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Rurbrücke in Kreuzau offiziell eröffnet

Kreuzau/Düren – Die imposante neue Rurbrücke am Campingplatz in Kreuzau-Schlagstein ist nun von Landrat Wolfgang Spelthahn und Kreuzaus Bürgermeister, Ingo Eßer, offiziell eröffnet worden. Nachdem die marode Holzbrücke weichen musste, führt nun die neue Brücke Fußgänger und Radfahrer wieder sicher über die Rur.

 „Diese Brücke steht für ein starkes Band zwischen dem Kreis Düren und seinen Kommunen und ist gleichermaßen ein wichtiges Verbindungsstück für die Nutzer des RurUfer-Radweges“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn bei der offiziellen Eröffnung der Rurbrücke in Schlagstein. Das in den Gemeindefarben gestaltete Stahlkonstrukt ist nun gänzlich fertig, zuletzt wurden noch stählerne Schutzgitter montiert. „Die Brücke ist seit einigen Wochen in Betrieb, ihre Planung und der Aufbau in einem Schutzgebiet für Natur und Landschaft waren eine Herausforderung“, sagte Bürgermeister Eßer. Daher bedankte er sich für die gute Zusammenarbeit mit der nahe gelegenen Metsä Tissue GmbH, die ihr Betriebsgelände für die Aufbauarbeiten zur Verfügung gestellt hatte. „Diese Brücke ist sehr wichtig für die Qualität des RurUfer-Radweges. Das zeigt allein die 80-prozentige Förderung durch das Land NRW und den Fakt, dass sich Kreis und Gemeinde die fehlenden 20 Prozent geteilt haben“, so Eßer weiter.

Bei einer routinemäßigen Brückenüberprüfung im August 2019 wurde festgestellt, dass die vorherige, rund 30 Jahre alte Holzbrücke, erhebliche Mängel aufwies. Nachdem sie für den Verkehr gesperrt wurde, war schnell klar, dass die alte Brücke ausgedient hatte. Für den schattigen und eher feuchten Standort war die Holzkonstruktion nicht weiter geeignet, also entschied sich das planende und ausführende Ingenieursbüro Cornelissen + Partner aus Nideggen für eine Konstruktion aus Stahl. Diese ist rund 32 Meter lang und 2,50 Meter breit. „Dieses Projekt ist hervorragend gelungen, und es ist ein wichtiges Projekt, denn der RurUfer-Radweg ist das Aushängeschild für den Rad-Tourismus in unserer Region“, betonte Landrat Spelthahn.

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Ehrennadel des Landes für Petra Himmels aus Basberg

Daun/Basberg – Über Jahrzehnte engagierte sich Petra Himmels aus Basberg in der Kommunalpolitik. Ein Engagement, das nicht unbeachtet blieb und in ihrer Heimatgemeinde viele Spuren hinterlassen hat. Daher hatten MdL Astrid Schmitt und Rudolf Schwarzmann, Petra Himmels für eine staatliche Auszeichnung vorgeschlagen. In einer Feierstunde im Dauner Kreishaus konnte Landrätin Julia Gieseking nun die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz im Namen der Ministerpräsidentin überreichen.

„Mit der Ehrennadel des Landes sagen wir als Gesellschaft `Danke´ für die großen und kleinen Leistungen, die oft im Verborgenen bleiben und doch vieles bewirken“, erklärte Landrätin Julia Gieseking anlässlich der Ehrung. Sie dankte Petra Himmels für ihr langjähriges kommunalpolitisches Engagement im Landkreis Vulkaneifel.

Und dieses ist beachtlich: Seit 27 Jahren ist sie Mitglied des Ortsgemeinderats von Basberg, wovon sie 15 Jahre die Geschicke des Ortes als Ortsbürgermeisterin leitete. Besonders am Herzen lag ihr dabei sich stets für eine lebendige Dorfgemeinschaft, insbesondere für das Zu-sammenleben von Kindern, Erwachsenen und Senioren einzusetzen. Jeder Bewohner, jede Bewohnerin soll Bestandteil des Dorfes sein, in das Dorfleben einbezogen und integriert werden. Zu diesem Zweck gründete sie im Jahr 2000 zusammen mit weiteren Basberger Frauen die Kinder- und Jugendgruppe „Basberger Halunken“.
Ihr es ist besonders wichtig, dass die Menschen in Basberg zusammenkommen, sich gegenseitig unterstützen, füreinander da sind, anpacken, wenn es Hilfe bedarf, gleichzeitig aber auch gemeinsam eine gute Zeit zu verbringen, miteinander zu lachen und zu feiern. Eine Philosophie, die vermutlich der Schlüssel zum Erfolg ist und den Ort Basberg vorangetrieben hat. So konnten beispielsweise viele Maßnahmen in Eigenleistung, z.B. in den Bereichen Dorfentwicklung, Landschaftspflege und Naturschutz, verwirklicht werden, die sonst nicht finanzierbar gewesen wären.

„Die Maßnahmen, die Frau Himmels während ihrer Amtszeit als Ortsbürgermeisterin durchführte, belegen die vielen Auszeichnungen und Ehrungen, die der kleine Ort Basberg in den vergangenen Jahren u.a. auch unter ihrem Nachfolger, Herrn Diederichs, erreichen konnte. Ein Höhepunkt war sicherlich die Goldmedaille im Bundes-entscheid des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ im Jahre 2019“, stellte Landrätin Julia Gieseking während der Verleihung fest.
Ein weiterer Höhepunkt ihrer Amtszeit als Ortsbürgermeisterin war sicherlich auch die 750-Jahrfeier im Jahr 2012, dessen umfangreiches Programm ebenfalls nur als Gemeinschaftsaktion aller Bewohner zu verwirklichen war.

Aber nicht nur auf kommunalpolitischer Ebene setzt sich Petra Himmels ehrenamtlich ein. Auch kreisweit liegt ihr die Jugendarbeit am Herzen. Seit 2014 ist sie Geschäftsführerin des Vereins zur Förderung der Jugendarbeit im Landkreis Vulkaneifel. Außerdem betreut sie seit über 30 Jahren die Kinder und Jugendlichen des Tischtennisvereins (TTV) Basberg, der über weit über die Kreisgrenzen bekannt ist. Erfreut und sichtlich gerührt zeigte sich Petra Himmels während der Verleihung, zu der neben ihrem Ehemann, den Anstiftern MdL Astrid Schmitt und Rudolf Schwarzmann, auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Gerolstein, Hans Peter Böffgen und der derzeiti-ge Bürgermeister und Arbeitskollege Franz-Josef Diederichs gekommen waren.

„Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung, auch wenn ich mich tendenziell lieber im Hintergrund aufhalte. Daher nehme ich diese große Ehre stellvertretend für die vielen ehrenamtlichen Tätigen in unserem Landkreis entgegen, die meist im Stillen so viel Gutes tun!
Besonders für die Frauen unserer Gesellschaft, die häufig nicht in Erscheinung treten. Ihnen möchte ich sagen: Traut euch, engagiert euch und macht mit – wir brauchen euch in der Kommunalpolitik, aber auch für unser Gemeinwohl!
Ich bin dankbar für die vielen Jahre im Sinne des Ehrenamts, vor allem die geleisteten Stunden in der Jugendarbeit. Es macht mir nach wie vor großen Spaß. Die Erfahrungen und Erlebnisse mit den Kindern und Jugendlichen geben mir unwahrscheinlich viel zurück!“

Abschließend überbrachte Landrätin Julia Gieseking auch die Glückwünsche von Ministerpräsidentin Malu Dreyer und ADD-Präsident Thomas Linnertz.

Den Glückwünschen der Landrätin schlossen sich auch Basbergs Bürgermeister Franz-Josef Diederichs, Gemeinderatsmitglied Klaus Klinkhammer und der Gerolsteiner Verbandsgemeindebürgermeister Hans Peter Böffgen an.

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Pfarrei Altenahr ist Anlaufstelle für Betroffene, Helfer und Einsatzkräfte

Altenahr – Wer im Dreieck zwischen Kirche, Pfarrheim und Pfarrhaus in Altenahr steht, entdeckt sofort die „Feldpost“, ein Raum für psychologische Hilfe, die Kaffeebud’ und eine provisorische Apotheke – die Kirchengemeinde ist mittendrin bei den Menschen und eine wichtige Anlaufstelle für die Betroffenen der Flut.

In der Pfarrkirche stapeln sich auch sieben Wochen nach der Hochwasserkatastrophe gespendete Anziehsachen, Hygieneartikel und Spielsachen. Die vordersten Bänke vor dem Altar und die Fatimakapelle sind freigeräumt und werden für den sonntäglichen Gottesdienst und das persönliche Gebet genutzt. Beides kommt hier zusammen: praktische Unterstützung und Hilfe für die Seele. Diese Verzahnung wurde auch unmittelbar in der Flutnacht gelebt: Etwa 60 Urlauberinnen und Urlauber aus einigen Hotels mussten evakuiert werden und verbrachten die Nacht in der Pfarrkirche, wo sie durch das örtliche Seelsorgeteam betreut wurden.

Ein Mitglied des Teams ist Gemeindereferentin Manuela Kremer-Breuer. Die ausgebildete Notfallseelsorgerin und Trauerbegleiterin wohnt in Altenahr. Ihre Vorkenntnisse und Erfahrungen haben ihr beim Umgang mit der Katastrophe und bei den Begegnungen mit den Menschen geholfen; insbesondere in den ersten Stunden. „Wir hatten kein Wasser, kein Strom, kein Netz – das heißt, man konnte nicht einmal seine nächsten Angehörigen kontaktieren und es konnte sich auch niemand hierher auf den Weg machen.

Zeitnah nach der Flut wurde eine ehrenamtliche Betreuung in der Kita eingerichtet, nach den Ferien übernahmen Mitarbeitende der Kita gGmbH Koblenz.

Ein Begegnungspunkt ist die „Kaffeebud`“ im Pfarrheim, die von ehrenamtlichen Frauen organisiert wird. „Teilweise sind die von Anfang an im Einsatz“, weiß Manuela Kremer-Breuer, die hier oft ihren Arbeitstag startet. „Es ist ein Ort der Begegnung für Einsatzkräfte, Helferinnen und Helfer, Bewohnerinnen und Bewohner.“ Selbstredend gibt es hier immer eine gute Tasse Kaffee, aber auch selbstgebackene Kuchen und ein offenes Ohr. Weiterhin blieben Begegnungsmöglichkeiten wichtig, sagt Kremer-Breuer, und es gehe „nur mit vielen zusammen“.

Konfessionen, aber auch der soziale Status seien total in den Hintergrund gerückt. „Jeder hilft irgendwie – das ist das gemeinsame Ziel, dem sich ehrenamtliche und hauptamtliche Hilfskräfte, Mitarbeitende und Netzwerke verschrieben haben.“ Unterstützung erhält das örtliche Seelsorgeteam weiterhin von Kolleginnen und Kollegen aus dem Bistum Trier. Kremer-Breuer war in den letzten Wochen neben vielen seelsorglichen Gesprächen auch in die Koordination solcher Angebote eingebunden. Da sie und Pfarrer Alex Spiller beide seit mehr als 20 Jahren in der Pfarrei leben, sind sie fester Teil der Dorfgemeinschaft, kennen die Menschen und ihre Bedürfnisse und Sorgen. Gerade weil die Gesprächsthemen so individuell sind, sei es wichtig, genau hinzuhören, was Betroffene benötigen. Nach fast zwei Monaten seien viele Bürgerinnen und Bürger immer noch in eine Art Warteposition gefangen. „Es ist ganz unterschiedlich, ob die Leute nach vorne schauen, oder nicht. Viele warten noch, ob sie wieder aufbauen dürfen. Manche haben sich aber auch schon verabschiedet, da sie sich entschieden haben, woanders hinzuziehen“. Für andere, auch ältere Menschen, sei der Wiederaufbau ganz selbstverständlich.

Am nächsten Wochenende bezieht eine medizinische Fußpflege für ein paar Tage das Pfarrheim – und auch hier gelte wieder: Kirche mittendrin, als vernetzte Partnerin, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren soll, so Kremer-Breuer. „Man lebt es einfach, das ‘Da-Sein’”

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Mehr als eine halbe Million Liter Wasser vor Verseuchung verschont! – Großer Erfolg der Aktion „KRUFTER KIPPEN“

Kruft/Plaidt – Die Aktion „KRUFTER KIPPEN“, bei der die Krufter Bevölkerung seitens der Ortsgemeinde dazu aufgerufen war, 6 Wochen lang weggeworfene Zigarettenkippen zu sammeln, endete am Samstag, dem 28.08. mit der „Kippaktion“ auf dem Dorfplatz, bei der diese Kippen dann in eigens dafür vorgesehene Behälter gekippt werden konnten.

Aufgrund des Fleißes diverser Helfer/innen zwischen 7 und Ü70, (eine Person sammelte mehr als die Hälfte aller Zigarettenstummel!), reichten die zunächst für die „Kippensäule“ vorgesehenen Behälter nicht aus, um alle gesammelten Kippen aufzunehmen,so dass auf die Schnelle noch ein zusätzlicher 10-Liter-Eimer besorgt werden musste.

So kamen am Ende der Aktion 14.666 Zigarettenkippen zusammen! Wenn man bedenkt, dass eine einzelne weggeworfene Kippe ca. 40 Liter (!) Wasser belastet, so wird klar, dass aufgrund der gelungenen Aktion 586.640 Liter Wasser vor Verseuchung verschont wurden, und zwar

  1. Wasser, das z.B. über Oberflächenwasserauffangbecken in unsere Fließgewässer wie Krufter Bach und Nette gelangt, deren Fische wir teilweise verspeisen;
  2. Abwasser, das nach Klärung zu Trinkwasser wird, wobei nicht restlos alle belastenden Stoffe aus den Zigarettenkippen entfernt werden können;
  3. Grundwasser, das als Trinkwasserreservoir für die nächsten Generationen dient!

U.a. auf diese Problematik wiesen Infoplakate hin, die am Stand der Sammelstelle angebracht waren.

Und was wären Lösungsmöglichkeiten?

Für die Raucher: Keine Kippen mehr auf den Boden; alternativ Taschenaschenbecher für unterwegs benutzen!

Und für die Anderen? – Den Bereich vor dem eigenen Grundstück im Rahmen der Reinigungspflicht regelmäßig von Zigarettenkippen befreien und vielleicht auch einmal Raucher aus dem Bekanntenkreis auf die Problematik des Kippen-Wegwerfens hinweisen, fehlt doch vielen Rauchern einfach das konkrete Wissen über das, was sie der Umwelt durch ihr Handeln antun!

Bitte unterstützen Sie uns daher in unserem Bemühen, unseren Ort zukünftig möglichst kippenfrei zu halten!

Den fleißigen Sammlern/Sammlerinnen möchte ich auf diese Weise meinen allerherzlichsten Dank für ihr Bemühungen zum Schutz der Umwelt aussprechen! Walter Kill, Ortsbürgermeister.

 

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Erste Ergebnisse der Gewässerproben der Ahr und der Westeifel-Flüsse liegen vor

Region/Koblenz/Mainz – RLP Ministerin Spiegel: „Auch wenn die Ergebnisse keine schwerwiegende chemische Verunreinigung der Gewässer zeigen, ist keine Entwarnung möglich“ / Sondermessprogramm wird fortgeführt.

Das verheerende Hochwasser vom 14. auf den 15. Juli 2021 hat zu erheblichen Belastungen in unseren Gewässern geführt. Doch dies hat in der Ahr offenbar keine gravierenden langfristigen chemischen Verunreinigungen hinterlassen. Darauf weisen die ersten Ergebnisse des Sondermessprogramms der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD Nord) und des Landesamtes für Umwelt (LfU) hin, die jetzt vorliegen. Auch in der Westeifel wurden in den Moselzuflüssen Sauer, Prüm, Nims und Kyll nach der Hochwassernacht keine gravierenden Belastungen festgestellt. Hier liegen bereits die Ergebnisse zweier Messungen vor. „Ich bin erleichtert, dass die Ergebnisse zunächst nicht auf sehr starke chemische Verunreinigungen hindeuten, eine Entwarnung können wir jedoch noch nicht geben. Hierzu brauchen wir weitere Probenentnahmen, die folgen werden“, sagte Umweltministerin Anne Spiegel. Sie dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des LfU und der SGD Nord für dieses kurzfristig aufgelegte Sondermessprogramm.

Die enorme Zerstörungskraft der Flutwelle und die einhergehende Freisetzung von Öl, chemischen Stoffen sowie die Verlagerung von Schlamm ließ gravierende Belastungen in den kleineren Flüssen befürchten. Die hohen Wassermengen und Fließgeschwindigkeiten haben jedoch offenbar Abschwemmungen aus Weinbergen, geplatzten Öl- und Benzintanks oder zerstörten Abwasseranlagen schnell verdünnt und mit der Hochwasserwelle fortgespült. Zudem zeigen sich in den relativ geringen Belastungen aus den Abwässern auch die Erfolge der Sofortmaßnahmen vor Ort, wo unter anderem kurzfristig mobile Kläranlagen installiert oder mobile Toilettenkabinen aufgestellt wurden.

Mit dem am 3. August gestarteten Sondermessprogramm will sich das Umweltministerium Klarheit darüber verschaffen, wie sehr die Gewässer im Zuge der Hochwasserkatastrophe durch zerstörte Kläranlagen und Kanalisationen, Öltanks, Düngemittel oder Pestizide belastet wurden. „Dabei ist klar, dass auch 13 Messstellen entlang der Ahr kein vollständiges Bild liefern, sondern jeweils nur stichprobenartige Momentaufnahmen darstellen. Die Untersuchungen werden von der SGD Nord und dem LfU fortgeführt“, so Spiegel weiter.

Die Proben werden vom LfU auf insgesamt 192 Parameter untersucht. Bei dem Sondermessprogramm stehen mögliche Auswirkungen für die Umwelt und Wasserlebewesen, also die Gewässerqualität, im Fokus. Die gemessenen Werte lagen zumeist innerhalb der üblichen Schwankungen. Zum Zeitpunkt der Probenahme waren jedoch in den Siedlungsbereichen noch Rückstände von Mineralölen nachweisbar. Durch die langanhaltenden Niederschläge wurden auch partikelgebundene Schadstoffe aus der Luft zum Beispiel über Stäube oder Ruß mobilisiert und von befestigten Flächen und Straßen lokal in die Gewässer eingespült. Dabei wurden im Gebiet von Bad Neuenahr die Jahreshöchstkonzentrationen für einige Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) nach der Oberflächengewässerverordnung überschritten. Dies gilt es mit weiteren Probenentnahmen engmaschig zu beobachten.

Durch beschädigte Kläranlagen, Kanäle und durch Abschwemmungen von landwirtschaftlichen Flächen wurden zudem Nährstoffe in die Gewässer eingetragen. Hinweise auf erhöhte bis hohe Nährstoffeinträge ergeben sich im Bereich der Siedlungsgebiete bzw. unterhalb der beiden großen Kläranlagen.

Im Ahrtal waren alle Kläranagen von den Überschwemmungen betroffen und wurden beschädigt. Dies waren die Kläranlagen „Untere Ahr“ in Sinzig, „Mittlere Ahr“ in Altenahr sowie die Kläranlagen in Mayschoss und Dümpelfeld. „Wir haben es geschafft, auf der Kläranlage in Sinzig die mechanische Reinigung und in Dümpelfeld zusätzlich bereits wieder die biologische Reinigung in Betrieb zu nehmen. Auf der Kläranlage Untere Ahr in Sinzig ist die Inbetriebnahme der biologischen Reinigung für Mitte September geplant. Die großen Anstrengungen der Abwasserwerke mit Unterstützung der SGD Nord haben sich gelohnt“, so Wolfgang Treis, Präsident der SGD Nord. Im Raum Trier wurden 18 Kläranlagen ganz oder teilweise überflutet. Die meisten Anlagen konnten mittlerweile ihren Betrieb wiederaufnehmen – zumindest soweit, dass ein Notbetrieb gewährleistet ist.

Bei den Pflanzenschutzmitteln konnten von den 71 untersuchten Stoffen nur wenige Substanzen oberhalb der Nachweisgrenze gefunden werden.

Die bisher vorliegenden Ergebnisse des Sondermessprogramms sind auf der Webseite der SGD Nord abrufbar unter: www.sgdnord.rlp.de

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#leidenschaft zählt – Social-Media-Kampagne zur Förderung von Mädchen und Frauen im Fußball am Mittelrhein

Region/Hennef – Der Fußball-Verband Mittelrhein (FVM) startet unter dem Hashtag #leidenschaftzählt eine Social-Media-Kampagne zur Förderung von Mädchen und Frauen im Fußball am Mittelrhein. Ziel ist es, die Sichtbarkeit des weiblichen Fußballs zu erhöhen und sportliche wie ehrenamtliche Aktivitäten von Mädchen und Frauen im Fußball weiter zu stärken.

„Wir wollen mehr Mädchen und Frauen auf dem Platz und mehr Vielfalt in unseren Gremien“, erklärt FVM-Präsident Bernd Neuendorf. „Die Anzahl der weiblichen Mannschaften und Spielerinnen im Amateurbereich ist in den vergangenen Jahren trotz des an vielen Orten vorhandenen großen Engagements zurückgegangen. Das hat letztlich auch Auswirkungen auf den Fußball an der Spitze. Auch, was den Anteil der Mädchen und Frauen im Ehrenamt betrifft, können wir in Vereinen und im Verband noch deutlich zulegen.”

Auf dem Weg dahin sind die UEFA-EURO 2024 in Deutschland und die gemeinsame Bewerbung des Deutschen Fußball-Bundes mit den Fußballverbänden in den Niederlanden und Belgien um die Ausrichtung der FIFA-Frauen-WM 2027 wichtige Meilensteine für den FVM. „Diese Ereignisse müssen wir schon im Vorfeld nutzen, um dem Mädchen- und Frauenfußball in unserer Region einen deutlichen Schub zu verleihen“, so Neuendorf.

Eine eigens eingerichtete Arbeitsgruppe hat auf Basis einer Umfrage bei den FVM-Vereinen im letzten Jahr Maßnahmen für die nächsten Jahre entwickelt. Dazu gehören ein Mentoring-Programm für Trainer*innen von Juniorinnenmannschaften, Workshops für weibliche Führungskräfte und Netzwerktreffen mit Vereinen und Kreisverantwortlichen. Zudem liegt ein Schwerpunkt auf dem Thema Kommunikation.

„Die Spielerinnen und Vereine wünschen sich, dass der weibliche Fußball sichtbarer wird und mehr Anerkennung erfährt“, erklärt die AG-Vorsitzende Sabine Nellen. „Wir gehen als Verband gerne voran. Gleichzeitig laden wir alle Vereine, Aktiven und ehrenamtlich Engagierten sehr herzlich ein, Aktivitäten zum weiblichen Fußball zu initiieren und diese ebenfalls unter dem Hashtag #leidenschaftzählt zu teilen. So bekommen die Mädchen und Frauen die Bühne, die sie verdienen“, so Nellen.

Wöchentliche Schwerpunktthemen in den sozialen Medien sind ein Hauptelement der Kampagne, um insbesondere junge Mädchen und Frauen zu erreichen. Dabei werden vor allem auf dem Instagram-Kanal des FVM die Themen gespielt, die die Zielgruppe bewegen. Eine Sonderausgabe des Verbandsmagazins rundet die kommunikativen Maßnahmen ab.

„Es gibt immer noch Menschen, die Fußball vor allem als Sport von und für Männer sehen“, erklärt Nellen. „Der Hashtag fasst treffend zusammen, was wirklich zählt: nicht das Geschlecht oder andere äußere Merkmale, sondern allein die Leidenschaft für den Fußball.“

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Kooperation mit ehrenamtlicher „Fluthilfe Schleidener Tal“ geschlossen

Schleiden – Ehemaliger REWE in Gemünd bleibt Spendenlager, wird aber neu aufgestellt: Hierzu schloss die Stadt Schleiden bis zum 31. Oktober 2021 einen Kooperationsvertrag mit der ehrenamtlichen „Fluthilfe Schleidener Tal“, vertreten durch Michael Stadler und Carlos Emunds ab.

Seit dem 26. August übernehmen die beiden Fluthelfer mit ihrem Team ehrenamtlich und eigenverantwortlich die Koordination von Sachspenden, wie zum Beispiel Möbel, „Weißware“, Baumaterialien und -utensilien sowie Hygieneartikel.  Zu dieser Koordination gehört neben der Annahme und Lagerung der Sachspenden auch die Ausgabe an Bedürftige im Schleidener Tal. „Mit dem Sachspendenlager versuchen wir zum einen die Grundbedürfnisse zu decken und zusätzlich mit verschiedenen Elektro- und Hygieneartikeln die Preislast von den Schultern der Betroffenen zu nehmen“, so Michael Stadler, der das Sachspendenlager verwaltet.

Nebenbei werde die Fluthilfe, respektive die Helferkoordination mit dringend benötigtem Werkzeug sowie Baustoffen und Ersatzteilen verschiedenster Art versorgt.

Weiterhin koordiniert die „Fluthilfe Schleidener Tal“ persönliche Hilfsangebote, die sie an Hilfesuchende vermittelt: „Wir nehmen die Anfragen der Betroffenen auf und koordinieren die Arbeitseinsätze der freiwilligen Helfer, die aus dem ganzen Bundesgebiet in das Schleidener Tal reisen, um hier kostenlos Ihre Dienste anzubieten“, so Carlos Emunds, der für diesen Bereich verantwortlich ist. „Zusätzlich versorgen wir die Betroffenen mit dem benötigten Werkzeug und Baustoffen aller Art.“ Auch hier gelte wie im Sachspendenlager: Alles ist kostenlos für die Betroffenen verfügbar.

„Auch wenn die Flutnacht schon einige Wochen her ist, ist der Bedarf an Spenden und Helfern immer noch da. Da aber auch die vielen privaten Koordinatoren langsam an Ihre Grenzen kamen, bin ich sehr froh, dass wir für die kommenden Wochen im alten „bösen Wolf“ in Kooperation aus Ehrenamt und Stadt eine zentrale Lösung für das gesamte Stadtgebiet anbieten können“, so Bürgermeister Ingo Pfennings abschließend. „Herzlichen Dank an alle, die sich dabei einbringen oder in der Vergangenheit eingebracht haben – gemeinsam sind wir stark!“

Weitere Informationen zur Fluthilfe gibt es unter www.fluthilfe-sle.de

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Eifel-Gäng auf freiem Fuß – Vorverkauf läuft seit dem 01. September

Blankenheimerdorf – Bürgerhaus Blankenheimerdorf Schauplatz des nächsten Überfalls der Mittelgebirgsmafia – Beste Unterhaltung im Zeichen der (un)organisierten Kriminalität – Vorverkauf seit 1. September. Achtung Achtung! In der Nähe von Blankenheimerdorf soll es zu Überfällen auf Lachmuskeln kommen. Am Sonntag, 10. Oktober, sollen die mutmaßlich dafür verantwortlichen Schurken ab 18 Uhr im Bürgerhaus Blankenheimerdorf anzutreffen sein. Dort will die Eifel-Gäng zu Herzen gehende Lieder, Mundart zum Brüllen und schwarzen Humor präsentieren.

Sofern per aktuellen Richtlinien erlaubt, wird auch Essen und Trinken angeboten. Karten können im Vorverkauf für 16 Euro seit Mittwoch, 1. September, bei der Bäckerei Bell, Sonjas Haarstübchen oder bei Monika Berlingen (Telefon 0 24 49/ 17 52) erworben werden.

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Größte Kürbisschau in NRW am Sonntag 05. September auf dem Krewelshof Eifel

Mechernich – Am Sonntag, den 05. September startet die Kürbisschau auf dem Krewelshof Eifel unter dem Motto „Manege frei für den Kürbis-Zirkus“ – Täglich geöffnet von 11 bis 17.30 Uhr. Der Krewelshof Eifel bei Obergartzem lädt ab September zur Kürbisschau mit dem Motto „Manege frei für den Kürbis-Zirkus“ ein. Mehr als 100.000 Kürbisse wurden auf dem Krewelshof dafür aufwändig bearbeitet und kunstvoll in Formen und Farben als Zirkusfiguren in Szene gesetzt. Den Besucher erwarten Zirkusszenen wie Artistenpyramiden, Clowns oder das Kaninchen, das aus dem Hut gezaubert wird. Die Kürbisschau ist täglich von 11 bis 17.30 Uhr geöffnet.

„Das absolute Highlight der Kürbisschau auf unserem Krewelshof Eifel ist die ‚Pumpkin Pyramide‘, die eindrucksvollste Kürbispyramide in NRW. Sie ist seit Jahren ein beliebtes Fotomotiv und als Fotopoint bereits ein bekannter Instagram-Star“, so Danielle Bieger vom Krewelshof.

In den vergangenen Tagen seien dafür schon 25.000 Kilo Kürbisse täglich auf den eigenen Feldern geerntet und auf den Hof geliefert worden. Initiator der jährlichen Kürbisschau ist Krewelshof-Bauer Theo Bieger, der mit dem Familienbetrieb in diesem Jahr weit über 30 verschiedene Sorten Kürbisse präsentiert. Durch den extremen Regen in 2021 seien die Früchte besonders groß und schmackhaft geworden, berichtet er.

An den Wochenenden im September und Oktober können Kinder und Erwachsene beim Kürbisschnitzen auf dem Erlebnisbauernhof in der Eifel ihre eigenen, fantasievollen Kürbisfiguren gestalten.

www.krewelshof.de

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Wirtschaft

334 neue Fachkräfte im Handwerk – Abschlussjahr 2021 mit 60 Prüfungsbesten

Prüm – Insgesamt 334 neue Fachkräfte in 18 verschiedenen Handwerksberufen konnten erfolgreich ihre Prüfung in diesem Abschlussjahr 2021 bei den Winter- und Sommerprüfungen ablegen. „Ein Anlass, den wir normalerweise im Rahmen unserer großen Lossprechungsfeiern zusammen mit den neuen Gesellen, deren Ausbildern und den Ehrenamtlichen aus den Prüfungsausschüssen feiern. Leider sind wir auch in diesem Jahr aufgrund der Pandemie-Situation zu der Überzeugung gekommen, dass Veranstaltungen in dieser Größenordnung mit mehreren hundert Personen derzeit noch nicht vertretbar sind“, bedauert Dirk Kleis, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft (KH) Mosel-Eifel-Hunsrück-Region (MEHR), Geschäftsstelle der Innungen. „Diese Feierlichkeiten verstehen wir stets als Zeichen der Wertschätzung für den geleisteten Erfolg von Lehrling und Ausbildungsbetrieb sowie als Zeichen der starken Handwerksgemeinschaft“, so Kleis.

Dass die traditionellen großen Lossprechungsfeiern in diesem Jahr erneut entfallen ist besonders bedauerlich, da die erbrachten Leistungen unter den erschwerten Ausbildungsjahren eigentlich nach einer besonderen Ehrung verlangt hätten. „Bei den ehrenamtlich Tätigen im Prüfungswesen (Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Lehrer) bedanken wir uns ausdrücklich. Nur durch deren tatkräftige Arbeit sind die Prüfungen im Handwerk möglich“, weiß Raimund Licht, Vorsitzender Kreishandwerksmeister der KH MEHR. „Die Prüfungsausschüsse haben in den vergangenen eineinhalb Jahren alles darangesetzt, um die Prüfungen durchzuführen. Das ist nicht selbstverständlich. Aber alle Ehrenamtlichen sind nah an der Praxis dran und wissen, welche langfristigen Folgen ein Ausfall der Prüfungen, wie es teils in anderen Bereichen der Fall war, mit sich bringt“, so Licht. „Wir hoffen, dass wir in den kommenden Jahren wieder Lossprechungen im traditionellen Rahmen zusammen mit allen Beteiligten feiern können“, ist Kleis optimistisch.

Von den insgesamt 334 neuen Fachkräften haben 60 ihre Prüfung mit gutem und sehr gutem Ergebnis abgelegt und sich damit als Prüfungsbeste qualifiziert. Sie erhielten von der KH MEHR Urkunden für die hervorragende Prüfungsleistung übersandt, ebenso die Ausbildungsbetriebe für die vorbildliche Ausbildungsleistung. Alle besten Gesellinnen und Gesellen erhielten zudem Weiterbildungsgutscheine im Wert von 200 Euro von Innung und Handwerkskammer. Alle Prüfungsbesten haben weiterhin die einmalige Chance am Praktischen Leistungswettbewerb der Handwerksjugend teil zu nehmen. Hier messen sich die Besten der Besten jungen Handwerkerinnen und Handwerker – ab Kammer- über Landes- und Bundesebene, bis hin zur Europameisterschaft (EuroSkills) und Weltmeisterschaft (WorldSkills) der Berufe.