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SGD Nord entdeckt unbekannte Artenvielfalt in den Mooren der Schneifel

Region/Koblenz – Über die Tierwelt des rund 7000 Jahre alten Moors „Bragphenn“ im Fauna-Flora-Habitat-Schutzgebiet (FFH) „Schneifel“ südlich von Ormont ist bisher wenig bekannt. Im Rahmen eines Ortstermins wurde die Käfer- und Spinnenfauna des sogenannten Sattelmoors untersucht. Dabei entdeckten Naturschutzexperten der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord und der Kölner Käferkundler Jonas Köhler zwei Tierarten, die bisher noch nie in Rheinland-Pfalz gefunden worden sind. Es handelt sich um einen Sumpffieberkäfer mit dem wissenschaftlichen Namen Contacyphon puntipennis und eine Moor-Zwergspinne, die Oryphantes angulatus genannt wird. Beide Tierarten sind sehr selten und leben nur in kalten, feuchten Mooren der Berge. Dort besiedeln sie ungestörte, nasse Polster aus Torfmoosen.

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Gegen die Kälte – Domrendantur Trier sammelt Wachsreste für die Ukraine-Hilfe

Region/Trier/Köln – Es ist ein ganz besonderes Recycling. Der Verein LIFE Cologne sammelt Kerzen- und Wachsreste als Spende für die Ukraine, um mit diesen Kerzenresten behelfsmäßige Wärmequellen zu gießen – zum Kochen und gegen die Kälte. Auch die Domrendantur in Trier unterstützt die Initiative und hat eine erste Lieferung zusammengestellt, die am Montag, 23. Januar, von den Kölnern abgeholt wurde.

„Wir haben schon vor Weihnachten hier in Trier eine Sammelstelle am Eingang des Domkreuzgang und in der Hohen Domkirche eingerichtet“, erzählt Domrendant Raimund Haubrich. Gerade nach den Weihnachtstagen kam einiges zusammen; rund 400 Kilogramm an Wachsresten konnten gesammelt werden. Haubrich ergänzt: „Wir sammeln aber weiter, jede Kerzenspende ist willkommen. Wir organisieren auch die Weitergabe.“

Der Verein LIFE Cologne ist eine gemeinnützige Hilfsorganisation aus Köln und hilft und unterstützt die von Krieg und Vertreibung betroffenen Menschen in und aus der Ukraine. Mit Blick auf den Winter und auf weiterhin stattfindende Angriffe möchten sie die Menschen unterstützen, die ohne Licht, ohne Wärme, ohne Strom auskommen müssen. Aus den Wachsresten werden in der Ukraine vielerorts kleine Heizquellen in Form von „Büchsenlichtern“ gefertigt. Zwei Kilogramm Wachs ergeben etwa zehn Büchsenlichter. Ein Büchsenlicht brennt bis zu zwölf Stunden. Das ermöglicht eine größere Anzahl von warmen Mahlzeiten, heißen Suppen oder Tee.

Rückfragen und Rückmeldung www.life-cologne.de/

Das Bistum Trier ruft auch zur Unterstützung der Menschen in der Ukraine auf und bittet, die umfangreiche Soforthilfe von Caritas international, des Osteuropahilfswerks Renovabis sowie des Malteser-Hilfsdiensts mit Spenden zu unterstützen.

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Ehemalige Reuffel-Buchhandlung wird neues Kultur- und Vereinsheim in der Mayener Innenstadt

Mayen – Einen Ort für Vereine und Kulturschaffende – den möchte die Stadt Mayen bald anbieten. „Hier in Mayen gibt es kaum Orte, an denen sich Vereine, Senioren und andere Gruppen treffen können. Das möchten wir gerne ändern“, sagt Dagmar Luxem, Bereichsleiterin für den Bereich Wirtschaftsförderung bei der Stadtverwaltung.

Im Rahmen des Bundesförderprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ wird die Stadt die Räumlichkeiten der ehemaligen Reuffel-Buchhandlung in der Brückenstraße für zwei Jahre anmieten und Vereinen und anderen Gruppen kostenlos zur Verfügung stellen. Die Baugenehmigung für die notwendigen Umbaumaßnahmen wurde am 22. Dezember 2022 erteilt, so dass nun alle notwendigen Maßnahmen in die Wege geleitet werden können.

Der Raum wird barrierefrei zugänglich sein. Der Einbau einer einfachen Küchenzeile macht eine Bewirtung möglich. Spätestens bis Mitte des Jahres sollen die Räumlichkeiten eröffnet werden. Dagmar Luxem fasst zusammen: „Wir möchten mit dieser Maßnahme zur Belebung der Brückenstraße beitragen. Mit seinen denkmalgeschützten Gebäuden zählt dieser Bereich immerhin zu den schönsten in der Mayener Innenstadt.“

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Typische Gesteine der Vulkaneifel

Daun/Niederscheidweiler – Umweltbildung in Niederscheidweiler – An der Bahnhofstraße in Niederscheidweiler entstand in den letzten Monaten ein Platz für Umweltbildung. Vor Ort sind die typischen Gesteine der Vulkaneifel, die alle auch in der Ortsgemeinde zu finden sind, als Schauobjekt vertreten. Dazu zählt auch Basalt, der natürlicherweise als Säule vorkommen kann. Diese zumeist sechseckige Form ist in der Natur beliebt und des Öfteren zu finden. Ein weiteres Beispiel für diese natürliche Form sind Bienenwaben. Der Zusammenhang zwischen den Formen in der Natur wird vor Ort in Niederscheidweiler kindgerecht mit Willi Basalt und Biggi Biene erläutert.

Am Wanderweg „2 Bäche-Pfad“ gelegen, bietet der Umweltbildungsplatz zudem Infos zur Wanderwegeinfrastruktur in und um Niederscheidweiler sowie einen Rastplatz mit Bänken und Unterstand. Besonderes Highlight: ein gut gefüllter Getränkeautomat, der auch an den heißesten Sommertagen ein kaltes Getränk bereithält.

Der Umweltbildungsplatz konnte durch Mithilfe der Ortsgemeinde realisiert werden. Dies wurde tatkräftig vom Verein „Gemeinsam für´s Gute e.V.“ unterstützt. Wir danken Liewer Hartsteinwerk GmbH & Co. KG und Ernst Scherer Baustoffe GmbH & Co. KG für die Bereitstellung der Gesteine.

Die Maßnahme stützt Bildung für nachhaltige Entwicklung im Natur- und Geopark Vulkaneifel, die der Agenda 2030 der Vereinten Nationen folgt.

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Gemeinde Kall und SV Sötenich 1919 e.V. erhalten die Höchst-Fördersumme i.H. von 1,5 Mio. Euro

Kall-Sötenich – Kein Projekt von der Stange – Staatssekretär übergibt in Sötenich Förderbescheid für Sportplatz und Sportlerheim – Konzept von Gemeinde und Verein überzeugte – Weitergehende Pläne: Sportlerheim und Bürgerhaus sollen zusammengelegt werden. „Die Höchstfördersumme von 1,5 Millionen Euro drückt aus, dass das Konzept überzeugt“, so Daniel Sieveke, Staatssekretär im NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung.

Einen Förderbescheid in Höhe von 1,5 Millionen Euro übergab Staatssekretär Daniel Sieveke (Mitte) im Sötenicher Sportlerheim an Bürgermeister Hermann-Josef Esser im Beisein von MdL Klaus Voussem. Foto: Alice Gempfer / Gemeinde Kall

In Vertretung für die verhinderte Ministerin Ina Scharrenbach übergab er im Sportlerheim Sötenich den entsprechenden Förderbescheid und ergänzte: „Der hohe Anteil an ehrenamtlichem Engagement zeigt, dass Ihre Pläne von der Bevölkerung getragen und mit Leben gefüllt werden.“

Im Rahmen des Projektes „Ersatzneubau eines Sportheims und Ertüchtigung der Sportanlage Sötenich“ sollen für insgesamt 1.922.265 Euro auch ein neuer Kunstrasenplatz sowie weitere Freizeitangebote für alle Generationen entstehen. Die Ideen hierfür reichen von einem Beachvolleyballfeld über eine Boulebahn, einen Basketballkorb und Outdoor-Tischtennisplatten bis hin zu einem Motorikpfad für (Klein-) Kinder.

Tatsächlich erhalten von den landesweit 66 Projekten, die Land und Bund im Rahmen des Investitionspaktes „Sportstätten 2022“ fördern, nur zehn die Höchstförderung – darunter das Projekt der Gemeinde Kall, die den Antrag in Kooperation mit dem SV Sötenich 1919 gestellt hatte. Für dessen Vorstand sprach der erste Vorsitzende Eric Geschwind seinen Dank aus: „Wir sind sehr stolz. Unseren Verein gibt es seit 1919, und mit dieser Perspektive glaube ich, dass wir auch künftig weiterbestehen können.“ Allerdings merkte er auch an, dass der Weg bis zum Förderbescheid lang gewesen sei: „Das war ein Marathon, den wir seit 2017 laufen. Aber mit Unterstützung der Gemeinde laufen wir immer weiter, damit wir ins Ziel kommen.“

Dass das Ganze „kein Projekt von der Stange“ ist, wie der Staatssekretär anmerkte, belegen auch die weiteren Pläne, auf die Bürgermeister Hermann-Josef Esser einging: „Wir wollen zwei Förderkonzepte übereinander bringen, und zwar das Projekt Sportstätte in Kombination mit dem Wiederaufbau des Bürgerhauses.“ Das nämlich war durch die Flut 2021 komplett zerstört und anschließend abgerissen worden. Esser: „Wir haben uns gegen den Wiederaufbau an gleicher Stelle direkt an der Urft und in tief gelegenem Gebiet entschieden.“ So sei in Zusammenarbeit mit dem Sötenicher Bürgerverein die Idee entstanden, dass Bürgerhaus an das Sportlerheim anzuschließen, und zwar als Aufbau. In beiden Fällen sei die Bezirksregierung Köln zuständig, allerdings mit jeweils unterschiedlichen Dezernaten. „Ich bin der Meinung, dass durch diese Pläne beide Fördertöpfe geschont würden, da sich erhebliche Synergieeffekte ergeben“, so der Bürgermeister.

Eine weitere Besonderheit im Zusammenhang mit dem Projekt sei der Topografie geschuldet: „Wir müssen auch in den Starkregenschutz investieren.“ Das Gelände oberhalb des Sportplatzes sei kesselförmig, so dass der Sportplatz in der Vergangenheit bei starkem Regen immer wieder geflutet worden sei. Aktuell erstelle ein Ingenieurbüro eine Skizze möglicher Schutzmaßnahmen, aber „wie wir das bezahlen sollen, wissen wir noch nicht – da kommen wir noch auf Sie und die Ministerin zu“.

Wie der Kaller Projektleiter Wiederaufbau Manfred Poth berichtete, sei man im Rahmen der Wiederaufbauanträge – insbesondere auch dem für das Sötenicher Bürgerhaus – immer wieder auf bürokratische Hürden gestoßen. „Die Prozesse, die wir heute in Verwaltungen haben, kann man draußen kaum noch vermitteln“, brachte es Poth auf den Punkt. Staatssekretär Sieveke empfahl, immer wieder den ebenfalls anwesenden Landtagsabgeordneten Klaus Voussem einzubinden.

Ortsvorsteher Thomas Müller, der nicht nur Mitglied im Vorstand des SV Sötenich sondern auch des Kaller Rates ist, betonte: „Ohne den Zusammenhalt aller Beteiligten wäre das Alles gar nicht möglich.“ Auch er hoffe, dass die angesprochene Kombination von Sportstättenförderung, Starkregenschutz und Bürgerhaus in absehbarer Zeit realisiert werden könne.

In diesem Sinne richtete Birgit Drewes für den Vorstand des Bürgervereins einen beeindruckenden Appell an das Ministerium: „Bitte versuchen Sie uns zu helfen – nicht nur dem Bürgerverein, sondern dadurch auch der Region hier in Kall.“ Für den Bürgerverein, der ohne Bürgerhaus nun seit nahezu zwei Jahren ohne Einnahmen ist, sei das Ganze nicht nur ein Marathon, sondern auch ein Hürdenlauf. Neben dem wichtigen Sport bediene der Bürgerverein weitere wichtige Felder, etwa im Bereich Brauchtum, Musik oder Integration.

Abschließend dankte Bürgermeister Hermann-Josef Esser allen, die zum Konzept beigetragen hatten: „Die ganze Arbeit, auch bei uns in der Verwaltung, hat sich gelohnt.“

 

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Welschbillig ist Modellkommune im Landesprojekt „WohnPunkt RLP“

Region/Mainz/Trier-Land – „Unsere immer älter werdende Gesellschaft braucht Antworten für ein gutes und langes Leben im Alter. Die meisten Menschen wünschen sich, möglichst lange und selbstbestimmt in ihrem vertrauten Umfeld wohnen zu können, in der Nähe von Familie, Freunden und Nachbarn. Gerade im ländlichen Raum verzeichnen wir daher eine steigende Nachfrage nach gemeinschaftlichen Wohnprojekten für ältere Menschen mit Unterstützungsbedarf“, sagte Alexander Schweitzer, Minister für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung, anlässlich der Vorstellung der neuen Modellkommunen 2023 im Landesprojekt „WohnPunkt RLP – Wohnen mit Teilhabe“ in Mainz. Neu aufgenommen wurde u.a. auch die Ortsgemeinde Welschbillig.

Unterstützt werden Ortsgemeinden und Kleinstädte bis 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner bei der Umsetzung innovativer Projekte des Wohnens mit Teilhabe. Beispiele für Wohnen mit Teilhabe können etwa generationenübergreifende Wohnangebote, Wohn-Pflege-Gemeinschaften, Orte der Begegnung, Dorfmitteprojekte mit Tagespflege oder barrierefreie Wohnungen mit weiteren Angeboten sein.

„Mit WohnPunkt RLP nehmen wir die ganze Bandbreite des Wohnens mit Teilhabe in den Blick, um bedarfsorientierte Lösungen für die teilnehmenden Gemeinden zu finden“, so Minister Schweitzer. Dabei gehe es neben der Bedarfsermittlung und der Suche nach einem geeigneten Standort, barrierefreien Umbauten sowie sozialrechtliche Fragen auch um die Frage, wie die Einbindung in das Dorfleben organisiert werden kann.

Michael Holstein, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Trier-Land, sieht in dem Projekt einen Gewinn für ganz Trier-Land. „Die hier gewonnenen Erkenntnisse können vor allem vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wegweisend für die zukünftige Entwicklung unserer gesamten Verbandsgemeinde sein“, so Holstein.

Auch Ortsbürgermeister Dieter Bretz und Projektbeauftragter Christoph Biegel freuen sich anlässlich der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung, dass Welschbillig an diesem Zukunfts-Projekt teilnehmen kann. „Vor allem angesichts des weiteren Wachstums unserer Gemeinde ist es wichtig, die Aspekte des ‚Wohnens mit Teilhabe‘ in die Planungen miteinzubeziehen. Für die Gemeinde eröffnen sich eine Vielzahl neuer Ansätze“, konstatiert Dieter Bretz.

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Wichtiger Meilenstein für die Digitalisierung der europäischen Justiz

Region/Düsseldorf – Nordrhein-Westfalen organisiert europaweiten Workshop – Die Digitalisierung der Justiz endet nicht an den deutschen Grenzen. Insbesondere dort, wo etwa Durchsuchungen bei Verdächtigen aus dem Bereich der international vernetzten Organisierten Kriminalität angestoßen werden sollen, will man nicht mehr auf das Papier und auf langwierige Postläufe angewiesen sein. Aber auch in Zivilprozessen mit Beteiligten im Ausland sowie in vielfältigen anderen grenzüberschreitenden Konstellationen soll die Kommunikation von Gericht zu Gericht und von Behörde zu Behörde sowohl schnell als auch sicher sein. Zu diesem Zweck hat ein internationales Entwicklerkonsortium unter Leitung Nordrhein-Westfalens mit finanzieller Unterstützung der EU-Kommission „e-CODEX“ entwickelt, eine generische Lösung für den sicheren Austausch justizieller Daten im grenzüberschreitenden Rechtsverkehr. Die weitere Betreuung und Entwicklung dieser Lösung sowie ihre Anpassung an verschiedene Einsatzszenarien soll künftig die Europäische Agentur für IT-Großsysteme (eu-LISA) übernehmen.

Am 24. Januar 2023 begrüßte Minister der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen Dr. Benjamin Limbach Vertreterinnen und Vertreter der EU-Kommission, von eu-LISA sowie der Justizministerien unter anderem Spaniens, Österreichs, der Niederlande sowie – digital zugeschaltet –Frankreichs zu einem gemeinsamen Workshop. Dieser markiert den Beginn des Übergabeprozesses der e-CODEX-Infrastruktur vom Konsortium an eu-LISA. Die Durchführung dieser Veranstaltung in Düsseldorf unterstreicht die führende Rolle Nordrhein-Westfalens bei der europäischen Justizdigitalisierung. Minister Dr. Limbach dankte den europäischen Partnern und der Kommission für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit: „Um in Europa im Bereich der Digitalisierung wirklich etwas zu bewegen, brauchen wir nicht nur hochfliegende Visionen, sondern auch einen langen Atem und die Bereitschaft, sich an einer Vielzahl von Detailproblemen abzuarbeiten.“

Der Minister versprach, Nordrhein-Westfalen werde die europäische Justizdigitalisierung mit seinem Know-how auch künftig aktiv mitgestalten. Eine Koordinierungsstelle im Ministerium der Justiz werde an der Schnittstelle zwischen Europa und den Ländern die Umsetzung europäischer Vorgaben nach innen koordinieren und den Bund bei der Vertretung der deutschen Justiz nach außen unterstützen.

Weitere Informationen zu e-CODEX finden Sie online unter:

https://www.e-codex.eu/
https://www.justiz.nrw/JM/doorpage_online_verfahren_projekte/projekte_d_justiz/ecodex/index.php

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Literatur Live bei den Burgfestspielen erleben – Ralf Kramp zu Gast in Mayen

Mayen – Ein Highlight der diesjährigen Exxtras bei den Burgfestspielen in Mayen wird sicherlich die Lesung des Eifel-Krimi-Autoren Ralf Kramp sein. Hierfür tun sich die Burgfestspiele mit der Mayener Buchhandlung Reuffel zusammen, um ihrem Publikum einen spannenden Abend zu bieten.

Ralf Kramp ist einer der bekanntesten Vertreter des schwarzen Krimihumors unter den deutschen Autoren. Er ist der geistige Vater von Herbie Feldmann, Omma Brock und vielen weiteren schrägen (Eifel-) Gestalten. Er liebt die Eifel aus tiefstem Herzen, und in diesem Festspielsommer nimmt er Sie mit an Orte, an denen Sie noch nicht waren, an denen Sie aber auch garantiert niemals sein wollen. Er stellt Ihnen die letzte freilebende Steppenhamster-Herde vor, lädt Sie ein zum Geschmacksabenteuer in der Blutwurstbonbon-Fabrik oder berichtet über zu Recht in Vergessenheit geratene alte Eifeler Bräuche wie das Ostereier-Werfen in Unterkübelbach genau 70 Tage nach Ostern…

Wer sich dieses literarische Abenteuer nicht entgehen lassen will, sollte sich am 15. Juli im Alten Arresthaus einfinden und sich auf einen mörderisch humorvollen Abend in kramp`scher Manier gefasst machen.

Tickets gibt’s wie immer bei Reisebüro Bell Regional Touristikcenter in der Rosengasse 5, 56727 Mayen. Ticket-Hotline: 02657/494942 oder per Mail an tickets@tourisrtikcenter-mayen.de.

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Stadt Stolberg sagt dem Leerstand in der Innenstadt den Kampf an

Stolberg – Mit dem „Sofortprogramm Innenstadt“ sagt die Stadt Stolberg dem Leerstand den Kampf an – mit einem attraktiven Förderungskonzept und einem eigens dafür eingestellten City Manager. Die Belebung der Innenstadt ist eines der Hauptziele beim Wiederaufbau der Stolberger Innenstadt nach der Flut. „Diese Belebung wollen wir mit einem breiten Bündel an Maßnahmen erreichen“, erklärt Bürgermeister Patrick Haas. Eine wichtiges und für die Eigentümer aktuell leerstehender Ladenlokale sehr lukratives Angebot ist das „Sofortprogramm Innenstadt“, das die Stadt mit Hilfe einer Landesförderung und dem neuen City Manger Andre Schroeder bereitstellt.

Das Grundprinzip ist ganz einfach und eine „Win-Win-Situation“: Die Stadt kann Ladenlokale von Eigentümern anmieten und diese zu stark vergünstigten Preisen an neue Mieter untervermieten. Neue Nutzer der Ladenlokale haben so die Möglichkeit, die Räumlichkeit für 20 Prozent der Altmiete anzumieten. Eigentümer wiederum erhalten 70 Prozent der Altmiete, die sich am zuletzt gültigen Mietverhältnis oder – bei längerem Leerstand – dem aktuellen Mietspiegel orientiert. Nebenkosten sind von der Regelung ausgenommen. Die Differenz von 50 Prozent übernimmt die Stadt mittels des Förderprogramms. Voraussetzung ist, dass es sich um ein neues Mietverhältnis handelt.

„Die neuen Nutzerinnen und Nutzer können so ohne großes finanzielles Risiko neue Geschäftskonzepte ausprobieren und so die Frequenz in der Innenstadt steigern. Denkbare Nutzungen sind beispielsweise Einzelhandels-Startups, Dienstleistungsgewerbe mit Publikumsverkehr, kulturwirtschaftliche Nutzungen, bürgerschaftliche oder nachbarschaftliche Nutzungen wie Repair-Cafés und Räume für Initiativen oder Bildungsangebote und Kinderbetreuungen“, erklärt der neue City Manger Andre Schroeder. „Eigentümerinnen und Eigentümer wiederum beleben ihre leerstehende Immobilie und erzielen Einnahmen.“

Voraussichtlich ab dem kommenden Monat (Februar 2023) können entsprechende Mietverträge geschlossen werden. Die maximal förderfähige Fläche beträgt 300 Quadratmeter. Ladenlokale über 300qm sind trotzdem förderfähig, allerdings muss die Miete für jeden qm über 300qm dann voll gezahlt werden.

Auch Umbaumaßnahmen von Eingängen und Fassaden, Gebäudetechnik und Innenausstattung können mit drei verschiedenen Pauschalen von bis zu maximal 2.500 Euro über das „Sofortprogramm Innenstadt“ gefördert werden. Diese Förderung kollidiert zudem nicht mit den Wiederaufbauhilfen.

Aktuell ist das Sofortprogramm und damit die Dauer der Mietverträge auf 2023 begrenzt. Bürgermeister Haas steht allerdings schon im engen Kontakt mit der zuständigen Landesministerin Ina Scharrenbach und hat „positive Signale“ für eine Verlängerung des Programms auch in 2024 erhalten.

Besonders wichtig sei nun, so betonen Bürgermeister und City Manger, dass sich interessierte Nutzerinnen und Nutzer und interessierte Eigentümerinnen und Eigentümer bei der Stadt melden und die große Chance nutzen, die dieses Sofortprogramm bietet.

Infobox

Wer sich für eine Anmietung eines Ladenlokals interessiert oder sein leerstehendes Ladenlokal interessierten Mietern anbieten möchte, kann sich beim Stolberger City Manager melden:

Andre Schroeder – Mail: andre.schroeder@stolberg.de
Telefon 02402/9979765

Detaillierte Informationen zum Sofortprogramm Innenstadt gibt es unter www.stolberg.de/sofortprogramm

 

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„Jugend stärken – Brücken in die Eigenständigkeit“ – Kreis Düren erhält Bundesförderung

Düren – Die Jugendhilfe im Kreis Düren wird weiter ausgebaut. Das Bundesfamilienministerium unterstützt die Jugendsozialarbeit im Kreis Düren mit dem Förderprogramm „Jugend stärken: Brücken in die Eigenständigkeit (JUST BEst)“, das nun neu aufgelegt wurde und bis Ende 2027 läuft.

Das Jugendamt des Kreises Düren hilft gemeinsam mit dem Sozialwerk Dürener Christen jungen Menschen, deren Lebensweg bisher schwierig verlief. Das Sozialwerk Dürener Christen war bereits bei vorherigen Programmen von „Jugend stärken“ ein verlässlicher Partner in der Jugendsozialarbeit. Zielgruppe, die von dem nun weitergeführten Förderprogramm profitieren werden, sind Jugendliche, die beispielsweise von Wohnungs- und Obdachlosigkeit bedroht oder betroffen sind oder auch junge Menschen, die die stationäre Jugendhilfe (wie Wohngruppen) verlassen haben.

„Wir wollen die Jugend im Kreis Düren stärken und die hohe Qualität der bisherigen Arbeit aufrechterhalten. Daher freuen wir uns sehr über das neu aufgelegte Förderprogramm“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. Mit den Fördermitteln in Höhe von etwa einer Million Euro können das Personal in der Jugendsozialarbeit aufgestockt und vorhandene Projekte weitergeführt und intensiviert werden. So bestehen für die Jugendlichen mit den Beratungsstellen in Kreuzau und Jülich Anlaufstellen, bei denen sie Hilfe finden. Mit der Weiterführung des Förderprogramms können außerdem die vorhandenen Netzwerke ausgebaut oder auch die Angebote in Schulen weitergeführt werden.

„Wir bedanken uns sehr für die gute Zusammenarbeit mit dem Kreis Düren. Wir freuen uns, dass die Förderung weitergeht und wir so die Jugendsozialarbeit gemeinsam stärken können“, sagt Karina Siebertz, Geschäftsführerin beim Sozialwerk Dürener Christen.