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Ab dem heutigen Montag 06. September greift die dritte Stufe Bereitschafts-Dienstreform im Landkreis Ahrweiler

Ahrweiler/Mainz – Im vom Hochwasser schwer getroffenen Landkreis Ahrweiler sind die Menschen aktuell in erster Linie mit dem Wiederaufbau und der Krisenbewältigung beschäftigt. „Nach dieser Katastrophe ist es unabdingbar, dass die ambulante medizinische Versorgung funktioniert“, sagt der Vorsitzende des Vorstands der KV RLP Dr. Peter Heinz.

Da zahlreiche Praxen teilweise oder ganz zerstört wurden und die Regelversorgung noch nicht wieder komplett hergestellt ist, hat die KV RLP schnell unbürokratische Lösungen gefunden. „Solange Bedarf besteht, wollen wir das Angebot des täglich von 10 bis 16 Uhr geöffneten DB Medibusses am Bahnhof Bad Neuenahr aufrechterhalten“, betont Dr. Heinz.

Zudem unterstütze man die betroffenen Praxen beim Wiederaufbau. Um auch den Ärztlichen Bereitschaftsdienst (ÄBD) zukunftsfähig zu machen, greift ab dem 6. September die dritte Stufe der Bereitschaftsdienstreform. Deren Herzstück ist der AÄBD, ein Hausbesuchsdienst, der gerade für immobile Menschen Vorteile mit sich bringt. Wer nachts oder am Wochenende dringend den ÄBD benötigt, aber aus körperlichen bzw. medizinischen Gründen nicht die Wohnung verlassen kann, zu dem kommt der spezielle AÄBD direkt nach Hause.

Voraussetzung ist, dass Betroffene immer zuerst die Rufnummer des Patientenservice 116117 wählen und dort die Notwendigkeit eines Hausbesuchs festgestellt wird.

Die Steuerung der Patientinnen und Patienten in die richtige Versorgungsebene erfolgt zentral über diese Telefonnummer des Patientenservice 116117. Der Einsatz des zertifizierten Medizinproduktes „Strukturierte medizinische Ersteinschätzung für Deutschland“ (SmED) gibt dem medizinischen Fachpersonal im Patientenservice 116117 zusätzlich die Sicherheit, nichts zu übersehen.

Wird die Anmeldung in einer Ärztlichen Bereitschaftspraxis (ÄBP) erforderlich, werden Wartezeiten dort minimiert, denn der Patientenservice 116117 übermittelt bereits die Patientendaten.
„Um diese effektive Patientensteuerung zu ermöglichen, appellieren wir an die Bevölkerung, die 116117 konsequent zu nutzen und nicht einfach ohne Termin bzw. ohne Rücksprache mit einem Arzt zur nächstgelegenen Bereitschaftspraxis zu fahren“, sagt Dr. Peter Heinz. Die KV RLP bittet daher darum, in Bekanntmachungen ausschließlich die Telefonnummer 116117 zu veröffentlichen.

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Kemperhof eröffnet eigenes Eltern-Kind-Zentrum

Region/Mayen-Koblenz – Maximalversorger kommt dem Wunsch vieler Eltern nach Familienzimmern nach. Mit rund 2500 Geburten pro Jahr bringt das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein das meiste Leben in die Region. Auch der Zuspruch in der etablierten Geburtshilfe des Kemperhofs ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. „Und mit ihr der Wunsch vieler Eltern nach Komfortleistungen und weiteren Einzel- und Familienzimmern“, berichtet Dagmar Wagner, Kaufmännische Direktorin des Kemperhofs.

Um eben diesen Wünschen für die Zeit nach der Geburt noch besser nachzukommen, ist nun auch räumlich ein Eltern-Kind-Zentrum innerhalb der Kinderklinik entstanden. „Hier wird unsere ganzheitliche, familiengerechte Versorgung um eine Reihe von Serviceleistungen ergänzt. Diese machen den Aufenthalt so angenehm wie möglich. Neben der ärztlichen Visite gibt es auch wie auf der integrativen Wochenstation eine Hebammenvisite. Und selbstverständlich sind auch hier DaddyIn- und RoomingIn möglich, so dass die junge Familie möglichst viel Zeit miteinander verbringen kann“, sagt Dagmar Wagner.

„Wir sind Perinatalzentrum Level 1 und arbeitet insofern seit Jahren eng mit der Kinder- und Jugendmedizin im Sinne der Neugeborenen und deren Eltern zusammen. Dass wir nun auch innerhalb der Kinderklinik noch enger zusammenwachsen, freut uns“, ergänzt Dr. Arno Franzen, Chefarzt der Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Perinatal bedeutet „um die Geburt herum“, Neonatologie ist ein Zweig der Kinderheilkunde, der sich mit der Neu- und Frühgeborenenmedizin befasst. Dementsprechend sind Perinatalzentren für die Versorgung von Früh- und Neugeborenen mit höchstem Risiko zuständig. Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Kemperhofs bilden gemeinsam ein Perinatalzentrum Level-1, ein Haus der höchsten Versorgungsstufe, in dem jährlich rund 1.700 Kinder zur Welt kommen.

Dies bedeutet, dass rund um die Uhr Neonatologen, das heißt Spezialisten für Frühgeborene und kranke reife Neugeborene, zur Beratung von Eltern und zur Versorgung von Neugeborenen zur Verfügung stehen und dass kein belastender Transport in eine andere Klinik erforderlich ist, falls ein Neu- oder Frühgeborenes kinderärztlich behandelt werden muss. Denn die Behandlung erfolgt unmittelbar auf der neonatologischen und pädiatrischen Intensivstation am Kemperhof. „Es sind also alle Kompetenzen gebündelt unter einem Dach des Kemperhofs“, betont Wagner abschließend.

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Wirtschaft

25 Millionen Euro zusätzliche Fördermittel für E-Nutzfahrzeuge in Nordrhein-Westfalen

Region/Düsseldorf – Handwerker und Gewerbetreibende erhalten bis zu 50 Prozent der Anschaffungskosten. NRW Minister Pinkwart: Attraktives Angebot zur Umstellung auf klimafreundliche Antriebe – Wichtiger Baustein zur Erreichung der ehrgeizigen Klimaschutzziele Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW teilt mit:

Gute Nachrichten für Handwerker und Gewerbetreibende, die auf Elektromobilität setzen möchten: Im Rahmen eines zeitlich begrenzten Förderangebots können Gewerbetreibende und Handwerker in Nordrhein-Westfalen ab sofort den Kauf eines batterieelektrischen Nutzfahrzeugs mit 50 Prozent der Anschaffungskosten fördern lassen. Bei Brennstoffzellenfahrzeugen sind es bis zu 80 Prozent der Anschaffungskosten. Für Kommunen liegen die Förderquoten noch einmal zehn Prozentpunkte höher. Wer also jetzt als Gewerbetreibender ein batteriebetriebenes Nutzfahrzeug im Wert von 50.000 Euro kauft und mindestens 5 Jahre lang nutzt, bekommt bis zu 25.000 Euro dazu. Förderanträge können ab sofort bei der Bezirksregierung Arnsberg gestellt werden. Die dafür zur Verfügung stehenden 25 Millionen Euro werden von der Europäischen Union als Teil des Aufbauprogramms „REACT-EU (Recovery Assistance for Cohesion and the Territories of Europe)“ finanziert.

Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Wir freuen uns, dass die EU das Land Nordrhein-Westfalen mit den Mitteln aus REACT-EU in diesem wichtigen Anliegen unterstützt. Damit können wir Unternehmen und Kommunen nochmals ein sehr gutes Förderangebot für die Umstellung ihrer Flotten auf klimafreundliche Antriebe unterbreiten. Gerade für Handwerker und andere Gewerbetreibende, die viel in Städten und auf eher kürzeren Strecken unterwegs sind, können batteriebetriebene Nutzfahrzeuge eine attraktive Möglichkeit sein. Für längere Strecken sind Brennstoffzellen-Fahrzeuge eine gute Alternative. Solche Antriebskonzepte sind ein wichtiger Baustein zur Erreichung unserer verschärften Klimaschutzziele. Bis 2045 wollen wir in Nordrhein-Westfalen klimaneutral wirtschaften. Eine Umrüstung auf emissionsärmere Fahrzeuge ist daher für den Klimaschutz im Verkehrssektor essenziell.“

Ziel des Programms REACT-EU ist es, die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der COVID-19-Pandemie abzumildern, klimafreundliche Technologien zu fördern sowie die digitale und stabile Erholung der Wirtschaft zu unterstützen. Dafür stellt die Europäische Union 260 Millionen Euro zusätzlich für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung in Nordrhein-Westfalen bereit.

Die Anträge werden in der Reihenfolge des Eingangs durch die zuständige Bezirksregierung Arnsberg geprüft. Mittel werden gewährt, bis der Fördertopf ausgeschöpft ist. Es werden nur Projekte mit einer Mindestfördersumme von 20.000 Euro bewilligt. Die maximale Fördersumme liegt für Unternehmen bei 200.000 Euro und für Kommunen bei zwei Millionen Euro. Anträge müssen vor dem Kauf der Fahrzeuge bis zum 30. November 2021 über die Internetseite der Bezirksregierung Arnsberg gestellt werden. Die Förderung kann nicht mit anderen Förderprogrammen kombiniert werden.

Weitere Informationen finden Sie über www.efre.nrw/react-eu oder direkt bei der Bezirksregierung Arnsberg.

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Der Impfbus kommt am 12. September nochmal nach Mayen

Mayen – Im Rahmen des 70. Stein– und Burgfestes kommt der Impfbus nochmal nach Mayen. Wer geimpft werden möchte, kann am 12. September von 8 -18 Uhr am Forum in Mayen vorbeikommen. Eine Terminvereinbarung ist weder erforderlich noch möglich.

Zum einen wird für Personen ab 18 Jahren der Impfstoff des Herstellers Johnson & Johnson eingesetzt. Bei diesem genügt eine Impfdosis, so dass kein zweiter Termin erforderlich wird.

Für Personen ab zwölf Jahren steht der Impfstoff von BioNTech/Pfizer zur Verfügung, und zwar sowohl für Erst- als auch für Zweitimpfungen. Wer in Mayen eine Erstimpfung mit BioNTech/Pfizer erhält, kann sich seine unbedingt notwendige zweite Impfung drei bis sechs Wochen später beispielsweise in einem der Impfzentren im Landkreis Mayen-Koblenz beispielsweise Polch oder Koblenz verabreichen lassen oder bei einem Hausarzt.

Die Sonder-Impfaktion richtet sich nicht nur an die Mayener Bürgerinnen und Bürger sondern auch an die naheliegenden Ortsteile und Dörfer. Das Angebot ist also ausdrücklich nicht auf Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Mayen beschränkt.

„Lassen Sie sich Impfen und schützen Sie somit sich und andere!“, so Oberbürgermeister Dirk Meid. „Ich freue mich das wir den Impfbus nochmals für Mayen gewinnen konnten und hoffe auf rege Impfteilnahme“, so der Stadtchef weiter.

Es können sich Änderungen ergeben daher wird gebeten sich unter der Woche nochmal unter https://corona.rlp.de/de/impfen/informationen-zur-corona-impfung-in-rheinland-pfalz/ zu informieren ob die Uhrzeit eingehalten werden kann.

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Wirtschaft

Afrika Forum des Kreises Düren am 13. September – Anmeldung nur noch heute 06. September möglich

Düren – Chancen und Herausforderungen für Unternehmen. Unter der Schirmherrschaft von Landrat Wolfgang Spelthahn organisiert der Kreis Düren erstmalig eine Veranstaltungsreihe zum Thema wirtschaftliche Investitionen in Afrika. Ziel der Veranstaltung ist es, die Möglichkeiten für ein nachhaltiges, wirtschaftliches Engagement der kleinen und mittelständischen Unternehmen in Afrika aufzuzeigen. Anmeldungen für die Veranstaltung am Montag, 13. September, von 9.30 bis 13 Uhr sind noch möglich. Das Forum findet in der Fabrik für Kultur und Stadtteil in Düren, Binsfelder Straße 77, statt.

Der gelungene Markteintritt, nachhaltig und erfolgreich neue Märkte erschließen oder projektbezogene Zusammenarbeit zwischen Unternehmen im Kreis Düren und afrikanischen Akteuren – das sind die Themen, die auf dem Forum im Fokus stehen. Dabei werden sie in den Kontext von Nachhaltigkeit, Strukturwandel und Migration eingebettet. „Unternehmen bekommen hier wertvolle Perspektiven aufgezeigt, um sich zukunftssicher aufzustellen“, sagt Landrat Wolfgang Spelthahn. „Das Forum bietet einen guten Ausgangspunkt, um zu erkennen, wie das eigene Unternehmen wirtschaftlich weiter wachsen kann.“ Moderiert wird die Veranstaltung von Jens Bröker, Leiter der Stabsstelle für Innovation & Wandel Kreis Düren.

Die Vertreter und Vertreterinnen von kleinen und mittelständischen Unternehmen haben am Ende der Veranstaltung die Chance, eine persönliche Kurzberatung zu individuellen Fördermöglichkeiten und Sicherheiten für Investitionen durch die Vertreterin der Agentur für Wirtschaft und Entwicklung (AWE) zu erhalten. Hierzu ist eine vorherige Terminabsprache erforderlich.

Interessierte Unternehmen können sich noch online via Eventbrite bis zum 6. September zum Afrika-Forum anmelden. Der Link dazu: www.eventbrite.de/e/afrika-forum-des-kreises-duren-wirtschaftliche-investitionen-in-afrika-tickets-164988510075

Fragen zur Veranstaltung beantwortet Heike Rieger, Kreis Düren, Stabsstelle für Innovation & Wandel, Tel. 02421-221060111 oder h.rieger@kreis-dueren.de

Die Veranstaltung wird als Präsenzveranstaltung durchgeführt, vorausgesetzt die Coronaschutzverordnung lässt dies tagesaktuell zu. Nach heutigem Stand wird ein negativer Test, ein voller Impfschutz, oder ein Nachweis über eine überstandene Infektion benötigt, um an der Veranstaltung teil zu nehmen.

Das Programm

ab 09.00 Uhr Ankunft & Registrierung Teilnehmer

09.30 – 09.45 Uhr Begrüßung durch Schirmherr Landrat Wolfgang Spelthahn und Emmanuel Ndahayo, Mitglied des Kreistags und Vorsitzender des Ausschuss‘ für Migration, Integration und Entwicklungszusammenarbeit

09.45 – 10.15 Uhr Holger Illi, Referatsleiter Afrikapolitische Grundsätze und Initiativen im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

„Marshallplan mit Afrika und Compact with Africa – Kooperation auf Augenhöhe“

10.15 – 10.45 Uhr Almuth Dörre, Seniorberaterin der Agentur für Wirtschaft und Entwicklung (AWE)

„Förder- & Finanzierungsmöglichkeiten der Entwicklungszusammenarbeit für Unternehmen„

10.45 – 11.15 Uhr Pause – Netzwerken und Canapés

11.15 – 11.25 Uhr Jean Jacques Badji, Vorsitzender „Deutsch-Afrika Kompass e.V.“

„Afrikanische Migranten als Brückenbauer in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Afrika“

11.25 – 11.45 Uhr Dialog: Mitglieder des Vereins „Ein Dach für Afrika e.V.“ gemeinsam mit Sybille Haußmann, Dezernentin für Arbeit, Bildung und Integration, über die Projekte des Kreises Düren in der Côte d’Ivoire

11.45 – 12.15 Uhr Abgeordneter Vertreter für Adzopé im Nationalparlament in Abidjan, Côte d‘Ivoire, Prof. Dr. Paul N‘guessan-Béchié: Vorstellung von Entwicklungspotentialen vor Ort in Adzopé

12.00 – 12.30 Uhr Best Practises – Unternehmen berichten / Panel

12.30 – 12.45 Uhr Zusammenfassung, Dank und Ausblick

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Wirtschaft

Technologie-Pionier Sebastian Thrun mit dem Aachener Ingenieurpreis ausgezeichnet

Aachen – Bei der Verleihung wurden viele spannende Visionen skizziert, wie Künstliche Intelligenz das Leben positiv beeinflusst. Es war ein Abend voller Visionen: Im Krönungssaal des Aachener Rathauses wurde Professor Sebastian Thrun am gestrigen Freitag, dem 03.September mit dem Aachener Ingenieurpreis ausgezeichnet. Mit der gemeinsamen Auszeichnung würdigten RWTH Aachen und Stadt Aachen den beeindruckenden Entwicklergeist Thrun, der seit 2003 in Kalifornien beispielsweise als Leiter des Artificial Intelligence Lab an der Stanford University wirkt. „Sebastian Thruns Arbeiten in KI und Robotik haben für die Grundpfeiler gesorgt, auf denen KI-Engineering basiert“, erklärte der Laudator, Prof. Armin B. Cremers vom Bonn-Aachen International Center for Information Technology, und Doktorvater des Preisträgers an der Universität Bonn. Schon seine Bonner Jahre hätten eine unglaubliche Wirkung entfaltet „für Bonn, auch für Aachen, ausstrahlend über NRW hinaus, national und international“.

Dieter Westerkamp, Mitglied der Geschäftsführung des Preisstifters VDI (Verein Deutscher Ingenieure), betonte in seinem Grußwort: „Das Berufsbild von Ingenieurinnen und Ingenieuren unterliegt einem grundlegenden Wandel. Die Künstliche Intelligenz wird noch einmal einen Schub an Veränderungen mit sich bringen. Wir müssen uns der Herausforderung stellen, lebenslang zu lernen und uns immer wieder die Frage stellen: Können wir das, was wir tun, noch besser, kostengünstiger, effizienter oder schneller tun. Und welche Rolle spielt dabei die Künstliche Intelligenz?“

Das Potenzial Künstlicher Intelligenz ist enorm, die RWTH hat entsprechend ein KI-Center gegründet, in dem interdisziplinär die Kompetenzen gebündelt werden. Was KI leisten kann, wurde dann auch vor Ort in Form einer Präsentation der Carologistics veranschaulicht: Die Logistikroboter des Teams aus RWTH- und FH Studierenden wurden jüngst Weltmeister in ihrem Themenfeld.

Sebastian Thrun formulierte bei der Preisverleihung die große Chance, die KI für die Gesellschaft bedeute: „Die Methoden von KI sind bahnbrechend, weil sie Möglichkeiten ergeben, die wir nie vorher gesehen haben. In den letzten Jahrzehnten wurden Computer von Experten programmiert, die für alle Eventualitäten Regeln einbauen mussten. Und jetzt kann der Computer selbst klug werden, zum Beispiel in der Krebserkennung, um Tumore schneller und besser zu finden als die meisten Ärzte.“

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen als Gastgeberin freute sich, dass die Stadt Aachen zusammen mit der RWTH diesen Preis vergeben kann, denn „Ingenieurkunst wird in Aachen gelebt. Aachen ist innovativ, die vielen Ingenieur*innen machen Aachen stark und sie bleiben auch hier, weil sie hier die Netzwerke und die Lebensqualität lieben. Darauf bin ich sehr stolz.“ Stolz auf diese Symbiose aus Stadt und Wissenschaft ist auch der Rektor der RWTH Aachen, Professor Dr. Ulrich Rüdiger: „Die RWTH ist Impulsgeberin erster Ordnung, aus unserem Jubiläums-Motto ‚Lernen, Forschen, Machen‘ kann man es ableiten: Das ist, was die RWTH für unsere Stadt ist. Wir machen mit dem Wissen etwas. Das ist unser Anspruch. Etwas machen, etwas wagen. Aus dem Wissen Wert schöpfen, Wertschöpfung zum Wohle der Gesellschaft kreieren.“

Einig waren sich beide: „Aachen und RWTH kann man nicht trennen.“ Auch im Ausblick auf die nächsten 15 Jahre ist ihnen nicht bange. „Wir stehen vor großen Herausforderungen“, sagte Keupen. „Wir haben gerade zuletzt deutlich erlebt, wie fragil unsere Welt ist. Wir haben jetzt die Chance, den menschengemachten Klimawandel aufzuhalten, und dazu brauchen Ingenieure, die mit ihrem Wissen Technik entwickeln, die hilft, den Klimawandel aufzuhalten. Das haben wir in Aachen.“  Professor Rüdiger will die Stadt der Zukunft mit den Themen der Zeit füllen: „Diese Themen heißen Zukünftige Energieversorgung, Mobilität, Produktion, Gesundheit und Informationstechnologie. Das will ich auf unserem Campus entstehen sehen, mit Leuten die etwas wagen, ausprobieren wollen. Wir sind in der Lage, einen Beitrag dazu zu leisten, die gesamte Stadt zu entwickeln.“

Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen erinnerte in ihrer Rede an einen Meilenstein der deutschen KI-Forschung: den Roboter RHINO, der im Deutschen Museum in Bonn eigenständig durch die Ausstellung führen konnte. Ein Meilenstein, an dem auch Sebastian Thrun seinen Anteil hatte. „Heute sind die Entwicklungen von Künstlicher Intelligenz auch durch Ihren Beitrag weit fortgeschritten und für viele von uns präsent bis ins tägliche Leben. Ihre Arbeit ist wegweisend und hat große Leistungen erbracht, auf dem viel unseres heutigen technologischen Fortschritts aufbaut. Es ist eine Ehre für Aachen, die RWTH und das Land NRW, dass wir Sie als Preisträger begrüßen dürfen“, sagte Pfeiffer-Poensgen in Richtung des Preisträgers.

Laudator Professor Armin B. Cremers kam noch einmal auf das angesprochene Motto der RWTH „Lernen, Forschen, Machen“ zurück, in dem er diese Merkmale als Inbegriff des Profils von Sebastian Thrun darstellte. „Dazu gehören auch reflektieren, entscheiden, seinen eigenen Weg konsequent gehen. Seine Leistungen und Forschungen sind im von der Jury erstellten Profil ausgezeichnet präsentiert worden. Ich kann der Preisjury nur gratulieren, eine fantastische Wahl getroffen zu haben. Gerade die Erstellung von Systemen in Übereinstimmung mit den humanen Belangen sind ein wichtiger Punkt. Sebastian Thruns Arbeiten haben die Grundpfeiler erstellt, auf denen KI-Engineering basiert, wie wir es uns hier und weltweit vorstellen.“

Für Sebastian Thrun trägt die Entwicklung von K.I. zu einer „Verbesserung des Menschen bei, ohne sie jemals zu ersetzen. Wir haben immer Technologien erschaffen, die uns selbst besser machen. Wir müssen Probleme nicht nur lösen, sondern auch neue Probleme, neue Strukturen finden. Man muss ein offenes Auge haben, Dinge entdecken, die uns später einen großen Nutzen bringen. Wir sind in einer Phase, in der wir viel intensiver Gedanken austauschen, kommunizieren können. Das ist von großer Bedeutung nicht nur für die Technologie, sondern auch für die Geisteswissenschaften und die gesamte Gesellschaft. Wir werden immer besser werden, gerade im Gesundheitssystem. Wir werden auch menschlicher werden. Durch KI, durch Automatisierung können wir uns selbst befreien, kreativer sein.“ Thrun schloss mit einer Vision von Neugier und Stolz: „Ich bedanke mich sehr herzlich und freue mich zu sehen, wie hier in Aachen Kultur und Wissenschaft verzahnt sind. Wir leben in einer Zeit mit einer exponentiellen Explosion an Erfindungen, die uns besser machen. Stellen Sie sich vor, was in den nächsten 150 Jahren passiert.“

Der Aachener Ingenieurpreis ist eine gemeinschaftliche Auszeichnung der RWTH und der Stadt Aachen – mit freundlicher Unterstützung des Vereins Deutscher Ingenieure VDI als Preisstifter. Jährlich ausgezeichnet wird eine Persönlichkeit, die mit ihrem Schaffen einen maßgeblichen Beitrag zur positiven Wahrnehmung oder Weiterentwicklung des Ingenieurwesens geleistet hat. Die Auszeichnung wird bereits zum siebten Mal verliehen. Erster Preisträger war Professor Berthold Leibinger (gestorben 2018), Gesellschafter der TRUMPF GmbH + Co. KG. Es folgten Professor Franz Pischinger, Gründer der Aachener FEV Motorentechnik GmbH, der Astronaut Thomas Reiter, der langjährige Direktor am Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen, Professor Manfred Weck, Professorin Emmanuelle Charpentier als Mikrobiologin und Miterfinderin der Gen-Schere CRISPR-Cas9 und dafür mittlerweile mit dem Nobelpreis ausgezeichnet, und im vergangenen Jahr der Unternehmer Hans Peter Stihl.

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Wirtschaft

Expertentreff zu Wiederaufbau-Projekt Ahrtal

Region/Ahrtal/Koblenz – Landeshandwerkskonferenz: Veranstaltung in der Handwerkskammer Koblenz stellt Hochwasserkatastrophe in den Mittelpunkt – Bilanz und nächste Schritte werden besprochen / www.handwerk-baut-auf.de“ ist neue zentrale Wiederaufbau-Plattform. Die Hochwasserkatastrophe im Ahrtal und in anderen Teilen von Rheinland-Pfalz war das Schwerpunktthema der Landeshandwerkskonferenz, die im Zentrum für Ernährung und Gesundheit der Handwerkskammer (HwK) Koblenz stattfand.

Foto: HwK Koblenz

Fast 80 Teilnehmer von Handwerksorganisationen, aus Politik und dem Krisenmanagement, von Versorgungsunternehmen sowie helfende wie auch betroffene Handwerker tauschten sich aus zu den bisherigen Arbeiten im Ahrtal wie auch die nächsten Aufgaben im Zuge von Deutschlands größtem Wiederaufbau-Projekt.

Unter anderem informierten Nicole Steingaß, Staatssekretärin im Innenministerium und Leiterin Wiederaufbauorganisation Rheinland-Pfalz (RLP), Thomas Linnertz, Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) und Leiter des Krisenstabes, Petra Dick-Walther, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz oder auch Rainer Zeimentz, Leiter der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V. über den Sachstand und die nächsten Schritte der Krisenbewältigung. Einig waren sich alle Experten dieses Forums: Es ist eine Mammutaufgabe, die Schritt für Schritt gelöst werden muss. „Das Ausmaß der Schäden ist gigantisch. Es wird dauern, viel Geld kosten und nur in einer funktionierenden Solidargemeinschaft zu lösen sein“, machten HwK-Präsident Kurt Krautscheid, Johannes Lauer als Vorsitzender des Unternehmerverbandes Handwerk RLP e.V. und Gerd Benzmüller als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Kreishandwerkerschaften in RLP zu Beginn der Konferenz deutlich. Alle drei arbeiten im handwerklichen Krisenmanagement unter Führung der HwK Koblenz mit, das sich jeden Dienstag in Bad Neuenahr-Ahrweiler trifft. 600 Handwerksbetriebe entlang der Ahr sind durch die Hochwasserkatastrophe stark beschädigt oder ganz zerstört worden. „Wir sind nach der ersten Phase der Aufräumarbeiten nun zusammen mit diesen Betrieben im Wiederaufbauprozess. Gemeinsam werden wir das schaffen“, sendeten die Handwerksvertreter gleich zu Beginn ein optimistisches Signal.

Thomas Linnertz übernahm drei Tage nach der Hochwasserkatastrophennacht vom 14. zum 15. Juli den Krisenstab. Er berichtete darüber, was seitdem alles geleistet wurde. „Viele Hilfsdienste haben alles aufgeboten, was sie haben. Die Solidarität der Menschen und ihr Einsatzwille sind gigantisch.“ So waren insgesamt 5.000 „offizielle“ Helfer im Einsatz, weitere 300 übernahmen Koordinationsaufgaben. 20.000 Menschen werden tagtäglich versorgt. Die Koordination vor Ort klappe inzwischen gut und Linnartz bedankte sich bei den Akteuren der Kreis-, Verbandsgemeinde- und Stadtverwaltungen. Insbesondere die Ortsbürgermeister und Ortsvorsteher entlang der Ahr hätten unglaubliches geleistet wie auch das handwerkliche Ehrenamt, „das sich ohne Rücksicht auf den eigenen Betrieb oder auf das eigene Schicksal im Sinne aller Betroffenen reingekniet hat.“

Josef Rönz, Vorstandsvorsitzender der Energieversorgung Mittelrhein (EVM) gab einen Überblick zu den Gas-Versorgungssystemen, die gerade für das Heizen im Winter von großer Wichtigkeit sind. Viele Kilometer Gasleitungen wurden zerstört und „der Wiederaufbau habe in der Realisierung einfach seine Grenzen!“ Um Zeit zu sparen, verzichtet die EVM auf klassische Vergabeverfahren und hat ein Budget von 30 Millionen Euro bereitgestellt, „ohne selbst zu wissen, inwieweit sich Bund und Land finanziell daran beteiligen werden. Täglich sind rund 100 Spezialisten im Einsatz, dazu kommen viele ehrenamtliche Helfer, von denen 20 selbst alles verloren haben. Trotz aller Anstrengungen wird es Provisorien geben müssen.“ Rönz erläuterte hierbei die Kooperation mit einem Flüssiggas-Unternehmen. Die Variante, elektrisch zu heizen, habe Grenzen, denn auch die Stromnetze können entsprechende Kapazitäten nicht bereitstellen und würden bei Überlastung zusammenbrechen – eine Krise in der Krise, die unbedingt verhindert werden muss. Lob gab es vom EVM-Chef für das Handwerk wie auch die Handwerkerplattform „handwerk-baut-auf.de“. „Das sind praktische und konstruktive Hilfestellungen, die uns vorwärts bringen.“

Petra Dick-Walter ging insbesondere auf die Sicherstellung der Materialversorgung für den Wideraufbau ein. „Die Menschen brauchen wieder ein Dach über dem Kopf und Strom und Wärme in ihren Häusern. Trotz der bereits vor dem 14. Juli bestehenden Fachkräfte- und Materialknappheit die Kräfte hierfür bundesweit in den nächsten Jahren in den betroffenen Regionen bündeln zu können, wird ein Kraftakt. Das wird eine der Kernaufgaben des Aufbaus sein.“ Die Hilfsmittel des Landes fließen. „2.200 Anträge wurden bereits bewilligt, 11 Millionen Euro Soforthilfe ausgezahlt.“

Das Thema Geld griff auch Nicole Steingaß auf: „Ab Oktober können die Hilfen nach dem Aufbauförderungsgesetz beantragt werden, das jetzt die letzten parlamentarischen Hürden mit großer Mehrheit überwinden dürfte.“ Darüber hinaus wies auch sie darauf hin, dass die Hilfsmaßnahmen noch über Monate, sehr wahrscheinlich Jahre, gebraucht werden. „Dabei spielen natürlich auch Abstimmungsrunden wie die wöchentlichen Treffen unter dem Dach der HwK eine wichtige Rolle. Hier werden praktische Lösungen besprochen, die sich zügig umsetzen lassen.“ Auch die Landeshandwerkskonferenz sende ein starkes Signal und das Handwerk übernehme viel Verantwortung, was die Mainzer Landesregierung sehr schätze.

„Das Handwerk hat das Ahrtal nicht allein gelassen“, lobte auch Günter Kern, Leiter des Verbindungsbüros kommunaler Wiederaufbau. „Wenn die Bescheide der Wiederaufbauhilfe erst einmal rausgehen, wird der große Run einsetzen und ab dann ist das Handwerk aus ganz Deutschland gefragt.“

Der Ahrweiler Kreishandwerksmeister Frank Wershofen schilderte in einem emotionalen Vortrag seine Doppelrolle: auf der einen Seite betroffen, denn der Familienbetrieb wurde ein Opfer der Fluten. Auf der anderen Seite der Macher, der für seine Kunden und auch die Innungsbetriebe da ist. „Wir müssen die Hilfe koordinieren und den Kunden verlässlich zur Seite stehen. Und den eigenen Betrieb auch wieder aufbauen.“ Wershofen berichtete auch über jene Nacht, über seine Flucht vor den Wassermassen in ein Restaurant, „von dessen Dachterrasse ich zusah, wie unser Lebenswerk wegschwamm.“ Er ging auch auf ganz alltägliche Probleme ein, mit denen das Handwerk im Ahrtal nun kämpfe und die kaum sichtbar sind. So der Weg der Auszubildenden in die Ausweich-Berufsschule nach Andernach. Hier werde dringend ein Shuttle-Bus gebraucht. Wershofen bedankte sich bei den vielen Helfern, die auch ihm im Betrieb tatkräftig zur Seite standen. „Ich habe wahnsinnig tolle Menschen kennengelernt!“

Bernd Krinninger berichtete als Koordinator der deutschlandweiten Dachdecker-Hilfsaktion über seine Erfahrungen und Erlebnisse. „Wir sind bei diesem Einsatz nicht nur Handwerker, sondern auch Seelsorger“, ging er auf das Miteinander mit den Menschen vor Ort ein. Hämmern und Zuhören, oft trösten und Mut zusprechen – auch das sei eine Seite dieses Einsatzes. 300 Dachdeckerbetriebe aus ganz Deutschland haben mit 600 Fachkräften bisher 22.000 Arbeitsstunden freiwillig geleistet, Materialspenden in Höhe von 1,5 Millionen Euro wurden bereitgestellt. Aber: „Hilfe muss als finanzieller Anreiz auch in den helfenden Handwerksbetrieben ankommen!“ Auch das müsse bei der Verteilung der Hilfsgelder berücksichtigt werden.

Abschließend sprach Rainer Zeimentz, Leiter der Entwicklungsagentur RLP, über die Verantwortung, die sich mit dem Wiederaufbau auch verbinde. „Wir bauen das Ahrtal schöner als zuvor wieder auf – das waren auch die Gedanken der Anwohner nach den großen Hochwassern 1804 und 1910. Wir können heute auf wissenschaftliche Fakten und Forschungen zurückgreifen, die es damals noch nicht gab und müssen solche Naturphänomene auch künftig einkalkulieren – für uns, für die nächste und übernächste Generation. Wir müssen heute für unsere Nachfahren denken, planen und bauen.“ Das Ahrtal sei nicht nur der 14. Juli 2021, sondern auch 2025 oder 2050, mahnte Zeimentz. Trotz des Drucks und der großen Erwartungshaltungen, die nun auch eine Rolle beim Wiederaufbau spielen, müsse so gebaut werden, dass man auf künftige Fluten besser vorbereitet ist.

Die Veranstaltung wurde durch Ralf Hellrich, HwK-Hauptgeschäftsführer, moderiert. Hellrich appellierte an alle Beteiligten wie auch an die Krisenmanagement-Partner, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen und nicht nachzulassen im Engagement für das Ahrtal und seine Menschen.

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Tourismus

Goldrausch im Seepark Zülpich

Zülpich – Ein in der Region bislang einzigartiges Vergnügen. Neue Attraktion für Kinder von 4 bis 12 Jahren. Schon seit hunderten von Jahren wird auf der Welt Gold gesucht und gewaschen! Ab sofort ist dies auch im Seepark Zülpich möglich! Beim Goldrausch können sich
Kinder ab vier Jahren auf die Suche nach Gold und Edelsteinen begeben. Die Erfolgsaussichten dürften dabei mindestens so groß sein wie bei den legendären Goldräuschen in Nordamerika. Einfach einen Sandsack mit Edelstein-, Trommelstein-, Goldoder Diamanten-Sand auswählen und schon geht’s los!

Der Sand wird nach und nach in die Goldwaschpfanne gegeben und im Wasserbecken der Goldwaschanlage hin und her bewebt. Schon bald werden die ersten Fundstücke zum Vorschein kommen. Mit Hilfe der dazugehörigen Postkarte können die jungen Goldwäscher anschließend ihre Edelsteine bestimmen, sammeln und mit anderen Goldwäschern tauschen. Ein in der Region einzigartiges Vergnügen!

Der Goldrausch im Seepark Zülpich ist samstags und sonntags von 11 Uhr bis 18 Uhr sowie in den Ferien täglich geöffnet. Ein Einzelticket für die neue Attraktion kostet 5,50 € (zzgl. Parkeintritt).

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News

Ökumenischer Aufruf zur Wahl des Deutschen Bundestages

Region/Trier/Bonn/Hannover – Mit einem ökumenischen Aufruf zur Wahl des Deutschen Bundestages am 26. September 2021 haben sich der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, an die Mitbürgerinnen und Mitbürger gewandt. „Als christliche Kirchen sehen wir uns in der Mitverantwortung für unser demokratisches Gemeinwesen. Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger, den politischen Weg unseres Landes aktiv mitzugestalten. Eine lebendige Demokratie bedarf der Teilhabe, der Teilnahme und des Engagements der Menschen. Der erste und wichtigste Schritt dazu ist, sich ein eigenes verantwortliches Urteil zu bilden und das eigene Wahlrecht auszuüben“, heißt es in dem Aufruf. Er fordert dazu auf, Zusammenhalt durch Achtsamkeit, Solidarität und Gerechtigkeit zu stärken.

Mit Blick auf die vielfältigen Herausforderungen der zurückliegenden Jahre betonen Bedford-Strohm und Bätzing, dass gerade jetzt die Gesellschaft als Ganze gefragt sei. Sie erinnern an die Opfer der Flutkatastrophe und die langfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie. „Durch die Gefährdung von Leben und Gesundheit, durch psychische Belastungen, gerade auch von Kindern und Jugendlichen, durch Einschränkungen von Freiheitsrechten und sozialem Miteinander, durch die wirtschaftliche Unsicherheit in der Zeit des Lockdowns oder die Sorge vor und die Diskussionen um Triage-Entscheidungen: In der Pandemie haben sich die Fragen nach Gleichheit, Gleichwertigkeit und Menschenwürde, nach der Freiheit der Menschen und auch nach den Anforderungen an die Solidarität und die Gerechtigkeit in der Gesellschaft auf eine neue Weise gestellt.“

Gegenseitige Achtung, Solidarität und Gerechtigkeit hielten die Gesellschaft zusammen: „Wir alle sind aufgefordert, unser Wissen und unsere Fähigkeiten für das Gemeinwohl einzubringen. Die Starken helfen den Schwachen; so entsteht ein sozialer Ausgleich.“ Nach christlicher Überzeugung sei jeder Mensch von Gott einzigartig geschaffen und mit derselben unveräußerlichen Würde der Person ausgestattet. „Deshalb ist uns ein gesellschaftliches Miteinander wichtig, in dem die universalen und unteilbaren Menschenrechte aller Menschen respektiert werden.“ In ihrem Wahlaufruf nennen Bätzing und Bedford-Strohm verschiedene Problembereiche, die den Gesetzgeber in der nächsten Legislaturperiode herausfordern. Dabei geht es um Fragen der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik, des Sozialstaats, einer Gestaltung der Digitalität und der wirksamen Bekämpfung des Klimawandels sowie um eine an der Würde und den Bedürfnissen der Menschen orientierte Politik zu Fragen von Flucht und Asyl. Ausdrücklich rufen die Kirchen zu einem achtsamen, solidarischen und gerechten Miteinander auf, das der Polarisierung der Gesellschaft entgegenwirke und gleichzeitig die Gefühle von Zusammenhalt und Gemeinschaft stärke. Sie fügen hinzu: „Populistischer Stimmungsmache und hetzerischer Rede muss klar und unmissverständlich entgegengetreten werden. Gegenüber extremistischem Gedankengut sind rote Linien zu ziehen. Die Würde des Menschen bleibt oberster Maßstab für das Handeln in Politik und Gesellschaft in Europa.“ Der Aufruf im Wortlaut ist unter www.dbk.de zu finden.

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Rathaus Euskirchen hat nun eine Mobilitäts-Managerin

Euskirchen – In Nordrhein-Westfalen gibt es 24 neue Mobilitätsmanagerinnen und -manager, eine davon arbeitet künftig in Euskirchen. Nach einem mehrstufigen Lehrgang des Zukunftsnetz Mobilität NRW erhielt Meike Mäncher als Vertreterin von Euskirchen in Düsseldorf für die erfolgreiche Teilnahme an der Weiterbildung eine Urkunde von Hendrik Wüst MdL, Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen.

„Das kommunale Mobilitätsmanagement bietet eine tolle Chance für eine zukunftsfähige Mobilität in den Städten und. Daher freue ich mich, dass nun auch eine ausgebildete Mobilitätsmanagerin in unserer Verwaltung tätig ist“, so Euskirchens Bürgermeister Sacha Reichelt.

Mobilitätsmanagerinnen und -manager helfen dabei, Mobilität über die Abteilungen in der Verwaltung hinweg als Querschnittsthema zu etablieren, damit auch die Mobilitätsangebote in ihrer Kommune von Beginn an miteinander vernetzt gedacht werden: etwa Bus und Bahn mit Fahrrad und Fußverkehr, und diese mit Auto – und Fahrrad-Sharingangeboten zu ergänzen.

„Die Mobilität der Zukunft ist digital, vernetzt und immer öfter auch autonom. Mobilitätsmanager bringen vernetztes Denken in ihre Kommunen und führen so gute Ideen zueinander – über die Abteilungen der Verwaltung hinaus. So können Verkehrskonzepte entwickelt werden, die passgenau für die Stadt oder die Gemeinde sind. Mobilitätsmanager sind eine wichtige Schnittstelle: Sie helfen Mobilität besser, sicherer und sauberer zu machen“, sagte Verkehrsminister Wüst.

Theo Jansen, Geschäftsstellenleiter des Zukunftsnetz Mobilität NRW. „Um die verkehrlichen und demografischen Entwicklungen der kommenden Jahrzehnte meistern zu können, sind nachhaltige Mobilitätskonzepte gefragt. Zentral ist auch immer der Klimaschutz – jetzt mehr denn je. Die Regionen und Kommunen haben dabei eine Schlüsselrolle: Sie sollen die aktuellen Herausforderungen als Chance sehen und offensiv nutzen, um lebenswerte Wohn- und Wirtschaftsstandorte zu bleiben.“