschaffer, auch der Betrachter sei an der Wirkung beteiligt: „Es gibt oft eine »Botschaft«, aber auch vielfältige Interpretationen, und die sind je nach Blickwinkel und Lebenssituation der Veränderung unterworfen…“

Bis einschließlich Neujahr können die Werke täglich von 14 bis 17 Uhr, außer an Silvester, besichtigt werden. Am besten zugänglich ist das Oktogon von der Bruchgasse her. Im Rahmenprogramm bieten die Künstler zwei Workshops an. Am heutigen Mittwoch, 28. Dezember, findet unter dem Motto „Pinsel und Prosecco“ ab 18 Uhr eine so genannte „Ladies Night“ mit künstlerischer Anleitung statt (Kosten: 45 Euro).

Am Donnerstag, 29. Dezember, findet von 14 bis 16 Uhr ein Workshop für Eltern mit Kindern statt. Anmeldungen für beide Workshops können per E-Mail erfolgen. kunst.im.gat@web.de Es gibt im Oktogon auch einen Basar mit Bildern und Skulpturen, bei deren Verkauf 50 Prozent des Erlöses an die Mechernicher Tafel gehen.

 

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Augen auf beim Böller-Kauf

Region/Koblenz – Wenn Menschen sich an Silvester auf offenen Plätzen zusammenfinden und feiern gehört das Silvesterfeuerwerk traditionell dazu. Auch bei vielen Familienfeiern soll das neue Jahr mit dem Abschießen von Raketen und Böllern begrüßt werden. Die SGD Nord empfiehlt einige Spielregeln zu beachten, damit einem sicheren Jahreswechsel nichts entgegensteht. Sie ist im nördlichen Rheinland-Pfalz für die Marktüberwachung, aber auch für den Umwelt- und Artenschutz zuständig. Deshalb erinnert sie in diesem Zusammenhang auch an die daraus resultierenden Belastungen für die Tier- und Umwelt.

Auch bei der Lagerung und für den Verkauf sind Höchstlagermengen und Brandschutzmaßnahmen, ganz besonders in den Verkaufsräumen, zu beachten. Feuerlöscher müssen in Reichweite sein und es muss sichere Verkehrs- und Fluchtwege geben, die ein schnelles Verlassen des Gefahrenbereiches gewährleisten. Der Verkauf von Feuerwerk der Kategorie 2 ist nur innerhalb von Verkaufsräumen und nicht an Ständen im Freien erlaubt. Der Verkauf muss ständig durch fachkundiges Personal überwacht werden.

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Treibgutrechen für den Altendorfer Bach in Meckenheim

Meckenheim – Städtischer Baubetriebshof installiert Hochwasserschutz – Nachdem die Stadt Meckenheim bereits in den Bürgerdialogen darüber informiert hatte, haben nun Mitarbeitende des städtischen Baubetriebshofes die Arbeiten am Treibgutrechen im Altendorfer Bach, Höhe Durchlass Paulusstraße, erfolgreich abgeschlossen. Der Rechen ist ein weiterer Baustein beim städtischen Hochwasserschutz. Er fängt Treibgut wie Äste und Totholz, die bei einem Starkregenereignis im Altendorfer Bach mitgerissen werden können, auf. Durch einen Bagger, dessen Standplatz mit massiven Wasserbausteinen hergestellt wurde, kann das angestaute Treibgut entnommen und der Wasserdurchfluss an der Paulusstraße sichergestellt werden.

Die Stadt Meckenheim legte bei den Arbeiten großes Augenmerk auf den Schutz der Umgebung. Der Eingriff in die Natur erfolgte äußerst behutsam, während beim Bau des Treibgutrechens natürliche Materialien verwendet wurden. Der Rechen besteht aus kräftigen Eichenstämmen. Ebenso stellten die Mitarbeitenden des Baubetriebshofes im Zuge der Arbeiten den ursprünglichen Wasserlauf wieder her.

Die Stadt Meckenheim setzt mit der neuerlichen Maßnahme ihren mit dem Rhein-Sieg-Kreis abgestimmten Gewässerunterhaltungsplan um. Die bauliche Ausführung erfolgte im engen Austausch mit den Experten der Hydrotec Ingenieurgesellschaft für Wasser und Umwelt mbH aus Aachen.

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Wiederaufbau im Landkreis Ahrweiler – Bad Neuenahr-Ahrweiler erhält 2,3 Mio. Euro für Tennisanlage

Bad Neuenahr-Ahrweiler/Mainz – Der rheinland-pfälzische Innenminister Michael Ebling hat mitgeteilt, dass die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler (Landkreis Ahrweiler) eine Förderung in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro aus dem Sondervermögen „Aufbauhilfe 2021“ erhält. Gefördert wird die Wiederherstellung der Tennisanlage im Bereich des Kaiser-Wilhelm-Parks.

„Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler plant in einem ersten Bauabschnitt, die sechs östlich gelegenen Plätze wieder zu errichten. Dies umfasst unter anderem auch grundlegende Erschließungsmaßnahmen sowie den Platz- und Wegeaufbau. Auch als Treff- und Kommunikationspunkt wird der Tennisplatz seinen Mitgliedern in Zukunft sicher wieder große Freude bereiten und zur sportlichen Aktivität beitragen“, so Innen- und Sportminister Ebling.

Der Tennisplatz dient als Austragungsort für Sportveranstaltungen und findet auch im Bereich der Talentförderung und Ausbildung von jungen Sportlerinnen und Sportlern Verwendung. Zudem wird die Tennisanlage von verschiedenen Schulen für den Sportunterricht genutzt.

Mit dem Sondervermögen „Aufbauhilfe 2021“ von Bund und Ländern werden Mittel zur Beseitigung der durch den Starkregen und das Hochwasser vom 14. und 15. Juli 2021 entstandenen Schäden bereitgestellt. Bislang wurden für die Wiederherstellung der allgemeinen kommunalen Infrastruktur in Rheinland-Pfalz Förderungen in Höhe von rund 282,7 Millionen Euro aus dem Aufbauhilfefonds bewilligt.

„Die Wiederherstellung kommunaler Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten, Bürgerhäusern, Sportstätten und vor allem auch der Infrastruktur für den Brand- und Katastrophenschutz kommt allen zugute. Das Land wird den Gemeinden auch bei den künftigen Maßnahmen als Partner zur Seite stehen“, betonte Minister Ebling.

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Heimatpreis würdigt Dorfprojekte in der Gemeinde Simmerath

Simmerath – Mit dem Heimatpreis wurden dieses Jahr in Simmerath drei besondere Projekte ausgezeichnet. Eine lebendige Ortsmitte und ein Dorfplatz als offene Begegnungsstätte: Das ist das Ziel des Projektes „Strauch – Lebendige Mitte“, mit dem das Ortskartell Strauch den 1. Preis und ein Preisgeld von 2500 € gewann. „Das ist eine große Sache an der viele Hände mitgewirkt haben“, lobte Bürgermeister Bernd Goffart das Engagement.

Es wurde eine Wildblumenwiese angelegt, der Boden der Festzelterweiterung am Pfarrheim gepflastert um dort diverse Feste durchführen zu können, der Kinderspielplatz mit Kleinkindspielgeräten und Sitzmöglichkeiten aufgewertet sowie eine Informationstafel zur Dorfgeschichte aufgestellt.

Den 2. Preis erhielt der Gemeindeschützenverband Simmerath als Zusammenschluss der Schützenbruderschaften der Gemeinde Simmerath, der sich mit der Aufarbeitung seiner Geschichte befasst hat. Eine bestehende Chronik wurde intensiv über- und aufgearbeitet, um sie Schützenmitgliedern von jung bis alt und der Nachwelt zur Verfügung zu stellen. Auch ein Druck als Buch ist für die Zukunft noch geplant. Hierfür erhielt der Gemeindeschützenverband 1500 €.

Der 3. Preis geht an den Verein für Heimat- und Dorfgeschichte Rurberg-Woffelsbach für die Zusammenstellung eines Buches mit Zeitungsartikeln aus den Jahren 1880 bis 1940 über Rurberg und Woffelsbach. Der Verein erhält hierfür 1000 €. Bürgermeister Bernd Goffart bedankt sich bei allen Preisträgern für das herausragende ehrenamtliche Engagement.

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575 Jahre im Einsatz für VR-Bank Nordeifel und Kunden

Schleiden/Blankenheim/Kall – Dienstjubiläen aus drei Jahren werden in diesem Herbst und Winter bei der VR-Bank Nordeifel gefeiert. Jetzt wurden 16 Jubilare im Restaurant des Schleidener Schlosses geehrt, die zusammen seit 575 Jahren im Dienst der Eifeler Hausbank stehen.

Darunter befand sich auch Vorstandsmitglied Kai Zinken, der vor 25 Jahren bei der Raiffeisenbank Schleiden-Hocheifel eG vom damaligen Vorstandschef Albert Mertens eingestellt worden war und unter anderem auch kurzeitig das Warengeschäft an Filialstandorten bediente. „Ich habe im Lager Losheim Salzlecksteine verkauft“, erinnerte sich Zinken am Ehrungsabend in Schleiden.

Den Ehrungsreigen hatten Vorstandsvorsitzender Mark Heiter und sein Vorstandskollege Kai Zinken sowie die zuständige Mitarbeiterin Andrea Farwerk bereits Anfang August mit 18 engagierten VR-Bank-Nordeifel-Mitarbeiter eröffnet, die 2020 runde Dienstjubiläen zu feiern gehabt hätten – wenn denn nicht die damals aufkeimende Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte.

Urenkel des Gründers noch dabei

Ende September trafen sich dann auf der Terrasse des Schleidener Schlosses 19 der insgesamt 27 Dienstjubilare des Jahres 2021. Insgesamt brachten die 27 Dienstjubilare aus 2021 es auf 640 Jahre. Der Jubiläumsjahrgang 2022 mit einigen Jubilaren aus 2021, die bei der Feier im September verhindert waren, brachte es mit weniger Mitarbeitern auf stolze 575 Jahre.

Vorstandsvorsitzender Mark Heiter gab den Jubilaren auch diesmal die Ehre und dankte für die erfolgreiche Umsetzung der überzeugenden Kundenbindung von Deutschlands im Verhältnis zur Bevölkerung mitgliederstärksten Genossenschaftsbank überhaupt.

„Bei der Hausbank der Region stehen die Menschen im Mittelpunkt, Mitglieder und Mitarbeiter“, so Mark Heiter. Als Geschenk bekamen alle Beschäftigten der VR-Bank Nordeifel dieses Jahr das frisch erschienene Nordeifel-Spiel der Nordeifel-Tourismus-GmbH.

„Darin finden sich auch fünf Fragen zum Thema Genossenschafts-Banken und VR-Bank Nordeifel“, so Mark Heiter und Kai Zinken. Unter anderem werden die Gründerväter Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch abgefragt – und Alter und Namen des ältesten Zweiges der VR-Bank Nordeifel.

Das war die vor 142 Jahren aus der Taufe gehobene Spar- und Darlehenskasse Lommersdorf eG m.u.H. („mit unbeschränkter Haftung“). Der Urenkel des damaligen Rendanten Peter Daniels, Rolf Schmitz, gehörte auch zu den geehrten VR-Bank-Jubilaren.

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Traditionell ist das nachgestellte Bild um den Stall von Bethlehem Weihnachten 2022

Mechernich – Und über allem die Alte Kirche…Weihnachtskrippenszenerie 2022 in der neuen Mechernicher Pfarrkirche St. Johannes Baptist greift auf einen „Kellerfund“ zurück – Frankfurter Karnevalist Erich Fischer malte Bruchsteinmauer, Turm und Kirchenschiff auf dem Johannesberg in den siebziger Jahren.

Einige Jahre hat Pfarrer und GdG-Leiter Erik Pühringer die Weihnachtskrippe in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist selbst gestaltet. Und zwar mit sehr menschlichen, aber für eine Krippe ungewöhnlichen Darstellungen, zum Beispiel einem heiligen Josef, der seine Maria zärtlich in die Arme schließt…

Traditionell ist das nachgestellte Bild um den Stall von Bethlehem Weihnachten 2022. Maria und Josef, Hirten und Schafe, Ochs und Esel haben am rechten Rand der Altarinsel Platz gefunden. Im Zentrum steht ein strohgedeckter offener Stall, in den Heiligabend das Christkind gelegt wurde.

Mario Fuß, einer der beiden Erbauer, zeigte dem Reporter des Mechernicher „Bürgerbriefs“ das mit Sakristan Marco Sistig gemeinsam errichtete Werk nicht ohne Stolz: „Das ist die schönste Krippe von Mechernich!“

Im Hintergrund über der weihnachtlichen Szenerie erstrecken sich Bruchsteinmauer, Turm und Schiff der Alten Kirche auf dem Johannesberg. „Ein Werk von Erich Fischer aus den 70er Jahren“, wusste Berti Jannes, der frühere Kirchenrendant und Krippen-Miterbauer in der Alten Kirche, dem Reporter zu berichten.

Bei Lahmeyer gearbeitet

„Fischer gehörte seinerzeit dem Mechernicher Pfarrgemeinderat an“, erinnert sich Bertram Jannes. Erich Fischer arbeitete beim Mechernicher Transformatorenhersteller Lahmeyer und engagierte sich im Karneval. Bevor er an den Bleiberg und zum Festausschuss Mechernicher Karneval kam, bekleidete er in seiner hessischen Heimatstadt einen Sitz im Großen Rat des Frankfurter Karnevals, dem 36 Vereine angehörten.

Wie Mario Fuß berichtete, habe man die Tafel mit Mauerwerk und Alter Kirche im Keller der neuen Pfarrkirche gefunden. „Früher war dieser Hintergrund der Krippe häufiger in Gebrauch“, erinnert sich Berti Jannes.