Kategorien
News

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin feiert 50-jähriges Jubiläum

Region/Mayen-Koblenz – Behandlungsspektrum der Klinik im Kemperhof hat sich stetig weiterentwickelt. Es begann 1971 mit einer kleinen Kinderfachabteilung im Altbau des Kemperhofs. 1976 folgte der Umzug in ein eigenes Gebäude. 2011 beschrieb sie die damalige Gesund­heitsministerin Malu Dreyer – nach der Modernisierung und Renovierung – als größte und schönste Kinderklinik im nördlichen Rheinland-Pfalz – jetzt feiert die Kinder- und Jugendmedizin im Kemperhof ihr 50-jähriges Jubiläum.

Auch wenn nicht alle auf dem Foto dabei sein konnten: Rund 180 Ärzte, Pflegekräfte und viele weitere Kollegen anderer Berufsgruppen sind für eine der großen Kinderkliniken in Deutschland für die Kinder und Jugendlichen im Einsatz. Foto: GK-Mittelrhein

„Das Behandlungsspektrum hat sich in dieser Zeit enorm verändert. Zusätzlich zur breit aufgestellten Allgemeinpädiatrie ist in den fünf Jahrzehnten in vielen Bereichen eine überregional bedeutsame Spezialisierung gelungen“, erklärt Privatdozent Dr. Thomas Nüßlein, der seit 2008 Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin ist. So gibt es beispielsweise für Kinder und Jugendliche jeweils zertifiziert ein Diabeteszentrum, eine Epilepsieambulanz und eine Mukoviszidose-Einrichtung. „Mukoviszidose ist eine seltene Stoffwechselerkrankung, die erblich bedingt und nicht heilbar, aber behandelbar ist. Durch die Früherkennung und die dadurch verbesserten therapeutischen Möglichkeiten einschließlich neuer Medikamente verbessern sich Lebensqualität und Lebensdauer der Betroffenen kontinuierlich“, berichtet der darauf spezialisierte Chefarzt.

Eine lange Tradition hat die Kinderhämatologie/-onkologie am Kemperhof. Um den Schwerpunkt weiter auszubauen, wurde die Abteilung im Sommer 2019 unter der Leitung von Chefarzt Dr. Stephan Lobitz aus der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin ausgegliedert. Die daraus entstandene Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie ist neben Mainz die einzige Spezialklinik dieser Art in Rheinland-Pfalz. Spezialisiert ist die Kinderhämatologie/-onkologie auf die Diagnostik und Therapie sämtlicher gutartiger und bösartiger Blutkrankheiten, wie zum Beispiel Leukämie oder auch die Sichelzellkrankheit.

In 50 Jahren hat die medizinische Behandlung große Fortschritte gemacht. Zum Beispiel mussten Kinder damals für eine Blinddarmentfernung sieben Tage im Krankenhaus bleiben – heute sind es meist nur noch drei Tage. Säuglinge mit Magen-Darm-Infektion wurden im letzten Jahrhundert oft zehn Tage und mehr stationär behandelt, heute bleiben sie oft nur für  eine Nacht. Besonders beeindruckend ist auch die Entwicklung bei der Versorgung von Früh- und Neugeborenen. „Die Überlebenschancen auch von extrem Frühgeborenen hat sich drastisch verbessert“, so der Chefarzt. „Mehr und mehr rückt die langfristige Lebensqualität der oft weniger als 500 g wiegenden Kleinsten in den Fokus. Deshalb liegen uns Themen wie das Stillen und die Bindung zu den Eltern auch auf der Intensivstation ganz besonders am Herzen.“

Die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin bildet gemeinsam mit der von Dr. Arno Franzen geführten Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe das Perinatalzentrum Level 1, ein Haus der höchsten Versorgungsstufe, in dem jährlich rund 1.700 Kinder zur Welt kommen. Mit seiner Neonatologie und Pädiatrischen Intensivmedizin ist der Kemperhof Anlaufstelle für kritisch kranke Kinder aller Altersklassen der Region. Die Neonatologie ist ein Zweig der Kinderheilkunde, der sich mit der Neu- und Frühgeborenen­medizin befasst. Derzeit werden jährlich rund 350 Früh- und Neugeborene und rund 350 Kinder aller anderen Altersgruppen mit einem breiten Spektrum intensivmedizinisch relevanter Erkrankungen behandelt.

„Die Zusammenarbeit ist für uns noch viel wichtiger als für andere Disziplinen. An allererster Stelle stehen die Kolleginnen und Kollegen in den Praxen für Kinder- und Jugendmedizin, die das Gros aller gesundheitlichen Probleme dieser Altersgruppe meistern. Eine enge Zusammenarbeit besteht mit den niedergelassenen Kinderärzten aus der Region. Hieraus hat sich auch der Kinderärztliche Notdienst am Kemperhof entwickelt, der an Wochenenden und Feiertagen von 8 bis 18 Uhr zur Verfügung steht.

Nicht vorstellbar ist Kinder- und Jugendmedizin außerdem ohne enge Zusammenarbeit mit anderen Fachabteilungen.

Ebenfalls auf dem Gelände des Kemperhofs gibt es seit 2013 eine Zweigstelle des Heilpädagogisch-Therapeutischen Zentrums (HTZ). Hier werden Kinder behandelt, bei denen eine Entwicklungs- oder Verhaltensstörung vermutet wird. Darüber hinaus haben die Johanniter am Kemperhof 2019 eine Institutsambulanz samt Tagesklinik etabliert, mit denen eine Kooperation für Kinder- und Jugendpsychiatrie besteht.

„Der Behandlungserfolg setzt sich immer aus ganz vielen verschiedenen Einzelmaßnahmen zusammen, die ineinandergreifen. Dazu gehört auch das Engagement zahlreicher Organisationen, Vereine und Selbsthilfegruppen, die uns hilfreich zur Seite stehen“, ergänzt Nüßlein und nennt stellvertretend die Elterninitiative krebskranker Kinder, den Förderverein der Kinderklinik, die Mukoviszidose-Regionalgruppe, die Zucker Kids, den Bunten Kreis Rheinland, den Sozialdienst katholischer Frauen, die Clowndoktoren. „Wir sind sehr dankbar für die – auch finanzielle – Unterstützung und die vielen Projekte, die den Alltag der kranken Kinder und deren Familien erleichtern.“

„Gemeinsam. Mehr als 50 Jahre. Für die Jüngsten in der Region.“ So der Slogan des Jubiläums. Dabei kann man auf eine erfolgreiche Entwicklung der Kinderklinik und damit auf eine sehr gute Versorgung von kranken Kindern und Jugendlichen der Region zurückblicken. Mit der Erweiterung um die Station am Standort St. Elisabeth Mayen 2011 werden heute jährlich rund 6.000 Patienten stationär und rund 10.000 ambulant behandelt. Rund 180 Ärzte, Pflegekräfte und viele weitere Kollegen anderer Berufsgruppen sind dafür im Einsatz. Mit 100 gemeinsamen Betten gehört die Kinder- und Jugendmedizin im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein zu den großen Kinderklinken in Deutschland.

Kategorien
Tourismus

Tourismusprofis wandern

Mechernich – Die Nordeifeltourismus GmbH führt Anbieter auf „Eifelschleifen“ rund um die prähistorische Kakushöhle – Informationen und Insidertipps – Einkehr in Café „Land-Genuss“. Die Nordeifel Tourismus GmbH bietet für in der Tourismusbranche Beschäftigte und Anbieter von Fremdenverkehr am Montag, 20. September, von 10 bis 13 Uhr eine Schnuppertour auf „EifelSchleifen“ und „-Spuren“ rund um die Mechernicher Kakushöhle.

Vor und während der zweistündigen Wanderung soll den Teilnehmern Wissenswertes über das Wandern in der Nordeifel mit auf den Weg gegeben werden. Entsprechende Akteure aus der Branche stehen Rede und Antwort und geben Tipps. Und zwar kostenlos!

Corona hat Wandern in der Eifel geradezu beflügelt. Viele Wanderwege sind trotz Julihochwasser ohne Einschränkungen begehbar. Zu Beginn der Schnupperveranstaltung für Fremdenverkehrsprofis gibt es eine Einführung zum Wanderwegenetz in der Nordeifel mit Insidertipps und Empfehlungen.

Alles selbst kennenlernen

Es sollen Fragen beantwortet werden wie „Was ist nach dem Hochwasser in der Nordeifel möglich?“ „Wo gibt es aktuelle Informationen?“ „Wie können die »EifelSchleifen« und »EifelSpuren« in das Angebot eingebunden werden? Es soll auch gesagt werden, welche Prospekte, Flyer und Karten im Haus vorhanden sein sollten.

„Rund um die Kakushöhle“ wird dann wandernd die Gelegenheit geboten, Wegeführung, Beschilderungskonzept und andere Dinge an der Strecke im konkreten Beispiel kennenzulernen.

Als Referenten wurden Damian Meiswinkel, Projektmitarbeiter des Kreises Euskirchen, sowie Patrick Schmidder, stellvertretender Geschäftsführer der Nordeifel Tourismus, und Mechernichs Ex-Kämmerer Horst Müller vom örtlichen Eifelverein gewonnen. Nach der Wanderung wird im Café „Land Genuss“ an der Kakushöhle eingekehrt. Es gibt Kaffee, Kuchen und frische Waffeln.

Es sind maximal 20 Teilnehmer zugelassen, Anmeldung unter www.nordeifel-tourismus.de

Kategorien
News

Ahrtal-Hilfe verstärkt in ziviler Hand

Region/Mainz – Angesichts der Mitteilung des Bundesverteidigungsministeriums, den Bundeswehr-Einsatz im Hochwasser-Katastrophengebiet in dieser Woche nach und nach zu beenden, sehen Innenminister Roger Lewentz und der Kommandeur des Landeskommandos Rheinland-Pfalz, Oberst Stefan Weber, die zivilen Hilfskräfte im Ahrtal gut aufgestellt. Lewentz würdigte den Einsatz der Soldatinnen und Soldaten.

„Die Bundeswehr hat sich in den zurückliegenden Wochen umfassend bei den Rettungs- und Aufräumarbeiten im Katastrophengebiet eingebracht. Seite an Seite mit den zivilen Kräften wurde enorm wichtige Arbeit geleistet. Dabei wurden die Soldatinnen und Soldaten insbesondere für schwere Räum- und Bergearbeiten sowie für die Schaffung von Behelfsübergängen eingesetzt. Zudem waren die Bundeswehr-Kräfte bei der Rettung von Hausdächern mittels Hubschrauber und dann auch bei der medizinischen Versorgung am Boden im Einsatz. Sie haben Verletzte behandelt und Menschenleben gerettet. Später unterstützten sie maßgeblich bei der Treibstoffversorgung, der Trinkwasserverteilung und bei der Verpflegung“, so Innenminister Roger Lewentz. Diese Aufgaben würden seit geraumer Zeit nach und nach durch die zivilen Hilfsorganisationen sowie durch beauftragte Unternehmen übernommen.

Der Innenminister betonte, dass die umfassende Hilfeleistung im Ahrtal auch mit reduzierter Bundeswehr-Stärke weitergehen werde. „Unabhängig von den weiterhin zur Verfügung stehenden Soldatinnen und Soldaten sind in dieser Woche rund 1.000 professionelle Hilfskräfte im Ahrtal im Einsatz. Schwere Geräte wie Kipper und Tieflader werden dabei insbesondere durch das THW gestellt. Zudem unterstützt die Technische Einsatzleitung die zahlreichen freiwilligen Hilfskräfte, die nach wie vor aktiv sind, intensiv durch Helfer-Shuttle, Unterbringung und Spendenvermittlung sowie Treibstoffbetankung. Das THW unterstützt außerdem die nach und nach beauftragten Unternehmen und Handwerksbetriebe bei ihrer Arbeit. Die Menschen im Ahrtal können sich darauf verlassen, dass weiterhin für Hilfe gesorgt ist“, so Lewentz.

Oberst Stefan Weber, Kommandeur Landeskommando Rheinland-Pfalz, ist seit Beginn der Unterstützungsleistungen der Bundeswehr im Ahrtal und führt den Einsatz der Truppe vor Ort. „Zunächst einmal möchte ich mich bei allen Einsatzkräften – und das schließt die vielen privaten Helfer ausdrücklich mit ein – für die großartige Arbeit bedanken, die hier über die letzten sechs Wochen geleistet wurde. Natürlich danke ich ganz besonders unseren Soldatinnen und Soldaten. Ihr Einsatz, ihre Arbeit, das war fantastisch. Dabei gab es zunächst drei klare Schwerpunkte: Erstens: Retten und Bergen von Menschen; zweitens: Gangbarmachen der Infrastruktur; drittens: Versorgung der Bevölkerung

Später haben wir unterstützt bei der Freiräumung kommunaler Infrastruktur, bei Verpflegung, Wasserversorgung und Betankung sowie beim Brücken- und Straßenbau. Diese Aufgaben haben wir angepackt und gemeistert. Daher kann ich nun melden ‚Auftrag ausgeführt!‘.

Selbstverständlich unterstützt die Bundeswehr weiter im Rahmen der Amtshilfe, sofern zivile Organisationen wie Technisches Hilfswerk und Deutsches Rotes Kreuz oder private Unternehmen dies nicht leisten können. Dazu werden wir noch mobile Teams für kurzfristig leistbare Amtshilfe im Raum belassen („Amtshilfe to go“), bevor wir anschließend das Verfahren in den Regelbetrieb zurückführen. Darüber hinaus wird das Kreisverbindungskommando Ahrweiler dauerhaft beratend tätig sein“, so Oberst Weber.

Für das Engagement der Bundeswehr bedankte sich Innenminister Lewentz ausdrücklich. „Dieser Einsatz und das Engagement bleiben bei den Menschen vor Ort dauerhaft in Erinnerung und tragen enorm zum Ansehen der Bundeswehr in der Bevölkerung bei. Hier wurde eindrucksvoll bewiesen, wie militärische und zivile Katastrophenhilfe Hand in Hand gehen. Hierfür bedanke ich mich im Namen der Landesregierung“, sagte der Minister.

Kategorien
Wirtschaft

Dürener Unternehmen setzt voll auf Regionalmarke EIFEL – Neu am Markt: Die Wurst-Manufaktur GmbH

Düren/ Alsdorf/ Prüm – Ein komplett neues Unternehmen geht an den Start. „Die Wurstmanufaktur GmbH“ aus Düren ist eine neue Firma der Familie Rosenzweig, die bereits mehrere EDEKA-Märkte im Kreis Düren betreibt. Geschäftsführer der Wurstmanufaktur ist Sebastian Ladenthin, der voll auf die Regionalmarke EIFEL setzt.

Und das steckt genau dahinter: seit Monaten wurde in enger Zusammenarbeit folgende neue Wertschöpfungskette nach den Wünschen von Sebastian Ladenthin zusammengestellt: 3 EIFEL Plus Schweine – Landwirte – die Familien Hoffmann, Petry und Begon – liefern über die Schweinevermarktungsgenossenschaft SVG beste EIFEL Plus Schweine auf kürzestem Weg zum Schlachthof nach Gerolstein. Dort werden die Tiere geschlachtet und zur Feinzerlegung zum Betrieb Vieh und Fleisch Klaus Philippi nach Eschweiler transportiert. Danach veredelt „Die Wurstmanufaktur“ die EIFEL Plus Schweine am hochmodernen Standort in Alsdorf zu ca. 120 EIFEL Plus Wurstsorten, die vorerst exklusiv in den EDEKA Rosenzweig – Filialen den Kunden angeboten werden. Alle Akteure werden nach den Richtlinien der Regionalmarke EIFEL über das ORGAINVENT-Herkunftssicherungssystem neutral kontrolliert.

Für die Regionalmarke EIFEL startet wieder ein zukunftsweisendes und nachhaltiges Vorzeigeprojekt: EIFEL Plus Schweine sind Tiere, die garantiert aus der Eifel stammen und vergleichbar mit der Haltungsform 2 der ITW anzusehen sind – also mehr Platz, mehr Beschäftigungsmaterial, mehr Tränken, dazu kommen noch mind. 70% Futter aus Getreide, das mehr als die Hälfte aus der Eifel stammen muss. Kurze Wege sind in der Eifel Programm. Die Tiere bekommen darüber hinaus noch mind. 8 Stunden Ruhezeit vor der Schlachtung.

Für genau diese Leistung honorieren die Macher der Wurstmanufaktur die drei bäuerlichen Familienbetriebe direkt mit einer attraktiven Tierwohl- und Zukunftsprämie. Die enge Zusammenarbeit zwischen der Wurstmanufaktur aus Düren und den Eifeler Landwirten soll sukzessive im Hinblick auf Qualitäts- und Tierwohlverbesserungen weiterentwickelt werden. Geschäftsführer Sebastian Ladenthin: „Wir wollen auch zukünftig unseren Kunden beste regionale Ware anbieten. Also müssen wir jetzt mit fairen Partnerschaften Landwirte an uns binden. Dabei setzen wir auf das Netzwerk der Regionalmarke EIFEL.“

Kategorien
Top-Events

Parkflimmern 2021 im Kennedypark Aachen am Freitag 03. September

Aachen – Nachdem im letzten Jahr coronabedingt keine Veranstaltungen im Kennedy Park stattfinden konnten, lädt das Team der Nadelfabrik nun wieder zum Open Air Kino in den Kennedy Park ein. Am Freitag, 3. September, startet das diesjährige Parkflimmern mit der digitalen Uraufführung des filmischen Features »Turandot – Aspekte einer Innensicht« von Ewa Teilmans und Michael Chauvistré. Der Filmemacher Michael Chauvistré hat die Opernproduktion des Theater Aachen begleitet und in Zusammenarbeit mit der Regisseurin Ewa Teilmans digital aufbereitet. In »Turandot – Aspekte einer Innensicht« öffnet Ewa Teilmans einen neuen Blick auf die Motivationen der beiden Hauptfiguren der Oper. Zwischen die zentralen Szenen des Stückes stellt sie Monologe der Figuren, die tief in ihr Innerstes blicken lassen.

Vor der Filmpremiere, um 20 Uhr, laden die Macher*innen zu einem Gespräch ein. Anwesend sein werden Filmemacher Michael Chauvistré, Regisseurin Ewa Teilmans und Sänger*innen der Produktion. Moderiert wird das Gespräch von Generalintendant Michael Schmitz-Aufterbeck.

Am 4. September dürfen sich die Zuschauer auf den Film »Zu weit weg« freuen. Regisseurin Sarah Winkenstette erzählt darin auf Augenhöhe der jungen Protagonist*innen und des Publikums eine Geschichte über den Verlust der Heimat und die grenzüberschreitende Kraft von Freundschaft.

Ein sommerlicher und humorvoller Abenteuerfilm für die ganze Familie.

Das Kino unter freiem Himmel startet nach Einbruch der Dunkelheit, gegen 20.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Bitte denken Sie gegebenenfalls an wetterfeste Kleidung.

Kategorien
Top-Themen

Ministerpräsidentin Malu Dreyer: Wir tun alles für eine gute Zukunft in den Flutgebieten

Region/Mainz – Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat knapp sieben Wochen nach der verheerenden Flutkatastrophe im Landtag in ihrer Regierungserklärung den aktuellen Sachstand dargelegt und ausgeführt, wie die Landesregierung gemeinsam mit den Menschen vor Ort und den Kommunen die nächsten Schritte des Wieder- und Neuaufbaus angehen werden. „Ich weiß mich mit Ihnen einig, wir alle wollen den Menschen in den Katastrophengebieten eine gute Zukunft ermöglichen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer den Abgeordneten. Sie dankte dem Bund und der Ländergemeinschaft für die große Solidarität; der Aufbaufonfonds von 30 Milliarden Euro sei eine wichtige Voraussetzung für den Wiederaufbau. Die Ministerpräsidentin zeichnete ein eindrückliches Bild vom Einsatz und der Koordinierung der vielen Tausend Einsatzkräfte, Helfern und Helferinnen, den vielen Privatpersonen, die angepackt haben und auch den Lohnunternehmern und Landwirten.

Eine Hochwasser-Katastrophe solchen Ausmaßes habe Deutschland bisher noch nicht erlebt. Das Leid derer, die einen geliebten Menschen verloren haben oder denen die Flut alles genommen hat, was sie sich mühsam aufgebaut haben, könnten Worte nicht ermessen, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. „Wir alle trauern mit den Hinterbliebenen. Wir wünschen den Verletzten gute Besserung. Und wir stehen tatkräftig denen zur Seite, die ihre Existenz verloren und tiefe Wunden an ihrer Seele erlitten haben. Sie sollen wissen, sie sind in ihrem Leid nicht allein“, betonte die Ministerpräsidentin. Sie sicherte den Betroffenen zu, dass die Landesregierung die Menschen aus dem Ahrtal unterstütze, einen Ort der Erinnerung und des Gedenkens zu schaffen, wenn sie dies wünschten.

Aufbauorganisation der Landesregierung

Die Landesregierung hat für den Aufbau eine tragfähige Struktur geschaffen. Unter der Leitung des Chefs der Staatskanzlei arbeite ein Staatssekretärs-Lenkungsausschuss. Im Innenministerium ist eine neue Wiederaufbauorganisation geschaffen worden mit einschlägigen Fachleuten, unter anderem aus der Landes- und Stadtplanung, der Dorferneuerung und Wasserwirtschaft, den Bereichen Finanzen sowie Wirtschaft und Umwelt. Die Beauftragte für den Wiederaufbau ist Innenstaatssekretärin Nicole Steingaß. Entscheidend sei die schnelle und unbürokratische Kommunikation zwischen den kommunal Verantwortlichen und der Abteilung Wiederaufbau. Deshalb gibt es einen Ansprechpartner der Landesregierung vor Ort. Zum Leiter des „Verbindungsbüros kommunaler Wiederaufbau“ wurde der ehemalige Landrat und Innen-Staatssekretär a.D. Günter Kern berufen. Er und sein Team seien unermüdlich vor Ort unterwegs, immer ansprechbar und ein Scharnier zwischen den Menschen vor Ort und der Landesebene. Alle stünden im engen Austausch mit allen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern im Ahrtal, durch viele Termine vor Ort und regelmäßige Telefonschaltkonferenzen.

Soforthilfen des Landes

„Die Landesregierung hat umgehend nach der Flutkatastrophe unbürokratische Soforthilfen gemeinsam mit dem Bund in dreistelliger Millionenhöhe an Privathaushalte, Betriebe und die Kommunen auf den Weg gebracht. Die Menschen standen vor dem Nichts, es ging darum, schnelle Hilfe zu gewährleisten. Für private Haushalte wurden Gelder in Höhe von insgesamt 44 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Auch für die Kommunen war das eine riesige Herausforderung. Für die Landkreise Ahrweiler, Mayen-Koblenz, Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Vulkaneifel, Trier-Saarburg und die Stadt Trier wurden Soforthilfen in Höhe von zunächst insgesamt 60 Millionen Euro bereitgestellt. Der Ministerrat hat am 13. August 2021 eine Erhöhung der Mittel für die Soforthilfen für die Gemeinden und Gemeindeverbände um weitere 40 Millionen Euro beschlossen. Neben Privathaushalten und Kommunen haben wir auch die ansässigen Betriebe unterstützt. 2.353 Unternehmen haben Stand 27. August rund 11,765 Millionen Euro erhalten“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Krisenbewältigung in der Katastrophe nationalen Ausmaßes

„Um Ihnen ein Bild der ersten Tage zu geben: Täglich wurden mehr als 5.000 Einsatzkräfte koordiniert. Bis zu 30 Hubschrauber waren zeitgleich im Einsatz. Damit wurden über 300 Menschen von Gebäuden gerettet. Zu Spitzenzeiten wurden an 30 Verpflegungspunkten 20.000 Mahlzeiten täglich ausgegeben. Dieselkraftstoff wurden an die betroffene Bevölkerung, Baufirmen und Landwirte, Helferinnen und Helfer sowie Einsatzkräfte kostenlos abgegeben. Bisher sind es rund vier Millionen Liter. Es musste für den Gesundheits- und Hygieneschutz gesorgt werden, die Wiederherstellung der Kommunikationsinfrastruktur für die eingesetzten Kräfte musste gelingen. Die Betroffenen und die Einsatzkräfte brauchten psychosoziale Betreuung. Zudem mussten sehr schnell Notunterkünfte bereitgestellt werden. Dazu kamen viele Helfer und Helferinnen in das Katastrophengebiet, zum Teil mit schwerem Gerät. Sie mussten oftmals warten, um die Rettung Verletzter und die Bergung der Toten nicht zu gefährden“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Man müsse sich vergegenwärtigen: Ganze Gemeinden waren von der Außenwelt abgeschnitten, Mobilfunkmasten waren zerstört, Kommunikation kaum möglich. In dieser unübersichtlichen Lage sei das erste Ziel gewesen, Menschen zu retten und weitere Gefahren abzuwenden. Dies alles zu koordinieren, sei eine unfassbar schwierige Aufgabe gewesen, die von den jeweiligen Einsatzleitungen bewältigt wurde – im Landkreis Ahrweiler, aber auch in den anderen betroffenen Landkreisen und der Stadt Trier. „Mein Dank richtet sich ausdrücklich auch an die technischen Einsatzleitungen im Eifelkreis Bitburg-Prüm, im Vulkaneifelkreis, im Kreis Trier-Saarburg, im Landkreis Bernkastel-Wittlich sowie an die Stadt Trier mit ihrer Berufsfeuerwehr“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Aufbauhilfen

Die Flutkatastrophe vom 14. auf den 15. Juli ist eine Katastrophe nationalen Ausmaßes. Die „Aufbauhilfe 2021“ mit 30 Milliarden Euro, die vom Bund und der Ländergemeinschaft finanziert wird, trägt dem Rechnung. Sie sei zudem das ganz deutliche Signal an die Betroffenen, dass sie langfristig unterstützt werden: „Diese Summe, ist ein beeindruckender Akt der Solidarität. Unmittelbar nach der Flut waren Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Olaf Scholz bei uns im Krisengebiet. Sie haben Hilfe zugesagt und diese sehr schnell eingelöst. Wie groß die Schäden in Rheinland-Pfalz sind, sieht man daran, dass auch im Vergleich mit den anderen betroffenen Ländern die weitaus größten Schäden bei uns entstanden sind: auf 18 Milliarden Euro sind sie beziffert. Ich danke dem Deutschen Bundestag und der Bundesregierung für ihre Unterstützung und die gute Zusammenarbeit in den letzten Wochen. Und ich danke meinen Ministerpräsidentenkollegen und meiner Ministerpräsidenten-Kollegin“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Es sei berührend, wie tatkräftig die anderen Länder und der Bund Rheinland-Pfalz zur Seite stünden und Deutschland in dieser Situation zusammenhalte.

Viele Herausforderungen würden bereits angegangen, wie beispielsweise der anhaltende Wiederaufbau der Infrastruktur, Maßnahmen zur Ölschadensbekämpfung oder die Beräumung der Ahr. Ohne die vielen Helferinnen und Helfer von Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Polizei und Bundeswehr seien diese Fortschritte nicht möglich gewesen. Auch Privatpersonen hätten einen unverzichtbaren Beitrag geleistet: „Handwerkerinnen und Handwerker, Landwirte, Lohnunternehmer haben ohne zu zögern in der größten Not geholfen. Sie haben ihre Fahrzeuge und Werkzeug eingesetzt. Das war ein großer Akt der Hilfsbereitschaft. Viele sind geblieben und natürlich muss dieser Einsatz dann auch entlohnt werden“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Stand 26. August 2021 haben laut Kreisverwaltung Lohn- und Kleinunternehmer und Landwirte insgesamt 371 Rechnungen mit einem Gesamtvolumen von 6.704.880,49 Euro vorgelegt, die aktuell zu circa 80 Prozent bereits bezahlt seien.

Vorbereitung auf den Winter

Mit dem nahenden Herbst und dem Winter richte sich der Fokus nun ganz stark auf die bevorstehende Heizperiode in den von der Flut betroffenen Gebieten. Bürgermeister und Bürgermeisterinnen, die Verwaltungen und örtlichen Krisenstäben arbeiteten daran, eine temporäre und dauerhafte Wärmeversorgung zu organisieren. Sie seien dabei in enger Kooperation mit Schornsteinfegern, Verbraucherzentrale, Energieberatern, Landeshochschulen und den örtlichen Energieversorgern und werden unterstützt von der Landesenergieagentur. In der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler arbeiten die Gasversorger und die Stromversorger an einer Wiederherstellung weiter Teile des Gasnetzes beziehungsweise an Kompensationen durch die Stromversorgung. „Ziel der Kommunen und des Landes ist es, dass möglichst viele Menschen im Winter in ihren Häusern und Wohnungen bleiben können. Es wird dennoch nicht überall die zuvor vorhandene Wärmeversorgung wiederhergestellt werden können. Gemeinsam arbeiten wir mit Hochdruck daran, temporäre Unterbringungen in Miet- und Ferienwohnungen zu Verfügung zu stellen“, so die Ministerpräsidentin. Dabei werde das Land von der DEHOGA und anderen Akteuren in diesem Bereich unterstützt.

Fördermöglichkeiten und haushaltsrechtliche Voraussetzungen

Von den Aufbauhilfen profitierten Privathaushalte, Unternehmen und andere Einrichtungen wie Vereine, Stiftungen, anerkannte Religionsgemeinschaften sowie öffentliche Einrichtungen und Kommunen, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Bei der Ermittlung des Schadens solle auf die Wiederherstellungskosten oder die Ersatzbeschaffung abgestellt werden. Selbstverständlich solle der Wiederaufbau nach den neuesten baulichen und technischen Standards gefördert werden. „Im Bereich der Privathaushalte geht es um Ausgaben zur Beseitigung von Schäden an Wohngebäuden und am Hausrat. Die Förderquote wird im Rahmen der Aufbauhilfeverordnung des Bundes festgelegt. Sie beträgt voraussichtlich 80 Prozent“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer weiter. Der Ministerrat wird am 14. September über ein Landesgesetz über die Errichtung eines Sondervermögens „Aufbauhilfefonds Rheinland-Pfalz 2021“ beraten. Für den 22. September ist beabsichtigt, das Gesetz in den Landtag einzubringen. Das ist die Grundlage für die weiteren Schritte zum Wiederaufbau hier im Land. Die Landesregierung und weitere Akteure bereiten alles dafür vor, dass ab Anfang Oktober das Antragsverfahren beginnen kann.

Übergang von der akuten Krisenbewältigung in langfristige Strukturen

Ministerpräsidentin Malu Dreyer erklärte, dass die akute Gefahrenlage nicht mehr bestehe. Jetzt gelte es, den Übergang zu langfristigen Strukturen der Schadensbeseitigung, Reparatur und des Aufbaus zu schaffen. „Wer in den ersten Tagen ins Ahrtal gekommen ist und die gewaltigen Zerstörungen gesehen hat, sieht, was seither geleistet wurde. Straßen wurden wieder passierbar gemacht, Brücken behelfsmäßig errichtet“, so Malu Dreyer weiter. Letzte Woche waren noch 1.382 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Technisches Hilfswerk, Polizei und Bundeswehr sowie Mitarbeiter von Landesforsten im Ahrtal im Einsatz. Nach und nach müssten jetzt die Hilfe der Blaulichtfamilie in dauerhafte Strukturen überführt werden. Die Bundeswehr werde morgen mit dem Abzug aus dem Gebiet beginnen, wobei sie natürlich dort, wo die Soldaten und Soldatinnen nach wie vor gebraucht werden, weiterhin im Einsatz bleibe. So werde zum Beispiel die Treibstoffversorgung, die die Bundeswehr über Wochen übernommen habe, jetzt von einem Privatunternehmen übernommen.

Hochwasser- und klimaangepasster Aufbau

„Wir befinden uns in einem Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach einem schnellen Wiederaufbau und dem Wunsch nach einem nachhaltigen Wiederaufbau. Niemand möchte sein Leben und sein Hab und Gut erneut in Gefahr bringen. Nach der Flutkatastrophe muss das bestehende Überschwemmungsgebiet neu festgelegt werden. Daran hängen sehr viele rechtliche Fragen. Der Schutz des Eigentums ist in Deutschland ein hohes Gut. In einer intensiven Kabinettsklausur haben wir ressortübergreifend beraten. Wir arbeiten sehr intensiv daran, die Einschätzungen der Hydrologen, der Raumplaner und der Juristen zusammenzubringen. Wir sind uns einig: Es wird keine Entscheidung ohne die Bürger und Bürgerinnen geben. Wir werden diesen Prozess ganz transparent mit den Kommunen, die das Baurecht haben und Baugebiete ausweisen, und den Menschen vor Ort besprechen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

„Die Landesregierung ist davon überzeugt, dass mit geeigneten Vorsorgemaßnahmen in baulicher Hinsicht – also wenn die Häuser hochwasserangepasst errichtet werden – die meisten Menschen ihre Häuser wieder an gleicher Stelle aufbauen können, sofern sie das möchten“, betonte die Ministerpräsidentin. Klar sei aber auch, dass es Gebiete gebe, wo die Gefahren so groß seien, dass auch in Zukunft kein Wiederaufbau an gleicher Stelle erfolgen sollte. Hier müssten sich Land und Kommunen gemeinsam auf die Suche nach Ersatzflächen machen. Den Kommunen komme dabei im Rahmen der Bauleitplanung die entscheidende Rolle zu. Das Land werde aber jede Unterstützung anbieten.

„Nach dieser Katastrophe ist auch klar: Wir müssen über eine Pflichtversicherung gegen Elementarschäden nachdenken. Die dagegen vorgebrachten verfassungsrechtlichen Bedenken müssen ausgeräumt werden. Denn Extremwetterlagen und Großschadensereignisse werden weiter zunehmen. Alle gemeinsam müssen diese Risiken schultern, damit sie bewältigt werden können“, betonte die Ministerpräsidentin. Rheinland-Pfalz werde den Hochwasser- und Katastrophenschutz weiterentwickeln und beim Klimaschutz nicht nachlassen. „Es ist unbestritten, dass der Klimawandel die Entstehung von Extremwetterereignissen begünstigt. Wir in Rheinland-Pfalz haben uns ehrgeizige Ziele hin zur Klimaneutralität des Landes gesetzt, die wir in dieser Legislaturperiode weiter vorantreiben“, sagte die Ministerpräsidentin in ihrer Regierungserklärung.

Hintergrund:

Die Flutkatastrophe hat Rheinland-Pfalz bis ins Mark getroffen. 134 Bürger und Bürgerinnen des Landes verloren durch die reißenden Wassermassen ihr Leben. 766 Menschen wurden verletzt, noch heute werden drei Personen vermisst. Insgesamt sind rund 65.000 Rheinland-Pfälzer und Rheinland-Pfälzerinnen von der Naturkatastrophe betroffen. In den Landkreisen Ahrweiler, Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Mayen-Koblenz, Trier-Saarburg und der Vulkaneifel sowie im Trierer Stadtteil Ehrang hat das Hochwasser eine tiefe Spur der Zerstörung hinterlassen. Von 75 Brücken sind alleine im Ahrtal 62 Brücken beschädigt oder zerstört worden. 40 Schulen, 55 Tageseinrichtungen für Kinder und fünf Krankenhäuser müssen wieder in Stand gesetzt werden, bis zu 3.000 Unternehmen sind von der Flutkatastrophe unmittelbar betroffen. Von 65 Weinbaubetrieben im Haupterwerb an der Ahr sind nur drei verschont geblieben, Rebflächen in einer Größenordnung von 32 Fußballfeldern sind völlig zerstört. Mehrere 100 Hektar Grünland und Ackerfläche sind für die diesjährige Ernte verloren.

Kategorien
News

Ein eigener Radiosender für das Ahrtal

Heppingen/Ahrtal – Ein regionaler Radiosender für das Ahrtal geht am Samstag, 4. September um 10 Uhr über die UKW-Frequenz 107,9 und im Internet auf Sendung. Neben aktuellen Nachrichten aus der Region und wichtigen Mitteilungen für Bürgerinnen und Bürger aus dem Hochwassergebiet gibt das ehrenamtliche Team Tipps aus den Bereichen Versicherung und Handwerk, macht Faktenchecks, bietet eine Werbeplattform für betroffene Betriebe und überträgt Gottesdienste aus der Pfarrkirche St. Martin in Heppingen. Die Sendezentrale „Ahrtalradio“ befindet sich gleich nebenan im Pfarrheim.

„Noch ist die Region in der medialen Berichterstattung sehr präsent, aber dies wird erfahrungsgemäß in den nächsten Wochen stark abnehmen, während die Menschen vor Ort noch sehr lange mit den Folgen der Katastrophe befasst sein werden“, sagt Jochen Späth aus dem Redaktionsteam. Er hat sich mit etwa 20 weiteren ehrenamtlichen „Radio-Menschen“ aus ganz Deutschland zusammengeschlossen, um Betroffenen und Hilfskräften vor Ort auf schnellem Weg zu informieren und Mut zu geben.

„Wir berichten vom Wiederaufbau und machen Radio aus dem Ahrtal für das Ahrtal“, erklärt Späth. „Und wir wollen auch dabei helfen die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. Für die von der Flut betroffenen Betriebe gibt es Radiowerbung und Spotproduktion kostenlos“, ergänzt Christian Milling aus Euskirchen, der hauptsächlich für die technische Umsetzung zuständig ist. Zudem sollen Veranstaltungshinweise veröffentlicht werden wie auch Nachrichten aus den Vereinen oder aus dem Tourismusbereich – immer mit einem starken regionalen Bezug. So kommen auch Betroffene und ihre Geschichten ins Programm. „Wir wollen nah am Menschen sein“, betont Späth.

Dazu zählt für die Verantwortlichen auch die wöchentliche Live-Übertragung vom Gottesdienst aus der Pfarrkirche und zwar immer sonntags um 9.30 Uhr.

Im Studio sitzen die Moderatorinnen und Moderatoren sowie ein Redaktionsteam, um das Hörfunkangebot zu gestalten und das mit Blick auf die eigens installierte Sendeantenne neben der Maria-Hilf-Kapelle auf der Landskrone.

Neben vielen hilfreichen Berichten gibt es natürlich auch Weltnachrichten, alle wichtigen Informationen zur anstehenden Bundestagswahl, den Wetterbericht, Sportmeldungen und eben Musik, wie es sich für einen Radiosender gehört.

Unterstützung bei ihrer Arbeit erhalten sie nicht nur von der Pfarreiengemeinschaft und der Landesmedienanstalt, sondern auch durch die Abteilung Rundfunkarbeit des Bistums Trier.

Die Laufzeit des Ahrtalradios ist vorerst bis zum 3. Oktober geplant.

Weitere Informationen gibt es auf www.ahrtalradio.de oder telefonisch unter Tel.: 02641-890 33 34.

Kategorien
Tourismus

Krimilesung in der Burg Nideggen: Garantiert ein Mord(s)-Vergnügen

Düren – Das Burgenmuseum Nideggen wird erneut zum Tatort, wenn dort am 15. und 16. Oktober zum neunten Mal die Krimilesung „Mord(s)-Vergnügen“ stattfindet. Die spannende und beliebte Veranstaltung hat wieder tolle Geschichten und ein unterhaltsames Rahmenprogramm im Gepäck.

Der Freitagabend beginnt um 19.30 Uhr im Bergfried der Burg. Empfangen werden die Gäste von spannungsvoller Live-Musik. „Todsicher“ ein Hochvergnügen. Danach fesseln die Autorin, Schauspielerin und Hörbuchsprecherin Ulrike Bliefert, das Journalisten- und Drehbuchautoren – Duo Uwe Wilhelm und Martin Lutz sowie die Autorin Eva Maaser, ihr Publikum mit ihren mörderischen Geschichten. Sie lesen ihre Kapitel gleichzeitig und dreimal hintereinander, so dass alle Teilnehmer auf ihre Kosten kommen. Ulrike Bliefert präsentiert „Der Tod der Schlangenfrau“, Eva Maaser liest aus „Tod unter Wisky-Freunden“ und das Duo Uwe Wilhelm und Martin Lutz fesseln mit „Teufelsberg“. Der Eintritt beträgt 18 Euro pro Person. Beim Einlass wird kostenfrei ein Getränk überreicht. Ein Tisch voller Lektüreempfehlungen wird für die Gäste von der Buchhandlung „Lesezeichen“ aus Kreuzau präsentiert.

Am Samstag, 16. Oktober, können kleine Krimifans im Bergfried der Burg Nideggen gespannt mitfiebern, wenn die Autorin Christina Bacher mit dem spannenden Roman „Das Römergrab“ aufwartet. Eine spannende Geschichte bei der eifrige Spürnasen ab 6 Jahre auf ihre Kosten kommen. Beginn ist um 15.30 Uhr. Der Eintritt beträgt drei Euro pro Person. Die Kriminacht ist eine Kooperation zwischen dem Burgenmuseum Nideggen und seinem Förderverein. Schirmherr des „Mord(s)-Vergnügens“, Landrat Wolfgang Spelthahn, freut sich schon: „In diesem Ambiente ist es ein wahres Vergnügen für Jung und Alt, in die Krimiwelt abzutauchen.“

Die Lesungen finden unter den gegebenen Vorsichts- und Hygienemaßnahmen statt. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, erhalten Gäste nur Zutritt, die im Vorverkauf ihre Karten erworben und ihre Kontaktdaten hinterlegt haben. Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene bitten wir in den Räumen eine Maske zu tragen. Die Vorsichts- und Hygienemaßnahmen werden bis zu den Lesungen jeweils aktuell angepasst. Die Westenergie AG  und die Sparkasse Düren unterstützen das Projekt „Mordsvergnügen“ bereits seit Beginn der Reihe als Sponsoringpartner.

Tickets und weitere Informationen für beide Veranstaltungen gibt es im Burgenmuseum unter der Rufnummer 02427/6340 oder bei der Buchhandlung Lesezeichen in Kreuzau unter 02422/504886.

Kategorien
News

Erfolgreicher Studienabschluss der Beamtenanwärter *innen in Aachen

Aachen – Mit der Ablegung des Kolloquiums Ende August haben die Beamtenanwärter*innen für den gehobenen Dienst ihr Duales Studium sehr erfolgreich beendet.

Das Studium der Beamtenanwärter*innen startete am 1. September 2018 und dauerte drei Jahre. Die Studierenden haben dabei entweder den Schwerpunkt Bachelor of Laws oder Bachelor of Arts gewählt. Im Rahmen des Studiums wurden diverse Praxisabschnitte in den unterschiedlichsten Fachbereichen sowie vier Semester an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Köln absolviert. Zudem gab es eine Projektphase, in der wertvolle Erkenntnisse für die Stadt Aachen gewonnen werden konnten.

Insbesondere das letzte Studienjahr war durch die Corona-Pandemie geprägt und hat den Studierenden einiges an Eigenverantwortung abverlangt. Alle haben den Wechsel von Präsenz- und Onlinelehre gut gemeistert und das Studium mit großem Erfolg abgeschlossen. Bereits seit Juni sind die Studierenden den Fachbereichen zugewiesen und sind eine große Unterstützung für die jeweiligen Kolleg*innen.

Die Stadt Aachen und das gesamte Ausbildungsteam, vertreten durch Ausbildungsleiterin Birgit Krott und Personalbetreuerin Maureen Krifft, gratulieren herzlich zu den guten Leistungen und wünschen für den weiteren Werdegang alles Gute!

Kategorien
News

Ab dem morgigen Mittwoch, 01. September gelten verschärfte Corona-Regeln im Landkreis Vulkaneifel

Daun – Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle der letzten 7 Tage/ 100.000 Einwohner) im Landkreis Vulkaneifel lag am Montag, 30.08.2021 bei 54,4 – und damit den dritten Tag in Folge über dem Schwellenwert von 35. Damit treten ab Mittwoch, 01.09.2021, 0:00 Uhr die in der 25. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz für diesen Fall vorgeschriebenen Regelungen auch im Landkreis Vulkaneifel in Kraft. Hier ist vor allem eine verstärkte Testpflicht für Nicht-Geimpfte/Genesene in einzelnen Bereichen vorgesehen.

Folgende Änderungen gelten damit ab Mittwoch, 01.09.2021, 0:00 Uhr:

  • Veranstaltungen (Sport- und Kulturveranstaltungen, Kirmes, Volksfeste, Messen, Spezial- und Flohmärkte) dürfen im Freien nur mit maximal 500 Personen stattfinden, in geschlossenen Räumen nur noch mit maximal 350 Personen. Es gilt bei Veranstaltungen in Innenräumen die uneingeschränkte Testpflicht
  • Bei so genannten körpernahen Dienstleistungen (z.B. Frisör, Kosmetikstudios, Tattoo-Studios oder Massagesalons) gilt eine Testpflicht. Ausgenommen von dieser Testpflicht sind Reha-Sport, Funktionstraining und medizinische Dienstleistungen.
  • Ebenso gilt die Testpflicht vor einem Restaurantbesuch (Innenbereich) oder bei Kulturveranstaltungen (Innenbereich).
  • Eine Testpflicht gilt auch in Beherbergungsbetrieben wie Hotels, Pensionen und Jugendher-bergen. Neu ist: Gäste müssen nun ab Mittwoch zusätzlich alle 72 Stunden einen weiteren Test vorlegen.
  • Ebenso gilt die Testpflicht im Innenbereich von Freizeitparks, Kletterparks, Minigolfplätzen, in Spielhallen und Spielbanken, im Innenbereich von zoologischen Gärten, Tierparks o.ä. sowie im Innenbereich von Museen, Ausstellungen und Gedenkstätten.
  • In den Schulen wird Präsenzunterricht gehalten. Es gilt aber eine Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer auch während des Unterrichts gemäß § 12 Abs. 3 der 25. CoBeLVO.

Ausgenommen von der Testpflicht in den o.a. Punkten sind nachweislich vollständig geimpfte Personen, genesene Personen sowie Kinder bis einschließlich 14 Jahren und Schülerinnen und Schüler.

Diese Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie können nach der Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes erst aufgehoben werden, wenn die vom Landesuntersuchungsamt festgestellte Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen wieder unter dem Schwellenwert von 35 liegt.

Wie kann ich die Testpflicht erfüllen?

Die Testpflicht kann – soweit nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmt ist – durch einen sog. Schnelltest oder einen sog. Selbsttest erfüllt werden, der vor nicht mehr als 24 Stunden vorgenommen wurde. Bei beiden Testarten muss es sich um einen PoC-Antigentest handeln, der durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen und auf der Website https://www.bfarm.de/DE/Medizinprodukte/Antigentests/_node.html gelistet ist. Ferner kann die Testpflicht auch durch einen PCR Test erfüllt werden, der vor nicht mehr als 48 Stunden vorgenommen wurde.

Kinder bis einschließlich 14 Jahre, Schülerinnen und Schüler sowie geimpfte Personen und genesene Personen (siehe „geimpfte Personen und genesene Personen“) sind von der Testpflicht ausgenommen.

Ein „Schnelltest“ ist ein PoC-Antigentest mit den vorstehenden Voraussetzungen, der durch geschultes Personal vorgenommen wird, bspw. in einem Testzentrum, in einer Arztpraxis oder in einer Apotheke. Der Schnelltest darf nicht länger als 24 Stunden vor dem Betreten der Einrichtung vorgenommen worden sein und das Ergebnis muss durch die den Test durchführende Stelle bestätigt sein; diese Bestätigung ist vor dem Betreten der Einrichtung vorzulegen. Informationen zu den Teststellen im Landkreis Vulkaneifel sind abrufbar unter https://www.wfg-vulkaneifel.de/corona-regional/corona-schutz/teststellen-im-landkreis-vulkaneifel.html.

Ein „Selbsttest“ ist ein PoC-Antigentest mit den vorstehend genannten Voraussetzungen zur Eigenanwendung, der also nicht durch geschultes Personal vorgenommen wird. Einen Selbsttest kann jeder an sich selbst durchführen und muss dafür keine Teststelle aufsuchen. Der Selbsttest ist vor dem Betreten der Einrichtung in Anwesenheit einer von der Betreiberin oder dem Betreiber der Einrichtung beauftragten Person durchzuführen. Die Betreiberin oder der Betreiber ist nicht verpflichtet, die Möglichkeit der Selbsttestung anzubieten. Bietet er oder sie die Möglichkeit an, muss er oder sie jedoch auf Verlangen das Ergebnis und den Zeitpunkt des Selbsttests bestätigen. Hierfür ist das Formular im Anhang der 25. Corona-Bekämpfungsverordnung (https://corona.rlp.de/fileadmin/corona/Verordnungen/25_CoBeLVO_Anlage1.pdf) zu verwenden. Die Bescheinigung des Testergebnisses kann der getesteten Person auch digital zur Verfügung gestellt werden. Es muss dann gewährleistet sein, dass das Formular digital mit Unterschrift und Stempel und den übrigen Angaben versehen ist, wobei eine einfache elektronische Signatur (eingescannte Unterschrift) und die Abbildung eines digitalen Stempels ausreichend ist. Auf Nachfrage muss es der getesteten Person auch in ausgedruckter Form zur Verfügung gestellt werden. Die Testpflicht kann auch erfüllt werden, indem die vorstehend genannte Bestätigung über eine negative Testung, die durch eine andere Einrichtung ausgestellt wurde, vorgelegt wird, diese bestätigte Testung darf allerdings höchstens 24 Stunden zurückliegen. Eine solche Bescheinigung kann auch von einer Arbeitgeberin oder einem Arbeitgeber stammen.

Die Betreiberin oder der Betreiber einer Einrichtung darf nur im Fall eines negativen Testergebnisses Zutritt zur Einrichtung gewähren.

Anstatt eines negativen Testergebnisses kann auch der Nachweis über eine vollständige Impfung oder der Genesenennachweis vorgelegt werden (siehe „Geimpfte Personen und genesene Personen“).