Kategorien
News

Mayen-Koblenz fördert Initialberatung zur Erstellung von kommunalen Quartierskonzepten

Region/Mayen-Koblenz – Verbandsgemeinde Vordereifel erhält einen Zuschuss in Höhe von 24.000 Euro. Der Landkreis Mayen-Koblenz hat auf Grundlage der vom Kreistag verabschiedeten Resolution „Klimaschutz effektiv gestalten“ finanzielle Mittel zur Förderung von Initialberatungen zwecks Erstellung von kommunalen Quartierskonzepten bereitgestellt. Ziel der Kreisförderung ist es, durch Initialberatungen potentielle Quartiere innerhalb einer oder mehrerer Kommunen zu eruieren und die kommunalen Gremien im Entscheidungsprozess zu unterstützen. Dabei sollen städtebauliche, denkmalpflegerische, baukulturelle, naturschutzfachliche, wohnungswirtschaftliche, demografische und soziale Aspekte betrachtet werden.

Die Verbandsgemeinde Vordereifel hatte Ende April 2022 durch die Kreisverwaltung eine Förderzusage erhalten und daraufhin das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) des Umwelt-Campus Birkenfeld mit einer Initialberatung zunächst für fünf, im weiteren Jahresverlauf für sieben weitere und somit insgesamt für zwölf Ortsgemeinden beauftragt. Im Zeitraum von Mai bis Dezember wurden in Baar, Ettringen, Hausten, Kehrig, Kottenheim, Langenfeld, Monreal, Nachtsheim, Reudelsterz, St. Johann, Virneburg und Welschenbach die Möglichkeiten für eine klimafreundliche und nachhaltige Gestaltung der Ortsgemeinden in einem ersten Schritt betrachtet.

Die Initialberatung dient als Vorbereitung für die Antragstellung des Förderprogramms 432, „Quartierskonzepte“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und des Förderprogramms „Wärmewende im Quartier“ der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB). Hier wird unter anderem die Vorhabensbeschreibung für die Antragstellung der Förderprogramme erarbeitet.

Im Anschluss stellten die Ortsgemeinden, einen Antrag auf Bundes- und Landesmittel für die Erstellung von Quartierskonzepten. In diesen Konzepten sollen die Energieverbräuche und Einsparmöglichkeiten sowie die Potentiale zur klimafreundlichen Energiegewinnung analysiert werden. Zudem sind konkrete Maßnahmen in Handlungskonzepten zu benennen. Anschließend können die erarbeiteten Maßnahmen mit Hilfe des geförderten Sanierungsmanagements umgesetzt werden. Der Start zur Erstellung der Quartierskonzepte erfolgt sobald die Fördermittel durch die KfW und ISB bewilligt werden und anschließend ein Fachplaner beauftragt wurde.

Die Kreisverwaltung freut sich über das Engagement in der Verbandsgemeinde Vordereifel insbesondere in Zeiten der Energiekrise und hat die Initialberatungen mit insgesamt 24.000 Euro aus dem Kreishaushalt bezuschusst. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Vordereifel Alfred Schomisch begrüßt den Zuschuss der Kreisverwaltung und weist auf die Bedeutung der oben aufgeführten Maßnahmen hin. Ihm ist es wichtig, die Energiewende, insbesondere aufgrund der aktuellen Energiekrise, anzugehen und zu handeln, damit die Verbandsgemeinde Vordereifel gestärkt aus der Energiekrise hervorgeht.

Kategorien
News

Euskirchener Dreigestirn ruft zur Blutspende auf

Euskirchen – „Jeder sollte Blut spenden“ – Das Euskirchener Dreigestirn ruft zur Blutspende am Donnerstag den 2. Februar, von 15 bis 20 Uhr im Euskirchener Rotkreuz-Zentrum auf. Kurz vor Ende der Sitzung im Alten Casino wird es nochmal richtig jeck. Marita Kölner, dat fussisch Julchen, steht auf einem Tisch, hat sich das Euskirchener Dreigestirn als Unterstützung dazu geholt und sorgt mit ihren Liedern für beste Stimmung bei den Gästen des karnevalistischen Altentags, der Audienz am Hofe Seiner Tollität.

Von der Stimmung lässt sie sich offenbar selbst so sehr mitreißen, dass sie kurzerhand ihre Perücke abnimmt und mit Jungfrau Johanna (Jochen Tews) die Haarpracht tauscht. Dat blonde Julchen ist nochmal so gut drauf und wird damit zum fulminanten Abschluss einer ohnehin tollen Sitzung, die Moderator Willy Gemünd mit Dankesworten und   Ausmarsch der Tollitäten für beendet erklärt.

Doch für das Dreigestirn ist damit noch nicht Schluss. Die närrischen Regenten haben noch ein überaus wichtiges Anliegen. Während der Saal sich leert, kehren Prinz Mucki I. (Markus Tews), Bauer Thomas (Wierum) und Jungfrau Johanna zurück auf die Bühne und stellen sich mit den Blutströpfchen in Position. Denn zusammen mit den ehrenamtlichen Damen des DRK wirbt das Dreigestirn für die Blutspende am Donnerstag, 2. Februar, von 15 bis 20 Uhr im Euskirchener Rotkreuz-Zentrum, Jülicher Ring 32 B.

Viel spenden beseitigt keine Falten

Warum sie dabei mitmachen? Die Frage stellt sich für Prinz Mucki überhaupt nicht. „Jeder sollte Blut spenden, weil es jedem passieren kann, dass er mal auf eine Blutspende angewiesen ist“, sagt der überzeugte Blutspender und wird von seinen Mitregenten darin bestärkt. Zwar darf Bauer Thomas nach 33 Blutspenden inzwischen nicht mehr spenden, aber Jungfrau Johanna wird als Gelegenheitsspenderin auf jeden Fall mitmachen und scherzt: „Aber maximal fünf Liter.“ Für Bauer Thomas ein guter Wert, denn „dann verschwinden auch definitiv deine Falten“.

Alles nur Spaß. Denn bei einer Vollblutspende werden lediglich 500 Milliliter Blut gespendet. Kleine Menge, aber so wichtig. Gerade jetzt, während der aktuellen Grippe- und Erkältungswelle, fallen viele Blutspender aus. „Derzeit reichen die Vorräte lediglich für einen Tag, nicht wie sonst, für fünf Tage“, sagt Edeltraud Engelen. „Daher bitten wir alle Bürgerinnen und Bürger, die sich fit fühlen und gesund sind, jetzt Blut spenden zu gehen. Anders ist der große Ausfall von erkrankten Spenderinnen und Spendern nicht aufzufangen“, ergänzt die Blutspende-Beauftragte des Roten Kreuzes im Kreis Euskirchen.

Ohne Blutspender läuft nichts

„Ohne Blutspender läuft nichts in der medizinischen Grundversorgung, denn Blut wird jeden Tag aufs Neue benötigt, um Patienten in Therapie und Notfallversorgung behandeln zu können“, unterstreicht auch Rolf Klöcker, Geschäftsführer des Roten Kreuzes im Kreis Euskirchen. Allein der DRK-Blutspendedienst West sei werktäglich auf rund 3000 bis 3500 Blutspender angewiesen, um Hunderte Krankenhäuser mit Blutpräparaten versorgen zu können.

Um den rückläufigen Zahlen bei den Blutspendern entgegenzuwirken, freut sich das Euskirchener Rote Kreuz über die närrische Unterstützung von Prinz Mucki I., Bauer Thomas und Jungfrau Johanna. Wer seine Wartezeit am 2. Februar verkürzen möchte, kann sich vorab unter www.blutspende.de einen Termin reservieren. Zudem wird es wieder ein leckeres Buffet geben, an dem sich die Spender bedienen dürfen.

Blutspender müssen mindestens 18 Jahre alt und gesund sein. Zudem muss der Spender mindestens 50 Kilogramm und maximal 160 Kilogramm wiegen. Vor der Spende sollte man ausreichende essen und mindestens 1,5 Liter (Wasser, Tees, Fruchtsäfte) getrunken haben. Auf keinen Fall nüchtern zur Blutspende kommen. Alle Spender müssen immer ein gültiges und amtliches Personaldokument mit Lichtbild (Personalausweis, Reisepass oder Führerschein) vorweisen können.

 

Kategorien
News

Neujahrsempfang für die Aachener Vereine

Aachen – Im vollen Krönungssaal lobt die Oberbürgermeisterin das ehrenamtliche Engagement der Aachener*innen. Engagierte Menschen aus über 320 Aachener Vereinen und Initiativen sind am vergangenen Samstag, 21. Januar, der Einladung der Oberbürgermeisterin zum traditionellen Neujahrsempfang in den Krönungssaal des Aachener Rathauses gefolgt.

Talkrunde zum Thema: Die vier Vertreter*innen verschiedener Vereine und Initiativen zeigten deutlich, wie wichtig die verschiedenen Arten des Engagements in unserer Stadt sind und was sie bewirken können. Foto: Stadt Aachen/David Herrmann

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen ließ den Empfang zum ersten Mal in einem neuen Format stattfinden. Wertschätzung und Dank gegenüber Engagierten und Ehrenamtler*innen wurden im festlichen Ambiente ebenso zum Ausdruck gebracht wie das Angebot zum kreativen Mitgestalten der Engagementlandschaft von morgen.

Oberbürgermeisterin lobt das ehrenamtliche Engagement

In ihrer Eröffnungsrede lobt die Oberbürgermeisterin das ehrenamtliche Engagement der Aachener*innen. „Heute ist es mir besonders wichtig, nicht selbst im Mittelpunkt zu stehen, sondern den Scheinwerfer auf diejenigen zu richten, die unzählige Stunden für ihre Vereine und Initiativen aufbringen und deren Wert für mich als Oberbürgermeisterin der Stadt unschätzbar ist“, so Keupen.

Die Stadt Aachen drückt den hier aktiven und engagierten Menschen durch zahlreiche alltagstaugliche Unterstützungsformaten ihre Wertschätzung aus. So feiert zum Beispiel der „Aachener Ehrenamtspass“ sein 20-jähriges Jubiläum. Aber auch neue Formate, wie das Ehrenamtsstipendium wurden ins Leben gerufen.

Start in die neue Engagementkampagne 2023

Keupen stellt auch das Motto der diesjährigen Engagementkampagne vor: „In diesem Jahr laden wir Sie ein, unter dem Motto 2023 „Aachen… nachhaltig!“ zu zeigen, in welchen Projekten und Formaten wir gemeinsam die resiliente und gemeinwohlorientierte Stadt von Morgen gestalten. Darauf freue ich mich bereits sehr. Dazu passend werden auch die Landesmittel aus dem Förderprogramm „2000 x 1000“ in 2023 für Projekte mit der Ausrichtung „Zukunft gestalten – Nachhaltiges Engagement fördern“ ausgelobt.“

Talkrunde zum Thema „Engagement und Ehrenamt“

In einer anschließenden Talkrunde zum Thema „Engagement und Ehrenamt: Wie wir die Krisen bewältigen“ sprach die Oberbürgermeisterin mit Sumin Kim vom „Hi, wir sind die Meffis“ e.V., Wilfried Braunsdorf vom „Burtscheider Turnverein 1873 e.V.“, Frank Wagemann von der Freiwilligen Feuerwehr Löschzug Kornelimünster und Malte Berrenberg vom „Ukrainer in Aachen e.V.“ über aktuelle Themen. Angesprochen wurden sowohl Themen Leerstandsnutzung, synergetische Nutzung und Innenstadtbelebung als auch Corona und die Folgen für Vereine. Auch der ehrenamtliche Einsatz während Hochwasserkatastrophe in Kornelimünster und der Ukrainekrieg, der die Unterbringung geflüchteter Menschen unter anderem durch Privatinitiativen mit sich brachte, fanden großes Interesse bei den Gästen. Diese Bandbreite zeigte deutlich, wie wichtig die verschiedenen Arten des Engagements in unserer Stadt sind und was sie bewirken können.

Das Team Engagierte und kooperative Stadt rund um Petra Mahr war ebenfalls mit einem Beratungsaufgebot im Krönungssaal vertreten. Hier konnte sich jede*r zu den Themen „Engagementdirekt“, dem Ehrenamtspass, zu Fortbildungen und Fördermöglichkeiten informieren. Außerdem wurde ein Dialog- und Mitmachangebot zur gemeinsamen Vorbereitung und Entwicklung einer Engagementstrategie in Aachen gestartet. Auch ein besonderes Beratungsangebot zur Prävention vor Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in Vereinen fand große Beachtung.

Musikalisch begleitet wurde der Neujahrsempfang durch das Trompetenensemble der Musikhochschule Köln, Standort Aachen.

Kategorien
News

Fastnacht 2023 – RLP Ministerpräsidentin Malu Dreyer freut sich auf närrische Hochphase

Region/Mainz – Ob Karneval, Fastnacht oder Fasching – in ganz Rheinland-Pfalz feiern begeisterte Närrinnen und Narrhalesen bis Ende Februar die fünfte Jahreszeit. Auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer freut sich auf viele närrische Veranstaltungen, die nach coronabedingter Pause wie gewohnt in Präsenz stattfinden: „Ich freue mich, dass wir Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen wieder zusammen Fastnacht feiern können. Im ganzen Land reichen sich Menschen die Hände, schunkeln und lachen gemeinsam, leben Toleranz und Gemeinschaft. Herzlichen Dank allen Engagierten, die vor und hinter der Bühne stehen, und das alles erst ermöglichen“.

Den Auftakt machte die jährliche ATK-Gala der Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval 1955 e.V. in Trier. Mit rund 700 Gästen verbrachte die Ministerpräsidentin einen närrischen Abend. Höhepunkt der Veranstaltung bildete die Überreichung des Kaiser-Augustus-Ordens an Reiner „Calli“ Calmund, der seit vielen Jahren zahlreiche Organisationen, Initiativen und Projekte unterstützt.

Weiter ging es mit der Sitzung „Die Bohnebeitel“ des Mombacher Carneval-Vereins 1886 e. V. am 20. Januar, für die Ministerpräsidentin ein „Garant für wunderbare Mainzer Saalfastnacht“. Die Preisverleihung des „Määnzer Jockelche 2022“ der Mainzer Klepper-Garde 1856 e.V. steht ebenfalls im Programm. Da die Preisverleihung im vergangenen Jahr nicht stattfinden konnte, wird Preisträger Ingo Zamperoni nun am Dienstag, den 24. Januar, für sein soziales Engagement für Kinder und Jugendliche geehrt. Am 28. Januar ist die Ministerpräsidentin beim Ordensfest des KG Heuschreck e.V. Trier zu Gast sowie am 29. Januar beim Ordensfest der Karnevals- und Theatergesellschaft Trier-Süd 1923 e.V., die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Vereinsjubiläum feiert. Der Februar startet mit der Wagentaufe des Inklusionswagens der KG Rheinfreunde 1845 e.V. Koblenz-Neuendorf am Samstag, den 11. Februar, in Koblenz. Seit der Fastnachtssaison 2013/ 2014 baut die Karnevalsgesellschaft Inklusionswagen für den Rosenmontagszug. Dieser ermöglicht es Menschen mit Behinderung aktiv am Koblenzer Straßenkarneval teilzunehmen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer unterstützt das Projekt als Schirmherrin.

Am darauffolgenden Wochenende nimmt die Fastnacht weiter Fahrt auf: Freitags, am 17. Februar, wird die bekannte Fernsehsitzung „Mainz bleibt Mainz – wie es singt und lacht“ ab 20.15 Uhr live aus dem Kurfürstlichen Schloss im Ersten übertragen. Neben Ministerpräsidentin Malu Dreyer sind weitere Persönlichkeiten aus Gesellschaft und Politik zu Gast. So sind unter anderem die Ministerpräsidentinnen Manuela Schwesig und Anke Rehlinger dabei sowie Bundesinnenministerin Nancy Faeser. Samstags geht es direkt weiter närrisch zu. In Trier feiert die Ministerpräsidentin beim Rosa Karneval des SCHMIT-Z e.V. unter dem Motto „pompös“ in einem „barockigen, fürstlichen, üppigen, glamourösen“ Ambiente.

Am 20. Februar beginnt traditionell um 11:11 Uhr der Mainzer Rosenmontagszug. Unter dem diesjährigen Motto „In Mainz steht Fastnacht voll und ganz – für Frieden, Freiheit, Toleranz“ führt der Zug circa vier Stunden durch die Mainzer Innenstadt. Ministerpräsidentin Malu Dreyer begrüßt mit zahlreichen Gästen die Fastnachterinnen und Fastnachter von der Ehrentribüne vor dem Staatstheater aus. Zum Abschluss ihrer diesjährigen Fastnachtskampagne lädt die Ministerpräsidentin am 21. Februar um 11:11 Uhr zum Empfang der närrischen Korporationen in die Staatskanzlei ein.

Kategorien
News

Spatenstich für 100 Kita-Plätze in Blankenheim

Blankenheim – Rotes Kreuz im Kreis Euskirchen wird fünfgruppige Einrichtung am Blankenheimer Frankenring betreiben – Nach anderthalb Jahren Bauzeit soll das Gebäude im Sommer 2024 seiner Bestimmung übergeben werden. Für alle Beteiligten ist klar: Der Bedarf an Kita-Plätzen in der Gemeinde Blankenheim wird steigen. Bürgermeisterin Jennifer Meuren hatte dazu ganz aktuelle Zahlen mitgebracht. Im Kita-Jahr 2023/2024 rechne man mit 243 Kindern in der Ü3-Betreuung, aktuell sind es noch 229 Kinder. Bei der U3-Betreuung steigen die Zahlen von 146 auf 161 Kinder. „Tendenz weiter steigend“, so Jennifer Meuren.

Folgerichtig braucht es mehr Plätze und so freute sich die Blankenheimer Bürgermeisterin, dass jetzt der erste Spatenstich für eine neue fünfgruppige Kita erfolgen konnte. Die soll innerhalb von anderthalb Jahren Bauzeit auf einem Grundstück am Frankenring / Ecke Nettersheimer Weg entstehen und der Bau im Sommer 2024 seiner Bestimmung übergeben werden.

Den Betrieb wird das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen übernehmen. Geschäftsführer Rolf Klöcker und sein Stellvertreter Ralf Krutwig, gleichzeitig Bereichsleiter Kindertagesstätten, freuen sich über die erneute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Blankenheim. „Die ist bereits seit Jahrzehnten eine sehr gute“, betonte Rolf Klöcker, der zuversichtlich ist, in den nächsten Wochen und Monaten auch geeignetes Personal für die Einrichtung zu finden.

20 pädagogische Fachkräfte gesucht

„Zwar spüren wir allerorten den Fachkräftemangel, allerdings haben wir zuletzt auch für unseren Waldkindergarten in Mülheim sehr gutes Personal gefunden. Das macht Mut für die neue Kita“, so der DRK-Geschäftsführer weiter. Der muss mit seinem Team nun 20 pädagogische Fachkräfte und weiteres Personal finden. Rolf Klöcker und Ralf Krutwig schätzen, dass rund 30 Arbeitsplätze am Frankenring entstehen werden.

Denn dort wird Platz für rund 100 Kinder in fünf Gruppen geschaffen. Je nach Belegung können es auch bis zu 110 Kinder werden. Das werden die Anmeldezahlen zeigen. Freuen können sich die künftigen Nutzer auf ein zweigeschossiges, terrassiertes Gebäude, das die Hanglage aufgreift. Auf einer Spielfläche von rund 1200 Quadratmetern können die Pänz später einmal spielen, toben und Quatsch machen.

Mit Geothermie beheizt

Dafür wird die Gemeinde Blankenheim laut Bürgermeisterin Jennifer Meuren über vier Millionen Euro investieren. Eine Investition in die Zukunft, für die man gerne Geld ausgibt, sind sich die Politikvertreter vor Ort einig. Dabei wird auch moderne Technik eingesetzt. Der Bau wird mit Geothermie beheizt. Auf dem Pultdach soll zudem eine Photovoltaikanlage gebaut werden, die über Fördermittel finanziert werden kann.

Mit fünf Gruppen wird es zudem die größte Einrichtung der Gemeinde sein. „Mit unseren ganz unterschiedlichen Kitas bilden wir ein breites Angebotsspektrum ab“, freut sich Bürgermeisterin Jennifer Meuren. Vor allem könne man damit dem steigenden Bedarf an Kita-Plätzen gerecht werden.

 

Kategorien
News

Strafanzeigen online erstatten – Ein Standard für elf Bundesländer

Region/Mainz – Wer Opfer von Diebstahl, Betrug oder Sachbeschädigung wird, kann bei der Online-Wache der Polizei nun auch digital eine Strafanzeige erstatten. Seit Jahresbeginn werden elf Bundesländer die bisher in Kooperation betriebene Online-Wache aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz als bundesweite Online-Anzeige nutzen. Dem Freistaat Sachsen oblag es, als Verantwortlicher des Themenfeldes „Recht und Ordnung“ im Rahmen des Online-Zugangsgesetzes (OZG) die Leistung Online Anzeige als „Eine-für-Alle“-Lösung umzusetzen.

„Mit der Online-Anzeige wird eine stark nachgefragte Leistung für Bürgerinnen und Bürger digital bereitgestellt. Als Verantwortlicher für die bundesweite Umsetzung der Online-Anzeige stützt sich der Freistaat nach Analyse aller verfügbaren Systeme unter Federführung der sächsischen Polizei auf das sehr erfolgreiche System der beiden Länder Saarland und Rheinland-Pfalz statt aufwändig etwas Neues zu entwickeln. Länderübergreifend effizient und ressourcenschonend zusammenzuarbeiten, war unser Ziel und ist ganz im Sinne unserer Bürgerinnen und Bürger“, erklärt Prof. Thomas Popp, Staatssekretär für Digitale Verwaltung und Verwaltungsmodernisierung und CIO des Freistaates Sachsen. Um diese Leistungen zu entwickeln und zu betreiben, standen insgesamt 9,51 Millionen Euro Konjunkturmittel des Bundes bereit, von denen lediglich 5,7 Millionen Euro in Anspruch genommen wurden. „Um Leistungen aus dem Online-Zugangsgesetz umzusetzen, können nur dann Bundesmittel abgerufen werden, wenn mindestens neun Bundesländer für ein Vorhaben kooperieren. Dass es bei der Online-Anzeige bisher sogar elf Länder sind, zeigt, wie wir erfolgreich digitale Standards schaffen können“, so Popp.

Im Zuge der OZG-Bereitstellung wurde die Online-Anzeige während der vergangenen Monate entsprechend den Anforderungen aus der neuen Nutzungsgemeinschaft weiterentwickelt. Der saarländische Innenminister Reinhold Jost unterstreicht: „Die Bereitstellung der Online-Wache für andere Bundesländer als „Eine-für-Alle“-Lösung sprach bereits für die hohe Qualität unseres Systems. Dennoch war es mir im Interesse der Bürgerinnen und Bürger wichtig, die Online-Anzeigeerstattung weiter zu vereinfachen. So konnten im Bereich der Barrierefreiheit deutliche Verbesserungen erreicht werden, exemplarisch ist hier eine Vorlesefunktion zu nennen. Zudem werden alle seitens der Bürgerinnen und Bürger erfassten Informationen datenschutzkonform und sicher übertragen.“

Digitalisierungsstaatssekretär und CIO des Landes Rheinland-Pfalz, Fedor Ruhose: „Die Online-Wache kommt in Rheinland-Pfalz und dem Saarland bereits seit 2018 erfolgreich zum Einsatz. Für eine bürgernahe und moderne Polizei, die auch digital erreichbar ist, leistet die Online-Wache einen wichtigen Beitrag. Wir freuen uns, dass nun noch mehr Bürgerinnen und Bürger die weiterentwickelte Lösung nutzen können. Für die technische Umsetzung und den Betrieb der Online-Wache wurde mit dem rheinland-pfälzischen Landesbetrieb Daten und Information (LDI) ein starker Partner für die Polizeiorganisationen in Deutschland beauftragt.“

Die Weiterentwicklung der Online-Wache im Rahmen der OZG-Leistung Online-Anzeige ist ein länderübergreifendes Kooperationsprojekt, das durch das saarländische Ministerium für Inneres, Bauen und Sport federführend und durch das Landespolizeipräsidium Saarland fachlich verantwortet wird. Als Grundlage für die Projektarbeit hatte das Saarland mit dem Freistaat Sachsen im Juli 2022 eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Die technische Projektverantwortung liegt in Rheinland-Pfalz: Als zentraler technischer Dienstleister wird der rheinland-pfälzische Landesbetrieb Daten und Informationen (LDI) die Online-Wache interessierten Bundesländern zur Nutzung bereitstellen, die fachtechnische Betreuung erfolgt durch das rheinland-pfälzische Polizeipräsidium Einsatz, Logistik und Technik.

Das OZG-Kooperationsprojekt kann zudem für ein öffentliches Projekt mehrerer Länder als vorbildlich herausgehoben werden: Es wurde sowohl budgettreu als auch mit einer Projektlaufzeit von nur sechs Monaten zügig umgesetzt.

Nachdem die erforderlichen organisatorischen Voraussetzungen geschaffen wurden, werden fortan elf Bundesländer – Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen – eine einheitliche technische Lösung als Bürgerservice im Bereich der Strafanzeige anbieten. Weitere drei Bundesländer haben zwischenzeitlich Interesse an dem Einsatz der OZG-Leistung Online-Anzeige geäußert.

Kategorien
News

Läufer der LG Laacher See wollen sich 2023 ihren Lauftraum erfüllen

Laacher See – Neues Jahr, neues Outfit und neue Wettkampfziele – Seit November bereiten sich eine Reihe LG’ler auf den ersten Wettkampf Höhepunkt des Jahres, den Deutsche Post Halbmarathon in Bonn, vor. Mit dabei sind einige Aktive, die erstmals diese Distanz absolvieren und sich ihren „Lauftraum“ erfüllen wollen.

Damit es nicht nur ein Traum bleibt, bietet die LG Laacher See in Zusammenarbeit mit Intersport Krumholz seit 2007 eine gemeinsame Vorbereitung an. Mit der Unterstützung der Kreissparkasse Mayen und Intersport Krumholz konnten jetzt neue Trainingsjacken beschafft werden.

„Zur Teilnahme eingeladen sind alle Sportler, die zum ersten Mal einen (Halb) Marathon anstreben. Aber auch solche, die ihre bisherigen Leistungen über diese Distanzen verbessern möchten. Trainingsschwerpunkt ist zunächst die Teilnahme am (Halb) Marathon in Bonn.“ erklärt Laufbetreuerin Claudia Müller.

Die heiße Phase der Vorbereitung beginnt am 13.02.23 mit einem 10-wöchigen Trainingsplan. Dieser wird im Rahmen eines Infoabends vorgestellt und besprochen. Hierzu lädt die LG für Mittwoch, den 08.02.23, um 19 Uhr in die Ratsstuben nach Mendig ein.  Es werden erfahrene Marathonfinisher, Lauftreffbetreuer und Aktive anwesend sein, die aus ihrem Erfahrungsschatz berichten. Es können sich auch interessierte Aktive, die bisher nicht bei der LG trainieren, unverbindlich informieren.

Auch wer sich auf ein anderes Wettkampfziel vorbereiten möchte, kann ab sofort gerne an einem Schnuppertraining der LG Laacher See teilnehmen. „Wir sind stolz darauf, dass wir in der Vergangenheit so viele glückliche (Halb-) Marathonis zum Ziel begleiten konnten“, äußert sich Trainerin Elisabeth Waldorf und ergänzt „das Leistungspaket umfasst u. a. Trainingsplanung u. -betreuung, Wettkampfbetreuung, Sonderkonditionen für Laufartikel bei Intersport Krumholz und vieles mehr.“

Für Rückfragen steht Klaus Jahnz unter (02651/76907) oder (0175/296 2172) zur Verfügung. Damit die entsprechenden organisatorischen Maßnahmen getroffen werden können, wird um telefonische oder schriftliche Voranmeldung unter Klaus@lglaachersee.de gebeten.

 

Kategorien
News

Tag des Ehrenamts – FVR würdigt das Engagement von 21 Preisträgern

Region/Koblenz – Ein Tag ganz im Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung: In der Koblenzer Sportschule Oberwerth hat der Fußballverband Rheinland am gestrigen Sonntag den „Tag des Ehrenamts“ gefeiert. Im Rahmen dessen wurden die DFB-Ehrenamtspreisträger 2022, die „Fußballhelden“ (junge Ehrenamtler) aus den neun FVR-Kreisen sowie die Preisträger der Aktion „Danke Schiri“ ausgezeichnet und ihr bemerkenswertes Engagement gewürdigt. „Wir leben in schwierigen Zeiten daher ist es wichtiger denn je, Sport- und Freizeitangebote zu schaffen. Dabei sind die Vereine auf Ehrenamtler wie euch angewiesen“, betonte FVR-Präsident Gregor Eibes und ergänzt: „Ein herzliches Dankeschön an euch, denn ihr seid der Antrieb unseres Fußballs. Ohne euch würde nichts funktionieren.“

Die Ehrenamtspreisträger und „Fußballhelden“ aus allen neun Kreisen wurden am gestrigen Sonntag ausgezeichnet, begleitet von FVR-Präsident Gregor Eibes und zahlreichen Ehrengästen. Foto: FVR

Eibes konnte in Koblenz zahlreiche Ehrengäste begrüßen, darunter DFB-Präsident Bernd Neuendorf und FVR-Ehrenpräsident Walter Desch. Sie alle hoben die Bedeutung des Ehrenamts hervor: „Ich sehe den Fußball als ein Ganzes, ohne die Trennung zwischen Profis und Amateuren. Mir ist es wichtig, den Draht zur Basis zu halten. Herzlichen Dank für euer Engagement für den Fußball. Eine Gesellschaft ist reich, wenn sie viele Menschen hat wie euch, die extrem viel auffangen“, so Neuendorf in seiner Rede.

Neben den insgesamt 18 Preisträgern aus den neun Kreisen des Fußballverbandes Rheinland wurden im Rahmen der Aktion „Danke Schiri“ auch drei Schiedsrichter aus dem Rheinland geehrt: Sophie Himmes, Willi Kops und Hamid Rostamzada. Ausschlaggebend waren dabei Kriterien wie Engagement in der Gruppe, Unterstützung für junge Schiedsrichter, Einsatz in der Schiedsrichterwerbung oder soziales Engagement.

Kategorien
News

Nürburgring-Betreiber startet eines der größten Bau-Projekte in der Nürburgring-Geschichte

Nürburg – Grünes Licht für umfassende Digitalisierungsmaßnahme:
Nürburgring investiert 11 Millionen Euro in die Zukunft der Nordschleife. Startschuss für einen Meilenstein: Die 21 Kilometer lange Nordschleife bekommt flächendeckend eine digitale Infrastruktur. 11 Millionen Euro investiert die Betreibergesellschaft des Nürburgrings, um die Sicherheit auf der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt in die Zukunft zu führen. Davon sollen alle Nutzer profitieren – ganz gleich ob Privatfahrer bei den Touristenfahrten, Testfahrer beim Industriepool oder Rennfahrer verschiedener Veranstaltungen. Ab der Saison 2025 soll die neue Infrastruktur rund um die Rennstrecke im Einsatz sein und mittels Kameratechnik sowie künstlicher Intelligenz die gesamte Rennstrecke lückenlos überwachen.

Die Digitalisierungsmaßnahme, für die die Bauarbeiten in diesem Winter starten, ist eines der umfangreichsten Bauvorhaben in der bald 100-jährigen Geschichte des Nürburgrings. Rund um die 21 Kilometer lange Rennstrecke wird in den nächsten zwei Jahren eine komplett neue Infrastruktur errichtet. Fundamente werden gesetzt und sturmfeste Masten für spezielle HD-Kameras errichtet. Zeitgleich finden entlang der gesamten Strecke Erdarbeiten für die Verlegung der Glasfaser- und Stromkabel statt. Zudem werden sogenannte Off Grid Systeme für die Stromversorgung aufgestellt und LED-Panels für digitale Warnsignale installiert. Am Ende der Baumaßnahme soll eines der weltweit umfangreichsten Rennstrecken-Sicherheitssysteme an den Start gehen. Deshalb wurden in den vergangenen zwei Jahren im Testcluster „Döttinger-Höhe“, dem 2,8 Kilometer langen Abschnitt der Nordschleife zwischen Galgenkopf und Grand-Prix-Strecke, die entscheidenden Praxis-Erfahrungen für dieses Vorhaben gemacht – und in Zusammenarbeit mit dem IT-Konzern Fujitsu auf Basis künstlicher Intelligenz (KI) entwickelt.

Die KI macht den Betrieb des digitalen Sicherheitssystems erst in dem geplanten Umfang möglich. Sie soll Gefahren, Unfälle oder sonstige außerplanmäßigen Ereignisse auf der Strecke erkennen und die Einsatzleitung dabei unterstützen, umgehend Maßnahmen zu ergreifen. In Zukunft soll sie den nachfolgenden Verkehr über die LED-Panels automatisch vor Gefahrenstellen warnen. Zusätzlich zum etablierten Verfahren der Funkmeldungen durch die Streckenposten laufen in Zukunft alle Bilder und Informationen über rund 50 Kilometer Glasfaserkabel direkt in der Einsatzleitung zusammen. Hier entscheiden die Mitarbeiter über die weiteren Maßnahmen – durch den erstmals direkten Einblick auf das Geschehen wird dies in Sekundenschnelle möglich sein.

Ab 2025 soll das neue System im Einsatz sein. Bis dahin ist über zwei Jahre und zwei Bauabschnitte hinweg viel zu erledigen. Neben den baulichen Maßnahmen wird auch die künstliche Intelligenz im Livebetrieb ständig weiterentwickelt und auf die Eigenheiten der Nordschleife angepasst.

Umfangreiche Informationen bei Pressekonferenz 2023:
Über den Stand der Arbeiten und den zukünftigen Einsatz des digitalen Systems wird die Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG im Rahmen einer Pressekonferenz im März 2023 berichten. Weitere Infos folgen.

Über die Entwicklung der künstlichen Intelligenz
Die künstliche Intelligenz für die Steuerung der Streckenüberwachung am Nürburgring wird in Zusammenarbeit mit Fujitsu entwickelt. Für den Praxiseinsatz absolvierte die KI bereits ein umfassendes Training und erlernte verschiedene Bestandteile der Rennstrecke, wie „Fahrbahn“, „Wiese“, „Schotter“, „Leitplanken“ sowie die Fahrzeuge entsprechend einzuordnen. Genauso wie die Differenzierung zwischen verschiedenen Abweichungen wie Regen oder Schattenwurf sowie Fahrbahnverschmutzungen, Gegenständen oder Lebewesen. Die in Echtzeit erhobenen Daten werden unmittelbar einem System übergeben, das weitere Schritte, Alarmierungen und Warnungen auslösen kann.

Die großen Baumaßnahmen in Sicherheit & Infrastruktur der Rennstrecken des Nürburgrings – die vergangenen Jahre im Überblick (Summe seit 2015: ~26 Mio. Euro).

  • 2022/2023 – 2024/2025: 11 Mio. Euro
    Digitalisierungsmaßnahme Nordschleife
    4K-Streckenkameras, Glasfaser, Stromversorgung rund um gesamte Nordschleife & Entwicklung künstlicher Intelligenz
  • 2021/2022: 3 Mio. Euro
    Neuer Asphalt Döttinger Höhe (Nordschleife) bis Hyundai N Kurve (Grand-Prix-Strecke)
    300 Meter neuer FIA-Fangzaun zwischen Kallenhard und Wehrseifen
  • 2020/2021: 1 Mio. Euro
    Digitalisierungs-Projekt für Teile der Nordschleife
    4K-Streckenkameras & Glasfaser von Döttinger Höhe bis Hohenrain Schikane
  • 2019/2020: 1 Mio. Euro
    Neuer Asphalt AMG Arena (Grand-Prix-Strecke)
    Neubau Nürburgring Rallycross-Strecke
    Weitere Infrastruktur-Maßnahmen Müllenbachschleife
  • 2018/2019: 1,3 Mio. Euro
    Umfangreiche Digitalisierung der Grand-Prix-Strecke
    4K-Streckenkameras, 17 Kilometer neue Glasfaserkabel
    Rundum erneuerte Race Control
  • 2017/2018: 4 Mio. Euro
    Neuer Asphalt Schwedenkreuz, Kallenhard, Wehrseifen & Ex-Mühle
    Weitere FIA-Fangzäune an der Nordschleife
  • 2016/2017: 1 Mio. Euro
    Neuer Asphalt Hatzenbach, Hohe Acht, Hedwigshöhe & Brünnchen
    FIA-Fangzäune u.a. Hatzenbach & Kesselchen
  • 2015/2016: 2 Mio. Euro
    Neuer Asphalt Quiddelbacher Höhe & Flugplatz
    Neue FIA-Fangzäune u.a. Schwedenkreuz, Metzgesfeld, Stefan-Bellof-S
    Informations-Anzeigetafeln Nordschleifen-Zufahrt
  • 2014/2015: 1 Mio. Euro
    Neuer Asphalt im Bereich Eschbach
    Asphaltarbeiten auf und neben der Grand-Prix-Strecke
Kategorien
News

Ricarda Funk, Niklas Kaul und 1. FC Kaiserslautern machen das Rennen

Region/Mainz – Ricarda Funk bei den Frauen, Niklas Kaul bei den Männern und die Fußballer von Zweitliga-Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern bei den Teams heißen die Gewinner der 2022er Landessportlerwahl des Landessportbundes Rheinland-Pfalz (LSB). Die Ehrung fand am Samstagabend in der VIP-Lounge der Arena des Fußball-Bundesligisten Mainz 05 statt.

FCK v.l.: Niklas Martin aus dem Trainerstab sowie Hendrick Zuck, Kevin Kraus, Kapitän Jean Zimmer und Andreas Luthe. Foto: Landessportbund RLP
Ehrung der Nachwuchssportler*innen und des Trainers des Jahres 2022 mit (v.l.): Laudator Jan van Eijden, Laudator Walter Senft, LSB-Vizepräsident Leistungssport Prof. Mark Pfeiffer, Trainer des Jahres Frank Ziegler, Nachwuchssportlerin des Jahres Paulina Pirro, Nachwuchssportler des Jahres Luca Spiegel und Sportminister Michael Ebling. Foto: Landessportbund RLP

Funk war die logische Siegerin bei den Frauen. Die 30 Jahre alte Bad Breisigerin hatte im vergangenen auf extrem hohem Niveau dermaßen konstant abgeliefert, dass an ihr kein Weg vorbeiführte. Anfang September gewann die amtierende Olympiasiegerin beim Kanuslalom-Weltcupfinale im spanischen La Seu d´Urgell den Wettbewerb im Kajak-Einer – und blieb dabei ohne Stangenberührung. Gut einen Monat zuvor war die 30-Jährige bei der WM in Augsburg zu Gold im ausverkauften Eiskanal gerast – und landete auch mit dem Team ganz oben auf dem Podest. Bei der Landessportlerwahl nun vereinte die 1,70 Meter große Doppelweltmeisterin („Meine Trophäen kommen bei mir tatsächlich in eine Abstellkammer“) stolze 38,7 Prozent der Stimmen auf sich und distanzierte ihre Konkurrentinnen damit klar. Bereits 2015 und 2021 war die gebürtige Bad Neuenahr-Ahrweilerin mit den muskulösen Oberarmen ganz oben auf dem Treppchen gelandet. „Der Druck vor der Heim-WM war schon immens – ich möchte da nicht noch einmal am Start stehen“, gestand Funk im Gespräch mit SWR-Moderator Christian Döring frank und frei. „Aber die Heim-WM war für mich auch der krasseste Wettkampf, den ich je gefahren bin. Am Ende waren die Zuschauer so laut, dass ich gar nichts anders mehr gehört habe. Es hat einfach mega Bock gemacht, dort zu fahren.“ Platz zwei bei der 26. Auflage der Sportlerwahl erreichte die Gewichtheberin Lisa Marie Schweizer vom AV 03 Speyer. Auf die 27-Jährige, die sich bei der EM in Tirana nicht weniger als drei Medaillen – je einmal Gold, Silber und Bronze – erkämpft hatte, entfielen 30,9 Prozent der Stimmen. „Mein großes Ziel ist Olympia 2024 in Paris“, verriet die Polizeikommissarin. Auf dem Bronzerang landete nach gleich dreimal Gold bei der U23-EM die Bahnrad-Sprinterin Alessa-Catriona Pröpster vom RV Offenbach (30,3 Prozent) –  deren Training zur Hälfte nicht aus Radfahren besteht, sondern aus Athletik. Kraftsport und Co.

Bei den Männern sicherte sich Zehnkämpfer Niklas Kaul vom USC Mainz den Sieg. Für den 1,90 Meter großen Modellathleten aus dem rheinhessischen Saulheim war es nach 2019 bereits der zweite Triumph bei der Landessportlerwahl. Der 24-Jährige hatte sich am 16. August bei den European Championships in München mit 8.545 Punkten den Europameister-Titel im Zehnkampf gesichert, nachdem er im abschließenden 1.500-Meter-Lauf mehr als 38 Sekunden auf den bis dahin führenden Schweizer aufgeholt hatte. Bei der WM war der Hüne Sechster geworden. Für Kaul war die Mewa-Arena am Samstag nur eine Durchgangsstation zwischen den RLP-Hallen-Meisterschaften („Dort bin über 60 Hürden ein bisschen zu brav gelaufen, ein bisschen sitzengeblieben im Block – aber dafür war die Zeit ganz in Ordnung“) und dem Ball des Sports in Frankfurt. Der USC-Star vereinte 38,9 Prozent der Stimmen auf sich und gewann damit ebenfalls mit deutlichem Vorsprung vor seinem Vereinskollegen Julian Weber (31,9 Prozent), der sich nach zweimal Platz vier (Olympia 2020 und WM 2022) bei der EM in München seine erste internationale Medaille bei einem Großereignis um den Hals hängen lassen durfte – und dann gleich Gold. Mit 87,66 Metern wurde der 28-Jährige Europameister der Speerwerfer und feierte den bis dahin größten Erfolg seiner Karriere. „Der Moment nach meinem EM-Sieg in München war unglaubliche Freude, Glücksgefühle bis zum Geht-nicht-mehr“, rekapitulierte Weber. „Das ist einfach aus mir herausgesprudelt. Das war wirklich etwas ganz Besonderes – der herausragende Moment meiner Karriere.“ Auf dem dritten Rang landete Stabhochspringer Oleg Zernikel vom ASV Landau, der sich bei der WM in Eugene mit persönlicher Rekordhöhe von 5,87 Metern auf den fünften Platz katapultierte. Auf den 24-Jährigen entfielen 29,2 Prozent der Stimmen. Neben Kaul mussten sich auch Funk und Weber kurz nach ihrer Ehrung Richtung des Sports verabschieden.

In der Kategorie „Team des Jahres“ hätte wie so oft in den vergangenen Jahren wohl wieder einmal eine Kunstrad-Formation die Nase vorne gehabt. Doch weil diesmal mit dem 1. FC Kaiserslautern einer der bekanntesten, erfolgreichsten und traditionsreichsten Fußballvereine der Republik zur Wahl stand, reichte es für die Vierer-Kunstradfahrerinnen Stella Rosenbach, Annika Rosenbach, Tijem Karatas und Milena Schwarz vom RV Mainz-Ebersheim trotz Gold bei WM, EM und DM nur zu Platz zwei mit 33,1 Prozent der Stimmen. Das Rennen machten die „Roten Teufel“, die sich 2022 nach diversen bitteren Spielzeiten in der Dritte Liga unter Erfolgscoach Dirk Schuster in der Relegation gegen Dynamo Dresden endlich den so heiß ersehnten Wiederaufstieg ins Bundesliga-Unterhaus gesichert hatten, mit 35,1 Prozent. Neben Kapitän Jean Zimmer, Keeper Andreas Luthe und Vereins-Legende Hendrik Zuck war auch der baumlange Innenverteidiger Kevin Kraus nach dem 2:0-Testspielsieg gegen 1899 Hoffenheim II schnell nach Mainz gedüst und winkte wie seine Kollegen bei allen Reporterfragen nach etwaigen Durchmarschphantasien ab: „Wir wollen so schnell wie möglich 40 Punkte holen, damit wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Alles darüber hinaus ist Zugabe. In erster Linie müssen wir mit Demut an die Sache gehen.“ Die Kunstradfahrerinnen verrieten, was sie alles für ihren Sport opfern und Annika Rosenbach bestätigte ein Gerücht: „Ja, es stimmt, dass ich nach dem WM-Sieg im Regenbogentrikot auch geschlafen habe. Ich hatte es 24 Stunden an. Aber ich hoffe, das Jahr 2022 war für uns noch nicht der Höhepunkt. Wir haben noch viel vor, sind motiviert und bleiben auch am Ball.“ Dritter wurden die Rock´n´Roll-Asse Michelle Uhl und Tobias Bludau vom 1. RRC Speyer mit 31,8 Prozent der Stimmen. Uhl/Bludau hatten 2022 mit DM-Titel, EM-Titel und WM-Titel sowie dazu noch Gold bei den World Games grandios abgeliefert. „Michelle Uhl ist Krankenschwester und muss heute Schichtdienst ableisten, Tobias Bludau ist beruflich in Berlin“, erläuterte Moderator Döring, warum das Tanz-Duo nicht persönlich vor Ort sein konnte.

Der Nachwuchsförderpreis, den der Landessportbund zum 13. Mal verlieh, ging mit Paulina Pirro (U18-Europameisterin und WM-Dritte im Kajak-Einer vom KSV Bad Kreuznach) und Luca Spiegel (Vize-Junioren-Weltmeister im Bahnradsprint vom RV Offenbach) an zwei große Talente, die sich in punkto Wille und Ehrgeiz gegenseitig übertreffen und die man vielleicht schon bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris auf der ganz großen Sportler*innen-Bühne erleben kann.

Über den von der Jury zum neunten Mal vergebenen Trainerpreis freute sich die aus Thüringen stammende Bahnradsport-Trainerlegende Frank Ziegler, der Luca Spiegel seit 2018 in seiner Kaiserslauterner Sprinttrainingsgruppe unter seinen Fittichen hat und einst unter anderem auch seine Stieftochter Miriam Welte zu jeder Menge Goldmedaillen bei Olympia, WM, EM und DM geführt hatte.

„Wir halten in Rheinland-Pfalz das Prinzip der partnerschaftlichen Entwicklung hoch“, resümierte Sportminister Michael Ebling. „Wir haben einen hervorragenden Landessportbund und hervorragende Sportbünde. Ein Schwerpunkt liegt drauf, die Kader weiter auszubauen und über zusätzliche Mittel in Richtung Trainer*innen und mehr Förderung am Ende des Tages auch mehr sportliche Erfolge zu ermöglichen.“ Die Asse von heute und erst recht die von morgen dürfen sich also über eine weiter wachsende Unterstützung freuen – was für Paris 2024 wirklich hoffen lässt…

Die Ergebnisse der Landessportlerwahl 2022 im Überblick:

Sportlerinnen

  1. Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach)                                      38,7 Prozent
  2.         Lisa Marie Schweizer (AV 03 Speyer)                                    30,9 Prozent
  3. Alessa-Catriona Pröpster (RV Offenbach)                            30,3 Prozent

Sportler

  1. Niklas Kaul (USC Mainz)                                                       38,9 Prozent
  2. Julian Weber (USC Mainz)                                                     31,9 Prozent
  3. Oleg Zernikel (ASV Landau)                                                  29,2 Prozent

Teams

  1. 1. FC Kaiserslautern (Fußball)                                              35,1 Prozent
  2. RV Mainz-Ebersheim (Kunstradsport)                                  33,1 Prozent
  3. Michelle Uhl & Tobias Bludau (Rock´n´Roll)                       31,8 Prozent

Nachwuchsförderpreis männlich

Luca Spiegel (Bahnradsprinter vom RV Offenbach)

Nachwuchsförderpreis weiblich

Paulina Pirro (Slalomkanutin vom KSV Bad Kreuznach)

Trainerpreis

Frank Ziegler (Trainer-Urgestein im Bahnradsport)