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Hinkommen, aussuchen, mitnehmen!

Mechernich – In der Dreifachturnhalle stehen Spenden für alle Betroffenen perfekt sortiert bereit – Kleidung, Bettwäsche, Schuhe, Spielsachen, Haushalts- und Hygieneartikel. Die Dreifachturnhalle gleicht in diesen Tagen einem gut sortierten Kaufhaus. Spenden über Spenden sind inzwischen eingetroffen und stehen adrett und akkurat geordnet für die vom Hochwasser betroffenen Menschen bereit.

Hier werden gerade Schlafsäcke sortiert, die vielleicht auch noch ihre Abnehmer finden. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

„Einfach vorbeikommen, aussuchen, was man braucht und mitnehmen“, fordert Ordnungsamtschefin Silvia Jambor gerne auf und fügt hinzu: „Dafür steht es da!“

Aus Bonn kommt das Ehepaar Agnes und Ralf Rissing täglich, um in der Dreifachturnhalle zu helfen. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Helfer falten Hemden, stapeln Babynahrung, legen Handtücher zurecht. Spiele türmen sich übereinander, Kinderschuhe zu Bergen auf. Prall gefüllt reiht sich ein Tisch an den nächsten. „Die Hilfsbereitschaft war so wahnsinnig groß“, sagt auch Jambor angesichts all der Güter. Sogar im angrenzenden Oktogon liegt noch unsortierte Ware bereit und wartet darauf nach vorne beigeräumt zu werden.

Für Familien mit Kindern aus den Hochwassergebieten gibt es eine große Auswahl an Spielwaren und Kuscheltieren. Foto: Kirsten Röder/pp/Agentur ProfiPress

Silvia Jambor betont: „Wer etwas braucht, ist immer herzlich willkommen. Natürlich können auch Betroffene aus Nachbarkommunen zu uns kommen. Wir sind froh, wenn wir helfen können und die Spenden bei den Menschen ankommen.“

Zur Auswahl steht in der Dreifachturnhalle einfach alles, was für den täglichen Bedarf benötigt wird:  Kleidungsstücke für Kinder wie Erwachsene, Bettwäsche, Schuhe in allerlei Größen und Farben, Spielsachen & Kuscheltiere für die Kleinsten, Babynahrung und Windeln sowie Haushalts- und Hygieneartikel.

Täglich von 15 bis 20 Uhr bis Ende Sommerferien

Noch bis zum Ende der Sommerferien steht die Tür zur Dreifachturnhalle von 15 bis 20 Uhr für alle offen. „Und das täglich, auch am Wochenende“, betont Jambor. „Uns war wichtig, dass wir jeden erreichen können, auch die, die berufstätig sind und nur abends Zeit haben.“ Dafür werden extra Sonderschichten der ehrenamtlichen Helfer vom Roten Kreuz im Kreis Euskirchen und von Privat geschoben.

Sascha Sujkerland vom DRK-Ortsverein Mechernich ist stolz auf die Mannschaft vor Ort, die die Arbeit des Ordnungsamtes tatkräftig unterstützt. „Teilweise waren hier zehn ehrenamtliche Helfer zeitgleich im Einsatz für die gute Sache. Sie machen hier einen guten Job“, lobt er.

Wie auch das Ehepaar Agnes und Ralf Rissing. Sie kommen extra aus Bonn, um zu helfen. Nach der Katastrophe hatten sie im Internet gelesen, dass allerorts Hilfe benötigt wird. Sie selbst ist Rheumakrank, wie sie erzählt: „Ich kann keinen Matsch schippen, aber ich wollte trotzdem gerne helfen.“ So seien sie dann beide in Mechernich gelandet. „Ich lerne dann auch mal Damenkonfektionsgrößen kennen“, berichtet ihr Ehemann schmunzelnd und fügt hinzu: „Es ist kurzweilig, ein nettes und hilfsbereites Team und alles sehr angenehm.“

Die Stimmung vor Ort, aber auch, dass die Sachen vorsortiert sind, sei ganz wichtig, so Sascha Suijkerland „Wer geht schon gerne hin und sagt, ich brauche Hilfe. Die Menschen können sich hier zielgerichtet und schnell das raussuchen, was sie benötigen und müssen nicht lange in Kartons kramen“, so der Rotkreuzler, der für die Zukunft hofft: „Schön wäre, wenn den Leuten das Helfen weiter im Gedächtnis bleiben würde, und es nicht immer erst eine Katastrophe braucht, bis die Menschen merken, man muss füreinander da sein.“

Hoffnung spenden

Natürlich seien die Hilfsgüter bei all den Tragödien zunächst nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber letztlich ein Zeichen der Zusammengehörigkeit, des Mitfühlens und des Hoffnung-Spendens. Sascha Suijkerland weiter: „Wir hatten hier auch die glückliche Situation, dass wir sehr flexibel reagieren konnten, dadurch, dass die Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt Hand in Hand ging. Da hat man sich gegenseitig unterstützt und gestützt.“

Auch für I-Dötzchen gibt es Lösungen: Für vom Hochwasser betroffene Familien, die ein Schulkind zum beginnenden Schuljahr 2021/22 einschulen lassen, können sich wegen der Erstausstattung (zum Beispiel Schulranzen, Mäppchen, Turnbeutel, Schultüte) an Christine Klein vom Fachbereich Bildung und Soziales der Stadt Mechernich unter Telefon 02443/49-4313, wenden.

Silvia Jambor stellt fest: „Der Zulauf fängt jetzt erst richtig an. Erst jetzt kommen die Menschen aus den stark betroffenen Gebieten und Häusern raus. Bislang hatte für sie Priorität, die ersten Schäden zu beheben und überhaupt einen fahrbaren Untersatz zu organisieren.“

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Chief Digital Officer hält die digitalen Fäden zusammen

Region/Mayen-Koblenz – Was sie anpackt, zieht sie durch. Projekte und Herausforderungen sind ihr Ding. Und wenn Sonja Gröntgen sich einer Aufgabe annimmt, dann mit vollem Herzen. Das war schon immer so und wird auch beim Smart-Cities-Projekt des Landkreises Mayen-Koblenz nicht anders sein. Seit Anfang Juli ist die 29-Jährige sogenannte Chief Digital Officer (CDO) und übernimmt als Digitalisierungsbeauftragte und Führungskraft in der neugeschaffenen Stabsstelle „Smart Cities“ eine Schlüsselrolle beim digitalen Wandel im Landkreis.

Welche Bedürfnisse der ländliche Raum in puncto Digitalisierung hat, kann Sonja Gröntgen persönlich gut nachvollziehen, ist sie doch selbst in einer 700-Seelen-Gemeinde bei Jülich in Nordrhein-Westfalen aufgewachsen. „Es hat mich gereizt wieder zurück in den ländlichen Raum zu kommen“, sagt Gröntgen, die nach ihrem Bachelorstudium in Passau und dem Masterstudium in Maastricht (Niederlande) viereinhalb Jahre als Senior Consultant in einer Unternehmensberatung für IT-Projektmanagement in komplexen Großprojekten in München gearbeitet hat. Wäre es nach ihren Eltern gegangen, hätte die junge Frau ruhig auch eine solide Ausbildung nahe der Heimat machen können. Doch Gröntgen wusste schon immer was sie wollte: lernen, wissbegierig bleiben, über den Tellerrand von Deutschland hinausblicken und stets den Horizont erweitern. „Dafür war ein Studium genau die richtige Plattform“, sagt die erste Akademikerin ihrer Familie, die neben der renommierten Universität Maastricht auch ein Jahr lang die Linnéuniversität im schwedischen Växjo besucht und Praktika bei den ständigen Vertretungen der Bundesrepublik bei den Vereinten Nationen in Genf sowie bei der EU in Brüssel absolviert hat

Die 29-Jährige ist es gewohnt die Initiative zu ergreifen, selbst mit anzupacken und Dinge direkt zu regeln. So zögerte sie beispielsweise keine Sekunde und schloss sich in der Zeit ihres Studiums den Helfern bei der Hochwasserkatastrophe 2013 in Passau an, gab Schülern mit Flüchtlingshintergrund ehrenamtlich Nachhilfeunterricht und engagierte sich vor Ort bei einem Entwicklungshilfeprojekt in Tansania, das sie auch heute noch aus der Ferne unterstützt. „Genau darum bin hier. Ich will gemeinsam mit der Kreisverwaltung – und das können wir natürlich nicht allein, sondern sind dringend auf die Mithilfe aller Beteiligten angewiesen –  hier etwas für Mayen-Koblenz bewegen. Dafür müssen wir alle Kommunen und Mayen-Koblenzer einbinden und dafür sorgen, dass Digitalisierung dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Insbesondere werden da auch in der Wirtschaft jene Betriebe gefragt sein, die als erfolgreiche Arbeitgeber, Innovationstreiber, sowie als Produzenten und Dienstleister die Digitalisierung hier im Kreis mit voranbringen können“.

Das Förderprogramm „Smart Cities – made in Germany 2020“ des Bundesinnenministeriums birgt für den Landkreis Mayen-Koblenz schließlich riesige Chancen in der Digitalisierung weiter voranzukommen. Zum Ziel hat sich die Kreisverwaltung gesetzt, die Digitalisierung im Hinblick auf Wirtschaft, Tourismus und eine positive Entwicklung in allen Daseinsbereichen sowie der Stadt- und Kreisentwicklung umzusetzen.

„Ich bin richtig neugierig. Ich kenne die Menschen hier in Mayen-Koblenz noch nicht, aber ich bin bestrebt, sie kennenzulernen. Schließlich bringen sie das Wissen mit, um mit Smart Cities das zu erreichen, was den Landkreis und alle darin weiter voranbringt“, betont Sonja Gröntgen, die sich auch auf die Zusammenarbeit mit den kreisangehörigen Kommunen freut, die im Smart-Cities-Programm nicht fehlen dürfen. Schließlich bildet die kommunale Familie im Landkreis Mayen-Koblenz das Fundament, auf dem die smarte Region entstehen soll. Nicht umsonst wurde als Projekttitel „MYK10 Network in Region“ ausgewählt. Dabei steht die hochgestellte 10 sinnbildlich für die zehn kreisangehörigen Städte und Verbandsgemeinden. Darüber hinaus sind rund 50 weitere lokale Partner beteiligt. Hinzu kommen knapp fünfzehn externe Partner auf Bundesebene sowie ein zwölfköpfiger Expertenbeirat.

Bei dem Smart-Cities-Projekt des Landkreises alle unter einen Hut zu bringen und die unterschiedlichen Interessen zu berücksichtigen, wird aus Sonja Gröntgens Sicht wohl die größte Herausforderung bei ihrem neuen Job werden. „Ich kann es dennoch kaum erwarten, Ergebnisse zu generieren, Dinge vor Ort entstehen zu lassen und greifbar zu machen, von denen die Menschen Nutzen haben werden“, sagt sie und ist sich sicher, dass sie gemeinsam mit ihrem neuen Team am Ende zufriedenstellende Ergebnisse für den Landkreis Mayen-Koblenz sowie seine Kommunen und Bürger erzielen wird.

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Kreissparkasse und Volksbank Euskirchen sichern Bargeld-Versorgung

Euskirchen – Da durch die Flutkatastrophe auch viele Filialen und Geldautomaten zerstört wurden, arbeiten die Kreditinstitute zusammen, um der Bevölkerung Wege zu ersparen und Sicherheit zu bieten. Die Schäden der Flutkatastrophe im Kreis Euskirchen sind so stark, dass für viele Bereiche schnelle Lösungen gefunden werden müssen. Volksbank und Kreissparkasse Euskirchen arbeiten deshalb zusammen, um ihren Kundinnen und Kunden einen möglichst einfachen und schnellen Zugang auch zu Bargeld zu ermöglichen. Da durch die Überschwemmung viele Filialen und Geldautomaten zerstört wurden, können Kontoinhaber beider Kreditinstitute jetzt alle verbliebenen Geldautomaten beider Institute in Euskirchen und Bad Münstereifel kostenfrei nutzen. Die Kooperation ist mindestens bis zum Jahresende geplant.

Damit wollen die Vorstände von Kreisparkasse und Volksbank die Bargeldversorgung zum Wohle der Bevölkerung sichern, denn auch wenn mit Hochdruck an der Wiederherstellung der Geldautomaten gearbeitet wird, kann es in vielen Fällen längere Zeit dauern, ehe wieder ein geregelter Geschäftsbetrieb wie vor der Katastrophe möglich ist. Für die Freischaltung der Automaten für die jeweils anderen Kunden der Institute waren umfangreiche Änderungen an der IT-Struktur der Geldinstitute und Freigaben notwendig.

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Wirtschaft

50 Jahre für das Handwerk – Gertrud Kappes feiert Berufs- und Betriebsjubiläum

Wittlich – Auf ein ganzes Berufsleben für das Handwerk blickt Gertrud Kappes zurück. Die Wittlicherin hatte 1971 mit 14 Jahren die Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte der Handwerksorganisation bei der Kreishandwerkerschaft in Wittlich begonnen. Seither war sie ununterbrochen dort beschäftigt.

Im Rahmen einer Feierstunde ehrte der Vorsitzende Kreishandwerksmeister der heutigen Kreishandwerkerschaft Mosel-Eifel-Hunsrück-Region, Raimund Licht, zusammen mit Geschäftsführer Dirk Kleis das berufliche und menschliche Engagement der Mitarbeiterin. „Wir bezeichnen Sie gerne als das lebende Gedächtnis der Kreishandwerkerschaft“, so Licht in seiner Gratulationsansprache. „Sie wurden von allen Mitgliedern, ganz besonders aber auch von allen Ehrenamtsträgern aufgrund Ihrer zuvorkommenden und hilfsbereiten Art stets geschätzt“, führte Licht weiter aus. Diese Wertschätzung zeigten die anwesenden Gäste aus dem Ehrenamt der Jubilarin mit stehendem Applaus.

Zusammen mit Gertrud Kappes wurde auch ihre Kollegin Natalja Gein für 25 Jahre Betriebszugehörigkeit geehrt und auch Geschäftsführer Dirk Kleis ist bereits seit 20 Jahren im Dienst der Kreishandwerkerschaft tätig.

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Land hat mit der Untersuchung der Wasserqualität an Ahr, Kyll, Sauer und Prüm begonnen

Region/Koblenz – Das Hochwasser vom 14. und 15. Juli hat in Rheinland-Pfalz für ein katastrophales Ausmaß der Zerstörung gesorgt – insbesondere an der Ahr. Viele Menschen verloren ihr Leben, Häuser stürzten ein, die Infrastruktur ist vielerorts nicht mehr vorhanden. Darüber hinaus ist durch die Überschwemmung von Gewerbebetrieben und Kläranlagen auch eine erhebliche Belastung der Umwelt und der Gewässer entstanden. Mit dem gestarteten Sondermessprogramm möchte das Land Klarheit erhalten, in welchem Zustand sich die Ahr, aber auch die anderen vom Hochwasser betroffenen Flüsse zurzeit befinden.

„Aufgrund der Schäden durch die verheerende Extremwetterkatastrophe müssen wir prüfen, inwieweit unsere Gewässer zum Beispiel mit Chemikalien von Industrie- und Gewerbeflächen oder Bakterien durch Abwassereinrichtungen belastet wurden. Wie stark die negativen Umwelteinflüsse tatsächlich sind, können nur Gewässerproben ermitteln. Daher bin ich froh, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SGD Nord mit Unterstützung des Landesamtes für Umwelt (LfU) und der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) die Gewässerüberwachung an der Ahr, Kyll, Prüm und Sauer mit einem Sondermessprogramm nach dem dramatischen Flutereignis wieder aufnehmen können. So leisten unsere Wasserbehörden einen zentralen Beitrag zum langfristigen Schutz unserer Bäche und Flüsse. Denn wir können nur Gegenmaßnahmen ergreifen, wenn wir wissen, welche Stoffe tatsächlich in unsere Gewässer gelangt sind“, sagt Klimaschutz- und Umweltministerin Anne Spiegel.

Ein Problem stellt noch immer der Ausfall sämtlicher Kläranlagen im Ahrtal dar, weshalb die Abwässer zurzeit noch ungeklärt in die Ahr fließen. „Es wird aber alles getan, um die Kläranlagen wieder in Betrieb zu nehmen – soweit das überhaupt möglich ist. Daneben ist auch der Einsatz mobiler Kläranlagen geplant. Wichtig ist, dass in der Kläranlage Untere Ahr in Sinzig wieder eine mechanische Reinigung stattfinden kann. Das wird im ersten Schritt für eine Verbesserung der Wasserqualität sorgen“, sagt SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis.

An Ahr, Kyll, Prüm und Sauer werden die Proben im Auftrag des Klimaschutzministeriums von Mitarbeitenden der SGD Nord genommen. Untersucht werden die Proben dann in den Laboren der SGD Nord (in Koblenz und Trier) und des LfU. Das auf einen längeren Zeitraum ausgelegte Messprogramm wird zudem durch Experten der BfG unterstützt.

Weiter Infos unter: www.sgdnord.rlp.de

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AOK unterstützt psychologische Fluthilfe-Hotline

Ahrweiler/Eisenberg – Kostenfreie Hotline erreichbar unter: 0800-729 5729. Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse fördert das Sofort-Hilfe-Konzept der Psychologen der Dr. v. Ehrenwall’schen Klinik und des Eichenberg-Instituts. Die rund 20 Psychologinnen und Psychologen betreuen kostenfrei telefonisch Betroffene und Helfende der Unwetterkatastrophe von Mitte Juli. Diese macht immer noch fassungslos und hat vielfältiges Leid über die betroffenen Regionen gebracht. Es gibt dort einen hohen Bedarf an psychotherapeutischer Soforthilfe, denn die Menschen gelangen oftmals an ihre Grenzen. Die Schilderungen aus dem Katastrophengebiet machen deutlich, dass sie sicherlich noch lange durch die schrecklichen Erlebnisse belastet sein werden und dringend professionelle Unterstützung benötigen.

„Das Anliegen der AOK ist es, den Menschen Hilfestellung und gutes Rüstzeug an die Hand zu geben und zugleich zu wissen, dass sich ausgewiesene Expertinnen und Experten um Hilfesuchende gezielt kümmern. Betroffene sind oftmals mit erschütternden Bildern und Situationen konfrontiert worden. Die kompetente Nothilfe-Hotline der auf psychische Traumata spezialisierten Psychologinnen und Psychologen der Dr. v. Ehrenwall’schen Klinik und des Eichenberg-Instituts eignet sich daher sehr gut, um zunächst zuzuhören und den Menschen zugleich – mittels Fachwissen – Verarbeitungsstrategien vermitteln zu können“, sagt Dr. Martina Niemeyer, Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse.

„Jetzt, nachdem die betroffenen Menschen aus ihrem 1. Tunnel des aktiven Überlebenskampfes und ihrem 2. Tunnel des tüchtigen Funktionierens bei ersten Aufräumarbeiten heraustreten, ist genau der richtige Zeitpunkt, um professionelle Präventionsmaßnahmen gegen mögliche Spätfolgen von Traumatisierungen anzubieten. Denn in dieser Phase zeigen sich häufig erste Symptome, mit denen viele Menschen nicht gut alleine zurechtkommen. Hier können wir gute Unterstützung leisten und potenzielle längerfristige Erkrankungen verhindern. Ich bin natürlich sehr froh darüber, dass die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland diese wichtigen Maßnahmen sofort unterstützt“, sagt Dipl.-Psych. Markus Schmitt; Leitender Psychologe der Dr. v. Ehrenwall’schen Klinik.

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Wine & Beats vom 6. bis 8. August in Mayen

Mayen – Rebensaft und Genuss auf dem Mayener Markplatz. Noch lange Zeit danach schwärmten Menschen aus der Region über die gelungene Erstauflage des Weinforums auf dem Mayener Marktplatz. Bis zuletzt hat auch in diesem Jahr die anhaltende Corona-Pandemie vielen Veranstaltungen ein Strich durch die Rechnung gemacht. So auch im letzten Jahr.

Doch dank der guten und Intensiven Zusammenarbeit zwischen der Fuchs-Konzeptfabrik, der MY Gemeinschaft und der Stadtverwaltung Mayen ist es gelungen die Neuauflage des Weinforums unter dem Namen „Wein & Beats“ wieder stattfinden zu lassen. Vom 6. bis 8. August steht der Rebensaft im Mittelpunkt. Gepaart mit einem abwechslungsreichen Speiseangebot und Live Musik geben sich verschieden Winzer ein Stelldichein auf dem Mayener Marktplatz.

Das Aufgebot an Winzern ist erneut hochwertig. Weingüter aus Rheinhessen, Mosel und Rhein sind dieses Jahr dabei.

Passend zum Wein ist auch das kulinarische Angebot. Von Pasta bis Pastrami wird hier die Unterlage zum Weingenuss geschaffen.

Untermalt wird das ganze am Abend durch Livemusik.

Der Event findet unter Einhaltung der gültigen Hygieneverordnung und Regeln statt. Das Gelände ist in sich geschlossen und auf max. 500 Personen begrenzt. Eine Reservierung ist nicht notwendig. Derzeit ist auch kein negativer Coronatest oder Registrierung notwendig. Es herrscht Maskenplicht im Wartebereich und in den Bereichen,  wo die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. Die Veranstaltung startet am Freitag ab 17 Uhr, Samstag und Sonntag ab 12 Uhr.

Der Wochenmarkt zieht am Samstag aufgrund des Events auf den Forumsplatz um.

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„Ten Ahead light“ am heutigen Freitag 06. August zu Gast am Seepark-Strand Zülpich

Zülpich – Unter dem Motto „Sommer, Sonne, Strand und See“ findet am heutigen Freitag, 06. August das nächste Konzert der beliebten Veranstaltungsreihe »STRANDKULTUR« im Seepark Zülpich statt. Diesmal ist ab 18 Uhr die Gruppe Ten Ahead in kleiner Besetzung
am Seepark-Strand zu Gast. Es ist das erste Konzert der deutschlandweit bekannten Showband nach einjähriger Corona-Pause.

Im Repertoire hat das Ensemble über 2.000 Songs – von Jazz- und Tanz-Standards über Partymusik bis zu den Top40-Hits der 70er Jahre bis heute. Beim »STRANDKULTUR«-Konzert dürfen sich die Gäste auf Balladen, aber auch chillige und groovige Live-Musik freuen – also genau das Richtige für einen schönen, warmen Sommerabend.

Für das Konzert steht ein bestuhlter Bereich mit fest zugeordneten Sitzplätzen für maximal 120 Personen zur Verfügung. Der Eintritt ist für Inhaber einer Tages- oder Dauerkarte für den Seepark Zülpich kostenlos. Zum Besuch muss jedoch unter der Email-Adresse info@seepark-zuelpich.de eine Reservierungsnummer angefordert
werden.

Die Karten werden nach Eingang vergeben. Pro Reservierungsanfrage können maximal vier Karten bestellt werden. Reservierungen sind am Veranstaltungstag bis 13 Uhr möglich. Für den Besuch der »STRANDKULTUR« kein 3G-Nachweis (geimpft – gestetet – genesen) erforderlich – sofern sich der Kreis Euskirchen zum
Zeitpunkt des Konzertes in der Inzidenzsstufe 1 (unter 35) oder 0 (unter 10) befindet.

Gäste, die keine Eintrittskarte für die »STRANDKULTUR« erhalten, aber auch Spontanbesucher haben die Möglichkeit, den Konzerten außerhalb des abgegrenzten Veranstaltungsbereichs beizuwohnen – beispielsweise auf den weitläufigen Strand- und Liegewiesenflächen. Auch die Parkgastronomie „Strandbud“ und der Flying Fox-Park sind während der »STRANDKULTUR« geöffnet.

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Landkreis Vulkaneifel verfügt jetzt über ein mobiles Impfzentrum

Daun – Dank des Engagements ehrenamtlicher Helfer steht im Landkreis Vulkaneifel ab sofort ein mobiles Impfzentrum zur Verfügung. Engagierte Bürger – im Wesentlichen Feuerwehrmänner aus Bolsdorf und Feusdorf – haben in einer privat zur Verfügung gestellten Garage in Bolsdorf ein ausrangiertes Feuerwehrfahrzeug des Landkreises Vulkaneifel umgerüstet.

Die Ladefläche des 7,5 Tonnen-Lkw wurde komplett entkernt und neu aufgebaut. Neben einem Bereich zur Präparation der Spritzen sind ausreichend Stauflächen für alle Dinge, die ein mobiles Impfzentrum benötigt sowie ein PC-Arbeitsplatz zur administrativen Abwicklung des Impfvorgangs vorhanden. Das mobile Impfzentrum soll sowohl im Landkreis Vulkaneifel (z. B. vor Supermärkten) wie auch in besonders stark von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Orten im benachbarten Kreis Ahrweiler zum Einsatz kommen.

Ein besonderer Dank geht an alle Helfer, die sich spontan und äußerst kurzfristig zur ehrenamtlichen Umrüstung des Fahrzeugs bereiterklärt haben. Ein weiterer Beleg dafür, dass die Menschen in unserem Landkreis auch in schwierigen Zeiten mit anpacken und zusammenstehen.

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Zollstöcke für Eifeler Flutopfer – Hilfsgruppe gab bereits 80.000 Euro an betroffene Familien

Euskirchen/Kall/Löhne – Unternehmer Thomas Albers, der Geschäftsführer der Maßstab Diamant GmbH im ostwestfälischen Löhne, ist schon seit Jahren ein treuer Unterstützer der Hilfsgruppe Eifel. Auch jetzt, wo im Kreis Euskirchen viele Familien durch die verheerende Flutkatastrophe ihr Hab und Gut verloren haben, ist Albers zur Stelle. Für die Hilfsgruppe, die derzeit in Not geratene Familien finanziell unterstützt, hat der Unternehmer unter dem Motto „Solidarität OWL“ eine Aktion gestartet, bei der er von Menschen und Firmen in Ostwestfalen-Lippe (OWL) Gelder für die Eifeler Flutopfer sammelt.

Große Schäden wurden nach dem Hochwasser auch in der Gemeinde Kall sichtbar. Viele Familien mit Kindern haben ihre Wohnungen verloren. Viele sind inzwischen von der Hilfsgruppe Eifel finanziell unterstützt worden. Über 80.000 Euro Soforthilfe hat der Kaller Verein bereits ausgezahlt. Foto: Reiner Züll

In Löhne, 25 Kilometer nordöstlich von Bielefeld, besitzt Thomas Albers die Firma Maßstab Diamant GmbH, die Zollstöcke und Maßbänder produziert. Hilfsgruppen-Vorsitzender Willi Greuel kennt den engagierten Unternehmer seit fast 40 Jahren durch die einstige Zusammenarbeit im Baustoffring, einer Kooperation von Baustoff-Fachhändlern. „Für uns beide steht der Mensch vor wie nach im Mittelpunkt“, erklärt Thomas Albers mit dem Hinweis, dass man gerade jetzt die von der Hochwasser betroffenen Familien, denen das Wasser derzeit sprichwörtlich bis zum Hals stehe, nicht allein lassen dürfe und unterstützen müsse.

„Würde ich hier in der Eifel wohnen, dann würde ich bei Euch mitarbeiten“, hatte Thomas Albers bei seinem letzten Besuch in der Eifel verlauten lassen. Bei der Hilfsgruppe wisse er, dass das Spendengeld dahin gehe wo es hingehöre. Schon damals hatte Albers angekündigt, dass seine Firma zu gegebenen Anlass eine limitierte Sonderserie von Zollstöcken mit einem exklusiven Hilfsgruppen-Design produzieren werde.

Dieser Anlass ist nun mit der Flutkatastrophe eingetreten, so dass Albers sein Versprechen einlöst. Die Produktion der Zollstock-Edition „Solidarität OWL“ hat der Geschäftsführer zur Chefsache gemacht. Er hofft dabei auf die Unterstützung und das Sponsoring von Firmen, „die mit Zollstöcken Gutes tun“, so Firmenchef Albers.

Die Sonderedition zugunsten der Hilfsgruppe besteht aus drei Serien mit jeweils 500 exklusiven Zollstöcken. Die erste Serie sieht vier Firmenlogos vor für die jede Firma einen Betrag von 3000 Euro an die Hilfsgruppe spendet. Die zweite Serie sieht acht Firmenlogs vor, wobei die teilnehmenden Unternehmen jeweils 1500 Euro spenden. Die Serie ist für Kleinspenden mit namentlicher Erwähnung gedacht. Bei dieser Serie sind Spenden ab fünf Euro möglich. Alle drei Serien sind natürlich auch mit dem Logo der Hilfsgruppe bedruckt.

Wie Thomas Albers berichtet, haben schon einige Firmen Logos gebucht. Weitere Interessenten und auch Kleinspender könnten sich bei ihm (thomas.albers@massstab-diamant.de) melden. Für die Abstimmung bezüglich des Logo-Drucks stehe Fiona Bansen (f.bansen@massstab-diamant.de) in der firmeneigenen Grafikabteilung zur Verfügung. Nicht nur die Spenden, sondern auch alle Zollstöcke aus den drei Serien gehen komplett an die Hilfsgruppe, die diese wiederum gegen Spenden an Interessenten abgeben kann.

Willi Greuel („Vielleicht machen auch ein paar Firmen aus dem Kreis Euskirchen mit“) ist von der Aktion seines alten Freundes aus Ostwestfalen hellauf begeistert. Er ist überzeugt, dass die limitierten Zollstöcke schnell vergriffen sind. Nach der schlimmen Flutnacht vor 14 Tagen habe die Hilfsgruppe bereits einigen besonders hart betroffenen Familien eine Soforthilfe zukommen lassen. Landrat Markus Ramers, mit dem Willi Greuel eventuelle Hilfsmaßnahmen abstimmt, ist überzeugt, dass die Hilfe noch länger gebraucht wird.

„Das Ausmaß der Zerstörungen und das Leid der Menschen sind unfassbar“ ist Willi Greuel auch 14 Tage nach der Flut noch tief betroffen, dass seine Heimat, die Eifel, so hart von so einer Naturkatastrophe getroffen wurde. „Wir helfen, wo wir können“, verspricht er.

Denn die Eifel habe die Hilfsgruppe immer unterstützt. „Nun werden wir den notleidenden Menschen in der Eifel helfen“, sagt Willi Greuel im Namen der Hilfsgruppe. Schon kurz nach der Flutkatastrophe lief die Hilfe an. „Wir konzentrieren uns auf die Menschen und Familien, die wirklich alles verloren haben und Hilfe bitter benötigen“, so der Hilfsgruppen-Chef.

Man arbeite vor Ort mit vertrauenswürdigen Menschen zusammen, damit die Hilfe dort ankomme, wo sie ganz dringend gebraucht werde.

Je mehr das Ausmaß der Zerstörung sichtbar wird, desto mehr werde aber auch für die Hilfsgruppe Eifel deutlich, dass die Zahl der Menschen, die dringend Hilfe brauchen, unfassbar hoch sei.

Mit über 80.000 Euro hat die Hilfsgruppe bereits betroffene Familien mit Kindern durch Soforthilfe-Zahlungen unterstützt. „Das Leid und die Not ist so groß, dass wir große Sorgen haben, unsere Mittel könnten nicht reichen“, so Willi Greuel. „Für mich wäre es furchtbar, einem betroffenen Menschen ‚Nein‘ sagen zu müssen, weil wir über kein Geld mehr verfügen.“

Daher bittet Willi Greuel eindringlich um Spenden „für unsere Eifel“. Jeder einzelne gespendete Cent komme bei denjenigen an, die Hilfe bitter nötig brauchten. Spenden kann man bei der VR Bank Nordeifel eG, IBAN DE 40 3706 9720 0666 6666 66; Stichwort: „Flutkatastrophe“. Reiner Züll

www.hilfsgruppe-eifel.de