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Arbeiten, leben und genießen im Herzen von Kall

Kall – Bauarbeiten an den Geschäftshäusern Nord und Süd auf dem Bahnhofsvorplatz schreiten voran – Fertigstellung bis Ende des Jahres geplant – Investoren sind zufrieden. Es tut sich was auf dem Kaller Bahnhofsvorplatz. Seit Ende August 2021 der erste Spatenstich getan war, geht es mit dem Neubau der beiden Geschäftshäuser, die dort entstehen sollen, stetig voran. Bei einem Baustellentermin der vier Investoren Jochem Hannes und Jürgen Lutsch (Geschäftshaus Süd) sowie Florian Beck und Fabian Giefer (Geschäftshaus Nord) zeigte sich jetzt nicht nur Beck, der zugleich Planer der beiden Gebäude ist, zufrieden mit dem Baufortschritt. „Wenn das Wetter mitspielt, können wir im März Richtfest feiern und unseren Zeitplan einhalten.“ Das würde bedeuten, dass die ersten gewerblichen Kunden noch im Dezember dieses Jahres und die privaten Mieter im Januar 2024 einziehen können.

„Und das, obwohl wir momentan etwas im Verzug sind“, berichtet Jochem Hannes. Die Arbeiten am dritten Vollgeschoss seien eigentlich bereits für Dezember avisiert gewesen, dann aber kam der Frost. So entsteht jetzt gerade die dritte Etage zunächst des Geschäftshauses Nord neben dem Anbau an das Rathaus (Haus der Begegnung) und direkt im Anschluss des Geschäftshauses Nord. „Danach können die Fenster eingebaut werden“, so Hannes. Abschließend erhalten beide Gebäude noch ein sogenanntes „Staffelgeschoss“- „das bedeutet, dass es zurückgesetzt gebaut wird und nur maximal drei Viertel der darunterliegenden Fläche ausmachen darf“, erklärt Architekt Beck.

Das Sistiger Unternehmen Völler Holzbau GmbH wird das Staffelgeschoss in Holzrahmenbauweise errichten. Mit den Firmen Elektrotechnik Lambert, der Gebr. Züll Haustechnik GmbH sind weitere Kaller Unternehmen am Bau beteiligt, andere stammen aus der Region. „Es ist uns sehr wichtig, vor allem mit ortsansässigen und regionalen Unternehmen zu arbeiten“, sagt Architekt Beck mit Büro in Köln und ergänzt: „Firmen aus der Eifel liefern einfach sehr gute Qualität, und das zu einem guten Preis – da können die Kölner nicht mithalten.“

Insgesamt entstehen in den beiden Häusern 16 Wohnungen von 40 bis 110 Quadratmetern für den freien Wohnungsmarkt, vier davon im Haus Süd, 12 im Haus Nord. „Es gibt schon viele Anfragen und auch konkrete Mietinteressenten“ berichten die Investoren. Auch Gastronomen sind schon im Boot, sodass im Geschäftshaus Süd eine Eisdiele und ein weiteres gastronomisches Angebot vorgesehen ist. Im nördlichen Pendant soll ein Restaurant entstehen, möglichst im Ganztagesbetrieb.

Weiterhin werden im Geschäftshaus Süd die Linda Apotheke Lutsch und die Physiotherapiepraxis Ebert neue Räumlichkeiten beziehen, auch ein Beratungsbüro für Familien ist mit im Boot. Apotheker Jürgen Lutsch möchte die Vergrößerung der Ladenfläche auf über 160 Quadratmeter auch dazu nutzen, das Konzept seiner Apotheke zu erweitern: „Wir werden einen eigenen Bereich haben, in dem wir Kunden ungestört beraten können – das gibt es meines Wissens so deutschlandweit noch nicht.“ Die aktuellen Räumlichkeiten seiner Apotheke, so Jürgen Lutsch, sollen dann vermietet werden, und „erste Interessenten gibt es schon“.

Angrenzend an die Gemeindeverwaltung wird das Geschäftshaus Nord im Erdgeschoss künftig das bei der Flut im Rathaus völlig zerstörte Gemeindearchiv beherbergen. Auch die Krankenkasse AOK möchte dort Räumlichkeiten beziehen. Die Etage darüber werden das Restaurant (mit Terrasse), ein Anbieter für Sehhilfen und Hörakustik sowie Wohnungen untergebracht, darüber dann die restlichen Wohneinheiten.

Dem als Profifußballer bekannten Torwart Fabian Giefer ist es wichtig in seine Eifel-Heimat zu investieren, Das, was seit der Flut in Kall geschehe, beeindrucke ihn: „Das betrifft nicht nur unser Projekt. Ich habe auch gesehen, wie gelungen beispielsweise das Rewe-Center modernisiert wurde. Und der Aktivpark Hannes wurde auf einem so hohen Niveau wiederaufgebaut – das sucht auch in sportlicher Hinsicht seines gleichen.“ Er freue sich, Anteil daran zu haben, „dass Kall und die Region ein neues Level erreichen“.

Bürgermeister Hermann-Josef Esser begrüßt es, dass mit den beiden Geschäftshäusern auch das Integrierte Handlungskonzept (InHK) im Kaller Kernort weiter umgesetzt wird. „Gleichzeitig fließen auch Ideen aus den Bürgerwerkstätten ein“, so Esser. Dort nämlich hatten Bürger sich unter anderem für mehr Gastronomie in der Ortsmitte ausgesprochen. „Und endlich haben dann auch Touristen und Gäste, die mit der Bahn anreisen, gute Einkehrmöglichkeiten“, sagt der allgemeine Vertreter Markus Auel. Auch wünschten sich nicht so mobile Menschen etwa aus den naheliegenden Senioreneinrichtungen fußläufig erreichbare gastronomische Angebote. Die Zusammenarbeit mit den vier Investoren, da sind sich Esser und Auel einig, klappe hervorragend.

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Kleine Sternschnuppen erfüllen Kinderwunsch

Saffig – Spendenaktion der Westnetz und Westenergie am Standort Rauschermühle kommt Kitas in der Verbandsgemeinde Pellenz zugute. 500 Euro für Kita „Zwergenscheune“ aus Kretz. Mitarbeiter*innen der Westnetz GmbH und Westenergie AG am Standort Rauschermühle haben im Rahmen der Initiative „Sternschnuppen-Aktion“ den Kindern der Kita „Zwergenscheune“ aus Kretz einen großen Wunsch erfüllt. Durch die zu Weihnachten ins Leben gerufene Spendenaktion kann die Kita neue kindgerechte Spiele und pädagogisch wertvolle Bücher zu Bildungszwecken anschaffen. Heute überreichte Regionalmanager Fabian Vocktmann von Westenergie der Leiterin der Kindertagesstätte Stefanie Schuh einen Spendenscheck in Höhe von 500 Euro.

Im Verwaltungsgebäude am Standort Rauschermühle in Saffig wird jedes Jahr ein mit „Sternschnuppen“ verzierter Weihnachtsbaum aufgestellt. Um die Dekoration des Baumes haben sich im Dezember die Kinder der Kita „Zwergenscheune“ aus Kretz  gekümmert und viele Stunden mit den Erzieher*innen einzigartige Schmuckstücke gebastelt. Mitarbeiter*innen konnten eine „Sternschnuppe“ vom Baum auswählen und mit einem entsprechenden Geldbetrag die Kindertagesstätte in Kretz finanziell unterstützen.

Fabian Vocktmann, Regionalmanager bei Westenergie, freut sich über das Engagement der Kolleg*innen: „Wir sind stolz darauf, dass wir mit einem Spendenbetrag in Höhe von 500 Euro das Bildungsangebot der Kinder aus der Kita „Zwergenscheune“ aus Kretz bereichern dürfen. Ein herzliches Dankeschön an alle Kolleg*innen, die zur Weihnachtszeit so großzügig gespendet haben.“ Klaus Bell, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Pellenz und Schirmherr der Initiative „Sternschnuppen-Aktion“ ist begeistert: „Den Kindertagesstätten in unserer Verbandsgemeinde fehlen oftmals die finanziellen Mittel für eine ergänzende Ausstattung. Wir freuen uns, wenn uns ortsansässige Unternehmen wie Westnetz und Westenergie im Bereich der Bildung unterstützen. Wir sind dankbar für dieses partnerschaftliche Verhältnis.“

Stefanie Schuh, Leiterin der Kita „Zwergenscheune“ aus Kretz, nahm den Spendenscheck gemeinsam mit den Kindern freudig entgegen und bedankte sich für die Zuwendung: „Wir schätzen dieses Engagement sehr und danken allen Mitarbeiter*innen der Westnetz und Westenergie. Ohne ihre Unterstützung wäre die Anschaffung der neuen Spiele und Bücher nicht möglich gewesen. Wir freuen uns, dass wir das Bildungsangebot für unsere Kinder nun endlich erweitern können.“

Westnetz und Westenergie am Standort Rauschermühle haben sich zum Ziel gesetzt, mit der jährlich wiederkehrenden Sternschnuppen-Aktion die Kindergärten rund um ihren Verwaltungssitz in der Verbandsgemeinde Pellenz zu unterstützen. Mit einer Spende der Mitarbeiter*innen zu Weihnachten sollen nützliche Projekte für Kinder in der Verbandsgemeinde Pellenz gefördert werden.

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Rotes Kreuz nimmt am 7. und 12. Februar Blutspenden in Blankenheim und Kall an

Blankenheim/Kall/Kreis Euskirchen – Täglich werden Blutspenden für die Heilung und Lebensrettung von Patienten gebraucht. Nächste Spendentermine im Kreis Euskirchen sind am Dienstag, 7. Februar, von 16 bis 20 Uhr im Schulzentrum, Finkenberg 8, in Blankenheim und am Sonntag, 12. Februar, von 9.30 bis 13.30 Uhr in den Nordeifelwerkstätten, Siemensring 36, in Kall.

Das teilt Edeltraud Engelen, die stellvertretender Kreisvorsitzende und Blutspende-Beauftragte des Roten Kreuzes, mit. Sie schreibt: „Bedingt durch die kurze Haltbarkeit von Blut können keine Reserven angelegt werden. Derzeit fallen viele Menschen, die eigentlich Blut spenden wollen, wegen Schnupfen, Halsschmerzen oder Fieber aus.“

Das Rote Kreuz bitte daher alle Bürgerinnen und Bürger, die sich fit fühlen und gesund sind, jetzt Blut zu spenden. Kreisgeschäftsführer Rolf Klöcker: „Anders ist der große Ausfall von erkrankten Spenderinnen und Spendern nicht aufzufangen.“

Übrigens, so Edeltraud Engelen: „Wer jetzt eine Freundin oder einen Kollegen mitbringt, der die Blutspende zum ersten Mal ausprobiert, bekommt einen schicken Regenschirm direkt auf dem Termin…“

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Elftes ausverkauftes Konzert zugunsten der Hilfsgruppe Eifel

Kall/Gemünd – Viel Beifall für Polizeiorchester – Dirigent Scott Lawton: „Wir sind froh, ein Teil der Wiedergeburt mitgestalten zu können“ – Landrat: „Ein Zeichen der Wertschätzung“ – Das Jubiläum der Hilfsgruppe wird jetzt nachgeholt – 8,5 Millionen Euro Spendengelder. Schirmherr und Landrat Markus Ramers war den Polizeimusikern dankbar dafür, dass sie am Sonntag bereits zum elften Mal in Gemünd zugunsten der Hilfsgruppe Eifel musizierten. Froh war Ramers auch über den großen Zuspruch des Publikums, das den Großen Kursaal in Gemünd bis auf den letzten Platz gefüllt hatte. Der Landrat sah dies als eine große Wertschätzung für die Polizei an, die gerade in diesen Zeiten sehr wichtig sei.

Das Landespolizeiorchester NRW unter Leitung von Dirigent Scott Lawton gastierte zum 11. Mal zugunsten der Hilfsgruppe Eifel im Kursaal in Gemünd. Foto: Reiner Züll

„Wir hätten doppelt so viele Eintrittskarten gebraucht“, umschrieb Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel das große Interesse der Eifeler am Konzert der Polizeimusiker. Und auch Scott Lawson, der Dirigent des Orchesters, schwärmte von dem vollen Saal, den er nun schon zum elften Mal erlebe. Das Engagement der Hilfsgruppe sei einzigartig. „Ich bin immer wieder erstaunt, wie eine solche Gruppe so viele Dinge bewegt“. Dass das Orchesters schon Beifall bekomme, ehe es gespielt habe, gebe es nur in Gemünd. Er und seine Musiker seien froh, nach zweijähriger Corona- und Flutpause wieder im Gemünder Kursaal konzertieren zu können, so Lawton.

Vor Beginn des Konzertes hatte Willi Greuel kurz über die Arbeit der Hilfsgruppe berichtet, die letztes Jahr 30 Jahre alt geworden sei. Diesen runden Geburtstag habe man nicht wie geplant feiern können, so dass man dieses Jahr „30 plus eins“ feiere. In diesen drei Jahrzehnten habe die Eifeler Bevölkerung dem Kaller Verein über 8,5 Millionen Euro Spendengelder anvertraut. Nach der Flut habe man Betroffene des Hochwassers im Kreis Euskirchen mit Soforthilfen von rund 600.000 Euro unterstützt.

„Ich freue mich, dass es hier nach Corona und wieder aufwärts geht, und dass wir als Polizeiorchester einen Teil ihrer Wiedergeburt mitgestalten können“, sagte Scott Lawson, bevor das Orchester mit der Leichten Kavallerie Overture von Franz von Suppe in das Konzertprogramm einstieg. Moderne Klänge wurden dem Publikum mit Police on Stage von Sting und mit Africa von Toto zu Gehör gebracht.

Weiter im Programm waren „Morgenstimmung“ von Edvard Grieg, „Orpheus aus der Unterwelt“ von Jacques Offenbach und „Don’t you worry ´bout a thing“ von Wonder. Mit dem „1941 Marsch“ und „Adventures on Earth“ für Blasmusik präsentierte das Orchester zwei Werke des Komponisten John Williams, der in diesem Jahr 90 Jahre alt wird.

Mit den Stücken „Rosen aus dem Süden“, „Pizzicato Polka“ und „An der schönen blauen Donau“ kam das Orchester dem Publikumswunsch nach, einige Stücke des großen Komponisten Johann Strauss zu intonieren. Und dafür hatte sich das Ensemble für den Vortrag der Pizzicato Polka ganz besonders ins Zeug gelegt, wie Scott Lawson berichtete: „Das Stück ist für ein Streichorchester gemacht, aber wir spielen es auch als sinfonisches Blasorchester es für Sie“. Das Publikum bedankte sich mit anhaltendem Beifall.

In Gemünd ist es eine inzwischen über zehn Jahre alte Tradition, dass das Orchester das Konzert mit dem Radetzky-Marsch beendet, bei dem sich das Kurhaus in eine Klatsch-Arena verwandelt. Den Blumenstrauß, den Dagmar Poth von der Hilfsgruppe Dirigent Lawton überreichte, darf der Orchesterleiter seit vier Jahren wegen Vorteilsnahme nicht mehr annehmen. „Welche Dame hat heute Geburtstag“, fragte er ins Publikum und wurde fündig. Es war Hildegard Sywerk aus Mechernich-Holzheim, die am Tag des Konzertes 59 Jahre alt wurde. Lawton bat sie auf die Bühne und überreichte ihr seien Blumenstrauß.

Schirmherr Markus Ramers, Ex-Landrat Günter Rosenke und Schleidens Bürgermeister Ingo Pfennigs freuten sich abschließend, dass wieder so große Veranstaltungen im Kursaal in Gemünd stattfinden können. Das Konzert habe mal wieder gezeigt, weshalb die Hilfsgruppe in 30 Jahren an 8,5 Euro Millionen Spendengelder gekommen sei. Die Mannschaft um Willi Greuel sei ein tolles Team, das professionell arbeite und Veranstaltungen auf die Beine stelle. „Und das mit Eifeler Herzblut“, so Ramers.

Hilfsgruppen-Chef Willi Greuel wies indes auf drei Großveranstaltungen hin: Die 23. Eifeler Oldienacht finde am Samstag, am 17. Juni, auf dem Gelände der Firma Papstar in Kall statt. Es folge das große Familienfest am Sonntag, 6. August, auf dem Rewe-Platz in Kall. Die Bigband der Bundeswehr spiele zu Ihrem Tour-Abschluss im Dezember wieder an zwei Tage zugunsten der Hilfsgruppe im Kulturkino Vogelsang. Die Konzerte mit dem Stargast Markus Maria Profitlich finden statt am Donnerstag, 14. Dezember, und am Freitag, 15. Dezember. (Reiner Züll)

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Konflikt um Gebühren für Parkplätze am Nürburgring beigelegt

Ahrweiler – Ortsgemeinden verzichten auf Forderungen gegenüber dem Kreis Ahrweiler. Im Konflikt um Gebühren, die die Ortsgemeinden Nürburg, Müllenbach (beide Verbandsgemeinde Adenau) und Welcherath (Verbandsgemeinde Kelberg, Landkreis Vulkaneifel) dem Kreis Ahrweiler für die Nutzung von Parkplatzflächen am Nürburgring nach der Flut in Rechnung gestellt haben, ist jetzt eine einvernehmliche Lösung gefunden worden: In einem gemeinsamen Gespräch mit Landrätin Cornelia Weigand haben sich Ortsbürgermeisterin Anita Schomisch (Nürburg) sowie die Ortsbürgermeister Matthias Rieder (Müllenbach) und Winfried Rech (Welcherath) darauf geeinigt, auf die bislang gestellten Forderungen in Gänze zu verzichten. Damit schließen sich die drei Ortsgemeinden einer Reihe weiterer Kommunen an, die Flächen unentgeltlich zur Verfügung gestellt haben.

„Ich bin froh und erleichtert, dass wir gemeinsam zu einem für alle Parteien guten Ergebnis gekommen sind. In einem intensiven persönlichen Gespräch konnten wir jetzt alle Missverständnisse klären und die drei Ortsgemeinden verzichten auf die im Raum stehende Summe von insgesamt rund 536.000 Euro für die Nutzung ihrer Parkplatzflächen nach der Flut. Für alle Beteiligten war die zum Teil unklare rechtliche Lage aufgrund von Vereinbarungen, die kurz nach der Flut durch Dritte, namentlich die ADD, geschlossen wurden, nicht einfach zu bewerten. Allen Beteiligten war aber daran gelegen, die für die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Ahrweiler beste Lösung zu erzielen“, sagt Landrätin Cornelia Weigand.

Zum Hintergrund

Kurz nach der Flutkatastrophe hatte die Nürburgring GmbH über 70.000 Quadratmeter ihrer Flächen für den Katastrophenschutz zur Verfügung gestellt. Unter den für den Hilfseinsatz genutzten Flächen befanden sich auch im Eigentum der drei genannten Ortsgemeinden stehende Parkplätze, die grundsätzlich an die Nürburgring GmbH verpachtet sind. Dem Nürburgring wurde für die Inanspruchnahme der Flächen unter anderem auf Grundlage des Brand- und Katastrophenschutzgesetzes Rheinland-Pfalz entsprechende Entschädigungsansprüche durch das Land gewährt.

Nach Beendigung des Katastrophenschutzeinsatzes und der Räumung der Flächen sollten die Ortsgemeinden Nürburg, Müllenbach und Welcherath durch das Land entschädigt werden und jeweils eigene Rechnungen stellen. Da zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung die Einsatzleitung allerdings bereits wieder bei der Kreisverwaltung Ahrweiler lag, stellten die Ortsgemeinden dem Kreis die Nutzungsgebühren in Rechnung. Der Kreis lehnte die Begleichung jedoch ab. Der Kreis- und Umweltausschuss (KUA) wurde im nicht-öffentlichen Teil seiner Sitzung vom 12. Dezember 2022 über diesen Sachverhalt informiert.

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ARD-Mehrteiler „Bonn – Alte Freunde, neue Feinde“ – Einige Szenen entstanden in Euskirchen

Mechernich/Lübeck – Drehbuchautor Martin Rehbock, gebürtig aus Mechernich, über die Arbeit zum ARD-Mehrteiler „Bonn – Alte Freunde, neue Feinde“ Zur besten Sendezeit ist seit Dienstag der ARD-Mehrteiler „Bonn – Alte Freunde, neue Feinde“ im Abendprogramm zu sehen. Einer der Drehbuchautoren ist der gebürtige Mechernicher Martin Rehbock. „Das Schreiben habe ich durchs Machen gelernt“, sagt der 51-Jährige heute.

Das Drehbuch für den Mehrteiler, der irgendwo zwischen einem Familiendrama und einem Agententhriller einzuordnen ist, schrieb Martin Rehbock zusammen mit Peter Furrer und Claudia Garde. „Am Anfang haben wir uns in Berlin getroffen und den Stoff der Geschichte strukturiert, Folgen und Abläufe und sonstige Elemente der Handlung festgelegt“, erinnert sich Martin Rehbock an den Start des Projektes im Jahr 2019.

Anschließend habe man die sechs Episoden untereinander aufgeteilt, sodass jeder seine Aufgaben abarbeiten konnte. „Über einen Zeitraum von zwei Jahren haben wir uns dann immer wieder getroffen, unsere Texte umgestellt und neu strukturiert. Im besten Fall entsteht dabei etwas Drittes, was noch besser ist als die Einzelideen.“

Zwischen den Fronten der Geheimdienste

Inhaltlich geht es in der Drama-Serie um die 20-jährige Toni Schmidt, die 1954 in Bonn zwischen die Fronten der Geheimdienste gerät. Als Fremdsprachensekretärin arbeitet sie bei der Organisation Gehlen, dem Auslandsgeheimdienst und Vorläufer des Bundesnachrichtendienstes BND. Gleichzeitig versucht der Bundesverfassungsschutz unter Leitung von Otto John, sie als Spionin für den Nachrichtendienst anzuwerben. Dabei stößt Toni, deren Familie indessen die Wohlstandsidylle zur Zeit des deutschen Wirtschaftswunders genießt, auf skrupellose Machenschaften und dunkle Geheimnisse.

Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten. „Es war schon erschreckend, wie wenig ich selbst über diese Zeit wusste, bevor ich mit der Arbeit an den Drehbüchern begonnen habe“, sagt Martin Rehbock im Interview mit Redakteur Thorsten Wirtz von der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft.

Umfangreiche Recherchen seien notwendig gewesen, um die geschichtlichen Hintergründe möglichst exakt wiederzugeben, schreibt Wirtz in seinem Bericht für die beiden Tageszeitung Kölner Stadt-Anzeiger und Kölnische Rundschau. Darin zitiert der Redakteur den Drehbuchautor: „Diese politischen Themen und die Zeitproblematik haben wir dann in eine Familiengeschichte integriert.“

Dreharbeiten auch in Euskirchen

Im Sommer 2021 fanden schließlich die Dreharbeiten in Prag und Umgebung, in Bonn, Bad Godesberg, Leutesdorf, Köln und in Euskirchen statt. Martin Rehbock: „Während man beim Romanschreiben lange die Kontrolle behält, gibt man das Drehbuch irgendwann ab und dann kommen Schauspieler, Technik, Kamera und Musik dazu. Der fertige Film kann dann ganz anders, er kann aber auch viel besser sein, als man sich das selbst vorgestellt hat.“

Einige Szenen entstanden in Euskirchen in einem zeitgenössischen Haus an der Billiger Straße, berichtet Thorsten Wirtz im Kölner Stadt-Anzeiger und in der Kölnischen Rundschau. Er zitiert Martin Rehbock, der die Kreisstadt noch bestens aus seiner aktiven Leichtathletik-Zeit bei der LGO kenne: „Dass tatsächlich in Euskirchen gedreht wurde, habe ich erst später erfahren.“ Allerdings habe man als Autor in der Regel keinen Einfluss auf die Drehorte.

Altusknipp und Katzensteine

Martin Rehbock lebt aktuell mit seiner Frau und zwei Kindern in Lübeck. Wenn er seine Mutter in Mechernich besuchen kommt, geht er gerne auf den Altusknipp und zur Alten Kirche in Mechernich. „Und mit Kindern kann man hier viele schöne Sachen machen. Wir gehen zum Beispiel gerne in Kommern ins Freilichtmuseum oder zu den Katzensteinen.“

In den Augen des Drehbuchautors hat sich in der Stadt Mechernich in den vergangenen 20 Jahren vieles verändert. „Deshalb verändert sich auch mein Drehbuch immer wieder, an dem ich jetzt schon seit 20 Jahren arbeite. Darin geht es um jemanden, der zufällig nach Mechernich kommt und dort hängenbleibt. Es ist ein Blick von außen auf die Stadt“, verrät Martin Rehbock. Und er ergänzt: „Falls ich das Drehbuch irgendwann fertigkriege, würde ich den Film natürlich auch gerne in Mechernich drehen.“

Bis es soweit ist, können sich die Zuschauer erstmal an dem ARD-Mehrteiler „Bonn – Alte Freunde, neue Feinde“ erfreuen. Der ist am Dienstag, 17. Januar, sowie am Mittwoch, 18. Januar, und Dienstag, 24. Januar jeweils um 20.15 Uhr in Doppelfolgen im Ersten zu sehen. Alle Folgen sind außerdem über die ARD-Mediathek abrufbar.

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Euskirchener Ehrenamtler tauschen sich mit Verwaltungs-Spitze aus

Euskirchen – Der Verein feder e.V. betreut einige Projekte, von denen die Menschen in Euskirchen profitieren können. Dazu gehören die Kulturbühne, die bedürftigen Menschen Zugang zu Kulturveranstaltungen bringt, sowie die Taschengeldbörse, die Senioren jugendliche Helfer vermittelt, die für ein Taschengeld bei kleineren Arbeiten unterstützen. Eine Kernkompetenz des Vereins liegt aber seit den Gründungstagen darin, Menschen ins Ehrenamt zu bringen.

Der Verein feder übernimmt die Aufgabe einer Stellenbörse für ehrenamtlich Aktive und versucht, passende Ämter für interessierte Menschen zu finden. Das ist während der Pandemie nicht einfach gewesen. Knapp 90 Menschen wurden vor 2020 jedes Jahr vermittelt. „Während der Pandemie sind die Vermittlungen deutlich zurückgegangen. Mittlerweile aber haben wir wieder einen Anstieg zu verzeichnen“, resümiert Harald Nöttel, der Vorsitzende von feder.

„Es ist toll, zu sehen, wie Menschen sich für eine neue Aufgabe öffnen und darin aufgehen“, berichtet Hildegard Schmadel von den Glücksmomenten ihrer Tätigkeit.

Zurzeit werden von verschiedenen Einrichtungen Mentoren gesucht, die Jugendliche bei Tätigkeiten unterstützen wie Hausaufgaben machen, erste Bewerbungen schreiben oder ähnliches, so berichtete Harald Nöttel.

Gerade ältere Menschen, die frisch in Rente seien, könnten an so einer Aufgabe Freude und Erfüllung finden. „Das Ehrenamt soll beiden Seiten etwas bringen“, betont Hildegard Schmadel.

Bürgermeister und Erster Beigeordneter sind sich einig, dass das Ehrenamt ein wichtiger Bestandteil des Miteinanders ist, auch in Euskirchen, wo viele Vereine das gesellschaftliche Leben entscheidend prägen. Deshalb schätzt die Verwaltungsspitze die Arbeit des Vereins feder, da dieser andere Vereine dabei unterstützt, neue Helferinnen und Helfer zu finden.

Feder bietet regelmäßige Sprechstunden an, zu der Interessierte kommen können, um sich in ein Amt vermitteln zu lassen. Diese finden jeden Dienstag von 15.00 – 17.00 Uhr im Café Insel auf der Frauenberger Str. 2 – 4 statt.

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Tournee durch die Eifeler Kirchen und Säle – Sacro-Pop spendet für die Hilfsgruppe Eifel

Kall – Sie sind seit mehr als 15 Jahren in der Eifel unterwegs, um Kirche lebendig und abwechslungsreich zu gestalten. „Spirit“ nennt sich die Band mit acht Musikern, die mit frischem Sacro-Pop Jugendmessen, Hochzeiten, Weihnachtsmärkte oder auch private Feiern mit einer vielfältigen musikalischen Mischung begleiten. Immer wieder schafft es die Band, bei ihren Konzerten die Kirchen und Säle zu füllen. Erfolgreich ist Spirit auch mit ihrer im Dezember 2021 veröffentlichten CD „Karussell“, auf der sich erstmals fünf eigene Stücke befinden.

Die acht Akteure der Band haben die Corona-Zeit, in der keine Auftritte stattfinden konnten, genutzt, sich den Traum einer eigenen CD zu verwirklichen. „Spirit“ sind Bandleader Michael Remer, Kathrin Wallraf, Simon Bungartz, Maike Ziemann, Stephanie Reichenberger, Anna Jardin, Svenja Keutgen und Maja Diederichs. Die Band covert sowohl bekannte Stücke aus Rock und Pop als auch gefühlvolle Balladen und modernes geistliches Liedgut.

Auf Kirmesbühnen trifft man Spirit indes nicht an. Denn so Bandmitglied Kathrin Wallraf: „Für uns spielt nicht nur die Musik, sondern auch der Glaube eine Rolle“. Die Songs, die Spirit im Repertoire hat, sollen den Zuhörern auch Botschaften vermitteln.

Mit Technik und mit Instrumenten ist die Band bestens aufgestellt. Gitarre, Bass, Schlagzeug, E-Piano, Oboe, Keyboard und Percussions machen die Vielseitigkeit möglich, die „Spirit“ auszeichnet. Ein weiteres Merkmal sind die Gesangsparts vom starken Solo bis hin zum mehrstimmigen Chorgesang.

Mit ihrem Album „Karussell“ tourt Spirit sei Dezember durch die Eifel. Dabei steht auch ein weiterer sozialer Aspekt im Vordergrund, wie Kathrin Wallraf bei einem Besuch des Monatstreffens der Hilfsgruppe Eifel berichtete. Weil alle Musiker der Band von der Hochwasser-Katastrophe im Juli 2021 verschont geblieben seien, habe man zum Start des CD-Verkaufs beschlossen, einen Teil der Einnahmen an die Hilfsgruppe zu spenden, die viele Flutbetroffene unterstützt habe.

Mit ihrer Bandkollegin Stephanie Reichenberger übergab sie einen Spendenscheck über 600 Euro an Kathi Greuel und Damar Poth von der Hilfsgruppe Eifel.

Eine weitere Spende von 1000 Euro bekam die Hilfsgruppe von Roswitha Schmidt aus Kall und Marianne Werner aus Gemünd. Die beiden Frauen basteln und backen schon seit Jahren im Herbst und der Vorweihnachtszeit und verkaufen ihre Sachen beim Zülpicher Markt und in Kall beim Weihnachtsmarkt des Vereins zur Erhaltung der Gaststätte Gier.

Beim Stammtisch berichtete Hilfsgruppen-Chef Willi Greuel, dass die Ukraine bestens laufe und die Hilfsgruppe regelmäßige Transporte von Medikamenten mitfinanziere. Um gezielt helfen zu können, schaffe die Hilfsgruppe nur Hilfsgüter in das Land, die angefordert würden. Bei diesen Aktionen finde man bei der Firma Procter & Gamble große Unterstützung. Einem ukrainischen Flüchtlingskind aus Nettersheim, das kürzlich verstorben sei, und dessen Eltern die Beisetzung in der Heimat gewünscht hätten, habe man die Überführung in die Ukraine ermöglicht, in dem die Hilfsgruppe die Kosten übernommen habe, die nach einer Spendenaktion gefehlt hätten. (Reiner Züll)

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Neue Krankenhaus-Oberin am Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Seit Anfang des Jahres komplettiert Maria Heine als neue Krankenhausoberin das Direktorium des Marienhaus Klinikums im Kreis Ahrweiler. Eine Krankenhausoberin, so heißt es in Marienhaus-Kreisen, soll die Hände frei haben für die Menschen. Sie ist vertrauensvolle Ansprechpartnerin mit einem offenen Ohr für sämtliche Anliegen, Fragen, Sorgen und Nöte – aus der Mitarbeiterschaft sowie von Patientinnen und Patienten.

So möchte auch Maria Heine (55), seit Anfang des Jahres Krankenhausoberin am Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler, ihren Blick auf die Menschen richten. Dafür ist sie bestens gewappnet. 20 Jahre lang hat die Diplomtheologin selbst als Pflegekraft am Bett gestanden, zu großen Teilen auf der Intensivstation. „Ich kenne die Sorgen der Patienten“, sagt sie. „Und ich weiß, was unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten – in der Pflege, im ärztlichen Dienst sowie in allen anderen Bereichen. Ich weiß, was es bedeutet, im Dreischichtsystem zu arbeiten, an Feiertagen, am Wochenende.“ Als Oberin sieht sie sich als Bindeglied zwischen der Klinikleitung, den Mitarbeitenden sowie den Patienten und Angehörigen. Sie möchte Verbindungen schaffen und so dafür sorgen, dass alle Zahnräder des Klinikums ineinandergreifen.

Die doppelte Kompetenz als studierte Theologin und gelernte Pflegekraft ebnete ihr den Weg in die Klinikseelsorge und schließlich in die Position der Krankenhausoberin am Marienhaus Klinikum Hetzelstift in Neustadt an der Weinstraße. Das war 2011 und ihr Einstieg in die Marienhaus-Familie. Die franziskanische Tradition des Trägers liegt ihr sehr am Herzen: „Es ist mir ausgesprochen wichtig, dass unsere christlichen Werte im Alltag nicht unter die Räder kommen und alle Menschen hier im Haus spüren, dass wir ein christlich geprägtes Unternehmen sind“.

Zuletzt war Maria Heine als Geschäftsführerin der Marienhaus-Sparten für Altenhilfe und Hospize tätig. Nun hat sie entschieden, ins Krankenhaus zurückzukehren, um wieder unmittelbar am Menschen zu arbeiten. Am Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler übernimmt sie den Staffelstab von Gaby Frömbgen, die bereits im vergangenen Jahr als Krankenhausoberin in das Marienhaus Klinikum Neuwied gewechselt war. „Ich weiß, dass ich große Fußstapfen zu füllen habe“, sagt sie, blickt der Herausforderung aber positiv entgegen. Ihre Direktoriumskollegen – Kaufmännischer Direktor Thorsten Kopp, Ärztlicher Direktor Dr. Thomas Lepping und Pflegedirektor Sven Mühlan – heißen die neue Oberin herzlich willkommen und freuen sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit im Team.

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Karlsfest am 29. Januar 2023 in Aachen – Mittelalterliches Treiben im Rathaus

Aachen – Seit vielen Jahren wird in Aachen anlässlich des Todestages Kaiser Karls am letzten Januar-Sonntag eines Jahres das Karlsfest gefeiert –nach zwei Jahren coronabedingter Pause aktuell am 29. Januar 2023. Der Tag beginnt um 10 Uhr mit einem Pontifikalamt im Dom, bei dem Jean-Claude Kardinal Hollerich SJ, Erzbischof von Luxemburg, Hauptzelebrant sein wird. Anschließend finden die Generalversammlung der Karlsschützen-Gilde im Krönungssaal des Aachener Rathauses sowie ein kurzer Empfang statt.

Karlswurst, Grünkohleintopf und ein Karls-Reichsapfel

Das Fest anlässlich des 1.209sten Todestages Karls des Großen mündet an diesem Tag ab 11 Uhr in ein buntes, mittelalterliches Treiben im Aachener Rathaus. Mit dabei: Die Öcher Duemjroefe, die Limburger Ritterschaft, Arnd Jansen mit seinem Saker-Falken, der Gaukler Jeremias und natürlich die Aachener Aixtra-Fleischer, die wieder ihre berühmte mittelalterliche Karlswurst, einen Grünkohleintopf ohne Speck sowie den Karls-Reichsapfel als Dessert anbieten werden.

Erstmals wird es in diesem Jahr wird eine Beschränkung auf maximal 600 Besucher*innen gleichzeitig im Rathaus geben. Auch werden keine Führungen durch das Haus angeboten. So soll eventuellen Infektionen und Ansteckungen, zum Teil auch noch durch Corona, vorgebeugt werden.

Verborgene Räume

Von 10 bis 17 Uhr ist das Aachener Rathaus beim Karlsfest zur kostenlosen Besichtigung geöffnet. Neben dem Krönungssaal können unter anderem das alte Amtszimmer der Oberbürgermeisterin, der Weiße Saal, der Friedenssaal, die Werkmeisterküche und das Werkmeistergericht sowie die Eingangshalle des Rathauses besichtigt werden. Die Besucher*innen sehen also auch diejenigen Räume, die ihnen an anderen Tagen verborgen bleiben.

Fresken mit Szenen aus dem Leben Karls des Großen

Das Rathaus ist Station der Route Charlemagne. Somit sind beim Karlsfest auch die Präsentationen dieses Ausstellungsprojekts bei freiem Eintritt anzusehen. Im Chorerker des Krönungssaales sind zum Beispiel die aus dem 19. Jahrhundert stammenden größten Historienbilder der Romantik, die Fresken des Aachener Künstlers Alfred Rethel, mit ihren legendären und historischen Szenen aus dem Leben Karls des Großen zu besichtigen. Auch das neue Goldene Buch der Stadt wird in einer Vitrine präsentiert.

„Das Rathaus ist nicht nur eines der ältesten Rathäuser Europas sowie eines der bestbesuchten Museen der Stadt, sondern auch ein Haus der Bürgerschaft. Deswegen ist es schön, dass das Rathaus sich zum Karlsfest wieder für alle Aachener*innen und Gäste der Stadt öffnen kann“, sagte Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen im Pressegespräch. Sie wird an diesem Tag selbstverständlich ebenfalls im Rathaus sein und freut sich, mit vielen Besucher*innen in Kontakt zu kommen. „Wenn Menschen zusammenkommen, bin ich immer gerne mittendrin“, lächelt sie.