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Gelungene Wiederauflage – Rathaussturm 2023 in Wachtberg

Wachtberg-Berkum – Nach fast 40 Jahren Pause fand in diesem Jahr wieder ein Rathaussturm statt. Bürgermeister Jörg Schmidt versuchte mit Unterstützung seines Beigeordneten Swen Christian sein Rathaus zu verteidigen. Letztlich musste er sich aber der Übermacht aus dem Villiper Dreigestirn mit Prinz Nils I. (Röser), Bauer Christian I. (Neuburg) und der Jungfrau Johanna II. (Kühlwetter) und dem Fritzdorfer Kinderdreigestirn Prinzessin Sara I. (Pischel), Bäuerin Jana I. (Niemz) und Jungfrau Kitana I. (Kläser) geschlagen geben.

Rathaussturm in Wachtberg. Foto: Gemeinde Wachtberg/mm

Die zahlreichen jecken Gäste wurden von den Berkumer Dorfmusikanten bestens unterhalten.

Foto: Gemeinde Wachtberg/mm

Bürgermeister Jörg Schmidt und die neuen Machthaber im Rathaus – die Wachtberger Dreigestirne – freuten sich über weiteren karnevalistischen Besuch im Laufe des Nachmittags: Die Rheinland-Fanfaren aus Bornheim-Hersel, Prinzessin Melanie I aus Wormesdorf und als grandiosen Abschluss des Rathaussturms das Bonner Prinzenpaar mit Prinz Christoph II. (Wagner) aus Arzdorf mit seiner Bonna Nadine I. (Klein).

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Organisation der Heiligtumsfahrt Aachen fest in Frauenhand

Aachen – Bei Veranstaltungskauffrau Nadine Braun laufen alle Fäden zusammen. Mit gerade einmal 26 Jahren steuert sie ein solches Mammutprojekt in allen organisatorischen Belangen. Klingelt bei Nadine Braun das Telefon, geht es nur um ein Thema: die Heiligtumsfahrt Aachen. Ablaufpläne für Gottesdienst- und Kulturprogramm, für Um- und Aufbau auf den beiden Bühnen auf dem Katschhof sowie im Hof, Anträge und Gespräche mit der Stadt Aachen, Feuerwehr und Polizei, der Überblick zu den gut 50 Arbeitsgruppen, die das Programm für die Wallfahrt planen. Nadine Braun hat alles im Blick, bei ihr laufen alle Fäden zusammen.

Die Heiligtumsfahrt Aachen ist also fest in weiblicher Hand.
Mit gerade einmal 26 Jahren steuert sie ein solches in allen organisatorischen Belangen. Damit liegt auch jede Menge Verantwortung auf ihren Schultern. Immerhin erwarten Domkapitel und Bistum Aachen wieder mehr als 100.000 Pilgerinnen und Pilger im Juni in der Kaiserstadt. Wie sie dabei den Überblick behält? „Mit ganz viel Ordnung, vielen Listen, Aufstellungen und einem guten Gedächtnis“, sagt die Veranstaltungsmanagerin und lacht.
Seit 2016 arbeitet die gebürtige Mützenicherin im Bischöflichen Generalvikariat.

Dort hat sie nach ihrem Abitur am Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung in Aachen ihre Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau begonnen. Und war quasi direkt mittendrin im Projekt Heiligtumsfahrt Aachen. Damals noch mit Franz-Josef Staat an ihrer Seite: Der erfahrene Referent hatte die beiden vergangenen Heiligtumsfahrten organisatorisch geleitet. Sein ganzes Wissen hat er an Nadine Braun weitergegeben: Was ist bei einer solchen Großveranstaltung zu beachten? Wer muss mit ins Boot geholt werden – von der Stadt bis zum Bühnenbauer und Caterer?

Neben vielen Anfragen von Pilgerinnen und Pilgern, die sich bereits jetzt zur Heiligtumsfahrt anmelden, dem Überblick zu den Angeboten von Gottesdienst bis Ausstellung, steht nun auch der Antrag zur Genehmigung der Wallfahrt an. Denn diese muss die Stadt erteilen. „Wenn mir die Genehmigung vorliegt, bin ich jedenfalls schon ein bisschen beruhigter“, sagt Nadine Braun. Unterstützt wird sie bei all dem von Lisa Morgenstern. Die 30-Jährige ist seit einem halben Jahr die neue Auszubildende zur Veranstaltungskauffrau und wird ab Ende Februar außerdem im Wallfahrtsbüro in der Dominformation sitzen. Sie hat bereits eine Heiligtumsfahrt miterlebt.

2014 war sie bei der Nacht der Jugend mit dabei – und schwärmt immer noch davon. Damit ist sie sogar Nadine Braun ein Stück voraus, denn die 26-Jährige wird zum allersten Mal eine Heiligtumsfahrt erleben. Worauf sie sich am meisten freut? „Dass es endlich Juni ist und die Heiligtumsfahrt Aachen stattfindet. Dass es uns gelingt, die tausenden Menschen, die nach Aachen kommen, zu begeistern und ihnen ein wunderbares Fest zu bieten, das hoffentlich reibungslos abläuft“, betont Nadine Braun. Bei so viel Frauen-Power sollte das kein Problem sein!

Entdecke mich: die Heiligtumsfahrt Aachen

Seit 1349 kommen Pilgernde, Glaubende, Suchende und Neugierige zur Heiligtumsfahrt, bei der die im Aachener Dom befindlichen Heiligtümer verehrt werden. Bei den Tuchreliquien handelt es sich der Überlieferung nach um das Kleid Marias, das sie in der Geburtsnacht getragen hat, die Windel Jesu, das Enthauptungstuch des heiligen Johannes des Täufers und das Lendentuch Jesu. Sie werden nur alle sieben Jahre dem Marienschrein entnommen. Aufgrund der Corona-Pandemie musste der siebenjährige Rhythmus allerdings unterbrochen werden: Statt 2021 findet die Wallfahrt vom 9. bis 19. Juni 2023 statt.

Das biblische Leitwort für die Heiligtumsfahrt 2023 lautet „Für wen haltet ihr mich?“ (Mt 16,15). Es ist die Frage an die Christen, wie sie Jesus als den von Gott gesandten Christus anerkennen. Ergänzt wird es durch das Motto „Entdecke mich“: eine Einladung, das Wahrhaftige im Menschen und in sich selbst zu finden, Christus und den Glauben neu oder anders zu entdecken durch das Erlebnis der Heiligtumsfahrt.

Alle Informationen zur Heiligtumsfahrt gibt es unter:
www.heiligtumsfahrt2023.de

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Tanz-Demonstration zum weltweiten Aktionstag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen in Ahrweiler

Ahrweiler – Am  Dienstag, 14. Februar 2023 findet um 16 Uhr vor dem Bahnhof Ahrweiler eine Aktion anlässlich der weltweiten Kampagne „One Billion Rising – eine Milliarde erhebt sich“ statt: Mit einem sogenannten Tanz-Flashmob setzt die Veranstaltung ein lautstarkes Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen sowie für die Gleichberechtigung der Geschlechter. Der Arbeitskreis Viktoria lädt gemeinsam mit Caritas, Arbeiterwohlfahrt, Merida e.V. und dem Kinderschutzbund alle Bürgerinnen und Bürger über acht Jahre ein, gemeinsam zum Kampagnensong „Break the Chain“ zu tanzen. Darauf macht die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Ahrweiler, Rita Gilles, aufmerksam.

Der Arbeitskreis Viktoria ist ein Zusammenschluss mehrerer Institutionen auf Ebene des Kreises Ahrweiler. Er organisiert und koordiniert Workshops und Aktivitäten für Mädchen und junge Frauen, um ihnen eine selbstbestimmte und selbstverantwortliche Identitäts- und Lebensplanung zu ermöglichen.

Die Initiative „One Billion Rising“ geht auf die New Yorker Künstlerin und Aktivistin Eve Ensler zurück und wird seit 2012 in zahlreichen Ländern durchgeführt. Die „eine Milliarde“ (auf Englisch „one billion“) verweist auf eine UN-Statistik, nach der jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens sexuellen Missbrauch und Gewalt erlebt. Es ist eine der größten Kampagnen weltweit, um ein Ende der Gewalt an Frauen und Mädchen und für die Gleichstellung der Geschlechter einzufordern.

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Präsentation der Meckenheimer Blütenkönigin – Celina Kotz führt ihre Regentschaft fort

Meckenheim – Meckenheims alte Blütenkönigin ist auch die neue. Bereits auf dem Zintemaat hatte Bürgermeister Holger Jung die Fortsetzung der Regentschaft von Celina Kotz bekanntgegeben. Nun erfolgte im Sängerhof die offizielle Einführung der 19-Jährigen in eine zweite Amtszeit durch das Stadtoberhaupt. Celina Kotz hatte im vergangenen Jahr großen Gefallen daran gefunden, die Apfelstadt bei vielen interessanten regionalen und überregionalen Veranstaltungen zu vertreten, weshalb sie sich erneut für diese repräsentative Aufgabe beworben hatte. Unter anderem war die Meckenheimer Blütenkönigin beim „Apfelkabinett“ im Berliner Kanzleramt auf Bundeskanzler Olaf Scholz und seine Ministerinnen und Minister getroffen.

„In diesem Jahr rechne ich mit einem reich gefüllten und abwechslungsreichen Terminplan, der nicht mehr von Corona durchkreuzt wird. Daher wartet eine Vielzahl an Programmhöhepunkten auf unsere Blütenkönigin, nicht zuletzt das Blütenfest mit einem bunten Strauß an Attraktionen am 23. April“, sagte Bürgermeister Holger Jung. Er freue sich „für Celina Kotz. Sie wird in den nächsten Monaten spannenden Menschen begegnen und neue Erfahrungen sammeln. Dass sie als echtes Meckenheimer Mädchen, das bei uns in der Stadtverwaltung ihr duales Studium vorantreibt, die Bestbesetzung ist, hat Celina Kotz schon im vergangenen Jahr großartig unter Beweis stellen können.“

Die Blütenkönigin kann die Fortsetzung ihrer Regentschaft kaum erwarten, schließlich mussten 2022 einige ihrer Auftritte auf Veranstaltungen und touristischen Messen Corona-bedingt abgesagt werden. „Diese Events jetzt nachholen und dort für unsere Stadt werben zu können, ist mir ein großes Anliegen. Denn jede Veranstaltung ist eine wichtige Erfahrung, die mich auch persönlich weiterbringt und bereichert“, wusste die 19-Jährige aus ihrer ersten Amtszeit zu berichten. „Ich konnte bisher eine Menge dazulernen und Einblicke gewinnen, die mir ohne diese Aufgabe verborgen geblieben wären.“ Umso größer ist ihre Freude, auch in diesem Jahr die Meckenheimer Blütenkönigin zu verkörpern.

Viel Spaß bereitete ihr unter anderem das Blütenfest, welches sich alljährlich durch die farbenfrohen Obstplantagen windet. „Toll war es, mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch zu kommen und meine Heimatstadt Meckenheim zu repräsentieren.“ Unvergesslich war auch der Abstecher in die Hauptstadt zum „Apfelkabinett“. Gemeinsam mit den Majestätinnen verschiedener Anbauregionen überreichte die Meckenheimer Regentin dem Bundekanzler Olaf Scholz und seinen Ministerinnen und Ministern bunte Erntekörbe. Der Regierungschef nahm sich sogar Zeit für einen kurzen Plausch, bevor Celina Kotz das Bundestagsgebäude bei einer exklusiven Führung näher kennenlernen konnte. „Absolut herausragend“, schwärmte die Blütenkönig von dem Besuch der Hauptstadt.

Meckenheims Blütenkönigin ist als strahlende Botschafterin der Apfelstadt das gesamte Jahr über bei zahlreichen Terminen im Einsatz. Los geht es mit der touristischen Messe „WanderArt“ am 26. Februar in Königswinter, wo sie ebenso wie bei der ADFC-RadReisemesse am 2. April in Siegburg für das 13. Meckenheimer Blütenfest werben wird.

In diesem Jahr freuen wir uns über die Unterstützung bei der Ausstattung der Blütenkönigin durch „Dresscode by Schlösser“. Ebenfalls dankte Bürgermeister Holger Jung Katharina Ley und ihrer Familie für den gastgebenden Part der Blütenkönigin-Präsentation.

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Peter-Joerres-Gymnasium Bad Neuenahr-Ahrweiler – Schulsporthalle wieder in Betrieb

Bad Neuenahr-Ahrweiler – Rund 18 Monate nach der Hochwasserkatastrophe 2021 im Ahrtal konnte jetzt die erste kreiseigene teilsanierte Schulsporthalle am Peter-Joerres-Gymnasium in Bad Neuenahr-Ahrweiler wieder in Betrieb genommen werden. Landrätin Cornelia Weigand machte sich gemeinsam mit Erich Seul, Fachbereichsleiter in der Kreisverwaltung, Jörg Hamacher, Leiter des Eigenbetriebs Schul- und Gebäudemanagement (ESG), und Gunnar Lawrenz, Erster Stellvertretender Schulleiter und Studiendirektor, vor Ort ein Bild.

„Das Peter-Joerres-Gymnasium ist schwer von der Flutkatastrophe getroffen worden. Zum Teil wurden großflächig Fenster- und Fassadenteile sowie Außentüren durch die Wucht des Wassers herausgerissen. Die Fertigstellung der Sanierung aller betroffenen Gebäude wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Umso mehr freut es mich, dass wir heute bereits wieder die Sporthalle an die Schulgemeinschaft übergeben und so ein Stück Schulalltag zurückbringen können. Ich danke allen Beteiligten, die durch ihren Einsatz dazu beigetragen haben“, hebt Landrätin Cornelia Weigand hervor. „Sport und Bewegung sind für Kinder und Jugendliche besonders wichtig. Nachdem der Sportunterricht durch Corona lange ausfallen musste, hat dann auch noch die Flut viele Sportplätze und Turnhallen im Kreis zerstört. Deshalb ist es wichtig, dass wir nun die erste Halle wiedereröffnen können. Das lässt uns positiv in die Zukunft blicken.“

Insgesamt sieben in Trägerschaft des Kreises stehende Schulen im Stadtgebiet Bad Neuenahr-Ahrweiler und Sinzig wurden durch die Flut zum Teil erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Betroffen sind jeweils die Erd- und Kellergeschosse einschließlich der Sporthallen. Darüber hinaus wurde in allen betroffenen Schulen die Haustechnik, dazu gehören beispielsweise die Stromversorgung, die IT-Infrastruktur oder auch die Wärmeversorgung, zerstört.

Nachdem im Sommer 2021 zunächst die Fortführung des Unterrichts – teils auf dem eigenen Schulgelände, teils in anderen Schulen inner- und außerhalb des Kreises im Fokus stand, wurden anschließend mittelfristige Lösungen zur temporären Unterbringung und Zusammenführung der Schulgemeinschaften umgesetzt.

Als erste große Aufbaumaßnahme hat der ESG die Sanierung der Sporthalleninnenräume im Rahmen eines Generalunternehmervertrages vergeben. Aufgrund extrem langer Lieferzeiten, insbesondere der Prallwände und der Geräteraumtore, erfolgt die Fertigstellung in jeder Halle in zwei Schritten. Zunächst wird der Hallenboden aufgebaut und die Trennwände instandgesetzt, damit Sportunterricht – wenn auch eingeschränkt – wieder möglich ist. Für eine vollständige Benutzung ist der spätere Einbau des Prallschutzes sowie der Geräteraumtore notwendig. Geplant ist, die Sanierung aller kreiseigenen Sporthallen im Laufe dieses Jahres fertigzustellen. Die Sanierung der Dusch- und Umkleideräume erfolgt anschließend separat.

Die Wiederherstellung der Sporthallen ist nicht nur für die Schulen, sondern auch für viele Sportvereine von großer Bedeutung. Sie sind auf deren Nutzung angewiesen, um nachmittags und abends Vereinssport für Mitglieder und Interessierte anbieten zu können.

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Mammutaufgabe „Kommunaler Wiederaufbau“ in Schleiden

Schleiden – Der Schleidener Verwaltung steht in den nächsten Jahren eine Mammutaufgabe bevor: Mit 452 Maßnahmen und einem förderfähigen Gesamtvolumen in Höhe von rund 203 Mio. Euro soll der Stadtrat in seiner Sitzung am 23. Februar 2023 den Wiederaufbauplan beschließen.

Bei der Flutkatastrophe im Juli 2021 wurden die kommunalen Infrastrukturbereiche in der Tallage von Oberhausen bis Gemünd massiv beschädigt oder gar komplett zerstört. Darunter Kindertagesstätten, Feuerwehr, Bauhof, Schulen Sporthallen, Straßen, Kanalisation, Brücken, Gewässer und vieles mehr.

Durch die glückliche Lage „auf dem Berg“ wurde zumindest das Rathaus der Stadt Schleiden verschont – ein Umstand, der bei der Bewältigung der Katastrophe eine große Rolle spielte. Bereits am 7. September 2021 beschloss der Schleidener Stadtrat, dem Ersten Beigeordneten und Stadtkämmerer Marcel Wolter die Verantwortung und Leitung des kommunalen Wiederaufbaus in der Stadt Schleiden zu übertragen. Ziel war es, eine nachhaltige und zielorientierte Strategie zum kommunalen Wiederaufbau zu entwickeln und gleichzeitig die kommunale Infrastruktur durch Sofortmaßnahmen und Übergangslösungen zunächst aufrechtzuerhalten.

Im Rahmen von zwei Klausurtagungen des Schleidener Stadtrates wurden die Ziele und die künftige Vorgehensweise für den kommunalen Wiederaufbau erarbeitet und definiert. Diese Ziele gilt es nun erfolgreich in den nächsten Jahren zu realisieren. Aus diesem Grund hat Herr Waldemar Brost, Bauingenieur und Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt seit dem 1. Januar 2023 die Projektleitung übernommen. Die Verantwortung für den kommunalen Wiederaufbau obliegt weiterhin dem Ersten Beigeordneten Marcel Wolter.

Der kommunale Wiederaufbauplan der Stadt Schleiden wurde inzwischen zur Vorprüfung bei der Bezirksregierung Köln eingereicht und Mitte Januar bei einem gemeinsamen Termin besprochen. Einzelne Maßnahmen wurden dann aufgrund der Hinweise der Bezirksregierung korrigiert oder auch ergänzt, so dass der kommunale Wiederaufbauplan nun fertiggestellt ist.

Am 23. Februar 2023 wird er dem Schleidener Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt.

Die Schwierigkeit sei gewesen, den Überblick zu behalten und aus den vorliegenden Gutachten die richtigen Schlüsse zu ziehen, resümiert der Erste Beigeordnete, Marcel Wolter über die Erstellung des kommunalen Wiederaufbauplans. Gerade wegen der vielschichtigen kommunalen Infrastruktur mit Brücken- und Gewässerbauwerken, Schulgebäuden, Friedhöfen, Spielplätzen, Feuerwehr und Kanalisation, seien für die Feststellung der Schäden unterschiedliche Ingenieurbüros, Statiker, Bodengutachter nötig gewesen. Hinzu kam die massive Preisinflation der letzten Monate, die dazu geführt habe, dass einige Gutachten, die bereits seit Frühjahr 2022 vorlagen, nochmal angepasst werden mussten. Schließlich basieren die Kostenschätzungen im Wiederaufbauplan hauptsächlich auf diesen Gutachten.

Die ersten Prioritäten bei den Wiederaufbaumaßnahmen ergaben sich von selbst. Es galt Folgeschäden zu minieren, die Verkehrssicherheit herzustellen, den Schulbetrieb aufrechtzuerhalten, die Kita-Betreuung zu gewährleisten, usw.

“Einzelne Straßen- oder Brückenprojekte werden vermutlich erst in sieben oder neun Jahren durchgeführt. Wer weiß schon, wie dann die Preise im Bausektor aussehen“, so Wolter. „Bei 452 Maßnahmen gibt es daher auch zahlreiche Projekte, deren zeitliche Umsetzung noch variierbar ist.“ Dies sei beispielsweise bei Straßen, Kanalbaumaßnahmen, Brücken und Gewässer der Fall. Welche Brücke soll vorrangig erneuert werden? Welche Brückensanierung kann noch zurückgestellt werden? Hier gebe es noch keine Entscheidung oder Vorgabe der Politik, so Wolter weiter. „Aus diesem Grund trifft sich der Schleidener Stadtrat am 3. Juni 2023 zu einer weiteren Klausurtagung, um für diese Projekte die zeitlichen Vorgaben festzulegen.“

Wolter schätzt, dass der Wiederaufbau die Verwaltung mindestens die nächsten acht bis zehn Jahre begleiten wird.  „Wie schnell die Maßnahmen durchgeführt werden können, hängt unter anderem auch davon ab, ob und wann die erforderlichen Genehmigungen der übergeordneten Behörden vorliegen.“ Fraglich sei auch, ob es gelingt, ausreichend Angebote von den Ingenieurbüros und den Baufirmen einzuholen. „Schließlich sind wir nicht die einzige Kommune, die von der Katastrophe betroffen war.“

In Kürze wird auf der Website der Stadt Schleiden unter www.schleiden.de >  „Aktuelles“ eine Sonderseite eingerichtet, wo der kommunale Wiederaufbauplan zum Download eingestellt wird. Weiterhin sollen größere Baumaßnahmen im Rahmen von Fotostrecken begleitet werden.

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Kreisverwaltung Mayen-Koblenz erprobt neues Homeoffice-Konzept

Region/Mayen-Koblenz – Projekt-Team erarbeitet vier Modelle zur Auswahl – Kreis will als Arbeitgeber Vereinbarkeit von Beruf und Familie ausbauen und Motivation sowie Produktivität fördern. Auch wenn Telearbeit bei der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz bereits seit Langem möglich war, wurde das Thema nicht zuletzt aufgrund der Corona-Pandemie noch einmal verstärkt in den Fokus gerückt. Herausgekommen ist ein neues Homeoffice-Konzept, das nun in einer Pilotphase erprobt werden soll. „Als Arbeitgeber ist es uns wichtig, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit der Arbeit im Homeoffice zu bieten. Das fördert nicht nur die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die bei uns als Audit-zertifiziertes Unternehmen bereits seit Jahren großgeschrieben wird, sondern hilft auch, die Motivation zu steigern. Und es wirkt sich positiv auf die Produktivität aus“, sagt Büroleiterin Petra Kretzschmann und weiß, dass auch die zunehmende Digitalisierung das Thema Homeoffice weiter vorantreiben wird.

Klares Ziel des neuen Homeoffice-Konzepts ist es, die Bedürfnisse von Mitarbeitenden und der Verwaltung auf einen Nenner zu bringen. „Wir werden den Wünschen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter soweit wie möglich entgegenkommen und selbstverständlich gleichermaßen dafür Sorge tragen, dass der Service für die Bürgerinnen und Bürger sowie die kreisangehörigen Kommunen sichergestellt ist und durch die Digitalisierung weiter ausgebaut wird“, erläutert Kretzschmann. Aus diesem Grund stand für das mehrköpfige Projekt-Team, das mit der Konzeptentwicklung betraut war, die Erarbeitung eines Konzepts im Fokus, bei dem sich die Mitarbeitenden für eines von insgesamt vier angedachten Modellen von Homeoffice entscheiden können. Zur Wahl stehen aktuell drei Varianten mit Homeoffice-Zeiten von weniger als 50 Prozent, 50 bis 99 Prozent sowie 100 Prozent. Das vierte „Plus-Modell“ dient als Ergänzung zu den ersten drei Varianten und ermöglicht einen frei wählbaren Arbeitsort mit flexiblen Zeiten. Je nach Homeoffice-Modell erhalten Mitarbeitende die notwendige IT-Ausstattung bis hin zu einer finanziellen Unterstützung für die Anschaffung von Mobiliar, wenn die Wahl auf 100 Prozent Homeoffice fällt. Mitarbeitende, die das Modell mit 50 bis 99 Prozent wählen, also überwiegend von zuhause aus arbeiten, werden sich künftig ihren Büroarbeitsplatz im Kreishaus mit anderen teilen müssen. Schon heute wird das sogenannte „Desksharing“ in der Koordinierungsstelle Digitalisierung der Kreisverwaltung betrieben und trägt erfolgreich dazu bei, vorhandene Ressourcen effizient zu nutzen.

„Das Homeoffice-Konzept ist noch nicht endgültig in Stein gemeißelt. Wir wollen die Pilotphase dafür nutzen, zu korrigieren, Abläufe zu eruieren und vor allem zu evaluieren“, betont Büroleiterin Kretzschmann, die dem Projekt-Team ausdrücklich für die hervorragende Vorarbeit dankt. Erprobt werden soll das neue Homeoffice-Konzept zunächst von zwei Referaten der Kreisverwaltung. Von den Teilnehmenden erhofft sich Petra Kretzschmann, dass sie sich aktiv einbringen und weitere Vorschläge und Ideen an das Projekt-Team herantragen. „Nur so können wir lernen, es besser zu machen“, weiß die Büroleiterin.

Zur Beantragung eines der Homeoffice-Modelle wurde durch die Koordinierungsstelle Digitalisierung eigens ein digitales Formular mithilfe der Antrags- und Prozessplattform Civento entwickelt. Zudem wurde das Antrags- sowie das Bewilligungsverfahren stark vereinfacht. „Mit dem digitalen Antragsverfahren sparen wir einen erheblichen Arbeitsaufwand an allen Stellen – von der Postverteilung bis hin zum Personalreferat, das bislang für jeden Telearbeitsplatz eine Einzelvereinbarung mit der Mitarbeiterin beziehungsweise dem Mitarbeiter treffen musste“, erläutert Büroleiterin Petra Kretzschmann.

Wann das Homeoffice-Konzept nach der Pilotphase in der gesamten Kreisverwaltung Anwendung finden wird, bleibt aktuell noch abzuwarten. „Wir sind aber zuversichtlich, dass wir mit dem neuen Homeoffice-Konzept einen großen Schritt in Richtung moderner Arbeitgeber gehen“, betont auch Heike Breitbach, Personalratsvorsitzende der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz. „Homeoffice ist kein Muss, aber mittlerweile auch ein entscheidender Faktor bei der Gewinnung neuer Arbeitskräfte. Für viele ist die durch Homeoffice gewonnene Flexibilität ein Entscheidungsgrund für einen Arbeitgeber. Ich bin mir sicher, dass wir mit dem neuen Konzept auf dem richtigen Weg sind.“

 

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Kaller Karnevalisten als Lebensretter

Kall – „Blutspenden ist in diesen Zeiten wichtiger denn je“, sagte Edeltraud Engelen, die stellvertretende Vorsitzende des DKR Kreisverbandes Euskirchen, am Sonntagmorgen beim Blutspendetermin in den Kaller Nordeifelwerkstätten. Wie wichtig das Spenden von Blut ist, wissen auch die Karnevalisten der Kaller „Löstige Bröder“, die sich seit Jahren als Lebensretter auszeichnen und bei den Spendenterminen präsent sind.

Einen Orden des DRK überreichten Kerstin Walber-Wawer (links) und die stellvertretende DRK-Kreisvorsitzende Edeltraud Engelen an Jugendprinzessin Jule I. (Piana). Foto: Reiner Züll

So auch am Sonntagmorgen. Zwar ist Jugendprinzessin Jule I. (Piana) noch zu jung zum Blutspenden, trotzdem war sie aber vorOrt um für die gute Suche zu werben. Dafür bedankten sich Eddeltraud Engelen und Kerstin Walber-Wawer vom DRK-Ortsverein Kall mit einem DRK-Orden.

Im roten Rock ließ sich erneut LB-Vorsitzende Simone Saßmann die obligatorische Menge von einem halben Liter des wertvollen Lebenssaftes abzapfen. Schon in ihrer Regentenzeit als Bauer im Kaller Dreigestirn war Saßmann zum Blutspenden gekommen. Zwar standen Vizevorsitzender Bernd Kläß und Prinzessin Jule ihrer Präsidentin zur Seite, zum Händchenhalten gab es keinen Grund, denn  Simone Saßmann ließ die Prozedur mit aller Gelassenheit über sich ergehen. Nach zehn Minuten war alles vorbei, so dass die Karnevalisten es noch pünktlich zur Frühschoppen-Sitzung der Dorfgemeinschaft Dottel schafften.

Edeltraud Engelen ist den Karnevalisten in Kall, dankbar für die Unterstützung. Die Spendentermine in Kall seien stets gut besucht. So habe es für den Sonntagmorgen 190 Anmeldungen gegeben. Kerstin Walber-Wawer war zuversichtlich, dass man bis zum Aktionsende um 13 Uhr die 200 erreichen würde. Für den zügigen Ablauf sorgten vier Ärzte und zahlreiche medizinische Fachkräfte.

Das DRK sei derzeit ganz stark auf Blutspenden angewiesen, so Edeltraud Engelen. Reichten die Reserven in normalen Zeiten für fünf Tage, so reichten sie derzeit zurzeit nur noch für einen Tag. Und deshalb ruft Simone Saßmann nicht nur Karnevalisten auf, durch Blutspenden Leben zu retten.

Für den närrischen Endspurt hoffen die „Löstige Bröder“ auf die Unterstützung der Kaller beim Rathaussturm am Weiberdonnerstag. Dieser beginnt um 11.11 Uhr. Gestürmt wird zwar nicht das Rathaus, das noch von den Folgen der Flut betroffen ist, sondern die Verwaltungsnebenstelle in der ehemaligen Post.

Für den Samstagabend laden die Karnevalisten zum Karnevalgottesdienst ein, der um 18 Uhr in der Pfarrkirche St. Nikolaus stattfindet. Kostümierung ist dann erwünscht.

Der Karnevalszug startet am Karnevals-Sonntag um 14 Uhr auf der Gemünder Straße, Zugausklang ist auf den Gelände der alten Post. (Reiner Züll)

 

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Kreissparkasse Ahrweiler unterstützt die KG Rot-Weiß Hönningen e. V.

Ahrweiler – Die KG Rot-Weiß Hönningen e. V. hat eine Spende i. H. v. 1.000 € von der Kreissparkasse Ahrweiler erhalten. Die Spende diente zur Pflege des karnevalistischen Brauchtums und wurde vom Vorsitzenden des Vereins Michael Pauly an der Prunksitzung entgegengenommen. Im Rahmen des Projekts „Herzenssache“ hat die Kreissparkasse Ahrweiler insgesamt 50.000 € an 50 Vereine aus der Region verschenkt.

„Die Vereine und das Vereinsleben sind ein essentieller Bestandteil unserer Gesellschaft und unserer Region. Ohne Vereine und das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitglieder wären viele Dinge, wie zum Beispiel Karnevalssitzungen, nicht mehr möglich. Umso mehr freut es uns, dass wir durch unsere Spenden den Vereinen etwas zurückgeben können und dadurch unseren Beitrag zur Förderung des Vereinslebens, der Menschen vor Ort und der gesamten Region leisten können“, erklärt Dieter Zimmermann, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Ahrweiler und führt weiter aus: „Wir wünschen der KG Rot-Weiß Hönningen e. V. weiterhin einen erfolgreichen Verlauf des Session.“

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Ein weitreichendes Sicherheitskonzept begleitet die Aachener Karnevalumzüge

Aachen – Der Aachener Stadtbetrieb stellt unter anderem rund 300 Absperr- und Drängelgitter zur Sicherung der Zugstrecke auf. Während der Umzüge wird der Ordnungs- und Sicherheitsdienst verstärkte Präsenz zeigen. Die Pläne sehen auf den ersten Blick unspektakulär aus. Zwei DIN-A 3 Seiten als Stadtplanauszug mit Zugstrecken und vielen Punkten. Dazu eine sechsseitige Tabelle mit zahlreichen Abkürzungen, Zahlen und Verkehrszeichennummern. Doch ohne diese Übersichten würde an Tulpensonntag und Rosenmontag nichts gehen. Denn diese Pläne beschreiben detailliert, wo in Aachen wann welche Absperrgitter und Halteverbotszeichen aufgestellt werden müssen, damit die Karnevalsumzüge stattfinden können.

Thomas Schmidthaber und René Philippen vom Bereich Straßenunterhaltung des Aachener Stadtbetriebs sind zwei der zahlreichen Mitarbeiter*innen, die die Vorbereitungen unterstützen. Schon im November laufen die ersten Planungsgespräche im Stadtbetrieb. In enger Zusammenarbeit mit Verantwortlichen des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung, der ASEAG, Sicherheitsfirmen, Feuerwehr, Polizei und des Veranstalters, dem Ausschuss Aachener Karneval (AAK), werden die ersten Schritte für die beiden großen Karnevalsumzüge der Stadt besprochen.

Umfangreiches Sicherheitskonzept

Bei allen Vorbereitungen gilt: Sicherheit hat oberste Priorität. Damit alle Bürger*innen und Besucher*innen der Stadt Aachen die Karnevalstage unbeschwert genießen können, arbeiten die Mitarbeitenden vieler städtischer Einrichtungen und Fachbereiche Hand in Hand und sorgen an den „jecken Tagen“ für einen reibungslosen Ablauf. Der Veranstalter hat in Abstimmung mit dem zuständigen Koordinierungsgremium ein umfangreiches Sicherheitskonzept, ein Paket von Maßnahmen, zusammengestellt: Erneut sind sogenannte „mobile Rückhaltesperren“ mit Fahrzeugen des Stadtbetriebs, der ASEAG, der STAWAG und des Veranstalters geplant, um den Karnevalszug, die Teilnehmenden und Besucher*innen zu schützen. Das Team der zentralen Ansprechstelle für Veranstaltungen im Fachbereich Sicherheit und Ordnung hat das geschriebene Konzept ebenso im Blick, wie dessen Umsetzung am Veranstaltungstag. Im Vorfeld sorgen die Überwachungskräfte des ruhenden Verkehrs entlang des Zugweges dafür, dass die Veranstaltungen durchgeführt werden können.

Während der Umzüge wird der Ordnungs- und Sicherheitsdienst verstärkte Präsenz zeigen. Das Koordinierungsgremium mit Vertreter*innen aller Beteiligter wird in der mobilen Einsatzleitstelle vor Ort sein, um im Bedarfsfall gemeinsam notwendige Entscheidungen zu treffen. „Wir überwachen beispielsweise den Zugverlauf, veranlassen im Bedarfsfall weitere Sperrungen, koordinieren Einsätze des Sanitätsdienstes und geben nach dem Zug die Strecke wieder frei“, erläutert Stephan Schmitz vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung und dort zuständig für Großveranstaltungen und Sicherheitskonzepte. Bei Stadtverwaltung, Polizei sowie dem Festausschuss Aachener Karneval und den Hilfskräften hat die Sicherheit aller, der Zugteilnehmenden und der Menschen am Straßenrand, Vorrang.

Absperrgitter, Drängelgitter und Halteverbotsschilder

Einen großen Teil der Vorbereitungen übernimmt der Stadtbetrieb: So stehen rund 300 Absperr- und Drängelgitter, Standfüße und die dazugehörigen Stangen auf dem Betriebsgelände am Freunder Weg bereit, um damit die Zugstrecke abzusichern. Am Mittwoch, 15. Februar, wird das gesamte Material punktuell an etwa 100 Standorte in der Innenstadt verteilt. Während der Umzüge wird es entlang der Zugstrecke mehr als 100 Sperrungen geben, um den fließenden Verkehr um die Züge herum zu leiten. Ein Großteil der Halteverbotsschilder ist an wiederkehrenden Punkten, beispielsweise an der Oppenhoffallee, vorinstalliert, die aufgeklappt werden müssen. 100 weitere Verkehrszeichen werden zusätzlich in den Straßen verteilt.

Nun, wenige Tage vor den Karnevalszügen, sind die vorbereitenden Planungen weitestgehend abgeschlossen. Die Verantwortlichen sind zufrieden und freuen sich auf Sonntag und Montag, wenn sie mit vielen Kolleg*innen im Einsatz sind.