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Betrüger versuchen Notlage der Menschen auszunutzen

Meckenheim – Betroffene der Unwetterkatastrophe können seit einigen Tagen ihren Antrag für Soforthilfe bei der Stadt Meckenheim einreichen. Um längere Wartezeiten zu vermeiden, wird darum gebeten, das Formular möglichst vorher unter www.land.nrw/soforthilfe herunterzuladen und auszufüllen. Der Antrag kann im Meckenheimer Rathaus, im Ratssaal, Siebengebirgsring 4, persönlich unter Vorlage eines Ausweisdokumentes gestellt werden – zu folgenden Zeiten: Montag 8 Uhr bis 18 Uhr, Dienstag bis Donnerstag 8 Uhr bis 15.30 Uhr sowie Freitag von 8 Uhr bis 12 Uhr.

Dieser Weg der Antragsstellung sollte eingehalten werden. Denn Betrüger probieren die Notlage der in den vom Hochwasser betroffenen Menschen schamlos auszunutzen, indem sie unter anderem Anträge zum Verkauf anbieten oder an persönliche Daten zu gelangen versuchen.

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Waldwandel und Klimawandel: Klimafeste Wälder für eine klimagerechte Zukunft

Region/Düsseldorf – „Die aktuelle Hochwasser-Katastrophe hat erneut vor Augen geführt, dass der Klimawandel in Nordrhein-Westfalen angekommen ist. Ein weiteres Zeugnis ist die sichtbare Gefährdung unserer Wälder. Erst Stürme, Dürren und Waldbrände, jetzt Starkregen. Die zurückliegenden Jahre zeigen, dass der Klimawandel Realität ist. Von zentraler Bedeutung für den Klimaschutz und die Klimaanpassung ist der Wald. Er ist ein Seismograph des Klimawandels und massiv betroffen“, sagte Ursula Heinen-Esser, Umweltministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, bei einem Waldbesuch am heutigen Montagvormittag, 26. Juli 2021, im Königsforst bei Köln.

Die Entwicklung von vielfältigen und klimastabilen Mischwäldern sei daher von zentraler Bedeutung. „Die Umsetzung unserer waldbaulichen Konzepte ist eine Antwort auf den Klimawandel“, so die Ministerin. „Ohne die gewaltige Wasserspeicherkraft der Wälder und der Waldböden wäre die Flut wohl noch dramatischer ausgefallen. Durch die aktive Wiederbewaldung wird auf den Schadflächen die wichtige wasserspeichernde Wirkung der Wälder wieder hergestellt.“

Die Unwetter-Katastrophe hat sich regional sehr unterschiedlich auf die nordrhein-westfälischen Wälder ausgewirkt. Die gute Nachricht ist, dass bisher in der Wald- und Forstwirtschaft keine Toten und Verletzten im Zusammenhang mit dem Unwetter gemeldet wurden. In den Hauptschadensgebieten der Eifel, des Sauerlandes und des Bergischen Landes sind jedoch deutliche Schäden an Waldwegen und der forstlichen Infrastruktur zu verzeichnen. Das hat unmittelbare Folgen auf die auf Hochtouren laufende Bekämpfung der Borkenkäferkalamität. Teils können weder Forstwirtschaftswege befahren werden, noch kann Holz über zerstörte Bahnstrecken abtransportiert werden. Schäden an den Forstamtsgebäuden wurden aus dem Regionalforstamt Hocheifel Zülpicher Börde und dem Nationalparkforstamt Eifel gemeldet. Mehrere Dienstfahrzeuge wurden von den Wassermassen mitgerissen.

Unbürokratische und schnelle Soforthilfe

Um nach den Unwettern in den betroffenen Regionen kurzfristige Maßnahmen zur Instandsetzung der Infrastruktur in den Wäldern zu unterstützen und damit die Zugänglichkeit der Wälder sicher zu stellen, stellt das Land über den Landesbetrieb Wald und Holz 2,4 Millionen Euro aus vorhandenen Haushaltsmitteln zur Verfügung. Zudem hat die Landesregierung am 22. Juli unbürokratische und schnelle Soforthilfe auch für die Forstwirtschaft zugesagt.

Seit 2018 über 30 Millionen Kubikmeter Käferholz

Nach einer aktuellen Erhebung des Landesbetriebes Wald und Holz Nordrhein-Westfalen umfassen die Schäden durch Sturm, Dürre und Borkenkäfer allein in der Fichte seit 2018 bereits 30,8 Millionen Kubikmeter Käferholz. Das Umweltministerium unterstützt die Schadensbewältigung und Wiederbewaldung mit umfangreichen Förderangeboten. „Bei dieser Mammutaufgabe stehen wir an der Seite der Waldbäuerinnen und Waldbauern und bieten breite finanzielle und fachliche Unterstützung“, so Heinen-Esser. Allein 2021 stehen insgesamt mehr als 75 Millionen Euro zur Verfügung. Im Bereich der Extremwetterförderung liegen bislang 3.600 Anträge mit einem Volumen von über 60 Millionen Euro vor. Davon sind bereits 2.600 Maßnahmen mit einem Volumen von 44 Millionen Euro bewilligt. Die Auszahlung erfolgt kontinuierlich im Zuge der Umsetzung der bewilligten Maßnahmen – aktuell etwa eine Million Euro wöchentlich.

Weiterhin hoher Borkenkäferbefall

Sorge bereitet der weiterhin hohe Borkenkäferbefall: Aktuell beginnt der zweite Käferflug. Wie stark die zweite Käfergeneration wird, hängt maßgeblich von der weiteren Witterungsentwicklung ab. „Wichtig ist daher, dass weiterhin alle Anstrengungen auf die Aufarbeitung des forstschutzrelevanten Holzes konzentriert werden“, erläuterte Stephan Schütte, Leiter Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft vom Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen. Die frei geräumten Kalamitätsflächen hätten die aktuelle Hochwasser-Katastrophe nicht befördert. Nach einer aktuellen Abfrage wurde von einer Hangrutschung im Braunkohle-Rekultivierungsgebiet Ville berichtet. Schütte: „Die Wurzeln verbleiben im Boden und schützen vor Erosion. Die aktuellen Ereignisse haben auf dramatische Weise gezeigt, wie wichtig es gerade in Gewässernähe ist, Bäume und Äste aus dem Wald zu räumen.“

Start der Waldzustandserhebung

Wie sich das insgesamt kühlere und feuchtere Wetter in diesem Jahr auf die Wälder auswirkt, untersuchen Expertinnen und Experten aktuell im Rahmen der diesjährigen Waldzustandserhebung. Der Besuch von Ministerin Heinen-Esser markiert zugleich auch den offiziellen Auftakt der diesjährigen Waldzustandserhebung. Der Gesundheitszustand von Bäumen lässt sich gut anhand des Zustandes ihrer Kronen ablesen. Hierbei fließen neben dem Nadel-/Blattverlust auch andere Faktoren, wie die Vergilbung der Blätter, die Fruktifikation sowie biotische und abiotische Faktoren, wie auch das Vorkommen von Totholz und Schadorganismen in die Erhebung ein. Aktuell existieren in Nordrhein-Westfalen 560 Stichprobenpunkte mit ca. 10.300 Einzelbäumen. Die zu begutachtenden Bäume sind dauerhaft markiert und werden jährlich von speziell geschulten Forstleuten aufgenommen.“

Weitere Informationen

Ergebnisse Waldzustandsbericht 2020:

https://www.umwelt.nrw.de/presse/pressemitteilung/wiederbewaldung-mit-mindestens-vier-baumarten-umweltministerium-stellt-waldzustandsbericht-2020-und-wiederbewaldungskonzept-vor-1605867200

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Elektroinnung Ahrweiler: Kostenfreie Reinigung der Zähleranlagen

Ahrweiler – Verschlammte und feuchte Zähleranlagen nicht selbst in Betrieb nehmen. Die Elektroinnung Ahrweiler bietet allen betroffenen Hausbesitzern eine kostenfreie Reinigung ihrer Zähleranlagen an. Bereits seit Samstag, 24. Juli, ist eine Feuerwehreinheit aus Wipperfürth gemeinsam mit einer Elektrofachkraft in den betroffenen Gebieten der Flutkatastrophe unterwegs und übernimmt die Reinigung betroffener Anlagen.

Zunächst werden die Anlagen in Sinzig überprüft. Anschließend wird ahraufwärts eine Reinigung der Zähleranlagen Straße für Straße und Haus für Haus angeboten.

Da viele Zähleranlagen und Stromverteilungen durch Schlamm und Feuchtigkeit in Mitleidenschaft gezogen wurden, ist eine Reinigung zwingend notwendig. Diese ist jedoch zwingend nur unter Aufsicht einer Elektrofachkraft durchzuführen, da ansonsten die Gefahr eines Stromschlages bestehen könnte!

Sobald die Reinigung der Anlage erfolgt ist, kann durch einen Elektro-Fachbetrieb die Wiederherstellung der Stromversorgung erfolgen. Die Beauftragung eines Elektro-Fachbetriebes ist kostenpflichtig, die Reinigung der Zähleranlagen hingegen kostenfrei.

Weitere Informationen unter www.stromversorgung-ahrweiler.de.

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Schaufel statt Pilgerrucksack

Sinzig/Trier – Messdienergruppe aus Sinzig hilft im Hochwasser-Gebiet. Sie haben Pilgerrucksack und Sonnenhut spontan gegen Gummistiefel und Schaufel getauscht: die Messdienerinnen und Messdiener aus Sinzig, darunter Konstantin Siegers (12), Lisa Schunk (15), Sarah Seiler (16) und der 16-jährige Paul Kuna. Eigentlich wollten sie vom 17. Juli an mit ihrem ehemaligen Kaplan Thomas Hufschmidt auf dem Mosel-Camino von Koblenz-Stolzenfels nach Trier pilgern. Doch dann kam das Hochwasser, erzählt Hufschmidt, der gerade Sinzig verlassen hat, um seine neue Stelle als Jugendpfarrer an der Kirche der Jugend eli.ja in Saarbrücken anzutreten. „Und da war ganz schnell klar: Wir pilgern nicht, wir helfen.“

Konstantin, Lisa und Paul sind selbst vom Hochwasser betroffen, mussten nachts schnell aus ihren Häusern raus. „Die untere Etage bei uns stand komplett unter Wasser. Wir sind im Moment bei Freunden untergekommen“, erzählt Paul. Ein Großteil der Möbel sei zerstört, und Paul sagt, so langsam bekämen sie einen Überblick, was ihnen geblieben sei. So war für die Messdienerinnen und Messdiener auch schnell klar, wo sie anpacken: „Am ersten Tag sind wir einfach rausgegangen und haben geholfen, Sachen aus einem Keller zu räumen. Ab dem zweiten Tag haben wir dann Paul und seiner Familie geholfen“, berichtet Lisa. Sie habe immerhin Gummistiefel gehabt; die anderen hätten in Turn- oder Wanderschuhen geholfen. War aber auch egal: Lange darüber nachdenken, ob sie helfen und wo, mussten sie nicht. „Wenn Du im Matsch stehst, machst Du einfach“, sagt Konstantin ganz pragmatisch. „Erst wenn Du abends im Bett liegst, denkst Du nach, was da passiert ist.“ Sie alle kennen Menschen, die in der Hochwasser-Nacht schreckliche Situationen erlebten. Konstantin erzählt von einer Mutter mit ihren Kindern, die mit einem Hubschrauber gerettet werden musste. „Man sieht zwar die Schäden, und sieht an den Häusern, wo das Wasser gestanden hat, aber man begreift noch nicht richtig“, sagt Sarah nachdenklich. Abends sind sie noch zusammengeblieben, haben über das gesprochen, was sie erlebt haben, trotz der Erschöpfung.

Helfen ist den Ministrantinnen und Ministranten nicht fremd: Sie sind regelmäßig bei den Sternsinger- oder den 72-Stunden-Aktionen dabei, haben die Bolivienkleidersammlung unterstützt. So war es für sie auch keine Frage, dass sie in dieser Notsituation anpacken und fünf Tage lang helfen, wo sie können. Dieses Engagement findet Thomas Hufschmidt prima. Und deshalb war es ihm wichtig, für die Gruppe dann wenigstens eine kleine Pilgertour als Dankeschön anzubieten. „Wir sind heute Morgen mit dem Bus nach Trier gefahren und an der Kapelle der Seligen Blandine Merten gestartet. Die Ordensschwester lebte in Ahrweiler im Kloster, da gibt es also eine Verbindung.“ Von dort aus pilgerten die Mädchen und Jungen mit einer Statio in St. Paulin nach St. Matthias. Ein Gottesdienst im Dom und ein Treffen mit dem für den Visitationsbezirk Koblenz zuständigen Weihbischof Jörg Michael Peters gehörten ebenfalls zum Programm – und ein Eis für die engagierten Helferinnen und Helfer. Das spendierte das Team der Eisdiele „Christis“ ganz spontan, als es von der Hilfsaktion der Gruppe erfuhr.

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Soforthilfe Kreis Ahrweiler: Bereits 2,5 Millionen Euro an Betroffene ausgezahlt

Ahrweiler – Mehr als 12 Millionen Euro sind bislang auf dem Spendenkonto der Kreisverwaltung Ahrweiler für die Betroffenen der Unwetterkatastrophe eingegangen. Durch die große Spendenbereitschaft der Bevölkerung konnte die Kreisverwaltung Ahrweiler bereits in den ersten Tagen rund 2,5 Millionen Euro der eingegangenen Spendengelder direkt auszahlen.

„Diese erste Soforthilfe des Kreises dient dazu, den durch das Hochwasser betroffenen Bürgerinnen und Bürger kurzfristig Geld für lebensnotwendige Besorgungen zur Verfügung zu stellen.“ so Landrat Dr. Jürgen Pföhler. Pro Haushalt werden zwischen 1000 und 2000 Euro bereitgestellt.

Die Beantragung der Soforthilfe des Kreises Ahrweiler ist über die eingerichteten Hotlines der Kreisverwaltung Ahrweiler schnell und unbürokratisch möglich. Die Hotlines sind unter 02641 / 975-960 und -961 von Montag bis Sonntag in der Zeit von 9 bis 20 Uhr erreichbar.

Um den vielen Betroffenen der Flutkatastrophe helfen zu können, ruft der Kreis zu weiteren Spenden auf: Kreissparkasse Ahrweiler, IBAN DE 86 5775 1310 0000 3394 57, Stichwort „ Hochwasserhilfe“.

Wichtig: Die durch den Kreis Ahrweiler ausgezahlte „Soforthilfe“ ist unabhängig von der durch das Land Rheinland-Pfalz zur Verfügung gestellten „Soforthilfe“. Beide Hilfen können unabhängig voneinander beantragt werden. Die Abwicklung der „Soforthilfe des Landes Rheinland Pfalz“ für den Kreis Ahrweiler übernimmt das Statische Landesamt Rheinland-Pfalz. Die Antragsunterlagen finden Sie unter www.kreis-ahrweiler.de.

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Impfung ohne Termin im Impfzentrum Polch ab dem heutigen Montag, 26 Juli

Polch/Mayen-Koblenz – Die Warteliste für Impfungen ist leer, doch es sind noch lange nicht alle Mayen-Koblenzer im impffähigen Alter geimpft. Deshalb bietet das Impfzentrum Mayen-Koblenz (Maifeldhalle, Vormaystraße, 56751 Polch) ab dem heutigen Montag,  26. Juli zu bestimmten Zeiten Impfungen ohne vorherige Terminvereinbarung an. Konkret besteht die Möglichkeit zur Erstimpfung vom 26. bis 29. Juli von 13 bis 15.30 Uhr und am 2., 3. und 5. August von 8:30 bis 14 Uhr.

Impfwillige müssen mindestens 18 Jahre alt sein und für ihre Impfung Personalausweis, Krankenkassenkarte und Impfausweis mitbringen. Jugendliche ab 16 Jahren können im Impfzentrum geimpft werden, wenn ein besonderes Risiko, zum Beispiel durch gewisse Vorerkrankungen, gegeben ist oder sie in einem Beruf des Gesundheitswesens arbeiten oder ausgebildet werden. Grundsätzlich erfolgen Erst- und Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff der Hersteller Biontech/Pfizer oder Moderna in einem Abstand von sechs Wochen. Wahlweise und unter vorheriger Risikoabschätzung mit einem Arzt kann auch eine Kreuzimpfung erfolgen. In diesem Fall erhalten die Impflinge beim ersten Termin den Impfstoff des Herstellers Astrazeneca und vier Wochen später einen mRNA-Impfstoff (kein Wahlrecht).

Angesichts der auch in Deutschland zu beobachtenden Verbreitung der Delta-Variante des Corona-Virus wird der Bevölkerung nahegelegt, alle Impfangebote anzunehmen. „Vorsicht ist nach wie vor geboten und es ist unverzichtbar, dass wir uns auch weiterhin mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln dem Coronavirus entgegenstellen. Dazu gehört vor allem die Impfung möglichst vieler Menschen. Also lassen Sie sich impfen und schützen Sie damit sich und andere“, appelliert Landrat Dr. Alexander Saftig.

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Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen erweitert Katastrophen-Erlass

Region/Düsseldorf – Die Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen erweitert Katastrophenerlass für Betroffene der Unwetterkatastrophe vom 14. / 15. Juli 2021. Jetzt rund 50 steuerliche Maßnahmen gültig / Weitere Erleichterung für Unternehmen und Betroffene / Minister Lienenkämper: Unmittelbare Unterstützung für betroffene Bürgerinnen und Bürger steht für uns an erster Stelle.

Das Ministerium der Finanzen NRW teilt mit:

Nach der schweren Unwetterkatastrophe durch das Regentief „Bernd“ Mitte Juli und nach den dadurch entstandenen extremen Schäden hat die nordrhein-westfälische Finanzverwaltung den am 16. Juli 2021 in Kraft gesetzten Katastrophenerlass erweitert und ermöglicht nun – teilweise befristet – rund 50 steuerliche Maßnahmen zur Unterstützung Betroffener.

„Die Erweiterung des Katastrophenerlasses soll die Betroffenen sowie die Helferinnen und Helfer schnell und unbürokratisch entlasten. Die unmittelbare Unterstützung für betroffene Bürgerinnen und Bürger steht für uns an erster Stelle“, so Lutz Lienenkämper, Minister der Finanzen.

Der geänderte Erlass will es vor allem Unternehmen und Betrieben, die unterstützen wollen, erleichtern, unbürokratisch Hilfe zu leisten, ohne dadurch steuerliche Nachteile befürchten zu müssen.

Erleichterungen und Klarstellungen wurden unter anderem zu den folgenden steuerlich relevanten Sachverhalten geschaffen:

  • Unentgeltliche Hilfeleistungen von Unternehmen an Privatpersonen in Form von Sach- oder Dienstleistungen sowie Nutzungsüberlassungen sind als Betriebsausgabe zu behandeln. Dies gilt, wenn beispielweise ein Baumarkt kostenlos Entwässerungspumpen verteilt oder ein Bauunternehmer Bagger und LKWs zur Verfügung stellt.
  • Arbeitgeber können ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und deren Familien, deren Wohnungen und Häuser durch das Unwetter unbewohnbar geworden sind, vorübergehend Unterkünfte und Verpflegung steuerfrei gewähren.
  • Umsatzsteuerlich werden im Billigkeitswege insbesondere unentgeltliche Zuwendungen von Gegenständen („Sachspenden“), die Überlassung von Wohnraum und unentgeltliche Erbringungen sonstiger Leistungen im Zusammenhang mit der Unwetterkatastrophe begünstigt.
  • Unterstützungsleistungen von Freiberuflern und Handwerkern, die über die Spendenaufrufe ihrer Berufskammern und Innungen an die Berufskolleginnen und Berufskollegen für deren Wiederaufnahme der Berufstätigkeit geleistet werden, können als Betriebsausgaben abgezogen werden.

Arbeitslohnspenden können auch zugunsten einer Beihilfe des Arbeitgebers an vom Schadensereignis betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verbundener Unternehmen im Sinne des § 15 Aktiengesetz erfolgen.

Zusätzlich sind die Finanzämter angehalten, den Bürgerinnen und Bürgern insbesondere durch die Stundung von Steuern und die Herabsetzung von Vorauszahlungen entgegenzukommen. Bei Fragen zu den steuerlichen Hilfsmaßnahmen können sich von der Hochwasser-Katastrophe Betroffene mit den Finanzämtern vor Ort in Verbindung setzen.

Der aktualisierte Katastrophenerlass ist auf der Website des Ministeriums der Finanzen (www.finanzverwaltung.nrw.de) hinterlegt.

Hintergrund:

Am 16. Juli hatte die Finanzverwaltung bereits im Katastrophenerlass festgelegt, dass unter anderem Sonderabschreibungsmöglichkeiten für den Wiederaufbau möglich sind, davon profitieren Wirtschaft und Privatpersonen. Aufwendungen für die Wiederbeschaffung von Hausrat und Kleidung und für die Beseitigung von Schäden an dem eigengenutzten Wohneigentum können als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt werden. Darüber hinaus gibt es großzügige Möglichkeiten für die Abzugsfähigkeit von Spenden.

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Mobilfunk-Versorgung in der Katastrophen-Region von Rheinland-Pfalz verbessert sich stündlich

Region/Mainz – „Jeden Tag gelingt es, die Mobilfunkversorgung weiter zu verbessern. Aktuell konnte rund 90 Prozent der ausgefallenen Mobilfunkkommunikation wiederhergestellt werden. Die Zahlen ändern sich stündlich, da intensiv an der Problembehebung gearbeitet wird“, informierte Digitalisierungsminister Alexander Schweitzer in der Sitzung des Ministerrates zur Hochwasserlage und Katastrophensituation am vergangenen Freitag. Die Schadensursache für ausgefallene Mobilfunktionen in den vom Unwetter betroffenen Regionen sei nach Angabe der Provider überwiegend die ausgefallene Stromversorgung der Mobilfunkstationen.

„Dort, wo die Energieversorger die Stromversorgung nicht zeitnah wiederherstellen können, wird mit Netzersatzanlagen gearbeitet, um Ersatz für die zerstörte Infrastruktur zu schaffen. Ich bin sehr froh, dass dabei die Zusammenarbeit zwischen den Kommunikationsunternehmen – nicht zuletzt durch unsere Vermittlung – sehr gut funktioniert und wirklich alle an einem Strang ziehen“, betonte Schweitzer.

„In einigen besonders schwer von den Wassermassen getroffenen Ortschaften an der Ahr gibt es auch aktuell noch Probleme mit der Mobilfunkkommunikation. Teilweise ist dort das Gelände so zerstört, dass noch keine Ersatzanlagen aufgestellt werden können. Hier wird vor Ort mit Hochdruck an Lösungen gearbeitet. Ich bin zuversichtlich, dass es in den kommenden Tagen gelingt, auch die Situation in den besonders betroffenen Ortschaften an der Ahr, zu verbessern“, so der Minister.

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GK-Mittelrhein präsentiert Jahresbericht 2020

Region/Mayen-Koblenz – Der Maximalversorger veröffentlicht Erreichtes und stellt sich der Corona-Pandemie. Das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein blickt auf ein sehr herausforderndes Jahr 2020 zurück. Das Corona-Virus und dessen vielfältige Auswirkungen haben die volle Aufmerksamkeit verlangt.

Dass auch in dieser Zeit allen rund 175 000 stationären und ambulanten Patienten in den fünf Krankenhäusern und mehr als 10 Praxen des MVZ, sowie den etwa 200 Bewohnern und den fast 800 Rehabilitanden ein bedarfsgerechtes medizinisches, pflegerisches und therapeutisches Leistungsangebot auf definiertem Qualitätsniveau angeboten werden konnte, ist dem hoch engagierten und motivierten Team zu verdanken.

Dieses Team und zukunftsweisende Entwicklungen im GK-Mitterhein werden auf 48 Seiten vorgestellt. Wissenswertes gibt es auch über die Tochtergesellschaften – Seniocura, Rehafit, MVZ Mittelrhein und GZ-Service – sowie das Bildungs- und  Forschungsinstitut des GK-Mittelrhein.

Oft geprägt durch die Pandemie sind im Kapitel Höhepunkte eine Auswahl an Ereignissen, Kennzahlen, Menschen, Konzepten und Aktionen des vergangenen Jahres zu finden. Der Jahresbericht ist online auf www.gk.de zu lesen.

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Angebot des FVR: ActIv-Projekt bietet persönliche Informationen zu Gesundheit und Risikofaktoren

Region/Mayen-Koblenz – Wie wirkt sich unser Lebensstil auf unsere Gesundheit aus? Wie viel bewegen wir uns? Was motiviert oder hindert uns daran, unseren Alltag gesund zu gestalten? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des bundesweiten ActIv-Projekts („Activate Individuals“) der Forschungsgruppe Leistungsepidemiologie der Deutschen Sporthochschule Köln unter der Leitung Prof. Dr. Dr. Dieter Leyk. Er ist zugleich auch Mitglied der neuen, hochkarätig besetzten Kommission „Fußball und Gesundheit“ des Fußballverbandes Rheinland, die von Prof. Dr. Christoph Bickel geleitet wird.

Auf Anregung der Kommission „Fußball und Gesundheit“ beteiligt sich der FVR als Kooperationspartner am ActIv-Projekt: Alle Mitglieder seiner Vereine und weitere Interessierte sind eingeladen, an dieser wichtigen Gesundheitsinitiative teilzunehmen. Nach einer ca. zehnminütigen Online-Befragung erhält jeder Teilnehmer eine individuelle Rückmeldung zu den persönlichen Gesundheitsressourcen und -risikofaktoren. Außerdem gibt es weiterführende Informationen zu den Themen Bewegung, Ernährung und Rauchen bzw. Suchtprävention sowie Links, mit denen teilnehmende Sportärzte in der Region gefunden werden können. Die Teilnahme ist kostenfrei, Datenschutz und -auswertung erfolgen selbstverständlich anonymisiert und entsprechend der Datenschutz-Grundverordnung.

„Wenn man Fußball spielen möchte, muss man möglichst gesund sein. Die eigene Gesundheit wird von Sporttreibenden oft als selbstverständlich angesehen. Traurige Beispiele zeigen aber immer wieder, dass viele Sportlerinnen und Sportler einfach zu wenig über ihren Gesundheitsstatus und ihre Risikofaktoren wissen“, sagt Walter Desch, Präsident des Fußballverbandes Rheinland und Mitglied der Kommission. „Über ActIv kann jeder Einzelne wichtige Informationen zu seiner persönlichen Situation erhalten. Deshalb ist die ActIv-Befragung sehr wertvoll, zumal es über Gesundheit, Alltagsgewohnheiten, Training und Motivation im Breitensport-Fußball bisher noch keine wissenschaftlich belastbaren Daten gibt.“

Weitere Infos mit dem Link zur Teilnahme am ActIv-Projekt gibt es unter www.fv-rheinland.de.