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Nachhaltiger Wandel im Kreis Mayen-Koblenz

Region/Mayen-Koblenz – Konzeptwettbewerb erfolgreich beendet – Siegerprojekte des Wettbewerbs konnten verwirklicht werden. Sich ein eigenes Projekt ausdenken, das dem Klimaschutz und der Nachhaltigkeit zugutekommt. Dafür ein Preisgeld erhalten und zusätzlich mit bis zu 20.000 Euro bei der Umsetzung der Idee unterstützt werden – möglich macht das der im Jahr 2020 von der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz initiierte „Konzeptwettbewerb“. Dieser steht für einen nachhaltigen Wandel und Klimaschutz im Landkreis Mayen-Koblenz. Aus den knapp 50 eingereichten Ideen wurden jüngst drei Konzepte ausgewählt und prämiert. Die Preise gingen an das Projekt „Bildung für nachhaltige Entwicklung im Elementarbereich für Klimaschutz und Ernährung“ in Urmitz, „Gemeinwohlorientierung heimischer Betriebe“ im Landkreis Mayen-Koblenz und „Energieverschwendung beenden – Integration nachhaltig fördern“ in Kooperation mit der Flüchtlingshilfe Andernach.

Aufgrund der Corona-Pandemie verzögerte sich der Abschluss der Konzepte, dieser war eigentlich für 2021 geplant, und eines der drei Siegerkonzepte konnte nicht im vollen Umfang realisiert werden. „Dennoch sind wir mit der finalen Umsetzung des Konzeptwettbewerbs äußerst zufrieden. Das Interesse an Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Landkreis ist ungebrochen hoch. Das werden wir weiter aufgreifen und ausbauen“, sagt Landrat Dr. Alexander Saftig.

Umgesetzt wurde zum einen das Konzept „Bildung für nachhaltige Entwicklung im Elementarbereich für Klimaschutz und Ernährung“ der Kita Lehpfad aus Urmitz. Die Kita hat mittels finanzieller Unterstützung der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz ein Lehrgewächshaus finanziert und aufgebaut. Dort sollen nun mit den Kleinsten regionale Lebensmittel angebaut und direkt vor Ort in der Kita-Küche zubereitet werden. Das zweite Siegerkonzept kam vom kreisweiten Verein „Heimat schmeckt!“ e.V., mit der Idee der „Gemeinwohlorientierung heimischer Betriebe“. Hierzu konnten die Vollkornbäckerei Barth aus Niederfell und der Gertruden-Hof aus Weißenthurm für ein Audit und eine Bilanzierung im Sinne der Gemeinwohlökonomie (GWÖ) gewonnen werden. Die Gemeinwohl-Bilanz ist ein freiwilliger Bericht von Unternehmen und Bestandteil der Gemeinwohlökonomie. Vertreter der Gemeinwohlökonomie setzen sich für eine zukunftsfähige, menschenwürdige und ökologisch nachhaltige Wirtschaftsweise ein und machen ihren Beitrag durch ein externes Audit transparent. Durch die Unterstützung des Landkreises Mayen-Koblenz konnten die Audits für die teilnehmenden Unternehmen durchgeführt und anschließend bilanziert werden.

Doch nach welchen Kriterien und Themen wurden die Sieger des Wettbewerbs eigentlich ausgewählt? Der Wettbewerb setzte ganz bewusst keine thematischen Grenzen, da oft nur technische und aufwendige Lösungen im Fokus stehen, wenn es um Klimaschutz geht. „Erneuerbare Energien ausbauen, Gebäude energetisch sanieren und dämmen, Elektroautos kaufen und die Schaffung von Ladeinfrastruktur sind typische Themen, die ohne Frage unerlässlich sind“, sagt der Mayen-Koblenzer Klimaschutzmanager Nico Hickel. Doch der Ideenwettbewerb sollte vor allem diejenigen ansprechen, deren Ideen, Motivation und Möglichkeiten bisher nicht ausreichend gewürdigt wurden oder umsetzbar waren. „Gerade jüngere Menschen, wie Schüler, Studenten oder Auszubildende, möchten etwas bewegen und den Klimaschutz oder die Energiewende vor Ort gestalten“, erklärt Nico Hickel. Neben der Machbarkeit und finanziellen Gestaltung standen auch der direkte Mehrwert für Klimaschutz und Nachhaltigkeit als Kriterien für die Auswahl der drei Siegerkonzepte fest.

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Europäischer Jugend-Karlspreis 2023 Aachen – Jetzt bewerben! – Einsendeschluss ist der 2. Februar 2023

Aachen – Bereits zum 16. Mal wird in diesem Jahr der Europäische Karlspreis für die Jugend vergeben. Hierzu haben das Europäische Parlament und die Karlspreis-Verantwortlichen einen Wettbewerb ausgeschrieben, der Jugendliche in der EU zur aktiven Mitgestaltung Europas anregen soll.

Der Wettbewerb richtet sich an junge Menschen im Alter zwischen 16 und 30 Jahren in allen Mitgliedstaaten der EU, die aufgerufen werden, als Einzelpersonen oder Personengruppen Projekte vorzustellen, die zur europäischen und internationalen Verständigung beitragen und die Entwicklung eines gemeinsamen Bewusstseins für die europäische Identität und Integration fördern. Die Projekte sollen den in Europa lebenden jungen Menschen einen Anreiz bieten, sich für die Demokratie einzusetzen, und praktische Beispiele für das Zusammenleben der Europäer als Gemeinschaft aufzeigen. Ob Austauschprojekte oder Planspiele, Schulungen, Ausstellungen, virtuelle Konferenzen oder europäische Online-Magazine – es gibt zahlreiche Beispiele für Unternehmungen mit europäischer Dimension.

Aus den eingereichten Projekten werden in einem ersten Schritt in allen EU-Mitgliedstaaten nationale Gewinner gewählt. Aus diesen Projekten wählt später eine europäische Jury den europaweit besten Beitrag sowie einen Zweit- und Drittplatzierten, die mit Geldpreisen in Höhe von insgesamt 15.000 Euro prämiert werden. Den Hauptgewinner*innen winken 7.500 Euro, die Zweit- und Drittplatzierten erhalten 5.000 beziehungsweise 2.500 Euro.

Der Jugendkarlspreis geht auf eine gemeinsame Initiative des früheren Präsidenten des Europaparlaments, Hans-Gert Pöttering, und des damaligen Vorsitzenden der Karlspreisstiftung, André Leysen, zurück. In den vergangenen Jahren wurden knapp 5.000 Wettbewerbsbeiträge aus allen EU-Mitgliedsländern für die Auszeichnung eingereicht, an denen mehrere Zehntausend Jugendliche beteiligt waren.

Bewerbungen für den Jugendkarlspreis können ab sofort online eingereicht werden. Die dazu notwendigen Formulare und Teilnahmeregeln sowie weitere Informationen sind im Internet unter www.charlemagneyouthprize.eu in 24 Sprachen verfügbar. Einsendeschluss ist der 2. Februar 2023.

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Neujahrsempfang der Kupferstadt Stolberg im Zeichen der erneuerbaren Energien

Stolberg – Vom Neujahrsempfang der Kupferstadt Stolberg ging in diesem Jahr eine wichtige Botschaft aus: Der Ausbau der erneuerbaren Energien hat in Stolberg eine hohe Priorität, vor allem zur Sicherung der Stolberger Industrie und der damit verbundenen Arbeitsplätze. Stolberg ist mit dem Projekt „Grüne Talachse“ eine Modellkommune.

„Beim Ausbau grüner Energien vor Ort ist die Zeit des Wegduckens vorbei.“ So beschreibt Bürgermeister Patrick Haas in seiner Eröffnungsrede beim Neujahrsempfang im Zinkhütter Hof die Fehler der Vergangenheit und den Blick auf die Zukunft. Die Produktion von grünem, sicheren und günstigen Strom in Stolberg für Stolberg sei nicht nur für die Haushalte, sondern vor allem für die zahlreichen energieintensiven Industriebetriebe ein entscheidender Standortfaktor. „Die Zukunft unserer Industriearbeitsplätze hängt entscheidend davon ab, dass wir die Energiewende mit hoher Priorität auch vor Ort vorantreiben. Wir müssen weg vom teuren, klimaschädlichen, unsicheren und preisschwankenden Öl und Gas hin zur Verstromung industrieller Prozesse.“

In diese Kerbe schlugen in der anschließenden Gesprächsrunde auch alle Experten. Dirk Harten, Geschäftsführer der Firma Schwermetall, wiederholte seine schon häufig öffentlich geäußerten Appelle: „Eigentlich müssten wir jeden Tag ein Windrad bauen, um die drohende Versorgungslücke für die Betriebe zu schließen.“ Aktuell gibt es auf dem gesamten Stolberger Stadtgebiet nur drei Windräder auf der Werther Heide.

Dem Bürgermeister ist bewusst, dass der Bau von weiteren Windrädern und Photovoltaikanlagen häufig umstritten ist, wenn die Standorte konkret werden. Fakt sei aber auch: „Wenn wir jetzt nicht proaktiv tätig werden verlieren wir angesichts der guten Ausbauziele der Landesregierung bald unseren Einfluss über Ort und Art der erneuerbaren Energien in Stolberg. Dann gibt uns die Bezirksregierung vor, wo wir sie zu bauen haben.“ Sollte die Stadt nun aber das Heft des Handels selber in die Hand nehmen könne sie gemeinsam mit den Partnern beispielsweise attraktive Modelle von Bürgerbeteiligungen an Energieproduktionen umsetzen.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist auch ein wichtiger Aspekt im Projekt „Grüne Talachse Stolberg 2030“, das der Bürgermeister vor einigen Monaten ins Leben gerufen hat. Gemeinsam mit allen großen heimischen Industriebetrieben und Experten von StädteRegion, IHK, AGIT und Hochschulen arbeitet die Stadt seitdem intensiv an ambitionierten und innovativen Konzepten. Ein erstes Ergebnis: Ein Nahwärmenetz für Stolberg.

Aktuell erzeugen die Industriebetriebe in Stolberg ein Abwärmepotenzial von 340 Gigawattstunden, wie Prof. Ulf Herrmann auch beim Neujahrsempfang betont. Bislang werde diese erzeugte Wärme fast vollständig ungenutzt in die Umwelt abgeführt, erklärt der Leiter des Solar-Instituts Jülich der FH Aachen. Das soll sich als erstes Ergebnis der „Grünen Talachse“ bald ändern. Ziel: Die Versorgung tausender Haushalte im Talachsenbereich und möglicherweise auch in den Außenbezirken mit zum Heizen geeigneter Wärme der heimischen Industrie.

Die EWV hat zur Umsetzung des Projektes eine neue Abteilung „Energiewende“ geschaffen. Deren Leiter Samy Gasmi betont beim Neujahrsempfang: „Wir haben bereits im letzten Jahr die technische Planung ausgeschrieben und ein Ingenieurbüro mit der Vorbereitung einer Machbarkeitsstudie beauftragt.“ Diese Studie ist Voraussetzung für den Förderantrag, der beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eingereicht werden soll.

Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen, und Sven Pennings sind sich in der Gesprächsrunde beim Neujahrsempfang sicher, dass die Kombination aus der Errichtung regenerativer Energien und besserer Nutzung der Abwärme für Stolberg der entscheidende Standortfaktor ist, nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Attraktivität als Wohnort. Stolberg sei mit dieser Strategie bereits jetzt eine Modellkommune in der Region. Dem stimmt auch Professorin Fromhold-Eisebith zu, die den Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie an der RWTH Aachen leitet. Sie sieht auf Grundlage dieser Projekte noch weitere große Potenziale für Stolberg, beispielsweise die Etablierung von „Smart-City“-Elementen, sprich die effizientere, technologisch fortschrittlichere und ökologisch und sozial inklusivere Gestaltung der Stadt.

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Wunschbaum-Aktionen der Hilfsgruppe Eifel in Kall und Euskirchen stießen auf eine große Resonanz

Kall – Gute Nachrichten hatte der Vorsitzende der Hilfsgruppe Eifel, Willi Greuel, beim letzten Mitgliedertreffen des Jahres 2022 zu verkünden. Die Eifeler Oldie-Nacht finde wie geplant am Samstag, 17. Juni, in Kall statt, der Kinderspielplatz am Familienhaus am Eltern-Kind-Zentrum der Bonner Uni-Klinik sei so gut wie fertiggestellt, und auch das Spendenaufkommen sei weiterhin zufriedenstellend. Mit dem Neujahrskonzert des Landespolizeiorchesters NRW startete die Hilfsgruppe am Sonntag, 15. Januar im Gemünder Kursaal in das neue Jahr 2023.

Es habe zwar lange gedauert, aber jetzt sei der Kinderspielplatz am Familienhaus nahe des Eltern-Kind-Zentrums der Bonner Uni-Klinik so gut wie fertig, freute sich Willi Greuel. Eigentlich habe man Eifeler Unternehmer mit der Herrichtung des Spielplatzes beauftragen wollen, dich infolge der Flut im Juli 2021 sei die Suche nach einem entsprechenden Unternehmen erfolglos geblieben. Nun habe eine Bonner Firma den Platz fertig gestellt. Die Hilfsgruppe habe dafür knapp 21.000 Euro investiert. Mit den traditionellen Jahreszahlungen von jeweils 6000 Euro vor dem Jahreswechsel wurden die Astrid-Lindgren-Schule in Schleiden sowie die Hans-Verbeek-Schule in Euskirchen unterstützt.

Das Spendenaufkommen im Jahr 2022 habe bis Ende November bei rund 270.000 Euro gelegen, die Ausgaben in diesem Zeitraum lagen bei knapp 300.000 Euro. Die Finanzlage des Vereins werde sich bessern, wenn das erfahrungsgemäß hohes Spendenaufkommen im Dezember zu Buche schlage. So habe ein verstorbene Frau aus Köln die Hilfsgruppe mit einer Erbschaft von 22.000 Euro bedacht.

Erfolgreich verlaufen seien die Weihnachtsaktionen bezüglich der Wunschbäume für bedürftige und krebskranke Kinder im Kaufhof in Euskirchen und im Rewe-Center Pauly in Kall. Die Resonanz sei so groß gewesen, dass man vielen Kindern eine Weihnachtsfreude habe machen können. An der Wunschbäumen hatten Wünsche von Kindern gehangen, die von den Kunden des Galeria-Kaufhof und des Rewe-Centers erfüllt wurden. In beiden Fällen waren die Wunschkarten schnell vergriffen gewesen. In Kall hatte das Immobilienunternehmen Günter Wolter die Wunschbaum-Aktion sofort nach Bekanntwerden mit 500 Euro unterstützt.

„Da strahlen die Kinder“, hatte sich die stellvertretende Vorsitzende des Aachener Förderkreises „Hilfe für krebskranke Kinder“, Susanne Göschel, gefreut, als sie die vielen Geschenk-Pakete im Rewe-Center von Inhaberin Anna Pauly und Hilfsgruppen-Vertreter Paul Schneider in Empfang nahm.

Bereits seit 15 Jahren unterstützt das Awo-Familienzentrum Mechernich die Hilfsgruppe Eifel vor Weihnachten mit einer ganz besonderen Plätzchen-Aktion. Kinder aus aller Herren Länder backen mit Eltern und Erziehern Plätzchen, die dann zugunsten der Hilfsgruppe Eifel verkauft wurden. Dabei kam die stolze Summe von 483,54 Euro zusammen, die Tina Mertens, die Leiterin der Einrichtung, an Willi Greuel übergab.

Vor den Feiertagen konnte Willi Greuel mehrere Spenden persönlich entgegennehmen. 1000 Euro von der SPIE-GmbH, einem multitechnischen Dienstleister in den Bereichen Energie und Kommunikation, überreichte der Betriebsratsvorsitzende der Kölner Niederlassung, Jürgen Herriger, an den Vorsitzenden des Kaller Vereins. Viele Mitarbeiter des Unternehmens hatten auf die Cent-Beträge ihrer Gehaltsabrechnung verzichtet, und das Geld gespendet. Die Spenden wurden von der Geschäftsleitung verdoppelt, so dass sieben wohltätige Einrichtungen unterstützt werden konnten. „Das Engagement der Hilfsgruppe, insbesondere Kindern zu helfen, die von schweren Krankheiten betroffen sind, schätzen wir sehr“, schrieb Markus Holzke, der Geschäftsführer der SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH, an Hilfsgruppen-Chef Willi Greuel.

Einen Spendenscheck über 1400 Euro bekam Willi Greuel von der Firma Miele & Cie. KG in deren Euskirchener Niederlassung überreicht. Von den Mitarbeitenden der Euskirchener Außenstelle der Autobahn GmbH des Bundes konnte er eine Spende von 300 Euro in Empfang nehmen. Zwei Tage lang war die Hilfsgruppe anlässlich der Weihnachtsfeiern bei dem Unternehmen Procter & Gamble in Euskirchen zu Gast, um über die Arbeit der Kaller Gruppe zu informieren. Bei dieser Gelegenheit spendeten die Procter-Mitarbeiter der Hilfsgruppe knapp 500 Euro. Wie Willi Greuel berichtet, zähle des Weltunternehmen P&C zu den ganz treuen Unterstützern des Kaller Vereins.

Eine weitere Spende von 2800 Euro bekam die Hilfsgruppe von den Schornsteinfegern der Region Euskirchen. Das Krematorium Mechernich spendete 2000 Euro, jeweils 1000 Euro bekam der Verein von der Schlosserei Schliebach in Euskirchen und von Otto Lünebach aus Sötenich, vom Adventsbasar Großbüllesheim wurden der Hilfsgruppe 755 Euro überwiesen.

Weitere Spender: Siegrid Vermöhlen aus Sistig und Gertrud Pütz aus Bergheim (je 600 Euro), Monika und Markus Zalfen in Heimbach, die Firma Markus Klein Bedachungen in Kall und das Unternehmen Kronenberg Consulting in Bad Münstereifel (je 500 Euro), Ludwig Werle und Margret Peppig (je 400 Euro), Willi Trimborn in Gevelsberg (300 Euro) und die Gemeinde Kall 250 Euro. (Reiner Züll)

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Land NRW weitet Angebot an Weiterbildungen für ehrenamtlich Engagierte aus

Region/Düsseldorf – Ehrenamtlich Engagierte in Vereinen und Initiativen können mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen auch in 2023 ein deutlich erweitertes Angebot an Weiterbildungen und Qualifizierungen nutzen. Insgesamt 15 Bildungsträger und Organisationen erhalten Fördermittel, um zusätzliche und überwiegend kostenlose Seminare und Workshops anbieten zu können. Die ersten Termine stehen jetzt fest und werden auf dem Engagementportal des Landes www.engagiert-in-nrw.de vorgestellt.

„Unser Angebot an Weiterbildungen richtet sich an Engagierte im ganzen Land. Es ist im vergangenen Jahr auf großes Interesse gestoßen. Daher haben wir dieses für 2023 zeitlich und inhaltlich ausgeweitet und uns dabei an den Bedarfen der Engagierten orientiert. Zahlreiche digitale Formate werden darunter sein, damit wir landesweit möglichst viele engagierte Menschen erreichen“, erklärte Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt.

Die Weiterbildungsangebote sollen Hilfestellung für die alltäglichen Herausforderungen in Vereinen und Initiativen bieten, beispielsweise zu Fragen wie: Welche vereins- und steuerrechtlichen Aspekte sind zu berücksichtigen? Wie können neue Mitglieder gewonnen werden? Wie kann die digitale Öffentlichkeitsarbeit verbessert werden? Was macht einen erfolgreichen Förderantrag aus? Was gilt es bei der Gestaltung einer Vereinssatzung zu beachten?

Themen in den Workshops und Seminaren sind daher unter anderem Datenschutz, Persönlichkeits-, Urheber- und Medienrecht bei Social Media, Buchhaltung, Gestaltung von Vereinssatzungen, aber auch Online-Fundraising, das Erstellen von Podcasts, das Einwerben von Fördermitteln und das Entwickeln von Projektideen.

Dieses Förderprojekt ist Teil der am 2. Februar 2021 durch die Landesregierung beschlossenen Engagementstrategie für das Land Nordrhein-Westfalen. Engagierte und zivilgesellschaftliche Organisationen hatten im Rahmen eines breiten Beteiligungsprozesses den Bedarf an zusätzlichen Weiterbildungen und Qualifizierungen geäußert.

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Neujahrsempfang der Kreis-Handwerkerschaft im Rathaus der Stadt Aachen

Aachen – Es braucht eine Kultur des Machens und Anpackens, darin waren sich Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen und Herbert May, Vorstand der Kreishandwerkerschaft Aachen, beim Empfang der Handwerkerinnung einig. Nach zuletzt coronabedingt ausgefallenen Terminen war die Einladung zum traditionellen Neujahrs-Frühstück ins Aachener Rathaus am 11. Januar das erste Treffen dieser Art mit Sibylle Keupen. Und es zeigte viele Gemeinsamkeiten auf. Eine optimistische Perspektive trotz aller Herausforderungen – darunter die steigenden Kosten, die Suche nach Auszubildenden und Fachkräften sowie die Rolle in Sachen Klimaschutz. „Im Handwerk kann man aktiv etwas für’s Klima tun“, erklärte Herbert May, und wünschte sich mehr Einfluss in den Schulen, um das Handwerk dort präsenter zu machen, denn der Arbeitskräftemangel erschwere auch das Aachener Ziel, 2030 klimaneutral zu werden.

Mentalität des Machens und gemeinschaftliches Handeln

Damit traf er auf die volle Unterstützung der Aachener Oberbürgermeisterin: „Wenn wir erfolgreich sein wollen, dann müssen wir stärker hin zu einer Mentalität des Machens. Das gemeinschaftliche Handeln wird immer wichtiger, jede und jeder ist wichtig für eine gemeinwohlorientierte Stadt, denn nur zusammen sind wir mehr als die einzelnen Teile unserer Stadt.“ Dazu gehöre auch, dass neue Aufgaben und Ziele des Wandels gesteckt seien. Mit der ökologischen Transformation, dem Klimaschutz und der Klimafolgenanpassung habe der Rat wegweisende Beschlüsse gefasst: die klimaneutrale Stadt 2030 als großes Ziel, dazu gehörend Solardächer mit einer Förderung von über 800 privaten PV-Anlagen – und damit verbundenen knapp 13 Millionen Euro privaten Investitionen 2022 – sowie ein Budget von 18 Millionen für die Ausstattung von städtischen Gebäuden, aber auch die Offenlegung der Bäche und die Bauwende mit Themen wie cradle to cradle.

Eine weitere wichtige Aufgabe sei eine zukunftsfähige Mobilität mit dem Radentscheid, der Schleifenerschließung in der Innenstadt, den Radvorrangrouten, den Premiumfußwegen und dem Ausbau des ÖPNV. Ende Januar sei zudem die Machbarkeitsstudie zur Regiotram zu erwarten. „Ich bin überzeugt, dass der Startschuss für die Regiotram kommt und damit mehr klimafreundlicher Komfort für täglich 70.000 Pendlerwege aus dem Norden.“

Vielzahl städtischer Projekte ist in der Umsetzung

Möglichst viele Menschen in Arbeit zu bringen, sei das vorrangige Ziel des Strukturwandels und der Quartiersentwicklung, Schlüsselprojekte die Standortentwicklung Continental, die Quartiersentwicklung in Aachen-Nord, das Programm Soziale Stadt Forst/Driescher Hof, der Kurstandort Burtscheid und die integrierte Quartiersentwicklung Richtericher Dell als Zukunftsquartier.

Voran gehe es auch beim Sportpark Soers, der für den Breitensport frei zugänglich, aber auch für internationalen Sport oder den lokalen Vereinssport entwickelt werden solle.

Gleichzeitig stehe der Ausbau des sozial gerechten Wohnungsbaus in kommunaler Hand im Fokus, zu dem das Handwerk einen wichtigen Beitrag leisten könne. Das städtische Investitionsprogramm allein in die Sanierung des städtischen Wohnungsbesitzes umfasse in den nächsten Jahren 75 Millionen Euro. Für Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Umsetzung der Verkehrswende stünden weitere 120 Millionen Euro zur Verfügung.

Mut und Bereitschaft zur Veränderung gefragt

Bei all den priorisierten Vorhaben sei die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren ein Knoten, den es zu durchschlagen gelte. Hier seien Land und Bund gefragt, den Kommunen und damit auch der Handwerkerschaft mehr Autonomie, mehr Gestaltungsräume zu geben.

Klar auch an das Handwerk gerichtet war der Schlussappell von Keupen: „Aachen ist eine junge Stadt. Für die Transformation hin zu der resilienten, gemeinwohlorientierten und zukunftsgerechten Stadt von Morgen brauchen wir den Mut und die Bereitschaft zur Veränderung, den Schulterschluss von Jung und Alt, Politik und Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Und vor allem auch Sie, das Handwerk.“

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evm unterstützt Initiative „Fremde werden Freunde“

Plaidt – Über insgesamt 2.000 Euro aus der „evm-Ehrensache“ darf sich die Flüchtlingsinitiative „Fremde werden Freunde“ aus der Verbandsgemeinde Pellenz freuen. Mit ihrem Spendenprogramm unterstützt die Energieversorgung Mittelrhein (evm) jedes Jahr Vereine und Institutionen aus der Region, wenn es um kulturelle, soziale und gemeinnützige Projekte geht. Vor Kurzem übergab Berthold Nick, Leiter der kommunalen Betreuung bei der evm, den Spendenbetrag gemeinsam mit dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Pellenz, Klaus Bell, an die begünstigte Initiative.

Die gesamten 2.000 Euro gehen an die Initiative „Fremde werden Freunde“, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement die Eingliederung von neuen Mitbürgern und Mitbürgerinnen erleichtern will. Hierzu bietet sie regelmäßig Sprachkurse und Sprechstunden an und kümmert sich darüber hinaus auch um viele weitere organisatorische Aufgaben.

„Ich bin froh und stolz, über das Engagement der Initiative in unserer Verbandsgemeinde und freue mich, diese mit der Spende der evm unterstützen zu können“, so Klaus Bell.

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Kita des Jahres? – Expertinnen nehmen das Familienzentrum Purzelbaum in Jülich genau unter die Lupe

Jülich/Düren – Das Familienzentrum Purzelbaum in Jülich hat sich beim Deutschen Kita-Preis beworben und ist unter den zehn Finalisten in der Kategorie „Kita des Jahres“. Ob sie sich bald mit dem Titel schmücken kann, entscheidet eine Jury bis Mai, wenn der Kita-Preis verliehen wird. In dieser Woche sind zwei Expertinnen zwei Tage vor Ort, um sich die Einrichtung und den Alltag genauer anzuschauen und in Gesprächen die Perspektiven der Kita-Leitung, Fachkräfte, Träger, Eltern und Kinder einzuholen.

Ihre Eindrücke werden dann der 10-köpfigen Fachjury übermittelt, die entscheidet, welche der zehn Kitas gewinnt. „Für uns gehört die Kita schon jetzt zu den Gewinnern. Nach diesem umfangreichen Bewerbungsprozess so weit zu kommen, das ist eine riesengroße Auszeichnung“, sagt Elke Ricken-Melchert vom Vorstand des Kita-Trägervereins Kindertagesbetreuung Kreismäuse AöR, eine Einrichtung des Kreises Düren.

Die Expertinnen gucken sich vor Ort die Qualität und die Rahmenbedingungen der Kita an. „Es geht nicht um beste Ergebnisse, sondern den Prozess und die Frage nach dem ‚Wie‘ steht im Vordergrund“, sagt die Expertin Štěpánka Busuleanu vom Berliner Kita-Institut. Sie und ihre Kollegin Franziska Larrá schauen genau hin, was die jeweiligen Kitas besonders auszeichnet. Für die integrative Kita Purzelbaum ist ihnen das schnell klar. „Inklusion wird hier gelebt. Alle Kinder und Familien finden hier ihren Platz und haben Raum, sich zu entwickeln. Jeder Mensch wird hier an- und aufgenommen, wie er ist“, sagt Franziska Larrá. „Die Haltung hier ist bemerkenswert“, ergänzt ihre Kollegin.

Gemeinsam mit der pädagogischen Leiterin Stephanie Wentz entwickelt sich die Einrichtung um Kita-Leiterin Stefanie Kleinermanns immer weiter. Alle suchen stets passende Lösungen, um das „zweite Zuhause“, wie sie es nennen, so zu gestalten, dass sich jedes Kind (mit und ohne Behinderung) und jedes Elternteil hier wohlfühlen können. „Der Bewerbungsprozess hilft uns auch sehr, selbst noch einmal genau in Worte zu fassen, was wir alles machen, gemacht haben und wo es in Zukunft hingehen kann“, sagt Stefanie Kleinermanns. „Dem ganzen Team danke ich für die hervorragende Arbeit mit dem herausragenden Engagement, das dahinter steckt. Wir alle sind sehr stolz darauf, dass Sie es soweit geschafft haben“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. Insgesamt haben sich 750 Kitas und lokale Bündnisse für frühe Bildung um den Deutschen Kita-Preis beworben. Die Jülicher Kita ist die einzige Kita in Nordrhein-Westfalen, die es in diese Top-Ten geschafft hat.

Übrigens: Die Kreismäuse suchen immer wieder Verstärkung im Team. Alle Stellenausschreibungen gibt es unter:   www.kita-kreis-dueren.de

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40-jähriges Dienstjubiläum in Kaisersesch – Bürgermeister Jung bedankt sich bei Beate Hammes

Kaisersesch – Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde Beate Hammes für ihre 40-jährige Tätigkeit im öffentlichen Dienst geehrt. Als Zeichen der Anerkennung für die bisherige geleistete Arbeit überreichte ihr Bürgermeister Albert Jung eine Dankurkunde und einen Blumenstrauß.

Beate Hammes begann ihre berufliche Tätigkeit 1979 mit einer Ausbildung zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel. Nach ihrer Ausbildung war sie bis 1991 als Verwaltungsangestellte beim Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz in Koblenz tätig.

Seit 1991 ist Beate Hammes bei der Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch beschäftigt. Als Schulsekretärin ist sie für die Grundschule Hambuch-Gamlen, die Schieferland-Grundschule Laubach-Masburg und die Grundschule Landkern zuständig.

Bürgermeister Albert Jung bedankte sich bei Beate Hammes für die gute Zusammenarbeit und wünschte ihr alles Gute sowie Gesundheit für die Zukunft. Dem Dank und den Wünschen schlossen sich Büroleiter Mark Klasen und die Schulleiter*innen der Grundschulen Mario Spies, Andrea Reinhardt-Pihan und Trudi Klinkner an. Gleichfalls gratulierten alle Kolleg*innen der Schulen und der Verbandsgemeindeverwaltung.

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Stadt Euskirchen stellt Informationen für den Ernstfall bereit

Euskirchen – Die Stadt Euskirchen trifft Vorkehrungen für den Fall eines längeren großflächigen Stromausfalls und andere Ernstfälle. „Auch wenn ein Stromausfall dieser Art sehr unwahrscheinlich ist, so hat die Flut uns gelehrt, dass wir auf alles vorbereitet sein sollten“, betont Bürgermeister Sacha Reichelt.

Dasselbe gilt auch für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Euskirchen. Auf der Homepage sind unter https://www.euskirchen.de/leben-in-euskirchen/vorkehrungen-fuer-den-ernstfall alle wichtigen Informationen für einen Ernstfall hinterlegt.

Hier finden sich beispielsweise die Listen mit den Anlaufstellen, an denen man im Falle eines Stromausfalls einen Notruf abgeben kann, ebenso wie eine Liste der sogenannten „Leuchttürme“, an denen die Bürgerinnen und Bürger während des Ernstfalls mit aktuellen Informationen versorgt werden.

Zudem gibt es eine Unterseite mit Informationen dazu, wie man sich einen eigenen Vorrat aufbaut, damit man einige Tage ohne einen Einkauf auskommt.

„Sollte der Ernstfall wirklich eintreten, schauen Sie auch auf ihre Mitmenschen. Während der Flutkatastrophe haben die Menschen in Euskirchen einander geholfen, wo es nur ging. Dieser positive Geist sollte unbedingt bestehen bleiben. So kommen alle zusammen leichter durch jede denkbare Krise“, appellierte der Bürgermeister.

Alle Informationen finden sich gebündelt auch auf einem doppelseitigen Flyer, der auf der Homepage heruntergeladen werden kann und auch direkt ausgedruckt werden sollte.

Außerdem liegt der Flyer im Rathaus sowie im Bürgerbüro und der Stadtbibliothek zur Mitnahme aus.