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Kabarettist Christian Ehring begeistert seine Zuschauer in Meckenheim

Meckenheim – Alle verfügbaren Plätze in der Meckenheimer Jungholzhalle waren belegt, als am Sonntag 29. Januar der Bürgerverein Meckenheim seinen diesjährigen Kabarettabend veranstaltete. Kabarettist Christian Ehring, bekannt auch als Moderator der Sendung „Extra3“ und Mitarbeiter der „Heute Show“, präsentierte dabei sein Programm „Antikörper“. Mit seinem pointierten, humorvollen und geistreichen Vortrag, garniert mit kurzen gelungen Musikbeiträgen, gelang es ihm mühelos, die mehr als 400 Zuschauer restlos zu begeistern.

Die vollbesetzte Jungholzhalle erwartet den Künstler.

Traditionsgemäß lud der Bürgerverein dann in der Pause alle Gäste ein, mit einem Glas Wein auf das noch junge Jahr anzustoßen. Bei den dabei entstehenden angeregten Gesprächen vieler Besucher wurde deutlich, dass diese schon jetzt sicher seien, auch beim nächsten Kabarettabend im kommenden Jahr dabei zu sein.

Am Ende der rundum gelungenen Veranstaltung wurde der Künstler mit lang anhaltendem Applaus für seinen Auftritt belohnt. Vom Vorsitzenden des Bürgervereins erhielt er zum Abschluß als Wegzehrung und als Erinnerung an diesen bemerkenswerten Abend, ein Fläschchen „Guter Geist aus Meckenheim“ und einen Beutel Meckenheimer Äpfel. Der Bürgerverein plant den nächsten Kabarettabend für den Januar kommenden Jahres. Allerdings ist noch nicht entschieden, welcher Kabarettist oder welche Kabarettistin dann dabei sein wird.

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Neujahrs-Empfang der Schornsteinfeger-Innung Aachen – Gemeinsamer Austausch ist wichtig

Aachen – „Schön, dann kann ja jetzt nichts mehr passieren!“, freut sich Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, während sie an dem Jackenknopf von Detlef Nauß, Obermeister der Schornsteinfegerinnung Aachen, reibt. Nach zuletzt coronabedingt ausgefallenen Terminen konnte sie die Schornsteinfeger und die Vertreter der Kreishandwerkerschaft, unter anderem den Geschäftsführer Yannick Schmitt, dieses Jahr zum traditionellen Neujahrsempfang im Aachener Rathaus begrüßen.

Dass die Kaminkehrer*innen Glück bringen, geht bereits auf eine lange Tradition bis ins Mittelalter zurück. „Damals fanden sich Gruppen zusammen, die die Kamine säuberten und so die Brandgefahr senkten. Deshalb verbindet man Schornsteinfeger mit Glück“, erzählt Nauß. Heute tragen die Schornsteinfeger*innen immer noch durch die Reinigung der Kamine zu einer Verbesserung des Brandschutzes bei. „Wir haben hier weniger Kaminbrände als zum Beispiel in Belgien, wo die jährliche Reinigung zwar empfohlen, aber nicht Pflicht ist“, weiß Ralph Löhr, stellvertretender Obermeister der Schornsteinfegerinnung Aachen.

Trotz ihrer wichtigen Aufgabe sehen sich die Kaminkehrer*innen mit Herausforderungen wie steigenden Kosten, der Suche nach Auszubildenden und Fachkräften sowie der möglichen Sperrung der Autobahn konfrontiert. Sibylle Keupen zeigt sich optimistisch: „Wir haben in den letzten Jahren einige Krisen gemeistert. Wichtig ist, dass wir entstehende Lasten auf alle verteilen und sie nicht eine Partei alleine tragen muss. Wir schaffen das.“

Die Oberbürgermeisterin verlässt den Termin mit einem besonderen Geschenk der Schornsteinfeger*innen: Eigene Schornsteinfegerarbeitskleidung. „Ich werde sie mit Stolz an Karneval tragen. Dieser Beruf hat eine tolle Tradition. Einen Zylinder habe ich schon“, verrät Keupen.

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Mechernicher Fight Night – „Nicht die Schläge, sondern das Training ist hart“

Mechernich – Irena Auer (31) stieg als einzige Frau aus dem Kreis Euskirchen bei der Mechernicher Fight Night als Kickboxerin in den Ring. Beim Einmarsch in den Ring zum Song „Girlfight“ von Broke Valentine ist aus allen Ecken der Dreifach-Turnhalle in Mechernich Jubel für Irena Auer zu hören.

Wieviel Kraft in den Schlägen von Irena Auer (links) steckt, lässt sich auf diesem Bild erahnen. Ihre Gegnerin Yasmin Sterzer ging noch in der ersten Runde – nach weniger als einer Minute Kampf – k.o.. Foto: Cybershot Studios/pp/Agentur ProfiPress

Die 31-Jährige ist die einzige Frau aus dem Kreis Euskirchen, die bei der Fight Night als Kämpferin antritt. Von dem Jubel hört und sieht sie nichts: Nach drei Monaten täglichem Training und intensiver Vorbereitung ist die Kickboxerin maximal fokussiert, als sie in den Ring steigt. Ihre Gegnerin, die 16-jährige Yasmin Sterzer aus Beckum, geht noch in der ersten Runde – nach weniger als einer Minute Kampf – k.o..

„Als der Kampf abgebrochen wurde, habe ich mich tierisch gefreut“, erinnert sich Irena Auer. „Ich wusste, dass meine Beine sehr stark sind und habe mich mit Low Kicks auf die Oberschenkel konzentriert – bis sie nicht mehr stehen konnte. Aber ich hatte nicht gedacht, dass es so schnell gehen würde.“

Kampf-Ansage per Video

Die vorige Video-Kampfansage der 16-Jährigen, in der sie mit voller Ausrüstung im Ring betont „Ich komme, um dich zu besiegen“, habe sie zwar nicht besonders ernst genommen, aber: „Ich habe vor der Sportart Respekt. Denn egal, wie gut du trainierst: Ein Schlag kann alles zunichtemachen.“ So geschehen bei ihrem Kämpfer-Kollegen Remo Arns bei der Mechernicher Fight Night. Ein Stück Tape, das sich am Handschuh gelockert hatte, verletzte ihn am Auge und beendete seinen Kampf frühzeitig.

Für Irena Auer war es der siebte Kampf als Kickboxerin – allerdings der erste nach 14 Jahren Pause. „Mit zwölf Jahren habe ich mit dem Kickboxen angefangen, als ich mit meiner Familie aus Metternich nach Euskirchen gezogen bin. Vorher hatte ich Gardetanz bei den Mini-Husaren in Metternich gemacht und wollte dann eine andere Sportart ausprobieren. Beim Kickboxen bin ich dann kleben geblieben“, erinnert sie sich.

Familiärer Umgang im Team

Das Besondere sei der familiäre Umgang im Energy Gym von Bakar Barakat (siebenfacher Weltmeister im Kick-, Thai- und MuayThaiboxen sowie K1-Weltmeister der World Boxing Union) in Euskirchen. Für das Energy Gym stieg Irena Auer auch als 14-Jährige erstmals in den Ring. Mit 17 Jahren kämpfte sie ihren vorerst letzten Kampf – damals ebenfalls in Mechernich. „Ich hatte damals die Möglichkeit, meine Gegnerin k.o. zu schlagen – aber ich konnte es einfach nicht. Am Ende ging der Kampf unentschieden aus, aber ich habe mich später so über mich selbst geärgert, dass nicht mehr an Kämpfen teilnehmen wollte.“

Als Irena Auer nach der Schule ein duales Studium zur Textilbetriebswirtin in Paderborn und Stuttgart begann, blieb keine Zeit mehr für das Training in Euskirchen. Zurück in der Heimat zog es sie später aber wieder zum Kickboxen, vor allem zum Kurs „Strong Women“ im Energy Gym unter Trainerin Sarah Haberland: Ein Kurs ausschließlich für Frauen und ohne Körperkontakt. Trainiert wird mit Schlagpolstern, den sogenannten Pratzen, um Schläge und Tritte zu trainieren. Das fordert Kraft und Ausdauer.

Hartes Training

„Vor allem Frauen sind von der Sportart Kickboxen oft schon im Vorhinein abgeschreckt, aber man sollte sich erst das Training angucken, bevor man urteilt. Bei uns sind nicht die Schläge, sondern das Training hart. Dafür merkt man aber auch schnell die Erfolge in Ausdauer und Kraft, denn beim Kickboxen wird der ganze Körper eingesetzt – und das muss auch so sein, denn wenn sich nur eine Lücke auftut, kriegst du vom Gegner eine rein.“

Mit den Erfolgen, so die 31-Jährige, wachse man aber auch immer mehr über sich hinaus, denn gerade als Frau bekomme man ein neues Bewusstsein für sich selbst – ein „Ich kann auch anders“. „Für das Selbstbewusstsein ist das von großer Bedeutung, wenn ich weiß: im schlimmsten Fall könnte ich mich verteidigen.“

Teamsport

Irena Auer trainiert inzwischen nicht nur im Frauen-Kurs, sondern auch in den gemischten Kickbox-Kursen – wo zu ihrem Bedauern meist nicht mal eine Handvoll Frauen vertreten sind. Das Training ist dabei sehr vielseitig – und ein Teamsport: gemeinsames Aufwärmen und dehnen, danach Kickbox-Übungen mit dem Partner oder der Pratze und abschließend noch ein paar Kraftübungen für Bauch, Beine und Po.

„Wir haben alle normale Jobs und müssen am nächsten Tag wieder zur Arbeit, da achten wir natürlich darauf, dass keiner mit einem blauen Auge aus dem Training kommt. Wer einen schlechten Tag hat und sich mal abreagieren möchte, kann dafür die Pratzen benutzen“, erzählt die 31-Jährige. Sie selbst führt als Area-Managerin bei Bugatti zwei Outlets in Bad Münstereifel und Montabaur.

Viel Zeit nach der Flut

Nach der Flutkatastrophe war für sie bei der Arbeit allerdings erstmal Stillstand angesagt. Der Bugatti-Store im City Outlet Bad Münstereifel musste komplett renoviert werden. Für die Area-Managerin bedeutete das über mehrere Monate viel Zeit zu Hause – und plötzlich viel Zeit für das Kickbox-Training. Damit entstand schließlich auch der Wunsch, wieder im Ring zu stehen.

Ihre Kollegen im Outlet unterstützten sie bei der Vorbereitung auf die Mechernicher Fight Night. „Sie haben sich viel Mühe gegeben, die Süßigkeiten vor mir zu verstecken. Und am Tag nach dem Kampf haben wir den verkaufsoffenen Sonntag mit einem gemeinsamen Frühstück begonnen – da konnte ich mit Waffeln und Kuchen dann alles nachholen“, grinst Irena Auer.

Beweglich wie ein Tanzmariechen

Tatsächlich war es für sie gar nicht so leicht, das Gewicht für ihre Gewichtsklasse zu halten, denn mit dem vielen Training verwandelte sie Fett in Muskelmasse – die bekanntlich schwerer ist. Ebenfalls von Nachteil für die mit 1,53 Metern eher kleine Kickboxerin: In der Gewichtsklasse zählt nur das Gewicht, nicht die Größe. „Meine Gegnerin war 13 Zentimeter größer. Damit sind ihre Arme und Beine nicht nur länger als meine, sondern ich muss auch viel mehr Kraft und Beweglichkeit aufwenden, um mit meinen Schlägen und Tritten ihren Kopf oder ihre Rippen zu erreichen, als umgekehrt.“

Da kam Irena Auer allerdings der frühere Gardetanz zunutze: „Ich bin sehr gelenkig“, schmunzelt sie. Ebenfalls von Vorteil: „Aufgrund meiner Größe werde ich von vielen unterschätzt.“ Zu Unrecht, möchte man hinzufügen.

Mit Tochter Viona zum Training

Dennoch war die dreimonatige Vorbereitung eine fordernde Zeit für die berufstätige, alleinerziehende Mutter einer zehnjährigen Tochter. „Das ist Koordination hoch zehn“, bringt sie es auf den Punkt. Täglich ging es nach der Arbeit zum Training, Tochter Viona häufig mit dabei. „Kickboxen ist nichts für mich, aber ich konnte in der Halle Handstand üben für meinen Gardetanz bei den Palm Beach Girls. Oder ich habe dort gebastelt, zum Beispiel Weihnachtskarten“, erzählt die Grundschülerin.

Im Rückblick auf ihre ersten Kämpfe und nun ihr Comeback resümiert die 31-Jährige: „Ich habe heute die Risiken mehr vor Augen als früher, denn ich trage auch mehr Verantwortung – als Mutter und in meinem Job. Sonst würde ich vielleicht viel öfter in den Ring steigen.“

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Sterben sollte kein Tabu-Thema mehr sein

Düren – Der Kreis Düren beteiligt sich an der Förderung einer neuen Netzwerkkoordinatorin bei der Hospizbewegung Düren-Jülich e.V.. Sterbenskranke Menschen und ihre Angehörigen erhalten damit noch mehr Unterstützung. Die Netzwerkkoordinatorin heißt Juliane Donath.

Sie wird die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Netzwerkpartner einmal mehr stärken und optimieren. Dabei bezieht sie alle Beteiligten, Organisationen und Angebote mit ein. Dazu gehören unter anderem ambulante Palliativdienste, stationäre Hospize, das Krankenhaus Düren oder Senioreneinrichtungen.

„Wichtig ist ein Austausch auf Augenhöhe und das klare Verfolgen des gemeinsamen Zieles: regelmäßiger Austausch, um eine bestmögliche Versorgung der jeweiligen Betroffenen zu gewährleisten“, betont Juliane Donath. Die gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin hat einen Master in Pflegemanagement absolviert und als Pflegedienstleitung in einem Hospiz in Köln gearbeitet. Mittlerweile ist sie – wohl auch dank der Wachstumsoffensive des Kreises Düren – nach Düren gezogen und fühlt sich hier mit ihrer Familie sehr wohl.
Juliane Donath möchte zuerst eine Netzwerkanalyse durchführen. Mit allen Netzwerkpartnern soll es regelmäßige Treffen geben, um die Kommunikation zu verbessern und die Zusammenarbeit zu stärken. „Das Sterben sollte kein Tabu-Thema mehr sein, wir kommen alle nicht drumherum. Also sollten wir der Gesellschaft eher die Relevanz nahe bringen, allen Menschen ein möglichst würdevolles Ende bereiten zu können“, erklärt sie.

Der Verein Hospizbewegung Düren-Jülich e.V. arbeitet seit vielen Jahrzehnten im gesamten Kreisgebiet qualifiziert, ehrenamtlich orientiert und kommunal vernetzt. Das Ziel ist die bestmögliche Versorgung bis hin zum Tode. „Schwerkranke und ihnen nahestehenden Menschen müssen mit ihrer Angst, ihren Bedürfnissen und Wünschen nicht alleine bleiben“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. Daher freue er sich über die Unterstützung der neuen Netzwerkkoordinatorin. Dadurch werden auch die für die Pflege zuständigen Stellen des Kreises Düren, wie die Pflegeberatungsstelle oder der Pflegestützpunkt, in Zukunft noch intensiver mit dem Verein zusammenarbeiten.

Das Hospiz- und Palliativnetzwerk (HPNW) ist an der Roonstraße 30 in Düren bei der Hospizbewegung Düren-Jülich e.V. zu erreichen. Die neue Netzwerkkoordinatorin Juliane Donath kann über info@hospiznetz-dueren.de kontaktiert werden. Sie unterstützt auch Angehörige, indem sie Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten wie der Trauerberatung gibt oder die Personen an zuständige Netzwerkpartnern weitervermittelt.

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Windkraft in Simmerath als Vorbild für NRW

Simmerath – Eine Abordnung der CDU-Landtagsfraktion hat den Windpark in Lammersdorf besucht. Die Vertreterinnen und Vertreter aus der Landespolitik machten sich vor Ort gemeinsam mit Bürgermeister Bernd Goffart und Stawag-Geschäftsführer Frank Brösse ein Bild davon, wie Bürgerinnen und Bürger einer Kommune aus einem Windpark im Idealfall einen finanziellen und ökologischen Nutzen ziehen können.

„Der Windpark in Lammersdorf ist ein echter Bürgerwindpark, denn von ihm profitieren alle Simmerather direkt“, so Bürgermeister Bernd Goffart. „Anders als in üblichen Bürgerwindparks profitiert bei uns die Gesamtbevölkerung anstatt einzelner, privater Investoren.“ Im Falle des Lammersdorfer Windparks erziele die Gemeinde Einnahmen durch die Verpachtung der gemeindeeigenen Flächen, durch eine Gewinnbeteiligung, durch die Gewerbesteuer des Windparks und erhalte zusätzlich 0,2 Cent pro produzierter Kilowattstunde Strom.

Die Summe dieser Einnahmen spiegele sich deutlich im Gemeindehaushalt nieder und sei ein entscheidender Faktor für die im regionalen Vergleich niedrigen Grund- und Gewerbesteuern in Simmerath. Die generierten Einnahmen würden auf diesem Wege an alle Bürgerinnen und Bürger weitergegeben, erklärte der Bürgermeister. Außerdem steigerten die geringen Steuern Simmeraths Attraktivität als Wohn- und Gewerbestandort, wodurch ebenfalls höhere Gewerbesteuereinnahmen, die der Bevölkerung zugute kämen, vereinnahmt werden.

Bereits jetzt produziert die Gemeinde Simmerath knapp 184% ihres eigenen Strombedarfes regenerativ und exportiert sogar umweltfreundlich erzeugten Strom. Maßgeblich hierfür sind die derzeit 22 Windkraftanlagen, zu denen in diesem Jahr zwei weitere in Lammersdorf und im nächsten Jahr acht weitere im Buhlert hinzukommen sollen.

Der stellvertretende CDU-Landtagsfraktionsvorsitzende Jan Heinisch und der CDU-Wahlkreisabgeordnete Daniel Scheen-Pauls wünschen sich, dass Simmerath Vorbild für viele andere Kommunen in NRW sein wird. „Wir wollen Kommunen und lokale Initiativen unterstützen und im Landtag ein Gesetz auf den Weg bringen, das dafür sorgt, dass Teile der Erlöse aus Windparks vor Ort bleiben und dort den Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen – so, wie es in Simmerath bereits vorbildlich der Fall ist“, so Heinisch.

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Heike Boomgaarden am Donnerstag 2. Februar zu Gast im Rathaus Niederzissen

Nierderzissen/Brohltal – Die aus Funk und Fernsehen bekannte ausgebildete Obstbäuerin Heike Boomgaarden hat Gartenbau studiert und führt seit 20 Jahren ein Ingenieurbüro, welches sich auf Mitmachprojekte im grünen Bereich konzentriert. Ihr umfangreiches Wissen und ihre „grüne Vision“ wird die TV- und Radioexpertin in einem Vortrag am Donnerstag, 2. Februar, 19.00 Uhr, im Wappensaal des Rathauses Niederzissen zum Besten geben.

Gärten bieten ein unglaubliches Potenzial in Bezug auf Klima- und Umweltschutz sowie der Förderung der Biodiversität. Denn Gärten bieten Lebensraum für Tiere und Pflanzen, absorbieren Luftschadstoffe, Feinstaub und Lärm. Pflanzen produzieren den lebenswichtigen Sauerstoff und arbeiten als kostenlose und natürliche Klimaanlagen, denn sie verdunsten Wasser, was zu einer spürbaren Abkühlung des Mikroklimas führt. Zunehmend wichtiger wird die Tatsache, dass Bäume und Böden gigantische Speicherquellen für CO2 darstellen.

Vor allem aber sind Gärten ein wichtiger Erholungsort für die Menschen, belebende Orte für Körper, Geist und Seele. Spielort für Kinder und Lieferant für gesundes Obst und Gemüse sowie herrliche Blumensträuße. Klimaschonend gärtnern bedeutet, den Garten wieder in seiner Gesamtheit mit all seinen Lebensformen zu sehen und Trends zu widerstehen, die auf den (scheinbar) „pflegeleichten Garten“ setzen.

Alle Gärten sind letzten Endes ein Biotopverbund und somit sind vielfältig-bunte Gärten ein fulminanter Bestandteil nachhaltiger Klimaziele und aktiver Natur- und Umweltschutz. Denn klimaschonendes Gärtnern verbindet Jahrtausende Jahre altes Wissen mit neuen und kreativen Ansätzen zur Erhaltung der Vielfalt in unserem Lebensumfeld!

So wird Klimaschutz für jeden umsetzbar und sogar günstig. Denn aus dem Garten und der Region ist im Prozess des nachhaltigen Stoffstrommanagements vieles zu erwirtschaften, was es für ein erfolgreiches Gärtnern braucht. „Ich freue mich sehr, Ihnen die Strategien für Klimagärten näherzubringen zu dürfen“, zeigt sich Heike Boomgaarden gespannt.

Zur Person

Nomen est Omen. Der grüne Daumen wurde Heike Boomgaarden im Grunde schon durch den Nachnamen Boomgaarden -1962- in die Wiege gelegt. Nach der Ausbildung zum Obstgärtner und verschiedenen Aufenthalten im Ausland, hat sie Ihr Studium an der FH Geisenheim als Gartenbauingenieurin abgeschlossen. Seit 1985 arbeitet die selbstständige Ingenieurin in internationalen Projekten, weltweite Anerkennung erlangte sie durch das Projekt “Essbare Stadt Andernach“ im Rahmen von Klimawandelstrategien.

Heike Boomgaarden arbeitet zudem als Gartenexpertin seit 20 Jahren in vielen Formaten für ARD, ZDF und SWR, sowohl im Radio wie auch im TV.

Für Ihr großes Ehrenamtliches Engagement für die wichtigen Themen unserer Zeit – den Klimaschutz/Biodiversität Strategien- erhielt Sie den Landesverdienstorden von Rheinlandpfalz.

Heike Boomgaarden versteht es zu begeistern – für einen aktiven Klimaschutz durch Spaß am Gärtnern.
Eintritt frei!

 

 

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Scanner zum Digitalisieren von Großformaten für das Stadtarchiv Aachen

Aachen – Das Stadtarchiv Aachen erhielt jetzt aus dem von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien initiierten Rettungs- und Zukunftsprogramm „Neustart Kultur“ gehörigen Digitalprogramm „WissensWandel“ eine Förderung von mehr als 85.000 Euro, um einen A0-Scanner zum Digitalisieren von Großformaten zu beschaffen.

Eine Bundesförderung, mit der das Stadtarchiv die Möglichkeit erhält, selbständig und unabhängig von jeweils gerade zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln und Dienstleistern seine großformatigen Archivalien zu digitalisieren. Darüber freut sich Kulturdezernent Heinrich Brötz gemeinsam mit Archivleiter Dr. René Rohrkamp und sagt: „Das Stadtarchiv ist mit diesem Scanner in der Lage, bedeutende großformatige Archivbestände umfassend zu sichern und auf komfortable Weise für die interessierte Öffentlichkeit nutzbar zu machen“.

Durch die Digitalisierung wird nicht nur die Benutzung der großformatigen Archivalien erleichtert; diese werden auch nachhaltig konservatorisch geschont, weil sie nicht mehr im Original vorgelegt werden müssen. Durch die hohen Auflösungen, die bei der Digitalisierung erzielt werden können, lassen sich auch kleine Details auf großflächigen Plänen detailliert darstellen und betrachten.

Das Stadtarchiv wird zunächst damit beginnen, verschiedene zentrale Planbestände und historische Plakatbestände zu digitalisieren und in die städtische Archivdatenbank einzubinden. Der Abschluss erster Projekte soll noch in diesem Jahr erfolgen und der Öffentlichkeit entsprechend bekanntgegeben werden.

 

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Winterlaufzauber Lauf in Mayen – Zweiter Lauf der Crosslauf Serie Vulkaneifel in Mehren

Laacher See – Nach zweijähriger Pause lud der LA TUS Mayen zum 5. Winterlaufzauber Lauf ins Stadion ein. Für Jung und Alt waren verschiedene Wettbewerbe im Angebot. Nach einer halben Stadionrunde ging es für die Athleten hinaus an der Nette entlang zu den Wendepunkten.

Für die LG Laacher See waren folgende Aktiven am Start der Langstrecke über 8,4 km – Jörg Spurzem (3. M60, 48:31 Min.), Roland Wesche (2. M65, 52,11 Min.) und Lydia (2. W60, 58:10 Min.) und Harald Justen (5. M 60).

Die Kurzstrecke über 4 km wurde von folgenden LG‘lern in Angriff genommen: Bernd Schäfer (3. M55, 26:59 Min.), Susanne Loosen (2. W50, 26:58 Min.), Alexandra Gerz (1. W55, 29:12 Min.), Jutta Copeland (1. W60, 31:56 Min.), Claudia Schüller (2. W55, 31:57 Min.), Heike Ritzdorf (3. W50, 33:55 Min.), Sabine Nagel (3. W55, 33:35 Min.) und Barbara König (4. W55, 34:31 Min.).

Nach den Wettbewerben wurden die Sportler*innen wie gewohnt mit leckerem selbstgebackenen Kuchen verwöhnt.

Eine Woche zuvor starteten Michael Ringel (M45) und Raheb Rahimi (M20) beim 2 Lauf der Crosslauf Serie Vulkaneifel in Mehren. Rahimi wurde beim Lauf über 3,4 km Zweiter seiner Altersklasse in 13:12 Min. Mit 40:25 Min. wurde er Klassensieger beim langen Lauf über 8,8 km. Ringel absolvierte diese Distanz in 1:14:09 und dem dritten Platz der M45.

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Der Nationalpark Eifel gehört zu dem wertvollen Wildnis-Netzwerk aus bundesweit nur 16 Nationalparken

Region/Düsseldorf – NRW Minister Oliver Krischer: Der Nationalpark Eifel ist Hort der biologischen Vielfalt und Motor der Regionalentwicklung. Mehr als 1 Millionen Menschen besuchten den Nationalpark im Jahr 2022 – rund 11.200 Tier- und Pflanzenarten nachgewiesen. In Nordrhein-Westfalen bleibt der Nationalpark Eifel weiter ein Anziehungspunkt: Rund 1.016.000 Menschen haben 2022 den Nationalpark Eifel besucht und damit deutlich mehr als vor der Corona-Pandemie mit rund 887.000 Personen im Jahr 2019.

Seit der ersten Untersuchung 2007 (450.000 Gäste) haben sich die Besucherzahlen damit mehr als verdoppelt. „Der Nationalpark Eifel ist ein Hort der biologischen Vielfalt und seit seiner Gründung 2004 zu einem wichtigen Motor der wirtschaftlichen Regionalentwicklung geworden“, sagte Umweltminister Oliver Krischer. Der Nationalpark zeige eindrucksvoll, welche Erfolge sich mit einem ambitionierten Natur- und Artenschutz erzielen ließen. „Daran werden wir anknüpfen und den Schutz der biologischen Vielfalt in Nordrhein-Westfalen ausbauen und stärken. Denn ohne eine intakte Natur sind unsere Lebensgrundlagen gefährdet“, so Krischer.

Bereits im dritten Jahr in Folge haben nun mehr als eine Million Gäste die entstehenden Wildniswälder und Wasserlandschaften des Nationalparks besucht (rund 1.348.000 in 2020 und 1.050.000 in 2021). Gleichzeitig stieg die Zahl der nachgewiesenen Tier-, Pilz- und Pflanzenarten im Nationalpark Eifel von rund 230 gefährdeten Arten im Gründungsjahr 2004 auf mittlerweile mehr als 2.500 Arten der Roten Listen. Insgesamt konnten Forscherinnen und Forscher bereits mehr als 11.200 Arten in dem Schutzgebiet nachweisen, darunter Wildkatzen, Milane, Mauereidechsen, gelbe Wildnarzissen und zunehmend auch Zeigerarten für alte Wälder wie den „Urwald-Pilz“ Ästiger Stachelbart.

„Der Nationalpark Eifel gehört zu dem wertvollen Wildnis-Netzwerk aus bundesweit nur 16 Nationalparken, die auf großer Fläche eine natürliche Entwicklung ermöglichen. Um Besucherinnen und Besucher dieses besondere Naturerlebnis zugänglich zu machen, haben wir ein attraktives Wegenetz markiert und bieten ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm. Wichtig ist, dass sich alle Menschen im Gebiet an die Schutzbestimmungen halten – dies ermöglicht der Natur eine ungestörte Entfaltung und sichert gleichzeitig ein vielfältiges Naturerleben für Gäste“, so Dr. Michael Röös, Leiter der Nationalparkverwaltung.

Im Jahr 2023 bietet der Nationalpark rund 540 organisierte Naturerlebnis- und Umweltbildungsveranstaltungen an, darunter auch Sternenführungen auf dem Gebiet von Vogelsang. Um eine umweltschonende Anreise zu fördern, haben die Verkehrsverbünde die ÖPNV-Erschließung des Schutzgebietes ausgebaut. Seit vergangenem Jahr verkehrt der „Kermeter-Shuttle“ (Linie 814) zusätzlich zwischen Schleiden-Gemünd über den Kermeter bis zur Urftstaumauer. Zudem wurde die wichtige Freizeitlinie 231 zwischen Schleiden-Gemünd und Heimbach mit Einbindung der beliebten Anlaufpunkte Wilder Kermeter und Kloster Mariawald intensiver getaktet. Mit der „GästeCard Erlebnisregion Nationalpark Eifel“ können Gäste der teilnehmenden Betriebe Bus- und Bahnangebote kostenfrei nutzen und erhalten vergünstigten Eintritt zu Sehenswürdigkeiten.

Bisher einziger Nationalpark in Nordrhein-Westfalen

Im Januar 2004 wurde der Nationalpark Eifel mit 110 Quadratkilometern Fläche als erster Nationalpark in Nordrhein-Westfalen gegründet. Eine Untersuchung aus den Jahren 2014/2015 zeigte, dass der Nationalpark in der Region einen Bruttoumsatz von über 30 Millionen Euro bewirkt, was rechnerisch 674 Arbeitsplätzen entspricht. Das Großschutzgebiet in der Nordeifel stellt die bodensauren, nährstoffarmen Laubmischwälder unter Schutz. Neben den Waldgebieten sind auch die zahlreichen Quellgebiete und Bachtäler sowie Felskomplexe ökologisch wertvolle und empfindliche Bereiche. Auf der Dreiborner Hochfläche mitten im Nationalpark Eifel ist das verwildernde Offenland von besonderer Schönheit. Rund um den Nationalpark Eifel besteht in Zusammenarbeit mit den Kommunen ein Informationsnetzwerk mit Nationalpark-Ausstellungen und touristischen Servicestellen. Die internationale Begegnungs- und Bildungsstätte Forum Vogelsang IP beherbergt das Nationalpark-Zentrum Eifel mit der interaktiven und barrierefreien Erlebnisausstellung „Wildnis(t)räume“.

Biodiversitätskrise auch in Nordrhein-Westfalen nachweisbar

„Nordrhein-Westfalen hat einzigartige Naturlandschaften mit einer faszinierenden Artenvielfalt“, sagte Minister Krischer. Mehr als 43.000 verschiedene Tier-, Pilz- und Pflanzenarten und rund 70 verschiedene Lebensräume bilden die Grundlage für den Artenreichtum in Nordrhein-Westfalen. „Sie zu bewahren und zu schützen, ist eine existenzielle Aufgabe“, sagte Minister Krischer. Auch in Nordrhein-Westfalen sei der Verlust an biologischer Vielfalt weiterhin hoch.

  • Etwa 45 Prozent der untersuchten Tier-, Pilz- und Pflanzenarten stehen in Nordrhein-Westfalen auf der „Roten Liste“ – sind gefährdet, vom Aussterben bedroht oder bereits ausgestorben.
  • Rund 80 Prozent der Lebensräume im Tiefland sind in einem ungünstigen Erhaltungszustand – allen voran Moore, Grünland- und Gewässerlebensräume sowie Eichen- und Auenwälder.
  • Und aktuell sind nur 8,8 Prozent aller Fließgewässer in Nordrhein-Westfalen in einem sehr guten oder guten ökologischen Zustand.

Die Ursachen des Artensterbens und des Verlustes biologischer Vielfalt sind menschengemacht: Neben den Folgen des Klimawandels gehören hierzu unter anderem eine zu intensive Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen, die Zerstörung und Zerschneidung naturnaher Lebensräume und der fortschreitende Flächenfraß. So gingen im Jahr 2020 täglich in Nordrhein-Westfalen etwa 5,7 Hektar an wertvollen Lebensräumen für eine Vielzahl von Tier-, Pilz- und Pflanzenarten für Siedlungs- und Verkehrsnutzungen verloren.

Die Landesregierung will dem Verlust der biologischen Vielfalt und dem fortschreitenden Artensterben gegensteuern. „Die Biodiversitätskrise ist eine der beiden zentralen ökologischen Krisen unserer Zeit“, sagte Minister Krischer. „Die Landesregierung hat sich vorgenommen, mit einer Vielzahl von Maßnahmen und einer umfangreichen Finanzierung die Biodiversitätskrise wirksam zu bekämpfen und in allen Politikfeldern mitzudenken.“

Weitere Informationen zum Zustand der Natur in Nordrhein-Westfalen und Informationen zum Nationalpark Eifel finden Sie auf den angegebenen Internetseiten.

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PAPSTAR rettet die 23. Eifeler Oldienacht – 2000 Besucher erwartet

Kall – Festival der Hilfsgruppe Eifel findet am Samstag, 17. Juni auf dem Firmengelände statt – Nachhaltigkeit wird großgeschrieben – Der Landrat ist Schirmherr – Bürgermeister Esser sagt die Unterstützung der Gemeinde zu – Kostenloser Bus-Shuttle. Darauf haben Eifeler Oldienacht-Fans lange warten müssen. Doch nun ist es amtlich: Die 23. Eifeler Oldie-Nacht der Hilfsgruppe Eifel startet nach fast dreijähriger Corona-Zwangspause am Samstag, 17. Juni, auf dem Gelände der Firma PAPSTAR im Kaller Industriegebiet. Diesmal steht die weit über die Eifel hinaus beliebte Kult-Veranstaltung, zu der um die 2000 Besucher erwartet werden, nicht nur im Zeichen der Musik aus den 70er und 80er Jahre, sondern auch unter der Zielsetzung praktizierter Nachhaltigkeit. PAPSTAR GmbH und Hilfsgruppe haben für die Oldienacht ein Nachhaltigkeits-Konzept erstellt, das jetzt im Zuge einer Pressekonferenz vorgestellt wurde.

Weil das Jugendgästehaus Dalbenden, auf dessen Gelände die beiden letzten Oldie-Nächte stattgefunden hatten, auch zwei Jahre nach der Flut noch nicht für die Durchführung der Großveranstaltung zur Verfügung steht, musste die Hilfsgruppe sich nach einem anderen geeigneten Ort umschauen. Bei der Firma PAPSTAR wurde man schließlich nicht nur fündig, sondern auch von Geschäftsführer Bert Kantelberg „mit offenen Armen und offenem Herzen empfangen“, wie Schatzmeister Helmut Lanio beim Pressegespräch berichtete.

Gern habe man der Hilfsgruppe aus der Not geholfen und das Firmen-Gelände zur Verfügung gestellt, versicherte Geschäftsführer Bert Kantelberg. Man wolle dabei auch die Möglichkeit nutzen, das Thema Nachhaltigkeit hervorzuheben und die Möglichkeit aufzuzeigen, bei der Oldienacht den wachsenden Herausforderungen für eine grüne Zukunft gerecht zu werden. Deshalb begleitet das Großunternehmen die Oldienacht mit seinen Produkten, um sie nach dem Gebrauch bei der Veranstaltung zu einem zweiten Leben zu verhelfen. „Kreislauforientiertes Stoffstrommanagement“ heißt das Zauberwort der Wiederverwertung, die Müllcontainer auf dem Veranstaltungsplatz überflüssig macht, wie der Geschäftsführer der 2019 gegründeten PAPSTAR Solutions GmbH, Frank Kolvenbach erläuterte. Unter wissenschaftlicher Begleitung ist es PAPSTAR gelungen, einen Wertstoffkreislauf für seine Produkte zu entwerfen und sicherzustellen, dass die Stoffe von auf Veranstaltungen eingesetztem nachhaltigem Einweggeschirr nach dem Gebrauch erneut verwendet werden kann. „Die Eifeler Oldienacht ist die erste Großveranstaltung, bei der dieses System der Wertstoffkreisläufe zur Anwendung kommt“, so Frank Kolvenbach.

Helmut Lanio äußerte ich froh über die Tatsache, dass die Oldie-Nacht der Hilfsgruppe die erste Veranstaltung mit einem solchen Nachhaltigkeitskonzept sei. Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit der PAPSTAR GmbH. „Wir ziehen das eisern durch; es gibt dieses Mal nach der Veranstaltung keine vollen Müllcontainer“, kündigte Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel die Marschrichtung bei der Großveranstaltung am 17. Juni an.

Mitarbeiter von PAPSTAR werden helfen, die Einwegartikel, die gegen ein Pfandgeld ausgegeben werden, nach dem Gebrauch sofort wieder einzusammeln und der Wiederverwertung zuzuführen. Dabei, so PAPSTAR-Pressechef Bernd Born, werden beispielsweise Teller, Becher, oder Bestecke aus nachwachsenden Rohstoffen wie Karton, Pappe, Holz, Mais, Zuckerrohr oder Palmblatt in einem Bio-Konverter zersetzt, so dass das Abfallvolumen innerhalb von 24 Stunden um 90 Prozent reduziert wird.

Aufmerksame und ebenso begeisterte Zuhörer bei den Erläuterungen von Frank Kolvenbach und der Vorstellung der Oldie-Nacht durch Willi Greuel und Helmut Lanio waren auch Bürgermeister Hermann-Josef Esser und der Schirmherr der Oldienacht, Landrat Markus Ramers. Beide äußerten sich voll des Lobes über das ausgearbeitete Nachhaltigkeitskonzept. Er habe großen Respekt vor der Firma PAPSTAR, die nicht nur der Hilfsgruppe aus der Not geholfen habe, sondern die auch Wege einer sinnvollen Wiederverwertung von nachhaltigen Rohstoffen aufzeige, so Ramers.

Seine Übernahme der Schirmherrschaft zur Oldienacht sei nur ein kleiner Part gegenüber den großen Leistungen der Hilfsgruppe: „Es läuft mir jedes Mal ein Schauer über den Rücken, wenn ich von Aktionen höre, bei denen es meist um schwerkranke Kinder geht“. Auch nach der schlimmen Flut im Juli vor zwei Jahren habe die Hilfsgruppe sofort die Ärmel hochgekrempelt und schwer betroffenen Opfern mit fast 600.000 Euro finanziell zur Seite gestanden.

„Wenn man sie um Hilfe bittet, weiß man, dass man Hilfe bekommt“, umschrieb Bürgermeister Hermann-Josef Esser die Verlässlichkeit der in Kall ansässigen Hilfsgruppe. Das habe die Gemeinde erst im vergangenen Jahr selbst erfahren können, als ein Team des Vereins eine große Hilfe bei der Organisation und Durchführung des zweitägigen Fluthelferfestes gewesen sei.

Er freue sich auf diese große Veranstaltung, die auch von Rat und Verwaltung begrüßt werde, so Hermann-Josef Esser. Die Hilfsgruppe belebe das kulturelle Angebot in der Gemeinde Kall. Das Gelände an der Daimler Straße sei für die Oldienacht ein idealer Veranstaltungsort außerhalb der Wohnbebauung; ebenso die unproblematischen Parkmöglichkeiten im Industriegebiet. Der Bürgermeister versprach der Hilfsgruppe auch die Unterstützung des nahegelegenen Bauhofes.

Mit der aus Rundfunk und Fernsehen bekannten Moderatorin und Buchautorin Biggi Lechtermann stellte Willi Greuel die Frau von Radio 700 vor, die am 17. Juni durch das Programm der Oldie-Nacht führt. Die 62-Jährige, die 1983 ihre Karriere bei RTL-Radio Luxemburg begann und später bei RTL-TV, bei ARD, ZDF, KiKa und Vox über den Bildschirm flimmerte, moderierte zehn Jahre lang als Nachfolger von Michael Schanze die Nachmittags-Kindersendung „1,2, oder 3“ im ZDF. Biggi Lechtermann, die mit dem 2006 verstorbenen Motorsport-Journalisten Willi Knupp verheiratet war, verriet, dass sie die Eifel sehr gut kenne und sich auf die Oldienacht freue. Benefiz-Projekte, wie sie die Hilfsgruppe veranstalte, lägen ihr ganz besonders am Herzen.

Willi Greuel stellte das Musikprogramm vor, das eigentlich schon 2020 in Urft über die Bühne gehen sollte, dann aber zweimal wegen Corona ins Wasser fiel. Außer einer Band, die sich inzwischen aufgelöst habe, seien alle anderen bereit, jetzt in Kall dabei zu sein. Das Programm verteile sich auf zwei Bühnen, wobei die Tanzband „De Schlingele“ und das Duo „Different Strings“ ab dem Einlass um 16 Uhr auf einer kleinen Bühne aufspiele.

Auf der großen Bühne stehen dann am Abend „Voodoo Lounge“ mit ihre großen Rolling-Stones-Show, die BAP-Tribute-Band „MAM“, die Vintage-Band „Herb Kraus & Thek Walking ´Shoes“ und zum großen Finale die britische Band „The Sweet“. Die Formation um Urgestein Andy Scott („Poppa Joe“, „Little Willy“, „Wig Wam Bam“) ist bereits zum dritten Mal bei der Hilfsgruppe zu Gast.  Die Band mit ihrem Gründer Andy Scott, der 13 Tage nach der Oldienacht seinen 74. Geburtstag feiert, geht in diesem Jahr auf ihre „Final Round Tour“.

Die Hilfsgruppe rechnet zur Oldienacht mit etwa 2000 Besuchern. Der Kartenvorverkauf beginnt ab Samstag, 4. Februar an den Vorverkaufsstellen SVE Ticketshop in Euskirchen, Eifel Lädchen in Gemünd, Foto Hanf in Hellenthal, Postfiliale im Rewe Center in Kall, Bäckerei Milz in Marmagen, Buchhandlung Schwinning in Mechernich,

Lotto/Toto Winter im Rewe-Center in Kommern, Schuh & Sport Müller in Schleiden sowie online unter tickets.hilfsgruppe-eifel.de. Es wird ein kostenloser Bus-Shuttle auf drei Linien aus den Richtungen Euskirchen, Hellenthal und Blankenheim angeboten. (Reiner Züll)