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Partnerlandkreis Sonneberg unterstützt von Hochwasser Betroffene im Eifelkreis Bitburg-Prüm

Bitburg – Zur Unterstützung betroffener Bürgerinnen und Bürger im Eifelkreis und um ein Zeichen der partnerschaftlichen Verbundenheit zu setzen, leistete der Bitburg-Prümer Partnerlandkreis Sonneberg in Thüringen eine Spende in Höhe von 5.000 Euro an das gemeinsame Spendenkonto von DRK und Kreisverwaltung. Weitere 5.000 Euro wurden vonseiten der Sparkasse Sonneberg gespendet.

Darüber hinaus halfen bei der Bewältigung der Unwetterkatastrophe in den zurückliegenden Wochen engagierte Einsatzkräfte von Feuerwehren, DRK und THW in den am schlimmsten betroffenen Gebieten in Rheinland-Pfalz. 26 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren bildeten mit zwei weiteren Trupps aus dem Nachbarlandkreis Hildburghausen einen Einsatzzug „Südthüringen“. Gemeinsam mit einem weiteren Feuerwehr-Trupp aus Erfurt wurden sie vor Ort in Schuld und Sinzig eingesetzt. Hier halfen sie bei der Personensuche und bei Sicherungsmaßnahmen. Ebenfalls im Einsatz an der Ahr waren auch Kräfte des THW Ortsverbands Sonneberg sowie des DRK Sonneberger Kreisverbands. So half das THW Sonneberg beispielsweise in Sinzig, um örtlich wieder eine Stromversorgung herzustellen. Das DRK wiederum kümmerte sich vornehmlich um Logistik, Hilfeleistung und Versorgung.

„Der Landkreis Sonneberg dankt allen Helferinnen und Helfern herzlich für ihre Einsatzbereitschaft, die einfach nur großartig ist. Danken wollen wir zudem allen Mitmenschen, die in Form von Sach- und Geldspenden aufrichtige Anteilnahme zeigen“, erklärt Vize-Landrat Jürgen Köpper. Der Bitburg-Prümer Kreisbeigeordnete Rudolf Rinnen ergänzt: „Das enorme Engagement unseres Partnerlandkreises Sonneberg wissen die Menschen in der Eifel überaus zu schätzen. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung in ganz vielfältiger Weise.“

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Psychologisches Beratungs-Angebot für Einsatzkräfte und Bürger*innen in Schleiden

Schleiden – Die Beratungs- und Koordinierungsstelle Schleidener Tal als Nachfolge der psychologischen Akuthilfe hat seit dem 1. August ihre Arbeit aufgenommen. Durch die Hochwasser-Katastrophe, die das Schleidener Tal in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli überflutet hat, haben viele Bürger*innen ihr Hab und Gut und vielleicht sogar einen lieben Mitmenschen verloren.

Aus diesem Grund wurde auf Initiative von Bürgermeister Pfennings vom 20. bis 30. Juli durch das PSNV-E und B Team der Malteser eine psychologische Akuthilfe im Gebiet der Stadt Schleiden angeboten. „In dieser Zeit haben insgesamt 1.050 Gesprächskontakte und Interventionen stattgefunden“, so Frank C. Waldschmidt, Fachberater für psychosoziale Notfallversorgung und Experte für Krisen- und Bedrohungsmanagement, der die fachliche Leitung der Beratungs- und Koordinierungsstelle (Beko) Schleidener Tal übernimmt. Diese tritt nun als Teil der mittel- und langfristigen Psychosozialen Notfallversorgung die Nachfolge der Akuthilfe an.

Ihre Kernaufgabe ist es, Menschen in der Stadt Schleiden, die von dem hoch belastenden Ereignis Hochwasser betroffen sind, sei es Bürger*innen oder Einsatzkräfte ein niedrigschwelliges, psychologisches Beratungsangebot, sowie wie weiterführende Hilfen zur Verfügung zu stellen. Ebenso wird auch Beratung z.B. im Umgang mit belasteten Kindern und Jugendlichen gegeben. Das Angebot richtet sich an alle 18 Ortschaften, insbesondere aber natürlich an die 5 im Tal gelegenen: Oberhausen, Schleiden, Olef, Nierfeld und Gemünd.

Für zunächst zwei Monate, so Pfennings, wird das Angebot in jedem Fall aufrechterhalten. „Herzlichen Dank an die Fraktionsvorsitzenden, mit denen ich unkompliziert und schnell die Einrichtung der Beko abstimmen konnte. Aufgrund vieler persönlicher Gespräche in den letzten Tagen und der Rückmeldungen des Akuthilfe-Teams bin ich mir sicher, dass der Bedarf an psychologischer Betreuung hoch ist und wir den Zeitraum sicher auch noch verlängern werden. Bitte nehmen Sie die Hilfe an!“

Menschen, die eine psychologische Beratung in Anspruch nehmen möchten, können sich unter der Hotline 02445 89-500 oder nachsorge@schleiden.de wenden. Die Hotline für Einsatzkräfte 02445 89-510. Die Psycholog*innen stehen von 15:30 – 18:00 Uhr zur Verfügung. Montags in der Zeit von 9:00 bis 17:00 Uhr, werden im Rathaus Schleiden, Zimmer A2.220 vor Ort Beratungs- oder Infogespräche angeboten. Eine Terminvereinbarung ist über die Hotlines oder 0151 52381447 möglich.

Darüber hinaus findet künftig immer mittwochs in Schleiden und Gemünd im Wechsel eine Beratung vor Ort mit Fachpsychologen statt. Los geht es am 4. August 2021 ab 12:00 Uhr in der Mensa der Realschule Schleiden. Für Gemünd wird derzeit noch eine Räumlichkeit gesucht. Diese wird auf der Website der Stadt Schleiden (www.schleiden.de) auf einer Sonderseite für psychosoziale Unterstützungsangebote, die die Stadt Schleiden eingerichtet hat, bekanntgegeben. Auf dieser Sonderseite werden künftig die wichtigsten Informationen hinterlegt.

Laut Waldschmidt werden zudem spezielle Nachsorgegruppen eingerichtet. Diese treffen sich zum ersten Mal am 19. August in Gemünd und am 22. August in Schleiden. Anmeldungen sind jetzt schon über nachsorge@schleiden.de möglich. Weitere Angebote befinden sich in Planung.

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Neue Auszubildende in der Stadtverwaltung Alsdorf

Alsdorf – Zum Ausbildungsstart begrüßten der Erste Beigeordnete Ralf Kahlen sowie der Personalamtsleiter Andreas Schäfer fünf neue Auszubildende für den Beruf des/der Verwaltungsfachangestellten.

Stellvertretend für den Personalrat begrüßte die Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung Anne Lothmann die neuen Auszubildenden an ihrem ersten Tag in der Stadtverwaltung Alsdorf.

Elena Andrich, Marie Sophie Dohms, Julia Nacken sowie Nico Richert und Tim Schmitz werden in den nächsten drei Jahren die vielfältigen und attraktiven Aufgabengebiete in einer Kommunalverwaltung kennenlernen.

Seit Jahren bietet die Stadtverwaltung Alsdorf Ausbildungsplätze in unterschiedlichen Berufsfeldern der öffentlichen Verwaltung an und bildet bedarfsorientiert aus.

Insgesamt werden bei der Stadt Alsdorf in diesem Ausbildungsjahrgang 19 Auszubildende und Anerkennungspraktikant/innen für verschiedene Berufe (Erzieher/in, Verwaltungsfachangestellte/r) ausgebildet. (apa)

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Der Aachener Stadtbetrieb begrüßt seinen Nachwuchs

Aachen – Am gestrigen Dienstag, 03. August, wurden die neuen Auszubildenden des Aachener Stadtbetriebs im Depot in der Talstraße unter dem Motto „Schön, dass du da bist!“ vom Ressortleiter für Zentrale Dienste und Recht, Marlon Knops, und der Ausbildungsleiterin, Michaela Landskron, begrüßt. Die insgesamt zwölf Auszubildenden lernten die Strukturen des Stadtbetriebs und seine wichtige Rolle für die Stadt Aachen kennen, denn: „Der Aachener Stadtbetrieb macht Aachen schön, sauber und sicher“, betonte Knops die wichtige gesellschaftliche Aufgabe.

Landskron zeigte auch die vielseitigen Möglichkeiten auf, die sich den Nachwuchskräften für zukünftige Aufgaben bieten: „Wir ermöglichen sehr viele Fortbildungen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten.“ „Unser Standard ist hoch. Wir wollen gute Azubis ausbilden“, beschrieb Andreas Wolff, Ausbilder der Stadtgärtnerei, die hohen Ansprüche, die an die Auszubildenden gestellt werden.

Vier Auszubildende starten als Garten- und Landschaftsbauer*innen, zwei als Blumen- und Zierpflanzgärtnerinnen, zwei als Friedhofsgärtner, einer als Kfz-Mechatroniker, zwei als Tiefbaufacharbeiter und einer als dualer Student zum Bauingenieur mit dem Schwerpunkt Straßenbau.

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Benefizkonzert zugunsten der Hochwasser-Opfer im Stadtgebiet Mechernich am Sonntag, 8. August

Mechernich-Kommern„Kommern packt an“. Benefizkonzert zugunsten der Hochwasseropfer im Stadtgebiet Mechernich am Sonntag, 8. August, ab 12 Uhr auf dem Kommerner Arenbergplatz – Kölschrock-Musiker und Wahl-Mechernicher Stephan Brings übernimmt Schirmherrschaft – Auftritte unter anderem von „Funky Marys“, Uwe Reetz, „Eldorado“ und „SchoHnzeit“.

Dass die Kommerner nicht lange fackeln, sondern die Dinge in die Hand nehmen, ist wohl gemeinhin bekannt. So bitter es ist, dass der Ort am Bleibach nach dem schweren Hochwasser 2016 nur fünf Jahre später wieder Schauplatz einer Flutkatastrophe wurde, so zuversichtlich stimmt es gleichzeitig, dass die Menschen hier auf ein Neues die Ärmel hochkrempeln und sich mit gegenseitiger Hilfe neue Hoffnung geben. „Kommern packt an“ ist nun das treffende Motto für ein Benefizkonzert zugunsten der Hochwasseropfer im Stadtgebiet Mechernich. Die Schirmherrschaft für die Benefizveranstaltung am Sonntag, 8. August, hat der Kölschrock-Musiker Stephan Brings übernommen, der ebenfalls auf der Bühne stehen wird.

Um 11 Uhr wird zur Einstimmung auf den besonderen Tag eine Messe der katholischen Kirche St. Severinus auf dem Arenbergplatz in Kommern gehalten, zelebriert von Prof. Dr. Dr. Hans Fuhs und Kreisdechant Guido Zimmermann. Anschließend beginnt an gleicher Stelle um 12 Uhr das Benefizkonzert mit der Kölsch-Pop-Band „Funky Marys“.

Nach diesem Auftakt geben sich die allesamt kostenlos auftretenden Musiker auf der Bühne im wahrsten Sinne des Wortes „das Mikro in die Hand“, unter anderem der Kölschrock-Musiker und Wahl-Mechernicher Stephan Brings, Kinderliedermacher Uwe Reetz, die Kölschrock-Band „Eldorado“, „SchoHnzeit“, der Musikverein Eicks und der Kommerner DJ Olli.

Zahlreiche Unterstützer

Die kleinen Besucher können sich indessen von Märchenfee Alisande schminken lassen. Unterstützung erhalten die Organisatoren der Benefizveranstaltung unter anderem von Christoph Leisten, der als Inhaber der Veranstaltungstechnikfirma „X-Lighting“ die entsprechenden Anlagen zur Verfügung stellt, sowie von der Firma Glasmacher aus Kommern. Den Ausschank übernehmen die Verantwortlichen der Kommerner Gaststätten „Stollen“ und „Im Krug“ – und das obwohl sie von Corona und Hochwasser gleich doppelt getroffen wurden. Für Speisen und Getränke sei jedenfalls reichlich gesorgt, verspricht Kommerns Ortsbürgermeister Rolf Jaeck.

Natürlich muss das Benefizkonzert aber unter Corona-Bedingungen stattfinden. So dürfen maximal 1.000 Besucher auf den Arenbergplatz. Am Eingang an der Kölner Straße werden deshalb Bändchen verteilt, um die Zahl der Konzertbesucher überprüfen zu können. Einlass ist ausschließlich für gestestete, geimpfte oder genesene Personen. Der Eintritt ist kostenlos. Am Eingang wird eine Spendendose aufgestellt und auch Kommerner Bürger werden während des Konzertes mit der Spendendose rumgehen. „Wir werden die Spendendose ordentlich schütteln“, verspricht Rolf Jaeck und fügt hinzu: „Wir Menschen aus der Stadt Mechernich und der Eifel werden der Garant dafür sein, dass das Spendenkonto aufgefrischt wird.“ Und: „Es gibt Hoffnung!“

Verteilung über Mechernich-Stiftung

Fast auf den Tag genau fünf Jahre ist es her, dass das Organisationsteam um Kommerns Ortsbürgermeister Rolf Jaeck, Björn Schäfer und Kinderliedermacher Uwe Reetz ein Benefizkonzert zugunsten der Hochwasseropfer in Kommern auf die Beine stellte – und Spenden in Höhe von fast 45.000 Euro sammelte. Dieses Mal ist es anders: gleich mehreren Ortschaften im Stadtgebiet Mechernich hat das Hochwasser übel mitgespielt, schon jetzt haben rund 2.000 Betroffene bei der Stadt Anträge auf die Soforthilfen des Bundes gestellt – und es werden wohl noch mehr.

Aus diesem Grund sollen die Spendeneinnahmen an die Mechernich-Stiftung gehen, die in Abstimmung mit den Ortsbürgermeistern das Geld nicht nach dem Gießkannenprinzip, sondern an die echten „Härtefälle“ verteilen will. „Wir möchten denjenigen helfen, bei denen es um die Existenz geht, die zum Beispiel keine Elementarversicherung haben oder sozial schwächer gestellt sind als andere“, sagt Ralf Claßen, Vorsitzender der Mechernich-Stiftung. Dazu wolle man die jeweilige Hilfsbedürftigkeit der Betroffenen vor Ort über die Ortsbürgermeister kontrollieren lassen, „damit die Hilfe da ankommt, wo sie sinnvoll und nötig ist“.

Menschen, die alles verloren haben

Dem pflichtete auch seine Vorstandskollegin Maria Jentgen bei, die als Mitglied des Kriseninterventionsteams aktuell diejenigen Menschen aufsucht, die alles verloren haben und vor dem Chaos stehen. „Auf der einen Seite steht der persönliche Zuspruch, auf der anderen die Finanzspritze. Auch wenn das in einer solchen Situation nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, ist das immer noch mehr als nichts.“

Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick bedankte sich bei der Mechernich-Stiftung ebenso wie bei den Ortsbürgermeistern und Vereinskartellen für ihren Einsatz vor Ort. Zwar sei das Stadtgebiet Mechernich flächenmäßig weniger stark vom Hochwasser betroffen gewesen, als manche Nachbarkommune. Man dürfe aber nicht vergessen, dass hier viele Menschen schon nach dem Hochwasser 2016 in ihrer Existenz bedroht waren.

Wer nun ein zweites Mal vor dem Aus steht, habe häufig auch keine Elementarversicherung mehr, wenn diese nach dem Versicherungsfall gekündigt worden oder nicht mehr bezahlbar gewesen sei. „Mancher steht vor einer scheinbar ausweglosen Situation – da ist es wichtig zu spüren, dass es Solidarität gibt.“ Die Mechernich-Stiftung sei der Garant dafür, dass das gesammelte Geld tatsächlich den am schwersten betroffenen Menschen zugute komme.

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Landkreis Bernkastel-Wittlich bringt Online-Beteiligungs-Plattform auf den Weg

Wittlich – Die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich bringt eine neue Online-Plattform zur Bürgerbeteiligung auf den Weg. Ab kommenden Montag, 9. August 2021 können die Bürger auch digital an der Gestaltung ihres Landkreises mitwirken. Die Plattform basiert auf der Open-Source-Plattform Consul, die vielfältige Einsatzmöglichkeiten bietet und inzwischen weltweit zum Einsatz kommt. Die Plattform steht allen interessierten Bürgern kostenlos zur Verfügung. Sie bietet die Möglichkeit, Ideen einzubringen, sich an Diskussionen zu beteiligen und an Entscheidungen des Landkreises teilzunehmen.

„Es ist wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger auch zu Corona-Zeiten ihr Leben vor Ort aktiv mitgestalten können. Mit der Online-Beteiligungsplattform nutzt die Kreisverwaltung die Chance der Digitalisierung, um eine zeitgemäße Bürgerbeteiligung zu bieten. Wir freuen uns daher, wenn das Angebot der Beteiligungsplattform rege genutzt wird und sind gespannt auf neue Ideen und lebhafte Diskussionen“, so Gregor Eibes, Landrat vom Landkreis Bernkastel-Wittlich.

Die Beteiligungsplattform richtet sich ausdrücklich an alle Menschen im Landkreis, unabhängig von ihrem Alter, ihrem Geschlecht oder ihrer Herkunft. Seit 2018 verfolgt der Landkreis Bernkastel-Wittlich die Erstellung eines Kreisentwicklungskonzepts. Ziel dieses Konzepts ist es, die gleichwertige Entwicklung der verschiedenen Teilräume des Landkreises – Eifel, Mosel und Hunsrück – zu fördern oder zu deren Erhalt beizutragen. Dabei werden gezielt die Bereiche Klimaschutz, Arbeits- und Fachkräftesicherung, familienfreundlicher Landkreis und Digitalisierung betrachtet. In einer intensiven Arbeitsphase mit verschiedenen Workshops wurden für diese vier Themenbereiche Handlungsschwerpunkte und Maßnahmen identifiziert. Durch die Bürgerbeteiligung als wichtigem Bestandteil der Kreisentwicklung werden die Bürger in den Prozess eingebunden. Die Ergebnisse der Beteiligung werden in das Kreisentwicklungskonzept einfließen.

Mit dem Modellvorhaben „Smarte.Land.Regionen“ unterstützt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in enger Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering ausgewählte Landkreise bei der Entwicklung und Erprobung digitaler Lösungen. Dem Landkreis Bernkastel-Wittlich, als einem von sieben ausgewählten Modellregionen, bietet das Modellvorhaben vielfältige Möglichkeiten einen weiteren Schritt in die digitale Zukunft zu setzen. Die Online-Beteiligungsplattform knüpft daran an und bietet eine sichere und zuverlässige Lösung zur gemeinsamen digitalen Partizipation.

Die Teilnahme an der Online-Beteiligungsplattform ist über die Internetseite bw.landkreise.digital möglich. Im ersten Schritt ist eine Registrierung erforderlich. Anschließend erhalten Sie einen Bestätigungslink per E-Mail. Nach der Bestätigung steht die digitale Bürgerbeteiligung für Sie bereit. Die Plattform lässt sich von jedem mobilen Endgerät und PC über den Browser aufrufen. Die Beteiligung zum integrierten Kreisentwicklungsprozess wird für zwei Monate auf der Plattform verfügbar sein. Weitere Beteiligungsprozesse diverser Themen werden nach und nach ergänzt.

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Hochwasser-Katastrophe in Eschweiler: Realschule Patternhof, größte Realschule in NRW, zieht temporär nach Würselen

Eschweiler – Die Stadt Eschweiler ist mit insgesamt fünf ihrer 16 Schulen stark von der Flutkatastrophe vom 14. Juli 2021 betroffen.
Zwei Grundschulen, die Hauptschule, die Realschule und die Förderschule sind zum Großteil nicht nutzbar, für rund 2000 Schülerinnen und Schüler müssen alternative Schulräume gefunden werden.

Die Städtische Realschule Patternhof, die größte Schule der Stadt Eschweiler und die größte Realschule im Land NRW mit knapp 1.000 Schülerinnen und Schülern ist extrem durch das Hochwasser beschädigt worden.

Das Gebäude wurde derart geflutet, dass der komplette Keller unter Wasser stand, das Erdgeschoss, die angebaute Mensa und die Sporthalle. Die Folgeschäden stehen noch nicht abschließend fest. Der bereits abzusehende Sanierungsbedarf besteht größtenteils im Entfernen von Böden, Estrichen, Putz und Türen sowie in der Sockel- und Bodenerneuerung und dem Austausch von Fenstern. Des Weiteren müssen große Teile der Haustechnik und der Heizungs- und Lüftungsanlage erneuert werden.

Insgesamt ist mit einem Schadensaufkommen von mindestens 2,25 Mio. Euro zu rechnen. Hinzu kommt ein Inventarschaden von knapp 250.000 Euro.

Nachdem das Ausmaß der Schäden und der große Sanierungsaufwand mehr und mehr klar wurden, zeichnete sich ab, dass auch ein Unterrichten in den von der Flutkatastrophe direkt nicht betroffenen Räumen in den Obergeschossen nicht möglich ist. Sämtliche Kellerräume wurden geflutet, sodass nur ca. 10 % der Einrichtung geborgen und aufgearbeitet werden können.

Vor diesem Hintergrund stand der Schulträger vor der großen Herausforderung, neben den zu stemmenden Teilauslagerungen der anderen Schulen, die kom-plette Schule zu evakuieren.

Ende Juli unterbreitete dann die Stadt Würselen das Angebot, der Stadt Eschweiler zu helfen. Sie erklärte sich bereit, ihre ehemalige Realschule komplett für die Dauer der Sanierung in Eschweiler zur Verfügung zu stellen. Das Gebäude wird seit rund einem Jahr nicht mehr schulisch genutzt, wohl aber von der örtlichen VHS und politischen Fraktionen. Daher hat die Stadt Würselen auch einen erheblichen Aufwand unternommen, das Gebäude für die Stadt Eschweiler betriebsbereit zu gestalten. Der Umfang des Umzuges der Realschule von Eschweiler nach Würselen hält sich in einem vertretbaren Rahmen, da die ehemalige Realschule in Würselen noch größtenteils möbliert ist und über ein gut erhaltenes Inventar verfügt.

„Für Eschweiler ist die Bereitstellung der Räume in Würselen ein Geschenk für die Schülerinnen und Schüler. Wir sind sehr dankbar für diese große Unterstüt-zung“, so Eschweilers Bürgermeisterin Nadine Leonhardt.

Auch die Schulleitung, vertreten durch die Schulleiterin Frau Silbernagel und den stellv. Schulleiter Herrn Biener sind für die Hilfsbereitschaft dankbar und freuen sich über das Angebot, allen Schülerinnen und Schülern nach den Ferien einen Schulort anbieten zu können.

„Es ist eine Selbstverständlichkeit, wir verfügen hier über die räumliche Ressource und für uns ist es selbstverständlich, dann in dieser Lage zu unterstützen, erklärt Würselens Bürgermeister Roger Nießen.

Eine Herausforderung stellt die Regelung des Schülertransports dar. Die ASEAG versucht ihr Möglichstes, die erforderliche Anzahl der benötigten Busse zusätzlich zur Verfügung zu stellen. Die Details werden zurzeit noch geklärt. Voraussichtlich werden alle Schülerinnen und Schüler der Realschule ab E-schweiler Bushof nach Würselen gefahren. Die genauen Abfahrtzeiten für Hin- und Rückfahrten werden den Eltern noch rechtzeitig bekannt gegeben.

Alle Eltern werden einen Elternbrief erhalten, in dem Sie über die neue Schulsituation informiert werden.

Dennoch wird die Schulgemeinde und die Öffentlichkeit und Eltern um Verständnis gebeten, dass es zumindest am Anfang noch zu Störungen und Verzögerungen im Schulalltag kommen wird.

Wenngleich die Dauer der Auslagerung noch nicht klar ist, ist zunächst davon auszugehen, dass das erste Halbjahr des neuen Schuljahres für die Schülerschaft der Realschule Patternhof in Würselen stattfinden wird.

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Sparschwein überstand Hochwasser – Spende für Hilfsgruppe Eifel

Bad Münstereifel/Mechernich – Hochwasser zerstörte die FC-Kult- Kneipe „Little Bit“ in Bad Münstereifel – Nur Sparschwein war mit 40 Kilogramm zu schwer zum Wegschwimmen – Inhalt ging als Spende an die Hilfsgruppe Eifel um den Lückerather Willi Greuel.

Eine beeindruckende Willensstärke und Zuversicht stellt der 81-jährige Gastwirt Rudi Bresgen unter Beweis, dessen Fußball-Kult-Gaststätte „Little Bit“ in der Innenstadt von Bad Münstereifel durch die verhängnisvolle Flut in der Nacht zum 15. Juli völlig zerstört worden ist. „Ich saniere die Kneipe und mache sie danach wieder auf“, steht für den betagten Fan des 1. FC Köln fest, der die kleine Gaststätte, die ein beliebter Treffpunkt von FC-Fans ist, seit 2006 in der Kurstadt betreibt.

15 Jahre lang hat die Spendensau auf der Theke des „Little Bit“ gestanden. Sie hat inzwischen ein „Schlacht“-Gewicht von 40 Kilogramm erreicht. Den noch unbekannten Inhalt hat Rudi Bresgen jetzt der Hilfsgruppe Eifel gespendet. Foto: Reiner Züll

Obwohl Rudi Bresgen durch die verheerende Flut die komplette Einrichtung der Gaststätte verloren hat, übergab er jetzt eine schwergewichtige Spende an die Hilfsgruppe Eifel, die derzeit Familien mit Kindern unterstützt, die durch die Flutkatastrophe besonders schwer betroffen sind.

Sparschwein 15 Jahre gefüttert

Zusammen mit seinem Kumpel Frank Kronenberg überreichte Rudi Bresgen ein über 40 Kilogramm schweres Sparschwein, das in seiner Kneipe auf der Theke gestanden hat, an den Hilfsgruppen-Vorsitzenden Willi Greuel aus Lückerath. 15 Jahre lang hatten Bresgens Gäste das große Keramik-Schwein mit Restgeld gefüttert und zu dem großen Gewicht verholfen.

„Die Sau ist das einzige Überbleibsel, das bei der Zerstörung der Gaststätte heil geblieben ist“, berichtete der 81-jährige FC-Fan, der bis zu seiner Pensionierung 35 Jahre lang als Lehrer an der Hauptschule in Satzvey gewirkt hatte. Zwar habe das Wasser in der Kneipe 1,80 Meter hoch gestanden, aber das massive Gewicht habe das Spendenschwein nicht wegschwimmen lassen. Dagegen seien alle Bilder, Fanartikel, Pokale und sonstige Erinnerungen an erfolgreiche Zeiten des FC Köln zerstört worden. Es sei nichts mehr zu retten gewesen.

Bei Kölner FC-Fans habe sich das Schicksal der beliebten Kultkneipe „Little Bit“ schnell herumgesprochen, berichtet Rudi Bresgen. Die bekannten Fanclubs „Wilde Horde“ und „Südkurve 1. FC Köln“ hätten ihm Hilfe angeboten. Sogar aus Berlin seien Helfer direkt angereist. Zu helfen gab es in der Kneipe allerdings nichts mehr, denn, so Bresgen: „Soldaten der Bundeswehr kamen und haben das zerstörte Inventar dankenswerterweise aus der Gaststätte geschafft und das Gebäude entkernt.“ Überhaupt sei in der ganzen Stadt eine große Solidarität und Hilfsbereitschaft zu spüren gewesen.

Etwas für krebskranke Kinder tun

Rudi Bresgen ist in Kreisen des 1. FC Köln bekannt wie ein bunter Hund, ebenso wie sein rot-weißer Kult-Smart mit dem Geißbock-Emblem und Bresgens Fußball-Motto „Liebe kennt keine Liga“. Nach seiner Pensionierung habe er sich mit dem „Little Bit“ den Traum von einer eigenen Kneipe erfüllt. Im Laufe der Jahre habe sich diese in ein kleines FC-Schatzkästchen verwandelt. „Ich habe mein ganzes Herzblut da hineingesteckt“, so Bresgen.

Dass er bei der Eröffnung das fast einen halben Meter lange und 30 Zentimeter hohe Sparschwein zum Sammeln für die Kinderkrebshilfe gekauft habe, habe damals einen ganz besonderen Grund gehabt. In seiner langjährigen Zeit als Lehrer an der Grundschule in Satzvey habe er mehrere krebskranke Kinder erlebt, von denen auch einige gestorben seien.

„Einer war ein netter Junge und ein ganz toller Fußballspieler“, erinnerte sich Bresgen: „In meiner Kneipe wollte ich dann etwas für krebskranke Kinder tun.” Jetzt, nach 15 Jahren, sei die Zeit gekommen, das Schwein zugunsten der Kinderkrebshilfe zu schlachten. Frank Kronenberg riet Bresgen, das Geld der Hilfsgruppe Eifel zu spenden.

Leeren statt „schlachten“

„Schlachten“ wird die Hilfsgruppe das Schwein, das deutliche Spuren der nächtlichen Flut aufweist, auf keinen Fall, versicherte Willi Greuel. Der Lückerather betonte, die Sau sei ein sichtbarer Zeitzeuge einer bisher nie dagewesenen Sintflut in der Region. „Wir leeren die Sau ohne sie zu zertrümmern und bringen sie zur Wiedereröffnung des »Little Bit« wieder zurück nach Bad Münstereifel“, versprach Willi Greuel, bevor er die schwergewichtige Spende zusammen mit Frank Kronenberg, der noch eine 500-Euro-Spende drauflegte, ins Auto trug.

Das Geld komme Familien mit Kindern als Soforthilfe zugute, die durch die Flut an Olef und Urft in einer Nacht ihr Heim sowie Hab und Gut verloren hätten. Vom Finanzamt habe die Hilfsgruppe eine bis zum 31. Oktober befristete Sondergenehmigung bekommen, betroffenen Familien mit Soforthilfen in Höhe von bis zu je 5.000 Euro unterstützen zu dürfen. Willi Greuel berichtete, dass die Hilfsgruppe wegen des großen Bedarfs bisher schon rund 85.000 Euro in vielen 2.000-Euro-Beträgen an betroffene Familien ausgezahlt habe. Deshalb sei die Hilfsgruppe jetzt auch weiterhin auf Spenden angewiesen.

www.hilfsgruppe-eifel.de

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Azubis von Westnetz unterstützen Flutopfer im Ahrtal

Region/Ahrweiler/Trier – Nachwuchskräfte bringen 25 Baustromverteiler ins Krisengebiet. Provisorische Stromversorgung für Betroffene. Gemeinsam haben die Auszubildenen und Ausbilder beim Verteilnetzbetreiber Westnetz ein Projekt gestartet, um Flutopfern im Ahrtal bei dem Aufbau der provisorischen Stromversorgung zu helfen. 14 Nachwuchskräfte von den Ausbildungszentren aus Saffig und Simmern im Hunsrück haben insgesamt 25 Baustromverteiler mit über 1.100 Metern Anschlusskabel technisch versehen und geprüft. Anschließend haben die jungen Menschen das dringend benötigte Equipment in die Krisenregion im Ahrtal ausgeliefert.

Durch den Einsatz der fertigen Baustromverteiler mit einem Gewicht von je 145 Kilogramm kann die provisorische Stromversorgung wieder hergestellt werden. „Es freut mich das diese sinnvolle Aktion durch so viele Auszubildene aus verschiedenen Standorten unterstützt werden konnte, sodass wir den Betroffenen mit den Baustromverteilern schon nach drei Tagen helfen konnten“, erklärt Ausbildungsleiter Jan Bruhn.

Auch darüber hinaus unterstützen die Auszubildenden von Westnetz die Kolleginnen und Kollegen des Verteilnetzbetreibers beim Wiederaufbau in den Hochwasserregionen, indem sie zum Beispiel allradgetriebene Fahrzeuge von anderen Standorten in die betroffenen Gebiete bringen.

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Jopp Plastics Technology GmbH in Obergartzem spendet 50.000 Euro an vom Hochwasser betroffene Kommunen

Mechernich-Obergartzem – Die schwere Unwetterkatastrophe in der Eifel und das daraus resultierende Leid habe die Mitarbeiter der gesamten Jopp-Gruppe tief berührt, sagt Christoph Theiß, Geschäftsführer der Jopp Plastics Technology GmbH in Obergartzem: „Wir alle fühlen mit den Menschen in den Katastrophengebieten und hoffen sehr, dass sich die Lage in den nächsten Tagen stabilisieren wird.“ Damit vor Ort schnelle Hilfe geleistet werden kann, hat Jopp Plastics jetzt 50.000 Euro an betroffene Kommunen in der Region gespendet.

Die Spende geht als Soforthilfe an den Kreis Euskirchen, die Städte Schleiden und Erftstadt sowie die Gemeinden Kall, Hellenthal und Nettersheim. Die Auswahl der Spendenempfänger hatte Geschäftsführer Theiß gemeinsam mit seinen Mitarbeitern getroffen.

Auch am Standort von Jopp Plastics in Obergartzem kam es aufgrund der Stromausfälle nach der Flutkatastrophe zu vorübergehenden Produktionsunterbrechungen, darüber hinaus blieb der Firmenstandort vom Hochwasser aber weitgehend verschont. Die meisten Mitarbeiter aus der Region konnten nach dem Unwetter allerdings kurzzeitig nicht zur Arbeit kommen – oder waren sogar persönlich vom Hochwasser betroffen.

Am Hauptsitz der Jopp-Gruppe in Bad Neustadt an der Saale in Bayern setzen sich die Mitarbeiter auch für ihre von der Flut betroffenen Kollegen ein. Geschäftsführer Martin Büchs rief über den Facebook-Auftritt des Unternehmens zu Spenden an die offiziellen Spendenkonten der betroffenen Kommunen und Hilfsorganisationen auf. Viele der mehr als 200 Mitarbeiter im Werk in Mechernich seien schwer betroffen, und hätten zum Teil ihr komplettes Hab und Gut verloren. Mitarbeiter am Hauptsitz der Unternehmensgruppe haben sich außerdem für schnelle praktische Hilfen in Form von beispielsweise Trockengeräten oder Leihwagen eingesetzt.

Die Spendenaktion sei ein besonderer Beweis für den großen Zusammenhalt innerhalb von Jopp, sagt Richard Diem, Geschäftsführer der Jopp Holding GmbH: „Als Firmengruppe halten wir in Krisenzeiten zusammen und helfen dort, wo es am nötigsten ist.“ Die Jopp Plastics Technology GmbH ist Partner namhafter Marken der Automobilindustrie und steht als Entwicklungspartner und Serienlieferant mit eigener Spritzgussfertigung für innovative Kunststofflösungen im Verbrenner und der E-Mobilität.